hlen »er FeNtbeilnehmer I Doll derartiger beoioiu r»ei( Sugull ftuqte unfern brt it Ltunden von Stabt Zoch Lber-äche jählings ein unb biibete W Kmbm Hasersaattn w^ I Hoi unb die Ternfm^ »em, daß baS FI-ch° »rteiW. tt6 Lees und bei M fo iß der S« der „ ' kil Dlt Mer ^nutbveyWen. tMj» i ur örflärung ber ub'P CJD nimmt an, baß X haben unb lonach k teil einig*® ^fl8,.n °l L von weitem m WJJ' Der Slfolg 'st 1 DJ”!- Assel ver- * »Ä S. .......-K "i lj[CDl »'rl ’ >nte . .. meldet : Der ne- Unzen m - ^7°nt W* i x ’wcWä >'nld,p. melde'- Lnb-ri ® ptrfl all , rie ^,n ifllbie^ bVtcekcN'g tfp . ,, $<>!'» z.d°"»"' . Preis vierteljährlich 36 h. mit Brtngerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 49 fr Gießener Anzeiger, w Mnzeige- und Wmtsölatt für den Kreis Hießen. Nr. 109. Donnerstag den 16. September 1869. Amtliche Bekanntmachungen. Gießen, am 30. August 1869. Betreffend: Das Landgestüt, insbesondere die Erhebung eines Fohlengeldes in 1869. Das Großhrr)«glichk Kreisaml Gießen an die Großherzoglicheu Bürgermeistereien mit Ausnahme von Ober-Hörgern. Wir erinnern Sie an Erledigung unserer Auflage vom 24. Februar 1865, Amtsblatt Nr. 2, binnen 8 Tagen. In Verhinderung des Kreisraths: Kekuls, Kreis-Assessor. Gießen, am 11. September 1869. Betreffend: Die Einsendung der Waisenbüchsengelder für 1868/69. Das Großherrogliche Krcisam 1 Girßcn an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Daubringen, Dorf-Gill, Gießen, Hausen, Heuchelheim, Holzheim, Klein-Linden, Lollar, Nieder-Bessingen und Ruttershausen. Wir erinnern Sie an Erledigung der Verfügung vom 1. September 1869 binnen 8 Tagen. In Verhinderung des Kreisraths: Kekul 6, Kreis-Assessor. Fünfzehnter Hauptrechenfchaftsbericht der Großherzoglichen Centralbehörde des Vereins zur ilnterstütznng und Beaufsichtigung der aus den Großherzoglichen Landesund Provinzial-Strafanstalten Entlassenen, für die Jahre 1866 und 1867. Bei Erstattung des gegenwärtigen Berichts über die Wirksamkeit des Vereins in den Jahren 1866 und 1867 gedenken wir vor Allem des am 17. December 1868 erfolgten bedauerlichen Ablebens des Großh. Gehcimenraths Dr. Cräoe, welcher seit 1859 bis zu seinem Hinscheiden mit unermüdlichem Fleiß und Eifer für die Entwickelung und Fortbildung des Vereins und dessen edlen Zweck gewirkt hat. Der in Folge dessen in dem Präsidium eingetretene Wechsel mag zur Entschuldigung dienen, daß die gegenwärtige Uebersichr erst jetzt, nach Einholung sämmtlicher zu diesem Zwecke erforderlichen Materialien vollendet werden konnte. Nach diesen Vorbemerkungen wenden wir uns zum Nachweis der Thütigkeit unseres Vereins in den beiden Jahren 1866 und 1867. I. Die nebst Urkunden beigeschlossenen Vereinskasserechnungen der Jahre 1866 und 1867, welche geprüft und vom Ausschüsse als richtig anerkannt sind, weisen nach, daß betragen haben: 1867 A. Die Einnahme: 1866 fl- kr. fl- fr. 1) an Cassenvorrath............. 1629 59i/2 — — 2) an Zuschuß aus den im S- 3 der Statuten bezeichneten milden Fonds ............ 2000 _ 2000 — 3) an Beiträgen von Vereinsmitgliedern: 1866 1867 fl. kr. fl. kr. a. aus Starkenburg . . 429 22 394 15 b. „ Oberhessen . . 195 24 164 43 c. „ Rheinhessen . . 342 52 301 1 967 38 859 59 967 38 859 59 4) an Geschenken und besonderen Gaben ..... 51 15 57 — 5) „ Ausständen vorderer Jahre........ — — — — 6) „ bewilligt gewesenen, jedoch wieder eingezogenen Unterstützungen............ 61 16 146 16 7)2 „ Kapitalzinsen............. 165 56 306 36 8) „ zurückbezahlten Kapitalien ........ — — — — Zusammen . . 4875 55V2 3369 bl B. Die Ausgabe: 1) die Unterstützungen an Vereinspfleglinge .... 1118 36 1765 7 2) an Verwaltungskosten: a. Bureaukosten............ 648 31 648 57 b. für die Verwaltung der Vereinskasse, einschließlich der Hebgebühren......... 111 HVn 167 281/4 3) uneinbringliche Beiträge durch Sterbfälle re- der Mitglieder und Verweigerung: 1866 1867 fl. fr. fl. fr. a. in Starkenburg ... 25 45 24 20 b. „ Oberhessen .... 31 30 6 30 c. „ Rheinhessen ... 39 33 39 30 96- 4j8 70 20 96 48 70 20 4) an ausgeliehenen Kapitalien......... 1076 — 856 54 2) an verschiedener Ausgabe.......... — — 120 1 Zusammen . . 3051 61/4 3628 471/4 Es berechnet sich mithin in diesen zwei Jahren: A. die Einnahme zusammen auf......... 8245 fl. 46 Vz fr- fi. die Ausgabe „ „......... 6679 „ 53 Vr , und verbleibt Kassenvorrath - - 1565 fl. 53 fr. Vergleicht man die Ergebnisse dieser Rechnung mit denjenigen des vorausgegangenen Jahres 1865, so ergeben sich folgende Resultate: Zu A. 3. Die Beiträge der Mitglieder betrugen weniger im Jahr 1866 66 fl. 12 fr. und im Jahr 1867 173 fl. 51 fr. Zu A. 4. An Geschenken und Vermächtnissen gingen 1866 6 fl. und 1867 15 kr- weniger ein, als 1865. Zu A. 6. Im Jahr 1866 sind 14 fl. 53 kr. und im Jahr 1867 99 fl. 53 kr. mehr an bewilligt gewesenen Unterstützungen wieder eingezogen worden, als im Jahr 1865. Zu B. 1. Die auf Vereinsvfleglinge verwendeten Unterstützungen betrugen im Jahr 1866 234 fl. 24 kr. weniger, dagegen im Jahr 1867 412 fl. 7 kr. mehr, als an solchen im Jahr 1865 verausgabt worden waren. Zu B. 2. Die Bureaukosten betrugen 1866 648 fl. 3 fr. und 1867 648 fl. 57 kr., mithin 14 fl. 26 kr- beziehungsweise 14 fl. 52 kr. mehr, als 1865 und 1 fl., resp. 1 fl. 3 kr. weniger, als in den Voranschlägen dafür vorgesehen war- Zu B. 3 Uneinbringliche Beiträge sind 1866 36 fl. 44 kr. und 1867 10 fl. 17 kr. mehr wie 1865 verausgabt worden. II. Von den laut Anlage 3 im Jahr 1866 aus den Strafanstalten des Groß- herzogthums 693 Entlassenen haben 199 (nach Abzug der 7 Individuen, welche in den an Preußen abgetretenen Landestheilcn heimathberechtigt sind) 192 Inländer, sonach 2/7, und von den laut Anlage 4 im Jahr 1867 entlassenen 734 Individuen 265 Inländer, mithin mehr als Va die Hülfe des Vereins in Anspruch genommen. Es kommen von den, in den Jahren 1866 und 1867 aufgenommenen Pfleglingen 1866 1867 darunter werbliche a. auf die Provinz Starkenburg . - • • 93 134 61 b. „ , „ Oberhessen . ■ . . 72 89 38 c. „ „ „ Rheinhessen . . . . 27 42 13 192 265 112 Es stellt sich sonach die Zahl der männlichen Pfleglinge zu der Zahl der weiblichen, wie 3 zu 1. Die in den Jahren 1866 und 1867 zugegangenen Pfleglinge standen im Alter: 1866 1867 zusammen unter 20 Jahren ■ • - • 16 36 52 von 20—30 Jahren . - - 72 81 153 , 30—40 „ . - 42 65 107 „ 40-50 „ . . 27 50 77 „ 50-60 „ . . 25 19 44 über 60 Jahren . - 10 14 24 192 265 457 Hieraus ergiebt sich, daß mehr als die Hälfte der aufgenommenen Sträflinge im besten Mannesalter (zwischen 20—40 Jahren) stand und die jugendlichen Sträflinge (unter 20 Jahren) V» ausmachen. in. Zu den im Jahr 1866 unter Aufsicht und in Pflege des Vereins gestandenen entlassenen inländischen Sträflingen: aus dem Jahr 1864 ..... 267 „ „ „ 1865 ..... 228 „ „ , 1866 .... . 192 zusammen . . 687 kamen im Jahr 1867 . . . . 265 Totalsumme Ende 1867 . . 952 Summe . . Diese sind nach den, von den Bezirksvereinscommissionen eingesendetcn Materialien, in den unter Ziffer 5—16 beigeschlossenen Uebersichtstabellen zu qualificiren^ 1) als gebessert und aus der Aufsicht enthoben 2) als gut .............. 3) als schlecht............. 4) als unverbesserlich ausgestoßen...... 5) als freiwillig ausgetreten........ 6) als abwesend, flüchtig oder ausgewandert - . 7) als gestorben ............ 1864 1865 1866 1867 Total 89 76 — — 165 37 18 80 136 271 28 22 75 96 221 37 30 — — 67 2 5 3 2 12 41 47 20 28 136 . 33 30 14 3 80 . 267 228 192 i65 952 C. Rheinhessen. Pfleglinge < Pfleglinge: dem Jahre aus Diese Unterstützungen Total 1866 1867 1866 1867 1866 1867 1866 1867 27 13 44 23 6 8 Unterstützungen Pfleglinge 1867 2 1866 5 1 3 1 9 1 1866 1867 19 5 5 4 13 8 10 1 1 1 1 5) 2 genstand im Auge behalten. (Schluß folgt.) Fr. Semmler- kaufen wird für 1870 im Soumissionswege ver- 10, geführten Gegenstände werden zusammen, 2fl. 1 Sortiment von 10 Sorten, ä 10 Stück M 100 12 fr. aus 1866 verwendeten und die auf die Erbsen, Linsen, 4 77 2) 3) 4) 1 100 100 100 100 3 1 1 2 1 1 21) Die Feilgebotenes 7861) Eine lithographische Presse, nebst einer Partie Steine, sowie einen photographischen Apparat / hat in Auftrag zu ver- 40 14 9 14 6 21 70 25 6 7858) Das diesjährige Grummetgras von den Wiesen der Gemeinde Wieseck soll Freitag den 17. d. Mts. versteigert werden. Der Anfang zu denjenigen bei Wieseck ist des Morgen 9 Uhr in dem Dorfeld'schen 7844) Kelterschrauben stets vorräthig und nach Maaß in der Maschinenfabrik von Kleyer S» Beck, in Darmstadt. zur Einlösung verpfändeter Gegenstände ......... zur Bestreitung von Erziehungskosten ..........2 tag an bis auf Weiteres nicht befahren werden. Gießen, den 10. September 1869. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. Bogt. mithin lediglich zur Vermittelung eines rechtlichen Erwerbs oder moralischen Besserung der Vereinspflege bewilligt, wie es der Zweck der Vereins erfordert, wobei alle materiellen Unterstützungen an solche Pfleglinge ausgeschlossen blieben, deren Unterstützung wegen hohen Alters oder durch Krankheit herbeigeführte Arbeitsunfähigkeit der Heimath- gemeinde gesetzlich obliegt. — Solchen Pfleglingen wurde jedoch mit Rath und Beistand Hülfe geleistet und, wo nothwendig, die Heimathgemeinden zur Erfüllung ihrer Verpflichtung veranlaßt. , _ . . L m . Die Prüfung der Frage: ob und unter welchen Bedingungen es dem Verems- interesse entsprechen würde, die Auswanderung für gewisse Kategorien von Verbrechern zu begünstigen und hierzu materielle Unterstützung aus der Vereinskasse zu bewilligen sei hat bis jetzt ihren Abschluß noch nicht gefunden. Wir waren daher auch noch nicht in'der Lage, eine Aenderung des §. 2 der Statuten in dieser Richtung zu veranlassen, werden aber diesen, auch bei anderen Vereinen in Erwägung befindlichen wichtigen Ge- 1) zur Ermöglichung des Betriebs eines Handwerks oder sonstiger Handarbeiten, durch Anschaffung von Arbeitskleidern, Werkzeuge, Rohmaterial, Entrichtung von Lehrgeld oder der Kosten um Meister zu werden, ferner durch Entrichtung des Haus- rinses, durch Vermittelung eines Lohn- diensteS ...... • zur Ermöglichung des Betriebs eines Kleienhandels..... » zur Anschaffung von Hausgeräthe und Bettwerk....... 7860) Dienstag den 21. September, Nachmittags 2 Uhr, oll auf dahiesigem Rathhause die zum Nachlasse des Malers Ernst Bieler gehörige Flur 1, Nr. 952, 17 lHKlftr. Hofraithe auf dem Asterweg, unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, meistbietend versteigert werden. Gießen, den 16. September 1869. In Auftrag: Semmler, Orlsgerichtsmann. 29 22 des Vereins gestanden. „ . . . _ c 4OCG . IV. Auf Unterstützung der Vereinspfleglmge wurden in den Jahren 1866 und 1867 (1118 fl. 36 fr. resp. nach Abzug der an einen m.dem an Preußen abgetretenen Landestheile heimathberechtigten Pflegling im Jahre 1866 bewilligten 12 fl.) 1106 fl. 36 fr. und 1765 fl. 7 fr-, zusammen 2871 fl. 43 fr., verwendet, welche sich auf die — " aus verschiedenen Jahren in der Art vertheilen, daß hiervon kommen aus 18 40 19 25 6 12 43 15 6 Carl Deines, Kunst- und Handelsgärtner (Gießen). m nachstehender Weise verwendet: Starfenb. Oberhessen Rheinhessen „ von 20 Sorten, ä 5 Stück • • Stück beste Sorten, ohne Namen . . • „ Walderdbeeren, beste Sorten . • „ Monaterdbeeren, beste Sorten . • „ „ ohne Namen . . die unter pos. 16, 17, 18, 19, 20 und 21 aber einzeln vergeben. Bedingungen und Proben sind in dem Directorial-Bureau einzusehen und müssen die Soumissionen bis den 28. September, Vormittags 10 Uhr, in den vor diesem Bureau befindlichen „Soumissionsfasten" verschlossen eingelegt sein. Marienschloß, am 13. September 1869. Großherzogliche Landeszuchthaus-Direction. K n i s p e l. 20 fr. 30 „ 24 „ 20 „ 20 „ 12 „ 24 „ Versteigerungen. Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde. 7853) Montag den 20. September d. I., von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Gießener Stadtwalde, Schutz- bezirf Fernewald, Districten Strangswiese, Unterwald, Ameisenkopf und Bannwald, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: 50 Wellen Eichen-Reisholz, 51/4 Stecken Aspen-Scheidholz, 22 „ „ Prügelholz, 6 „ „ Stockholz, 303 Wellen „ Reisholz, 64V4 Stecken Nadel-Prügelholz, I83/4 „ ,, Stockholz, 4144 Wellen „ Reisholz, 89 Nadel-Stämme mit 1209 Cubikfuß, 775 „ Stangen „ 504 „ Die Zusammenkunft ist an der Strangswiese. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. Februar 1870 gestattet. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, den 14. September 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Keller-Verpachtung. 7831) Freitag den 17. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, sollen in dem Gymnasialgebäude dahier die unter demselben befindlichen Kellerräume auf weitere 6 Jahre, vom 1. October 1869 bis dahin 1875, verpachtet werden. Gießen, den 11. September 1869. Großherzogliche Gymnasialfasse. Schmitt, Univ-Gerichts-Actuar. Von diesen Pfleglingen haben diejenigen aus 1864 und 1865 bret Jahre, solche aus 1866 zwei Jahre und diejenigen aus 1867 ein Jahr unter Aufsicht und in Pflege Garten, und zu denjenigen bei Badenburg des Nachmittags 4 Uhr auf der Badenburg. Wieseck, den 13. September 1869. Großherzogleche Bürgermeisterei Wieseck. Lang. 30 Maas Hellthran, 50 „ Leinöl, 40 „ Rüböl, 7 Centner Kernseife 1. Qualität (Muster einzusenden), 1 Centner Schmierseife, 25 Ohm Petroleum, 29 Centner Bohnen, Die in 1866 auf Vereinspfleglinge —---- - - --- - K . ... in 1867 für Pfleglinge aus 1867 verausgabten 1063 fl. 45 fr. vertherlen sich einzelnen Bezirke in nachstehender Weise: Besondere Bekanntmachungen. Edictalladung. 7849) Nachdem Großherzogliches Hofgericht der Provinz Oberhessen über das Vermögen des abwesenden Johannes Volk von der Weißmühle bei Großen- Buseck den förmlichen Concurs erkannt hat, werden alle Diejenigen, welche Forderungen oder sonstige Ansprüche an denselben zu bilden haben, aufgefordert, solche im Termin Freitag den 26. November d. I., Vormittags 9 Uhr, dahier anzumelden und mit etwaigen Vorzugsrechten zu begründen, widrigenfalls stillschweigender Ausschluß von der Masse erfolgen wird. In diesem Termin soll zugleich ein Arrangement versucht und in dessen Entstehung zur Wahl eines Gläubiger-Ausschusses und Massecurators geschritten werden. Die durch gehörig Bevollmächtigte nicht vertretenen Gläubiger werden deshalb insoweit als den Beschlüssen der Mehrheit der erscheinenden Gläubiger beitretend angesehen werden. Gießen, den 9. September 1869. Großherzogliches Landgericht Gießen. Bötticher, A- Bramm, Landrichter. Landger.-Assessor. Oeffentliche Bekanntmachung. 7851) Die Gläubiger des Karl Horn, Essig- und Brandweinhändlers in Wieseck (unter der Firma: Heinrich Völzel), werden hiermit davon benachrichtigt, daß über das Vermögen desselben das präparatorische Concursverfahren eingeleitet worden ist und gültige Zahlungen nur noch an den provisorischen Massecurator, Großherzoglichen Hofgerichts-Advocaten Dr. Muhl in Gießen, geleistet werden können. Gießen, am 7. September 1869. Großherzogliches Landgericht Gießen. Böttich e r. „ Waizengrütze, „ Reis, „ geschälte Gerste, „ Kaffee, „ Nudeln, „ gedörrte Zwetschen, Pfund Pfeffer, Maas Mohnöl, Ohm Essig, 100 „ Pflanzen aus verschiedenen Arten . - Neuheiten aus den Jahrgängen 62 bis 69 das Stück 10 Fr. bis 1 Erdbeeren-Pflanzen. 7848) Die beste Verpflanzzeit derselben ist August und September, und empsehle ich Pflanzen mit guter Bewurzelung zu folgenden Preisen. Ananas-Erdbeeren: „ 40 „ Salz, „ 160 Ohm süße Milch. unter pos. 1 und 2, unter 3 bis unter 11 bis 13 und unter 14 und 15 auf- Viehmärkte in Darmstadt. 7845) Am ersten Dienstag jeden Monats von März bis November finden Märkte für Milch- und Zuchtvieh, Schweine. Schafe, Arbeitsochsen und Pferde auf dem seitherigen Vieh- marktplatz, nahe den Bahnhöfen, und von diesen aus zugänglich, statt. (Fällt auf einen der ersten Dienstage des Monats ein israelitischer Feiertag, so wird der Markt um 8 Tage verschoben.) Die Fettviehmärkte finden auch in diesem Jahre unverändert jedenMitt- woch statt. Darmstadt, den 16. Januar 1869. Comitö für die Viehmärkte in Darmstadt. Der Präsident: Fuchs, Großherzoglicher Bürgermeister. 7822) Die Schulfitraße kann wegen der daselbst stattfindenden Ueberwöl- bung der Stadtbach vom nächsten Mon- geben, die Lieferung von: 1) circa 48 Centner Weißmehl, 2) 3) 4) 5) 6) 7) 8) 9) 10) 11) 12) 13) 14) 15) 16) 17) 18) 7811) Feinste Gothaer Cervelatwurst und rohen und abgekochten wcstphälischen Schinken empfehlen ______________I. A. Busch Söhne. 7842) Ein gutes Clavier ist billig zu verkaufen. Näheres bei C- Roloff, Lindenplatz. 7859) Das diesjährige Grummetgras von den Wiesen der Herrn Carl Müller's Erben von Gießen soll Freitag den 17. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, in dem Dorfeld'schen Garten dahier ver- teigert werden. Wieseck, den 13. September 1869. Lang, Bürgermeister. 7857) Freitag den 24. September l. I., Vormittags 10 Uhr, wird in dem Landeszuchthaus Marienschloß zur Lieferung versteigert: 1) 450 Malter Kartoffeln, 2) 25 Centner Kohlraben, untererdlge, 3) 8 Centner Zwiebeln; Dienstag den 28. September L I., Vormittags 10 Uhr, 7816) Esfig-, Tafet- und Salzgurken empfehlen ____________I. A. Busch S ö h n e. 7838) Zu verkaufen ist ein lackirter zwei- thüriger Kleiderschrank, ein Küchenschrank und eine Schüffelbank Reichen- sand Lit. C. Nr. 93. 7862) Eine große Partie dicke Zwetschen, sowie Kohl- und Endivien-Pflanzen, verkauft L. Hartmann, in der Schanz. 7843) Dachlatten, pr. 100 Stück 4 fl., empfiehlt S. Katzenstein, Holzhandlung. 2 — Bezirk Alzey 24 — — — — — „ Bingen — — — — 2 8 „ Mainz 14 — 135 — 2 3 „ Oppenheim 35 — 45 — — 1 „ Worms — — 15 — 6 12 73 — 195 — Wiederholung. 18 40 A. Starkenburg 224 38 520 — 19 25 B. Oberhessen 286 — 348 45 6 12 C. Rheinhessen 73 — 195 — 43 77 im Ganzen 583 38 1063 45 1866 1867 fl. fr. Total fl. fr. ff- fr. 1857 • . . 12 — 20 — 32 — 1859 • . . 14 58 — — 14 58 1860 . — — 10 — 10 — 1861 ■ — — 23 — 23 — 1862 . . . 50 — 15 — .65 — 1863 • . . 110 — 48 — 158 — 1864 . . . 52 _ 159 22 211 22 1865 . . . 284 _ 171 455 — 1866 . . . 583 38 255 — 838 38 1867 • — — 1063 45 1063 45 Summe . . 1106 36 1765 7 2ö71 43 A. Starfenburg fl. fr. ft- fr. 1 5 Bezirf Bensheim 10 — 52 — 7 7 Darmstadt 88 — 104 — 1 2 Dieburg 12 — 35 — 1 Erbach — — 14 — 2 _ Groß-Gerau 30 — — — 4 Heppenheim — — 53 — 3 13 Lindenfels 35 — 158 — 1 _ Neustadt 10 38 — —• 3 8 Offenbach 39 — 104 — — — ff Wimpfen — — — — 18 40 224 38 520 — B. Oberb essen. 6 10 Bezirf Alsfeld 73 — 137 45 1 3 Büdingen 15 — 39 — 1 1 Friedberg 10 — 12 — 3 3 Gießen 54 — 47 — 2 1 Grünberg 26 — 10 — _ — Lauterbach — — — — 1 2 Nidda 18 — 32 — 3 2 Schotten 57 — 52 — 2 3 n Vilbel 33 — 39 — 19 25 286 — 348 45 Flöt S5- '78® .8 Der« • 7851) D-i meinem Haus' 1. Oktober be 7863) M 10 G-dnid " ■»im, liebiflen ®£t” haben bet J 78'28) Gin Güte garantl wem? sagt & 7867) Ein mietheu bei 'mIü' tersberg ist Familienwohi 7839) Ein binet ist soso' 1 7805) Ür then und als 7806) Eil an eine stille res dei der ■ 7809) E nächstes Se 7835) T beroofjnte La. auf Verlang 7836) Ein vermiethen b( Jss ___Fri K? Men 7810) Eine ist zu üermietl 7813) Ein zu vermiethen beziehen bei 7827) A Familiemvoh Rimmern, w «lten, Benu Platzes, als bei der "MU then bei bi s'schenHo Wochen jSsTei °bev ohne 1 ____ 7825) (5 penniethen! äm ■51 j 7833) Ein lniethen bet Schrein gehbar, sind Flüssige Gelatine ZUM Klären von Wein, Bier, Essig und Liqueuren empfiehlt Emil Fischbach, (7866)__________________Seltersweg. 7832) Gestrickte Kinderhäubchen sind stets vorräthig bei Th. Heerz Wittwe, Neuenweg. 7852) Ein Haufen guten Kuhmistes ist zu verkaufen bei S- Goldenberg, Asterweg. Zwirn! 7863) Wir fabriciren ächte Hanfzwirne, schwarzweiß und grau in Strähnen zu 10 Gebind in langer Weise; davon ist das Stück von 4 Strähn für 2% Sgr., Actenr zwirn, auch feiner Bindfaden ä Zoll-Pfund für 15 Sgr. und zum Versuch zu jedem beliebigen Bettage gegen Post-Einzahlung zu haben bei I. C. Schmidt & Sohn in Wurzen.__ 7828) Ein gutes Zugpferd, für dessen Güte garantirt wird, ist zu verkaufen- Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts. Vermiethungen. 7854) Der obere Stock (Mansarde) in meinem Hause ist zu vermiethen und den 1. October beziehbar. Ludwig Schmidt, _______________gegenüber dem Schützenhof. 7867) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei Gg- Malkomesius. 7837) In meinem Hause auf dem Seltersberg ist eine große und eine kleine Familienwohnung zu vermiethen. Frau Ferber (Hess. Hof). 7839) Ein möblirtes Zimmer mit Ca- binet ist sofort zu vermiethen bei Gg. Schm eh l, am Brand. 7805) Ein Familienlogis ist zu oermie- then und alsbald zu beziehen bei _______________________H. Seibert. 7806) Eine kleine Familienwohnung ist an eine stille Familie zu vermiethen. Nähe- res bei der Exped. d. Bltts.________________ 7809) Ein möblirtes Zimmer ist für nächstes Semester zu vermiethen. ________Louis Petri II., Neuenweg. 7835) Der von Fräulein Weiß seither bewohnte Laden ist zu vermiethen und kann auf Verlangen sogleich bezogen werden. _____A. K- Wo-ms. 7836) Eine kleine möblirte Stube ist zu vermiethen bei L. Baer, Wallthorstraße. 7810) Eine freundliche Familienwohnung ist zu vermiethen Neuenweg Lit. B- Nr. 134. 7813) Ein freundliches Familienlogis ist zu vermiethen und mit dem 1. October zu beziehen bei A- K- Worms, Seltersweg. 7833) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei Schreiner Bergmann, Lindenplatz. 7834) Gut möblirte Zimmer, sofort beziehbar, sind zu vermiethen bei __________________E- Eichenberg. 7827) Auf dem Seltersberg ist eine Familienwohnung, bestehend aus 6 bis 7 Zimmern, nebst allen sonstigen Bequemlichkeiten, Benutzung des Gartens und Bleichplatzes , alsbald zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 7829) Ein Familienlogis ist zu vermiethen bei M. Weißbäcker. 7814) Das von Herrn Oberbau-Secretär Moyat bisher bewohnte Logis im Russischen Hofe ist zu vermiethen und kann in 4 Wochen bezogen werden. 7818) Ein Zimmer mit Cabinet, mit oder ohne Möbel, ist zu vermiethen bei Joh. Fischer (Lederhandlung.) 7825) Ein möblirtes Stübchen ist zu vermiethen bei Wernhard Brück- 7826) Eine Wohnung mit 3 Stuben, Kammer, Küche, Keller und Holzraum ist zu vermiethen bei Advocat Briel. 7823) Ein Familienlogis ist zu vermiethen und alsbald zu beziehen. _______________H. M- Jughardt. 7819) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei Fritz Möhl, in der Marktstraße. Vermischte Anzeigen. 7840) Von Frau vr. Brüel wird auf Michaeli ein Mädchen gesucht, welches gut kochen kann und alle sonstigen häuslichen Arbeiten versteht. ArbeiterlülduiM-Verein. 7864) Zur Nachfeier des 100jährigen Geburtstages Alexander von Humboldts Sonntag den 19. September, Abends 8 Uhr: Abcndmtterhaltung im Vcreinslocale, verbunden mit zwei Vorträgen über das Leben und Wirken Alexander von Humboldt'S. Die Mitglieder werden um eine rege Betheiligung ersucht. Der Vorstand. 7845) Ein auswärtiger junger Mann kann bei mir als Lehrling placirt werden- _____________________Carl Frech. 7855) Eine schwarze Atlas-Taille ist auf dem Wege vom Bahnhof bis in die neue Anlage verloren worden. Der redliche Finder wird gebeten, dieselbe gegen eine Belohnung bei Frau Pfarrer Göbel in der neuen Anlage wieder abzugeben. 7821) Ein Zimmer zum Aufbewahren von einigen Möbeln wird auf ein halbes Jahr zu miethen gesucht- Das Nähere bei Mitprediger Lips._____________ 7808) Ein Kindermädchen wird gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bltts. 7830) Gesucht wird am Wallthor oder in dessen Nähe ein Familienlogis von 5 bis 6 Pieren. Schriftliche Offerten sind bei der Exped- d. Bltts. abzugeben. Musikschule jn Frankfurt >i. M. 7824) Die von der Behörde genehmigte und seit dem Jahre 1860 bestehende Musikschule bezweckt gründliche Ausbildung in den verschiedenen Zweigen der Tonkunst. Die Schule ist sowohl für Diejenigen, welche die Musik als Beruf, wie für solche bestimmt, welche dieselbe als allgemeines Bildungsmittel wählen. Die Musikschule erfreut sich des zunehmenden Besuches von Schülern; das Lehrerpersonal besteht durch Zuziehung neuer Lehrkräfte jetzt aus den Herren: Hauff (für Theorie), Oppel (Theorie, Geschichte und Orgel), Henkel (Klavier, Ensemble- und Partiturspiel), Lutz, Meyer, Wallenstein (Klavier), D'Ester (Gesang), Becker, H. Wolff (Violine), Müller, Siedentopf (Violoncell). Das jährliche Honorar, vierteljährlich zahlbar, beträgt Fl. 150 = 85% Thlr. für den Gesammtunterricht; für ein Fach Fl. 50 = 28% Thlr.; zwei Fächer Fl. 90 = 51% Thlr. Der neue Unterrichtscursus beginnt Dienstag den 5. October. Die Aufnahmeprüfung findet Sonntag den 4. October, Vormittags 11 Uhr, im Lokal der Musikschule, Saalbau 2. Stock, Statt. Der gedruckte Plan der Anstalt ist gratis in allen Musikalienhandlungen und in der Hermann'schen Buchhandlung zu haben. Anmeldungen beliebe man zu richten an den d. Z. ersten Vorsteher, Herrn Heinrich Henkel, Guiolettplatz 35- Der Vorstand. Ball im Saale zum Ritter in Steinbach. 7856) Montag den 27. September, als am Tage des israelitischen Laub- hüttenfesteS, findet bei Unterzeichnetem der so beliebte alljährliche, und wohl noch in bestem Andenken stehende Ball statt, unter Mitwirkung der bestrenommirtesten Oesterreicher Capelle. Für gute, reingehaltene Weine ist gesorgt, und ladet zum Besuche freundlichst ein Steinbach, im September 1869. P. Gerhard, zum Ritter. Für Auswanderer. 7847) Die Haupt-Agentur von C. W. Dietz am Markt in Gießen expedirt wöchentlich mehrmals mit den vorzüglichsten Dampf- und Segelschiffen Passagiere und Güter nach allen Häfen von Amerika und Australien. Preise billigst. Behandlung anerkannt reell. 7865) Sonntag den 19. und Montag den 20. September: Wrchwrihsrsi in Krofdorf, wozu ergebenst einladet K a h l e r t. 7807) Ein Dienstmädchen wird zum sofortigen Eintritt gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. Atter neueste Glücks - Offerte. 7815) Orlginal-Staats-Prä- ■nien-Ijoose sind überall zu kaufen und zu spielen erlaubt. „Gottes Segen bei Cohn!" Grossartige wiederum mit Gewinnen bedeutend vermehrte Capitalien- Verioosung von naliej 4 Millionen. Die Verloosung garaitlii'l und B vollzieht die Staats-Regie- H FHHg selbst. Beginn der Ziehung am ÄO. d. Mts. 8 Hur Ä Thlr. oder 1 Thlr. | oder 15 Sgr* kostet ein vom Staate garantir- j tes wirkliches Original-Staats- m Loos (nicht von den verbotenen Pro- B messen) und bin ich mit der I Versendung dieser wirhli- M eben Original Staats ihoose» gegen frankirte Einsendung des B Betrages oder gegen Postvor- ffl schuss, selbst nach den entfern- B testen Gegenden staatlich । beauftragt. Es werden nur Ge- 1 winne gezogen. Die Haupt - Gewinne betragen ■ 250,000, 200,000, 190,000, 175,000, | 170,000, 165,000, 160,000, 155,000, ■ 150,000, 100,000, 50,000, 40,000, | 25,000, 2 ä 20,000, 3 ä 15.000, g 3 ä 12,000, 3 a 10,000, 4 a 8000,B 5 a 6000, 11 ä 5000, 4000, 29 ä 3000, 131 ä 2000, 6 ä 1500, 5 ä 1200, 156 a 1000, 206 ä 500, 6 ä 300 272 a 200, 24550 Gewinne ä 110, 100, 50, 30. Kein Loos gewinnt weniger als einen Werth von 2 Thalern. Gewinngelder u. amtliche Ziehungslisten sende unter Staatsgarantie meinen geehrten Interessenten nach Entscheidung prompt und verschwiegen zu. Durch meine von besonderem Glück begünstigten IjOOSe habe meinen Interessenten bereits allein in »eutschland die allerhöchsten Haupttreffer von 300,000, 225,000, 187,500, 152,500, 150,000, 130,000, mehrmals 125,000, mehrmals 100,000, kürzlich schon wieder das grosse Ijoos von 127,000, und Jüngst am 30. Juli schon wieder fünf der grössten Haupt - Gewinne in dieser Gegend ausbezahlt. Jede Bestellung auf meine Original Staats- EiOOSC kann man der Bequemlich- keit halber auch ohne Brief, einfach auf eine Jetzt üb- liehe Postkarte , machen. Dieses ist gleichzeitig bedeu- X ^ Jend billiger als Post KÄ Vorschuss. Laz. Sanis. Cohn in Hamburg, Haupt-Comptoir, Bank- und Wechsel- _____________geschäft.________________ 7841) Unterzeichneter zeigt hiermit ergebenst an, daß er sich in Fronhausen als Thierarzt niedergelassen hat- Seine Wohnung ist bei Herrn Bürgermeister Ruth. Fronhausen, den 1. September 1869. Kulenkamp. ___________approbirter Thierarzt l Klasse: 7820) Ein braver Junge wird zu ständiger und leichter Arbeit gesucht. Von wem? sagt die Erped. b. Bltts.________________________________ 7797) Gekeltert kann werden bei E- Pausch, Asterweg. 7812) Gesellschafterinnen, Köchinnen, Haus- und Kindermädchen werden zu jeder Zeit die besten Stellen nachgewiesen durch das Stellengesuch - Bureau von Rosalie Reiß, geb. Stern, Fahrgasse 113 in Frank- furt a. M.___________________________________ 7817) Ein Garten oder ein Stück Land, nahe bei der Stadt, wird zu kaufen gesucht. Auskunft bei Herrn Hermann Herbert, Neustadt (Oswald's Garten).____________ 7850) In der Kirchenkasse zu Hausen liegen 585 ff. gegen genügende Sicherheit zum Ausleihen bereit. Gießen, den 13. September 1869. Schäfer, Rechner. Nachdem ich im Auftrag einiger Mitbürger und jedenfalls im Interesse der Stadt und Provinz gegen den am 15. Juli in Kraft getretenen Fahrplan auf der Main- Weser-Bahn mich mit einer Beschwerdevorstellung an die Königliche Direction in Kassel gewandt hatte, so ist mir nachfolgende Antwort zugegangen. Inzwischen ist der darin angegebene Zug auch dem reisenden Publikum zur Verfügung gestellt. Man sieht daraus, wie gerechten Beschwerden abgeholfen wird. Uebrigens ist es immer noch fraglich, ob die so geschaffene Abhülfe eine ausreichende ist und ob es nicht im Interesse der Provinz liegt, Morgens einen zweiten Personenzug zu haben. B a i st. Cassel, den 31. August 1869. Auf die geschätzte Zuschrift vom 21. v. Mts. erwiedern wir ergebenst, daß dem darin hervorgehobenen Bedürfniß zur Herstellung eines weiteren Morgenzuges von Gießen nach Frankfurt, und eines weiteren Nachmittagszuges von Frankfurt nach Gießen, durch die mit dem 1. September d. I. zur Ausführung kommenden Modifi- cationen unseres Fahrplans vom 15. Juli d. I., soweit ohne Aufwendung unverhält- nißmäßiger Betriebskosten thunlich, Genüge geleistet wird. Vom gedachten Zeitpunkte an wird nämlich, wie sich aus dem bereits veröffentlichten neuen Fahrplane ergiebt, einer der zwischen Gießen und Frankfurt coursirenden Extra-Güterzüge zugleich Personen-Verkehr vermitteln, als Zug vili um 6 Uhr 15 Minuten Morgens von Gießen abgehen, und um 9 Uhr 30 Minuten in Frankfurt ein- treffen, sodann als Zug XI um 12 Uhr 30 Minuten Nachmittags von Frankfurt zurückkehren und um 3 Uhr 50 Minuten in Gießen ankommen. Da der erstere Zug in Rücksicht auf die Sicherheit des Betriebes mindestens % Stunde vor dem nachfolgenden Courierzuge in Frankfurt eintreffen muß und seine Fahrzeit von 3% Stunden wegen des fernerweit damit zu vermittelnden Güter-Transportes nicht abgekürzt werden kann, so war die Festsetzung einer späteren Abfahrtszeit für denselben nicht thunlich. Windthorst. Börsennachrichten. 13. September 1869. Preuss. 4%% Obi. 94% Frankf. 3%% Obi. 8Q3/4 Nass. 4%o/o Obi. 93% Kurh. 4% Obi. 84% Hess. 4% Obi. b. Roths. 92% „ 3%% do. do. 87% Bayer. 5% Obi. 101% „ 4%% 1jährige 94% n 4%% Vzjährige 93% Würtemb. 4%% Öbl. 92% Baden 4%% Obi. o. E.L. 93% Oestr. 5% b. B. 57% „ 5% National 55% e 5% Metall. Obi. — „ M. steuerf. — Amer. 6% 1882r Bds. 87% „ 6% 1885r 86% Actlen. Frankf. Bank 121 Oester. Bank 704 „ Creditaot 263 Darmst. Bankaot. 311% Prioritäten. 5% östr. F. St. E. B. 393% Ludwigsh.-Bexbach 168 Maxbahn 106% Bayer. Ostbahn 129 Hess. Ludwigsbalin 141% 3% östr. Stsb.-Prior. 58% 3% östr. s. Lombard. 50% 3% Livorneser 33% Tosoaner 54% Frankf. Hypoth.-Bank — Fpankf. Vereins-Kasse 98 5% Elisabeth-Prior. 76% do. II. Emiss. 73% Anlehensloose. Kurh. 40 Thlr. Loose 57 Nassau fl. 25 b. Both. 40% Gr. Hess. fl. 50 b. B. 177 Gr. Hess. fl. 25 b. B. — 4% bayr. Präm. Anl. 105% 4% badische Loose 103% Badische fl. 35 Loose 57% 1858r Prioritätsloose 157 1860r Loose 83 1864r „ 119 Wechsel. Amsterd. k. S. 100% Augsb. k. S. 99% Berlin k. 8. 105 Bremen k. 8. 97% Cöln k. 8. 105 Hamburg k. 8. 88 Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 120 Lyon k. 8. — Paris k. 8. 95% Wien k. 8. 97% Disconto 3%% G. Geldsorten. Pr. Cass. Sch. 1 44%-45% Div. Cass.-A. — Pr. Friedrdor. 9 58%-59% Pistolen . . 9 50-52 „ doppelte 9 51-53 Holl. fl. 10 St. 9 54-56 Duoaten . . 5 37-39 20 Frankenst. 9 32-33 Engi. Souver. 11 56 ä 12 Buss. Imper. 9 51-53 Don. in Gold 2 28-29 Politische M u nd sch « u 14. September. । Die bevorhende Session Des preußischen Landtages verspricht die bedeutungsvollste der laufenden Legislatur-Periode zu werden. Der „Brest- Ztg." und der „Hamb. Börsenhalle" wird die überraschende, wohl noch der Bestätigung bedürfende Mittheilung, daß unter den dem Landtage vorzulegenden Gesetzen sich auch der Entwurf eines — Mtnistcr-Berantwort- lichkeits-GesetzeS befinde. — Die vom Landtag wiederholt dringend verlangte Einverleibung des Her- zogthums Lauenburg in die preußische Monarchie durch entsprechende Gesetzesvorlage wird in der bevorstehende» Session noch immer nicht erfolgen, sondern muß vielmehr aufs künftige Jahr verschoben werden, da die auf die Einverleibung bezüglichen Vorarbeiten noch nicht zum Abschluß gediehen sind. Die „Flensburger Nordd. Ztg." meldet aus Berlin öfficiös, die Regierung wolle dem Treiben der dänischen Nordschleswiger nicht länger ruhig zusehen. Dieselben werden Die Demonstration wirklich zu einer Reise von Delegirten nach Berlin resp. Wien fortsetzen, überhaupt derartig auftreten, daß das Unternehmen als hochverrätherisches zu behandeln sein würde. Zu dem amerikanischen Telegramm in Betreff der bestorstehenden Anerkennung der Insurgenten auf Cuba durch die Unionsregierung bemerkt die „Times" Folgendes: „Es scheint kaum glaublich, baß die amerikanische Regierung daran denken sollte, die Insurgenten auf Cuba anzuxrkennen, wenn man erwägt, in welcher Verwirrung schon die Aussicht auf einen Krieg mit Spanien Handel und Finanzen der Vereinigten Staaten stürzen würde, während Spanien selbst kaum viel mehr als die Insel verlieren könnte, die es doch nach eigenem Geständniß schließlich wohl oder übel aufgeben muß. Andererseits muß man gestehen, daß, mögen die Folgen nun sein, wie immer, Spaniens Thorheit in der Geschichte ohne Gleichen dastehen wird. Obschon nämlich die Sache zur Zeit kategorisch in Abrede gestellt wurde, so ist es doch verschiedenen der ersten amerikanischen Fi- nanzmänner und Politiker und mehr als einem spa- nischen Staatsmann wohlbekannt, daß ein autoristrter Vorschlag von Washington aus vor zwei Monaten gemacht wurde, nach welchem die Unabhängigkeit der Insel gegen Zahlung von 21 Mill. Stert, an Spanien in von der Union garantirten Bonds anerkannt werden sollte." Kaiser Napoleon hat sich seinen Parisern wieder gezeigt und zwar zweimal; am 10. und 11. Sept, ist er im geschloffenen Wagen von St. Cloud über das Boulogner Hölzchen nach Paris und über die Boulevards und wieder zurückgefahren, neben ihm saß Frau Eugenie. Der Kaiser fuhr ohne militari- sches Geleit, aber der Telegraph hat vergessen zu melden, wie er ausgenommen wurde. Die kleine Reise mag dem Kaiser eine große Anstrengung ge- kostet haben; denn die Aerzte bleiben dabei, daß die Krankheit schwer und gefährlich und eine dauernde Herstellung nicht zu hoffen sei, manche sogar geben ihm nur eine kurze Lebensfrist. Alle Gesandten der Großmächte haben sich eiligst auf ihren Posten in Paris eingestellt, und es wäre interessant, ihre geheimen Berichte zu lesen. Sichere Nachrichten sind schwer zu erfahren, an die Stelle der seitherigen Diener in St. Cloud sind Militärs getreten, man glaubt, weil sie nicht plaudern. Man spricht nicht nur, sondern man schreibt in Paris von Ersetzung einer Regentschaft und streitet, ob Kaiserin Eugenie oder Prinz Napoleon an deren Spitze treten. Vorläufig ist der Prinz 14 Tage auf Reisen geschickt worben. Vertrauliche Runbschreiben an Die Präfekten fragen, wie in der Provinz eine Regentscha aufgenommen werben würde; Vorsichtsmaßregeln aller Art sinb getroffen. Das Heer will nicht recht an die Krankheit des Kaisers glauben, es sagt, Der Kaiser sei schon mehrmals krank geworben, als er sich zu einem Felbzug entschließen sollte. Unb in ter Thal soll Napoleon den ersten schweren Anfall 1866 erlitten unb berselbe ihn unfähig gemacht ha- ben, zu Pferde zu steigen. Man wiederholt in Pa- ris das Wort der Times in London: Ein kranker Staatsmann ist nicht viel besser als ein todter! Durch die Zeitungen läuft bas sonderbare Gerücht, Kaiser Alexander von Rußland habe in Livadia beim Abendmahl vergiftet werden sollen, eine Hofdame habe das Verbrechen verrathen und verhindert. 15. September. Die „Sadurday Review" untersucht, warum die Krankhett Napoleons III. so große Besorgnisse errege, und kommt dabei zu folgendem Ergebniß: Allerdings trägt bas „Journal officiel" einen Theil der Schuld an der jüngst ausgebrochenen Panik, und es ist klar genug, daß die Leiter dieses Blattes nicht mit besonderer Klugheit gehandelt haben; ob es aber möglich war, weiser zu handeln, ist sehr die Frage. Die Unbestimmtheit der Berichte über den Zustand des Kaisers wird voraussichtlich anhalten und mit ihr die Besorgnisse Europa's. Seit einem Jahre hat sich Vieles geändert. Damals gab es noch Leute, die an das Kaiserreich glaubten; aber Frank- reich ist aufgewacht und bekennt sich nun zum Unglauben. Der Senatsbeschluß hat VaS kaiserliche System in Fetzen gerissen. Das Land sowohl tote der gesetzgebende Körper und der Kaiser selbst ha- ben^über den Imperialismus den Stab gebrochen, und" selbst der Senat hat sich genöthigt gesehen, ihn aufzugeben. Wenn der nächste Bonaparte Zeit hätte, sich auf dem Throne zurecht zu finden, so wäre vielleicht zu hoffen, daß die Armee seinem Namen treu bliebe und das Volk mit seiner Jugend Mitgefühl hätte; allein das ist eben die Frage, ob er die Zeit dazu finden wird. Man mag aus den letzten Wahlen herauslesen, was man will, so viel steht so zu sagen fest, daß der Tod des Kaisers, wenn er in lommendem Winter eintreten sollte, in Frankreich das Signal zu Verwirrungen geben wird. Schon die Bildung der dritten Partei erinnert an die vor- ichtigen Ratten, welche das sinkende Schiff verlassen. Die eigentlichen Conservativen sind ebenfalls wenig zuverlässig, denn mit dem Verlust feiner Stärke hat das Kaiserreich auch seinen bedeutendsten Anhang bei dieser Partei eingebüßt. Die Armee könnte vielleicht treu bleiben, allein es ist schwer zu sagen, ob die anscheinende Zwietracht zwischen dem militärischen und dem bürgerlichen Element ächt ist, und im besten Falle ist die Armee nur ein Werkzeug in den Händen ihrer Führer. Kein Wunder daher, daß Frankreich unter zurückgehaltener Aufregung er- zittert. So lange der Kaiser lebt, mag die Ruhe andauern, was soll aber geschehen, wenn er stirbt? Wie verlautet, soll der Minister Der Vereinigten Staaten von Nordamerika Der spanischen Regierung wirklich eine Note Betreffs Cuba's übergeben haben. In Derselben wird nicht angefünDigt, daß die Washingtoner Regierung schon jetzt die Insurgenten dieser spanischen Colonie als Kriegführende anerkennen will, aber nicht verheimlicht, daß, wenn die Lage auf der Insel sich nicht binnen Kurzem ändere, sie genöthigt sein werde, eine solche Maßregel zu ergreifen. Vermischtes. Butzbach. Dem dahier inhaftirten, deck Diebstahls bei Hrn. Posthalter Bender dringend verdächtigen Johann Luft aus Gngelrod ist es in der Nacht vom Samstag zum Sonntag ge. lungen, au« dem Gefängnisse dahier auSzudrechen, ohne daß eS bi« jetzt gelungen wäre, feiner habhaft zu werden. Darmstadt, 11. Sept. Auf Wunsch der stände soll demnächst ein Gesetzentwurf über die Zusammenlegung der Grundstücke zur Vorlage kommen. Die zu diesem Zwecke besonders ernannte Commission hält zur Zeit unter dem Vorsstz des Geh. StaatSrathS v. Bechtold ihre Berathungen ab *nb wird sonach dem jetzigen, demnächst wieder auf kurze Zeit zu- sammenkommenden Landtag der Gesetzentwurf zur Berathung vorgelegt werden können. Darmstadt, 13. Sept. Die von verschiedenen Blattern gebrachte Nachncht, daß der Großherzogliche Gesandte in Berlin, Geheimer Legationsrath Hofmann, darum nachgesucht habe, von der Mitvert'retung deS GroßherzogthumS im ZollbundeS- rathe entbunden zu werden, oder daß einem solche» Gesuche ftattaegeben worden sei, entbehrt jeder Begründung. Berlin, 11. Cept. Die „Kreuzig." schreibt: Wie wir schon gemeldet, hat der evangelische Oberkirchenrath ans die Beschwerde der hiesigen Magistrat« in der Frage wegen Ueber- laffung von Kirchen für die hier in Aussicht genommenen Versammlungen de- Protestantenvereins eine ablehnende Antwort ertheilt. Dem Vernehmen nach ist in dem Antwortschreiben ausgesprochen, eS sei keine begründete Veranlassung dazu ersichtlich, daß der Magistrat an die Stelle deS Beschwerdeführers trete, weil ein von einem VereinSvorstande (Unionsverein) auS- aegangener Antrag vvm Confistorium abgelehnt worden fei. Der Oberkirchenrath wolle indessen nicht mit der Erklärung zurückhalten, daß er nach den öffentlichen Kundgebungen des ProtestantenverelnS in Heidelberg und nach den Vorkommnissen bei bisherigen Versammlungen desselben die Gntfcheidung de« Consistorium« aufzuheben sich nicht veranlaßt sehen könne. Berlin, 14. Sept. Die heutige Humboldt-Feier verlief dem Programme gemäß. Trotz des regnerischen Wetters be- theiligte sich an derselben eine große Volksmenge. Während der Feier traf ein Telegramm d<6 kronprinzlrchen Paare« von Königsberg ein , in welchem eS hieß. Berlm ehre sich selbst, indem eS durch die heutige Feier beweise, wie sehr in ihm da« Andenken an seinen einstigen großen Bürger lebendig sei. Die Grundsteinlegung zu dem Denkmal wurde vollzogen von dem Oberbürgermeister Seidel (der auch die Festrede hielt), Feldmarschall Wränget, Hrn. KrauSnick, Stadtverordnetenvorsteher Kochhann und den Geistliche, Sydow und Lisco. Das Sterbe- haus Humboldt'- in der Oranienburger Straße war festlich geschmückt. Berlin. Die Nachricht, daß die Schweiz hier vertraulich eröffnet habe, in der Frankfurter AuSweisungSangclegeuhcit keine Schritte thun zu wollen, wird zwar fortwährend von Frankfurter und süddeutschen Blättern bestritten, ist aber doch nur zu begründet. Deßhalb kann eS auch den Magistrat von Frankfurt durchaus nicht befremden, wenn seine Vorstellung um Zurücknahme deS polizeilichen Ausweisungsbefehls vom Ministerium des Innern im Ton äußerster Entschiedenheit und schweren Vorwurf« gegen die städtischen Behörden zurückgewiesen worden ist. Kreuz, n. Sept. Der König ist Nachmittags 2 Uhr mit dem Kronprinzen und der Kronprinzessin hier angekommen. Graf Bismarck blieb in Trampke bei Stargard zurück. Der König hat seine volle Zufriedenheit über den ihm in der Provinz Pommern gewordenen Empfang, sowie über da« zweite Armeecorps geäußert und viele Gnadenbeweise ertheilt. Königsberg, 11. Sept. Da die Ankunft des Königs erst morgen erfolgt, so ist auch das Eintreffen des russischen Großfürsten, welche« für heute festgesetzt war, auf morgen verschoben. Stade, 6. Sept. Eine schreckliche That ist in den Morgenstunden des letzten Montags in dem „ Kruge - der unweit Bremervörde belegenen Elmer Schiffsstelle ausgeführt worden. Der zeitige Pächter des „Kruges", E. Grönwaldt, hatte ein arbeitsame« und brave« Weib, das aber zu ihrem Unglücke jung und ansehnlich war und sich von den Gästen, wie das in solchen Wirtschaften wohl zu geschehen pflegt, manche Zudringlichkeit gefallen lassen mußte. Genug, der zum Mißtrauen, geneigte Mann ward bald von verzehrendem Argwohn ergriffen, und endlich von den furchtbaren Mächten de« Zweifels und der Eifersucht zu einem entsetzlichen Entschlüsse getrieben.' Am Montag Morgen hatte wiederum ein heftiger Auftritt zwischen den beiden Eheleuten stattgefunden. AIS nun die Frau sich anschickte, die schon wiederholt ausgesprochene Absicht, da- Hau« zu verlassen, auszuführen, ergreift der Mann eine zur Hanlr stehende Flinte und feuert dieselbe auf seine Frau ab, welche, von der vollen Schrotladung in der Gegend de« Kreuze« getroffen, auf der Schwelle blutend nicdersinkt. Hierauf stößt er sich selbst ein Waidmesser in den Leib und eilt, nachdem der Stoß die erwartete Wirkung nicht gehabt, nochmal« zu seiner an der Schwelle liegenden hilflosen Frau und versucht dieselbe trotz ihres Jammern- und Flehen«, sie und da- unter ihrem Herzen ruhende Kind doch nicht umzubringen, durch verschiedene auf den Leib und Oberkörper gerichtete Stiche zu tödten. Dann begibt er sich in einen Winkel seine- Hause« und sucht sich selbst durch einen in den Mund geführten Schuß das Leben zu nehmen. Die unglückliche Frau ward von den inzwischen herbeigekommenen Nachbarn nach Kräften gepflegt und von den sofort herbeigerufenen Gerichteärzten verbunden. Wie man hört, soll keine der empfangenen Wunden absolut tödtlich sein. Grönwaldt selbst ward mit zerschmetterter Kinnlade und zerschossener Zunge gefunden und hat, wie wir nachträglich erfahren, in der nachfolgenden Nacht seinem qualvollen Dasein durch Erhängen ein Ende gemacht. Frankfurt, 13. Sept. Die „Franks. Ztg." bringt eine interessante Mittheilung bezüglich der Au-weisungS-Affaire. Bekanntlich läuft der längste Termin, der zur Ausführung der Polizeimaßregcl festgesetzt ist, dieser Tage ab. Nun hat, wie das Blatt hört, die hiesige Polizei den Termin auf weitere sechs Wochen verschoben. „Die Richtigkeit dieser Nachricht", fügt unsere Eollegin hinzu, „sind wir nicht in der Lage, prüfen zu können, da uns, wie wir zu unserem Leidwesen consta- stiren müssen, weder jetzt noch früher von Seiten der Betroffenen durch Mittheilung authentischer Notizen über den Stank der Dinge in irgend einer Weise Unterstützung zu Theil ge, worden ist." DaS ist eine durchaus berechtigte Rüge, der auch wir unS nur anschließen können. Die hiesige Presse hat wahrlich in dieser Angelegenheit ihre Pflicht gethan. Sie hätte daher wohl mit Recht auf Unterstützung von Seiten der Betheiligten rechnen dürfen. Frankfurt. In der Nähe des Maine« ? zieht eben ein in den deutschen Farben angestrichenes Haus, von dessen First dem Beschauer ein „Willkommen" entgegenblickt und au« dessen oberem Fenster ein Portrait in der Gestalt eines Arztes aus dem 17. Jahrhundert hernieder sieht, die Aufmerksamkeit der Vorübergehenden auf sich. Es ist dieß der „Gasthof zur Stadt Darmstadt", in welchem am 19. Sept. 1683 einer der ausgezeichnetsten deutschen Wundärzte, Lorenz Heister, geboren wurde. Der auf diese Weise Gefeierte ist der Begründer der neueren deutsche» Chirurgie, und e- ist ihm die Entdeckung zu verdanken, daß der Sitz des grauen StaareS in der Krystalllinfe zu suchen ist. Heister, auf dem botanischen Felde ein Gegner ginne’«, studirte in Gießen, Amsterdam und Leyden Medizin, wurde 1709 Oberfeldarzt bei der holländischen Armee und bald darauf Professor der Anatomie in Altdorf und 1720 der Chirurgie in Helmstädt, wo er 1758 starb. Pforzheim, 8. Sept. Das Tagesgespräch bildet hier ein bedeutender Golddiebstahl, dessen Cabinekmeister Aloys G. in der Fabrik des Herrn L. sich schuldig gemacht hat. Der Thäter bekleidet diese Stelle schon seit neun Jahren, genoß da« unbe- gränzte Vertrauen seines Fabrikherrn und bezog einen Gehalt von 2000 fl. Hiermit begnügte er sich jedoch nicht, sondern bestahl seinen Herrn während einer Reihe von Jahren in jeder Weise; nicht« war vor seiner Habsucht sicher, weder gemünzte- Gold, noch geschmolzene-, noch Waaren; selbst eine Anzahl zur Fabrikation erforderlicher Gegenstände eignete sich G. an, da er in wenigen Wochen ein eigene- Geschäft beginnen wollte. Aber glücklicher Weise erreichte ihn der Arm der Gerechtigkeit noch vorher; der Fabrikeigenthümer, durch einen kaufmännischen GeschäftSgehülfen aufmerksam gemacht, legte ihm eine Falle, in welcher der sonst so schlaue Betrüger sich fing. Bei der gerichtlichen Haussuchung fand man gemünzte« Gold im Werthe von 4000 fl., andere« Gold und Waaren für ungefähr 8000 fl. Außerdem soll G. eine beträchtliche Summ" in der städtischen Sparkasse stehen und mehrere tausend Gulden auf sein neue« Hau« angezahlt haben, welche- ganz fein eingerichtet ist. Paris. Am 17. Aug. verstarb im Hotel Dieu, also in einem Armen-Hofpitale und im Alter von 105 Jahren, der Pole Franz Kurow-ki, ehemaliger Oberst der polnischen Reiter de« ersten Kaiserreiche«, Offizier der Ehrenlegion, Inhaber der St. Helena-Medaille und Ritter de- polnischen Orden« Vir- tuti militari. Madrid, 10. Sept. Die Regierung hat zwei höhere Perwaltung«beamte, Munoz und Vallespino, nach Berlin entsendet, um die preußische Militärverwaltung und besonder« daS Rechnung-- und Lazarethwesen kennen zu lernen. Der Oberst- Lieutenant Vela«co von der Artillerie ist zum Militär-Attache bei der spanischen Gesandtschaft in Berlin ernannt worden. Madrid, 11. Sept. Gestern fanden in Paterua di Rivera, Provinz Cadir, bedeutende Ruhestörungen statt., Ein Sergeant der Civilgarde wurde verwundet. Der Militärgouverneur von Cadir brach mit Truppen nach Paterna auf, um die Ruhe wieder herzustellen. Redaction, Druck und Verlag der Brübl'schen Druckerei (Fr. Chr. Ptetich) in Gießen.