CX ........ streiS vierteljährlich Z6 kr. ■ M jl K äÄ HB B dr ■ ■■ B^ mö1 • Dt-NstagS, Dotnwk nit Bringerlohn. Durch die M ■ B Bz ■ f B I V7 I / M I I E M III B stags *nb SamstagS. — •* || ||| III | %lljl |U|I . epT». Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kiefzen. Nr. 7. Samstag dcn 16. Januar 18<»N. Brodpreise vom 11. bis 17. Januar 1869, nach eigener Erklärung der Bäcker: 4 Pfund gemischtes Brod 15 fr. 2 Pfund gemischtes Brod ?i/2 fr 4 Pfund Roggenbrov 13 fr. 2 Pfund Roggenbrov 6i/2 fr. Amtliche Bekanntmachungen. Beka n n t m a ch u n g. Bei einem verhafteten Burschen, der sich in den letzten Herbstmonaten in Butzbach aufgehalten, haben sich 50 fl. Geld gefunden, die höchst wahrscheinlich in einem Orte der des Kreises, welchen bekannt sein sollte, wem das Geld oder ein entsprechender Geldeswerth gestohlen worden ist, werden ausgefordert, betzen ^den^EIanua? 1869. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. 0 ' l)r. Gold mann. Gefundene G e g e rr st n n d e : Ein messingenes Geldsäckchen, ein Glacehandschuh, eine schwarze Lüstreschürze, ein Cigarren-Etuis und eine Cigarrenspitze. Die Eigenthümer werden ausgefordert, sich binnen 3 Wochen bei uns zu melden, widrigenfalls diese Gegenstände auf Verlangen an die Finder zurückgegeben oder spater zu Gunsten der Armenkasse werden versteigert werden ,r £u gelaufen: Ein kleines Hündchen, gelblich von Farbe, mit weißen Flecken auf der Brust. " 1 Gießen" den 15.^Januar^1869.^"^^^ Hündin Großherzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzialhauptstadt Gießen. 31 o d e r* 371) Montag den 25. Januar, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Rathbause der der Katharine Euler gehörende Garten hinter dem Waldbrunnen, 400 OKlftr. haltend, auf 6 Jahre verpachtet werden; auch kann solcher vorher aus der Hand verpachtet werden. Gießen, den 15. Januar 1869. In Auftrag: Weidig, Ortsgerichtsmann. Besondere Bekanntmachungen. E d i c t a l l a d u n g. 368) Nachdem Großherzogliches Hofgericht der Provinz Oberhessen über das Vermögen des verstorbenen Zimmermeisters Georg Strauch dahier den förmlichen Eoncursprozeß erkannt hat, so werden hiermit alle Diejenigen, welche Forderungen und Ansprüche jeder Art an das qu. Vermögen bilden wollen, aufgefordert, solche bei Meidung stillschweigenden Ausschlusses von der Masse im Termin Montag den 22. März l. I., Vormittags 9 Uhr, anzumelden und zu begründen, auch etwaige Vorzugsrechte bei Meidung Annahme Verzichts darauf geltend zu machen. Gleichzeitig soll in dem Termine die Güte versucht und eventuell über die Veräußerung der Masse, Wahl eines Gläubigerausschusses und Massecurators, sowie Feststellung deren Befugnisse Beschluß gefaßt werden. Die im Termine nicht persönlich erscheinenden oder durch keine gehörig Bevollmächtigte vertretenen Gläubiger werden den Beschlüssen der Mehrheit der Erscheinenden beitretend angesehen. Gießen, den 11. Januar 1869. ' Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Dr. v. Schmalkalder, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor. 362) Nachdem die Ehefrau des Georg Schmelz II. von Großen -Linden auf Sicherstellung ihres eingebrachten Vermögens angetragen hat, ist dem Gg. Schmelz II. jede Veräußerung bei Meidung der Nichtigkeit untersagt worden und können Zahlungen für denselben gütig nur noch an den bestellten Curator, Adam Größer in Großen-Linden, geleistet werden. Gießen, den 13. Januar 1869. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Becker, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor. Edictalladunq. 350) Nachdem Großherzogliches Hofgericht der Provinz Oberhessen über den Nachlaß des Johannes Engelhardt III. von Alten-Buseck den formellen Concurs erkannt hat, werden alle Diejenigen, welche Forderungen oder sonstige Ansprüche an denselben zu bilden haben, aufgefordert, solche im Termin Freitag den 26. Februar 1869, Vormittags 9 Uhr. dahier anzumelden und mit etwaigen Vorzugsrechten zu begründen, widrigenfalls stillschweigender Ausschluß von der Masse erfolgen wird. In diesem Termin soll zugleich ein Arrangement versucht werden und in dessen Entstehung zur Wahl eines Gläubiger-Ausschusses und Massecurators geschritten werden. Die durch gehörig Bevollmächtigte nicht vertretenen Gläubiger werden deshalb insoweit als den Beschlüssen der Mehrheit der erscheinenden Gläubiger beitretend angesehen werden. Gießen, den 25. December 1868. Großherzogliches Landgericht Gießen. Bötticher, A. Bramm, _________Landrichter. Landger.-Assessor. 377) Im Firmen-Register des unterzeichneten Gerichts sind heute folgende Einträge vollzogen worden: 1) Aron Heichelheim zu Gießen hat sein Ellenwaarengeschäft seinem .Sohne Moritz Heichelheim daselbst käuflich abgetreten, setzt aber sein Bank- und . Wechselgeschäft, in welches sein Sohn Siegmund Heichelheim mit dem 1. k. Mts. als Theilhaber eintritt, fort. Jeder Inhaber ist dann befugt, allein die Gesellschaft zu vertreten und die fortbestehende Firma „Aron Heichelheim" zu zeichnen. Ferner hat Aron Heichelheim die seinen Söhnen Moritz und Siegmund Heichelheim ertheilte Procura, mit Wirkung vom 1. k. Mts. an, gänzlich Öezogen. Heichelheim zu Gießen setzt das von seinem Vater Aron Heichelheim sammt allen Activcn und Passiven übernommene Ellenwaarengeschäft und zwar vom 1. Juli 1 68 an unter der Firma „Moritz Heichelheim" fort und hat seiner Ehefrau Rieka, gebor« nen Herzheim, Procura ertheilt. Gießen, den 15. Januar 1869. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl. Edictalladu nq. 361) Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß das neuerrichtete Grundbuch der Gemarkung Eberstadt, nebst den dazu gehörigen Parcellenkarten in dem Büreau des Großherzoglichen Ortsgerichts- Vorstehers zu Eberstadt offen gelegt worden ist. Die Betheiligten sind befugt, dasselbe während der Zeit der Offenlegung in diesem Locale einzusehen, auch gegen die Gebühr von dem Großherzoglichen Ortsgerichts- Vorsteher zu Eberstadt Grundbuchs - Ausrüge zu verlangen; auch werden sie von Letzterem auf die von den Feldgeschworenen entdeckt werdenden, sie betreffenden Fehler aufmerksam gemacht werden. Allen denjenigen, welche sich bei den Angaben des Grundbuchs rücksichtlich des Besitzstandes und der Größenangabe für beschwert erachten, steht es frei, binnen einer unerstreck- lichen Frist von sechs Monaten ihre Ansprüche entweder auf gütlichem Wege bei dem Großh. Ortsgerichte zu Eberstadt, vor welches sie ihren etwaigen Gegner vorladen lassen können, zu beseitigen, oder insofern dieß nicht von Erfolg ist, ihre Ansprüche bei dem für Besitzstreitigkeiten zuständigen Gerichte, geltend zu machen. Ist dieses Gericht ein anderes, als das unterzeichnete, so haben sie davon, daß Letzteres geschehen, binnen eben dieser Frist dahier die Anzeige zu machen. Dieselbe Anzeige liegt ihnen binnen derselben Frist alsdann ob, wenn sie vor Offenlegung des Grundbuchs gegen den daselbst eingetragenen Besitzer eine Besitzklage angestellt hatten. Nach Ablauf dieser Frist wird der Besitz, wie ihn das Grundbuch angibt, in Bezug auf„bie Personen der Besitzer und die Größenangaben in allen den Fällen für richtig angenommen, in welchen weder eine gütliche Beseitigung bei dem Ortsgerichte zu Protoe koll gegeben, noch eine gerichtliche Klag- deßhalb erhoben, und erforderlichen Falls bei dem unterzeichneten Gerichte zur Anzeige gebracht worden ist. Zugleich werden Alle, welche die in Gemäßheit des Art. 30 des Gesetzes vom 21. Februar 1852 die Erwerbung des Grund- eigenthums betr. beizufügenden Erwerbtitel eingetragen oder berichtigt zu sehen wünschen, aufgefordert, die erforderlichen Anträge binnen der gesetzlichen Frist von sechs Monaten bei dem zuständigen Gerichte zu stellen, und wenn dieses ein anderes als das unterzeichnete ist, bei diesem die Anzeige zu machen. Die unerstreckliche Frist von sechs Monaten geht mit dem 15. März 1869 zu Ende. Lieh, den 26. August 1868. Großherzogliches Landgericht Lieh. Sartorius, Cellarius, _______Landrichter. Landgerichts - Assessor. Das Kreis - Ersatz - Geschäft für 1S69. 336) Den im Jahr 1849 geborenen Militärpflichtigen, welche eine einjährige Zurückstellung ansprechen zu können glauben, diene hiermit zur Nachricht, daß deßfallsige Ansprüche sofort bei der unterzeichneten Stelle vorzubringen sind. Gießen, den 12. Januar 1869. Großherfogliche Bürgermeisterei Gießen. ________________Vogt._____________ Gehülfen - Stelle. 329) Bei dem Großh. Rentamt Gießen ist die zweite Gehülfen-Stelle zu besetzen. Hierauf Reflectirende wollen sich anmelden. Gießen, den 12. Januar 1869. Großherzogliches Rentamt Gießen. Lyncker. Versteigerungen. 369) Montag den 25. Januar, Nachmittags 2 Uhr sollen auf dahiesigem Rathhause die dem Thorschreiber Philipp Herbert gehörenden Grundstücke, als: Flur Nr. oKlftr. 26/253U.»54 108 Grabland am untersten Nie- gelpfab, auf die Wiesen stoßend, V2I-/ i/r2. Klasse, 4O/23obi§233 289 Garten im Gartfeld, 1. Kl., an den Meistbietenden versteigert werden. Gießen, den 14. Januar 1869. In Auftrag: Weidig, Ortsgerichtsmann. 356) Dienstag den 16. Februar, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Nathhause die Hofraithe des Heinrich Ferber II., als: Flur Nr. oKlftr. V1126 27 Hofraithe auf dem Markt, gibt 45 fr. abgelöste Grundrente, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 28. December 1868. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. _________________Ebel.______________ Holzversteigerunq im Gießener Stadtwalde. 335) Montag den 18. und Dienstag den 19. Januar d. I., jedesmal von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Gießener Stadtwalde, Distric- ten Neuhege, HeingeSboden, Tanne und Zollstockswäldchen, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, und zwar: a. des Vormittags von 9 Uhr an in den Districten Neuhege und Heingcs- boden: 217 Fichten-Stämme mit 2923 Cubikfuß, 622 „ Stangen „ 2425 y I». des Nachmittags von 12 Uhr an in den Districten Tanne und Zollstockswäldchen : 22‘/t Stecken Eichen-Scheidholz, 75 „ „ Prügelholz, 97'/r , „ Stockbolz, 2738 Wellen , Reisholz, 28',i Stecken Nadel-Stockholz, 1725 Wellen „ Neisholz; c. Dienstag den 19. Janar, des Vormittags von 9 Uhr an, in den Districten Tanne und Zollstockswäldchen : 657 Eichen-Stämme mit 21043 Cubikfuß, 234 Fichten- und Kiefern - Stämme mit 2501 Cubikfuß, 19 Eichen-Stangen mit 73 Cubikfuß, 656 Fichten- und Kiefern - Stangen mit 2907 Cubikfuß. Die Zusammenkunft ist an beiden Tagen auf der Grünberger Chaussee an der fünften Schmiße. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. Mai d. I. gestattet. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, den 12. Januar 1869. Grotzhcrzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Versteigerung getragener Monti- rungsstücke. 342) Montag den 18. d. Mts. und die beiden folgenden Tage, jedesmal von Vormittags halb 9 bis 12 Uhr und von Nachmittags halb 2 bis halb 5 Uhr, werden in dem Rathhaussaale dahier getragene Montirungsstücke, als: Helmhauben, Mäntel, Waffenröcke, Zwilchröcke, Tuchhosen, Schirmmützen, sodann altes Messing, alte Trommelfelle, alte musika- , lische Instrumente re. gegen gleich baare Zahlung an die Meistbietenden öffentlich versteigert. Die Großh. Bürgermeister der Umgegend werden ersucht, dies in ihren resp. Gemeinden gefälligst bekannt machen lassen 311, wollen. Gießen, den 9. Januar 1869. Die Bekleidungs-Commission des 2. Infanterie-Regiments. ________________Kreuter.___________________ 370) Montag den 25. Januar, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesiaem Rathhause das den Ludwig Löber's Erben gehörende Grabstück, als: Flur Nr. OKlftr. 26/253 1 24 Grabland am untersten Riegelpfad , auf die Wiesen stoßend, 1/2!-, 1/22 Klasse, an den Meistbietenden versteigert werden. Gießen, den 14. Januar 1869. In Auftrag: Weidig, Ortsgerichtsmann. 376) Mittwoch den 2'. Januar und die folgenden Tage, jedesmal von Nachmittags 1 Uhr an, sollen in der Wohnung der Kaspar Spies Wittwe auf dem Neuenweg: 2 Zugpferde, 3 Kühe, 2 fette Schweine, 3 vollständige Oeconomie- Wagen mit Zubehör, Pflug, Egge und sonstige Oeconomie -Gerätschaften, sowie eine Partie Heu und Stroh und ein Haufen Dung; ferner Haus- und Küchengeräthe, Bettwerk, Weißzeug und Frauenkleider, gegen gleich baareZahlung versteigertwerden. Bemerkt wird, daß den ersten Tag mit dem Vieh nnd den Oeconomie-Geräthschaf- ten der Anfang gemacht wird. Gießen, den 14. Januar 1869. In Auftrag: Weidig, Ortsgerichtsmann. 363) Montag den 25. d. Mts., Morgens 9 Uhr, sollen im Pfarrhause zu Crumbach die zum Nachlasse des verstorbenen Pfarrers Fresenius gehörenden Gegenstände, als: Tische, Stühle, Sophas, Commoden, Schränke, Haus- und Küchengeräthe, Bettung, Weißzeug; ferner 2 Kühe, 1 Pflug und 1 Egge, sowie eine Quantität Heu und Stroh, versteigert werden, wozu man Kaufliebhaber einladet. Feilgebotenes. 367) In keiner Haushaltung soll fehlen: Universal - Magen - Liqueur, genannt Victoria, von Franz von Metternich in Mainz. Das einfachste und sicherste Mittel gegen Magenleiden aller Art. Zu haben in ganzen Flaschen ä 1 fl. 24 kr., „ halben „ ä — „ 45 „ „ Viertel- , ä — „ 24 „ bei Eduard Lind, Conditor in Gießen. NB. Leere Flaschen werden gegen Vergütung von 4, 3 und 2 kr. zurückge- _____nommen.______________________ 333) Hiermit mache ich die ergebenste Anzeige, daß ich eine Auswahl von Offi- ziersstcrncn, Epaulettenstcaen und feinen Säbeltroddeln in Commission erhalten habe. I. Loth, Brandgasse. 8 A. W. Bullrich's Universal-Reinigungssalz ist in Gießen allein ächt zu haben bei Herrn Julius Wallach daselbst. Jeder Versuch wird den längst bewährten guten Ruf meines Reinigungssalzes bestätigen- Berlin, im October 1868. A. W. Bullrich, vormals F. C- St eg em an, Hoflieferant. 365) Auf der Oberförsterei Krofdorf bei Gießen ist ein Maulesel preiswürdig zu verkaufen. __________ 359) Vorzügliches Aepfelkraut, pr Psund 7 fr., in größeren Quantitäten und im Faß bedeutend billiger, bei Carl Hoffmann. 344) Meinen vor dem Neuenweger Thor, hinter der Löber'schen (früher Tecker'schen) Fabrik gelegenen, mit guten Obstbäumen bepflanzten Garten wünsche ich aus freier Hand zu verkaufen. Die darin befindliche Werkstätte kann leicht zum Bewohnen hergerichtet werden. Adam Kalbfleisch, Steinmetz. Z Eiserne feuerfeste Cafsaschränke mit Dresor- und Brama-Schlössern, in allen Größen und elegantester Möbelform, für deren Güte garantirt wird, verfertigt zu den billigsten Preisen Butzbach. Georg Kunz, Schloffermeister. 8 Daiibitz-Liqnenr, von der Jury der Pariser Welt- Ausstellung von 1867 prämiirt. Fabricirt vom Apotheker N. F. Dau- bitz, Berlin, Eharlottenstr. 19. — Unschätzbares Hausmittel bei schlechter Verdauung, Hämorrhoidal-, Unterleibs- u. Magenbeschwerden. Lager halten die Herren: Julius Wallach in Gießen; Aron Buch in Hungen; H. C. Bingmann in Lich. j Mgxein's Lebenswein, mit der Devise: „Gesundheit und langes Leben sind die größten Glücksgüter des Menschen." Ein ärztlich empfohlenes, ange nehm schmeckendes, stärkendes und belebendes Getränk, bereitet von Friedrich M a x e i n, approb. Apotheker I. Clasfe in Ahrweiler (Rheinpreußen). Preis ä Flasche 15 Sar. Niederlage bei Herrn Julius Wallach, in Gießen. (346) 379) Aus dem Brauhause wird außer dem bereits Erwähnten verkauft: 1 Malzdarre, 1 Backofen, 1 hölzernes Kühlschiff, die Kühlschiffhallen. _________________________Emil Pist0r. 390) Nähmaschinen, 3 Stück, vorzüglicher Construction, habe ich in Auftrag billig zu verkaufen. R. Rothenberger, Lindenplatz. Z Bock-Bier in der Bramm'schen Restauration, Neustadt. sS Ä o Zahnweh! verschwindet äugen- blicklicli durch das berühmte amerikanische Mittel (357) „Feytona.“ Einzige Niederlage bei Carl Frech. s LL 395) Leere Petroleum- und Oelfäffer werden billig verkauft. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 394) Ein Paar große Filzstiefel, mit Leder hoch besetzt, werden billig abgegeben. Zu erfragen bei der Exped. d. Bl. 385) Ein gebrauchter, noch guter kupferner Waschkessel ist zu verkaufen. Zu erfragen bei der Exped. d. Bltts. 399) Steinkohlen und Braunkohlen erster Qualität empfiehlt Dan. Wirth's Nachfolger ___________________(Tb. Geilfus.) 398) Mein Lager in Strickwollen, in den Qualitäten, wie solche mein Vorgänger geführt, bringe ich hiermit in Erinnerung und empfehle solche zur gefälligen Abnahme billigst Earl Lony. F. W. Bockius’schen Kräuter-Brust-Syrnp. 358) Ein sich stets am besten bewährendes, dabei angenehmes Hausmittel gegen veralteten Husten, Heiserkeit, rheumatische und chronische Eatarrhe, Lun gen-Entzündnugen, Entzündungen der Luftröhren und des Kehlkopfes, überhaupt gegen alle Hals- und Brust-Affectionen. Dieser Kräuter-Syrup in Flaschen zu 1 fl. 10 kr., 35 und 24 kr. ist zu haben in Gießen bei Ernst Hermes. Haus-Verkauf. 400) In einem benachbarten Dorfe ist ein geräumiges Haus, welches sich sowohl zu Cigarrenfabrikation als auch zu eirttr Wirthschaft und Specereihandlung vorzüglich eignet, zu verkaufen. Anfragen bei der Exped d. Bltts._____________________________ 380) Meinen Garten und einen Acker, beide auf dem Nahrungsberg gelegen, bin ich Willens, aus freier Hand zu verkaufen. Chr. Zimmermann Wittwe, Schloßgasse. Z Patent Fnttevschtteid Maschinen für zweierlei Schnittlängen für einen Viehstand von 20 ä 30 Stück geeignet ganz von Eisen zu fl. 55. — Probezeit 14 Tage, Garantie 3 Jahre. — Kleinere Sorte a fl. 40. Nübenschneid - Maschinen mit eisernen Walzen fl. 23. Schrotmühlen ganz von Eisen zu fl. 48, 54, 75, wo. Moritz Weil Jun., Frankfurt a. M-, Allerheiligengasse 76. Eisenbahnfahrt nach Frankfurt und zurück wird vergütet. 348) Von dem N. Zimmermann'schen Malzextrakt, welches genau nach der Hoff'schen Methode hergestellt, jedoch bedeutend billiger und nach Ausspruch vieler ärztlichen Autoritäten und hochgestellter Personen besser ist, als das von Hoff producirtr, empfehlen die Flasche zu 5 Sgr- incl. Glas I. A. Busch Sohne, in Gießen. NB. Alle Angriffe des rc- Hoff bleiben unerwidert, da, wie schon in einer früheren Nr- dieses Blattes bemerkt, der Gewinn des Zimmermann nicht so groß ist, sich mit Jenem, welcher durch die für seine Fabrikate empfangenen enormen Preise ni1 ver- hältnißmäßig kurzer Zeit ein sehr reicher Mann geworden ist, in einen Zeitungskrieg einlassen zu können. Das Publikum möge selbst urtheilen. GROSSE PREIS-ERMÄSSIGUNG. LIEBIG S FLEISCH - EXTRACT DER LIEBIG’S FLEISCH-EXTRACT COMPAGNIE, LONDON. Nur ächt wenn jeder Topf mit Unterschrift der Herren Baron J. von LIEBIG und Dr. M. von PETTENKOFER versehen. DETAIL PREISE FÜER GANZ DEUTSCHLAND 1 engl. Pfd.-Topf i/r engl. Pfd.-Topf i/4 engl. Pfd.-Topf Ve engl. Pfd.-Topf h fl. 5.33. ä fl. 2.54. i fl. 1.36. » 54 Krz. Zu haben in allen Handlungen und Apotheken. (328) 313) Der Universitäts Wand- und Adreßkalender pro 1869 ist erschienen und zu haben bei Wilhelm Klee. 366) Von Herrn Wilhelm Linden-1 struth, mit Zustimmung des Herrn Gg. Plank, bin ich beauftragt, die Bleiche der verstorbenen Wittwe Grube mit zwei Häusern und Garten am Hamm, und zwar die Häuser zusammen oder getrennt zu verkaufen. Kaufliebhaber wollen sich mit mir in Benehmen setzen. Gießen, den 12. Januar 1869. Th. Baist, Advocat. 330) Meinen im Gartfeld gelegenen Garten, mit Häuschen und Brunnen versehen und mit guten Obftbäumen bepflanzt, bin ich Willens, ganz oder getrennt zu verkaufen oder zu verpachten. Wilhelm Schneider. 378) Die Häuser und Liegen, schäften der ehemals Katzenstein'- schen Holzschneiderei sollen vom I. März an anderweit verpachtet oder aus freier Hand verkauft werden. Im Auftrag des Besitzers: B. Katzen stein. Vermiethu ugsn. 383) Zwei Familienlogis, jedes aus 3 Zimmern, Küche, Kammer und einem großen gewölbten Keller bestehend, sind zu ver- miethen und sogleich zu beziehen. H. M. JugHardt. 384) Ein möblirtes Zimmer ist zu vcr- miethen bei G. Vogt. 353) Eine elegante Wohnung an einem Hauptplatze der Stadt, von vier großen Zimmern, Küche, Speisekammer, abgeschlossenem Vor- platz und allem Zugehör, ist den 1. April zu vermiethen. Näheres bei der Erped. d. Bltts. 401) In dem Hilgardt'schen Hause auf der Mäusburg ist ein kleines Familienlogis zu vermiethen und sogleich zu beziehen. 321) Im Cafä Kuhlmann ist ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. 320) Zwei Zimmer, Küche, Kammer u. s. w. sind vom 1. April an zu vermiethen. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. 343) Ein schönes Familienlogis,^erster Stock, ist sofort zu vermiethen. Gebe. Wenzel, Kreuz 9tr. 1. 396) Ein zu der Besitzung der Kempffischen Erben am Wallthor — frühere Post — gehöriger Keller ist zu vermiethen und vom 15. Februar L I. an in Gebrauch zu nehmen. Nähere Auskunft ertheilt Hofger--Advocat Engelbach II. 319) Vor dem Wallthor sind in einem unteren Stock zwei aneinanderstoßende Zimmer, mit oder ohne Möbel, zu vermiethen und nach Wunsch in der Kürze zu beziehen. Näheres bei der Erped. d. Bltts. 340) Das von Frau Landrichter Rayss bewohnte Logis, bestehend aus 2 grösseren und 3 kleineren Zimmern, Küche, Dachkammer, Keller, Holz- und Speicherräumen ist anderweitig zu vermiethen und am 1. April 1869 zu beziehen. Professor Noack. 372) Eine freundliche, sehr geräumige Parterre-Wohnung ist im Nebenhause Lit. E- Nr. 41 auf dem Seltersberge zu vermiethen und den 1. Mai zu beziehen. 364) Ein Familienlogis, bestehend aus 4 Zimmern, Küche und Zubehör, sowie das im Hinterbau befindliche Sälchen, ist ander- weit zu vermiethen; letzteres ließe sich auch leicht auf Wunsch in ein Familienlogis umändern. E. Pitthan. / 323) Zwei Zimmer mit Cabinet sind zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bl. 373) Eine Stube, mit oder ohne Möbel, ist zu vermiethen bei A. Volp, Lindengafle. 322) Ein kleines Familienlogis ist zu vermrethen Tiefenweg Lit. D. Nr. 48. 274) Ein freundliches Familienlogis für eine stille Familie ist zu vermiethen Seltersweg Lit. C. Nr. 101. 339) Mein Laden mit Familienlogiö ist zu vermiethen und alsbald zu beziehen. Georg Lüdeking. IGUNG. Men ’tei« °°«! »on Hle;Cn ^nz von ctWe 76. et. *febuci^ titn. ' on in einet höbe« '°„w ift, ,,ch illtn u?Tptf» »« ™ • *lc'K m Der« "ln Sntungsh", IE, LONDON. *ren Baron rsehen. tngl. Pfd.-Topt » 54 Krt. (328) kalen-er m Ritt. nilicnlo^,ltrjter ocrmictbtn. bt. Wenzel, Kren; Nr. 1. :ung derKempsf- iof - ftühere Post zu vermittln und an in Gebrauch zu icilt t Engelbach II. i Walllhor sind Stock zwei an« mmer, mit oder vermieten und er Kürze zu be- ber der Erped. Frau Landrichter Logis, bestehend 3 kleineren Zim- ikammer, Keller, äumen ist ander- n und am 1. April ^ntthea u"f -..deking- fessor Noac^ che. ''ehr ßfJÄ im Ncbenhauie.lt. ;btrfltiU »t®* pichen-___ LindenM^- ^55? IM“ Geschäfts-Verlegung. >g |

Ader Mänsburg nach dem Seltersweg, vis-ä-vis dem Herrn D> A Kaufmann Windecker, verlegt habe und bitte, das seither A> I mir geschenkte Zutrauen auch in meinem neuen Locale be- §> H wahren zu wollen. I. Buch, Kappenmacher. g> Tebeusversicherüiigs - und Erspamiss- Bank MöbclTransport G.L.JANSEN Frankfurta/M. Nollständistc Umzüge per Bahn ober auf der Landstraße, einzelne Möbelfuhren über Land, sowie daS Abholen der Möbel von den Bahnhöfen, besorge mittelst großer, geschlossener Federwagen, bei Garantie prompter und billiger Bedienung. Geehrte Aufträge oder Frachtbriefe erbitte Brönnerstraße 17. Frankfurt a. M. (389) Zinß er scher Garte». 393) Sonntag den 17. Januar: Großes Militär-Cvnccrt, ausgeführt vom ganzen Musikcorps des 1. Jägerbataillons zu Friedberg, unter Leitung seines Musikmeisters H. Schellhaas. CZD Der Vorstand. 5) 6) 7) 8) et QD eo 1) 2) Jrifdjßädifu zu «fließen. Sonntag den 17. Januar. Jacob Vogt in der Wallthorstraße. August Noll auf der Mäusburg. Chr. Noll Wittwe in der Neustadt. 338) Die Ziehungsliste der am 2. Januar gezogeueu Großherzoglich Hessischen ft. 50 Loose liegt bei dem Unterzeichneten zur Einsicht auf. Der Umtausch sammtlicher Oesterreichischen Obligationen in öprocentige Staatsschuldverschreibungen der einheitlichen öffentlichen Schuld wird kostenfrei besorgt durch Marens Heinrich Bridge. von dem Blech-Sertett der hiesigen Regiments-Musi!. Anfang 4 Uhr. Ende 7 Uhr. Enträe s Person 6 fr. 337) rjeggr Den verehrten Damen diene zur Nachricht, day mein Cnrsus im Anfertigen von Dainenkleidern begonnen hat und weitere Theilnehmerinnen noch bis znm nächsten Montag eintreten können. C Schneider, Sonnenstraße. sind, steht frei. Gießen, den 14. Januar 1869. Program m. 1. Abtheilung: Marsch von Paflis. Ouvertüre zu Nebucadnezar von Verdi. Potpourri aus Tannhäuser von Wagner. Hydropaden-Walzer von Gun gl. Arie aus der Oper: „Die Favoritin" von Donizetti. Schänzli-Polka von Parlow. 2. Abtheilung: Divertissements aus der Oper: „Zigeunerin" von Balfe. Lieder-Quadrille von Swoboda. Im Mersanle des Herrn Chr. Lony Sonntag den 1 7. Januar: 37^ Für em Colomäl - und Eisen- waarengeschäft wird ein junger Mann mit den nöthigen Vorkenntnissen als Lehrling gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. _____________ _____ Anfang 4 Uhr. Euträe für Herren 12, für Damen 9 fr. 9) S. C. Potpourri von Häßner. 10) Scene und Arie aus Troubadour von Verdi. 11) Lied (Gute Nacht du mein herziges Kind) von Abt. 12) Feuer- und Flammen-Galopp. Stlstungssest der ' sreiwilligcn städtischen Fenerlvehr Samstag den 23. l. M t s., Abends 7 Uhr, im Leib scher» großen Saale. 391) harten zu 12 fr. sind bei Herrn E. Gail, Mäusburg, zu haben. Einführung von Nichtmitgliedern, für welche ebenfalls bei Herrn Gail Karten zu lösen in Stuttgart. 392) Als vorläufige Mittheilung, bis mir über den Versicherungs - Stand im Einzelnen demnächst weiteren Aufschluß geben können, diene unseren Bankmttgltedern, daß im Jahre 1868: 3295 Anträge mit fl. 6,189,000 Versicherungssumme eingelaufen sind — gegen das Vorjahr hat sich der Zugang um 939 Anträge mit beinahe l'/s Millionen vermehrt. 3 m ,r., _ Das immer mehr in erfreulichster Weise wachsende Vertrauen des Publikums verdankt die Stuttgarter Bank ihrem System der Sparsamkeit und Vorsicht sowie dem dadurch bedingten Nus absoluter Sicherheit und äußerster Billigkeit der Prämien. Die für Sterbfälle zur Zahlung angefallene Summe ist mäßig und laßt sich demnach für den Abschluß pr. 1868 eine sehr befriedigende Dividende erwarten. Prospecte rc. unentgeldlich bei den Agenten: Emil Gail, Hutmacher, in Gießen. G. Bahn, Lehrer, in Kirchgöns. I. Faatz in Friedberg. I. Wagner in Altenstadt. Aon plus uHru / Höchst interessant für alle Naturfreunde. 386) Fortwährend werden im Oswald'schen Garten dahier die zwei AlbinoS- Damen gezeigt. Diese Menschengattung hat hellrothe Augensterne, welche immerwährend auf- und abrollen, und schneeweißes Lufthaar. Der Unterzeichnete macht besonders darauf aufmerksam, daß tue Damen von mehreren Kennern untersucht worden sind und diese für ihre Aechtheit garantiren. Entree ä Person 6 Kreuzer, Kinder die Hälfte. Das Cabinet ist von Nachmittags 2 Uhr bis Abends 8 Uhr geöffnet. PH. Jeuck. S Epileptische Krämpfe (Fallsucht) heilt der Specialarzt für Epilepsie B>r. O. Kiliisch in Berlin, jetzt Mittel- atrasse JVr. 4». — Auswärtig« brieflich. Schon über Hundert geheilt. 387) Zugelaufen ein schwarzer Puoel (Weibchen.) Derselbe kann gegen Entrichtung der Jnseratgebühren und Fütterungskosten abgeholt werden. Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts. Kirchliche Anzeige». Evangelische Hemeinde zu Hießen. Gottesdienst. Am 17. Januar. Morgens: Pfarrer Landmann. (Feier des heil. Abendmahls). Nachmittags: Mitprediger Lips. Getauft. Den 10. Januar. Dem Bürger zu Hausen nnb Kutscher dahier, Wilhelm Lick, ein Sohn, Ehristian Max Johann Karl, geboren den 17. December. Beerdigt. Den 12. Januar. Wilhelmine Louise Marie Petri, des Bürgers und Weißbinders, Christian Petri HL, eheliche Tochter, alt 1 M- 8 T-, gestorben den 11. Januar. Die Pfarrgeschäste in der nächsten Woche besorgt Pfarrer Landmann. 355) Bibliotheken und einzelne brauchbare Bücher kauft zu den höchsten Preisen Isaak. St. Goar, Buch- und Antiquariatshandlung, Rossmarkt 6, nächst der Hauptwache und dem Schillerplatze in Frankfurt a. M. Arbeiterbildungsverein. Sonntag den 17. Jannar, Abends 7>/2 Uhr: Musikalisch - dcclamatorischc Abcnduntcrhaltung nebst Verloofung vo» Gegenstände» im Saale des „Promenadel-auscs." Karten für Mitglieder und Nichtmitglieder (für letztere: ä 9 fr., Farnilien- billets ä 15 fr.) werden bei den Herren P. Weitzel (Neustadt), B. Förster (Neuenweg) und Abends im Locale ausgegeben. Auch können bei denselben die Gegenstände firn Betrage von mindestens 12 fr.) zur Dcrloosung abgeliefert werden. v Der Vorstand. 345) Die glänzenden langjährigen Erfolge der Stollwerk'schen Brust-Bon- bons, welche nach Vorschrift tkes Professors der Medicm Dr. Karleß gefertigt sind, haben diesem .Hausmittel, ungeachtet aller Anfechtungen von Feinden der sichern und raschen Selbsthülfe, einen Weltruf erworben. Bis heute steht dieses Fabricat noch vollkommen unerreicht da und verdient allen Brustleidenden auf das Gewissenhafteste empfohlen zu werden. _______________ _____________ Geübte Schuhmacher finden für sich und ihre Gesellen dauernde und lohnende Beschäftigung bei der unterzeichneten Schuhfabrik; auch können solche, welche im Besitze einer Nähmaschine sind, mit Schästchennähen ebenfalls beschäftigt werden. Drcschscld & Wallcrstciu, (347) in Offenbach a. M. Offene Stellen. 352) Gewandte und gebildete Her- ren, besonders junge Kaufleute, welche sich dem Lebensversicherungsfache widmen wollen, finden bei einer deutschen gegenseitigen Lebensversicherungs-Bank günstige Anstellung. Adressen mit Referenzen versehen, beliebe man franco unter S. U. 913. an die Herren Haasenstein & Vogler in Fr ank - furt a. M. zu senden. 332)' Unterzeichneter bittet seine Kunden, ihre Adressen gefälligst bei Herrn Glockengießer Otto Sohn abgeben zu wollen. A. Seim, Tapezier, ‘ Wallthorstraße Lit. A. Nr. 151. W. Spindler'» Färberei in Berlin. 402) Nächste Absendung: Mittwoch den 20. Januar. Georg Dörr, vormals K. Münch, _______Kirchenplatz._______ 403) Sonnta g den 17. Januar, Nachmittags 312 Uhr: Quintett auf dem früher Loos'schen Felsenkeller, 397) In eine frequente Wirtschaft mit Studentenkneipe wird ein Zapfjunge zum sofortigen Eintritt gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 374) Auf dem Neuenweg oder in dessen Nähe wird ein angenehm möblirtes Zimmer zu miethen gesuchl- Offerten bittet man bei der Exped- d. Bltts. niederzulegem Aradtmifche» Hospital. 325) Für das medicinische Klinikum werden zwei in der Krankenpflege erfahrene, mit guten Zeugnissen versehene, Wärterinnen angenommen. Anmeldungen haben bei dem Unterzeichneten zu geschehen. Kuhlmann, ____________ Hospitalverwalter. 326) In ein Colonial-, Material - und Eisenwaaren - Geschäft in der Nähe von Gießen wird unter sehr vortheilhaften Bedingungen ein Lehrling gesucht. Nähere Auskunft ertheilt die Exped. d. Anzeigers. 324) Ein Mädchen, welches im Kochen und Putzen gründlich erfahren ist, wird womöglich bald in Dienst gesucht. Näheres bei Jber Exped. d. Bltts. Die Nummer 1 unseres Blattes von diesem Jahre kaufen wir wieder zurück; jedock nur reingehaltene Eremplare. Die Exped. des Gießener ___________Anzeigers._______ Bormundschafts • Gelder. 331) 540 fl. und 1000 fl. sind gegen genügende Unterpfänder zu 5pCt. jährlicher Zinsen auszuleihen. Näheres zu erfragen bei I. Haustein in Gießen. 334) Bei der Kirchenkafse in Beuern liegen 374 fl. 54 fr. zu 5 pCt- gegen genügende Sicherheit zum Ausleihen bereit. Hierauf Reflectirende wollen sich innerhalb 8 Tagen bei dem Unterzeichneten melden. Der Kirchenrechner: Lind enstruth. Politische Rundschau Darmstadt, 12. Jan. Analog dem Vertrag, welcher zwischen dem norddeutschen Bunde und den nordamerikanischen Freistaaten am 1. Februar v. I. abgeschlossen worden ist, wurde für die beiden links- mainischen Provinzen ein Vertrag zwischen Hessen und den amerikanischen Freistaaten abgeschlossen, wel- cher nebst den hierbei verabredeten Erläuterungen den Ständen zur Genehmigung vorgelegt ist. Art. 1 wird dahin erläutert, daß bei gesetzlich vorgeschrie- bener Entlassung aus dem früheren Vaterlanve, nach erlangter rechtsgültiger Naturalisation in dem neuen, dessen Staatsangehörigkeit sofort erlangt wird; ohne diese förmliche Entlassung jedoch nur nach 5jährigem Aufenthalt und erlangter Naturalisation in dem neuen Vaterland. Zu Art. 2 und 4 erläuternd bemerkt, daß bei etwaiger Rückkehr in das frühere Vaterland der Angehörige des andern Staates wegen des durch die Auswanderung selbst begangenen Reales nicht bestraft werden kann, wenn die neu erworbene Staatsangehörigkeit auch wieder aufgegeben worden sein sollte. Wegen Nichterfüllung der Wehrpflicht soll ein als amerikanischer Staatsbürger zu erachtend.r früherer Hesse nur dann zur Untersuchung und Strafe gezogen werden können, wenn er bereits als Recrut zum Dienste herangezogen war, oder wenn er als auf unbestimmte Zeit Beurlaubter, als Reservist oder Landwehrmann ausgewancert, nachdem EinberufungS- ordre erfolgt oder der Krieg ausgebrochen war. In den übrigen Fällen soll wegen Handlungen oder Un- terlassungen, betreffs Erfüllung der Wehrpflicht, bei etwaiger Rückkehr in das frühere Vaterland keine Untersuchung oder Bestrafung erfolgen. Selbst die wegen Nichterfüllung der Wehrpflicht auf das Vermögen des Ausgewanderten erfolgte Beschlagnahme soll wieder aufgehoben werden, sobald diejvollzogene Naturalisation in den Vereinigten Staaten von Nordamerika nachgcwiesen wird. Schließlich wirb zu Art 4 noch die Erläuterung gegeben, daß die etwaige Rückkehr eines aus je einem der beiden Staaten Aus- gewandert.n in sein früheres Vaterland und auch die Niederlassung daselbst nicht die Staatsangehörigkeit begründet, sondern solche muß förmlich wieder erworben werden. Diese in Form eines Protokolls getroffenen Abänderungen, refp. Erläuterungen des Vertrages bilden eine wesentliche Verbesserung des zwischen dem norddeutschen Bunde und den Vereinigten Staaten abgeschlossenen Vertrages. Berlin, 13. Jan. Ein Artikel der „Kreuzztg., überschrieben: „WürtembergS Neujahrsgruß", spricht neben Baden vornehmlich Wünezuberg Dank und Anerkennung für die Armeeorganisation aus, gedenkt rühmend der Schöpfer derselben, Kriegsminister von Wagner und Gencralstabschef v. Suckow und sagt: „Ein Commando regelt jetzt alle deutschen Armeen; ihre Waffenübungen gelten einem einzigen Zwecke, der Schirmung des gemeinsamen deutschen Vaterlandes gegen Osten wie gegen Westen." Schließlich ruft der Artikel den herzlichsten Willkommen zu dem Prinzen Wilhelm von Würtemberg zu dessen bedeutsamem Eintritt in die preußische Armee. — Die Fi- nanz-Eommission des Abgeordnetenhauses genehmigte den Staatsvertrag wegen des Eisenbahnbaues von Hanau nach Offenbach. Berlin, 14. Jan. Im Abgeordnetenhause beantragte heute Lampugnani und Genossen bei der Schlußberathung des Etats die Ereirung dreier neuer Obertribunalsräthe. Der Justizminister erklärte sich damit einverstanden und verhieß ferner, keine Hülfs- Arbeiter mehr anzustellen. Ein Antrag des Abgeordneten Kugler, wonach die zur theilwelsen Tilgung der Schuld Frankfurts a. M. etatsmäßig bewilligten Summen pro 1868 und 1869 vollständig zu dem angegebenen Zwecke und unabhängig von dem Zustandekommen einer Auseinandertetzung des staatlichen und städtischen Vermögens verwendet werden sollen, wurde unter Beistimmung des FlnanzministerS mit großer Majorität angenommen. Berlin, 14. Jan. Die „Nordd. Allg. Ztg." sagt, ihie Polemik habe der österreichischen Politik des vorigen Jahres gegolten, sie sei der Verletzung der nationalen Würde enksprungen und nur defensiv gewesen. DaS Blatt erklärt, cs werde die Polemik einstellen, um nicht die Gemüther zu beunruhigen, Norddeutschland hege warme Wünsche für das Wohlergehen Oesterreichs; möge Oesterreich anerkennen, daß Noredeutfchland auf eigenen Füßen stehe. V-ien, 12. Jan. Ein hiesiges Blatt hatte gc- stern dem Dr. GiSkra den heroischen Entschluß angedichtet, sein Mlnisterportefeuille niederzulegen, wenn seine Eollegen sich der Vorlage eines Gesetzentwurfs über die Einführung der obligatorischen Eivilehe widersetzen würden. Heute wird ofsiciös berichtet, der Minister des Innern habe sich gar nicht mit einem solchen Gesetzentwürfe beschäftigt. — Die andere Neuigkeit, daß der Justizminister Dr. Herbst den Präsidenten des obersten Gerichtshofes aufgefordert habe, diesen endlich zu veranlassen, daß er eine Entscheidung fälle über die bei ihm anhängige Frage, ob der 14. Artikel des Coneordats, welcher die Bischöfe vor der Intervention der weltlichen Justiz sicherte, noch zu Recht bestehe, oder durch die Staats- grunvgesetze aufgehoben sei, bedarf auch noch der Bestätigung. — Prager Blätter melden, daß in der böhmischen Hauptstadt, welche 150,000 Einwohner zählt, im Jahre 1868 nicht weniger als 32,700 Pfändungen wegen rückständiger Steuern vorgeuom- men wurden. — Die von der Regierung ernannte Specialcommission in Wieliczka hat die Erklärung abgegeben, daß für die über den Salzschachten erbaute Stadt keine Gefahr zu besorgen sei. Die Be- völkerung ist jedoch noch keineswegs beruhigt. Bis jetzt steigt das Wasser immer noch, und man hat berechnet, daß bis zu dem Zeitpunkte, wo nach der Ansicht der officiellen Techniker alles Wasser ausgepumpt sein soll, für sieben Millionen Gulden Salz aufgelöst sein würde. Paris, 13. Jan. Der griechische Bevollmächtigte, Rangabe, hat die verlangten Jnstruetionen noch nicht erhalten. Ebenso hat die französische Regie- rung noch keine Antwort auf die Samstag an den französischen Gesandten in Athen gerichtete Depesche. Die Verzögerung wird vom „Constitutionnel" den Unterbrechungen des lelegraphischen Dienstes zur Last gelegt. Die „France" glaubt, daß Griechenland nicht auf seinem Wege bleiben und daß die Confe- renz ihre Arbeiten werde beginnen können. Im entgegengesetzten Fall ist es zweifelhaft, ob die Con- ferenz fortdauert. Sie würde sich auf unbestimmte Zeit vertagen, wenn der diplomatische Conflict mit einem bewaffneten Zusammenstoß endigen sollte. Der Kampf würde localisirt werden, da kein Grund bestehe, um vorauszusetzen, das Cabinct von Athen handele unter dem Einfluß einer Großmacht. Rußland habe sich in der Konferenz kategorisch gegen das Vorgehen Griechenlands ausgesprochen. Die „Patrie glaubt, daß Rangabe keine Antwort erhalten und den folgenden Conferenzsitzungen nicht anwohnen wird. London, 14. Jan. Der „Great Castern" begann heute mit Einschiffung des französisch - atlanti» fiten Kabels. Im Ganzen waren bis gestern 971 Meilen angefertigt. Vermischtes. Darmstadt, 13. Jan. In der verflossenen Nacht wurde hier eine nicht unbedeutende, etwa 10 Secunden dauernde Erd- erschütterung wahrgenommen. Sie erfolgte um, 12 Uhr oder wenige Minuten spater. Die Bewegungen waren denen ähnlich, welche man in der Nahe der Schienen bei einem passi- renden Eisenbahnzuge empfindet. ((Sin zweiter Bericht sagt: Tie Bewegungen erfolgten in der Richtung von Süden nach Norden; es dröhnte, wie wenn ein Haus einstürzte. Heute Morgen, kurz vor 7 Uhr, fanden neue, weniger intensive, (Srderschutterungen statt, die etwa 4 Secunden währten. Man vernahm ein Geräusch, ähnlich dem dumpfen Rollen^ eines Wagens.) Friedberg, 8. Jan. Heute Morgen hat sich in einem hiefigen Gasthaus ein Fremder in seinem Zimmer vermittelst zusammengedrehter Handtücher an dem Spiegelhaken aufge- hängt. Derselbe war Abends vorher aus Nauheim zu ,(uß hierhergekommen. Seine Paßkarte wieß ihn als AmtSaffessor v. Feldheim aus Wolfenbüttel aus. Derselbe ist vor 14 Tagen dort abgereist und befand sich seither in Homburg. Auf ein Blati Papier hatte er geschrieben: „In Nauheim habe ich den ersten grünen Tisch gesehen, ich schleppte mich deßhalb von Homburg dorthin, um da meinem Leben ein Ende zu machen." Wahrscheinlich konnte er dort seine Absicht nicht auS- fuhren und begab sich hierher zur Bollendung seines verzweifelten Entschlusses. Man fand nur etwas kleine Münze bei ihm vor. Also ein neues Opfer der Spielhöllen, deren Eri- stenz leider nach auf einige Jahre gefristet ist. Lauterbach, 10. Jan. Dienstag den 5. Jan. l. I., AbendS 6 Uhr, wurde der als Rottmeister im Walde beschäf, tigt gewesene, 64 Jahre alte Heinrich Lerch I. aus Wallenrod in der Nähe des letzteren Orts am Wege liegend, lobt, mit einer Wunde am Kopfe und mit vielen Spuren empfangener Hiebe am Körper, aufgefunden. Durch die vom hiesigen Landgericht sofort an Ort und Stelle Ungeleitete Untersuchung und durch die Section hat sich ergeben, daß Lerch allerdings in Folge der ihm zugefügten Verletzungen unterwegs liegen geblieben und verschieden ist. Als muthmaßlicher Tbäter ist ein mit ihm im- Walde beschäftigt gewesener und mit Lerch in Wortwechsel gerathener Holzhauer, Namens Johannes Felsing von Wallenrod. gefänglich emgezogen, der, obwohl seine Thä- terschaft hartnäckig leugnend, doch wohl zur Genüge überführt weiden durste, so daß die Untersuchung ohne Zweifel bei den nächsten Assisen der Provinz Oberhessen zur Aburtheilung gelangen wird. Frankfurt, 13. Jan. Wie man uns mittheilt, hat die Verwaltung der Hombrirger Eisenbahn ihre Beamten und Be- dienstelen zu Neujahr mit einer Verordnung überrascht, welche die Bestimmung enthält, daß ein Beamter, wenn er 4 Wochen krank ist, 1/3 seines Gehaltes abgezogen erhält. Wer über */» Jahr krank ist. kann'pensionirt oder entlassen werden. — In Sachsenhausen sind seit zwei Tagen zwei Familien in große Besoraniß versetzt, indem drei Mädchen, darunter zwei Schwestern von 17 und 18 Jahren, »ermißt werden. — In verflossener Nacht gegen 12 Uhr wurde hier eine Erderschütterung verspürt. Au« Herrieden, 11- Zan., schreibt man der „Fränk. Ztg.": Wir gehen kälteren Tagen entgegen. Von Nordost nach Südwest zieht ein hoher Luftberg, dessen kalte Polarströmung immer mehr Boden gewinnt, wobei sich die Barometer-Differenzen allmählig verringern. Oesterreich, lieber das bedrohte Salzbergwerk Wieliczka klingen die jüngsten Nachrichten überaus trostlos. Alle bisherigen Versuche, weitere Verwüstungen durch daö einstrü- mende Wasser zu verhindern, haben fich als fruchtlos erwiesen, und zumal werden von Augenzeugen die Pumpenvorrichtungen als ganz ungenügend geschildert. Trotz aller Versicherungen der Behörden, daß der Stadt Wieliczka keine Gefahr durch Einsturz drohe, sind bereits ganze Straßen von ihren Bewohnern verlassen worden, die größtentheils sich nach Krakau geflüchtet. Das Wasser, Hal nun auch die schöne AntouiuSka- pelle zerstört, die in der Tbat ein Kunstwerk gewesen, das gewiß jedem Besucher der Minen noch erinnerlich ist. Die Kapelle war im Jahr 1690 auSgebrochen und Alles — Einfassungsmauer, Altar, Crucifir, Säulen, Statuen u. f. w. — waren aus Salzstein gemeiselt. Die Kapelle gewährte namentlich bei Beleuchtung einen eigenthumlich erhebenden Anblick und versammelte die unterirdischen Bewohner der Grube oftmals zum Gebete. Die Zerstörung der Kapelle hat auf die überglaubischen Bergleute einen großen Eindruck geübt, ja sie halten gegenwärtig daS Bergwerk für unrettbar verloren. Ungarn. Von einem originellen Stiergefecht, welches am vorletzten Sonntag in Pesth stattfand, erzählt „Hon" Folgendes : Am verflossenen Mittwoch gelang es einem Stier, der zur Schlachtbrücke geführt wurde, in der Stationsgaffe, trotz der Stricke, an denen er geführt wurde, sich frei zu machen, und wurde dann ein leerer, umzäunter Hausgrund, wohin der Stier sich geflüchtet hatte, der Schauplatz eine- Kampfes, der selbst in einem römischen Amphitheater Beifall gefunden hätte. Die betreffenden Fleischer ließen nämlich zwei ungeheure Hunde auf das entkommene Thier los, das seine Gegner ruhig erwartete. Der Stier nahm die Sache anfangleicht und schüttelte die Angreifer von fich ab; endlich aber begann er sich seiner Hörner zu bedienen und warf die Hunde mitunter klafterhoch iu die Luft, als wären rS Ratten. Die Hunde erneuerten ihre Angriffe immer wieder, bis einer derselben unter die Füße des StierS gerieth, der nun seinen Gegner so fest niederdruckte, daß der Hund mit heraushängender Zunge scheinbar leblos liegen blieb. Nun trat ein handfester Fleischergeselle auf den Kampfplatz, um cS mit dem wütbende» Thiere aufzunehmen. Er wurde jedoch vom Stiere, der auf ihn loSrannte niedergeworfen und' gerieth unter den Füße» deS schäumenden ThiereS in die größte LebenSbefahr, während die Zuschauer keinen Rath wußten,-wie sie ihm zu Hülfe kommen sollten. Nun zogen aber die heftigen Angriffe deS zweiten HnndeS die Wuth des ThiereS auf sich, und während diese zwei Thiere mit einander kämpften, hatte sich auch der scheinbar erdrückte Hund erholt, sprang herzu und biß sich an der Ohrwurzel deS Stieres wüthend ein. Nun rührte sich der Stier nicht mehr, nur büeS er aus den Nüstern den Staub hoch empor und feine Füße zitterten sichtlich. Die Fleischer konnten fich hierauf wieder heranwagen und den Stier binden, doch waren fie nicht im Stande, den erwähnten Hund vom Ohre des Stieres loszumachen. Bis zur Schlachtbrücke, wohin man den Stier brachte, hing der Hund am gebändigten Thiere fest; dort aber fand der gehörnte Kämpfer bald seinen Tod. England. Die Erinnerung der Bewohner von Norwich ist unerwarteter Weise wieder auf eine Gräuelthat zurückgelenkt worden, welche bereits seit 17 Jahren im Grabe der Vergessenheit schlummerte. Am 21. Juni 1851 machte ein junger Mann, Namens Johnson, von seinem Hunde begleitet, einen Spaziergang, etwa etne Meile von Norwich. Der Hund, welcher die Gegend ring- herum absuchte, kam plötzlich mit einem Stück Fleisch aus einem benachbarten Ackerfelde hervor und lief mit selbem nach Hause. Daselbst angelangt, sah Johnson zu seinem Schrecken, daß das Stück Fleisch eine menschliche Hand war. Sofort machte er der Polizei Anzeige von der gräßlichen Entdeckung. Eine sorgfältige Nachforschung führte am nächsten Tage zur Entdeckung mehrerer kleinen Fleischstucke und eines menschlichen Fußes. Die Flüsse und Bäche der Nachbarschaft wurden der genauesten Untersuchung unterworfen und nach und nach fand man kleine Fleischstücke, welche offenbar in Riemen von einem Leichnam abgeschnitten worden waren. Fast überall wurden diese Fleischstücke, so wie Theile der vertebrae, der viscera, der pelvis u. s. w. aufgefunden, heute an einer Seite der Stadt, morgen in ganz entgegengesetzter Richtung und übermorgen an einer Stelle, welche schon zwanzig Mal auf daS genaueste durchsucht worden war, so daß der Mörder noch lange nach Entdeckung der That mit der Zertheiluiig seine« Opfers und der Zerstreuung der einzelnen Theile beschäftigt gewesen fein mußte. Von Kleidungsstücken wurde nichts als ein Damenhut gefunden, und Alles, was die Aerzte nach Abhaltung der officiellen Untersuchungen feftznstellen vermochten, war, daß die gefundenen Ueberrefte einem weiblichen Leichnam von 16—20 Jahren an- gehörteu, daß der Tod vor 14 Tagen erfolgt fei, und daß fie im Augenblicke des Todes gesund gewesen sei. Polizei und Publikum schloffen auf einen Mord, aber bei diesem Schluß blieb eS auch, und nach nicht gar langer Zeit war die Geschichte vergessen — bis am vorigen Sonnabend ein Telegramm den Behörden von Norwich mittheilte, daß ein respektabler Einwohner ihrer Stadt bei einem Polizeigerichte in London freiwillig das Gestandniß abgelegt habe, er habe seine Frau am 15. Juni 1851 ermordet und in Stücke. geschnitten. Auf welche Weise eS geschah, daß bei der genauesten Nachforschung nicht der geringste Schatten von Verdacht auf Sheward, dieß ist der Name deS Selbstanklägers, fiel, ist noch ein Näthsel, von dem nur bekannt, daß er den Freunden und Bekannten seiner Frau sagte, sie befinde sich auf einer Reise, und daß man ihm, einem stillen und angesehenen Bürger, dieß gerne glaubte. Welches die Beweggründe zur Offenbarung seines furchtbaren Geheimnisses bildeten, ist gleichfalls noch unbekannt. Em amerikanische- Blatt gibt folgende Eharakteristik von Mainz : »Die Festung Mainz ist großpreußisch, die Negierung ist Darmstädtisch, die Post ist nordbundisch. das Militär ist polnisch-preußisch, die Landesfarben find hessisch, da« Gesetz ist französisch und die Sprache der Mainzer ist deutsch. Ncdaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fjr. Ehr. Pietsch) in Gießen.