Gießmcr Anzeigtr. Preis vierteljährlich 36 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljäbrlich - 49 kr. Erscheint wöchentlich mal; Dienstags, Donnerstags und Samstags. — Expedition: Canzleibera Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Areis Kietzen. Nr. WL, Donnerstag den 15. April !Sen Districten Hirschheck und Thal rc., ver- teigert werden, als: Acker zwischen dem Wetzlarer Weg und der Lahn, Wiese daselbst, 132 Acker daselbst, Die Bergebung von Arbeiten der Stadt Gießen. Freitag den 16. d. Mts., Nachmittags 6 Uhr, bei Becker's Hofraithe (Neue Anlage) teigert.(3302) 331a) Die zur Schreyvogel'schen Con- cursmasse gehörigen Grundstücke: Flur Nr. □JUftr. Freitag den 16. April 1869, des Morgens 9 Uhr, die Arbeiten zur Entwässerung Stadt-Anlage, bestehend 1) in Anfertigung eines Gra- Buchen-Neisholz, „ Eichen- Stämme Eichen-Bauholz mit 570 bikfuß, ,9/e 318 Acker daselbst,' (säinmtlich jetzt einen Garten bildend), 26,i72 228 Garten auf der Sternwarte Holzversteiqeulnq. 3342) Mittwoch den 21. April I. I., Vormittags halb 9 Uhr anfangend, sollen in dem Geilshäuser Gemeindewalde, Districten Rothebusch, Junkernzipfen, Eichwald und Stamm, nachverzeichnete Holzsortimente, als: 13 Stecken Buchen- u. Nadel-Scheidholz, 87 „ „ Eichen- und Kiefern- Prügelholz, 11 Stecken Buchen- u. Kiefern-Stockholz, 6425 Wellen „ Durchforst.-Reisholz, 12850 „ Kiefern- „ „ 14 Nadel-Stämme von 8 bis 10 Zoll Durchmesser und bis zu 45 Fuß Länge, 942 Fichten-Stangen, zu Sparren und Latten sich eignend, 1000 Bohnen-Stangen, au den Meistbietenden öffentlich versteigert werden. 116'/r 26V2 6 iVr 63 1950 39 373/4 315 9975 Nadelholz 12 13 25 1250 Zusammenkunft Morgens 9 Uhr in der Rehhecke am Gießener Feld. Freitag den 23. April wird ferner in dem Domanialwalddistrict Franzenwald versteigert: Donnerstag den 22. April, Nachmittags 3 Uhr, auf dahiesigem Rathhause öffentlich versteigert werden. Der Massecurator: __Krauskopf. 3314) Freitag den 16. und Samstag den 17. April, jedesmal von Morgens 9 Uhr an, sollen auf der Heuchelheimer Mühle die dem Christian Mandler gehörenden Mobilien, wegen dessen Wegzug, öffentlich meistbietend gegen gleich baare Zahlung versteigert werden, als: 1) drei Kühe, 2) zwei Rinder, 3) ein altes Schwein mit 7 Ferkeln, 4) ein Wagen, 5) desgl. ein kleiner, 6) Pflug und Egge, 7) Wirthschafts- und Hausgeräthe. Bemerkt wird, daß mit dem Vieh der Anfang gemacht wird. Heuchelheim, den 13. April 1869. Großherzogliches Ortsgericht Heuchelheim. , J^n g. 3267) Ein größerer und kleinerer Con- firmanden-Anzug ist zu verkaufen bei _______Louis P i m p c r II. 3319) Ein gut gehaltener Wiener Flü- gel wird wegen Mangels an Raum billig abgegeben. Das Nähere bei der Expedition d. Bltts._________________________________ 3265) Eine Partie kleine Kartoffeln werden billigst verkauft bei Sophie Blank, Wittwe, Neustadt (Oswald's Garten). 75 Schichthaufen Nadel -Durchforstungs- Neisholz, 1838 Wellen Nadel-Durchforst.-Reisholz. Die Zusammenkunft ist im District Hirschheck. Frankenbach, am 10. April 1869. Der Bürgermeister: __Kraft._______ Himmerspäne werden Besondere Bekanntmachungen. 91 u f f 0 r b e r u n q. 3316) Ansprüche jeder Art an den Nachlaß der verstorbenen Carl Christ Wittwe dahier sind binnen 14 Tagen schriftlich anzumelden, sollten solche bei der Ordnung des Vermögens derselben Berücksichtigung finden. Grünberg, den 7. April 1869. Großherzogliches Landgericht Grünberg. Erdmann, Eckstein, ________Landrichter. Landger.-Assessor. D>e Schutzpocken-Jmpfuilgen. 3258) Rach einer uns gewordenen Mittheilung wird Großherzoglicher Kreisarzt Herr Medicinalrath Dr. Stammler vom 1. Mai bis 15. Juni und vom 1. September bis 15. October d. I. jeden Mittwoch und Samstag, Nachmittags 2 Uhr, in seiner Wohnung Schutzpocken-Impfungen unent- gttdlich vornehmen, was wir hiermit zur Kenntniß der hiesigen Einwohner bringen. Gießen, den 9. April 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Feilgebotenes 3309) Gute Früh- und Spatkartoffeln sind zu verkaufen bei ______Jer. Becker Wittwe, Neuenweg. 3249) Eiserne Garteiinröbel: Tische, Bänke, Stühle u. a. mit Sprungfedersitzen empfiehlt_____________I. G- D. Bapft. 3320) Eine große Partie Crinolinen und Reisröcke sind mir zum Verkauf übergeben und gebe ich dieselben, um schnell damit zu räumen, auffallend billig. ____________________ E- Eich en berg. 3269) Auserlesene gute Kartoffeln billigst bei Gg. Jughardt. bens, Herstellung von Mauerwerk, Legung von Steingutröhrcn, veranschlagt zu......120 fl. 30 kr. 2) in Schreinerarbeit, veranschlagt zu......1 „ 56 „ 3) in Schlosserarbeit, veranschlagt zu......1 „ 48 „ auf unserer Geschäftsstube an den Wenigst- fordernden vergeben werden. Gießen, den 9. April 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ______________Vogt.___________ 3340) Auf Antrag des Abraham Stein dahier wird Donnerstag den 15. April, Nachmittags 1 Uhr, ein braunes Wallachpferd in dessen Wohnung öffentlich an den Meistbietenden versteigert. Heuchelheim, den 12. April 1869. Großherzogliches Ortsgericht Heuchelheim. Jung. Betreffend: Die Gebühren für Benutzung der städtischen Lastwaage . 3299) Mit Genehmigung Großherzoglichen Kreisamts sind die Gebühren für Verwiegungen auf der städtischen Lastwaage wie folgt herabgesetzt worden, nämlich: 1) von Kartoffeln, Steinkohlen, Coaks, Braunkohlen, Baumaterialien, Eisen, altem Papier, Lumpen, Knochen, Kalk, Eisensteinen und Tabak pr. Ctr. auf.........1/4 kr- 2) von jedem Stück Vieh auf . 6 „ Sodann wurde bestimmt, daß von jeder Verwiegung mindestens 6 fr. Gebühren auch dann zu entrichten sind, wenn sich solche nach dem Gewicht geringer berechnen sollten. Diese mit dem Erscheinen im Anzeiger in Wirksamkeit tretende Ermäßigung wird zur allgemeinen Kenntniß gebracht. Gießen, den 12. April 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. 3298) Das Auf- und Abschlagen des Geländers um den Badeplatz in der Lahn soll Freitag den 16. April 1869, Vormittags 9 Uhr, vergeben werden. Gießen, den 13. April 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ______________Vogt.____________ 3341) Die unter dem 8. und 9. d. Mts. im Freiherrlich v. Rabenau'schen Walddi- ftrict Niederseilbach bei Treis a. d. L. abgehaltene Eichen-Brenn- und Stammholz- Versteigerung ist genehmigt. Die Abfuhrscheine können am 19. d. Mts. bei der Rentei Londorf in Empfang genommen werden und erfolgt die Ueberweisung des Holzes Mittwoch den 21. d. Mts., Morgens 9 Uhr. Londorf, den 12. April 1869. Der Rentmeister: W. Engel. Gartenmöbel in Guß und Schmiedeisen, - @aSeÄ?K?'®cetcinfaffun6cn' Männer-Bade-Verein 8t z 327! im 'Jett m Lethen. M öiimme H e ii 3291) z Hamburg. (3277) pilial a. 6 b. P e.A X fl 3285) Va 3270) Eine Partie Bux zum Aussetzen ist billig abzugeben bei ... 3274) Das Repariren und Ueb erseh en von Schirmen wird prompt und 3296) Donnerstag den 15. April: Generalversammlung etwa 25 Ctr., sowie gegen 6 Ctr. Grummet, liegen in der Schulscheuer zu Mainzlar zu verkaufen. _ _ jtriwt E btn überall^ fy6trWnD 80 pCt. unter dem Fabrikpreise habe ich eine Partie zurückgesctzte feinere Tapeten zu verkaufen. (3305) ________________________ Carl Frech. Die flen Pram Wß- und und gewähr toügsiori Für Einsteher. 3257) Das Agenturen- und Commissions- Geschäft von Josef Ehrlich in Mainz empfiehlt sich den Herren Unteroffizieren, welche demnächst ihr Eintrittsgeld empfangen werden, in sicherer und vortheilhafter Anlage ihrer Capitalien durch erste Hypotheken mit wenigstens 6 pCt. Zinsvergütung. Für Damen! 3266) Wollene und seidene Stoffe wer- den coffrirt bei H- Renner. Gesu ch t. 3332) Ein, auch zwei Schneidergesellen finden auf Stück Beschäftigung; auch kann ein braver Junge in die Lehre treten. Joh. Becker, Herrenkleidermacher, Asterweg.____ <$ VW 3^ 3290) Zu 7500 ft, 4000 fl. und 3000 fl sind Häuser unter guten Zahlungsbedingun- Chr. Wallenfels, am Markt-Igen zu verkaufen durch Elias Meier. 0fn und fCj V t . '■ I Originnl-Staats-Prämicn-Loose I sind überall gesetzlich zu spielen gestattet! j Allerneueste Capital - Wertoosmrg, I garantirt und genehmigt von hoher 8 Staatsregierung, in der nur Gewinne I gezogen werden, nimmt am lOten k, Mtö. I ihren Anfang. Der in obiger Staats- I verloosung zu entscheidende Betrag ist ä ein Capital von I Einer Million 390,000 Thaler, I und finden diese in folgenden größeren I Gewinnen ihre Ausloosung: s £Mr. 100,000* 00,000. 10,000. S 20,000 12,000. 2 a 10,000. 8 2 ä 8,000. 2 a 0,000. 2 ä | 5,000. 1 ä 4,000. 3 a 2,500. 8 12 ä 2,000 23 a 6,-500. 105 ! ä 1000. 158 ä 100. 21 ä 300. i 271 ä 200. 350 ä 100 und p viele andere Gewinne ä 80 und | (»0 Thlr. :c und deckt der kleinste | Gewinn jedenfalls den Einsatz. | Die Gewinne sind bei jedem Bank- s Hause zu erheben Originallvose (feine# L Promessen) ä 4 Thlr., ä 2 Thlr., ä 11 Thlr. werden gegen Baarsendung, auf S Wunsch auch gegen Postvorschuß, selbst g nach den entferntesten Gegenden, prompt I und verschwiegen von mir versandt. Ge- I winngelder und amt-liche Ziehungs- I listen sende sofort nach Entscheidung je- K dcm Betheiligten zu. g In nücrucucftcr Zeit zabltc ich i in hiesiger Gegend wiederum über B 200,000 Thaler aus, daher bei ■ mit der Zudrang zu Originale k Staatslooscn so enorm groß ist, k daß ich daraus ausmerksam mache, ?daß man wcrthc Ansiräge uuge- 8 säumt cinscndcn wolle. .S. Mammana, Bank- u. Wechselgeschäft. Weißer flüssiger Leim von E. Gaudin in Paris. 3283) Dieser Leim, welcher ohne Geruch ist, wird kalt angewendet bei Porzellaine, Glas, Marmor, Holz, Kork, Pappendeckel, Papier re. Vorräthig ä Flacon 14 kr. in Gießen bei Julius Wallach, am Markt- 3255) Sehr gute Setzkartoffeln empfiehlt G- Bernhardt, Wallthorstraße. IQvynatß iaq ui uuvmas^ pq Pij PQutid(I ^vpaqai?ß at$ 9 xn;Z) e zJdq)n)pv@ 3245) Zwei Familienlogis sind zu ver- iethen. Näheres bei der Exped- d- Bltts. —------- , 3343) Im B rühl'schen Hause am Canz- -----Q97T1 Tnurtcil in der reichbaltiasten Auswahl, von 8 kr. leiberg ist ein möblirtes Zimmer mit Cabl- o4Garteuwerkzeuge, Spritzen rc., UM ' ** tAA * a -- a a W A | (3326) bei Emil Pistor. , 4 J I, 4 4 n W * 3324) Ein gut erhaltenes Triebviertel ist 81 vv /9 auf mehrere Jahre zu verpachten. Näheres aiQ *ai CI siq ZI uoa zpaiq % 'quvcuuiaz im Balser'schen Hause im ersten Stock in ' '-am 'ilnmiaa ualia.1^ uavinia auatzaü den Neuenbauen. -Pvu n? qiicu 'jpJ uaqiacu -sta^avqv laqaiai pojoj aaPjam 'quoai BevMiethUNg N -INSA quil UOa aaynvpßuia U1Z ÜlSS 3306) Im Seipp'schen Hause am Sel- tersweg ist ein möblirtes Zimmer mit &a-- VlinqjvliyUUUjj^g lbinet zu vermiethem_____________ 3329) A n Seltersberg ist an einen ruhigen Herrn eine möblirte Stube mit Ca- binet zu vermiethen. Näheres bei der Ex- pedition d. Bltts.____________________ 3254) Im zweiten Stock der Restauration Bramm ist ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen.__ 3308) Bei Metzger Geismar in der Neustadt ist von Johanni an ein Bodenraum zu vermiethen. Auch ist daselbst ein Haufen Mist zu verkaufen.______________ 3246) In unserem Hinterhause ist ein Familienlogis zu vermiethen und am 1. Juli beziehbar.________________Flick -r«. sowie ein Mansarden-Zimmer, Avoth. E. L. Harb; IN Butzbach bet Val. äBicpkr, tn Frledbeis “«L vermiethen bei Wittwe Martin. W. Fertsch; in Hungen bei A. Buch ; in bei H. C. Bingmann. (33-.Ö) - —— 3282) Euer Wohlgeboren ersuche ich hiermit ergebenst, mir für Patienten wiederholt 7 Töpfchen Ihrer höchst vorzüglichen Bruchsalbe zu senden, und zwar von der schwächern Sorte 2 Töpfe, von der stärkern 5 Töpfe. Die bis jetzt von Ihnen erhaltenen Portionen haben den nie geahnten günstigen Erfolg gehabt, und ist mithin durch Sie der leidenden Menschheit ein Mittel geworden, welches nicht nur allen Theorien spottet, sondern auch die bruchkranken Mitmenschen Ihnen mit nicht zu beschreibenden Worten dankend segnend verpflichtet sind. Steudnitz-Siegcndorf, Kreis Hay- nau, Preußisch-Schlesien, 31. Juli 1867. Or. Sträubt. Diese durchaus unschädlich wirkende Vruch salbe von Gottlieb Sturzenegger in Herisau (Schweiz) ist in Töpfen zu 3 fl. nebst Gebrauchsanweisung und Zeugnissen ächt zu beziehen sowohl durch den Erfinder selbst, als durch Hrn. I. B. Lindt, Apotheker, Schnurgasse 58, in Frank- furt a. M._______ 3325) Dunggyps und künstlicher Dünger bei Emil Pistor. 3288) Mehrere Gärten, Aecker und Wiesen sind zu verkaufen durch Elias Meie r. 3261) Ein Stück Land im alten Feld ist ‘ zu verkaufen. Näheres bei der Expedition dieses Blattes. 3251) Eine möblirte Stube mit Kabinet ist zu vermiethen bei ___________I. Hassenteufel Wittwe. 3328) Ein freundlich möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei Fr. Bieler, am Kreuz. Cafe Ebel. 3297) Don heute an ist meine Gartenwirthschaft mit neu herge- richteter Kegelbahn eröffnet. Gießen, den 15. April 1869. W. Mosler. 3247) ICin tüchtige? Haus bursche wird gesucht von A- Zinßer, im Garten. 3256) Ein Pferdeknecht wird gegen gu- ten Lohn sofort gesucht bei ___________F. Textor, auf der Hardt. 3252) Ich suche einen, auch zwei brauchbare Vtechaniker - Gehülfcn zu alsbaldigem Eintritt. Ehr. Jung, NieckanikuS- 3303) Ein möblirtes Zimmer mit Ca^ binet ist in meinem vormaligen Hause hinter der Kirche zu vermiethen. _____Wittwe Marguth. 3248) Ein möblirtes Zimmer mit Cabb inet ist zu vermiethen bei Hofger.-Advocat Krauskopf. Wodmmgsvermldenmg. 3313) Einem geehrten Publikum zeige ich ergebenst an, daß ich von jetzt an in der Wallthorstraße, vis-ä-vis dem Cafö Leib, wohne. Zugleich empfehle ich mich in allen in mein Fach einschlagenden Artikeln hiermit bestens. Fr. Willdstrumpf, Spengler. 3312) Ein braver Junge kann bei mir in die Lehre treten. Fr. Willdstrumpf, Spengler. 3304) Ein geübter Scribent kann den 1. Mai bei mir eintreten. Dr. G- Schwarz, ______________________Hofger.-Advocat. 3331) Ein zuverlässiges Ladenmädchen und ein Zapfjunge finden sogleich Stelle bei G. Schmehl, am Brand. billigst besorgt. Stoffe liegen zur Auswahl bereit. ___________ H. Hoch stätter Wittwe. 3275) Ein braves Mädchen wird gegen hohen Lohn in Dienst gesucht. Nähere Aus- lunft erthcilt die Exped. d. Bltts-___________ 3268) Von den beliebten cußlifcf)enjein gedrehten Strickwollen empfingen wir Sendung in den neuesten Modefarben und Melangen und ließen zur größeren Auswahl eine vollständige Musterkarte beifügen, so daß wir alle Wünsche, unter billigster Preisstellung in dieser Branche, rasch ausführen können. Gleichzeitig empfehlen wir weiße englische, Ringel- und farbige Strickbaumwolle, sowie fertige Beinlängen für Kinder in Rechts und Rechts, in weiß und farbig. I. A. Busch Söhne. 3292) Circa 30 Ctr. Heu verkauft Conrad Schmidt, ___________________Mäusburg._____ 3344) Eine Kalesche, viersitzig, noch fast neu, ist zu verkaufen durch Elias Meier. Vecmifchts Wnzeigen. Wohmrngs-Anzeige. 3333) Von jetzt an wohne ich im Gasthof zum Einhorn. Anmeldungen zum französischen Unterricht werden täglich entgegengenommen. E. Riquiez. 3307) In der Nacht vom Montag auf Dienstag wurde mir von frevelnder Hand ein Fichtenbäumchen vor meinem Wirths- locale abgeschnitten. Wer mir den Thäter der Art namhaft zu machen im Stande ist, daß ich denselben gerichtlich belangen kann, erhält unter Zusicherung strengster Verschwiegenheit eine angemessene Belohnung. __________Hermann Herbert. EIMisstmelü-Aiyeup 3280 > Einem geehrten Publikum in und um Gießen die ergebene Anzeige, daß ich am hiesigen Platze ein Herren- und Knahen-Garderoben-lager, verbunden mit einer Fabrik von Herren und Damen-Wasche, sowie Lager von Leinen, Drell, Damast rc eröffnet habe- Mein eifrigstes Bestreben wird dahin gerichtet sein, allen an mich gestellten Forderungen aufs Prompteste nachzukommen, und durch reelle, bistigste Bedienung mir das Vertrauen des ge- ehrten Publikums zu erwerbeu- Mein Lager befindet sich einstweilen im Hause der Herren gebt. Wenzel im 1. Stock und bleibt am Samstag geschlofiem Hochachtungsvoll l8l. A» Blumeiifcl<1 MW 1 unbuTbeF: «Prompt und V\V. ulung ^nadehaus. fts« »nb -E>tand. Äü Par. B'w». 6^-$ort= — ü l lex. )cr. J,4 ™ Main, &*tren, t9‘lbtmjjan: ’M'ilHta Sb* sw °ahl bereit. ütler Wittwe, den wird gegen ; labere Aus- N/tts. ’n! 5 Stoffe wer; '?• Kenner. t. ^näbtx^M mg; auch kam bre treten, tnfleibennadier, ü-_________________ leL au iß meine t neu herze« cojfnet. Spril 1869. Mosler. iausburfdie wirb ; e r, im Gatten. wirb gegen gu- tu* der Hardt- iud) zwei brauch- ju alsbaldigem j, Hleämikus- imlen-Loose I -itlcn c I loofuilff/l [Qt von W\ r nur Envmr ; am Mts. obiger Staats; -enbe betrag tst 1,000 Thaler, -enden größeren : i,>oo. i»3 )O. ■-'! 8 iOO. » 100 Md •«nr a NO UNd rftwflM“ @c, ::7“r N «,« lvitvcrurn - naher.01 s.tzZ itüiHW wollt- !!>*■ ibukg' (3310) Die Magdeburger Hagelversicherungs - Gesellschaft, Grund-Cnpital: Drei Millionen Thaler, in 6000 Stück Acticn, wovon bis jetzt 3001 Stück emittirt sind, versichert Bodenerzeugnisse aller Art gegen Hagelschaden zu festen Prämien. Nachschußzahlungen finden uicht statt. Die Entschädigungs-Beträge werden spätestens binnen Monatsfrist nach Feststellung derselben voll ausgezahlt; die prompte Erfüllung dieser Verpflichtung wird durch den bedeutenden Geschäfts- ttmfana, durch das Grund-Eapital und die Reserven der Gesellschaft verbürgt. Seit ihrem fünfzehnjährigen Bestehen hat die Gesellschaft 457,988 Versicherungen abgeschlossen und 5,326,659 Thaler Entschädigung gezahlt. Die Versicherungs-Summe im Jahre 1868 betrug 59,788,007 Thaler. iic unterzeichneten Agenten nehmen Versicherungs-Anträge gern entgegen, und werden jede weitere Auskunft bereitwilligst ertheilen. Gießen, im April 1869. Cchternach Lt Haustein, Sich, „ „ „ IE». Zimmer, t-ond-rs, „ „ „ I- 4? Schmidt, Agenten der Magdeburger Hagelversicherungs-Gesellschaft, zugleich Agenten der Magdeburger Fruerverficherungs-Gesellschast. 8 Deutscher Phönix, Vor li d)crun g o-G e feil sch all in Frankfurt, versichert Mobilien, Maaren, Felderzeugnisse rc. zu sehr billigen Prämien und unter den liberalsten Bedingungen. Der Unterzeichnete hält sich beim Abschlüsse von Versicherungen bestens empfohlen. _______________________I. Appel. Wilsche Feuerwehr. 3279) Samstag den 17. April, Abends 8 Uhr: Generalversammlung im Biersaale von Ehr. Lonu. Der Hauptmann- f GewerbvereiN. Zur statutenmäßigen Beamtenwahl und Abhör der Rechnung vom Jahre 1868 findet Donnerstag den 15. d. Mts., Abends 7 Uhr eine General-Versammlung ftn Vereinslocale statt._________________________ Der Vorstan d. SchlcstlchkFkUkrvcrsichrrnngsgrsellschafl in Breslau. -Summe der im Jahre 1867 geschlossenen Versicherungen fl. 626,776,120. G a r a n t i e m i t t e l : a. Grundkapital . ...... . . fl. 5,250/000. b. Prämien-Ginnahmen im Jahre 1867 „ 1,660,730. c. Reserven aus 1867 .....504,763. fl. 7,215,493. Die Gesellschaft versichert bewegliche Gegenstände jeder Art, zu festen und mäsii- tzien Prämien gegen Feuersgefahr unter liberalen Bedingungen. Sie leistet ferner Fluß- und Eisenbahn - Transportversicherungen, Spiegelglas - Versicherungen und gewährt durch ihre Abonnements-Policen besondere Vortheile. Prospecte und Antragsformulare werden durch die unterzeichneten Agenten gratis ertheilt. 3, B'ck, in Gießen, PH. Garde, in Friedberg, H. Dietz, in Kestrich bei Alsfeld, E. Ruckelshansen, Gemeinde-Ginnehmer in Elpenrod, L. Halberstadt jun. in Münzeuberg. Offerten wegen Uebernahme von Agenturen bittet man an die General-Agentur Darmstadt zu richten.________________(3284) 3278) Ich habe jetzt meine Dienstwohnung, neben der Entbindungsanstalt, bezogen. Sprechstunden: Morgens von 9 bis 10 Uhr, Nachmittags von 3 bis 4 Uhr. Prof. Dr. med. F. Birnbaum. Leliensversicherungsbank f. D. in Gotha. 3286) Versichcrungsftand...........^l'annnnn Effectiver Eapitalfonds......... 25,JüO(JOO ,, Versicherungen werden vermittelt durch A. Nicker, Buchhandler m Gießen. | Epileptische Krämpfe (Fallsucht) heilt der Specialarzt für Epilepsie l>r. O. Killisch in Berlin, jetzt Mittel- Strasse JVr. (». — Auswärtige brieflich. Schon über Hundert geheilt. 3285) Die Vaterländische Feuer - versicherungs - Actien- Gesellichaft zu Elberfeld, gegründet im Jahre 1 8 2 3, sGavantie-Capitsl: 3,500,000 fl.), übernimmt Versicherungen gegen Feuersgefahr auf Mobilien, Früchte, Vieh rc. zu billigen und festen Prämien. . Die unterzeichneten Agenten erthetlen gern nähere Auskunft und nehmen Versicherungen entgegen. Gießen: Hoffmann. Ftrma: Earl Hoffmann. Steinbach: Nicolaus, Kreisbote. Haasenstein & Vogler Zeitungs-Annoncen-Expedition g in FRANKFURT AM MAIN. Filialffeschäfte: in Basel, Berlin, Hamburg, Leipzig, Wien. | 3272) Den geehrten Damen bringe ich zur Nacbricht, daß mein Geschäft während der Saison bis Abends 10 Uhr geöffnet bleibt. Wilbelmine Fuhr. 3293) Ein junger Kaufmann, welcher täglich noch einige Stunden frei hat, sucht passende Beschäftigung. Gefällige Offerten unter A. G. besorgt bte Exped. d. Bltts. 3335) Ein geübter Schuhmachergeselle kann in Arbeit treten bei ______________Tb- Schneider. 3273) Ich suche einen braven Jungen von auswärts bis zum 1. Mai in meine Wirthschaft- I. Göbel. 3330) Noch mehrere Milchlieferanten ücht_________G- S ch m ehl, am Brand. 3281) Eine Küfergeselle kann in Arbeit und ein Junge in die Lehre treten bei __________________Küfermeister Faber. 3253) Ein guter Arbeiter kann dauernde Beschäftigung erhalten und ein braver Junge in die Lehre treten bei ________Ernst Möser, Schuhmacher. 3294) Von einer renommirten deutschen Lebens - Versicherungs - Gesellschaft wird für Gießen ein thätiger Agent gesucht. Offerten unter R. Nr. 30 besorgt die Exped. d. Bl. 3336) Ein Kellnerlehrling zum baldigen Eintrittgesucht im Rappen. 3244) Einen kräftigen Hausburschen sucht _________________________Fritz Fürst. 3337) Ein braves Kindermädchen wird zum baldigen Eintritt gesucht- Wo? sagt die Exped. d. Bltts. Abschieds - Concert im Locale der Louis Busch Willwe. 3338) Heute Donnerstag, den 15. April: Musik- d- Gesang- Soiree des Komikers und Mimi kers Simmedinger, genannt der „Schwa b", in Gesellschaft der Familie Müller. Anfang 7 Uhr (Bei günstiger Witterung im Gartenlocale.) 3289) 3000 fl. liegen gegen hypothekarische Versicherung zum Ausleihen bereit durch Elias M eier. (Eingösandt.) Ein Vorfall, der sich ohnlängst wieder in der Mäusburgstraße ereignete und beinahe, in Folge der Enge dieser Straße und der Ueberladung mit Fuhrwerk, mehreren Menschen schuldlos das Leben gekostet hätte, veranlaßt uns, darauf aufmerksam zu machen, wie dringend nöthig cs ist, den Verkehr in dieser sehr engen Hauptstraße zu erleichtern. Fortwährend passtrcn dieselbe regelmäßig zu und von allen Zügen der Eisenbahnen die Wagen der Gasthöfe und die Droschken, ferner die Postwagen und die, den Dienst zwischen Stadtpost und Postamt vermittelnden Wagen, die Chaisen von Privaten der Stadt und Umgegend, die Fuhrwerke der zahlreichen Fabrikanten, Spediteure u. s. w., endlich Vieh und Oekonomie- Fuhrwerk aller Art. Dieser Verkehr wird aber, zumal für Kinder, dadurch häufig ein höchst lebensgefährlicher, daß die in großer Anzahl durch das Neuenweger Thor aus und ein passirenden Fuhrwerke vom Lande ihren Weg auf den Marktplatz, Kirchenplatz, Lindenplatz, nach der Neustadt und der Wallthorstraße zumeist ebenfalls durch die Mäus- burg nehmen müssen, weil die Schulstraße hierzu viel zu eng und ungeeignet ist. Der nächste Weg für alle diese Fuhrwerke vom Lande, sowie für die hiesigen Oekonomie-Fuhrwerke aus der Neustadt, dem Wall- thor und Markt, welche vor das Neuenweger Thor und zurück bestimmt sind, führt aber durch die Schulstraße und wird der natürliche Verkehr durch dieselbe erfolgen, sobald die so nothwendige und längst beschlossene Eröffnung der Schulstraße endlich zur Ausführung gelangt, wodurch die lebensgsfährliche Verkehrs - Ueberhäufung in der Mäus- burg sehr wesentlich vermindert und ein dringender Mißstand beseitigt wird. Seine Hoheit der Fürst von Rumänien, die Ehrbarkeit und achtbare Stellung des Königlichen Preußischen Eommissions - Rath Herrn Johann Hoff in Berlin be rücksichtigend, sowie den ausgezeichneten Ruf, den sich dessen Haus in seinem Fache erworben, haben geruht, denselben als Beweis Höchstseiner Huld den Titel als Hoflieferant Seiner Hoheit des Fürsten Karl I. von Rumänien zu verleihen. Bucharest, den 6/2ü März 1869. Der Hofmarsckall Philipcsco. T e l e q r a p b i s ch e r Bericht, mitgetheilt von dem Haupt-Agenten C. W. Dietz. Das Postdampfschiff des Nordd. Lloyd Main, am 27. März von Bremen abgegangen, ist am 9. April, Morgens 9 Uhr, nach einer sehr schnellen Reise wohlbehalten in New-Aork angekommeu. Darmstadt, 11. April. Heute Mittag fand die Einweihung ter Riedbahn von hier bis Gernsheim statt. Ministerpräsident v. Dalwigk und der Präsident des VcrwaltungSrathes, Dr. Parcus, begrüßten an den verschiedenen Stationen die Gemeindevorstände, welche sich dem Zug anschlossen. N ch halbstündigem Aufenthalte in Gernsheim, woselbst die Hafenanlagen besichtigt wurden, fand die Rückkehr nach hier statt und vereinigten sich die Festtheilhaber zu einem Diner im „Gasthof zur Traube". Auffällig war, daß, ungeachtet der Direktion der Main- Neckar-Bahn eine Einladung geworden, kein Mitglied derselben sich bei der Fahrt oder bei ter Festfeier beteiligte. Die erforterliche Verfügung Seitens des Ministeriums, betreffs Eröffnung der Bahn am 15. d. M. für den Personen - und Güterverkehr, soll gutem Vernehmen zufolge heute erfolgt sein. Darmstadt, 12. April. Der Finanzausschuß zweiter Kammer hat Bericht über verschiedene Petitionen, betreffend den Neuband von Eisenbahnen, erstattet, u. A. auch über den Antrag des Abgeordneten Zentgraf wegen Weitersührung der Odenwald- bahn von Höchst bis auf die projectirte baierische Bahn bei Obernburg. Der Antrag des Ausschusses geht dahin, mit Rücksicht auf die gegenwärtige Sachlage dem Anträge keine Folge zu geben. Ein gleiches Schicksal ist den Petitionen der Gemeinden Dietzenbach, Münster, Ober- und Nieder-Roden, Urberach u. A. wegen Fortführung der Odenwald- badn von Umstadt nach Offenbach beschieden. Darmstadt, 13. April. Der Professor an dem tönigl. sächsischen Gymnasium zu Dresden, Dr. R. Baltzer, hat einen Ruf als ordentlicher Professor in ter ph.losophifchen Facultät der "andeSumversität, insbesondere für das Lehrfach der Mathematik, erhalten und angenommen. Berlin, 10. April. In der heutigen Sitzung des Reichstages fand die erste Berathung des Ge- sktzentwuifes, die Errichtung eines obersten Gerichtshofes für Handelssachen betreffend, statt. Die Vorlage wurde lebhaft befürwortet. Wlndhorst erklärte sich gegen dieselbe, da er glaube, daß dazu erst Vereinbarungen ter Regierungen unter einander noth- wendig seien. Der StaatSminister v. Friesen erklärte, daß weit über zwei Drittel der BundeSratbsrnitglie- der die Vorlage angenommen hätten. Letztere sei von der sächsischen Regierung hauptsächlich deßwegen eingebracht worden, weil auch die Einführung des Wechselrechts als Bundesgesetz eine einheitliche Handhabung dieses Rechts unbedingt nothwendig erscheinen lasse. Leipzig als Sitz des Gerichtshofs wäre nur aus Zweckmäßigkeitsgründen vorgefchlagen. Die Uederweifung der Vorlage an eine Commission wurde ab^elchnt. Berlin, 10. April. Das Wohlcommil6 der Partei Oppenheim in Friedberg hat wieder eine Reklamation gegen die Wahl des Abgeordneten Buff an den Reichstag vom Stapel laufen lassen, die schon aus rein formcUem Grunde unzulässig scheint. Jedes Reciamiren und Queruliren muß einmal in der Welt fein Ende haben, und so bestimmt §. 4 der Geschäftsordnung des Reichstags, Absatz II: „Waplansechtungen und Einsprachen, welche später als zehn Tage nach Eröffnung des Reichstages, und bei Nachwahlen, die während einer Session stattfin- ten, nach Feststellung des Wahlergebnisses erfolgen, — bleiben unberücksichtigt." Danach kann man sich in Friedberg sagen, was von dieser Reclamation zu erwarten ist, — einfach nicht s. In B ziehung auf die erste, rechtzeitig eingebrachte Reclamation hat die Verhandlung vor dem Reichstage festgestellt, daß der Anfechtung der Form der Stimmzettel keinerlei Bedeutung beizulegen — und in dieser Richtung ist die Reclamation bereits vom Reichstage verworfen. Beanstantet ist die Wahl nur, wie dieß jedesmal in allen Fällen geschieht, wo Reclamationen wegen Irregularitäten bei der Wahl eingebracht werden. Nur wegen dieser behaupteten Irregularitäten ist eine Unteisuchung ungeordnet; die betreffenden Acten sind zur Zeit von dem Bundeskanzler-Amt noch nicht an die Großherzogl. Höfische Regierung abgegeben worden. Jemehr nachträgliche, — wenn auch formell unzulässige — Reclamationen noch einlommen, desto länger wiro sich diese Abgabe hlnausschieben muss n, — desto später die Untersuchung beginnen. Gotha, 12. Ap il. Soeben eingetroffene Nach- I richten aus England melden, daß in diesem Sommer zw0 englische Expeditionen (die eine unter Lamont, die andere unter Eapitän Palliser) nach den Polar- gcgenten gehen. Paris, 12. April. Nachts. (Verspätet- eingc- gangen.) In der Sitzung des gesetzgebenden Körpers fand die Debatte über das Amendement, bctr. die Aufhebung der großen Militärcommando's Statt. Der Kriegsminister Marschall Niel wies bei der Ver- theidigung dieser Institution darauf hin, daß man vermöge derselben binnen acht Tagen 600,000 Mann auf den Kriegsfuß stellen könne; der Minister con- statirte jedoch, daß zur Zeit 28,000 Mann von dem (Kontingente und 11,000 Freiwillige auf unbestimmte Zeit in die Heimath beurlaubt seien. Paris, 12. April. Der Kaiser hat an den Staatsminister einen Brief gerichtet, tn welchem er sagt: „Am nächsten 15. August werden es hundert Jahre sein, daß der Kaiser Napoleon geboren wurde. Während dieser langen Periode haben sich wohl Ruinen angehäuft, aber die große Gestalt Napoleons blieb aufrecht. Sie ist es noch, welche uns leitet und uns beschützt. Sie ist es, welche es mir möglich macht, aus Nichts den hundertjährigen Geburtstag des Mannes zu feiern, welcher die Franzosen die große Nation nannte, weil er in ihnen jene mann- lieben Tugenden entwickelt hatte, welche Reiche zu gründen vermögen. In dieser für mich heiligen Pflicht wird sich das ganze Land mit mir vereinen. Nach meinem Dafürhalten werden wir am Besten dieses nationale Jubiläum ehren, wenn wir den alten Waffcngefährten Napoleons I. eine ihr Wohlbefinden vermehrende Gabe zuerkennen." Der Brief des Kaisers gibt die Mittel an, um jedem der Militärs der Republik und des ersten Kaiserreichs eine Pension von 250 Francs zu gewähren. Der Kaiser fügt hinzu, er hoffe, daß der gesetzgebende Körper denken werde, wie er, kenn in einer Epoche, in welcher man sich über daS Zunehmen skeptischer Ideen beklage, werde es angemessen sein, patriotische Aufopferungen zu belohnen und sie den neuen (Generationen in Erinnerung zu bringen. Das Gedächtniß an große historische Thaten zu erwecken, heiße den Glauben an die Zukunft wieder beleben, und dem Andenken großer Männer zu huldigen, eine der glänzendsten Manifestationen des göttlichen Willens erkennen. Rom, 11. April. Der Papst hat heute Morgen 7j/2 Uhr am päpstlichen Altar von St. Peter vor einer unermeßlichen und tiefbewegten Versammlung eine stille Messe gelesen. Hierauf erfolgte das Tedeum und ter päpstliche Segen vom Altar aus. Nach der religiösen Feier nahm Pius IX. mit den Würdenträgern des Hofes und dem diplomatischen Corps ein vom Capitel von St. Peter veranstalte- tes Frühstück ein. Rom strahlt im Festschmuck; das Wetter ist herrlich. Eine Amnestie ist gewährt, in welche auch die politischen Gefangenen mit einbegriffen sind. Madrid, 11. April. Die „Correspondencia" (daS Hauplorgan für Montpensier's Kandidatur) sagt, daß der Herzog von Montpensier sich um die Krone Spaniens nicht bemühe, und daß er sie nur von den Cortes nach vorgenommener Abstimmung angenommen haben würde, und in der Absicht, die durch die September-Revolution geschaffene neue Aera, welche er als Spanier und als Soldat stets zu ver- theidigen bereit fein werde, ihrem endgültigen Triumphe entgegenzuführen. Jetzt aber sehne er sich einzig nach Ruhe. Vermischtes. Giessen. (Sitzung des Gemeinde rat hö vom 8. April.) Anwesend: der Großh. Bürgermeister Logt, die Gemeinberathsmilglieder Petri, Heß, Hanstein, Gail, Wallenfels, Felsing, Weibig, Berg, Löber, Nagel, Rosenberg, Bücking und Silbereisen. In Betreff deS BavgesuchS deS Ludm. Schmitt von Wieseck beflimmt der Gemeinderath, daß der Weg vor der PH. Zörb- schen Hofrailhe eine Breite von 40 Fuß erhalten soll. Sodann beschließt er, daß der L. Schoutt den städtischen Platz nur dann erhalten soll, wenn er sein Gebäude an die Ecke des fraglichen Wegs gegenüber der Zörb'schen Scheuer errichtet. Der Gemeinderath erklärt, daß der Lehrer Braun, gleich dem Lehrer Beck, einen Ruhegehalt von 500 fl. erhallen |v(le. Der Gemeinderath nimmt Kenntniß von der Bersügung Großh. Kreieanites vom 24. März und beschließt auf Borschlag des Großh. Bürgermeisters, der neuen Straße links oberhalb der Wiesetzbrucke auf dem Seltersberg eine durchgängige Breite von 60 Fuß zu geben, und daraufhin von Wlttwe Ferber, 151>. Sil bereifen, Fr. LampuS und Ehr. Friebel Wlttwe das Gelände, welches zwischen der Straße und der Wieleckbö- schung liegt, vollständig zu erwerben. Die von dem städtischen Waagemeister beantragte Pflasterung der Auffahrten an der Waage soll vorgenommen werden; sodann wurde beschlossen, daß der Waagemeister verpflichtet sein solle, Wiegungen zu jeder Tageszeit von 5 Uhr Morgens an bis 8 Uhr Abends vorzunehmen. Der Gemeinderath beschließt, die Rückwände der Emporbühne in der hiesigen Stadtkirche unter der Leitung deS Großh. Beigeordneten Felsing mit Oelfarbe anstreichen lassen. Der Gemeinderath will die Hebungen der freiwilligen städtischen Feuerwehr gestatten; die übrigen Anliegen der Feuerwehr sollen dem Bauauöschuß zur Begutachtung überwiesen werden. 3n Betreff der Baugesuche des Fr. Deibel, E. Caspar und Dr. Königer will der Gemeinderath Einsicht von der Oertlich- feit nehmen lassen und dann Entschließung fassen. Die Ausführung der Entwässerung der Neuen Anlage soll versuchsweise versteigert und dem Gemeinderath von dem Er- gedniß Vorlage gemacht werden. Der Gemeinderath bestimmt, daß daS Fundament der Friedhofsmauer 6 Fuß Tiefe erhalten soll. Die übrigen Beschlüsse betreffen Angelegenheiten persönlicher Art. Gießen. (Oberhessische Eisenbahnen.) Zu der dahier abgehaltenen ersten Generalversammlung dieser Gesellschaft waren 39 Actionäre, welche 296 Stimmen vertraten, erschienen. Der von dem Vorsitzenden, Baron von Erlange/, erstattete Bericht über den Fortschritt und die Lage deS Unternehmens, constatirte, daß die Arbeiten, rascher als in der Con- cession und dem Bauvertrag vorgesehen worden, ihrer Vollendung entgegengehen, so daß die Strecke von Gießen bis Hungen und Grunberg voraussichtlich noch im laufenden Jahre eröffnet werden dürfte, während gegründete Hoffnung vorhanden fei, die Bahn noch im Laufe von 1870 auf hessischem Gebiete vollständig Herstellen zn können. Der Bauunternehmer, Director Lang, bestätigte diese Angaben, und sprach die Erwartung auS, daß die ganze Bahn noch im Laufe von 1871, mithin vor dem im Baucontract vereinbarten Termin, übergeben werden könne. Auf Anfrage deS Hrn. Bernhard Doctor aus Frankfurt, ob die Zins-Garantie der Actien eine so absolute sei, daß selbst, wenn in dem nach den Baucvntracten gar nicht vorauszusehenden Falle eine Priorität- Anleihe nothwendig werden sollte, die den Actien von der hessischen Regierung verbürgten Zinsen nicht veikürzt werden könnten, erwiederte der Vorsitzende, §. 15 der Concession bestimme ausdrücklich, daß, wenn eine Prioritäts-Anleihe nothwendig werden sollte, die Veizinsung derselben den Brutto Einnahmen zu entnehmen sei, mithin daS garantirte Nettoerträgniß davon gar nicht berührt werden könne. Der Bau der Bahn mittelst des ActiencapitalS fei übrigens durch die von den Bauunternehmern gestellte, Cau- tion genügend gesichert. Auf den von Hrn. Hofgerichts-Advokaten Dierp geäußerten Wunsch, daß in Gießen ein Vcrwal- tungs Bureau eingerichtet werde, erwiederte der Vorsitzende, dieß werde geschehen, sobald sich die Nothwendigkeit dafür ben ausstelle, jedenfalls vor Eröffnung des Bahnbetriebs. Schließlich wurde noch vom Vorsitzenden die Mittheilung gemacht, daß im laufenden Jahre keine weitere Einzahlung erforderlich sein werde. Offenbach, 9. April. Wie zahlreich Frankfurt von hiesigen Bewohnern am vergangenen Montag und Dienstag besucht war, mag die Zahl der Eisenbahnfahikarten beweisen; eS wurden nämlich an beiden genannten Tagen über 15,500 (Hin- und Rückfahrt) ausgegeben, am Dienstag Dritten Ostertag) mehr als am sogenannten „NickelcheStag". Rechnet man noch hinzu d>e vielen Personen, welche das Dampfboot hin und zurück befördert hak, und diejenigen, welche den Weg zu Fuße gingen, so ergibt sich eine noch weit höhere Ziffer. Frankfurt. Man kennt jetzt die Ziffer des Vermögens, welches der kürzlich verstorbene ZameS von Rothschild hinterlassen hat. Es beträgt ungefähr 1700 Millionen Francs. Bei der Schätzung wurde jedoch immer die niedrigste Summe angenommen. Herrieden. Der April wird bessere Witterung bringen als sein Vorgänger, wenn e.L^rd) seine sprichwörtlich gewordene Laune nie ganz verleugnet.'' Der europäische Luftocean ist zwar noch immer meist unter $m .mittleren Niveau, das Luftmeer unruhig und die Barometerdrsftrenzen sind groß, allein die Luftthäler nehmen eine andere Richtung und verlaufen statt von Irland nach dem schwarzen Meere, von Schottland gegen den bottnischen Meerhusen, so daß sie nicht mitten durch Central-Europa, sondern nördlich vorbeigehen. (Einrädriger Wagen) Der französische Maler und Mechaniker Eonrbet hat, französischen Blättern zufolge, daS Problem gelöst, einen einrädrigen Wagen zu construiren. Ein Rad von einem sehr geringen Durchmesser hat eine sehr starke und lange Querachse, von deren Enden zwei Arme auslaufen, die in Form eines Hufeisens als Gabel das Ra? umgeben' Die zwei Endspitzcn der Achse tragen ein Gewicht, welches das Rad im Gleichgewicht hält. Hinter dem Rade ist ein Sitz in Sattelform für den Kutschirenden angebracht. Das Pferd läuft knapp in der Gabel und verhindert schwankende Abweichungen des Radeü. (Was den Büffeln Freude macht.) Ein Blatt auS dem Westen Amerika's erzählt: Die Büffel fanden ein neues Privatvergnügen auf der baumlosen Prairie. Sie benutzten die Telcgraphenstangen. um sich die Haut daran zu reiben, waS der Telegraphen-Compagnie gar viel Schaden verursachte, denn die Drähte wurden Meilen weit zerstört. Einem von der Gesellschaft kam plötzlich ein Gedanke zur Abhulfe. Man sandte nach St. Louis und Chicago und ließ sich alle Spiekernägel senden, die man auftreiben konnte. Diese wurden nun von allen Seiten in die Stangen getrieben, so daß die scharfen Spitzen weit heranSstanden, damit den Busseln ihr Privatvergnügen verleidet würde. Aber niemals hat eine Compagnie sich mehr getäuscht gesehen, als die Prairie-Telegraphen-Ge- sellschaft. Die Spiekernägel waren den Büffeln gerade recht, und es kitzelte dieselben ganz besonders, sich ihre dicke Haut daran aufritzen zu lassen. Von allen Seiten kamen sie herangelaufen und sie bekämpften sich förmlich mit ihren Hörnern, denn ein jeder wollte der erste an der Stange sein. Zn kurzer Zeit lagen sämmtlzche Stangen und Drähte niedergebrochen, und die Telegraphen-Gesellfchaft bat seitdem keine neue Nachfrage nach Spiekernägeln angestellt. Die „Danz. Ztg." erzählt nachstehende Schulgeschichte. „Wie be.pt die Stute, welche König Wilhelm am Tage der Schlackt bei Königgrätz geritten hat?" so lautete die Frage eineS Schulraths im Reg. - Bez. Bromberg an die Kinder einer Elementar|chule bei Gelegenheit der Revision derselben. Da diese Frage die Kinder nicht zu beantworten wußten, selbst der Lehrer damit unbekannt war, so beantwortete der /. err Schul- rath leine Frage selbst dahin, daß diese Stute, wie bekannt, „Sadowa" heiße, sein Erstaunen nicht unterduckend über die Unwissenheit der Schulkinder in der neuesten vaterländischen Geschichte. *** Artigkeit. Herr: „Fräulein, ich verstehe Sie gar nicht, Ihr Herz ist so kalt, wie der Zanuar, eS friert Einem, wenn man Sie betrachtet." — Fräulein: „Kann ich dafür, wenn Sie das Einheizen nicht verstehen?" Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.