PceiS vierteljährlich 36 kr. mit Bringerlohn. Durch die Vost bezogen vierteljährlich 49 kr. Gießener Anzeiger. Erscheint wöchentlich drei- mal: Dienstags, Donner» stag» und Samstags. — Expedition: Canzleiverg 8it. B. Nr. <. Anzeige- und MltsKültt für den Kreis Hießen. L8KS Dienstag den U. Dccember Nr. 147 feit 11476) B-stelligen werden auf das Sorgstiltigste -usgeführt. ----- 75 Umbflmit zu räumen, verkauft ich einen großen Posten 8) Dienstag 9) Mittwoch 10) Donnerstag 1) Dienstag 2) Mittwoch 3) Donnerstag 4) Samstag 5) Dienstag 6) Mittwoch 7) Donnerstag 11487) Das zu dem Nachlaß des veK storbenen Oberrechnungs-Probators^ehr 15. 16. 18. 21. 22. 23. 28. 29. 30. Rindern, 11468) Ich empfehle Schra uben Schlitt schuhe ohne Riemen, sowie e^egrotze Auswahl Herren- und Damen-Schlittschuye w eleganter Montirung.^^ @cnner. Versteigerungen. Arbeitsverfteigerung. .. ।no-. Rrute, Dienstag den 14. d. Mts., 11493) »eu“'od)mittaa§ 1 Uhr ,.n Qllf der diesigen Bürgermeisterei die an dem W g nach Burkhardsfelden uorgesihene Mantr- und Chauisirarbnt, neranfchl. zu 3UV fl., öffentlich in Accard gegeben werden. Albäch, den 9. D-cember 1369. Gr°bb°rz°glich° Bürgermeister-, Albach. K. Schön, Bezirksbauaufseher. £/V*........ . " Ql Die^J^teressenten werden baljer aufö^for^ die^au Dienstag, Mittwoch und Samstag fallenden Zahltage für die Auswärtigen be- Bürgermeister werden ersticht, dieses in ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise bekannt machen zu IäJKn. Gießen, am 23. November 1869. Der Rechner der Spar- und Lechkast . Kehr. _______ 11492) Die Holzversteigerung vom g. und 10. December ist genehmigt Tue Adsubrscheine stnd vom 18. bis 31. Decem- der bei Großh. Rentamt Gießen einzu osen. Li- U-b-Äffung des Holzes findet am 20. D-c-mb-r, Morgens « Uhr, statt. ßSipfaen am 11- December 1869. G»hh°ri°°lich°,O^1örst-r-i Schiff-nberg. (11«3)_____ 11464) Eine Partie Herren-Plaids und DaEN-U.^ fd)loatüd)cr, worunter glatte und S^kUckte sm z Lkawls habe ich im Preise bedeutend herabgesetzt. Syawis, pcwe iw Heichelheim, Seltersweg C. 185. *1« $i,äSw ä*"; , M- Pilger. Besondere Bekanntmachungen. 11451) Denjenigen hiesigen Einwohnern, welche im Laufe dieses Jahres Hunde an. oder abgeschafft haben, diene lstermll zur Nachricht, daß die deßfallsigen Declarationen vor Ende dieses Monats geickichen müssen, wenn auf dieselben bei Ausstellung der Liste für 1870 Rücksicht genommen wer- ben soll. Gießen, den 8- December 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt- 11488) Mittwoch den 15^ December, werden im Großen-Lindener Gemeindewalde tei22®6eKüftämme mit 643 Cubiksuß, 24 (untersetzteren b-fints-n sich Stämme von 50 bis 60 Fuß Lange), "Gr°bm-Lind-n°'d-n 10. »ecember 1869. Grobherzogliche Bürgermeisterei Großen-Linden. Meng es.________ Frankfurt a. M. A. Höchberg, Zeil rs, Chevreaux - Handschuhe, Iknopstg, von st- 3Q h „ 11442) Zur Bezahlung der Zinsen, welche von den bei der hiesigen Spar- und Lech- kaffe angelegten Capitalien am Ende^dieses Wahres fällig werden, sind nachstehende Ter. mine festgesetzt, und zwar: nuiit im «i «j December, 1 Kuh zum Schlachten, 2 zweijährigen Rindern, 15 Stück Schafen, 1 fetten Schwein, soll am v „ 15. December d. Z, des Vormittags 11 Uhr, in der Hofraithe des Verstorbenen gegen gleich baare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert werden. Feil gebot en es. 11494) Passend zu Weihnachtsgeschenken. Goldene Brochen, Ohrringe, Medaillons, Siegel-Ringe sind „billig zu verkaufeni bei K. Grunebaum, Schloßgaste. 11456) Toilettseife, Haarol, Zahnbürsten, Trifir-, Staub- und Taschenkämme empfiehlt K» Wenzel. ... S,IÖ pnffenbe Weihuackisgescheuke einpfthle ich: X Ä«»’ WWW. El.--. Md ernte, r fransen Setten, Broschen und Ohrringe rc. 2c., ferner Flanellhcmden. G-sundheitsjack-n, Uut-rhos-n. H-l-n. AXlg K-llr--., Zurückqkfthte Seidenstoffe! Gestreifte Seidenstoffe, circa 350 M 400 Kleider, in Folge des Abschlags. , ä 18 und 20 st. das Kleid, frühere Preise: a 26 und 28 fl. ä 22 und°24?'das Kleid, frühere Preise: ä 30 und 32 fl. 11489) CcUcrWachSstocke und Lichterchen , bekanntlich das beste und wohlriechendste Wachs, empfehle ich bestens, sowie mein beliebtes Aniügebackencs m 3 Sor. ^"fein^röthes Gewürz-Anis, pr. Pfd. 48 kr-, „ gelbes Anis, „ •> ™ » ' weißes „ . » * 32 " sehr schöne und gute Honig- fnd,tU ' ' Ed. Lind, Hofconditor. 11495) Ein noch gut erhaltenes Clavier ist im Hause des Herrn Kaufmann Loos auf der Mäusburg zu verkaufen. 11457) Oefen^ für Holzbrand verkauft billig K- Wenzels -----7- bk i;evorßel)t'uöe?i Weihnachten ist mein Lager in 9t c q c ii f d) i r m e « - ‘M'SÄ »'»L 'SÄ Ä6“' *-**äKX („lt «»«»dl »»« »»« S»mm, für -x-l«°>- I» denwaarenhandlung von i s”tfurt a. M. 11448) 6 Bände Gartenlaube sind Binder. 11462) Feinst gestoßene Raffinade bil-igst b°i Als sinnigstes Wcihnachts- (tcfd)cnk empfiehlt und versendet elegante Etuis mit 120 englischen Briefbogen und Cou- verts mit beliebigen verschlungenen Na- menSchiffren in prachtvollem blauen Hochdruck ä fl- 3 die Papeteriefabrik von M E. Rcis,.Kr-g-rstraß° 4, Frankfurt a. M. (11480) Vetroteum-Lampkli mit Rund- und Flachbrenncrn neuester Construction empfichlt unter Garantie (11498) Wilh. Orbig, Neuenbauen 11467) Lesen und^rochherde zu Stein-, kohlen- u. Holzbrand, Steinkohlenkaftcn, ^keucrungsgeräthschaftett, Kochgeschirre aller Art, von Gußeisen, roh und emcullnt, verzinntes sog. GesundheitSgeschirr, Pe- trokeum Kochapparate, Steinkohlen und Braunkohlen empsiehtt @ ^apst. .für Weihnachtsgeschenke e tnfcittctid’<£rU ft0 ru:0 oc Ha a arX; broncirte» Figuren, Fischträgern, Blumenhaltern, Ciqarrenständern, Tabaksbnchfen tc., Salz- und Mehlsäffern in Holz- und Porzellan, Ge. hölzernen ^Tischdecken zum Rollen mit in Oel gemalten Bouquets, Landschaften »nd Thierstucken; .. . . zur geneigten Ansicht. Kirchenplah. _______ (11465) _ _ — M. E. Cellarius in Alsfeld.___________________—-- S1491) Berliner Tisch-, Hänge-, Wand- und Kuchen-Lampen werden unter Garantie verkauf 11496) Bierhefe, tw frischl bei Au^stPlatrk, 11463) Acchtcn Rum, „ Arrac, „ Cognac, ferner vorzüglichen Iägerbitter, allen> Rordb. ^rnchtbrandwein und feinste Liqueure m Naschm, iu den bill.«s^Pr-ffe»^-. im Ritter. 11469) Kinder- und Puppen Wagen, i" großer Auswahl, empfiehlt bM.gst^ 11503) Elegante Schlafröcke und Knaben-Anzüge in großer Auswahl und zu billigen Preisen im Herren-Kleber - Magazin von S. A. Blumenfeld, am Kirchenplak. ii508) Als passende Weihnachtsgeschenke empfehle ich einereiche eine Auswahl achter Wiener Meerschaum-Ciaarrenspitzen, Meerschaum-Köpfe, sowie alle Arten Pfeifen. Chr. Hermes, vormals: C. Schaffstädt. 11470) Ein Jagdfch litten ist zu verkaufen bei Louis Senner. 11444) Ein möblirtes Zimmer ist auf Neujahr zu vermiethen bei _________Louis Petri II., Neuenweg. 11471) Vor dem Seltersthor Lit. E. Nr. 87 an der Schoor ist ein kleines möblirtes Zimmer zu vermiethen. 11441) Im Cafe Ebel ist ein kleines Familienlogis, pr. 1. Januar 1870 beziehbar, zu vermiethen (11484) V. 11466) Dienstag den 14. December: 11356) Die Berlin, Basel, Wien, Leipzig, Stuttgart, Zürich, St. Gailen, Genf, 11450) Verloren wurde am 8. December, Vormittags 11 Uhr aus dem Wege von dem Neustädter Thor bis aus den Seltersweg ein Pferdeteppich. Der redliche Finder wird gebeten, denselben gegen eine Belohnung an die Exped. d. Bl. abgeben zu wollen. Vermischte Anzeigen. 11497) Ein goldener Siegelring ist verloren worden. Der redliche Finder wird gebeten, denselben gegen eine Belohnung en Lit. D. Nr. 24 abzugeben. Henriette Heß, Lit. A. Nr. 64, dem Lindenplatz gegenüber. 11504) Ich habe eine weitere Partie einfarbige Kleider-, gestreifte Unterrock- und Hofen-Stoffe, ächtsarbige Cattnne und Shlipse zurückgesetzr, die ich z» herabgesetzten Preisen verkaufe. S. Hirsch Sohn 11479) Als passende Weihnachtsgeschenke empfehle ich mein Lager in Winterhandschuhe», Herren- und Damen-Unterhosen und Jacken, seidenen u. wollenen Filettüchern, Manschetten, Kragen und Krausen, gesiickken Taschentüchern, Corsetten und Crinolinen, weißen baumwollenen gewebten und gestrickten Strümpfen ic.; ferner verkaufe ich,' um damit zu räumen, eine Partie Seelenwarmer, Capuzen, Kinderjäckchen u. Röckchen, Palatins re. zu äußerst billigen Preisen. , bcr Wolkeugasse ist ein freundliches Zimmer zu vermiethen bei ____________________P hilipp Weller. 11511) Ein tüchtiger Küferbursche wird gesucht von G e b r. Schwan. 12461) Französische oemufte Ijong-Ohäles in großer Aus wähl empfiehlt Moritz Heichelheim, Seltersweg (5. 8 85. Die Weihnachts - Ausstellung von Karl Wenzel empfiehlt: Capuzen, Kragen, Fichus, Damenröcke, Kindeskleivchen und -Jäckchen, Gamaschen, Flanellhemden, Gesundheitsjacken, Unterhosen, Pulswärmer, Socken, Herrentücher, Handschuhe und Hosenträger re., Weißwaaren, Herrenhemden in Leinen und Shirting, Kragen und Halsbinden in reichster Auswahl. (11454) 11440) Ein Familienlogis ist in der Neustadt Lit. D. Nr. 57 zu vermiethen. Turnverein. 11512) Zu dem am zweiten Weihnachts- feiertage stattfindenden Balle im Saale des Zinßer'schen Garten werden die sich bei der Christbescheerung betheiligenden Damen und Herren gebeten, ihre Geschenke, welche einen Minimalwerth von 24 fr. rc. haben müssen, wohlverpackt bis zum 24ten an Herrn Fritz Sem ml er in der Wallthor- straße abzugeben. _________ Der Vorstand. Neuerwall, 50 ; Leipzigerstrasse, 46 ; Steinenberg, 29; Stadt, Neuer Markt, 11; Markt, 17, Königshaus; Kronprinzstrasse, 1 ß ; Elsassergasse, 1 ; Obere Grabenstrasse, 13 ; Place du Molard, 2. Zu Festgeschenken sich eignend ^npfehle ich eine neue Auswahl Casimir-Capuzen, Seelenwärmer, Zephir, Echarpes, ^Q^rs, Krausen , Schleier, Tüll, Spitzen, Blonden, Neglige-Hauben, Manschetten, Iciagen und dergl. zu sehr billigen Preisen; ferner erlasse ich eine Partie zurückgesetzte Maaren zur Hälfte des Kostenpreises. Vaterländische Feuer - Versicherunqs - Actien- Gesetllchaft M Elberfeld, g e g r ii n d o t im Jahre 1 8 2 3, (Garantie-Capital: 3,500,000 fl.), 0cnun1bmfefteni^>rämZen S-u-rsgefahr auf Mobilien, Früchte, Vieh -c. zu billi. sicherumen -Nt7e°en"^ ertheilen gern nähere Auskunft und nehmen Ver- myerungen entgegen. Gießen:^ F. Hoffmann. , Firma: Earl Hoffmann. Steinbach: NicolauS, Kreisbote. 5. Abonnements-Concert, ausgeführt vom Musik-Corps des Großh. Hess. II. Inf,.Reg, unter persönlicher Leitung seines Dirigenten, Herrn D. Reifert. Anfang 7 Uhr. — Entröe für Nichtabonnenten ä Person 12 fr. Dre verehrten Abonnenten.werden freundlichst ersucht, ihre Karten mitzubringen. (Es wird höflichst gebeten, nicht zu rauchen.) HAASENSTEINdc VOGLER Zntungs-Annoncen-Expedition, in Frankfurt am Main, grosse Gallusstrasse 1, im 1. Stock. Hamburg, 11490) Einem verehrlichen hiesigen und auswärtigen Publikum hiermit die ergebenste Anzeige, daß meine Conditorei-Waareu-Ausstettlmg mit dem Heutigen vollständig eröffnet ist. Eine reichhaltige und geschmackvolle Aus- ^^^oller in die Conditorei einschlagenden Artikel, sowie das Bewußtsein, etwas recht Tüchtiges liefern zu können, lassen mich einem recht zahlreichen Besuch entgegcnsehen. Gießen, den 14. December 1869. Hochachtungsvoll _____________________________________________________Ed. Lind, Hofconditor. Zweites Coneert im Winter-Abonnement des Gießener Conrert-Vereins Mittwoch den 15 December, Abends präcis 6 Uhr, im Club-Saale K .... unter gefälliger Mitwirkung der Concertsanger.n Fräulein Stephan aus Weimar und der Frau Dr. A. Hempel von hier. 11505) Als nützliches Weihnachtsgeschenk empfohlen • Waguer’s Schul-Atlas Neueste (34te) Auflage. 2* ^!en.be‘rbeilekl T'; Schacht, Bergbau,, Zachariae, Daniel etc. brach. Rlhl. 1. 1h geb. Rthl. 1. la. Ist auch in 7 Lief, a 5'/, Sgr. zu haben Wagner’s Atlas der alten Welt (iOte Auflage) in 6 Karten brock. 15 Sgr. erschienen bei C. Kochlcr’s Verlag in Darmstadt Lehrlings-Gesuch. f \1478L^n E'U en-gros-Geschäft in Frankfurt a. M. wird em Lehrling unter günstigen Bedingungen zu cngagiren gesucht. — Franco-Offerten sub V. R. 795 an Daube'S Annoncen-Expcd. in Frankfurt a. M. 11513) 700 fl. werden auf erste Hy. pothck gegen vierfache Sicherheit zu leihen geNicht. Von wem? sagt die Exped. dieses Blattes._________ 11323) Ein Mädchen vom Lande wird aus Weihnachten in Dienst gesucht. Näheres bei der Exped. d. Blattes. V Vermiethungen. 11506) Ein Familienlogis, bestehend aus 3 Zimmern, Küche, Keller, Waschküche rc., tst zu vermiethen und am 1. Januar 1870 beziehbar.___________I. Mannberger. 11509) Ein Familienlogis ist zu vermiethen und sogleich beziehbar. Bei wem? agt die Exped. d. Bltts. 11510) Wegen amtlicher Versetzung ist meine Mansarden-Wohnung sofort zu ver- miethen.__________ Cvrl Caspar. 11472) Ein Familienlogis, bestehend aus 3 Zimmern, Küche, Kammer und Zugehör ist zu vermiethen und alsbald zu beziehen b21 H- M. Jughardt. aus der Fabrik der Herren Gebr. B*ücking in Gießen, verkaufen zu Fabrikpreisen Gebr. Adami, ____________________________im Ritter. 11500) Neueste Lichthalter für Christ- bäume empfiehlt Wilh. Orbig, Neuenbäuen. 11482) Harzer (Kanarienvögel (Rollenschläger) werden abgegeben Wallthorstraße Lit. A. Nr. 224. Schwarze Steppröcke für Damen emvfichlt als passendes Weihnachtsgeschenk (11459) E Dörr, Sonnenstraße. Für Chvistbaume. „ eleganteste Lichthalter und Wachslichter empfiehlt Carl Hoffmann. Zur Ausschmückung tzer Gräber Kränze und Bouquets von natürlich ge trockneten Blumen stets vorräthig bei rt...nx Handelsgärtner Georg Becker, (11452) vor dem Neuenweger Thor. 11499) Zu bevorstehenden Weihnachten bringe ich mein Lager in lackirtcu Blech- waaren, sowie eine große Auswahl von Spielwaaren, zu den billigsten Preisen in empfehlende Erinnerung. Wilh. Orbig, Neuenbäuen. !! Mehl-Verkauf!! 11507) Durch günstige Einkäufe erlasse ich bei Abnahme von 20 Pfund: I. Vorschuß, pr. Pfund 6 fr. BlÜthcnmehl, „ „ 6-/, „ Bestellungen werden m meiner Wohnung, sowie in der Restauration Bramm (Neustadt) entgegengenommen. Markus Engel, _________________________am Kreuz. 11453) Verschiedene Mühlgeräthe, bestehend aus: zwei Beutelfasten mit einer Partie Mehlbeuteln, Trichter, zwei Mehlkasten, Zange, einem Nollgang mit Zubehör, verschiedenen Abrädern, einem Säuberer mit Zubehör, zwei runden Mühlesien, einem Paar Sandsteine, 39" weit, rc. sind zu verkaufen. H. Möser. 11447) In Folge Ablebens des pensio- nirten Ober-Rechnungs-Probators Lehr in Nieder-Ohmen (Eisenbahn-Station zwischen Grunberg und Alsfeld in Oberhessen) ist dessen hinterlassenes Feldgut, bestehend in einer geräumigen zu jedem Geschäft tauglichen, unweit des Stationshauses gelegenen Hofraithe mit etwa 50 Morgen Land, worunter eine entsprechende Anzahl guter Wiesen, aus freier Hand zu verkaufen. Zur Auskunft erbötig und zuir Verkaufs- Abschluß ermächtigt ist Dr. Schüler, Hofgerichts-Advocat in Gießen. 11481) Borsten, Schweine- und Pferdehaare werden zu möglichst höchsten Preisen gekauft von F. E. Winter, Wallthorstraße, in Gießen. 11455) Wiener Cigarrenspitzen, Pfeifenköpfe, Negenröcke u Gummischuhe empfiehlt___________ K. Wenzel. 11460) Den bewährten, anerkannt vorzüglichsten „ r1U86l, Es ist in "-u-r-r Z-lt mehrfach, namentlich auch »an mitwirkenden Künstlern, über Mangel an Ruhe wahrend der Concerte geklagt worden und der Vorstand hat sich daher veranlaßt gesehen: i) die Diener anzuweisen, beim Beginne einer jeden Nummer des Programms die Thure zu schließen und dieselbe erst bei Beendigung der Nummer wieder zu offnen; 2) Kindern unter 10 Jahren den Eintritt in die Concerte nicht zu gestatten. Sodann ist zu einer Controle des Concertbesuches, namentlich da die Anzahl der eintrittsberechtigten Mitglieder einer abonnirten Familie von der Anzahl der gelösten Karten abhängt, durchaus nothwendig, 3) daß jeder Besucher ohne Ausnahme am Eingänge des Concertlocals seine Eintrittskarte vorzeigt. Ein Mitglied des Vorstandes selbst wird jedesmal die Befolgung dieser Anordnung überwachen, und wir bitten die verehrlichen Abonnenten dringend, uns hierin entgegen zu kommen. 4) Im Innern des Saales wird gleichfalls stets ein Mitglied des neuerdings verstärkten Vorstandes zur Aufrechterhaltung der Ordnung, Entgegennahme von Desiderien, Führung der Fremden rc. rc. bereit sein. 5) Endlich sollen nach einem mehrfach geäußerten Wunsche noch etwa 15 Sperrsitze für ältere Herren, und zwar auf der zunächst der Eingangsthüre liegenden Estrade vorgesehen werden. Bestellungen auf solche Sperrsitze, deren Preis für die noch bevorstehenden 4 Winterconcerte ä 48 fr. beträgt, bitten wir bis zum Mittwoch, Vormittags 10 Uhr, einzureichen. Gießen, den 10. Dccember 1869. Die Concertdirection. Geschäfts - Empfehlung. 11449) Das von mir seit einer Reihe von Jahren betriebene Geschäft in Beider- wolle und Zupfelzeug habe ich unter dem Heutigen an den Herrn K. Jung dahier käuflich abgegeben, welcher dasselbe in gleicher Weise fortzubctreiben beabsichtigt, und bitte ich, das mir bisher geschenkte Vertrauen und Wohlwollen in geschäftlicher Beziehung auf den genannten Herrn übertragen zu wollen. Gießen, den 9 December 1869. Luise Seibel. Bezugnehmend auf obige Annonce, theile ich verehrlichem Publikum mit, daß ich stets ein reichhaltiges Lager in allen bekannten Artikeln halte, auch durch Umtausch, billige Preise und gute Waare meine Kunden zufrieden zu stellen mich bemühen werde. K- Jung, Weber. Landwirthschaftliches Kränzchen nächsten Sonntag, Nachmittags 2 Uhr, in dem Schulsaale der II. Schule zu Lollar- Gegznstand der Besprechung; Viehzucht. (11514) Röoelfperger, Führer. Geschäfts-Anzeige. 11446) Einem hiesigen und auswärtigen Publikum zur Nachricht, daß das seither von Georg E i f f "betriebene Kappenauferti- gungs - Geschäft durch den Tod desselben keine Unterbrechung erleidet, sondern nach wie vor fortbetrieben und stets ein wohlassortirtes Lager in Pelzmützen, Kinderkäppchen, wie überhaupt in allen Arten Kappen unterhalten wird. Stadt Madrider 3"|. Frs, 10(1 Loose, garantirt durch fämmtliche Einnahmen, sowie durch daS sehr werthvolle Grundeigenthum der Stadt. Zinsen und (fapttalrnckzahlunq in Gold ohne jeden Abzug. Jährlich 4 Gewinnziehungen. Hauptgewinne Frs. 250,000, 100,000, 70,000, 50,000, 40,000, 35,000 re. Diese Obligations-Loose sind mit jährlichen Zinscoupons ä Frs. 3 versehen, und geben also zum heutigen Ankaufspreis bei größter Sicherheit und unter Anrechnung der Rückzahlung ca. ?o/o Zins und große Gewinne. Nächste Ziehiliist am 1. Januar 1870. Diese Obligationen sind bei allen Bank- und Wechselhäusern des ^n- und Auslandes zu 14 Thaler = 24'/r Gulden zu beziehen. (11477) i! ui .................< h h j. < r im ei SS i a. LebkilSversicherungs-Actien-Gkskllschast in Stettin. Grund-Capital Reserven Ende 1868 Eröffnung des Geschäfts bis Ende 1868'bezahlte Versicherungssummen ..... Versichertes Capital Ende September 1869 . . Jahres-Einnahme Im Monat Novbr. sind eingegangen 1800 Anträge auf Mäßige Prämiensätze. Schleunige Ausfertigung der Policen. Darlehen auf Policen. Prompte Auszahlung bei Todesfällen. Gegen Kriegsgefahr kann bei Ausbruch eines Krieges versichert werden. Bedingungen $erfld)Crung uon Renten bietet die Gesellschaft die vortheilhaftesten Prospccte und Antragsformulare gratis durch die Agenten: Ga. PH. Fillmann in Gießen, PH. Zimmer in Lich, Rechner Schmidt in Londorf, ,11Aar\ 2 Henrich in Lang-Göns, _________________ ÄSalth. Scibcrt in Wieseck. Frachtbriefe für die Main-Weser- und Cöln-Mindener- Eisenbahn, sowie fämmtliche zollamtlichen ^ormu; late, sind zu haben bei Wilhelm Klee, Marktstraße. Gulden 5,250,000. „ 5,316,206. „ 4,477,401. „ 91,448,352. „ 2,885,083. „ 1.795,696. MöbelTransport G.LJANSEN Frankfurta/M. VoUIländige Umzüge per Bahn oder auf der Landstraße, einzelne Möbelfuhren über Land, sowie daS Abholcn von Möbeln aus den Eisenbahn-Waggons in Frankfurt a. M., besorge bei Garantie prompt und billigst, mittelst großer, geschlossener Federwagen. Bestellungen oder Frachtbriefe erbitte Brön- nerstraße 17, Frankfurt a. M. (11356) Telegraphischer Bericht, mitgetheilt von dem Haupt-Agenten C. W. Dietz. Das Postdampfschiff des Nordd. Lloyd „Baltimore", welches am 17. November von Bremen abgegangen war, ist am 5. December, 10 Uhr Morgens, wohlbehalten in Baltimore angekommen. ' Das Postdampfschiff des Nordd. Lloyd „Hansa", welches am 20. November von Nremen abgegangen war, ist am 5. December, 11 Uhr Morgens, wohlbehalten in Bewyork angekommen. Feuilleton. Aus dem Leben einer Nonne. Novelle von I. H. (Fortsetzung.) Anfangs hatten Adolph von Felseck's Kameraden oft über den Korb, den er sich geholt hatte, gespottet; aber als sie den furchtbaren Ernst sahen, worin sich seine ehemalige Heiterkeit und sein Frohsinn verwandelt hatten, da betrach, toten ihn selbst die Leichtfertigeren mit mitleidigen Blicken und suchten ihn durch freundliches Entgegenkommen aufzuheitern und zu zerstreuen. Es gelang ihnen inveß nicht; Adolph erkannte es dankbar an, aber diese Zeichen der Theilnahme berührten ihn stets schmerzlich, sie erinnerten ihn an sein verlorenes Glück, und daß er es nie wieder erlangen könne. Seine Tante Marion haßte er als die Zerstörerin seiner Jugend, seines ganzen Glückes. Er hatte nichts wieder von Schloß Felseck und seinen Be- wohnern gehört; was kümmerte es ihn, toteres droben aussah, nun Elisabeth nicht mehr dort war? Der heutige Tag war ein sehr trauriger für Adolph gewesen; er wußte nicht, woher so plötzlich der Schmerz mit erneuerter Heftigkeit hervorgedrungen war; aber er hatte den ganzen Tag an Elisabeth gedacht. Es war doch hart, so früh schon auf alles Glück der Welt verzichten zu müssen, und er wußte nicht einmal, was die kleine Lizzi wohl bisweilen litt, oder ob sie sich schwer in ihr Schicksal gefunden und den Vetter Adolph vergessen hatte. Er war so in Gedanken vertieft, daß er es nicht einmal hörte, wie leise die Thür geöffnet wurde und eine Frauengestalt hereintrat. Plötzlich sah er auf und bemerkte in dem gegenüberstehenden Spiegel die Eingetretene. Es war ihm, als wenn er dieses feine blasse Frauenantlitz schon früher gesehen hatte; aber bald gab er diesen Gedanken auf, er kannte kein solches in seiner Bekanntschaft. „Entschuldigen Sie, mein Herr, sagte eine sehr melodische Stimme, deren Klang ihm bis in das Innerste seines Herzens drang, „man bat mich hierher zu dem Lieutenant Adolph von Felseck gewiesen. Können Sie mir wohl sagen, wo er sich befindet?" Ein Schrei unendlichen Entzückens brach sich von Adolph's Lippen, und im nächsten Augenblicke hatte er seine Arme um die zarte Frauengestalt geschlungen, die schluchzend den Kopf an seine Schulter lehnte. „Lizzi, süße kleine Lizzi, bist Du's wirklich?" jubelte Adolph, indem er sie fest an sich preßte, „hast Du mich doch aufgesucht, und bist dem alten Kloster entflohen? O, Lizzi, wird man Dich nicht wieder dahinschleppen? fügte er dann trostlos hinzu, indem er an den harten Sinn der Gräfin Marion dachte. Elisabeth sah ihn mit einem strahlenden Lächeln an. „Rein, Adolph," sagte sie dann, sich fester an ihn schmiegend, „ich gehe nicht wieder dahin zurück. Ich konnte es nicht aushalten in dem lebendigen Gefängnisse, ich mußte wieder zu Dir, und da bin ich entflohen, und gehe nicht wieder von Dir. O, Adolph," fuhr sie bittend fort, Du hast mir immer gesagt, Du hättest mich lieb, laß' mich bei Dir bleiben!" „Lizzi," rief Adolph, sie festtr an sich ziehend, voller Entzücken aus, „ich lasse Dich nicht mehr, wenn Du bei mir bleiben willst, und sollte ich Dich ge- gen alle Mächte der Welt vertheidigen. Ich habe es genugsam erfahren, wie viel Werth das Leben ohne Deine süße Nähe für mich hat, ich will bei Dir bleiben, todt oder lebendig." Der Abend dämmerte bereits herauf, als die Beiden aus ihrem Freudentaumel erwachten, und Adolph Elisabeth bat, einige Zeit allein zu bleiben, während er ein passendes Unterkommen für sie suchte. „Sieh', Lizzi," sagte er scherzend, „ich habe mich schon ganz auf das Iunggesellenleben eingerichtet, und kann nichts für Deine Bequemlichkeit thun. Ich habe da aber eine alte, würdige Dame in meiner Bekanntschaft, sie ist bei einem Herrn von Dallenberg als Haushälterin —" „Dallenberg?" unterbrach ihn Elisabeth erstaunt. .Ja, Hugo von Dallenberg, Lizzi, kennst Du ihn etwa?" entgegnete Adolph. „Ich glaube es zwar nicht, denn er ist, trotzdem er noch nicht hoch in den Vierzigen stehen mag, ein Menschenhasser, und hat seit elf Jahren keinen Schritt mehr über die Schwelle seiner Wohnung gesetzt. Ich bin der Einzige, der das Glück hat, mit ihm bekannt zu sein; vielleicht zog ihn mein gleichfalls menschenscheues Wesen an. Uebrigens ist er ein sehr guter Mensch, besser, als man sie gewöhnlich in der Welt findet." „Elf Jahre, das könnte stimmen," murmelte Elisabeth halblaut, und dann fügte sie laut hinzu: „Führe mich nur dorthin, Adolph, wenn Du cs kannst, ich halte es sogar für einen Wink des Himmels." Obgleich Adolph Elisabeth nicht begriff, so forschte er doch nicht weiter, sondern brachte sie mit Anbruch der Dunkelheit nach dem einsamen Hause Hu- go'S von Dallenberg, wo die alte Haushälterin, ein vermögenloses altes adliges Fräulein, bereitwillig Elisabeth ein Asyl anbot, bis man die Gräfin Marion bewogen habe, in eine Verbindung Adolph's mit ihrer Tochter zu willigen. Oben in dem alten Schlosse auf dem grauen Felsen begann sich indessen ein drohendes Unwetter über Elisabeth'- Haupt zusammen zu ziehen. Es war ein furchtbarer Augenblick gewesen, als man der Gräfin Marion die Flucht ihrer Tochter aus dem Kloster meldete, und der alte Castcllan fühlte noch eine Art Schauder durch seine gebeugte Gestalt rieseln, wenn er daran dachte, wie sich ihr stolzes, sonst so ruhiges Gesicht verzerrt hatte. Alles Blut schien aus demselben gewichen, und nur die Augen sprühten todt- und verderbenbringende Blitze, die Lippen waren krampfhaft geschlossen. Allmählig hatte die Gräfin sich wieder äußerlich vollkommen beruhigt, aber um so entsetzlicher tobte es in ihrem Innern, und sie schwor es sich, Elisabeth dennoch wieder zu erlangen und dem Kloster zurückzugeben. (Schluß folgt.) einer Losung dieses unglückseligen Kampfes führen werde. 12. December. egt.n Oesterreich. Wien, 10. Dec. Die amtliche „Wiener Ztfl." veröffentlicht ein kaiserliche- Handschreiben, durch welche» Fürst Karl v Auereperg zum Präsidenten de- Herrenhauses, Graf Eugen v. Wrbna und Freiherr v. Dobblhof zu Diceprä, fidenten ernannt werden. Schweiz. Bern, 9. Dec. Gestern ist hier zwischen der Schweiz einerseits und dem Gwßherzugthum Baden, beziehung-, weise den Rbeinuferstaaten anderrrseit-, die Fischereiconvention für die Strecke des RheineS von Eonstanz bi« Basel nebst Zu« flössen abgeschlossen worden. Frankreich. Paris, 10. Dec. Da» Zuchtpolizeigericht veruitheilte heute Karl Hugo, den Redactrur de« „Rappel", zu vier Monaten, und Barbieur, den Geranten desselben, zu zwei Monaten Gefäncmiß und 1000 Franc- Geldstrafe, wegen Beleidigung des Kaisers und Aufreizung der Armee zum Aufruhr. Marseille, 9. Dec. Am gestrigen Marienfeste fand hier eine Illumination statt, welche eine Bande von 1000 bi« 1500 Mann zu stören versuchte. Die Schaar durchzog unter Lärm und Absingen der Marseillaise die Straßen und zertrüm- werte vor dem Palais de« Bischof» und vor der Pröfectur die Gascandelaber. Tie Schildwache vor dem ersteren Gebäude wurde leicht verwundet. Es fanden etwa 60 Verhaftungen statt. Rußland. Pet ersburg, 10. Dec. In der vom Kaiser bei der Verleihung deö St. GeorgenordrnS an den König von , Preußen gehaltenen Rede heißt eS: „Ich habe diesen wichtigen ! Tag besonders au-gewählt, um dem Könige Wilhelm die erste Klasse d.S Georgenorden« zu verleihen, weil un« nicht nur Verwandtschaft, sondern auch persönliche Freundschyft verbrüdert, und ich die tiefste Verehrung für ihn fühle. Türkei. Konstantinopel, 4. Dec. Der Kaiser von Rußland wird im nächsten Frühjahre hier erwartet und auch Jerusalem besuchen. Sefer Pascha gab seine Entlassung; er will in die Dienste des Vicekönig- treten. Aegypten. Kairo, 9. Dec. Jede Befürchtung, daß die türtiick rgyptisck« Differenz Anlaß zu einem Eonflict geben I könne, darf als beseitigt betrachtet werden. Der Firman de« I Sultan« ist heute Morgen unter Beobachtung der vorgeschrie« denen Gebräuche und unter dem Donner der Geschütze der Citadelle verlesen worden, ein Zeichen, daß der Khedive sich I sämmtltchen Bestimmungen deS FirmanS fügt. solche Beweise weder hat noch sucht. , Das neue magyarische Journal „Reform^ hat sein Programm auSgegeben. @6 hält als Fundament den Ausgleich mit Oesterreich fest, weil nur in diesem Fundament die Gewähr liegt für die politische Möglichkeit, alle Kraft auf die Reformen zu richten. Das Blatt wird die Reformfragen nicht zu Partcifragen machen, sondern sie unabhängig von jedem Parteistandpunkte betreiben, mit Jedermann und nothlgen- falls gegen Jedermann an den in der Thronrede verheißenen Fortschrilteu arbeiten. Vermischtes. Berlin, 8. Dec. In der Nacht vom 6. zum 7. d. 9JL wurde der Pächter deS VergnügungS-Locale- „Eoloffeum" in der Eommaudantenstraße, Namens Etreitz (welcher früher rin ähnliche- Local in der Hasenhaide hatte) durch die Cnminal- polizei, auf den Verdacht des dreifachen Giftmordes, verhaftet. Der Verhaftete, welcher schon zwei Frauen verloren hatte und sich in der nächsten Zeit mit der dritten, einem jungen Mädchen, verhrirathen wollte, einem Mädchen, da« noch jünger al- srine älteste Tochter ist, soll, so heißt eS, seinen vor etwa acht Wochen gestorbenen Schwager, den Färbermeister Bellert, an der Friedrich-Pracht wohnend, vergiftet haben. Der Leichnam de» Bellert ist nämlich au-gegraben »nd bei der Obduction Arsenik in dem Dtagen desselben entdeckt worden. Inder Woh, nung de» Etreitz soll sich nun auch Arsenik gefunden haben, und eS wird immer noch festzustellen sem, ob Streitz, dem nun auch die Ermordung seiner beiden Frauen zur Last gelegt wird, der Thöter war. — Der wegen Verdacht der Brandstiftung verhaftete Castellon deS Rathhause« wird nun bald vor Gericht erscheinen, da die Voruntersuchung geschlossen ist. Frankfurt. DaS gute deutsche Wort „Köchin" scheint vor den Augen der Dienstboten keine Gnade mehr zu haben. In dem Inseraten- Theile eines hiesigen Blattes sucht «ine । „anständig gesetzte Kochdemoifelle" eine Stelle. Frankfurt, 11. Dec. Gestern Abend ist leider bei dem Bau der Palmgärten ein bedauerungswertheö Unglück Passirt, indem der Ingenieur Doehne, ein junger liebenswürdiger tüchtiger Mann, welcher mit der Anlage der Heizung beschäftigt war, durch da- Herabrutscken eine« Stück Mauerwerks erschlagen wurde. Zwei andere Arbeiter, welche in demselben Gewölbe sich befanden, kamen unversehrt davon. Frankfurt. In Folge der von dem hiesigen Handel«. I yerein auSgrgangenen Anregung haben sich bis jetzt 74 Firmen I dahin erklärt, die österreichischen Sechser, vorbehaltlich einer weiteren Herabsetzung bei fernerem Fallen de« Wiener CourseS, nur noch zu 5‘/z kr. in Zahlung zu nehmen. I Coburg. Durch den anhaltenden Schneefall haben sich in unseren Waldungen eine Masse von Wildschweinen eingefunden. Keuler von 150 bis 200 Pfund wurden schon mehrere Hessen. Darmstadt, 9. Dec. Zu den Mitgliedern der Provinzial-Direction Oberhessru für di« derselben durch Verordnung vom 1. Nov. d. I. übertragenen Entscheidungen tn Gewerbe-Angelegenheiten wurden ernannt: die KreiSapessorrn bei dem Kreisamt Gießen Emil Kekule und Franz ®ru«, Universitälörichter an der LandeS-Universilät Gießen Regle- rung-rath Georg Haberkorn, der Vorsitzende de» BeznkS- ralh« des Kreise« Greßen Poststallme.ster Frrevrrch Kempfs und der Rentamtmann de« Rentamts Gießen Ludolph 10. December. Die UnterrichtS-Commission schreitet mit ihren Be- rathungen sehr langsam vor. Der §. 1, bei welchem man Die Principien der künftigen Gesetzgebung andeuten wollte, ist auf Antrag Des Abg. Wehrenpsen- via in folgender Fassung angenommen worden: „Alle öffentlichen Unterrichtsanstallen sind Veranstaltungen des Staates. Das gcsammte Privatschulwesen steht unter der Aussicht des Staates." Die konservativen brachten für ihren Antrag, welcher Die Kirche als den eigentlichen, nur unter Aussicht des Staates ste- benden Inhaber der Schulen hinstellen wollte, es aus nur 13 Stimmen gegen 19 für den Wehrenpfennig'- schen Antrag, für den auch Graf Bethusy-Huc stimmte, kerr v. Mühler war in der Commission nicht anwesend, sondern ließ sich Durch Hrn. Stiehl vertreten, der vergebens eine Die Mitte haltende Fassung em- Pfahl. In Der Sitzung am Montag Abend ward die Berathung fortgesetzt und der §. 1 des Regie- rungsentwurfes auf Antrag des Abg. Dr. Paur in folgender Fassung angenommen: „Die öffentliche Volksschule hat die Aufgabe, der Jugend durch Unterricht und Erziehung Die Grundlagen Der Bildung und sittlichen Tüchtigkeit zu gewähren," so daß aus dem Regieiungsentwurfe die Worte: „für Vas Leben in Staat und Kirche, sowie für DaS Berufsleben «rlegt. Turin, 6. Nov. (DaS ntutfle Unglück auf der Fcll'fcktn Mont CeniS-Bahn.) In der Nacht vom 1. auf den 2. d. M. Niva der Güterzug von Susa nach San Michele um die bestimmte Stunde ab. Aber der Schneefall sowohl der vergan- aeurn Tage als der an diesem Tag selbst wieder gefallene frische Schnee verspenteu die Bahn der Art, daß nur äußerst mühsam fortzukommcn war. Ter Zug, au« drei Güterwagen und der Maschine bestehend, stieg langsam bis zum ersten Waffer- einnahmposten empor. Hier aber erklärte der Maschinist, daß jede» weitere Do'wä't-gehen ein Ding der Unmöglichkeit sei. Man beschloß umzukehren, aber sei es daß die Bremsen nicht hmlLnqttch schlossen, fei es daß der hinten drein roüfbenbe Schneesturm deren Schluß ungenügend machte. — Thatsache :st haß fr« Zug mit rasender Schnelle die steile Stiege hinunter donnerte. ‘ Al- der Maschinist alle« verloren gab sprang er von der Locomotive herunter und büßte dabei da« Leben «in. Der Zug raite mit CturmeSeile fort bi« bei der ersten großern Curve die Verbindungsketten rissen und die drei Wagen sammt den Waaren in einen mehrere hundert Meter tiefen Abgrund stürrten ; leider befand sich auf einem der Wagen der Zugfuhre^ I der dasselbe Schicksal theilte. Die Locomot.ve welche durch I ihr größeres Gewicht und durch stärkere- Bremsen gesichert auf der Bahn q-blieben war, raste fort, bi« bei einer zweiten Curve auch st« aus len Schienen geschleudert wurde und recht« m der alten Fahrstraße nach langem Wühlen stecken blieb. Bon ben drei Wagen rind dem Zugführer hat man noch teMe Nachrichten, da die Abgründe, welche an der Fell'schen Eisenbahn hin ziehen nur sehr schwer zugänglich sind. Die Klagen daß der gewöhnliche Postschl.ttendienst, wie solcher über den Gotthard, Bernhardin und Splügen besteht, nicht wieder emgefuhrt I wird, sind allgemein. (Allg. Ztg.) Darmstadt, 10. Dec. In der heutigen Sitzung der -wetten Kammer richteten dir Abgeordneten Dumont Edinger und Oechsner eine Interpellation an das KriegSministermm m Betreff der fortgesetzten Pensionirung höherer Officire. Preußen. Berlin, 9. Dec. Im Verlaufe der wegen Befttiung vom Militärdienste junger Leute tn Böckum erngeleiteten Untersuchung sind bi« letzt nickt weniger al« 22 Mil - tärärzte gefänglich einq,zogen. Darunter befindet sich e n Ober. stabSarrt von der Kölner Artilleriebrigade, der durch die Untersuchung gleichfalls gravirt erscheint. Ber den Gebrüdern Dlck- bvff fand man an Depositen in Staat-papieren und Effecten, welche die vom Militärdienst zu Bef.eienden al« Depot ur ihre Geldverpflichtungen hinterlegt hatten, 60,000 ^.haler Geldwerth nebst dem dazu gehörigen NameuSverzerchniß. U.ber dre Art und Weise, wie Befreiungen vom Militärdienst stattfanden, erzählt man fick, daß die Controllisten gefälscht wurden rind Leute alS todt oder verzogen aufgeführt wurden, die ruhig da- he.m saßen. Doch muß mau auch mit Fälschung von ärztlichen Gesundheit-att.ften sich viel befaßt haben, tote dre Verhaftung bet vielen Arrzte zeigt. (3uk.) Bayern. München, 9. Dec. Di« „Corresp. Hoffmann meldet: Der König habe in Folge des EntlassungsgesucheS deS gesammten Ministeriums nach reiflicher und eingehender Prüfung aller Verhältnisse beschlossen, die Entlassungsgesuche der Minister de« Innern rind deS CultuS anjunehmen, jedock lenen der übrigen Minister die Genehmigung zu versagen, und hat zugleick den Ctaat-rath Fischer mit der Verwesung beider i Ministerien von heute an betraut. Die bekanntlich im Ministerium DeS Innern rcdi- s ntrte Provinzial-Correspondenz spricht in ihrem 60"!- gen Blatte über DaS „Concil in Rom" aus. Nach tinem einleitenden Ueberbliefe über die päpstlichen । Einberufungsschreiben yom 29. Juni 1868 unD ld. । September 1868, und ein Rundschreiben DeS evan- j gelischen Ober-Kirchenraths vom 9. Oct. 1868 ße- | penkt sie der angeblich bevorstehenden Feststellung Der Unfehlbarkeit des Papstes und Dogmatisirung des Svllabus und Der diesen Fragen anhaftenden politischen Seite. Dann meint sie, daß Die kirchlich-politischen Fragen auf dem Concil eine hervorragende Bedeutung erhalten sollen, war auch daraus zu entnehmen, daß unter Den zur Vorbereitung Des Eon- eils berufenen Commissionen sich ausdrücklich eine kirchlich-politische Commission befindet, deren Zusam- mensetzung schon Die ihr beigem.ssene Bedeutung erkennen läßt. Die Bedenken, welche aus etwaigen Beschlüssen des Concils in Der erwähnten Richtung für die Beziehungen zwischen Staat und Kirche entstehen wüßten, haben in Deutschland wie anderwärts die Geister vielfach bewegt und auch innerhalb der katholischen Geistlichkeit ernste Beachtung gesunden. Dem gegenüber sprachen die Deutschen Bischöfe gemeinsam Die Ueberzeugung und Zuversicht auS: „Nie und nimmer werde und könne ein allgemeines Concil Lehren verkündigen, welche mit Den Grundsätzen Der Gerechtigkeit, mit Dem Recht des Staates unD feiner Obrigkeiten, mit Der Gesittung und mit Den wahren Interessen Der Wissenschaft oder mit Der | rechtmäßigen Freiheit und dem Wohle Der Volker tm WiDerspruche stehen— „auch brauche NiemanD zu besorgen, DaS allgemeine Concil weide in Unbedachtsamkeit und Uebereilung Beschlüsse fassen, welche ohne Roth mit Den bestehenden Verhältnissen und den Bedürfnissen der Gegenwart sich in Widerspruch fetzen, oder Anschauungen und Einrichtungen vergangener Zeiten in die Gegenwart verpflanzen wollen. Diese Erklärung der deutschen Bischöfe haben dazu „beigetragen, die Besorgnisse in Bezug aus Die poli- tischen Folgen Des Concils zu mildern." Der officiöse Wiener Correspondent der „Karlsr. Ztg." schreibt: Einzelne Blätter haben neuestens mit der Meldung, Daß die Regierung Beweise für die Thätigkeit einer preußischen Agitation in Dalmatien habe, zu Hetzen versucht. Gestatten Sie mir aus unmittelbarer Quelle zu veisichern, daß die Regierung entfernt worden sind. . M Gelegentlich der am 8. Dec. in Petersburg statt- gefundenen Säcularfeier des Georgen-Ordens betonte der Kaiser in seiner Festrede Rußlands Freundscha,ts- verbältniß zu Preußen und die treue Waffenbruder- schast beider Monarchen. Symbole derselben sind für den König von Preußen das Großkreuz des Georgen-Ordens, das in Rußland noch Niemand erhielt, und für den Kaiser der Orden pour le mönle. Der Kaiser schloß Die Anrede, welche er beim Georgen- feile hielt, mit folgenden Worten: „Gott gebe, daß wir Frieden behalten, wenn aber der Krieg vom Schicksal bestimmt ist, so bin ich überzeugt, daß Die Land- und Seemacht Den Ruhm unserer Waffen und Die Ehre NußlanDS aufrecht erhalten werden." Ein in Konstantinopel cingetroffenes Telegramm meldet, daß Der V cekönig von Egypten Die tn Dem Ultimatum Des Sultans aufgestelltcn Bedingungen anaenommen habe und persönlich nach Konstantinopel kommen werde, um Dem Sultan seine Treue und Ergebenheit zu versichern. - In Den wesentlichsten Bedingungen Des Ultimatums ist der unbeDingte Mille des Sultans ausgedrückt, daß alle Steuern UnD Abgaben in Egypten in seinem Namen aufer- legt unD erhoben werden sollen; ferner sollen feine neuen Steuern eingeführt oder Anleihen im Ans- lande abgeschlossen werden ohne Den Nachweis Der Nothwendigkeit und Die Genehmigung Des Sultans. Der Vicekönig solle sich künftig in Gemäßheit der Bestimmungen dieses Fermans, welcher Den beider sei- tiaen Rechten und Pflichten entspreche, verhalten. Der Botschaft Des Präsidenten Grant entnehmen wir Näheres über Die Beziehungen zum Ausland. Sie stellt Den Grundsatz auf: „Die bereinigten Staaten sind die freiesten aller Nat oncn, ihr Volk n mmt Antheil an allen Völkern, die um ihre Frei- beit kämpfen; aber trotz dieser Theilnahme dürfen sie ihre Ansichten widerstrebenden Nationen nicht auf- drängen, noch auch ungerufen sich in einen Streit zwischen Nationen oder zwischen Regierungen und Deren Unterihanen thätig einmischen." Diese Politik, sagt die Boischast, fei von Der Regierung befolgt worden. Seit länger als einem Jahre kämpfe eine wcrthvolle Provinz Spaniens um ihre Unabhangig- ke t. Volk unD Regierung der Vereinigten Staaten emuv f ür des Volk Cubas Dieselben warmen Ge- c fühle in dem fetzigen Kampfe, wie sie eS m Den ftü- Heren Kämpfen zwischen Spanien unD seinen dama- । liflen Colomeen für Die letzteren gethan; aber Der . Kumpf auf Cuba habe noch nicht jenen Umfang ge- , nommen, daß er einen Krieg im völkerrechtlichen j Sinne ausmache oder eine hinreichend starke politische Okgmüsalion ter Aufständischen bestehe, der ein- An. erkcnnung Iriegsührenter Parteien rechtfertige- 6« sei Die Ansicht der Vereinigten Staaten, daß mit Der Zeit Spanien und die übrigen europäischen Mächte ihre Verbindungen mit den überseeischen Co- loniecn lösen und letztere sich als unabhängige^Staa- tcn hinstellen würden, indem sie nicht mehr zu Tausch- gegenstänien zwischen europailchcn Mächten gemacht werden konnten. Das Anerbieten Der Vereinigten Staaten, in Dem Kampfe auf Cuba zu vermitteln, wurde von Spanien nicht auf Der Grundlage angenommen, auf welcher es allein von Cuba genehmigt werden konnte; es ward daher zurückgezogen. Jedoch stehe zu hoffen, daß die freundschaftliche Ver- Mittelung der Vereinigten Staaten schließlich zu