■:M b» «#i< ®,t *4« bi?fl ^j!İlch-°w °-'°7°'S», aU, toic j* di« ihr ,n,n »«Unia^nwagm ® in ®trlujlfä[[(n in ’ 'OlinettBflliuna. 6™ Wh das ■J- dagegen C(lft "7nmgs.T,s, !'? >big« Snt(d}ibi: >c«onäte nicht bteiti, fif, im Hinbtich auf ■W* und nach hn ^«ität des 3njtili|# " ^«hnheit ein @i, “9 iö. um den Hctio.- lm IhpitiU in te= Jljlr. normirt und in 'Samen der Inhaber 15 Pnc. unb bis , 1 Md. Sehen hat nach nicht ! iatitall tarch die Pee- beiligt« Dertteter und ine io allgemeine gün- lallüdndige Plaeirnnz m fleht. r .Iniid' enthält fol- Shßnnz rom 6. Cct.: en Frankfurter, welche ib nun aus Frankfurt »gesellt, da? in allen, eirache Beschwerde ze- n, nicht die filtern eS alten Baterlande den eelbfrÄönbigteil einge.- j keineswegs wanla&t itet Lage ju Ihun, und ren einkauften, bn ie- teqeugnng wohl nicht ienbai nur darum han- t Motioe die Bortheile : Stufenthall in ö'“nt-' u ^tgehen, welch« mit ute ,edeS andern ver- tcn tie für die a nötig« vorgäng'gr -verbände der Lchn--'t" '* een, wußten |M -- Sicht" m W «»5 ,ct(l waren. S»E berußen darauf btfrM V^'-verfaDg b8t, Jliebn'aüunO«' •'m-"»'*1 ?«**' *w***8& psss&as •;SC* " fn»*1” , IL* ii. , r('jd)U cn Tepula-- i 'oiann ‘ ,<1o,nK । 7.K' Preis vierteljährlich 36 K. mit Bringcrlohn. Durch dir Post bezogen vierieljäbrlich 49 fr Gießener Anzeiger. Ärjcheinl wöchentlich drer- mal: Dienstags, Donnerstags und Samstags. — Expedition: Canzleibere Ltt. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kiefen. Nr. 121. Donnerstag den 14. Oktober 1869. Amtlick> e Bekanntmachungen. Gießen, am 8. Bctober 1869. Betreffend: Liquidation der Vergütung für Leistungen und Lieferungen an einquartirt gewesene Truppen. Das Groß Herzog liche Kreisaml Gießen an die GroßherzoBchen Dürgenneiftercitn des Kreises. Indem wir Sie nochmals darauf aufmerksam machen, daß die Gemeinden, welche Einquartierung von Großh. Hessischen oder Königl. Preußischen Truppen gehabt haben, berechtigt sind, ScrviSvcrgütung nach Maßgabe des Gesetzes vom 25- Juni v. I. die Quartierleistung für die bewaffnete Macht während des Friedenszustandes betreff- in Anspruch zu nehmen, fordern wir Sie auf, wenn dieser Anspruch erhoben werden will, die vorgeschriebenen Liquidationen baldigst an uns einzuscnden. Bezüglich der Forin derselben verweisen wir auf die Instruction vom 31. December v. I. (Nr- 1 des Bundes-Gesetzblattes vom laufenden Jahr). Das Formular werden wir Ihnen kurzer Hand zugehen lassen. Die Liquidationen sind doppelt aufzustellen und zwar getrennt für die Quartierlcistung an Großh. Hessische und Königl. Preußische Truppen und sind denselben die von den Truppentheilen erlheilten Quartierbescheinigungen beizulegen. Wenn Geschäftszimmer, Wacht» oder Arrestlocale gestellt worden sind, ist die hierfür zu gewährende Vergütung in die Liquidation ebenfalls aufzunehmen. Gleichzeitig bringen wir die Einsendung der etwa noch rückständigen Liquidationen für gelieferte Marschfourage in Erinnerung. In Verhinderung des Kreisraths: K e k u l ö, Kreisassessor. Gießen, am 11. Moder 1869. Betreffend: Die Schullehrer - Conferenzen. Das G r o ß h e r z o g l i ch e Kr e i s a mt Gießen an die Großherzoglichlicheu Bürgermeistereien Hattenrod, Lang-Göns, Nieder-Bessingen, Oppenrod und Steinbach. Wir erinnern Sie wiederholt an Erledigung der Verfügung vom 26. August 1869 binnen 8 Tagen. Zn Verhinderung des Kreisraths: Kekuls, Kreis-Assessor. L e k a ii n t in a ch u n g. in Gießen ergebenst ein. Arnsburg, den 9. October 1869. Montag den 18. d. Mts., Mittags 12 Uhr, in das Gasthaus zum Einhorn Der provisorische Vorstand des Obst- und Gartenbau-Vereins in Oberhessen: F r i e d r i ch , Graf zu Solms-Laubach. Bekanntmachung. die nachfolgende Bekanntmachung des provisorischen Vorstandes des neu gegründeten Obst- und Gartenbauvereins glauben wir im Interesse der guten Sache alle Anaeböriaen unseres Kreises, welche sich für dieselbe interessiren, noch besonders aufmerksam machen zu sollen. . . G?oßherzogUchen Bürgermeistereien des Kreises wollen jene Bekanntmachung auf ortsübliche Weise m ihren Gemeinden zur öffentlichen Kenntniß bringen und sich für eine reckt reae Betheiligung an dem Verein, wie insbesondere an der auf künftigen Montag anberaumten Versammlung bemühen. . ... für «ne retöt bflfe ber Beitrag zur Vereinskasse in den vorläufig berathenen Statuten aus 1 ff. 10 fr. für ledes Mitglied festgesetzt worden ist. Kiesten den 11. October 1869. Großherzogliches Krctsamt Gießen. ° ' In Verhinderung des Kl:eisraths: Gros, Kreisassessor. B e k a ii n t m a ch u n g. cvriphriefi (StnmDf HI zu Burkhardsfelden beabsichtigt an dem Vicinalwege von Oppenrod nach Burkhardsfelden in einer Entfernung von etwa 50 Klaftern von dem t, t?rfVLV dLha "ynback III daselbst eine Ziegelhütte ZU erbauen und in derselben eine Ziegelbrennerei zu betreiben. Es wird dies IN Gemäßheit des 8- 17 der Gewerbe- flSLZWSr-L Ä,-Äi gsaaaas -*5sätss« *" Die Gründung eines Obst- und Gartenbau-Vereins betreffend. b,m der °mL. °. mS. beratenen Statuten die Mitglieder dieses Bereins, sowie olle Freunde des Obst- und Gartenbaues, auf Der Stadt - Rentmeister: Enders. bezahlt werden. Gießen, am 11. October 1869. Besondere Bekanntmachungen 9595) Die am 1. b. Mts. fällig gewesenen städtischen Gelder: 1) Heugrassteiggelder, 2) Schulgelder aus den städtischen und der Realschule pro 111. Quartal, 3) Communalsteuer, III. Ziel, fönnen in den ersten ach- Tagen an den Zahltagen: Dienstags, Donnerstags und Samstags ohne Kosten zur hiesigen Stadtkaffe Oeffentliche Aufforderung. 9580) Heinrich Weller, Sohn des Daniel Weller und dessen Ehefrau Katharina Elis ab et ha, geb. Freitag aus Heuchelheim, welcher im Jahre 1839 ca nach Amerika übergesiedelt, ist nach den beigebrachten amtlichen Erhebungen am 4 September 1841 dortselbst kinderlos gestorben. Da die rechten Geschwisterkinder des genannten Heinrich Weller, als: 1) Katharina Elisabetha Wein- rid), geb. Metzler, 2) Philipp Metzler, 3) Elise Böttcher, geb. Metzler, die Verabfolgung dessen, seither curatorisch verwalteten Vermögens beanspruchen, so werden hiermit alle Diejenigen, welche bessere Ansprüche an das erwähnte Vermögen bilden zu können glauben, ausgefordert, solche sogewiß binnen sechzig Tagen, vom ersten Erscheinen dieser Aufforderung an gerechnet, dahier geltend zu niachen, widrigenfalls den aufgetretenen drei Erben der fragliche Nachlaß überlassen werden wird. Gießen, den 25. August 1869. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Dr. v. Schmalkalder, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor. Johann Bernhardt, Bürger zu Vilbel, gegenwärtig zu Gießen wohnhaft, Inhaber eines Liqueurgeschäfts und eines Specerei- handels. Gießen, den 11. October 1869. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Stadtrichter. 9604) Im Firmenregister des unterzeichneten Gerichts ist heute folgender Eintrag vollzogen worden: Markt-Verlegung. 9582) Der in dem diesjährigen Landkalender irrthümlich auf den 2. November 'M j * f Hl \N Di der an Lieferung für das Landeszuchthaus. bei I- Anzer, bei Herrn I. Rothenberger, Lindenplatz. ver- S V e r 1 o o s hbi g Main - Weser - Bahn auch ft tn und m ich es $apa1 Mathii zu fpr schien, mit sich 9584) Meinen Garten am Wismarer Weg bin ich Willens entweder ganz oder auch getrennt zu verkaufen. Frau Schwan, am alten Arresthaus. empfiehlt ihre anerkannt vorzüglichen Ehocoladcn und Cacaopulvcr in stets frischer Waare bei den A es ihr I denn s möglich schon v Geister nungei 2 Allerneueste - Offierte. 9568) Origiiial-Staats-Prä- mien-lzoose sind überall zu kaufen und zu spielen erlaubt. „Gottes Segen bei Cohn!“ Grossartige wiederum mit Gewinnen b e «1 e u t e bi <1 9600) Ein Familienlogis 1. Stock) ist zu vermiethen bei Gebrüder Wenzel. 9583) Montag den 25. October l. I., Vormittags 10 Uhr, wird dahier für 1870 zur Lieferung Feilgebotenes. 9588) Weißbuchen-Scheidholz, sowie eine große Leipziger Nähmaschine ist, letztere zu dem Preise von 75 fl., zu verkaufen 9598) Ein kleines Logis von 3 Zimmern, Küche und Zubehör ist an eine stille Familie zu vermiethen und sogleich zu beziehen. W. L. Ferber Wittwe, Seltersberg. tractischen Bedürfnisse im )«*naltend, trägt die ,, Biene" »melfleiss, Sorgfalt und Umiles zusammen, was die Mode biete der Toilette und der Vermischte Anzeigen 9586) Am verflossenen Gießener Jahrmärkte ist mir ein '/< Jahr altes Mutterschwein, von Farbe weiß, abhanden gekommen. Der jetzige Besitzer wird ersucht, dasselbe gegen eine Belohnung mir wieder zuzuführen. Jacob Hahn, in Heuchelheim. wirklich St Wichtig in Dor Hyaml M nich V T in dies und H, sichln wvhnfi irgend brruhigt nM Schalte । fit sich a verhandel zliich ab> Zacob to! Mathilde „6i lich, daß mgen „I Mä, ■ an nge 9581) • $cr 961 i-Ä ®lireflVa Anfrage. 9607) Dieser^Tage erhielten die hiesigen Einwohner die Communalsteuerzettel zuge- stcllt, worauf der an die hiesige Stadtkasse zu zahlende Beitrag zu den Kricgskosten verzeichnet ist. Man erlaubt sich hiermit die Anfrage, ob die Gelder für preußische Einquartierung und die verbündeter Truppen, welche vom Jahr 1866 her die Einwohner Gießens noch zu gut haben, sowie die Gelder für die im Herbst 1867 einquar- tirt gewesenen Mannschaften vom Jäger- Bataillon Nr. 11, mit der Stadtkasse in Gegenrechnung ausgeglichen werden können, da dieselbe doch diese Gelder vereinnahmt haben muß, wie aus einer Bekanntmachung der Königl. Preuß. Etappcn-Jnspection vom 21. September 1867unzweifelhaft hervorgeht.' Grobherzogliche Bürgermeisterei Wieseck. Lang. eingetragene Allerheiligen-Markt wird nicht an diesem Tage, sondern wie gewöhnlich, Montag den 1. November 1869 abgehalten-. Hungen, den 9. October 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Hungen. I. V. d. B.: Bender VI., Beigeordneter. zvstn Dienk lichg lebeia Preis-Medaille, Pariö 1867. f LlMOlatzen-Mimk von Gebrüder Waldbanr Königlich Württcmb. Hoflieferanten in 3 Stecken Buchen-Scheidholz, 137 Wellen „ Reisholz, 6775 „ Nadel- 273 Fichten-Stangen. Der Anfang ist im Dörloch Staatsstraße. Wieseck, den 11. October 1869. Versteigerungen. Vesteigerung von Bettstroh. 9574) Freitag den 15. d. Mts-, Vormittags 11 Uhr, wird das alte Bettstroh (zur Stallstreue geeignet) aus 840 Strohsäcken auf dem Büreau der unterzeichneten Verwaltung in der Caserne meistbietend versteigert. Gießen, den 11. October 1869. Grobherzogliche Garnisonverwaltung. Kalbfleisch. 961 grauen Das Abladen von Bauschutt an der Turnhalle ist bei Strafe verboten. Für das Verbringen desselben bleibt, wie schon früher bekannt gemacht worden, fortwährend der Schweinemarkt, insbesondere der Platz unmittelbar hinter dem dortigen Steindamm, bestimmt. Gießen, den 11. October 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. (9590) steigert: 1) 1000 Stück Weißkraut, 2) 300 „ Wirsing, 3) 60 Gentner Sauerkraut, 4) circa 65 Centner Ochsenfleisch, 5) „ 15 „ Schweinefleisch, 6) „ 16 „ Kalbfleisch, 7) „ 16 „ Schweineschmalz. Marienschlvß, am 11. October 1869. Großherzogliche Landeszuchthaus-Direction. Knispel. sich |i 3000, 131 ä 2000, 6 ä 1500, 5 ä 1200, 156 ä 1000, 206 ä 500, 6 ä 300, 272 a 200, 24550 Gewinne ä 110, 100, 50, 30. Kein Loos gewinnt weniger als einen Werth von 2 Thalern. Gewiniiffelder u. amtliche Ziehungslisten sende unter Staatsgarantie meinen geehrten Interessenten nach Entscheidung prompt und verseil wiegen zu. Durch n'.eine von besonderem Glück begünstigten Loose habe meinen Interessenten be- j reits allein in Deutschland die allerhöchsten Haupttreffer von 300,000, 225,000, 187,500, 152,500, 150,000, 130,000, mehrmals 125,000, mehrmals 100,000, kürzlich schon wieder das grosse 1,008 von 127,000, und jüngst am 30. Juli,schon wieder fünf der grössten Haupt - Gewinne in dieser Gegend ausbezahlt. Jede Bestellung auf jxj- meine Original Staats IjOOSC kann man der Bequemlich- keit halber auch ohne Brief, einfach auf eine jetzt üb jr.3, liehe Postkarte, machen. Dieses ist gleichzeitig bedeu- Jr i teud billiger als Post- Vorschuss. Sanis. Colm in Hamburg, Haupt-Comptoir. Bank- und Wechselgeschäft. Herren Eduard Lind, Hofconditor Gießen, ^r^Illustrirte Damenzeitung./^ Durch aUe Buchhandlungen und yost&mter ist zu beziehen: DIE BIENE. Neueste und billigste Berliner Damenzeitung für Mode und Handarbeit Herausgegeben unter Mitwirkung der Eedaction des Bazar mit theilweiser Benutzung der in dieser Zeitschrift enthaltenen Abbildungen. für da» ganzeFiertcljahrilm-1O«s^'- Den Bau der Lenne-Lahn-Bahn. 9605) Nachfolgende Verfügung Großh. Kreisamts Gießen bringen wir zur Kenntniß und Berücksichtiguna der Grundbesitzer hiesiger Gemarkung. infolge einer Mittheilung der Bergisch-Märkischen Eisenbahn-Directton tn „Elberfeld sind die örtlichen Vorarbeiten für das Project der Lenne-Lahn-Bahn „nebst Abzweigungen bereits eingeleitet und ersucht uns genannte Directton, „den Behörden der hierdurch berührten Gemarkungen möglichst Schutz der „Feldarbeiten anzuempsehlen. Sie werden daher die Grundbesitzer von icder „Störung erwähnter Arbeiten und Beschädigung der Absteckungsmarken mit „dem Anfügen abmahnen, daß von Seite genannter Gesellschaft für ordnungs- „mäßige Regulirung der Schadensansprüche für zerstörten Aufwuchs rc. Sorge „getragen werde, und daß die Vermessungsbeamten mit Legitimationen der „Direction versehen sind." . . Gießen, am 13. October 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. 9572) Ein Alpaca - Regenschirm blieb -rgendwo stehen. Auskunft nimmt die Exped. d. Bltts. entgegen. 9535) Eine Kaute voll Mist ist zu verkaufen Neuemveg Lit. B- Nr. 194. 9596) Ein Garten ist sogleich unter annehmbaren Bedingungen sehr billig aus freier Hand zu verkaufen. Nähere Auskunft ertheilt Heinr- Bourgeois, Buchbinder. weiMiZihen Handarbeit für selbst*- thi , wirthschaftliche Frauen und Tö r Neues und Gutes bringt: Im iptblatte jährlich an 1200 vorzügliche Abbildungen der gesammten D en-und Kinder-Garderobe, Leib- isJihe und der verschiedensten Hand- 'ryeiten, in den Supplementen die reff. Schnittmuster mit fasslicher Schreibung, wodurch es auch den ^geübtesten Händen möglich wird, Iles selbst anzufertigen ‘und damit edeutende Ersparnisse zu erzielen. Die' erste Nummer des neuen (V.) Jahrgangs ist gratis durch alle Buchhandlungen und Postanstalten zu beziehen. « Die Verloosung und E «ollsieStt die Staats-llegie- d rteieg selbst. «Beginn der Ziehung am tSll. October. W Win* Ä TäiBg*. oder t Thlr. « ■ oder flo"$ Sgl*. kostet ein vom Staate garantir- rj tes wirkliches Original-Staats- ä Loos (nicht von den verbotenen Pro- ö D messen) und bin ich mit eler ^Versendung dieser wirkli- | ichen Original-Staats R oose gegen frankirte Einsendung des £ 0 Betrages oder gegen Postvor- H Z schliss, selbst nach den entfern- M testen Gegenden staatlich :;i ■Ä beauftragt. ty werden nur Ge- /.I fej w inne gezogen. -TA M Die Hanpt - Gewinne betragen eä | 250,000, 200,000, 190,000, 175,000, V $ 170,000, 165,000, 160,000, 155,000, Lj 150,000, 100,000, 50,000, 40,000, U 25,000, 2 ä 20,000, 3 ä 15,000,1 *?3 ä 12,000, 3 ä 10,000, 4 ä 8000, ra D5 ä 6000, II a 5000, 4000, 29 ä 1 Lampenschirme in reicher Auswahl empfiehlt H. Sonntag, Buchbinder. 9570) Füll-, Regulir- und Mantel- Oefen, Heerde und Oefen aller Art, zu Steinkohlen- und Holzbrand, verzinnte und cmaillirte Kochgeschirre, lackirte Ofenschirme, Kohlcnkastcn rc. empfiehlt E nii l Pistor. Vermiethungen. 9594) Ein Familienlogis mit allen Bequemlichkeiten ist zu vermiethen bei Georg Möhl, Reichensand. 9565) Der von Fräul. Weiß seither bewohnte Laden ist zu vermiethen und kann auf Verlangen sogleich bezogen werden. ________________A. K- Worms. 9575) Bei Frau Dr. Haustein ist ein möblirtes Zimmer mit Cabinet zu vermiethen. 9567) Ein noch ganz neuer Uniforms- Hut für Großh. Beamten ist sehr billig zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d.Bl. 9602) Bei Unterzeichnetem sind wieder Lohkuchcn (sog. Lohkäse) zu haben. _________________Earl Schreiber. 9592) Eine Geige nebst Bogen, für einen Anfänger, ist zu'verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 9569) Eiserne Bettstellen, Flaschen- schränke, Dampfkocher, Kinderwagen bei_______________________Emil Pisto r. 9571) Einige Fuder Gerstenstroh, sowie Spreu, haben zu verkaufen Braubach & Kuhl, Westphäl. Hof. F. W. Kurz Gebr. Adami Cour. Wcidig Earl Lonp Carl Hoffmann 9563) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei Gg. Malkomesius. 9608) Ein Familienlogis ist zu vermiethen bei H. Haßler, Schuhmacher, ______________________Wallthorstraße.______ 9576) Ein möblirtes Zimmer mit Cabinet ist zu vermiethen Neuenweg Nr. 186. 9559) Ein geräumiger Keller ist zu vermiethen bei H. Gauß, Glaser, _______________________am Asterweg. 9560) Eine Wohnung von 4 Zimmern, 1 Cabinet, Küche und Zubehör in meinem Nebenhause wird bis zum 25. October frei. ________________________Pitthan. 9562) Ein Familienlogis ist zu vermiethen. Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts 9577) Ein möblirtes Zimmer mit Cabinet ist zu vermiethen bei H. Rübsamen, Mäusburg. 9556) Ein freundliches möblirtes Zimmer mit Cabinet ist in der Neustadt Lit. D- Nr. 55 zu vermiethen. 9557) Das von Herrn Oberbau-Secretär Moyat bisher bewohnte Logis im Russischen Hofe ist zu vermiethen und kann . sogleich bezogen werden. Neuer Turnverein. 9601) Nach Beschluß der letzten Hauptversammlung : Montags und Donnerstags Riegenturncn ; Einrichtung desselben heute (Donnerstag) Abend 7 Uhr. ___________Der Vorstand. 9603) Das Reparircn und Auflackiren von Körben und Korbmöbeln, sowie das Nohrstuhlflechten, besorgt prompt und billigst Eduard Klemme, Kunst-Korbflechter, in der Neustadt Lit. D. Nr. 62. 9599) Eine tüchtige Haushälterin wird baldigst gewünscht. Von wem? sagt die Exped. d. Bltts. 9609) Ein Schmicdgeselle kann dauernde Beschäftigung erhalten bei _________________________Th. Vogt- Größere Quantitäten frische Butter werden regelmäßig zu kaufen gesucht. Offerten wolle man unter Chiffre 8 Nr- 3 bei der Exped. d. Bltts. abgeben. (9589) 9593) Ein guter Schreinergeselle findet dauernde Arbeit bei Schreinermeister Wißner in Londorf. 9561) Bei Maurermeister Schmitt in Heuchelheim können mehrere Maurergesellen dauernde Beschäftigung finden. 9591) Für eine ältere Dame wird ein braves Dienstmädchen sogleich gesucht. Näheres bei der Exped. d- Bltts. 9587) Einige Gehülfen sucht C u j e, Weißbinder und Lackirer in Wetzlar. 9585) Ein goldenes Kreuz ist auf dem Neuenweg gefunden worden und kann solches in der Hintergasse Lit. A- Nr. 48 wieder in Empfang genommen werden. ujivj ctcftiuiiH ves nächstjährigen Bedarfs der Main-Weser-Bahn an Bu- chenscheitholz, Neiserwellen, _________ Coaks, Braunkohlen, Lampendochten, Rüböl, roh und raffinirt, Petroleum, Stearinkerzen, Zündhölzern, Hanf- Heede (Werg), Neiserbesen, Seife, Terpentinöl, Talg, Kupfervitriol, Bindfaden, Fruchtgummi und Plomben, — soll im Wege der öffentlichen Submifsion vergeben weroen. Termin hierzu wird auf Mittwoch den 27. October d. I., Vormittags 9 Uhr, in dem Geschäftslocale der unterzeichneten : Direction auf dem Bahnhofe zu Cassel an- beraumt. Die Offerten, deren Eröffnung in Gegenwart der etwa persönlich erschienenen Submittenten stattfindet, sind franfirt, versiegelt und mit der Aufschrift: „Submifsion auf Lieferung von Betriebs-Materialien" versehen, vor dem bezeichneten Termine hierher einzureichen. Die Lieferungsbedingungen nebst zugehöriger Bedarfsnachweisung liegen bei unserer Central-Materialien-Controle dahier, sowie bei den Stations-Vorstehern der Main- Weser-Bahn in Marburg, Gießen und Frankfurt a. M. zur Einsicht aus; auch können Exemplare derselben, auf portofreies Ansuchen, gegen eine Gebühr von 4 Sgr. vr. Stück von den genannten Dienststellen bezogen werden. Cassel, den 27. September 1869. Königliche Direction der Main-Weser-Bahn. Neubau der Elisabethen-Brücke zu Marburg. 9597) Sonnabend den 16. October d. I., Nachmittags 1 Uhr, sollen auf der Baustelle obiger Brücke bedeutende Quantitäten Ban- und Brennholz, darunter 84 Balken ä 50 Fuß, 150 Pfähle a 15 Fuß, 1600 Fuß Unterzüge rc-, sowie 460 Stück Schraubcnbolzen und 100 Pfahlschuhe, meistbietend mit wöchentlicher Zahlungsfrist verkauft werden. Die Näheren Bedingungen werden im Termin bekannt gemacht. Marburg, am 11. Oktober 1869. Der Königliche Wasserbaumeister: Kn ip ping. 9573) Freitag den 15. d- Mts-, von Vormittags 9 Uhr an, sollen in dem Wicsecker Gcmeindewalde, Di- ftrktcn Dörloch und Badenburger Wäldchen , versteigert werden: 8en und . "Biene™ 7alt M Vrn. die Mode ?»’®d der »Ata1? ivSÄ ySHS „deuten Hand. Renten die lmjt fasslicher h*auch den rnogbeh wird, ien damit * 20 erzielen. ■es neuen (V \ rrch alle Buch' Italien zn Regenschirm blieb nimmt die Exped. Stift ist zu Der; Är. 191 ' teste e Werte. | ilaats-Prä- 8 überall zu9 )ei Cohn!“ | deruin mite. 1 e u t e n d ! pitalien- fon nahe nen. \ rantirt und atu-Regie- s $0. October. | der t Tiilr. NäT. tecarantir-' inal-Maats- \ i verbotenen kroch mit der euer wirkli-! itaats-Loosei Einsendung des Post vor-1*: "d<. entfern- S rn staatlich en nur Ge- S . 59 , »inne betragen a 10,000,11 »MI id.OOÖ, 155,000,B »o,ooo, 40,ml I) 3 a 15,000,1 000, 4 “ 8000,1 00, 4000, 29 al 6 ä 1500, 3/1 206 a 500, 6» I 50 Gewinne a 110,1 wenijer als einen .. amtli<*,,e le unter meinen geehrten ' v Entscheidung ,ch«iexen'u be-onde- :fÜ..MtiK. F „.achen. •k“r‘ i,edeV' t..r Selterswege. ReinqeHaltene Eremplare des „Gießener Anzeigers" Nr. 119 und 120 werden zu 3 fr. pr. Stück zurückgekauft von der Krped. d. Bltts. Woljmuigamiinhmimi. 9606) Unterzeichneter wohnt nunmehr im 3. Stock des Krailin g'schen Hauses auf der neuen Anlage, nächst dem Winter-Ackerlirullchule des tandiv. Vereins für S arkenburg $u Darmstadt. 9610) Die Anstalt, an welcher zwölf Lehrer wirken, unterhält zwei Curse von je 5 Winter-Monaten. Dieselbe ist mit Lehrhülfsmitteln reichlich ausgestattet. — Das nächste Semester beginnt mit dem Monate November. Anmeldungen sind an das Bureau des landw- Vereins zu richten. Darmstadt, am 8. October 1869- Das Präsidium des landw- Vereins für Starkenburg. v. Bechtold. 9521) Schncidcrgcsellen sucht G- F Rupp, Neuenbäuen Nr. 84. LebensvnIrchkruilgsbanK f. D. in Gotha. 9581) VerfichcrunaSstand . .'.........1 or'annnnn Effcctivcr EapitalfondS - - -...... 25,900000 „ Versicherungen werden vermittelt durch «• /tcrer, ' Buchhändler rn Gießen. Äeschasts-Empfthltlng. 9611) Hierdurch die ergebene Anzeige, daß ich mich dahier als Bäcker eta- blirt habe. Durch prompte und reelle Bedienung werde ich das mir geschenkt werdende Zutrauen zu erhalten bemüht sein. . W. Westrich, ° rn der Lowcngasse. Or. Pflug, Professor der Thierheilkunde. 9566) Ein Mädchen, welches mit Flicken und Weißzeugnähen gut umzugehen weiß, wünscht noch einige Tage in der Wocke Beschäftigung. Näheres bei der Exped. d. Bltts._______________________________________ 9496) Mit Erhebung der Pacht- und Steiggelder der Frau Theodore Süßbeck, geb. Möhl, sowie der Fräulein Johannette und Marie Möhl, dermalen in Hainburg, ist der Unterzeichnete beauftragt und bittet, die auf Michaeli d. I. fällig gewesenen Beträge alsbald an ihn abzuliefern. F. Barth, Hofger.-Advocat. Die Namenlose. Novelle von Theodor König. (Fortsetzung.) „Ich fürchte nur, Felicie, Papa ist sehr, sehr krank und würde sich sehr beruhigt dadurch fühlen, wenn er diese Papiere in Doctor Wilder's Händen wüßte. Meiner Meinung nach müssen sie irgendwie Bezug auf Berthold haben. Behalte ich sie in meinem Besitze unc der Informator verlangt sie, so wirv er sie sich auch zu verschaffen wissen, denn wo nur irgend eine Möglichkeit dazu vorhanden ist, weiß er ja jederzeit seinen Willen durchzusetzcn. Willst Du sogleich abrufen? Du kannst ja Papa's Gigh nehmen unv unser guter, treuer Jacob wird Dich fahren." „Sagten Sie nicht, unser gnädige Herr habe seine Schwester, Fräulein Mathilde, gesehen?" fragte Felicie mit leichenblassem Gesichte. „Er sagt es wenigstens, entgegnete Hyacintha. „Vielleicht und wahrscheinlich, daß er es nur geträumt hat. Ich glaube jetzt an keine Geifter-Erschei- nungen mehr, sondern halte diese nur für Phantasiegebilde kindischer Thorheit." „Das pflegte allerdings Madame Winter stets zu behaupten," gab Felicie zurück, von einer Ketzerin steht ja aber nun einmal nicht zu erwarten, daß sie an irgend Etwas glaube, selbst an die von den Heiligen vollbrachten Wunder. Ich aber, Fräulein, glaube, daß der gnädige Herr Fräulein Mathilde wirklich gesehen hat, denn sie ist mir selbst sogar in vergangener Nacht erschienen. Kurz und gut, Sie sagen, dies Testament erscheint Ihnen von besonderer Wichtigkeit für Sic, und darum reise ich sogleich ab, um cs, wie Sie wünschen, in Doctor Wilder's eigene Hänoe zu übergeben." „O, wie herzlich, wie innig dankbar ich Dir bin, theuerste Felicie," ^ief Hyacintha. „Sieh', hier ist das Packet. Sobald Du fort bist, gehe ich wieder zu Papa' und dann wird noch Alles gut werden. Wie Dir unser liebes Fräulein Mathilde erschienen ist, darüber wirst Du mir das Nähere später erzählen. „So leben Sie für jetzt wohl, liebes Kind," antwortete Felicie. „Ich will auch keinen Augenblick Zeit mehr unnütz verlieren." Als Hyacintha in das Krankenzimmer des alten Herrn zurückkehrte, wollte es ihr vorkommen, als blickte der Informator erhitzt und ärgerlich. Der Baron selbst lag im Schlafe. Hyacintha zog ihren Stuhl ganz in die Nähe desjenigen von Willert's, denn sie hatte Gründe dazu, diesen aus einige Zeit hier zurückzuhalten. Zu diesem Zwecke bewies sie sich heute auch ganz ungewöhnlich zutraulich und mittheilsam gegen ihn. „Ich fürchte," flüsterte sie, „Sie haben Papa nicht so wohl gefunden, wie ich es gehofft hatte." „Sein Geist ist mehr angegriffen wie je zuvor," war die Antwort. ^Es ist j'tzt fast schon unmöglich, noch irgend eine Angelegenheit mit ihm zu sprechen. Er hat sich, wie mir aus seinen verworrenen Reden hervorzugehen schien, in den Kopf gesetzt, den Geist seiner Schwester gesehen zu haben." „Wirklich?" fragte Hyacintha leise. „Halten Sie denn solche Erscheinungen überhaupt für möglich, Herr Willert?" Auf den Lippen des Informators erschien ein spöttisches Lächeln. ,Ich möchte wissen —" Hub er an, „und doch, nein, cs ist ja ganz un- mbgltd). — Ich erinnere mich jetzt der thörichten Ideen, die Felicie Ihnen schon vor Jahren einzureden suchte, glaube aber, für Sie wenigstens seitdem alle Geister gebannt zu haben." .Mein Verstand sagt wir, daß Sie Recht haben, mein Gefühl aber kann es nicht," war Hyacintha's Antwort. Willert liebte es noch immer, Hyacintha gegenüber den Lehrer zu spielen. Die Versuchung, ihr eine Vorlesung über den Aberglauben zu halten, war in diesem Augenblicke zu groß für ihn, um ihr Widerstand leisten zu können, und Hyacintha, der vor Allem darum zu thun war, Felicie Zeit zu gönnen, die größtmöglichste Strecke ihrer Reife zurückzulegen, bevor ihre Abwesenheit entdeckt wurde, bot allen weiblichen Scharfsinn aus, stand selbst nicht an, sich von unge- wohnlich liebenswürdiger Seite gegen ihn zu zeigen, um ihn so lange wie nur irgend möglich neben sich im Krankenzimmer zurückzubalten. Er verweilte dort länger wie zwei Stunden und die Abwesenheit der Fran- zösin blieb ihm auch dann noch verborgen, da sie überhaupt nur wenigen der Diener bekannt war und diese Auftrag hatten, sie so lange wie nur irgend möglich geheim zu halten. Noch zwei ganze Tage und eine Nacht lag der alte Baron bewußtlos, doch lebend da. In der daraus folgenden Mitternacht fuhr Hyacintha plötzlich aus leichtem Schlummer empor, als sie den alten Herrn mit lauterer Stimme wie gewöhnlich ihren Namen rufen hörte. „Ich bin hier, theurer Papa," antwortete unsere junge Freundin. „Sie ist mir wieder erschienen und hat mir gewinkt," murmelte er. „Gute Nacht, mein liebes, gutes Kind. Gottes Segen über Dich 1 Sage auch meinen beiden Söhnen, daß mein letzter Hauch ein Segenswunsch über sie gewesen sei. Mathilde —" Seine Stimme brach plötzlich ab. Die Hausmeisterin, welche die Wache des jungen Mädchens theilte, eilte zur Seite des Bettes. Cynthia beugte sich im tiefsten Schmerze über ihren Wohlthäter hin, küßte ihn auf die Stirne und stieß einen schwachen Schrei aus. Die würdige Hausmeisterin zog sie vom Bette zurück. „Ja, gnädiges Fräulein, er ist dahingegangen," sagte sie, indem sie dem alten Herrn die müden Augen zudrückte, die jetzt keine Thräne des Kummers mehr weinen sollten. Viele Tage vergingen, bevor das sich jetzt so außerordentlich verlassen fühlende Mädchen das Bett verlassen konnte. Felicie benahm sich fast mit der Zärtlichkeit einer Mutter gegen sie und die arme Hvacintha hing dafür an der guten Französin mit dem ganzen liebevollen Vertrauen eines Kindes. Willert, der ihren Kummer zu ahnen schien, kam lange Zeit hindurch nicht in ihre Nähe, und in der ThoG nicht, bis ihn endlich geschäftliche Angelegen- heiten dazu zwangen. Der alte Herr war beerdigt und der nunmehrige gesetzliche Erbe, ein alter Junggeselle, dem man seine zahllosen Sonderbarkeiten und seinen Geiz schon beim ersten Zusammentreffen anmerkte, auf dem Gute angekommen. Die Angelegenheiten waren hier überhaupt jetzt seltsam verwickelter Natur. Berthold konnte noch keineswegs als des Mordes überführt betrachtet werden. Wurde er schließlich dennoch freigesprochen, so war er natürlich der Erbe des ganzen Besitzthnms, wurde er hingegen verurtheilt, so hatte er dasselbe ver- wirkt und es ging auf den nächsten Erbberechtigten über. Weder Hyacintha noch Willert hatten also eigentlich für jetzt eine Heimath und es waren diese Verhältnisse, die der Informator unserer jungen Freundin näher auseinandersetzte, als er aus sein endliches, dringendes Verlangen die erste Zusammenkunft mit ihr erhielt. „So habe ich denn also nun weder eine Heimath mehr, noch die Mittel zum nvthwcndigsten Lebensunterhalt, Herr Informator?" fragte sie trübe, nach- dem er geendet. „Ein Legat des guten, alten gnädigen Herrn von zweihundert Thalern ausgenommen, leider Gottes, nein," antwortete der gefragte im theilnehmensten Tone. „So werde ich denn mein Brot durch Arbeit zu verdienen suchen müssen," sagte Hvacintha. „Wir stehen einander in unseren äußeren Verhältnissen jetzt bedeutend näher wie je zuvor," flüsterte Willert, sich von seinem Sitze erhebend und dem jungen Mädchen näher tretend, mit sanfter, eindringlicher Stimme. „Wollen Sie mir nicht erlauben, Ihnen eine neue Heimath und den Schutz eines treuen Gatten zu bieten?" „Sie wollen edelmüthig gegen mich bandeln, Herr Willert, antwortete Hyacintha wieder ihren Willen, tief ergriffen und mit bebender Lippe. „Ihr Anerbieten ist edelmüthig, weil Sie ja einmal wissen, daß ich Sie nicht zu lieben vermag. Meine Antwort muß aber dennoch, wie früher, ab- lehnend lauten. Ich vermag Sie nicht so zu lieben, wie ein Mädchen, eine Gattin den Mann ihrer Wahl lieben muß. Ich beginge großes Unrecht gegen Sie, wenn ich Ihr Anerbieten annähme." „Auf Ihnen, Cynthia, beruht die Hoffnung meines ganzen Lebens!" rief Willert leidenschaftlich aus. „Werden Sie die Meinige unter jeder von Ihnen selbst festgesetzten Be- stimmung. Ich will darauf vertrauen, daß die Zeit meiner Liebe Erwiderung von Ihrer Seite bringe." „Sie verlangen Unmögliches von mir," entgegnete Hyacintha mit einem traurigen Kopsschütteln, „Ich habe meinem Adoptivbruver Berthold bereits für immer Liebe und Treue gelobt." „Dem Berthold, dem Schurken?" stieß der Informator, vor Wuth keuchend, hervor. „Aber wollen Sie denn an der Hand eines Brudermörders vor den Altar treten ?" „Nein, das will ich nicht," antwortete sie, sich schnell von ihrem Stuhle erhebend. „Ich will mit einem Manne vor den Altar treten, Der irgendwie das Opfer einer entsetzlichen Schurkerei geworden ist, — mit einem ehrenhaften Manne, dessen Charakter über Kurz oder Lang rein und makellos vor der ganzen Welt dastehen wird." (Fortsetzung folgt.) a u t lichen Spruch.) Die „N. F. Pr. deutschen amm'ka ju Gui Kenntni Redactton, Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr- Chr. Pi et sch) in Gießen. c 8 ss (3 (9 (9 tonnet bezahl (9 selben m Das ün bet für Aac C 12. October, schreibt: Die preußische Thron- Wgdcb (S (9 N wahren der $[, Steind Gieß ®ri neueren LandeStheile anordnet. Graf Münster und 23 ®e: noffen werden im Herrenhause die Regierung tnterpelliren, ob sie die Eisenbahn.Prämienanleihe ohne Zustimmung genehmigen wolle. Eine ähnliche Interpellation wird im Äbgeorv» netenhause vorbereitet. Berlin, 8. Oct. In der gestrigen Sitzung des Protestantentags wurde folgende Resolution bed Professor v. Holtzen- dorf angenommen: „Die von einem Thetle der Geistlichkeit unternommenen Versuche, die Todesstrafe als einen das Gewissen bindenden Glaubenssatz und al« ein der Obrigkeit durch die göttliche Ordnung auferlegteS Gesetz anjuerfennen, erscheinen als unberechtigt." Berlin. Die „Kreuzzeitung" schreibt: Das zungenfertige und großsprecherische Wesen einer gewissen Sorte von Berliner Handelsleuten und Vergnügungs-Reisenden trägt bekanntlich nicht dazu bei, uns auswärts Sympathieen zu erwecken. In Sachsen sagt man den Berlinern nach, sie hätten „Zündnadelschnauzen". Berlin. Der vierte deutsche Protestantentag, welcher in Berlin tagte, hat in der Hauptstadt des protestantischen Deutschlands die erwartete allgemeine Theilnahme nickt gefunden. Jn- deß konnten die nachfolgenden von Professor Dr. Schenkel aus Heidelberg aufgestellten und vom Protestantentag ohne Widerrede angenommenen sechs Thesen nickt verfehlen, großen Eindruck zu machen. Sie lauten: I. Die evangelische Kirche Deutschlands ist hauptsächlich deßhalb im Innern zerrissen und erlahmt und gegen römische Angriffe und Uebergriffe theilweise machtlos, weil die freie Entfaltung ihrer Principien und Le- bensbedtngungen in weiten Kreisen amtlich verkümmert und gehemmt ist. II. Statt der Eonsistorjal- und Pastoralkirchen, dieser Verzerrung protestantischer Lebensgemeinschaft, fordern wir die volksthümliche deutsche Gemeindekirche. Die Einrichtungen, wie sie den sechs östlichen preußischen Provinzen in einer sogenannten Synodalordnung geboten worden, sind bloße Scheinconcesfionen an das Gemeindeprincip. III. Jede Beschränkung der wissenschaftlichen Forschung und der kirchlichen- Lehrfreiheit durch Dogmenzwang ist eine schwere Verletzung der evangelischen Lebenggemeinschast, deren alleiniger Meister Jesus ChristuS ist, der Erlöser und Vollender der Menschheit. IV. An dieser Grundwahrheit evangelischen ChristenthumS hielten wir von jeher und halten wir fest, und legen darum Verwahrung ein gegen Dogmenknechtschaft und Bekenntnißzwang. Wer hierin ein Verläugnen der christlichen HeilSwahrheit sieht, und nach Pharisäer, und Schriftgelehrtenart unseren Ausschluß von der christlichen Gemeinschaft begehrt, der verläugnet die sittliche Grundwahrheit de« EhristenthumS — die Liebe. V. Die unbewiesenen Vorwürfe der preußischen Kirchenbehörden gegen unseren Verein weisen wir mit Entrüstung zurück. Jede dogmatische Ueberzeugung ist uns willkommen, die auf dem Einen, alten und unvergänglichen Grunde des stets sich verjüngenden ChristenthumS mit uns arbeiten will an der Erneuerung und Belebung unserer Kirche im Geiste evangelischer Freiheit und im Einklang mit der gesammten Culturentwicke- lung. VI. Alle deutschen Männer, welche mit und dasselbe wollen, werden von und hiermit auf'S Neue zu gemeinsamer Arbeit, zu gemeinsamem Kampfe gegen alles unprotestantische und hierarchische Wesen und zu gemeinsamem Schutz ded Rechtes, der Ehre und der Freiheit unseres deutschen Protestantismus öffentlich und feierlich aufgerufen. Frankfurt a. M. 3m nächsten Frühjahr wird dahier, wenn der van dem Ofsiziercorps der hiesigen Feuerwehr angeregte Gedanke Anklang findet, ein allgemeiner deutscher Feuerwehrtag mit einer gleichzeitigen Ausstellung und Verloosung von Feuerlöschgeräihschaften stattsinden. Frankfurt. Die Polizei hat dahier einen interessanten Fang gemacht. Auf der Post kam nämlich eine 200 Pfund schwere Kiste an, welche an einen hiesigen Geistlichen abreffirt war und angeblich Bibeln enthielt. Die Sache hatte an sich gar nichts Auffälliges, da an Frankfurter Seelsorger viel größere Bücher« fenbungen kommen als biefe. Die Revision war schon fast beenbigt, ald es boch den Aufseher gelüstete, einmal doch die große Sckotter Buchhandlung kennen zu lernen, welche nach Frankfurt 200 Pfund Bibeln schickt, statt daß solche sonst von hieraus versandt werden. Der Sache wurde nun etwas näher auf den Grund gegangen, und ed fanden sich statt Bibeln — Schinken im Werthe des angegebenen Gemichted vor. Daß auch die Adresse eine gefälschte war, stellte sich nachher heraus. An demselben Tage kam von Gotha eine angebliche Sendung gesalzener Därme. Dad Gewicht sckien für die geringe Quantität zu bedeutend, und ed stellte sich heraus, daß die Därme prachtvolle Rindszungen deckten. Frankfurt. Der hiesige Gemüsemarkt war am Samstag massenhaft mit Blumenkohl befahren. Ganze Wagensen- bungen gingen nach auswärts. Die Preise waren billig, billiger als die meisten anberen Gemüse. Die ärmste Familie konnte sich für 6 bid 8 fr. bieß schmackhafte Gemüse kaufen. Hanau. Der kürzlich in WleSbaben verstorbene Schriftsteller H. König, geboren zu Fulba, Verfasser bed bekannten Romaned „bie Clubisten von Mainz" u. A., hat Hanau und Fulba, beziehungsweise bie in diesen Städten befindlichen milden Stiftungen, sowie Wiesbaden, wo er seine letzten Lebendjahre verbrachte, auf die freigiebigste Weise bedacht. Indbeson- bere hat er vermacht: 2000 ff. der Armenverwaltung in Fulda, 2200 ff. den Armen - und milden Stiftungen in Hanau, 350 ff. dem Gustav-Adolphd-Verein in Wiesbaden, 175 ff. der Blindenanstalt dortselbst, 175 ff. bet bortigen Versorgungd- anftalt für alte Leute unb 87 ff. 30 fr. bet Kleinfinbetbe- wahrungSanstalt dortselbst. Seine sämmtlichen Bücher hat er der hiesigen Stadtbibliothek vermackt. Aus Prcßburg, 28. Sept, schreibt eine dortige Zeitung: „Der vielbesprochene Engländer Viscount Southwell, welcher mit einem Miniaturdampfer von Rotterdam aus die Fahrt in bad Schwarze Meer, refp. zum Suezcanal zu machen beabsichtigt, um der feierlichen Eröffnung beffelben beizuwohnen, langte vorgestern Nachmittags um >/4 4 Uhr in Preßburg an und fuhr am nächsten Tage weiter. Es begleitete ihn ein sogenannter Aufführet, unb außer biefem hat er Niernanben al« einen Heizet, während« er selbst die Rolle eines Capitänd spielt. Das circa 4>/z Klafter lange unb über 1 Klafter hohe, solid unb geschmackvoll construiite eiserne Schiff segelt trefflich und sichet; bie Kajüte ist einfach, aber ziemlich elegant eingerichtet. Das Dampfboot, das bie englische Flagge trägt, lostet 5000 Pfund Sterling. Madrid, 7. Oct. In Gandesa unb Carolina ist die Republik proclamirt worden. Die Flucht der Insurgenten voo ReuS hat noch keine Bestätigung gefunden. j und in den §§. 1, 2 und 3 des Art. 7 der Constitution des Staats bezeichneten Garantien suSpen- virt. Art. 2. Die Regierung wird ermächtigt, alle GebietStheile, wo es ihr nöthig erscheint, in Kriegszustand zu erklären. Art. 3. Die Regierung wird den Cortes Rechenschaft geben, über den Gebrauch, den sie von dieser Ermächtigung gemacht hat, nachdem der Aufstand besiegt ist." (Durch die suSpen- dirten Artikel der Constitution wird aufgehoben: Die Preßfreiheit, bas VersammlungS - und Vereinsrecht, das PctitionSrecht an bie Cortes; dann das Recht, daß Niemand verhaftet werden darf, ohne wegen eines Vergehens, baß bie Polizei nur kraft richter- lichen Befehls ins Haus bringen barf, unb daß kein Spanier verbannt werden kann ohne durch gericht- 9690- 11. October. Die Kundgebungen gegen das zweite Kaiserreich mehren sich. Die Pariser „Reforme" beantragt, intern sie bie Resolution des französischen Senates vom 2. April 1814, durch welche Napoleon I. und seine Erben des Thrones für verlustig erklärt wurden, wieder zum Abdruck bringt und ihr eine Reihe von Anklagen gegen Napoleon III. folgen läßt, für den 26. Oct. folgende fulminante Entschließung: „In Erwägung, baß der offenbare Wunsch des sranzösi- schen Volkes nach einer anderen Ordnung der Dinge verlangt, welche den allgemeinen Frieden wieder her- stelle und die Abschaffung der permanenten Armeen gestalte, welche über 600 Millionen jährlich verschlin- gen, während der öffentliche Unterricht, das wahre Budget des Volkes, nur 15 Millionen zu seiner Verfügung hat; in Erwägung, daß Napoleon III. seine eigene Verfassung verletzt hat, sind Diejenigen, welche ihm den Eid geleistet haben, ihrer Treue entbunden und werden von Forcade la Ro- quette, Magne, Leboeuf, Rigault be Genouilly, Le- roux, Delangle (Duvergier), Bourbeau, die verant- wörtlichen Minister Napoleons III., welche stets nur den Willen Napoleons III. thaten unb thun durften, welche vor Napoleon III. allein verantwortlich und vor sechs Monaten von Napoleon III. ernannt worden waren, welcher seit 18 Jahren regiert,..... für alle von Napoleon III. begangenen Acte in Anklagezustand versetzt. Die spanischen Cortes haben mit Ausschluß der republikanischen Deputirten bie verfassungsmäßigen Freiheiten suspendirt, um bie Schilberbebung ber Republikaner im Blute ersticken zu können, und nun haben sie weiter beschlossen, Deputirte mit außeror- dentlichen Vollmachten in die Provinzen zu entsen- den. Die Lage muß also ter monarchischen Majorität sehr bedenklich erscheinen und scheint auch viel ernster zu sein, als der Madrider Telegraph ins Ausland meldet. Am 3. d. hielten die Cortes eine Sitzung. Der Minister des Innern belobte die Ma- briber Bevölkerung für ihre ruhige Haltung und beantragte, der Bürgermiliz von Madrid den Dank der Negierung auszudrücken, welcher Antrag ange- nommen wurde. Hierauf erhob sich der Minister- Präsident unb sagte: Es ist gut, daß man wisse, daß die Commandanten ber Miliz von Madrid sich nicht allein erboten haben, die Beschlüsse der Cortes zu vertheidigen, sondern auch gegen die Rebellen ins Feld zu ziehen. Ein erstes Bataillon wird morgen abgehen. (Aussehen.) Hierauf wird der Bericht der Commission über die Gesetzvorlage betreffs Sus- pendirung der constilutionellen Garantien und Ge- Währung außerordentlicher Vollmachten an bie Re- gierung in Discussion gezogen. Herr Castelar: Der Moment ist feierlich. Jetzt wird vielleicht der Frei- heit letzte Stunde schlagen. Dieser Antrag ist bie Diktatur, darüber möge man sich nicht täuschen, und läßt alle von früheren reaktionären Regierungen, 1836, 1848 u. s. w. verlangten Vollmachten weit hinter sich zurück. Die Corte« haben nicht das Recht, auf ihre Souveränität zu verzichten und die individuellen Rechte der Gnade der Regierung preis- zugeben. Der Vicepräsident, Hr. Marios: Der Redner wird mir erlauben, zu bemerken, daß eS nicht erlaubt ist, die Omnipotenz ter Cortes anzu- greifen. Herr Castelar: Ich bitte um Entschulvi- gung, diese Theorie ist 1848 von Herrn Cortina vertheidigt worden. Herr MartoS: Ja, das ist aber nur eine persönliche Ansicht. Madoz antwortet im Namen der Commission: Die Befürchtungen des Herrn Castelar sind chimärisch. Anstatt sich Phan- tasmagorien hinzugeben, würde die Minorität viel besser thun, laut die Excrsse ihrer politischen Glau- benSgenossen zu verurlheilen und sich gegen Vie Insurrektion auözusprechen. Die Handlungsweise der Republikaner, man muß dieß sagen, bient in Madrid, wie in Catalonien nur ber Reaktion. Ich habe eine Menge von Corrrspondenzen in der Hand, welche dieß beweisen. Kommt es wohl der republikanischen Minorität zu, für den Triumph der Carlisten und Jsabrllisten zu arbeiten? Herr Orense ergreift bas Wort gegen die Gesetzvorlage und die Commission. „Es scheint, als ob man," sagte er, „die Basis zu einer Transaktion mit der republikanischen Partei zu legen sucht. Vor allen Dingen ist dazu erforderlich, das ganze Ministerium zu entlassen." Der Redner wird wiederholt zur Ordnung gerufen. Ruy Gomez antwortet im Namen der Commission. Nach seiner Rede wirb die Sitzung geschlossen. In der Nacht- sitzung der Cortes vom 5. zum 6. d. M. wurde folgender Entwurf eines Sicherheitsgesetzes angenommen : „Art. 1. So lange die bewaffnete Insurrektion dauert, werben die in ben Art. 2, 5 unb 6 rede erkläit bie „Herstellung und Erhaltung der Ordnung in den Finanzen" als eine unbedingte Noth- wendigkeit zur gedeihlichen Entwickelung aller Staatseinrichtungen. Das ist allerdings eine unbestreitbare Wahrheit, aber es entsteht denn doch Vie Frage, wer denn der eigentliche Störer der Ordnung in den Finanzen ist: der Staat, welcher einen alle Hülfsquellen des Landes verschlingenden Militäraufwand mitten im Frieden aufrecht erhält, oder der Steuerzahler, welcher trotz Frieden unb guter Erndtcn die vorhandenen Steuern nicht leisten kann? Anstatt aus dieser Erscheinung zu schließen, daß auf jede Gefahr hin Reduktionen in den Ausgaben gemacht werden müssen, muthet man dem Lande noch höhere Steuern, noch größere Opfer zu, als es bereits bringt. Die Staatseinnahmen nehmen ab, Weil die Steuerzahler nicht stark genug sind, die vorhandenen Lasten zu tragen, und jetzt soll das preußische Volk allein ausbringen, was die Staaten des Norddeutschen Bundes verweigert haben! Das ist kein gutes Zeichen und verräth wenig Prosperität, und es gehörte auf Seiten der National-Liberalen (in ungewöhnliches Maß von Verwegenheit dazu, wenn sie der Negierung auf diesem Wege noch weiter folgen wollten. Der preußische Landtag würde das einzige Mittel, die Regierung zu gründlichen Ersparnissen zu zwingen, aus den Händen geben, wenn er der Zuversicht entspräche, mit welcher die Thronrede seine Zustimmung zu den neuen Steuervorlagen verlangte." Vermischtes. Gießen. Es bunte wühl Im Interesse bet Leset Ihre« Blatted liegen, mit Bezug auf bie Bcfanntmachung bed Vermal tungdraths bet Obetheffifchcn Glsenbahngesellschaft vom 4. Sept. d. I., wonach auf ben 18. Oct. bie zweite Einzahlung von 15 Procent auf bie Interimscettificate ausgeschrieben ist, barauf anfmerfsam zu machen, baß Einzahlungen unb Vollzahlungen sowohl bei ben betreffenben Bankhäusern ald auch bei ber Hauptfaffe zu Gießen jetzt schon geleistet werben fön- neu, baß nach bem 19. Oct. Vollzahlungen nicht mehr ange« nommen werben, für bie Einzahlungen aber 6 Procent pro anno Verzugszinsen unb b Procent Conventionalsttase zu erlegen, unb InterimScertificate, für welche bie Einzahlungen vor Ablauf weiterer 2 Monate nicht geleistet finb, zu Gunsten ber Gesellschaft verfallen. Aus ber Wcttcrau. Montag ben 18. b. Mts., Mittags 12 Uhr, wirb in bem Gasthaus zum Einhorn in Gießen eine Generalversammlung beS Obst- unb Gartenbau-Vereins abgehalten, zu welcher bie Mitglieber beffelben, sowie Solche, welche es werben wollen, eingelaben finb. Darmstadt. An einem Uebergange in ber Nähe ber Station Griesheim würbe burch einen Eisenbahnzug ein Wagen Felbfrüchte überfahren unb total zertrümmert. Der Fuhr, mann unb bad Pferb entgingen glücklicherweise bem ihnen brohenben Untergang. Ersterer trägt an bem Unfall allein bie Schulb, inbem er nämlich, ohne auf ben Haltepfahl zu achten, mit bem Pferbe bid nahe an bie Barriere heranfuhr; beim Herannahen bed Zuged scheute baffelbe unb setzte mit bem Wagen über letztere hinaus. Von der Bergstraße wirb gemelbet, baß bie Qualität ber bießjährigen Weincrescenz eine anerfannt sehr gute sei. In ben meisten (Semarfungen hat mit Beginn biefer Woche bad Herbsten seinen Anfang genommen. Oppenheim, 9. Oct. Im Folge bed warmen Witterung unb ber guten Regen ber letzten Sage finb unsere Trauben bebeutenb vorangeschritten. Die Oestreichet, welche vor wenigen Tagen noch ziemlich bickhäutig waren, finb jetzt schon ganz ebel, unb auch bie Portugiesen lassen jetzt nichtd mehr zu wünschen übrig. Wenn biefe Witterung nur noch wenige Tage anhält, versprechen wir und einen Wein, ber bem 1866t wür- blg zur Seite steht. Nicdcr-Olm, 5. Oct. Heute verunglückte hier ein Fuhrmann beim Steinfahren zum Eistnbahnbau. Beim Hemmen geriet!) er unter bad Rab, ber Wagen ging übet ihn, unb bet Arme blieb auf bet Stelle tobt. Der Maun ist Familienvater unb noch in ben fräftigften Jahren gewesen. Berlin, 7. Oct. Der Abgeorbnete v. Forckenbeck würbe bei bet heutigen Präfibentenwahl im Abgeorbnetenhause mit 204 von 214 Stimmen zum Präfibenten gewählt, Rittergutd- befitzet v. Köller mit 184 von 210 Stimmen zum ersten Vice- präfibenten, R. v. Bennigsen zum zweiten Bicepräfibenten mit 161 Stimmen. — Der Minister bed Innern hat im Herren- Hand unter Anbetm auch einen Gesetzentwurf »orgelegt, welcher bie Verpflichtung ber Gemeinben zum Schabenersatz für bei öffentlichen Aufläufen verursachte Beschäblgungen auch für bie