11 tu 'S'n Bl«?*- ».tV1»« •’.**** t!« ;• i” »<*£?* iw. » a'ä,t'» 3eiv ’S? « «A i ,«fo ’• «ea 2 .^debni, jSää^ä ‘ C «PttrntUt an h.r • -;< am ir ,-v,, n 6tt &&«£ '*' fct,l'«'H' !° $»!(<«, ■'; ----,-Iis».- Lch«l, » rgzl*!» R Amt-- J L® *"”bat)n6of in Darrn- -'in< J*' tn Nifi(alur.-a6. J,M Kulltt R »ttifor ~ p ernenntn-, - am 43 h: Muilersckule zu «r> kitfec Eckulr, - tm -•! Siebad) am Haag bie rg, - dm 1 ^effion die zweite evan- -'- Ko LtuIamlS:Aipiranttll reuathi^ kkdlllüelle daselbü. :"^mealifT Mec- aut Mainz 'fikij ernannt. t eil e-cra Lehrer p beseßmde a jt Pingen mit einem 0t- <: t&rgifnig fit Heizung btt -tr nrtn Aioxer-ivu,tä, wo- Oießmer Anzeiger Anzeige- und Mmlsölalt für den Kreis Kielen Nr. 13'1. Samstag den 13. November 1869 BGRSEB Erschetm wöchentlich dreimal : Dienstags, Donner« stags und Samstags. - »rpedttton: Canzleiderg Lit. B. Nr. 1 Brodpreise vom 13. bis 20. November 1869, nach eigener Erklärung der Bäcker: 4 Pfund gemischtes Brod !61/2 fr. 2 Pfund gemischtes Brod 8y4 fr. 4 Pfund Roggenbrot, 14 fr. 2 Pfund Roggenbrod 7 fr. r ■ v Preis nrerttljührlich 36 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen Viertels äbrlich 49 6- 91 m 111 d> e Bekanntmachungen. Be ka n ntma d) u n g. Nach uns gewordener höherer Mittheilung wird am allgemeinen Entlassungstermin der Reserven im Herbste jeden Jahres von den Regimentern rc- auch eine Anzahl Mannschaften, welche ihre dreijährige Dienstzeit noch nicht beendigt haben, zur Disposition der Truppentheile beurlaubt. Bei diesen Beurlaubungen werden zunächst die am besten Ausgebildeten berücksichtigt; es können aber auch, wenn darum nachgesucht wird, solche Mannschaften Berücksichtigung finden, deren Anwesenheit zu Hause häuslicher Verhältnisse halber dringend wünschenswerth erscheint. Die deßfallsigen Gesuche sind jedoch nicht bei dem betreffenden Regiment, sondern bei der Bürgermeisterei des Wohnorts des Bittstellers vorzubringen. Die an das Regiment unmittelbar gerichteten Gesuche finden keine Beachtung. Die Verhandlungen über die Gesuche werden von den Großherzoglichen Bürgermeistereien an uns eingesandt und von uns am 1. August jeden Jahres dem betreffenden Negimente mitgetheilt- Mit Rücksicht auf diesen Termin ist es nöthig, daß die Gesuche im Monat Juli, und zwar^o frühzeitig oorgebracht werden, daß die erforderlichen Ermittlungen bis zu dem 1. August beendigt sein können- w Gesuche um zeitweise Beurlaubung sind künftig nicht mehr, wie bisher, an das Divisions - Commando, sondern an das betreffende Regiment, bezw. Truppen- Commando, zu richten. Es wird dieß hiermit zur Kenntniß der Betheiligten gebracht. Gießen, am 7. November 1869. Großherzogliches Kreisamt Gießen. In Verhinderung des Kreisraths: Kekul6, Kreisassessor. B e k a n n t in a ch n n g. Nachdem durch Allerhöchstes Decret vom 3. d. Mts. dem Großh. Kreisveterinärarzte Dr. Leonhard die nachgesuchte Entlassung von seinem Dienste bewilligt worden, ist dem Großh. Proftffrr Dr. Pflug zu Gießen die einstweilige Verwaltung des Kreisvetennäramts Gießen übertragen worden. Gießen, den 12. November 1869. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Goldman n. 1 1 cnertrit wird, tzoncin- 14 Tagen anzumelben; - für Dritte eine doution - .narbige Bewerber haben L keil dm 1. Nov. iö die r 1 r: .’nen-- nnd Süteweckehr 7,< tu Sunüfned’l auS Kirch- ' -:non 3allhau- in Dien- : »ei einem Ererbe gebissen a :ital gebracht. - Der, ... tatfW am 28. geslsrben. rslitil'che Schristüeller . nl Preußen fluihg ..r. farlaoenl« war, lebt seit . - ^n'chev Cberlanbe ge- . x ki >***£& ■»- vjra *** _ utitr ein be- , -^2 ber, f , e»* .■< **&:nrs , ' ut m'jrttn. i j, - .*>*• '1, !**.»• ser IV. von Steinbach abgeschlossen werden können. Gießen, den 8. November 1869. Großherzogliches Landgericht Gießen. Bötticher. 10517) Die fälligen Pachtgelder für 1869 vom Hospital- und Kirchengut sind innerhalb acht Tagen an den Unterzeichneten zu bezahlen. Gießen, am 12. November 1869. Der Rechner: Wittich. Versteigerungen. 10500) Mittwoch den 24. d. Mts-, Vormittags 9 Uhr, sollen in hiesiger Sttafanstalt die abgängig gewordenen Gegenstände, als: 95 Bettteppiche, 2 Wasserglasfässer, 2 Oelfässer, ä '/4 Ohm haltend, 3 Oelkasten, 30 alte Stahlblätter für Weber, 1 alter Kroppen, circa l‘/2 Ctr. altes Eisen, „ V4 „ alte Feilen u. Hobeleisen, eine Partie Eßkümpfchen von Blech, „ 6 Ctr. alte Lumpen, öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden. Marienschloß, am 9. November 1869. Großherzogliche Landeszuchthaus-Kasse. Schäfer. Besondere Bekanntmachungen. Bberhefstsche Eifenbahn-Gtsellfchäst. Zweite Einzahlung. in Darmstadt Berlin Stuttgart Gießen Frankfurt a. M- am bei 10514) In Gemäßbeit des §. 4 der Statuten und mit Bezugnahme auf die Bekanntmachung vom 4. September d. I. werden die Besitzer der nachstehend verzeichneten Interims-Eertificate für Actien der Oberhessischen Eisenbahn-Gesellschaft, auf welche die zum 18. October d. I. ausgeschriebene zweite Einzahlung von fünfzehn Procent des Nominalbetrages der.Actien, oder von st. 82. 30 fr. — 30 Thlr. per Stück, rückständig verblieben ist, hiermit aufgeforderl, diese rückständige Einzahlung nebst sechs Procent jährlicher Verzugszinsen und einer Convenlionalstrafe von fünf Procent des Betrages der Einzahlung binnen zwei Monaten nach Ablauf des vorerwähnten 18. Dccember 18U9, unserer Hauptkasse, Herren Gebrüder Bethmann, „ von Erlanger L5 Sohne, Herrn M Königswarter, „ Moritz WolfSkchl, „ Jos. JacqueS, der Wurttcmbergischcn Vercinsbank Einzahlungs-Tcrmines, mithin spätestens nachträglich zu leisten. Solche Jnterims-Certificate, bezüglich deren der gegenwärtigen Aufforderung vor Ablauf dieser mit dem 18. Dccember 1869 endigenden nachträglichen Einzahlungsfrist nicht vollständig nachgekommen ist, verlieren ihre Gültigkeit; die darauf bereits geleisteten Einzahlungen aber, sowie alle Anrechte daraus, verfallen zu Gunsten der Gesellschaft. Die Nummern der solchergestalt ungültig gewordenen Jnterims-Certificate werden veröffentlicht. Der Gerwaltungsrath ist befugt, neue Jnterims-Certificate für die solchergestalt erloschenen auszufertigen und für Rechnung der Gesellschaft zu ver- Die Besitzer der nachstehend verzeichneten Interims - Eertificate werden auf die Einhaltung der obigen nachträglichen Einzahlungsfrist um so nachdrücklicher aufmerksam gemacht, als die Ungültigkeit der Jnterims-Certificate, auf welche die zweite Einzahlung nicht innerhalb dieser Frist geleistet wird, lediglich mit Ablauf des Endtermins des 18. Dccember 1869 eintritt, ohne daß es erst noch einer ausdrücklichen Ungültig-Erklärung bedarf. Giestcn, Iben 9. November 1869. Der Verivaltungörath: Baron R. von Erlanger, Ferdinand Fürst zu Nsenburg, Präsident. V i c e > P r ä s i d e n t. Nummernverzcichniß der mit der 2. Einzahlung ä 15 % noch rückständigen Jnterimsscheine für Articn der Oberhessischcn Eisenbahn-Gesellschaft. Lit. B. Lit. D. Nr. 133. 134. 135. 136. 137. 138. 139. 140. 141. 142. 162. 253. 261. 262. 303. 304. 305. 306. 321. 322. 827. 889. 944. 972. 1361. 1362. 1363. 1461. 1462. 1549. 1707. 1708. 1709. 1710. 1711. 1712. 1714. 1899. 1927. 1928. 2085. 2086. 2103. 2104. 2105. 2401. 3103. 3104. 3105. 3106. 3107. 3108. 3109. 3110. 3111. 3112. 3113. 3114. 3115. 3116. 3117. 3118. 3119. 3120. 3121. 3122. 3123. 3124. 3125. 3126. 3127. 3128. 3129. 3130. 3168. . 3206. 3207. 3208. 3209. 3256. 3257. 3258. 3259. 3260. 3693. 3694. 3695. 3696. 4350. 4363. 4364. 4379. 4380. 4381. 6147. 6148. 6149. 7550. Oeffentliche Aufforderung. 10493) Aus dem Nachlasse des im Jahre 1845 zu Heuchelheim verstorbenen Andr. Schleenbecker ist eine Erbportion dem unbekannt wo? abwesenden Johannes Schleenbecker, bezw. dessen Kindern zugefallen, welche bisher curatorisch verwaltet wurde. Da die hier anwesenden Kinder, resp. Enkel des Johs. Schleenbecker, Ausantwortung der fraglichen Erbportion an sie beantragt, zu den Kindern des Johs. Schleenbecker aber die unbekannt wo? ab- wesenden Johs. Schleenbecker, geb. 1800, und Johann Daniel Schlecnbecker, geb. 1809, gehören, so werden diese beiden genannten Personen oder deren Rechtsnachfolger hiermit aufgcfordert, sogewiß binnen 60 Tagen ihre Erbrechte geltend zu machen, widrigenfalls sie auf ihr Erbrecht verzichtend angesehen und das Vermögen den aufgetretenen Erbinteressenten verabfolgt werden wird. Gießen, den 8. November 1869. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Nt u h l, Dr. v. Schmalkalder, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor. Nr. 179. Lit. C. Nr. 555. 623. 624. 625. 668. 679. 683. 1062. 1186. 1187. 1188. 1387. 1388. 1944. 1945. 1063. 1946. 10490) Es wird hiermit zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß die Wittwe des Konrad Balser II. von Albach wegen Geistesschwäche unter Curatel gestellt worden ist, und daß Rechtsgeschäfte mit solcher gültig nur unter Zustimmung des für die- 1 selbe bestellten Curators I o h a n n e s B a l- Verkauf derselben in Flaschen übertragen, und empfehle ich für pr.Orig.-Flasche. ■ Grosse Ersparniss für Haushaltungen. Zwei Goldene Havre 1SG8. in steine empfiehlt I- H- Fuhr. feinsten Sorten, die bei den die Saison: Bodenheimer . . Wachenheimer . . Dürkheimer . . Niersteiner ♦ . ♦ Rüdesheimer Berg Bestellungen auf bessere 1 engl. Pfd. Topf ä N. 5.33. 10495) Dienstag den 16 November, Nachmittags 2 Uhr, wird das zur Concuasmasse des Meier Heß gehörige Wohnhaus mit großem Laden am Lindenplatz auf dem hiesigen Rathhaus nochmals öffentlich versteigert. Gießen, den 8. November 1869. Der Massecurator: M. Pilger. 10487) Montag den 15. d. Nits., Vormittags 11 Uhr, soll die Lieferung der diesjährigen Schul- 10501) Neueste Füll-, Regulir-, broncirtc Mantel-Oefen und alle Arten Herde und Oefen zu Steinkohlen- und Holchrand, Kohlenkasten, Bügel-Oefchen, Ofenschirme, verzinntes und emaillirtes Geschirr, Dampfkocher, HaushaltungsmasäMen, Waagen und Geräthe aller Art empfiehlt Emil Pi stör. 10454) Neue Sendungen von Glace-, Winter- und Militär-Handschuhen, sowie von Prima-Ucbcrschuhcn, sind eingetroffen und empfehle ich solche au billigen Preisen. W- Ferber, Lindenplatz. Rum-Punsch-Syrup, Batavia-Arrac, Jamaica-Rum, Cognac, vorzüglichen Qualitäten. 10521) Die zu dem Nachlasse der Ehefrau des Justus Will zu Badenburg noch vorhandenen Mobilien, als: Wagen, Pflug, Egge, 3 Esel, Bettung, Haus- und Küchengcräthe, sowie verschiedene Silber- und Goldwaaren sollen Mittwoch den 17. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, freiwillig, öffentlich in der Badenburger Muhle gegen baare Zahlung versteigert werden. Wieseck, den 11. November 1869. Großherzogliches Ortsgericht Wieseck. Lang. Versteigerung getragener Monti- rnngsstücke zu Gießen. 10491) Dienstag den 23. und Mittwoch den 24. November, Vormittags von 9 und Nachmittags von 2 Uhr an, wird in dem Saale des Promenadehauses dahier eine Partie getragener Montirungs stücke, als: Mäntel, Waffenröckc, Zwilchröcke, Tuchhosen, Zwilchhosen, Mühen, Helmhauben, sodann altes Silber von Gradabzeichen, alte Tornister, altes Messing, Abfallleder und zugeschnittenes Leder zu Fußbekleidungen rc. an die Meistbietenden öffentlich versteigert. Die Großh. Bürgermeistereien der Umgegend werden ersucht, dies in ihren resp. Gemeinden gefälligst bekannt machen lassen zu wollen. Gießen, den 10. November 1869. Die Bekleidungs-Commission des 2. Infanterie-Regiments. Kreuter. besoldungsfrucht, bestehend in 7 Maltern 3 Simmern 3 Kumpf 3 Gescheid Korn, auf dahiesiger Bürgermeisterei öffentlich we- nigstsordernd versteigert werden, was hiermit öffentlich bekannt gemachr wird. Hausen, am 10. November 1869. Grobherzogliche Bürgermeisterei Hausen. D ern. 10440) Oefen und Kochherde zu Steinkohlen- und Holzbrand, Steinkohlenkasten, FeuerungSgeräthfchaften, Kochgeschirre aller Art, von Gußeisen, roh und emaillirt, verzinntes sog. Gesundhcitsgcschirr, Petroleum-Kochapparate, Steinkohlen und Braunkohlen empfiehlt I. G- D. Bapst. Mein Lager ächt amerikanischer Nähmaschinen, in den neuesten und besten Systemen, empfehle zur geneigten Ansicht. Die Nähmaschinen sind mit allen Apparaten versehen und werden bei erleichterten Zahlungsbedingungen unter 10530) Einem geehrten Publikum hiermit die ergebene Anzeige, vaß ich, um vielen Nachfragen zu genügen, nunmehr sämmt- iche optische Artikel auf Lager halte, als: Brillen und Pince- nez in allen Arten, Operngucker, Fernröhre, Feldstecher, Loupen und Lesegläser zu den billigsten Preisen. I. Sehellenborg, Univ.-Instrumentenmacher, Seltersweg. A c t e n - V e r k a u f. 10522) Mittwoch den 8. December l. I., Vormittags 11 Uhr, sollen in dem hiesigen Kreisamtslocale 32 Centner 9 Pfund ausgeschiedene ältere Acten, unter den dabei näher bekannt gemacht werdenden Bedingungen, zum Einstampfen öffentlich meistbietend versteigert werden. Grünberg, den 9. November 1869. Großherzogliches Kreisamt Grünberg. Dr- Dietz sch. Winter-Handfchnhe in großer Auswahl bei Wilhelmine Fuhr, (10472) Seltersweg. Um den Consumenten vor Täuschung und Missbräuchen sicher zu stellen, dass man ihm statt des AECHTEN LIEBIG’SCHEN FLEISCH - EXTBACTS, nicht anderes Extract UNTERSCHIEBE. befindet sich auf ALLEN Töpfen ein Certificat mit der Unterschrift der Herren Professoren Baron J. von LIEBIG und Dr. M. von P E T T E N K 0 F E R als BUERGSCHAFT für die REINHEIT, AECHTHEIT und GUETE des LIEBIG S FLEISCH-EXTRACT. Nur wenn der Käufer auf DIESE Unterschriften achtet, ist er sicher, das von obigen Professoren analysirte und controlirte AECHTE LIEBIG’S FLEISCH-EX1RACT zu empfangen. aus KRAY-BENTOS (Süd-Amerika). LIEBIG’S FLEISCH - EXTRACT COMPAGNIE, LONDON. Zu haben in Giessen in den Apotheken von Dr. Hempel, v. St. CJeorgc. l>r. Metten la e im er und in der Handlung von E m i i h ACii • Seltersweg. (1047Q> sowie größere Commissionen für Beziehungen in Fässern, nehmen genannte Herren ebenfalls für mich entgegen. Adolf Zinster, im Garten. W528) Respiratoren, englischen und deutschen Fabrikats, empfiehlt I. Schellen berg, Univ. - Instrumentenmacher, Seltcrsweg. Wkinverkanf in Flaschen. 10443) Um meinen verehrlichen Kunden den Bezug meiner Weine zu erleichtern, habe ich den Herren I. A Busch Söhne hier Detail-Preise für ganz Deutschland. engl. Pfd. Topf ’/» engl. Pfd. Topf 1 8 engl. Pfd. Topf ä fi. 2.54. ä fl. 1.36. ä 54 Krz. IFJÄWW. Augenblickliche Herstellung von kräftiger Fleischbrühe zu 1 .'3 des Preises derjenigen auf frischem Fleische. — Bereitung und Verbesserung von Suppen, Saucen, Gemüsen etc. Stärk»na für Schwache und Kranke. Medaillen, Paris 1867; Goldene Medaille, W459) Täglich Kaffee- und Thec-Bäckercien frisch bei F. W. Hartmann. i .Küfer uni) fjo^mnuren von Wilhelm, Kohlermann. Hiermit bringe ich zur öffentlichen Kenntniß, daß ich von nun an nicht allein Küferwaarcn, als: Krautfässer, Waschbütten, Zuber, Eimer, Brenken rc. re. führe, sondern auch andere hölzerne Küchcngeräthr-, wie Hackbretter, Transchirteller, Mehl- und Salzfäßchen, Welgerhölzer, Stößer, Salatgestecke, Löffel, sowie alle weiteren in diese Fächer einschlagenden Artikel in großer Auswahl und zu den billigsten Preisen. vollständiger Garantie und stets zu Fabrikpreisen verkauft. Zugleich mache auf eine Handmaschine eigenen Fabricats (System Wilcox & Gibs) aufmerksam, die ebenso wie großen Maschinen mit verschiedenen Apparaten arbeitet, ganz geräuschlos geht und dem sehr billigen Preis von nur Thlr. 16 für Haushaltungen sehr zu empfehlen ist. (10479) I. Th. Haubach, Nähmaschinenfabrik. Auch jenscits des Oceans findet der V• Jöawliltx’idjC Kräuter-Liqueur *) allseitige Anerkennung; wie dies die hier ! folgenden Atteste, welche unter vielen andern dem Erfinder, Apotheker R- F. »aubitz in Berlin, durch seine General-Agenten, Herren George > Go mb re As Co. in Ncw-Vork zu- 1 gingen, bezeugen. । Herren George Gonibre As Co. City. Den von Ihnen importirten R. F. Oaubitz’fd)en Kräuter - Liqueur kann ich nach eigener Neberzeugung Jedem, an irgend welchen Magenbe- schwerdcn Leidenden, als vorzüglich gutes Mittel anempfehlen. Senden 1 Sie mir umgehend (folgt Best.) New-Pork, 17. Mai 1868. | John Klein, in Firma Klein As Bruders. j Hausbau-Unternehmer, No. 329, Broome Str. N. Y. City. Herren George Gonibre As Co. 'Da Ihnen persönlich mein Zustand bekannt ist, so brauche ich denselben hier nicht zu wiederholen. Doch kann ich aber nicht umhin, Ihnen die für mich so freudige Mittheilung machen, daß der von Ihnen importirte R. F. Daubitz’fdK Kräuter-Liqueur bei mir recht wvhlthucndc Wirrungen hervorgebracht hat. Unter den unzähligen Magengetränken, welche hierorts fabricirt werden, nimmt dieser Liqueur 1 unstreitig die erste Nolle ein. Des- I halb will ich mit dem Gebrauch fortfah- ■ ren und belieben Sie mir (folgt Best.) 1 Friede. Woop, Wagnermeistcr. City 58 th Str. 7 th Avenue. ! New-York, 18. April 1868. | *) Zu haben in Gießen bei I (10488) Jul. Wallach, am Dtarkt^ I Feldbrand. 40 pCt. billigeres Fabrikat liefert eine Feldbrandziegelei. Ein renommirter Ziegelmeister mit Pr. Zeugnissen empfiehlt sich in Anfertigung schöner Backsteine, resp. in Anlegung praktischer Feldbraudziegeleien mit oder ohne Materialien-Lieferung. Gefällige Offerten werden erbeten unter M. G. 39 poste restante Magdeburg. 10463) Neusilbcrne Löffel, Britannia- Kanucn, Wärmflaschen und Wärm- Feilgebotenes. 10499) Neue holl, und schott., sowie marinirte Häringe, 69r Sardellen, feinsten Schweizer und Limburger Käse empfiehlt Ehr. Wallenfels. 10334) Aecht importirten Nollen-Barinas bei Carl Lony. 10536) 97ewc Häringe und Sardellen, sowie sehr wohlschmeckenden Limburger Käse, hei Carl Lony. 10473) Stets Auswahl in fertigen Winterhüten für Damen und Kinder bei Wilhelmine Fuhr, Seltersweq. 10518) Die Lieferung der Schuhe für arme Schulkinder auf Weihnachten 1869 soll im Soumissionswege vergeben werden. Deßfallsige Soumissionen, worin die Preise für ein Paar Schuhe für Knaben und Mädchen von 6 bis 10 und von 10 bis 15 Jahren anzugeben sind, werden von dem Unterzeichneten bis zum 17. l. Mts. entgegengenommen Gießen, am 11. November 1869. Der Rechner: Wittich. 10448) Die den Kindern der. Johannes Löwenstein Wittwe dahier gehörige Hof- raithe: 96 lDKlftr. im Ort mit 179 „ Garten dabei, soll Dienstag den 16. d. Mts., Nachmittags 3 Uhr, freiwillig, öffentlich auf dahiesigem Nath- haufe versteigert werden. Die Hofraithe eignet sich zur Oeconomie, zum Wirthschaftsbetriebe und sonst beliebigem GeschäflShause. Wieseck, den 9. Woüember 1869. Großherzogliches Ortsgericht Wieseck. L a 11 q. 10502) Steinkohlen, Braunkohlen, Cokes, in Ladungen und einzeln, empfiehlt Emil Pi st 0 r 10498) Meine bekannten ächten und modernen Wollrngarnr bringe ich zur geneigten Abnahme in empfehlende Erinnerung. _________________Ehr. Wallenfels. 10520) Die Materialwaaren-Handlung von Emil Fischbach, Seltersweg, empfiehlt : Arrac-Punsch-Syrup, 10494) Montag den 22. November d. I., Nachmittags 1 Uhr, sollen in der Flügelsgasse die zum Nachlasse des Bäckermeisters Carl Wallenfels I. gehörigen Oeconomie - Geräthschaften und Vorräthe, bestehend in zwei Kühen, zwei Wagen, zwei Pflügen, einer Egge, Leitern und Stangen, Heu, Stroh und Dickwurzeln, Bohnenstangen, Spalten zu Schießer und Schießerstangen, Fichtenbohlen und Braunkohlen, sowir eine Partie Backsteinplättchen, meistbietend versteigert werden. Gießen, den 12. November 1869. In Auftrag: __________Semmler, Ortsgerichtsmann. Mobilien - Versteigerung. 10515) Mittwoch den 17. November d. I. und die folgenden Tage, jedesmal von Nachmittags halb 2 Uhr an, sollen in der Wohnung des Eduard Plank auf dem Markt die zum Nachlaß der verstorbenen Balthasar Loos Wittwe gehörigen Mobilien, bestehend in Bettwerk, Weißzeug und sonstigem Haus- und Küchengeräthe, gegen gleich baare Zahlung meistbietend versteigert werden. Gießen, den 11. November 1869. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. K. Vogt. € ä — ft. 18 kr.i ä — 24 !> 1 ä — 30 ä — 54 M 1 ä 1 12 M ! Weine bis zu den ' besten Ltzstemen, mn allen Aorarakm vm'ehm ^ablungsbebingungen unter • iTdbritprtiftn verkauft. Line eigenen Fabrikats aufmerksam, die ebenso wie ceräui(6[o5 geht und nir.gra kbr ?u empsehlm ist. i( ^'äbmasLinmiabrik. Sotten, neunen ge, ,Dlf‘ Zinster, Sflrten. hier "«* n 6, „ “ t,e fr9c6cnc An- ’ ’ 7"""hr fämmt: , ^E'n und Pince- "^'chkr, Soupen und Instrumentenmacher, mirni rman u. idi von nun an nicht allein : nter, -renken :c. ic. führe, -irrer, Iram'chineller, Mehl- <| ."ei, irwie alle weiteren in . t ;u den bifligiten Preisen. möT ■Amerika). ?AGNIE, LONDON. Haltungen. ;rf Prtl.-es derjenigen am Xixen. Gemüsen etc. Goldene «edoUle, 1 " iUfri n _ Hass man idm ■ " ‘-,*‘^5 UNTER- v UnMer Herren n, ileinP6,1, ' *^T' im derHan |nirr""din ,101701 .ic» 10462) Wollenwaaren: Scelenwärmer, Capuzen, Shäwlchen, Kopftücher, Strümpfe, Unterhosen :c empfiehlt zu billigen Preisen E Dörr, Sonnenstraße. 10335) Feinsten saftigen Schweizer-Käse empfiehlt zur gefälligen Abnahme Carl Lony. 10519) Ruff. Caviar ist wieder cmge kommen bei Emil Fischbach, Seltersweg. 10529) Meine alleinige Nie' Verlage Gold sch midt'scher Patent-Streichriemen, für Gießen und die Umgegend, bringe ich in empfehlende Erinnerung. I. Schelle «berg, Univ. - Instrumentenmacher, Seltersweg. 10477) Bei herrannahendem Winter bringen wir unsere C o k e s als angenehme Zimmerheizung in empfehlende Erinnerung. Preis per Ctr.........32 fr. „ „ „ in die Wohnung gelief. 34 „ Zugleich bemerken wir, daß bei Herrn Emil Pistor unsere. Cokes zu gleichem Preise und in derselben Qualität wie bei uns zu haben sind. Gießener Gaswerk. £ PreismcvMr Paris 1867. 2 Ausgezeichnete Chocoäaslen von Starker & Pobuda, Stuttgart, empfiehlt R. Sattler, Gießen. 10516) Der rascheste Ausverkauf im Laden des M. Heß wird fortgesetzt, und wird namentlich auf Paletots, Capuzen, Seelenwärmer, Federn, Blumen, Hutstoffe, Schleier und Band 2C. aufmerksam. Der Massecurator: _______________M. Pilger. Den Herren Photographen bringe meine Retouchir-Austalt in empfehlende Erinnerung; Preislisten und Proben franco. Friedrich Hartung, Maler und Photograph in Frank- (10447) flirt a. M._____________ 10465) Buchen-Scheidholz, ä Korb 15 fr., sowie Hackspäne, sind stets zu haben bei John Anzer, Laisteurnacher, wohnhaft bei Herrn I. Rothenberger, am Lindenplatz. Seine Gesundheit zu erdalten, muß ein jeder Mensch, ob arm oder reich, in allen Fällen bestrebt sein, und ist es namentlich für Hals-, Brust- oder Lungenleidende, die es in jetziger Jahreszeit fo viele gibt, von großer Wichtigkeit, das richtige Mittel (denn es werden eben alle mögliche, sog. Heilmittel auf die marktschreierischste Weise ausposaunt, um dem Publikum Saud in die Augen zu streuen), daS auch in Wirklichkeit Hilfe bringt, zu treffen, und verweisen wir, um durch Schwarz und Weiß den Beweis zu liefern, auf nachstehendes Zeugniß Schon seit Jahren litt ich an einer so großen Engigkeit und Stechen auf der Brust, mit so heftigem Husten, daß ich gewöhnlich 2 bis 3 halbe Tage in der Woche unfähig war, meine Arbeit in der hiesigen Leinenzwirnerei und Weberei zu verrichten. Nachdem ich nun verschiedene Hausmittel und ärztlich verschriebene Medieameute ohne das gewünschte Resultat gebraucht hatte, nahm ich auch den F. W. Bockius’fcfccn Kräuter-Bruft-Syrup und befinde ich mich, seitdem ich dieses vortreffliche Fabrikat gebrauche, fo wohl und leicht auf der Brust, daß ich meine Arbeiten wieder ohne nur die geringsten Beschwerden verrichten kann und ich mir 10 Jahre jünger vorkomme. Otterberg, den 20. Juni 1865. Thcob. Hcrdach, Fabrikarbeiter. Durch hohe königl- bayer. Ministerial- Enffchließung vom 24 Octbr. 1868 ist dieser Kräutcr-Brust Syrup zur öffentlichen Ankündigung und zum freien Verkauf gestattet und allein in Flaschen zu 24 fr. und 35 fr. zu haben in Gießen bei Ernst HermeS, „ Grünberg bei Geom. Ritter Wttw-, I „ Friedberg bei Jean Huber. (10489)1 V X X Ä o| s2 - y 2 a 10467) Eine Aufziehmaschine mit Seil und Rollen, sowie eine Heine Leiter, sind zu verkaufen bei G g- Ph. Fillmann, Neustadt- 10480) Den durch seine vorzüglichen Eigenschaften allseitig rühmlichst bekannten Ijofodiuisclicii Dorscli- Lehert Heran von S. Draisma von Valkenburg in Leeuvvarden hält stets vorräthig in Originalflaschen ä 42 kr. Fr. tiieleV in Giessen, am Kreuz. Das .General-Depot: II. Sardemann in Cöln. 10525) Einige Krautfässer habe ich zu verkaufen. Gg- IngHardt Wittwe, Marktplatz. 10531) Braune Henkelkörbe empfiehlt zu herabgesetzten Preisen Eduard Klemm, Kunstkorbflechter, Neustadt Lit. D- Nr. 62. IReichenhalier Alpenkräutersaft i und fatfd)cnkicfern-präpatdtc| der Gebrüder Mack in Reichenhall, Apotheker-, Molken und | Bade-Anstalt-Besitzer pneumatische (£nüinefe, 3nfjaCattons=Säfe. Diese Präparate, weltberühmt durch ihre erfolgreiche Anwendung im Kurorte Reichenhall, bedürfen keiner weiteren Anpreisung, da sich dieselben genügend durch den Gebrauch und Erfolg von selbst empfehlen. Reichenhaller Alpenkraiitersaft ä Flaeon 45 fr. = 13 Sgr. für Brustleidende. 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Bltts. 10441) Ein kleines Familienlogis und ein schön möblirtes Zimmer nebst Cabinet sind Lit. A. Nr. 43 zu vermiethen und alsbald zu beziehen. 10457) Ein freundliches Familienlogis, bestehend aus drei ineinandergehendcn Zimmern, Küche und allem Zubehör, ist zu vermiethen bei Gg- Möhl. 10439) Ein Familienlogis ist zu verinie then. Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts. 10512) Ein Garten mit Häuschen, nahe dem Zinßer'schen Garten gelegen, ist zu vermiethen und Näheres in Lit- B. Nr. 109 zu erfragen. 10508) Mein an der Hardt gelegener Felsenkeller ist zu verleihen. L. Busch Wittwe. Vermischte Anzeigen. 10453) Auf Weihnachten wird ein Mädchen gesetzten Alters, das sowohl in der Küche als auch in allen häuslichen Arbeiten erfahren ist, gegen hohen Lohn zu miethen gesucht. Näheres bei der Exped. dieses Blattes. 10542) Anmeldungen zum französischen Unterricht nimmt entgegen Emilie Kiqieie«, Sonnenstraße B- 108, , im Mettenheime r'schen Nebenhause. 10452) Ein Mädchen, welches mit Flicken und Weißzeugnähen umzugehen weiß, wünscht noch einige Tage in der Woche Beschäftigung. Zu erfragen Tiefenweg Nr. 143. 10541) Heute Abend: Spansau, sowie jeden Abend Gänsebraten und jeden Montag Abend Gansepfeffer, bei T h. L o n y, im - Promenadehaus. Köchin-Gesuch. 10515) Eine perfekte Gasthaus-Köchin wird gesucht Butzbach, im November 1869. A. Joutz __________________________(Hessischer Hof.) 40511) Ein mit der Buchführung und Correspondenz vertrauter junger Mann findet täglich einige Stunden Beschäftigung. Näheres bei 'der Exped. d. Blattes. „Freya.46 10496) Sonntag den 14. November, Abends 7 Uhr: TaiiMlerljaltung im Saale des Prinz Carl. Karten hierzu ä 24 fr. werden noch Abends an der Kasse ausgegeben. Der Vorstand. 10458) Meinen verehrten Kunden hiermit die Anzeige, daß ich wieder hier angekommen bin. Dorothea Engelhardt, Putzmacherin aus Mainz, wohnhaft bei Herrn Eichenberg am Lindenplatz. 10533) In meinem Locale ist vor einiger Zeit ein L>hawl liegen geblieben. Derselbe kann bei mir wieder abgeholt werden. PH. Leib. Heränbmingcn und Reparaturen an Pehwaaren werden rasch und billigst durch Unterzeichnete ausgeführt. Langjährige Erfahrungen in einem der ersten Geschäfte Frankfurts stehen derselben zur Seite. Bestellungen wolle man gefälligst bei Wittwe Belz (Lvwengasse) abgebcn. Gießen, den 23. October 1869. Katharine Belz, (10069); wohnhaft im Schühenhof. 10449) Es wird ein braves Dienstmädchen sofort, ober auch auf Weihnachten, in Dienst gesucht- Näheres bei der Expedition dieses Blattes.______________________________ 10466) Regenschirme werden gut reparirt und überzogen bei N. Simon, Marktplatz. 10444) An meinem Mittagstische, L Port. 12 fr., können noch mehrere Herren Theil nehmen. B- Oswald, in der Neustadt. — g ■e'_ Z« Die nächste Nr 7 des neuen, VI. Jahrganges enthält: aä £ " <2 k- "3; Kloster Noßdyk. Novelle von Hans Tha- rau. (Schluß.) — Das Kreuz im Walde. Criminalskizze von H. Engclcke. — Das Wunder der Zahl. Von Dr. Wilh. Hamm. — Aus dem Leben eines Dorfschulmeisters. Mit der Illustration: Der heimtückische Schneeball Von Otto Seitz. — Die Lebensversicherungsgesellschaft „Albert" in London. Von Th. Coßmann. — Am Fa- milientische: Die Kunst auf dem Lande. Zu dem Bilde: Nach der Natur. Von E. Bosch. Zu Bestellungen empfehlen sich: Ferber'sche Univ Buelchhandlung, E Heinemann, I. Ricker. GEtesrbrM-Vereür. 10544) Die monatliche Versammlung findet Mittwoch ven 17. November, Nachmittags 2 Uhr, im Gasthause zum Einhorn in Gießen statt. Tagesordnung: 1) Vortrag über Einrichtung einer Gartenanlage, mit specieller Berücksichtigung der Obst-, Gemüse- und Blumenzucht; 2) Vortrag über Special-Culturen.__________________________________________ Wohrrungs Veränderung 10455) Einem geehrten Publikum hiermit die ergebene Anzeige, daß ich meine seitherige Wohnung verlassen und nunmehr bei Herrn Uhrmacher Geifimar wohne. Lohnkntscher Mahler. Im Kierlaale des Herrn Lhr. Loni). 10543) Sonntag den 14. November: Coneert, ausgeführt von einem Theil der hiesigen Regimentsmusik. Anfang des ersten Concerts 4 Uhr, Ende 7 Uhr. , ' , zweiten , S Uhr, Ende 11 Uhr. Entree ä Person 6 fr. Cafe Leib. 10527) Dienstag- den 16. November: 1. Abonnements-Concert (ä la Strauß), ausgeführt vom Musik-Corps des Grofih. Hess. II. Jnf.-Neq., unter persönlicher Leitung seines Dirigenten, Herrn D. Reifert. Anfang 7 Uhr. — Entröe für Nichtabonnenten ä Person 12 fr. Die verehrten Abonnenten werden freundlichst ersucht, ihre Karten mitzubringen. (Es wird höflichst gebeten, nicht zu rauchen.) 10485) Die Vaterländische Feuer - Verslcherungs - Actien- GeselUchast pi Elberfeld, gegründet im Jahre 1823, (Garantic-Capital: 3,500,000 fl.), übernimmt Versickerungen gegen Feuersgefahr auf Mobilien, Früchte, Vieh rc. zu billigen und festen Prämien. Die unterzeichneten Agenten ertheilen gern nähere Auskunft und nehmen Versicherungen entgegen. Gießen: F. Hoffmann. Firma: Carl Hoffmann. Steinbach: Nicolaus, Kreisbote. oluf an )od' möglichem Platze ganz zuverlässige, solide Corre vJtCSUd.lL spondenten, am liebsten Banquiers oder Spediteure, unter sehr vortheilhaften Bedingungen. Gcfl. Franco-Ollerlen sub U. B. 7ö9 besorgt die Annoncen-Expedition von G. L. Daule df C«e in Frankfurt a. M. (10506) SchlrfllchkFrurrukrsichrrungsgcskilschasl in Breslau, gegründet und bestätigt im Jahre 1848^ 10483) Grund-'Capital . . . . • • • • • • • f'l».0;,«?,0 Prämien- und Zinsen-Elunahmc pr. 1S68 „ Reserven Ende 1868 . . . . .. - » SOZ-ock«- Versichertes Capital Ende 1868 .... „ 1040,6/J,i40 Prämien - Einnahme seit Begründung des Geschäfts..........- " 21,582,827 Bezahlte Schäden seit Begründung des Ge- schäfts .♦.♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ « 10,0 7 8,*Pr>e>. Die Gesellschaft versichert bewegliche und unbewegliche Gegenstände aller Art zu festen und mäßigen Prämien gegen Feuers- und Explosions-Gefahr unter liberalen Bedingungen. Svieaelglas - Versicherung. . Sie leistet ferner Fluß- und Eisenbahn-Transport-Versicherungen und gewährt durch ihre Abonnements-Policen besondere Vortheile. Prospecte und Antrags-Formulare werden durch die unterzeichneten Agenten gratis erthellt. u y q. Böck, in Gießen, PH. Garde, m ö-riedberg, H. Dietz, in Kestrich bei Alsfeld, E. Ruckclshausen, Gemeinde-Einnehmer m Elpenrod, L. Halberstadt jun., in Münzcnberg, W. Braun, in Grunberg. SrschMs-Emjtsehfuug. 10476) Ich beehre mich hiermit ergebcnst anzuzeigen, daß ich mich dahier als Drechsler eiablirt habe und sehe, unter Zusicherung reeller und billiger Bedienung, recht zahlreichen Aufträgen entgegen. W°lK>°g'°sft Lit C^Nr' 94. Gorma nia5 Lebensversicherungs - Attirn - Grsrlllchast in Stettin Grund-Capital.............. Reserven Ende 1868 ........... ©eit Eröffnung des Geschäfts bis Ende 1868 bezahlte Versicherungssummen . - - . -..... Versichertes Capital Ende September 1869 - - - - Jahres-Einnahme ...... • • • - - - • Im Monat Octbr. sind emgegangen 1915 Anträge auf Gulden 5,250,000. „ 5,316,206. „ 4,477,401. „ 91,448,352. „ 2,885,083. „ 1,808,263. Mäßige Prämiensätze. Schleunige Ausfertigung der Policen. Darlehen auf Policen. Prompte Auszahlung bei Todesfällen. Gegen Kriegsgefahr kann bei Ausbruch eines Krieges versickert werden. 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' biesiftkn Mr ' ^urad ÄiigustLeng, Inedrich $at; k'on^cüSlie an der Wimpsm, 'U^iierers, Frie- - «obn; und Karo- - ; ri- ^itbtrife Becker, •‘Pcrsunb Orkonomrn.Hein- ter. j>hrisl0ph Aüb/onien, Anna jjiant Emilie, geboren ' 'niber. DemSE 'A(n ||. Jnfflniene^t' Küi(l ausGnesheiM, -ilie xatharint, geboren :n - ~ Kürger und Gast- ' /.'• JlbolfB* "^geboren den 28- Scp- - ern Bürger und E ' J, v'- Moos, rin i-übtlm» geboren den c.t rem Großer; dvokalen, rheok! . - aro^iK »nnfl'fltz "Ätevber- Tfflbe; » •* ficinrti *.f(f •Siff55 Aeilage zu Ar. 134 des Kießener Anzeigers. Feuilleton V a Banque! Erzählung von Wilhelm Andrea. (Fortsetzung.) „Prüfe an Dir selbst, Herbert, ob sich die Erinnerung an die erste Liebe je gänzlich wieder verwischen läßt. Du bist stark in der Bekämpfung Deiner Gefühle und Leidenschaften, aber als ich Dich vor wenigen Tagen in der IaS- minlaube überraschte, an derselben Stelle, wo Du mit Laura den Bund ewiger Treue schlossest, da verrieth mir Deine wehmüthige Stimmung und ein tiefer Seufzer, daß die Eindrücke, welche Laura in Deinem Herzen zurückgelassen, doch mächtiger sind, als Deine Willenskraft." „Du magst Recht haben," antwortete Herr von Herbert, „aber nicht minder stark ist der Gedanke an Laura's Treubruch und Berrath; und mit diesem Gedanken ist cs mir gelungen, ihr Bild immer mehr aus meinem Herzen zu verdrängen. Bon jetzt an sollst Du aber nie wieder solche Schwäche an mir bemerken, selbst nicht an solchen Orten, die mich am lebhaftesten an mein einstiges Bündniß mit Laura erinnern. Vorbei! Vorbei! — Und nun laß uns Toilette machen, damit wir noch diesen Vormittag unsere Wanderung in die Berge antreten können. O, mit welcher Wollust werden wir die langentbehrte Berglust athmen und den Anblick der vor uns ausgebreiteten Landschaft genießen!" — Eine Stunde später hatten sie schon den Badeort mit seinem Gewühle im Rücken. Ohne ein bestimmtes Ziel im Auge zu haben, nahmen sie ihren Weg nach dem zunächst liegenden Hügel, wo sich der Ort mit seinen paradiesischen Anlagen, ein unvergleichliches Panorama, vor ihren Blicken auöbreitete. Doch nur wenige Minuten verweilten sie hier; sie strebten den nahen Bergen zu, um fern von dem Gewühl der Menschen, im Schatten eines herrlichen Buchenwaldes, dessen schlanke Bäume mit ihren grünen Zweigen gleich den gothischcn Säulenreihen eines Tempels empor ragten, bas Fest ihrer Befreiung vom Joche der Alttagssorgen zu feiern. Wie gläubige Beter durch das Geläut der Glocken zum Gotteshause gerufen werden, so wurden die beiden Freunde schon durch den lang entbehrten Anblick des grünen Gottestempels zu dessen heiligen Hallen gezogen, deren Rauschen ihnen ein Gruß beS Willkommens schien. Noch wenige Schritte und der Wald war erreicht. Sie nahmen das schon am Morgen früh gewählte Thema ihrer Unterhaltung, das aber durch vielfache Bemerkungen über die Schönheiten der Landschaft und über die Empfindungen ihres FreiheitSgesühls ost unterbrochen wurde, von neuem wieder auf. Bevor sie den Wald selbst betraten, schritten sie noch eine Zeit lang am Saume dcffelben entlang, um den herrlichen Blick in das so unendlich viel Abwechselung bietende Thal noch einmal in seiner ganzen Schönheitsfülle zu genießen und seinen Gesammteindruck in sich aufzunehmen. Sie sprachen wieder von Laura, als Herbert sich nach einem zusammen- geschlagenen Stück Papier bückte und dasselbe ausnahm. Er erblaßte, als er es entfaltet und nur einen Blick hinein geworfen hatte. Der Freund sah ihn erstaunt an. „Was hast Du da?" sagte er. „Sind wir in einen verzauberten Wald gerathen, wo wir von Dämonen, Zwergen oder Elfen geneckt werden? — Da sieh, lies und staune!" Blumenthal entriß ihm das in Briefform geknickte Papier mit Hast. „Hilf Himmel!" rief er. — „Deine Hand! Bei Gott! — Und was ist das? — Deine Namensunterschrift: Friedrich von Herbert!" Dann schnell den Brief umwendend, fuhr er lachend fort: „Geliebte Laura!" — „Nun bleibt mir aber mein Verstand stehen! —" „Mir auch!" sagte Herbert, den ihn überrascht anstarrenden Freund mit nicht geringerer Verwunderung anblickend. „Einer Deiner Liebesbriefe an Laura!" bemerkte Blumenthal, ihm den Brief zurückgebend. Herbert nickte ihm beistimmend, mit einem unbeschreiblichen GesichtSaus- drucke, zu. „Mein Gott! wie kommt der hier an diese Stelle?" rief Blumenthal. „Wahrlich, Du hast Recht, wir sind in einen verzauberten Wald gerathen!" ,3» welchem mir unsichtbare Spukgeister meine Briese vor die Füße werfen!" ergänzte Herbert mit bitterer Ironie, und fuhr dann, als das erste Erstaunen einem ruhigern Nachdenken, einer kühleren Ueberlegung gewichen war, mit dem Freunde um die Wette fort, sich in allerlei Vermuthungcn, auf welche Weise der Brief an den Waldrand gerathen sein könnte, zu ergehen. „So springt das falsche Weib, ihrer ersten Liebe spottend, mit meinen Briefen um!" rief endlich Herr von Herbert, wild aufbrausend, mit großer Bitterkeit, und das Papier in seiner Hand zerknitternd, fuhr er fort: „O, Blumenthal, welches Schicksal mag dieser Brief schon gehabt haben! Wie viel unsaubere Hände mögen ihn schon berührt und wie viel profane Augen schon gelesen haben! Gleich einer abgeschabten Geldmünze ist er aus einer Tasche in die andere gewandert und hat zur Belustigung und zum Hohngelächter für sorglose, fade Gecken, für frivole, unreife Buben, für alte Bet- und Kaffee» schwestern und für kokette Backfische dienen müssen! So hat sie mich geliebt, die Heuchlerin! Meinen ehrlichen Namen hat sie profanirt und geschändet, so daß vielleicht schon in kurzer Zeit die Badegäste mit Fingern auf mich weisen und sagen werden: „Da geht er hin, der verliebte Thor, der Friedrich von Herbert!" — O, eS ist zum Rasendwerfen! Sage selbst, Blumenthal, ist es mit meiner Ehre vereinbar, daß ich auch nur einen einzigen Tag noch in Ba- den verweile?" „Rede nicht also, mein Freund," antwortete der Andere. „Allerdings muß der Gedanke, daß Laura nicht vorsichtig genug mit Deinen Briefen umgegangen ist, zunächst an Dich herantreten. Es heißt im Sprüchwort: Haben! sua fata, libelli: Bücher und Briefe haben oft seltsame Schicksale; — kann Laura gleichwohl nicht völlig unschuldig sein und diesen Brief an dieser Stelle selbst verloren haben? Warum willst Du immer das Schlimmste von ihr voraussetzen?" „Muß ich daß nicht? Angenommen selbst, daß sie hier gewesen ist, so würde sie doch keineswegs meine Briefe, die ja nur nnangenehme Erinnerungen in ihr erwecken können, bei sich geführt haben. Das hätte sie nicht gethan, denn dazu ist sie viel zu stolz. Nein, Blumenthal, Du überredest mich nicht! Glaube mir, es ist so, wie ich Dir sage. Sie treibt Spott mit meinen Briefen!" Das wäre noch unwahrscheinlicher," versetzte Blumenthal, „denn, um solche Indiskretion zu begehen, scheint sie mir zu klug. Sie würde sich dadurch nur selbst entehren." Die Unterhaltung wurde in diesem Sinne noch eine Zeit lang fortgesetzt, während die Freunde waldeinwärts schritten. Schon glühte die Mittagssonne hoch am Himmel, als sie den Heimweg wieder antraten. Herbert schien immer noch verstimmt. Er war ziemlich-einsilbig geworden und die Schönheit der Landschaft schien allen Reiz für ihn verloren zu haben. II. In den Nachmittagsstunven desselben Tages konnte Blumenthal seinen Freund, der fest entschlossen war, Baden sofort wieder zu verlassen, nur mit Aufwendung aller seiner Beredtsamkeit bewegen, nur noch einen Tag zu verweilen, und sich mit ihm in das ihn zerstreuende Getümmel des Badelebens zu begeben. „Wohlan, ich will aus Liebe zu Dir noch einen Tag zugeben" — erwie- derte Herbert nach einigem Zögern — „aber unter der Bedingung, daß Du mir versprichst, mich in den Spielsaal zu begleiten. Ich bin ganz dazu gestimmt, die Göttin des Glücks einmal herauszufordern, da mich die Göttin der Liebe so schändlich betrogen." „Gut, ich begleite Dich, aber spielen werde ich nicht," sagte Blumenthal, indem er Hut und Stock ergriff und den Freund aufforderte, ein GleicheS zu thun. Einige Stunden später standen sie bereits an dem rings mit Spielern beiderlei Geschlechts stark besetzten verhängnißvollen Tische, und fanden nur mit Mühe noch ein bescheidenes Plätzchen in der Nähe des Croupiers. Herbert setzte einen Thaler aus Roth. — Das Glücksrad drehte sich und die Kugel fiel auf Schwarz. Er verdoppelte den Satz, aber mit derselben Erfolglosigkeit. Zum zweiten und dritten Male verdoppelte er den verlorenen Einsatz, aber immer rollte die Kugel auf Schwarz, und immer mußte er feine blanken Thaler hinter dem Haken des Croupiers verschwinden sehen. „Höre auf! Du hast heute Morgen kein Glück!" flüsterte ihm der Freund zu, der die Beobachtung machte, daß der sonst so ruhige und berechnende Herbert anfing, leidenschaftlich zu werden. „Erst muß ich mein Geld wieder haben!" entgegnete er und warf drei Goldstücke auf Schwarz. In der That schien ihn an diesem Tage ein böser Dämon zu necken. Diesmal rollte die Kugel auf das lang gemiedene Roth, und' Herbert'- Goldstücke folgten den Silberstücken: sie sanken in den unersättlichen Schlund deS höllischen Spieldrachen. Der Angstschweiß brach dem Referendar aus, und er schien der wiederholten Mahnung des Freundes jetzt Gehör geben ^u wollen und zum Aufgeben des Spiels entschlossen zu fein; aber wider Willen wurde er in dem dicht gedrängten Menschenknäuel, das rings den Tisch umgab, an seinem Platze festgehalten, und als auf's Neue der eintönige Ruf des Bankhalters ertönte: „Mes dames et messieurs, faites votre jeu!c da griff er wieder in die Tasche und warf fünf Doppel-LouiSd'or auf Schwarz. Diesmal war ihm das Glück hold. Er gewann und hatte somit seinen Verlust reichlich ersetzt; aber wer kann dem Lächeln der falschen Glücksgöttin trauen und wer ist stark genug, ihren Lockungen zu widerstehen? „Nun höre aber auf!" bat Blumenthal dringend und zupfte Herbert am Arm. „Mes dames et messieurs, faites votre jeu 1“ „Nur noch einmal! — bitt', nur noch einziges Mal!" sagte Herbert abwehrend. „Aut Caesar, aut nihil!“ Ich riskire jetzt die hundert Thaler!" Kaum gesagt, lag die Summe auch schon auf dem schwarzen Felde. Das Rad drehte sich, und die Kugel rollte auf — Roth! Die Bank war um hundert Thaler reicher. Herbert schlug sich mit der Hand vor die Stirn, und schnell entschlossen, nahm er den Rest des Geldes aus der Börse — es waren noch einige Gold« und Silbermünzen — und setzte sie mit halb wüthender, halb verzweiflungsvoller Geberde auf Roth — Sein Herz klopfte hörbar in feiner Brust, er wischte sich den Schweiß von der Stirn und stierte gespannt und mit verhaltenem Athem auf bas Rav und auf den Verbleib der Kugel. Sie rollte auf — Schwarz! Herbert's Reisegeld war fort. Mit verstörten Mienen blickte er seinen Freund an und drängte sich mit demselben durch die Menge in's Freie. „Mas nun?" fragte Blumenthal. „Du mußt mir zehn Thaler leihen, liebster Blumenthal, damit ich wenigstens mein Reisegeld wieder gewinne." „Die Hälfte meines BesitzthumS steht Dir selbstverständlich zu Gebote, aber zum Spiel leihe ich Dir keinen Heller. Du solltest überhaupt nie wieder spielen, denn es muß Dir nun klar geworden sein, daß Du entschieden unglücklich spielst." Herbert seufzte. „Du hast Recht, Blumenthal," sagte er nach einigem Nachdenken. „Aber biete Du doch dem Glücke einmal die Hand!" „Ich spiele nicht! — grundsätzlich nicht!" (Forts, folgt.) 10. November. Die bereits telegraphisch angckündigten Mitthei- langen der „N. fr. Presse" aus Konstantinopel über die' Vereinbarungen zwischen Oesterreich und der Pforte lauten ausführlicher: „Graf Beust bat bei seinem hiesigen Aufenthalte Gelegenheit gehabt, sich persönlich zu überzeugen, daß die türkische Diplomatie im Vereine mit den Administratlv-Behörden der Pforte über die Vorgänge in den südflavischen, österreichischen wie türkischen Provinzen bessere Infor- mationen besitze, als das österreichische Cabinet, trotz seiner zahlreichen Konsulate und Agentien in jenen Gebieten. Man batte gleich beim Beginn der süD- dalmatinischen Insurrection es von hier an Winken nicht fehlen lassen, um dem österreichischen Cabinet den Umfang und die eigentliche Bedeutung dieser Bewegung nahe zu legen, ohne jedoch in Wien besondere Beachtung zu finden, den Einen Fall ausgenommen, daß in Folge jener Warnungen drr Abgang jener Pulversendung, die man mitj w-chrhast österreichischer „Gemüthlichkett nach Montenegro erpcdiren wollte, noch in letzter Stunde sistirt wurde. Die inzwischen über die Insurrection und dir ihr zu Grunde liegenden Elemente aus Wien, Zara, Ragusa und Eattaro an den Grafen Beust eingelaufencn Berichte haben die Mittheilungen der Pforte in nachdrücklichster Weise bestätigt und der anfänglich etwas optimistischen Auffassung des Grafen Beust über die Dinge in Süd-Dalmaticn einen argen Stoß versetzt. Den Eindl'ck, den man dem Grafen Beust in das Netz gräco-slavischer Agitation, welche den ganzen Süden und Südosten der Monarchie umspinnt, hier gewährt hatte, konnten jene Wiener Berichte nur vervollständigen, und so geschah es denn auch, daß die mit der Pforte eingeleiteten diplomatischen Unterhandlungen allmätrg einen größeren Umfang annahmen. Für den Moment wird nur ein Theil dieser bier getroffenen Vereinbarungen zwischen Oesterreich und der Pforte zur praktischen Ausführung kommen, und zwar jener, der eine ausgiebige Grenz- dewachung seitens der Pforte an der östereichftch- dalmatinischen Grenze stipulirt. Wichtiger als dies sind die weiteren hier getroffenen Abmachungen, nach welchen für den sehr möglichen Fall eines allgemeinen Aufflammens der südslavifchen Insurrection Oesterreich und die Pforte sich gegenseitig die Integriiät ihres TcrritorialbcsitzeS garantiren." 11. November. Aus Berlin schreibt man der „Allg. Ztg." : Die dänisch gesinnten NordschlcSwiger, welche hier vergebens um eine Audienz beim König von Preußen nachgesucht, hatten die Absicht, demselben nicht bloS die bewußte Adresse zu überreichen, sondern ihm auch mündlich die Allernative zu stellen: entweder ohne Säumen den Art. 5 des Prager Friedens ausführen zu lassen oder sich öffn gegen dessen Ausführung zu erklären, weil die Bevölkerung in NordschleSwig endlich bas feit mehr als drei Jahren über ihr schwebende Damoklesschwert der Ungewißheit beseitigt wissen wolle. Durch die Vermittelung des preußischen Oberpräsidenten v. Scheel-Plessen, der sich ihrem Verlangen, ihr Gesuch beim König zu unterstützen, auf das Entschiedenste wiedersetzt hatte, wurde ihnen schließlich Ende voriger Woche eine Audienz beim Minister des Innern bewilligt, in der sie die Gewiß- heit erhielten, nach keiner Seite hin auf die Erfüllung ihrer Forderungen rechnen zu können. Es wird ein Antrag des Concils erwartet, welcher die Aufhebung der theologischen Fakultäten an sämmtlichen deutschen Hochschulen ausspricht und dafür seien abgesonderte BildungSanstalten für die künftigen Seelenhirten einzusühren. Wir haben bereits früher unseren Lesern mitge- theilt, daß die Militärbehörde das, den in 1866 gefallenen Hannoveranern zu Ehren errichtete Denkmal in Celle gewaltsam hat abbrechen lassen, weil, wie angegeben ward, dasselbe auf einem dem Militär- siscuS gehörigen Platzes ohne Erlaubniß desselben errichtet worden ist. Den Befehl dazu gab General- lieutenant v. Schwarzkoppen in Hannover und Oberstlieutenant v. Rex in Celle führte den Befehl, ohne besondere Schonung des Denkmals aus. Nun hat, wie aus sicherer Quelle verlautet, der König sowohl den Gknerallieutenant v. Schwarzkoppen als auch den Oberstlieutenant v. Rex in andere Garnisonen versetzt und den Befehl zur Wiederherstellung des Denkmals auf seine Kosten ertheilt. Aus Madrid vom $8. Nov. wird gemeldet : Der Marineminister Topete hat seinen Entschluß, zurückzutreten, auSgesührt, was der Ministerpräsidenk Prim heute den Cortes mit der Erklärung anzeigte, daß er Alles Aufgeboten habe, um Topete von diesem Schritte zurückzuhalten, daß aber alle Anstrengungen an Topete's Zartgefühl gescheitert seien. Wenn er (Prim) selbst nicht seine Entlassung nehme, so unterlasse er dies, weil aus seinem Rücktritte die Feinde der September-Revolution Nutzen ziehen würden. Er befragt die Kammer um ihren Rath, und die Mehrheit antwortete, er solle nicht abtreten. Darauf erhob sich Topete zu der Erklärung, daß seine Stellung im Ministerium peinlich und unhaltbar geworden sei Angesichts der von dem Ministerium erstrebten Lösung der Thronfrage, eine Losung, welche er für weniger vortheilhaft halte, als eine andere (die Aufstellung Monlpensier's). Er fügte hinzu, daß er der September - Revolution und seinem Freunde Prim stets treu bleiben, die Regierung unterstützen, den mit Stimmenmehrheit von den Cortes erwählten König annehmen werde; die Eintracht der Parteien dürfe nicht leiden. — In Beantwortung einer Anfrage Salazar's erklärt der Colonialministcr Becerra, daß Spanien alle Anstrengungen der Flibustier zum Trotz Cuba behaupten, und daß nach der Ankunft der zuletzt abgesandtcn Verstärkungen der Aufstand bald niedergeschlagen sein werde. In den Bocche di Cattaro macht die Niederwerfung der Insurrection rasche Fortschritte. Nach ftchs- tagigcn Gefechten hat der Statthalter F -M.-L. Wagner die Zupa bis auf einige Ortschaften unterworfen, Dub, Sisic, Pobory, Maina eingenommen und Braich beschossen. Viele Ortschaften sind niedergebrannt. Vom Volke werden fortwährend Waffen eingeliefcrt. Die Verluste der Truppen sind gering. Die Ortschaften Morigno und Ubii hoben sich ebenfalls unterworfen. Das Fort KoSmac ist verproviantirt und verstärkt. Die zu diesem Zweck von Budua aus entsendete Colonne oes Obersten Kaiffel wurde auf ihrem Marsche von Den zersprengten Insurgenten mehrfach beunruhigt. Die sich wieder ansammelnden Insurgenten wurden jedoch zurückgeworfen. Das österreichische Hauptquartier befindet sich in Budua. ES heißt, daß 80 Insurgenten, worunter Radanovich und zwei serbische Officiere, gefangen genommen sind. Der „Presse" wird gemeldet, daß zwei Officiere, Artillerie-Oberlieutenant März und Lieutenant Ma- zarek vom 27. Iägerbataillon, welche unvorsichtiger Weise vom Fort KoSmac (in Der DepenDenz von Budua) aus spazieren gingen, Ersterer von den Insurgenten erschossen, Letzterer gefangen wurde. Aus Cattaro wird vom 8. Nov. gemeldet, daß der Nisa- noten-Capitän Giurcovich verhaftet sei. Aus Cattaro wurde auf Den Wachtposten bei Porta Fiumera geschossen, worauf Haussuchungen stattfanden und drei InDividuen verhaftet wurden. General Graf Auersperg hat das Commando über die in Den insurgirten Distrikten operirenden Truppen übernommen. Aus Trebijne wird gemeldet: Achmet Pascha, der Com- mandant der regulären Truppen, verlangte noch Drei Bataillone Verstärkung, da er die Mitthcilung erhielt, daß sich eine erhebliche Anzahl Montenegriner den dalmatinischen Aufständischen anzuschließen beab- sichtige. Ein Telegramm Der Wiener „Presse' aus Con- stantinopel vom 7. Nov. meldet: Eine peremptorische Erinnerung, sich über die im zweiten Vezieralschreiben gestellten Forderungen in unzweideutiger Weise auszusprechen, wurde an Den Khedive gesendet. Morgen wird Der Ueberbringer dieses Ultimatums nach Alexandrien mit der Rückäußerung des Khedive erwartet. Concessionen in Den Finanzfragen sind weder Angeboten noch beAbsichtigt. Die HAltung der russischen Regierung gegenüber der dAlmatinisschen Insurrection ist in hohem Grade sonderbar. In der Warschauer russischen Ressource werden jetzt mit ausdrücklicher Bewilligung der Petersburger Regierung laufende Vorlesungen „über Die Verhältnisse Der Südslaven und deren Zukunft" ge- halten, Die von panslavischem Geiste durchweht sind. Noch weiter geht, Dem Pesther „Lloyd" zufolge, das Moskauer slavische Comite und dessen Filialen. Dasselbe erfrecht sich — und die russische Regierung duldet es — Die Anerkennung der Aufständischen Boc- cheftn als kriegführende Macht zu befürworten. Preußen. Berlin, 6. Nov. Im Abgeordnetenhause brachte heute Abend der Abgeordnete v Bonin (Genthin) fol» gende von allen Fractionen unterstützte, nächsten Dienstag zu verlesende Interpellation ein: Wirb die Staatsregierung von dem ihr zustehenden Widerspruchsrecht gegen den Berkaus der braunschweigischen Staatsbahnen Gebrauch machen oder nicht. Berlin, 10. Nov. Oberst Werder, Flügeladjutant des Königs, ist zum militärischen Bevollmächtigtes in Petersburg ernannt worden. — Der Schillerpreis von 1000 Thalern nebst der Gclddenkmünze wurde vom Könige nach dem Vorschläge der Prüfung«, Commission dem Verfasser des Trauerspiels „SophoniSbe", Emanuel Geibel, verliehen. Flensburg, 6. Nov. Hebet den Erfolg der nordschleö» wig schen Adreßdeputation, bestehend aus den Herren Kryger, Ahlmann, Ska^ Callfen und Jensen, Kaufmann in Flensburg, bringt die .FlenSb. Avis" einen authentischen Bericht, theil- weise mit Schriftstücken vom Präsidenten Scheel-Plessen, Minister v. Eulenburg, dem Hofmarschallamt rc. belegt, aus welchem hervorgeht, daß sie weder beim König eine Audienz, noch bei dem Minister v. Eulenburg einen Empfang ermöglichen konnte. Man erkennt zugleich daraus, daß sie sich viele Mühe für die Sache gemacht hat. Sachsen. Dresden, 10. Nov. In der heutigen Sitzung der Abgeordnetenkammer wurde der Antrag der Fortschrittspartei auf Abrüstung mit großer Majorität angenommen. Gin von der nationalliberalen Partei eingebrachtes Amendement, eS möge dabei die nothwendige Rücksicht auf die Machtstellung und Sicherheit Deutschlands genommen werden, wurde ab» gelehnt. Mecklenburg-Schwerin. Schwerin, 8. Nov. Dem Landtage w>rd ein VerordnungSentwurf, betreffend die direeten Steuern vorgelegt werden. Die im vorigen Jahre proponirte Einkommensteuer ist aufgegeben, dagegen werden statt der bisherigen Eontribution acht Steuern proponirt: Viehsteuer, Pacht» steuer, Haussteuer, Besoldungssteuer, Erwerbssteuer, Lohnsteuer, Zinseusteuer und Gewerbsteuer. Hessen. Darmstadt, 10. Nov. Die Wiedereinberufung der Stände ist gutem Vernehmen nach für die letzten Tage dieses Monats in Aussicht genommen. Oesterreich. Wien, 6. Nov. Die „Oesterr. Gorresp." meldet : Auf Grund eines schwedischen MemoireS knüpften Oesterreich, England und Frankreich in Konstantinopel Unterhandlungen zur Befreiung der Handelsichiffe von den seit 1866 sie benachtheiligenden, lästigen Anordnungen bei der Einfahrt und Passining in den Dardanellen und dem Bosporus an. Die türkische Regierung scheint zu billigen Berüöfichtungen der anSgesprochenen Wünsche entschieden diSponirt. Wien, 10. Nov. Der Gemeinderath von Wien beauftragte die Rechtösection zur Berichterstattung über die Frage der Loslösung der Stadt Wien von Niederösterreich und ihrer Erhebung zu einer reichsunmittelbaren Stadt. Semlin, 7. Nov. Der Secretär des Fürsten von Montenegro, Sundetschitsch, ist heute hier nach Montenegro via MvhacS und Triest durchgereist. Derselbe kommt aus Rußland. Ungarn. Pesth, 8. Nov. Im Unterhause erklärte Güt- vös auf Simonyi'S Interpellation, die Regierung habe keine Schritte bezüglich eines Truppendurchmarsches durch die Türkei gcthan und würde dies hoffentlich auch künftig unnüthig fein. Belgien. Brüssel, 9. Nov. Einem sehr glaubhaften Gerüchte zufolge ist hier eine MinisterkrifiS eingetreten. Der Justizminister Bara und der Minister der öffentlichen Arbeiten Jamar sollen, wie eS heißt, ihre Portefeuilles nirderlegen. Fröre Orban und der Minister des Innern Pirmez haben gestern mit dem Könige conferirt. Italien. Florenz, 9. Nov. Statt de« schwer kranken KömgS wird wahrscheinlich der Kronprinz den Kaiser von Oesterreich in Brindisi begrüßen. Florenz, 10. Nov. Der Sohn der Prinzessin von Piemont (Gemahlin deS Kronprinzen) wird den Titel Prinz von Neapel fuhren. Rußland. Petersburg, 8. Nov. Zur Formulirung von Anträgen für eine anderweitige Regelung der Verhältnisse der Juden in den nordwestlichen Provinzen des russischen Reiche« ist in Wilna eine besondere Commission eingesetzt worden. Seit dem 17. October werd en zu den Commisionsberathungen Drpu- tirtc der Judenschaften zuge zogen, je zwei aus jedem der bethei» liglen Gouvernements. Dieselben sollen durch gutachtliche Aeußerungen aewirken helfen, daß die RegulirungSvorschläge der Commission den Bedürfnissen der jüdischen Bevölkerung entsprechen. Türkei. Konstantinopel, 8. Nov. Der KriegSmini- ster unterbreitete dem Sultan ein neues HeereSgefetz zur Sanc» tionirung; statt 150,000 wird die Türkei künftig 200,000 Mann in Friedenszeiten und 400,000 Soldaten in Kriegs» zelten haben. Die Landwehr beträgt 300,000 Mann. Syrien. Beyruth, 9. Nov. Der Kronprinz von Preußen ist heute früh nach einer günstigen Ueberfahrt hier eingetroffen, hat die deutschen Gt ablissements besucht und wird morgen nach DamaScuS und Balbeck weiter reisen. Aegypten. Cairo, 8. Nov. Der Herzog und die Herzogin von Aosta find gestern Abend nach Italien abgereist. — Die Kaiserin Eugenie ist noch in Aegypten. Sie wird am 14. Nov. in Alerandrien erwartet. vermischtes. Darmstadt, 6. Nov. Das heute erschienene Regierungsblatt Nr. 52 enthält: I. Verordnung d. d. 1. Nov., die Ausführung der Gewerbe-Ordnung für den Norddeutschen Bund vom 21. Juni 1869 betreffend. II. Bekanntmachung der Großherzoglichen Commission für Post-Angelegenheiten, die Correspondenz nach Belgien, inSbessn« dere Postanweisungen betr. III. Bekanntmachung, den PersonenpostcourS (hier die Per- sonengeldsätze) zwischen Büdingen, Altenstadt und Wöllstadt betreffend. IV. Dienstnachrichten. Am 25. Sept, wurde dem Conrad SameS aus Langsdorf das Patent als Geometer der ersten Claffe für den Kreis Nidda ertheilt. Offenbach, 10. Nov. Vorige Woche suchte ein junger Mann von hier einen anderen Breitegrad auf, nachdem er auf einem Wechfel im Betrag von 2000 st., die Unterschrift seines PrincipalS gefälscht, und denselben bei einem hiesigen Banquier diScontirt hatte. — In der Nacht von Sonntag auf Montag wurde auf einer benachbarten Mühle ein Pferd gestohlen. Die Diebe kamen gegen Morgen hier durch und versuchten ihren Raub mit der Taunusbahn auf den Hochheimer Markt zu bringen, da jedoch kein Viehwagen momentan vorhanden und der Zug am Abfahren war, fo suchten sie von Frankfurt aus das Weite. — Die Herren Collet und Engelhardt, sowie P. I- Spicharz u. Comp. hier, haben die Arbeitszeit in ihren Fabriken freiwillig herabgesetzt und sprachen die Arbeiter ihren Principalen deßhalb öffentlich ihren Dank aus. Kassel, 8. Nov. Pfarrer Vilmar in Melsungen ist ohne Angabe irgend eines Grundes vom Amte suspendirt, fein Sohn, der außerordentliche Pfarrer W. Vilmar, fämmtlicher Functionen enthoben und beiden ist jegliche Aushülfe im Amt bei anderen Geistlichen untersagt worden. Paris, 8. Nov. Traupmann soll ein volles GestLndniß abgelegt haben. Red Action, Druck und Verlag der Brüyl'fchen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.