Preis vierteljährlich 36 h. mit Brtngerlohn. Durch btc Poß bezogen vierteljährlich 49 kr. Erscheint wöchentlich dreimal: Dienstags, Donnerstags und Samstags. — Expedition: Cauzleibers Ltt. B. Nr. 1 Anzeige- und AmtsölnÜ für den Kreis Aie^en. Mr>. V4- Donnerstag den 12. AntM -------------------.. Amtliche Bekunntma ch u ngen. Betreffend: Die Ausgleichung der Krtegskosten aus 1866. ^eßen, dm 4- August 1869. Das G r o ß h e r r o g I i ch e K r e i s s in i Gießen die Großherzoglichen Bürgermeistereien Mendorf a. d. Lda., Dorf-Gill, Garbenteich, Haufen und Mainzlar Wir erinnern Sie wiederhollt au Erledigung der Verfügung vom 3. Mai 1869 binnen 8 Tagen bei Vermeidung von 1 fI *30 ft Strafe. Dr. G o l d m a n n. Betr.: Die Hauptübungen der Grvßh. (25.) Division im Jahre 1869. Die Uebungen der 49. Infanterie-Brigade während der Zeit vom 23. bis 26. August d. % werden im Ereile (Stiou™ in ho» an- & Ani-lipifinf(*n ßinmbhrlihpr npßr iHil* rrrir'b <* ht Iki(1 r . is*. h. ,, <*x . stattfinden. Jndein dies hiermit zur KenntniE^der betheüicitcn Grundbücher gebracht wird, wird empfohlen, die Felder so weit als thimlich vor dieser Zeit Bon Früchten >„ räumen «nnlpi* n„hf? m 5U dg«-d-rn der Commission für die AbschStzung-an Flurtzschädignngen ,c. der Großh. Kreisassessor knlzu Geßen der Großh. Major Lautenberger vom 1. Jnfanterle-Regunent und der Großh. Intendantur-Secretär Schasuer ernannt worden sind. 5 ° Gießen, den 9. August 1869. Großherzogliches Kreisamt Gießen^ Dr. G o l d m a n n. Feilgebotsnes. Prima-Kernseife, Waschpulver, aus schmutzauflösenden, unschädlichen Bestandttzeilen zusam- mengesetzt, Waschblau, feinste Reis- und Waircnstärke, “ff Em/l Fischbach, (6782) Seltersweg. Besondere Bekanntmachung. 6764) In Gemäßheit der gegebenen Instruction sind aus den Acten des unterfertigten Landgerichts Eivilprozeß- und Mahn- Acten, sowie Eoncnrs- und Debiten-Acten, aus den Jahren 183l/40 zur Vernichtung ausgeschieden worden. Zur Wahrung ihres Interesses werden alle Betheiligten hiermit aufgefordert, so- gewiß binnen 4 Wochen dicj.nigen Acten zu bezeichnen, welche ferner aufzubewahrcn wären, als sonst die Acten zum Einstampfen an eine Papierfabrik werden abgegeben werden. Lich, den 3. August 1869. Grobherzogliches Landgericht Lich. JnBeurl- Großh. Landrichters : C e l I a r i u s, Landgerichts-Assessor. -jan——■. -- . . ’i-j?— " ■ _____ _ Versteigerungen. 6775) Montag den 16. August, des Morgens um 11 Uhr, wird die Hafer-Erndte in dem fiskalischen Garten zu Alt-Buseck auf dem Halm loos- weise an Ort und Stelle versteigert. Gießen, den 10. August 1869. Großherzogliches Rentamt Gießen. Lyncker. Jcisidverpachtunq. 6785) Samstag den 28. August d. I., Vormittags 10 Uhr, soll auf dahicsigem Gemeinvehause die der Gemeinde Muschenheim zugehörige Feld- und Waldjagd aus weitere 6 Jahre verpachtet werden. Muschenheim, den 9. August 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Muschenheim. Becker. Jagdvei Pachtung. 6788) Samstag den 21. August d. I. soll auf dahiesigem Bürgermeisterei-Büreau die der hiesigen Gemeinde zustehende Feldjagd, unter den bei der Verpachtung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, auf weitere 6 Jahre verpachtet werden. Auch wird in dems.lben Termine die Waldjagd in dem Grüninger und Dorf - Giller Markwalde ebenfalls auf weitere 6 Jahre verpachtet. Grüningen, den 10. August 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Grüningen. L e i d i ch. (6760) I. A. Busch Söhne. 6«66) Nr. 77 hat die Ebatoulle gewon- Schmidt, Polizeidiener. nen- 6783) Durch den Wegzug der Frau Götz ist das Logis von 2Zimmern, Ztüche, Kellers, zu vermicthen. Julius Hoch, Löwengasse C. 150. 6737) Malz, Hopfen und Lagerbiere bei Pilthan. 6763» Zcihnichmerzen zu vertreiben, selbst wenn die Zahne bohl oder angesteckt sind, durch mein weltberühmtes Zahnmundwaffer von E. Hückstädt in Vertin, zu haben ä Flacon 18 fr. bei _________________________ Frech, in Gießen. Neue holländische Vollhäringe sind eingetroffen bei 6778) Um auszuräumen, verkaufe ich zu bedeutend herabgesetzten Preisen mein Lager in Stroh- und Stoffhüten. Gießen. Louis Schild, am Kreuz. Vermiethnngsn. 6757) Ein möblirtes Zimmer ist zu ner- miethen bei Gärtner Schaum. 6,,0) Ein Postillon wird zum baldigen Eintritt gesucht. A. Joutz, Po st Halter in Butzbach. „ , In Folge banlicher Derändernng befindet fich mein Waarenlager im < osten Stock und f ,r,(a,lfc • d), um Raum zu gewi >nen, zu sehr billigen Preisen. nytest Jlendelsohn. Vermischte Anzeigen. Antiquitäten. 6761) Alle eingelegte Möbel, Parcellan, Waffen, Schnitzwerke aus Holz und Elfenbein, alte Gold-, Silber- und Kupfermünzen, Kupferstiche 11. dgl. kauft I. Ror Heuberger, Lindenplatz. 67aü) Einem qeehrlen Pnblifinn hiermit die Anzeiae, daß von heute an mein Schub- und Stiesel-Loger wieder eröffnet ist und bestndet sich dasselbe im Hause des Herrn Buchbinder C. Orth am Kirchenplatz. Glcichzeitia empfehle ick mein reichhaltiges Lager von allen Sorten Schuhen und Stiefeln zu den billigsten Preisen. Gießen, den 12. August 1869. K. Grünebaum. E.______________I 6789) Bei Frau Dr. Hanstein ist für nächstes.Semester ein möblirtes Zimmer mit Cabinet zu venniethen. 6658) Ein niöblirtcs Zimmer mit Ca binet ist in einer freundlichen Gartcnwoh nung zu vermicthen und alsbald zu beziehen. Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts. 6747) Deutsche und englische wollene Strickgarne in frischen Sendungen der verschiedensten Sorten zu herabgesetzten, dem Wollwerthe angemessenen Preisen, empfehlen I. A. Busch Söhne. 6/40) Es ist ein noch ganz gut erhaltenes Clavier zu verkaufen. Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts. 6772)- Ein Wagen ist billig zu verkaufen bei Louis Stein Wittwe. 6752) Ein eiserner transportabler Koch- heerd mit Wasser schiff und Bratofen, in bestem Zustande, ist billig abzugeben. Zu erfragen bei der Exped. d. Bltts. 6750) Sechs Rohr- und sechs Polster- stühle, drei Paar Fensterläden und ein Sparüeerd werden billig abgegeben. Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts. 6777) Ein junger trag- und zugbarer Gsel ist zu verkaufen bei Alten-Buseck. Marie Schäfer. 6735) Ein in schöner Lage der Stadt befindliches geräumiges Wohnhaus ist aus freier Hand zu verkaufen. Näheres bei Herrn Carl Lony zu erfragen. Fussboden -Anstrich. Fußbodcnlack, sofort trocknend, Lcinolsiccatif zum Einölcn, Oelfarbc, fertig zum Anstrich, rasch und hart trocknend, sowie alle sonstigen Ingredienzien zum Anstreichen und Wichsen der Fußböden, empfiehlt Emil Fi-schbach, (6782) Seltersweg. 6746) Sauerkirschen, das Psd- 5 kr., desgl. dicke zum Einmachen, das Psd. 6 'kr.. sehr gute Acpfel, das Gcscheid 4'/r kr-, dicke Pflaumen, das Hundert 5 kr., bei L- Hartmann, in der Schanz. 6743) Eisenbahnschienen, in großer Auswahl auf Lager, empfiehlt I. G. D. Bapst. Ein Schimmel-Wallach, 3 Zoll groß, von einem Trakehner Hengst abstammend, ein brauner Wallach, 7'/2 Zoll groß, ohne Abzeichen, in Litthauen gezüchtet; beide gut geritten und zum Dienst bei den Truppen brauchbar, ein brauner Wallach, 7 Zoll groß, von einem dänischen Hengst abstammend, einspännig gefahren, eine Chaise stehen zum Verkauf. (6776) Frankfurt a. M. Guiollett-Platz 33. 6745) Pumpen (Ketten- und Pumpen) empfiehlt I. G. D. Bapst. 6774) Besten Incarnat-Kleesaamen (erstes Grünfutter) empfiehlt C. W. Dietz, am Markt. 6756) Wcstphälischer Schinken, Gothaer Cervelatwurst und feinstes Schweineschmalz, sowie täglich abgctochter Scbin- ken, bei_________I. A. Busch S ö h n e. 6790) Ein vorzügliches Glas B. Moritz-Bier bei Carl Plpp. 6744) Pctrolcum-Koch-Apparate empfiehlt I. G. D. Bapst. 6784) Am Seltersberg, im Nebenhause des Herrn Prof. Dr. v- Klipst ein, ist eine Stube mit Cabinet zu vermiethen. 6754) Im Cafv Kuhlmann sind meh- rere Logis, zu vermiethen und sogleich zu beziehen. 6779) Ein möblirtes Zimmer mit Cabinet ist zu vermiethen bei ____________CH r. Reiber, am Kreuz. 6771) Ein neu eingerichtetes Familken- logis mit drei ineinandergehenden Zimmern ist zu vermiethen und alsbald zu beziehen in Lit. D. Nr. 78, Mühlgafse. 6753) Zwei Logis sind zu vermiethen bei ______ Louis Flett, im Schwanen. 6765) Zwei möblirte Zimmer sind zu vermiethen bei H. Kühn Wittwe, ______Seltersweg. 6748) Ein kleines möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei Wern Hard Brück, Flügelsgasse. h' ► - I , SacA.se .y Co. Leipzig, I Sa? 2. N- trägen angemesienen Rabatt Die Wechsel. grosse Gallusslrasse 1. im 1. Stock. Ncuerwall, 50 ; 1 Wohnungs-Anzeige 1183/, ISfitr August S)i(fore, Büchsenmacher.! hiermit ergebenst auzeige. verflossener Woche von nachbenannten Orten und Fruchtmärkten. Frucht- und Mehrpreise in Erbsen s2üif bcnihWit^ Markt preis Auf SemlMt.- Markt «preis Auf dem Mit. preis Markt Markt preis ft.jfr. Aug. Fruchtmärkte. “Bl t fr. fl. fl.Jfr. fl.jfv fl.’fr. p fr M- M: M- M- M. M- . M- M- M. : M. M- ' M- -VI- -VI. 12— 40 I 38 8 i i 1 .nun ri 8 7. 3i36 11 46| 7i47 2 2 2!; ri= 5a 12|10| Linsen, Wicken 220, Kartoffeln 200, Mehl 140 Pfund. 9 9 9 9 5 9 Hamburg, Berlin, Basel, Wien, Leipzig, Stuttgart, Zürich, St. Gallen, Genf, 7 71j 3 98 Giehen Alsfeld Grünberg Lauterbach Mainz Leipzigerstrasse, 46 ; Steinenberg, 29; Stadt, Neuer Markt, 11 ; Markt, 17, Königshaus; Kronprinzstrasse, 1 B ; Elsassergasse, 1 ; Obere Grabenstrasse, 13 ; Place du Molard, 2. Borscnnachrichten. 10. August 1869. Mit. preis Pr. Gass. Sch. Div. Cass.-A. Pr. Friedrdor. Pistolen . . „ doppelte Holl. fl. 10 St. Ducaten . ■ 20 Frankenst 447/8-451/8 581/2-591/t 48-50 49-51 54-56 37-39 31i/8-32i/t 56-12 19-51 28-29 6759) Brave Köchin auf Michaeli gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. Anlehenelooee. Kurh. 40 Thlr. Loose 57’/4 Nassau fl. 25 b. Roth. 40 Gr. Hess. fl. 50 b. R. 1781/4 Gr. Hess. fl. 25 b. R. — 40 u bayr. Präm. Aul. 1057/g 4«/o badische Loose 103^/4 Badische fl. 35 Loose 56% t858r Priorilätslooso — 1860r Loose 83 ’/8 I Waizeit.__ lAuf dem lMii. ! Markt «preis 6758) Ein Dienstmädchen, daö alle häuslichen Arbeiten versteht und mit sehr guten Zeugnissen versehen t|l, wird auf Michaelis gesucht. Wo? sagt die Erpedilion dieses Blattes. Jeittnps-Annlnm'n-Expkdililm von i fijr M- Engi. Souver. 11 Rusa. Imper. 9 Doll, in Gold 2 Sonnalflcroid/t per Malter: Wat,en 200, Korn 180, Gerste 160, Spelz und Hafer 120, Erbsen, ° s 6762) ! e t b ! auf Gold, Silbcrfachcu u. dgl- Gegenstände umer billigster Zinscubcrcchnung 1 - .... ...<* t •:_____..... Onth-mim» ni« 111 Spelz Auf deut Allerneueste Glücks - Offerte. 67 II) Das Spiel der Freiburger Staats-PrZUnien-Ohligatio- nen ist von der fJrossherzog- licli IleMMlschen Regierung gestattet. ^Gottes Segen bei Cohn!“ - flSrossartige wiederum mit Gewinnen bedeutend j ver m ehrte C a p Halte ■»- Verloosung von über •j1/2 Millionen. I Die Verloosung garantirt und vollzieht die Staats-Regierung. I Beginn der Ziehung am 20. d. Ifli». Mur Ä Thlr. oder 1 Thlr. Telegraphischer Bericht, mitactbeilt von dem Haupt-Agenten C. W. Dietz. Das Postdampfschiff des Nordd- Lloyd „Union", am 24. Jult von Bremen ab« l ) i t Abends 11 Uhr, wohlbehalten tn New-York angekommen. 0Cflanfl^äf«oftbam S"ff’b“ 9 orbb Ä „Rhein", am 29. Juli von N-w-Iork ab- geaana?. P mn st'August, Morgens 8 Uhr w°d-bchalt°n unweib Cowes e.ngetro >.n und hat um 10 Uhr die Reise nach Bremen sortgesetzt. und verschwiegen. Durch meine von besonderem Glück begünstigten Loose habe meinen Interessenten bereits allein in »eutschland die allerhöchsten t reifer von 300,000, 225,000, 187 500, 152,500, 150,000, 130,000, I mehrmals 125,000, mehrmals 100,000, kürzlich schon wieder das I grosse > 008 von 127,000, und erst vor acht Taften schon wieder den allergrössten Blaupt - Gewinn in Naron Stadt ausbezahlt. errö Jede Bestellung auf e^rneineOriginal Staats \vcc- Loose kann man der Bequcmhch- freit, h-Uhor u.nzd. ol»““ “ j. u einfach auf ei ne Jetzt ub- liehe Postkarte , machen. S Dieses ist gleichzeitig hedeu- ^iutend billiger als Vost- > Z vorschuss. Laz. Sams. Cohn Prioritäten. 5% östr. F. St. E. B. 393 Ludwigsh.-Bexbach 162 Vä Maxbahn lOh3/* Bayer. Ostbahn 129 Hess. Ludwigsbahn — 3% östr. Stsb.-Prior. 59 300, 272 ä 200, 24550 Gewinne a 110, 100, 50, 30. Glewinngelder u amtliche Ziehungslisten sende meinen Interessenten nach Entscheidung prompt HAASENSTEIN* VOGLER Zeitungs-Annoncen-Expedition, in Frankfurt am Main, 6769) Eine Dame, die in Musik, Sprachen g und der Haushaltung kundig ist, wünscht 3 Stelle ohne Salair. Näheres bei der Exped. rä dieses Blattes. g Drinqrnde Bitte rni alle MevschMstcMde ein““.««. bl«. '• leider abermals im Königreiche Sachsen- »uge ragen. Durch300 den Kohlengruben des s°g-nann -n, Pl-u -nichm Grund« Menschen, fleitzige arme Bergleute lybcnb ihrer einzigen Ernährer beraubt Kinder Greise ;c. sind durch diese grablichc Catastroph^hrer emztgen und stehen verzwetflungsvoll, em Bi d des he z, ergebenst stätte. Lauter denn ;e ruft hier dre -ur Mtlotyattgre» a s in Deutsch- Unterzeichnete erlaubt sich bet biefem fo fWl kannten unD so oft bewährten Wohlland noch nie dagewesenen Ereignisse, an[ . Umgegend zu appelliren und da thätigkeitssinn der Bewohner der Stadt Götzen und ^mgegend^M P^ß ist, so ist ^neaenMftbttOpÄCü«c\ Di°Exprdist°n dies« Blattes ist gerne bereit, auch d,e geringstei/Liebesgaben dankbar in Empfang zu nehmen. Franksurt a. M., den 5. August 1869-$j,v ^SniflI büchst Generalconsul I. Gerson. e « M- Zum Ausleihen 6768) In hiesiger Gemeindckasse liegen gegen genügende Sicherheit 831 fl. getrennt, oder auch im Ganzen, zum Ausleihen bereit. Bewerber wollen sich bei dem Unterzeichneten anmelden. Reiskirchen, am 9. August 1869. | Grotzherzogliche Bürgermeisterei Reiskirchen. Jünger. I 8j30 111911 825 lj 23ii 15U10 8 ' - 70 824 Wicken. I Kartoffeln. Auf demtMit.- i Markt Ipreis Gerste Markt i 6739) Ein gewandter Hausbursche wird aut Michaeli zu miet Yen gesucht. Nityeresl bei der Exped. d. Bltts. 6738) Ein braves Küchenmädchen wird auf Michaeli zu miethen gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 6751) Ein braves Dienstmädchen wird auf Michaeli gesucht. Zu erfragen bei der Exped. d. Bltts._______________________________1 6736) Ein Kindermädchen wird zum sofortigen Eintritt gesucht. Zu erfragen bei der Exped. d. Bltts. in Hamburg, Haupt-Comptoir, Bank- und Wechsel- 6661) Mein seitheriges Logis auf dem Reichensand habe ich verlassen und wohne jetzt im früher Weißbacker'schen Hanse in der Löwengasse, was ich meinen geehrten Kunden EEehung °r. 8° Preis 2 Sgr. = 6 kr. rhein. Verscliöncrimgs-Verein! 6749) §• 1. Verschönerung der! öffentlichen Plätze: Gehören hierzu die Barrikaden an der Lindengasse von Pferden, Mist-Wagen, Pflügen ic. f Ansicht gratis zu jeder Tageszeit. oder 15 kostet ein vom Staate garantielos wirkliches Orlginal-Staats- LOOS vnicht von den verbotenen Promessen) aus meinem Debit und werden punuv u.hv. .. >. a ~ 173 diese wirklichen Original- auf kürzere und längere Ze,träume bts zu gegen frankirte den höchsten Betragen pünktlichst dl» g Einsendung des Betrages oder gegen Darlehn besorgt durch « postvorschuss, selbst nach den I. Rothelibergcr, Lmdenplatz. entferntesten Gegenden von Amsterd. k. 8. 1001/« Augsb. k. S. 993/4 Berlin k. 8. 105Vö Bremen k. 3. 97% Cöln k. 8. 105% Hamburg k. 8. 883/s Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 120 Lyon k. S. — Paris k. 8. 951/4 Wien k. 8. 96 Ve Disconto 3‘/2 0/0 G. Geldsorten. 6767) Die Besitzer von Büchern aus der Bibliothek des Gesellschasts-Veretnes dahter werden ersucht, dieselben binnen 8 Tagen •3X 9. August 1869. Dr. Zimmermann 6773) Der Unterzeichnete sucht einen erfahrenen Scribciiten zum sofortigen Em- Dr. G. Schwarz, Hosger.-Advocat. '■ Born, Breslau, Eaffcl, Eöln K Stuttgart. Sa Dicstlbe vermittelt auöichlicßlich Zeitmigs-, Zertschr.ften-, sink 11ber- rc. Inserate hi alle Fachblatter und Zeitungen der 50 inf Welttheile, — berechnet ohne Aufschlag von ??rto, Pro- Vision rc. stets die Originalpreise, — gewahrt bel großeren Auf^ Lx-, 1CU angemessenen Rabatt, — liefert Belegblatter füri 0 Inserat — beseitigt alle Portoauslagen und sonstigen 9!cben- « 0 kosten, 'liefert vorherige Kostenanschläge, besorgt Uebersetzungcn H’s alle Sprachen gratis und versendet auf Verlangen gratis 5 L 1 und franco ein vollständiges Zeltungs-Preis-Verzelchniß. eCT*- Mit sämmtlichcn deutschen Zeitungen steht obiges Institut I in täglich directem Verkehr. : j Hafer. Aus dein '.Vtil. 6787) Ein tüchtiges Flickmädchen wird J gesucht. Näheres in Lit- B- Nr. 77 in den « Neucn-Bäuen- ____________ D 6755) Nach einer auswärtigen Stadt wird K ein braves Mädchen gegen guten Lohn zu » miethen gesucht- Näheres bei der Exped- W dieses Blattes. _____H "6734) Ein Frauenzimmer, welches allen A häuslichen Arbeiten vorstehen kann und gute A Zeugnisse aufzuwcisen hat, wird gegen hohen U Lohn sofort in Dienst gesucht von \w Gg. Schmehl, am Brand. 6786) Für eine stille Familie nach aus- wärts wird gegen hohen Lohn ein braves 1Z Dienstmädchen gesucht- Näheres bei der S Exped. d. Bltts. I Preuss. 4 */2®/o Obi. 93 * 2 Frankf. 3V2% Obi. 811/* Nass. 41/2% Obi. 925/g Kurh. 4% Obi. 85 Hess. 40/o Obi. b. Roths. 91’/2 n 3‘/'2% üo. do. 871/4 Bayer. 5% Obi. 101 2 „ 4*/2% 1jährige 935/s „ 41/2% V 2jährige 94 Würtemb. 41/2% Öbl. 927/H Raden 41/2ü/o Obi. 0. E.L. 933/8 Oestr. 5% b. R. 587/a | n 5% National 563/4 „ 50/0 Metall. Obi. — „ M. steuerf. 523/4 Amer. 6®/q 1882r Rds. 88* 4 " 6°,ü I885r 873/tz Actleu. Frankf. Bank 121*4 Oester. Bank 722 „ Creditact. 293x/z Darmst. Bankact. 313 Korn Auf dem Mit-- Markt preis! , auf-, ' gef- : verk? fl.jtv fl.‘l fr. ’PÖ -Inv | a M- M- 1___ — — — —- 17 5 - — 21 6 ,53 - - _|ö_ ,26 — oOui' feit l deS ■ Er S tin i Stau uinsä Freu so vi als 1 nochn drüö Apü den mufet besatz nach brrgi als Arm zum gerci um|( Win in d M M It^1 sao foi fiini Mi Sch tun lichi ntni im l>0ss eine Mi in W «-s der Bl ein Äa A sri un löt dei dl! ßü um le- All Er den Di un d d ö Feuilleton schlucht gelegenen Sennhütte. (Fortsetzung folgt.) Der Barbon r. (Barbone, im ital. Volksdialect: der Bärtige.) Novelle von Fr. Büchner. (Verfasser der Preisnovelle „Jugendverlrrungen.") abführte, verschwunden. Der Mönch murmelte einigemal vor sich kommen." hin: „Er wird kommen, er wird haben würde. Nachdem der Mönch den Jüngling in die Arme geschloffen, fragte dieser mit gespannter Erwartung: „Aber wie steht es um unser Land, Barbone?" Da trat der Mönch einen Schritt zurück, und sein Antlitz ward von einer noch tieferen Bläffe wie zuvor bedeckt. . . „Frage mich nicht, Albrecht," erwiederte er. „Verbirg Dich nut nur m etn Kloster und laß uns weinen um das Vaterland bis an das Ende. Der Kampf hat aufgehört. Noch einmal leuchtete uns die Hoffnung. Dort am Jselberg flatterte noch einmal die Fahne TyrolS hoch bei dem Siegessauchzen feiner Kinder, dann aber wurden wir erdrückt durch die Uebermacht des Feindes. Das Land liegt danieder, und die Feinde nehmen furchtbare Rache an Männern, Weibern und Kindern. Wehe über sie, — o daß der Tag des Gerichts bald unter die Mörder und Schlächter hereinbräche! Doch," fuhr er fort, „das Alles könnten wir ertragen, wenn nur — Er — uns geblieben wäre." „Wer?" fragte der Jüngling bebend. „Andreas Hofer ist gefangen," sagte der Mönch mit einem Schmerzenston, der tief in der Seele des Jünglings widerklang. „Er ist verrathen durch Donay; die Franzosen nahmen ihn gefangen auf der einsamen Alm, wohin er sich geflüchtet. Er wurde mißhandelt und mit Ketten belastet nach Mantua geschleppt, um dort sein Urtheil von einem Kriegsgericht zu empfangen." Der Jüngling hatte sein Antlitz mit beiden Händen verhüllt, und ein lautes Schluchzen rang sich unter denselben hervor. Noch lange, nachdem die Klosterglocke Mitternacht verkündet hatte, saßen Albrecht und Veronica und lauschten der Erzählung des Mönches von seinen Erlebnissen und dem unglücklichen Ausgang des Krieges. Am nächsten Morgen in aller Frühe nahm der Barbone Abschied, und bei dem Scheiden sagte er noch einmal zu Albrecht von Schauenstein: „Sobald Du sichere Kunde hast, suchst Du mich auf, dann wollen wir zusammen über unsere Zukunft bcrolhen." Mit einem Händedruck schieden die beiden Männer, der Jüngling, um wie- der in sein einsames Klostergemach zurückzukehren, der Mönch aber, um im Osten ves Klosters seine Schritte der hoben Gebirgskette zuzulenken. welche die Mitte des Landes durchzieht. An seiner Seite schritt der muntere Fränzerl', in der gewöhnlichen Landestracht, während Der Mönch feine Verkleidung beibehalten hatte. Man merkte es der starken Haltung des Buben an, daß er sich nicht wenig darauf einbildete, neben einem solchen Manne, und von ihm dazu aufgefordert, hinschreiten zu dürfen. Auf nur den (Singebornen bekannten schmalen Gebirgspfaden zogen sie da- hin, und als sie höher gestiegen, mußte sich ihr Fuß gar oft mühsam den Weg durch Schnee und Eis bahnen. — An einem der folgenden Tage sah man um Mittagszeit auf einem Felsen- Vorsprung über einen großen Th eil des schönen, ober wilden Passeyerthals gewährte, Den Mönch, den Knaben zur Seite, auf einem Steine sitzend. Sein Auge haftete abwechselnd auf einzelnen Stellen des Thals, die ihn wie alte Freunde zu grüßen schienen, da sie die Orte waren, von wo aus Der Feind so oft überfallen unD vernichtet worden war. Ein Paar Thränen rannen Über das ahle Antlitz des Mönches herab, — aber dann, als ob er gewaltsam diese wehmüthigen Erinnerungen zurückdrängen wolle, wischte er dieselben ab und trat 'esten Schrittes his zu Dem Rande des Felsens und beugte sich weit über Den- eiben vor. Da unten lag ein kleines Dörfchen, — frieDlich hingegossen in Der Tiefe an dem Fuße Des hohen Felsens, gleichsam unter Dem schattenden Dache Desselben Schutz suchend vor Den Lawinen, die, wenn sich ihre Kraft nicht an Den Felsen brach, nothwendig das Dorf im Niederstürzen begraben mußten. Auf diesem riedlichen Bilde ruhte der Blick des Mönches eine Weile; — aber in seinem Auge wohnte nicht Der Friede. „Da unten weilt ermurmelte er leise vor sich hm. „Der Bose Der* Elende seine Sinne und führe ihn in meine Hände." Wieder trat er zurück und ließ sich auf Dem Steine nieder, wo er zuerst mit dem Knaben geruht, und verfiel in ein düsteres Nachdenken. Als ihn end- lich die schmeichelnden Worte des Knaben, dem es in Der Nähe Des schweigsamen Mannes nach und nach ganz unheimlich zu Muthe geworden war, seinen Ge* danken entrisse, sagte er zu diesem: „Fränzerl', bist Du noch bereit, zu gehen „Ja," sagte Der Knabe, mit einem starken AusDruck in Ton und GebarDen. Darauf zog Der Mönch ein Papier aus Der Tasche, das er, nachDem er seinen Inhalt noch einmal sorgfältig gelesen, vorsichtig neben sich hinbreitete; dann brachte er Den Stumpf einer Kerze hervor, unD nachdem er dieselbe ange- zÜnDet, begann er an dem Lichte derselben ein Stückchen Dunklen Wachses lang- (am zu schmUzen unD auf das Papier tröpfeln zu lassen. $Rl)n brachte er ein Petschaft hervor, welches das Siegel sehen ließ, wie es die französiichen Obersten bei Zeichnung ihrer Befehle anzuwenden pflegten, und nachDem er dasselbe ein wenig an der Flamme Der Kerze erwärmt hatte, prägte es Deutlich auf Die Dem Papier aufgetröpfelte Wachsscheibe aus. Nach- Dem er Das wohlgelungene Siegel mit sichtbarem Wohlgefallen beschaut hatte, reichte er Das zusammengesaltete Papier Dem Knaben hin und sagte: „Nun halte Dich wacker, Fränzerl'! Du erzählst, ein Paar französische Hauptleute harreten hier, — unD Du gibst das Papier nur ihm selbst. Wenn Du eS wohl ausgerichtet, Dann hältst Du Dich eine Zeit lang im Paffeyerthal, und dort wirst Du leicht einen Mann finden, ter Dich sicher in das Kloster der „armen Schwestern" zurückbrinqt." . ,. Der Knabe nickte zum Zeichen, daß er Den Mönch verstanden, leicht mit dem Kopfe und war bald auf Dem steilen Felspfave, Der zu Dem Dörfchen hin- (Fortsetzung.) , Wochen waren hingegangen, und beide Mädchen, von Marimilian unterstützt, Der sich bereits ziemlich erholt batte, fanDen ihre Bemühungen Durch Die allmählich eintretenDe Besserung Des Kranken gekrönt. Bald Durfte Der Kranke feit langer Zeit zum ersten Mal wieDer in Dem kleinen, verborgenen Hausgarten des Klosters Den blauen Himmel schauen und die erquickende Bergesluft athmen. Er ging, von Johanna unterstützt, an Der Seite des geliebten Mädchens, wie ein in süßem Traum Befangener, Der fürchtet, zu erwachen, um seine schönen Traumgebilde entschwunden zu sehen. In dem kleinen, von finsteren Mauern umschlossenen Klostergarten, umgeben von Der Geliebten, Der Schwester und Dem Freund, Der ihm in Den Tagen seines Krankseins eher ein Bruder geworden, so viel Glück auf Diesem kleinen Flecken ErDe vereinigt, schien Albrecht zu groß, als Daß es ihm lange gewährt werDen sollte. Und wirklich schlug ihnen bald die Trennungsstunde. Tyrol war nach einem nochmaligen heldenmüthigen Widerstand durch die französischen HeereSmassen er* drückt und gewaltsam zur Ruhe gebracht worden. Im Pusterthal, wo den 9. April die ersten Schüsse fielen, krachten am 8. Deccmber auch die letzten. Unter den Truppen, welche das unterworfene Land auf Befehl Napoleons verlassen mußten, befand sich auch die Abtheilnng des Obersten, und ein Brief desselben befahl auf das Bestimmteste Die Rückkehr feiner beiDen Kinder, die er vorerst nach München zurückgeleiten wollte. Am ersten Tage nach dem Weihnachtsfeste nahmen am Fuße des Kloster- bergeS Albrecht von Schauenstein und Johanna Abschied von einander, — und als auch Maximilian und Veronica sich die Hände reichten und lange in Den Armen hielten, und das Mädchen ohne Sträuben dem Scheidenden Die Lippen zum Kuß reichte, Da wurde es Albrecht zur festen Gewißheit, Daß noch ein en- geres Band, als das der Freundschaft, die Herzen des Freundes und der Schwester umschloß. 7. Der Verrät her. Einige Wochen später saß Albrecht von Schauenstein am Abend eines trüben Wintertages in seinem einsamen Klostergemach, das Haupt in die Hande gestützt, in düsteres Nachdenken über das Schicksal Des LanDeS und über seine eigene Zukunft versunken. Während feiner Krankheit hatte er Den Mönch nie gesehen und keine genaue Kunde von den Vorgängen des Krieges erhalten. Wie gerne hätte er auch unter den Verteidigern gestanden und bis zur letzten Stunde für fein Vaterland gestritten, allein seine Genesung schritt so lang- fam vorwärts, daß er an eine Theilnahme an dem Kampfe noch nicht denken Da trat Veronica ein, und das freudestrahlende Antlitz des Mädchens verkündete sogleich, Daß sie die Ueberbringerin einer frohen Botschaft war. „Der Mönch ist angekommen," sagte sie, dem Bruder einen leichten Schlag auf die Schulter versetzend, um ihn aus seinem Nachdenken zu erwecken, „Der Mönch mit Dem Fränzerl' ist Da, wollte Gott, daß er Nachrichten bringt, Die Dich fröhlicher stimmen!" , Albrecht erhob langsam das Haupt und blickte nach Der sich abermals off- nenDen Thüre, durch die nun ein hageres, fahles Gesicht hereinschaute, das er im ersten Augenblick nicht erkannte. Aber bei dem Gruße des Eintretenden: „Guten Abend, Albrecht!" rief Der Jüngling, rasch aufspringend: „Der Barbone! Gott sei gelobt, daß Du hier bist!" In dem Aeußeren des Mönches war eine wunderbare Umwandlung vorgegangen. Der sonst fast das ganze Gesicht beschattende Bart war verschwunden, — und statt seinem Mönchsgewanv war er in die Uniform eines baierischen Hauptmanns gekleidet, — und war auf diese Weise so unkenntlich geworden, daß ihn auch der beste Freund nicht erkannt Dann lehnte er sich nachlässig wider den Felsen und versank wieder in fein voriges Nachdenken. Nach längerer Zeit erhob er sich wieder und trat abermals an Den Nanv Deö FelsenvorsprungS, Der einen Theil des zum Dorf abführenden Wegs übersehen ließ. Sein Gesicht nahm einen abschreckenden Ausdruck an, als er, un- weit von sich, einen Mann allein, vorsichtig umherschauend, die Felsen empor- klimmen sah Er trat noch mehr hervor, um dem Nahenden, durch seine Kleidung ihn täuschend, anzuzeigen, daß er hier zur Zusammenkunft erwartet würde. Als derselbe sich ober bis auf eine kleine Strecke genähert hatte, trat der Mönch zurück hinter einen Felsen, um hier abzuwarten, bis der Mann, Der eben über Dem Vorsprung sichtbar wurde, an ihm vorbeigeschritten sein würde. Derselbe kam näher, — nun war er an dem Verstecke des Mönches vorüber — da sprang dieser hervor, unD wie ein Raubthier auf seine Beute loS- stürzt, faßte er ihn, und die Worte: „Donay! Verräther!" klangen diesem schrecklich in das Ohr. . „Der Barbone?" schrie Donay laut auf, indem Todtenblaffe fein Gesicht bedeckte, und ein heftiges Zittern durch seine Glieder lief. „Ja, der Barbone," rief Der Mönch, „Den Du auch wie die Anderen entflohen" glaubtest, — Der Barbone, der Dir zweimal Gnade geschenkt hat." Gnade," ächzte Donay, „noch einmal Gnade!" ',D,r soll so viel Gnade werden," sagte Der Mönch mit einem Tone, in Dem eine entsetzliche Kälte lag, „als Die, welchen Du Den AnDreaS verrathen hast, diesem gewähren." , . O¥ _ „Aber was willst Du mit mir thun?" schrie m Der entsetzlichsten Angst Donay. „Vorerst," erwiederte Der Mönch mit einer Stimme, in Der sich Grimm bitterer Hohn paarte, „vorerst sollst Du nur mein Wegweiser werDen. Du sollst mich auf Die Alm führen, wo Du Die FeinDe hinführtest, um Den Andreas ihren Händen zu überliefern." „ Donay wollte noch einmal reden, aber Der Mönch sagte mit furchtbarem Ernste: „Nun fein Wort weiter! Du wirst vor mir hergehen, — unD ein Ton von Dir vDcc Der geringste Versuch zur Flucht kostet Dich in derselben Minute Dein Leben. Nun gehe voran!" Finster schr-tt Donay vor Dem fürchterlichen Mönch dahin, — einem Opfer gleich, das der Döse an Den Ort Der ewigen Verdammniß geleitet. Höher und höher stiegen sie, wo fein Menschenlaut mehr an ihr Ohr rührte, und nur noch daS widerliche Gekrächze einzelner Raubvögel das Dasein lebendiger Geschöpfe anzeigle. Endlich hatten sie nach mühsamer Wanderung die höchste Alm erreicht, und bald standen Beide vor Der in einer engen FclS- PslitLfehe M u sr d s ch a u. Berlin, 8. Aug. Es wird für zutreffend er* achtet, daß des Ministerpräsidenten v. Bismarck Urlaub ein unbedingter ist. Er befaßt sich mit preußischen Sachen in der Tbat gar nicht, und hierzu kommt, daß Niemand weiß, wann Bismarck zurückkommen wird. Es ist das erstemal, daß ein Minister unbegränzten Urlaub nimmt. Die Anwesenheit v. Varnbüler'S in Varzin soll eine Fabel sein. Ebenso ist die hierauf bezügliche Notiz eines süddeutschen Blattes, daß die beiden Minister nahe verwandt sind, nicht richtig. Der Herr, der vor Jahren in BiS- marck'S Namen Virchow zum Duell herausforderte, War des Ministers Schwager und hieß v. Puttkamer, also kann nicht durch die Familie v. Below zwischen dem würtembergischen und dem preußischen Ministerpräsidenten eine Verwandtschaft der angegebenen Art bestehen. Varnbüler und Bismarck sind übrigens seit lange wieder auf guten Fuß gekommen. Die kleinen Zerwürfnisse, die in der vorjährigen Zoll- parlamentSsession aufgetaucht waren, hatten nichts auf sich. Es pflegen sich namentlich Solche eine Divergenz zwischen den beiden Männern vorzustellen, die von der Ansicht nicht abzubringen sind, es gehöre noch immer die Verschmelzung des Südens mit dem Norden zu dem politischen Programm des norddeutschen Bundeskanzlers. Davon ist aber gewiß niemals die Rebe gewesen. Man verwechselt das Programm der v. Bennigsen und Genossen mit dem v. Bismarck'schen. Das, was seit 1866 That- sache ist, soll durchaus unvcrrückt bestehen bleiben, einmal, weil Norbdeutschland jedem Confl^ct aus dem Wege zu gehen beflissen ist, sür's Andere, weil die vorhandenen Zustände für normal gelten. So konnte also Hr. v. Varnbüler immerhin in Varzin gewesen sein und so lange dort ble den als er wollte, ohne baß dem Besuche politische Zwecke unterliegen. Berlin, 8. Aug. Heute Vormittag wurde in der Domkirche während des Gottesdienstes auf den Hülfeprediger Henrioi ein Pistolenschuß abgcfeucrt, wodurch der Genannte jedoch nicht verwundet wurde. Der Thäter ist verhaftet. Hamburg, 10. Aug. Die „Dörsenhaüe" enthüll em Telegramm, wonach das der Hamburgifch- Amerikanifchen DampfschifffahrtS - Gesellschaft Saint Johns angehörende Dampfboot „Germania" in der Nahe von Eap Rare total verunglückt ist. Passagiere und Mannschaft sind gerettet und letztere bereits auf der Rückreise nach Europa. Dresden, 6. Aug. Es zeigt sich jetzt, daß selbst die amtliche Angabe über die Zahl der beim Grubenunglück im Plauen'schen Grunde getödteten Bergarbeiter glücklicherweise übertrieben war, wenn auch die festgesetzte Zahl von etwa 270 immer noch beispiellos groß ist. Der Jrrthum erklärt sich dadurch, baß von den 1500 Bergleuten auf den frei* Herr!, v. Burgk'schen Kohlengruben, welche außer dem „AugustuSfchacht" und dem im Bau begriffenen Schacht „Glückauf", die verhängnißoollen Schachte „Goltessegen" und „Hoffnung" befahren sollten, viele sich erst später als nicht angefahren gemelbet haben. Das Herausschaffen der Leichen wird den damit beschäftigten Bergmännern nachgerade zur wahrhaften Qual, da die ganzen Körper, wie die zerstückelten Glieder, schon gänzlich in Fäuln.ß über- gegangen sind. Darum arbeiten sie auch nur eine mit einem Thaler bezahlte Schicht von vier Stunden, währenv für ihre achtstündige Schicht gewöhnlicher Arbeit 18—20 Ngr. gezahlt werden. 117 Leichen sind bis heute Mittag herausg»fchafft, und auf dem, dicht neben dem Bergwerk gelegenen, neu angelegten und eingeweihten Friedhof, mit Ausnahme einiger kenntlich gewesenen und von den Angehörigen reclamirten Leichen, sofort beerdigt worben. Die Gerechtigkeit erfordert, festzustellen, daß, während bei dem Lugauer Unglück vor zwei Jahren eine dadurch bankerott gewoibene Gesellschaft nichts für die Hinterbliebenen zu thun vermochte, ter reiche Freihr. v. Burgk (ungeachtet der vor noch nicht langer Zeit um 300,000 Thaler angelegte „Gottessegenschachl" für die nächsten sechs Monate unbenutzt bleiben unv ihm daraus ein weiterer sehr empsindiicher Verlust erwachsen dürfte) mehr als seine Pflicht gebietet, in Obso>ge für cte Hinierlliebenen zu thun bemüht ist. Nach herkömmlicher Sitte wirb den Bergarbeitern kin vierwöchrntlicher Lohn eindehalten, den sic nur bei ihrem Abgänge vom Bergwerk voll ausbezahlt erhalten. Dir Baron hat den Hinterbliebenen eine vierzehn'ägige Aibeitszeit ihrer verunglückten Angehörigen zu vollen vier Wochen angerechnet und den Lohn dafür auszahlen lassen. Außerdem kommt er, 'allerdings statutenmäßig, der nur schwach gestellten Knappick oftökasse nut fe nen Mitteln zu Hulse, so, daß etwa 6 - 800 Wlttwen und Waisen, erstere mit 10 Groschen und letztere mit 6 Groschen wöchentlich aus dersklben unterstützt werden können. Man hat berechnet, daß dem Freih-rrn daraus eine allerdings von Jahr zu Jahr sich mindernde Ausgabe von jährlich 10,000 Thaler erwachsen kann. So tröstlich übrigens den gebeugten Hinterbliebenen die erwähnte Unterstützung auch sein mag, so reicht sie begreiflicher Weise bei Weitem nicht hin, sie gegen Noth und Elend zu schützen. DaS kann nur die reich geübte Privatmilbthätigkeit aus allen Gauen besdeutschen Vaterlandes und darüber hinaus thun. Paris, 8. Aug. Die Commission, welche mit der Prüfung des SenatuSeonsulteS betraut ist, wird morgen zum zweitenmale zusammentreten. Wie es heißt, machen sich schon jetzt die Schwierigkeiten geltend, die aus der widerspruchsvollen Fassung des Entwurfes resultiren müssen. Der Paragraph über die V rantwortlichkeit des Staatsoberhauptes und der Minister bürste nicht nur ven Vertretern Der liberalen Presse Kopfschmerzen verursachen. Wie die Senatoren mit dieser, bis jetzt in allen politischen Combiiiationen der Welt unerhörten Bestimmung zurechtkommen wollen, ist nicht abzusehen. Es wird denn auch wohl nichts Anderes übrig bleiben, als entweder dem Kaiser Diejenige Stellung zu geben, welche ein Souverän in einem wahrhaft cvnstltutio- nellen Staate einzunehmen pflegt, oder das Projeet so zu modeln, daß von einer Ministerverantwortlichkeit de facto nicht mehr gesprochen werden kann. Die Zahl ter Amendements, welche in der ersten Sitzung zur Verlesung kamen, wirb sich in Der folgenden voraussichtlich beträchtlich steigern. Unter Den bis jetzt eingebrachten scheinen die von Bonjean und SarligcS, den man nicht mit Unrecht für einen Anhänger der preponirten Reformen hält, die wichtigsten zu sein. Da die Sitzungen bcs Senats bis zur desinitiven Neugestaltung der Verfassung bei geschlossenen Thüren statifinben, so läßt sich über Den Inhalt dieser Amendements trotz aller Informationen der „France", der „Liberty" u. A. vorläufig nichts Positives feststellen. Glücklicherweise verlautet nur, daß Die liberale Strömung in dem Palais Du Luxembourg mehr als man bisher erwartete, um sich greife, sowie daß Rouh.r seinem verfassungsmäßigen Rechte, selbst in Der Confultfrage zu rapportiren, auf Den einstimmigen Wunsch der Commission entsagt habe. Noch immer ist man jedoch im Unklaren, wer diese Function übernehmen wird. Da die Zusammensetzung Der Commission gezeigt hat, daß der Rouher'- sche Einfluß nicht präoominirt, so hat Die heute sehr konsistent gewordene Version von Der Erwählung Des Aniipoden des Ex-SlaalsM'N sters Maupas nichts Unwahrscheinliches. Die meisten Journale hielten bis jetzt an Delangle und Behic fest. Maupas war, wie man sich erinnern wird, Der Erste, Der die Beseitigung des Staatsministeriums verlangte. Madrid, 8. Ang. Es bestätigt sich, daß Forbes von Boston Zusammenkünfte mit Serrano und Prim betreffs des Verkaufs Cuba's an Amerika gehabt habe. Tie UnterhanDlungen dauern fort. Vermischtes. Giessen. (Sitzung des Gemeinderaths vom 5. Aug.) Anwesend: ter Großh. Bürgermeister Bogt, die Ge, meinderathöttiitglieter dicker, Keller, Felsing, SBalhnfdd, Löber, Nagel, Heß, Rosenberg. Hanstein, Silbereiscn und Gail. Die Wahl einer EinlchätzungS - Commission für die Einkommensteuer soll nächsten Sonntag, Bormitlagö 11 Uhr, vorgenommen werden. Zn Bernff des Wassermangels in der Stadt wurde beschlossen, die Prüfung dec Cache an den Bauausschuß zu verweilen, mit der Ermächtigung, hierbei auf Kosten der Stadt einen tüchtigen Techniker zuzuzuhcn. Zu Mitgliedern einer Servio Deputation wurde außer dem Großh- Bürgermeister Bogt daS GemeinderathSmitglied Bückuig und der Großh. Canzleirath Elemm gewählt. DaS Gesuch des Apotheker Dr. Mettenheimer um nachträgliche Crlaubniß zur Legung eines TreppenirittS auf städtischem Eigen,bum wurde adge>chlagen. Das Gesuch des H. Schmall um Anlegung eines Canals in der Lindengasse wurde an den Bauausschuß verwiesen. Ebenso das Baugesuch deö Ehr. Haubach. Nach Vorschlag des Großh. Bürgermeisters beschließt der Gemeinderatb, daß das Einkommen der städtischen Waage, ebenso wie daS Octroi, alle 10 Tage abzuliefecn sei. Der Gemeinberath erklärt, daß er bei dem vorliegenden Bauprojcct des Louis Flach keinen Anstand finde. Der Gemeinberalh schließt sich dec besurwortendeu Begutachtung des BaugeiuchS des Andr. Bärrn von Seiten Großh. KreisbauamteS an. 'Der Gemeinderath beschließt, die vom Staate beanspruchten Waagegebühien mit Berwahrnng zu ber>chkjgen, sodann aber die Sache au eine Commission, bestehend a.s den Gen rinde- rathsmitgliedern > ast, Haustein, Keller und Rosenberg zu oer- weisen und im Interesse der Stadt das Geeignete vorzunehmen. Gießen. (Sitzung des Gemeinderaths vom 8. A u g.) Anwesend: der Großh. Bürgermeister Bogt, die Ge- nreinberathsmikglieber Rick»r, Keller, Weidig, Felsing, Wallenfels, Berg Nagel, Heß, Gail und Bücking. Untre Zuziehung del Gcoßberzogl. Steuerraths Hirsch wurden in die EinschätzungS-Commission für die Einkommensteuer gewählt: I. Abtheilung. a. Die GemeinderathSmitglieder Felstng und Gail und alS Grsatzmann GemeinderathSmitglied Bücking; b. die Steuerpflichtigen: Canzleirath Clemm, Franz Pepp- ler, Advokat Baist und Carl Schwan. Als Ersatzmänner : Ludwig Senner und Phil. Walther. II. Abtheilung. a. Aus dem Gemeinderath: Der Großh. Bürgermeister Bogt, die GemeinderathSmitglieder Wallenfels, Nagel und Keller; b. aus den Steuerpflichtigen: Conrad Vogt, F. Müller, Ferd Hoffmann und Rechner Kehr. Als Ersatzmäner: Zul. Hoch. Wilh. Schmall, Georg Plank und Philipp Kreiling III. Der Gemeinderath beschließt, für das im September dahier abzuhaltende landwirthschastliche Fest eine Tribüne errichten zu lassen und die nöthige Musik zu besorgen, unv wurden in daS betreffende Comit6 gewählt: Dec Großh. Bürgermeister Vogt und die GemeinderathSmitglieder Felsing und Bücking. Die übrigen Beschlüsse sowohl der Sitzung vorn 5. als auch vom 8. Aug. betreffen Angelegenheiten persönlicher Art. Berlin. In der nächsten Schwurgerichtsgeriode (vom 1. bis 15. Sept.) werden die am 5. Zull vertagten Verhandlungen gegen den Lieutenant außer Dienst v. Zastrow wieder aufgenommen werden. Ueber das Resultat, welches die inzwischen eifrig angestellten Beobachtungen der mebiclNischeu Sachverständigen betreffs der Zurechnungsfähigkeit des Angeklagten ergeben, ist, wie die „Ger.-Z." mittheilt, bisher noch nichts bekannt. Zur Katastrophe im Plaueu'fcherr Grund. Die bereits von uns, nach dem „Dresdener Zournal", mitgetheilten Einzelheiten über den entsetzlichen, Hunderte von Opfern fordernden Unglücksfall in der sächsischen Kohlengrube sind an sich gewiß erschütternd genug; um sich jedoch ein annäherndes Bild von dem Umfang deS Unglücks auch in seinen Nachwirkungen für die Familien der Verunglückten zu machen, möge man daS Gemälde menschlichen Jammers beherzigen, daS ein Dresdener Correspondeut der „Berliner Börsenzeitung" entwirft. Derselbe Hal dem HerauSschaffen einer größeren Anzahl von Berg- mannSleichen, die zum Theil schrecklich entstellt waren, angewohnt, und gibt von den weiteren Vorgängen folgende ergreifende Schilderung: „Man batte die zum Theil furchtbar entstellten Leichen, während einige fast schlafend erschienen, sofort gewaschen, um sie zu erkennen, sie dann auf grüne Birkenreiser in zunächst an die Schächte gränzenden Schuppen gelegt und ebenso mit Brrkenreisern zugcdeckt. ES war die Absicht, die sämmtlichen so urplötzlich vom Tode Erreichten auf einem zwischen beiden Unglücksschächten gelegenen Felde zur gemeinsamen Ruhe zu bestatten. Aber Gerichtsamt und Kirche halten Bedenken gegen diese Abweichung vom Herkömmlichen. Als ob der plötzliche Tod von viertehalbbundert kräftigen Männern etwas Herkömmliches wäre 1 Es ist indeß an die KreiSdirection (Regierung) berichtet worden, und diese wird hoffentlich die Bestattung der in ihrem Berufe Gefallenen auf dem Schlachtfeld« erlauben. DaS Aufsuchen der Leichen soll Tag und Nacht seinen Fortgang nehmen. Aber Se werden Wochen vergehen, ehe man alle Strecken wieder aufgeräumt und die unter den Trümmern Liegenden aufgefunden haben wird. Von Dresden aus ist Militär hinausmarschirt, um das andrängende Publikum abzuhalten. Furchtbarer, herzzerreißender als der Anblick der zum Therl sehr entstellten Lerchen (die zerriffensn Ueberreste eines Steigers wurden in einen Trazkorb zusammeiigepackt und nvch Ha'rse getragen) ist der Anblick der unglücklichen Angebü- börigen. Mehr als 300 Familien sind in emem Augenblicke ihrer Ernährer beraubt worden. In allen Dörfern in der Nähe der Kohlenwerke standen die Leute weinend und jchluch- zend beisammen. Die plötzlich verwaisten Kinder jammernd an den Röcken der verzweifelnden Mütter sich haltend. — An einem Hause lehnte eine Frau, ein kleines Kind auf dem Arme haltend. Die Frau weinte nicht mehr, aber die Augen waren roth und daS Gesicht entsetzlich abgehärmt. Ein ununterbrochenes Zittern und Schütteln ging durch ihren Körper; von Zeit zu Zeit drückte sie das Kind heftig an sich. Stumm hörte sie oder hörte sie auch nicht auf eine vor ihr stehende ältere Frau, die ihr die Hand auf die Schulter gelegt hatte und ihr eifrig Trosiesworte zu sprach. Du lieber Himmel! Wo gab eö in diesem Augenblick einen Trost für die arme Frau? So oft an den buben Schächten eine Leiche hinaufgefördert, abgewaschen und erkannt war, was immer nur nach stundenlangen Pausen der Fall war, wurde der Warne ausgerufen und dann Boten an die Angehörigen geschickt, falls diese nicht ohnehin schon zur Stelle waren. Eö drängten sich dann die von den Wachen Eingeschlossenen um die, zu den vorher schon zu Tage geförderten gelegte neue Leiche, den Raum mit ihrem Wehklagen und Jammern erfüllend. ES gehörten starke Nerven dazu, um sich nicht überwältigen zu lassen. Herzzerreißender aber, fürchterlicher noch als das laute Schluchzen und Weinen war die thränenlofe stumme Verzweiflung. — Eine Mutter kauerte mit sechs Kindern, von denen das älteste wohl noch N' bi 10 Iahie alt, neben dem zum Todtenhause umgewandelten Schoppen, wahrscheinlich aut das Herausbringen dec Leiche ihres Mannes warleno. Sie schien es gar nicht zu hören, daß die au> ihren Röcken liegenden und knieenden Kinder laut weinten.^ Trock.ne rolhe Augen starrtrN gedankenlos aus einem bleifarbenen Gesicht. — Aus den Wegen nach den UngluckS- fiätten begegnete man oft 4, 5, 6 Frauen, die laut ober lull will weirnnd, sich unter die Arme gefaßt hatten, sich so gegenseitig stützend und dennoch im Wege hin- und herschwaukend. — Ich habe nie so viel Jammer, so viel Verzweiflung beisammen geseh.n, als gestern Abend! Es war unmöglich, ungerührt zu bleiben. Gleich unter dem Eindruck des ersten Entsetzens übtr den bisher noch nirgends eireiditeu Umfang dieses Unglücks hat sich in Dresden ein HülfSeomito gebildet. Eine Cubscription, die gestern (4 d. M ) hier an bet Börse aufgelegt würbe, hatte in wenigen Minuten über 1000 Thaler geb'acht. Aber man bedenke den entsetzlichen Umfang bet Noth, bet gegenwärtigen unb der zukünftigen, in so vielen Hunderten ohnehin armer BergmannS'a-nilien. Wer ein Herz bat und irgend einen Geldbeitrag, groß oder klein, entbehren kann, der gebe! Das Unglück ist so entsetzlich, die Noth so groß, daß alle schon oft bewährte Woblihätigkeit Dresdens und bet Um* gegenb nicht zur Hülfe auSreicht. Der Hülferuf muß in den weil-stm Kreisen erschallen. Er findet hoffentlich willige Hörer und offene Herzen." Redaction, Druck und Verlag der Bruhl'schen T ickerei (Fr. Ehr. PleNch) in Giessen. Kcnil! dein Die lvec der die ] chen ftlbei infim heck ginn ein i 681: wir' Gai »eil 0 5 „68 röhr, ?! L in btt bie Gik G Äh) wird in' fteift