Preis vierteljährlich 36 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 49 kr. Gießener Anzeiger. Erscheint wöchentlich vret, mal; Dienstags, Donnerstags und Samstags. — Expedition: Canzlciberg rit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Areis Kießen. Donnerstag den 11. Februar is<»9. Nr. IS. Einem geehrten Publikum hiermit zur Nachricht, baß wir von nun an für unsere Mühewaltung bei jeder Annonce, über welche Auskunft bei der Erpedition verlangt wirb, einen Zuschlag von 12 Kreuzern für Nachschlaggebühren dem Auftraggeber berechnen werben. Die Exprd. t>. Gießener Anzeigers. Amtliche Bekanntmerchungen. Gießen, am 4. Februar 1869. Betreffend: Statistik der Bewegung der Bevölkerung pro 1868. Das Großherzogtiche Kreisamt Gießen an bie evangelischen Pfarrämter unb bie Großherzoglichen Bürgermeistereien beö Kreises, sowie ben Großherzoglichen Polizei- Commissär zu Arnsburg. Wir erinnern Sie, soweit Sie damit noch im Rückstände sind, an die Einsendung der in obigem Betreff zu führenden Register, bezw. auszustellenden Bescheinigungen. In Verhinderung des Kreisraths: Gros, Kreisaffessor. Besondere Bekanntmachung. • Ä Obcrhessisclie Eisenbahnen. Section Gießen. G r u n d e r w e r b. 977) Tie Entschädigungsbeträge für den. Grunderwerb der Gießen-Gelnhänser Linie in der Gemarkung Gießen können, unter Präsentation der von Großherzoglicher Bürgermeisterei Gießen ausgestellten Anweisungen, bei Herrn Ortsgerichtsmann Konrad Weidig erhoben werden. Gießen, am 4. Februar 1869. Her Sections-Jngenieur: H. Lippold. Versteigerungen. 1023) Dienstag den 23. Februar, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem NathHause die Grundstücke, zum Nachlasse des Ludw. Steinmeier gehörig, als : Flur Nr. c'Klstr. 25/ 4 400 Acker an der Chaussee auf der Wartb, gibt 1 sl. öVzfr-, 25/76 400 Acker das., gibt 1 fl. 14 kr., 26/228 158 Acker am untersten Niegel- pfad, aus das Bruch, gibt 143/4 kr-, 2G/229 144 Wiese daselbst, gibt 12 kr., öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, am 10. Februar 1869. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Ebel. -----------------------------------------------------r------- Die Vergebung von Wegbauarbeit im Stadtwalde, District Fernewald. 1028) Montag den 15. Februar, des Morgens 9 Uhr, wird auf dem Rathhaufe dahier die Vornahme von Wegbauarbeit, veranschlagt zu 47 fl-, an den Wenigstfordernden vergeben. Gießen, den 10. Februar 1869. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Versteigerung von Straßenarbeiten. 976) Die zur Unterhaltung der Straßen in dem Baubezirk Gießen für das Jahr 1869 erforderlichen Arbeiten, bestehend in dem Brechen, der Beifuhr, dem Aufsctzen und dem Zerschlagen der Steine, sollen an nachbenannten Tagen und Orten wenigst- fordernd versteigert werden, und zwar: I. Donnerstag den 11. Febeuar, Morgens 9*/2 Uhr, au Lich in dem Gasthaus $um Engel für die Straße von Steinbach über Lich gegen Langsdorf, und vom Hessenbrückcn Hammer über Lich bis in den Klosterwald; II. Freitag den 12. Februar, Morgens 91/? Uhr, zu Eberstadt in dem Hause des Wirths Görlach für die Straße von Lich gegen Butzbach; III . Montag den 15. Februar, Morgens 9'/r Uhr, zu Lang-Göns in dem Gemeindehause für die Straße von Klein-Linden gegen Butzbach; IV . Dienstag den 16. Februar, Morgens 10 Uhr, auf der Gansenburg für die Straße von Gießen gegen Grünberg. Die resp. Großherzoglichen Bürgermeister werden ersucht, diese Versteigerungen irrt Interesse ihrer Gemeinden besonders bekannt machen zu lassen. Gießen, den 2. Februar 1869. Großherzogliches Kreisbauamt Gießen. Holzapfel. 'Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde. 1022) Montag den 15. Februar d. I., von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Gießener Stadtwalde, Schutz- bezirkFernewald, DistrictAmeisenkopf, nach- verzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: 221/4 Stecken Eichen-Prügelholz, 19 „ „ Stockholz, 1115 Wellen „ Reisholz, 11 V< Stecken Aspen-Prügelholz, 33/4 „ h Stockholz, 169 Wellen „ Reishnlz, 3V4 Stecken Fichten-Stockholz, 326 Wellen „ Reisholz, 256 Eichen-Stämme mit 2948 Cubikfuß,. 12 Fichten „ „ 470 „ 1 Kirschbaum-Stamm mit 10 Cubiks, 2 Aspen-Stämme mit 45 Cubikfuß, 3 Eichen- „ „ 40 „ 169 Fichten-Stangen „ 324 „ 259 Eichen „ „ 999 Die Zusammenkunft ist auf dem Weg von Annerod nach Steinbach an der Ziegelhütte. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. Juni d. I. gestattet. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, den 10. Februar 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ________________Vogt._____________ Holzversteigerul,g in der Fürstlichen Oberförsterei Lich. 988) Künftigen Montag, den 15. und Dienstag den 16. d. MtS-, jedesmal Morgens 9 Uhr, sollen im District „Langberg", zunächst dem Mühlsachser Hof, auf dem Mühlweg anfangend , versteigert werden: 974 schöne Fichten-Bauholzstämme von 5^2 bis 13 Zoll Durchmesser und bis 100 Fuß Länge = 29215 Cubikfuß, 8431 starke und schöne Fichienstangen bls 5 Zoll Durchmesser und 75 Fuß Länge, wobei auch Hopfenstangen rc. --- 17170 Cubikfuß. Lich, am 9. Februar 1869. Fürstliche Oberförsterei Lich. Eigenbrodt. Holzversteiqeruna. 1002) Donnerstag den 18. d. Mts. kommen in nachstehenden Freiherr!- v. Rabenaui- schen Walddistricten zur Versteigerung: I. District Hoherwald, an der Staatsstraße zwischen Reiskirchen u. Lindenstruth: 21 Stecken Buchen-1 2 „ Eichen- Scheidholz, 3 „ Radel- ) 27 V2 „ Buchen-1 5 „ Eichen- Prügelholz, 4 „ Nadel- ) 11 Vr „ Buchen- i 7 „ Eichen- ) Stockholz, 6Va „ Nadel- ) 1375 Wellen Buchen-) 375 1 „ Eichen- Reisholz, 1200 „ Nadel- ) 25 Eichen-Stämme von 15 bis 45 Fuß Länge und 8 bis 15 Zoll Durchmesser, 617 Cubikfuß enthaltend, 45 Nadel-Stämme von 15 bis 56 Fuß Länge und 6 bis 17 Zoll Durchmesser, 973 Cubikfuß enthaltend, 7 Nadel-Stangen von 17 bis 36 Fuß Länge und 5 Zoll Durchmesser, 33 Cubikfuß enthaltend. II. District Kern berg, bei der sog. Gan zeburg: 2214 Stecken Kiefern-Prügelholz, I6V2 „ „ Stockholz, 2075 Wellen „ Reisholz, 5 Kiefern - Stämme von 14 bis 30 Fuß Länge und 8 bis 10 Zoll Durchmesser, 63 Cubikfuß enthaltend. III. District Struthwald, bei Beuern: 1 Stecken EicheNeScheidholz, 1 „ „ Prügelholz, 75 Wellen „ Reisholz, 1 Eichen-Stamm von 45 Fuß Länge, 155 Cubikfuß enthaltend, 1 Buchen-Werkholz-Stamm von 35 Fuß Länge, 43 Cubikfuß enthaltend. Das in den Districten sub 11. Kernberg und sub 111 Struthwald befindliche Holz wird in dem District sub I. Hochwald versteigert. Steigliebhaber, welche das Holz vor der Versteigerung einsehen wollen, belieben sich wegen des in dem District sub II. befindlichen an den Forstwart Dort in Großen-Buseck und wegen des sub III. an den Forstwart Nürnberger in Beuern zu wenden. Die Zusammenkunft ist in dem District Hoherwald, an der Staatsstraße zwischen Reiskirchen und Lindcnstruth, des Vormittags nm 9 Uhr, wo die Versteigerung beginnt. Rabenau, am 8. Februar 1869. W. Engel, Rentmeister. Arbeitsversteigerunfl zu Ruttershausen. 1019) Mittwoch den 17. Februar, Nachmittags um 2 Uhr, sollen auf der Bürgermeisterei zu Ruttershausen nachstehende Bauarbeiten unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich in Accord gegeben werden, als: Planirarbeit, Steinbrechen und Anfahren der Steine, veranschlagt zu ... . 3003 fl. 14 fr. Maurerarbeit, veranschl. zu 166 „ 36 „ Ruttershausen, den 9. Februar 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Ruttershausen. I. A.: Körner, Bczirksbauaufseher. - Jnqdverpachtnnsi. 1006) Montag den 15. Februar d. I., Nachmittags 1 Uhr, soll die Feld- und Waldjagd in der Gemarkung Garbenteich auf eine sechsjährige Bestandzeit auf Hiesigenz Gemeindehause anderweit verpachtet werden, welches Jagdliebhabern hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Garbenteich, am 8. Februar 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Garbenteich. Schwarz. Holzversteigerungeu in den Gräflich Solms. Laubach'schen Waldungen. 4018) Donnerstag den 18. d. Mts. Vormittags 9 Uhr, nach Zusammenkunft bei der Löbsacksmühle bei Freienseen, sollen in den Districten Pe- terswald u. Stockwiese, nahe bei Freienseen: 4771 Cubikfuß Fichten-Stammholz in 205 Nummern von 6 bis 11" Durchmesser, 263 Fichten-Stangen von 4 bis 6" Durchmesser, 2610 Fichten-Bobnenstangen; Freitag den 19. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, nach Zusammenkunft am Kleineicher Feld, im District Jlsdorfer Wald: 130 Eichen-Stämme von 20 bis 60' Fuß Länge und 8 bis 19" Durchmesser -= 7930 Cubikfuß, und Montag den 22. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, nach Zusammenkunft bei der Löbsacksmühle bei Freienseen, im District Kreuzseenerberg bei Freienseen: 400 Stecken Bnchen-Stammprügelholz, I. unb II. Klasse, 30 Stecken Bucheu-Stockholz, 200 „ „ Reiser zur meistbietenden Versteigerung kommen. Laubach, am 7. Februar 1869. Gräfliche Rcutkammer. Webe r. Mühlen-Verkauf. 984) Montag den 15. d. Mts., Nachmittags L Uhr, soll die bei Wetterfeld gelegene S tr euch cs- rn üh le nebst circa 2'/r Morgen Gelände in dem Gemeindehaus zu Wetlcrfeld, unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, auf freiwilliges Anstehen versteigert werden. Wetterfeld, den 4. Februar 1869. Großherzogliches Ortsgericht Wetterfcld. Hoffman n. in NB. 42 1773/4 76Vr 69 Vr Gießen, den 11. Februar 1869. Karl Flick, Heilgehülfe. 6425 B. Am 36 Eichen-Stämme, 1575 Cubikf. enth., 1671 61 Nadelholen. ■, gezogen. Cbr. Wallenfels. micthen. Schäfer, Kirchenrechner. (1029) 44 4 halben Viertel- 3,582,565. 85,401,087. 2,680,053. 2,164,309. I. Göbel (Zum Lindenhof.) & Vermischte Anzeigen 1008) Ein möblirteS Zimmer wird zu miethen gesucht. Gefällige Franco-Offerten sub J. E. an die Expcd. d. Bltts. 9 v; & 1015) Ein in häuslichen Arbeiten erfahrenes Mädchen findet Stelle Wallthor Lit. Ä- Nr. 161 im untern Stock. 9V7) Künftigen Freitag, den 12. und Samstag den 13. d. Mts., jedesmal von Morgens 9 Uhr an, kommen in hiesigem Gemeindewalde fol- 1000) Ein Mädchen, am liebsten vom Lande, das in allen Hausarbeiten gründlich erfahren ist, kann auf den 25. März eine gute Stelle finden. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. Grund-Capital.............. Reserven Ende 1867 ............. Seit Eröffnung des Geschäft? bis Ende 1867 bezahlte Versicherungssumme»........... Versichertes Capital Ende Januar 1869 ..... Jahres-Einnahme............. Im Monat Januar sind eingegangen 2443 Anträge auf und 1 Stecken Nadel-Scheidholz, Stecken Buchen-, 2 Stecken Eichen- und 4 Stecken Nadel-Prügelholz, Stecken Buchen-, 28 Stecken Eichen- und 31/2 Stecken Nadel-Stockholz, Wellen Buchen- und 1500 Wellen Nadel-Reisholz. Samstage das Bau-, Werk- und Nutzholz: Holzversteigerung im Daubringer Gemeindewalde. 1003) Montag den 15. Februar d. I., von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Daubringer Gemeindewalde, Districten Pitzelach und Hahn, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: 5 Stecken Eichen-Scheidholz (welches sich 1020) In meiner Restauration wird Flaschen- und Heß'sches Tafel-Bier, sowie frische und geräucherte Würste, verabreicht. Joseph Stein's Wittwe, Hintergasse. lach bestimmt. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. October d. I. gestattet. Daubringen, am 8. Februar 1869. Grobherzogliche Bürgermeisterei Daubringen Hämmerle.' 1027) Geruchloses, extra-feines englisches Fleckenwasser, ä Flasche 14 fr., empfiehlt Carl Frech. Laz. Sams. Colin in Hamburg, Bank- und Wechselgeschäft. » 9 9 .X 9 0 Ä S Osi © des akademischen Musikdirectors W. Mickler. 1030) Donnerstag den 18. Februar 1869 : Samson, Kratorium für Solostimmen, Chor und großes Drchester, componirt von Georg Friedrich Händel, unter gefälliger Mitwirkung des akademischen Gesangvereins, sowie der Herren August Ruff und Nathan Reis aus Mainz. Anfang 3 Uhr. Ende halb 6 Uhr. Eintrittskarten für einen nummerirten Platz im Schiff der Kirche und auf der Orgel 1 fl. 12 fr., für einen nicht nummerirten Platz im Schiff der Küche, auf der Orgel und der ersten Emporbühne 48 fr., für die zweite Emporbühne 24 fr. und Text des Oratoriums ä 3 fr. sind in den Buchhandlungen der Herren I. Ricker und W. Ferber zu haben. (Die Kirche ist geheizt). Aufforderung. 1001) Vor einem Jahre wurde mir ein Packet von ungefähr 500 Stück Cigarren zum Abholen übergeben; da sie bis jetzt noch bei mir liegen, so fann sie der Eigenthümer gegen die Jnseratgebühren ab- 972) Zwei' aneinanderstoßende Zimmer (neue Anlage) sind mit oder ohne Möbel zu vermiethen und alsbald zu beziehen. — Bei wem? sagt die Exped. d. BlttS. Eduard Lind, Conditor in Gießen. Leere Flaschen werden gegen Vergütung von 4, 3 und 2 fr. zurückgenommen. (996) Staats-Prämicn-Anleihe. | 975) Der Verkauf der Prämien- A German ia«, Lebkilsvkrstchrruu;)s - Artien - GefrUlchaft in Stettin. gende Holzsortimente zur Versteigerung: A. Am Freitage das Brennholz: Stecken Buchen-, 11 Stecken Eichen- 1700 sl liegen vom 1. März d. I. an in der Kirchern fasse zu Hausen gegen hypothekarische Sicher- heit zum Ausleihen bereit. Gießen, den 10. Februar 1869. 346 „ Stangen, 764 „ „ 8 Buchen-Werkholz-Stämme, 132 Cubik- fuß enthaltend. Die Zusammenkunft ist im Ort. Beuern, am 6. Februar 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Beuern. Otto. T KA Ä4S8-S X -k V/j>; Freiburger A S Gewinngelder und amtliclie >> A Ziehungslisten sende meinen In- ® j* teressenten nach Entscheidung prompt^ £ und verseil wiegen. ® § Durch meine von besonde- rem Glück begünstigten | ® Loose habe meinen Interessenten be- -h reits allein in Deutschland I die allerhöchsten Haupt- I x treffe r von 300,000, «SL,000,H $ 1S7,5OO, 153,500, 150,000, 4 K 130,000 , mehrmals 135,000, g mehrmals 100,000 , kürzlich ® ä - „ 45 1 „ 24 Gulden 5,250,000. „ 4,526,846. ® Obligationen ist von allen Regie- ® y rungen des In- und Auslandes gestattet. A Die Haupt-Gewinne betragen Francs U 60,000,50,000,45,000,40,000,35,000,« ® 32,000,30,000,25,000,20,000,18,000, f L 16,000, 15,000. 6000, 5000, 4000,1 8 3000, 2000, 1000, 350,000 k 250, 125, ® Ä 75, 50, 30, 20 Francs. . Die Verloosung geschieht unter Staats- » Aufsicht. ® & Beginn der Ziehung am 15. Fehr. ® | Miir 9 Thaler I kostet ein wirkliches Original- K $ Staats -Loos (nicht von den.ver-® botenen Promessen), und werden solche $ gegen frankirte Einsendung des Ä> Betrages oder gegen Post- ® Vorschuss, selbst nach den ent- A 5? fern testen Gegenden von mir ® versandt. Ä $ Es werden nur Gewinne^ Mäßige Prämiensätze. Schleunige Ausfertigung der Policen. Darlehen auf Policen. Prompte Auszahlung bei Todesfällen- Prospecte und Antragsformulare gratis durch die Agenten: Wilh. Balser in Gießen, PH. Zimmer in Lich, Rechner Schmidt in Londorf, I. Henrich in Lang-Göns. | schon wieder das grosse ® |Loos von 137,000 und am ^jüngsten Weihnacht schon $ >: wieder den allergrössten y? Haupt-Gewinn ausbezahlt. ® - SS* Jede Bestellung auf A meine Original-Staats- 5) Loose kann man der Bequemlich-® SCj- keit halber auch ohne Brief, einfach auf eine Jetzt üb- y vorzüglich zu Küfcrholz eignet), Eichen - Stämme mit 1767 Cubikfuß (worunter sich ein Stamm von 28 Vz Zoll Durchmesscr,' 41 Fuß Länge und 261 Cubikiutz befindet, welcher sich vorzüglich zu einem Wellbaum eignet), Fichten-Stämme mit 1180 Cubikfuß, Eichen-Stangen „ 8 „ 50 Stadel- „ „ 182 Die Zusammenkunft ist im--District Pitze- Beachtenswert!)! 997) Unterzeichneter besitzt ein vortreffliches Mittel gegen nächtliches Bettnässen, sowie Schwächezustände der Harnblase und Geschlechtsorgane. Specialarzt Br. Kirchhoffer, in Kappel bei St. Gallen (Schweiz.) 991) Ich suche für meine Mitglieder möblirte Wohnungen. Anmeldungen nimmt Herr C- Pietsch I. (Dienstmann-Jnstitut) entgegen. W. Kern, Theater-Director. ft^ä-^liche Postkarte, machen. Wohnungs-Veränderung. 1025) Einem geehrten Publikum diene zur Nachricht, daß ich vom Heutigen an in dem von meinem Schwiegervater, Herrn Heilgehülfen W. Gravelius, erkauften Hause in der Sandgasse mein Geschäft betreibe und bitte, das mir seither geschenkte Vertrauen auch dahin zu übertragen. Bersteiqerumrs - An^elge. 1005) Freitag den 12. Februar, Vormittags 10 Uhr, läßt der Unterzeichnete in seiner Wohnung 2 trächtige Kühe und 1 Kuh nebst Kalb, 80 Gebund Flachs, 2 Pflüae, 1 Wagen, 1 Egge, Pferdegeschirr, 2 Webstühle, 2 neue Wagenräder und sonstiges Haus- geräthe aller Art öffentlich gegen Baarzahlung versteigern. Georg Schmidt, in Saasen. iFür Colonial- und Delica- tessenwaaren-Händler! 966) Das Depüt der Friedr. Röh- rich'schen Arrowroot-.Rinder-Zwiebacke beabsichtigt man für hier und Umgegend einer renommirten Handlung zu übergeben. Man wende sich sub B. V. 43 an die Annoncen - Expedition von G. L. Daube S» Cie. in Frankfurt a. M IV Epileptische Krämpfe (Fallsucht) M heilt der Specialarzt für Epilepsie Dr. O. Killisch in Berlin, jetzt Mittelffl Strasse IVr. G. — Auswärtige brieflich. Schon über Hundert geheilt. g— —Mi Universal - Magen - Ligueur, genannt Victoria, von Franz von Metternich in Mainz, empfiehlt ganzen Flaschen ä 1 fl. 24 fr., | Verloren wurde eine goldene Vorstecknadel am 31. Januar vom Caf6 Leib nach dem Seltersweg. 998) Mehrere Zimmergesellen können dauernd Arbeit erhalten bei Phil. Gilbert, ____________________in Heuchelheim. 971) Zwei Pferdeknechte werden zu sofortigem Eintritt gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 1017) Eine Dienstmagd, die bürgerlich kochen fann, wird zu sofortigem Eintritt gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 1014) Die Nummern 10 und 58 haben die Bilder gewonnen. Egly, Polizeidiener. 981) Ein gebrauchter kupferner Waschkessel, drei Sparhcrde und mehrere Ccfeii sind in Lit. A- Nr. 17 zu verkaufen. 1010) Eine große Partie Kappen, vor- theilhaft eingekauft, erlasse ich, um damit schnell zu räumen, zu sehr billigen Preisen. ________________Ang. Moutauns. 1021) Ein leichtes Chaischen auf Druckfedern (Halbverdeck) steht zu verkaufen. — Näheres bei___________________L. Kau f. 98)) Einige große alte Fenster sind billig zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. ____________________________________ 982) In meiner Restauration wird außer Wein und Kaffee, auch Flaschen- und Heß'sches Tafel-Bier, verabreicht. M. Rothenberger Wittwe, KaplanSgasse. Vermiethn ngen. 974) Ein freundliches Familienlogis ist zu vermiethen und alsbald zu beziehen Neuenweg Lit. B- Nr. 134. 970) Eine Stube mit Cabinet wünscht man an eine einzelne Dame zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 1011) Eine Familienwohnung, bestehend aus 2 bis 3 Stuben, Küche, Keller, Holzstall und Mitgebrauch der Waschküche und des Bleichplatzes, ist zu vermiethen und baldigst zu beziehen, Neustadt Lit. D. Nr. 209. 1012) Ein kleines möblirteS Zimmer ist zu vermiethen bei A- Schultheis jun., _____________ Seltersweg. 989) Der mittlere Stock meines neuerbauten Hauses, bestehend aus 2 Stuben, 2 Cabineten, Küche und Keller, wird bis Anfangs Mai frei. _____I. Schaum, vor dem Seltersthor. 990) Ein großer gewölbter Keller ist zu vermiethen bei_____H. M. Jughardt. 978) Ein möblirteS Zimmer mit Cabi- binet ist zu vermiethen bei ________G- Schmehl, am Brand. 983) Das von Herrn Prof. Dr. Sol- dan bewohnte Logis ist anderweit zu ver- 1016) Ein Schwein zum Einlegen steht zu verkaufen. Näheres bei der Expedition dieses Blattes._______________________________ Verkaufs- Anzeige. 993) Der Unterzeichnete beabsichtigt, seinen hier an der Wallthorstraße gelegenen „Gasthof zum Adler" mit Brauerei, Liqueur- fabrif, Mälzerei, Saalbau, Garten und Kegelbahn aus freier Hand zu verkaufen und hat Herrn Hofger-Advoc. Th. Bai st zu Gießen mit der Leitung des Verkaufs- geschäfts beauftragt. Gießen, den 26. Januar 1869. ___________________Ernst Pitth an. 979) Ein Acker hinter den neuen Eichen, Vr Morgen haltend, ist zu verpachten oder zu verkaufen. W. Burckhardt Wittwe, ______________Neuenbäuen._______ 1009) Ich bin Willens meinen großen und kleinen Garten, in der Nähe des Zinßer'- schen Gartens, zu verpachten. Näheres bei I. A. Busch Sohne. _______________________Wittwe Pfeil. 1004) Meinen links am Schwarzlachweg gelegenen, 302 lUKlstr. haltenden Acker bin ich Willens zu verkaufen. H. Keck. 986) Ein moblirtes Zimmer mit Cabinet ist zu vermiethen und am 1. Mai zu beziehen. Christian Noll Wittwe, _____________________" Neustadt-____________ 999) Zwei kleine möblirte Zimmer sind zu vermiethen Neuenweg Lit. B- Nr. 194. 985) Ein moblirtes Zimmer mit Cabinet ist zu vermiethen bei Chr. Scharmann, Kreuz. Feilgebotenes. 1007) Feinste weiße Patent-Waizen- Stärke, die beste Sorte, die existirt, in Original-Paquets billigst bei Ioh. Balth. Noll, ___________________________im Ritter.________ 973) Ein Haufen guten MistcS ist zu verkaufen bei L. Textor, Darmstädter Haus. Akademischer Gesangverein. 1031) Donnerstag den 11. Februar, Abends 7 Uhr, im Club-Saale, Probe von Hänüels Samson (mit Orchester), wozu die verehrlichen Mitglleder des academischen Gesangvereins er- gebenst einladet W» Mickler, academ. Musikdirector. Geschäfts-Eröffnung. 1024) Der Unterzeichnete eröffnete heute am hiesigen Platze, Seltersweg C. 43, eine Material- und Specereiwaaren-Handlung und bittet unter Zusicherung bester Bedienung um gütigen Zuspruch. Gießen, den 11. Februar 1869. Emil Fischbach. Haasenstein & Vogler Zeitungs-Annoncen-Expedition in FRANKFURT AM MAIN. Filialgeschafte: in Hasel, Berlin, Hamburg, Leipzig, Wien. 5,885000 Thlr.), Jahre, ist KtiriwnrrlicherungsdanK f. D. in Gotha. L94) Die Geschäftsergebnisse dieser Anstalt im Jahre 1868 waren überaus aün- 1 blnen reichen Zugang an neuen Versicherungen (3085 Personen mit welcher größer war als in irgend einem der früheren gestiegen. die Zahl der Versicherten auf 33100 Pers., die Versicherungssumme auf 60,450000 Thlr-, der Bankfonds auf etwa 15,350000 Thlr. Kei einer JahrLseinnahme von 2,760000 Thlr. waren nur 1,217300 Thlr. für oV4 flefiorbene Versicherte zu vergüten, welcher Betrag wesentlich hinter bet rechnungsmäßigen Erwartung zurückbleibt und den Versicherten eine abermalige hohe Dividende m Aussicht stellt. In diesem und den nächsten vier Jahren werden nahe an Zwei und drei Viertel Millionen Thaler vorhandene reine Ueberschüsse an die Versicherten vertheilt, was für das Jahr 1869 eine Dividende von 3 9 Procent ergiebt. Versicherungen werden vermittelt durch Buchhändler A. Nicker in Gießen. Ortseinnehmer Louis Höhler in Büdingen. Lehrer H. K. Walz in Lich. Oscar Ehrhardt in Marburg. 99o) Nach den Analyftn des berühmten Chemikers M. Sayen zählt die Cacao- Pflanze zu den nahrhaftesten Producten der Erde. Dieser Gelehrte sagt, daß eine gute Tasse Bouillon von Rindfleisch 28 Gramm Nährstoff enthalte, während sich in einer Tasse mit Milch zubereiteter reiner Chocolade 188 Gramm nährende Vestandtheile vorfanden. Nach einem englischen Blatte hätte eine ärztliche Untersuchung der Chocoladen 70 verschiedener Fabriken von London und Paris eine Verfälschung der Waare in 39 derselben erwiesen, ein gewiß trauriges Resultat! Da auch in Deutschland eine unver- faschte Chocolade zur Seltenheit geworden ist, so verdient besonders hervorgehoben zu werden, daß sämmtliche Cacao- Präparate des Hauses Franz Stollwerck -5 Söhne in Köln als durchaus frei von jeder Beimischung garantirt sind und wegen dieser Eigenschaft von den Aerzten vielseitig empfohlen werden. In den hauptsächlichsten Geschäften Deutschlands sind diese Chocoladen vorräthig. F e u i l Unter dem Schicksal. Eine Geschichte aus dem Leben von Edmund Frank. (Fortsetzung.) „Nun ja, sie schien es zu sein. Mir gefielen ihre Ungenirtheit, ihre Herz, lichkeit, und umsomehr vielleicht, weil ich diese Eigenschaft kaum an ihr zu finden erwartet hatte, da ich eigentlich durch meinen Bruder schon im Voraus gegen sie eingenommen gewesen war." „So, so?" flöchte ich verwundert ein. „Ja wohl, das war ich. Er schärfte mir dringend ein, mich stets außer- ordentlich einfach zu kleiden, wenn ich erwarten könnte, mit ihr zusammenzutreffen. Kaum erfuhr er also, daß sie die Absicht habe, mir einen Besuch abzu- statten, so schickte er mir — denken Sie nur — sogar ein Telegramm, durch welches er mich aufforderte, meine Schulkleidung anzulegen. Ich fand dies natürlich außerordentlich sonderbar, mußte aber selbstversta'nd- lich dem Verlangen des Bruders nachkommen, mochte ich in jenem Anzuge auch aussehen wie eine Vogelscheuche. Als ich ihn fragte, weshalb er denn eigentlich dies Verlangen an mich gestellt habe, wurde er fast ärgerlich und gab mir die Antwort, es werde ihn in's Verderben stürzen, wenn ich seinen Wünschen in dieser Beziehung nicht stets mit der größten Pünktlichkeit nachkäme. Madame Palmer muß doch eine schrecklich übermüthige und dabei mißgün- stige Frau sein, wenn sie mich nicht ein wenig nett gekleidet sehen mag, weil mein Bruder im Geschäfte ihres Mannes und also von diesem abhängig ist. Was meine Kleidung jene Dame überhaupt angeht, vermag ich gar nicht zu begreifen. Außerdem bin ich es auch von Gustav gar nicht gewohnt, daß er irgendwie auf die Meinung Anderer Werth legt." Ich wußte hierauf nichts zu erwiedern und schwieg. „Unser Einkommen ist doch sicherlich unser eigen," fuhr Adeline in unwilligem Tone fort, „und unsere Ausgaben gehen nur uns selbst, keineswegs aber Madame Palmer etwas an, mag Gustav immerhin von ihrem Manne sein Salair erhalten. Er verdient es sich wahrhaftig sauer genug und macht sich viele und große Sorgen um's Geschäft. Bisweilen sitzt er die halbe Nacht hindurch hinter Büchern und Papieren. Und ach, Madame Thalheim, Sie glauben gar nicht, wie außerordentlich er sich in der letzten Zeit verändert hat," schloß das Mädchen ihre lange Rede unter einem plötzlich hervorstürzenden Strom von Thräuen. Die Kundgebung lebhafter Gemüthsbewegung, vor welcher alle Schranken der geselligen Formen Zusammenstürzen, führt schnell ein vertrauteres Verhältniß herbei, wenn vorher schon Sympathie vorhanden war. Ja, von jenem Tage an fühlte ich mich als Adelinens vertraute Freundin, obgleich ich freilich in dem Augenblicke, wo sie zu mir sprach, selbst nur wenige tröstende Worte für sie hatte. Ich sagte ihr, sie müsse sich die Sorgen ihres Bruders nicht so sehr zu Herzen nehmen, denn das Banquiergeschäft führe diese nur gar zu häufig mit sich, und wahrscheinlich seien eben jetzt Operationen von besonderer Wichtigkeit im Gange, welche ihn in ungewöhnlich aufregender Weise in Anspruch nähmen. Sie antwortete mir mit einem Seufzer, sie wisse nicht das Geringste von den Geschäften, mit welchen Gustav jetzt zu thun habe. Dieser ließe sich darüber nie auch nur mit einem einzigen Worte gegen sie aus und liebe es nicht, Fragen deswegen an sich richten zu lassen. Nach wenigen gleichgültigen Worten bat sie mir dann gute Nacht und verließ mit Cato mein Haus. Das Wenige, was ich von Adeline erfahren hatte, stimmte mich recht trau- rig, und ick wünschte nur, die Schicklichkeit erlaubte mir es, sich nach dem Be- trage des Salairs ihres Bruders zu fragen. Ich fand es indessen unmöglich, einen Vorwand für eine so delicate Frage zu ersinnen, die daher, wiewohl ich keineswegs aushörte, darüber nachzusinnen, wenigstens vorläufig in den Hintergrund meiner Gedanken trat. l e t o n. An einem düsteren Tage des Monats November" kam Adeline Rosen, deren Besuche in der letzten Zeit sehr häufig geworden waren, zu mir und erzählte mir mit einer Miene des tiefsten Widerwillens, daß Madame Palmer und ihre Tochter nach ** zurückgekehrt seien, und daß sie und Gustav am nächsten Sonntag im Hause derselben speisen sollten. Am Montage sollte dann ihr Bruder in besonders wichtigen Geschäften des Hauses eine Reise antreten, — wohin, wußte sie nicht. Ich fand sie außerordentlich niedergeschlagen. „Denken Sie nur, Madame Thalheim," sagte sie, und der klagende Ton ihrer mädchenhaften Stimme ergriff mich viel tiefer wie die eigentliche Veranlassung ihrer Klage selbst, „Gustav hat mir zu dieser MittagSgesellschaft eigendS ein ganz einfaches, schwarz seidenes Kleid machen lassen, mir strenge eingeschärft, nur meine allereinfachsten Schmucksachen zu' tragen, mir sogar auch verboten, einen gestickten Unterrock anzulegen." „„Vergiß auch ja nicht, Lina,"" sagte er heute Morgen noch in der Haus- thür zu mir, „„daß Du am Sonntage durchaus Deinen Spitzenshawl nicht umnehmen darfst. Bedarfst Du eines Ueberwurfes irgend einer Art, so kaufe Dir etwas Einfaches und Billiges."" „Welche Thorheit ist das nun wieder? Soll ich mich denn durchaus wie eine Herrnhuterin kleiden, nur um es Leuten recht zu machen, an denen mir weiter gar nichts gelegen ist? Es ist nicht ehrlich gehandelt, ihren Vourtheilen in dieser Weise zu schmeicheln. Wenn sie keinen Werth auf eine geschmackvolle Toilette legen, so thue ich eS doch und Gustav nicht minder, denn er kauft mir Alles, was ich nur irgend gebrauche, häufig sogar Sachen, welche ich mir gar nicht einmal zu wünschen wage, und die Vorspiegelungen sind mir nun einmal in tiefster Seele zuwider. Warum denn auch soll ich mich diesen Leuten gegenüber überhaupt verstellen ? Gustav hat, da er im Geschäfte des Herrn Palmer seine Pflichten treu und fleißig erfüllt, außerhalb desselben doch gewiß keinerlei Verflichtungen gegen diesen, und wäre das selbst der Fall, so würde ich cS unwürdig nennen, seinen Vorurtheilen in so kleinlicher Weise zu huldigen." „Was kostet Ihr Spitzenshawl, Adetine?" fragte ich nach einigen verlegenen Bemerkungen, um das Gespräch womöglich auf einen anderen Gegenstand hinüber zu leiten. „Das weiß ich nicht," antwortete sie. „Gustav schenkte ihn mir zu meinem diesjährigen Geburtstage, und Sie glauben gar nicht, wie außerordentlich ich mich darüber gefreut habe, denn wenn ich auch meinen seidenen Ueberwurf hatte,' so paßte dieser doch eigentlich nur zu Morgenpromenaden und ich hatte mir deshalb auch schon längst einen Shawl gewünscht. Gustav hat ihn eigendS von Brüssel für mich kommen lassen, und das ist Alles, was ich weiß. „Ich möchte diesen schönen Shawl wohl einmal näher sehen. Sollten Sie es nicht vergessen, bitte, so bringen Sie ihn gelegentlich einmal mit." „O gerne, gerne," entgegnete sie, „jetzt aber muß ich nach der Georgstraße Nummer 3, um meinen Herrnhuteranzug anzuprobiren. Welch ein verwundertes Gesicht die Schneiderin machte, als ich ihr aus- einandersetzte, wie der Schnitt dieses Kleides sein soll, denn bisher hatte sie ja stets nach der neuesten und elegantesten Mote für mich arbeiten müssen. Begleiten Sie mich doch. Während Sie Ihren Hut aufsetzen und den Mantel umnehmen, will ich hinüberspringen und meinen Shawl holen, damit Sie ihn sogleich einmal in Augenschein nehmen können." Sie verließ mich, kehrte jedoch gleich znrück und legte den Shawl auf mein Bett. In der Georgstraße Nummer 3 sah ich sodann das für sie bestimmte schwarze Kleid, das fürwahr seinem Schnitte nach eher als passende Tracht für mich wie ein blühendes junges Mädchen gleich ihr erschien. Unvorsichtiger Weise ließ ich mir eine derartige Aeußerung entschlüpfen. „Nun, ich werde das Kleid auch nicht anders tragen, als wenn ich gezwungen bin, das Haus des Herrn Palmer zu betreten. Darin liegt wenigstens ein Trost," meinte Adeline. (Forts, folgt.) Politische Rundschau Darmstadt, 6. Febr. Die Einführung der allgemeinen Einkommensteuer soll nach dem Entwürfe der Staatsregierung bis zum 1. Januar nächsten Jahres verschoben bleiben. Die Majorität des Finanzausschusses beantragte jedoch deren Einführung für das zweite Semester d. I. Schon der frühere (19.) Landtag — erklärt der Ausschutz — habe sich gegen jede Verschiebung erklärt; solche würde ein Deficit zur Folge haben, was ungedeckt sei, und ferner sei es wünschenswerlh, aus dem bisherigen Pro- visorium in dieser wichtigen Angelegenheit zu einem Desinitivum zu gelangen. Der Ausschuß habe um detzwillen auch, insoweit eS mit der pflichtmätzigen Gründlichkeit der Prüfung des vorgelegten Gesetz- entwurses vereinbar, die Berichterstattung befördert. Auö Oherheffen, 6. Febr. Mehrere evangelische Gemeinden haben im Gegensatz zu den Bestrebungen des Protestantenvereins bei der zweiten Kammer der Stande, in welcher Anträge auf Einführung einer Presbyten'al - und Synodalverfaffung gestellt sind, Protest erhoben, nicht allein gegen die Mitwirkung der Landstände bei dieser inneren Ange- legenheit der evangelischen Kirche, sondern auch gegen die beantragte Verfassung selbst, insofern dadurch der rechtsgültige Bekenntnitzstand der evangelischen Gemeinden irgendwie angetastet werden könnte. Berlin, 5. Febr. Graf Bismarck bezeichnete im Abgcordnetenhause die hannoverischen und hessi- schcn Fürstenhäuser mit „Este und Brabant." Die Sache verhält sich folgendermatzen: „Die Welfen leiten ihren sagenhaften Ursprung von dem Haus Este her, und das hessische Haus von Heinrich dem Kinde, für welchen dessen Mutter, die Herzogin Marie von Brabant, die Tochter des thüringischen Landgrafen Ludwig IV. und der heiligen Elisabeth und Gemahlin des Herzogs Heinrich V. von Brabant, nach dem Erlöschen des landgräflichcn Hauses im Mannsstamm mit Heinrich Naspc (1247) zum mindesten die hessischen Besitzungen gegen die Ansprüche des Landgrafen von Meißen rettete. Graf Bismarck gebrauchte den Ausdruck in analoger Weife, wie Ludwig XVI. nach seiner Entthronung „Capet" genannt wurde. Wien, 6. Febr. Hietzing stützt zwar unmittelbar an Schönbrunn, wo einst der Staps seinen Mordplan gegen Napoleon I. ausführen wollte, und es wäre nicht unmöglich, datz diese Jdeen-Assvcia- tion einen exaltirtcn Wallfahrer aus dem Welsen- lande zu dem Gedanken eines Attentats auf den Hauptrepräsentanten des preutzifchen Cäsarismnö gebracht hätte. Hier zweifelt man jedoch sehr stark an der Nichtigkeit der Erzählung von der neuesten Lebensgefahr des norddeutschen Bundeskanzlers. Nach einer hiesigen Version soll der problematische Attentäter nicht ein Student, sondern ein Schneivergesellc gewesen fein. Die geheime Polizei des Grasen Beust, welche das Attentatsprojcct entdeckt haben soll, ist genau so glaubwürdig, wie die geheime Polizei des Grafen Bismarck. Uebrigens findet man in der letzten Woche des Earnevals einen ziemlich gelungenen Witz darin, daß Graf Beust, der von den berliner Officiöfcn verschrieene Allerweltsintriguant, sich schließlich als Lebensretter feines Todtfeindcs entpuppt haben soll. Wie' das „Wiener Tagblatt" oer- sichert, hat Graf Wimpffen, der österreichische Ge- sandte in Berlin, die bezügliche Mittheilung nicht dem Grafen Bismarck selbst, sondern seinem Stellvertreter, dem Hrn. v. Thiele, gemacht. Wien, 8. Febr. Wie die „Wiener Ztg." met- . bet, ist dem Kriegöminister Baron Kuhn, dem Sie- gcr von Lissa, Baron Tegelhoff und dem tapfer» Feldzengmeister, Baron Nvdich, die Geheimrathswürde taxfrei ertbtitt worden. Von weitgehender Wichtigkeit ist, der „Presse" zufolge, die Ernennung des Neitergcnerals, Baron von Edelshcim-Gpulai, zum General-Cavalleric-Infpector. General Edelsheim steht bei der Armee in gutem Ruf, und wird neue Gelegenheit erhalten, fein administratives Talent zu zeigen; datz er ein Soldat, in dessen Führung man Vertrauen fetzen kann, hat er bewiesen. Die „N. fr. Pr " bemerkt dazu : ^'„Jn der dem Neichskriegsmini- fter gewordenen Auszeichnung, sowie in der Berufung des Feldmarschall - Lieutenants Edelsheim auf den erwähnten militärischen Posten wollen Einige ein Symptom der geschwächten Stellung des obersten Armee-Jnspectorats erblicken, an dessen Spitze bekanntlich der Herr Feldmarschall Erzherzog Albrecht steht. Daß zwischen den Anschauungen und Bestrebungen des Reichskrlegsministers und jenen des Armee-Jn- spectorates vielfach ein Widerspruch bestand und wohl auch noch besteht, kann nicht wohl in Abrede gestellt werden; hätten aber jene Auszeichnungen und die sie begleitende Ernennung wirklich die Bedeutung, die Vermischtes. Gießen. (Sitzung des Gemeinderath- vom 4. F ebruar.) Der Gemeinderath beschließt. das zur Erbauung einer Veterinäranstalt vor dem Neuenweger Thor (links zur Seite der Logel nach dem vorgelegten Plane erforderliche Gelände uncnt- aeldlich abzutreten bez. zu erwerben, wen» nach nochmaliger EinsichtSnahme deö Bauausschusses an £)rt und Stelle, zu welcher Prof. Dr. Pflug und Bauaccessist Wießell heranzuzie- hen seien, sich ergebe, daß in Beziehung auf den Bauplatz keine Aenderung zweckmäßig erscheine. Die Pflasterung der Gaffe in den Alten Ställen soll vor- genommen werden, wenn sämmtliche bei derselben beteiligten Grund bez. Häuserbesitzer daS Eigenthum der Stadt auf fragliche Gasse anerkennen und ssch gefal'en lassen, daß solche nach einem von dem Stadtvorstand festznsetzendcn Plane gepflastert wird. In Betreff der Klage des Ed. Silbereisen gegen die Ober, hessische Eifenbahngesellschaft hält eS der Gemeinderath für zweckmäßig, daß eine Deputation deS Stadtvorstandes dem an- beraumten Augenschein beiwohne, ohne daß sich die Stadt auf eine Vertretung der Eisenbahngesellschaft einläßt; zu der Deputation wurden der Großherzogl. Bürgermeister Bogt und da« Gemeinderathsmitglied Rosenberg bestimmt. Die übrigen Beschlüsse betreffen Angelegenheiten persönlicher Art. Darmstadt, 5. Febr. Das hier verbreitete Gerücht, daß in der katholischen Kirche eine Dame sich erhängt haben solle, die dann in der Stille abgeschnitten und nach Frankfurt verbracht worden, sowie daß der Bischof von Mainz in der Nacht von Donnerstag auf Freitag hier erschienen sei und die Kirche auf- Neue eingeweiht habe, ist dem „M. I." zufolge von Anfang bis zu Ende erlogen. Berlin. Die Geschichte mit dem Kinderraub in hiesiger Stadt klärt sich nachträglich dahin auf, daß es die eigene, mit ihnen da zugeschrieben wird, so halte die Auflösung de« Armee-Inspektorates mit ihnen Hand in Hand gehen miiss-n; ein Ereignis, dessen Eintritt man »°m Standpunkte ter constitutionellen Bcranlwortlichkctt aus allcrdings recht sehnlich herbeizuwünschen allen Grund bat. Paris, 7. Febr. Ein prachtvolles Frühlings- wettcr begünstigte den heutigen ersten Umzug eine« der fetten Ochsen, dem man den Nomen Ey'lpenc beiaelcgt hat. Ein ganz buntes Geleite umgibt ihn. Municipalgardisten zu Pferde eröffnen den Marsch; ihnen folgen vierundzwanzig Tambours; eine tn Blau und Roth gekleidete Musikbande, gefolgt von rvthen Musketircn, marfchiren vor dem Wagen, auf dem sich Ehilp6ric befindet. Muskctire, em Wagen, den Olymp mit seinen Göttern darstellend, wieder Leute in Waffen, dann ein Wagen mit Musikanten, wieder altfränkische Soldaten, mehrere andere Wa- gen und zuletzt wieder Municipalgardisten, bilden den Nest des Zuges. Das Ganze, obgleich cd „toul Paris“ im weitesten Sinne des Wortes auf die Straße lockt, macht im Grund genommen keinen grandlöfen Eindruck. Im Gegentheil, es kommt Einem erbärmlich und lächerlich vor, datz Paris, das sich nicht allein die Weltstadt zu nennen beliebt, sondern auch die Stadt des Witzes und Geistes fein will, in den Carnevalstagen nichts Besseres aufzu- weifcn hat. Am Ende jedoch darf man es den Parisern nicht so ganz verübeln, datz sie nichts Besseres zu Staude bringen, denn wenn sie jetzt auch so ein Stück von Preßfreiheit und Vereinsrecht besitzen, so steht der Carneval doch noch immer unter der Willkürherrschaft der Polizei, und ich wollte es keinem fetten Ochsen gcrathen haben, cs sich hcrauszuneh- men, politische Anspielungen zu machen. Es würde ihm gerade ergehen, wie den nichtpolitischen Blättern, wenn sie die Dinge bringen, die höchsten Orts nicht gefallen, d. h. die Censur würde einfach das streichen, was ihr nicht gefällt. Um die Privataufzüge und Masken ist es noch schlechter bestellt. Es würde, wollten sich Maskeraden in unliebsarnerMeise auf der Strotze zeigen, ihnen wie den Fiakres ergehen, welche gegen das Neglcuient fehlen; man würde sie einfach nach der Polizei'präfectur abführen. Unter solchen Verhältnissen kann natürlich von keinem Carneval die Ncde sein, und es darf daher auch kein Erstaunen erregen, datz die neue Generation, die feit 1852 herangewachsen ist, gar nicht mehr weiß, was der Carneval eigentlich ist und sich der Carncvals- freiheit eben so wenig harmlos zu bedienen writz, wie der Preß- und Vereinsfreiheit. Man darf aber jetzt wieder hoffen, datz die Franzosen es noch fer- tig bringen, ihre politischen^ Freiheiten wieder zu erlangen. „ , Paris, 8. Febr. („Agence HavaS.") Noch ist kein neues griechisches Ministerium zu Stande gekommen, aber die Bildung des CabinctS Zaimis ist wahrscheinlich. D S Gerücht von der Verlängerung des Termin^ Erklärung auf die Confe- renzbefchlüffe um ge wird dementirt. — Der König von Grie^.nland hat erklärt, er werde die Krone niederlegen, wenn Seitens der Bevölkerung der Widerstand gegen die Annahme der Konferenz» bcfchlüsse fvrtfauert. dem Vater in Ehezerwürfniffen befindlich« Mutter war, die sich des Kinde« auf offener Straße bemächtigte. Berlin. Ein auffälliges Schauspiel entwickelte sich am Donnerstag früh in der Rheinsberger Straße und lockte eine bedeutende Zuschauermenge herbei, die mit gespannter Ans- merksamkeit den Vorgängen folgte. Geführt von den Beamten der Eriminalpolizei schritt eine Anzahl Polizisten lautlos durch die Straße und schloß im Nu eines der dortigen Häuser derartig von allen Seiten ein, daß alle nur denkbaren Ausgänge besetzt waren. Mit gleicher Schnelligkeit wurde ein im Hause befindlicher verschlossener Keller in der Weise geöffnet, daß die Eingangsthür mit einem starken Brecheisen aufgesprengt wurde. Alles dieß nahm so wenig Zeit in Anspruch, daß ein Theil der Beamten sich im Keller befand, ehe Jemand im Hause etwas von den Vorgängen bemerkt hatte. Der erbrochene Keller galt in der Nachbarschaft als nicht geheuer, da er beständig fest verschlossen gehalten wurde und nicht benutzt zu werden schien. Trotzdem hatte man deS Nachts häufig Lichtschein durch die Fensterläden wahrgenommen und Geräusch dahinter gehört. Bald darauf wurden vier Männer mit gebundenen fänden aus dem Hause gebracht und unter starker Bedeckung von Schutzleuten wegtransportirt. Man hatte nämlich, wie sich nun heiauvstellte, in dem Keller eine Falschwünzerbande ermittelt und überrumpelt. An der Spitze dieser Gesellschaft, welche des Nachts in dem Keller falsche Einthalerstuckc anfertigte, stand ein rheinländischer Graveur und Ehemiker; ein zweites Mitglied der Bande ist, wie mit- gethriit wird, der Vicewirth des betreffende» HaufeS: die anderen Beiden sollen herabgekommene Bäckermeister sein.', Der Eoup gelang vollständig, indem w«nigstens einer der Fälscher, der erwähnte Rheinländer, noch bei der Arbeit überrascht wurde, die übrigen drei hatten bereits die Werkstatt verlassen, wurden jedoch im Hause versteckt aufgefunden. Die Formen und Ehe- mikalien, deren sich die Fälscher bei ihrer Arbeit bedient hatten, fanden sich gleichfalls in dem Keller vvr, ebenso eine Menge falscher Thaler, die wahrscheinlich erst in der vergangenen Nacht fabricirt worden waren. Die Fälscher sollen daS Geschäft schon Jahre lang betrieben haben. Kenrpcn, 1. Febr. Der „Pos. Ztg." wird geschrieben: Einen so schaulichen Polterabend, wie ihn in voriger Woche ei» Bräutigam in unserer Gegend erlebt, würde nian kaum mehr in Romanen schildern dürden, ohne der Uebertreibung bezüchtigt zu werden. Und doch ist'S Wirklichkeit, die ich Ihnen berichte. Am Abend vom 26. zum 27. v. M. fuhr aus dem kleinen polnischen Städtchen Wielun ein Bräutigam mit einem Begleiter nach unserem Nachbarstädtchen Baranow, um da'elbst TagS darauf seine Hochzeit zu feiern. Er fuhr ruhig durch die schneebedeckte Landschaft, als plötzlich die beiden Pferde unruhig wurden, ängstlich zu schnauben anfingen, und vor jeden, Baum an der Straße scheuten. Die beiden Passagiere sollten über den Grund nicht lange in Ungewißheit bleiben. Sehr bald Hoden sich in geringer Entfernung die Gestalten zweier Wölfe ab, die heulend dem Fuhrwerk nachkamen. ES war eine furchtbare Situation. Die beiden Reisende» nicht im Besitz von Waffen, und die Wölfe in unabwcislicher Nähe. In dieser fürchterlichen Lage fuhr dem Bräutigam blitzschnell rin reitender Gedanke durch den Kopf. Nasch sprang er vom Wagen und schnitt die Stränge des einen Pferdes durch, das er den Wölfen preiSgab; mit dem zweiten jagte der Schlitten davon. Bald war das freigelaffene Pferd, das in feiner Angst gar nicht die Flucht ergriffen hatte, sondern zitternd stehen geblieben war, von den Wölfen Reicht, die sich mit einem Freudengeheul auf die Beute warfen. Unser Bräutigam- aber gelangte in angstvoller Flucht, aber unversehrt in dem Gränz- städtchen BoleSlawici an. Für ein Pferd hatte er sein Leben eingetauscht; und mit doppelter Freude trat er am anderen Tage vor den Altar. Im Gedächtniß aber wild ihm diese schauerliche Brautfahrt wohl sein ganzes Leben hindurch verbleiben. Kassel. In den nicht weit von hier gelegenen Ortschaften Meirhausen und Sand sind durch den Genuß von trichinenhaltigem Schweinefleisch 11 Personen schwer erkrankt. Eine Kranke ist dem Leiden bereits erlegen. Sowohl in dem Schweinefleisch, von welchem dir Erkrankten genossen hatten, wir in dem Leichname der Verstorbenen, wurden zahlreiche Trichinen aufgefunden. Die Letzteren zeigten sich als frisch eingewandert nnd theilweise noch lebend. Die königl. Regierung dahier bringt diesen Vorfall mit der Verwarnung zur öffentlichen Kenntniß, bei d«m Genüsse und der Zubereitung des Schweinefleisches die erforderlichen Vorsichtsmaßregeln an- zuwende» , insbesondere die mikroskopische Untersuchung der frisch geschlachteten Schweine nicht zu versäumen, und das zum Genüsse bestimmte Schweinefleisch und dessen Präparate durch gehöriges Auskochen und Ausbraten, sowie durch kräftiges Einsätzen und Räuchern bezüglich etwaigen Trichinen-JnhalteS unschädlich zu machen. Marburg, 31. Jan. Die auf Amöneburg wahrgenom- menc Erscheinung hat folgende Ursache: Amön-burg besteht auS einen, Basaltkegel. Zwischen den Säulen dieses Basalts befinden sich Lufträume, deren wärmere Temperatur bei der stattgehabten Kälte bemerkbar war und deren Ausströmen eben nur bei Kält« beobachtet werden kann. Auffallend hierbei ist allerdings der hohe Wärmegrad, der sich an diesen Stellen zeigt; es ist wahrscheinlich noch eine Folge deS heißen Sommers. *r Mannheim, 5. Februar. Der Absatz der Loose zur hiesigen Pferd em arkt- Lotterie nimmt guten Fortgang; durch Erlaß deS Großherzogl. Hessischen Ministeriums des Innern vom 30. Jannar a. c. Nr. 1165 ist der Verkauf dieser Loose im ganzen Umfange deS GroßherzogthumS Hessen erlaubt worden. Die Anmeldungen von Pferden zu dem am 4., 5. und 6. April 1869 stattsindenden ersten Frühjahrs - Haupt- Pferdemarkt sind bereits namhaft, ebenso macht der Zugang von Mitgliedern zu dem neu gegründeten pfälzischen Rennver- ein erfreuliche Fortschritte. Da« dießjährige Pferderennen findet am 2. Mai statt. In Amerika sucht man die Schrecken der Todesstrafe in humanster Weise zu mildern. Zu Rom, im Staate Newyork, wurde kürzlich ein Mörder nach einer gänzlich neuen Methode I durch den Strang hingerichtet. Man ließ den Delinguenten ! am Galgen Chloroform einatbmen, und als BefinnungSlosigkeit cintrat, riß ihm der Scharfrichter den Boden unter den Füßen fort, so daß der Tod ohne die mindesten Anzeichen von Schmerz eintrat und der Puls nach Verlauf von 12 Minuten zu schlagen aufhörte. Si'cdaclion, Druck und Verlag der Brühl'schcn Druckerei (Fjr. Ehr. Pietsch) in Gießen. 3 ( Reseevl andem nicht i i bit rfr «esetz l erschein Q E T iu Gun Q Besoi 1089’ Ergänz gericht in öffem grrichts voraeno Der Pz ,1088) jeichnelk ^zoge Mn, in IMNk" getreu, uttma UNd Pgl "Mich iu Gieß Minden A i •'S Wt bi