®JS 31 q, in/.^rms, *■ "L k ter nort. olf beb Llir- i< im Kampf IM, u\6)t •Stobttum y. ■ Ü)iit Pstug mit Tiieviüd ist. Und als ter Sclaverel hreur Grunt- rung btffdben en fnhjfgeB- beu Gräueln bie liermirf: lüristenj auf« en bisherigen bis ne in üben niemals Men hatte, halte. U/tb Älik gerettet soiort wieder !le stch sondern traten rwarben, vie )t arbeit - Aufgaben jn t) den Krieg bejahten, n Leite aber irt productiven großartige na- ij.r Zeit Md im stände 18, Lcean Serbin-- ollenbung B ne Gleich'" IJ ßelt, da« M r Gefahr ein m Stande iß, ( und 3t!ilt'l t, sondern den lebeMmuthiz'' M dem d« lind nun, W n alten M t. zl.nl"ch- , erkennt r'ch di' * „ „IW* ’N* "i ciedensarbe't, irwetb«, der Handel« E' t 'JN1 “1 Atöchtt» ... r»L K- 9 fr :flk iu Gehalte^?'' ’e ? Nieder- t’X Mt . ein'm jäh., an Wlftgt). J1 ?,?• für Hei.. -ül’n« ‘Braun, i». Darmstadt; cang-G^z tan’ Üirchen- f ge- yne und nur (Meinung von rßabt, indem t'chen Aropa war so tjis, m ^Nötigen tttraum nut nut. Mch W 1843 I Mib 3,30 n von diesen en Juli und bl und feucht lst 1847 bl.v ■ 3m Gau ler durch die t, nur das Preis vierteljährlich 36 fr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 49 ft. Gichmr Aiytiger Erscheint wöchentlich dreimal: Dienstags, Donnerstags und Samstags. — Expedition: Canzleiberg Vit. B. Nr. 1 Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hießen. Nr. so. Samstag bcn 10. Juli 3800. Brodpreife vom 10. bis 18. Juli 1869, nach eigener Erklärung der Bäcker: 4 Pfund gemischtes Brod 16y2 kr. 2 Pfund gemischtes Brod 8^4 fr. 4 Pfund Roggenbrod 14 fr. 2 Pfund Roggenbrod 7 fr. Amtliche Bekanntmachungen. Gießen, am 3. Juli 1869. Betreffend: Die Ausgleichung der Kriegskosten aus 1866. Das Krokhkr»»glichk K r r i 0 a m t Girßrn an die Großherzogliche« Bürgermeistereien Allendorf a. d. Lahn, Allendorf a. d. Lda., Dorf-Gill, Garbenteich, Hausen, Lang- Göns Leihgestern, Mainzlar, Nieder-Besstngcn, Ober-Bessingen, Oppenrod, Reiskirchen, Rutlershansen, Staufenberg und Wieseck. Wir erinnern Sie an Erledigung der Verfügung vom 3. Mai 1869 binnen 8 Tagen. Dr. Gold m a n n. 5836) Gut gebrannte Backsteine sind zu haben bei__________E. Eichenberg. 5840) Packkistcn verschiedener Größe verkauft ________________C. Wenzel. 5865) Ein zweithüriger Küchenschrank, sowie mehrere polirte eichene und tannene zweischläferige Bettladen, sind zu verkaufen. Auch kann ein junger Mensch, welcher das Schreincrgeschäft zu erlernen wünscht, in die Lehre treten. Schreinermeister Zimmermann, _______________Neuenbäu en B- 84.______ 5903) Frankfurter Bier, ?r. Schoppen 5 kr., bei F- Fernkorn, ________________________in Heuchelheim. 5843) Portland-Ccmcnt zu abermals herabgesetztem Preise empfiehlt I. G. D. Bapst. Montag den 26. Juli d. I-, Reisholz, Wellen Eichen-Stämme mit 608 Cubikfuß, Seltersweg. (5898) Felsing, 1r Beigeordneter. 2749 53 60 3740 Nadel- Aspen-Stamm Eichen-Stangen Nadel- „ raithe: Flur Nr. Vvövb Vess0 soll lUKlftr. 58 Hofraithe in den Neuen- bäuen, 665 Grabgarten daselbst, Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde. 5852) Dienstag den 13. Juli d. I., Vormittags 10 Uhr, sollen in hiesiger Reitbahn folgende zur Zucht nicht mehr geeignete Königliche Beschäler, als: 1) Young-Don, dunkelbraun, Maaß: 5' 5", Abstammung: Don, Mecklenburger, Geburtsjahr: 1862, 2) Aja, Apfelschimmel, Maaß: 5' 6", Geburtsort: Beberbeck (Kurhessen) in 185Jt Abstammung: Tajar und Warda, 3) Mazud, Schimmel, Maaß: 5' 2", Geburtsjahr : 1854, Abstammung: Nejed und Nerva, öffentlich meistbietend gegen gleich baare Zahlung verkauft werden. Dieselben sino zum Reiten und Fahren gut zu gebrauchen. Die Auctionsbedingungen werden im Termine bekannt gemacht werden. Marburg, am 2. Juli 1869. Der Stallmeister: Barleben. 683/4 2174 23 232 1 16 641 Die Die Versteigerung von Bauholz, Stcckholz und Brettern bei der Stadt Gießen. 5907) Das oben bezeichnete Holz rc. von den abgebrochenen Scheuern von Oeser und Mayer soll heute Nachmittag 4 Uhr an den Meistbietenden an Ort uub Stelle versteigert werden. Gießen, den 9. Juli 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. 5864) Havanna-Ausschuß- Cigarren, pr. Stück 2 kr., in Originalkisten von je l/2 Mille, pr. Mille 32 fl. Obige Cigarre erfreut sich eines ungetheilten Beifalls und erlauben wir uns, sie Liebhabern einer guten seinen Cigarre hiermit bestens zu empfehlen. Aufträge nach Außen werden franco ausgeführt. I. A. Busch Söhne. Gartenversteigenmg. 5856) Der dem Großh. Kreisbauaufseher Naumann zu Friedberg gehörige, am unteren Niegelpfad unter Flur 26 Nr. 192 gelegene und von den beiden Eisenbahnen getrennter Garten sbll Dienstag den 20. Juli d. I., Nachmittags 3 Uhr, unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, sauf dem Nathause versteigert werden. In Auftrag: Wortmann. Lieferung für das Landeszuchthaus. 5875) Mittwoch den 21. Juli L I., Vormittags 10 Uhr, soll dahier die Lieferung von 1500 Ctr. Steinkohlen, Fettschrot 1. Qualität und 30 Ctr. Schmiedegries, nach den auf unserem Büreau zur Einsicht offen liegenden Bedingungen durch Soumission vergeben werden- Marienschloß, den 7. Juli 1869. Großherzogliche Landeszuchthaus-Direction- Knispel. Versteigerung einer Hofraithe in der Provinzialhauvtstadt Gießen. 5876) Die zum Nachlasse des Cigarren- Fabrikanten I. G- Stork gehörige Hof- 5850) Montag den 12. Juli d. I., von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Gießener Stadtwalde, Distric- ten Neuhege, Heingesboden, Waldshute, Oberhag rc., nachverzeichnetcs Holz öffentlich versteigert werden, als: 32% Stecken Nadel-Prügelholz, Stockholz, ___Zusammenkunft ist am Anneroder Weg an der 2. Schneiße. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. Novbr. d. I. gestattet. Die Grobherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, den 6. Juli 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V. d. B. : Vormittags 11 Uhr, auf dahiesigcm Ortsgerichts-Büreau öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden. Versteigerungen. 5873) Die Anfertigung von 9 neuen inneren Läden mit eisernen Vorlegestangen und von je einer zweiten eisernen Vorlegestange an 7 bereits vorhandene innere Läden soll an einen Unternehmer auf dem Submissionswege vergeben werden. Der Kostenanschlag und die Bedingungen, unter welchen die Submission vergeben werden soll, können bei der unterzeichneten Stelle eingesehen werden. Die Submissionen müssen bis zum 15. Juli er eingeretcht sein. Gießen, den 7. Juli 1869. Post-Amt. _________Lochmann. 5890) Mittwoch und Donnerstag, den 14. und 15. Juli Nachmittags 2 Uhr, sollen die zum Nachlaß des Maler Bieler, Asterweg Lit. A. Nr. 123, gehörigen Möbel , Weißzeug, Kleidungsstücke, Bilder, Malergeräthschaften, eine lithographische Presse, sowie ein photographischer Apparat, meistbietend versteigert werden. Gießen, den 9. Juli 1869. In Auftrag: Semmler, Ortsgerichtsmann. Feilgebotenes Aechten Weinessig, garantirt, reingehalten zum Einmachen, und Pergamentpapier zum luftdichten Verschluß der Einmachtöpfe, empfiehlt Emil Fischbach, Bei annehmbarem Gebot soll der Zuschlag ertheilt werden. Das fragliche Anwesen besteht aus einem Wohnhause und einem als Fabriklocal und Magazin bisher benutzten Neben- und Hinterhaus. Es gehört dazu ein längs der Straße bis zur Schoor sich hinziehender, mehrere hundert Schritte langer Grabgarten, welcher mit Leichtigkeit in 6 —8 Bauplätze eingetheilt werden kann. Wegen Auskunft über die Verkaufsbebedingungen beliebe man sich an den Bevollmächtigten der Erben, Hofger.-Advocaten Dr. Seibert in Darmstadt, zu wenden. Gießen, am 8. Juli 1869. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. __K- Vogt, Ortsgerichtsmann. 5867) Dienstag den 13. Juli 1869, Nachmittags 2 Uhr, lasse ich in meiner Wohnung nachfolgende Gegenstände versteigern, als: 2 fehlerfreie, 6- und 10jährige braune Wallach-Pferde nebst Geschirr, 2 Wagen mit eisernen Achsen, ein schwerer und ein leichter, Oeconomie-Geräthschaften, Eggen, Pflüge, steinerne und hölzerne Viehkrippen, Fegemühle, 1 gußeisernen Siedkessel, noch wenig gebraucht, Ketten; ferner verschiedene Hausgeräthschaften, Bettstellen, Sprungfedermatrazen, 1 Kin- dermatraze, kupferner Kessel, Kinderschaukel, Tische u. s. w. Bemerkt wird noch, daß Wagen und Pferde nach Wunsch auf Zielzahlungen versteigert werden. Heinr. Becker, Neue Anlage. 5900) Donnerstag den 15. l. Mts-, Nachmitttags 1 Uhr, lasse ich in meiner Wohnung Oeconomie- Geräthschaften aller Art, wie namentlich 1 Wagen, 1 Pflug, 2 Eggen u. s. w., Haushaltungs - Gegenstände, Bettwerk , verschiedenes Handwerkszeug rc., geschnitte Stämme rc., öffentlich meistbietend versteigern. Gießen, den 9. Juli 1869. _____________Louis Stein Wittwe. 5878) Dienstag den 20. d. Mts-, Nachmittags 2 Uhr beginnend, soll im Schützenhof verschiedenes zum Nachlaß des verstorbenen Landrichters a. D- Kock gehöriges Mobiliar versteigert werden. Dasselbe kann am genannten Tage, Morgens von 10 bis 12 Uhr, besichtigt werden. Besondere Bekanntmachungen. DaS Octroi von Getränken. 5906) Nachdem nunmehr in Folge der, für den norddeutschen Bund geltenden Bestimmungen Brandwein und Bier innerhalb des Bundesgebiets ohne amtliche Control- schcinr transportirt weiden können, hat der hiesige Stadlvorstand bestimmt, daß alle Getränke der erwähnten Art an dem Thore, an welchem die Einfuhr geschieht, so gl eick angezeigt und Transportscheine erwirkt werden müssen. Getränke, für Personen bestimmt, welche zwar nicht in der Stadt, jedoch in der Gemarkung wohnen, sind vor deren Einbringen, beziehungsweise Ablieferung an den Empfänger dem betreffenden Octroierheber oorzuführen oder anzuzeigen und ebenfalls Transportscheine auf solche zu erwirken. Diese Scheine sind dann in der, auf denselben bemerkten Weise, bei Großherzoglichem Hauptzollamt dahier zu erledigen. — Es wird dieses mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Unterlassungen bezw- Zuwiderhandlungen hiergegen den im Octroi-Reglement enthaltenen Strafbestimmungen unterliegen. Gießen, den 8. Juli 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen- _________ Vogt.__ 5849) Durch die Chausfirung eines Theils des Gleiberger Wegs kann derselbe von den Gärten an nicht befahren werden. Indem wir dies zur Kenntniß bringen, bemerken wir, daß Fuhren nur den Krofdorfer, Leu- ferlsröder und Holzweg passiren können- Gießen, den 8- Juli 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen- I. V. d- B-: Felsing, 1r Beigeordneter. 5870) Meine neuesten Musterkarten von Tapeten und Vorburen enthalten eine sehr reiche Auswahl neuer geschmackvoller Muster, deren Preise so billig berechnet sind, daß man diese Maaren bei keinem meiner Concurrenten so billig und vortheilhaft kaufen und solche dem verehelichen Publikum daher bestens empfehlen kann. Carl Frech. Mein Laster acht amerikanischer Nähmaschinen, in den neuesten und besten Systemen, empfehle zur geneigten Ansicht. Die Nähmaschinen sind mit allen Apparaten versehen und werden bei erleichterten Zahlungsbedingungen unter vollständiger Garantie und stets zu Fabrikpreisen verkauft. Zugleich mache auf eine Handmaschine eigenen Fabricats (System Wilcox & Gibs) aufmerksam, die ebenso wie die großen Maschinen mit verschiedenen Apparaten arbeitet, ganz geräuschlos geht und bei dem sehr billigen Preis von nur Thlr. 16 für Haushaltungen sehr zu empfehlen ist. (5868)Ist Tb. Haubach, Näbmascbinenfabrik. 5869) In keiner Haushaltung soll fehlen: Universal-Magen -Liqueur- genannt Victoria, von Franz von Metternich in Mainz. Das einfachste und sicherste Mittel gegen Magenleiden aller Art. Zu haben in ganzen Flaschen ä 1 fl. 24 fr., „ halben ä — „45 „ „ Viertel- „ ä — „ 24 „ bei Eduard Lind, ______________________Conditor in Gießen. 5887) Kopfsalat, sowie neue Kartoffeln, sind zu jeder Zeit zu haben bei Th. Rautenstrauch, _________zur neuen Bleiche an der Schoor. 5834) Neue Matjes-Häringe bei ______________I. A. Busch Söhne. 5842) Stein- und Braunkohlen, in ganzen und getheilten Waggon-Ladungen zu gleich billigem Preise, empfiehlt ___________________I. G. D. Bapst. C e meut, frische Sendung eingetroffen bei (5845)_______________Flick & Kröll. 5863) Alle Sorten Fußbodenfarben, feinst gerieben, sowie den dazu nöthigen Fußbodenlack von schönem Glanz und schnell trocknend, ferner sämmtliche Bestand- theile 3um Wichsen der Böden empfiehlt __________Ernst Hermes, Materialist. 5888) Kopfsalat verkauft _________________Gärtner Schau m. 5847) Eiserne Gartenmöbel, Bettstellen, Flaschenschränke, Waagen re. re. bei Emil Pistor. N F Daubitz'scher Kräu-L ter-Liqneur, fatnicirt vom Apotheker 9t. F. Daubitz in '.Berlin, dessen Gebrauch flch das Publikum selbst gegenseitig so vielfach empfiehlt, ist allein zu haben bei: 0 Julius Wallach in Gießen; Aron I Buch in Hungen; H. C. Brugmann» in Lich. (5881) | 5846) Gußeiserne Friedhofkreuze, mit und ohne Postament, in den neuesten Mustern, bei ■ Emil Pi stör. NB. Schrift und Vergoldung wird billigst berechnet._________________________________ 5844) Baugegcnstände jeder Art in Eisen empfiehlt________I. G. D. Bapst. | Cliain paktier vorzüglicher Güte, per Bouteille 36 kr., bei H. Schmall, Lindenplatz. § Preismedaiüe Paris L867. । 10 Ausgezeichnete C 3b ® c o I a <1 e ii von Starker & Pobuda, Stuttgart, empfiehlt R. Sattler, Gießen. | 5833) Abgekochter westphälischer Schinken täglich bei I. A. Busch Söhne. i-XST Für Kinder, welche die Muttermilch entbehren, sowie für Diejenigen, deren Verdauungs- Organe besonderer Schonung bedürfen, gibt es nichts besseres, als Friedrich Nöhrich'g r ü h m l i ch st b e k a n n t e r Arrowroot-Zwieback, erfunden und mit dem besten Erfolge angewandt von der berühmten Geburtshelferin und pronrovirten D octo rin, Frau Prof. Heidcn- reich, geb. v. Siebold. Dieser Zwieback ist stets vorräthig in Paqueten ä 10 fr. bei Julius Wallach in Gießen, (5882) Markt Vit. B- Nr. 34. I Wahl ;u beachten. 5861) Neues verbessertes, von Aerrten weiter empfohlenes Pollutions-Verhinderungs-Instrument, höchst heilsame Erfindung für diese nachtheiligen, häufigen nächtlichen Samenabsonderungen, ohne Beschwerde anzuwendcn, empfiehlt daran Leidenden E. Kröning, Mechaniker in Ballenstedt am Harz. Leichtfaßliche Gebrauchs - Anweisung in deutscher, englischer oder franz. Sprache wird beigefügt. — Preis incl. Verpackung 1 Rthlr. = 1 fl. 45 kr. Wer dieses Instrument anwendet, für den existirt obiges Uebel nicht mehr.____________ Fliegenpapier, arsenfreies, Jnsectenpulvcr, ächtes persisches, empfiehlt Emil Fischbach, (5899)Seltersweg. g Borsdorfer ist in Zapf genommen bei _____________H Schmal!, Lindenplatz. 5908) Kernerbsen, Salat, Iohannis- trauben und Stachelbeeren sind zu haben bei__C. Nah n. 5857) 5 Jahrgänge der Gartenlaube, gut erhalten, sind billig zu verkaufen bei Will). Klee. Brmmkohlen-Verkauf. 5860) Für die gegen Credit zu beziehenden Braunkohlen beginnt auf dem Großherzog- lichen Dorheimcr Bergwerk mit dem 1. Juli 1869 eine neue Creditperiode, laufend bis Ende September und verbunden mit einer Zahlungsfrist bis Ende December d. I. Der Preis der Kohlenklötze ist wie seither 12 kr. für den Centner - 14 Stück Klötze. Holzkohlen werden, soweit der Vorrath reicht, der gemessene Centner zu 16 fr. verabfolgt. Im Interesse der Consuinenten wird es liegen, wenn sie sich vorher durch Anfrage bei der unterfertigten Stelle vergewissern wollten, ob die gewünschte Kohlenquantität gerade vorräthig ist. Die Fuhrleute wollen die Gegenscheine, welche ihnen bei Abgabe des Bürgscheins eingehändigt werden, bei jedem Kohlcnbe- zuge mitbringen, damit die einzelnen Bezüge in dem Gegenscheine notirt werden können. Bei Zahlung der Creditsumme an Groß- herzogliche Bergkasse zu Friedberg ist gleichfalls die Vorzeigung des Gegenscheins erforderlich. Dorheirner Bergwerk, den 23. Juni 1869. Großherzogliches Bergamt Dorheim. _______________Storch._____________ 5851) Ein auf dem Nahrungsberg gelegener, etwa einen Morgen haltender Garten mit Gartenhäuschen und sehr schönen Awetschenbäumen bepflanzt, in welchen sich, je nach Bedürfniß einer Familie, auch ein Wohnhaus bauen ließe , ist, wenn es gewünscht wird, unter günstigen Zahlungsbedingungen zu verkaufen. Näheres bei Octroi-Erhcber Vix am Neuenweger Thor. 5858) Ein im untersten Niegelpfad gelegener großer Garten, zur Hälfte Wiese, wird billig verkauft. Von wein? sagt die Exped. d. Bltts. Vermiethu ngen. 5859) Die seither von Frau Prof. Zam- miner innegehabte Mansarden - Wohnung im Müller'schen Hause am Seltersberg ist zu vermiethen. 5920) Ein kleines Familienlogis ist zu vermiethen bei H. Kühn. 5839) Ein elegant möblirtes Zimmer, mit angenehmer Aussicht in den Garten, ist (am liebsten an einen Lehrer oder auch sonstigen Gerichtsbeamten) zu vermiethen und sofort zu beziehen. Zu erfragen bei Herrn Kaufmann Pi stör (Marktstraße.) 5892) Ein gut möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei Georg Vogt, _________________ Kupferschmied. 5894) Das seither von Herrn Heinz bewohnte Logis in meinem Vorderhause ist durch dessen Wegzug $u vermiethen und Anfangs September beziehbar. _____________H. Becker (Neue Anlage^. 5893) In der Neustadt ßit D. Nr. 195 ist eine kleine Familienwohnung zu ver- miethen._____________________________________ 5841) Zwei ineinandergehende, freundliche, möblirte Zimmer sind auf der neuen Anlage zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bltts._____________________________ 5832) Der untere Stock meines Hauses, bestehend aus 4 ineinandergehendcn Zimmern, Magd- und Bodenkammer, Küche, Keller, Holzstall rc., ist sofort zu vermiethen. Chr. Löb er, Neuenweger Thor. 5877) Ein freundliches Familienlogis ist im S ch ü tz e n h o f abzugeben und pr. 1. Au- gust zu beziehen.___________________ 5896) Ein kleines Familienlogis ist zu vermiethen bei _____Louis Benner, an der Schoor. 5879) Eine Stube, mit oder ohne Möbel, ist zu vermiethen und kann sofort bezogen werden bei Heinr. Kuhn, Bäcker, __________________auf dem Kreuz._______ 5886) Ein freundliches Familienlogis, bestehend aus 2 Zimmern, Cabinet, Küche, Kammer und Corridor, sowie ein Logis im Hinterbau, bestehend aus 4 großen ineinandergehenden Zimmern, Küche, Kammer und Zugehör, sind zu vermiethen und als- bald zu beziehen. h. M. Jughardt. 5838) Ein Familienlogis ist zu vermiethen bei Gustav Windecker. 5744) In der Unioersitätsstraße Lit. E- Nr. 78 ist der untere Stock, bestehend in 5 Zimmern, Küche rc., zu vermiethen und am 1. October d. I. zu beziehen. 5883) Das seither von Herrn Hauptmann Lannert bewohnte Logis ist anderweit zu vermiethen. Louis Noll, __________________ zur Pulvermühle. 5895) Eine Scheuer mit Lagerraum, welche zugleich auch als Werkstätte benutzt werden kann, ist sofort zu vermiethen bei Gastwirth Langsdorf, in der Neustadt. Vermischte Anzeige». 5880) Das Optische laastitut von Louis Möller befindet sich von jetzt an Sonnenstraße Lit- B- Nr. 103.____________________ Für Zimmergesellen. 5891) Tüchtige Zimmergefellen finden dauernde und lohnende Arbeit bei Heinrich Nuckstuhl, _______________am Watlthor. 5889) Gegen guten Lohn wird ein mit outen Zeugnissen versehenes Mädchen als Hausmagd gesucht und könnte alsbald eintreten. Bei wem? sagt Ausg. d. Bltts. Bürger-Club. 5866) Samstag den 10. Juli, Abends 8 Uhr: Generalversammlung. Wohnungs-Veränderung. 5854) Meinen geehrten Kunden und Gönnern zeige ich hiermit ergebenst an, daß ich jetzt bei Herrn Dan. Vetzberg er, Mühlgasse Lit. D- Nr. 82, wohne.- Auch übernehme ich Leder- und Lasting-Stepparbeiten für Schuhmacher. Gg. Fischer, Herrenkleidermacher. Turnverein. 5848) Generalversammlung im Darmstädter Haus Samstag den 10. Juli, Abends 8 Uhr. Tagesordnung: Wahl des 2. Sprechers; Berichterstattung über den mittelrheinischen Turntag zu Worms. Gießen, den 6. Juli 1869. ____Der Vorstand. 5835) Eine perfecte Köchin, welche einem Haushalte vorzustehen vermag, wird zum alsbaldigen Eintritt oder auf den 24. Juli gegen einen Lohn von 80 ff. gesucht. Nur Solche, welche gute Zeugnisse haben, wollen sich melden. Wo? sagt die Exped. d. Bl. Empfehlung. 5897) Einem hiesigen und auswärtigen Publikum die ergebenste Mittheilung, daß ich an hiesigem Orte ein ein- und zwci- spänniges Fuhrmannsgeschäft errichtet habe und sehe geneigtem Zuspruch entgegen. Emil Schimpf, ______________________Neustadt D- 87. Wohluuigs-Verälidenmg. 5855) Meinen geehrten Kunden die ergebene Anzeige, daß ich nickt mehr auf dem Kirchenplatz, .sondern auf der Mäus- burg im früher Möhl'schen Hause wohne. Philipp Kramer, ___________________ Schuhmacher. 5853) Ein älteres Auswanderungs-Geschäft in Bremen sucht für das Großherzog- thum Hessen einen cautionssähigen General - Agenten. Offerten unter Lit. A. *B. Nr. 2 befördert das Annoncen-Büreau von E. Schlotte in Bremen. _____________ 5915) Ein Mädchen für häusliche Arbeiten wird gesucht. Näheres bei der Exped. dieses Blattes. __________________________ 5885) Ein angehender Commis sucht Stelle auf einem Comptoir durch C- Pietsch I. __(Dienstm.-Jnstitut ) 5904) Sonntag den 11. Juli gutbesetzte TauzMuftk auf dem Staufenberg, wozu ich ergebenst einlade. _______________________ Heinrick Fink. 5916) Schreiner gesucht von ____Adolf Hoß. 5905) Unserem Bruder die herz, lichsten Wünsche zum heutigen Tag. ________Der SonVerbund. 5884) Ein kräftiger, junger Mensch mit guten Zeugnissen wird möglichst bald für ein hiesiges Geschäft als Hausbursche ge- suchf. Näheres durch die Exped. d. Bltts. V e r 1 o r e n wurde Samstag den 26. Juni, Abends 6 Ubr, auf dem Wege von der Post nach der Flügelsgasse ein dreiklingiges Taschenmesser mit weißem Stiele. Dem redlichen Finder eine sehr gute Belohnung Flügelsgasse A. 95, 3. Stock. (5830) König!. Sächsische conf. Leliensversicherungs-Gelcllschast zu Leipsig, begründet iin Jahr 1830 auf Gegenseitigkeit und Oesfentlichkeit, beaufsichtigt von der König!. Staatsregierung durch einett König!. Commissar, und dem Gesellschafts-Ausschüsse 5862) Hierdurch bringen wir zur öffentlichen Kenntniß, daß Herren Müller & Schwarz in Gießen die Agentur obiger Gesellschaft für Gießen und Umgegend übertragen wordcn ist. Leipzig, den 12. Mai 1869. Das Dircctorium. Die obige durch eine achtunddreißigjährige Wirksamkeit bewährte Gesellschaft übernimmt unter günstigen, den Beitritt in jeder Weise erleichternden Bedingungen Versicherungen auf Summen von 100 bis 13,000 Thlr., zahlbar beim Tode oder bei Erfüllung eines im Voraus festgesetztenLebensalters Vermögensbestand Ende März 1869:......... 2.885,000 Rthlr. Versickerungsbestand Ende März 1869: 12,801 Pers. vers. mit 15,354,300 Rthlr. Sämmtliche Ueberschüsse werden den Mitgliedern unverkürzt zurückerstattct und beträgt die durchschnittliche Dividende in den letzten 5 Jahren 3 0 Procent, wodurch sich die Beiträge für die betr. Versicherten vermindern auf 1 Thlr. 25 Ngr. 3 Pf. beim Eintrittsalter von 30 Jahren ) für tf ~ tr 2 „ 4 fr tt tr « 35 „ / 100 Thlr. c " .2 11 „ 1 „ „ „ „ 40 „ ) Vers.-Summe, die zwischen liegenden Alter in demselben Verhältniß. Die Aufnahme erfolgt kostenfrei. Zur Vermittelung derselben wie zur Erthei- lung näherer Auskunft empfehlen sich Gießen, den 1. Juli 1869 Müller S? Schwarz. W J8ai Lai Pr, Feuei W Ausk (5872 etabli in all 1 und t Weil nehm und' 59V z man ( Adam schenkt tragen wir bo flanj i Lorgä schert Neuste und G 591; ausg i Wkllkn-Mder in Zellen und im Freien sind wieder errichtet von L. Weimar ans der Neumühle da hier. Eine Liste zur Abonnirung liegt in meiner Wohnung offen. Abonnenten zahlen für dieses Jahr, mit Rücksicht auf die vorgerückte Zeit: a. große Familien von 4 bis 6 Personen . . . 5 fl. 30 fr. d- kleine „ „ 1 „ 3 „ . . . 4 „ 30 „ c. zwei Personen, welche gemeinschaftlich in einer Zelle baden 3 „ — „ d. einzelne Personen in Zellen 2 „ 30 „ e- „ „ im Freien 1 „ 45 „ Nichtabonnenten zahlen: a. für 1 Bad in der Zelle 12 fr. b. „ 1 „ im Freien 6 „ Gießen, den 9. Juli 1869. L. Weimar. Magdeburger Feuerversicherungs - Gesellschaft. Vollständig emittirtes Grund-Kapital. . . fl. Baar vorhandene Reserven, lt. Rechnungs-Abschluß pr. 1868 Laufend gewesene Versicherungen im I. 1868 „ Prämien-Einnahme im Jahre 1868 . . . „ 8,750,000 — fr. 5,113,705 23 „ 4,491,752 193 — „ 7,369,746 28 „ Die Gesellschaft übernimmt zu billigen, festen Prämien Versicherungen gegen Feuersgefahr und gewährt namentlich bei landwirthschaftlichen Versicherungen den Versicherten erhebliche Begünstigungen. Zum Abschluß von Versicherungen und Ertheilung jeder gewünscht werdenden Auskunft empfehlen sich die Agenten: Echternach Hanstein in Gießen, PH. Zimmer in Lieh und (5872)F'. Jäger in Münzenberg. Geschäfts-Empfehlung. 5917) Einem geehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß ich mich dahier als Weißbinder und Lackirer etablirt habe und empfehle ich mich, indem ich prompte und reelle Bedienung verspreche, in allen in dieses Fach einschlagenden Arbeiten. Hermann Völker, ___________________________________________________________Maigasse C. 18.__________ 5871) Während meines Aufenthalts in Gießen empfehle ich mein Kunst und Korbwaareu-Geschäft und bemerke, daß ich die Anfertigung aller Arten Körbe und Korb-Möbel von Rohr, Weiden, Esparto, Panama, Roßhaaren und ausländischen Schilfs übernehme. Auch wird das Nohrstuhlflechten, feinst und ordinär, sowie das Repariren und Auflackiren von Körben und Korb-Möbeln, auf's Schnellste und Billigste besorgt- Eduard Klemm, wohnhaft bei Herrn Gastwirts; Langsdorf, Neustadt. Lensscher Mscnketter. 5919) Sonntag den 11. Juli: s Tproler Rational-Conccrtc, gegeben von der Jnsbrucker Alpensänger-Gesellfchaft Peter, Frl. Kattr imb Frl. Nanni in ihrem National-Costum. Anfang des 1. Concerts 4 Uhr, Ende 7 Uhr. Anfang des 2. Concerts 8 Uhr, Ende 11 Uhr. Entree 6 fr. 5909) Hierdurch zeige ich ergebenst an, daß ich mein Wohnhaus zum Ritter, mein Speccrciwaaren-Geschäft und meine Liqneur-Fabrik an die Herren Gcbr. Adami käuflich übergeben habe, und indem ich für das mir in so reichem Maße geschenkte Vertrauen danke, bitte ich, dasselbe auf meine Herren Nachfolger gütigst übertragen zu wollen. Adolph Noll. , Auf Vorstehendes Bezug nehmend, beehren wir uns ergebenst anzuzeigen, daß wzr das Specereiwaaren- und Liqueurfabrications-Geschäft des Herrn Adolph ucoll käuflich übernommen haben. Wir führen dasselbe unter der Firma G e b r. Ada m i ganz in der seitherigen soliden Weise unverändert fort und bitten, das unserem Herrn Vorgänger geschenkte Wohlwollen auf uns gütigst übertragen zu wollen. Gießen, den 1. Juli 1869. Gebt. Adami, ______________________________________________________________________im Ritter.____________ Geschäfts - Empfehlung. 5837) Einem verehrlichen Publikum beehre ich mich anzuzeigen, daß ich meine seitherige Wirthschaft im „Adler" abgegeben und die Stein'sche Wirthschaft in der Neustadt gepachtet habe, mit dem Bemerken, daß für reelle Bedienung und gute Speisen und Getränke stets gesorgt sein wird. '___________________________B. Oswald.______ PhiloWeuwald. 5912) Sonntag den 11. Juli: Mitilär-Llmcerl, ausgeführt vom Musik-Corps deö Großh. Hess. 2. Jnfanterie- Negiments, unter Leitung seines Musikmeisters, Herrn V. Reifert. Anfang 4 Uhr. Entree ä Person 6 kr. i Zur schönen Aussicht (Frau Jacobi Wittwe). Samstag den 10. Juli: Tproler National - Coneert der Jnsbrucker Alpensänger-Gesellschaft Peter, Frl. Katti und Frl. Nanni im National. Kostüm. Anfang 6 Uhr. Entwe ä Person 6 kr. In der Bramm'schm Gartenwirthschast. 5910) Samstag den 10. Juli: BlechSextett. ____________Anfang 8 Uhr. Entrde -i Person 6 kr. Textor's Hardt. 5914) Sonntag den 11. Juli: Coneert, ausgeführt von dem Streich-Sertett der hiesigen Negimentsmufik. Anfang 4 Uhr. Entree ä Person 6 kr. Louis Dusch Wittwe. 5911) Samstag den 10. und Montag den 12. Juli: Garten-Concert, ansgefnhrt von Mitgliedern des 2. Infanterie - Regiments. Anfang 7 Uhr. — Entree ä Person 6 fr. Zur Erhebung der obrigkeitlich genehmigten Collecte für dos Mathilden- TTt Landkranfenhaus in Darmstadt ist gegenwärtig ein Beauftragter dieser Anstalt in unserer Stadt. In dem Mathilden - Landkrankenhause finden Kranke ohne Unterschied der Confession Aufnahme, ärztliche Behandlung und heilsame Pflege, weß- halb die Unterstützung dieser Anstalt jedem Menschenfreunde empfohlen zu werden ver- dieut. Ein Freund der Anstalt. in Haasenstein & Vogler Zeitungs - Annoncen - Expedition (Bureau de publicite) in Frankfurt am Main, grosse Gallusstrasse No. 1, in Leipzig, Markt 17, „ Wien, Neuer Markt 11, „ Zürich, Elsassergasse 1. Basel, Steinenberg 29, Berlin, Leipzigerstrasse 46, St. Gallen, Obere Grabenstrasse 12. Hamburg, Neuerwall 50, 1 Zeitungs-Catalog gratis und franco. ,frif(f)öäcfter zu fließen. Sonntag den 11. Juli. Heinrich Kuhn am Kreuz. Carl Wallenfels II. in der Wettergosse. Ernst Wallenfels in der Wallthorstraße. Kirchliche Anzeigen, oövangetische Hemeinde zu Hießen. G o t t e s d i e n st. Am 11. Juli. Morgens: Pfarrer Dr. Seel. Nachmittags: Privatdocent Dr. Weisfen- bach. (Sonntag den 18. Juli wird das heilige Abendmahl gefeiert.) Getaufte. Den 3. Juli. Dem Bürger zu Wickor im Rheingau und Gostwirth dahier, Ernst Ntthan, ein Sohn, Karl, geb. den 1. Juni. Den 4. Juli. Dem Ortsbürger zu Fellingshausen und Schneidmüller dahier, Wilhelm Schmidt, ein Sohn, Wilhelm Paul Martin, geboren den 14. Juni. Denselben. Dem Bürger und Todten- gräber, Jakob Noll, eine Tochter, Johanna Katharine, geboren den 21. Mai. Denselben. Dem Bürger und Kaufmann, Christian Löber, eine Tochter, Franziska Ottilie Hermine Marie, geboren den 3. Juni. Denselben. Ein unehelicher Sohn von hier, Karl Theodor Julius Martin, geboren den 13. Juni. Denselben. Dem Ortsbürger zu Alten- Buseck und Gärtner dahier, Adam Heinzer- ling, eine Tochter, Henriette Karolme, geb. den 27. Mai. Denselben. Dem Bürger u. Schlosser an der Main-Weser-Bahn dahier, Wilhelm Dörr, ein Sohn, Wilhelm Peter Theodor, geboren den 16. Juni. I Denselben. Dem Bürger in Kinzenbach und Fabrikarbeiter dahier, Adam Stroh, eine Tochter, Johanna Katharine, geboren den 17. Juni. Den 5. Juli. Dem Hautboisten I. Cl. im Großh II. Jnfanterie-Regimente dahier, Georg Volk, ein Sohn, Georg, geboren den 12. Juni. Den 7. Juli. Dem Bürger und Kaufmann, Karl Fuhr, ein Sohn, Karl Heinrich Christian, geboren den 2. Juni. Beerdigte. Den 2. Juli. Katharine Schneider, geb. Reichert, Wittwe des verstorbenen Großh. Stadtgerichtbdieners, Peter Schneider dahier, alt 64 I. 4 M- 2 T., gestorben den 30. Juni. Denselben. Heinrich Löcher aus Kaltau in Preußen, alt 17 I., gestorben den 30- Juni. Denselben. Karl August Christ, des Bürgers u. Lohnkutschers, Johannes Christ, ehelicher Sohn, alt 1 I. 9 M. 7 T., geft. den 1. Juli. Den 3. Juli. Karl Wilhelm Martin Simon, des Bürgers und Schuhmachermeisters, Friedrich Simon, ehelicher Sohn, alt 2 I. 4 M- 10 T-, gestorben den 2. Juli- Den 4. Juli. Johann Georg Köhler, Ortsbürger und Oeconom zu Massenheim bei Wiesbaden, alt 71 I. 16 M. 8 T., gestorben den 2. Juli. Den 5. Juli. Dr. Heinrich Schäfer, Großh. Professor und Universitäts-Bibliothekar, alt 75 I. 2 M. 7 T-, gestorben den 2. Juli. Denselben. Louise Wagner, des verst. Bürgers und Schuhmachermeisters, Philipp Wagner, eheliche Tochter, alt 20 I. 6 M. 2 T-, gestorben den 4. Juli. Den 6- Juli. Elisabeth, eine uneheliche Tochter von Steinbach, alt 1 M- 19 T-, gestorben den 5. Juli. Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Pfarrer Dr. Seel. Börseimachrichteu. 6. Juli 1869. Preuss. 41/2% Obi. 93% Frankf. 3%% Obi. 825/s Nass. 4V2% Obi. 92% Kurh. 40/o Obi. 85% Hess. 4% Obi. b. Roths. 91% n 3%% do. do. 86% Bayer. 5% Obi. 101% n 4%% 1jährige 94% n 41/2% %iährige 94% Würtemb. 4%% Öbl. 93 Baden 4%% Obi. c. E.L. 93% Oestr. 5% b. R. 58% „ 5% National 56% „ 50/g Metall. Obi. — „ M. steuert. 52 Amer. 6% 1882r Rds. 87 „ 6% 1885r 85% Aetien. Frankf. Bank 119% Oester. Bank 726 „ Creditact. 272 Darmst. Bankact. 294 PrlorHilCen. 5% östr. F. St. E. B. 350% Ludwigsh.-Bexbach — Maxbahn 105% Bayer. Ostbahn 124% liess. Ludwigsbahn 134 3O/o östr. Stsb.-Prior. 56 3% östr. s. Lombard. 48% 3% Livorneser 33% Toscaner — Frankf. Hypoth.-Bank — Frankf. Vereins-Kasse 97% 5O/o Elisabeth-Prior. 75% do. II. Emiss. 73 AuBeleeutilooee. Kurh. 40 Thlr. Loose 56% Nassau fl. 25 b. Roth. 38 Gr. Hess. fl. 50 b. R. 179% Gr. Hess. fl. 25 b. R. 46% 4% bayr. Präm. Anl. 106% 4% badische Loose 104 */8 Badische fl. 35 Loose 553 4 I858r Prioritätsloose 159% !860r Loose 86% 1864r „ 119% Wechsel. Amsterd. k. 8. 995 g Augsb. k. 8. 100 Berlin k. S. 104% Bremen k. 8. 97% Cöln k. 8. 105% Hamburg k. 8. 88% Leipzig k. 3. 104% London k. S. 180% Lyon k. 8. — Paris k. 8. — Wien k. S. 95 Disconto 3% <% G. GehlMOi'ten. Pr. Gass. Sch. 1 44%-45% Div. Cass.-A. — Pr. Friedrdor. 9 58-59 Pistolen . . 9 49-51 „ doppelte 9 50-52 Holl. fl. 10 St. 9 54-56 Ducaten . . 5 37-39 20 Frankenst. 9 32%-33% Engi. Souver. 11 57-59 Rusa. Irnper. 9 50 52 Doll, in Gold 2 28-30 Politische Rundschau Berlin, 7. Juli. Graf zu Stolberg-Wernige- tote — Präsident des Herrenhauses, Oberpräsident von Schlesien. Diese Ernennung fällt noch in die Zeit, wo Graf Bismarck den Vorsitz im preußischen Staatsministerium inne hatte. Sie wird den Zwei- seelentheoretikern zu denken geben, die vielleickt^auS- klügeln, Bismarck habe vergeblich gegen diese Ernennung sich gewehrt und aus Aerger darüber, daß Graf Stolberg doch Oberprasident wird, sofort Urlaub genommen. Man muß auf solche Schlüsse, die am meisten der Vernunft widersprechen, gerade am meisten gefaßt sein. Unbefangene Leute finden her- aus, daß Graf Stolberg ganz nach dem Herzen des Ministerpräsieenten ist, denn es hat Keiner bisher schroffer den Liberalen entgegengestanden, als gerade Graf Stolberg, und das schon allein genügt, um ihn bei Besetzung eines der einflußreichsten Posten zu berücksichtigen. Die Politik des Herrenhauses findet eine glänzende Anerkennung und AuSzeich- nung, die Partei der „Juden, Krämer und Post- schreiber" hat sich zu bescheiden. Ist Franz der Zweite, ehemals König von Neapel, einigermaßen elkenntlich, so bringt er dem Herrn Grafen Stolberg seine Glückwünsche dar. War es doch Graf Stolberg, der dem Ehrenkönig nach der Uebergabe von Gaeta einen Ehrensabcl überreichte, ihn beglück- wünschend, daß er der fluchwürdigen Revolution so muthig Widerstand geleistet habe. Auch der preußische Volksverein hat Ursache, seinem früheren Präsi- deuten zu gratuliren. Was hatte dieser Verein hauptsächlich zu thun? Er entsandte Loyalitäts- Deputationen hierher, die für die „königl. Diktatur" Propaganda machen sollten. An Alles das werden wir durch Graf Stolberg-Wernigerode erinnert, der mit Herrn Wagener zusammen das Königthum von Gottes Gnaden retten, die Kreisrichterkammer ober vernichten wollte. Seit 1854 ist Graf Stolberg Mitglied des Herrenhauses. An den Debatten selbst hat er sich nie betheiligt, er hat sie nur geleitet. Es ist sehr charakteristisch, daß Graf Stolberg gerade jetzt Oberpräsident wird. Seine Ernennung ist das stärkste Deeaveu, das die liberalen Bestrebungen des Landes durch die Minister erhalten. Frankfurt, 8. Juli. Der Vorstand und engere Ausichuß des „deutschen Schützenbundes" hat bezüglich der Wahl des nächstjährigen F.storteS noch keinen definitiven Beschluß gefaßt. Leipzig, wo vor einiger Zeit privatim dieserhalb ungefragt worben, hat, wie man als zuverlässig hört, ablehnend geantwortet. Der Bundesvorstand beschloß, demnächst mit mehreren in Vorschlag gebrachten Städten (Stuttgart, München, Augsburg, Nürnberg, Düsseldorf, Hamburg) sich ins Vernehmen zu setzen. Außerdem wurde noch über verschiedene interne Fragen debat- tirt und theilweise Beschlüsse gefaßt. Wiesbaden, 7. Juli. Dieser Tage ist, auf dem Princip der Selbsthülfe beruhend, ein seltsamer Verein in unserer Stadt ins Leben getreten. Den Anlaß zu seiner Gründung- gab ein Herr Hauptmann a. D. v. Liebermann, der, gestützt auf das Privilegium, daß Pensionen und Gehalte unter 400 Thaler nicht mit Beschlag belegt werden können und das Mobiliar einer Militärperson nicht gepfändet werden kann, binnen kurzer Zeit gegen 3000 fl. Schulden in unserer Statt contrahirt hatte. In Folge dieser bitteren Erfahrung haben sich eine ganze Reihe achtbarer Geschäftsleute zu einem Verein zu- sammcngethan, dessen Mitglieder sich verpflichten, sich untereinander die Namen zahlungsunfähiger Schuldner mitzutheilen und sich so gegenseitig vor Schaden zu warnen. Das betreffende Inserat des „Tag- blatteS", worin der Name des Hrn. v. Liebermann groß und breit getruckt steht, hat denn auch nicht verfehlt, in den „betroffenen" Kreisen Aufmerksamkeit und insgeheim auch Bestürzung zu erregen, indem man die Nassauer dieser Energie und „boshaften" Selbsthülfe für nicht fähig erachtet, vielmehr geglaubt hat, daß sie das Beispiel der allpreußischen Geschäftsleute nachahmen würden, die es sich zur Ehre an- rechncn, mit Staatsdienern und Militarpcrsonen die unfruchtbarsten Geschäfte zu machen, und wenn sie schließlich ihr Geld verlieren, sich nicht einmal „mucksen". Dem neuen Verein sind in einer gestern abgehaltenen Versammlung zahlreiche Mitglieder beigetreten. Wien, 6. Juli. Der ungarische Ministerpräsi- Lent, Graf Andlassy, controlirt nicht bloS die auswärtige Politik des Grafen Beust, wozu ihn das Gesetz über die gemeinsamen Angelegenheiten berechtigt, sondern er sucht auch von Zeit zu Zeit eine Pression auf die innere Politik des cisleithanischen Ministeriums auSzuübcn, wozu er keine formelle Berechtigung hat. Es ist unzweifelhaft, daß Graf An- draffy jeden Versuch eines österreich. Ministers, einen „moralischen Truck" auf die Entschlüsse der ungari- schlN Regierung auszuüben, als eine unberechtigte Anmaßung zurückweisen würde. Aber diesseits der Leitha hat man sich seit dem Beginne der Ausgleichsverhandlungen schon so viel gefallen lassen, daß man sich gar nicht verwundert, wenn Graf Andrassy vermittelst des „Pesther Lloyd" den öfter- reichischen Ministern kurzweg mit der Entlassung durch den Kaiser droht, sofern sie der Unzufriedenheit in Böhmen und Galizien nicht bald ein Ende machen. Von Sympathien des ungarischen Ministerpräsidenten für die Czechen kann nicht die Rede fein, aber desto gewogener ist er den Polen, und wahrscheinlich ist Graf Andrassy der Ansicht, daß man die Polen durch Concessionen zufrieden stellen, die Czechen dagegen mit eiserner Hand zur Ordnung bringen müsse. Paris, 5. Juli. Der „Consti'tutionnel" spricht in einem Artikel, den man für inspirirt hält, die Utberzcugung aus, daß die dynastisch-liberale Partei, deren Interpellation beständig das Interesse des Tages beherrscht, nicht den bedenklichen Beistand der radikalen Opposition suchen und auch nicht ihre Pflichten gegen den Souverän vergaffen werde. „Die liberalen Reformen," heißt es zum Schlüsse, „können offenbar nur unter dem Auge des Feindes, und zwar eines unversöhnlichen Feindes auSgeführl werden. Sie müssen daher nicht mit Ungeduld oder Leichtfertigkeit, sondern mit Maß und Selbstbeherrschung eing'leitet werden. Es darf gleichzeitig die Autorität nicht vermindert und die Freiheit nicht in Frage gestellt werden. Die Gesellschaft darf keine jener Besorgnisse empfinden, welche die öffentliche Meinung mit einem Satz von den Ideen des Fortschritts bis zu den Ideen der Reaction zurückwerfcn. Kein Schein, kein Schatten einer unzulässigen Coa- lition darf den Schritten der dynastisch-liberalen Partei anhaften und an ihrer Aufrichtigkeit zweifeln lassen. Sie darf sich nicht- wenn sie ans Ruder kommt, in den Stand gesetzt haben, mit Compro- misten zu regieren, die man nicht leicht verleugnen kann, und welche die liberale Negierung ins Schlepptau des Radicalismus legen, den sie vielmehr bewältigen und im Zaume halten soll." Paris, 8. Juli. Es geht das vielfach Glauben findenoe Gerücht, daß die Regierung, Angesichts der von der constitutionell-libcralen Partei des gesetzgebenden Körpers vorgeschlagenen Interpellation, welche die Verantwortlichkeit der Minister verlangt, die Frage, ob die Verantwortlichkeit, welche im Jahre 1852 dem Kaiser allein übertragen wurde, von nun an gctheilt werden soll, einer allgemeinen Abstimmung unterworfen werde. Vermischtes. Der Tag bei Aschaffenburg. (14 Juli 1866.) Aus dem Tagebuche eines österreichischen Offiziers. Keinen Theil unserer Armee hatte der Ausbruch des österreichisch-preußischen Krieges so schmerzlich berührt, als die Eon- tingente in den deutschen Bundesfestungen. Seit Decennien dort eingebürgert, mit allen Theilen der Bundesarmee in ununterbrochenem, freundschaftlichem Berkehre stehend, und durch Familienbande mit zahlreichen deutschen Familien eng verknüpft, mußte die gewaltsame Störung dieser Verhältnisse Offizieren wie Mannschaften einen iharten, betäubenden Schlag versetzen, aus dem sie nur die hellröncnden Klänge der (ähre und des Ruhmes, die Nothrufe des Vaterlandes zu wecken vermocht hatten. Für diese Disharmonie der Gefühle gab es nur ein Mittel: den Hoffnungsankec nicht in die Tiefe des Erdenschlammes, sondern in die Höhe des Himmelblaus zu werfen, damit das Schifflein, welches alle Habseligkeiten der Mcnichenbrust barg, im Sturme fest ankern konnte. Auch mich traf das Geschick, Tage der Freude und des Glückes aus meinem Gedächtnisse löschen zu müssen. Ich stand damals in Rastatt in Garnison, wo 3000 Oesterreicher. 2000 Preußen und 1000 Badenser die Wacht am Rhein hielten. Im Gegensatz zu Mainz waren bis zu unserem Abschiede in der Festung die cameradschaftlichen Verhältnisse ungetrübt; je entschiedener die zwischen Wien und Berlin gewechselten diplomatischen Noten wurden, desto größere Verbeugungen machten sich die österreichischen und preußischen Offiziere, und gab es je im Museum etwas lebhafte Erörterungen über die politischen TageSsragen, so überschritten sie niemals gewisse Granzen; wurde Vormittag- ein politisches oder kriegswissenschaftllcheS Turnier abgehalten, so war dleß kein Hinderniß, entweder Nachmittags auf der Kegelbahn, oder Abends im Dilettanten- Theater oder bei einem Kränzchen heitere Allotria zu treiben, soweit dieß eben die Anwesenheit der Damen zuließ. Unstreitig hatten zu diesem freundschaftlichen Einvernehmen sehr v-'el der preußische Gouverneur der Festung, General^Lieutenant Baron S. und seine Gemahlin durch ihr äußerst liebenswürdiges, streng neutrales Auftreten beigetragen. Ebenso bildete ein Vorbild des geselligen Verkehrs der österreichische General S ... z und der Eommandant des 34. preußischen Regiments, Oberst v. S.....g, welche mit ihren Familien das innigste Freund- schaftSbündniß geschlossen hatten. Hievon nur ein Beispiel. Im März 1866 wurde, wie alljährlich, daS Geburtsfest des Königs von Preußen durch eine Parade gefeiert. Zur Deco- rirung deS Saales im Schlosse, wo das Festdiner stattfand, wollte ein preußischer Offizier die Borussia in Lebensgröße malen und im Saale aufstellen. Da er aber bannt nicht fertig war, fand sich rasch ein österreichischer Offizier, welcher der Borussia in unglaublich kurzer Zeit auf die Beine half. GS gab dieß bei dem Diner, wozu auch die Oesterreicher und Badenser geladen waren, viel Stoff zum Lacken. Wer hatte wohl fine Ahnung von dem ernsten Hintergründe dieses Spieles'. Erst in den letzten Wochen vor dem Ausdrucke des Kriege- fingeu die Verhältnisse an unleidlich zu werden. Aeußerlich blieb Alle- beim Alten. Wir druckten den Preußen nach wie vor die Hände, wenn wir mit ibneu zusammentiafen; aber daS Gespräch stockte und wir kamen mit unseren Freunden über leere nichtssagende Förmlichkeiten nicht hinaus. lieber Nacht verschwand dec Eine oder der Andere, um zu den Crsatz-Ba- taiUonen einzurücken, wahrend Landwehr Offiziere in daS 34. Regiment eingetheilt wurden. Kleine Äblheilungen von je 50 Mann wurden mit der Eisenbahn nach der Rheinprovinz transferirt. Pack- und Rüstwagen, sowie Drenstpferde trafen für die Hauptleute und Stabsoffiziere in der Festung ein. Dieß Alles spielte fick, wenn auch verstohlen, vor unseren Augen ab. Welche Empfindungen diese Vorbereitungen in unS wachriefen, wie sehnsüchtig wir selbst unsere Blicke nach der Heimath richleten, stündlich unserer Abberufung entgegensahen, um, wie wir uns Alle schmeichelten, nach Böhmen marschiren zu dürfen, läßt sich schwer beschreiben. Endlich schlug die Abschiedsstunde. Am 9. Juni verließen die Preußen Rastatt, sämmlliche österreichische und badensische Offiziere gaben dem 32. und 34. Regimente daS Geleite zur Eisenbahn: tief bewegt und mit schwerem Herzen umarmten wir unsere (Same« radcn, welche vier Tage spater uns als Feinde gegenüberstehen sollten. Am 10. Juni benachrichtigte unS endlich ein Telegramm, daß wir am 13. nach Oesterreich zurückeilen sollten. Noch schmerzlicher war unS der Abschied von dem Gouverneur bet Festung, biesem trefflichen, fein gebildeten Manne, der bis zum letzten Augenblicke alle Schwierigkeiten seiner Stellung auf baS Gluck.ichste zu befiegen verstand. Wir hatten unS selbst schlecht gekannt. Kaum hatten wir Rastatt im Rucken und stauben nach einer an Erlebnissen ver- schiebener Art reichen Fahrt burch Sübdeutschlai b auf unserem thcueren heimathlichen Boben, so war von bet Flutd von Gefühlen in unserer Brust nichts ubriggeblieben, als bie Begier, ben Preußen zu zeigen, daß wir gute, ihrer würdige KriegS- can ereben seien im Frieden wie im Kriege. Der Gedanke, von ben Preußen besiegt zu werden, erschien Allen unerträglich, und dieser Gedanke blieb >.nS «ich in ernster, hart bedrängter Stunde gegenwärtig; er war das Stahlbad, alldem wir die Kraft zu fast übermenschlicher Anstrengung schöpften. Ich will diey an einer Episode deS verhängnißvollen Krieges zeigen, an dem Kampfe bei Aschaffenburg, von dem heute Niemand mehr spricht, weil er einer bereits verlornen Sache galt. Und doch verdient er gerade bei uns Oestec- reickern ein treues Andenken, da seine Söhne, dasselbe Bataillon des Regiments Heß, welches mit den Preußen in Rastalt lag, in dem Gedanken, lieber bis auf den letzten Mann aufgerieben zu werden, als sich den Preußen zu ergeben, dort eine zähe Ausdauer, eine kühne Todesverachtung an den Tag gelegt hatte. Aus Rastatt zurückgekehrt, wurde mein Bataillon einige Tage in der Umgegend von Linz cantonnirt und erwartete die Befehle. Was wir aber mit Sehnsucht gehofft, ging nicht in Erfüllung. Anstatt zur Armee in Böhmen zu stoßen, der man die glänzeudften Erfolge voraussagte, erhielten wir zu unserem größten Veidrusse om 19. Juni die Weisung, mit anderen Truppen vereinigt wieder nach Deutschland zu marschiren und in der Brigade deS Generalmajors Hahn unS dem achten, unter dem Eommando des Prinzen Alerander von Hessen ste- stehenden deutschen BundeS-ArmeecorpS anzuschließen. Ich übergehe die Erlebnisse der nächstfolgenden Tage, den furchtbaren Wechsel deö Geschickes, den wir auf unseren Kreuz- und Quermärschen erfuhren. Heute noch erdrückt von Liebkosungen, überschüttet mit Blumen von schönen Frauenhänden, begrüßt mit sympathischen Klängen, morgen nach der Katastrophe von Königgrätz mit kühlem, ossiciellem Empfange abgespeist, von allen Seiten milleidig und achselzuckend betrachtet. Wessen Brust mußte sich nicht in dieser Lage zu qualvollem Stöhnen zusammenziehen und die Tücke der Götter beklagen, welche ben menschlichen Herzmuskel so nichtöwürbig orgauisirt halte'. ES war am 5. Juli, als die erste Nachricht von Königgrätz an unser Ohr schlug. Seit fünf Tagen mußten wir unter unausgesetztem Regen hin- unb hermarfchiren; wir besaßen kein trockenes Hemb mehr auf dem Leib, wie in der Tasche. Abermals verbrachten wir die Nacht bei Scholten unter freiem Himmel, der all seine Schleusen geöffnet zu haben schien. Ich fluchtete mich unter einen Packwagen, um nur etwas geschützt zu sein; neben mir sangen bie Leute an einem Wachfeuer mit ihrem unverwüstlichen Humor: „Diur ka Wasser net"; da ritt um 1 Uhr em baierischer Offizier vorüber, ber ben Auftrag hatte, ins Hauptquartier bie Nachricht von bem Unglückstage van Königgrätz zu überbringen. Auch wir erfuhren aus seinem Munde bie Hiobsbotschaft. Wir Alle hatten in biesem Augenblicke fernen anberen Wunsch, als daß sich die Erve offner möge, um uns zu verschlingen. (Schluß folgt.) ** DaS Darmstädter „N". Bekanntlich stehen die Darmstädter in dem Ruf, ben Buchstaben „R" nicht, oder wenigstens nicht deutlich ausspiechen zu können unb müssen sich beßhalb manches Spottwort gefallen lassen. So erzählt man sich neuerbings, eS fei ben Elsenbahncondueteuren von ber einschlägigen Behörbe vertraulich eingeschärft worben die Stationsorte, in deren Namen ein „t" vorkommt, boch ja recht beutlich auSzurufen, ba sie sonst ben Durchreisenden Veranlassung zu Witzeleien gäben. Die Herren Eonducteure nahmen sich dieß zu Herzen. Anderen TagS hatte einer von ihnen bie Tour von Frankfurt nach Darmstadt. Als bet Zug an ber Residenz anlangt, öffnet er bie Wagenthüren unb schreit mit einer Löwenstimme hinein : „St— artr—tion Dam stabt — Ein Gelbmann kam zu Baron Rothschilb unb klagte ihm: „Ich habe dem Grafen S. 10,000 Gulden geliehen, unb berfelbe ist nach Konitan:inopel gereist, ohne mir ein Anerkennungsschreiben bet Schulb zu hinterlassen." — Ohne Weiteres sagte Rothschild: „Schreiben Sie rhm sogleich, er soll Ihnen bie 100.000 Gulden bezahlen." — „Aber," sagte bet Andere, „er ist ja bloS 10,000 schuldig." „Gerade deßwegen," erroieberfe der schlaue Rothschild, „wirb er Ihnen sogleich zurückschreiben, daß er Ihnen bloS 10,000 schuldig ist, unb Sie haben, was Sie wollen." Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. AM Di deutschen 153,154 (N (N 8otnl* für Mn bti der i welches \ Lehranss T stattfind 5 5 Hierzu n D Ti des fialci Ni Äu werden, letzteren £ conairrm Gei Ta Bcsoni 5947) ' mühle be HO/oen Hause mi NNal ’'*■ Ta Ausschluß geben nm Johannes digkcilcn uur an Balthas Buseck bi dessen Mderun Wai u Ube des b'ntraas S binn ^eser Aust ton an b über sein e'Ngelkitet '"gewiß ve ^stellt Hn,. Groß!