Preis vierteljährlich 36 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 49 kr. Gitßtmr Anzeiger. Erscheint wöchentlich Dick mal: Dienstags, Donnerstags und Samstags. — Expedition: Canzleibtra Ltt. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsökalt für den Kreis Arenen. Nr. 41. Donnerstag den 8. April 186« '-^iiTwmrawinTBnBwmwrnwMmBmrnrni^m hihi m ........mmbimhm im ■ i Amt 8 icde Bekirnrrtmsrehungen. Das Bundes-Gesetzblatt deS Norddeutschen Bundes Nr. 6, ausqegebeu zu Berlin am 13. März 1869, enthält - Nr. 24S Bckanntmachuny des zweiten Verzeichnisses derjenigen höheren Lehranstalten, welche zur Ausstellung gültiger Zeugnisse über die wissenschaftliche Qualification ZUM einjährig freiwilligen Militärdienst berechtigt sind. Vom 10. Marz 1869. Nr- 246. Bekanntmachung, betr- die Ernennung eines Consuls des Norddeutschen Bundes zu La Rochelle. , Nr. 247. Bekanntmachung, betr. die Ernennung eines Consuls resp. Viceconsuls des Norddeutschen Bundes zu Galacz und Jassy. Nr. 248. Bekanntmachung, betr. die Ernennung eines Consuls des Norddeutschen Bundes zu Gonaives (Hayti). Nr. 249. Bekanntmachung, betr. die Ernennung von Consuln des Norddeutschen Bundes zu Boston und Mobile. Nr. 250. Bekanntmachung, betr. die Ernennung eines Consuls des Norddeutschen Bundes zu Akkiermann. Das Bundes-Gesetzblatt des Norddeutschen Bundes Nr. 7, ausgegeben zu Berlin am 24. März 1869, enthält: Nr. 251. Gesetz, betr. die Feststellung eines Nachtrages zum Haushalts-Etat des Norddeutschen Bundes für das Jahr 1869. Vom 8. März 1869. Nr. 252. Bekanntmachung, betr. die Ernennung eines Consuls des Norddeutschen Bunves in Konstantinopel. Nr- 253. Bekaiintmachung, betr. die Ernennung eines Consuls des Norddeutschen Bundes zu Almeria. Nr. 254. Bekanntmachung, betr. die Ernennungen von Viceconsuln des Norddeutschen Bundes zu Helder, Texel und Harlingen. Nr. 255. Bekanntmachung betr. die Ernennung eines Consuls des Norddeutschen Bundes zu Port-au-Prince. Nr 256. Bekanntmachung betr. die Ertheilung des Exequatur Namens dbs Norddeutschen Bundes an den Kaiserlich französischen Consul in Stettin. Nr. 257. Bekanntma-^ons^tr. bie Ertheilung des Exequatur Namens des Norddeutschen Bundes an den Kaiserlich französischen Consul in Danzig. Da^und Badeschwäi. -)hlatt des Norddeutschen Bundes Nr. 8, ausgegeben zu Berlin den 31. März 1869, enthält: Nr. 258,..^Doilette-Artikel empf< Norddeutschen Bunde, Baiern, Würtemberg und Baden einerseits und Italien andererseits. Vom 10. November 1868. Nr..Krehandlung von ’ Ernennung eines Consuls des Norddeutschen Bundes zu Samarang (Java). , _____@eorö Petri,^llenw.^^ bed Norddeutschen Bundes Nr. 9, ausgegeben zu Berlin den 30. März 1869, enthält: 2873) Cement, gußeffen Erlaß vom 15. März 1869, betr. die in Gemäßheit des Gesetzes vom 9. November 1867 genehmigte Ausgabe von verzinslichen Schatzanweisungen, rohre und Kupferwaff.'.cmachung, betr. die Ernennung eines Consuls des Norddeutschen Bundes zu Tiflis. , Den 5. April 1869. Großherzogliches Kreisamt Gießen. --- In Verhinderung des Kreisraths: 288$' Kekuls, Kreisassessor., Besondere Bekanntmnehungen. B e k a n n t m a ch u n g. Die am 15. l. Mts. stattgefundene Generalversammlung der Mathildenstiftung der Provinz Oberhessen hat beschlossen, für das Jahr 1869 350 fl. zum Besten von Kleinkinderbewahranstalten der Provinz Oberhessen zu verwenden und zwar 150 fl. für bereits bestehende, und 200 fl. für neu zu gründende Kleinkinderbewahranstalten. Indem man dies zur öffentlichen Kenntniß bringt, fordert man die Vorstände solcher Anstalten, welche bei Vertheilung der obigen Summe berücksichtigt zu werden wünschen, auf, die desfallsige Anmeldung, m welcher über Ausdehnung, Mittel und Bedürfniß der Anstalt ausführliche Auskunft zu ertheilen wäre, bis zu dem 1. November l. I. hierher gelangen zu laßen. Gießen, den 27. März 1869. Der Vorstand der Mathildenstiftung für die Provinz Oberhessen. Dr. G o l d m a n n. Casernen-Einrichtung im Zeughause zu Gießen. 2993) Die zur Herstellung des Platzes hinter dem neuen Latrinengebäude erforderliche Pflasterarbeit, veranschlagt zu 256 fl., soll Samstag den 10. l. Mts., Vormittags 10 Uhr, an Ort und Stelle öffentlich versteigert werden. Gießen, den 6. April 1869. Großherzogliches Kreisbauamt Gießen. Holzapfel. 2961) eines Wellen meistbietend versteigert werden. 1310 3425 bei der Stadt Gießen. Freitag den 9. April 1869, des Morgens 9 Uhr, die Arbeiten zur Herstellung 8Vt 2 39 17 2 2 4 14 13595 2971) Mittwoch den 14. April l. I., Vormittags 10 Uhr, wird dahier die Lieferung von 14 Gentner frischer Butter, in Pusgeboten von je 1 Str., öffentlich versteigert. Marienschloß, den 30. März 1869. Großherzogliche Landeszuchthaus-Direction. Knisp el. Buchen-Prügelholz, Eichen- „ Nadel- Buchen-Stockholz, Eichen- „ Nadel- Buchen-Neisholz (Durchforstung), Eichen- „ Nadel- „ I Holzversteigerung. 2998) Montag den 12. und Dienstag den 13. d. Mts., jedesmal von Morgens 9 Uhr an, sollen in dem Großen-Busecker Gemeindewalde, Districten Streitwald und Beurer Graben: 8 Stämme Eichen - Bauholz mit 114 Cubikfuß, 79 Stämme Nadel-Bauholz von 6 bis 12 Zoll Durchmesser und 30 bis 70 Fuß Länge, mit 2178 Cubikfuß, 89 Eichen-Stangen mit 181 Cubikfuß, 314 Buchen- „ „ 145 „ 361 Nadel- „ „ 887 „ sollen . v . , Schutzgeländes an der Sandgrube in der Nähe des Schiffenberger Weges, veranschl. zn 6 fl. 58 fr., auf dem Rathhause dahier Main - Weser - Bahn. 2970) Mit Bezug auf §. 11 des mit dem 1. Januar d. I. zur Einführung gelangten Reglements für unseren Local- Güter-Verkehr bringen wir hierdurch Folgendes zur öffentlichen Kenntniß: 1) die Expeditionslocale für den Güter- Verkehr sind dem Publikum im Sommer von 7 Uhr, im Winter von 8 Uhr Morgens bis 7 Uhr Abends, mit Ausschluß der Mittagsstunde — auf den Stationen Casfel, Marburg, Gießen und Frankfurt von 1 bis 2 Uhr, auf den übrigen Stationen von 12 bis 2 Uhr — geöffnet; 2) Eilgut wird an Sonn- und Festtagen nur in den Vormittagsstunden von 8 bis 10 Uhr angenommen und aus- geliefert. Cassel, den 24. März 1869. Königliche Direction der - Main-Wescr-BatMM H aj Ä • .alneralwasser., Die Vergebung einer Zimmerarbeit Stecken Buchen-Scheidholz, „ Nadel- an den Wenigstfordernden vergeben werden. Gießen, den 5. April 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V. d. B.: Fel sing, lr. Beigeordneter. 2957) Die Lieferung der Stoffe zu den Kleidern für arme Consirmanden, bestehend in schwarzem Tuch, Lüstre, Flanell und Futter soll Freitag den 9. l. Mts., Vormittags 10 Uhr, im hiesigen Bürgerhospital versteigert werden. Gießen, den 5. April 1969. Der Rechner der Armenkasse. Wittich. Die Zusammenkunft ist zur bestimmten Stunde im District Streitwald. Großen-Buseck, am 5. April 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Großen-Buseck. _____________Wagner.________ Erbauung eines ersten evangelischen Pfarrhauses zu Gießen. 2994) Der durch obigen Neubau in Wegfall kommende, an der Straße neben dem Lackirer Loos'schen Hause stehende Holzschuppen soll Samstag den 10. l. Mts., Vormittags 11 Uhr, öffentlich an den Meistbietenden auf den Abbruch versteigert werden. Gießen, den 6. April 1869. Großherzogliches Kreisbauamt Gießen. ______________Holzapfel.__________ Holzversteigerung. 2995) Montag den 12. April d. I., von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Daubringer Gemeindewalde, Districten Hahn und Pitzelach, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: 33 Eichen-Stämme mit 714 Cubikfuß, 77 Fichten- u. Kiefern - Stämme mit 2027 Cubikfuß, 53 Fichten- und Kiefern-Stangen mit 208 Cubikfuß. Die Zusammenkunft ist bei der Wohnung des Unterzeichneten. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis zum 1. October d. I. gestattet. Daubringen, den 6. April 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Daubringen __________Hämmerle.__________ Holzversteigecung im Gießener Stadtwalde. 130 Wellen 84 2106 820 Prügelholz, Stockholz, Reisholz, 3000) Montag den 12. April d. I., von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Gießener Stadtwalde, Districten Hochwarte, Mühlkopf ?c., nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: ™ Stecken Buchen-Scheidholz, 8 Stecken Eichen-Prügelholz, 6 „ „ Stockholz, 122 Wellen „ Reis holz, 4 Stecken Aspen- u. Nadel-Prügelholz, 1 „ „ Scheidholz, 4 „ Nadel-Stockholz, 113 Wellen „ Reisholz, 71 Eichen-Stämme mit 1494 Cubikfuß, 3 Erlen- „ „ 100 „ 9 Nadel- „ „ 148 3 Eichen-Stangen „ 11 „ 27 Nadel- „ „ 91 Die Zusammenkunft ist an der Happelswiese. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. Septbr d. I. gestattet. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, den 6. April 1869. Großherzogiiche Bürgermeisterei Gießen. __________________Vogt._________,_____ Holzversteigerungen in den Gräflich Solms-Laubach'schen Waldungen. 2999) Zur Versteigerung kommen: I. Montag den 19. April l. I. in dem an versteinter Straße gelegenen Districte Nas- serwald bei Altenhain, nach Zusammenkunft am Altenhainer Teich Vormittags 10 Uhr: 480 Stecken Buchen-Scheidholz, 130 „ „ Astprügelholz, 90 „ „ Stockholz, 30 „ „ Reisholz, mehrere Flächenabtheilungen Kohlreiser. II. Dienstag den 20. April I. I. in dem unmittelbar an der Friedrichshütte gelegenen Districte Borngraben, nach Zusammenkunft um 10 Uhr Vormittags in dem Bär'- schen Wirthschaftslocale zur Friedrichshütte: 260 Stecken Buchen-Scheidholz, 60 „ „ Astprügelholz, 86 „ „ Stammprügel I. Cl., 40 „ „ Stockholz, 140 „ „ Reiser, 20 meist im Districte Giehern lagernde Eichenstämme von 8 bis 18 Zoll Durchmesser, 1 Lindenstamm von 15 Zoll Durchmesser und 17 Fuß Länge. Die im Districte Eichelberg lagernden g Stecken Buchen-Scheid-, 2 Stecken Prügels Gewinnen ihre Auslassung: (Dienstm.-Jnstitut.) (2983) Hamburg. (2981) 30 -fr. 36 ZU 30 170 14 12. 55 Wellen SS S CD CQ 40 fl 20 „ « <) S ä 1OOO. 15S a 400. 21 a 300. 271 ä 2OO. 350 ä 100 und viele andere Gewinne ä 80 und 60 Thlr. re und deckt der kleinste Gewinn jedenfalls den Einsatz. 4 51 Ei< Flucht a Au M wrr sallS g>' Di 39 fr. 16 „ 2973) Montag und Dienstag, als den und 13. April l. I., jedesmal Vormittags 9 Uhr, Schmiedearbeit, „ „ II. An der Kirche: Steindeckerarbeit, veranschl. zu Pflasterarbeit, „ „ 2984) Kinder - Wagen und Schließkörbe in großer Auswahl empfiehlt Louis Senner, Seltersweg. 2581) Vier wenig gebrauchte Lärchen mit (ßlasncrdctk | in gutem Zustande, billig abzugeben. ! cfranftfurt a. 311., gr. Eschenheimerstr. 54. | 175 3 16 1 13 231/2 18575 2075 Holzversteigerung in der Freiherrlich von Zwierlein'schen Försterei Winnerod. Laz. Sams« Lohn in Hamburg, Bank- und "Wechselgeschäft. Bi mbus n totiterrt frr Gr[t M mich, ln’d) M „ Stockholz, Eichen-Prügelholz, „ Stockholz, Nadel - Scheidholz, „ Prügelholz, „ Stockholz, Buchcn-Durchforst.-Reish Eichen- > ferutesteii Gebenden von mir -s <5 versandt. Ä | Es werden nur Gewinne y vgezogen. G Gew iiingelder und amtliche Ziehungslisten sende meinen In- g y teressenten nach Entscheidung prompt‘1) Äuud verschwiegen. sollen in den Walddistricten Buchwald, Langenbuchen, Schützenwiese und Burg, nachstehende Holzsortimente öffentlich versteigert werden, als: 5,000. 4 ä 4,000. 3 ä 2,500. 12 a 2,000. 23 ä 1,500. 105 & Staats - EOOS (nicht von den ver- x 'k botenen Promessen), und werden solche X’gegen fraukirte Einsendung des ® •y Betrages oder gegen Post- ® 2 Vorschuss, selbst nach den ent- $ Ferlgebotenes Das Neueste in 520 120 2 40 Q Zimmerarbeit, Schreinerarbeit, Weißbinderarbeit, IV. Am neuen Friedhof: 264 fL 30 fr. wohn fl S fic das Sl de (er t und tolli Die Kü-mten, 3n anbtrn ei nach P.ir Kon Sicherbei 3e ruhige F lonme R bni Damch Dg an ich jland Ich und Mr V. An den Straßen und Wegen: Steinbrechen, Fahren, Aufsetzen und Zerschlagen der Steine, veranschlzu . . . 412 fl. — „ Aufräuntung der Gräben re-, veranschlagt zu.....111 „ — „ Aufräumung einer Strecke an der Thalbach, veranschl. zu 100 „ — „ Großen-Buseck, am 4. April 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Großen-Buseck- I. A.: L. Hahn, Bezirfsbauaufseher. Arbeitsversteia,erung. 2954) Freitag den 9. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, sollen auf dem Büreau Großherzoglicher Bürgermeisterei Großen-Buseck nachverzeichnete Arbeiten mittelst öffentlicher Versteigerung an die Wenigstnehmenden in Aeeord gegeben werden: liche Ziehungslisten sende sofort nach Entscheidung jedem Betheiligten zu. In attcrncucfter Zeit zahlte ich in hiesiger Gegend wiederum über 200,000 Thaier aus, daher bei mir der Zndrang zu Original- Staatsloosen so enorm groß ist, daß ich daraus ausmerksam mache, daß mau werthe Auftrage n n g e säumt cinsenden wolle. J. 3)aninianii, Bank- u. Wechselgeschäft. wch trh mi 3n . 3ch Kino lug fr * ’3 % in glüll! Original-Staats-Prämien-Loose sind überall gesetzlich zu spielen gestaltet! Allerneueste 5 Capital - Verloosung, garantirt und genehmigt von hoher Staatsregierung, in der nur Gewinne gezogen werden, nimmt am loten k. Mts. ihren Anfang. Der in obiger Staats- I verloosung zu entscheidende Betrag ist ein Capital von Einer Million 390,000 Tholer, und finden diese in folgenden größeren Durch meine von bexonde- A rem Glück begünstigten T Loose habe meinen Interessenten be- ö reits allein in Beutschland w die allerhöchsten Haupt- XtrefFer von 300,000, »»5,000,® & IN»,500, 15»,500, 150,000, *1 130,000 , mehrmals 195,000, $ mehrmals 100,000, kürzlich ® schon w ieder das grosse ® ?< Egos von 199,000 und jüngst J Iain 3. März schon wieder >: den allergrössten Haupt- ® 2 Gewinn ausbezahlt. - Jede Bestellung aufK» meine Original-Staats- A ^^<7- Loose kann man der Bequemlich-^ keit halber auch ohne Brief, A 0 ii... einfach auf eine jetzt üb- g liehe Postkarte, machen. ** Weißbmderarbeit, „ „ Pflasterarbeit, „ „ Einfriedigung mit einem Pfahlzaun, veranschl. zu Fertigung einer Todtenbahre (Schreinerarbeit), veranschlagt zu...... ME oeldienst verlor bt< aus btffl Kasernc. an die N5K iudit- ^’1 d.M "SM (inen uiib Logis Dkd- d» - und 2Vr Stecken Reisholz werden, ohne daß man sie vorzeigt, ausaeboten werden. III. Mittwoch den 21. April L I. im Di- stricte Hirschroth, nach Zusammenfunft tn den Hirschröther Wiesen Vormittags um 10 Uhr: 460 Stecken Buchen-Scheidholz, 130 „ „ Prügelholz, 60 „ „ Stockholz, 74 „ „ Reisholz, 600 Kiefernstangen von 2 bis 6 Zoll Durchmesser. Laubach, am 6. April 1869. Gräfliche Oberförsterei. Thum. Erdarbeitcn, veranschl. Maurerarbeit, „ Schlosserarbeit, „ | Missionsfest der evangelischen Gesellschaft im Kreise Wetzlar Sonntag den 11. April, so Gott will, in der Kirche zu Dillheim (Station Ehringshausen,. Die Hauptprcdigt hat Herr Pastor Niep mann zugesagt, die andere Predigt Herr Walter, Prediger bei der evangelischen Gesellschaft in Franffurt. Der Vorstand. 14275 „ Nadel- „ „ 12 Buchen Stämme von 15 bis 40 Fuß Länge und 10 bis 15 Zoll Durchmesser, 364 Cubikfuß enthaltend, 55 Nadelholz-Stämme von 15 bis 65 Fuß Länge und 5 bis 12 Zoll Durchmesser, 607 Cubikfuß enthaltend. Die Zusammenfunft findet in dem Frei- herrlich von Zwierlein'schen Hof dabier statt- Winnerod, am 5. April 1869. Sänger, Förster. > L' Obligatio€ieu ist von allen Regie- Ä y rungen des In- und Auslandes gestattet. w Die Haupt-Gewinne betragen Francs I I 60,000,50,000,45,000,40,000,35,000,« » 32,000,30,000,25,000,20,000,18,000, ® V 16,000, 15,000, 6000, 5000, 4000, s y 3000, 2000, 1000, 350,000 ä 250, 125, A y 75, 50, 30, 20 Francs. 9 Die Verloosung geschieht unter Staats- y, Aufsicht. U Beginn der Ziehung am 15. d. UltS. g >ur Ä Ttxlr. oder t T2i3b°. V, kostet ein wirkliches Original* nur LJ?’* am ®®wmne ^ts. ltlad ift S^ltr, mg:" 8t5i«tn V'-to-ono. o-^K EVSP« "feinste Einsatz. -'Oem Bank- Evose (keine b' a2W,a °cn gegen Hall^ u® »egen Post: entferntesten ^nchwiegen von Mer und amh sofort nach oeillgten zu. zahlte ich ^rberuin über daher bei Zu Criginal: •m groß ist, lcham macht, MW un ge- )llt. mann, hselgeschäft. I ng. LL renflifdiäft en gros i mit den nötbigen n Mtzm Mm ■üv Mügen He- iZranco: Offerten )crt die Jägcr'sche futt Q. A m bei mir in die 3-«oll, inb Oilberarbciter. Hausbursche wird ipcr, im Garten. -) xer » ‘n-Xnleibe. | er Prämien- ?: tob allen Regie- 8 Standes gestattet. & - betragen Francs $ 'v 100,35,0(0 i), M, W,'i ti,OOu ä250, 12oi® fleht unter Staats- $ 15. d. Mts. » tderlThhM Original* 4 cht VJ- den ver-y nd werden solche H Einsendung des® trgen P«'^ , nach da. enl-6 enden 8 ur 6e»ii-«| raDd.mt«'eVe» . ,,,j-meinen ln-y prompt« *ie« ,»5*000^ „ iardl* •d* grosse '“** h-.nn-1 l>° „iederj «»**»*» ÄA ,ua(oh<1 I ||N- 1 § Den verehrlichen Herren Aeylen hiermit die ergebene Anzeige, daß wir heute dem Herrn Julius Mallach in Gießen die erste Sendung diesjähriger Füllung unseres Elisabethbrunnens gemacht haben. Bad Homburg, den 6. März 1869. König!. Preuß. Brumicnvcrwaliung. heilt ur Epilepsie Dr. O. KllUsclt in Berlin, — Auswärtige brieflich. Schon über Hundert Isucht) Mlttel- 3009) Ein unbemittelter Soldat, welcher sich außer seiner Exercierzeit durch Neben: verdienst mühevoll ungefähr 6 fl. erwarb, verlor dieselben am Dienstag Nachmittag auf dem Wege vom Bahnhofe bis in bie Caserne- Der redliche Finder wolle solche an die Exped- d. Bltts. abgeben.___________ 2947) Ein guter Arbeiter kann dauernde Beschäftigung erhalten und ein braver Junge in die Lehre treten bei Philipp Mootz, Schuhmacher. 2978) Hausbursche oder Taglöhner gesucht- Bon wem? sagt die Expedition d. Bltts. _____________________________________ 2948) Eine gebildete Familie wünscht einen Gymnasial- oder Realschüler in Kost und Logis zu nehmen. Näheres bei der Exped. d'. Bltts. WodMUsis-Veräildermtg. 2945) Von jetzt an wohne ich Asterweg Lit- A- Nr. 105 neben Herrn Schmiedmeister- Wei d i g, was ich meinen geehrten Kunden und Gönnern hiermit ergebenst anzcige. G- H- Ledermann, Herrenkleidermacher. Ä n z e i ß e. 2959) Eine gesetzte, zuverlässige Person, welche seither in guten Häusern in Dienst war, empfiehlt sich zu allen vorkommenden Hausarbeiten, namentlich auch im Kochen. Näheres in ihrer Wohnung bei Herrn Gensd'arm Kraft, ___________________________Hintergasse. 2942) Einen kräftigen Hausburschen sucht Fritz Fürst. F e u i l 2982) Ein mit den Comptoirarbeiten vertrauter junger Mann, der eine schöne Handschrift besitzt, wird auf ein hiesiges Comptoir gesucht- Selbstgeschriebene Offerten nebst genauer Adreßangabe beliebe man unter Nr- 2982 bei der Exped. d. Bltts. einzureichen.____________________________________ 2980) In dem Walde zwischen Steinbach und Gießen ist eine gelbrothe Kuh entlaufen. Der Unterzeichnete bittet, dieselbe gegen Belohnung ihm wieder zuführen zu lassen oder ihm über deren jetzigen Verbleib Nachricht zu geben- Meier Katz, ________________________aus Laubach. 2879) Eine Kleidermacherin wünscht in und außer dem Hause Beschäftigung. Zu erfragen bei Herrn Petri, Neuenweg 117. Geschäfts-Empfehlung. 2963) Einem geehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß ich mich dahier als Schuhmacher etublirt habe, und bitte ich um geneigten Zuspruch. Meine Wohnung befindet sich bei Herrn ann Schwalb, Tiefenweg. Theodor Stohr. Zwei Mädchen werden auf sogleich für mein Putzgeschäft in die Lehre gesucht- (2920) Wilhelmine Fuhr. 2968) 3000 fl. sind gegen gute Sicherheit auszuleihen. Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts. (C i n g e s a n d t.) Die beginnende GartewArbeit lenkt die Aufmerksamkeit der sorgsamen Hausfrauen auf das (in siebenter vermehrter Auflage so eben erschienene) „practische Gartenbuch von Henriette Davidis"*) der bekannten Verfasserin des Kochbuchs, der Hausfrau u- a- In der vorliegenden neuen Auflage hat die Verfasserin an den Küchengarten sowohl, wie an den Blu in en gart en wiederum die bessernde Hand gelegt und das Buck) zu einem fast unentbehrlichen Rathgeber gemacht. In Folge dessen ist die Verfasserin von der praetischen Gartenbau-Gesellschaft in Frauendorf zum Ehren-Mitglied ernannt worden. ♦) In allen Buchhandlungen für 1 fl. 48 fr. — fein gebunden für 2 fl. 24 fr. zu haben, in Gießen in der Ferb er'schen Univ.-Buchhandlung. Telegraphischer Bericht, mitgetheilt von dem Haupt-Agenten C». W. Dietz. Das Postdampfschiff des Nordd. Lloyd Hansa, am 20. März von Bremen abgegangen, ist am 3. April, Morgens 8 Uhr, wohlbehalten in New-Iorf angefommen. leis ti. Meiner Mutier Schicksale. Erzählung von Fanny Herbert. (Fortsetzung.) Außerdem gab ich ihr noch Erlaubniß, den Abend bei ihrer Mutter, welche nur wenige Häuser von uns entfernt wohnte, zu verbringen, nur müsse sie jeden- falls gegen halb zehn Uhr zurück fein. Da sie diese Erlaubniß schon öfter von mir erhalten hatte, so konnte ihr dieselbe auch jetzt natürlich nicht den mindesten Anlaß zu irgend welchem Argwohn gegen mich geben. Sie dankte mir und stellte den Kaffee für mich über die Lampe; als ich sic das Haus verlassen sah, legte ich eilig aufs Reue meine Verkleidung an. So schnell ich zu gehen vermochte, schritt ich jetzt der Station der Chemin de fer du Nord zu, nahm ein Billet zur zweiten Classe für den acht Uhr-Zug und rollte gleich darauf blitzgeschwind Boulogne zu. Die schnell wechselnden Gedanken, welche mich während dieser Fahrt be- stürmten, vermag ich nicht zu beschreiben. In der einen Minute ging der Zug mir unendlich viel zu langsam, in der andern erfaßte mich die Angst, daß man ihn plötzlich anhalten werde, um mich nach Paris zurück zu schleppen. Konnte ich nur erst den Fuß auf englischen Boden fetzen, so war ich in Sicherheit. Je mehr wir uns Boulogne näherten, desto mehr kehrte mir denn auch die ruhige Fassung wieder, denn Dank den von mir getroffenen Vorsichtsmaßregeln konnte Rouffel meine Flucht ja vor dem folgenden Morgen unmöglich entdecken. Endlich war Boulogne glücklich erreicht und da schon in einer Stunde ein Dampfbot abgehen sollte, so nahm ich unverzüglich ein Billet für dasselbe und ging an Bord. Wir gelangten in einer Stunde und vierzig Minuten über den Canal und ich stand zu meiner unaussprechlichen Freude endlich wieder auf heimischem Boden. Ich hatte den Entschluß gefaßt, sogleich nach Woodfield weiter zu reifen und Mrs. Bainbridge — deren ich mich als einer sehr freundlichen und gutherzigen Dame erinnerte — um Beistand und Rath zu bitten. Sie hatte selbst eine Tochter und ich war fest überzeugt, daß sie meine Flucht aus Frankreich billigen werde, wenn ich ihr die Ursache derselben mitge- theilt haben würde. So verließ ich also in Folkestone die Eisenbahn, fuhr dann in einem Omnibus nach der Station von Great Western, von wo ich in der dritten Classe weiterreiste, und fand mich nach drei Viertel Stunden in einem Zustande höchster Erschöpfung vor Mr. Bainbridge's Haustbür nieder. Ich zog die Glocke und fragte nach der Herrin des Hauses. Der Diener sah mich, obgleich ich meine Brille abgelegt hatte, argwöhnisch an und ersuchte mich um meinen Namen. „Miß Mason," antwortete ich, „MrS. Bainbridge wird sich meiner schon noch erinnern," und blieb in der Halle stehen, während er die Treppen hinauf» ging, mich zu melden. In wenigen Augenblicken kehrte er zurück und bat mich, ihm zu folgen. Ich wurde die Treppe hinnus und in jenes Zimmer geführt, in welchem ich als Kind so häufig mit Lizzie Bainbridge gespielt hatte. „Ja, es ist wirklich Lina?" rief Mrs. Bainbridge, mir, nachdem sie mich einen Augenblick näher betrachtet hatte, die Hand entgegenstreckend. „Ja, es ift Niemand anders, MrS. Bainbridge," sagte ich, „und ich komme, Sie um Rath und Hülfe zu bitten, denn ich stehe fast ganz freundlos und verlassen in der Welt da. Wenn Sie hören, wie es mir ergangen ist, so werden Sie, glaube ick, die Schritte, die ich gethan, billigen. „Setze Dich, liebes Kind, und dann erzähle," entgegnete die gute Dame. „Sage mir um Alles in der Welt, wo hast Du Dich während all dieser Jahre aufgehalten? Du siehst schrecklich angegriffen aus!" „Ich bin die ganze Nacht gereist, — verließ Paris gestern Abend um acht Uhr." „Aber, lieber Gott, dann mußt Du ja entsetzlich ermüdet sein. Nimm Hut und Shawl ab und genieße etwas. Willst Du ein Glas Wein oder Kaffee?" Ich bat um letzteren und Mrs. Bainbridge klingelte, worauf ich ihr alle meine Schicksale, seit meine Mutter und ich Woodfield vor sechs Jahren verlassen, in der Kürze rnittheilte. Sie hörte mir mit größter Aufmerksamkeit zu. „Du hast recht und verständig gehandelt, Lina, und bist ein gutes, braves Mädchen, Mr. Bainbridge wird wohl sogleich nach Hause zurückkommen und wir wollen dann besprechen, was für Dich zu thun ist. Vorläufig bleibst Du hier bei uns und kannst Lizzie's Zimmer benutzen, da diese auf Besuch abwesend ist. Doch was mir da einfällt! Du wirst am besten daran thun, Dich sogleich niederzulegen und Dich durch einen möglichst langen Schlaf zu erquicken. Komm', komm', ick führe Dich in Lizzie's Zimmer." Und die gute, würdige Frau erhob sich, ihr Versprechen auszuführen. „Hier, Kind," sagte sie, als wir tu dem freundlichen Stübchen anlangten und sie ein Kleid aus der Garderobe nahm, „wenn Du erwachst, so ziehe dies an und komm' in's Wohnzimmer hinab. Vor vier Udr wird nicht gespeist." Ich sprach meiner gütigen Wirthin gerührt meinen herzlichsten Dank aus, entkleidete mich so schnell ich konnte und sank, als mein Haupt das Kissen berührte, sofort in tiefen Schlaf. Als ich nach mehreren Stunden erwachte und mich allmälig erinnerte, wo ich mich befand, kam ein überaus wonniges Gefühl der Sicherheit über mich. Ich sprang rasch aus dem Bette, kleidete mich an und ging die Treppe hinab. Mr. Bainbrirge war in dem Wohnzimmer allein, als ich in dasselbe eintrat. „Ich weiß schon Alles, mein liebes Kind," sagte er, mir warm die Hand drückend. „Du hast gehandelt, wie es Dir nur zur Ehre gereichen kann. Ich werde für Dich thun was nur irgend in meinen Kräften steht " Um meine Geschichte nicht allzulang auszuspinnen, will ick nur erzählen, daß ick, der Uebereinfunft gemäß, so lange bei Mr. und Mrs Bainbridge bleiben sollte, bis sich eine gut salarirte Gouvernantenstellung für mich finden würde, bis dahin aber sollte ich Lizzie im Gesänge und in der französischen Sprache weiter ausbilden. Daß ich diese Vorschläge mit der größten Dankbarkeit annahm, brauche ich nickt zu sagen, doch gestaltete sich, als Lizzie zurückkehrte, mein Aufenthalt im Hause keineswegs ganz so freundlich, wie ich erwartet hatte. Sie schien nicht eben angenehm, sondern sogar unangenehm erstaunt zu sein, als ich ihr als Hausgenossin entgegentrat. Ich habe in der That kaum jemals ein junges Mädchen gesehen, dem die kindischen Unarten der Schule in solchem Grade anbafteten wie ihr. Es war Alles an ihr lächerliche Affeetation und sie hatte nur eine einzige, wahrscheinlich von ihr für besonders effektvoll gehaltene Körperstellung, in welche sie ein für allemal zurücksank, mochte sie der Situation, dem Gespräche oder der Umgebung anpassend sein oder nicht. In den Augen ihrer sonst so höchst liebenswertden Mutter war sie ober freilich die Vollkommenheit selbst, und diese machte mir, nach mehreren Berath- schlagungcn mit ihrem Gatten, denn endlich den Vorschlag, die Stelle einer Hülfslehrerin an einer Schule in dem drei Meilen von Woodfield gelegenen Harrling mit einem Salair von vierundzwanzig Pfund jährlich anzunehmen. Daß ich natürlich keinenfalls zu bleiben wünschte, wo ich kein angenehmer Gast mehr war, so gab ich zur Antwort, ich würde diese Gelegenheit, mir selbst mein Brod zu verdienen, mit Freuden ergreifen, und hatte auch schon wirklich die Feder in der Hand, um an die Vorsteherin dieser Schule zu schreiben, als Mr. Bainbridge zu mir in's Zimmer trat. „Nein, nein, Lina," sagte er heiter, „schreibe nicht, denn ich habe etwas Besseres für Dich gefunden. Miß Price von Gothic Lodge fragte mich, ob ich nicht eine paffende Gesellschafterin für sie wisse. Ich habe ihr ausführlich von Dir erzählt und sie wünscht auf heute Nachmittag einen Besuch von Dir." Wie unendlich dankbar ich dem guten, würdigen Manne mar ’. Noch an demselben Nachmittage wurde ich von Miß Price für ein Salair von fünfzig Pfund engagirt. Diese Dame befand sich im Alter von ungefähr 46 Jahren, war sehr reich und lebte außerordentlich zurückgezogen. Sie gewann schnell Zuneigung zu mir und meine Stellung wurde bald I eint sehr angenehme. (Forts, folgt.) Politische Rundschau Darmstadt, 6. April. An Stelle des nach Leipzig abgehenden Professors Dr. Leuckart hat der Privatdocent Dr. Anton Schneider zu Berlin einen Ruf als ordentlicher Professor in der philosophischen Faculta't der Landes-Universität, insbesondere für das Fach der Zoologie und vergleichenden Anatomie erhalten und denselben angenommen. Offenbach, 3. April. Am 31. v. M. hat nun auch Professor Daniel Schenkel aus Heidelberg vor dem hiesigen neubegründeten Protestantenverein und seinen Freunden in zahlreicher, auch von sehr vielen Damen besuchter Versammlung über die Ziele der neuen reformatorischen Bewegungen innerhalb der evangelischen Kirche in überzeugender Weise gesprochen. Der Vortrag wurzelte in dem Gedanken, daß die Relig on, bezw. die Kirche, mit der Gcsammtcul- tur unserer Zeit den längstgebrochenen Bund auf's Neue schließen müsse, wenn sie die Gebildeten wiederum anziehen wolle, und daß die modernen Hie- rarchcn, welche ihr Anathem über die gesammte Bildung unserer Zeit rufen, ganz übersehen, daß der „Geist der Zeit", oder die Cultur, welche sie so sehr verachten, jeder Reliqionsform ihren Stempel aufdrückt. Solle es nicht wieder dunkel werden auf Erden, so dürfe man im Kampfe gegen diese Träger der Geistesnacht nicht ermatten. Berlin, 6. April. Der Breslauer Schnellzug ist in vergangener Nacht auf der Strecke zwischen Erckner und Fürstenwalde entgleist, da von ruchloser Hand eine Schiene auf das Bahngeleise gelegt worden war. Der Locomotivführer ist ums Leben gekommen: dem Zugführer sind beide Beine gequetscht; bei dem übrigen Zugpersonale und den Passagieren (unter denen sich auch Prinz Albrecht Sohn befand) sind nur einige leichte Contusionen zu beklagen. Karlsruhe, 5. April. Wie die „Karlsr. Ztg." vernimmt, wird nun auch die Großh. Bad. Regierung, im Anschlüsse an die Kundgebungen der Regierungen des Königreichs Italien und des noid- deutschen Bundes, in kürzester Frist der schweizerischen Bundesbehörde Erklärungen in dem Sinne abgeben, daß auch Baden für den zu erbauenden Eentral- alpenübergang dem St. Gotthard den Vorzug gebe, und ausschließlich diesem Passe die materielle Unterstützung zuzuwenden in der Lage sei, deren Bewilligung sie eventuell den Standen des Großherzog- thums vorzuschlagen sich vorbehält. „Wenn — schreibt das officiöse Organ — über die Wahl des Alpenpasses nach den hinsichtlich ter technischen und kommerziellen Voraussetzungen der verschiedenen in Betracht kommenden Uebergänge veröffentlichten gründlichen und umfassenden Studien und Gutachten ter großen italienischen Commission (1805), sowie mit Rücksicht auf die geographische Lage und die Bctriebsverhält- nisse unseres batlschen Bahnnetzes noch irgend ein Zweifel hätte bestehen können, so müßte ein solcher jedenfalls zu Gunsten des von Italien definitiv gewählten und von Norddeutschlano ebenfall ausschließlich gebilligten, auch finanziell allein ausführbaren Projectcs der Gotthardsbahn ohne Weiteres als be- seitigt gelten. Wien, 6. April. Die heutige „Wiener Ztg." meldet, taß die Frage wegen Ernennung eines definitiven Ministerpräsidenten an Stelle des abgetretenen Fürsten Carlos Auersperg seit Monaten nicht mehr Gegenstand der Verhandlungen des Ministerraths gewesen ist. Dasselbe Blatt erklärt alle Ge- rüchte über Differenzen zwischen dem Grafen Beust und dem Ministerium für vollständig erfunden. — Wie der „N. fr. Presse" aus Madrid berichtet wird, sind dort alle monarchischen Paiteien darüber einig, für den König Dom Fernando von Portugal zu stimmen; im Falle einer Ablehnung der spanischen Krone seinerseits sollen aber die Progressisten nicht auf den Herzog von Montpcnsier, sondern auf den Prinzen von Savoyen rtfltctiren. Pesth, 3. April. Graf Julius Andrassy besitzt die bcneldenswerthe Gabe, so oft er sich in einer schwierigen Situation befindet, mit einem geistreichen Worte darüber Hinwegschlüpfen oder wenigstens seine Verlegenheit hinter ein solches verbergen zu können. So soll der Graf nach hiesigen Blättern neuestens, als von dem Ausfälle der jüngsten Wahlen die Rede war, bemerkt haben: „Nun, was weiter? wir hatten früher ein bedeutendes Embonpoint und sind jetzt zu den gewöhnlichen Dimensionen eines gesunden Körpers zuruckgekehrt; das ist Alles!" Brüssel, 6. April. Die Nachrichten der „Jn- depenbanee beige" bezüglich ter schwebenden Unterhandlung zwischen Frankreich und B.lgien sind mit Vorsicht aufzunehmen, da nichts zu der Annahme berechtigt, daß die Ratification der Übereinkunft von dem dießseitigen Cadinette vollzogen werden dürfte. Paris, 2. April. Die Wahlbroschüre: „Ein Brief an einen Wähler" ist jetzt erschienen. In derselben heißt es: Das vereinte Vorgehen der verschiedenen Oppositionsparteien gegen die Regierung sei eine Verschwörung, welche die letztere bekämpfen müsse. Einer der Charakterzüge, die am meisten die französische Gesellschaft kennzeichnen, sei jene große moralische Kraft, welche sich der öffentliche Geist nenne, und deren glänzende Kundgebungen in den Volksabstimmungen des Kaiserreiches liegen. Die Leidenschaften, welche der Kaiser entwaffnet, der Ehrgeiz, den er besiegt, die Chimären, die er gestürzt, erheben sich, um ihm seine Triumphe streitig zu machen, und jeden Tag sei der öffentliche Geist gcnöthigt, gegen den Parteigeist an- zukämpfcn. Wenn es sich, wie in den Jahren 1848 und 1852, um die Wahl eines Staatsoberhauptes handelte, so würde die Regierung der Abstimmung des Landes ruhig entgegensetzen können, überzeugt, daß das bisherige Oberhaupt durch einstimmige Ac- clamation würde wiedergewählt werden. Die Wahlen zum gesetzgebenden Körper hätten keinen so ausgesprochenen politisch»« Charakter, indem locale Leidenschaften und Einflüsse sich bemerkbar machten und die wünschenswerthen Wahlen dadurch in Frage gestellt würden. Es sei daher Pflicht der Regierung, die Feinde unserer Institutionen zu bekämpfen, damit nicht jener Widerspruch geschaffen werde, der zu Tage .treten würde, wenn durch das allgemeine Stimmrecht, aus welchem die ausübende und gesetzgebende Gewalt hervorgehen, an die Spitze der Staatsgeschäfte ein Antagonismus von Meinungen und Willen gestellt würde. Das Land wolle den Kaiser, den es gewählt, augenscheinlich nicht in Gegensatz mit einer feindlichen Kammer bringen. London, 2. April. Der „Köln. Ztg." wird geschrieben: Seit gestern ist unseren Polizisten gestattet, sich Bärte wachsen zu lassen (auf dem Lande genossen sie diese Freiheit seit längerer Zeit), und heute schon erscheinen ihrer viele mit unrasirtem Kinn auf dem Schauplatze ihrer Wirksamkeit. Kein Zweifel somit, daß eine große Anzahl entschlossen ist, dem Rasirmesser den Abschied zu geben. Die Freude ist ihnen zu gönnen, doch läßt sich andererseits nicht leugnen, daß der schmucke, saubere, bürgerlich friedliche Charakter unserer Polizei dadurch eine unangenehme Einbuße erleiden wird. Der Londoner Polizist von vor 10 Jahren, mit seinem Frack, rundem Hute und glatt rassirtem Kinne, war eine freundliche Erscheinung auf der Straße, die Zutrauen einflößte und zu Annäherung einlud. Seit sie den Knüppel am Ledergurt an der Seite und den häßlichen Filzhelm auf dem Kopfe tragen, sehen sie bei Weitem unfreundlicher aus. Durch die Bärte werden sie vollends zu Vogelscheuchen werden, und bekommen sie am Ende noch Seitengewehre, dann wird die Verwandlung in den festländischen Gensd'arm vollständig sein. Ob dieß unumgänglich nothwendig sei, darüber läßt sich streiten, unangenehm ist es auf alle Fälle.___________________________ Vermischtes. Gießen. (Sitzung des Gemeinderaths vom 18. März.) Anwesend: der Großh. Bürgermeister Bogt, die Gemeinderathsmitglieder Berg, Bücking, Felsing, Gail, Hanstein, Löber, Nagel, Petri I., Silbereisen, Wallenfels und Weidig. Der Gemeinderath hält es im allgemeinen Interesse, wenn ein Biaduet von etwa 6 Fuß Breite in der Nähe deS Sil- bereisen'schen Etablissements auf Kosten der Stadt hergerichtet wird, und beschließt deßhalb an die Direction der Ballgesellschaft der Oberhessischen Bahnen das Ersuchen zu richten, über Herstellung diese- Biaductö durch die Bautechniker einen Kostenvoranschlag aufstellen zu lassen. Auf die Eingabe deü städtischen Waagemeisters beschließt der Gemeinderath, nach Vorschlag der Herren Sitbereisen und Hanstein, den Tarif, wie folgt, zu ermäßigen: 1) vom Eentner Stein- und Braunkohlen auf i/i fr., 2) „ „ Kartoffeln, Aepfeln, Kalk, Eisensteinen und Eisen, sowie Knochen, Lumpen, Holz und Taback auf Vi kr., 3) vom jedem Stück Vieh auf 6 kr, 4) von Wolle soll dieselbe Gebühr wie von Heu und Stroh entrichtet werden. Bei Ladungen der vorbemerkten Gegenstände soll der Minimalsatz an Gebühren mindestens 6 kr. betragen. In Betreff der Bitte des Adam Kalbfleisch um Erlaubniß zur Verbesserung ei> es Wegs will der Gemeinderath dieselbe gestatten, wenn die Mitglieder der Friedhofscommission bei ihrem nächsten Gang auf den Friedhof Einsicht an Ort und Stelle genommen und Nichts gegen das Gesuch Sprechende lvorgefunden haben. Die übrigen Beschlüsse betreffen Angelegenheiten persönlicher Art. Gießen. (Sitzung des Gemeinderaths vom 25. März.) Anwesend: der Großh. Bürgermeister Vogt, die Gemeinderathsmitglieder Berg, Bücking, Felsing, Hanstein, Heß, Keller, Löber, Petri, Rosenberg, Silbereisen, Wallenfels, Weidig und Gail. Nachdem Großh. Oberfürsterei Gießen wegen Herrichtung des Schießhäuschens gehört und von dem NegimentS-Com- mando die Vorschläge derselben angenommen worben sind, beschließt der Gemeinderath, die Abtretung des nöthigen Geländes und die erforderliche Abholzung hierzu und wegen der veränderten Schießstände zu beantragen. Der Gemeinderath erklärt, daß die Besoldung des Kirchendieners auf 250 fl. fir schon in seinem Beschluß vom 4. Aug. 1868 ausgesprochen sei, daß aber damit die bisherigen besonderen Vergütungen für Glockengeläute und Kirchenreinigung rc. wegfallen. Mit dem vorgelegten InstructionSentwurf für den Kirchendiener erklärt sich der Gemeinderath einverstanden. Auf die Eingabe des VerfchönerungS-VereinS in Betreff der Herstellung und Anpflanzung deS Wegs über die Wiesen nach dem Philosophenwald beschließt der Gemeinderath zu antworten, daß die Stadt bereit sei, das Unternehmen, soweit eS städtisches Eigenthum berührt, zu unterstützen, jedoch wünsche der Stadtvorstand die Vorlage eines Plans über die vorzuneh- menden Anlagen. Dem Bittsteller E. Pistor soll gestattet werden, den Steg über den Stadtgraben, dessen Anlegung in der Nähe des Brauhauses bereits bewilligt war, näher am ArresthauS anzulegen, und zwar unter denselben Bedingungen, wie bei der bereits erfolgten Bewilligung. Die übrigen Beschlüsse betreffen Angelegenheiten persönlicher Art. Berlin. Die Anklage gegen v. Zastrow wird Berliner Blättern zufolge wahrscheinlich vor dem Schwurgericht in Brandenburg zur Verhandlung kommen, worauf der Verhaftete angetragen hat. Zur Begründung dieses Antrages hat v. Zastrow angeführt, daß Berliner Geschworene außer Stande seien, unbefangen und vorurtheilsfrei ihren Spruch zu fällen, weil sie durch die öffentliche Meinung, namentlich aber durch die Presse beeinflußt seien, welche letztere sich alle Mühe gebe, seine Richter gegen ihn einzunehmen und ihn zum Verbrecher zu stempeln. Inzwischen erhält die Aussage des Knaben Handtke, daß zwei Personen bei dem gegen ihn begangenen Verbrechen thätig gewesen seien, dadurch ein BestätiguugSmoment, daß neuerdings ein Mann wegen eines ähnlichen Verbrechens festgenommen worden, bei welchem ein Taschentuch gefunden wurde, das dem bei dem Handlke'schen Fall aufgefundenen vollständig gleichen soll, und das Veranlassung gegeben hat, in dem Besitzer desselben den Theilnehmer an der Han. tke'schen Affaire, eventuell einen Complicen deS v. Zastrow zu vermuthen. Frankfurt. In dem abgelaufenen Monat März herrschte in dem Immobiliengeschäfte eine seit 1866 nicht mehr dagewesene Regsamkeit. Taö umgesetzte Eapital beziffert sich auf 785,000 st. Hand in Hand gingen damit die Er- und Ver- miethungen, wobei sich der Mangel großer Wohnungen fühlbar machte. Brüssel. Die Kaiserin Charlotte, die Wittwe deS unglücklichen Kaisers Mar, ist bettlägerig; außer der Gchirn- affection, die im Zunehmen ist, untergräbt ein schleichendes Fieber ihre Kräfte. Ihr Blick ist starr und scheint erloschen, sie springt in ihren Gesprächen ab. Sie spricht häufig von Merico; sie beschreibt die Sitten und Gebrauche der Einwohner, schildert die Schönheit und Anlagen der Städte mit stau- nenSwerthen Detailangaben; dann ruft sie ihren Gemahl, als ob er noch am Leben wäre; sie schweift von einem Gegenstände zum anderen; man meint, sie spreche mit geschlossenen Augen auS dem Traume; ihr Gedankengang ist gestört; Hallucinationen lassen fein richtiges Urtheil aufkommen. Häufig verweigert sie, die ihr gereichte leichte Nahrung zu berühren; sie scheint zu befürchten, daß sie durch Personen ihrer Umgebung vergiftet werde. Nur die Königin von Belgien hat ihr Vertrauen und bewirkt durch ihren Einfluß, daß sie sich entschließt, die Medicinen, Suppe und Anderes zu sich zu nehmen. Der König und die Königin von Belgien gehen täglich von Brüssel in das königliche Schloß Lacken, das sie bewohnt, um sie zu tröste» und zu zerstreuen; sie bleiben dort immer stundenlang. Die Königin bleibt gewöhnlich von 11 Uhr Vormittags bis 9 Uhr Abends, um welche Zeit die Kranke einzuschlafen Pflegt. Dann erst kehrt sie in ihr Palais nach Brüssel zurück. Der Zustand der Kranken war so bedenklich, daß der Leibarzt der Königin von England und zwei andere Aerzte in das Schloß Laeken berufen wurden, wo sie ein Consilium über die Behandlungsweise der unglücklichen Fürstin hielten; sie waren darüber nicht einig; eS wurden noch zwei andere Aerzte beigezogen. Während einiger Monate schien die Leidende ganz vernünftig zu sein; sie hatte oft ganze Tage und selbst Wochen, in denen sich fein Zeichen von geistiger Störung zeigte. Als ihre Anfälle wieder eintraten, wurde sie finster und beging verschiedene Ercentricitäten. An ihren lichten Tagen schrieb sie Briefe voll Verstand, Taktgefühl und Zartsinn. Dann arbeitete sie auch an Stickereien. Während der Krankheit des Herzogs von Branbant umgab sie dieses Kind mit der zärtlichsten Pflege. Sie war tief bekümmert um sein Ableben. „Armes Kind!" sagte sie mit Thränen in den Augen: „eS wird zu meiner Mutter kommen; bald kommt auch die Reihe an mich, um mit euch vereinigt zu werden." In den letzten Tagen äußerte sie den Wunsch, Monsignor DeS- champs, Erzbischof von Mecheln und Fürstprimas von Belgien, zu sehen; es erging daher an ihn die Einladung, die unglückliche Fürstin, seine einstige Schülerin, zu besuchen. Amerika. Auf dem zwischen LouiSville und NeworleanS fahrenden Dampfer Richmond erscheint eine Zeitung, die Richmond Head Light. Ein Redacteur und zwei Setzer find an diesem sicherlich einzig in seiner Art dastehenden Blatte, welches drei- bis viermal während jeder Fahrt herauskommt, beschäftigt, welches Vorkommnisse des Stromlebens bespricht, außerdem aber von Hotelwirthen und anderen Geschäftsleuten vielfach zur Verbreitung von Annoncen benutzt wird. * Der kürzlich verstorbene Dichter Lamartine verweilte auf seiner orientalischen Reise in einer kleinen Stadt in Syrien und fand in der Familie des französischen ConsulS gastfreundliche Aufnahme. Aus Dankbarkeit widmete er den beiden Töchtern des ConsulS in seiner berühmten ,Reise im Orient" ein langes Capitel, indem er sie mit griechischen Göttinnen verglich, obschon sie erschreckend häßlich waren. Lamartine'S Buch verschaffte den Mädchen einen Weltruf und zahlreiche Reisende versäumten eS nicht, das Haus deS ConsulS aufzu- suchen, aber alle waren sehr enttäuscht. Nur zwei reiche Engländer schwuren auf die Aussage deS Dichters und heiratheten die beiden Mädchen. Kurz nach der Hochzeit äußerte der Eine von ihnen zu einem Bekannten: Ich habe meine Frau geheirathet, weil Herr v. Lamartine geschrieben hat, sie sei wunderschön. Ich kann das zwar nicht finden, aber Herr v. Lamartine versteht das besser als ich. Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. Italien demsei. S Öi V tauglich solcher ; Verfüg' pci 2 in Gie Mr Mjeft ®i