Preis vierteljährlich 36 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 49 kr. Gießemr Anzeiger. Erscheint wöchentlich dreimal : Dienstags, Do.^er» stagS und Samstags. — Expedition : Eanzleibe o Lit. B. Nr. 1 Mnzeige- und Amtsblatt für den Areis Hießen. Nr. 92. Samstag den 7. August 1869. Brodpreife vom 7. bis La. August 1869, »ach eigener Erklärung der Bäcker: 4 Pfund gemischtes Brod 16'/- kr. 2 Pfund gemischtes Brod 8>/t kr. 4 Pfund Roggenbrod 14 fr. 2 Pfund Roggenbrod 7 fr. Amtliche Bekanntmachungen. Betreffend: Das Departements-Ersatz-Geschäft für 1869. An die Grostheyoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Das dicsiähriae Departements-Ersatz. Geschäft für den Kreis Gießen wird, wie bereits unter dem 17. Juni l. I. (Anzeigeblatt Nr. 71) zur öffentlichen Kxuutniß gebracht worden, Samstag den 11. und Montag den 13. September d. I., jedesmal um 1'12 Uhr Vormittags beginnend, zu Gießen in dem Rathhaussaale stattfinden. . Vor der Departements-Ersatz-Commission haben zu erscheinen: S a m st a g den 11. September d. Z. : die von der Kreis-Ersatz-Commission als dauernd unbrauchbar bezeichneten und zur Ersatz-Reserve in Vorschlag gebrachten Militärpflichtigen (ausschließlich der wegen augenfälliger Gebrechen Untauglichen), sowie die von den Truppentheilen als unbrauchbar zurückgewiesenen einjährig Freiwilligen und zur Disposition der Ersatzbehörden entlassenen Soldaten. , „ . ~ . 19 Montag den 13. September d. I. : die von der Kreis-Ersatz-Commission für brauchbar und einstellnngsfähig erkannten Militärpflichtigen. . , . , ..... . w . Dio ausaefertiqtcn Vorladungen für die der Departeinents-Ersatz-Commifsion vorzustcllenden Müitarpfllchtigen und beziehungsweise Freiwilligen, aus wel- cken Sie ericben werden, welche Leute an dem einen oder anderen Tage zu erscheinen haben, werden Ihnen durch die Post k. H. zugehen und wollen Sie dieselben den Betreffenden alsbald zustcllen lassen. Die Insinuation der Vorladungen wollen Sie binnen acht Tagen anzeigen. Sollte eine Vorladung nicht insinuirt werden können, so wollen Sic, unter Rücksendung der Ausfertigung, den Grund brieflich mittheilen, und wenn der Militärpflichtige von seinem bisherigen Wohnsitz weggezogen fein sollte, zugleich angcben, wohin derselbe verzogen ist. Sie selbst wollen an dem Tage, an welchem Militärpflichtige Ihrer Gemeinde zur Vorstellung kommen, anwesend sein und sich, um den rechtzeitigen Beginn des Geschäftes nicht zu stören, mit den Militärpflichtigen frühzeitig genug einfinden. Schließlich wird noch darauf aufmerksam gemacht, daß die Militär- pflichtigen, welche vor der Departements-Ersatz-Commission erscheinen, ihre Loosungs- und Gestellungsatteste nutzubrmgen haben. Gießen, den 4. August 1869. Der Civil-Vorsitzende der Kreis-Ersatz-Commission des Kreises Gießen. K e k u l 6 , Kreisassessor. Oe ff entliehe Anzeige. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß die durch die Wohlthätigkeit von Menschenfreunden gegründete Anstatt für Blödsinnige im Groscherwgttium Kesten in, Monat September dieses Jahres in dem in der unmittelbaren Nähe unserer Stadt neu erbauten Hause ihre Wirksamkeit eröffnet. im um Aufnahme von Seiten der Vertreter von Blödsinnigen (Eltern, Vormünder, nächste Verwandte, Gemeindevorstands sind unter Anschluß 2) einer ^n °der^ bet?Bürgemieistere?°oder sonstigm Ortsbehörde auszustellenden Bescheinigung über Heimath, Religion, Familien- und Vermögensverhältnisse 3) e»ne§lbä?3tli4en onberr"onftSeugnifieä über den körperlichen und geistigen Zustand desselben, dessen Veranlassung und bisherige Entwickelung, ) sowie über das allgemeine Verhalten des aufzunehmenden Kindes, hem unterreickneten Vereins-Vorstande in Darmstadt einzureichen. * lieber die Ausnahme-Bedingungen, sowie über die Leistungen der Anstalt, wird alsdann sofort weitere Müthellung erfolgen. . .... ... . Mit Rücksicht auf die immer noch beschränkten Mittel der Anstalt kann vorerst nur eine geringere Anzahl von Kindern zwischen dem 5. und 14. Lebensiahre Aufnahme finden. Darmstadt, 26. Juli 1 ^stand des Vereins zur Gründung einer Anstalt für Blödsinnige im Großherzogthum Hessen. v. Bechtold. 12 Darmftadt, den 1. Juni 1869. Regulativ über die Aufnahme von Pfleglingen in der Idioten-Anstalt zu Darmstadt. Das Pfleggeld wird für den entlassenen Pflegling nur bis zum Tag der Entlassung, für einen verstorbenen bis zu dessen Todestag berechnet. 1. Die Anstalt ist zunächst für die Angehörigen des Großherzogthums Hessen bestimmt. Wenn cs der Raum gestattet, sollen auch Ausländer dann ausgenommen werd cm £Unäd)ftIfönnen nur Kinder zwischen dem 5. und 14. Lebensjahre Aufnahme finben. Scheidung über die Aufnahme erfolgt durch die Direction der Anstalt und sind desfallsige Gesuche von Seiten der Vertreter der Jdwten (Eltern, Vormünder, nächste Verwandte, Gemeindevorstand) bei dieser Direction zu Darmstadt anzubrmg^n. ) 4. Dem Gesuche sind beizulegen: * a. ein Geburtsschein des auszunehmenden Kindes, b eine von der betr. Bürgermeisterei ober sonstigen Ortsbehorde auszustellende Bescheinigung über Heimath, Religion, Familien- und Vermogensoerhalt- nisse des Kindes und seiner nächsten Angi hörigen, c. ein wo möglich ärztliches oder doch sonst sachverständiges Zeuanlß über den körperlichen und geistigen Zustand desselben, dessen Veranlassung und bisherige Entwickelung, sowie über das allgemeine Verhalten des Kmdes. 5 Das für das aufgenommene Kind zu entrichtende Pfleggeld, worunter die Vergütung für alle in §. 10 genannten Leistungen begriffen ist, wird bis auf Weiteres nach Maßgabe der besonderen Verhältnisse in jedem einzelnen Falle durch Vereinbarung zwischen der Direction **) und den um Aufnahme Nachluchenden festgesetzt. ” 6. Dasselbe wird in vierteljährigen Vorauszahlungen an den Rechner der Anstalt nnt)ermgQenbcn hat zunächst, im Fall nicht andere alimentationspflichtige Angehörige vorhanden sind, nach den bei der Armenversorgung geltenden Grund- sätzen die Heimathgemeinde für den Pflegling unterstützend emzutreten. ^ft auch sie außer Stande, so wird je nach dem einzelnen Fall der Verein selbst auf eigene Kosten sich des Kindes annehmen. *) Bis auf Weiteres ist die Direction noch in den Händen des „Vorstandes des Vereines zur Gründung einer Idioten-Anstalt" zu Darmstadt, an welchen man sich deshalb zu wenden hat. ** ) Vorerst dem in der Note zu §. 3 genannten Vereinsvorstand. 8. Die Kosten des Transports des Pfleglings in die Anstalt mit ausreichender Kleidung sind von den zur Verpflegung Verpflichteten zu tragen. Jedes Kind hat bei seinem Eintritt in die Anstalt an Kleidern mitzubringen: einen dreifachen Anzug, bestehend aus Ober- und Unterkleidern, drei gute Hemden, sechs Paar Strümpfe, wovon wenigstens drei Paar wollene, zwei Paar Stiefel oder Schuhe, drei Taschentücher, eine Mütze, zwei Halstücher'. 9. Wird nach den bisherigen Verhältnissen und Bedürfnissen de? Kindes eine besondere, von der im Allgemeinen üblichen abweichende Verpflegung beansprucht, so soll dieselbe gegen besondere Vergütung auch verabfolgt werden. 10. Dem aufgenommenen Kinde wird ohne besondere Vergütung von der Anstalt vollständige Verpflegung verabreicht, also neben Erziehung und Unterricht: Wohnung, Kost, Wartung, Unterhaltung der Kleidung, Wäsche, ärztliche Behandlung mit erforderlichen Medicamenten. Die Kosten der Rückreise bei der Entlassung und der Beerdigung sind zu ersetzen. 11. Die Entlassung aus der Anstalt erfolgt: a. auf Verlangen Desjenigen, der das blödsinnige Kind in der Anstalt untergebracht hat; b. durch Entscheidung der Direction (Vorstand) mit dem erreichten 18. Lebensjahre, falls nicht das weitere Verbleiben in der Anstalt besonders vereinbart wird, oder wenn das Kind einen so hohen Grad von Ausbildung erreicht haben sollte, daß sein Verbleiben in der Anstalt unnöthig erscheint, oder wenn es der Vorstand im Interesse der Anstalt für nöthig findet- | 3'.- 6: * Gießen am 2. August 1869. -ctreffen-: Abverdienst der unzahlbaren Feldstrafen aus dem Jahr 1867. Das Grotzhrr»«glicht Krrisamt Gießen SN die Großherzoglichen Bürgermeistereien Gießen, Allendorf a. d. Lahn, Grüningen und Lich. Wir erinnern Sie an Erledigung der Verfügung vom 9. April 1869 — in Nr. 44 des Anzeigeblatts — binnen 14 Tagen. Dr. Goldman«. Die Vieh-Preisvertheilung des landw. Vereins für Oberhessen zu Gießen am 7. September 1869 betr. Die zweite der diesjährigen Vieh-Preisverthcilungen soll zu Gießen am 7. September d. I. abgehalten werden; cs werden auf derselben 500 Gulden zu Preisen und Wegvergütungen zur Verwendung kommen. Es können Preise erhalten: 1) Ausgezeichnete Fohlen, mit Ausnahme von Saugfohlen, und zwar: a. solche, die vom Bewerber aus eigener Stute gezüchtet worden sind, von 15 bis 25 fl.; b. solche, die vom Bewerber gekauft, aufgezogen und mindestens ein Jahr im Besitze desselben sind, von 10 bis 20. ft- . . .. . , „ Diejenigen Fohlen, von denen durch Bürgermeisterei-Bescheinigung nachgewiesen ist, daß sie bis zum Alter von 2’/2 Jahren noch nicht emgespannt worden sind, sollen unter sonst gleichen Verhältnissen jedesmal den Vorzug erhalten. 2) Zur Zucht taugliche, im Besitze von Privaten befindliche 1- bis 2jährige Bullen und zwar: a. wenn dieselben vom Bewerber aus eigener Kuh gezüchtet sind, von 15 bis 25 fl.; b. wenn dieselben vom Bewerber gekauft, aufgezogen und mindestens ein halbes Jahr im Besitze desselben stnd, von 10 bis 20 fl. 3) Die besten im Besitze von Gemeinden (oder Gemeind^e-Bullenhaltern) befindlichen, nicht über 3 Jahre alten Zuchtbullen, von 10 bis 15 fl., welche den Bullenhaltern zu Gute kommen sollen. 4) Rinder von 2 bis 3 Jahren, die entweder sichtbar trächtig sind, oder erst kürzlich gekalbt haben, und zwar: a. solche, die vom Bewerber aus eigener Kuh gezüchtet sind, von 15 bis 25 fl., und b. solche, die vom Bewerber angekauft, aufgezogen und mindestens ein halbes Jahr im Besitze desselben sind, von 10 bis 20 fl. Das schönste Rind erhält außerdem ein Halsband mit Glocke. t t m 5) Ausgezeichnet schöne Schafböcke bis zu 10 fl. — Bezüglich dieser muß das Schurgewicht von letzter Schur angegeben werden; auch wird bei der Prämiirung Rücksicht darauf genommen, ob die Böcke Reinvieh oder Schmeervieh sind, und bei sonst gleichen Verhältnissen dem Reinvieh der Vorzug gegeben werden. 6) Zuchtschweine reiner englischer oder englischer Bastard-Racen jeden Geschlechtes, und mindestens ein halbes Jahr alt, die aus dem Bewerber eigentümlich gehöriger Zuchtsau gezogen sind, von 5 bis 10 fl. „ „ _ . w . Es kann nur wirklich preiswürdiges Vieh prämiirt werden. Eigenthümer von solchem, denen wegen zu starker Concurrenz eme Prämie nicht zuerkannt werden konnte, erhalten auf Verlangen, wenn sie 2 Stunden und weiter hergekommen sind, eine Wegentschädigung von 24 Kreuzern für einen Bullen, und von 12 Kreuzern für em Fohlen, ein Rind, einen Bock, oder ein Loos von mehreren Böcken, und ein Schwein oder ein Loos von mehreren Schweinen für jede Stunde Wegentfernung. Die Musterung des Viehes beginnt Vormittags 8 Uhr. ..... . Alle Bewerber haben Bescheinigungen (auf stempelfreiem Papier) darüber beizubringen, daß das zur Preisbewerbung vorgesuhrte Thier den m den pos. 1 bis 6 incl. angegebenen Anforderungen entspricht, widrigenfalls sie bei der Prämiirung nicht berücksichtigt werden können. — Die Preisbewerbung ist für alle Kreise der Provinz Oberhessen frei und an feinen Bezirk gebunden. _ Thicre, welche bei einer früheren Preisvertheilung bereits einen Preis erhalten haben, können auf einen weiteren Preis nicht mehr Anspruch machen. Sämmtliches vorgefi'ihrte Rindvieh wird durch die betreffenden Experten in 3 Abteilungen aufgestellt werden; diese sind: 1. Schweizer, Englische und größere Niederungsschläge, II. Vogelsberger Vieh und III. Kreuzungsvieh. . Die einer Abteilung angehörigen Thiere concurriren unter sich um Prämien, und es bleibt den Experten überlassen, die vorrätigen Mittel auf die einzelnen Abthel- lungen je nach dem Maße der Beschickung und der Zahl der preiswürdigen Thiere zu verteilen; ein erster Preis aber soll in jede Abteilung fallen, insofern em wirklich preiswürdiges Thier in derselben vorgeführt ist; die Abtheitung, in die die Glocke mit Halsband entfällt, wird bei der Verteilung der Preise zuerst vorgefuhrt. Die Experten werden vom Ausschuß des Provinzial-Vereins ernannt, und zwar drei für Prämiirung von Fohlen, Schafböcken und Schwemen, drei für die von Bullen und dr« für^^»0» sRrn^ern. P^mien für $0$Ien, Schafböcke und Schweine 150 fl., für Bullen 150 fl. und für Rinder 200 fl. verwendet werden; Ausnahmen hiervon sind den Experten nach dem Maaße der Beschickung der einzelnen Abtheilungen gestattet, und Ueberschüsse aus einer Kategorie können in die anderen übertragen werden. Indem der Unterzeichnete Vorstehendes zur öffentlichen Kenntniß bringt, ladet er zugleich die Vereinsmitglieder, sowie alle Freunde der Landwirtschaft zu zahlreicher Theilnahme an dieser Preisvertheilung ein. Wesentlich könnte das Interesse an derselben erhöht werden, wenn, unabhängig von der Preisvertheilung, schönes Vieh und interessante Gegenstände der landwirthschaftlichen Industrie zur Ansicht ausgestellt würden. Laub ach, am 16. Juli 1869. Der Präsident des landwirtschaftlichen Vereins für Oberhessen: Otto, Graf zu Solms-Laubach. Gefundene Gegenstande: Ein weißes Taschentuch, ein Federmesser, ein kleiner Schlüssel, ein Taschentuch, R. S. gezeichnet, ein Kinderstrümpfchen, ein kleiner Schlüssel, em Portemonnaie mit 141/2 fr., ein Cigarren-Etuis, ein Helles eattunenes Halstuch (am Leihgesterner Weg gesunden), ein braun-seidener Regenschirm, em schwarzseidener Regenschirm, cm 20 Frank- Stück, ein Nähtaschchen mit Stickerei, A. G. gezeichnet, und ein unächtes Medaillon in Form eines Büchelchens. Die Eigentümer werden aufgefordert, sich binnen 3 Wochen bei uns zu melden, widrigenfalls diese Gegenstände auf Verlangen an die Fmder zurückgegeben oder spater ku Gunsten der Armenfasse werden versteigert werden. m m m 6 Gießen, den 6. August 1869. Großherzogliche Polizei-Verwaltung der Provmzialhauptstadt Gießen. Nover. Besondere Bekanntmachung. | Bekanntmachung, die Regulirung der Einkommensteuer betr. Das Gesetz, die Regulirung der Einfom- menfteuer betreffend, vom 21. Juni d. I. enthält feine Bestimmung über die eigene Deelaration der Einfommensverhältnisse Seitens der Pflichtigen, da jeder Zwang in dieser Hinsicht ausgeschlossen sein soll. Nach Art. 20 sind jedoch, was die Einfommen- ftcuer der I. Abteilung betrifft, die etwa einlaufenden freiwilligen Angaben der Steuerpflichtigen über ihre Einkommens- Verhältnisse zu den Hülfsmitteln bei Berechnung des Einkommens der betreffenden Pflichtigen gerechnet. Mit Bezugnahme auf diese Gesetzesbestimmung und im Hinblick darauf, daß auch bei Regulirung der Einkommensteuer II. Abteilung derartige freiwillige Ausfunftserthei- lungen nur erwünscht sein können, werden die Steuerpflichtigen der Steuereommissa- riate Gießen, Grünberg und Hungen hierdurch ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, daß es ihnen in jedem Stadium der Verhandlung unbenommen ist, freiwillig über ihre Einfommensverhältnisse dem Unterzeichneten oder einzelnen Mitgliedern der betreffenden Einschätzungscommissionen Aus- funft zu ertheilen. Es wird das Einschätzungsgeschäft wesentlich erleichtern, wenn dergleichen Ausfunfts- ertheilungen alsbald, und zwar, wenn irgend thnnlich, schriftlich beroerffteüigt werden. Zu diesem Behufe fönnen Steuerpflichtige, welche ihr Einfommen speeiell zu deelariren beabsichtigen, bei der Bürgermeisterei ihres Wohnorts ein hierzu geeignetes Formular in Empfang nehmen. Gießen, den 5. August 1869. Der Vorsitzende der Emschätzungseommission für das Steuereommiffariat und die Stadt Gießen: Hirsch. Für das Steuereommifsiariat Grünberg: Limpert. Für das Steuereommiffariat Hungen: Hunsinger. Versteigerungen. Die Vergebung von Dachdecker-, Zimmer- und Maurerarbeit bei der Stadt Gießen. 6670) Montag den 9. August d. I., des Vormittags 9 Uhr, ollen auf hiesigem Rathhaufe die Arbeiten zum Abbruch des Ferber'schen Hauses, be- tehend in: Steindeckerarbeit, veranschl. zu 14 fl. 14 fr. Zimmerarbeit, „ „ 48 „ — „ Maurerarbeit, „ „ 16 „ 30 „ an den Wenigstfordernden versteigert werden. Gießen, den 6. August 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _______________Vogt._____________ 6641) Mittwoch den 18. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, wird dahier die Lieferung von 261/2 Fuder Roggenstroh in Ausgeboten von o Fudern öffentlich versteigert. Marienschloß, am 5. August 1869. Großherzogliche Landeszuchthaus-Direetion. _____________Knispel._____________ Mühl-Verpachtung. 6594) Donnerstag den 12. August, Morgens 9 Uhr, soll die dem Johannes Volf gehörige sog. Weißmühle bei Großen-Buseck, in Folge der Insolvenz-Anzeige desselben, auf ein halbes Jahr öffentlich, und zwar in der Mühle selbst, verpachtet werden. Dieselbe hat 2 Mahlgänge, 1 Schlag- gang, nebst sämmtlichem noch gut gehaltenem Mühlgeräthe, sowie 1 neu eingerichtete Schwungmühle u. s. w. Pachtliebhaber, welche etwa schon vordem genannten Termine genaueren Aufschluß wünschen, wollen sich an den Unterzeichneten wenden, welcher jederzeit bereitwilligst Auskunft ertheilen wird. Großen-Buseck, den 3. August 1869. Der Masjeeurator: Balthasar Stephan I. Die Vergebung von Seilerarbeiten bei der Stadt Gießen. 6669) Mittwoch den 11. August d. I., des Morgens 9 Uhr, soll auf hiesigem Rathhause die Anfertigung eines Seiles an den Krahnen auf dem Thurm, veranschlagt zu 29 fl. 20 fr., an den Wenigstfordernden vergeben werden. Gießen, den 6. August 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _______________Vogt.__ 6653) Dienstag den 10. August, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhause ein Sommerrock, Hosen und Weste, sowie 4 Hemden, meistbietend versteigert werden. Gießen, den 6. August 1869. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. (5 emmler, Ortsgerichtsmann. Arbeitsversteigerung zu G r 0 ß e n - B u s e ck. 6633) * Die zur Erbauung eines neuen Bälghäuschens an die Kirche, sowie die durch Anschaffung der neuen Kirchenorgel erforderlichen Bauarbeiten an der Kirche, sollen Dienstag den 10. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, auf dem Bürgermeisterei - Büreau öffentlich in Aeeord gegeben werden, als: Maurerarbeit, veranschl. zu 222 fl. 49 fr. Zimmerarbeit, „ „ 63 „ 31 „ Steindeckerarbeit, „ „ 72 „ 48 „ Schreinerarbeit, „ , 43 „ 12 „ Glaserarbeit, „ „ 9 „ — „ Weißbinderarbeit, „ „ 23 „ 18 „ Großen-Buseck, am 4. August 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Großen-Buseck. I. A.: L. Hahn, Bezirfsbauaufseher. Orgel -Berkaus. 6615) Durch die Anschaffung einer neuen Orgel für die hiesige Kirche ist die alte, 20 Register enthaltende, überflüssig geworden. Dieselbe soll auf dem Wege der Soumission verlauft werden. Franfirte Angebote werden bis Samstag den 14. August, Morgens 10 Uhr, angenommen. Den Soumittenden steht es es frei, der Eröffnung beizuwohnen. Großen-Buseck, den 28. Juli 1869. Für den Kirchenvorstand: ___Strack, Pfarrer.______ 6634) Die dem Hüttendirector Christian Rudolph Bartz zu Bahnhof-Wetzlar zugehörigen, nachstehend verzeichneten Immobilien, welche zufolge der in unserem Büreau II. einzusehenden Taxe auf 6958 Thlr- abgeschätzt sind, sollen Mittwoch den 1. September er., Vormittags 9 Uhr, an hiesiger Gerichtsstelle, Zimmer Nr. 13, nothwenoig subhastirt werden. Catastral - Gemeinde Niedergirmes: Flur 3 Nr. 2309/i56i, Acker ober dem Brühl, 129 Süthen, — auf welchem eine Eupol- ofen-Gießerei und eine Farbemühle erbaut sind, Flur 3 Nr. 1560, Acker daselbst, 118 Ruthen. Wetzlar, den 8. Juli 1869. König!. KreiSgericht, I. Abtheilung. 6602) Montag den 9. August b. I., Nachmittags 2 Uhr, lasse ich in meinem Hause entbehrlich gewordene Möbel, als: 2 fast noch neue Sophas, Bettstellen, Schränfe, Tische, Commoden, Spiegel, Bettwerf, Kleidungsstücke, Weißzeug rc-, gegen gleich baare Zahlung versteigern. C- Becker, Reichensand. Feilgeboteues | Reis-Starke, vorzügliche Qualität, empfiehlt Emil Fischbach, ________________________Seltersweg.______ 6601) Incarnat - Kleesamen, erstes ©rünfutter, bei Emil Pi stör. 6621) trifft 658i affe SB Alle ist die vor? (6679) Hatto d€ Golden Profess 1 engl. 8 Zu hi In1 die größt btt dem f (6623) 61 Geschc Ml Laden Kalkige der r Pre 6680) ( Ei Guano ren (6600^' Tön? ftn bei ItÜ 6637) Lan men, A roerl feN iu ^lblaEn Wtb 6621) Georg Dörr am Kirchenplatz empfiehlt seinen Ausschank /Srltrrs- und und sein 8agek in */i und ’/2 Flaschens Sodawäst'rr aus der Gießener Mineralwaffer-Fabrik. 6588) Die Nähmafchinenfabrik von Th. C. Eoelbauer in Kreuznach liefert alle Systeme von Nähmaschinen zu bedeutend herabgesetzten Preisen: Grover & Baker 19..........Thlr- 45, Wheeler & Wilson mit allen Apparaten ... „ 42, Singer Lit. A............. „ 45. Alle übrigen Systeme in demselben Verhältniß. Ui I o m i ch es Züissec=8urro g al ist die vorzüglichste Beimischung zum Kaffee. Bedeutenoe Erhöhung des reinen Kaffee- geschmackes und schönste Läuterung machen beträchtliche Ersparung an Kaffee möglich. Niederlage in Gießen bei Gebrüder Adami (6679) Qm Ritter.) Liebigs Fleisch-Extract aus Süd-Amerika (fray-Beutos) der Liebig’s Fleisch-Extract Compagnie, London. Grosse Ersparniss für Haushaltungen. Augenblickliche Herstellung von kräftiger Fleischbrühe zu V3 des Preises derjenigen aus frischem Fleisch. Bereitung und Verbesserung von Suppen, Saucen, Gemüsen etc. Stärkung für Schwache und Kranke. Goldene Medaillen auf der Pariser Ausstellung 186? und Havre Ausstellung 1868. Nur ächt, wenn jeder Topf mit Unterschrift der Herren Professoren Baron J. von Liebig und Dr, M. von Pettenkofer versehen. Detail-Preise für ganz Deutschland. 1 engl. Pfd. Topf t/a engl. Pfd Topf '/i engl. Pfd. Topf t/s engl. Pfd. Topf ä fl. 5.33. ä fl. 2.54. ä fl. 1.36 ä 54 Krz. Zu haben In den meisten Handlungen und Apotheken. In Giessen bei JEillil Fiscllbacll • Seltersweg. 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Grossartige wiederum mit $ Gewinnen bedeutend Wohnungs Anzeige. 6661) Mein seitheriges Logis auf dem Reichensand habe ich verlassen und wohne jetzt im früher Weißbäcker'schen Hanse in der Löwengaffe, was ich meinen geehrten Knnden hiermit ergebenst anzeige. August Dickorc, Büchsenmacher. 6632) Bei Gelegenheit der Mainzer Industrie-Ausstellung findet mit Genehmigung der Großh. tliegierung eint reeloosunff statt und ist die Zahl der Loose auf 25000 zu je 1 fl. festgesetzt. — Die Verloosung findet am 15. September in dem Locale des Gewerbevereins öffentlich statt und werden die Ergebnisse der Ziehung in der Frankfurter Ziehung, Frankfurter Journal, Mainzer Zeitung, Mainzer 2lnzeiger, Mainzer Wochenblatt, Mainzer Abendblatt und mittelst Ziehungslisten bekannt gemacht. Die Gewinne müssen längstens einen Monat nach der Ziehung gegen llebergabc der entsprechenden Loose abgeholt werden ; die nicht erhobenen Gewinne werden alsdann zu Gunsten des Schulfonds des Mainzer Gewerbevereins wieder verwerthet. Ais Gewinne kommen zur Verloosung, sofern die Zahl von 25,000 Loosen vergriffen ist, (Hierzu eine Beilage.) welch The» 15. £ 1er. Thal aßü der fi Fü land von ke von hei b. isr Den fam Aal richt 6 auf in d btrt Bel So nifd Vej ich dev bst! Ml der Wer bah «löt er Assi ßec neue ton bild! miit) be« Ant to rrch von zivr Tu bn hr sch Aeitage zu Ar. 92 des Kichener Anzeigers. Vermischte Anzeigen. Lensscher Mscnkeller. 6584) Sonntag den 8. August: C o n c e r t ausgesiihrt von einem Theil der hiesigen Negimentsmusik. Anfang 4 Uhr. — Enträe ä Person 6 kr. Die höhere landwirthschastliche Lehranstalt in Worms^ welche gewöhnlich von 60 — 70 Oekonomen im Alter von 17 - 30 Jahren aus allen Theilen Deutschlands und des Auslandes besucht ist, begmnt das neue Semester am 15. October; gleichzeitig beginnt auch die damit verbundene Specialschule für armier- - 12 Fachlehrer, Pension in der Anstalt, - Gelammtkosten pro Semester 12o Thaler. — Am Schluß des Semesters wurden 15 Manu als Bolontaue und 21 theNo als Verwalter und Jnspectoren, theils als landw. Wanderlehrer vom Unterzeichneten, der gern weitere Auskunft ertheilt, placirt- Worms, 1. Juli 1869. Br. Schneider. Für die nothleidenden Israeliten in Rußland sind eingegangen: von dem Israel. Mildthätig- keits-Verein in Steinbach . 3 fl. 30 kr. U UI vlV • ■ • • -L u ff „ den israel. Schulkindern — „ 20 „ „ der Exped. d. Gießener Anzeigers gesammelt. . 5 „ 43 „ von Herrn Meyer Katz daselbst 3 „ 30 „ „ „ Feist Katz I. „ 2 „ 42 „ „ „ G. Katz Wtw. „ 1 „ „ „ Herz Katz „ — „ 30" „ „ e>. Katz I. „ — „ 18 „ „ „ Sel. Katz II. „ — „ 30 „ „ „ Löb Katz „ 1 „ „ „ Ferst Katz II. „ 1 „ „ „ Bogel Katz „ „ 45 " „ „ I. Katz Wtw. „ — „ 30 „ „ „ Aron Katz „ — „ 18 „ „ „ Samuel Katz „ — „ 18 „ „ „ D- Katz ,, „ 6 „ , „ „ Lehr. Goldschmidt daselbst ....!„ — „ Summa 23 fl. — kr. Zur Empfangnahme weiterer Beiträge ist Herr M. Katz in Steinbach und die Erped d. Bltts. erbötig. Die schreckliche Roth, welche unter der israel. Bevölkerung in Rußland herrscht, veranlaßt die Red. d. Bltts., die Aufmerksamkeit ihrer Leser auf den im heutigen Blatte stehenden Artikel von „Memel" zu richten. Frischbäcker zu fließen. Sonntagden8. August. August Noll auf der Mäusburg. Wilhelm Hartmann in der Neustadt. Carl Löber am Lindenplatz. Kirchliche Anzeigen. Evangelische Hemeinde zu Hießen. G o t 1 e s d i e n st. Am 8. August: Morgens: Pfarrer Dr. Sc'el. (Feier des heil. Abendmahls). Nachmittags: Mitprediger-Vicar Freien- feener. Ä o p u l i r t e. Den 1. August. Wilhelm Karl Philipp Emil Henkel, Bürger und Rangirer an der Main-Weser-Bahn dahier, des verstorbenen hiesigen Bürgers und Fuhrmanns, Wilhelm Henkel, ehelicher Sohn; und Susanne Elise Karoline Christine Dechert, des hiesigen Bürgers und städtischen Arbeiters, Christian Dechert, eheliche Tochter. Denselben. Andreas Emil Keßler, Bürger und Postunterbeamter dahier, des hiesigen Bürgers und Kammmachermeisters, Friedrich Keßler, ehelicher Sohn: und Juliane Philippine Susanne Friedericke Karoline Moll, des verstorbenen Bürgers und Ralhsdieners, Moritz Moll, eheliche Tochter. Getaufte. Den 30. Juli. TemBürger und Gast- wirth, Wilhelm Anton Kuhlmann, eine Tochter, Henriette Auguste Mathilde, geboren den 12. Juli. Den 1. August. Dem Ortsbürger in Krofdorf und Arbeiter dahier, Gottfried Schäfer, ein Sohn, Ferdinand Ludwig, geboren den 5. Juli. Denselben. Dem Ortsbürger in Watzenborn und Reitknecht dahier, Balthasar Pitz, ein Sohn, Heinrich, geboren den 26. Juli. Denselben. Dem Großh. Bezirksstraf- gerichts-Secretär dahier, Wilhelm Stammler, ein Sohn, Ferdinand Berthold Hermann, geboren den 10. Juli. Denselben. Dem Großh. Hauptzollamtsassistenten 1. Classe dahier, Georg Roß- niann, eine Tochter, Anna Marie Margarethe Barbara, geboren den 2. Juli. Denselben. Dem Bürger und Messerschmied, Adam Reinig, eine Tochter, Louise Karoline, geboren den 5. Juli. Denselben. Dem Bürger und Schuhmacher, Philipp Reitz, eine Tochter, Gertrude, geboren den 11. April. Den 5. Augu st. Eine uneheliche Tochter von hier, Karoline Elisabeth, geboren den 15. Juli. Beerdigte. Den 30. Juli. Marie Theodore Dörner, des Bürgers und Metzgermeisters, Georg Dörner, eheliche Tochter, alt 11 M-, gestorben den 29. Juli. Den 31. Juli. Heinrich Frank, Bürger zu Friedberg und Kappenmacher dahier, alt 51 I. 5 M. 12 T., gest. den 29. Juli. Denselben. Christiane Katharine Franziska Hoffmann, geborne Zinser, Wittwe des verstorbenen Bürgers und Taglöhners, Friedrich Christoph Hoffmann, alt 63 I. 2 M- 6 T-, gestorben den 29. Juli. Den 2. Au gust. Johann Ludwig Flett, Mechanikus, des Bürgers und Schuhmachermeisters, Philipp Flett 1L, ehelicher Sohn, alt 18 I. 25 T-, gestorben den 31. Juli. Den 5. August. Ein unehelicher Sohn von auswärts, Heinrich, alt 3 M- 4 T-, gestorben den 4. August. Den 6. August. Georg Melchior Faber, Bürger und Küfermeister dahier, alt 66 I. 8 T-, gestorben den 4. August. Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Pfarrer Dr. Seel. in Haasenstein & Vogler, Zeitungs - Annoncen - Expedition (Bureau /2 Bayer. Ostbahn 129 ’ 8 Hess. Ludwigsbahn 143 30/0 östr. Stab.-Prior. 581/t 30/0 östr. s. Lombard. 493/4 30/0 Livomeser 347/8 Toscaner — Frankf. Hypoth.-Bank — Frankf. Vereins-Kasse 97’/4 50/0 Elisabeth-Prior. 75i/2 do. II. Em iss. 747/8 Anleheeislooee. Kurh. 40 Thlr. Loose 561/8 Nassau fl. 25 b. Roth. — Gr. Hess. fl. 50 b. R. — Gr. Hess. fl. 25 b. R. — 4°/o bayr. Präm. Anl. 1053/4 4% badische Loose 104*/4 Badische fl. 35 Loose 56 */2 I858r Prioritätsloose — 1860r Loose 841/8 1864r „ 118'1/4 Wechsel. Amsterd. k. 8. 100 Augsb. k. 8. 993/4 Berlin k. 8. 1051/8 Bremen k. 8. 973/4 Cöln k. 8. 1051/8 Hamburg k. 8. 881/4 Leipzig k. 8. 105 Loudon k. 8. 120 Lyon k. 8. — Paris k. 8. 951/4 Wien k. 8. 953/g Disconto 31/2 0/0 G. Geldtiorten. Pr. Gass. 8ch. 1 447/8-451/8 Div. Cass.-A. — Pr. Friedrdor. 9 5^i/2-59» und nahm an dem Fackelzuge TheN. Während er am Ende des Zuges ruhig in der Reihe dahinfchreitet, stürzt sich plötzlich mit einem Sprunge ein Mensch auf ihn, versetzt ihm einen tiefen SUch in den Hal- und verschwindet unter der Menge, ehe sie nur recht weiß, was geschehen ist. Niemand hat ihn erkannt und bis jetzt weiß Niemand, wohin er ge- ko»nmen ist. Der Verwundete wu»de sogleich in das akademische Hospital gebracht. Die räthselhafte verbrecherische Thal beschäftigt natürlich die ganze Stadt im höchsten Grade, aber bis jetzt hat noch Niemand den geringsten Aufschluß z»» geben vermocht. Herrieden, 2. Aug. Die Luftwellen ziehen etwas schneller über Europa; nachtzen» un- ein Wellenthal wieder den noch immer ersehnten Regen brachte, zieht bereit- ein Westenberg von Irland her, um und den Himmel wieder aufzuheitern. Die Hitze der letzten Tage war an manchen Orten ungewöhnlich groß. Nordamerika hatte in letzter Zeit bei ruhigem Luftmeer und mäßiger Bewölkung ebenfalls einige warme Tage. Dtcwyork, 14. Juli. Der Verlust des Dampfers „United Kingdom", der, obwohl noch immer durchaus keine Einzeln heilen vorliegen, als sicher anznnehmei» ist, hat aufs Neue zu dem Vorschläge veranlaßt, daß auf allen zu regelmäßigen Fahrten verwandten Schiffen jedenfalls aber auf allen Passagier Dampfern, Brieftauben gehalten werden, um mittelst dieser in einem etwaigen Ungiücksfalle Nachricht zu geben. Daß sich ein solcher so plötzlich ereignen sollte, daß selbst zur Entsendung einer solchen Brieftaube, mit der kurzgefaßten Nachricht darüber auf einen» Zettel unter die Flügel gebunden, keine Zeit mehr vorhanden, ist nicht airzunehmen. Jedenfalls sind die Kosten äußerst gering und stehen in keinen» Verhält- niß z»» der Möglichkeit, Nachrichten mit Sicherheit in solchen Fällen z<» übermitteln, wo jede andere (Sommunication abgeschnitten ist. Redaktion, Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. PieNch) tu Gießen.