Gießemr Anzeiger ’tannt Anzeige- und AmtsWt für den Kreis Hießen. 'ttdtN thum n zur Süin.- tjolU Nr. 78. —— Preis vierteljährlich 36 kr. mit Brtngerlohn. Durch die Post bezogen vterteljäbrlich 49 kr Heim, W c9 das 'Er)cheint wöchentlich 'brct» rnnl . Dienstags, Donner stago und Samstags. - ^rvedition: Canzletberd At. B. Nr. 1 »urzu- nftabt u II., Jiftatt, aupt- ieuer. laml tjvU- ^lljugs- jug<- Ötjüh, ibt. - itn bed iimpfen ulirung effenben ch die- tabaL < nach Leitung iontiotv tt Lber- 566 iß genüber. l'ebr ju.- irup pfB olton in alt ab« juß breit Zene An- Ziief der aus »er ing und nlkräite en sran- rafen de ge;eigl, anzösisch- iMschen van der Mrliegen -ßerreich, :riege in Werbung tznthül- ilitni am b StM in W rast E lalien nach nicht, als ible ieiner ! nur die valliiändiS ntichloßen. unvedlngtr ejen wäre, Bon die- unb Paris P"uß-° „ein zm- ahaeichlellö' leireich^'" Haut« nach . vaS l>u" , Paris wie » w enthalt idjnete. üb" rchi-t!'--^^ Beginne de» <;S SS«* H« ®* °°° ** «■g’St )>< i-d' ®" Stadt- '^f flePflU0t. ober bearbeitet rotrb. Bei dem Seichtpflügen verunkrautet brr Acker, den Pflanzen wird rin unvoltkomimuer Stanbort bereUet ste kümmern so können"ist bEt 6r°Ber ^E-Skea und der Ertrag wird in den meisten Fallen bedeutend geschmälert. Um aber bkm Felb! Äjfe'«tot&I X p 1) eine andere Pflugart, als der gewöhnliche Landpflug, nämlich her sog. Schaufelpflug (Nuchadlot, 2) ein sehr kräftiges Gespann und 3) ein bedeutender Düngervorrath. Auch darf 4) ni»t bcm Tiefpflügen nicht bis zum Frühjahr gewartet werden, sondern es muß dies vor Winter geschehen. Nach dem hieraus der Vorsitzende den in einer der letzten Nummern der landw- Zeitschrift erschienenen Artikel über Tiefkultur verlesen hatte entsnann firh emo r„r r Dlscusston, bei welcher sich die Herren Pachter Gungerich von Großen-Buseck, Lehrer Röhelsperger von Lollar, Lehrer Schlapp von Rödaen^^°Lebre?tA^n,n^°^ Stausenberg (welcher Anwendung dn sog. Spatkultur empfahl), Dr. Hempel von Gießen u. A- bethe.Iigtcn. Der Letztere (>ob in9bdonbcie bemr STm ,?„?ÄkÜOn »“ wuchern Zweck gepflügt werde. Beim Unterpflügen von Dünger, Rusen, Stoppeln u. dergl. wende man die Flach-, in allen andern Füllen aber bie W fn™ flach pflügen heraurHoIt und zur Nahrungserde gemacht; doch bedinge d.es eine gehörige Mischung. Man solle daher nach denn Tiefpflügen noch zwei bi" dre^Ma! . II. Heber den Nutzen der landwirtbschaftlichen Kränzchen. ,, r, fLehrer Gomps von stausenberg verlas zunächst einen emgchendcn Bericht über die Gründung und Thätigkeit des landw Mntrfieira ,,,, (bestehend aus den Orten Lollar, Staufenberg, Ruttershausen, Daubringen und Mainzlar), dessen besonderer Abdruck ui der landw Zeitschrift veranlaß Gründung von landw. Kränzchen wurde allseitig für wünschenswert eikannt. Herr Lehrer Schlapp von Rödgen empfahl üÄigens vor uaswelleÄi tsk^?,^ foIL über ^^.Ee^lrktzkranzchen, da letztere in der Regel nur von Bewohnern derjenigen Orte besucht würden, in welchen sie abgehalten"^würd^"gbiveise Ortskränzchen, gegen- , . I1B.* In welchem Zustande befindet sich im Kreise Gießen die Schweinezucht und wie kann der BerirkSverein für Deren e.; 9 eine eigentliche Beantwortung in der Versammlung nicht. Man empfahl jedoch namentlich von Seitin der Herren Bürgermeisl" Lann „uh Gungerich die Krelizung mit eiigliichen Schweinen, da diese engli dien Schweine im Futter nicht wähleri,ch sehr rahm und vuhin nnh h!.'.,! L c P, un^ Mästung geeignet seien. Dieselben hätten lehr weiche Knochen und zwischen dem Fett noch eine >Fleischlage. Es werde Metzger gegen d,e engl. Bastarde verschwinden, wenn auch deren Fleisch und Fett etwas weniger fest und darum zum Räuchern und^^Salzen^wen^iaer^aeeia^ " "a,|,er ^'-mmlungs-rr Großen-Buseck in foU at.bann bie Frage über 9ti„»4MW ftX. zur Ver- Dr. Gold m a n n. reine n. das 2 1) 2) 1 1 3) 5739) Geben oo iT) Citron, Mocca, Rose, Thee, Vanille, 3 1053/4 5737) Alten Malaga, birect bezogen, Madeira, Portwein, Bordeaux, To- kcyer, Erlauer, sowie deutsche weifte und rothe Weine; ferner deutsche, französische und holländische Liqueure in Genever, Double Anisctte de Hollands, 5758) In meiner Sandkaute am Schif- fenberger Weg kann täglich Sand geladen werden, und zwar zu nachstehenden Preisen sowohl für Fremde, wie für hiesige Einwohner : , . 1) für einen Wagen mit zwei Pferden bespannt 15 bis 18 fr, 2) desgl. mit einem Pferd bespannt 9 fr-, 3) desgl. mit zwei Ochsen bespannt 12 fr., 4) desgl. mit zwei Kühen bespannt 9 fr. Bemerkt wird, das; die Abfahrt sehr gut ist. L. Magel. 5743) Ein auf dem Nahrungsberg gelegener, etwa einen Morgen haltender Garten mit Gartenhäuschen und sehr schönen Zwetschcnbäumen bepflanzt, in welchen sich, ;e nach Bedürfnis; einer Familie, auch ein Wohnhaus bauen^licsie, ist, wenn es ge^ wünscht wird, unter günstigen Zahlungsbedingungen zu verkaufen. Näheres 'bei Octroi-Erheber Vix am Neuenweger Thor. Parfait d'amour; Ctrcme de 3766) Ein Acker im Wallpförter Feld, mit Waizen ausgestellt, ist ans freier Hand zu verkaufen bei Karl Malkomesius, auf dem Neuenweg. Prügelt). Stockh. Neisholz Stecken Stecken Wellen ErystallHellen , um Porzellan, Glas, Marmor, Kort rc. dauerhaft zu leimen, ä Flacon 18 fr., Polir- und Schärfcpulver für alle schneidenden Instrumente, namentlich Rasir- messer, ä Dose 18 fr-, Wiener Putzpulvcr, ä Paquet 4 u. / fr-, Practisehen Zahnkitt, das Beste zum Ausfüllen hohler Zähne, ä 18, 27 und 5756) Eine Scheuer mit Lagerraum, welche zugleich auch als Werkstätte benutzt werden kann, ist sofort zu vermiethen bei Gastwirth Langsdorf, in der Neustadt- 5735).Abgekochter westphälischer Schinkcn täglich bei I. A. Busch Söhne. Die Besetzung einer Spritzenmei sterstelle bei der Stadt Gießen. 5762) Bewerber um diese Stelle haben sich binnen der nächsten 8 Tage bei der Bürgermeisterei zu melden. Gießen, den 3. Juli 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. 5746) Ein Laufmädchcn für eine Stunde tägliche Beschäftigung wird gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bltts. 5740) Sechs gepolsterte Stühle und ein Küchen sch rank sind billig zu verkaufen. Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts. Die Hast'sche (Stiftung. 5759) Die diesjährigen Zinsen aus der oorbemerkten Stiftung kommen ain 28. Juli zur Vertbeilllng. Bewerber um dieselben haben sich bis zum 20. d. Mts. zu ineldcn. Gießen, den 2. Juli 1869. Großherzogliche Bürgernieisterel Gießen. Vogt. 5770) Ein älteres Auswanderungs-Geschäft in Bremen sucht für das Großherzog thum Hessen einen cautionsfähigen (General - Agenten. Offerten unter Lit, A. B. Nr. 2 befördert | das Annoncen -Büreau doii E- Schlotte Vermischte Anzeige» Wohlmngs-Vcrüiiderung. 5777) Meinen geehrten Kunden und Gönnern zeige ich hiermit ergebenst an, daß ich jetzt bei Herrn Dan. Vetzberger, Mühlgasse Lit. D- Nr. 82, wohne. Auch übernehme ich Leder- und Lasting-Stepparbeiten für Schuhinachcr. Gg. Fischer, Herrenkleidermacher. (inf den Abbruch. 5746) Dienstag den 6. Juli d. I-, des Morgens 10 Uhr, wird der Abbruch mehrerer städtischen bäude auf dem Nathhause dahier an Wenigstforderndm versteigert. Bei dieser Gelegenheit soll zugleich aus dem Turnplatz befindliche Stelghaus auf den Abbruch versteigert werden. Gießen, den 2. Juli 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. versteigert: Scheidh. Stecken Eichen — Nadelholz 34 Die Begebung der Arbeiten des Abbruchs von städtischen Gebäuden und Versteigerung eines Gebäudes der Herren Jean Becker, Großh. Bad. Kamniervirtuos, Enrico Mast, Lniqi Cbiostri und Frederico Gilbert. — 7400 78V, 4100, Fußboden-Anstrich. Fußbodenlack, sofort trocknend, Leinölsiccatif zuin Einölen, Oclfarbc, fertig zum Anstrich, rasch und hart trocknend, sowie alle sonstigen Ingredienzien zum Anzeichen und Wichsen der Fußböden, empfiehlt Emil Fischbach, (5779) Seltersweg. Drittes Coneert im So mmcr- '21 b0nnement des Gießener Concerl-Dereins Freitag den !f. Juli, Abends 6 Uhr, im Club-Saale Ouartett-Soiree Verfteigerurrgeu. Holzversteisternnst. 5753) Donnerstag den 8. Juli wird in den Domanialwald-Districten Franzen wald ilnd Herrnwald nachverzeichnetes Holz 12 Ohm, Maischbütte von starkem Eisenblech, zu circa 30 Ohm, Pfanne von Eisenblech, zu circa 5 Ohm, nebst den Feuernngsthüren und Rosten, sowie kupfernen Verbindungsstücken und Krahnen. Genannte Gegenstände sind noch neu und werden verkauft wegen anderweitiger Verwendung der Räume einer noch nicht in Betrieb gewesenen Bierbrauerei. Auskunft erthcilt Gg. PH Gail in Gießen, woselbst die Gegenstände lederzeit eingesehen werden können. 5761) Zu verkaufen: , . Malzdörren von Eisenblech, ;ede circa 144 lDFub groß, Braukessel von Eisenblech, zu circa und Nerva. öffentlich meistbietend gegen gleich baare Zahlung verkauft werden. Dieselben sino zum Reiten und Fahren gut zu gebrauchen. . Die Auctionsbedingungen werden im Termine bekannt gemacht werden. Marburg, am 2. Juli 1869. Der Stallmeister: Barleben. 5771) Dienstag den 6. Juli, Nachmittags 1 Uhr, soll auf dahiesigem Nathhause ein gut erhaltenes Sopha meistbietend versteigert werden. Gießen, den 5. Juli 1869. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Semmler, Ortsgerichtsmann. 5736) Neue MatjcS-Häringe bei I. A. Busch Söhne. Die höhere landwirihschaftiiche Lehranstalt in Worms, welche gewöhnlich von 60 — 70 Oekonomcn im Alter von 17 — 30 Jahren aus allen Theilen Deutschlands und des Auslandes besucht ist, beginnt das neue Semester am 15. October; gleichzeitig beginnt auch die damit verbundene Specialfchulc für Mui 1er. — 12 Fachlehrer, Pension in der Anstalt, — Gesammtkosten pro Semester 12s Th al er. — Am Schluß des Semesters wurden 15 Mann als^Volontairc! und>21 thtb n(§ Verwalter und Inspektoren, theils als landw. Wanderlehrer vom Untcizeichneten, der gern weitere Auskunft erthcilt, placirt. G . Worms, 1. Juli 1869. Dr. Schneider. 5769) Dienstag den 13. Juli d. I-, Vormittags 10 Uhr, sollen in hiesiger Reitbahn folgende zur Zucht nicht mehr geeignete Königliche Be- Young-Oon, dunkelbraun, Maaß: 5' 5", Abstammung: 0on, Mecklenburger, Geburtsjahr: 1862, Aja, Apfelschimmel, Maaß: 5' 6", Geburtsort: Beberbcck (Kurhessen) in 1855, Abstammung: Tajar und Warda, Mazud, Schimmel, Maaß: 5' 2", Geburtsjahr : 1854, Abstammung: Ncjed Zinßer scher Garteu. Dienstag den 6. Juli'. 5. Äbomlciilcnts-Clllickrt, GcschüstS-Empfchlnng. 5782) Einem verehrlichen Publikum beehre ich mich anzuzeigen, daß ich meine seitherige Wirthschaft im „Adler" abgegeben und die Stein'sche Wirthschaft in der Neustadt gepachtet habe, mit dem Bemerken, daß für reelle Bedienung und gute Speisen und Getränke stets gesorgt sein wird.*5. ^vwaiv. 5691) Diejenigen Militärpflichtigen, welche bei der nächsten 11P Pc ”; @ 9 £ n 3u,”J? sich vertreten lassen und der Vermittelung des Herrn Di-. Vogel in Darmstadt stch b dienen wollen, sind eingeladeii, bei dein Unterzeichneten sich anzumelden, Gießen, im Juni 1869. ,^m "Lütte. Die weitverzweigte ZcitunstS-Annoncen-Expcdition der Herren Haasonstein K Voalcr in Frankfurt a. M., bis jetzt an acht verschiedenen Hauptplavcii Deutschlands, Oesterreichs und der Schweiz etablirt, hat seit dem 1 Juli rwc» ueue Zweiggeschäfte in Stuttgart und Genf begründet, das neunte und zehnte Etablstjement dieser seit langer Zeit vorthcilhaft bekannten Firma. StellvertroLttng int Militärdienst. 5754) Den Militärpflichtigen zur Truppen-Ergänzung sür 1869 bietet sich ohne Vermittelung von Agenten die beste Gelegenheit hierzu durch mehrere nach 12iahnger Dienstzeit ausgediente Unteroffiziere. Näheres bei der Exped. d. Bltts.____ ausgeführt vom Musik-Co.ps deö Großh Hess. II. J"f.-Req., unter versonlichcr Lestnng seines Dirigenten, Herrn D. Reifert. Anfang 5 Uhr. — Entree für Nichtabonnenten ä Person 15 fr. Die verehrten Abonnenten werden freundlichst ersucht, ihre Karten mitzubringen. Programme an der Kasse. _ 5772) Es wünscht Jemand seine freie Zeit mit schriftlichen Arbeiten auszufüllen und bittet Franco-Offertcii unter F. W. an die Exped. d. Bltts. gelangen zu lassen. 5774) 1 bis 2 Parterre-Zimmer werden zu miethcn gesucht. Offerten bittet man in der Exped. d. Bltts. niederzulegen. 5776) Nr. 16 hat das Bild, die Burgen Elz und Nauen darstellend, gewonnen. Blitz, Polizeidiener. 5784) Ein Familienlogis ist zu vermiethen bei__________Gustav Windecker. 5764) Eine Stube, mit oder ohne Möbel, ist zu vermiethen und kann sofort bezogen werden bei Heinr. Kuhn, Bäcker, auf dem Kreuz.______ ^^Eichen-Stämme mit 201 Cubikfuß, 79 Nadel- „ „ 1678 „ 873 Eichen-Stangen „ 406 „ und 125 Nadel- „ „ 576 Zusammenkunft Morgens 9 Uhr auf der Eisenbahnüberfahrt in der Lindermark. — Eredit bis zum 31. December. Gießen, am 29- Juni 1869. Großherzogliche Oberförsterei Schiffenberg. Dr. Draudt. ______ 5752) Ein im besten Zustand befindliches ChaiSchcn auf Drucksedern (Halbvcrdeck), steht im Gasthof zum Einhorn zu vcr- kaufen.__ 5780) Flicgcnpcipicr, arsenfreies, empfiehlt Emil Fischbach, Scltersweg. Foilgeboteneö. Maizena, die reinste und vorzüglichste aller Mehlsorten, empfiehlt Emil Fischbach, (5781) Seltersweg. 5773) Gut gebrannte Backsteine sind zu haben bei E. Eichenberg. 5760) Ein noch ganz neuer transportabler Heerd mit Brat-Ofen ist preiswürdig zu verkausen. Zu erfragen bei der Exped. dieses Blattes.______________________________ 5750) Bonner Portland-Cement zu cr- mäßigtem Preise bei Emil Pisto r. 36 fr., UnanSlöschlicheZeicbnentmte zum Zeichnen auf Leinen, Seide, Baumwolle rc., ä 27 fr-, Dr. Romershausen's Auqenessenz zur Erhaltung, Stärkung und Herstellung der Sehkraft, ä 1 fl. 45 fr., (5768) empfiehlt Carl Frech. 5763) Im Löwen ist ein Haufen Mist zu verkaufen. G- A rnol d. 5744) In der Universitätsstraße Lit. E- Nr. 78 ist der untere Stock, bestehend in 5 Zimmern, Küche rc-, zu vermiethen und am 1- October d. I. zu beziehen- 5734) Der untere Stock meines Hauses' bestehend aus 4 ineinandergebenden Zimmern, Magd- und Bodenkammer, Küche, Keller, Holzstall rc-, ist sofort zu vermiethen. Chr. Löb er, Neuenweger Thor. Preisen Isaak St. Goar, Buch- und Antiquariats Handlung, R o s s m a r k t 6, nächst der Hauptsache und dem Schillerplatze In Frankfu r t a. M. 5767) Ein Laufmädchen wird gesucht. Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts. Neues Hühneraiigcnm'ttel, ä 4 u. 21 fr., Egiioiichoire, das beste Mittel, sich gegen Mücken, Wespen und andere Jn- secten zu schützen, ä Flacon 18 fr., Flicqcnpapicr, weiftcs und rothcS, , , Accht persisches Inscctenpulver, siche-i in B rcs Mittel zur Vertilgung der Flöhe rc., । 5755) Bibliotheken und einzelne flüssigen das Beste, brauchbare Bücher kauft zu den höchsten 5748) Meine Geschäftsstube befindet sich von heute an in dem Nebenhause des Herrn Apotheker Dr. Mettenheimer. Gießen, den 1. Juli 1869. __________M. Pilger. 5749) Zwei bis drei junge Leute werden gegen hohen Lohn sofort gesucht bei Wirth und Spezereihändler Gg- Sch mehl, am Brand. 5757) Eine perfecte Köchin, welche einem Haushalte vorzustehen vermag, wird zum alsbaldigen Eintritt oder auf den 24. Juli gegen einen Lohn von 80 fl. gesucht. Nur Solche, welche gute Zeugnisse haben, wollen sich ineib.’n. Wo? sagt die Exped. d. Bl. Vermiet!) u ugen. 5742) Eine Laden - Einrichtung, ganz neu, zu Spezerei- und Ellenwaarcn eingerichtet, ist Wegzugs halber billig zu verkaufen bei Nathan Hirsch, in Waldgirmes. 5741) Ein Familienlogis ist zu vermiethen bei H. M. JugHardt. (in halben und ganzen Flaschen); Düsseldorfer Maiwein-, Cardinal- und Bischof-Essenzc, in feinster Qualität, empfehlen I. A. Busch Sohne. 5751) Neueste Bohnenschneidmaschincn, ä 4 fl. pr Stück, bei Emil Pi stör. 5765) Ein braver Junge, der das Metzgergeschäft zu erlernen wünscht, kann sogleich in die Lehre treten bei Karl Malkomesius, auf dem Neuenweg. 5738) Ich suche einen gewandten Wirth- chafts-Jungen. L. Busch Wittwe. 5775) Ein Familienlogis von 4 bis 5 Zimmern wird alsbald zu miethen gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bltts. 5747) Ein junger Mensch, welcher eine schöne Handschrift schreibt und über sein Wohlverhalten gute Zeugnisse aufzuweisen hat, kann Ende September d. I. auf einer Nenlkammer, gegen gutes Honorür, Beschäftigung finden. Das Nähere Lit. D. Nr. 218, im 3. Stock. Wohmuigs-Vcräudcnmg. 5778) Meinen geehrten Kunden die ergebene Anzeige, daß ich nicht mehr auf dem Kirchenplatz, sondern auf der Mäus- burg im früher M ö h l'schen Hause wohne. Philipp Kramer, Schuhmachen frifitr gel'a Äugust^ K'ti wirb späte Das abgegangen fort, umbtuhten, kleinen )ul den fremder und sandle Mklninnr wahrt' tret iÄ WV Ich von ihnen wie jetzt, 1 Der । Mgefiihl mito ßimr ’Blan währte Ä! der Hnnk florper Ui seine t foter nicht.qliicf/i MWeit D, da pm Valsan Unglückliche! den iiäuinci schunzen ge| nnv-rlicebar hit, ms T kie (hinnen statt Tegen M Anden Widerbalt Dervi Obersten, u ßtlommtn, setzen lassen. Summe, fi Labert Uin teilen ßjeinc tic 31 (la t ( ! M m 1, Wh ** Sira t”' R vor b|e ^t-zwe *Ä Zur Feier des Jugendftstes. Eltern und Freunden der Jugend diene hiermit zur Nachricht, dak nach einem früher gefaßten Beschlüsse auch in diesem Jahre ein Jugendfest und zwar Anfangs August abgehalten werden soll. Zur Beschaffung der Gaben und Ehrenpreise ergeht somit an alle Frauen und Jungfrauen der Stadt Gießen und besonders an die Schülerinnen der verschiedenen Mädchenschulen die dringende Bitte, sich durch recht zahlreiche Handarbeiten za bethei- ligen. — Geldbeiträge von allen Denen, die sich für dieses Fest^intercssiren und die ein Herz für das gedeihliche Emporblühen der Jugend haben, sind ebenfalls willkommen. Die unterzeichneten Mitglieder des Comitö's sind zu jeder Zeit bereit, Gaben in Empfang zu nehmen. Uebei' die Zeit der Anmeldung derjenigen Knaben, welche sich betheiligen wollen, wird später Mittheilung gemacht werden- Alb ach , Dr. Buchner, Curschmann, Müller , Rüb samcn, Steiner, V i g e l i u s, Dr. Wciffenbach, Dr. Wittmann, Z i m m er. $rlefliayhifd)er Bericht, mitgctheilt von dem Haupt-Agenten (£♦ W. Dietz. Das Postdampfschiff des Nordd. Lloyd „Berlin", am 16. Juni von Bremen abgegangen, ist am 2. Juli, Morgens 7 Uhr, wohlbehalten in Baltimore angekommen. Das Postdampfschiff des Nordd. Lloyd „Deutschland", am 19. Juni von Bremen abgegangen, ist am 2. Juli, Nachmittags 3 Uhr, wohlbehalten in Newyork angekommen. .GflmaeeeamaMeBBamöMeeeDeeaeeMmeeBceiMHeMeHeeeHeÄeBeeeeeeeeeemMi Telegraphischer Schiffsbericht, mitgctheilt von Chr. Wallenfels Jun. Angekommen in New-Uork r Das Bremer Postdampfschiff Union, Reisedauer 10 Tage. » Hamburger „ Hammonia, „ 9 „ 18 Stunden. Den Juli Wegen Auskünften und Passagen beliebe man sich an Obigen zu wenden. 6. 10. 10. 13. 14. 14. 15. Baltimore. Bahia, Rio und Santos. Eity of Limerick Donau . . . . Siberia. Germania Ohio ... Criterion . . Bremen Liverpool Hamburg Bremen Hamburg nach New-Aork. Antwerpen „ „ Abgehendr Dampfer Paraguay . . . von Havre Temperatur in Gießen, Juni 1869 : niederste.............. 4- 0,5» R. mittlere.................4- 10 94 . Mittel früherer Jahre............4-1315 höchste.................4-22,0 * Niederschlag: an 7 Tagen......... o.7O Z^-, „ im Mittel früherer Jahre: an 14 Tagen . . 2,83 NB. Der kühlste Juni, so lange hier beobachtet wird (22 Jahre). ■ F e u i l l e 1 e) n. D i e Doppelehe. Frei aus dem Französischen, von Emma v. Nindorf. (Fortsetzung.) „War cs nicht nefbedeulungsvoll," fuhr Hrlmina zu Armand gewendet fort, „daß uns bei unserer ersten Unterredung Die Kinder aller Zonen so heiter umblühten, huldigend unserer Liebe? Und weißt Du noch, Armand, den kleinen Julius Ferraud, den goldenen Lockenkopf! Du standest mir fern unter den fremden, kalten Menschen; ich küßte die frischen Rosenlippen des Knab-n und sandte chn dann Dir zu . . . Du küßtest ihn ab . . . so trug der holde Kindermund, ein Unschuldsbot>, unsere Küsse bin und her! Siehst Du, ich bewahrt' treu jede Erinnerung, jedes Zeichen von Dir. Alles Uebrige aber habe ich vcigessin, feit wir allein auf der Erde sind . . . Later und Mutter! — Ich besinne mich nicht auf sie . . . Meine Kinderjahre? — Ich weiß nichts von ihnen . . . das bist ja nicht Du — und mir däucht, ich sei immer, immer, wie jetzt, mit Dir allein auf der Welt gewesen!" Der arme Battr zitterte. In unendlichem Jammer, in t dem Drange nach Mitgefühl suchten seine Augen die Gräfin von Fcrraud — und sie? — sie vermied seinen Blick und hob den ihren frömmelnd zum Himmel empor! Man meldete einen berühmten Arzt, der sich bemühen wollte, durch ost bewährte Kunst die Geisteskranke zu heilen. Der Herzog winkte abwehrend mit der Hand: „Ich möchte ihr dies Leib nicht bereiten. Sie würden den zarten Körper tausendfach martern, ausreiben, den Geist vielleicht nur heilen, indem sie seine ltzten Fesseln sprengten. Ich kenne das. Und dann — ist mein Kind so nicht glücklicher? Wer will ihr den schönen Traum ersetzen? Konnte sie die Wirklichkeit ertragen ? !" O, daß es für den Menschen Leiden gibt, in welchen selbst der Wahnsinn zum Balsam wird! In seinen Tiefen fluthet der fabelhafte Lethe. Gönnt dem Unglücklichen dies Vergessen, laßt ihm sein müdkrankes Haupt untertauchen in den träumerischen Wellen. Gönnt dem Unglücklichen die wahre, vor allen Täuschungen gesicherte Wirklichkeit, die er sich selbst schafft, seine Wirklichkeit, die er unverlierbar besitzt, mehr als wir Die unsere. Wirklichkeit! Was ist Wirklichkeit, was Traum? Alles 0 er nichts! Nichts oder alles! Und das Gedächtniß, die Erinnerung? Was gibt denn die Erinnerung den meisten Sterblichen? Fluch statt Segen; giftigen Mehlihau auf junge Knosp.'N ; für neuaufgegangene Lenze das Andenken Der zerschmetterten; bis an des Lebens fernste Marken ewigen Widerhall einer Klage! Derville hörte mehrere Monate nichts mehr von der Gräfin, noch von dem Obersten, und glaubte daher, cs sei zwischen Beiden ein Vergleich zu Stande gekommen, den die Gräfin aus Rachsucht in einer andern Amtsstube hätte aufsetzen lassen. Demnach berechnete der Anwalt die besagtem Ehabert vorgestreckte Summe, fügte die Unkosten bei und ersuchte die Gräfin Ferraud, den Grafen Ehabert um den Betrag anzugehen, da sie zweifelsohne den Aufenthalt ihres ersten Gemahles kenne. Der gräflich Fcrraud'sche Intendant, welcher erst kürzlich zum Tribunalpräsidenten einer bedeutenden Provinzialstadt ernannt worden war, schrieb schon am folgenden Tage an Deroille die trostlosen Worte: „Mein Herr! Die Frau Gräfin von Ferraud beauftragt mich, Sie zu benachrichtigen, daß Ihr Client Ihr Vertrauen gänzlich mißbrauchte, und das Individuum, welches sich für den Grafen Ehabert ausgab, selbst einge- stand, sich widerrechtlich einen falschen Namen angemaßt zu haben. Genehmigen Sie ic. Delbeeq." „Es gibt doch auf Ehre auch gar zu dumme Leute!" rief Derville. „Man hat gut mitleidig, großmüthig, Menschenfreund und Advocat zu sein — man läßt sich doch fangen. Den Teufel auch! Der Handel kostet mich mehr denn tausend Franken." Kopfschüttelnd durchblätterte der Anwalt noch einmal die bewußten Eha- bert'schen Acten. Seltsam! Er stieß jetzt auf manches, was ihm verdächtig schien. Wie konnte mir das früher entgehen?" fragte er sich selbst und schlug sich vor die Siirne. „Ich muß wahrlich nun selbst an Der Aechtheit dieser Do- cumente zweifeln!" Die junge, hübsche Frau Advocatin, welche sich unbemerkt gemacht hatte, küßte ihrem Manne die Falten von der Stirne und sagte: „Der gute Oberst! Nein, daß er ein Betrüger war, kann und mag ich nimmermehr glauben. Sieh, müßte ich denn sonst in all meinem Glücke jedes Mal, wenn ich an ihn denke, ihm eine Thräne weinen?" Glückliche Nina, die nicht wußte, daß die Thränen, welche wir über den gefallenen Engel im Menschen vergießen, die reichlichsten, wenigstens Die schärfsten (tnD ! Zwei Jahre nach Empfang jene, Zeilen suchte Derville im Gerichtshause einen Advocaten, Den er sprechen wollte. Dieser Amtöbruder hatte bei Der Strafpolizei zu thun. Der Zufall fügte es, daß Derville eben in das sechste Zimmer trat, als der Präsident daselbst Den Landstreicher, Hyacinth genannt, zu zweimonatlichem Gefängnisse verurtheilte. Bei dem Namen Hyacinth betrachtete Derville den Delinquenten, der zwischen zwei Gensd'armes s.-ß, und erkannte in Der Person des Verurtbeiltcn seinen falschen Oberst Ehabert. Der alte Soldat war ruhig, regungslos, fast zerstreut. Trotz den Lumpen, trotz dem uelften Elend«, das aus allen Zügen sprach, trugen sie das Gepräge edlen Stolzes. Im Blicke lag so viel stoischer Gleichmuth, daß Der Richter dieses Siegel nicht hätte verkennen sollen; sobald ober ein Mensch Der Justiz in die Hände fällt, ist er kein moralijches Wesen mehr, keine Seele, nur eine Rechtsfrage, gleich wie er sich in Den Augen des Statistikers in eine Zahl verwandelt. Als Der Veteran in Die Gerichtsstube znrückgebracht wurde, und später mit einem Haufen Vagabunden, über Die man so eben aburtheilte, weggesührt zu werden, machte Derville von Dem Advocatenrechte Gebrauch, im Gerichtshause ein- und auszugeben: Er begleitete Den Soldaten in Die Gerichtsstube und beobachtete ihn da einige Augenblicke, sowie Die merkwürdigen Bettler, welche ihn umr'ngten. Diese Vorhalle Der TbemiS bot eines jener Gemälde, Das leider weder Gesetzgeber und Philosoph, noch Maler und Schriftsteller studieren. Diese Räume waren dunkel, mit Pestluft erfüllt; längs Den Mauern reihten sich, durch steten Gebrauch geschwärzte, Bänke, Der Ruhesitz aller Unglücklichen, Die sich bet diesem Stelldichein des gesummten menschlichen Elends einfinden. E n Dichter würde sagen: das Tageslicht schämt sich, in diese Kloake zu Dringen, durch welche so viel Jammer fluthet. Keine Stejle hier, Die nicht durch ein vergangenes oder künftiges Verbrechen vergiftet wäre; kein Platz, auf Dem nicht ein Mensch saß, Der, voll Verzweiflung über den Schandflecken, mit welchem Die Gerechtigkeit feinen ersten Fehltritt stempelte, eine Laufbahn begann, an Deren Ziele sich die Guillotine erhebt, oder das Pistol des Selbstmörders knallt! Alle, Die auf Den glatten Pflastersteinen Der Hauptstadt gleiten und fallen, prallen an Diese gelblichen Wände zurück; auf ihnen könnte der Menschenfreund Die Rechtfertigung zahlloser Selbstmorde entziffern, über Die scheinheilige Schriftsteller klagen, ohne einen Schritt zu thun, um dem UebcI vorzubeugen. So bildet diese Halle wahrhaft eine Art Vorspiel zu den Dramas der Morgue und des GrevcplatzeS. Der Oberst Ehabert setzte sich jetzt mitten unter alle die Menschen mit kraftvollen Gesichtern, Die in tiefes Elend gehüllt waren. Sie schwiegen, in langen Zwischenräumen oder plauderten leise, Denn Gensd'armes lustwandelten auf und ab und ließen ihre Säbel auf Dem Fußboden klirren. „Erkennen Sie mich?" fragte Derville Den alten Militär und stellte sich vor ihn bin. „Ja, mein Herr," entgegnete Ehabert, indem er ausstand. — „Wenn Sie ein rechtlicher Mann sindsagte jener leise, „wie mochten Sie mein Schuldner blechen?" — Der alte Soldat errothete wie ein junges Mädchen, das von Der Mutter über eine heimliche Picbe zur Rede gestellt wird. „Wie, Frau von Ferraud bat Sie nicht bezahlt?" rief er laut. — „Bezahlt? Sie schrieb mir, Daß Sie ein Betrüger sind." — Der Oberst hob Die Augen mit einer wahrhaft erhabenrn Bewegung voll Abscheu und Fluch empor, als wolle er bei Der ewigen Gerechtigkeit im Himmel über Diesen neuen Trug klagen. „Herr," sagte er mit einer Stimme, welche Durch das Uebermaß Der Erregung gedämpft ward, „wirken Sie bei Den Gens- D'armen fii’r mich Die Erlaubnis; aus, daß ich in Die Gerichtsstube treten darf; ich will Ihnen eine Vollmacht geben, Die gewiß ausgelöst werden soll. Ein Wort von Derville genügte, um Dem Elicnten Den erbetenen Eintritt zu verschaffen. Hyacinth schrieb einige Zeilen an die Gräfin Ferraud. „Schicken Sie ihr das," sagte er, „und alle Ihre Vorschüsse und Kosten sollen getilgt werden. Glauben Sie mir, Herr, wenn icb Ihnen auch für Ihre Leistungen meinen Dank nicht aussprach, so steht er deßhalb nicht weniger hier geschrieben" — er legte die Hand auf das Herz — „ja hier, hier, warm und treu ! Wag kann ein Unglücklicher ? Lieben — dies ist Alles." — „Wie," srug Dcrvillc, „Sie haben sich keine Einkünfte stipulirt?" „Still davon," entgegnete der Greis. „Sie wissen nicht, wie tief ich das Außen leben verachte, an Dem Die Meisten so innig hängen. Mich hat plötzlich eine Krankheit überfallen: Widerwillen vor der Menschheit. Denke ich, Daß Napoleon auf Sanct Helena ist, wird mir alles hienicden gleichgültig. Ich kann nicht mehr Soldat fein — Da liegt mein ganzes Unglück. Ueberhaupt," setzte er fast kindisch hinzu: „besser Luxus in Gefühlen, als in Kleidern! Verachte mich, wer Lust hat!" Mit Diesen Worten nahm er den verlassenen Sitz auf Der Bank wieder ein. Derville entfernte sich. Da er in feiner Amtsstube anlangtc, sandte er gleich Den Oberschreiber zu Der Gräfin Ferraud, Die nach Lesung Des Billctö ungesäumt Die schuldige Summe auSzahlen hieß. (Schluß folgt.) a u bei bcr Der unabhängigere Eharaktcr Die Ticrepartei vcr- dcn Vordergrund za trenn. Abend, 50 Mann stark, noch »hbaction. Druck und Verla« der Brühl'jchen Druckerei (Fr. CH r. Piet ich) in Gi-ben. deutsche 153, lo- W n 2 bes Kal L A werden, letzteren coucwm L'esm 5824) . de-r Glei'b Garten c wir dies wir, baß serisröder ließen, Großh Lreis v diitSri' Lost bei Dl 5794) vorbemerl M Perl naben fid Gießen Großl welches Lehranst T B fiatlfinbi T V 5823) Echeucm Mlz- uni Thüren, Geh 'leine, jot Di öffentlich Gießen, ‘Mfr liefern, so» »812) M * bie 8 Ätz uni sich über d e einzureichenden Intupcllationen^zu rerständigen, ttrcn enischcidenlste Vaim bestcbt: „Die Regierung zu tragen, welcher Mittel sie sich zu bc- dicn.n gerenkt, um vie wünsche ces Lances zu er- füllen und diN pcsetzgebcnrcn Körper mehr und mehr . 5811)^ ammelte sich gestern in ter Wohnung rcs Teputiricn Brame, iO e r ar i s ch t e S. Darmstadt, 30. Juni. Das heute erschienene Regie, rungöblatt Nr. 27 enthält: I. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Groß- herzoglichen Hauses und des Acußern. die Telegraphen Ordnung für die Eaircfpoiideiij auf den Linien deö Telegraphen-Ber- eins betreffend. Mit Bezug aus die untern, 14. Januar l. I. (Reg. Blatt Nr. 4) veröffentlichte Telegraphen Ordnung für bie Korrespondenz auf den Linien deö Tclegraphen-Veren.swird bie nächst eb ende, zusätzliche Bestimmung zu den betreffenden Paragraphen der gedachten Telegraphen-Ordnung enthaltene Bekannt- machung des Kanzlers bes Nvrdd.irischen BunreS d. d. Berlin 13. Juni 1869 zur öffentlichen Kenntniß gebracht: 9tach §. 15 ber Telegraphen-Lronung für bie Korrespondenz auf den Linien des Telegraphen. Vereines rc. von 186tf hat btc Aufgeber einer D'Pejche baS Recht, breselbe zu rec mman- bircn. In diesem Falle wirb bie Depesche von allen Stationen, welche bei der telegraphischen Beförderung, beziehungsweise Llusnahnie Mitwirken, vollständig collationirt, und die Bestimmungs-Station sendet dem Aufgeber telegraphisch, un> mittelbar nach der Bestellung an den Adressaten oder nach der Abgabe an die Weiterbeförderungs-Anstalt, eine Rückmeldung mit genauer Angabe der Zeit, zu welcher die Depesche dem Adressaten, beziehungsweise der Weiterbesörderungs-Anftalt zu- gestellt worden ist. Die Einführung der recowmandirten Depeschen hatte den Zweck, dem correspondirenden Publikum ein Mittel zu biehn, die Wahrscheinlichkeit einer cd rrer teil UebermiNelung seiner Depeschen au d.n Adressaten, soweit dieß bei der Natur der telegraphischen Betriebs Mittel überhaupt zu erreichen ist, zu vermehren. Erfahruiigsuiäßig werden recommandirie Depeschen jedoch nur in ,ehr geringer Zahl anfgegeben, muthmaß- tich weil die Tare für die Recommandation gleich derjenigen für die eigentliche Depesche ist. Um nun dem correspondirenden Publikum ein ferneres Hülfs- mittel zu bitten, sich eine correete Uebermittelung seiner De- pesche — soweit es thunlich und nölhig ist — zu sichern, soll vom i. Juli c. an versuchsweise im internen Bekehr das Neckt bet Necommandirung, wie solches durch §. 15 der Telegraphen Ordnung gewahrt ist und auch noch fernerhin in (JUtring bleiben wird, dahin erweitert werden, daß der Anf- geber einer Depesche, w.lcke nach einem Orte innerhalb des Norddeutschen TelegraPheii-GebieteS gerichtet ist, bie Voltheile bei Recommandativir auf einzelne T heile seiner Depesche beschränken kann, ohne versi'chlet zu fein, gleich das Doppelte der GeiauinaTare zu bezahlen. Zu diesem Zweck bat der Aufgeber diejenigen Worte, Zah len, einzeln stehenden Buchstaben oder Buchstaben - Gruppen (cfr. §. 14, 6 der Telegraphen-Ordnung), deren correete lieber? Mittelung er vorzugsweise für nothmendig halt, damit die De- sche ihr.n Zweck erfüllen könne, zu unterstreichen. JedeS unterstrichene Wort rc. wird bei der Ern ittelung der Wortzahl, abweichend von den allgemeinen Bestimmungen deS §. 14, 7 der Telegraphen Ordnung, doppelt gezählt, dafür jedoch von allen bei der Beförderung resp. Aufnahme der Depesche beteiligten Stationen collationirt werden. Gelangt trotzdem ein solches unterstrichenes Wort rc. entstellt in die Hönde des Adressaten, so daß die Depesche nachweislich ihren Zweck nicht hat erfüllen können, so werden dem Aufgeber auf deßfallffge rechtzeitige Neclamation die für die Depesche gezahlten Gebühren zuruckgezahlt werden. Im Falle der Verstümmelung nicht unterstrichener Worte rc. bei unrecommandirten Depeschen werden fortan die Gebühren nicht zuiückerstaltet. 11. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern, da« Octroi - Reglement der Kreisstadt Offenbach vom 19. Juli 1834 betr. III. Verzeichniß rechtskräftig gewordener, in Gemäßheit des Art. 30 des Strafgesetzbuchs im Negierungsblatt bekannt zu machender Straferkenntnisse der Gerichte der Provinz Starkenburg. Wiesbaden, 1. Juli. Wie auch das Kleinste und Unscheinbarste immer noch einen großen Werth hat, dafür liefert einen Beleg, daß sogar bie kleinen Eigarrenabschnitt- ch e n — bie Spitzen, welche man abschueidet unb wegwirft, bevor man die Eigarre anzunbet — daß selbst diese ihre Verwendung sinden. Unglaublich nahmen wir die Mittheilung auf, daß in München ein Verein bestehe, welcher solche Eigar- renabschnitte gesammelt, an einen Schnupftabaksfabrikanten verkauft und aus dem Erlös ein halbes Dutzend armer Jungen mit rollständigen Winteranzugen versehen habe. Und doch ist es so. Sind doch.schon Berliner Kaufleute dazu gekommen, das Pfund solcher Eigarreuabschnitte zu 6 Silbergroschen als Nauchtabak zu verkausen! Auch hier in Wiesbaden habeü sich seit Kurzem einzelne Eigarrenconsumenten sowohl, wie auch Eigarrenhändler vereinigt, von ihren und Anderer Nauckopfer die Abschnittchen zu sammeln, unb roenn eine größere Ouan- tität zusammen, dieselbe zu Gunsten der Blindenschule in obiger Weise zu verwerthen. Möchten diese Zeilen dazu beitragen, daß immer mehr Raucher sich bie Muhe nehmen, aus Dankbarkeit für den hohen Genuß einer guten Eigarre den kleinen, ihm zu Nichts nutzenden Tribut der Eigarrenabschnitte einzusammeln und die kleine Muhe zu einam wohlthätigen Werke beantragen. Aus Hcrrildcn schreibt man der „Fränk. Ztg.": Bielen Anzeichen nach bekommen wir schönes Wetter. Die Polarströmung gewinnt große Ausdehnung über Europa Bon Irland nach Italien zu bildet sich ein wellenförmig emporsteigen- gender Luftbecg mit hohem Barometerstand, dabei wird das Lilftmeer nicht nur ruhiger, sondern eö sind auch bie Lufl- druckbisserenzen im Abnehmen begriffen. Auch die Temperatur nimmt überall wieder zu. * Velocipcdismus. Der Betvcipedcnsport hat in Berlin rasch eine solche Ausdehnung gefunden, daß die bisher zum Tummelplatz der „Strampelbeine" benutzten Räumlichkeiten in der früheren Artilleriewerkstatt nicht mehr ausreichen und an eine Beschaffung angemessener Lokalitäten gedacht werden muß. Zn diesem Zwecke unb um einen Belociped.sten Elub zu giünben, hatte sich am Freitag Abend eine große Anzahl Ve- locipedier in dem oberen Saale des Zennig'schen NelianrantS, unter den Linden, eingefunden, die nach längerer Debatte beschloß, mit bet Gründung eines Berliner Velocipedisteu-ElubS vorzugehen, in denselben vorläufig aber nur das zweirädrige Velociped Fahrende aufzunehmen. Zum Vorsitzenden würbe .Professor BegaS gewählt. Die Pinzgauer erfreuen sich in Oesterreich eines großen RuseS; bet Binbergefelle Haberl in Wien, ein hübscher Luftikus erster Elaste, horte von ihnen, sie suchten an Dummheit ihres Gleichen unb bie Dümmste fei Fran Marie Lechner, eine wohlhabende „Obstlehnerin". Sofort machte er sich nach Pinzgau auf, stellte sich ber Frau Lechner als Stabsarzt der Theologie unb Unterarzt der Medicin vor und wurde freundlich anfge- genommen. Im Laufe der nächsten Woche erfuhr die Bäuerin, er habe feine Güter dem Rothschild verkauft, und das Kaufgelb von 15 Millionen Gulden bei der Wiener Bank angelegt, wo es ungeheure Zinsen trage. Der Frau des Erzherzogs Albrecht in Wien schrieb er alle Tage Briefe, bie kenne er ganz genau, sagte er, denn er habe ihr den KrebS geheilt; auch an den Henn Erbherzoq schrieb er, um den Sohn ber Frau Lechner von den Soldaten frei zu machen. 91 ur ein Malheur hatte er, er hatte fein Reisegeld verloren; das war aber fein Unglück; denn bie gute Fran lieh ihm ihr ganzes vorräthigeS Gelb, 445 fl. in Papier, und er versprach es ihr in Jnspruck in lauter harten Gulden wieder zu geben unb für jede Stunde 1 Gulden Silber Zinsen zu zahlen. Mit dem Sohn und ber Tochter ber guten Frau fuhr er nach Jnspruck, flieg in einem Gasthof ab, ging fort, um baS Gelb zu holen unb kam nid t reicher. In Kufstein würbe er erwischt, in Wien vor Gericht gestellt. Er erkälte fein Abenteuer mit vielem Humor unb wurde trotzdem zu 7 Jahren schweren KerkerS verurteilt. Tie 300 Stockstreiche, die ic früher als Soldat erhalten hatte, konnten ihm die losen Streiche nicht austreiben. ** Ein erfahrener Reisender e>klärte kürzlich einer schwärmerischen Dame, die nach Freiligrath's poetischen Bildern Afrika S ihre Anschauungen über dieses Land gebildet, einen .Rameelritt durch die Wüste folgendermaßen: „Nehnren Sie gefälligst einen Bureauschemel zum -Drehen, dieh.n Sie den Sitz so hoch rote möglich; letzen Sie denselben mir einen Leiterwagen ohne Federn und |id) selbst auf den Schemel, und fahren Sie bann in den Hunde tage», nackdem Sie 24 Stunden gedurstet, über ein niigepflügtes Kartoffelfeld. Wenn Sie dann nicht I)inunterfüllen und den Hals brechen, werden Sie fehr bald einen ungefähren Begriff von dem poetlfchen Ka- meelritte durch die Wüste erlangt haben." — Am Johannistage sind auf den sechs großen Blumen. Märkten von Paris für etwa 1 Millian Franken Blumensträuße verkauft worden als Nameustagsgesckuile für alle die Johanne und Johanna 'S, bie sich in der französischen Hauptstadt befinden. Berlin, 1. Zuli. Der „Staatsanzeiger" bringt einen Ei iah des Königs, noch wclchcm Graf Bismarck auf feinen Wunsch für mehrere Monate bis zur völligen Wiedcrhirstellung feiner Gesundheit vom Präsidium des Slaateminisikriutrs und von ter Be- theiligung an den Berathungen diffelben entbuntcn wirt. Zugleich wird der Präsident ces Bundeekanz- leramtes, Dclb'ück, beauftragt, allen Beratlungen des EtaateministcriumS, welche mit den Bundeöangcle- gknbeitcn in Beziehung stehen, brizuwobnen. Berlin, 2. Juli. In der heutigen (9.) Sitzung des ZellbundesratheS fübrlc der Präsident des Bundeskanzleramts, Delbrück, den Vorsitz. Es wurden zunächst Mittbcilungen des Präsidenten deS Zollpar- laments, betreffend die Beschlüsse des Zellparlaments über Pct tionen wegen Einleitung einer Nrünzresornr nud wegen Aendciungen im amtlichen Waarenvex- zxjchnisse, vorgclegt. Die Präsidialvorlagen, betr. a) die Erediisrlst für Entrichtung der Rubenzucker- steucr; b) den Entwurf eines Pauschsummen-Etats für das Königreich Preußen; c) deßgleichen für das Großherzogthum Luxemburg; d) dcßgl. für das Herzogtum Lauenburg; e) tie Errichtung von Privat-Salzlagern ; f) Nachsteuer-Ermäßigungen im Hcrzogthum Lauenburg, sowie ein Antrag Anhalts, betr. die Ercditfrift für Nubenzuckerstkucr, und ein Antrag Hamburgs, betr. den Zollralmlt der We n- großl ändler, gingen an die betreffenden AuSscküsse. Es folgten sodann Aueschußberichte über die Piasi- dialvorlagen, betr. 1) die Gewährung von Zellcie- Viten bei dem Hauptzollamte im Hamburg; 2) Oie Gewährung von Ortszulagen an die Skationecen- troleure m Lübeck, Bremen und Hamburg; 3) die Credilsrist für Einrichtung der Rübenzuckeistcrier; 4) Ermäßigung an der Nachsteuer in Laucnburg; 5) die Gewährung einer Aussubrvcrgütung für Bonbons; 6) die Vergütung der Kosten für die Erhellung und Verwaltung der Tabalssteucr; 7) die Errichtung von Prirat-Salzlagein; bj ren Abschluß eines Handels - rc. Vertrages mit Mexico; 9) die an P^rde-Unlerhaltungegeicern zu gewäbrcnden Mi- nimatsätze, ferner über die Anträge Lübecks und beider Mecklenburg, b'tr. Nachlässe an der Nachsteuer. Kassel, 2. Juli. Die heutige „Hess. Volkszra." thcilt Einiges aus Ocm neuen Proteste d es Ex Kurfürsten mit. Bezüglich der in den amtlichen Gründen zum Beschlagnabure - Gesetzentwuef au-ge- steUten Behauptung, die Eidesentburdung des Kurfürsten habe zu der Erwartung berechtigt, Letzterer werde sich der neuen Ordnung der Dinge fügen, hciße es in der neuen Denkschrift: eine Elwartung dieser Art gehöre „ins Reich der Träume und Illusionen." Es sei thöricht, zu glauben, der Kurfürst betrachte die E'deSentbindung nachträglich als eine widerrechtliche, oder alS habe er sie widerrufen; aber er vertraue allerdings daiauf, mit Gottes Hülfe in fein Land und in den Besitz seiner auf Grund leg- timen Rechtes ihm zugehörigen Regierungsrechte zu- rückzukehren, und er habe demgemäß die Eidesent- llincüng auch ,.ausdruckl ch nur unter der Voraus- fetzung, d. h. für die Dauer der jetzt bestehenden thatfachlichen Vcrhältnisie, vorgenommen"; er habe solange nur darauf verzichtet, die Beweisung der Treue zu verlangen, welche in der Mitwirkung zur Btsreiung des Vaterlandes ihre eigentlichste Erprobung finde; aber ) Iirthüm.r über die bürgerliche Gesellschaft, an und für sich und in ihren Beziehungen zur Kirche betrachtet; 7) Irrthümer über natürliche und christliche Ethik; 8) Irrthümer über die christliche Ehe; 9) Irrthümer über den Principal des römischen Bi- schofeö; 10) Irrthümer über den modernen Libcra- liönrus; im Ganzen 88 Sätze. den König mitgetheilt. Stuttgart, 4. Juli. Der „StaatS'Anzeigcr" schreiet i W^r |ind in ter Lage zu erklären, daß wegen Auscrhnung der Compttenz des norddeutschen Oberbandelegerichts auf die süddeutschen Staaten und speciell auf Wintern berg weder Vnhandliingen in irgend einem Sinne nut unserer Regierung an- gekniipft worden find, noch von irgend einer Seite her eine Soncirung st'ttgesunden hat, daß mit keinem Mitgliede der Regierung, ineb.soncere auch nicht mit dem H.rin Iustizmiiilstcr, eine Besprechung über feue Ausdehnung eriolgt, ocer auch nur Anlaß zur Aeußeiung einer Ansicht gegeben worden ist. Paris, 1 Zuli. D . : Kl’"' der Kammer beginnt mehr und mehr schon jetzt in