lt SPolfhnlammhinq in \t. war ran 2OUO Ejmaairnrn für Adslbis' 3(ini ; sorlwährrnd. *■’* ! rr arliltrn, W Pj e*n>® ' ’ta« »*" «*■"' Je turn, I-rdrr in bt- "bli, ,l ,n Mfyti 1 1 MÜrt dl tu. A die 1 dirtrr A,? ^ «" «. w",,;«» «m rlfl-' i'",,,»«« ti( A* ’Ä* # *S4 -*"A, «t ,f L-../m a°fh PcetS »terteljLhrltch 3» h. mit Brtngerlohn. Durch btv Bost bezogen vierteljährlich 49 ft. Gichmer Erscheint wöchentttch drn» mal; Dienstags, Donner- stagö und Samstags. — Expedition: Canzleiberg Ltt. B. Nr. 1 Anzeige- und Amtsßlalt für den Kreis Kielen. Nr. 10’4. Samstag dcn 4. ScPtcmbcr tsoo. Brodpreise vom 4* bis 11. September 1869, nach eigener Erklärung der Bucker: * 4 Pfund gemischtes Brod 16y2 fr. 2 Pfund gemischtes Brod 81/4 fr. 4 Pfund Roggenbrod 14 fr. 2 Pfund Roggenbrod 7 fr. '21 m 11 i d) e B e k a rr n t m «r dD u n g e n Bekannt m a ch n n g. Nachstehende mir von dem Vorstand der Oberhessischen Viehversicherungs-Anstalt zugekommene Nachricht über die Wirksamkeit dieser Anstalt bringe ich hiermit Kenntniß der Landwirthe des Kreises Gießen. Hießen, den 31. August 1869. Der Director des landw. Bezirks-Vereins Gießen: Dr. Goldman n. Die nn Jahre 1844 für den ehemaligen Kreis Hungen gegründete, im Jahre 1848 auf die ganze Provinz Oberhcssen ausgedehnte, und nunmehr den Namen führende „„Oberhessische" Viehversicherungsanstalt" zählt in 40 Orten der Kreise Gießen, Nidda, Friedberg und Grünberg 267 Mitglieder. Als Director fungirt seit mehreren Jahren der Secretär des landw. Vereins von Oberhesftn, Gräfl. Gutsverwalter ($ro$ in Arnsburg. Die Anskalt hat den Zweck, den Viehbesitzern Gelegenheit zu geben, ihre Pferde und ihr Rindvieh zu versichern, in der Art, daß denselben eine entsprechende Entschädigung zu Theil wird, wenn sie durch eintretende Unglucksfällr irgend einer Art einen unverschuldeten Verlust an ihrem Vieh erleiden. Die Anstalt erseht den Versicherern bei all?« Todesfällen ihres Viehes, welche durch natürliche Ereignisse oder Krankheiten ohne Verschulden derselben oder ihrer Familie entstanden smd, unter Voraussetzung feststehender Bedingungen drei Viertheile der Versicherungssuinme. Eine Entschädigung wird nur nicht geleistet, wenn der Verlust durch Raub, feindliche Gemalt, absichtliche Verletzung, grobe Fahrlässiigkeit oder durch Englisiren der Pferde Statt findet- Nach vorliegendem Rechnungsabschlüsse für das Jahr 1868 waren im Jahre 1868 versichert: Pferde Rindvieh im I. Quartal 302 Stück mit 59385 fl. Werth II. „ 316 63034 III. „ 322 62973 IV. „ 332 ,, 65831 im I. Quartal 559 Stück mit 60550 fl. Werth „ 11. 606 „ 68971 „ III. 594 „ 67626 „ IV. 615 u „ 69740 Die Beiträge sowohl für Pferde als für Rindvieh betrugen für das ganze Jahr 8'/r Heller vorn Gulden Versicherungs-Capital. Die Summe der Beiträge für Pferde berechnete sich auf 2230 fl. 41 Der Erlös für Häute berechnete sich auf . 17 „ 25 Summa 2248 fl. 6 Vergütet wurden für 12 Pferde..... 1689 „ 45 Die Summe der Beiträge für Rindvieh betrug . 2369 fl. 22V» Der Erlös für Fleisch....... 266 „ 49 Summa 2636 fl. 11 y4 Vergütet wurden für 34 Stück Rindvieh .... 2714 „ — Die Verwaltungskosten der Anstalt berechneten fich auf 359 „ 38 Bis zum Jahr 1868 wurden an Entschädigungen ausbezahlt: für 176 Stück Pferde ....'.. 16417 fl. 41 für 1099 Stück Rindvieh....... 52018 „ 13V2 fr- fr. fr. fc fr. Summa 68435 fl. 54Vz fr. Gefundene Gegenftände: Ein kleines weißes Taschenmesser, gez. R. C. eine eiserne Kette', ein gesticktes weißes Taschentuch, ein eiserner Haken mit Ring und eine goldene Vorstecknadel. Die Eigenthumer werden aufgefordert, fich binnen 3 Wochen bei uns zu melden, widrigenfalls diese Gegenstände auf Verlangen an die Finder zurückgegeben oder fväter zu Gunsten der Armenkafie werden versteigert werden. ° F Gießen, den 3. September 1869. Großherzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzialhauptstadt Gießen. , Nover. Besondere Bekanntmachungen. 7434) Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der hiesige Küfermeister Louis Loos, nachdem die Sach- untersuchung ergeben, daß derselbe in Folge unmäßigen Genusses geistiger Getränke an Geistesschwäche leidet und unfähig ist, sich selbst vorzustehen, unter gerichtliche Cura- tel unterm Heutigen gestellt und ihm ein Curator in der Person feines Bruders, des hiesigen Bürgers und Oeconomen, Emil Loos, beigegeben worden ist. Zugleich macht man darauf aufmerksam, daß keinerlei Geschäfte mehr mit Rechtsverbind- lichkeit mit dem genannten Curanden abgeschlossen werden können, vielmehr alle Geschäfte für ihn nur mit dessen Curator, wenn sie rechtliche Wirkung haben sollen, zu vollziehen sind. Etwaige Forderungen an den Curanden sind ebenfalls bei dessen Curator anzumelden. Gießen, den 31. August 1869. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Dr. A. v. Grolman, Stadtrichter. Justizrath. C d i c t a l l a - u n q. 7460) Der sehr geringe und nach den bis jetzt angemeldeten Forderungen bereits überschuldete Nachlaß der am 1. April d. I. dahier verstorbenen Katharine Klinket von Staufenberg ist von der einzigen Jn- teftaterbin unter der Rechtswohlthat des Inventars angetreten worden. Es werden daher die bis jetzt noch unbekannten Gläubiger aufgefordert, innerhalb 8 Tagen ihre Forderungen dahier bei Meidung deren Nichtberücksichtigung anzumelden. Zugleich werden sämmtliche Gläubiger aufgcfordert, zum Behufe des Versuchs eines Arrange- mentsabschlusses Donnerstag den 16. September, Vormittags 9 Uhr, bei unterzeichneter GerichtssteUe zu erscheinen, mit dem Anfügen, daß die Nichterschienenen als den Beschlüssen der Mehrheit bdgetreten angesehen werden. Gießen, am 25. August 1869. Großherzogliches Landgericht Gießen. Bötticher. 7472) Das Vcrzeichniß über die vorn 1. August 1868 bis Ende Juli 1869 in der Gemarkung Gießen cingetretenen Culturver- änberungen, sowie das Verzeichniß der im Laufe des Jahres 1869 neu erbauten oder durch Bauveränderungcn im Werthe erhöhten ober verminderten Wohnhäuser, liegen 14 Tage lang auf dem Rathhause dahier offen. Gießen, den 2. September 1869. Vogt, Orlsgerichtsmann. Versteigerungen. 7471) Auf freiwilliges Ansuchen der Marie Wallenfels, Ehefrali des Kammerdieners Nestel zu Darmstadt, sollen die derselben gehörigen Grundstücke Montag den 13. September d. I., Nachmittags 2 Uhr, auf dahiesigem Rathhause versteigert werden, als: Zlur Nr. D-RIftr. 2s/t 352 Acker am Schlangenzahl, zieht durch den Schützges- brunnenroeg, 25/2 96 Wiese daselbst, 25 z 97 Wiese daselbst, 25/. 352 Acker daselbst, 25/, 400 Acker daselbst, 25/g 186 Acker daselbst, 39/G7 426 Acker hinter dem Wallbrunnen. Gießen, den 2. September 1869. K. Vogt, Ortsgerichtsmann. Bn-qedliiu; von Schreinerarbeit. 7431) Nächsten Montag, den 6. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, soll im Geschäftszimmer des hiesigen Gar- nison-Lazareths die Lieferung von: 1 Receptirtisch ) „ , a ., 1 iHepofitoriuml "aä> Segnung, auf dem Submissionswege vergeben werden. Voranschlag, Bedingungen und Zeichnung können vom 3. l Mts. an in dem obengenannten Geschäftszimmer eingesehen und die Offerten von da an bis zum 6. l. Mts., Vormittags 10 Uhr, in das am Eingang zum Geschäftszimmer aufgehängte Submif- sionskästchen eingelegt werden. Dieselben müssen verschlossen und mit der Aufschrift: „Submission für Lieferung von Schreinerarbeit in das Garnison-Lazareth zu Gießen", versehen fein. Bei Eröffnung der Submission können die Sntereffonten beiwohnen. Gießen, den 1. September 1869. Grvsiherzogliche Garnlson-Lazarcth- Commifsion. 7470) Montag den 13. September d. I., Nachmittags 2 Uhr, soll auf hiesigem Rathhause die Hofraitbe des Andreas Plank, als: Flur 1, Nr- 47 und 48, freiwillig, wegen Erbauseinander- setzung, versteigert werden. Gießen, den 2. (September 1869. K. Vogt, Ortsgerichtsmann. Leipachtung von Triebvierteln bei der Stadt Gießen. 7437) Mittwoch den 8. September d. I., von Nachmittags 2 Uhr an, sollen 175 Stück leihfällige Triebviertel auf weit ere 6 Jahre verpachtet werden. Die Zusammenkunft ist am Nassauerhvf. Gießen, den 1. September 1869. Großherzvgliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. GrnmmetqraS - Versteigerung. 7473) Freitag den 10. September d. I. soll das Grummetgras von den Wiesen der Frau Block an Ort und Stelle versteigert werden. Die Zusammenkunft ist Nachmittags um 2 Uhr an der großen Wiese am Leihgesterner Weg und Nachmittags um 5 Uhr an der Wiese am Psau. Ferner soll in demselben Termine das Grummetgras von den Wiesen im Hegstrauch und am Sandkauter 28eg, den Kindern erster Ehe des Ernst Ludwig Kämmerer gehörig, 9tachmittags um 3 Uhr an Ort und Stelle, sowie das Grummetgras von den Wiesen des verstorbenen Ortsgerichts- Vorstehers Ebel, am Neuenweger Thor, Nachmittags um 4 Uhr, versteigert werden. Gießen, den 2. September 1869. K. Vogt, Ortsgerichtsmann. 7461) Donnerstag den 9. September d. I, Nachmittags 1 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhause nachverzeichnete Grundstücke, den Andreas Plank Erben gehörig, einer nochmaligen Versteigerung auf 4 Zielzahlungen ausgesetzt werden, als: Zlur Nr. oKlftt. 3/7iU.74a 252 Acker am Krofdorfer Weg, 19/92 304/ 93U. 472-Acker am Gänswinkel, 94 540) 22/t23 309 Acker am obersten Wingert, 23/d4 319 „ am Schlangenzahl, w/i22 308 „ auf den Haasenköp- pelweg, 25/z24 181 „ zwischen dem.Aul- 25/240 386 20/225 304 n 2S/lbl 208 181 208 162 440 29/63 798 3%8 431 SG/50 276 S0/6i 262 3,/30 603 31/107 407 u 3V11< 356 ff u. Leihgesterner Weg bei der Heß'schen Brauerei, daselbst, am Weg, Wiese am untersten Riegelpfad, am hohen Rain zwischen dem Sand- und Erdkauter Weg, auf der Weißerde, am Atzelbusch, daselbst, daselbst, zwischen dem Grü- ninger Pfad und Erdkauter Weg, am Sand- und Erd- fauter Weg, daselbst. Gießen, den 27. August 1869. K. Vogt, Ortsgerichtsmann. Grummetgras • Verstelgerullqen bei dem Großherzoglichen Rentamte Gießen. 7430) Das diesjährige Grurnrnetyras auf den Großherzoglichen Dornanialwiesen wird versteigert: 1) Montag den 13. September, a. Morgens um 9 Uhr von 22 Morgen in der Gemarkung Alten-Buseck, (bei Wirth Ph. Kramer Hl. daselbst.) b. Vormittags um 11 Uhr von 25 Morgen der Sorauwiese in der Gemarkung Staufenberg, (bei Wirth Walther zu Daubringen.) c. Nachmittags um 1 Uhr von 5 Morgen der Mühlwiese in der Gemarkung Treis a. d. Lda., (bei Wirth Benner daselbst.) 2) Mittwoch den 15. September, a. Morgens um 9 Uhr von 135 Morgen in der Gemarkung Wiescck, (bei Wirth Dorield daselbst.) b. Nachmittags um 3 Uhr von 142 Morgen der Weid-, Burg-, Ochsen- und Weidenstrauch-Wiese in der Gemarkung Gießen, (im Gasthaus zum Pfau bei Gießen.) 3) Donnerstag den 16. September, Morgens um 9 Uhr von 96 Morgen in den Gemarkungen Leihgestern, Schiffenberg und Watzenborn, (im Gemeindehause zu Watzenborn.) 4) Freitag den 17. September, a. Morgens um 9 Uhr von 43 Morgen in der Gemarkung Grünberg, (bei Wirth Baist im Taunus daselbst.) b. Nachmittags um 2 Uhr von 28 Morgen in den Gemarkungen Queckborn und Haarbach, (bei der Sommersmühle.) 5) Montag den 20. September, a. Morgens um 9 Uhr von 23 Morgen in der Gemarkung Lindenstruth, (bei den Wiesen daselbst.) b. Vormittags um 11 Uhr von 71 Morgen in den Gemarkungen Göbelnrod und Saasen, (am Morensee.) Steigliebhaber können sich vorher die Wiesen von den betreffenden Wiesenwärtern zeigen lassen. Gießen, den 30. August 1869. Grobherzogliches Rentamt Gießen. Lyn cker. Lieferung von Beltstroh. 7506) Donnerstag den 9. d. Mts., Vormittags 10’/2 Uhr, soll die Lieferung von circa 2140 Gebund Kornstroh, per Gebund 16 Pfund, auf die Bedarfsperiode 1869/70 mittelst Soumission vergeben werden. Die Lieferungs-Bedingungen liegen Nachmittags von 2 bis 5 Uhr auf dem Büreau der Garnisonverwaltung zur Einsicht offen. Gießen, den 4. September 1869. Großherzogliche Garnisonverwaltung. Kalbfleisch. 7483) Christian Jughardt, Wirth, ist Willens, seine in Gießener und Wiesecker Gemarkung gelegenen und in bestem Zustande befindlichen Grundstücke Donnerstag den 9. September, Nachmittags 2 Uhr, unter sehr günstigen Bedingungen, auf dahiesigem Rathhause meistbietend versteigern zu lassen, als: Flur Nr. mKlftr. Vito 533 Acker am Wismarer Weg, an Superintendent Bech- tholds Garten, 1. Klasse, 2/i79 54 Gewann-Lappen daselbst und am Lahnfluß, 26/25i 318 Acker am untersten Niegel- pfad, VzL, V?2. Klasse, 31/iie 355 Acker am Sandkauter Weg und Grüninger Pfad, frisch gedüngt, m/so 165 Wiese im Wallpförter Feld, rechts der Chaussee, 38/s3U-54 234 Wiese daselbst, rechts der Chaussee, 39/o 327 Wiese beimFürstenbrunnen, 39/71 190 Garten, rechts des Wiesecker Wegs, 39/o2 1020 Acker daselbst, 39/222bi3224 1052 Acker, rechts der Chaussee, 39/225 554 Acker daselbst, 40/282 80 Acker auf dem Sand, "/ssbissg 629 Acker vor der Warthe, auf die Marburger Chaussee, 41/io6&i3io8 995 Acker vor der Warthe, auf die Chaussee, mit Klee be- saamt, 41/i33 432 Acker, auf die Warthe, links der Chaussee, "/iU-2 560 Acker, links am Badenburger Fußpfad, 45/<7 464 Acker daselbst, 45/i66U.266a 273 Acker am Galgen, auf die Chaussee und die Marburger Straße, 44/i22,2 246 Acker am grünen Weg, frisch gedüngt, 46/i89,5 354 Acker in der Lichtenau, am Weg hinaus, mit Klee be- saamt, “/yo 898 Wiese an der Wieseck, 408 Wiese an der Oberlach. Gießen, den 3. September 1869. Fr. Müller, Ortsgerichtsmann. Mobilien-Verstkiqeriing. 7455) Mittwoch den 8. und Donnerstag den 9. September sollen in der Wohnung der verstorbenen Medicinalrath Dr. Köhler Eheleute dahier die zu deren Nachlaß gehörigen Mobilien, erbvertheilungshalber, freiwillig versteigert werden, als: 1 Chaise, 2 Claviere, Commoden, Glasschränke, Kleiderschränke, Sophas, Tische, Stühle, Betten, Spiegel und sonstiges Haus- und Küchengerälhe allerlei Art; ferner verschiedene Jagdgewehre und Ge- räthe u. s. w. Außer den aufgeführten Gegenständen kommen noch zur Versteigerung' 1 Pferd und 1 Oeconomie-Wagen. Der Anfang ist jedesmal Morgens 9 Uhr. Laubach, am 18. August 1869. Großherzogliches Ortsgcricht Laubach. Ritter. Brod - Lieferung. 7505) Donnerstag den 9. d. Mts-, Vormittags 10 Uhr, wird die Lieferung des Bedarfs an Brod für das 2. Infanterieregiment auf das IV. Quartal d. I. mittelst Soumission vergeben werden. Die Lieferungs-Bedingungen liegen Nachmittags von 2 bis 5 Uhr auf dem Bureau der Garnison-Verwaltung zur Einsicht offen. Gießen, den 4. September 1869. Großherzogliches 2. Infanterieregiment. Krau s. 7484) Donnerstag den 9. September, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Nathhause, auf Ansuchen der Jeremias Wallenfels Wittwe, die von deren Mann hinterlassenen Güterstücke einer freiwilligen Versteigerung ausgesetzt werden, als: oKlftr. 448 Acker hinter dem Weiher, 406 Acker hinter den Schießgärten, 619 Acker, auf die Nothgärten, 374 Wiese am Grüninger Pfad. Gießen, den 3. September 1869. Fr. Müller, Ortsgerichtsmann. Vergebung von Bauarbeiten. 7462) Die bei Verlegung des Einfahrt- thores und Zufuhrweges zur Entbindungsanstalt dahier vorkommenden Arbeiten, und zwar: Maurerarbeit, veranschl. zu 387 fl. 48 fr. Zimmerarbeit, „ „ 77 „ 48 „ Schreinerarbeit, „ „ 57 „ — „ Schlosserarbeit, „ „ 33 „ — „ Weißbinderarbeit, „ „ 11 „ 12 „ Pflaster- und Chaussirarbeit, veranschlagt zu ... . 554 „ 54 „ sollen auf dem Submissionswege vergeben werden. Voranschläge und Bedingungen können üjOiu 6. I. Mts. in unserem Geschäftslocale erngesehen und die Offerten von da an bis zum Eröffnungstermine eingereicht werden. Dieselben müssen verschlossen und mit der Aufschrift: „Submission für Maurer- rc. Arbeit bei Verlegung des Weges zur Entbindungsanstalt," versehen sein. Zur Eröffnung der Submissionen wird Termin auf Mittwoch den 8. l. Mts., Vormittags 10 Uhr, in unserem Geschäftslocale anberaumt, welchem die Interessenten beiwohnen können. Gießen, den 2. September 1869. Großherzogliches Kreisbauamt Gießen. In Verh. des Kreisbaumeisters: Wießell, Bauaccessist. 7463) Donnerstag den 9. September l. I., Vormittags 9 Uhr, sollen in der Wohnung der Unterzeichneten nachverzeichnete Gegenstände öffentlich meistbietend versteigert werden, als: Wagen, Pflug und Egge mit sämmt- lichem Zugehör, als Ketten u. dergl., eine große Quantität Heu, Korn-, Wai- zen-, Hafer-, Gerste- und Erbsenstroh, eine Quantität Spreu, ein noch neues Pfuhlfaß; ferner Hausmobilien, als: Bettstellen und Betten, Schränke, Tische, Stühle, Fässer und sonstiges Hausge- räthc; sodann drei Knotte itücher und zwei Flachsrcffen, sowie zwei einjährige Stiere. Annerod, am 1. September 1869. Forstwart Dern Wittwe. Feilgebotenes. Schneller Ansverknilf. 7495) Um mit den Waarenvorräthen des Kaufmann M-H e ß, bestehend in Bändern, Blumen, Tüll, Spitzen, Schleiern, Blonden, Krageir, Manchetten, Shlips, Cravatken, Mulls, Jaconnets, Shawls, Ccharpes, Tüchern, Foulards, schwarzen und farbigen Seidenzeugen und Resten, Jaquets und Jacken in Seide und Wolle, von fl. 2 an, Herbstmänteln, sowie Sammet, angefangenen Stickereien, Stickmustern und dergl. rasch zu räumen, werden dieselben zu bedeutend herabgesetzten Preisen in dessen Laden verkauft. Gießen, den 3. September 1869. Der Massecurator: ____________________M. Pilger. 7495) Täglich abgekochter Schinken bei_______Ernst Jughardt, Metzger. 7458) Jncarnat-Klecfaamen, 1869r, billigst bei Ernst Hermes. 7445) Frankfurter Pferde-Loose, ä 1 Thaler, sind vorräthig bei Julius Wallach. Cafe Ebel. 7489) Außer einem 1868r Moselwein, die halbe Maas zu 36 fr., habe ich eine Auslese derselben Lage „Brauneberger," zu 48 fr. die Onginal'Flasche, eingelegt, welche ich hiermit empfehle. W. Mosler. ss Kupferne in allen Größen bei August Schlessinger. | Condensirte Milch, bereitet von der Anglo Swiss Condensed Milk Comp. in Cham (Schweiz), hält in Originalbüchsen von ca. 1 Pfund ä 42 fr. pr. Büchse vorräthig Emil Fischbach, Seltersweg. LIEBiG’S FLEISCH-EXTRACT aus FRAY-BENTOS (^Süd-Amerika). LIEBIG’S FLEISCH - EXTRACT COMPAGNIE, LONDON. Grosse Ersparniss für Haushaltungen. Augenblickliche Herstellung von kräftiger Fleischbrühe zu i/z des Preises derjenigen aus frischem Fleische. — Bereitung und Verbesserung von Suppen, Saucen, Gemüsen etc. Stärkung für Schwache und Kranke. Zwei Goldene Medaillen , Paris 1867; Goldene Medaille, Havre 1868. Detail-Preise für ganz Deutschland. 1 engl. Pfd. Topf r/z engl. Pfd. Topf i/4 engl. Pfd. Topf i/8 engl. Pfd. Topf ä fl. 5.33. ä fl. 2.54. ä fl. 1.36. k 54 Krz. iriftirw. 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Pipp trinkt man ein gutes Glas Bier zu 3 und 4 fr. Dr. Parreidt, Ohrenarzt. Cöln, WolfsstraHe 4. 7493) Feinsten Weinessig zum Einmachen empfiehlt Emil Fischbach, Seltersweg. I „Concordia.^ Mittwoch den 8. d. Mts., Abends präcis halb 9 Uhr: Generalversammlung. Der Vorstand. fl. — fr., „ 36 „ 7459) Neue holländische Vollhäringe, Prima-Sardellen empfiehlt Ernst Hermes. Feytona. Feytona. 7457) Das berühmte amerikanische Mittel beseitigt augenblicklich jeden Zahnschmerz! Jene___ die an Scropheln, Rheumatismus, Gicht, Lähmungen oder Hautkrankheiten leiden, sollen jetzt die vorzüglichen Reichenhaller Latschenkiefern-Bäder gebrauchen, welche wegen ihrer Heilkraft genügend bekannt sind. Der Extract in Flacons für 1 Bad ä 24 kr. — 7 ngr. ist in Giessen zu haben bei Herrn Julius Wallach, am Markt. Das Haupt-Depot von Anton Prell (7444) in München. Aecht bei Carl Frech, in Gießen. G r nneu: . . . . pr. Pfd. 2 7439) Frankfurter Lebens - Verstchernngs - Gesellschaft. Grund-Kapital: fl. 3,000,000. — kr. c ii : Pfd. 2 fl. 12 kr., Die König!. Sachs, ccnfiimirte Lebensverücherungs-Gksellschaft pi Leipfig bat ihren 38. Jahresbericht und Rechnungs-Abschluß veröffentlicht, aus welchem sich Ende 1868 folgende Resultate ergeben: Es gingen ein 2,617 Anträge mit 3,322,500 Thlrn. Vers.-S-, 5,814,400 Fl. Mitgliederbestand 12,462 Personen „ 14,824,300 „ „ „ = 25,942,500 „ Prämien-Reservefonds..... 2,305,443 „ 4,034,525 „ Vertheilbarer Ueberschuß .... 395,181 „ — 691,567 „ Dividende für 1870: 29%. Vom 1. Januar 1869 bis 31. Juli dess. I. bewilligte EautionSdarlehen an 263 Personen 90,130 Thlr. — 157,727 Fl. Neben ihren reichen vorzugsweise in mündelsichern Hypotheken angelegten Fonds gewährt die Gesellschaft durch das Princip der Gegenscitigrcit die vollstäudigste Sicherheit. Durch die unverkürzte Verthcilnng der Ueberschüsse als Dividende an die Versicherten, werden die Beiträge in nachhaltiger Weise aus das äußerste Maß der Billigkeit vermindert. — Die Aufnahme geschieht kosteufrei und ist in jeder Weise, insbesondere durch Gestattung halb- und vierteljährlicher Natenzahlnngen erleichtert. Nähere Erläuterungen werden bereitwillig ertheilt und Veifichcrungen von 100 bis 15,000 Thlr zahlbar beim Tode oder gegen mäßige Zusatzprämien bei Erfüllung eines voraus bestimmten Lebensalters unentgeldlrch vermittelt durch (7478) Müller und Schwarz, Hauptagenten in Gießen. ä „ 45 „ ä - „ 24 „ Eduard Lind, Conditor in Gießen. „ 2,021,146. 20 , Das beste Mittel für Magenleidende bei momentanen Verdauungsstörungen, Ueblichkeiten, Nachwehen von Gxcessen, besonders aber schlechte Mägen und Blähungen zu kuriren, die vom schlechten und saueren Vier Herkommen, ist unstreitig der von (7476) Gebe. Mack / \ in / x X Neichenhall Zur ges. Beachtung. 7499) Das Mehl aus der Kunstmühle der Herren Franz Peppler 8$ Comp. wird bei uns unverfälscht zu denselben Preisen, wie in der Mühle, verkauft. Feinstes Blütheumehl, pr. Pfd. 8 kr., Feinst. Waizenvorschuß I., „ „ 7 „ Feinstes Waizenmehl, „ „ 6 „ I. A. Busch Söhne. Lebens-, Leibrenten-, AltcrsversorgnnaS- und Aussteuer-Versicherungen, mit und ohne Gewinn - Betheiligung der auf Lebenszeit Versicherten, werden zu den billigsten Prämien und unter den liberalsten Bedingungen abgeschlossen. Die Agentur: I. G. Appel in Gießen. Hyson Haysan....... „ „ 2 Imperial.....„ „ 3 Thee Melange von Pcccv und Imperial, pr. Pfd. 3 „ (in Vi, 1,2. *,4 und (g Packeten), Souchong III.......pr. Loth 4 Hyson .'..........„ „ 5 bei I. A. Busch Söhne. Agenten-Gesuch. 7465) Zum Absatz eines leicht und überall verkäuflichen Artikels, wozu weder Raum noch kaufmännische Kenntnisse nöthig sind, werden Agenten gegen eine angemessene Provision gesucht. Reflectanten belieben ihre Adresse unter den Buchstaben B. B. IVo. 90 an die Exped. d. Bllts. franco einzuienden.__ 7469) Zum 1. October wird ein kleines Logis, bestehend aus Stube, Kammer, Küche rc., von einer stillen Familie zu miethen gesucht. Adressen bittet man an die Exped. d. Bltts. abzugeben. 7492) Prima Holland. Vollhärtnge empfiehlt Emil Fischbach, Seltersweg. 9 Preismedaille Paris 1867. Ausgezeichnete ChocoBaden von Starker & Pobuda, Stuttgart, empfiehlt R. Sattler, Gießen. haben XJ in Gießen 7502) Zwei Ohm 1868r Aepfclwcin, eigenes Gewächs, sind zu verkaufen und ist der Eigenthümer in der Exped. d. Bltts zu erfragen._____________________________________ 7442) Havanna-Ausschuß- Cigarren, pr. Stück 2 kr., in Originalkisten von je 1/2 Mille, pr. Mille 32 fl. Obige Cigarre erfreut sich eines ungetheilten Beifalls und erlauben wir uns, sie Liebhabern einer guten feinen Cigarre hiermit bestens zu empfehlen. Aufträge nach Außen werden franco ausgeführt. I. A. Busch Söhne. Actherischcs Wx dem Aroma eintzr dusten- denKiefermvaldunggleich- vorzüglichste und beste für Wohn- Näucher- vvvVllvl n.Kranken- Zimmer, be- Lnngen- sonders bei u.Hals- Leidcii, Inhalation a Flacon 24 kr. — 7 sgr. In Gießen zu haben bei (7477) I. Wallach, Markt. Flacon Flacon 45 fir. / Sgr. 7508) Ein freundliches Logis, außerhalb der Stadt, bestehend aus 2 Stuben, zwei Cabineten, Küche und Keller, ist zu ver- miethen und sogleich zu beziehen. Zu erfahren bei Exped. d. Bltts. 7507) Ein Logis von 3 Zimmern, Küche u. s. ro. ist zu oermiethen Kirchenplatz Lit. B. Nr. 6._________________________ 7419) Eine kleine Familienwohnung ist an eine stille Fainilie zu oermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 7423) Ein möblirtes Ziminer mit Cabinet ist zu oermiethen bei Kraus köpf, Hofgerichtsadvocat. 7418) Zwei Logis sind zu oermiethen bei Louis Flett, im Schwanen. Nicht ;ü übersehen! 7504) Das Stohr'sche Haus in der Löwengasse ist unter guten Bedingungen aus freier Hand zu verkaufen. Näheres bei B. Walther, Schuhmacher. 7494) Folgende Güterstücke habe ich nod) auf weitere sechs Jahre aus freier Hand zu verpachten, als: 863 Klftr. Acker auf der Weißerde, 294 Klftr. Acker zwischen dem Aul- und Leih- gesterner Weg, 397 Klftr. Acker auf der Weißerde, 588 Klftr. Acker an der Erdkaute, 538 Klftr. Acker an der Weißerde, 332 Klftr. Acker am Erdkauter Weg, 570 KIflr. Acker daselbst, 833 Klftr. Acker auf dem Ohlenberg, 1026 Klftr. Acker daselbst, 186 Klftr. Acker daselbst, 208 Klftr. Acker daselbst, 877 Klftr. Acker am Grüninger Pfad. Joh. Hch. Busch. 7468) Kelterschraubei» stets vorräthig und nach Maaß in der Maschinenfabrik von Kleycr -5 Beck, in Darmstadt. 7498) Deutsche und englische wollene Strickgarne in frischen Sendungen der verschiedensten Sorten zu herabgesetzten, dem Wollwerthe angemessenen Preisen, empfehlen I. A. Busch Söhne. 7496) Mein reichhaltiges Lager in Gold- unb Politurleistcn, Spiegeln, Spiegelglas und Photographierahmen bringe id) in empfehlende Erinnerung, und wird das Einrahmen von Bildern prompt und billigst besorgt. Ehr. D. Fillmann, Kirchenplatz. 7514) Bei Musiklehrer Geller auf dem Reichensand sind mehrere Hundert Falzziegel und alte Treppen mit Geländer zu verkaufen. Bürger-Club. 7510) Wegenetzen Feuerwehr-Festlichkeiten findet die Partie auf die Textor'sche Hardt Sonntag den 5. September nicht statt. 7515) Ein Haufen Mist wird gegen die Einrückungsgebühren abgegeben. Wo? sagt die Exped, d. Bltts. 7475)- Es hat Jemand am verflossenen Sonntag auf der Heuchelheimer Kirchweihe einen Spazierstock verloren. Derjenige, welcher ihn etwa gefunden, wird gebeten, denselben gegen eine gute Belohnung bei Herrn Kaufm. Schmal! in Gießen abzugeben. 7516) Gesellschafterinnen, Köchinnen, Haus- und Kindermädchen werden zu jeder Zeit die besten Stellen nachgewiesen durch das Stellengesuch - Bureau von Rosalie Reiß, geb. Stern, Fahrgasse 113 in Frankfurt a. M- 7436) Für unser Fabrikgeschäft suchen wir einen tüchtigen Arbeiter, welcher im Kistenmachen, Verpacken rc. bewandert ist. Decker L Löber. 7427) Lumpen und Knochen, sowie Makulatur-Bücher, verschriebenes und Zeitungs- Papier kauft Meyer Rothenberger, Neuenweg. 7428) Zwei brave, mit guten Zeugnissen versehene Dienstmädchen werden für die Küche des akadem. Hospitals auf Michaeli zu miethen gesucht. Anmeldungen haben bei der Direction zu geschehen. Vermiethn ngeu 7464) In meinem neuerbauten Hause Lit. B- Nr. 150 vor dem Neuenweger Thor ist eine Familienwohnung, bestehend aus zwei Stuben, zwei Kabinetten, Küche, Keller, Holzplatz u. s. ro., zu oermiethen. Adam Kalbfleisch. 7429) Eine freundliche Familienwohnung ist zu oermiethen Neuenweg Lit. B- Nr. 134. 7486) Ein möblirtes Zimmer ist zu ver- miethen bei G. H. Balser, Glaser, Seltersweg. Eine möblirte Stube nebst Cabinet ist zu oermiethen im Brühl'schen Hause, _____________________am Brand._____ 7512) Ein großes Familienlogis mit allen Bequemlichkeiten ist zu oermiethen und sogleich beziehbar. Louis Lotz. 7513) Zwei möblirte freundliche Stuben sind auf dem Seltersweg zu oermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 7425) Ein möblirtes Zimmer ist für nächstes Semester zu oermiethen. Louis Petri II-, Neuenweg. 7426) Ein möblirtes Zimmer ist in der neuen Anlage zu ver- miethen. Näheres sagt die Erped. d. Bltts. Für Küfer. 7453) Von Unterzeichnetem ist stets zu den billigsten Preisen von Vs- bis 2öhmiges, doppeltes und einfaches Daubholz in vor- licher Qualität zu beziehen. LouiS Weber, Gasthaus zum Tannenbaum - (Sachsenhausen) 7503) Ein guter Flügel ist billig zu verkaufen und kann zielweise bezahlt wer- i* : s 4 L* H tz er'- l'l n 5 9. Lölnische Feuer-Uerhcherungs-Gesellschast 8,730,000 — fr. 23 28 (7456) wozu ergebknst einladet 8. Tertor. 6fr,ifo (Hierzu eine Beilage.) CD i v l - S«r rdt quitt 'n Ak traut an bagkli (J De dir er, noch fei: blirfe an S°nzr A Itute mi w" nachstehenden Resul- 5,250,000 5,113,705 4,491,752 103 7,360,746 7432) Während der hier stattfindenden Feste am 5. und 7. September empfehle ich einem hiesigen wie auswärtigen Publikum meine Wirthschaft in der von mir erbauten Laufend gewesene Versicherungen im I. 1868 Prämien Einnahme im Jahre 1868 . . Echternach 8s Haustein in Gießen, PH. Zimmer in Lich und F'- Jäger in Münzenberg. 7511) Freitag den 10. September wird, so Gott will, der oberhessische lutherische Missionsverein zu Rodheim bei Hungen ein Missionssest feiern, wozu wir alle Freunde der Mission einladen. Prediger: Hr. Director Harting von Leipzig und Hr. Pfarrer Heß von Hartershausen. Namens des Vereins: A. Zinßer, luth. Pfarrer zu Münster bei Lich 7501) Heute Abend 8 Uhr findet die Eröffnung der glanzend decorirten Festhalle ohne Entree statt, Versicherungen in .SCraft am 31. Dccbr. 186« fl. 1,239,194,082 .. Zur Vermittelung von Versicherungen bei dieser Gesellschaft gegen feste und mäßige Prämien empfehlen sich bestens Darmstadt, im August 1869. Die General-Agentur: I. G. Kahlert Söhne. Die Agenten der Gesellschaft: Friede. Barth in Gießen, Ehr. Funk in Hungen, Carl Löffler in Gambach. Nadi Madrider 3“ Die Gesellschaft übernimmt zu billigen, festen Prämien Versicherungen gegen Feuersgesahr und gewahrt namentlich bei landwirthschaftlichen Versicherungen den Versicherten erhebliche Begünstigungen. Zum Abschluß von Versicherungen und Ertheilung jeder 'gewünscht werdenden Auskunft empfehlen sich die Agenten: dntm 2 Di nach be ttgn'rnrn Gr Riest vc haben, l und glej Writbn m Dt Toben. da , ,,D Ain Bx Mi bestens und bitte nm gütigen Besuch. Gießen, am I. September 186'9. Vr.rfor. Verzapft wird vorzügliches Niedermendiger und Heh'sches Kgerbier in Schoppen. der landwirthschaftlichen Preisvertbeilung den 7. September l. I. nicht im Zinß scheu Garten, sondern im Gasthaus zum Einhorn, Statt finden wird. Gießen, den 2. September 1869. Der Director des landw- Bezirksvereins. In dessen Verhinderung dessen Stellvertreter: Dr. Kraft. Bekannt m a ch « n ß 7481) Mit Bezugnahme auf die Bekanntmachung vom 30. August l I. in Nr- 102 des Anzeigeblattes wird berichtigend bemerkt, daß das Mittagessen am Tage garantirt durch fänrintliche Einnahmen, sowie durch das sehr werthvolle Grundeigcnthum der Stadt. Zinsen und Cavitnlrnckzahlltnq tu Gold ohne jeden Abzoq. Jährlich 4 Gewinnziehungen. Hauptgewinne Frs. 250,000, 100,000, 70,000, 50,000, 40,000, 35,000 re. Die Obligations - Loose sind mit jährlichen Zinscoupons ä Frs. 3 versehen, und geben also zum heutigen Ankaufspreis bei größter Sicherheit und unter Anrechnung der Rückzahlung ca. 6% Zins und große Gewinne. Nächste Ziehung am 1. Dciobcr a. c. Diese Obligationen sind bei allen Bank- und Wechsel Häusern des Jn- und Auslandes zu 16 Thaler 28 Gulden zu beziehen. (7447) o Frs. 100 Loose 7488) Sonntag den 5. und Montag den 6. September: Kirchweihfest in Staufenberg. Während dem Feste empfehle ich meine Restauration auf der Burg.Heinrich Fjnf. WohnnngS-Veränderung. 7448) Meine seitherige Wohnung bei Herrn Louis Vogt habe ich verlassen und wohne nunmehr m meinem neuerbauten Haufe Vit. B- Nr. 150 vor dem Neuenweger Thor. Zugleich empfehle ich mich im Anfertigen von Grabsteinen, Grabdenkmälern, Monumenten, Grabeinfassungen um einzelne Gräber und Familiengrüfte in Sandstein, Marmor, Granit- und Lungstein, sowie allen sonstigen Steingattungen unter Zusicherung der reellsten und billigsten Bedienung. Adam Kalbfleisch, Steinmetz. Auswanderer nach Amerika ^befördert wöchentlich verinittelst Dampf- und Segelschiffen bei reeller und billigster Bedienung I. M. Schulhof, am Rathhaus. Durch langjährigen Aufenthalt in Amerika bin ich im Stande, jedem Auswanderer die beste Auskunft zu ettheilen. 2,206,034 3,251,442 10,707,476 Magdeburger Feuerverhcherungs - Gesellschaft. Vollständig cmiktirtcs Grund-Kapital. . . fl. Baar vorhandene Reserven, lt. Rechnungs-Abschluß pr. 1868 .......... 7441) Der Gesckiäftsstand der Gesellschaft ergiebt sich aus taten des Rechnungs-Abschlusses pro 1868: Grund-Capital..........fl. Prämien- und Zinsen-Einnahme für 1868 (excl. der Prämien für spätere Jahre) . . . „ Gesammelte Reserve........„ 7417) L werden in Wo? sagl 7399) für den Vi ment, um bessern, ' Umgfgend F. 7420) Ein Dienstmädchen wird zum sofortigen Eintritt gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. 7421) Ein Kindermädchen wird gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bltts. 7482) Unterzeichneter empfiehlt sich in Führung von Geschäftsbüchern und Besorgung von geschäftlicher Correspondenz, auf Stunden, gegen billige Vergütung. Ferner in Ausstellung von Rechnungen, Reinschreibcn von Manu- scripten, Fertigung von Vorstellungen und Bittschriften, sowie in allen sonstigen schriftlichen Arbeiten. Prompte und gewissenhafte Ausführung wird zugesichert und gef. Aufträge jederzeit enkgegengenommen. Gießen, im September 1869. L. W. Landon, Neuenweg. Handelsschule ;u Hitrniidd) d. M. 7440) Das Wintersemester beginnt am 26. September l. I. Die Abgangs- B'ffc der Anstalt berechtigen zum einjährigen Militärdienst in den Staaten be§, putschen Bundes. Prospecte ertheilt der Director SSi. C. Nagler. Kirchweihfest zu Steinbach 7490) Zu dcm am 5. und 6. September stattfindeuden Kirchweihfeste ladet ergebenst ein P. Gerhard, im Ritter. Frachtbriefe für die Main-Weser- und Cöln Mindener- Eisenbahn, sowie fämmtliche zollamtlichen Formulare, sind zu haben bei Wilhelm Klee, Marktstraße. Bekanntmachung des evang. Schulvorstandes zu Gießen. Betreffend: Bestellung eines Schulinspectors. 7480) Nachdem Großh. Ober-Studiendirection für unsere städtischen Schulen einen Schulinspector bestellt hat, wie einen solchen alle größeren Städte unseres Landes bereits seit längeren Jahren besitzen, und dieses Amt dem Mitpredigervicar und Lehrer an der Fortbildungsklasse der höheren Mädchenschule Hrn. Vigelius provisorisch übertragen hat, so hat derselbe mit dem heurigen Tage seine Functionen als Schulinspector angetreten. Indem wir hiervon sämmtlichen Aeltern und Pflegältern der unsere Schulen besuchenden Kinder Kenntniß geben, ersuchen wir dieselben, dem neu ernannten Schulinspector mit dem Vertrauen und mit der willigen Befolgung seiner das Schulwesen betreffenden Anordnungen entgegenzukommen, welche eine segensreiche Führung seines wichtigen Amtes bedingen. Anliegen, welche bis jetzt an unfern Vorsitzenden, Herrn Pfarrer Dr. Seel gebracht wurden, wie Anmeldungen schulpflichtiger Kinder, Gesuche um Urlaub für mehr als 2 Tage, Bitten um Anschaffung von Lehrmitteln für arme Bürgerskinder, etwaige Beschwerden u. s. w., sind künftig an den Schulinspector Herrn Vigelius zu richten welcher nunmehr den Vorsitz im Schulvorstände führt. r Gießen, den 2. September 1869. Der evang. Schulvorstand. Jahresversammlung des mittelrheinischen Verbandes freiwilliger Feuerwehren zu Gießen am 5. f. Mts. Tagesordnung: 7389) In der Frühe Empfang und Geleitung der Gäste zur Festhalle (Os- wald's Garten). 9 Uhr: Begrüßung der Gäste durch die Vertreter der Stadt und der unterzeichneten Feuerwehr in der Festhalle; sodann Besichtigung der Ausstellung in der Turnhalle. Halb 11 Uhr: Aufstellung des Festzuges auf der Neuen Anlage - Zug über den Scltersweg, durch die Sonne, über den Brand, durch die Braugasse die Hauptstraße, die Neustadt zum Festplatz. Halb 12—1 Uhr: Hebung der unterzeichneten Feuerwehr daselbst. 1 Uhr: Tafel im Einhorn. Halb 3 Uhr: Commandantenberathuna daselbst. Im Uebrigen Gelage mit Concert in der Festhalle Karten zur Festhalle (für Nichtfeuerwehrleute), sind von nächstem Montag bis Samstag zum Preise von 12 fr. für Herren und 6 fr. für Damen zu haben bei den Herren: Ehr. Leo, Seltersweg, Louis Gail, Mäusburg, Georg Stieber Neustadt, Fritz Winter, Wallthor. An der Kasse kosten Herrenkarten 15 fr. Die Ausstellung in der Turnhalle, bezüglich deren Reichhaltigkeit wir auf die kreisamtliche Bekanntmachung in voriger Nummer d. Bltts. Bezug nehmen, ist für Jedermann Sonntag den 5. und Montag den 6. f. M-, von 2—6 Uhr Nachmittags, und Dienstag den 7 von Vormittags 7—12 Uhr und Nachmittags 2—6 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 6 fr. Die meisten Ausstellungsgegenstände sind käuflich. Montag den 6. k. Mts., Nachmittags, findet die Probe ddr ausgestellten Spritzen auf dem Festplatz statt. Man bitter angelegentlich, die Karten zur Festhalle schon vor dem Feste zu kaufen da alsdann die unangenehmen Stockungen an der Kasse mehr vermieden werden. Der Kasse gegenüber ist eine Garderobe angebracht. Unsere auswärtigen Kameraden halten wir der Freundlichkeit unserer Mitbürger bestens empfohlen. Gießen, am 27. August 1869. ' Das Gommandv der freiwilligen städtischen Feuerwehr. Aeilage zu Wr. 104 des Kießener Anzeigers. IIIII——IIIIIBll IWU !■ I■!■■■■!■ 11 I ■IllUlim 11 IMIIIIIIIH I TU ■■■ II III ........... I II............. Illi ||WM| 7433) In -er prachtvoll deeorirten /e st hatte Montag den 6. (September: Grichcs Militär - Conccrt, ausgeführt von dem Musik-Corps des Großh. Hess. 2 Jnfanterie- Regiments, unter persönlicher Leitung seines Musikmeisters, Herrn V. Reifert. Anfang 5 Uhr. Entree ä Person 9 fr. Programme sind an der Kasse zn haben. Für vorzügliche Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. F>. T<>.rtor. 7424) Ein braves, mit guten Zeugnissen versehenes Dienstmädchen, das gehörig kochen kann, wird gegen einen Lohn von 70 bis 80 fl. auf Michaeli oder früher zu mielhen gesucht. Näheres bei der Exped- dieses Blattes. 7393) Mein Lumpen- und Kurz- waaren-Geschäft befindet sich von heute an Neuenweg Nr. 139, im Hause deS Herrn I. Sch acker. I. Katzen stein. Hamburg, Berlin, Basel, "Wien, Leipzig, Stuttgart, Zürich, St. Gallen, I Genf, II AASENSTEIN & VOGLER Zeitun^s-Annoncen-Expedition.) in Frankfurt am Main, grosse Gullusstrasse 1. im 1. Stuck. Neuerwall, 50 ; Leipzigerstrasse, 46 ; Slcintnberg, 29; Stadl, Neuer Markt, 11 ; Markt, 17, Königshaus; Kronprinzslrasse, 1 B ; Elsassergasse, 1 ; Obere G rahmst rasse, 13 ; Place du Mulard, 2. P h ilosopHe n w a l d. Honte Abend: Spansau und Haas im Topf. 7417) Einige Lehrmädchen werden in ein hiesiges Putzgeschäft gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. 7399) Agenten- für den Verkauf unseres unübertrefflichen Gement, um Thonwaaren, Porzellan etc. auszubessern , werden gesucht für Giessen und Umgegend. F. E. Dietrich & Cie., Dresden. Zur gcf. Beachtung. 7409) Wegen Feiertagen bleibt mein Geschäft kommenden Montag und Dienstag den 6. und 7-, sowie Mittwoch den 15. September geschlossen. I. M. Schulhof, am Nathhaus. 7379) Ein junger Mann wünscht in sci- ner freien Zeit sich mit Schreiben» zu beschäftigen. Näheres bei der Exped. d. Bl. Temperatur in Gießen, August 1869: niederste.................+ R' mittlere.................+ ' Mittel früherer Jahre............+ JJ '1 " höchste.................+ 23,0 „ Niederschlag: an 10 Tagen......... M *,(tr „ im Mittel früherer Jahre: an 14 Tagen . . „ esiischbückkr zu fließen. Sonntagden 5. September. Georg Busch nm Kreuz Earl Wallenfels II. an der Wettergasse. Ernst Wallenfels in der Wallthorstraste. Kirchliche Anzeigen ^Lvangeüsche Hemeinde zu (hießen. G o t t e S d i e n st. Am 5. September. Morgens: Pfarrer Dr. Seel. Nachmittags: Schulinspector Bigelius. (Künftigen Sonntag Feier des heiligen Abendmahls.) K o p u l i r t e. Den 29. August. Eonstantin Schwarz, heimathsberechtigt in Eltville in Preußen und Tapezierer in Hanau, des verstorbenen Lehrers zu Eltville, Johann Heinrich Schwarz, ehelicher Sohn; und Bercha Philippine Sophie Wilhelmine Henriette Eva Wannig, .des verstorbenen hiesigen aaaTWim iimigWMW-wBMffl Burgers und Schuhmachermeisters, Johann Philipp Wanntg, eheliche Tochter. Getaufte. Den 29. August. Dein Bürger und Metzger, Johann Klein, eine Tochter, Wil- ihelmiNe Johanna, geboren den 7. Au.iust. Denselben. Dem Orlsbüi ger in Alten- Buseck und Arbeiter dahier, Philipp Benner III., eine Tochter, Elisabeth, geboren den 14. August. Denselben. Dem Bürger und Seiler- meister, Ludwig Nikolaus Huhn, ein Sohn, Georg Carl, geboten den 17. Juli. Beerdigte. Den 1. September. Karoline Marie Magdalene Distler von hier, alt 17 I. 2M. 28 T-, gestorben den 30. August. Den 3. September. Katharine May, geborne Walter, des hiesigen Bürgers und Fuhrmanns, Philipp May Ehefrau, alt 50 9 M-, gestorben den 2. September. Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Pfarrer Dr. Seel. F e u i l L e t o n. D i e Namenlose. Novelle von Theodor König. (Fortsetzung.) Eben während des heftigsten Wortwechsels erhob sich aus dem hohen Farnkraut an der Seite des Weges, ganz dicht neben Berthold'ö Pferd, die lange, hagere Gestalt eines Mannes. Der junge Officier, der sich in einem Zustande großer Erbitterung befand, die er, da ihm wenigstens für jetzt die nahen Bande der Blutsverwandtschaft noch heilig waren, welche ihn mit dem einzigen Bruder verknüpften, im Augen- blicke an Niemandem thällich auszulassen wußte, wurde jenes Menschen, der doS ganze Aeußere eines Holzschlägers hatte und Die beiden erhitzten jungen Edelleute mit nichtssagcnd.m Blicke anstarrte, kaum gewahr, als er in seiner Leiden- schaftlichkeit demselben mit seiner Reitpeitsche einen Hieb quer über das Gesicht versetzte. „Was liegst Du hier herum, um Leute zu belauschen, Du Halunke von einem"Wllddiebe ? Marsch, fort mit Dir !" rief er dabei barsch. Das Erste, was der Holzschläger that, war, daß er sich mit der Hand nach dem schmerzenden Gesichte fuhr, im nächsten Augenblicke jedoch sprang er ergrimmt auf seinen Angreifer los. Er ergriff Berthold's Pferd am Zügel und würde — er war ein wahrer Riese von saft sieben Fuß Höhe — den Reiter von seinem Thiere herabgeriffen haben, hätte der junge Officier ihm nicht sehr derbe über die Hand gehauen und gleichzeitig das Pferd durch die Sporen zu einem mächtigen Sprunge an- getrieben. Der Bauer wurde dadurch rückwärts geschleudert und taumelte fast zu Boden. Earl hielt einen Augenblick an. „Du darfst ihm das nicht anrechnen, Peter," rief er Dem Manne zu, „Denn mein Bruder hat Dich nur nicht erkannt, weil er augenblicklich außerordentlich aufgebracht und dadurch fast blind ist." Mit diesen Worten warf er dem Holzfäller eine Geldmünze zu, Die dieser unter gemurmelten Flüchen vom Boden austas. „Käme das Geld nicht von unserem jungen gnädigen Herrn, ich würde eö gar nicht nehmen," brummte er vor sich hin. „Mit jenem lumpigen Militär aber will ich meine Rechnung schon noch quitt machen, oder mein Name soll nicht Pcter Waldmann fein." „Baler und Hyacintha sind jetzt dicht vor uns," sagte Earl, als er sich wieder an Der Seite des Bruders befand. „Verursache ihm wenigstens für jetzt keinen Kummer durch Erzählung unseres Streites und dessen Veranlassung." Berthold, dessen Blut jetzt bereits etwas abgekühlt war, nickte nur finster mit dem Kopse. „Aber, mein Gott, wo bleibt Ihr Denn?" rief Hyacintha aus, Die im nächsten Augenblicke zurückgetrabt kam, um Die Brüder aufzusuchen. „Wir konnten uns gar nicht erklären, was Euch so weit hinter uns zu- rückhielt. Ich fürchtete, Carl hätte wieder einen Anfall von Unwohlsein bekommen, und so habe ich auch Papa veranlaßt, zurückjureilen. — Wie außerordentlich erhitzt Du aussiehst, Bertdold!" „Nun, Jungen, weshalb in aller Welt bleibt Ihr Denn so (ebr weit hinter uns zurück?" fragte Der Baron, Der jetzt eben'alls derbc'ge ittcn kam. „Berthold hatte eine kleine Scene mit Peter Waldmann, Den er für einen Wilddieb ansah," antwortete Carl ruhig. „Brav von ihm!" rief Bergen eifrig. „Cs ist Pflicht, tief n Schurken Das Handwerk zu legen, wo sich nur irg-nd Gel.genbeit dazu bietet. Wo ist Waldmann jetzt, wo traft Ihr mit ihm zusammen und wie kamt Ihr Denn eigentlich mit ihm auseinander V' „Er lag am Wege im hoben Farnkraut," antwortete Carl. „Berthold gab ihm einen Hieb mit Der Peitsche, worauf er im Walde verschwand." Berthold widersprach seinem Binder nicht, sondern riit in mürrischem Stillschweigen weiter. „Ich wünschte," wandte sich Hyacintha zu Carl, „es gäbe gar keine Jagdgesetze und alles Wild wäre gesetzlich das Eigenthum Desjenigen, der es erlegte." Carl schwieg lächelnd, Denn er war es gewohnt, Hvacintba in dieser Weise redcri zu Horen, und leitete das Gespräch auf andere Gegenstände h nüber. Entgehen konnte ihm indessen nicht, daß die Augen se ncr Adoptivschwester fortwährend Berthold aufsuchten und Daß sie, so oft dieser sprach, nur für dessen Worte ein Ohr hatte, seine eigene Rede dagegen gänzlich überhörte. Berthold seinerseits sprach während des ganzen Rittes nicht zu ihr, sprang aber, als man wieder vor Der Thür des herrschaftlichen Hauses anlangte, bevor Carl dies zu thun vermochte, ans dem Sattel und hob Das junge Mädchen vom Pferde. „Dank, Dank, Berthold," sagte Hyacintha, ich dachte schon, Du hättest t6 ganz vergessen, daß ich auch noch existirc." „Schnell, schnell, Cynthia! Lege das Rithabit ab! Es ist spät geworden!" rief der Baron, als in diesem Augenblicke die Glocke zum Abendessen erklang. Das junge Mädchen gehorchte, zerbrach sich indessen das Köpfchen nicht wenig über Die mögliche Ursache Der heutigen unliebenswürdigen Laune des sonst so galanten Berthold. Am Tage darauf theilte Carl seinem alten Lebrer jene zwischen ihm und seinem Bruder vorgefallene ärgerliche Scene mit. Mit finsterer Stirn hörte Der Informator der Erzählung zu. (Fortsetzung folgt.) Politische Mundschau Berlin, l.Sept. Dem „Corr. v. u. f. Deutsch!." wirv von hier geschrieben: „Der Bundeskanzler hat in seinem Federkriege mit dem österreichischen Reichskanzler diesem doch nicht das letzte Wort gelassen. Die Antwort des Grafen Bismarck auf die letzte Depesche des Grasen Beust vom 15. Aug. wird wahrscheinlich heute in Wien cingetroffen sein, dem Letzteren aber jedenfalls nicht in Abschrift übergeben, sondern nur vorgelesen werden. Graf Bismarck nämlich hat feine Verstimmung über die Veröffentlichungen im Rothbuche so wenig verwinden können, daß er jetzt zu dem Entschluß gekommen ist, dem Grafen Beust ganz die Möglichkeit zur Wiederholung von solchen Jndiscrctiontn abzuschneiden, lieber Fragen zarter Ratur wird in Zukunft zwischen Wien und Berlin nur noch mündlich verhandelt werden, womit also die Einladung des Grafen Beust zur Anknüpfung eines Schrtfkenwcchsels über die Frage des beiderseitigen Entgegenkommens und zum Zwecke einer Beseitigung ter vorhandenen Verstimmung rundweg in fast verletzender Form abgelchnt wäre. Im Uebri« gen wird Baron Wcrther angewiesen, im Wege mündlicher Besprechungen mit dem Grafen Beust Die Mainlinienfrage weiter zu erörtern. Daß man darüber zu einer Verständigung mit Oesterreich gelangen werde, glaubt man indeß hier wohl schwerlich, obgleich die Lalan'sche Depesche einer solchen Hoffnung Ausdruck leiht. Von anderneckigen retrospec- trven Bttracktungen will man hier Umgang nehmen." Hannover, 27. Aug. Vorgestern standen vor der Sliafkammer zu Stade zehn Sirafgefangene, der Mehrzahl nach aus dorthin gebrachten Ostpreußen bestehend, welche der planmäßigen Zusammenrottung und Widersetzlichkeit angeklagt waren. Die übermäßige Sirenge eines GefängnißinspectorS hatte, wie es scheint, Veranlassung zur Erbitterung wider denselben gegeben, welche zur offenen Empörung und einem förmlichen Angriff auf denselben sich steigklte. Nachdem Der Inspector den Aufruhr mit Hülfe Der Wachmannschaft bewältigt hatte, wurden die Anführer pro arrha mit Arrest, 25 bis 30 Peitschenhieben und Der Strafe der Lattrn belegt. In Der Eriminaluntersuchung wurDe den SchulDigen in Anbetracht Der schon erlittenen Disciplinarflrafe nur ein weiteres Strafmaß von 6 resp. 8 Monaten zuerkannt. Heidelberg, 30. Aug. Zu den Berichten über Den jetzt beendigten Juristentag ist nachträglich noch zu bemerken! in Den ständigen Ausschuß wurden gewählt Die Herren Albrechr, v. Bar, Becker, Borchardt, Drechsler, FäustU, Gneist, Goldschmidt, Jhering, v. Keller, Puchelt, Rizi, Schwarze, v. Steng- lein, v. StcrnfelS, v. Stösser, Wächter, Wartensleben. Es war die Rede davon, daß im künftigen Jahr die Stadt Breslau zur Abhaltung des Juristentags gewählt werden solle; fest bestimmt ist hierüber aber noch nichts. Wien, 30. Aug. Wie hiesige Blätter melden, soll eine Versöhnung zwischen den Welsen und Gui- bellinen im Anmarsche sein. König Georg soll es definitiv aufgegegeben haben, Die Agitation fortzu- sstzen. Das in Frankreich bestandene hannoveranische Corps ist — wie sich Der „N. F. Li." von hier schreiben läßt — definitiv aufgelöst worden; allerdings werben die bisherigen Mitglieder desselben noch eine Zeit lang in materieller Beziehung Dem hanno- veranlschen Hofe zur Last fallen. Bor Allem mag König Georg sich deßhalb entschlossen haben, keine Art von Agitation mehr zu begünstigen, weil Aussichten dafür vorhanden sind, daß Preußen betreffs des hannoveranischen Vermögens einen versöhnlichen Schritt thun werde. Und gegenüber einer solchen Aussicht kann man Die Sinnesänderung des Welsenkönigs begreiflich finden. In Dem Personalstande des Hietzinger Hofes wird jedoch keine Veränderung vorgenommen. Auch Die „N. freie Presse" meldet Aehn- liches, indem sie Die Bereitwilligkeit des Königs von Preußen hervorhebt, sich mit feinem Gegner zu versöhnen, falls dieser Die Legion entläßt und keine Agitation mehr tn(cmirt. In diesem Falle soll Kön g Georg auch fein unter Sequester gestelltes Vermögen zurückerhalken. Zu Letzterem bedürfte es freilich Der Mitwirkung des LanDlagS. Paris, 1- Sept. Der Kaiser präsidirte heute Morgen im StaatSrath. Der „Patrie" zufolge wäre der Finanzminister nut der Vorbereitung von finanziellen Resormen beschäftigt. Die „Patrie" schätzt den Ende 1869 verbleibenden Uederlchuß auf 60 Millionen, welcher dazu verwende werden solle, die Gehalte der kleinen Beamten zu erhöhen LunD verschiedene Steuern zu ermäßigen. Im Senate ergriff btt Der Diecussion des Senatus-Consult Prinz Napoleon das Wort. Paris, 2. Sept. Das heute sehr spät erschienene „Journal officiel" erstattet Bericht über die gestrige Senatssitzung. Die Senatoren Boulay, Bau- chard, Delarue, Sizeranne, Larabit, Prinz Napoleon und Minister Forcade betheiligten sich an Der Diskussion. Prinz Napoleon zollt der Umwandlung des Autoritäts-Kaiserreichs in ein liberales Kaiserreich seinen Beifall, betheuert seine Ergebenheit für den Kaiser und den kaiserlichen Prinzen, billigt das Se- natuS'Consult, aber betheuert, daß Dasselbe Lücken enthalte. Die Verantwortlichkeit Der Minister sei schlecht Definirt. Der Senat sollte eine zweite Kammer m t legislativen Befugnissen sein. Der Prinz wünscht dm Senat gewählt zu sehen und will ebenso die Maires durch Die Grmeinderäthe gewählt wissen. — Der Minister des Innern antwortete: Auch er wünsche ein liberales Kaiserreich, aber das Vertrauen in die Freiheit schließe Klugheit und Maßhalten in D