1 h>i<(t T" W , ®rott /'*» U ft Ä b» ft •. ttnJ, hinab u°t weit*?01'" * rr;,n ®totte' w\‘ntlilb *®4»« Wt unb nUt^tn bin 9,k' nut Qm final unh iJB fr^litb ha- '.Hti n?Sa"f«» S« 6to,^W* j T' 1U 8«6 hinaus ;*? “7"9. ®t.n , 2*«i' «« mit eS . dd'» di- ,,^aub'. nrut um bit W°- ’ 1 ,ölt W« das Bou- S^äne °°ch und nach fjtrau# 1 M «"ml nimmt dar 5le Eettrnmen ünb Deich, Masse, welche -f L'-arn ntbtnnnanb« hm P >rz,en-g über ein geworden iÜ, W Tuitm Mann ss'bt »«» * ,rt aani Guroka m tä! Ä“« w*1 .I1)D Ein Mann a°S :"‘L, ,n .in« W» h«»!* fc. Dr. J“ ,1 >.»-« ’“‘Ä w "‘Z'SÄ «« 8.U • ! b»°S ^'aSkM** 1 tt 5« f'n* M" .■Äl“:?,'-« *• j Kl V* fl, 7iA-S- I l**14 gil* £..> 11 J' Preis vierteljährlich 36 kr. tiiii Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 49 kr Gttßmtr AiWgtr. iLricheinr wöchentlich brey mal; Dienstags, Donner» stagS und Samstags. — Expedition: (£anrieibera Lit. B. Nr. 1 Wnzeige- und Amtsblatt für den Areis chießen. 9lr. «4t Donnerstag den 3. Juni H8«S. Amtliche 9?efati$ftmacbungeti. Das Bundes-Gesetzblatt des Norddeutschen Bundes Nr. 15, ansqeqeben zu Berlin am 25. Mai 1869, enthält. (Nr- 282.) Gesetz wegen Abänderung des Gesetzes vom 9. November 1867, betr. den außerordentlichen Geldbedarf des Norddeutschen Bundes zum Zwecke der Erweiterung der Bundes-Kriegsmarine und der Herstellung der Küstenvertheidigung. Vom 20. Mai 1869. (Nr. 283.) Verordnung, betreffend die Einberufung des Zollparlaments. Vom 23. Mai 1869. (Nr. 284.) Bekanntmachung, betr. die Ernennung mehrerer Beamten als Vereinscontroleure Seitens des Präsidiums des deutschen Zoll- und Handelsvereins. (Nr. 285.) Bekanntmachung, betr. die Ernennung eines Ministerresidenten des Norddeutschen Bundes bei den Regierungen des Argentinischen Bundes und der Republik Uruguay. (Nr. 286.) Bekanntmachung, betr. die Ernennung eines Konsuls des Norddeutschen Bundes zu Savannah. (Nr. 287.) Bekanntmachung, betr. die Ertheilung des Exequatur Namens des Norddeutschen Bundes an den Königlich Oesterreichisch - Ungarischen Generalkonsul in Danzig. (Nr. 288.) Bekanntmachung, betr. die Ertheilung des Exequatur Namens des Nordeutschen Bundes an den Königlich Niederländischen Konsul in Bremen. Gießen, den 29. Mai 1869. Groß herzoglich es Kreisamt Gießen. Dr. G o l d m a n n. Gießen, am 28. Mai 1869. Betreffend: Die Feuervisitationen im Jahr 1869. •Baß Groß herzogliche Kreisami Gießen a n die Mroßherzoglichen Bürgermeistereien Aliendors a. d. Lahn, Annerod, Ettingshausen, Garhenteich, Großen-Buseck, Großen- Linden, Hausen, Heuchelheim, Klein-Linden, Lang-Göns, Mainzlar, Nieder-Bessingen, Ober-Bessingen, Oppenrod, Stembach und Treis a. d. Lda. Mit Bezug auf unsere Verfügungen vom 19. Februar und 7. April in Nr. 24 und 43 des Anzeigeblattes erinnern wir Sie an sosorlige Rücksendung dec Fenervisilations-Prolokrlle mit sorgfältiger Jnsinuattonsbescheinigung. Dr. Wo l d m a n n. Gießen, am 31. Mai 1869. Betreffend: Die Ausführung des Bundesgesetzes, die Quartierleistung für die bewaffnete Macht während des Friedenszustandes betr. Das G r o ß h e rz o g l i ch e K re i s am t Gieße« an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Allendorf a. d. Lahn, Alten-Buseck, Berörod, Garbenteich, Gießen, Hausen, Lich, Obi'r-Bessingen und Wieseck. Wir erinnern Sie au Erledigung der Verfügung vom 14. Mai 1869 binnen fünf Tagen. Dr. Goldman n Glkßkn, am 29. Mai 1869. Betreffend: Die Erhebung der Forststrafen vom II. Quartal und Feldstrafen von der II. Periode 1869. Das W r o ß h e r z o g i i ch e Rentamt Gießen an sämmtliche GroßherMt chen Bürgermeistereien des Rentamtsde^irKs Giesten. Die Forststrafen vom H. Quartal und die Feldstrafen von der II. Periode l. I. müssen bis zum 15. k. Mts. bezahlt werden, widrigenfalls Mahnung erfolgt. Wir ersuchen Sie, dieses veröffentlichen zu lassen. L y n ck e r. Die Anlegung und Einrichtung der Abtritte, AbtrittSgruben und Dungstätten zn Gießen betreffend. Die durch kreisamtliches Regulativ vom 20. März d. I. erlassenen Vorschriften sind bis jetzt nur von Wenigen befolgt worden. Wir machen die Hausbesitzer darauf aufmerksam, daß wir angewiesen worden sind, diese Vorschriften streng durchzuführen und daß wir nach Ablauf von drei Wochen Diejenigen zur Bestrafung anzeigen müssen, welche die vorgeschriebenen Einrichtungen noch nicht gemacht haben. Gießen, den 2. Juni 1869. Großherzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzialhauptstadt Gießen. Nover. Besondere Bekanntmachungen. Dle Benutzung der städtischen Waage zu Gießen. 4926) Der S- 1 der Waageordnung, welcher bestimmt, daß nur von Morgens 8 bis 12 Uhr und von Nachmittags 2 bis 6 Uhr die städtische Waage dem Publikum zur Verfügung stehe, ist im Interesse des öffentlichen Verkehrs von dem Stadtvorstande dahin geändert worden, daß Verwiegungen zu jeder Tageszeit, jedoch nicht vor Morgens 3 und nicht nach Abends 8 Uhr vorzunehmen sind. Gießen, den 29. Mai 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _______________Vogt.____________ Die Wahl eines Mitgliedes des Kirchenvorstandes. 4925) Der hiesige Bürger und Buchdruckereibesitzer, Herr W. Keller, ist zum Fe,tgebvtenes. Kraft Kaffee! -7 (von F. Heuer in Braunschweig,, zur Bereitung eines gesunden, wohlschmeckenden, billigen Kaffee's, als Zusatz; Preis pr. Packet 4 kr.; empfiehlt H. C. Bingmann in Lich, Chr. Rull mann in Büdingen, I. A. Windecker in Friedberg, E. Krause in Alsfeld. • NB. Wegen Errichtung weiterer Verkaufsstellen beliebe man sich an I. G. Schroder, General-Agentur in Darmstadt, franco zu melden. (4911) Mitglied des Kirchenvorstandes gewählt ^ind in dieser Eigenschaft verpflichtet, beziehungsweise in seinen Dienst eingewiesen worden. Gießen, den 30. Mai 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Versteigerungen. 4932) Freitag den 4. Juni d. I., Vormittags 10 Uhr, wird eine große Partie Bauholz vom ehemals Kratz'schcn Haufe von vorzüglicher Gute, darunter Stücke bis zu 14" im Quadrat und 4a' Länge, öffentlich versteigert. Gießen, den 2. Juni 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. 4939) Bückinge zum Rohesten, pr. Stück 2 und 3 kr., bei I. A. Btisch Söhne. 4942) Gute Kartoffeln, die Meste zu 15 kr., sind noch zu verkaufen bei __________Jacob Sack, Kaplansgasse. 4901) Rnffensteine können täglich bei mir gefahren werden. Ehr. Burckhardt, Asterweg. Gemüse-Pflanzen, als: Wirsing-, Kohlrabi-, Rosenkohl-, Blumenkohl-, Roth- und Weißkraut-, Winterkohl-, Römischkohl-, Rotherüben- und Salat-Pflanzen zum AuSsetzen, sowie Salat zum Effen, bet co Rautenstrauch, H zur neuen Bleiche an der Schoor. irisches Eiqelb, Wohnnngs-Veränderung. O r X. „ / - Q 4928) Von beute an wohne ich bet Herrn 5 Stuck 3 3 h-, Reiber, vis-ä-vis der Loos'schen 6 11 Charlotte Lo os, Bierbrauerei. 9 18 Hebamme. 4931) Ein Dienstinädchen wird auf den 24. Juni gesucht- Näheres bei Frau Schneider, Vcrdingerin. 4907) Frische Eier, in kleinen und großen Partien, kaufen jederzeit zu den höchsten Preisen Trapp & Munch, chemische Fabrik in Friedberg. 4917) Ein ordentlicher Junge, der das Tapeziergeschäft erlernen will, kann m bte Lehre treten bei Ehr. Retber. 4899) Einen Zapfjungen sucht Georg Sch mehl, am Brand. Pferdeverkauf. 4909) Wegen der am 22. August l. I- erfolgenden Abgabe der Posthalteret können durch den Unterzeichneten schon letzt 2 Pferde verkäuflich abgegeben werden- Lich, den 29. Mai 1869. ’ Henzel, Posthalter. 4919) Unserem lieben Fritzchen zu»* seinem morgen stattfindenden 20. Wie- genfeste ein dreifach donnerndes Hoch,»* daß die ganze Judengasse wackelt! Seine Freunde. % 4903) Ein braver Junge kann in die Lehre treten bei Fr. Willstrumpf, Spengler. 2 Epileptische Krämpfe ff ” ^2 Gt-suckt für Oberhesseu ein tüchtiger Agent für eine Mainzer Wem- bandlung unter günstigen Bedingungen. — Offerten mit Angabe von Referenzen besorg chie Exped. d. Bl- unter X. Nr. HO- (4906) Allerneueste Glücks - Offerte, ß 4900) Das Spiel der Freiburger Staats-Prämien-Obligatio- ;5 neu ist von der Grossherzog- '.A lieh Hessischen llegierwng 2 gestattet. A „Gottes Segen bei Cohn!“ | Grossartige wiederum mit g Gewinnen bedeuten d i I vermehrte Kapitalien G Verloosu ng von über M 3‘/2 Millionen. Die Verloosung garantirt und vollzieht g die Staats-Regierung. Beginn der Ziehung am 11. Juni y d. J. HurlThlr. oder 2 Tlilr. | oder 1 Tlilr. I kostet ein vom Staate garantir- 9 | tes wirkliches Original-Staats- y X Loos (nicht von den verbotenen Pro- H | messen) aus meinem Debit und werden M 0 diese wirklichen Original- J Staats-Loose gegen frankirte £ 6 Einsendung des Betrages oder gegen I Postvorschuss, selbst nach den b i entferntesten Gegenden von | ■ mir versandt. | Es werden nur Gewinne [. 4924) Mehrere gut möblirte Zimmer, vorn heraus, sind zu vermiethen und lofort beziehbar. E- ^^^nberg, am Lindenplatz. 4927) Das seither von Herrn Prof. Lemke bewohnte Loqls, bestehend ans 8 Zimmern, Bodenkammer, Keller, Holzstal!, Mitge branck der Waschküche -c., ist zu vermiethen und den i. September zu beziehen. Carl Schwan auf meine Nachfolger. Gießen, den l. Jnni 1869. G. PH- Fill mann Wittwe. Auf Obiges höflichst Bezug nehmend, werden wir eifrig bestrebt sein das unserer Mutter und Schwiegermutter geschenkte Zutrauen uns'zu erhatteu, und empfehlen wir dem verehrlichen Pnblikum unser reichhaltiges Lager in weißem unb decorirtem Porzellan, Steingut, Glas- and Crystallwaaren. Alle in das Glaierge>chäft einschlageiiden Arbeiten, insbesondere schnelles und promptes Cinrahmen von Bildern, werden wie seither bestens ausgefnhrt weiden. Heinrich Fillmann. Wilhelm Balser. In Finna: G. PH. Fillmann. Burgruine Staufenberg. 4918) Sonntag den 6. Juni: Großes Militär-Concert, ausgefnhrt vom ganzen Mnsik- Corps der Marburger Jager, unter Leitung seines Mnsikmeisters, Herrn H. 21. vtoack. Anfang 3‘/2 Uhr. Entree ä Per|o» 9 fr. Ihn recht zahlreichen Besuch bittet H- 111 *• 4905) Einem geehrten Publikum erlaube ich mir anzuzeigen, daß ich die seither von mir betriebene Glas- und Porzellan-Handlung nebst Glasergeschäft unter dem Heutigen an meinen Sohu und Schmie- gersohu, Heinrich Fillmann und Wilhelm Balser, käuflich übergeben habe. Für das mir in reichem Maaße bewie)eue Wohlwollen herzlich dankend, bitte ich um gütige Uebertragung desselben Zi ußer scher Garten. 4921) Freitag den 4. Juni: 1. AblMcmcnts-Conccrt, tofanfl 5 UBr - @ittr6= für M>t°b°nnenten ä Person 15 fr. Programme an der Kasse. . (58et ungünstiger Witterung im ^>aale). Vermischte Anzeigen 4922) Alle Diejenigen, welche noch Forderungen an den verstorbenen Fabrikanten Joh. Gg- Storck dahier zu machen haben, werden aufgefordert, ihre Rechnungen bei unterzeichnetem Bevollmächtigten binnen 8 Tagen einzureichen. Gießen, den 2. Juni 1869. K- Vogt, Ortsgerichtsmann. 4943) Am 28. Mai wurde auf dem Wege von der Neustadt nach dem Wallthor ein Päckchen mit Feilen verloren. Der redliche Finder wird gebeten, dasselbe in Lit. B- Nr. 102 abgeben zu wollen. Zacher scher Zarten. 4930) Von Freitag den 4. Juni an: Bier im Glas. gezogen. Die Haupt - Gewinne betragen M 250,000, 150,000, 100,000, 50,000, g 30,000, 2 ä 25,000, 2 a 20,000, 2 ä g 15,000, 2 ä 12,500, 4 a 10,000, 3 a $ 6000, 12 ä 5000, 23 ä 3750, 105 ä 2500, 5 ä 1250, 158 ä 1000, 14 äv 750, 271 ä 500, 355 ä 250, 21415 a H 150, 125, 117, 100, 75, 55, 30. 8 Gewiuugelder u amtliche H Ziehungslisten sende meinen In- « teressenten nach Entscheidung prompt h und verschwiegen. Durch meine von besonde-H rem Glück begünstigten h Lonne habe meinen Interessenten be-1 reits allein in Deutschland | die allerhöchsten Haupt- I treäfer von 300,000, 225,000, | 187,500, 152,500, 150,000, 130,000,1 mehrmals 125,000, mehrmals 100,000, | kürzlich schon wieder das | grosse Loos von 127,000, und | jüngst am taten Mai schon wieder zwei der grössten | Haupt - Gewinne in Darin- | stadt ausbezahlt. Jede Bestelhi«» aadJ $C<7" meine Original-Staats-1 Loose kann man der Bequemlich | JaIj- keit halber auch ohne Brief,' einfach anf eine Jetzt üb- , -Ä, liehe Postkarte , machen. Dieses ist gleichzeitig bedeu- ^.tend billiger als Post- K. L, Vorschuss. Laz. Nams. Colin in Hamburg, Haupt-Comptoir. Bank- und Wechsel geschält. Ich mache besonders darauf aufmerksam, dass nach obiger grossen Capital-Verloosung ein langer Zwischenraum vor Beginn einer neuen eintritt, daher ersuche die sich Interessirenden mir ihre Aufträge Jetzt noch rasch einzusenden. Vermiethung?» 4902) Der untere Stock meines Hauses, bestehend aus 4 ineinandergehendcn Zimmern Magd- und Bodenkammer, Küche, Keller, Holzstall 2C-, ist sofort zu vermiethen. Ehr. Löb er, Neuenweger ^hor. 4937) In unserem Mansarden- Stock ist ein kleines Logis, bestehend aus einem Zimmer mit Ca- binet, Küche und Bodenkammer, zu vermiethen. I. A. Busch Söhne. Bestellungen noch Maaß, in beide» Branchen, werden aufZr das Prompteste in kürzester Zeit effectnir!.__________p 4920) Eine Amme wird auf Johanni gesucht Asterweg Lit- A- Nr. 131. Näheres bei der Exped. d. Bltts.__ .4904) Es kann ein braver Junge gleich bei mir eintreten. . I- Göbel. Herren und Knaben-Garderobe.__ 4940) Einem geehrten Publikum die ergebene An- reiae, daß ich mein Geschäft erst am L August d. I. »ach dem Hause des Herrn C. W- Ferber auf dem Kirchcnplatz verlege, und bleibt dasselbe bis dahin, wie seither, im Hause der Herren Gebrüder Wenzel im 1 Stock ®. A. Blumenfeld. 4933) Das von Herrn Hauptmann Stle- ler seither bewohnte Logis ist anderweit -u vermiethen. L. Bramm, Neustadt. 4915) Der mittlere Stock meines Hauses ist zu vermiethen. Fr. Bender. 4923) Im K o ch'schen Hause am Zmßer'- schen Garten ist der obere Stock, nebst em Theil Garten, bepfteutf, wegen Wegzugs des seitherigen Miethers anderweit zu vermiethen und kann bis zum 1. Juli bezogen werden. Das Nähere im Hause. Tnrnverein. 4934) Morgen Abend nach dem Riegem turnen: Besprechung wegen Abgangs nach Butzbach und wegen eines er J Der Vorstand. 4916) Am Sonntag Abend wurde auf dem Wege von der ^Neustadt bis an dao Neuenweger Thor von einem Dlenstbolen ein Portemonnaie, 3 fl. 38 kr- enthaltend, verloren. Man bittet, dasselbe gegen eine angemessene Vergütung m Llt- B- Nr- Hb 25 „ „ 12 „ täglich von 7—12 Uhr Vormittags und „ „ 2—7 „ Nachmittags in der chemischen Fabrik von Trapp & Munch (4908)___________________in Friedberg. 4938) Neue schöne fette Matjes-Häringe abzugeben.____________ „Butter - Lieferauto«" werden um gefällige Angabe der Adreße nebst Preis gebeten von A. Wertens, Ur> stuaplatz 30, Cöln.__ 4860) Ein ordentlicher Junge kann das Drechslergcschäft erlernen. Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts- 4914) Eine schöne große Hundshutte ist zu verkaufen. Bei wem? sagt die Exped- d. Bltts.__ 4935) Ausgezeichneten Johannisbeer- Wein, pr. Flasche 48 kr., verkauft G- S ch m e h l, am Brand. 4912) Ein großer schöner Hund ist zu verkaufen. Bei wem? sagt die Exped- d-Bl- 4941) Zwei Familienlogis sind zu vermiethen und sogleich beziehbar bei Christian Vogt, Kirchcnplatz. 4936) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen und sogleich beziehbar. B- Schmidt, Mausburg. 4913) Der obere Stock im früher Nehme yer'schen Hause nebst Mitgebrauch der Waschküche, des Bleichplatzes und sonstigem Zugehör, ist zu vermiethen und Mitte Juli beziehbar. I- Faß- Geschäfts-Verlegung. „ ss mir erlaube. wirt ii Fr MM lare, ü Das gegangen, H Das Mw. ist - 1 gegangkn, ist rotit Ikeaikn i°rl ——1 nirttd mittifi Wittel heihstl Nltde „Die Moe .dir Seonfbe H Wn vachin fand Monat lang w.ir ober gk Slraßt Moi RonAanc I F schn; ni Manien Der M vtthtira !gal> ich mid 'Dn ^irni itayn. M stiachlase-, .jtoti fiinttt Wd an 4 -Mi jn Sf zu fe, auf ten Vberß i * falsche S * W Mitt Ich g, ^lchbohih deutlich dü at-me MEehr iip Ä. m »it Mt Um, Htot." . Nach: '5 Sch» °°^l,g; '"»'innen' f» * >- üng,"1; 3:|)ntn 9 tn m "N Sittoe. „ llfuin Ullfft '■'f Ql1' Steingut utapmen von U. 8il(inann. Halfer. Ulmann. ergebene An- der auf dem 3 dahin, wie Wenzel im menfeld. fr 2 'n, werten auf3 kctlillk. f *■ » M, i 11 Kf-Regi«. » Äonen milzubringm . Person 15 fr. Laale). derg. i: :bnryr Zäßer, unter A. Noack. ?n 9 kl. H. Kint. \\a im 0W* d« »'"• i.t*6*! Carl -t Zinßer'scher Garten. 4929) Das Samstag den 29. Mai ausgefallene Große Militär-Concert wird nuninehr Slrmstag den 5. Juni abgekalten werden. BilletS a 20 fr. ftnb bei den Herren Carl Noloff lind PH. Schlatter zu baden. Frachtbriefe für die Main Weser- und Eöln-Mindener- Eisenbahn, sowie famn»tliche zollamtlichen Formn- lare, sind zu haben bei Wilhelm Klee, Mauöbiira. Telegraphischer Bericht, mitgetheilt von dem Haupt-Agenten (£♦ W. Dietz. Das Postdampfschiff des Nordd. Lloyd America, am 12. Mai von Bremen abgegangen, ist am 27. Mai, Morgens 11 Uhr, wohlbehalten in New-York angekommen. Das Postdampfschiff des Nordd. Lloyd Main, am 15. Mai non Bremen abgegangen, ist am 29. Mai, Nachmittags 2 Uhr, wohlbehalten in New-York angekommen. Das Postdampfschiff des Nordd. Lloyd Union, am 20. Mai von New-York ab- geganaen, ist am 30. Mai, Abends 11 Uhr, nach einer schnellen Reise von 9 Tagen unweit Cowes angekommen und hat am 31. Mai, Morgens halb 2 Uhr, die Reise nach Bremen fortgesetzt. Temperatur in Gießen, Mai 1869: niederste.................— 1,0’ K. mittlere.................+ 10 38 . Mittel früherer Jahre...... -ff 10 38 höchste...... -ff 19,0 „ Niederschlag: an 18 Tagen...... ... 2,64 ‘Bar. Z»li. „ im Mittel früherer Jahre: an 14 Tagen . . 2,23 „ „ Börsciinachrk'lileu. 1. Juni 1869. Preuss. 41/gO/y Obi. 93‘5/8 1 Frankf. 3‘/2o/o obl. 82'/8 Näss. 4’ '2O/o Obl. 93 j: Kurh. 40/y Obl. 84//b Hess. 40/g Obl. b. Roths. 91 » 34/2% do. do. 861/4 j Bayer. 50/0 Obl. 101 Vs t. 41/2% 1jährige 941/2 " 4'/2% jährige 942 Würtemb. 4i/20/0 Öbl. 93 Baden 4'/2o/o Obl. c. E.L. — I Oestr. 50 g b. R. 57 n 50/g National 54% „ 5O/o Metall. Obl. — „ M. steuerf. 517/q Amer. 60,0 lb82r Bds. 85 „ 6% 1885r 83 >/g Actien. , Frankf. Bank 1201/4 Oester. Bank 718 \ ti Creditact. 295 | Darmst. Bankact. 285 '/s Prioritäten, 5% Östr. F. St. E. B. 3581/2 Ludwigsh.-Bexbach 163 Max bahn 1053/$ Bayer. Ostbahn 1271/4 Hess. Ludwigsbahn 1411/4 30/o östr. Stsb.-Prior. 551/4 3% östr. s. Lombard. 465/g 3°/u Livorneser 341/4 Toscaner 547/g Frankf. Hypoth.-Bank 96 Frankf. Vereins-Kasse 96 5% Elisabeth-Prior. 74’/4 do. II. Emiss. 72% Anlehensloose. Kurh. 40 Thlr. Loose — Nassau fl. 25 b. Roth. 36 Vs Gr. Hess. fl. 50 b. R. 165 Gr. Hess. fl. 25 b. R. 421/2 4° 0 bayr. Präm. Anl. 107 4°/o badische Loose 104 Badische fl. 35 Loose 561/4 1858r Prioritätsloose 161 1860r Loose 83j,o 1864r , _ 8 UechMel. Amsterd. k. 8. 99>Vg AugHb. k. 8. 100Vs Berlin k. 8. 1051/2 Bremen k. 8. 977/g Cöln k. 8. 105 Hamburg k. 8. 881/2 Leipzig k. 8. H>5'/2 Loudon k. 8. 120 Vs Lyon k. 8. — Paris k. 8. 951/2 Wien k. 8. 96% Disconto 3 '/2 % G. Geldsorten. Pr. Cass. Sch. 1 44%-45 % Div. Cass.-A. Pr. Friedrdor. 9 5^-59 Pistolen . . 9 49 51 „ doppelte 9 50-52 Holl. fl. 10 St. 9 54-56 Ducaten . . 5 37-39 20 Frankenst. 9 32-33 Engi. Souver. 11 57-59 Russ. Imper. 9 50 52 boll, in Gold 2 28-29 Feuilleton. D i c Doppklehk. Frei aus dem Französischen, von Emma v- Nindorf. (Fortsetzung.) „Die Nacht vor meiner Ankunft," fuhr Oberst Chabert fort, „mußte ich in den Wäldern von Claye bivouakiren Der kühlen Nachtluft danke ich zweifelsohne die Krankheit, welche mich befiel, als ich durch die Vorstadt St. Martin wanderte. Fast besinnungslos fiel ich an der Thüre eines Eisenhändlers nieder. Beim Er- wachkn fand ich mich in einem Bette im Hotel Dieu. Dort ging mir's einen Monat lang ziemlich gut. Bald schickte man mich weg. Ich hatte kein Geld, mir aber gesund und in der guten Stadt Paris! Wie zog es mich nach der Straße Montblanc, wo ich meine Frau in meinem Hause wußte! Die Straße Montblanc heißt jetzt Chaussee d'Antin. Von meinem Haus war nichts mehr zu sehen; man hatte es verkauft, abgetragen. In meinen Gärten hatten Spekulanten verschiedene Gebäude aufgeführt. Da ich nicht ahnete, daß meine Frau neu verheirathet sei, konnte ich auch keine Nachweisungen erlangen. Zuletzt begab ich^mich zu einem alten Advocaten, der vormals meine Geschäfte führte. Der Ehrenmann war gestorben, hatte seine Praxis einem jungen Menschen übertragen. Mit welchen Gefühlen erfuhr ich von diesem die Eröffnung meines Nachlasses, seine Liquidirung, die Heirath meiner Frau und die Geburt ihrer zwei Kinder! — Als ich ihm sagte, ich sei der Oberst Chabert, fing er so treuherzig an zu lachen, daß ich mich ohne weiteren Einwurf davon machte. Meine Haft zu Stuttgart warnte wich vor Charenton; ich nahm mir vor, diesmal klüger zu sein. Ich wußte nun, wo meine Frau wohnt und machte mich zu ihr auf den Weg. Hoffnung schwoll mein Herz. Nun hören Sie, Herr," sagte der Oberst mit verbissener Wuth: „ich ward nicht angenommen, als ich mich unter falschem Namen melden ließ; und da ich den meinen nannte, wies man mir die Thüre. Um die Gräfin Morgens bei der Heimkehr vom Balle zu sehen, blieb ich ganze Nächte wie angeschmievet an dem Weichstein der Einfahrt. Ich durchbohrte mit meinen Augen den blitzschnellen Wagen, in welchem ich nur undeutlich die Frau gewahrte, die mein ist und mir doch nicht gehört. O! seitdem athme ich nur Rache," rief der Greis mit dumpfem Tone und richtete sich plötzlich hoch auf vor Derville. „Sie weiß, daß ich lebe; sie erhielt seit meiner Rückkehr zwei eigenhändige Briefe von mir. Sie liebt mich nicht mehr, und ich? Ich weiß nicht, liebe oder hasse ich sie! Ich ersehne und verfluche sie um die Wette. Mir dankt sie Glück und Vermögen; gut! Nicht einmal die kleinste Unterstützung läßt sie mir zukommen! Oft weiß ich selbst nicht, wie mir geschieht." Nach diesen Worten sank der alte Krieger regungslos in seinen Sessel zu- ckck. Schweigend betrachtete Derville seinen Clienten und sprach zuletzt maschinenartig : „Selbst auch die Aechtheit der zu Heilsberg befindlichen Dokumente angenommen, bleibt es ungewiß, ob wir sogleich siegen. Der Prozeß wird vor drei Gerichtshöfen verhandelt. Die Sache will reiflich erwogen sein." — „O," mtgegnete der Oberst kaltblütig und warf den Kopf stelz in die Höhe, wenn ich unterliege, werde ich zu sterben wissen, aber nicht allein." — Verschwunden ®ar der Greis. Des kräftigen Mannes Augen glühten vor Rachedurst und Liebe. „Man müßte sich vielleicht vergleichen." „Vergleichen! Lebe ich, oder bin ich todt?" — „Mein Herr, hoffentlich folgen Sie meinem Rathe. Ihre Angelegenheit svll die meine sein. Bald mögen Sie sich überzeugen, welchen Antheil ich an Ihrer Lage nehme, die fast beispiellos dasteht in den Jahrbüchern der Rechtskunde. Einstweilen gebe ich Ihnen ein Paar Worte an meinen Notar, der Ihnen gegen Quittung alle zehn Tage fünfzig Franken zustellen wird. Es würde sich nicht ziemen, daß Sie hier Hülfe suchten. Sind Sie Oberst Chabert, so dürfen Sie keiner willkürlichen Kränkung ausgesetzt sein. Diese Vorschüsse betrachte ich als Anleden: Sie sind reich, haben Güter zurückzufordern." — Die zarte Schonung entlockte dem Greise Thränen. Derville erhob sich rasch; an einem Advocaten mochte Rührung vielleicht etwas zu Ungewöhnliches sein; er verfügte sich in sein Cabinet, aus welchem er mit einem versiegelten Brief zurückkam; diesen händigte er dem Grafen Chabert ein. Als der Aermste das Papier zwischen den Fingern hielt, fühlte er, daß zwei Goldstücke darin waren. „Wollen Sie mir die Acten bezeichnen, mir Namen von Stadt und Land angeben?" fragte per Anwalt. Der Graf dictirte die Anzeigen und berichtete zugleich die Othographie der Ortsnamen, nahm dann feinen Hut mit einer Hand, sah Derville an, streckte die andere Hand, eine Hand voll Schwielen, nach ihm aus und sprach mit schlichtem Tone: „Meiner Treu, Herr, Sie sind ein Biedermann! (Un brave!)" Der Advocat schlug in die Hand des Obersten ein, begleitete ihn bis an die Treppe und leuchtete hinab. „Boucard," sprach Derville zu seinem Oberschreiber, „ich hörte so eben eine Geschichte, die mich vielleicht auf zehn Goldstücke zu stehen kommt. Bin ich gestohlen, nun, so reut mich das Geld nicht; denn dann habe ich den ersten Schauspieler unserer Zeit gesehen." Als sich der Oberst in der Straße und vor einer Lampe befand, wickelte er die zwei Fünffrankenstücke, welche ihm der Advocat gegeben hatte, aus dem Briefe und ließ sie einige Augenblicke im Licht funkeln. Seit neun Jahren sah er zum Erstenmale wieder Gold. „Nun kann ich doch Cigarren rauchen," sagte er. Drei Monde waren seit jener nächtlichen Berathung verstrichen. Der Notar, welcher mit Auszahlung des halben Soldes beauftragt war, den der Advocat feinem selßfamen Clienten zahlte, kam nun, mit Derville über eine wichtige Angelegenheit zu verhandeln, und begann damit, die sechshundert Franken zurückzu- begehren, die dem alten Krieger verabfolgt wurden. „Du machst Dir also den Spaß, die alte Armee zu erhalten," lachte der junge Notar Crollat. Er hatte so eben das Amt erstanden, bei welchem er Oberschreiber war; fein Prinzipal ging nach einem fürchterlichen Banquerotte davon. „Dank, Freundchen, daß Du mir die Sache in's Gedächtniß rufst. Meine Menschenfreundlichkeit wird sich höchstens auf 25 LouiSd'or steigern lassen; fürchte ich doch fast jetzt schon, daß meine Vaterlandsliebe mir einen Streich gespielt hat!" — In diesem Augenblicke bemerkte Derville auf seinem Schreibtische die Briefschaften, welche sein Oberschreiber dahingelegt hatte. Längliche, viereckige, dreieckige, rothe, blaue Stempel lächelten ihm auf einem Briefe entgegen, preußische, österreichische, baicrische und französische Postzeichen. „Ah!" sagte der Anwalt lachend, „da haben wir die Entwickelung der Komödie; nun wird es sich zeigen, ob ich angeführt bin." — Er nahm und öffnete den Brief, konnte ihn aber nicht lesen, da er in deutscher Sprache verfaßt war. „Boucard, lassen Sidfelbst diesen Brief übersetzen und kommen Sie bald wieder," befahl Derville, indem er die Cabinetthüre öffnete und feinem Oberschreiber den Brief reichte. Der Berliner Notar, an welchen sich der Advocat gewendet halte, bcnach. richtigte ihn, daß die verlangten Acten einige Tage nach diesem Briefe einlaufen würden, und versicherte zugleich, die Dokumente seien in aller Form Rechtens versaßt und mit den erforderlichen Beglaubigungen versehen. Ueberdies meldete er, daß fast alle Zeugen jener, durch die Protokolle verbürgten Thatsachen noch zu Preußisch-Eylau sich befänden, und die Frau, der Graf Chabert sein Leben dankte, noch in einer Vorstadt Heilsberg wohnte. (Fortsetzung folgt.) a u. M. 2>rf 54 Jahre alt. £bt Bcfoi Dej 5006) rief) Dc sannntrs und Er! 3lorge! Nbsicht dchm: foM Mprüd Gerichlt reits oli auf fold Giehk 4962) : d)tT bcslii dis 1211 ß Uhr ö zur Lerfii Mnlliche 1‘lanbe da wiegungci vor Moi 8 Uhr v Gießen Groß! $t(Ü 1 o,it Sn> Lost bc- Öef 5037) Johann hiermit üi vier Wocf jn öffenll dem unter snh wege Stellung sachgemäß nach Ab! nach Lag, N, b G 6 5 in Gun 6 III. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen, die Einstellung der Uebergang-abgaben-Grhebung von den aus den suddeutschen Zollvereinsstaaten nach den Staaten des norddeutschen Bundes übergehenden Tabaken und Tabaksfabrikaten betr. Nach-Beschluß des Bundesraths deS norddeutschen Bundes wird in den Staaten dieses Bundes von den aus den süddeutschen Zollvereinsstaaten eingehenden Tabaken und Tabaksfabrs- katen vom 1. Juli d. I. an keine UebergangSabgabe mehr erhoben werden. IV. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Mainz, die Umlagen der Stadt Mainz für 1869 betr. V. Erhebung in den Adel st and. Se. Königl. Hoh. der Großherzog haben geruht, durch Allerhöchste Entschließung vom 4. Februar d. I. den Geheimen Justizrath Dr. Carl Levi ta zu Paris unter dem Namen von Levita-Recht en für sich, seine Ehegattin und gegenwärtigen und zukünftigen ehelictren Nachkommen beiderlei Geschlechts in den Adelsstand des GroßherzogthumS zu erheben. VI. Ordensverleihungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnä'digst zu verleihen geruht: am 28. April dem Schullehrer an der ersten Knabenschule der Gei meindeschule zu Alzey, seitherigen Schulinspector Johannes Michael Treutel das allgemeine Ehrenzeichen „für treue Dienste"; — am 1. Mai dem Präsidenten der Obermedicinal- Direction, Dr. Wilhelm Christian Georg Gold mann, das Commandeurkreuz 2. Elaste deS LudewigS-OrdeuS; — am 2. Mai dem Generalmajor und Commaudeur deS Großherzoglichen Artilleriecorps, Georg Server er, in Anerkennung seiner langjährigen treugeleisteten Dienste das Ehrenkreuz 1. Elaste des'PhilipPSordrnS. VII. Namensveränderung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigft geruht: am 1. Mai dem Jacob Rosenberger zu Krombach, jetzt zu Offenbach, zu gestattcn, daß derselbe, statt seines bisherigen Familiennamens Rosenberger, künftighin den Familiennamen Zilch führe. VIII. Ertheilung von Erfindungspatenten. Worms, 29, Mai. Die Fertigstellung der Strecke Gernsheim-Rosengarten (WormS) der Riedbahn und die für morgen in Aussicht stehende Jnbetriebnahnie der ganzen Linie hat dem Berwaltungsratbe der Ludwigsbahngesellschaft Anlaß zur Veranstaltung einer festlichen Probefahrt gegeben, zu welcher zahlreiche Einladungen an die Mitglieder der Civilmint- fterien, deS ObeibaucollegS, an die OrtSvorstände der Gemein, den WormS, Biblis, Hofheim und Groß-Rohrheim, xm dir Nedaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. der zweiten Lesung der Steuerentwürse bis zum Zusammentritt reS Zo" -irlamentS noch fertig werten, er beginnt dcßyalb feine Sitzungen fortan eine Stunde früher uno roirD nicht eher feine Beraihungen am Dienstag und Mittwoch abbrechen, als bis er sicher ist, daß er fein Pensum pünktlich erledigt. Es trifft sich wieder so, daß gerade die allerwichtigsten Vorlagen wie im Fluge turchberathen werden muffen. Nach den vorläufigen heutigen Abstimmungen zu schließen, geht das Wechsclstempelsteuergesetz durch; die endliche Abstimmung darüber findet aber erst nach Schluß der ZollparlamcntSsession statt. Einige Abgeordnete wünschen, um nur endlich mit den parlamentarischen Geschäften zu Stande zu kommen, daß der Reichstag an all den Tagen sich versam- melk, wo im Zollparlament Sitzungen nicht stattfin- den. ES wird hiergegen indeß eingewandt, daß es genüge, wenn wo möglich das Zollparlament Tag für Tag Sitzungen abhalte, denn erledige letzteres seine Geschäfte Zug um Zug, so könne dann um so rüber der Reichstag hintereinander tagen. Wien, 50. Mai. Die „Wiener Zeitung" mel- det, datz der Kaiser der Gräfin Crcnnevllle seine Freude über die Rettung ihres Gemahls telegraphisch lundgegeben hat. 1 er den Dolchen der Lcn- tetto entgangene Feldzeugmeister soll heule früh glück- lich in Wien angekommen fein. Er fuhr von Florenz, wohin er sich kurz nach dem Attentat begeben hatte, ohne Aufenthalt nach Oberitalien, zu feiner Sicherheit von zwei österreichischen Offizieren begleitet. Ein Bericht aus Livorno gibt an, daß Graf Crenne- Ville daselbst auch das Kaffeehaus besucht habe, wo er vor 20 Jahren, umgeben von seinem Adjutanten, zwei junge Italiener, welche ihn respectwidrig an- blickten, mit der Reitgerte ins Gesicht schlug. Sobald sich die Kunde von der Anwescnnheit des verhaßten österreichischen Generals verbreitete, seien vier Offiziere ter Nationalgarde hingeeilt, um ihn zum Zweikampf zu fordern. Der Feldzeugmeister hatte sich aber bereits entfernt. In Betreff des Attentats wird noch mitgetheilt, daß die Angreifer zuerst zwei Dolchstöße nach dem Unterleibe Crenneville's geführt haben sollen, jedoch bemerkend, daß er durch ein Panzerhemd geschützt fei, hätten sie die Kehle des Grasen zum Angriffsobjcct ausersehen. Da Erenne- ville den criuen Dolchstoß parirte, sei ihm die aus der Richtung gebrachte Mordwaffe in die rechte Wange gefahren. Dabei sei der Graf ausgeglitten und zu Boden gestürzt. Jetzt wollte der General-Eonsul Ritter von Inghirami die Feinde von ihm abwehren, indem er sich über ihn beugte, und empfing so den vierten Dolchstoß, welcher dem Feldzeugmeister zugedacht war. Die Wunde des Letzteren wird eme große Narbe zurücklaffen. Gras Erenneville, welcher den Feldzeugmristerrang mehr der Hofgunst, als feinen kriegerischen Leistungen zu verdanken hat, ist erst Darmstadt, 31. Mai. Die Regierung hat 1 in den Hauptvoranschlag der StaatSanSgaben für dte I nächste Finanzperiode den Betrag von 2800 ff. per । Jahr zur Errichtung eines Lehrstuhles der Land- wirthschost in Gießen ausgenommen, da man an maßgebender Stelle der Ansicht ist, daß dieser bet dem regen Interesse für die Landwirthschast nicht entbehrt werden könne und deßhalb auch von den landwirthschaftlichen Provinzialvereinen sowohl, als von der Centralstelle für die Landwirthschast und die landwirthschaftlichen Vereine dringend gewünscht werde. Auch die Stadt Gießen habe sich bereit erklärt, 5 Morgen zu einem Vcrsuchsfelde zu stellen und 300 fl. zu dessen Dearbeitungskosten beizutragen. Die Ma- jorität des Finanzausschusses zweiter Kammer halt die Errichtung des fraglichen Lehrstuhles (ein solcher hat früher schon einige Zeit bestanden) für dringend erforderlich zur Vervollständigung der auf diesem Gebiet vorhandene» Anstalten und Bestrebungen, und um den künftigen Kamera!-, Forst- und Verwaltungsbeamten Gelegenheit zu geben, sich eine genügende Kenntniß der Landwirthschast anzueignen. Die Minorität (Dumont, Kraft, Wernher) hält dagegen einen landwirthschaftlichen Lehrstuhl, wenn er nicht mit einer Gutswirthschast verbunden werden könne, für zwecklos und verweist die Studnenden der genannten Branche auf das Selbststudium zur Erlangung theoretischer Kenntnisse. Rach Ansicht der Minorität gebietet die Pflicht der Selbsterhaltung den kleinen Universitäten, ihre Kräfte zu concentriren (vielleicht später einmal nur auf einzelne Fakultäten zu beschränken) und nicht noch durch Erweiterung ihres bisherigen Lebrkreises zu zersplittern. Worms, 31. Mai. Die Zahl der heute angekommenen Fremden wird auf mehr als 30,000 ge- schätzt. Großer Zudrang zur Dreifaltigkeitskirche. Dte Verhandlungen wurden gegen 11 Uhr eröffnet. Aus allen Gegenden Deutschlands sind Delegtrte anwesend; auch Oesterreich und Frankreich haben solche | gesandt. DaS Erössnungsgebet des Pfarrers Brieglcb schloß mit den Worten: „Herr! Gieb dem deutschen Volk eine deutsche Kirche!" Hierauf übernahm Professor Bluntschli die Leitung der Verhandlungen. Nach Begrüßung der Versammlung durch Dr. Schröder ergriff Professor Dr. Schenkel das Wort alg Referent der Erklärung gegen das sog. apostolische Schreiben des Papstes. Er führte aus: Rom erkenne die Augsburger Confession, die wahre Grundlage des religiösen Friedens, nicht an ; fein Bestreben sei, Unfrieden in Deutschland zu stiften, das deutsche Bürgerthum zu brechen. Diesem Bestreben gegenüber fehle die deutsche Gemeinde. Das protestantische Volk müsse sich organiftren. Dann könne man auf die römische Anmaßung eine kerndeutsche Antwort geben, die darin bestehe, daß wir den Protest unserer Väter erneuern. Nach Schluß dieser Rede verlas Schenkel die Erklärung der Versammlung auf das päpstlich^ Schreiben (f. den Art. Worms im Vermischten). Hierauf folgte Schellenberg mit einem Vortrag, dessen Spitze sich gegen den Jesuitenorden richtete. Nach ihm sprach Professor d, Holtzen- vorf: die Erklärung sei auch zugleich eine Kriegs- erflärung gegen die römische Curie. Wie der Papst uns, so könnten auch wir den Papst einladen, hierher zu kommen. Keiner seiner Vorgänger habe Luther an Größe und Bedeutung erreicht. Die Versammlung wurde mehr und mehr bewegt. Lebhaften Beifall errang der folgende Redner Haase (aus Oesterreich), welcher begeistert für Annahme der Erklärung sprach. Letztere wurde hierauf einstimmig an- 8ert 4995) fc; 8®i auNt Die M Stfönn I ni an ’S» dc KL ÄL Vermischtes. Gießen. (Sitzung des Gemeinderaths vom 27. Ma,.) Anwesend: der Groß!). Bürgermeister Vogt. die Ge- meinderathsmitglieder Bücking, Ricker, Gail, Nagel, Loder Petri, Berg, Wallenfels, Weidig, Felsing, Rosenberg und O^D^ie^Verfüqung Großh. KreiSamtS vom 13. Mai wird zur Kenntniß des GemeinderathS gebracht, und erklärt sich derselbe damit einverstanden, daß Geometer Euler mit der Aufnahme und Zeichnung des Terrams an der Grunberger und Licher Ehauffee beauftMgt wird. , Der Gemeinderath beschloßt, daß gegen die Benutzung der Turnhalle von Seiten der Schuler des Gymnasiums Nichts eingewendet werden solle; jedoch werde erwartet, daß das Tur, nen, wenn daS Wetter eS zulasse, im Freien stattfinde. E,ne gegen die Besteuerung des Leuchtgases gelichtete Eingabe an den Reichstag wurde von deqr Gememderath unterzeichnet und deren Absendung beschlossen. Zur Ausführung deS vorgelegten Voranschlags wegen Ehaus- sirung eines TheilS des Gleiberger WegS im Betrage von 500 fl. gibt der Gemeinderath seine Zustimmung. Im Betreff der Beleuchtung der Bahnboftstraße erklärt der Gemeinderath, auf den Vorschlag dcS Gießener Gaswerkes- wegen des Baues Vtr neuen Eisenbahn, vorerst nicht emgehen ! *U Mü "dem Vorschlag der Feldgeschwornen, die OckS^erichtS- । männer F. Semmler und F. Muller als Feldgeschworne besta- tiaen zu lassen, erklärt sich der Gemeindcrath einverstanden. 9 Der Gemeinderath lehnt das von Turnlehrer Rubiamen angeregte Umhacken des Turnplatzes zum Zwecke der Beseitigung des daraus stehenden Grases ab, weil bei einer fleißigen Benutzung des Turnplatzes Gras darauf nicht wachsen könne. Die ihrigen Beschlüsse betreffen Angelegenheiten person- Ud) Darmftabt, 30. Mai. DaS.^esteru^fchienene Regie- I rungsblatt Nr. 19 enthält: . 1. Bekanntmachung der Großherzoglichen Ministerien deS Innern, der Justiz und der Finanzen, die Ausführung deS Gesees vom 3. April 1869 wegen Einführung verschiedener Ge- des GroßherzogthumS in den in Folge b-S FriedenSver- IragS vom 3. Sept. 1866 neuerworbenen Gebietö'heilen betr. I H Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums deS I Innern, die Einberufung des deutschen ZollparlamenlS betr. genommen. Worms, 31. Mai. In der Protestantenver- ; fammlung vertheidigte Ohly seine Thesen und wurde von Lisko (BcrUn), Maychot (Bremen) und Steinacker (Jena) unterstützt. Dieselben tourten einstimmig angenommen. Um 3 Uhr ertönte einstimmig Glocken- getaute, welches das Volk zur Versammlung auf dein Marktplätze berief. ES ist daselbst eine ungeheure Menschenmasse anwesend. Bei Verlesung des Protestes und der Thesen erschallen von allen Decken Ruse der Zustimmung. Unter Absingung deS Lu- Iherl edes und Glockengeläute schloß der Act. Berlin, 31. Mai. In der heutigen Sitzung des Reichstags wird bet der Fortsetzung der zweiten Berathung der Branntweinsteuer §• 3 (Malerial- steuer), Steuererhöhung betreffend, abgeLhnt. Bei §. 4 (Fabrikatsfteuer) wird der Antrag Hennigs angenommen, wonach die Steuersätze der Vorlage abgeäncert werden auf 15, 14^, 'IS1^ W; 5 wird die Ausfuhrvcrgütung auf 12 Plg. fr|t- gesetzt. Die übrigen Pagraphen werden wesentlich nach der Vorlage angenommen. Berlin, 31. "Mai. Der Reichstag w'll mit Mitglieder der Riedbabn Eomits s u. s. w. ergangen waren. Um 10 Uhr Vormittags führte die entsprechend decorirte Maschine „Gernsheim" den Zug, welcher einen Theil der Festgäste ausgenommen hatte, von der dicht am Rhein WormS gegenüber gelegenen Station Rosengarten (von wo aus demnächst ein Dampsboat den Verkehr nach dem jenseitigen Ufer vermitteln wird) nach Darmstadt. Nachdem in der Stengel'schen Restauration ein Frühstuck eingenommen worden war und die Zahl der Gäste sich durch Zuzug aus Darmstadt bedeutend verstärkt, erfolgte die Rückfahrt nach WormS, wo ein Diner dte Teilnehmer im Cafö Worret vereinigte. Worms, 30. Mai. Morgen wird die Versammlung der deutschen Protestanten über die gegen das apostolische Schreiben des Papstes zu erlassende Erklärung Beschluß saffen. Der von Schenkel redigirte Entwurf derselben lautet: „1) Wir, die heute in WormS versammelten Protestanten, fühlen uns in unserm Gewissen gedrungen, bei voller Anerkennung der Ge- wissenSrechte unserer katholischen Mitchristen, mit denen wir in Frieden leben wollen, aber auch im vollen Bewußtsein der religiösen, moralischen, politischen und socialen Segnungen der Reformation, deren wir unS erfreuen, gegen die in dem sogen, „apostolischen Schreiben" vom 13. Sept. 1868 an uns gerichtete Zumuthung, in die Gemeinschaft der römisch-katholischen Kirche zurückzukehren, öffentlich und feierlich Verwahrung ein- rulegen. 2) Immer gern bereit, auf den Grundlagen des reinen Evangeliums mit unfern katholischen Mitchristen uns zu vereinigen, protestiren wir heute noch eben so entschieden, wie vor 350 Jahren Luther in WormS und unsere Väter in Speyer, gegen jede hierarchische und priesterliche Bevormundung, gegen allen Geisteözwang und Gewissensdruck, insonderheit gegen die, in der päpstlichen Encyclica vom 8. December 1864 und in dem damit verbundenen SvllabuS ausgesprochenen staatSver- derbsicheu und culturwidrigen Grundsätze. 3) Unfern katholischen Mitbürgern und Mitchristen reichen wir, hier am Fuße deS LutherdenkmalS, auf den uns mit ihnen gemeinsamen Grundlagen deS christlichen Geiste«, der deutschen Gesinnung und der modernen Cultur, die Bruderhand. Wir erwarten dagegen von ihnen, daß sie zum Schutze unserer gegenwärtig bedrohten höchsten nationalen und geistigen Guter sich uns an- schließen werden im Kampfe gegen den uns mit ihnen gemeinsamen Feind deS religiösen Friedens, der nationalen Emigung und der freien Eulturentwicklung. 4) Als Hauptursache der religiösen Spaltung, die wir tief beklagen erklären wir: bie hierarchischen Jrrthumer, insbesondere den Geist und das Wirken des Jesuitenordens, der den Protestantismus auf Leben unv Tod bekämpft, jede geistige Freiheit unterdrückt dw moderne ' CVltiir verfälscht und gegenwärtig die römisch-katholische Ktrcye • beherrscht. Nur durch entschiedene Zurückweisung der feit dem Jahre 1815 erneuerten un^ fortwährend gesteigerten hierarchischen Anmaßungen, nur durch Rückkehr zum reinen Evangelium und Anerkennung der Errungenschaften der Cultur kann die getrennte Christenheit den Frieden wieder gewinnen und die Wohlfahrt dauernd sichern. 5) Endlich erklären mir WU, auf Begründung einer hierarchischen Machtstellung der Geip lichkeit und ausschließliche Dogmenherrschaft gerichteten Bestrebungen in der protestantischen Kirche für eine Verlaugnung deS protestantischen Geistes und für Brücken nach Rom. Ueber- zeugt, daß die Lauheit und Gleichgültigkeit vieler Protestanie der kirchlichen ReactionSpartei eine Hauptstütze gewährt, uo auch in dem mächtigsten deutschen Staat ein Haupthindernis nationaler und kirchlicher Erneuerung bildet richten wir a unsere sammtlichen Glaubensgenossen den Mahnruf zur samkeit, zur Sammlung und zu kräftiger Abwehr aller Geistes- und Gewissensfreiheit gefährdenden Tendenzen." * Zu einem sehr schlicht gekleideten Kaufmann, W» Frau großen Aufwand mit ihrer Garderobe machte, fagU! J mand: „Ihr Anzug sticht doch gar zu sehr gegen den ZY Gemahlin ab!" - .Ja, lieber Freund," lautete die Jnt „Das ist Repräsentation deS HauseS: meine Frau kleider i nach dem Journal und ich nach dem Hauptbuche.