fn beim m ««'■ n,ilDeife " ®«= ? §• 1 “ ben »öffn,- r*nÖUng f außer ^Vruchg °'r auch =1 Ent.- utei: om 16. 'Wirni mungen Helch,r »ttttn I1 : die riOflÜ4e glichen öheiin nb vor. Berkehr > Äür.- gäffrlleu oittn; ey und en und ittim.- abtn: üljt.) i König 't Havel eilte die Königs Schulze rden ka- i König ibn, ud) öet soidat, wurden n hause )t. Der riese ver- , blieben einquar- ber dem inzug in idjt recht mit dem uchßaben ! : Senat • verdol- !gssteuer, r König angirier j erhoben | auf sein )er Hekr . en War- i andern roßherzog : Nee. • - will hat denn r ein so men; die rauchen." gewesen, rankfurtel I oornderein I I alleweil, Preis vierteljährlich 36 kr. mit Brtngerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 49 fr. Gießener Anzeiger. Erscheint wöchentlich dreimal: Dienstags, Donnerstags und Samstags. — (Spedition: Cauzleibera Lit. B. Nr. 1 Anzeige- und Amtsblatt für den Areis Kielen. Nr. 76. Donnerstag den 1. Juli -■ 1 ' ......■Mil—— 21 m f H d> e Bekunntmerch ungen Das Bundes-Gkst-tzblatt des Rorddentschen Bundes Nr. 22, ausgeaeben zu Berlin um 18. Juni 1869, enthält • (Nr- 304.) Gesetz, betreffend die Errichtung eines obersten Gerichtshofes für Handelssachen. Hom 12. Juni 1869. Das Bundes-Gesetzblatt des Norddeutschen Bundes Nr. 23, ausqeqeben zu" Berlin am 23. Juni 1869 enthält ■ (Nr. 305.) Gesetz, betreffend die Feststellung des Hausbaus-Etats des Norddeutschen Bundes für das Jahr 1870. Vom 13. Juni 1869 (Nr. 306.) Verordnung, betreffend die Feststellung des Etats der Militärverwaltung des Norddeutschen Bundes für das Jahr 1870. Vom 13 Juni 1869 Das Bundes-Gesetzblatt des Norddeutschen Bundes Nr. 24, uusqegeben zu Berlin am 19. Juni 1869 enthält • Wai 1869, betrCffmb bie in ®cmätoeit be§ ®cfc6£§' °°'U 9- N°°°mber 1867 genehmigte Ausgabe'von verzinslichen Schatzan- bei betreffmb biC @rnenmm0 cine§ Generalkonsuls des Norddeutschen Bundes für die Vereinigten Staaten von Mexiko und Geschäftsträgers Hamburgs ®efanntma*unfl' betreffend die Ertheilung des Exequatur Namens des Norddeutschen Bundes an den Konsul J>cr Vereinigten Staaten von Amerika zu Gießen, den 28. Juni 1869. Großherzogliches Kreisamt Gießen. i*r G o l d m a n n. icr oud) an der Dörnbach sm lese. feIbft,lg Artikel für Wagcn-fabrikanten und Sattler oder Wagner. 5621) Gut möblirte Zimmer, sofort beziehbar, bei E. Eich en berg. Stockh. Reisholz Stecken und Stecken Cubikfuß, der Licher Arbeit erhalten bei Mocca, Nose, Thee, Vanille, 4 5 226 53 121 9965 49 483 29 1004 Wellen Stecken Wellen 7400 4100, empfiehlt (5643) Adolf Hoß, Sandgasse. Eichen — Nadelholz 34 sodann Ernst Hermes, Materialist. 5603) Ein freundliches Familienlogis ist im Schützenhof zu vermiethen und am 1. August zu beziehen 5633) Ein gut erhaltener Flüge! ist wegen Mangels an Raum billig zu ver- kaufeu. Näheres bei der Exped. d. Bltts. Credit bis zum 31. December. Gießen, am 29. Juni 1869. Großherzogliche Oberförsterei Schiffenberg. Dr. ©raubt , 5626) Die nach Vorschrift des Königlichen Geheimen Hofrathes und Universitäts- Professors Dr. Karleß in Aonn gefertigten Stollwcrck'schen Brust - Bonbons sind ä 4 Sgr. pr. Packet ächt zu haben in Giessen bei C. W. Dietz, Louis Frvhnhäuser und Hofcond. E. Lind; in Hiingeii bei A. Buch; in Lieh bei H. C. Bingmann. Die Zusammenkunft ist an Straße an der 1. Schneiße. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. Novbr. d. I. gestattet. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, den 30. Juni 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. .Vog t Mendorf a. d. Lda., am 29. Juni 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lda. Verfteigeruugerr. Die Pflasterung der An- und Abfahrt an der städtischen Waage. 5629) Die hierzu nöthige Pflasterarbeit, veranschlagt zu 171 fl., soll Montag den 5. Juli d. I., Vormittags 9 Uhr, auf dem Bürgermeisterei -Büreau öffentlich vergeben werden. Gießen, den 28. Juni 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Stecken 3 1053/4 5642) Dienstag den 13. Juli 1869, Nachmittags 2 Uhr, lasse ich in meiner Wohnung nachfolgende Gegenstände versteigern, als: 2 fehlerfreie, 6- und 10jährige braune Wallach-Pferde nebst Geschirr, 2 Wagen mit eisernen Achsen, ein schwerer und ein leichter, Oeconomie-Geräthschaften, Eggen, Pflüge, steinerne und hölzerne Viehkrippen, Fegemühle, 1 gußeisernen Siedkessel, noch wenig gebraucht, Ketten; ferner verschiedene Hausgeräthschaften, Bettstellen, Sprungfedermatrazen, 1 Kin- dermatraze, kupferner Kessel, Kinderschaukel, Tische u. s. w. Bemerkt wird noch, daß Wagen und Pferde nach Wunsch auf Zielzahlungen versteigert werden. Heinr. Becker, Neue Anlage. Feilgebotenes. 5616) Alten Malaga, direct bezogen, Madeira, Portwein, Bordeaux, To- keyer, Erlauer, sowie deutsche weiße und rothe Weine; ferner deutsche, französische und holländische Liqueure in Genever, Double Aniscttc de Hollande, Parfait d'amour; Creme de Citron, Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde. 5651) Montag den 5. Juli d. I., von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Gießener Stadtwalde, Distric- ten Neuhege, Heingesboden, Waldshute rc., nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: von Gebe. Werth in Elberfeld. Fabrik in Wagenborden, Schnüren und Quasten, seidenen und wollenen NivvS und Plüsch. Holzversteiqerung. 5627) Donnerstag den 8. Juli wird in den Domanialwald - Districten Franzen- wald und Herrnwald nachverzeichnetes Holz versteigert: Fußboden-Anstrich. Fufibodenlack, sofort trocknend, Lcinölsiccatif zum Einölen, Oelfarbe, fertig zum Anstrich, rasch und hart trocknend, sowie alle sonstigen Ingredienzien zum Anstreichen und Wichsen der Fußböden, empfiehlt ' Emil Fischbach, I (5649) Seltersweg. 5615) Neue Matjes-Häringe bei ____________I A- B u s ch Söhne. .Scheidh. Prügelh. Stecken Hellgras - Berstelgerung bei der Stadt Allendorf a. d. Lda. 5637) Freitag den 2. Juli l. I., von Vormittags 8 Uhr an, toll das Heugras von den städtischen Wie- sen, circa 34 Morgen, öffentlich versteigert werden. Flicgenpapier, pr. Bogen l'/a kr., Fliegenlcim, pr. Topf 3, 6 und 9 kr., Insectenpulver, pr. Paquet 3, 6 und 12 kr., Wanzentod, pr. Pfund 24 kr., Englisches Waschcrystall, pr. Paquet 31/2 kr., Besondere Bekanntmachung. E d i c t a l l a d u n g. 5628) Gegen'Kaufmann Meier Heß in Gießen ist der förmliche Concurs erkannt worden. Es werden daher Alle, welche Ansprüche an denselben zu bilden haben, hiermit aufgefordert, solche in dem Termine Mittwoch den 29. September L I., Vormittags 10 Uhr, bei Meidung des stillschweigend erfolgenden Ausschlusses von der Masse dahier anzumelden und etwaige Vorzirgsrechte bei Meldung Verzichts auf dieselben zu begründen. Gleichzeitig soll in diesem Termine die Güte versucht und eventuell ein Massecurator und Gläubigerausschuß erwählt, sowie deren Befugnisse feftgestellt werden. Die nicht erscheinenden Gläubiger werden in diesen Punkten als den Beschlüssen der Mehrheit der Erschienenen beitretend angesehen. Gießen, den 28. Juni J 869. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Oppermann, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor. Eichen-Prügelholz, „ Stockholz, „ Reisholz, Nadel-.Prügelholz, „ Stockholz, Wellen „ Reisholz, Eichen-Stamme mit 1033 Wirthschststs-Btr-lichtmll;. 5624) Eine hiesige, sehr günstig gelegene Localitat für feinere Wirthschaft ist mit Inventar auf eine Reihe von Jahren zu verpachten. — Leistungsfähige Neflectnnten bt- lieben sich an Herrn L. Treff zu wenden. 5606) Mein an der Hardt gelegener Felsenkeller ist zu verpachten. L. Busch Wittwe. 16 Eichen-Stämme mit 201 Eubikfuß, 79 Nadel- „ „ 1678 873 Eichen-Stangen „ 406 125 Nadel- „ „ 576 Zusammenkunft Morgens 9 Uhr auf der Eisenbahnüberfahrt in der Lindermark. — 5650) Sechs gepolsterte Stühle und ein Küchenfchrank sind billig zu verkaufen. Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts. 5617) Crinolinen und Corsctten, letztere von 54 kr. an, mit Mechanik, bei Nadel- „ „ 6226 Eichen-Stangen „ 120 Nadel- „ „ 5486 5602) Ein möblirtes Zimmer ist zu ver- M'ethen bei__C. Rahn. 5645) Ein Familienlogis ist zu vermic- then bei___________H. M. Jughardt. 5601) Der untere Stock meines Hauses, bestehend aus 4 ineinandergehenden Zimmern, Magd- und Bodenkammer, Küche, Keller, Holzstall rc., ist sofort zu vermiethen. E h r. Löb er, Neuenweger T hör. 5614) Abgekochter westphälischer Schinken täglich bei_______I. A. Busch Söhne. 5622) Corfctten u. Crinolinen, neuester Facon, in großer Auswahl, bei E. Eichenberg. (in halben und ganzen Flaschen); Düsseldorfer Maiwcin-, Cardinal- und Bifchof-Esscnze, in feinster Qualität, empfehlen_________I. A. Busch Söhne. 5653) Schöner Salat ist zu haben bei C. Rahn. Vermiethu ngen. 5605) Drei möblirte Zimmer sind zu vermiethen bei________L. Busch Wittwe. 5607). Ein Familienlogis ist zu vermiethen bei Christian Vogt, Kirchenplatz 5634) Eine Köchin wird gegen guten Lohn gesucht. Von wem? sagt die Exped. dieses Blattes. ____________________ 5641) Ein starkes Mädchen zu einem Kinde wird gesucht im _________________Darmstädter Haus. 5613) Ein goldenes Medaillon ist gefunden worden. Dasselbe kann gegen Entrichtung der Jnseratgebühren in Empfang genommen werden. Näheres bei der Exped. dieses Blattes. Vermischte Anzeigen. 3646) Die früheren Mitglieder des hiesigen Turnvereins sind freundlichst ersucht, sich Samstag den 3. Juli, . , Abends 8V2 Uhr, im Cafe Ebel zu einer Besprechung einzufinden.______________ Concurrenz-Eröffnung. 5608) Die Neustädter Schäferei - Gesellschaft sucht einen tüchtigen Schafhirten. — Lusttragende hierzu haben sich mit Zeugnissen über ihre Fähigkeit auszuweisen und längstens bis zum 5. Juli d. I. bei dem Salzmeister Wilhelm Lindenstruth anzumelden. Gießen, den 28. Juni 1869. 5632) Vom 1. Juli an befindet sich mein Comptoir in meinen Fabriklocalen hinter der Kirche. Adolph Noll, in Firmen: Joh. Balth. Noll mit) ___________Gebrüder Bücking. 5638) Uu'erem lieben Freunde W .... m Sch r zu seinem heutigen 21. Wiegenfeste ei i dreifach donnerndes Hoch, daß das Eck von der Kühgasse wackelt: ______________________________E. R. E. L. 5604) Ein braver und zuverlässiger Pferdeknecht (verheirathet) findet eine gute Stelle. Anmeldungen sind bei der Exped. d. Bltts. abzugebeu._________ 5630) Sonntag den 4. Juli: Crinnrnmgsfkier drs Iahrrs 1866 mit Anschluß des Gesang, und Turnvereins ^Gennaiiia^ zu Krofdorf, wozu ergebenst einladet Der Vorstand. Bei Gelegenheit obiger Festlichkeit halte ich mich mit guten Speisen und Getränken bestens empfohlen. __________Georg Abel, zur Scheere. 5644) Ein Schreiner kann dauernde Vigelius, entgegengenommen. Gießen, den 30. Juni 1869. Der evangelische Schulvorstand r Dr. Seel- A «zeige. Betreffend: Eröffnung der Fortbildungsklasse an der höheren Mädchenschule. 5648) Die Fortbildungsklasse an unserer höheren Mädchenschule wird Montag bCtl 3 Unterricht^gegenstände werden sein: I. Deutsche Sprache. Grammatik. Stil- Übungen- Literaturgeschichte. ». Geschichte, namentlich der neuen Zett. Ul. Geographie. IV. Rechnen, nebst Anleitung zu einer einfachen Buchführung. V Französische Sprache. VI. Englische Sprache. VII. Weibliche Handarbeiten. Die Unterrichtszeit ist auf wöchentlich 21 Stunden beniesten, wovon 6 Stunden für weibliche Handarbeiten. Das Schulgeld beträgt jährlich 2o Gulden. Anmeldungen von Schülerinnen werden von dem unterzeuhneten Vorsttzenden des Schulvorstandes oder von dem neu ernannten provisorischen L>chuUnspector, Herrn Das Bureau des Consulats der Vereinigten Staaten von Amerika für das Großherzogthuin Hessen befindet sich in Darmstadt 23 Rheinstraße. 5636) Das Konsulat der Vereinigten Staaten von Nord-Amerika für das Groß- herzogthum Hessen ist von der Stadt Frankfurt a. M. nach Darmftadt verlegt mOrbC $on nun an müssen alle Facturen, Urkunden rc., alle Geschäfte, welche mit den Vereinigten Staaten von Amerika in Verbindung stehen und die consulari che Unterschrift erfordern und zu Hessen gehören, an das Bureau des ConsulatS der Vereinigten Staaten von Amerika in Darmstadt geschickt werden. , Die consularischen Gebühren müssen immer die BeglaubigungSscheine begleiten. Turn u er ei n. 5639) Unserem lieben Freunde Wilhelm Sch...... zu seinem 21. Wiegenfeste em dreifach donnerndes Hoch, daß die ganze Kühgasse wackelt!___________________________ 5619) Es wird auf den 25. August ein braves Hausumochin gesucht, welches gut zu bügeln und zu nähen versteht. Zu der eiben Herrschaft wird auf Michaeli auch eine brave Köchin gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts.____________ 5631) Ich suche einen gewandten Wirth- schafts-Jungen. L. Busch Wittwe. 5611) Einen braven Bierjungen zum sofortigen Eintritt sucht Julius Roth. 5612) Ein braves Dienstmädchen wird gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bl. 5609) Eine bereits eingeführte deutsche Lebensoersicherungs-Gesellschaft sucht für Gießen einen tüchtigen Vertreter. Adressen sub R. 5. Poste restante ( ässe/ zu senden. 5640) Heute Abend 8 Uhr findet die Der- loosung der Korkbilder im Darmstädter Hause statt. _________________ Auszuleiherr. 5618) In der Gemeindekasse zu Bersrod liegen 650 fl. gegen gerichtliche Obligation zum Ausleihen bereit. Bersrod, den 25. Juni 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Bersrod. Bücher. Frachtbriefe für die MainMeser- und Coln Miudener- Eisenbabu, sowie sa'mmtliche ;ollamLlicheu Formulare, sind zu baden bei Wil beim Klee. Mansbnrq. Telegraphischer Bericht, mitgetheilt von dem Haupt-Agenten C. W. Dietz. Das Postdampfschiff des Nordd. Lloyd „New-York", am 9. Juni von Bremen abgegangen, ist am 23. Juni, Abends 8 Uhr, wohlbehalten in New-York angekommen. Das Postdampfschiff des Nordd. Lloyd „Union"; am 12. Juni von Bremen abgegangen, ist am 25. Juni, Nachmittags 5 Uhr, in New-York angekommen. 5647) Das Stiftungsfest wild Sonntag den 4 Juli auf dem Schiffenbeig abgehalten. * Sammlung an der Turnhalle um l Uhr Nachmittags. Nichtimtglieder können durch Turner eingeführt werden. Eintrittsgeld für die ersteren 9 Kreuzer, Damen frei. Gießen, den 30. Juni 1869.__________Der Vorstand. Gewerbebank 5610) Donnerstag den I. Juli d. I., Abends 8 Ubr: Generalversammlung im Leib scheu kleinen Saale. Tagesordnung: Neuwahl von 15 Vorstandsmitgliedern und 2 Kassebeamten. Gießen, am 26. Juni 1869._________Der Vorstand. Leihgestern. Land Sängerbund. Leihgestern. 5635) Einem geehrten Publikum die freundliche Mittheilung, daß während der Feier des Sängecfestes dahier die Unterzeichneten bemüht sein werden, ihre Gäste mit guten Speisen und Getränken prompt und reell zu bedienen. — H»esi'sches und Lotz'schesBier wird verabreicht. Hierzu laden freundlichst ein:_________sümmtlichk Wirthk. LcliensvkrslchenmgsbiNlk f. D. in Gotha. Versicherungsbestand am I. Juni 1869 62,350/100 Thlr. Neuer Zugang seit 1. Januar 1869 2,665/400 „ Effektiver Fonds am I. Juni 1869 • 15,700,000 „ Jiahreseinnahme pr. 1868 ... 2,779,355 „ Dividende der Versicherten im I. 1869 39 Proc. Der Rechenschaftsbericht für 1868 enthält zugleich eine Uebersicht über die nunmehr vierzigjährige Wirksamkeit der Bank und die während derselben erzielten sehr- günstigen Ergebnisse. Bericht und Antragsformulare sind zu haben bei Buchhändler A. Nicker in Gießen. Ortseinnehmer Lottis Hohler in Büdingen. Lehrer H. Ä. Walz in Lich. (5625) Oscar Ehrhardt in Marburg. Ziuß er scher Garte»,. 5652) Freitag den 2. Juli: 5. Abonncmcuks-Couccrt, ausgefübrt vom Musik-Corps des Großh. Hess. II. Inf.-Reg., unter persönlicher Leitung feines Dirigenten, Herrn B. Reifert. Anfang 5 Uhr. — Entrde für Nichtabonnenten ä Person 15 fr. Die verehrten Abonnenten werden freundlichst ersucht, ihre Karten mitzubringen. Programme an der Kasse. || Epileptische Krämpfe (Fallsucht) heilt der Specialarzl für Epilepsie l>r. <>. Killisch in Berlint jetzt Mittel- ■ Htrasse IVr. G. — Auswärtige brieflich. Schon über Hundert geheilt. Lebensversicherung. Es sind nunmehr 40 Jahre verflossen, seitdem die älteste Lebensversicherungsanstalt in Deutschland, die Gothaer Lebensversicherungsbau k, ihre Geschäfte eröffnete. Wie gewaltig in diesen vier Jahrzehnten erst allmälig, dann in steigenden Progressionen das Lebensversicherungswesen sich entwickelt hat, da- ür legt der Bericht Zeugniß ab, den jetzt jene Anstalt über ihre 40jährige Wirksamkeit erstattet hat. Dieselbe hat in dieser Periode 964/3 Million Thaler auf das Leben von 53191 Personen versichert, von welchen Versicherungen am Ende der Periode noch 60' 2 Million für 33108 Personen in Kraft waren. Zur Begründung dieser dereinst von der Bank auszuzahlenden Erbschaften werden jährlich an Prämien über 2 Millionen Thaler an dieselbe eingesteuert. Zur Auszahlung kamen bereits 20,843,974 Thaler an die Erben von 12,537 gestorbener Versicherten. Diese mit dem vorschreitenden Alter der Versicherten wachsende Ausgabe beträgt jetzt schon jährlich nach der rechnungsmäßigen Erwartung nahe an l'/r Million Thaler- Obwohl in jenem Zeitraum Krieg, politische Unruhen und Expidemien (Cholera und Grippe) manche Störungen veranlaßten, so hat doch die Sterblichkeit der Versicherten, wenn auch von Schwankungen in einzelnen Jahren nicht verschont geblieben, im Ganzen sich völlig innerhalb der rechnungsmäßigen Grenzen gehalten; ja es waren 966,354 Thaler für 470 Sterbefälle weniger zu verausgaben, als die angenommene Sterblichkeitsliste erwarten ließ. Die Nechnungs- grundlagen der Bank haben daher in einem der wichtigsten Punkte die schärfste Probe, die Probe der Zeit, im Ganzen wohl bestanden- Die gesammten Einnahmen der Bank beliefen sich auf 47',-, Million, die gesummten Ausgaben auf 31’/io Million; die Differenz von 15' 2 Million Thaler bildet den Fond der Bank, der fast ausschließlich in ersten Hypotheken von Landgütern angelegt ist. An reinen Ueberschüssen erzielte die Bank bis jetzt 11,053,888 Thaler, welche bei dieser auf Gegenseitigkeit beruhenden Anstalt lediglich den Versicherten zu Gute kommen. Es sind davon denselben bereits 8,142,871 Thaler als Dividende gewährt worden; der Rest von 2,911,017 Thaler, welcher inzwischen den Sicherheitsfond ausmacht, kommt in den nächsten 5 Jahren zur Vertheilung. Der Durchschnitt dieser Dividenden war in den ersten beiden Jahrzehnten 23* 3 pCt., int dritten Jahrzehnt stieg er auf 273/5 pCt-, im vierten Jahrzehnt erhob er sich auf nahe an 34 pCt. der bezüglichen Prämienzahlungen. Die Versicherten haben daher mit dem weiteren Aufblühen d.-r Anstalt auch größere Vortheilegewonnen und erhielten ihre Versicherungen im letzten Jahrzehnt um 10 pCt- billiger als in den beiden ersten. Dies Alles wurde erzielt mit einem Verwaltungsaufwande, der im Ganzen und einschließlich aller Agenturpro- Visionen nur 5 pCt- der Jahreseinnahme betrug. Nach solchen Ergebnissen darf man erwarten, daß die Wirksamkeit dieser deutschen Nationalanstalt auf den gewonnenen starken Grundlagen immer weiter sich ausbreiten und die Leistungen derselben zum Vortheil der Versicherten immer großartiger und erfolgreicher sich gestalten werden. Börsennachrichten. 29. Juni 1869. Preuss. It/z% 0dl. 931/g Frankf. 31/2% 0dl. 8P/4 Nass. 41/20/0 Obi. 93 Kurh. 4% Obi. 85^/g Hess. 4% Obi. b. Roths. 91 '/2 „ 3V2% <10. do. 86 y8 Bayer. 50/0 Obi. 100% „ 41/2% 1jährige 943/8 „ 4‘/2% 1 oiährigc 94% Wiirtemb. 41/z% öbl. 927/$ Baden 4'/2% Obi. c. E.L. 93' 4 Oestr. 5% b. R. 57'/2 „ 50/0 National 551/4 „ 50/0 Metall. Obi. — „ M. steuerf. 513/i Amer. 6% 1882r Bds. 863/g „ 6% 1885r 843/8 Actleii. Frankf. Bank 120 Oester. Bank 714 „ Creditact, 311 barmst. Bankact. 285 '/z Prioritäten. 5% östr. F. St. E. B. 362 Lud wigsh.-Bexbach — Maxbahn 105 Bayer. Ostbahn 124 Hess. Ludwigsbahn 135 3% östr. Stsb.-Prior. 56*/8 3% östr. s. Lombard. 48 3°zu Livorneser 33 */2 Toscaner 535/8 Frankf. Ilypoth.-Bank 96 Frankf. Vereins-Kasse 97t/2 5% Elisabeth-Prior. 76V2 do. 11. Emiss. 727/s habe in Der Lotterie viel, viel Geld gewonnen, mehr als ich zählen kann. Nun hat's keine Noth mit uns — schlagen Sie ein." «sie hielt ihm Das Pfötchen hin. Er trat einen Schritt zurück und entgegnete: „Wenn ich nicht soeben von Deinem Vater käme, Den ich gefragt habe, ob er Dich mir anvertrauen will, wenn ich so weit hin, eine Frau zu ernähren: müßte ich jetzt verstummen, aber so . . ." Er Drückte den Verlobungskuß auf ihre frischen Lippen. Frau Gordout nahm die Brille ab und faltete Die HänDe. Helmina saß in ihrem Boudoir. Heute hielt sie feinen blühenden Strauß in der Hand; heute war kein glänzender Tand um sie aufgehä'ust. Das Haupt an die Schulter Der Gräfin von Ferraud gelehnt, Die Helmina's Hand hielt, saß sie bleich da, mit stieren, glanzlosen Augen, mit Den Augen des Wahnsinns! Mit Der Vernunft war auch die Erinnerung jener schauerlichen Minute verloschen, und Der Glaube hatte feste Wurzeln in Helmina's Seele gefaßt, Daß sie mit Armand jetzt allein auf Der Erde lebe! Er, Armand, ist Der unbewegliche, einzige, ewige Gedanke, Der im Flammenkelche ihres Herzens glüht; er, das einzige, letzte Bewußtsein, in Dem sich, wie in einen Brennpunkt, Die reine, liebevolle -Seele zusammenDrängt; er, Der Fixstern, um Den sich ihr ganzes Jdeen- system Dreht! Der Herzog stand vor seinem Kinde, wandte keinen Blick von ihr und suchte Thränen gewaltsam zurückzuDrängen. Helmina heftete Die lieben, starren Augen auf Den Vater, ein Lächeln, wie ein Traum, flog um Die blassen Lippen. „Armand," sagte sie mit sanfter, wohllautreicher Stimme zu dem Greife, „Armand, weich' Glück, Daß wir allein auf Der Erde geblieben sind, Daß alle Pracht Der Natur nur uns gehört, uns beiden! Hörst Du? uns beiden. Wie hold klingen diese Worte — schließen sie nicht ein ganzes Leben ein, Diese lieben zwei Worte, Die nur Eines bilden sollten? Uns beiden ! O, Der Gedanke ist ganz aus Liebe und Egoismus zusammengesetzt! — Armand gedenkst Du noch Des Tages, wo ich Dich zum Erstenmale sah? Dein Blick hing alsbald an dem meinen, und Da ich die Augen senkte, um sie bald von Neuem zu erheben . . begegnete ich wieder Den Deinen . . . ich erröthete ... nie gekannte Wonne ging in meiner Seele auf . . . (Fortsetzung folgt.) Darmstadt, 28. Juni. In der heutigen Sitzung der Abgeordnetenkammer stellte der Abgeordnete K. I. Hofmann einen dringlichen, die Mainz-Darmstädter Convention betreffenden Antrag. Durch die Antwort des Ministerpräsidinten auf seine Interpellation sei die Frage, die er in derselben gestellt habe, umgangen worden; es sei ihm nunmehr zweifelhaft, ob die Convention, welche den Ständen vorgelegt und diejenige, welche angeblich aufgehoben wurde, auch diejenige sei, um welche es sich handle. Wie aus dem Buche Bruck's hervorgehe, habe der Bischof auf die Form, nicht aber auf seine Rechte selbst verzichtet; die Convention sei nur zum Schein aufgehoben worden. Die Stände hätten ein Recht, zu erfahren, wie es sich mit derselben verhalte. Er beantrage daher die Vorlage der Actenstücke durch die Regie- rung und ersuche die Kammer, die Sache für dringlich zu erklären. — Bei dem 1866er Friedensschluß ging bekanntlich wenige Monate vorher die, dem Großherzogthum Hessen angefallene Landgrafschast Hessen-Homburg (ausschließlich der beiden in Preußisch - Sachsen gelegenen Hessen - homburgischen Domanialgüter Hötersleben und Orbisfelde) an Preußen über. Betreffs dieser beiden Güter wurde von der Großherzogl. Regierung erklärt, solche seien nicht als Domanialbesitz zu behandeln, sondern als als fideicommissarisches Privateigenthum der Großherzog!. Familie an^usehen. Die frühere Ständeversammlung behielt sich die Prüfung bis zum Eingang der Acten u. s. w. vor. Nachdem diese jetzt (mindestens theilweise) erfolgt ist, hat der Finanz- Ausschuß die Ansicht gewonnen, daß es sich um ein an das Land heimgefallenes Surrogat eines Deputat- ObjccteS handle, welches für das früher bezahlte Ablösungs-Capital an das Land zurückfallen müsse. Der Ausschuß beantragt sonach, die Rechte ces Landes auf Vie heimgefalleneu Domanialgüter Hötersleben und Orbisfelde nebst Zugehör zu wahren, sowie die Regierung zu ersuchen, baldigst zum Behuf einer Verständigung über dieselben die geeignete Proposition an Die Stände gelangen zu lassen. — Bei dec heute stattgehabten Sitzung ter zweiten Kammer kam der Hauptvoranschlaz der Staatseinnahmen für die Finanzperiode 1869/71 zur Berathung. In den Hauptvoranschlag der Einnahmen werden ausgenommen : die Einnahme aus Domänen, unter die Verrechnung der Rentämter und sonstiger Cassen 706,948 fl., unter der Verwaltung der Oberbau- Direction 68,000 fl. Der Antrag des Ausschusses, dem Antrag des 19. Landtags, eine baldigste Veräußerung der Badeanstalt und des B.raunkohlenwerkS Salzhausen bctr., beizustimmen, wurde mit 19 gegen 16 Stimmen, ferner der Antrag auf Veräußerung der zum Salinenbau entbehrlichen Gebäulichkeiten der Saline Thcodorshalle und auf Verminderung des dortigen Betricbspersonals einstimmig angenommen. Berlin, 28. Juni. Dem Vernehmen nach macht der Bundeskanzler Graf Bismarck den Tag seiner Abreise nach Varzin von dem Eintreffen des Reichskanzlers Gortschakoff abhängig, den er persönlich zu begrüßen wünscht. Gortschakoff wird auf seiner Badereise in nächsten Tagen hier erwartet. Paris, 27. Juni. Hrn. Schneider's Demission in Folge der besonderen Auszeichnung, die seinem ärgsten Concurrenten, Baron David, dem Vertreter der reaktionärsten Partei, zu Theil geworden, ist eine That, welche, da auf dcS Kaisers entschuldigende Antwort hm die Demission zurückgenommen worden, dem Körper-Präsidenten seine höchst schwierige Steilung tn der neuen Kammer vielleicht etwas erleichtern wird. Viel leichter wird ihm die Arbeit doch nicht werden. Die heutige Opposition ist nicht mit Phrasen und Geschicklichkeiten abzuspeisen. Sie kümmert sich wenig um die Namen Derer, die das Kai- serthum npräsentir'N, sie hat cS mit diesem selbst zu schaffen. Der Bastard des Königs von Westpha- len ist aber durch das energische Auftreten Schnei- Vers, als Nachfolger des Bastarden der Königin Hortensia (Morny) und des Bastarden Napoleons 1. (Wale.rski), als Kammerpräsident für immer unmöglich geworden. In der That wäre es curios, wenn die zufällige Geburt der Herren ihnen ein besonderes Anrecht auf den Vorsitz der französischen Volksversammlung geben sollte, denn man wüßte schwerlich dem Herrn Jerome David ein anderes Verdienst nachzurühmcn, als daß der alte Jerome Napoleon sein Vater und die Wittwe des Malers David seine Mutter war. — Mit der Rede zu Beauvais hort das Horchen auf des Kaisers Wort auf. Nun ist die Reihe an den Vertretern des Volkes Unsere Tribunen werten ihr Wort halten. — Der kleine schlaue Thiers hat keine Zeil verloren. Er hat ganze Stöße von Wahlacten sich vorbereiten lassen, viele Wahlen werden angegriffen, die Uebergriffe und Eingriffe der Regierung und ihrer Präfecten werden tapfer bekämpft werden. Die Pariser Unruhen, die Crawalle von Bordeaux und Nantes und endlich bas Blutvergießen zu St. Etienne werden zur Sprache kommen. Thiers sagte jüngst zum Deputirten des liberalen Cenlrums, Latour Du- moulin: „Nun sind die Wahlen vorbei, jetzt müssen wir ein bischen Opposition machen!" Zu Gambetta, der . ihm vorgestellt wurde, hat Thiers gesagt: Sie nennen sich irreconciliable, einen Unversöhnlichen; ich werde implacable, unerbittlich, sein!" Es wird eine schöne Sitzung geben! Die Welt hat wieder einmal ihren Blick und ihre Hoffnung auf Paris gerichtet! Paris, 28. Juni. Heute um 2 Uhr wurde die außerordentliche Session des gesetzgebenden Körpers eröffnet. An den Zugängen des Palais Bourbon hatte sich eine große Zahl von Neugierigen eingefundcn; hier und da wurde ein Geschwader von Polizeisergeanten sichtbar, denen inbeß schlechterdings keine Gelegenheit geboten wurde, eine active Rolle zu spielen. Einige populäre Abgeordnete, so namentlich die Herren Thiers, der in Begleitung des Generals Ehangarnier kam, und Jules Ferry, wurden von der Menge erkannt und mit Lebehochrufen begrüßt; das war Alles. Im Innern waren die Tribünen gedrängt voll. Besondere Aufmerksamkeit erregten, wie man sich denken kann, dre neuen Ankömmlinge der Opposition, die „Unversöhnlichen": Bancel und Eequiroe haben auf der obersten Bank der Linken Platz genommen, ihnen folgen eine Stufe tiefer Gambetta und Raepnl, dann Jouvencrl und Bethmont, welch Letzterer trotz seines liberal-dynastischen Wahlprogramms den alten Platz inmitten der reinen Opposition beibehalten hat. Vermischtes. Gießen. Eine Sitzung des Gemeinderathö fand vergan, gcne Woche nicht Statt. Darmstadt, 24. Juni. Schluß des Reg.-Bl. Nr. 24. 111 Die Erhebung und Eontrolirung der Uebergangsabgabe von Branntwein betreffend. Dieselbe lautet: Unter Bezugnahme auf die Verordnung vom 17. d. M., die Erhebung und Eontrolirung der Uebergangsabgabe von Branntwein betreffend, werden die nachstehenden vom 1. Juli b. I. ab 4n Wirksamkeit tretenden Bestimmungen zur öffentlichen Kenutniß gebracht. §. 1. Die Uebergangsabgabe von Branntwein, welche nach §. 3 der Verordnung vom 19. Mai d. I., die Besteuerung des Branntweins betreffend (Reg.-Bl. Nr. 20) 12 fl. 136/ig fr. von der Hessischen Ohm bei 50 Procent Alkohol- stälke nach dem Alkoholometer von Tralleö betragt, wird mit 9,17 Kreuzer für jede Hessische Maas zu 50 Procent Alkoholstärke nach TralleS, oder, was daffelbe ist, mir 18,34 fr. für jedes Einhundert der in dem Branntwein überhaupt enthaltenen, durch Multiplication der Maaszahl mit dem Stärkegrad ermittelten, Alkohol-Procente berechnet. — Bei Berechnung der Abgabe nach dem zuletzt erwähnten Satze für den auf eine Anmeldung eingcführten Branntwein bleiben jedoch die Alkvhol-Procente, welche nicht volle 100 betragen, außer Ansatz. — Außerdem sind bet dem in vorstehender Weise berechneten Betrag der für den auf eine Anmeldung eingesührten Branntwein zu entrichtenden Uebergangsabgabe die Kreuzer- Bruchtheile, wenn sie Vz Kreuzer oder mehr betragen, für einen vollen Kreuzer zu rechnen, wenn sie unter 1/2 Kreuzer betragen, außer Ansatz zu lassen. §. 2. Die Uebergangsabgabe von Liqueuren, d. h. von dem mit Zucker oder Zuckerstoffen und anderen Ingredienzien versetzten Bianntwein, dessen Stärke seiner Zusammensetzung wegen durch das Alkoholometer nicht zu ermitteln ist, wird ohne Rücksicht auf die Alkoholstärke nach dem Normalsatze für Branntwein von 50 Procent nach Tralleö berechnet. Von Liqueuren und anderen Spirituosen jedoch, welche ungeachtet ihrer Versetzung mit anderen Substanzen noch mehr als 50 Procent nach Trolles zeigen, ist die der gefundenen Stärke entsprechende Uebergangsabgabe zu erheben. Ebenso ist auch Branntwein zu behandeln, welcher mit Schellack oder ähnlichen Stoffen vermischt ist und unter der Bezeichnung Firniß, Politur k. im Handel vorkommt. §. 3. Zur Revision und Eingangsabfertigung des in das Großherzogthum eingesührten ubergangsabgabepfiich- tigcn Branntweins nach Maßgabe der dieserhalb besonders erteilten Vorschriften find ermächtigt: a. an der Gränze: die an den betreffenden Uebergangsstraßen als Uebergangsstellen bezeichneten OrtSeinnehmereien Fürfeld, Alzey, Flomborn, W a ch e n h e i m, M o n ö h e i m, V i e r n h e i m, H e p P e n h e i m, Hirschhorn, Michelstadt und Hatnstadt, sowie das Salzsteueramt Wimpfen, das Hauptzollamt W o r m s und die Anmeldestelle vor Wormö. d. im Innern bei Sendungen unter Uebergattgsscheincontrole die Hauptzollän.ter Darmstadt, Offenbach, Gießen, Mainz und Bingen, die Neben- zollämter I. Classe Bensheim und Alsfeld, die OrtSein- nehmcreien Groß-Umstadt, Fürth, Beerfelden, Vilbel, Friedberg und Wörrstadt. Die unter a und b genannten Steuerstellen sind vom 1. Juli d. I. ab ausschließlich zur Erledigung von Ueber- gangöscheinen über Branntwein nach den bestehenden Vorschriften ermächtigt. IV. Na mens Veränderung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 19. Mai dem Friedrich Hecht aus Darmstadt zu gestatten, daß derselbe neben seinem Familiennamen Hecht noch den Namen Schlosser führe — und am 22. Mai dem MarcelluS Heil zu Ilbenstadt zu gestatten, in Zukunst stall seines bisherigen Familiennamens den 'Namen Heller zu führen. V. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 10. April dem Fahnenträger im 2. Inf. Reg., Schwarz aus Höchst, die Stelle eines dritten Pedellen, sowie Canzlei- und CarcerdienerS bei der LandeS-Universilät zu Gießen zu übertragen; — an demselben Tage dem Schulamts - Aspiranten Gerhard aus Udenheim die katholis-1 e Schulstelle zu Wöllstein zu übertragen; — am 24. April den von den sämmllichen Riedesel, Frei- Herrn zu Eisenbach, auf die evangelische Pfarrstelle zu Brauer- schwend präsenlirten evangelischen Pfarrer zu MeicheS, Trautwein, für diese Stelle zu bestätigen; — am 28. April dem evangelischen Pfarrer zu Pohl-Göns, Ritsert, die evangelische Pfarrstelle zu Kirch-Göns, — und an demselben Tage dem Schulamts-Aspiranten Schlechtweg aus Friedberg die erste Gemeinde-Schulstelle zu Pfeddersheim, — dem Schulamts- Aspiranten Schäfer aus Brensbach die dritte evvng. Schul» stelle zu Pfeddersheim, — dem Schulamts-Aspiranten Hosseus aus Wöllstein die vierte evang. Schulstelie zu Pfeddersheim, — dem Schulamts-Aspiranten Haas aus Mardorf die israelitische Schulstelle zu Trais an der Lumda zu übertragen. Vom französischen Hose. Es ist schon viel Verfängliches über bie schmutzige Wäsche des zweiten KaiserthumS geschrieben worden, daß man wohl etwas Unverfängliches über die reine mittheilen darf. Der Pariser Eorrespondent deS „Star" gibt interessante Aufschlüsse über den Wäschevorrath der kaiserlichen Familie. Die lange Liste eröffnet mit 5000, Paar Betttücher, Tischtücher, Handtücher, Badetücher u. s. w Die jährliche Waschrechnung beläuft sich in der Regel auf 150,000 Francs. Wenn der Hof nach Fontainebleau geht, werden nicht weniger als 1000 Paar Betttücher, 12,300 Stück Servietten, 900 Tischtücher, 300 Küchenschürzen u. s. w. mitgenommen. Unter den Tafelgedecken befinden sich welche für 200 Eouverts. Das Gefammtgewicht des jährlich nach Fontainebleau gesandten WäschevorrathS beträgt 1280 Kilogramms. Weltervorzcichen durch Thiere. Gutes Wetter steht zu erwarten, wenn beim Regenwetter die Eulen schreien, Lerchen und Rothkehlchen hoch fliegen und dabei viel singen, Nachtigallen bis gegen Morgen flöten, Weihen, Reiher und Rohrdommeln mit lautem Geschrei fliegen, Kibitze und Sperber Hochansteigen und laut schreien. Ferner ist auf gutes Wetter zu rechnen, wenn die Fledermäuse Morgens früh und Abends spät fliegen, wenn die Jvhanniswürmer ungewöhnlich hell leuchten, Laubfrösche im Freien Hochsitzen, Schafe auf der Weide hoch und munter springen, Roßkäfer Abends häufig fliegen, Hornisse und Wespen Abends noch reichlich fliegen, und Blutegel ruhig am Boden der Wassergefäße liegen. Schlechtes Wetter steht dagegen in Aussicht, wenn die Finken vor Sonnenaufgang sich hören lassen, Krähen hoch über Felsen, Thürme und Gebäude fliegen, die Köpfe aufrecht tragen, und nach solchem Fluge Wasser aufsuchen und die Köpfe ein- tauchen, Schwalben nahe an Mauern vorüberfllegen und dabei in nahe Gewässer tauchen, wenn sich die Tauben baden, spät Abends vom Felde heimkehren und die Störche ihre Jungen im Neste bedecken, wenn die Kraniche und Geier bei schönem Wetter schreien und das Haus-Federvieh sich im Staube wälzt. Wenn die Hunde Gras fressen und bie Katzen allzulange mit der Pfote sich putzen, Haushähne zur ungewöhnlichen Zeit und häufiger als sonst rufen und Regenwürmer in großer Anzahl aus der Erde kriechen, folgt bald anhaltender Regen. Vorübergehender Regen steht bevor, wenn die Laubfrösche rufen und dabei niedrig sitzen, ins Wasser gehen und untertauchen, Kröten hervorkriechen, Mäuse laut pfeifen. Maulwürfe hoch aufwerfen, Mücken im Schatten spielen, sehr hartnäckig Menschen und Thiere verfolgen, und wenn die Flöhe stechen. Regen folgt bald, wenn daö Hornvieh die Schnauze leckt, Schweine das Futter zerstreuen, Schafe bei der Mickkehr vom Weidengange sich dos Grasfressen nicht wehren lassen, ungern in den Stall hineingehn. und Blutegel in den Waffergesäßen auf der Oberstäche deS Wassers sich halten. Häufiges Fliegen der Roßkäfer am Morgen bringt am Mittag Regen; Gewitter entstehen binnen 24 Stunden, wenn der Cchlammpeizker (Wetterfisch) unruhig wird und aus dem Wasser emporschnalzt, Blutegel aus dem Wasser wollen, convulfivisch sich bewegen und Bienen sich schon in der Früh nicht vom Bienenstöcke entfernen, oder wenn sie Mittags schaarenweise Heimkehren. Im letzteren Falle steht Sturm in Aussicht. Sturm steht in Bälde zu erwarten, wenn die Drosseln, Finken und Ziemer sehr unruhig flattern, die Fische springen -und das Wasserhuhn untertaucht. Sturme legen sich bald, wenn der Eisvogel während dcS Sturmgebrauses zur See fliegt, Spatzen fröhlich schwirren, See- und Flußfische nahe an der Oberfläche schwimmen , Delphine während deS Sturmes Wasser spritzen und Maulwürfe aus ihren Gängen hervorkommen. Aber auch anerkannte Thatsache ist es, daß die Thiere nicht allein 12 bis 24 Stunden zuvor die Witterungsveränderung verkünden, sondern daß sie sich für längere Zeitabschnitte ob der kommenden Witterung vorsehen rind so für un6 bei richtiger und aufmerksamer Beobachtung auch die Jahreszeiten nach ihrem Vorgefühle voraus verkünden, ob kalt oder gelind, regnerisch ober trocken, warm oder heiß, Frühling, Sommer, Herbst und Winter werden. In dieser Hinsicht sind uns die Zug- oder Wandervögel vortreffliche Leiter. Viel Mäuse im Herbste uub spät in den Winter hinein bockende Schafe lassen mit Wahrscheinlichkeit auf einen gelinden Winter schließen. Guten Grund, einen gelinden Winter zu erwarten, geben uns die Finken, wenn sie im December noch bei und in unseren Gärten und Hainen weilen. Strenge und andauernde Kälte im Winter steht zu erwarten, wenn die Vögel im Herbste fett sind, wenn die Zugvögel, namentlich die Störche, Schwalben, Kraniche und Schnepfen, ungewöhnlich frühe fortziehen und die heimischen Waldvögel im October und November ihre Nahrung in der Nähe menschlicher Wohnungen suchen. Gin fast untrügliches Merkmal ist aber für einen sehr kalten Winter wenn die nordischen Zugvögel an den Küsten der Nord- und Ostsee erscheinen und tief in das Land hineinziehcn. Moor-Elstern, Staare. KrametSvögel und Schneegänse früh schon erscheinen und die Saatkrähen schon im October wandern. Ungewöhn- ich hohe Ameisenhaufen im Sommer und hochaufgebaute Mäusenester lassen einen kalten Winter erwarten, und wenn der Fuchs bei strenger Kälte bellt, wird die Kälte zunehmen. Hornisse und Wespen in großer Anzahl im October noch, pro- phezeihen einen kalten Winter. Rauhe Frühjahre verkünden uns das frühe Erscheinen der kleineren Vögel in Schwärmen in der Nähe der Häuser, namentlich der Rothkehlchen und Meisen. Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.