Pr-iS vierteljährlich 36 ft. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 49 fr. Gießener Anzeiger. Erscheint wöchentlich viermal. DicnstagS, Donnerstags «nd SamstagS. — Expedition: Canzleiterg «tt. ». Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen. Ne. IM. Donnerstag den 31. Decemder 1868. Einladung nun Abonnement. Mit dem 1. Januar 1869 beginnt ein neues ^4jähriges Abonnement auf den Gies? en er Anzeiger. Derselbe erscheint nach Form und Inhalt wie seither wöchentlich dreimal, Tienstaas, Donnerstags und Samstags, und kostet in Gießen vierteljährlich 36 Kreuzer frei iws Haus geliefert. — Für auswärtige Abonnenten, welche nur bei der Post oder den Landpoftboten abonniren können, beträgt der hstäbrige AbonnementSvreis LS Kreuzer incl. Poftaufschlags. Die auswärtigen Abonnenten machen wir darauf aufmerksam, daß nur dann vollzählige Nummern des Blattes geliefert werden können, wenn fie schon jetzt bei der Poft ihr Abonnement erneuern. Den Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, das Blatt auch im I. Quartal 1869 zusenden und den Abonnementbetrag wie seither durch Quittung erheben lasten. Die Expedition des Gießener Anzeigers. Amtliche Beksnntmsrchungen. Gefundene Gegenstände: Eine Dunghorte, zwei Paar weiße leinene Manchetten, eine große Spaltsäge und ein Haarnetz. 4!Bssi,Ä*t,r3 *•** “ - - ",b". ■***» «»s $.«««<»««d„ F,„d»«,°,n w ®ie6en' ben 30" ®ecember 1868‘ Großherzogliche Polizei-'-Verwaltung der Provinzialhauptstadt Gießen. ■nimm 111 im«...............im......um..................... . .......... ............. Nover. 1457. Arbeiten, nämlich: fr. Wellen e 8 Wellen 24 5 c 154 40 3 30 8 7 5 40 26 36 36 9 36 30 24 k- auf dem 9iathhaus dahier nach SSÄSaSÄS W-istmg Gr°ßh°r,-glich-» Stadt- Gustav - Adolfs - Kalender den. Gießen, den 30. December 1868. ❖ 16. Jahrgang. . ,869. 47. Jahrgang. t «. Mit Marktverzeichniß und trefflichen Bildern. Preis nur 8 Kreuzer. Th. Batst. 1707« 11363 1 3 250 bß S s i c £ C8 £ 9890) Das jenseits der Wieseckbrücke an der Staatsstraße von Gießen nach Grünberg angearbeitete Holz, bestehend in 280 Fichten-Stämmchen und 21 Haufen Reisern, soll Dienstag den 5. Januar meistbietend Großherzogliches Kreisbauamt Gießen. In Verh. des Kreisbaumeisters: Schäcker, Kreisbauaufseher. gerichts Gießen nochmals versteigert. Der Masseverwalter: Versteigerungen. Das Einkleiden der Flurschüßen und Nachtwachemannschast bei der Stadt Gießen. Holzversteigeruug im Gießener Stadlwalde. Ueilgebotenes. 9887) Pariser neueste Ballkränze, sowie mein Hntlager in allen Farben und neuester Favon, für Damen und Herren, empfehle ich bestens. _______________________Susanns Weist. ft 78 11 E 'S “'S Im 1 Geschäfts-Kalender mit breitem weißem Feld hinter jedem Monat zum Einträgen von Notizen, zwei Sorten, pr. Stück 4 Kreuzer; Lomptoir-Zialeuder, in 4to., pr. Stück 3 Kreuzer; Kleine Etuis-Kalender. in 8h>., pr. Stück 2 Kreuzer, bei Wilhelm Klee. Wiederverkäufer erhalten angemessenen Nabatt. 1) die Lieferung von 39 Ellen naturell Tuch, veranschl- zu 2) die Lieferung von l4/s Ellen dunkelgrünem Tuch, veranschlagt zu......' 3) die Lieferung von 80 Ellen marengograuem Tuch, veranschlagt zu..... 4) die Lieferung von 1 Elle hellblauem Tuch, veranschl. zu 5) das Decatiren von 1217; Ellen Tuch, veranschlagt zu 6) die Lieferung von 120 großen und 24 kleinen glatten neusilbernen Knöpfen, veranschlagt zu....... 7) chic Lieferung von 14 Kappen, veranschlagt zu . . . 8) die Anfertigung von 6 Uni- forms-Oberröcken, veran- ❖ (9873) __ w. „ Stockholz, «,^4 „ Reisholz, Stecken Eichen-Prügelholz, Stockholz, .. ... , Reisholz. Die Zusammenkunft ist am alten Anne- röder Weg. 9879) Montag den 4. Januar 1869, von Vormittags 9 Uhr an, ioll in dem Gießener Stadtwalde, District Neuhege, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: 37« Stecken Nadel-Scheidholz, Prügelholz, ——'—— ...........tSBBSu Düsseldorf. München. Paris. London. Cöln. Dublin. Oporto. Paris. I 1852. 1854. 1855. 1862. 1865. 1865. 1865. 1867. I Empfehlenswert!! für jede Eamilie I Ausgezeichnet auf der Reise, besonders zur See, auf der Jagd, in den Fabriken, Gewölben, Bergwerken. KoonkliÄMp of Maag-Bitter, bekannt unter der Devise: „Occidit, qui non servat“, erfunden und einzig und allein destillirt von 13. IJnderberg-Albrecht am Rathhause in RHEINBERG am Niederrhein, Sr. Majestät des Königs etc. etc. Hoflieferant. Frei von allen drastisch wirkenden Substanzen ist der Boonekamp of Maag- Bitter als Präservativ gegen Cholera, Cholerine, Brechruhr und ähnliche böse Zufälle zu empfehlen. Die von den hohen Medic.-Behörden des In- und Auslandes geprüfte Composition bürgt für den günstigen Erfolg seines Genusses. Derselbe ist in ganzen und halben Flaschen, sowie Flacon ächt zu haben in Giessen bei den Herren Gebrüder "Wenzel, Cigarren- und Liqueur-Geschäft, Julius M allach. Moritz Wallenfei* und den bekannten Debitanten. ' Filiale für Frankreich : H. Underberg-Albreeht. Botdev. Poissomere 9 Pans. (9874 9878) Die zur Einkleidung der Flurschützen und der Nachtwachemannschaft bei der Stadt Gießen nöthigen Lieferungen und Ichlagt zu ...... 9) die Anfertigung von 6 Hosen, veranschlagt zu..... 10) die Anfertigung von 8 Mänteln, veranschlagt zu . . __ __ sollen im Submissionswegc vergeben wer- den, und sind deßfallsigc Offerten in den nächsten 8 Tagen bei der Bürgermeisterei, woselbst Einsicht vom Kostenvoranschlag und den Tuchmustern genommen werden kann, abzugeben. Gießen, den 28. December 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V. d. B. : Felsing, lr Beigeordneter. Versteigerung von Fichten-Stämm- cken und Reisern. |= 2 ■s ® Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. Mai 1869 gestattet. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, den 29. December 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ______________Vogt._____________ 9891) Montag den 4. Januar, Morgens 10 Uhr, soll in dem Bramm'schen Wirthslocal in der Neustadt dahier das Brechen, die Beifuhr, das Aufsetzen und das Zerschlagen der zur Unterhaltung der Staatsstraße von Gießen gegen Rodheim für das Jahr 1869 nöthigen Steine aus dem Steinbruch an der L-teinrutsche oder im Steinbacher Feld wenigstfordernd versteigert werden. Die resp. Großherzoglichen Bürgermeister werden ersucht, diese Versteigerung im Interesse ihrer Gemeinden besonders bekannt machen zu lassen. Gießen, den 30. December 1868. Grobherzogliches Kreisbauamt Gießen. In Verh. des Kreisbaumeisters: _________Sch acker, Kreisbauaufseher. 3885) Das Looö'sche Brau- Haus wird Donnerstag den 31. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, QS Vorräthig bei allen Buchhändlern und Buchbindern: * Hessischer Hausfreund t lWAWjFWsMIWWlSIlWA WWWWWW W»W u__i n n im Ausgezeichnete Weiß- und Rothweine, per Flasche 24 fr. und höher, Arrac- und Rum-Punsch-Effenz,j, 1Z , . , feine «iqucerc, j "> */« und V» R-sch-u, empfehlen I. A. Busch Söhne. (9898) | Um damit zu räumen, empfehle ich zu herabgesetzten Preisen meine Frühstücks-Weine, als: alten Portwein, Madeira, Malaga und Bordeaux Margaux, sowie Rum und Arrac, Punsch- Essenz in >. i und ';■> Flaschen, feinsten Jamaica-Rum und Arrac, ferner rein gehaltene Tischweine, per Flasche ä 18 und 24 fr. und vorzüglichen lS63r ä 30 fr. C. W. Dietz, am Markt. - Deutscher Phönix, Verltcherungs-Gesellschast in Frankfurt, versichert Mobilien, Maaren, Felderzeugnisse rc. zu sehr billigen Prämien und unter den liberalsten Bedingungen. Der Unterzeichnete hält sich beim Abschlüsse von Versicherungen bestens empfohlen. I. Happel. K u ii st - A »zeige. 9888) Dem hochgeehrten Publikum Gicßen's die ergebene Anzeige, daß die anglo - amerikanische Künstler-Gesellschaft nächste Woche hier eintreffen und einen Cyclus von Vorstellungen im Leib'schen Saale geben wird. Die Vorstellungen umfassen: Physikalische Experimente, magische Production, Gymnastik, Battet rc. rc. Das Nähere durch weitere Annoncen und Zettel. ___________________________Charles Henriko, Geschäftsführer. Im großen Saale des Cafe Leib. 9899) A m 1. Januar 1 86 9: Großes Neujahrs - Concert auSgeführt vom ganzen Musik-Corps des Großh. Hess. 2. Infanterie-Regiments, unter persönlicher Leitung seines Musikmeisters Herrn Reifert. Anfang Abends 6 Uhr. Ende 11 Uhr. Entree ä Person 12 fr. 9893) Sonntag den 3. Januar 1869: Landwirthschastliches Krämchen im Rathhausfaale zu Staufenberg. Tagesordnung: 1) Vortrag über die Währschaftsverhältnisfe bei Viehändel von Freiherrn v. Rabenau zu Friedelhausen. 2) Aufzucht und Fütterung des Jungviehs. 9886) Einem verehrlichen Publikum mache ich hiermit die ergebenste Anzeige, daß künftigen Sonntag, als den 3. Januar 1869, von Nachmittags 3 Uhr Lis Abends halb 8 Uhr, die Einweihung meines neu erbauten und festlich decorirte» Saales im Schützcngarten durch ein Großes Concert ä la Strauß, ausgeführt durch das verstärkte Musik-Corps des hiesigen Königl. Jäger-Bataillons, gefeiert wird. — Um 8 Uhr Abends beginnt subscribirter Ball von sämmtlichen Vereinen. Zu recht zahlreichem Besuche lade ich höflichst ein. Wetzlar, den 28. December 1868. Heinrich Kuhn. 9889) Nach den Analysen des berühmten Chemikers Al- 'Zayeu zählt die Cacao- Pflanze zu den nahrhaftesten Produkten der Erde. Dieser Gelehrte sagt, daß eine gute Tasse Bouillon von Rindfleisch 28 Gramm Nährstoff enthalte, während sich in einer Tasse mit Milch zubereiteter reiner Chocolade 188 Gramm nährende Bestandtheile vorfänden. Nach einem englischen Blatte hätte eine ärztliche Untersuchung der Chocoladen 70 verschiedener Fabriken von London und Paris eine Verfälschung der Waare in 39 derselben erwiesen, ein gewiß trauriges Resultat! Da auch in Deutschland eine unver- fäschte Chocolade zur Seltenheit geworden ist, so verdient besonders hervorgehoben zu werden, daß sämmtliche Cacao-Präparate des Hauses Franz Stollwcrck in Köln als durchaus frei von jeder Beimischung garantirt sind und wegen dieser Eigenschaft von den Aerzten vielseitig empfohlen werden. In den hauptsächlichsten Geschäften Deutschlands sind diese Chocoladen vorräthig. 9892) Die langst erwarteten ächten Nürnberger Lebkuchen aus der Fabrik meines Schwiegervaters, Herrn Jacob G o c ß in N iirnbera, sind in frischer und bester Qualität wieder eingetroffen und erlasse ich solche zu Fabrikpreisen. __________Adolph Noll, im Ritter. TlHWrepifn uon Bergmann A 1IIU1 Still, Comp. in Pari s, wirksamstes Mittel gegen alle Hautunrei- niakeiteu, empfiehlt ä Stück 18 fr. (9§76)____________Julius Wallach. Oefcu und Herde zu Steinfohlen- und Holzbrand, Feuerungs- und Küchenaeräthschaften, Stein- und Braunkohlen, in ganzen und geteilten Waggon-Ladungen und im Einzelnen (9851) empfiehlt I. G. D. Bapst. Un inersa l-Ma g en-Kqueur, genannt Victoria, von Franz von Metternich in Mainz, empfiehlt in ganzen Flaschen » 1 ft. 24 fr., „ halben „ ä — „ 45 „ „ Viertel- „ i — „ 24 „ Eduard Lind, (9871) Conditor in Gießen. Jeder Zahnschmerz, ohne Unterschied, wird durch mein in allen deutschen Staaten rühmlichst bekanntes Zahn-Mundwasser binnen einer Minute sicher und schmerzlos vertrieben, was unzählige Danksagungen der höchsten Personen bekunden. E. Hückstädt in Berlin, Oranieustraße 57, am Marktplatz. Zu haben in Flaschen ä 18 und 36 fr. bei (9875) Carl Frech in Gießen. Gummiwaaren-Lager en gros & en detail. Joseph Krieger in Mainz. 9854) Grosses Lager in Gummischuhen, Tuchschuhen und Stiefeletten mit Gummisohlen und Besatz. Gummi-Schläuche für Gas-, Dampf- und Wasserleitungen. Gummi-Platten, Schnüre zum Verdichten bei Dampfmaschinen. Kaout- chouc-Kämme. Federhalter, Falzbeine, Ledertuche. Waschtuche für Möbel und Fussböden. Schweiss-Taffets. Regen-Röcke. Bettunterlagen, wasserdicht. Schuh-Gummizüge, Gürtel, Hosenträger, Strumpfbänder, elastische Litzen, Bänder und Kordel. Sauger auf Milchflaschen, Zahn- ingc, Zahnkitt. Trinkbecher. Schwämme. Tabak - und Schwammbeutel , Hosenstege, Schweissblätter in Kleider, Armhalter, Badekappen. Cigarren-Etuis, Portemonnaies, Nece- cessaires. Reise- und Toilettetaschen. Fischbeine. Schuh-Lack. Glanzwichse. Wischgummi uud Radirgummi. Guttapercha in Platten. Schnüre für Drehbänke. Guttapercha - Papier zu Aufschlägen. Schmucksachen von Caoutchouc, als Brochcn, Armringe, Uhrketten, Damenketten, Gürtel-Schnallen, Kreuze, Herzen etc. Chirurgische Instrumente, als: Luftkissen, Schnürstrümpfe, Clysierspritzen, Catheter, Suspensorien, Däumlinge uud Brusthütchen etc. etc. Kinderspielwaaren von Gummi. Ballen, Rasseln, Puppen und Schreithiere. 9894) Ein ausgezeichnet schöner, dunkel- brauncr, halbjähriger Hühnerhund ist zu verkaufen. Bei wem? sagt die Expedition d. Bltts. V e r m i e t h u n g e n. 9895) Ein möblirtes Zimmer ist zu ver- miethen bei A- Dickorä. 9896) In meinem neuerbauten Hause ist ein geräumiges Logis mit Zugehör zu vermiethen und Ende März beziehbar. P. Plank, in der Wolkengasse. 9869) Das von Frau Landrichter Rayss bewohnte Logis, bestehend aus 5 heizbaren Zimmern, Küche, Dachkammer, Keller, Holz- und Speicherräumen , ist anderweitig zu vermiethen und am 1. April 1869 zu beziehen. Professor Noack. 9862) Zu vermiethen ein gut möblirtes Zimmer, sofort beziehbar, bei E- Eichenberg. 9864) Eine Familienwohnung nebst Lagerräumen werden auf längere Zeit zu mie- then gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bl. 9865) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei Herrn Kürschner Schultheis, _________________Marktstraße.____________ 9855) Ein möblirtes Zimmer mit Ca- binetfist zu vermiethen bei H. Rübs am en, auf der Mäusburg. 9856) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei Eduard Ottmann. 9860) Mein von Herrn Revisor Stumpf bewohntes Logis ist anderweit zu vermiethen. E. Pitthan. 9850) Ein freundlich möblirtes Zimmer mit Cabinet ist zu vermiethen Wallthor- straße Lit- A- Nr- 227. 9853) Ein kleines Familienlogis ist zu vermiethen bei Gg- Sch mehl, am Brand. Vermischte Anzeigen. 9880) Sonntag den 3. Januar, Abends 5 Uhr: Generalversammlung der Viehversicherungs-Gesellschaft im Locale von König. Tagesordnung: Rechnungsabhör. Präsidentenwahl. Vorstandswahl. ________________________Wortmann. Zur gefälligen Motu. 9870) Sowohl denjenigen Gicht-, Hä- morrhoidal- und Bleichsucht - Kranken, die ich in Behandlung habe, als auch Denjenigen, die meine Hülfe in Anspruch zu nehmen beabsichtigen, hiermit zur Nachricht, daß ich von Coburg nach Berlin übergesiedelt bin. Br. Müller, jetzt Berlin, Mauerstr. 63, 1 Tr. Kurprospecte: gratis und franco. Minderbemittelte finden Berücksichtigung.__ 9872) Vorschüsse auf Werthgegenstände besorgt unter Zusicherung strengster Verschwiegenheit und billigst I. Rothenberger, Lindenplatz. Bestellungen an mich können durch fran- kirte Stadtpostbriefe oder direct gemacht werden.___________________________________ Avis für Damen. 9882) Ich bringe hiermit zur Nachricht, daß ich wieder einen Cursus im Anfertigen von Damenkleidern den 6. Januar eröffnen werde. C. Schneider, Sonnenstraße. Verloren. 9881) Ein kleiner goldener Ring, inwendig gezeichnet: A. S. 3. Dec. 1841. Man bittet den Finder, den Ning an die Exped. d. Bltts. oder auf dem Polizei-Büreau ab- zugeben.____________________________________ 9883) Eine gesunde sAmme wünscht zu Mitte Januar eine Stelle. Näheres bei der Exped. d. Bltts.________________________ 9868) Diejenige bekannte Person, welche am zweiten Weihnachtsfeiertage im Saale des Prinzen Carl ein braunes, mit Seide gesticktes Foulardtuch mitgenommen hat, wird hiermit aufgefordert, dasselbe binnen 3 Tagen an die Exped. d. Bltts. abzuliefern, widrigenfalls gegen dieselbe gerichtliche Klage erhoben wird._______________________ 9866) Ein Mädchen, welches gute Zeugnisse aufzuweisen hat, findet sogleich gegen hohen Lohn Stelle bei Gg. Schein eh l, am Brand. 9863) Gesucht. Ein älterer, tüchtiger Kutscher wird gesucht. Nur Solche wollen sich melden, welche die besten Zeugnisse besitzen. Zu erfragen bei der Exped. d. Bltts.____________________ 9867) Ein Mädchen, welches im Flicken gründlich erfahren ist, wünscht noch einige Tage in der Woche besetzt zu haben. Das Nähere bei der Exped. d. Bltts. Militär-Vorbildungs-Anstalt zu Cassel, Garde - du - Corps - Platz Nr. 3. 9858) Schnelle und sichere Vorbereitung zum Fähnrichs- und Freiwilligen- Examen. Erfolge nachweisbar sehr günstig. Prospecte gratis. von Hartung, Königl. Lieut. a. D. und Dirigent. 9857) Ein braver fleißiger Junge, der sich auf feineres Metalldrehen cinüben will, findet bei sofortiger Bezahlung dauernde Stellung. Bei wem? sagt die Exped. d. Bl. 9859) In ein Material-Waarengeschäft wird ein gut geschulter junger Mann in die Lehre gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts.__ 9861) Ein junger Bursche wird Sin eine Restauration gesucht. Das Nähere bei der Exped. d. Bltts.____________________________ 9903) Ein Pelzkragen ist gefunden worden und kann derselbe gegen Erstattung der Inserat-Gebühren in Empfang genommen werden bei Emil Zinßer. 9902) Man sucht einen Mitleser zum Frankfurter Journal Neue Anlage Lit. C- Nr. 36 im 3- Stock. 9901) Die Nummern 87 und 115 haben die Bügelblättchen gewonnen. Blitz, Polizeidiener. I. C. Clar, Buchbinder, Sonnenstraße, empfiehlt sich einem geehrten Publikum bestens. (9900) 9884) Nr- 18 hat das Schweizer-Häuschen gewonnen- Blitz, Polizeidiener. 9838) Ein junger Mann, der eine gute Handschrift und Kenntniß der kaufmännischen Buchführung hat, findet für einige Stunden des Tages Beschäftigung. Schriftliche Offerten bittet man bei der Exped. d- Bltts. abzugeben. 9810) Es wird eine tüchtige Viehmagd, welche sogleich eintreten kann, gesucht von H. Becker, Neue Anlage. Die Kleinkinderschule haben bereits mit ihren Gaben bedacht: 1) Herr Advokat Dornseiff, 2) „ Gg- Reiber, 3) „ K. L- Kirsch, 4) „ Bürgermeister Vogt, 5) „ Tabaksfabrikant C. Gail, 6) „ „ Schirmer, 7) „ Pfarrer Dr. Seel, 8) „ „ Sander, 9) „ Criminalrichter Höpfner, 10) „ Landrichter Bötticher, 11) „ Major von Randow, 12) „ Dr. Schaum, 13) „ Geheimerath Weber, 14) Pfarrer Landmann. Kunst-Notiz. Gießen. Im Laufe nächster Woche werden die kaiserl. russischen und königl. schweb. Hofkünstler Gebrüder Mn tu la unsere Stadt besuchen, um sich dem Publikum auf dem Gebiete der uatürlichcn Magie in Jongleurkünsten und physikalischen Produc- tionen vorzustellen. Ueber deren Leistungen hört man aus den Städten unteres engeren Vaterlandes, wo die Künstler bisher auftraten, nur Rühmliches. Als staunenswerth wird die Fertigkeit und Präcision bezeichnet, mit welcher Herr S- Matula seine Künste vorführt, und überaus nett und geschmackvoll soll das Arrangement sowohl in Hinsicht auf die Auswahl der einzelnen Stücke als auf die Art und Weise der Darstellung selbst sein. Nicht minder interessant sind die Productionen des Herrn F. Matula a!5 unbeschränkter Gebieter im funkensprühenden und rothglühendcn Salamanderreich („Feuerkönig", „Pluto der Höllenfürst"). Die Leistungen Beider geben einen deutlichen Beweis von der Macht der Physik und Chemie und man darf in ihnen einen Triuniph der Wissenschaft begrüßen. Vorläufig sei hiermit auf diese Künstler aufmerksam gemacht. Vom 1- Januar k. I. wird die in Marburg erscheinende Oberhesfische Zeitung in vergrößertem Format erscheinen und zugleich durch regelmäßige Beilagen erheblich vermehrt werden. Da gleichzeitig das bisher in Marburg erschienene Wochenblatt für den vor- hinnigen Regierungsbezirk Marburg zu erscheinen aufhört, so wird das an Stelle desselben neu gegründete Kreisblatt für die Kreise Marburg, Frankenberg-Vöhl und Kirchhain, welches alle amtlichen Erlasse und geschäftliche Inserate enthalten wird, den Abonnenten der Oberhessischen Zeitung gratis geliefert werden. Im klebrigen sind beide Blätter durchaus unabhängig von einander. Die Oberhessische Zeitung erscheint wie bisher an allen Wochentagen und ist durch direkte Korrespondenzen in den Stand gesetzt, ihren Lesern täglich die zuverlässigsten Mittheilungen zu bringen. Für das Feuilleton haben wir namhafte Mitarbeiter gewonnen. — Trotz ansehnlicher Vergrößerung unseres Blattes wird der Abonnementspreis desselben doch ein sehr niedriger bleiben und zwar für das Vierteljahr mit Beilagen und Kreisblatt (einschließlich Stempels und Bringerlohns in der Stadt) nur 22‘A Sgr. betragen. Inserate werden stets billigst berechnet und erhalten durch die ausgedehnte Verbreitung der beiden Blätter die eingehenste Beachtung und Wirksamkeit. Die Redaction und Expedition der Oderhessischen Zeitung. Berlepschs Bienenzucht 2. Aust. rplt. Im Verlage von I. Schneider in Mannheim ist vollständig erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Die Biene und ihre Zucht mit beweglichen Waben in Gegeudeu ohne Spätsommertracht von August Baron von Berlepsch, des freien deutschen Hochstifts für Wissenschaften re. re. Ehrenmitglied und Meister. Zweite umgearbeitete und vermehrte Auflage. Mit dem Porträt des Verfassers und zahlreichen in den Text gedruckten Holzschnitten. 40 Bogen gr. 8°. Preis 4 Thlr. — 7 fl. 12 fr. rhein. Die 2. Auflage dieses berühmten, von allen Seiten als das beste und vollständigste Buch über Bienenzucht anerkannten Werkes ist schon längere Zeit mit Spannung erwartet worden. Bei den großen Fortschritten, welche die Bienenzucht seit beinahe 10 Jahren gemacht, ist dieselbe als ein ganz neues Buch anzusehen und daher für jeden Bienenzüchter, Meister wie Lehrling, ein unentbehrliches Lehr- und Nachschlagebuch. Auf der 15. Wanderversammlung deutscher Bienenwirthe in Darmstadt wurde dem Werke der höchste Preis zuerkannt. Zur Berücksichtigung. Bei der letzten Reinigung der die Stadt durchziehenden Wasserleitung hat cs sich ergeben, daß neben anderem Unrath namentlich auch ganz ungeheure Mengen von Steinkohlenasche in die Wassergräben geschüttet worden waren. Abgesehen von der hierdurch nothwendig werdenden öfteren, äußerst kostspieligen Reinigung der Leitung erscheint dies insbesondere auch für das Feuerlöschwesen von großem Nachtheil, insofern einmal der rasche Umlauf des Wassers dadurch gehemmt und so das Eintreffen des bei einem Brande zugewendeten Wassers verspätet, weiter aber verursacht wird, daß der solcherweise erzeugte flüssige Schlamm sich in den Saugern und den inneren Spritzen- theilen festsetzt und so den Gebrauch der Spritzen behindert und unterbricht, die letzteren auch verdirbt. Hiernach sieht man sich veranlaßt, die Schmiede und wen es sonst angeht, durch Veröffentlichung des nachstehenden Aufsatzes auf eine nicht blos unschädliche, sondern gewinnbringende Verwendung der Steinkohlenasche aufmerksam zu machen. Hoffentlich wird die Rücksicht auf die nutzbringende Verwcrthung einerseits, wie auf die Polizeistrafen und den gemeinen Schaden andererseits dem gerügten Unwesen dauernd steuern. Gießen, im December 1868. Das Commaudo der freiwilligen städtischen Feuerwehr. Verwerthrrng der Steinkohlenasche. Man glaubt allgemein auf dem Lande, daß die Steinkohlenasche nicht nur ungeeignet sei, den Boden zu düngen und zu verbessern, sondern den Acker sogar unfruchtbar mache. In Folge dessen suchen sich die Landwirthe derselben auf jede Weise zu entledigen, streuen sie längs der Wege, gerade so als handele es sich um ganz nutzlose Ueberreste. Die Menge der auf diese Weise jährlich verlorenen Asche ist beträchtlich. Dieser Thatsache gegenüber berichtet der „Eosmos" vom 23. Mai ein interessantes von einem Landwirth ausgeführtes Experiment- Er füllte im Herbst 3 Blumentöpfe mit reiner Steinkohlenasche und säete in den ersten Roggen, in den zweiten Hafer und in den dritten Erdbeerkörner. Diese Töpfe wurden dann in eine. Rabatte des Gartens eingegraben und sich selbst überlassen. Die Keimung vollzog sich während des Winters nach Wunsch und in folgendem März hatten die Pflanzen das beste Aussehen. Im April standen die drei Pflanzen in üppigster Vegetation. Der Roggen und Hafer kamen vollständig zur Reife, die Körner waren groß, glänzend, sehr schwer; das Stroh hatte beim Roggen ein Höhe von ‘Ao Meter, und beim Hafer >/,o Meter. Die Erdbeeren waren in kräftigster Vegetation bis zum October, wo man sie aus den Töpfen nehmen mußte. In der Erde sind sie nun die grünsten und kräftigsten von der ganzen Aussaat. Dieser Versuch zeigt also, daß die Steinkohlenasche ohne Zusatz von Erde oder Dünger ausreicht, um bis zur Reife den Roggen und Hafer mit Nahrung zu versehen, und die Erdbeeren ein ganzes Jahr lang zu speisen. Die Steinkohlenasche kann auch in Folge ihrer Beschaffenheit den Boden lockerer machen und somit in Fällen von zu festem Erdreich sehr nützlich sein; sie würde also gleichzeitig als Dünger und zur Bodenverbesserung dienen. Diefer Schluß folgt aber nicht nur aus dem erwähnten Experiment, sondern auch aus der chemischen Analyse, die mehrere Chemiker, unter anderen Davy, ausgesührt- Diese Untersuchungen ergaben, daß die Steinkohlenasche in verschiedenen Verhältnissen, je nach dem Ursprung, enthält: schwefelsaures Kali, schwefelsauren Kalk, verschiedene Verbindungen von Säuren mit alkalischen Erden, kohlensauren Kalk, Thon und Kieselsäure. (Der Naturforscher. 1868.) Literarisches. Aon der illustrirten sehr populären Zeitschrift „Zu Hause, Geschichten und Bilder zur Unterhaltung und Belehrung" (Stuttgart, Verlag von Eduard Hgllbrrger) liegen uns die beiden ersten, reich ausgestatteten Hefte des neuen 4. Jahrgangs vor. Der alte treffliche Gustav Nieritz überrascht uns durch eine mit jugendlicher Frische geschriebene, ebenso interessante als gemüthvollc Novelle: „Die Erbschaft", während Theodor Griesinger in seiner Erzählung : „Ein Stück New - Uorkcr Lebens, oder fünf merkwürdige Samstage aus meiner Jugendzeit" uns mit pikanter humoristischer Feder in das bewegte, farbenreiche amerikanische Alltagsleben führt. Für kürzere interessante, unterhaltende und belehrende Artikel haben Friedrich Gerstäcker, Karl Ruß, Biernatzki u. A. reich gesorgt. Ueberdics schmücken 22 treffliche große Bilder von Fritz Kriehuber, Ernst Hartmann, Döpler, G- Kühn, Fr. Pondel und köstliche humoristische Illustrationen zu Münchhausen'? Jagdabentcuern, von dem Meistergriffel Gustav Dor«'s, die 64 Hochquart-Seiten starken beiden Hefte. Selbst der Umschlag bietet uns hübsche humo- ristisch-satyrifche Zeitbilder von Oberländer und Herbert König. Und dies Alles für den fabelhaft billigen Preis von 3 Sgr. oder 12 fr. rh. per Heft, und noch extra für den laufenden Jahrgang eine große reizende Stahlstich-Gratis-Prämie: „Badende Kinder im Walde" von Professor A. Müller. Telegraphischer S ch i ffs b eri cht, mitgetheilt von Chr. Wallenfels, Jun. Angekommen in New-Bork r Das Bremer Postdampfschiff America, Reisedauer 13 Tage — Stunden, „ Hamburger „ Holsatia, „ 11 „ 20 „ <• Angrkommeir in Baltimore: Das Bremer Postdampfschiff Berlin, Reisedauer 18 Tage — Stunden. Abgehendr Am 31. December Dampfer Saxonia von Hamburg nach New-Orleans. „ 2. Januar „ New-Bork „ Bremen „ New-Pork. „ 6. „ „ Hammonia „ Hamburg „ , „ 7. „ „ Smidt „ Bremen „ „ Hammonia und Smidt mit ermäßigten Preisen. Wegen Auskünften und Passagen beliebe man sich an Obigen zu wenden. J'rtfcfjüäcfier zu gießen. Sonntag den 3. Januar. Louis Keil in den Neuenbäuen. Emil Noll in der Löwengasse. Daniel Rühl am Rathhaus. Kirchliche Anzeige». Lvangettsche Gemeinde zu Hießen. Gottesdienst. Am Neujahrstage 1869. Morgens: Pfarrer Landmann. Nachmittags: Pfarrer Dr. Seel. (Collecte für die Waisenanstalt.) Am 3. Januar. Morgens: Pfarrer Landmann. Nachmittags: Pfarrer Dr. Seel. Kopulirte. Den 26. December. Johann Heinrich Hofmann aus Freienseen, Kappenmacher in Friedberg, des verstorbenen Ortsbürgers und Webers in Freienseen, Johann Heinrich Hofmann V.; und Luise Meinhardt von hier. Denselben. Adam Reinig, Bürger und Messerschmied dahier, des Bürgers und Schuhmachers zu Weinheim, Adam Reinig, ehelicher Sohn; und Katharine Sartorius, geborue Michel, des verstorbenen hiesigen Bürgers und Messerschmieds, Karl Sartorius, hinterlassene Wittwe. Denselben. Ludwig Martin Karl Stein- meyer, Güterarbeiter an der Main-Weser- Bahn dahier, des verstorbenen hiesigen Bürgers, Ludwig Stemmeyer, ehelicher Sohn; und Elisabeth Baldauf aus Roßberg, des verstorbenen Ortsbürgers daselbst, Christoph Baldauf, eheliche Tochter. Denselben. Georg Balthasar Daniel Frutig, Bürger und Heizer an der Main- Weser-Bahn dahier, des Bürgers und Bezirksstrafgerichtsdieners dahier, Johannes Frutig, ehelicher Sohn; und Wilhelmine Sophie Philippine Karoline Euler, des verstorbenen Bürgers und Wirths, Konrad Euler, eheliche Tochter. Den 27. December. Wilhelm Martin Emil May, Bürger und Arbeiter auf der Cöln-Gießener-Bahn dahier, ein Wittwer; und Margarethe Gottschalk, verwitt- wete Schinckmann, des verstorbenen Bürgers zu Klein-Linden und Bahnwärters Heinrich Gottschall, eheliche Tochter. Den 28. December. Franz Joseph Andreas August Grooß von Oppershofen, Kreis Friedberg, Jnspector der Magdeburger 'Feuerversicherungs-Gesellschaft zu Magdeburg, des Lehrers zu Niederingelheim, Anton Grooß, ehelicher Sohn; und Emma Schlapp, des verstorbenen Großh.Hauptzoll- amts-Controlcurs dahier, Georg Schlapp, eheliche Tochter. Getaufte. Den 25. December. Eine uneheliche Tochter von auswärts, Elisabeth Wilhelmine, geboren den 9. December. Denselben. Dem Ortsbürger in Wie- seck und Schlosser an der Main-Weser-Bahn dahier, Philipp Mank, eine Tochter, Ottilie, geboren den 8. November. Denselben. Dem verstorbenen Bürger und Schneidermeister, Ludwig Eimer, eine Tochter, Elisabeth, geb. den 25. November. Denselben. Dem Bürger und Bahn- hofsarbeiter, Jakob Jünger II., eine Tochter, Johanna Emilie Elisabeth, geboren den 4. October. Denselben. Dem Bürger und Post- büreaudiener, Franz Haustein, eine Tochter, Anna Karoline Auguste, geboren den 21. November. Denselben. Dem Bürger und Friseur dahier, Ludwig Kohlermann, ein Sohn, Ludwig Georg Albert Martin, geboren den 18. November. Den 26. December. Dem Bürger und Schuhmacher, Friedrich Simon, ein Sohn, Friedrich Wilhelm, geboren den 3. December. Denselben. Dem Bürger zu Emmerich und Kassier an der Cöln-Gießener Bahn dahier, Friedrich Wilhelm Rohlfing, ein Sohn, Karl Johann, geboren den 21. November. Denselben. Dem Bürger und Wein- Händler, Karl Schwan, eine Sachter, Emma Margarethe Julie Friederike, geboren den 14. November. Denselben. Dem Bürger und Schriftsetzer, Theodor Loos, ein Sohn, Gustav, geboren den 20. November. Denselben. Dem Bürger in Wellen in Waldeck und Schneider dahier, Johann Heinrich Schmitt, eine Tochter, Johanna Eleonore, geboren den 6- November. Denselben. Dem Bürger und Küfer, Karl Herbert, eine Tochter, Marie Dorothea, geboren den 9. December. Denselben. Dem Bürger und Schlosser, Philipp Noll, eine Tochter, Marie Luise Johanna Konradine, geboren den 23. November. Denselben. Dem Bürger und Seifensieder, Wilhelm Ockel, ein Sohu, Ludwig Johann Martin, geboren den 19. November. Denselben. Dem Bürger und Schrei- " ner, Friedrich Koch, eine Tochter, Wilhelmine Henriette Karoline Pauline, geboren den 13. December- Denselben- Dem Bürger und Zimmermann, Konrad Marx, ein Sohn, Heinrich, geboren den 12. November. Beerdigte- Den 25. December. Heinrich Karl Bach, des verstorbenen hiesigen Bürgers und Schneidermeisters, Heinrich Bach, ehelicher Sohn, alt 22 I. 1 M- 12 T., gest. den 23. December. Den 26. December. Emilie Karoline Frohnhäuser, des hiesigen Bürgers und Kausmanns, Ludwig Frohnhäuser, eheliche Tochter, alt 3 I. 23., gestorben den 25. December. Den 27. December. Ein unehelicher todtgeborener Sohn von hier, geboren den 26. December. Den 28. December. Jakob Ströher von Wilsbach, Kreis Biedenkopf, alt 42 I. gestorben den 25. December. Denselben- Marie Elisabeth Hessig, des verstorbenen Bürgers und Perückenmachers, Johann Heinrich Hessig, ehelich ledige Tochter, alt 80 I. 19 T-, gestorben den 26. December. Den 30. December. Karl Christian Theodor Martin Kalberlah, des Bürgers und Heizers an der Main - Weser - Bahn, Wilhelm Kalberlah, ehelicher Sohn, alt 4 M. 13 T-, gestorben den 28. December. Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Pfarrer Landmann. Berlin, 27. Dec. Täe „Kxeuijtg." ist wegen des siebentägigen Kriegs im Abgeorrnctenhaufe gegen das System Mühler noch immer sehr aufgebracht. Sie nimmt von den Beschwerten ter gegnerischen Presse über das nicht rechtzeitige Zustandekommen tcs Finanzbutget« Veranlassung zu eignen Klagen über die „unnütze Verzettelung einer kostbaren Zeil", deren sich die Opposition durch ihre „rednerischen Speetakelstücke" und „Tendenzmanöver" schuldig gemacht habe. „Sie hat, sagt das evnservative Blatt, die Budgetdebatte nicht gefördert, sondern dieselbe in einer sachlich durchaus nicht gerechtfertigten, alles Maß überschreitenden Weise ausgedehnt und verschleppt. Ueberhaupt ist in keinem anderen Lande Europa's eine auch nur ähnliche Behandlung des Budgets üblich, wie sie von unseren liberalen Abgeordnetenhaus-Parteien in Scene gesetzt zu werden pflegt. Da vertieft man sich in die kleinsten Detail-Angelegenheiten der einzelnen VcrwaliungS- RcffortS. Da wird die vielbelobke „Trennung der Gewalten" praktisch durch die Einmischungslust illu- strirt, welche auf Schritt und Tritt die „Executive" zu Hofmeistern und zu bevormunden sucht. Da stöbert man nach Anhaltpunkten zu Beschwerden herum, und wo sich keine finden, da werden Quängeleien auS der Luit gegriffen. Da zieht man Streitfragen aller Art bei den Haaren herbei und ergeht sich in Prineipien - DiSeussionen, die mit dem vorliegenden Gegenstände in der Regel nicht das Mindeste zu schaffen haben und auf die Etatsbewilligung selbst meistens ohne jeden Einfluß bleiben. Da wird das Budget der Tummelplatz für jeglichen oppositionellen Einfall / ter darauf ausgeht, die Regierung zu verlästern und die Institutionen des eigenen Landes vor aller Welt Augen möglichst anzuschwärzen und in Mißerecit zu bringen." Berlin, 28. Dec. Die leichte Verletzung, welche der König sich am heiligen Abend dadurch zugezogen, daß derselbe, im Begriff, die für die königliche Familie bestimmten Weihnachtsgeschenke aus seinem Arbeitszimmer in ras durch eine Wendeltreppe verbundene Zimmer der Königin zn bringen, einen Fehltritt auf der gedachten Treppe that, ist wieder vollständig beseitigt. — Die Einladung des französischen EabinetS zur Beschickung einer am 2. Januar zu Paris in der türkisch-griechischen' Streitfrage zu eröffnenden Eonferenz ist am 25. hier übergeben. Der französiiche Minister des Auswärtigen, Marquis de Lavalette, wird die Eonferenz eröffnen und den Vorsitz führen, während sich an derselben vorerst die ständigen Gesandten der betreffenden Machte in Paris betheiligen werden. Erst vom Verlauf der Verhandlungen wird es abhängen, ob auch die resp. Minister des Auswärtigen sich nach Paris begeben dürften. Vor dem Zusammentritt der Eonferenz und während des Tagens derselben ist selbstverständlich eine kriegerische Action zwischen der Psorte und Griechenland ausgeschlossen. Wien, 27. Dec. Die offieiösen Organe ver- theidigen heute die Minister Giskra und Berger gegen die demokratischen Blatter, welche der Ansicht sind, daß Männer, die sich selbst als „Bürgermini- |lcr" proklamirt haben, keine Orten hätten nehmen sollen. Ein Ossiciosus gibt die Thatsache zu, daß Dr. Giskra und Dr. Berger allerdings in den Flitterwochen ihrer Ministerschaft „im Allgemeinen den Wunsch geäußert haben, nicht decorirt zu werden", doch sei zu bedenken, daß dieselben die kaiserliche Auszeichnung nicht wohl zurückweisen konnten, auch müsse sich eigentlich die ganze liberale Partei „durch einen solchen Act der Krone geehrt und gehoben fühlen". De gustibus non est disputandum. Nachträglich verlautet, daß der Vater ter neuesten Aera, v. h. Graf Beust, den Orden der eisernen Krone für die beiden Bürgenminister erwirkt habe. Unter den Gratulanten, welche sich bei den Decvrirten ein» fanden, wird boshasterweise auch der ehemalige StaatSminister Ritier v. Schmerling genannt. — Die griechischen Kaufleute in den Städten Turn-Severin und Turn-Mogurele in der Wallachei haben 90,000 sl. für den Befreiungskrieg gegen die Türken gezeichnet. In Galizien predigen die Jesuiten gegen die neuen Volksbildungsvereine; der Pater Formanios rief von der Kanzel: „Beten soll das Volk, denn mit dem Beten kommt das Glück, nicht aber mit dem Wissen!" Durch die kirchenfeinbliche Wissenschaft werde nur die Unzufriedenheit und die Revolution befördert. — In Wien hat sich eine Volksversammlung, zu der sich über 5000 Personen, grdßtcntheilS Arbeiter, einfan- den, wieder einmal mit den Kirchengütern beschäftigt. Der antirömische Wanderprediger Subarie, ein Slovene, beantragte die Einziehung aller Kirchen- und Klostergüter, und die Verwandlung der Klöster in Arbeiter-Werkstätten. Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen. Das gesammte Eigenthum der Kirche in Oesterreich ist jedoch durch einen Artikel de« StaatsgrundgesetzeS geschützt, welcher nur durch eine Zweidrittelmajorität in beiden Häusern des Reichsraths annnllirt werden könnte. Als Subaric von den „Lügnern und Heuchlern in allerlei Kutten" sprach, wurde er von dem anwesenden Polizeicom- missär, einem Ezechen, zur Ordnung gerufen. Die Versammlung erklärte sich außerdem für die Abschaf, fung der indirekten Steuern, welche durch die progressive Einkommensteuer zu ersetzen seien. Ein frommer Wunsch in einem Staate, wo das Deficit permanent ist! Wien, 28. Dee. Die „N. fr. Pr." schreibt: Nach hier eingetroffenen Nachrichten hat die Türkei eine officielle Einladung zur Eonferenz noch nicht erhalten, würde jedoch keine Eonferenz beschicken, welche nicht das Ultimatum der Pforte als Programm annimmt. Die Pforte erließ eine Instruction an ihre Vertreter, worin dieselbe ihre Forderungen rechtfertigt und erklärt, ein Druck auf Griechenland wäre zweckmäßiger, als die Ueberweisung der Streitfrage an eine Eonferenz, welche nichts zu entscheiden, sondern nur den überwiesenen Schuldigen zu verurtheilen hätte. Paris, 26. Dec. Der härteste Schlag, den das Kaiserreich in dem nun nahezu verflossenen Jahre erlitten hat, steht in den Annalen des Buchhandels verzeichnet. Die Zehn-Sous-Schrift über den Staatsstreich vom 2. Deccmber, herausgegeben von den Verfassern des Dictionnaire de la Revolutien, hat nunmehr in dem kurzen Zeitraum von kaum zwei Monaten elf starke Auflagen abgefetzt, und präparirt augenblicklich ihre zwölfte. Man erwäge: Die gegenwärtige Sturm- und Drang-Generation, d. h. die jungen Männer im Alter von circa 25 Jahren, sind nicht mehr urtheilsfähige Augenzeugen des berüchtigten Verfaffungsbruches vom Jahre 1851 gewesen. Ihre Kenniniß von diesen Vorgängen ist daher eine rein geschichtliche, zum Theil sehr unvoll- ständige und verworrene, und die bestehende Regierung konnte in ihren Augen als fait accompli ge« wissermaßcn fanctionirt erscheinen. Und nun gießt diese begierig verschlungene Schrift, die ihren Flor einzig und allein der Baudin-Affaire verdankt, ein genaues und dctaillirteS Wissen in Hunderttausenden von Exemplaren über das ganze junge Frankreich, und reißt mit einem Male den letzten Rest von Verband von der immer noch eiternden Wunde! Die Geschichte wird demnächst auch Hrn. Pinard als Feind des Imperialismus zu registriren haben: denn Feinde sind auch jene Freunde, vor denen man, dem bekannten Sprückwort zufolge, den Himmel um Schutz bitten muß. London, 26. Dec. Der „Economist" kann in einer Besprechung über den türkisch-griechischen Eon- fiict den V-rcacht nicht unterdrücken, daß man in Frankreich und Oesterreich lieber den Krieg im Osten als im Westen beginne, um England zu einem Bündnisse gegen Deutschland zu verlocken, und warnt das Ministerium vor einer Handlungsweise, welche die ganze öffentliche Meinung gegen sich haben würde. Das Einzige, wozu der „Economist" räth, ist, sich auf die nächsten Interessen zu beschränken, um Aegyp- ten zu halten. Vermischtes. Gießen, 26. Dec. Mit der Lenne-Lahnbah» steht ti, gutem Vernehmen nach, so: Die Direction der Bergisch-Märkischen Eisenbahngesellschaft hat vorläufig mit dem königl. Han- delsminister «ine Vereinbarung über diesen Bau dahin getroffen, daß die Vergisch-Märkische Cisenbahngesellschaft die Bahn von Altenhunden ad über Biedenkopf 1) nach Cölbe (erste Station von Marburg nach Kassel) und 2) von Biedenkopf über Gladenbach durch das Salzbödethal über Lollar nach Gießen baut. Der preußische Staat übernimmt eine Zinseu- garantie von 31/« pCt., koch unter der Bedingung, daß die Bergisch-Märkische Gesellschaft für das erste etwa ausfallende i/4 selbst aufkommen muß, ja unter allen Umständen den Uebcr- schuß der Nuhr-Siegbahn über 3y2 PrCt. zunächst und zuerst zur Deckung des etwaigen Ausfalles bei der Lennc-Lahubahn zu verwenden hat, ehe der Staat in Anspruch genommen werden kann. Darmstadt, 24 Dec. Das heute erschienene Regierungsblatt Nr. 65 enthält: I. Gesetz, die Erhebung der Staatsauflagen in den ersten sechs Monaten des Jahres 1869 betreffend. (Ausdehnung dr» FinanzgesetzeS vom 26. September 1867 und der Wirksan.leit de« Einkommensteuer-Gesetzes vom 11. April 1868 auf die genannte Zeit.) II. Bekanntmachung Großherzoglichen Finanz-Ministeriums, den Ausschlag der directen Steuern und Beiträge zu den Kosten der Staats- und Provinzialstraßen für da» Jahr 1869 betreffend. III. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen, die neue Bonitirung der Eichelschälwaldungen betreffend. IV. Bekanntmachung Großherzoglicher Commission für Post- Angelegenheiten, den Personengeldtarif auf dem Personenpost- course zwischen Gießen und Nidda betreffend. V. Ordensverleihung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst zu verleihen geruht: am 8. October dem Mufikmeister in dem 3. Infanterie-Regiment, Schäfer, die golden« Verdienstmedaille des Lutewigs-Orden«. VI. Dienstnachrichtrn. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 9. Dec. dem evangel. Pfarramtöcandidatcn Höfcld aus Darmstadt die evangel. Pfarrstellc zn Klecstadt, — dem evangel. PfarramtS- Sandidaten Müller au« Langen die evangel. Pfarrstelle zn Gensingen — und dem evangel. Pfarramtscandidaten Miene r aus Monsheim die zweite reformirtc Pfarrstelle zu Groß-Umstadt zu übertragen; — an demselben Tage den von dem Herrn Grafen von Schlitz, genannt von Görtz, auf die evangelische Pfarrstelle zu Hartershausen präsentsten evangelischen Pfarrer zu Hutzdorf, Heß, für diese Stelle zn bestätigen; — am 12. Dec. dem Schullehrer an der zweiten evangelische« Schule zu Bleichenbach, Diehl, die erste evangel. Schulstelle daselbst — und dem gewesenen Schullehrer an der evangel. Schule zn Buchenau, Muth, die zweite evangel. Schulstellc zu Geiß-Nidda zu übertragen; am 17. Dec. den DistrictSein- nehmer der DistrictScinnehmerei Schlitz, Spahr, in gleicher Dienstcigenschaft in die Districtseinnehmerci Richen zu versetzen, — den Steueraufseher Kabey i« Bensheim zum Districts- einnchmer der DistrictScinnehmerei Schlitz; — am 18. Dec. dem Kreisbauaufseher-Aspiranten Braun von (Daubringen die Bauaufseherstelle zu Wimpfen mit dem Charakter al» KreiS- bauaufscher zn verleihe». VII. Charakterertheilu ngen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 15. Oct. dem seither im Engagement gestandenen Opcrnregiffeur Ludwig Cramolini den Charakter al« Hofopernregiffcur zu verleihen. VIII. Versetzungen in den Ruhestand. Se. Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 9. Dec. den zweite» Registrator bei dem Hofgerichte der Provinz Starkenburg, Georg Conrad Schnell, unter Anerkennung seiner langjährigen treu geleisteten Dienste, und «m 12. Dec. den Schullehrer an der katholischen Schule zu Eich, Sieger, in de» Ruhestand zu versetzen. IX. Gestorben: am 14. No», der Militärpenflonär Bormuth zu Lautern. Wiesbaden, 24. Dec. Am 21. d. M. starb in seinem Geburtsort Rothenburg an der Tauber Hr. Geh. Reg.-Rath Albrecht. Er ist der „Unbekannte", welcher die Palmsonntagstiftung mit einem Capital von 40,000 fl. gegründet hat. Albrecht starb im Alter von 84 Jahren. Das hiesige land- wirthschaftliche Institut betrauert in ihm einen seiner Gründer und seiner ältesten Lehrer. Wien. Am 15. Dec. fand die Schlußverhandlung wegen Betrugs gegen de» Hosrath Schwab und dessen Mitschul- digen, Aug. von Altvatter, statt. Die Anklageakt« behauptete, daß Schwab die Gräfin Erdöby durch gefälschte Urkunden um 15,300 fl. gebracht, ferner den Eheleute» Nowak unter falschen Vorspiegelungen eine Silberschatulle im Werthe von 700 fl. entlockt und versetzt habe. Der Staatsanwalt erhebt somit gegen Schwab die Anklage auf Fälschung von Privat- und öffentlichen Urknnde» und Betrug, gegen Altvatter die Anklage auf Veruntreuung. Hofrath Schwab ist 60 Jahre alt, verheirathet, Vater eines Sohnes und pensionirter Rath de» des obersten Gerichtshofes, Ritter de« Leopoldorden« u. f. w., 1867 wurde er hauptsächlich wegen seiner auf 10,000 fl. sich belaufenden Schulden penfionirt. lieber andere Gründe seiner Pensionirung will sich der Angeklagte nicht auSlaffe», wie er sagt, „weil er sonst Sachen aufdccken müßte, die im Interesse der Regierung besser verschwiegen bleiben würden". Seine Pension beläuft sich auf 3937 fl. I« der Verhandlung schob er die Schuld auf seine (verstorbene) Gattin. Der Staatsanwalt beantragte, den Angeklagten zu sechsjähriger schwerer Kerkerstrafe zu verurtheilen. Das Urtheil lautete auf 4 Jahre. England. Vielleicht das größte Schwein auf unserer ganzen Erde ist in England anzutreffen. Es gehört einem Gutsbesitzer, Namens D. Lloyd aus Brcdon in Worccstershire, welcher es von seinem Nachbar im vorig«» Jahre, 2 Monate alt, für 5 Thaler 25 Sgr. gekauft hat. Diese« ungewöhnlich« Thier ist jetzt 22 Monate alt, und es mißt von der Schnauzenspitze bi« zur Schwanzspitze 9 Fuß 6 Zoll. Dabei ist der Umfang seine« Halse« volle 5 Fuß und sein Bauchumfang beträgt überdieß nahezu 9 Fuß. Seine Höhe ist 4 Fuß Hunderte von Mensche» wandern sonntäglich hin auf da« Gut, um sich da« Ungeheuer zu besehen, und der Besitzer ist von allen Seiten dazu aufgefordert worden, diese« Schwei» im Lande umherführen und für Geld sehen zu lassen, ein Rath, welchen er jetzt auch wirklich zu befolgen fich entschlossen hat. Da« Schwein ist im klebrigen lediglich au« der Schweincn- ray«, wie sie in jener Gegend besteht, hervorgegange», und hat also keine besondere Abstammung. sEhe zwischen Bruder und Schwester.) Ein Stück griechischer Tragödie wird in der „Detroit Free Preß" gemeldet. Ein englisches Ehepaar, welches bei seiner Auswanderung nach Amerika im Jahre 1838 seinen 10jährigen Sohn al« Schiffsjungen auf einem Ostindien-Fahrer zurückgelaffen hacke, wurde bald nach seiner Ankunft in Ncwyork mit einer T»chter beschenkt. Da kurz darauf beide Eltern starben, wurde da« Kind in einem Findelhause untergebracht, bi« fich später ein kinderlose« Paar in Elmira, Newyork, seiner «»nahm und es als Tochter erzog. Mit dem Alter von 18 Jahren heirathete sie einen strebsamen Handwerker, der sich nach langem Hcr- umrcisen im Westen schließlich in Missouri niederließ. Während des Bürgerkrieges ging er unter die Armee de» General« Price und fiel nach «twa 18 Monaten in einer Schlacht. Seine Wittwe zog nach St. Loui«, wo sie fich von Handarbeiten nährte, bi« sie im Jahre 1863 zum zweitenmal« heirathete. Die Ehe war eine glückliche; sie wurde von zwei Kinder» gesegnet. Tas Geschäft »-« Gatten dehnte sich immer mehr aus. Auf einer seiner Geschäftsreisen kam er »ach Chicago, wo er zufällig die lange verlorenen Pflegceltern seiner Frau ausfindig machte und freundliche Aufnahme fand. Am Abende vor seiner Heimreise ward« er zur Erzählung seiner Abenteuer veranlaßt, und ehe er dieselbe geendet, wußten die Zuhörer, daß er seine Schwester geheirathet habe, welch« nach seiner Eltern Abreise und kurz vor deren TodeMeboren wsrden. Der Mann, al« er di-ß hörte, nahm von seinen Gästin Abschied und ist seitdem nicht wieder gesehen worden, und die Frau oder vielmehr Schwester kehrte, nachdem sie die Traner- knnde etwa sechs Monate nachher erhalte» hatte, zu ihre» Pflegeeltern nach Chicago zurück. Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen ® ruderet (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.