Preis oierteljährlich 36 fr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 5! ft. Gießener Anzeiger. Erscheint wöchentlick drei- mol : Dienstags, Donnerstags und Samstags. — Expedition: Canzleiberg Lit. B. Nr. 1. » Anzeige- und Amtsblatt für den Areis Kielen. Nr. 51. Donnerstag den 30. April 1868. Adreßbuch für die Stadt Gießen. Die Subscription hat die zum Druck des Adreßbuchs erforderliche Anzahl Abonnenten ergeben und kann nunmehr mit dem Druck desselben begonnen werden. — Die Aufstellung der Wohnungen sind nach den Listen der Volkszählung vom 3. December 1867 geschehen. Wegen der seitdem stattgehabten Wohnungsveränderungen ist jedoch eine Revision der Listen inr Interesse der Genauigkeit nothwendig und bitten wir zu diesem Be- hnfe Alle, welche seit 3. December 1867 ihre Wohnung geändert haben oder noch im Laufe des Monats Mai ändern werden, darüber im allgemeinen wie in ihrem eigenen Interesse der Expedition dieses Blattes Mittheilung machen zu wollen. Amtliche Bekanntmachungen. Bekanntmachung, den Steuerausschlag für die letzten neun Monate des Jahres 1868 betreffend. (Großherzogliche« Regierungsblatt Nr. 22.) Zur Bestreitung der erhöhten StaatSbedürfnissc, welche durch die veränderten politischen Verhältnisse herbeigeführt worden sind, reichen die im letzten Finanzgesctz bestimmten und bisher erhobenen Steuern im Jahr 1868 nicht aus. In dem wegen Aufbringung der weiter erforderlichen Mittel mit den Ständen vereinbarten, in No. 20 des Großherzoglichen Regierungsblatts erschienenen Nachtragsgesetz vom 11. dieses Monats ist daher in §. 1 festgesetzt worden, daß vom 1. April des laufenden Jahres an ein Zuschlag zu den im §. 2 des Finanzgefehes vom 26. September 1867 bestimmten directen Steuern von monatlich 1 Heller auf den Gulden Normalstcuerkapital, also im Ganzen für neun Monate ein Zuschlag von 2‘/4 fr. auf den Gulden Normalsteuerkapital erhoben werden soll. In §. 3 des Nachtragsgesetzes ist dann weiter bestimmt, daß, im Falle die Erhebung des im §. 1 erwähnten Steuerzuschlags nicht schon im Laufe des Monats April erfolgen könne, alsdann demnächst die Nacherhebung stattzufinden habe. In Gemäßheit dieser gesetzlichen Bestimmungen hat jeder zu den directen Steuern Beitragspflichtige für jeden der letzten neun Monate deS laufenden Jahres, außer dem bis hierher nach dem Steucrausschlag pro 1868 von ihm zu entrichtenden monatlichen Betrag, weiter einen Heller von jedem Gulden des in seinem diesjährigen Steuerzettel enthaltenen Steuerkapitals in der Weise zu entrichten, daß bei der Steuererhebung im Monat Mai die Steuerzuschläge für April und Mai zusammenen mit 2 Heller vom Gulden Steuerkapital zu bezahlen sind, während dagegen in den folgenden Monaten Juni bis December der zu bezahlende Zuschlag jedesmal nur 1 Heller vom Gulden Steuerkapital beträgt. Da die Steuerpflichtigen hiernach in jedem der sieben letzten Monate dieses Jahres als Steuerzuschlag ebenso viele Heller, als ihr Steuerzettel Gulden Steuerkapitals enthält, und nur im Monat Mai das Doppelte hiervon, zu entrichten haben, so sind sie leicht im Stande, den Betrag der Zuschläge selbst zu berechnen. Es werden deßhalb besondere Steuerzettel zur Anforderung des Steuerzuschlags nicht ausgegeben. Im Uebrigcn gelten hinsichtlich dessen Zahlung und Beitreibung dieselben Vorschriften, wie für die gewöhnlichen directen Steuern. Darmstadt, den 20. April 1868. Großherzogliches Ministerium der Finanzen. F. v. Schenck. Hahn. Zu Nr. K. (5. .2143. ©itßcn, am 25. April 1868. üktreffend: Den Nachtrag zu dem Finanzgesetz vom 26. September 1867. DäS Groß herzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Einen Abdruck der vorstehend veröffentlichten Bekanntmachung werden wir Ihnen durch die Post zugehen lassen. Sic wollen denselben an dem Gemeindehause anschlagen und zugleich die Bekanntmachung in der Gemeinde ortsüblich publiciren lassen. In Verhinderung des Kreisraths: Kekulö, Kreisassessor. Aufforderung. -Auf Veranlassung Großherzoglichcr Ober-Medicinal-Direction fordern wir die im Kreise wohnhaften concessionirten Heilgehülfen auf, sich alsbald bei dem vor- zesetzten Grobherzoglichen KreiS-Medicinal-Amtc anzumelden und die neu von Großherzoglicher Ober-Medicinal-Direction erlassene Instruction in Empfang zu nehmen. Wir ügen bei, daß Großherzogliche Ober-Medicinal-Direction die Unterlassung der Anmeldung als Verzicht auf die erhaltene Concessson betrachtet wissen will. Gießen, den 25. April 1868. Großherzogliches Kreisamt Gießen. In Verhinderung des Kreisraths: Kekul6, Kreisassessor. Bekanntmachung. riedrich Baumann zu Gießen ist provisorisch zum Aichmeister für das Aichcn von Glasgefäßen und hölzernen Maßen bestellt und als solcher verpflichtet worden netzen, den 25. April 1868. Großherzogliches Kreisamt Gießen. In Verhinderung des KreiSraths: KekulS, Kreisasscssor. BesondereBekanntnrachungen. 2effentlichc Aufforderung 2953) Johann Michael Plank, Sohn des Johann Ernst Plank, zu Frankfurt a. M. am 3. Mai 1794 geboren unb seit 43 Jahren unbekannt wo? abwe- ' roirb hiermit aufgefordert, binnen drei Monaten, von heute an gerechnet, sich zur Entgegennahme des ihm aus dem Nachlasse feines am 28. Juni 1814 dahier verstorbenen Großvaters zugefallenen, seither curatorisch verwalteten und gegenwärtig 600 ft. betra- gtnben Vermögens zu melden, widrigenfalls angenommen wird, er sei mit Zurücklegung des 70. Lebensjahrs gestorben. Binnen derselben Frist haben sodann seine etwaigen Leibeserben, sowie alle diejenigen, welche Erbansprüche an jenes Vermögen bilden wollen, insbesondere folgende Seitenverwandte, deren Aufenthaltsort unbekannt ist, nämlich: 1) Friedrich Wilhelm Zins er, Sohn des Johann MelchiorZinser und der Justine Katharine, geborenen Plank, 2)AntoinetteAmalieSchanternell, verehelicht an Weinhändler Wilhelm KarlGeorgKoch, Tochter des Ä o t V licb Schantcrncll, solche dahier bei Meidung der Nichtberücksichtigung geltend zu machen. Gießen, den 23. April 1868. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. ____________Muhl.__________ 2956) Durch die Herstellung der Orts- straße zu Heuchelheim wird dieselbe längere Zeit unfahrbar. Das Fuhrwerk durch Heuchelheim wird bis auf weitere Nachricht abgesperrt. Heuchelheim, den 26. April 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Heuchelheim ________ Jung._____________ 2949) Die zum Nachlasse des Johann Adam Müller il. von Weidcnhausen gehörige Mühle nebst Grundstücken sollen im Termine den 19. Mai l. I., Vormittags 9 Uhr, auf dem Bureau des Ortsgerichts Weidenhausen öffentlich meistbietend, unter den im Termine bekannt zu gebenden Bedingungen, verkauft werden, wozu Kaufliebhabcr hiermit eingeladeu werden. Die Mühle hat einen Mahl- und einen Schlaggang, beide unterschlägig, und liegt ganz in der Nähe der von hier nach Herborn hinziehenden Staatsstraße. Gladenbach, am 24. März 1868. Königliches Amtsgericht, Abth. II. Heß. Versteigerung en. 2976) Montag den 4. Mai, des Nachmittags 2 Uhr, sollen in dem Kaufmann Hast'schen Hause in der Schloßgasse verschiedene Hausmobi- lien, Bettwerk, Weißzeug, Küchengeräthe re. gegen gleich baare Zahlung versteigert werden. Gießen, den 29. April 1868. In Auftrag: Werdig, OrtsgerichtSmann. Wellen Stecken 6 175 17 4*/4 69 850 13180 132 Äst-Rcisig, Durchforst.-Reisig, Stockholz. Die Versteigerung beginnt im Holzschlage .Lichtewald" bei Holznummer 1. Heuchelheim, den 27. April 1868. Der Königliche Oberförster: Neuenhagen. Wellen „ Reisig, Stecken „ Stockholz, „ Buchen-Scheidholz, „ „ Prügelholz, nachverzcichnetes Holz versteigert: 4 Stück Eichen-Baustämme von 9 dem Wege vom Bahnhof nach der neue Anlage eilt neues Damenstiefelchen verlöre: worden. Der Finder wird gebeten, dasselbi gegen eine Belohnung an die Exped. d. Bl abzugeben. Kaltwasserheilanstalt NASSAU. 2948) Römische und Kieferbäder. Heilgymnastik, Pneumat. Apparate, Molkenkuren. Pension incl. Cur Istg bis 2>/g Thlr. täglich. — Station bei Ems. — Br. Runge. Zinß er scher Garte». 2979) Sonntag den 3. Mai 1868: Großes Concert ä la Strauss ausgeführt von der Capelle des Pommer'schen Füsillerregiments Nr- 34 in Frankfurt a. M-, unter Leitung ihres Musikmeisters Herrn Parlotv» Anfang 41/2 Uhr. Entree a Person 30 kr. — Billets ä 24 kr. sind bis zum Samstag Mittag zu haben bei den Herren Ph- Schlatter und Carl Roloff. Mch s zu biU Ter ist Das iBinet, nb zu lntz. _ mrmer lasse. t mit :in. öblir- i er. x »er= en, us. rlatz. etzung [er. GZN: 'ch in , daß t der mcher. It , den t. in an ehrer. x auf denes r sol- esitzer L iti chuk T Has feint i und n Be- Sim lld. ft en offen. t als er- tt die fer- elches vom s Bei t auf reue: lorffl liren- iitge. 34 W. sttag Markttage statt. M» Scheuer aus Frankfurt a. M rQ QD Amerikanische 3035) (3081) Kragen, Röcke und Hoseneinsätze, Taschentücher in großer Auswahl zu billigen Preisen. Zugleich empfehle ich mein Lager in Modestoffen und mache aus eine Partie im Preise zurückgesetzte Waare besonders aufmerksam. In genähten Corsetten und in Crinolinen habe ich stets große Auswahl. Ueberzogene Mädchenröcke zu sehr billigen Preisen. Darmstädter Haus Morgen, Sonntag den 3 Mai: Musik- A- Gesang-Soiree der Familie Müller, ncbst dem liomiker Simmedinger genannt der Schwab. Anfang zk Uhr. Vermischte Anzeigen 3014) Die J. BluchMe Hosfchönfärberei in Darmstadt empfiehlt sich im Färben von Seiden-, Wollen- und gemischten Kleiderstoffen, von Mäntel-, Shawl-, Band- rc., von Möbel- und Borhangstoffen aller Art; ferner im Waschen von Seidenstoffen, Band, Cache mir, Crepe de Chine und liOiig-Chales. Moire antique und Moire franeaise wird bei Kleiderstoffen wieder brillant hergerichtet. Drnckwaaren werden in allen modernen Mustern und Farben ausgeführt. Die Farben werden in jeder Branche aufs Schönste und Solideste dargestellt und garantirt die Firma für gute und billige Ausführung. Agentur bei I. Schlund, Schloßgasse, in Gießen. . J. CH. Retter empfiehlt für bevorstehende Pfingsten: schwarze Stoffe, als: Taffet, GroögrainS, Faille, Lustre, Orleans, Alpaca, Baratheas rc.; Stickereien, als: Kragen und Manschetten, Guipure- 3076) Frische Seefische, Schollen treffen heute ein. I. A. Busch Söhne. U ii Ij m d | chi ii e n in verschiedenen Systemen, als: Singer & Co-, Gro- »er & Baker, Howe, Wheeler & Wilson mü Glasfuß und sämmtlichen Apparaten, früher st. 105 jetzt fl. 90. Handmaschinen mit Kettenstich, Doppelkettenstrch und Doppelsteppstich nebst Trittvorrichtungen, unter dreijähriger Garantie, erleichterten Zahlungsbedingungen, freier Instandhaltung und freiem Unterricht. Reparaturen werden billigst besorgt. I. Th. Haubach. Daubitz, Liqueur zur Erzielung und Erhaltung körperlichen Wohlbefindens, fabrieirt von Apotheker R. F. Daubitz, Berlin, Charlottenstraße 19, prämiilt durch die Jury der Parifer Welt-Ausstellung im Jahre 1867, ist zu haben in Gießen bei Julins Wallach; in Hungen bei Aron Buch; in Lich bei H. C. 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Ausverkauf fertiger Hmeu-AleAr während der zwei Marktage, nächsten Dienstag nnd Mittwoch, im Lade« des Herrn A. Katz in der Neustadt. Von einer der bedeutendsten Fabriken wurde mir ein reichhaltiges Lager elegante Herren-Kleider zum schleunigsten Der- kauf übertragen und werden solche daher während des Gießener Marktes zu folgenden außerordentlich billigen Preisen verkauft: Elegante Frühjahrs- und Sommer-Ueberzieher ä ioy2, 12‘/2, 15, 18—21 fl.; neueste englische Jaauets und Säcke in modernsten Stoffen ä 6y2, 8l/2l 10, 14—18 fl.; Haus- und Comptoir-Röcke ä 3, 4—6 fl.; seine schwarze Tuchröcke ä 12, 14, 18 — 21 fl.; vollständige Anzüge (Nock, Hose und Weste), das Neueste für die Saison, ä 14, 17‘/2, 21—28 fl.; Buckskin-Hosen in besten Stoffen ä 4, 5, 7—10 fl.; hierzu passende Westen, sowie einzeln, ä 2‘/2, 3, 4 fl.; Arbeits-Hosen in allen möglichen Stoffen, fl I fl. 24 fr., 1 fl. 36 fr., 1 fl. 48 fr., 2l/2—3‘/2 fl. Sämmtliche Artikel sind in gediegensten Stoffen und modernster Fayon angefertigt, und findet der Verkauf nur während der zwei 3064) Neue Sendungen von Parfümc- rieeu der verschiedensten Art, sowie Gummi- und Hornkämme in großer Auswahl, sind wieder angekommen und billigst zu haben Bei___________Ehr. Frech, Kirchenplatz. 2994) Ein schwarzer Oberrock ist zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bl. 3072) Ein Haufen Dünger ist zu verkaufen Bei Ph. Deibel Wittwe, _______________________Löwengasse. 3010) Beste Qualität Brauer - Malz verkauft Fr. Textor, a. d. Hardt. 3057) Ein Glasschrank mit Kommode ist billig zu verkaufen bei ______Frau Jungk, in der Löwengape. 3011) Geräthschaften zur Backstein- fabrikation nebst Häuschen sind zu verkaufen. Fr. T-extor, a. d. Hardt. i Corsetten nnd Crinolinen in neuer Auswahl empfiehlt zu äußerst billigen Preisen___________Ii H. Fuhr. 2990) Aechte baierische Zwetschen, sowie Bohnen, Prima-Qualität, empfiehlt E. Eich en berg, Lindenplatz. 3075) Salat-Kartoffeln, sog. Russen, beste Sorte, verkauft E. Kraus köpf, Löwengasse 161. 3084) Mein Fabrik-Lager in Cigarren bringe ich in empfehlende Erinnerung. Ph. Klaus, in Lich. Aerztliche Anerkennung. 3077) Dem Kaufmann Herrn Heer bezeuge ich, daß ich von dem bekannten G. A. W- Mayer'schen weifien Brust- Syrup *) vielfach die besten Erfolge B et allen Arten von Husten BeoBachtet haBe. Lutzen, 17. Juli 1867. vr. Voigt. *) Depot in Gießen bei Fr. Bieler, am Kreuz. 3056) Zwei frischmelkende Ziegen sind zu verkaufen Neuenweg Lit. B. Nr. 183. 3048) Bei Frau Ferber auf dem Seltersberg ist ein Wiesenviertel, sehr nahe bei der Stadt, sowie die Gras-Erndte in deren Garten, V- Morgen haltend, zu verpachten und kann damit der Anfang gemacht werden. 2988) $ii vermiethen ein gut möblirtes Zimmer vorn heraus. ________ E. Eichenberg, Lindenplatz. 3041) Ein vollständiges Familienlogis, bestehend aus 4 Zimmern nebst Zubehör, ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen bei_______A- K- Worms, Seltersweg. 2981) Mehrere gut möBIirte Zimmer mit Cabineten sind zu vermiethen Bei __________________Wittwe Martin. 2982) Ein hüBsch und freundlich möblirtes Zimmer ist zu vermiethen Bei ________________________Friedr. Decker. 2935) Ein Laden, sowie ein möblirtes Zimmer nebst Cabinet, ist auf dem Kreuz zu vermiethen. Bei wem? sagt die Exped- d. Bltts. Dermiethungen. 3060) Ein möblirtes Zimmer ist zu ver- miethen bei PH. Best, Löwengasse. 2999) Ein schönes möblirtes Zimmer ist auf dem Seltersberge zu vermiethen. Das Nähere bei Verwalter Peppler._________ 3013) Ein schönes unmöblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei ___________Carl Plank, Leberhändler. 3047) Im Russischen Hof sind zwei möblirte Zimmer zu vermiethen.__________ 2990) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen Bei Heinrich RüBsamen, ________________auf der Mäusburg. 2996) Mehrere gut möBIirte Zimmer sind zu vermiethen und sogleich zu Beziehen. Das Nähere Bei der Exped. d. Bltts.___________ 2984) Möblirte Zimmer mit Cabinet, aus Verlangen mit einem Flügel, sind zu vermiethen bei M. Heß, Lindenplatz. 2985) Ein freundlich möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei Franz Tipp el, Lind eng asst. Nervöses Zahnweh wird aitßciiBIitflidj gestillt durch vr. Gräfstriim’s schwedische Zahntropfen, W a Flacon 6 Sgr-, ächt zu haben in Gießen Bei Ernst Hermes. (3024) Garantie für reine Cacäo und Zucker. 3033) Lager der vorzüglichen Dmnpf- Choeoladen aus des FaBrik von Franz Stoll- werck in Köln a. Rh. unterhalten m Gießen LouiS Frohuhäuser und I. A. Busch Söhne; in Allendorf a. d. Lda. Apotheker C. L. Harb; in Hungen A. Buch; m Lich H. C. Biugmann._____________ 3074) Gute Früh- und Spätkartoffeln sind zu verlausen Bei Ph. Flett. 3012) Waizen- und Haferstroh verkauft Daniel Ockel Wittwe. ■ 3044) Die 3066) Ich beehre mich, einem resp. Publikum die ergebene Anzeige zu machen, daß mein seit 32 Jahren bestehendes Detail- ^pecererwaaren-Gefchast von Herrn Carl Lony am heutigen Tage übernommen worden ist und von diesem für seine alleiniqe Rechnung fortgefuhrt wird. 1 1 ' . _ffc 2"dem ich für das mir während dieser Zeit erwiesene Vertrauen meinen aufrichtigen Dank hiermit abstatte, bitte ich zugleich dasselbe auch auf meinen Nachfolger übertragen zu wollen. 3 H / Gießen, den 1. Mai 1868. Appel Auf das Vorstehende höflichst Bezug nehmend, bitte ich, das meinem Herrn Vorgänger seit einer so langen Reihe von Jahren eume,ene gütige Vertrauen auch mir zu Theil werden zu lasten und die Versicherung zu genehmigen, daß ich es mir zur Aufgabe stellen werde, mich desselben in jeder Beziehung würdig zu zeigen. . m Zch erlaube mir deßhalb, mich bei Bedarf in Specerei-Waaren und den sonst dahin einschlagenden Artikeln einem hochzuverehre«. den Publikum bestens zu empfehlen und zeichne mit Hochachtung —_______ . _______Carl Coiiy. Bekanntmachung. prAPhpnp3StfLihmnd resp‘ versicherten, welche Feuer- und Lebensversicherungs-Prämien an mich zu entrichten haben, die ergebene Ititthulung, daß diese Pramiengelder in meiner seitherige» Wohnung forterhoben werden und daß ich die in dieser Beziehung von Herrn Carl ^ony unterschriebenen Quittungen ebenso anerkenne, als wenn solche von mir unterzeichnet wären. Gießen, den 1. Mai 1868. I. G. Appel ZiHer'scher Garten. Sonntag -en 3. Mai 18(68: Großes Coneert Magdeburger Hagelversicherungs-Gesellschaft, Grund-Capital: Drei Millionen Thaler, . ... _ m 6000 Stück Actien, wovon bis jetzt 3001 Stück emittirt sind, versichert -Oodellerzeugniste aller Art gegen Hagelschaden zu festen Prämien. Nachschußzahlungen finden nicht statt. Die Entschädiaunas-Beträae werden biC hicfcr wird du-ch dm b-dmtmdm Geschäfts- 46%8k6Me,4K’f‘ 413,736 ***** ******* «* 4,814,203 Th-,er E-ischädsg«, ,'ichft. Di- Die unterzeichneten Agenten nehmen Nersicherungs-Anträge gern entgegen, und werden jede weitere Auskunft bereitwilliast ertheilen Giepen, tm April 1868. Echternach St Hanstein. " PH. Zimmer. Bondorf, „ „ „ I. H. Schmidt. Agenten der Magdeburger Hagelversicherungs-Gesellschaft, ____________________________________________________________ ______________ Zugleich Agenten der Magdeburger Feuerversicherungs-Gesellschaft. ä la Strauss,, ansgcfllhrt von der Capelle des Pommer'schen Füsilier - Regiments Nr. 34 in Frankfurt a. M-, unter Leitung ihres Musikmeisters Herrn Parlow. Anfang Uhr. — Errtroe ä Person 30 kr „ Hillels a 24 kr. sind bis zum Samstag Mittag zu haben bei den Herren Ph. Schlatter und Carl Roloss. Das Coneert wird im großen Saale abgehalten. _____________________________Programme an der Kasse.__________ {3083) 3050) Nachdem mein zukünftiger Schwiegersohn, Friedrich Baumann, das von meinem seligen Manne betriebene Uhrmacher-Geschäft für eigene Rechnung übernommen hat, so beehre ich mich, dieses mit der ergebensten Bitte nnzuzeigen, das früher meinem Manne geschenkte Zutrauen und Wohlwollen auf Ersteren gütigst übertragen zu wollen. G. C. Th. Heerz Wittwc. , . Aus vorstehende Anzeige Bezug nehmend, ertheile ich hierdurch die Versicherung, daß es mein elsrigstes Bestreben sein wird, das mir geschenkt werdende Vertrauen in jeder Beziehung, insbesondere durch gute Arbeit und rasche Beförderung, zu rechtfer- ssüen- tln )>uch r im Verkaufe neuer, sowie in Reparaturen aller Arten von Uhren bestens empfehle, sehe ich geneigten Aufträgen entgegen. ____________________________________________Friede. Baumann. Geschäfts - Empfehlung. 3029) Einem geehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß ich mich dahier als Schreiner etablirt habe. Indem ich mich in allen in dieses Fach einschlagenden Arbeiten bestens empfehle, werde ich durch dauerhafte und geschmackvolle Arbiet das mir geschenkte Zutrauen zu erwerben und zu erhalten suchen. Joseph Schraner, Seltersweg C. 77. s Auswanderer nach Amerika erhalten mit allen von Bre- men abgehenden Dampf- und Seael-MM-Ä schiffen beste und billigste Beförderung durch Christian Wallenfels jun. Rheinische Versicherungs-Gesellschaft. Begebenes Grundcapital: Cine Million Gulden südd. Währ. 3080) Wir bringen hiermit zur öffentliche» Kenntniß, daß wir dem Großher- zoglrchen Steueraufseher, Herrn Daniel Faust zu Butzbach, eine Agentur unserer Gesellschaft übertragen haben. Mainz, im April 1868. Rheinische Versicherungs-Gesellschaft- Für den Verwaltungsrath : Der Direetor • CH. Scholz. Pawlowski. Vorstehendes Bezug nehmend, halte ich mich zur Entgegennahme von Versicherungsanträgen gegen Feuersgefahr bestens empfohlen und bemerke, daß die Prämien billig und sest sind, so daß die Versicherten niemals Nachschüsse zu leisten haben. Butzbach, im April 1868. Der Agent: Daniel Faust. 3032) Pie Vaterländische Feuer - Versicherungs - Actien- Gesellschast $u Elberfeld, gegründet im Jahre 1 8 23, (Garantie-Capital: 3,300,000 ft.), übernimmt Versicherungen gegen Feuersgefahr auf Mobilien, Früchte, Vieh re. zu billigen und festen Prämien. unterzeichnete Agent ertheilt gern nähere Auskunft und nimmt Versicherungen entgegen. F. Hoffmann. ^"Üen. Firma: Carl Hoffmann- Mehrere Bürgerwehrmänner d e r Neustadt. * 11 Kaltwasserheilanstalt NASSAU. (3082) 8 Wr » Titaler Den 28. April. Anton Spelkus aus April. Getaufte. besorgt Pfarrer Dr. Seel. Frankf. Vereins-Kasse 97 1864r 86 e » « 9 54-56 5 37-39 K f; Holl. fl. 10 St. D ucaten . . der Schwab. Anfang 71/2 Uhr befördert Auswanderer nach New-York und Baltimore mittelst Dampfschiffen zu den festen Preisen des Nordd. Lloyd 2c., sonne vermittelst der besten Segelschiffe nach allen Hafenplätzen Amerikas zu den billigsten Preisen. — Auf portofreie Anfragen stets schriftliche Auskunft. Wegen Uebertragung von Agenturen wolle man sich entweder an meine Herren Hauptagenten oder direct an mich wenden. (3034) Kirchliche Anzeigen. Lvangeüsche Gemeinde zu Hießen. Gottesdienst. Den 3. Mai. Morgens: Pfarrer Dr. Seel. (Feier des heiligen Abendmahls.) Nachmittags: Mitprediger Lips. Kopulirte. Prioritäten. 5O/o östr. F. St. E. B. 265 */z Ludwigsh.-Bexbach 149 Maxbahn 105>/z Bayer. Ostbahn 1223/t Hess. Ludwigsbahn 134 3% östr. Stsb.-Prior. 513/8 3% östr. s. Lombard. 43 3% Livorneser 28 Toscaner — Frankf. Hypoth.-Bank — 3073) Sonntag den 3. Mai: Tanzmusik auf dem Staufenberg. Um recht zahlreichen Besuch bittet H. Fink. e t- ® '®8S Mam-Weserbahn dahier, Friedrich Schneider, ein Sohn, Ludwig, geboren den 29. März. Denselben. Ein unehelicher Sohn von hier, August Wilhelm Ludwig Andreas, geboren den 10. April. Den 30. April. Dem Großh. Hofge- richts-Secretär, Karl Christian Eckstein, eine Tochter, Anna Margarethe Johanna Ernestine Emilie Luise, geboren den 13. März. Beerdigte Den 24. April. Friedrich Lemp, deS Bürgers zu Treis an der Lumda und Schäfers dahier, Georg Lemp, ehelicher Sohn, alt 5 T-, gestorben den 23. April. Den 25. April. Marie Schmall, des hiesigen Bürgers und Lackirers an der Cöln- Gießeuer Bahn dahier, Karl Schmall, eheliche Tochter, alt 3 T-, gestorben den 23. April. ^Den 26. April. Elise Hechler auS Watzenborn, alt 60 I., gestorben den 24. April. Schwurgericht der Provinz Oöerhessen. II. Quartal 1868. u r th e i le : Den 24. April wurde Conrad Schäfer aus Unter-Widdersheim, wegen Körperverletzung mit tödtlichem Erfolg, in eine Correctionshausstrafe von 2 Jahren verfällt. ®en 25. April wurde Louis Schenk, gewesener Briefträger aus Nidda, wegen Unterschlaaung, in eine Correctionshausstrafe von 1 Jahr und 3 Monaten condemnirt. Dm 27. April wurde Georg Scharmann aus Babenhausen, wegen ausgezeichneten Diebstahls, in eine Correctionshausstrafe von 2 Jahren und 4 Monaten verur- theilt, dabei jedoch verordnet, daß 4 Monate unverschuldet erlittene Untersuchungshaft an jener Strafe in Abzug zu bringen sei. Den 28. April wurde Hans Georg Brosius aus Mornshausen, Königlich Preußischen Amtsgerichts Gladenbach, wegen Brandstiftung, in enie Zuchthausstrafe von 2 Jahren und 6 Monaten vcrurtheilt. Den 29. April wurde gegen Christiane Geiß von Ulrichstein, wegen Kindesmords, eine Zuchthausstrafe von 4 Jahren erkannt. 5% National 53 5% Metall. Obi. 46 M. steuerf. 49 Frischbäcker zu gießen. Sonntag den 3. Mai. Carl Wallenfels am Asterweg. Emil Noll in der Lowengassc. Carl Wallenfels an der Wettergasse. 8 I Freiburger | Staats-Prämien-Anleihe. ® ® 3043) Der Verkauf der Prämien-js K Obligationen ist von allen Regie- 8 g rungen des In- und Auslandes gestattet. ® Die Haupt-Gewinne betragen Francs D ® 60,000,50,000,45,000,40,000,35,000,® ® 32,000,30,000,25,000,20,000,18,000,® 116,000, 15,000, 6000, 5000, 4000 R ® 3000, 2000, 1000 u. s. w. ® Beginn der Ziehung am 14. <1. M. 20 Frankenst. 9 29>/2-3O1/2 Engi. Souver. 11 55-59 Russ. Imper. 9 50-52 Doll, in Gold 2 28-29 Arbeilerliildungs-Verein. 3062) Montag den 4. Mai, Abends Uhr: EomMünie Neustadt. U 3055) Die Mitglieder werden zu einer Befprechung über Ver- fctn.e Nahmaschme existirt, .zu welcher mehr Apparate wendung ihres Compagnie - Eigenthums auf Montag den 4. Mai, Abends 8 Uhr, in das Lokal des Herrn Wirth Louis Lony in der Neustadt freundlichst eingeladen. ____i werden, fnnifA«. baß für Gießen und Umgegend die Niederlage ächt ameri- dEf^or Nahmaschrnen nur bei mir allein sich befindet, daß alle Sorten Maschinen nsUen ?^'chinen zu Fabrikpreisen verkauft und die bei mir gekauften ’HL.Ctanfee geOaIten werden. Durch bedeutenden Vorrath der verschiedensten Geschäft, sowie jeder Haushaltung geboten, die für sich passendste Maichme zu kaufen. I. Th. Haubach, Nähmaschinensabrik. — . 8 ® kostet ein wirkliches Original- ® Staats -1.008, (nicht von den ver- S; ® botenen Promessen) und werden solche ® gegen frankirte Einsendung des ® S Betrage» oder gegen Post- ® jy Vorschuss, selbst nach den ent- § ® ferntesten Gegenden von mir® S versandt. ® 8 Es werden nur Gewinne S 3017) Ein braves Mädchen, welches kochen kann und alle Hausarbeit versteht, wird gegen guten Lohn auf Johanni ge- ucht. Näheres bei der Exped. d. BItts. 3063) Unterzeichneter bringt sein Barbicr- und Haarschneide-Cabinct in empfehlende Erinnerung, mit dem Bemerken, daß solches täglich von Morgens 6 bis Abends 8 Uhr geöffnet ist. Ehr. Frech, Heilgehülfe, Kirchenplatz B. 15. Amer. 6% 1882r Bds. 751/, „ 60/q 1885r 74--/j Actien. Frankf. Bank 1255/s Oester. Bank 705 „ Creditact. 189 y2 Darmst. Bankact. 223 ,®. eII j" '‘Pem Drtsbürger in Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche Steinbach und Maschmenwarter an der besorgt Pfarrer Dr. Seel. .Für den Lehrer Jußka in Staudzen, der mir vom ComitL zur Unterstützung nothleidender Volksschullehrer in Ostpreußen zur besouderen Berücksichtigung empfohlen wurde, sind bis jetzt bei mir eingegangen: Von den Herren B. 3 fl., B. 5 st. B. 3 fl. 30 fr., B. 1 Thlr., B. 15 Sgr., B. 1 fl., B. 1 Thlr., &. 4 fl' H. 2 fl. H- 1 fl- 30 fr., L. 1 Thlr., L. 1 fl., S. 30 fr., T- 2 fl. 20 fr., F. W- W. 2 fl 18 Thlr. 8 Sgr. habe ich an Lehrer Jußka direct gesendet. Um weitere Beiträge bittet £). Buchner- Den 26. April. Heinrich Christian Martin Konrad Wilhelm Kreiling, Bürger und Heizer an der Main-Weserbahn dahier, des verstorbenen Bürgers und Fuhrmanns, Ludwig Kreiling, ehelicher Sohn; und Anna Marie Katharine Stritter, des verstorbenen Wiesbaden, apll. öpeitus aus öuebiidj jBtlljelni (Stuftet", eheliche Tochtev. Lang - Göns, alt 36 I., gestorben den 25 Restauration Kuhlmann. Heute, Samstag den 2. Mai: Musik- k Gesang-Soiree der Familie Müller, nebst dem Komiker Simmetlmger, genannt 5% Elisabeth-Prior. 73 do. II. Emiss. — , Auleheuslo ose. Kurh. 40 Thlr. Loose 55'/2 Nassau fl. 25 b. Roth. — Gr. Hess. fl. 50 b. R. 144/z 1860r Loose 70 Wechsel. Amsterd. k. 8. 100y2 Augsb. k. 8. 997/8 Berlin k. 8. 105 Bremen k. 8. 98 Cöln k. 8. 105 Hamburg k. 8. 88 l/z Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 1193/g Lyon k. 8. — Paris k. 8. 95 Wien k. 8. 102’/8 Disconto 3% G. Geldsorten. Pr. Gass. Sch. 1 44^-45 Div. Cass.-A. — Pr. Friedrdor. 9 57-58 Pistolen . . 9 49-51 „ doppelte 9 50-52 « gezogen. -l § Gewinngelder und amtliche ® y Ziehungslisten sende nach Ent-S ® Scheidung prompt u. versehw ie- y I 8en- ® A Unter meiner überall belieb- 8 ® ten Glücks-Devise: I „Gottes Segen bei Cohn !" ® 8 6abe allein meinen Interessenten in ® K Deutschland die allerhöch- £ ® Sten Haupttreffer von 300,000, ® | ««5,000, 18»,500, 15»,500, K ® !'""OO, 130,000, 125,000, ® ® 103,000, 100,000 und jüngst * ® am 11. September schon g wieder das grosse Loos von® 8 50,000 Thaler ausbezahlt. | Sams. Colm S in Hamburg, < Bank- und Wechselgeschäft. Börseunachrichten. 30. April 1868. Preuss. 4 */2°/o Obi. 95*/2 Frankf. 3V2% Obi. 81>/4 Nass. 4>/zO/o Obi. 943/4 Kurh. 4% Obi. 861/, Hess. 4»/o Obi. b. Roths. 893/4 „ 3>/?/o do. do. 84 Bayer. 5«/0 Obi. 1015/s „ 41/2% 1jährige 93 » 4’/2»/o Vaiährige 93 Würtemb. 41/2% Öbl. 931/4 Baden 4 t/2°/o Obi. c. E.L. 931/4 Oestr. 5% b. R. — Auswanderer nach Amerika befördert wöchentlich vermittelst Dampf- und Segelschiffen bei reeller und billigster Bedienung I. M. Schulhof, am Rathhaus. Durch langjährigen Aufenthalt in Amerika bin ich im Stande, jedem Auswanderer die beste Auskunft zu ertheilen. Frachtbriefe für die Main-Weser- und Cöln-Mindener- Eisenbahn, sowie fammtliche zollamtlichen Formu- lare, sind zu haben bei Wilhelm Klee, Mäusburg. Mcht zu übersehen. 3045) Dem Wilhelm K... zu fernem heute stattfindenden 35. Wiegenfeste ein bom nerndcs Hoch, daß die Schanz rappelt! 2986) Englischer Unterricht, die Stunde zu 20 fr-, wird ertheilt. Von wem? sagt die Exped. d. Bltts._________________________ 2997) Ein braver Junge fann in die Lehre treten bei ____________Fr- Berg, Schuhmacher. 3046) In einem flehten Haushalt findet ein ordentliches Mädchen sogleich Stelle. Wo? sagt die Exped. d. Bltts.____________ 2983) Ein gesitteter Junge kann als Hausbnrsche eintreten Bei H. H0chstiitter. 3061) . Alle diejenigen, welche sich für Gründung eines Consum- -üerctnS tntereffiren, werden zu einer Be- wre s.Usno Dienstag den 5. Mai, Tlhenoä 8 Uhr, im oberen Locale des Herrn L. Lony (Neustadt) eingeladen. *_____Mehrere Bürger. Unterrichts-Anzeige. 3028) Neben meinem seitherigen ^rivat- niernchte in der französischen und cngli- chen Sprache, der für das Sommcrhalb- layr wieder begonnen hat, ertheile ich auch RMeiricht m allen den Lehrgegenständen, oic dkl dem Examen der Einjährigen ge- strdert werden.__________Lehrer M ayer. s^'0023) Der Unterricht in meiner Knaben- Iwule beginnt wieder tren 4. Mai. Anmel- «Anrlntn.u aufzunehmender Schüler können täglich bet nur entgegengenommen werden. —___C. Rahn. 3059) Lehrling gesucht Frankfurt a. M. -näheres bei der Exped. d. Bltts. fn»^ Ein braves Mädchen, welches 15 ™ ■ ?' ”,rb gegen guten Lohn vom ftr'm, <“2 ?an, gesucht. Näheres bei Frau Landrichter P l 0 ch am Asterwcg. bermn°2 ®int Mädchen, welches im Kleidet machen erfahren tst, wün cht noch einige besetzt zu haben. Das Nähere bet der Exped. d. Bltts. Monatliche Hauptversammlung im Locale des Herrn K. Heil, Tagesordnung: 1) Geschäftliche Mittheilungen. 2) Arbeiter-Herberge. 3) Abendunterhaltung. 4) Ausflug. ________________Der Vorstand. 3006) Meinen geehrten Kunden und Gönnern bringe ich mein Geschäft hierdurch in empfehlende Erinnerung und bemerke, daß 'L jetzt bei Herrn Unverzagt in der Wallihorstraße wohne. G. H. Ledermann, Herrenkleidermacher. Wohnungs-Vkränderung. 3016) Von jetzt an wohne ich in meinem erkauften (früher Werw atz'schen) Hause in der Katharinengasse Lit. C. Nr. 209. Sebastian Bach, Schuhmachermeister. Tanzunterricht. 3002) Unterzeichneter ist gesonnen, den 11. Mai einen Tanzkursus zu eröffnen. Anmeldungen beliebe man bis dahin an ihn ergehen zu lassen. Röse, Univ.-Tanz- und Fechtlehrer. Zur gef. Beachtung. 3067) Häufig vorkommende Namens- Verwechselungen mit Herrn Georg Feldhaus veranlassen mich, meinen Kunden hiermit die ergebene Anzeige zu machen, daß sich meine Wohnung bei Herrn Philipp Oppermann in der Neustadt befindet. Karl Feldhaus, Tapezier, (August Feldhaus Sohn.) . , , , - ..r„----1 -j _ 2948) Römische und Kieferbäder. Heilgymnastik, Pneumat- Apparate, Molkenkuren, sowie vermsttelst^der besten Segelschiffe^^^Ü^" utc0 Eur l'/g bts 2‘/3 Thlr. täglich. — Station bei Ems. — Dr. Runge. <31 00 Das Testament des Großonkels. Fünftes Kapitel. (Fortsetzung) „Hast Du meinen Brief gelesen?" „Welche Frage, Harri!" „Und wie hat Dir der Inhalt gefallen?" „Ich vermag es nicht in Worten auszudrücken, und dieß macht Alles, was ich feit vier Jahren empfunden, wieder gut." „Warum sagst Du nicht — was ich seit vier Jahren gelitten — denn das sollte es doch sein? Ueber Euch Weiber, die Ihr nie zufrieden seid! Habe ich es Dir in den vier Jahren, seit denen wir uns kennen, jemals an Etwas fehlen lassen? Doch ich will Dir keine Vorwürfe machen; wenn Eins von uns Beiden gelitten hat, so bin ich es gewesen, und zwar mein ganzes Leben lang, und daß ich gelitten, habe ich nie mehr empfunden, als feit den letzten zwei Jahren, seitdem ich mich frei fühlte." — Und als sie ihn fragend anblickte, fuhr er fort: „Du weißt, daß die Ehe meiner Eltern keine glückliche war, mein Vater starb, als ich acht und mein Bruder elf Jahre alt war. Meine Mutter haßte ihn, weil er meines Vaters Liebling gewesen, und ließ ihn deßhalb außer dem Hause erziehen. Doch täglich war nur von ihm die Rede, Alles drehte sich um ihn, und wie oft habe ich nicht meine Mutter sagen hören: John ist der rothe Faden, der sich durch mein Leben zieht! — Glaubst Du aber, sie hätte uns deßhalb mehr geliebt? Gott bewahre! Eben weil sie ihren ganzen Haß auf ihn concentrirt hatte, waren wir glücklich genug, uns mit ihrer Gleichgültigkeit begnügen zu dürfen. Er war wenigstens fern von ihrem Hasse, er war frei; wir dagegen wurden unter einem Despotismus erzogen, der über alle Grenzen ging, der nie einen andern Willen aufkommen ließ, als den ihrigen; und wenn sie mir auch nie sagte — Du darfst keinen Willen haben —, so sagte sie mir doch täglich — ich verstoße Deinen Bruder, weil er es wagt, einen Willen zu haben. — Weil aber mein Bruder einen Willen haben durfte, haßte ich ihn auch; er war enterbt von dem Augenblicke an, wo mein Vater starb, und ich mußte dieses Sklavenjoch tragen, um nicht enterbt zu werden. Je mehr ich diese Fesseln fühlte, desto fester wurde in mir der Entschluß, zum Lohn dafür mich zum Herrn des ganzen Vermögens zu machen. Als der alte Großonkel starb, wurde ich Herr des Geschäfts, sie aber blieb Besitzerin des großen Vermögens. Nie würde ich es gewagt haben, ihr mit dem Project einer Heirath zu kommen, zu der nicht sie dm ersten Vorschlag gemacht, jetzt aber haben sich die Sachen geändert, und selbst wenn sie sich mit meinem Bruder die Rollen tauschen lassen möchte, sie würde nicht die Macht dazu haben, denn ich habe sic in der Gewalt." „Ist dieses das Geheimniß, Harri, welches Du mir in Deinem Briefe an- gedeutet hast, und das Du mir nach Deiner Rückkehr entdecken wolltest?" „Ja, Maria, doch fei es, was es fei, es genüge Dir, daß ich den Schlüssel zu unserem Glücke in Händen habe, und meines Erfolges so gut wie gewiß bin." „Ich danke Dir, mein Harri, mein ganzes Leben soll nur Dir geweiht sein." „Laß es gut sein, Maria, sie ist kein verrichtlicher Feind, und ein fast ge- heimnißvolles Glück hat sich bis jetzt an ihre Fersen gefesselt, doch ich werde den Schlag wagen, und wenn sie nicht mit dem Schicksal selbst im Bunde ist, muß er gelingen." Maria antwortete nicht; die Nacht war weit vorgerückt; Beide saßen sich stumm einander gegenüber. Endlich brach Harri das Schweigen. „Jetzt weißt Du Alles, Maria, ich habe Dir meine Geheimnisse anvertraut. Jetzt bin ich in der Stimmung, den Jungen zu sehen, doch wecke ihn nicht, ich will ihn schlafend betrachten." Maria nahm das Licht und ging voran in'S Nebenzimmer, Harri folgte ihr, und kurze Zeit nachher lag die Cottage im selben stillen Dunkel, wie die Nacht vorher und das letzte Licht in Hoboken war erloschen. Sechstes Kapitel. Als John Gratman an demselben Abend, an welchem sein Bruder Harri sich noch so spät nach Hoboken begeben, den Hudson gekreuzt hatte, war.ihm vom St. Denis Hotel aus dem Befehle Browns gemäß ein untergeordneter Detectiveoffizier der Polizei gefolgt, welcher in Hoboken angekommen im Ferry- hause Posto faßte, da er mit Recht voraussetzte, John werde denselben Weg wieder zurückkommen, um nach New-Iork zurückzukehren, und er demselben in der ruhigen, mondhellen Nacht auch nicht gut weiter folgen konnte, ohne den Verdacht des von ihm verfolgten auf sich zu ziehen. Er blieb al|o im Ferry- hause und knüpfte mit dem dort befindlichen, ihm wahrscheinlich bekannten Bille- teur ein Gespräch an. John dagegen, wie wir schon gehört haben, setzte seinen Weg fort, und als nach Kurzem Hoboken hinter ihm lag, sehen wir ihn langsamer und langsamer, zuweilen in Nachdenken und Beschauen Der schönen Natur stehen bleibend, im Schatten des Waldes verschwinden, durch den sich die Landstraße allmälig den Berg hinanzieht. Auf der Spitze des Berges angekommen, wurde plötzlich die Gegend und Aussicht wieder frei, hier war Der Wal» ver- schwunDen, der BoDen war urbar gemacht unD John befand sich plötzlich in ihm unbekannten Regionen, Häusergruppen, die zusammengenommen ein recht ansehnliches Dorf ausmachen mochten, lagen vor ihm, und das was er vor neun Jahren noch als einen unbebauten Dichten WalD gekannt hatte, sah er jetzt als eine anmutige unD fruchtbare Hochebene vor sich liegen. Er schritt Durch Die Häusergruppen, Die neben kleinen Häusern auch manche stattliche GedäuDe enthielten, unter Denen sich besonDers Die Dimensionen einer großen Brauerei auszeichneten, auf deren Veranda noch einzelne Gäste im Mondenschein versammelt waren. Auch John trat näher, ließ sich einen Trunk reichen, und hier, wo er dreist annehmen Dürfe, Daß ihn NiemanD kennen werDe, richtete er unbefangen verschiedene Fragen an Den Wirth, er erkundigte sich nach Personen, nach Den Verän- Derungen, Die man hier in Den letzten Jahren vorgenommen, nach Dem Wege hierhin unD Dorthin, unD nachDem er über Alles Die gewünschte Auskunft erhalten zu haben schien, nahm er AbschieD unD setzte seinen Weg weiter fort. Er wandte sich Direet jetzt toieDer Der LanDstraße zu, Doch anstatt seinen Weg rechtsum nach Hoboken zu nehmen, wandte er sich linksum, auf diese Weise Den HuDson zur Rechten behaltend. Rechts von ihm war der Wald, links von ihm lag hie und da am Wege ein einzelnes HauS. Er schien dieselben sämmtlich aufmerksam zu prüfen, hie und da schimmerte ein Licht, an einigen Stellen ergingen sich Die Bewohner auch noch in Der Kühle des Abends im Garten, hie und da hörte man Die Klänge Des Pianos, Dann an einem anDern Platze laute Stimmen unD fröhliches Gelächter, Dann wieder die eintönige Weise eines amerikanischen Liedchens. John hatte beinahe die letzten Häuser erreicht, als Der Klang einer Stimme an sein Ohr Drang, Die seinen Schritt plötzlich hemmte. Er trat in Den Schatten einiger Dem Hause unD Garten gegenüberliegenDen Bäume an Der andern Seite des Weges, und wenn er auch das Gespräch nicht Wort für Wort verstanD, so erschien Doch Der Klang jener Stimme Erinnerungen in seinem Her- zm wach zu rufen, bei Deren Auflauchen Die innersten Fibern Desselben erbebten. Er gedachte nicht des vorrückenden Abends, er horchte nur unD horchte, dis endlich Die letzten Töne sich in's Haus zurückzogen unD Dort verhallten. Jetzt erwachte er aus seiner Träumerei, schritt noch eine Strecke auf Der LanDstraße weiter, unD schlug Dann einen schmalen Fußsteig ein, Der rechts vom Wege ab in Den WalD führte. BalD ging es steil bergab, Der HuDson und auf Der ent- gegengesetzten Seite Ncw-Aork wurDe sichtbar, Das Rauschen Der Wellen schlug an fein Ohr, er eilte rasch bergab, bis er Die in Der Tiefe nahe bet Der Wew- hawken-Ferrh gelegenen Häuser erreicht hatte. Es war fast elf Uhr AbenDs, als er hier ankam, unD Da noch eine Gesellschaft verspäteter Hobokner sich hier Der Abendkuhle erfreute, betrat John gleichfalls Das HauS, ließ sich eine Er- frischung reichen unD richtete verschieDene Fragen an Den Wirth, Die Dieser zu feiner Zufriedenheit zu beantworten schien. Da Das Ferryboot nicht mehr ging, gelang es John, Der Den weiten Weg über Hoboken nicht mehr zurückmachen wollte, für Gelb unb gute Wort einen Kahn zu bekommen, Der ihn nach Der 48. Straße übersetzte, von wo er sich nach Dem BroaDwap begab unD per Omnibus nach seinem Hotel zurückfuhr. Mittlererweile hatte Der Detektive die ganze Nacht im Hobokener Ferrphause auf seine Rückkehr gewartet, und als Dieselbe auch am Morgen um 8 Uhr noch nicht erfolgt war, kehrte er nach New-Jork zurück und begab sich Direct in'S St. Denis Hotel, wo man ihn auf seine Anfrage nach Herrn Charles Preston zur Antwort gab, Derselbe sei vor etwa einer halben StunDe mit seinem särnrnt- lichen Gepäck in einem nicht zum Hotel gehörigen Wagen lavongefahren. Eine halbe StunDe später lag eine Depesche Dieses Inhalts mit allen ihren Einzeln- heilen vor Veerenborg, Der Dieselbe sogleich zu MaDame Gratman expeDirte, welche übelgelaunt beim Frühstück saß, Daß ihr Sohn Harri schon so früh auf's Comptoir gegangen war. So war John, ohne selbst Die geringste AhnDung Davon zu haben, Den Spionen entgangen. Harri hatte Hoboken gleichfalls um acht Uhr Morgens verlassen, unD in New-Aork angekommen, wandte er sofort seine Schritte Die Greenwichstreet rechts hinunter nach seinem Comptoir, wo er von seinem Vertrauten, Jansen, und dem übrigen Comptoirpersonal auf's Freundlichste begrüßt wurde. „Heute noch Nichts von Geschäften, lieber Jansen," redete er diesen an, „ich weiß, Alles war in guten Händen, lassen wir Das bis morgen, unD be- schästigen wir uns heute mit unseren eigenen Angelegenheiten. Lassen Sie sich jetzt nicht in Ihrer Arbeit stören, ich werbe Sie bald zu einer PrivatunterreDung rufen lassen." Nach diesen Worten ging er in fein Privatzimmer und nach den kurz Darauf cintretenDen Folgen, Die Der Leser balD erfahren wird», mußte sein Jdcengang etwa folgcnDer sein: „So weit wäre Alles nach Wunsche gegangen unD Maria besitzt Das vollste Vertrauen zu mir. Sie wird» also nie eine AhnDung Davon haben, Daß per Schlag von mir kommt. Ich werDe meine theure Mutter nicht zwingen, Diese Heirath möglich, fonDern Dieselbe unmöglich zu machen. Sie muß Die ganze Verantwortlichkeit auf sich nehmen unD ich werDe in Mariens Augen rein wie ein ®ngel Dastehen. Wenn ich meine Mutter je Darum gebeten haben würbe, mich von Dieser Last zu befreien, so würbe sie Die Achseln gezuckt unD mich keiner Antwort geroürDigt, ober sie würbe höchstens gesagt haben: Wenn Du Verhältnisse selbst anknüpfen kannst, so kannst Du sie auch selbst wieber abbrechen. Jetzt aber wirb sie auf sich nehmen müssen, mich von dieser Last zu betreten, unb ich werbe noch manche Jahre lang Mariens guter Freunb bleiben. Sehen wir jetzt, wie wir mit bem guten Jansen fertig werben." Er klingelte unb einen Augenblick nachher trat Jansen ein. ,Setzen Sie sich, lieber Jansen, unb lassen Sie uns ein Wenig von meinen Privatangelegenheiten reben. Ich bin kein Freunb von vielen Worten, es möge Ihnen baher bte einfache Versicherung genügen, Daß ich mit Ihrer Leitung meines Hauses währenD meiner Abwesenheit auf bas vollständigste zufrieben bin. Was meine persönlichen Angelegenheiten betrifft, so haben Sie biefelben mit einer Zartheit überwacht, bte Ihnen Ehre macht, unb für bie ich Ihnen zum tiefsten Danke verpflichtet bin." Ich habe nur meine Pflicht gethan," anwortete Jansen. „Ich weiß, baß bie Bescheidenheit Eine Ihrer Tngenben ist," fuhr Harri fort, ''unb meine Freunbin Drüben, Der ich am heutigen Morgen einen flüchtigen Besuch gemacht, ist Ihres Lobes voll. Sie ist es, von Der ich mit Ihnen reDen wollte. Haben Sie ihr selbst jeDen Monat Die Summe, Die ich ihr ausgesetzt hatte, überbracht?" „Das versteht sich, Denn ich würDe keinen Commts mit diesem Auftrage betraut haben." r , . Sehr wohl, und wie ist Ihre Lebensweise wahrend meiner Abwesenheit gewesen? Haden Sie irgend welche Gelegenheit gehabt, Etwas zu beobachten, was gegen die gute Sitte gewesen wäre?" „Niemals, Herr Gratman; Madame de Witt hat sehr zurückgezogen gelebt, und hat selbst Einladungen an Vergnügungen Theil zu nehmen, die ich ihr auf Ihre Veranlassung gemacht, abgelehnt. Die einzigen Zerstreuungen, welche sie sich erlaubt, bestanden im einzelnen Ausflügen nach Albany zu einer einzigen Verwandten, die sie hier hat." „Ein sehr lobensWerther Charakter," erwiederte Harri, „um so schwerer wird mir der Schritt, den ich jetzt zu thun gezwungen bin. Denken Sie sich Jansen, meine Mutter verlangt mit aller Gewalt, daß ich mich verheirathe. Sie sehen mich fragend an, Sie denken, daß hätte ein oder das andere Mal doch so kommen müssen, doch nein, es war meine Absicht, Maria De Witt zu meiner Frau zu machen. Als ich jeDoch meiner Mutter mein Verhältniß zu ihr mitge« thcilt, ist sie in Den höchsten Zorn geraten unD hat mir mit ihrer ganzen Um gnaDe, ja, mit Enterbung geDroht, wenn ich je noch an eine solche Serbinpung zu denken wage. Rathen Sie mir, was soll ich in dieser verzweifelten Lage thun, denn Maria glaubt sich binnen kurzem am Ziele ihrer Wünsche zu sehen. (Fortsetzung folgt.) mein Verkäufe effec- en Bewohnern Steinbachs 5 ft,, durch den- und liberales Annonciren für das große Mittel zu geschäftlichem Erfolge und zur und Mehrpreise in verflossener Woche von nachbenannten Orten und Fruchtmärkten. Watzen Gerste. Erbsen.| Linsen Hafer. Wicken. Kartoffeln. Auf dem Mitz- Fruchtmärkte. April Markt preis fl. fr. ff fr. fl. fr. fl. fr. fl. fr. fl. fr. fl. fr. fl. fr. p M. M. M. 'JJt- M. M. 14- 40 12z sind weiter eingegangen: 16 17 17 17 45 35 21 10 10 10 8 Mit.! preis 30 31 30 34 11 11 11 Auf dem Markt 8 8 9 3 3 3 Mit.- preis 13 14 13 14 40 44 Auf dem Markt Auf dem Markt Auf dem Markt Ai. 3 M. 67 46 Mit.- preis M. 64 119 20« 19 Mb- preis M. 1 2 i; Mit.- preis 6 6 6 6 M. 19’ 15z M. 151 101 30 47 12 Mib- preis Korn Auf dem Marft Auf dem Markt Auf dem Markt so bedeutenden Aufschwung nimmt. Disser Aufschwung hat seine vollständige Begrün- durch Herrn Pfarrer Eigenbrodt von mebrer. M. 31 9’ M. Ul 17 21 Gießen Alsfeld Grünberg Lauterbach Mainz M. 31 128? 71 105 M. 14 71 M. 14 108, 4; 265 140 7s Der Prozeß Cbergenyi wird seit dem 22. April vor dem Landesgericht in Wien öffentlich verhandelt, er bietet ein schauerliches Gemälde menschlicher Leidenschaft und Verworfenheit. ES handelt sich um einen Meuchelmord an ter Gräfin Mathilde ChorinSky und angeklagt desselben ist Julie v. Ebergenpi, die Geliebte des Mannes der Ermordeten, des Grafen Gustav ChorinSky. Folgendes sind die Thatsachen. Seit dem Sommer 1866 lebte die Gräfin ChorinSky unter dem Aamen einer Baronin LevSke zurückgezogen in München. Sie war eine Schau- Ipielertn und hieß Rueff, hatte 1858 den Grafen, den Sohn des Statthalters, >n Brünn kennen gelernt und verhcirathete sich 1860 mit ihm in Italien, wo " m päpstlichen Diensten stand. Die Ehe war eine unglückliche, der Graf war «n Abenteurer und bodenlos leichtsinnig und verdorben, er muthete ihr zu von ihren Reizen zu leben. Nach bösen Jahren und Irrfahrten trat der Graf durch des Kaisers Gnade in das österreichische Heer (1864) in Schleswig und die ■ fanD in bcr Familie ihres Schwiegervaters, des Statthalters ChorinSky m Wien, Aufnahme. Sie verließ dieses Haus unter Zustimmung der Familie, als ihr Gemahl verwundet aus dem Kriege zurückkehrte; sie konnte mit ihm nicht mehr unter einem Dache leben. In München lebte sie von den Zinsen der Heirathscaution. Am 23. November wurde sie in ihrer Wohnung tvdt gesunden, fie war vergiftet worden. Der Verdacht fiel sofort aus eine Dame, welche sie unter dem Namen einer Baronin du Vay am 21. Nov. Nachm. besucht, mit ihr Thee getrunken hatte und seitdem verschwunden war. Telegraphisch benach- r'chtigt stellte sich Statthalter ChorinSky mit seinem Sohne Gustav in München ftn, Cer Sohn wurde schnell verdächtig, verhaftet und untersucht. Man fand bei ihm 4 Photographien der angeblichen Baronin du Vay und erfuhr von ihm, daß die Bilder seine Geliebte, Julie v. Ebergenpi in Wien, darstellten. Diese wurde sofort in Wien verhaftet: . Sie ist eine Ungarin, etwa 26 Jahre alt, mehr auffallend als schön. Seit einem Jahre lebte sic in Wien auf eigene Faust, liederlich, sittenlos, frech. Graf 25. 25. 25. 24. Frachtbriefe für die Main-Weser- und Cöln-Mindener Eisenbahn, sowie sammtliche zollamtlichen Formulare, sind zu haben bei Wilhelm Klee, Mäusburq. Auch ein Fortschritt -er Neuzeit. Wenn man die ungeheuren Fortschritte überblickt, welche in den letzten fünfzig Jahren auf allen Gebieten des menschlichen Wissens und Wirkens gemacht worden sind, wenn nur sehen, rote der Gedanke mit Blitzesschnelle allen Gegenden unseres Erdballs Mitgetheckt werden kann, wenn man bedenkt, welche überraschende Leichtigkeit im Verkehrswesen der Volker emgetreten ist, wenn man das Riesenwerk der Pariser Weltausstellung in allen feinen Details mit Aufmerksamkeit durchmustert hat, so darf es uns nicht befremden, wenn auch das Aimonccmvcscn seit den letzten 10—15 Jahren einen M. 17’ Hl I2z 5 fl.jfr. Spelz. Ans dem IMir- Markt lpreis Chonnsky lernte sie kennen, verliebte sich und verlobte sich mit ihr, sie führte seinen Namen. Das Hinderniß einer Heirath war die Gräfin in München eine Scheidung hatte nicht geholfen, denn beide Gatten waren katholisch. Man verabredete die Beseitigung der Gräfin. Julie v. Ebergenyi reiste am 19. Nov »• j- nach München, führte sich bei ihrem Opfer als Baronin du Vay ein und wurde freundlich ausgenommen; vorher hatte sie sich auf listige Weise Gift aller Art, Arsenik und Blausäure, verschafft und brachte das letztere der Gräfin im Th" bei. Das Gift wirkte sofort tödtlich, die Mörderin raffte die Theekanne und Tassen, mehrere Schmucksachen und Papiere zusammen und entfloh nach Wien. Man fand alles bei ihr, auch verrätherische Briefe des Grafen Gustav In diesen nach München gerichteten Briefen spricht sich seine verbrecherische Lei- denichaft, seine Frivolität und Gemeinheit, seine Angst und alles aus; er küßt ihr Bilo tausendmal, betet für sie zum lieben Gott, beschwört sic, die Pulver nicht zu verwechseln, nennt seine Frau ein ComödiantenaaS und eine Canaille und schreibt, „laß Dich nicht zu weit ein, daß man Dich nicht ertappen kann." In der Voruntersuchung hatte Julie v. Ebergenyi nach anfänglichem Läugnen wichtige GestänCnisse gemacht, sie erzählte ausführlich die Einzelheiten des Mordes, wollte dieselben aber von einer Frau Horvath erfahren haben. Es existirt weder eine Baronin du Vay, noch eine Horvath, wohl aber hatte sie sich bei ihrer Reise nach München durch ihren Geliebten zwei Paßkarten auf diese Namen verschafft. In der öffentlichen Hauptverhandlung ist sie oftmals unter der Wucht der Zeugnisse und Beweise gegen sie zusammengebrochen, sie hat ihre Geständnisse zurückgenommcn, widerspricht sich fortwährend, behauptet, sich nicht erinnern zu können und ruft im Gedränge aus: „Ich habe es nicht gcthan, das war die Horvath, die Horvath!" — Der Staatsanwalt beantragte gegen die Angeklagte Tod durch Strang, der Gerichtshof verurkheilte sie zu 20sährigem Kerker mit Iwöchentlicher Einzelhaft jährlich, Verlust des Adels und in die Prozeßkosten. bemerken mir noch, daß wir mit der obigen, übrigens bekannten miWnnl Verbindung stehen und dieselbe den Herren Inserenten zur Ver- können^ tra 2fnnoncen oIä eine m jeder Beziehung ehrenhafte und solide empfehlen (2975) langung von Wohlstand. Es ist deßhalb stets meine Geschäftsreael gewesen selbst in sogenannten ,chlechten Zeiten stark zu annonciren, da langeKhmng mÄa'-lMba" das dafür ausgelegte Geld immer reiche Zinsen trägt. Dadurch daß ich Geschäft beständig vor den Augen des Publikums hielt, habe ich Diele Verkäufe tut«, dw nur sonst verloren gegangen wären." ’ ^ertaufe Wenn wir dadurch auch in den Verdacht gerathen, unfern Lesern eine oratio nro nnnnn5“?muf,rl? roir $OT bo$ vollständig Recht geben. Wer heutzutage Nicht E°nc,tt, bleibt dergelfen und unbeachtet. Ueberall, selbst aus den ernstenKe- PA ^oIob'»cn Geschäften und Etablissements Concurrenz entgegen, die nur s>>r'pCre mengen, sowie durch die Bekanntmachung dieser Leistungen und Sna rtheilhasteren Preise überwunden werden kann. Und rote sehr wird dem Publikum das Annonciren jetzt nicht erleichtert! Wer heutzutage in der Nahe und F^me annonciren will, und wenn es auch in 1000 Zeitungen sein müßte, kann sich der Mühe über= nu?eHO-nmKnnhCJn.merS Wreiben/ .braucht nicht tausenfaches Porto für die Bestellung ^,-^I^en, und kann auf eine ganz einfache Weise und in einer einzigen Summe seine ibm «v sich an ein solides Annoncen-Bureau wendet, das ihm wegen des bedeutenden Auftrages vielleicht gar noch Extra-Vortheile gewährt. vicht umhin, bei dieser Gelegenheit die Herren Gastroirthe, Badbe- 8CeUmm«n«'atnil,D»tCs)Cl kürzlich in 9. Auflage herausgegebenen vollständigen ^jeltungs-Catalog- der Herren Haasenstein &* Bögler in Frankfurt a. M., kn L.^Eb«rg, Wren, Berlin und Leipzig aufmerfjam zu machen' Wir haben denselben emer genauen Prüfung unterworfen und gefunden, daß er an Vollständiakeit !ssb.. Genauigkeit alles bisher in diesem Fache Erschienene übertrifft. Für Deutschland dienpn^lch und dte Schweiz sind jeder Provinz besondere Karten beigedruckt, welche dazu h die geographische Lage der tm Verzeichnisse als Domizile von -Leitungen anae- führten Orte zu veranschaulichen; bei jeder Zeitung befindetfid,bet' 3n erHonS ermiüelt^roerben^onnte^®rf$einen§' foroie bie Auflage, insofern dieselbe annähernd Mit.- preis fl. fr. Preußische Hagel-Versicherungs-Attiengeselllchast. Grundkapital 1 Million Thaler; davon emittirt 750,000 Thlr. t ^Dieselbe versichert Bodenerzeugnisse gegen Hagelschaden. Die Prämien sind fest und brllrg, Nachschujse werden also niemals erhoben. Die Schäden werden rote in früheren Jahren coulant und unter Zuziehung von Landesdeputirten regulirt und binnen Monatsfrist nach Feststellung voll und baar bezahlt. Versicherungen auf mehrere Jahre genießen einen angemessenen Prämienrabatt, welcher sofort von der Jahresprämie in Abzug gebracht wird. Gleichzeitig sind wir auch von unserer Gesellschaft ermächtigt, allen öffentlichen oder geheimen Concurrenz-Verdächtigungen gegenüber zu erklären • Daß die Preußische Hagel-Versicherungs-Actien-Gcsellschaft int verflossenen Geschäftsjahre bet einer Prämien-Einnahme von Thlr. 291,345 an Entschädigungen Thlr. 412,180 prompt und zur Zufriedenheit der Herren Versicherten bezahlt und trotz der Ungunst des Geschäfts in 31 Fallen aus Liberalität Entschädigung gewährt hat, wo keine Verpflichtung vorlag. Ohnerachtet dieser Verluste ist das Grundkapital von den Herren Aktionären sofort wieder ergänzt worden, ohne die Actien-Wechsel tu berühren, so daß nur eine Einbuße von Thlr. 46,530 constatirt und die danach vorhandenen Fonds theilS in baar, theils in täglich bereiten und statutenmäßig sicher gestellten Mitteln vorhanden sind, wovon sich die Rcvifions-Eommission überzeugt hat und wie solches der Königlichen Staats-Regierung vorschriftsmäßig nachgewiescn ist und solches jederzeit auf deren Verlangen geschehen muß. Danach tritt die Gesellschaft mit dem bisherigen Garantiekapital abzüglich der gedachten 46,530 Thaler in die diesjährige Campagne ein. Die Unterzeichneten sind zu jeder Ausfuuft und zur persönlichen Aufnahme von Versicherungen stets bereit und empfehlen dem landwirthschaftlichen Publikum obtat Gesellschaft ganz ergebens!. In Gießen: die Hauptagentur des Herrn Theodor Wortmann. In Butzbach: Herr R. Spiegelberger. In Lich: „ Joh. Kämmerer. (29661 26 28 2903) Ein Haus mit ungefähr 5 oder 6 Zimmern nebst Keller und allem Zubehör, womöglich auch mit kleinem Garten, wird zu miethen gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 2944) In einer hiesigen Wirthschaft wird zum baldigen Eintritt ein junger Mann gesucht. Zu erfragen bei der Exped. d. Bl. Normalgewicht per Malter: Waizen 200, Korn 180, Gerste 160, Spelz und Hafer 120, Erbsen, Linsen, Wicken 220, Kartoffeln 200, Mehl 140 Pfund. 8S fC.fr. 50 — — 16 — — 50 — — 3ö| — — 2958) Ein Mädchen, welches im Kleidermachen erfahren ist, wünscht noch einige Tage in der Woche besetzt zu haben. Das Nähere bet der Exped. d. Bltts. 2934) Englischer Unterricht, die Stunde zu 20 fr., wird ertheilt- Von wem? sagt die Exped. d. Bltts. Börsennachrichten. 28. April 1868. Prioritäten. 5% östr. F. St. E. B. 256V2 Ludwigsh.-Bexbach — Maxbahn 105% Bayer. Ostbahn 1221/2 Hess. Ludwigsbahn 133 3% östr. Stsb.-Prior. 513/4 3% östr. s. Lombard. 423/6 3% Livorneser 283/8 Toscaner — Frankf. Hypoth.-Bank — Frankf. Vereins-Kasse 97 5O/o Elisabeth-Prior. 73i/2 do. II. Emiss. 71% Wechsel. Amsterd. k. 8. 100% Augsb. k. 8. 993/4 Berlin k. 8. 105 Bremen k. 8. 98 Cöln k. 8. 105 Hamburg k. 8. 881/z Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 1191/2 Lyon k. 8. — Paris k. 8. 94% Wien k. 8. 1021/4 Dis conto 3% G. Preuss. 41/2% Obi. 953/4 Frankf. 31/2% Obi. 811/z Nass. 4V2% Obi. — Kurh. 40/0 Obi. 891/4 Hess. 4O/o Obi. b. Goths. 893/4 n 31/2% do. do. 84 Bayer. 5% Obi. 1015/s » 4Vz% 1jährige 93‘/8 r 4‘/2% Valährige 93 Würtemb. 41/2% Öbl. 93