Preis vierteljährlich 36 fr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 51 fr. ießener Anzeiger. Erscheint wöchentlich orci- mal: Dienstags, T or., e. stagS und Samstags. Erpedition: Canzleibcrg fit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Areis Kießen. Mx. AO. Dienstag den 28. April 1868< Amtliehe Beksrnntmnchungen. Bekanntmachung. Den nackstebenden Erlast der Kaiserlich französischen Präfectur des Mosel-Departements bringen w-r hiermit zu allgemeinen Kenntniß. Gießen, den 23. April 1868. Großherzogliches Kreisamt Gießen. w B ' - Or. Goldman n. Abschrift. Französisches Kaiserreich. Präfectur des Mosel-Departements. Negiorml-AckerbMS-Gonknrs zu Metz von Samstag den 23. Mai bis Sonntag den 31. Mai. Beschluß. Art. 6. die die die die angeben soll: Für Für Für Für Der Präfect des^Mosel- D^partemmts^^^ @£C bc§ Ministers des Ackerbaues, des Handels und der Staatsbauten, laut deren das Mosel-Departement als Sitz eines ^Üwn^l-AcketbamConkurses^m^ahr^l8W^b^ichnet^st^ b. laut dessen die Landwirthe der angrenzenden Gegenden, der Provinz und des GroßMzogthums Luxemburg, der Rheinischen Provinzen, des Großherzogthums Hessen und der baierischen Pfalz ermächtigt sind, Pferde, Ackerbau- Erzeugmsse Fxhxuar 1868, welcher die Bedingungen und den Zeitpunkt des Conkurses festgesetzt; beschließt : 91 rt 1 Die Landusirtbe aus der Provinz und dem Großherzogthuni Luxemburg, aus Rhcinpreußen, aus dem Großherzogthum Hessen und aus der balerischen Pfalz ftnb«mZSÄ7Ä zu Metz vom 23.'b?s zum 31. Mai 1868 stattfinden soll, Pferde, Ackerbau-Erzeugnisse u.id Gerathe, sowie Produkte der Industrie, Elche.au^sisbmi'e und"!henie Denkmünzen werden den Ausstellern der besagten Gegenden im Namen Sr. Exc. des Ministers des Ackerbaues und des Generalrathe^AgetheUt^wcrden. durch Scheine, welche die Jury verabfolgen wird, erhärtet, können bewilligt werden, wenn die Jury, nachdem sie die zu ihrer Ver- Relobnunaen ersckövtt bat für nöthig erachtet, gewisse ausgestellte Gegenstände der Aufmerksamkeit der Landwirthe zu bezeichnen. . , 9 89 Art 4 Es erstrecken sich aus die Ausstellung der ausländischen Erzeugnisse die allgemeinen Verfügungen des Minister-Beschlusses hinsichtlich des zranzomchen Re- gional-Conkurses; demzufolge werdm Prämien von der, unter der Ehrenpräsidentschaft des Präfecten des Mosel-Departements und, den Anordnungen dieses Beschlusses ge- mäß, eingesetzten Jury Mrkannt werdet,. Minister, kraft der Verfügungen des.besagten Beschlusses, ernannten Eommissäre werden gleichfalls mit der Annahme, Classi- ficirung und Aufsicht der ausgestellten Gegenstände beauftragt sein. Art. 5. Die Führungs- und Transportkosten sind zur Last der Aussteller'). Die französische V-^altung^ .ihnen^autbgcbühr, wenn sie die jedem Aussteller angezeigten Formalitäten erfüllen-). 2) Die unentgeltliche Benutzung eines für die Ausstellung und die Hütung der Pferde, Werkzeuge und Erzeugnisse schicklichen Lokals. ,, Um aus stellen u dÄ en muß man bis zum 9. Mai spätestens an den Präfeeten des Mosel-Departements eme schriftliche Deklaration e,ngeben, welche 1. Pferde. Pferde ■ Die Gattung, die Race, die Farbe, das Alter, dessen Herkunft, den Namen des Eigenthümers. (Muster A.) * 2. Ackerbau-Werkzeuge und Erzeugniffe. ap • sip 9rprpipstitnna beit Gebraucli den Verkaufspreis, den Namen des Ersinders u. s. w. (Ntufter u.) Ackerbau-Erzeugnisse: die Beschaffenheit, Herkunft, Quantität, den Verkaufspreis, Namen und Wohnort des Ausstellers. (Muster •) 3. Produkte der Jnduslrreu, welche auf den Ackerbau Bezug haben. oben angegebenen Nachweisungen enthält, wird als null und nichtig angesehen werden. - * - eBBSSSSS’kää - — dukte von 8 Uhr Morgens bis Mittag. Classificirung der Thierc und Ackerbau-Erzeugnisse. Donnerstag den 28. Mai: Verrichtungen der Sektion der Jury für die Thiere. Verrichtnnqen der Untersektion für die Ackerbau-Erzeugnisse. . Berathung der Sektion, welche beauftragt ist, die Ehrcn-Pramien zuzue,kennen. Ausstellung der Werkzeuge. Eintrittspreis: 1 Frc. die Person. Freitaa den 29. Mai: flusstellung des ganzen Conkurses. Eintrittspreis: 1 Frc. die Person. Samstag den 30.-Mai: Fortsetzung der Ausstellung des ganzen Konkurses- Eintrittspreis: 50 Cent die Person- M'sLNMrcksr * »■* *.» *»<«».«»..,«« n. 1. s- »w* 3Ur S8erfÜ|tU"t0 S 'ZfEissäre reg^lnräßigBevollniachtigten (Muster F.) am Tag der Preisaustheilung vo>i 3-6 Uhr bezahlt werden. Die Denkmünzen werden so der L^ekd^^egmwäZgmLlusses und alle Reklamationen werden durch die Fury beurtheilt werden- Artz 12. Unmittelbar nach der Ausrufung der Preise soll das Protokoll der verschiedenen Verrichtungen des Conkurses durch den Haupteommissar an toi- Exc. Minister des Ackerbaues, des Handels und der Staatsbauten übersandt werden., Allgemeine Anordnungen. ,. rir.prr)x11Dter 9frt 1g Ttip nnsrünbitoen Aussteller können sich entweder an die Präfectur von Metz oder an die französischen diplomatischen Agenten, oder an. dies^o"y der Lande^Verwaltungen^oder mdlich^an de?Grcnz"0angestellt Ä to ihnen^nöthigen^Erleichterungen und Nach- SS m ___ .....hpr förmliche Concurs erkannt morden ist, ihrer deshalbigen Beweisstücke bei Meldung Besondere Bekanntmachung. Je).bcn Alle, welche Ansprüche an deren der Ausschließung von der Masse anzugeben Oeffentlichü Ladung. 2899) Nachdem am heutigen Tage über das Vermögen der Schuhfabrikanten Bern- hsard Nierhof von Waltrop und Heinrich Fennel von Nauheim, jetzt dahier, Werftergerungen. Vergebung von Bauarbeiten. 2882) Folgende zur Erbauung eines ersten Pfarrhauses zu Gießen erforderlichen Arbeiten sollen auf dem Sub- misfionswege vergeben werden: Vermögensmasse zu haben glauben, hiermit öffentlich vorgeladen, solche in dem dazu auf den 11. Mai d. I., Vormittags 9 Uhr, Contumacirzeit, anher angesetzten Termine unter Vorlage und zu begründen. Marburg, am 9. März 1868. Königliches Amtsgericht, Abth. I. gez. Kehr. Zur Beglaubigung: Textor. Weisungen Erhalten. 1868. Der Präfect: Paul Odeut. i) Um die Erfüllung der den Ausstellern aufgelegten Obliegenheiten zu erleichtern, werden an alle dlchnlgen, welche Begchren Gcgenden°niedergelegt werden. Deklarationen gesandt werden.' Die nämlichen Deklarationen werden ebenfalls bei den franzoflichen diplomatischen Agenten und den Haupttokalbeh "cutleAgt werden, falls sie dieselben als 2) Die zur Ausstellung im Conkurs bestimmten Gegenstände können, wenn d,e Aussteller es vorziehen, zcder Untersuchung an der Grenze enrieoigc , ' ' Transite - Güter an die Mauthverwaltung von Metz spedircn. Holzart. Buchen District 3'/4 10 27 B. Bau-, Werk- und und können vom 30 l. M- an in Wellen Aspen Eichen Schlosserarbeit, 160 29/13/3 j U-74 । U-135 l zu 11 ff. 29 kr. Steinklopfen, 125 128 fl. — kr. 42 32 14 28 10 48 2919) Tapeten in reichhaltiger Auswahl und zu billi- 57 gen Preisen bei Th. Brück. 30 57 30 144 70 175 168 33/248 M/1068 Bedingungen unserem Ge- 67 70 28 Eichen Aspen Glaserarbeit, Weißbinderarbeit, Steinbrechen, Fahren it. Aufsetzen derselben, veranschl. zu 275 16 6 468 1077 278 247 Maurerarbeit, veranschl. Zimnierarbeit, „ Schreinerarbeit, „ Weißbinderarbeit, „ Planirarbeit, „ Chaussirarbeit, „ ioa «/134 > Reish. 428 2 50 41 I. Zur Herstellung einer doppelten Verglasung in denVorderwändenund Dachrückseiten des Gewächshauses im botanischen Garten dahier: Schlosserarbeit, veranschl. zu 1626 fl. 20 kr. Flur Nr. 27/166d 419 1.61. 156II. El. 7-/2 50 1412 8 2294 54 388 48 2035 35 1012 12 oKlftr. 365 Acker am Brennofen, stößt auf die Wiesen, 26 Hofraithe daselbst, 196 Hofraithe, Ziegel Hütte daselbst , auf die Grünberger Chaussee, 707 Acker auf der Weißerde, 2016 Acker und Wiese unter den alten und neuen Eichen am Steinweg, gibt 2 fl. 5-/1 kr., 365 Acker in der Schwarzlach, Die Zusammenkunft ist im Schlage selbst an dem nach Alten-Buseck führenden Fußpfad. Marburg, am 23. April 1868. Der Freiherrlich v. Milchling'sche Administrator: Kehr, Regierungs-Canzlist. Feilgebotenes. 2912) Aechte baierische Zwetschcn, sowie Bohnen, Prima-Qualität, empfiehlt E. Eichcnberg, Lindenplatz. Fertigung eines Lattcnspaliers um die Obstbaumschule, veranschlagt zu...... Maurerarbeit am Schulhause, veranschlagt zu..... Zimmerarbeit das., veranschl. zu Dachdeckerarbeit das., veranschl. zu......... Schreinerarbeit das., veranschl. zu......... Weißbinderarbeit das., veranschlagt zu....... Unterhaltungsarbeit an den Ortsstraßen (Steinlieferung, Steinsetzen u. Steinschlagen), veranschlagt zu..... Unterhaltungsarbeiten an den Wegen: Pflasterarbeit, veranschlagt zu Steinlieferung, „ „ Sandlieferung, „ „ Steinfahren, Steiusetzen und Steinschlagen, veranschl. zu Regulirung des Lumdaflusses oberhalb der Brücke, veranschlagt zu....... Zlanirung einer Strecke Wegs nach Treis, veranschlagt zu Chaussirarbeit das., veranschl. zu......... Steinlieferung und Steinsetzer:, Buchen-Scheidholz, Aspen- „ Buchen-Prügelholz, Eichen- „ Aspen- „ Buchen-Stockholz, Eichen- „ Aspen- „ Buchen-Reisholz, Eichen- „ A. Brennholz: Scheidh. Prügelh. Stockh. IV. Zur Herstellung eines Gangpflasters auf dem fiscalischen Theil des Brandplatzes dahier: Pflastcrarbeit, veranschl. zu 168 fl. 58 kr. Pläne, Voranschläge und Bedingungen können vom 30. I- Mts. an bei uns eingesehen und die Offerten von da an bis zum 1. Mai, Vormittags 10 Uhr, eingereicht werden. Dieselben müssen wohlverschlossen und mit einer das betreffende Bauwesen und die Arbeit bezeichnenden Aufschrift versehen sein. Zur Eröffnung der Snbmissionerr wird Termin auf Freitag den 1. Mai d. I., Vormittags 10 Uhr, in unserem Geschäftslocal anberaumt, welchem die Interessenten beiwohnen können. Später einlaufende Offerten finden keine Berücksichtigung. - Gießen, den 24. April 1868. Großherzogliches Kreisbauamt Gießen. Holzapfel. Eichen - Bauholz - Versteigerung. 2877) Donnerstag den 30. April d. I., des Morgens 9 Uhr, sollen in dem Gemeindewalde dahier, Di- stricten Banhardt und Klöppelstrauch: 114 Eichen-Baustämme, 8802 Cubikfuß enthaltend, meistbietend einer Versteigerung ausgesetzt werden. Die Zusammenkunft ist oberhalb der Heuständer Mühle an der Markwiese. Waldgirmes, am 20. April 1868. Königliche Bürgermeisterei Waldgirmes. A. Schmidt. Voranschlag, fl. kr. Holzversteigerung in den Doma- nialwaldungen der Oberförsterei Nieder-Ohmen. 2909) Es werden versteigert: I. Mittwoch den 6. und Donnerstag den 7. k. Mts. in den Districten Lichterwald, Eisenkaute und Eichholz bei Atzenhain an der Chaussee von Grünberg nach Homberg a. d. O>.: 419 Eichen-Stämme von 6—23" Durchmesser und 10—70' Länge, zusammen 14700 Cubikfuß enthaltend; 4 Buchen- und Birkcn-Stämme von 16—26" Durchmesser und 5—30' Länge, darunter 2 Hackdielen für Metzger; 29 Kiefern- und Fichten-Stämme von 8—17" Durchmesser und 15—60' Länge und 7 Eichen- und 32 Buchen-Wagnerstangen. Zusammenkunft jeden Tag Morgens 10 Uhr int District Lichtcrwald. — Am ersten Tage wird der größere Theil der Eichen, am zweiten deren Rest und das übrige Stammholz versteigert. II. Freitag den 8. k. Mts. im District Heegberg zwischen Atzenhain und Lumda: 230 Eichen-Stamme von 6—14" Durchmesser und 15—40' Länge, zusammen ■ 3600 Cubikfuß enthaltend; 18 Buchen- Stämme von 13—27" Durchmesser und 10—30' Länge und 44 Eichen-Wagnerstangen. Zusammenkunft Morgens 10 Uhr im District Heegberg. — Das Holz ist zu Bau- und Nutzholz, theilweise auch zu Bahnschwellen sehr geeignet und meistens gut abzufahrcn. Grünberg, den 24. April 1868. Großherzogliche Oberförsterei Nieder-Ohmen Hüter. Holzversteigerung in den Domanial- waldungen der Oberförsterei Eichelsdorf. 2886) Donnerstag den 30. April und Freitag den 1. Mai werden in den Distric- ten Webersrain und Hegwald nachstehende Holzsortimente versteigert:' 2910) Mein Lager in Portefeuillewaaren, welches sowohl durch die große Auswahl, als auch in Qualität und Billigkeit nichts zu wünschen übrig läßt, bringe ich in empfehlende Erinnerung. E. Eichenberg, Lindenplatz. 3 Stämme von 10>/r—18Vz" Durchmesser und 15—35' Länge, mit 118 Cbkf., 4 Stangen mit 13 Cbkf. (Wagnerholz). 27/166e 35/ia Vormittags 9 Uhr, sollen in der Oberförsterei Rabenau, 14 60 54 45 324 48 37 30 41 int Termin eröffnet. Mainzlar, am 25. April 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Mainzlar. I. A.: L. Hahn, Bezirksbauaufseher. 7 „ Buchen-Stammreis, öffentlich meistbietend an Ort und e n. 182-,2 721 „ 40 40 „ 54 Gießen, den 28. März 1868. Großherzogliches Ortsgerickt Gießen. Ebel. 24 45 „ Prugelholz, Eichen- „ Buchen-Erdstöcke, Eichen- „ Buchen-Reisholz, Eichen- „ Holzversteigerung. 2906) Freitag den 1. Mai 1868, II. Zur Errichtung einer Ventilation der Krankenzimmer in dem academi- fcheu Hospital dahier: . Maurerarbeit, veranschl. zu 64 fl. Schreinerarbeit, „ „ 190 „ Schlosserarbeit, „ „ 163 „ III. Zur Herstellung einer Einfriedigung an der Gendarmerie-Ca ferne dahier: Maurerarbeit, veranschl. zu 266 fl. Arbeitsversteigerung zu Watzenborn. 2885) Mittwoch den 29. April, Mittags um 12 Uhr, sollen auf dem hiesigen Rathhause nachstehende Bauarbeiten durch öffentliche Versteigerung in Akkord gegeben werden, als: mäntel, eine Violine und sonstige gepfändete . Gegenstände gegen gleich baare Zahlung ’ 2901) Montag den 4. Mai d. I., von Morgens 9 Uhr an, sollen in der Freiherrlich von Milchling'- schen Waldung, die Oberseilbach genannt, Oberförsterei Treis a. d. L., folgende Holzsortimente : A. Werkholz: 11 Eichen-Stamme von 24 bis 45 Fuß Länge und 8 bis 12 Zoll Durchmesser, für Wagner geeignet, 6 Buchen-Stämme von 10 bis 27 Fuß Länge u. 20 bis 29 Zoll Durchmesser, 1 Klafter Felgenholz; B. Brennholz: 383/4 Klafter Buchen-Scheidholz, Seefische. 2913) Mehrfachen Nachfragen zu entsprechen, lassen wir frische Schollen jede Woche einmal, in Eis verpackt, kommen. Damit wir uns jedoch nach beut Quantum richten können, ersuchen wir Reflectanten, uns gef. anzugeben, welche Pfundzahl sie beanspruchen. Bei Empfang werden solche dann in's Haus geschickt. Preise werden bibigst gestellt. I. A. B u s ch Söhn e. Zimmerarbeit, „ Dachdeckerarbeit, „ Schreinerarbeit, „ Schlosserarbeit, „ Glaserarbeit, „ Weißbindcrarbeit, „ Spenglerarbeit, „ Pflasterarbeit, „ Pläne, Voranschläge 7 Vr „ 20-/2 -/4 „ 16-/8 Schock 99 Acker am Nahrungsberg, 220 Acker, rechts am grünen Weg, gibt 31-/4 kr., öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, am 25. April 1868. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Ebel. u-135 l gibt 2 fl. 46-/4 kr., unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich meistbietend versteigert werden. genholz an den Meistbietenden öffentlich versteigert werden. Der Zusammenkunftsort ist der sogenannte Hohe Noll auf dem Fußweg von Geilshausen nach Weitershain. Kesselbach, den 24. April 1868. Der Oberförster: Hopp«. veranschl. zu . . Ueberschläge und Bedingungen werden Nutzholz: Eichen 3 Stämme von 5V2—27" Durchmesser und 20—45' Länge, mit 150 Cbkf., Buchen 17 Stämme von 18 — 36" Durchmesser und 5—35' Länge, mit 1727 Cbkf., 2'~ Aecht kaukasischer tt Wanzentod! 'g - Sicherstes Mittel gegen die Wan- 5,2 zen; die ganze Brut wird für im- Z-n mer vertilgt! Einzige Niederlage ■g S in Gießen bei N " (2918)Carl Frech. 2900) Nachvcrzeichnete Arbeiten sollen int: Submissionswege vergeben werden: ; 13600 i 550 250 260 Für Landwirthe. 2905) Die unterzeichnete Maschinenfabrik wird an dem vom 7. bis 10. Mai in Frankfurt stattfindenden Ausstellungs-Markt von landmirthschsMchen Maschinen eine Anzahl Dreschmaschinen mit Göpel und für Handbetrieb, Häckerlina- maschinen und Rübcnschneider ausstellen, die verkauft werden und als Muster für Bestellungen dienen. Die Dreschmaschinen, deren innerhalb der letzten 4 Jahre circa 1300 Stück nach Deutschland, der Schweiz, Italien rc. geliefert'worden, erfreuen sich eines ausgezeichneten Rufes, ebenso die Häckerlingmaschinen! ganz neuer Construction, die auf mehreren landmirthschaftlichen Ausstellungen mit dem ersten Preis, in Paris einzig, prämiirt wurden. Sämmtliche Maschinen lassen in Bezug auf Leistungen, Dauerhaftigkeit und sehr leichten Gang nichts zu wünschen übrig. Die sehr bedeutenden Bestellungen, sowie die zweckmäßigsten Einrichtungen zur Anfertigung dieser Maschinen, machen es möglich, die Preise sehr billig zu stellen. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. I. Rauschenbach, in Schaffhausen. Steck 187-/2 30 Stecken 3 „ 105 „ 12-/2 „ 6 „ 41 „ 6 „ 1 „ .. .. . -------- — — Stelle verkauft werden, wozu Kaufliebhaber eingeladen werden. 2915) Mittwoch den 29. April, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf hiesigem Nathhause 30,000 Cigarren, ein Flügel, eine Partie Damen- „ Aspen- „ Kubikfuß Eichen-Stamm- und Stan- Maurerarbeit, incl. Mat -Lieferung 4918 41 Stciuhauerarbeit, Holzversteigerung. 2893) Freitag den 1. Mai wird im Domanialwald - District Franzenwald nachverzeichnetes Holz versteigert: 41-/4 Stecken Nadel-Prügelholz, 19 Stecken Eichen- und Nadel-Stockholz, 2250 Wellen Hainbuchen-Reisholz, 12500 desgl. Eichen- und 8100 desgl. Nadel- und Weichholz, sodann 1 Eichen-Stamm mit 8 Cubikfuß, 10 Nadel-Stämme mit 91 Cubikfuß, 25 Hainbuchen-Stangen mit 3 Cubikfuß, 271 Nadel-Stangen mit 264 Cubikfuß. Zusammenkunft Morgens 9 Uhr am Viehtrieb nächst der Eisenbahn. Credit bis 30. September. Gießen, am 21. April 1868. Großherzogliche Oberförsterei Schiffenberg. __J>r, Draudt. 2916) Dienstag den 8. Juni, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhause die Grundstücke des Heinrich Weidig II., als: Flur Nr. oKlftr. Watzenborn, den 24. April 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Watzenborn. I. A.: ______Körner, Bezirksbauaufseher.______ Arbeitsversteigerung. 2907) Donnerstag den 30. d. Mts., Mittags 1 Uhr, sollen auf dem Rathhause zu Mainzlar die nachverzeichneten Arbeiten und Lieferungen durch öffentliche Versteigerung an die Wenigstnehmenden in Akkord gegeben werden: schäftslokal eingesehen und die Offerten von da an bis zum 2. Mai l. I., Vormittags 10 Uhr, eingcreicht werden. Dieselben müssen wohl versiegelt und mit der Aufschrift: Submission für das erste Pfarrhaus zu Gießen unter Bezeichnung der betreffenden Arbeit versehen sein. Zu Eröffnung der Sitbmission ist der Termin auf Samstag deu 2. Mai L I., Vormittags 10 Uhr, in unserem Geschäftslokale anberaumt, welchem die Interessenten beiwohnen können. Später einlaufende Offerten finden keine Berücksichtigung. Gießen, den 23. April 1868. Großherzogliches Kreisbauamt Gießen. Holzapfel. 2898) Dienstag den 12. Mai, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiestgem Rathhause die Immobilien des Philipp Zörb, als: Anfang der Versteigerung jedesmal Morgens präcis 9 Uhr. Zusammenkunft am ersten Tage im District Wcbersrain und am zweiten Tage int District Hegwald. Bei den ausgezeichnet schönen Buchenstämmen befinden sich mehrere sehr starke Hackklötze für Metzger. Das Holz sitzt großentheils in der Nähe des chaussirten Langder Vicinalwegs. Eichelsdorf, den 22. April 1868. Großherzogliche Oberförsterei Eichelsdorf. ________________Heyer. x ■ Arbntoversteigerung zu Leihgestern. 2884) Mittwoch den 29. April, Vormittags um 9 Uhr, sollen auf dem hiesigen Rathhause nachstehende Bauarbeiten öffentlich in Akkord gegeben werden, als: Chaussirarbeit, veranschlagt zu 264 fl. Steinbrechen, Fahren und Aufsetzen derselben, veranschl. zu 396 „ Steinschlngen, „ „ 77 „ Leihgestern, den 24. April 1868. Großhcrzogliche Bürgermeisterei Leihgestern. Körncr, Bezirks'bauaufseher. 2878) Schwedische Zündhölzchen, ohne Phosphor und Schwefel, vollständig gesahr- los, bei________________ E in il Pisto r. 2890) Ein guter Confirmanden-Rock ist zu verkaufen bei _____________Vix, am Neuenwegerthor. 2889) Sehr guten Aepfclwein, pr. Maas 12 kr., empfiehlt Th. Lony, _______int Promenadehaus. 2894) Beste Qualität Brauer - Malz verkauft Fr. Textor, a. d. Hardt. 2908) Ein Haufen guter Mist ist im Löwen zu verkaufen.G. Arnold. versteigert werden. Gießen, den 27. April 1868. In Auftrag: ___________Weidig, Ortsgerichtsmann. Vergebung von Bauarbeiten. Lilionese, entfernt in 14 Tagen"*ö alle Hautunreinig- feiten, Sommerspros- Z, AA sen, Leberflecken, c-3 S Pockenfleaen, Finnen, Flechten,-Z 8-" gelbe Haut, Röthe der Nase und» -^-q scrophulöse Schärfe. Garantirt. Allein ächt bei (2917) Carl Creek in Gießen. '? S> 2902) Ein gut erhaltener Confirman- den-Rock ist billig zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bltts._____________________ 2923) Einige Malter gute Kartoffeln sind zu verkaufen. Zu erfragen bei der Exped. d. Bltts. 2895) Geräth sch asten zur Backsteinfabrikation nebst Häuschen sind zu ver- kaufen.Fr. Textor, a. d. Hardt. 2887) Die diesjährige Gras-Erndte im Kempff'schen Garten am Wallthor ist zu vergeben. — Näheres bei Poststallmeister Kempff. Dermieth ungen. 2914) Im von Grolman'schen Hause in den Neuenbäuen ist ein möblirtes Zimmer mit Cabinet, nach dem Garten, zu vermiethen. ___________________________ 2920) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei Heinrich Rübsamen, ________________auf der Mäusburg. 2921) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei Schuhmacher Hanitsch, Kirchenplatz. 2883) Bei Frau Advocat Wicßell ist ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. 2892) Ein Laden, sowie ein möblirtes Zimmer nebst Cabinet, ist ans dem Krenz zu vermiethen. Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts.____________________ 2881) Ein möblirtes Zimmer mit Cabinet ist zu vermiethen bei _____________H. Sauer, Neuenweg. 2880) Ein schönes unmöblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei ___________Carl Plank, Lederhändler. 2879) Ein freundlich möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei _________Franz Tippet, Lindengasse. 2876) Möblirte Zimmer mit Cabinet, auf Verlangen mit einem Flügel, sind zu vermiethen bei M. Heß, Lindenplatz. 29ii) vermiethen ein gut möblirtes Zimmer vorn heraus. ___________E. Eiche »berg, Lind enplatz. 2873) Mehrere gut möblirte Zimmer mit Cabmeteu sind zu vermiethen bei _________________Wittwe Martin. 2874) Ein hübsch und freundlich möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei Friedr. Decker. Vermischte Anzeigen. 2875) Ein gesitteter Junge kann als Hausbursche eintreten bei ___________________H. Hochstätier. 2924) In einer hiesigen Wirthschaft wird zum baldigen Eintritt ein junger Mann gesucht. Zu erfragen bei der Exped. d. Bl. Zur gef. Beachtung. 2922) Häufig vorkommende Namens- Verwechselungen mit Herrn Georg Feldhaus veranlassen mich, meinen Kunden hiermit die ergebene Anzeige zu machen, daß sich meine Wohnung bei Herrn Philipp Oppermann in der Neustadt befindet. Karl Feldhaus, Tapezier, (August Feldhaus Sohn.) 2903) Ein Haus mit ungefährt 5 oder 6 Zimmern nebst Keller und allem Zubehör, womöglich auch mit kleinem Garten, wird zu miethen gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 2891) Englischer Unterricht, die Stunde zu 20 fr., wird ertheilt. Von wem? sagt die Exped. d. Bltts. 2872) In einem kleinen Haushalt findet ein ordentliches Mädchen sogleich Stelle. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. 2904) Ein braver ordentlicher Junge vom Lande wird in eine hiesige Wirthschaft gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 2888) Ein junger Mann, der Schulen besucht und gute Zeugnisse aufzuweisen hat, sieht sich durch Verhältnisse genöthigt, seine bisherige Stellung aufgebcn zu müssen und sucht daher eine Stelle als Gehülfe oder Schreiber auf einem Büreau ober Comptoir, einerlei wo. Näheres unter J. K. 1830, poste restante Darmstadt. , 2816) Ich bringe hiermit meine Handschuh-Wascherei in empfehlende Erinnerung ^ind mache besonders die Herren Militärs darauf aufmerksam, daß ich das Paar Militärhandschuhe für 4 fr. wasche. Karoline Hartmann, Hintergasse A. 35. Frachtbriefe für die Main-Weser- und Cöln-Mindener- Eisenbahn, sowie sämmtliche zollamtlichen Formulare, sind zu haben bei Wilhelm Klee, Mäusburg. Spinnerei-Arbeiter gesucht! 2896) Wir suchen zur Ausdehnung unseres Fabrifb'etriebes noch eine größere Anzahl Arbeiter, die bereits in Spinnereien beschäftigt waren. Wochenlohn für einen Spinner circa 10 Gulden, Ansehen, Haspler und Spuler im Verhältniß. W ollengarn-Spiimerei, Worms am Rhein. Auswanderer nach Amerika befördert wöchentlich vermittelst Dampf- und Segelschiffen bei reeller und billigster^W Bedienung I. M. Schulhof, am Rathhaus. Durch langjährigen Aufenthalt in Amerika bin ich im Stande, jedem Auswanderer die beste Auskunft zu ertheilen. C5 QO CM Borsennachrichlen. . 25. April 1868. Preuss. 4'/2<% Obi. 95% Frankf. 3 >/2°/o Obi. 81% Nass. 4%<% Obi. 94% Kurh. 4% Obi. 89% Hess. 4% Cbl. b. Roths. 89% n 3%% do. do. 84 Bayer. 5% Obi. 101% » 4’/2°/o 1jährige 93% » 4‘/2% %iährige 93% Würtemb. 4%<% Obi. 93 Baden 4%% Obi. c. E.L. 93% Oestr. 5% b. R. 62% „ 5% National 53% „ 5% Metall. Obi. 47% „ M. steuerf. 49% Amer. 6% 1882r Bds. 75% „ 6% 1885r 74% Actien. Frankf. Bank 125% Oester. Bank 705 „ Creditact. 188% Darmst. Bankact. 222% Prioritäten. Wechsel. 5»/o östr. F. St. E. B. 259% Ludwigsh.-Bexbach — Maxbahn 105% Bayer. Ostbahn 122% Hess. Ludwigsbahn 132% 3% östr. Stsb.-Prior. 51% 3% östr. s. Lombard. 42% 3% Livorneser 28% Toscaner — Frankf. Hypoth.-Bank — Frankf. Vereins-Kasse 97 50/0 Elisabeth-Prior. 71 do. II. Emiss. 71 Anlehensloose. Kurh. -jO Thlr. Loose 55% Nassau fl. 25 b. Roth. 34% Gr. Hess. fl. 50 b. R. 144% Gr. Hess. fl. 25 b. R. 38 4% bayr. Präm. Anl. 99% 4% badische Loose 97% Badische fl. 35 Loose 50% 1858r Prioritätsloose 132% !860r Loose 70% 1864r „ 86% Amsterd. k. S. 100% Augsb. k. S. 99% Berlin k. S.. 105 Bremen k. 8. 98 Cöln k. 8. 105 Hamburg k. 8. 88% Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 119% Lyon k. S. — Paris k. 8. 94% Wien k. 8. 102% Disconto 3% G. Geldsorten. Pr. Cass. Sch. 1 44%-45 Div. Cass.-A. — Pr. Friedrdor. 9 57-58 Pistolen . . 9 49-51 „ doppelte 9 50-52 Holl. fl. 10 St. 9 54-56 Ducaten . . 5 37-39 20 Frankens!. 9 30-31 Engi. Souver. 11 55-59 Russ. Imper. 9 50-52 Doll, in Gold 2 28-29 (Eingesandt.) S3et der erfreulichen Thatsache, daß seit den letzten Jahren in hiesiger Gemeinde ein viel häufigerer und regelmäßigerer Kirchenbesuch als früher stattfindet, muß cs auf den Besucher den unerquicklichsten Eindruck machen, da, wohin er zu Mner Erbauung gegangen ist, oft in der unwürdigsten Weise gestört zu werden. So war Einsender dieses am letzten Sonntag Vormittag Zeuge, wie während oeS Gebetes und der Verlesung der zu Trauenden von einigen jungen Leuten fast laut gesprochen und gespaßt wurde; und gewiß haben die in der Nähe befindlichen Bürger Gießens nur in Ansehung des Ortes und damit kein weiterer Lärm entstehe, dazu geschwiegen. Wie wir nun vernehmen, ist ein Theil der Bctreffen- ven in die Kirche kommandirt; möchte man ihnen doch auch anbefehlen, sich demgemäß anständig zu betragen, oder sie gar nicht hinkommandiren. Es liegt gewiß im Interesse des KirchenvorstandcS und überhaupt eines Jeden, der Sinn hat für kirchliche Verehrung, daß dergleichen Störungen nicht mehr Vorkommen. (2925) F - u i l Das Testament des Großonkels. Fünftes Kapitel. (Fortsetzung) Harri Gratman war eine hagere, lange Gestalt, größer als sein älterer Bruder, mit rundem, eckigem Gesichte. Seine Haare, welche gerade empor« standen und von einer unbestimmten blonden Farbe waren, umbuschten eine breite, doch sehr niedrige Stirn, die einen hohen Grad d>r Sinnlichkeit andeu- tete. Die kleinen grauen Augen hatten etwas Stechendes, wenn sie, sich unbe- merkt glaubend, einen Andern anstarrten, sobald jedoch ein anderer Blick sie kreuzte, senkten sie sich, oder irrten verwirrt umher, kenn Harri konnte nur den Blick seiner Mutter ertragen, dtese Beiden verstanden sich. Die Nase war gewöhnlich, der Mund dagegen breit, was besonders beun Lachen in's Auge fiel, doch Harri lachte nie viel in Gesellschaft, sondern nur, wenn er allein war. Die Unterlippe stand ein wenig hervor, eben so das niedrige Kinn, welches in vollem Verhältniß zu seiner niedrigen Stirn stand. Beim Gehen psiegte er den Kopf in den Nacken zu werfen, sich kerzengerade zu halten, und aus seinen Zügen sprach kann der perfoniftcirte Hochmuth. So viel über das Aeußere dieses Lieblingssohnes der Madame Gratman, den Sie vielleicht deßhalb gerade liebte, weil er so häßlich war. Es war fast Mitternacht, als Harri an der anderen Seite des Flusses in Hoboken an's Land stieg, rasch durch den Bahnhof eilte und dann die Wafhing- ton-Straße entlang schritt. Er hatte Vas Ende derselben fast erreicht und schon lag das offene, rings von den Höhen umgrenzte Feld vor ihm, da wandte sich sein Blick rechts, und stehe, es schimmerte noch Licht aus einem einzigen Fenster im oberen Stocke einer kleinen, niedlichen Cottage, die rechts vom Wege an der Anschwellung des Hügels lag. Das Fenster war offen, und der laue Windeshauch der warmen Sommernacht, bewegte leise den weißen Vorhang, auf welchem die Schattencontour desselben weiblichen Profils sich abzeichnete, wie am vorigen Abend. Harri bog rechts vom Wege in einen Fußsteig ab und näherte sich der Cottage. Er trat in den Garten, einige Schritte vom Hause blieb er stehen, legte den Finger an den Mund und ließ einen scharfen Pfiff ertönen; die Ge- statt am Fenster erhob rasch das Haupt und schob dann den Vorhang zur Seite, und der Mann, welcher diese Seite des Hauses beschien, ließ Maria de Witt's volles Gesicht deutlich erkennen. l e t 0 n. .Maria," rief er hinaus, „erkennst Du mich? Oeffnc mir die Thüre!" „Harri, Du bist's!" gab sie zur Antwort, verschwand und einen Augenblick später flog die Hausthür auf und sie lag in seinen Armen. „Was ist Dir, Maria?" fragte Harri ruhig, „Du bist ja ganz außer Dir; hast Du meinen Brief nicht erhalten?" „Gestern Nachmittag, mein Harri, Gott sei gelobt, daß Du wieder da bist." „Also konntest Du auf meine Ankunft vorbereitet fein, wozu nun diese un- nütze Aufregung?" Sie lächelte ihn freundlich zürnend an. „Harri, es sind zwei Jahre, seitdem wir uns nicht gesehen," sagte sie in vorwurfsvollem Ton." „In denen ich Dir jedoch regelmäßig geschrieben, daß ich gesund sei, und da ich dasselbe von Dir wußte, sehe ich nicht ein, weßhalb man sich da gleich so zu alteriren braucht. Doch laß uns hinaufgehen, da wir doch wohl die ganze Nacht nicht hier unter der Veranda zubringen wollen." Maria seufzte und folgte ihrem Freunde in’s Haus, dessen Thür sie verriegelte und bald darauf saßen sich Beide im traulichen Zimmcrchen oben einander gegenüber. „Was macht der Junge?" war jetzt seine erste Frage. „Gottlob, daß Du nach ihm fragst," antwortete sie, er ist gesund und wohl, soll ich ihn holen?" „Dazu hat es morgen noch Zeit, ich bin müde, und mag jetzt kn der Nacht kein Kindergeschrci mehr hören." „Er schreit nicht mehr," sagte sie schüchtern, „er ist beinahe vier Jahre alt." „Ich weiß, liebe Maria, ich weiß, doch laß es gut sein, ich werde ihn in der Ruhe sehen, er würde mich jetzt nicht ein Mal kennen." „O doch, Harri, ich habe ihm täglich Dein Bild gezeigt, und er hat täg- lich mit mir von seinem Papa gesprochen, ach, Du solltest ihn sehen, es ist ein so hübscher Knabe." „Ich glaube es, da er Dir ähnlich steht, doch davon morgen mehr. Weißt Du, daß ich kaum vier Stunden in New-Iork bin, ich kam heute Abend spät von Boston." „O, mein Harri, wie danke ich Dir! Verzeihe mir, wenn ich kindisch war, doch die so lange Trennung und jetzt das Wiedersehen, so schnell nach Deinem Briefe von gestern, ich konnte es ja kaum erwarten!" (Fortsetzung folgt.) Gießen, den 27. April. (Sitzung des Gemeine erat Hs vom 23. April 1868.) In Betreff der Abtretung von städtischem Gelände an der Grünbergcr Straße zu Bauplätzen soll den all- gemeinen Bedingungen noch riese hinzugefügt werden, paß letztere binnen Jahresfrist zu verbauen sind, widrigenfalls sie von der Start wieder zuiückgezogen werden. Bezüglich der Eisenbahnfrage berichtet ein Mitglied rcr nach Büdingen abgesendeten Deputation münrlich über die daselbst abgehaltene Versammlung der Mitglicrer des GründungScomite'S, reffen Ausgabe damit erledigt erscheint. Sovann theilte Ge- mcinrerath Nicker mit, daß der Handelsverein, in seiner gestrigen Sitzung beschlossen habe, dafür zu wirken, raß rie Bahnen nach Gelnhausen und Fulda nicht in einer Linie bis Lich geführt würden, daß vielmehr solche in zwei getheilten Strängen von hier auslaufen und der für solche dahier zu errichtende Bahnhof in möglichster Nähe der Stadt errichtet und der Bahnhof dec Main-Weserbahn damit vereinigt werde. Die Erweiterung der Realschule betreffend beschließt der Gemeinrerath: 1) die Verfügung der Großh. Oberstudiendirection vom 6. April 1868 Großh. Kreisamt dahier mit dem Bemerken zurückzusenden, daß der Geineinverath Einsicht davon genommen habe, und zu erinnern für nöthig finde, daß die Derwilli- gung der 800 fl. für die Errichtung einer fünften Klaffe nicht auf ein halbes, sondern auf ein ganzes Jahr erfolgt sei; 2) bezüglich der Eingabe mr Großh. Reatschuldirection wurde bestimmt, daß solche bei der für Schulangelegenheiten bestehenden Commission circuliren, der Banausschuß aber gleichzeitig beauftragt werden solle, den Voranschlag der Di- rection wegen der Verwendung des Wachthauses am Neuenwegerthor für die Aufnahme der Vorklasse der Realschule unter Zuziehung der Direction derselben zu prüfen und demnächst Bericht zu erstatten. Der Rest der Beschlüsse betrifft persönliche Angelegenheiten. Darmstadt, 18. April. Das heute erschienene Regierungsblatt Nr. 20 enthält: I Nachtrag zu dem Finanzgesetz für die Jahre 1866, 1867 und 1868 vom 26. September 1867. Ludwig III. von Gottes Gnaden Großherzog von Hessen und bei Rhein ic. re. Da die in dem Finanzgesctz vom 26. September 1867 bestimmten Steuern zur Deckung der erhöhten Staatsbedürfnisse, welche durch die veränderten politischen Verhältnisse herbeigesührt worden sind und bei Erlassung jenes Gesetzes noch nicht berücksichtigt werden konnten, im Jahr 1868 nicht ausreichen, so haben Wir, nach Anhörung Unseres Staatsraths und nachdem Wir mit Unseren getreuen Ständen über die Mittel zur Aufbringung der voraussichtlich weiter erforderlichen Summen übereingekommen sind, verordnet und verordnen hiermit, wie folgt: 8 1. Im Jahre 1868 wird vom 1. April dieses Jahres an ein Zuschlag zu den im §. 2 des Finanzgesetzes vom 26. September 1867 bestimmten directen Steuern von monatlich 1 Heller auf den Gulden Normalstcuerkapital, also im Ganzen für 9 Monate ein Zuschlag von 2t/4 Kreuzer auf den Gulden Normalsteuerkapital echoben. §. 2. Ferner wird im Jahr 1868 für die zwei letzten Quartale dieses Jahres die durch das Gesetz vom 11. April dieses Jahres eingeführte Einkommensteuer unter Anwendung des gleichen monatlichen Ausschlags, wie solcher für die bestehenden directen Steuern aus den Bestimmungen des §. 2 des Finanzgesetzes vom 26. September 1867 und des §. 1 des gegenwärtigen Gesetzes sich ergibt, erhoben. Beiträge zur Verzinsung und Tilgung der Staatsund Provinzialstraßenbaoschulden werden für 1868 auf die Einkommensteuerkapitalien noch nicht ausgeschlagen. §. 3. Kann die Erhebung des im §. 1 erwähnten Steuerzuschlags nicht im Laufe des Monats April erfolgen, oder die Ermittelung der Einkommensteuerkapitalien (§■ 2) und Aufstellung der Hebregister über die Einkommensteuer noch nicht vom 1. Juli dieses Jahres beendigt, und daher die Steuer noch nicht vom 1. Juli dieses Jahres an in Erhebung gesetzt werden, so sind nach stattgefundener Aufsicl lung der Hebregister die bis dahin außer Erhebung gebliebenen monatlichen Steuerziele nachzuerheben. §. 4. Die im §. 1 und 2 dieses Gesetzes bestimmten Steuern sollen nur zu denjenigen Staatsausgaben des Jahres 1868 verwendet werden, welche von Unseren getreuen Ständen werden verwilligt werben. Die Wirksamkeit desselben erlischt mit dem 1. Januar 1869 und die darin verwilligten Auflagen können nach diesem Zeitpunkt ohne weitere stän- disebe Verwilligunz nicht forterhoben werden. Urkundlich rc. II. Gesetz, die Einführung einer Einkommensteuer betreffend. Ludwig III. von Gottes Gnaden Großherzog von Hessen und bei Rhein re. re. Nachdem es in Folge der emgctretenen Vermehrung der Staatsbedürfnisse für angemessen erachtet worden ist, die Staatseinkünfte durch Einführung einer Einkommensteuer zu erhöhen, haben Wir nach Anhörung Unseres Staatsraths und mit Zustimmung Unserer getreuen Stände verordnet und verordnen hiermit, wie folgt: Art. 1. Der Einkommensteuer sind, mit Ausnahme der Mitglieder des Großherzoglichen Hauses, alle Inländer beiderlei Geschlechts unterworfen, welche selbstständig ein jährliches Einkommen von wenigstens 800 fl beziehen. Das Einkommen aus im Ausland belegenett Grundeigenthum kommt hierbei nicht in Betracht, soweit dasselbe dort schon mit einer gleichartigen Steuer belegt ist. Ferner kommt bei Inländern, welche im Ausland wohnen, nur dasjenige Einkommen in Betracht, welches sie aus dem Großherzogthum beziehen. Art. 2. Ausländer, welche im Großherzogthum wohnen, und daselbst eine mit Erwerb verbundene Beschäftigung ausüben, unterliegen der Einkommensteuer gleich den Inländern. Außerdem sind Ausländer, welche im Großherzogthum Grundeigenthum besitzen, oder welche daselbst gewerbliche oder HandelSanlagcn besitzen oder Theil- nehmer an solchen sind, zur Entrichtung der Einkommensteuer für ihr Einkommen aus diesen Einnahmequellen verpflichtet, wenn dasselbe im Ganzen wenigstens 800 fl. beträgt. Art. 3. Ehegatten, sowie Eltern mit ihren Kindern werden b?i der Einkommensteuer als eine Person angesehen, soweit dies auch bei der Personalsteuer nach dm bezüglichen Bestimmungen der Fall ist. Art. 4. Mit Beachtung der in den Art. 6 bis 11 enthaltenen näheren Bestimmungen wird jeder Steuerpflichtige nach Maßgabe des Gesammteinkom- menS (soweit es nach Art. 1 und 2 in Betracht kommt), welches ihm aus Grundeigenthum, aus Ka- pitalvermögen oder aus Rechten auf periodische Bezüge und irgend welche Vortheile, aus Besoldungen und Penfisonen, aus Pachtungen, Gewerben und Handel oder sonst aus dem E-trag irgend einer gewinnbringenden Thätigkeit zufließt, zu einer der nachfolgend unter Beifügung der Steuerkapitalien (gemäß Art. 5) verzeichneten Einkommensklasse eingeschätzt: in 10 Proccnt von der unteren Grenze des betrefKlasse. Einkorn in e n. Steuer- kapital ft- 1 800 fl. bis weniger als luOO fl. 80 2 1000 „ „ „ 1200 „ 100 3 1200 „ „ „ 1400 „ 120 4 1400 „ „ „ // 1600 „ 140 5 1600 „ „ u 1800 „ 160 6 1800 „ „ „ II 2000 „ 180 7 2000 „ „ „ 1! 2300 „ 200 8 2300 „ „ „ n 2600 „ 230 9 2600 „ „ „ rl 3000 „ 260 10 3 00 „ „ „ II 3500 „ 300 11 3500 „ „ „ 1/ 4000 „ 350 12 4000 „ „ „ fl 4500 „ 400 13 4500 „ /, „ fl 5000 „ 450 14 5000 „ „ „ II 6000 „ 500 15 6000 „ „ „ II 7000 „ 600 16 7000 „ „ „ U 8500 „ 700 17 8500 „ ,/ „ f! 10000 „ 850 18 10000 „ „ „ II 12000 „ 1000 19 12000 „ „ fl 14000 „ 1200 20 14000 „ „ „ fl 17000 „ 1400 21 17000 „ „ „ ff 20000 „ 1700 22 20000 „ „ „ ff 24000 „ 2000 23 21000 v „ ff 30000 „ 2400 24 30000 „ „ „ II 36000 „ 3000 25 36000 „ „ ,, 45000 ,/ 3600 26 45000 „ „ „ If 55000 „ 4500 27 55000 „ „ fl 65000 „ 5500 28 65000 „ „ „ If 80000 „ 6500 29 80000 „ „ „ fl 100000 „ 8000 30 100000 „ „ „ fl 120000 „ 10000 31 120000 „ „ „ U 150000 „ 12000 32 1!50000 „ „ „ u 200000 „ 15000 33 (200000 „ und darüber 20000 Ar t. 5. Das Steuerkapital jeder Klaj e besteht fenden Klassen-EinkommenS. An dem Steuerkapital der Klasse, zu welcher der Steuerpflichtige eingeschätzt ist, kommt, wenn derselbe personalstcuerpflichtig ist, sein Personalsteuerkapital in Abzug. Der Rest bildet sein Normalsteuerkapital für die Einkommensteuer. Die Einkommensteuerkapitalicn unterliegen gleich den Grund-, Gewerb- und Personalsteuerkapitalien dem jeweiligen Steuerausschlag für die directen Staatsstcuern und die Beiträge zur Verzinsung und Tilgung der Staats- und Provinzialstraßenbauschulden. Art. 6. Bei der Schätzung des Einkommens der Steupflichtigen und Behufs der Entscheidung über Reclamationen derselben sind nachfolgende (Art. 7 bis 11) leitende Grundsätze zu beachten. Art. 7. Alles Einkommen, dessen Betrag nicht fixirt ist, wie das Einkommen aus eigener Bewirth- schastung von Grundbesitz, aus Pachtungen, aus Gewerben, aus der Praxis der Advocaten und Aerzte, aus sonstigem nicht fixirtem Arbeitsoerdienst, aus Dienstcmolumenten u. s. w. ist nach seinem wahrscheinlichen Ertrage anzuschlagen und dabei der Durchschnitt res Ertrags der letzten 3 Jahre zu Grunde zu legen, sofern das betreffende Einkommen schon 3 Jahre fließt. In diesem Ertrage muß auch der volle Geldwerth der Naturalnutzungen einbegriffen sein, welche der Steuerpflichtige zur Bestreitung seines Haushalts aus seinen Einnahmequellen bezieht. Art. 8. Von Immobilien, welche verpachtet oder vermiethet sind, ist der jeweilige Pacht- oder Mieth- zins einerseits unter Hinzurechnung etwaiger Naturaloder sonstigen Nebenleistungen, sowie der dem Verpächter etwa vorbehaltenen Nutzungen, andererseits unter Abrechnung der dem Verpachter verbliebenen Lasten letzterem als Einkommen zu berechnen. Das Einkommen aus Gebäuden oder Theilen von Gebäuden, die ter Besitzer selbst bewohnt, kommt nach dem örtlichen Miethwerth in Anschlag. Ebenso ist die Nutzung einer Dienstwohnung dem Inhaber in Ansatz zu bringen. Art. 9. Bei dem Einkommen aus Kapitalvermögen oder Renten bilden rie zugesicherten Jahreszinsen oder Renten das in Ansatz zu bringende Einkommen. Unterliegt aber der Ertrag einer Kapitalanlage jährlichen Schwankungen, wie bei Dividenden von Actien, so finden die Bestimmungen des Art. 7 Anwendung. Zinsen oder Renten, die voraussichtlich uneinbringlich werden, bleiben außer Berechnung. Zinsen, die nicht jährlich bezahlt werden, sondern aufwachsen, sind unter dem steuerbaren Einkommen einzubegreisen unter Berücksichtigung des Verlusts an Zwifcheuzinsen. Bei Anlagen in Schuldverschreibungen von Lotterieanlehen ist neben den jährlich etwa bezahlt werdenden Zinsen die Wcrth- erhöhung, welche sich aus der Differenz der geringsten Preise" in den nächsten Ziehungen für das Jahr ergibt, als Ertrag zu berechnen. Art. 10. Besoidungcn, sixirte Belohnungen, Pensionen kommen nach der jeweiligen Bewilligung in Ansatz unter Berechnung von Naturalbezügen oder Naturalienvergütungen nach dem Durchschnitt des Ertrags der drei letzten Jahre. Enthält ein Diensteinkommen zugleich die Entschädigung für Dienstaufwand, so ist der dafür zu berechnende Betrag außer Ansatz zu laffen. Der Repräsentationsgehalt wird nicht zu dem abzuziehenden Dienstaufwand gerechnet. Art.' 11. Die von dem Steuerpflichtigen zum Erwerb und ;ur Erhaltung seines Einkommens zu bestreitenden Auslagen kommen bei der Einkommensberechnung in Abzug. Außerdem werden bei der Feststellung des steuerbaren Einkommens auch die Zinsen erweislicher Schulden, sonstige auf Rechts- verbindlichkeiten beruhende, das Einkommen schmälernde Lasten und die von dem Steuerpflichtigen zu zahlenden Grund- und Gewcrbsteuern, sowie Com- munab Umlagen in Abzug gebracht. Für den Unterhalt der Steuerpflichtigen findet keinerlei Abzug statt. Verwendungen zu Meliorationen, Geschäftserweiterungen, Kapitalanlagen oder Kapitalabtragungen dürfen ebenfalls nicht in Abzug gebracht werden. Bei Berechnung des von einem Ausländer nach Bem zweiten Absatz des Art. 2 zu versteuernden Einkommens aus diesseitigem Grundeigenthum und ge- werblichen oder Handelsanlagen dürfen nur solche Betriebsanlagen, Lasten, Schuldzinsen und Steuern in Abzug kommen, welche speeicll und ausschließlich das diesseitige Einkommen treffen. Art. 12. Zum Zwecke der Einschätzung zur Einkommensteuer wird alljährlich für jedes Steucrcotn- missariat unter dem Vorsitze des Steuercommissärs oder eines besonderen von der Ober-Steuer-Direction ernannten Commiffärs eine Commission gebildet, deren Mitglieder von dem Bezirksrath des Kreises, zu welchem das Steuercommissariat gehört, oder, wenn dasselbe in mehrere Kreise fällt, von den Bezirksrä- then dieser Kreise aus denj uigen in dem betreffenden Steuercommissariat oder Theil eines Steuereommissa- riats wohnenden Personen, welche ein Einkommen von wenigstens 800 fl. beziehen, gewählt werden. (Forts, folgt.) Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.