cnrr Anzeiger Anzeige- und Amtsblatt für den Areis Kielen. Samstag den 25. Juli 1868. Re. 87. «reis vierteljährlich 36 kr. mit Bringcrlohn. Durch die Post trogen vierteljährlich Erscheint wöchentlich vrei- mal: Dienstags, Donnerstags und Samstags. — Ervedition: Canzleiberg 8it. SB. Nr. 1. Brodpreise: 4 Pfund gemischtes Brod 19 fr. 4 Pfund Roggenbrov 16 kr. AmtrLehe Bekorrntmttchungen. Zu Nr. K. G. 3523. Gießen, am 20. Juki 1868. Betreffend: Den deutschen Hülfsverein in Paris, — hier das Reisen mittelloser Angehöriger , des Großherzogthums nach Paris. Dilö Groß herzogliche Kreisaml Gießen an die Großherzoglicheu Bürgermeistereien des Kreises. Nachstehendes Ausschreiben theilen wir Ihnen zur wollen, geeignet zu belehren. Nachricht und unter der Empfehlung mit, diejenigen Ihrer Gemeinde-Angehörigen, welche sich nach Paris begeben Dr. Goldmann. Zu Nr. M. d. I. 7076. Darmstadt, am 11. Juli 1868. Betreffend: Wie oben. , . Das GroßherzogNche Ministerium des Innern an die Großherzoglichen Kreisämter. Nach uns zugekommenen Mittheilungen hat das Hülfesuchen diesseitiger Unterthanen bei dem deutschen Hülfsverein zu Paris sowohl, als auch bei der Großherzoglichen Gesandtschaft daselbst seit einem Jahre, und ganz besonders in den letzten Monaten in so bedenklicher Weise zugenommen, daß Abhülfe dringend geboten erscheint, zumal die Leute in der Regel ein Recht auf direkte Unterstützung zu haben vermeinen und häufig ein höchst ungebührliches Benehmen bei Verfolgung ihres Zweckes emhalten. Wir finden uns hierdurch zu der Aufforderung an Sie veranlaßt, zur Beseitigung dieses Nebels, so viel in Ihren Kräften steht, namentlich durch geeignete Belehrung der Kreis- anaeböriaen welche sich nach Paris begeben wollen, mitzuwirken und empfehlen insbesondere bei Verabfolgung von Pässen und Heimathschemen die Mittellosen Leute speciell und ernstlichst zu verwarnen, nach Paris nicht ohne die beiden Vorbedingungen zu reisen: Kenntniß (annähernde) der französischen Sprache und hinreichende Geldmittel, um einiae Monate in Paris leben und Arbeit suchen zu können. — Dabei wollen Sie darauf Hinweisen, daß ohne diese zwei Vorbedingungen die Leute selbst bei vorausgesetzter Tüchtigkeit unfehlbar in's Elend fallen, da der deutsche Hülfsverein, auf den von vornherein gerechnet wird, nicht im Stande ist, noch überhaupt die Aufgabe hat, Deutschen, welche von der Eisenbahn absteigen und nllsofort bei dem Verein Hülfe suchen, diese zu gewähren. In Verhinderung des Ministers: v. Bechtold. Lotheißen. Darmstadt, den 13. Juli 1868. Großherzogliche Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige, v. Grolman, Major. Strecker, Regierungsrath. B e k a n n t m a ch u n g. Betreffend: Anmeldung und Prüfung der einjährig Freiwilligen. Diejenigen Wehrpflichtigen, welche als einjährig Freiwillige dienen wollen und im Großherzogthum Hessen nach §. 20 der Militär - Ersatz - Instruction für den Norddeutschen Bund vom 26. März 1868 (Regierungsblatt Nr. 21) gestellungspflichtig sind, haben ihre Anmeldung schriftlich unter. Berücksichtigung der SS- 148, 149, 151, 152, 153, 154 und 155 der erwähnten Militär-Ersatz-Jnstruction bis zum 15. August d. I. bei der unterzeichneten Commission einzurcichen. Der Meldung sind beizufügen: a) ein Geburts-Zeugniß (Taufschein); b) eine beglaubigte Einwilligung des Vaters oder Vormundes; c) ein Unbescholtenheits-Zeugniß, welches für Zöglinge von höheren Schulen (Gymnasien, Realschulen, Progymnasten und höheren Bürgerschulen) von dem Director, beziehungsweise Rector der betreffenden Lehranstalt, für alle übrigen jungen Leute von der Polizei-Obrigkeit, auszustellcn ist. Der Nachweis der Qualification kann durch Vorlegung von Schulzeugnissen oder durch Ablegung einer besonderen Prüfung geführt werden und ist m berden Fallen bei Verlust des Anspruchs auf die Zulassung zum einjährig freiwilligen Dienst vor dem 1. April desjenigen Kalenderjahres zu erbringen, in welchem der Betreffende das 20. Lebensjahr vollendet. . , , ,. , n„., ... . , . Da die Zeugnisse und Bescheinigungen bei den Acten zu verbleiben haben, so sind dieselben in den geeigneten Fallen m beglaubigter Abschrift cmzusenden. Bei Nichtbeachtung der bestehenden Vorschristen oder Einreichung des Gesuchs nach dem 15. August d. I. wird der Anmeldung keine Folge gegeben. $)te Prüfung derjenigen Wehrpflichtigen, welche nicht schon vorher ihre Berechtigungsscheine erhalten haben, findet dahier in dem Locale der Großherzoglichen Kriegs- Schule, Wilhelminenstraße Nr- 15 statt, und zwar für diejenigen aus der Provinz Starkenburg Dienstag den 1. September, Morgens 8 Uhr, „ „ „ Oberhessen Mittwoch „ 2. „ „ 8 „ „ „ „ „ „ Rheinhessen Donnerstag „ 3- „ „ 8 „ Eine specielle Vorladung erfolgt nicht. Die unterzeichnete Commission macht außerdem auf folgende Bestimmungen ausdrücklich aufmerksam: r, „ .. , , Die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst darf nicht vor dem vollendeten 17. Lebensjahr und muß bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1- Februar des Kalenderjahres nachgesucht werden, in welchem das 20. Lebensjahr vollendet wird. Mit der Anmeldung um Zulassung zum einjährigen Dienst ist die Ausgabe des Rechts, an der Loosung Theil zu nehmen, verbunden. Ausnahmsweise kann der durch die versäumte rechtzeitige Anmeldung verloren gegangene Anspruch durch Resolution dcr Ersatzbehorden dritter Instanz wieder vernehm werden, wenn der bctheiligte Militärpflichtige noch nicht an einer Loosung Theil zu nehmen verpflichtet war oder vermöge seiner. Loosnummcr disponibel geblieben ist. ^m letzteren Falle darf diese Vergünstigung indeß nur dann eintreten, wenn der desfallsige Antrag vor der zweiten Aushebung, bei welcher der betheiugte Militärpflichtige zu ^^G^esuche^riln^Wiederverleihung der durch versäumte rechtzeitige Meldung verloren gegangenen Berechtigung sind an die zuständige Kreis-Ersatz-Commission zu richten- Gefundene Gegenstände: Eine Schultafel und Schulbuch (Handbuch der Naturkunde rc. von Dr. Karl Wagner), ein Kinder-Strohhütchen, ein sog. Margarethentäschchen mit verschiedenen Nähutensilien eine Brille mit Futteral, ein kleines Scheerchen, ein Damenhandschuh, ein feines wcißleinenes Taschentuch mit Adelskronen, ein braunseidenes, weiß gefulrelres Sonnenschirmchen und eine Partie kleine Schlüsselchen, mit einem Bändel zusammengebunden. nhtr fDäter Die Eigmthümer werden aufgefordert, sich binnen 3 Wochen bei uns zu melden, widrigenfalls diese Gegenstände aus Verlangen an die Finder zuruckgegcben oo« sparcr zu Gunsten der Armenkasse werden versteigert werden. Gießm "dm 24. Jiili”1868^C ®nten Grobherzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzialhauptstadt Gießen. Nover. Besondere Bekanntmachung. E d i c t a l l a d u n g. 5146) Ansprüche jeder Art an das Vermögen des Kaufmann F. L. Förster zu Ach, über welches der formelle Concurs von Grotzherzoglichem Hofgcrichte Gießen erkannt worden ist, sind im Termin Donnerstag den 24. September l. I., Vormittags 9 Uhr, bei Vermeidung stillschweigend etntretenden Ausschlusses von der Concursmasse dahier anzumelden. Die ausbleibenden oder durch nicht gehörig legitimirte Bevollmächtigte vertretenen Gläubiger werden allen Beschlüssen beti Mehrheit der Erschienenen, insbesondere! auch bezüglich eines etwaigen Arrangements für beigetreten erachtet. Lieh, den 4. Juli 1868. Großherzogliches Landgericht Lich. Sartorius, Cellarius, Landrichter. Landger.-Asscssor. Versteigerungen. 5100) Montag den 27. d. Mts-, Nachmittags 2 Uhr, soll auf hiesigem Ortsgerickt die den Erben des Jacob Schmuck gehörende Hosraithe nochinals versteigert werden, wobei bemerkt wird, daß diejenigen Gläubiger, welche Interesse für dieselbe haben, sich im gcnann- 421 222 300 183 •to entsteht eWg’WWS des 5119) Amerikanische Nähmaschinen W Der Tag )u Worms 'für alle häuslichen und gewerblichen Zwecke, versehen mit den neuesten und praktischsten M Vorrichtungen, werden unter vollständiger M Garantie und gegen erleichterte Zahlungs- A. empfiehlt Half - Canaster ä 24 kr. I. Zoort ä 28 8. Kattrein Amerikanische 5127) C. F. Scmmler, 5101) Limburger Käse, sowie feine F. Bieler, am Kreuz. Drechsler. m m 1168 491 50 in Chemisch analystrt! Praktisch geprüft! 238 256 386 Acker daselbst, 302 Acker, links in der Schwarzlach, 412 Acker daselbst, Brücke, gibt 59*/« kr., Acker in den Gräben, gibt 2 fl. 63/a kr., Acker an der Chaussee, hinter der Pulvermühle, gibt 2 fl. 5% kr., Acker auf den 20 Morgen, gibt54l/2(r.' 203a 206 207 5125) Auf freiivilliges Anstehen der Erben des Großh. Oberappellationsgerichtsraths 0r. Knorr soll die, zu dessen Nachlaß gehörige, auf dem Seltersberg dahier gelegene Hofraithe nebst Garten: Flur Nr. □•Rlftt. unter sehr günstigen Bedingungen öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 16. Juli 1868. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Ebel. I. Paul Liebe, Apotheker und technischer Chemiker. 17'203 Acker an der Steinkaute, gegen die Hohl, gibt 26>/r kr., Acker am grünen Weg in der Pfann- lach, Acker über dem Gäßchen, gibt 423/4 kr., Acker, auf den Läufertsröder Weg, gibt 39 kr., Acker, stößt auf den Wismarer Weg, gibt 55 kr., Acker am Läufertsröder Weg, gibt 263/4 kr., Acker unter der Hardt, gibt 283/4 kr., Acker hinter dem Steinborn am stumpfen Grasweg, 5137) Gute Pflaumen, pr. 100 3 kr > bei Geometer Körner. bedingungen empfohlen bei' Alexander Mayer Versteigerung ber Herbeisuhr der zur Brücke in Schellnhausen erforderlichen Eiseu- theile. 5096) Donnerstag den 30. d. Mts-, Vormittags 9 Uhr, soll bei Gastwirth Deines in Schellnhausen die Anfuhr des Eisenwerks zum Oberbau der Brücke daselbst, im Gesammt- gewicht von circa 170 Ccntnern, vom Bahnhofe zu Gießen auf die Baustelle, öffentlich an die Wenigstnehmenden versteigert werden. Die Accordbedingungen können vom 20. d. Mts. an bei uns eingesehen werden. Alsfeld, den 18. Juli 1868. Großherzogliches Kreisbauamt Alsfeld. Busch. 325 463 ! Frischer Zwiebelkuchen jeden Montag, Mittwoch und Freitag, Morgens 9 Uhr, bei August 9loU, (5110) tnt Stern. Sonnenstraße, vis-ä-vis dem Clubgebäude, hält sein Lager in Kurzwaaren und Besatz-Artikeln, baumwollenen Strickgarnen, Corsetten, Crinolincn, Glace-Handschuhen u. s. w. bestens empfohlen. Aufträge werden umgehend cITectuirt. Briefe franco an das Amerikanische DepOt in HAMBURG von J. JLeitlt« 220 856 Dresden. (5139) 5093) Durch den nicht unbedeutenden Abschlag des Kupfers bin ich in den Stand gesetzt, sammtliche Waschkessel in jeder Größe unter dem seitherigen Preise zu verkaufen. August Schlessinger. Die Anfuhr von Kies bei der Stadt Gießen. 5105) Montag den 27. Juli 1868, des Vormittags 9 Uhr, soll auf dem hiesigen Rathhause die Anfuhr von 12 Cubikklaftern grobem Lahnkies, veranschlagt zu 150 fl., an den Wenigstnehmenden versteigert werden. Gießen, den 22. Juli 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Pserde-Verilwsung in Frankfurt a. M. den 25., 26. und 27. August d. I. Loose hierzu ä 1 fl. 45 fr. bei (5094) Julius Wallach. Feinen holländischen Tabak der Firma Henricus Oldenkott II. Zoon $ Co te Amsterdam €k O. Spruch, alleiniges Depot für Giessen. Canaster Nr. 1 ä — fl. 42 kr., Varinas „ la — „ 56 „ 5112) Soeben sind die ersten Muster meiner ganz neuen Kränze zum Schmucken der Grmber, zum Verkaufe ausgestellt. Es sind dieselben sowohl in der Schönheit, als auch billigen Preises wegen, jeden anderen derartigen vorzuziehen. Bestellungen werden sogleich ausgeführt. Wilhelmine Fuhr. <8 II- » » 36 „ Varinas „ 0 a 1 „ 10 „ Bei Abnahme grösserer Posten entsprechenden Rabatt und Verpackung nach Wunsch des Bestellers. (5095) 89 Hofraithe auf dem Seltersberg, 44 i 156! Garten und Bauplatz das-, Acker am Atzelbusch am Fluthgraben, 711 Acker in der Oberau, Nähmaschinen in verschiedenen Systemen, als: Singer & Co., Trott er & Baker, Howe, Wheeler & Wilson mit Glasfuß und sämmtlichen Apparaten, früher fl. 105 jetzt fl. 90. Handmaschinen mit Kettenstich, Doppelkettenstich und Doppelsteppstich nebst Trittvorrichtungen, unter dreijähriger Garantie, erleichterten Zahlungsbedingungen, treier Instandhaltung und freiem Unterricht. Reparaturen werden billigst besorgt. I. Th. Haubael,. Lied mit Pianofortebegleitung, comp. von H. I. Vincent, Exemplare ä 9 kr- sind zu haben bei der Expedition der Gießener Zeitung. I Jacob Ehrlich s aromatisch-vegetabilische Essenz, bereitet aus den heilsamsten Wurzeln, Kräutern und Blüthen, deren ausgezeichneter Erfolg durch Hunderte von Zeugnissen bekräftigt, wird jedem Leidenden auf's Wärmste empfohlen. Niederlage in Gießen bei Herrn Georg Petri, Neuenweg. wird für mein, bereits in allen größeren Städten Norddeutschlands eingeführtes, Original-Vacuumpräparat: „Liebig's Nahrungsmittel in löslicher Form", ein Vertreter in Gießen, am liebsten Apotheker oder Droguift. ten Termine einfinden wollen, da dieses die letzte Versteigerung ist. Gießen, den 21. Juli 1868. In Auftrag: ___________Wcidig, Ortsgerichtsmann. 5116) Dienstag den 4. August, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf freiwilliges Ansucheit der Kinder erster Ehe des Ernst Ludwig Kämmerer auf dahiesigem Rathhause die denselben gehörenden Grundstücke, als: □■Rlftr. 448 Acker über dem Krofdorfcr Weg, gibt 1 fl. 16 kr., 296 Acker am Krofdorfcr Weg bei der -----— ---- - sy w-'JYUZsy YWJYiy •UYU'st'YC/ -QYVyxUYÖ OYO dJYCZ ■DYQ'KOYC 2 Das amerikanische Depot in Hamburg versendet gegen Nachnahme oder Einsendung des Betrages in haar oder Po® marken das von Herrn JT. Elson in New-York neu erfundene, 5t> 5157) Mein dahier in der Neustadt ge- 5— Limburaer «äse inrnte reine legenes Wohnhaus mit Ladeneinrichtung MafleS - ttä^inae"m ^> i>ll>'cr Krnbnnä und Geschäft bin ich Willens, unter gün- empfi hp Biel r am Krem stigen Bedingungen zu verkaufen oder zu * 7ncler' am Kreuz- verpachten. Carl Schaff st ädt Wittwe, Arbeiter-Hosen, a 1 fl., 1 fl. 12 kr., 1 fl. 24 fr, 1 fl. 36 kr, wiv.uuU, a 1 fl. 45 kr., in allen Größen und Sorten, gens 9 Uhr, bei empfiehlt die Herrenkleiderfabrik von (5110) (5140)_______C. Richter in Gelnhausen. --------——■ - , ------------- 5121) Herbstrübensamen, langen und Für Wirthe. halblangen weißen, empfiehlt i 5120) Aepfelwein vorzüglicher Güte, 2 . im Faß billigst, bei in der Wallthorstraße- H. Sch mall, Lindenplatz. Feilgfbotenes. 5122) Fliegenpapier, rothes und weißes, Fliegenholz und Fltegenleim empfiehlt C- F. Scmmler, in der Wallthorstraße. Wer beide zusammenbestellt, erhält einige Präparate frei. Vorzüglich scharfe Loupen ä 24 Gr. SS1 Sehr zu empfehlen ä 7 Thlr. ein wahrer Familienschatz dj 0,lcr llas vollständige optische Aquarium, R enthält in feinem Lederetui 7 verschiedene sehr interessante, mit allen yk möglichen Vorrichtnngen versehene Mihroseope mit verschiedenen Präparaten (Nr. 1 und 2 inbegriffen) zwei über- 8> raschende optische Instrumente, ein zweites Etui mit 7 Stanhoseopen in Crystall mit Neusilbercinfassung, mit höchst amii- 5% Sanier Gebrauchsvorrichtung, vermittelst einer kleinen emaillirten Cham- p agne r-F läse he mit Catalog und ganz genauer Gebrauchs- anweisnng aller Gegenstände. Sämmtliche Instrumente sind neu und fehlerfrei. StX sowohl im Ganzen, als in verschiedenen Parzellen (Bauplätze) eingetheilt, Dienstag den 28. Juli, Vormittags 10 Uhr, unter den im Termine näher bekannt gemacht werdenden Bedingungen, einer einmaligen und letzten Versteigerung ausgesetzt werden. Die Versteigerungsobjecte können schon vorher durch Vermittlung des Herrn Expedienten S ch w a r z dahier eingesehen werden. Die Versteigerungsbedinaungen liegen bei der unterzeichneten Behörde zur Einsicht offen. Gießen, am 10. Juli 1868. Großherzoglichcs Ortsgericht Gießen. _________________Ebel._______________ 5143) Dienstag den 28. Juli, Nachmittags 1 Uhr, ollen in dem Hause der Johs. Gerhardt Wittwe zu Steinbach nachstehende, zum Nachlasse des Johs- Schäfer Xlll. von Annerod gehörende Gegenstände, als: eine Quantität Drechsler-Handwerkszeug, eine große Quantität zubereitetes Holz, zu Stühlen, Spinnrädern und Bohlen sich eignend, zwei Dreherbänke, ein Nußbaum ; ferner Kleidungsstücke, eine Bettlade nebst Federdecke, eine Taschenuhr rc. gegen baare Zahlung versteigert werden. Steinbach, am 22. Juli 1868. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Gießen: Großherzogliches Ortsgericht Steinbach. Horn. SKS3 Oie engt. Vintes und amerihan. Zeitungen gx haben diesem Aquarium sehr lobende Artihel gewidmet. Die Ip Vorzüglichkeit dieser Mikroscope beweist der enorme Absatz über 2 Mittio- nen stiieh seit deren Erfindung letzten Jahres und sollte dieses Instrument welches bei seiner eleganten Ausstattung kdie nicht etwa in Carton gefasst, sondern in Messingblech emaillirt und vergoldet), so über- raschende und belehrende Unterhaltung gewährt, in keinem Hause, ja selbst bei ix so billigem Preise, keinem Schulknaben mehr fehlen. Die Verpackung geschieht Ifr so sorgfältig, dass für die unbeschädigte Ankunft garantirt werden kann. Kg“ Wiederverkäufer erhalten annehmbare o/o. NB. Baarsendungen gehen am billigsten durch Postanweisungen, und dadurch Portoersparniss. & 10 Jahre lang heiser! $ S 5090) Ihr weißer Brust-Syrup i^ A hat einem jungen Manne von 24 Iah- g § rett, der 10 Jahre heiser war und sich ■«?. nS wohl anderer Mittel ohne Erfolg be- 'S dient hatte, sehr gute Dienste geleistet, % § denn nach Verbrauch von 2 Viertel yt Flaschen wurde derselbe von seiner«5 Heiserkeit befreit. Sein Name ist Alois g Müller in Missen im Allgau. — Diese g i8 außerordentliche Kur hat in hiesiger Gegend allgemeines Aufsehen erregt. Jong in Würteinberg. S I. W. Köhler. § SS Lager bei Fr. Bieler, am Kreuz, ® A in Gießen. g ®’S&S VS **8 -8888 L88888S88888Bl 5149) Eine Hausthüre und eine Treppe sind zu verkaufen bei_______Carl Ebel. 5144) Mein Lager in allen Sorten Parfümerieen, Bau specielle Auskunft, sowie Prospecte, Antragsformulare re. zu haben sind. Jean Boeck in Gießen. v. Sack in Wetzlar. Gerichts-Secretär Schellenberg in Braunfels. 5131) In der neu errichteten Kuttst-Färbersi-, -Wascherei und -Druckerei vou Jacob Kiuhel in Homburg v. d. H. werden alle seidenen, wollenen, halb- und baumwollenen Zeuge und Kleider, Herren- Kleider (unzertrennt), Shawls, Teppiche, Plüsche, Bänder, Schleier, Federn u. s. tu-, Zeug- und Glace-Handschuhe auf's Schönste gefärbt und mit den neuesten und modernsten Mustern bedruckt, auf's Beste und Schnellste chemisch gewaschen und mit den neuesten und besten Maschinen wieder wie neu appretirt. Die Aechtheit der Farben, sowie eine rasche und billige Bedienung wird garantirt. Die Haupt-Niederlage, wo Muster zur gefälligen Ansicht offen liegen und Bestellungen rasch und prompt besorgt werden, befindet sich bei ' Fräul. Susanne Weiß (Hutlager), vis-h-vis dem Herrn Kaufmann Pi stör- Zi nß er scher Garten. Bei günstiger Witterung. 5164) Sonntag den 26. Juli 1 868: Coneert, ausgeführt vom ganzen Musik-Corps des hiesigen Jäger- Bataillons. Anfang 5 Uhr. Entree für Herren 9 kr., für Damen 6 kr. s Auswanderer nach Amerika befördert wöchentlich vermittelst Dampf- und Segelschiffen bei reeller und billigster Bedienung I. M. Schulhof, am Rathhaus. Durch langjährigen Aufenthalt in Amerika bin ich im Stande, jedem Auswanderer die beste Auskunft zu ertheilen. (510t) am Markt in Gießen. DampMrberei^ Druckerei, Wasch- und Flecken- reinigungs-Anstatt von I. C. Böhler/Bnchgasse 18, Frankfurt a. M. 5117) Alle Arten seidene, wollene und genaschte Stoffe der Herren- und Damen-Garderobe, sowie auch Teppiche, Plüsche, «ammet, amast, Federn: re., werden in allen Farben auf's Brillanteste gefärbt und nt den modernsten Mustern Besonders empfehle ich meine chemische, nach Pariser Methode errichtete Neu- Wascherei, wodurch werthvollc Gegenstände, seidene Klerder, unzertrennt gewaschen werden, unbeschadet der Farbe und Fagott des Stoffes. . Durch Anschaffung der neuesten Appretrr-Maschinen bin ich m Stand gesetzt allen Stoffen ihre ursprüngliche Länge, Glanz und Weichheit wiederzugeben. Ewc reiche Auswahl der neuesten Muster liegt zur gefälligen Ansicht offen bet H'rrn Philipp Schlatter am Kreuz, durch welchen Aufträge prompt besorgt roe-tr <■ Thaler 1 „ Pr. Court. Für Auswanderer. Von Bremen nach Sew-Vork wird am 29. August d. I. expedirt, das unter Norddeutscher Flagge fahrende und für Passagiere auf's Beste eingerichtete Bremer Dampfschiff „Smidt,“ Cavt. H- Raschen- Die ermäßigten Passagepreise betragen: für Erste Cajüte.......100 „ Zweite Cajüte (Stcarage) ... 50 „ Zwischendeck.......45 „ > ä erwachsene Person, Kinder unter 10 Jahren die Hälfte und für einen Sauglmg unter einem Jabre in allen Räumen 3 Thaler Preuß. Court. Zum Abschlüsse bündiger lleberfahrtscontracte empfiehlt sich Gießen, im Juli 1868. Die Haupt - Agentur von s Hoffnung, daß die Regierung in jeder Hinsicht die Interessen der Stadt einer Heinrich Fink. Zu recht zahlreichem Besuche ladet ergebenst ein 5) vpn . für Mölme und Pianoforte, b. Romanze in C-dur . . I. Joachim. von . 6) Jrifdjöädicr gießen. am Martplatz. Christian Lampus auf dem Seltersweg. Louis Schneider in der Neustadt. Smidt, 20 4478-45 >/8 R. Schumann. R. Schumann. 9 5 9 oo O 2) 3) 4) von...... a. Romanze in A-moll Börseiiuachrhihteii. 23. Juli 1868. Holl. fl. 10 St. Ducaten 20 Frankens!. 57'/2-58‘/2 47-49 48-50 54-56 38-40 28-/r-29-/r 53-57 48-50 27-28 Die Pfarrgeschäite in der nächsten Woche besorgt Pfarrer Dr. Seel. Denselben. Dem Bürger und Kaufmann, Ferdinand Hoffmann, ein Sohn, Johann Adolf, geboren den 26. Juni. Denselben. Dem Ortsbürger in Kinzenbach und Rottenführer an der Cöln- Giestener Bahn dahier, Jakob Kahl, eine Tochter, Franziska Katharine Friederike Auguste, geboren den 27. Juni. Denselben. Dem Bürger und Schuhmacher, Konrad Simon, ein Sohn, Ludwig Wilhelm, geboren den 6- Juni. Beerdigte Den 18. Juli. Max Emil Christian Hohmeyer, des Bürgers und Leinwebers, Christian Hohmeyer, ehelicher Sohn, alt 2 Al. 22 T-, gestorben den 17. Juli. Denselben. Jeannette Wcippert, ge- borne Schnccko, des Bürgers und Fabrikarbeiters zu Magdeburg, Hermann Weip- pert, Ehefrau, alt 26 I. 6 M. 2 T., gestorben den 17. Juli. Den 19. Juli. Wilhelm Heinrich Baur, des practischen Arztes und Privatdocenten, Dr. Hermann Baur, ehelicher Sohn, alt 1 I. 23 T., gestorben den 17. Juli. Denselben. Marie Pitz, des Ortsbürgers in Watzenborn und Reitknechts dahier, Balthaser Pitz, eheliche Tochter, alt 23 T., gestorben den 18. Juli. Den 20. Juli. Johann Adolf Geißmar, des Bürgers und Metzgers, Emil Geißmar, ehelicher Sohn, alt 1 I. 24 T., gestorben den 18. Juli. Denselben. Hermann Martin Friedrich Herbert, des Bürgers und Küfers, Karl Herbert, ehelicher Sohn, alt 1 I. 2 M. 13 T., gestorben den 19. Juli. Den 21. Juli. Karl Heinrich Emil Schopbach, des Bürgers und Schreiners, Christian Karl Schopbach, ehelicher Sohn, alt 1 M- 28 T., gestorben den 20. Juli. Den 23. Juli. Gustav Wilhelm Hermann Johann Karl Emil Kröll, des Bürgers und Kaufmanns, August Kröll, ehelicher Sohn, alt 2 M-, gestorben den 22. Juli. Den 24. Juli. Elisabeth Katharine Schäfer, des Bürgers und Drechslers, Heinrich Emil Schäfer, eheliche Tochter, alt 7 Dt. 3 T., gestorben den 23. Juli. Denselben. Anton Ebel, Ortsbürger in Lang-Göns und Bremser an der Main- Weser-Bahn dahier, alt 52 I. 6 M- 20 T-, gestorben den 23. Juli. Ouvertüre ,, Nachklänge von Ossian'', von N. W. Gäbe. Die Coneertdirection. Herrn Ntoack Anfang 4 Uhr Nachmittags. Siitrde ä Person 9 fr. Telegraphische Schiffsberichte, mitgetheilt von Chr- Wallenfels jun. Angekommen in New-Uork r Das Bremer Postdampfschiff Amerika, Reisedauer 11 Tage. Staufenberg. Sonntag den 2 6. Juli 1868 : Auch zur Eisenbahnfrage. (E i n g e sa n d t.) In Nro. 85 dieses Blattes erhebt sich endlich eine Stimme, um das 3n< teresse der Einwohner Gießens für die der Stadt Gießen so wichtige Bahnhofs-Anlage der beiden neuen Bahnen rege zu machen. Einsender stimmt völlig bei, daß die bisher gezeigte Theiinahmlosigkeit der Stadt in diesem Falle schwer zu begreifen ist, er glaubt jedoch dem Gemeinderath besonders ven Vorwurf mqchcn zu müssen, daß er seit der Genehmigung der Bahnen seitens der Stände auch nicht das geringste Interesse in dieser so wichtigen Angelegenheit zeigte.*) Anderwärts, besonders in Preußen, betheiligen sich die Stäete als Aktionäre Angekommen in Baltimore: Das Bremer Postdampfschiff Baltimore, Reisedauer 13 Tage. Gesellschaft von gewiegten Geschäftsleuten gegenüber schon gehörig wahren werde, als ob dieselbe, selbst bei dem redlichsten Willen, die Fragen über Wohl und Wehe einer Stadt so genau kennen könnte, als es der Gemeiuderath wenigstens soll. Hier ist nach der Einsicht des Einsencers noch ein nicht wieder gut zu machender Fehler bereits begangen worben. — Ferner stimmt Einsender ganz damit überein, daß der Main-Weser- und in Folge deren v>r Deutz-Gießener Bahnhof eine sehr ungünstige Lage für die Stadt und den Baufond, namentlich der Main-Weserbahn, erhalten hat; „für jedes Helle Auge und gesunden praktischen Sinn ein Stein des Anstoßes, ein Gegenstand des Lächelns." — Jetzt aber treten in jenem Aufsatze oie Kirchthumsinteressen hervor, Venn wäh- renv man anderwärts, z. B. in Köln, viele Millionen nicht gescheut hat, um nachträglich einen Central-Bahnhof zu errichten, während unsere Nachbarstadt Frankfurt bis zum Ausbruche des Krieges 1866 mit dem Plane umging, ebenfalls einen Cenlral-Bahnhof zu errichten, möchte jener Verfasser der kommenden Generation der Stabt Gießen eine kleine Ratlenbahn sichern und zwar blos um den aristokratischen Seltersberg zu demüthigcn und dem Neuenweg und den Neuenbäuen und nebenbei der neuen Anlage auch ihren Bahnhof zukommen zu lassen. Der andere Grund, daß der Main-Weser Bahnhof vom Rathhause, als dem Mittelpunkte der Stadt, bedcutenb weiter als der nach dem Zinßer'- schen Garten projekiirte neue Bahnhof entfernt wäre, wirb, wenn es überhaupt der Fall ist, wohl von keinem vernünftigen Menschen als maßgebend gehalten werden. Natürlich ist hier noch ganz davon abgesehen, welche Unannehmlichkeiten mit diesem Projekte für die von der Main-Weser- ober Deutz-Gießener auf den Oberhessischen Bahnen weiterreisenden Passagiere verbunden wären, z. B. theure Fahrt in einer Droschke, Lösen frischer Blllets, Umexpcviren des Gepäcks rc. — Nach dieser Theorie müßte ber Bahnhof für bic einmal projektirte Bahn Gießen- Altenhunbcn nach dem „Pfau' gelegt werden, blos damit die Wallthor- straße nicht zu kurz käme. — Nach ber Ansicht des Einsenders müssen mindestens die Personen-Bahnhöfe vereinigt werden und zwar können sie dies, wenn, die Anatomie mit dem dazugebörigen Platz, welche doch, seit Professor Bischoff'S Abgang, an jedem andern Platz rer Stabt eben so gut und angenehmer für die Nachbarschaft errichtet werben kann, mit dem jetzigen Territorium des Maiu- Weserbahnhofs vereinigt würde, in welchem Falle sicher genügend Platz für einen geräumigen, dem Verkehr und der Größe der kaum 10,000 Einwohner zählenden Stadt Gießen entsprechenden Central-Bahnhof genommen werden würde. -— Sollte nach genauer Ermittelung für Vereinigung der Güterbahnhöfe auch hier kein Raum vorhanden sein, bann könnte die Oberhessische Gesellschaft, ohne ihren eigenen und den Interessen der Stakt Gießen zu nahe zu treten, den Güterbahnhof in Verbindung mit den Lokomotiv und Wagen-Remisen und den Werkstätten in die Gegend zunächst der katholischen Kirche und des Riegelpfades verlegen. Da Einsender auch keine Autorität im Projcktiren von Bahnhöfen ist, so glaubt er doch hiermit das zweite Glied zu einer längeren Reihe von Aufsätzen eingefügt zu haben, die diesen Gegenstand nach seiner Wichtigkeit gründlich erörtern und die wahren großen von den Kirchihurms - Interessen zu sondern. ____________ V. St. *) Wir muffen die Verantwortlichkeit für diese Behauptung dem Einsender überlassen, werden jedoch eine Erwiederung auf diese, sowie noch einige andere unrichtige Darstellungen in einer der nächsten Nummern von Seiten des Einsenders in Nr. 85 zu veranlassen suchen. Die Redaction. Drittes Concert im Sommer-Abonnement des Gießener Concerl-Vereins Lamstag den 25. Juli, Abends vräcls 6 Uhr, im Club-Saale. Programm: Symphonie in B-dur von.....R. Schn m a n n. Arie für Baß aus „Elias" von . . . Mendelssohn. Fantasiestucke für Violine u. Pianoforte von R. S ch u m an n. Lieder für Sopran, Alt, Tenor und Baß Kn gl. Souver. 11 Rusa. In,per. 9 Holl, in Gold 2 Militär.Concert, ausgeführt vom ganzen Mnsik-Corpö des 11. Jäger-Bataillons zu Marburg, unter Leitung ihres Musikmeisters, Frachtbriefe für die Main-Weser- und Eöln-Mindener- Eisenbabu, sowie sämmtliche zollamtlichen Form« lare, und zu haben bei Wil beim Klee, Mäusburg. Preuss. 41/2% Obi. 955/s Frankf. 3'/2% Obi. 811/4 Nass. 41/2% Obi. 94V8 Kurh. 40/0 Obi. 88’/8 Hess. 4°/o Obi. b. Roths. 90 Vj „ 31/2% do. do. 84 Bayer. 5% Obi. 102-/4 n 4i/z% 1jährige 97e sie Männer, welche, wte Hr. v Persigny nach dem Boulogner Putsch, tu Theo- rien des polimchen Meuchelmords vor der Parr«- kammer unumwunden vertraten, mit Ehrenstellen, Kem- ztn, Befo düngen und Landhäusern überhäufen konnte. Auch möchte ich sagen, daß diese Art von Gewalt- thätigkeit nicht immer so unausbleiblich von der Str afe ereilt wird, wie man glauben mochte, da besagter Hr. v. Persigny, dessen ganze politische Vergangenheit darin I besteht, daß er auf einen Offizier zu schießen versuchte, gegenwärtig Mitglied des Geheimen Raths, Grvß- kreuz der Ehrenlegion und Vertrauensmann der Re- gierung ist. Was mir aber noch immer Spaß macht, das ist, daß, wenn ein Journalist sich erlaubt, es übel zu finden, daß solche Leute über unser Frankreich verfügen, mrn ihm damit antwortet, daß man ihn einen Revolutionär nennt. Es ist immer wieder die köstliche Antwort, welche ein Revolutionär | von 1848 einem Mitglied oeS Bergs gab: „Ein Mensch, welcher die Abschaffung der Todesstrafe verlangt, das kann nur ein Bluttrinker sein." Paris, 21. Juli. Ein T cret vom 18. Juli, das durch den heutigen „Moniteur" veröffentlicht wird, beruft sämmtliche Generairäthe Frankreichs den de« Seinedepartements, wie immer, ousgenom- m«n) von dem 24. August- bis zum 7. September, sowie die BezirkSräthe (wiederum die der^Seine ausgenommen) von dem 21. di- zum 25. September zu der regelmäßigen JabreSfefsion ein. — Der „Etcnrard" meldet, daß Prinz Napoleon, auf der Jacht Jerome - Napoleon von Konstantinopel und Syra kommend, gestern im strengsten Jncognito in Malta angekommen ist. Nachmittags desselben Tags sei er wieder in See gegangen und bade seine Reift gegen Norde» fortgesetzt. Florenz, 21. Juli. U ber die in der heutige:: S tzung der Deputirtenkammer (wie bereits gemel- der) gestellte Interpellation L.rnlarmora's werden folgende Details mitgetheilt. Auf die Frage des Generals, ob Menabrea bereit sei, die Interpellation betreffs des preußischen Generalstabsberichts entgegen- zunehmen, rrklä.te derselbe: er erkenne die edle Gesinnung an, welche Lamarmora zu der Interpellation veranlasse; er bemerke jedoch, daß die einzige Thal fache, daß die italienische Armee 190,000 Mann Oesterreicher in dem Festungsviereck beschäftigt habe, hinlänglich irgend welche Unterschätzung der Wirk samkeit der italienischen Allianz widerlege. Menabrea wie- ferner darauf hin, daß die französische UeberskhUNg des preußischen Berichtes ungenau |u Sobald die preußische Regierung von Lamarmora'- Interpellation Kenittn'ß enthalten, habe dieselbe der italienischen Regierung eine Depesche übermittelt, welche e> kläre, General v. Molike könne die Füh rung ter italienischen Armee nur rühmen. Die der italienischen Regierung vvrgehaltenen Ausdrücke entstammten nicht dem preußischen Berichte, sondern seien der ungenauen Uebertragung der analytischen In structionen zuzuschreiben. Menabrea schließt: Sollte I man b i genauerer Prüfung finden, daß der preußi sche Bericht für die italienische Armee oder die Re gierutig.NachtheiligeS enthalte, so sei es leicht, sich Aufklärung zu verschaffen, ohne die delicate Sache zum Gegenstände parlamentarischer Verhandlung zu machen. Mexico. Nach Berichten spanischer Blätter nimmt die Empörung gegen Juarez immer größere Ausdehnung an. Die Insurgenten Haden mehr als 6000 Mann auf den Beinen und sind Herren eines j großen Theils des Gebiets. Es fehlt ihnen nur. an der Einheit und an einer festen Fahne. Vermischtes. Gießen, im Juli. Auf dem am 28. v. M. in Worms abgehaltenen Landes Feuerwehrtag wurde Gieße» einstimmig zum Vorort gewählt, und es wird demnach die nächstjährige LandeS-Ver- sammlung. mit weicher eine große Hebung und eine Ausstellung von Feuerwehr-Gerät!)schäften verbunden ist, dahier stattfinden. Man darf hoffen, daß dieß den bestehenden Feuerwehren in unserer Provinz und für die Bildung neuer freiwilliger organisirter Corps eine förderliche Anregung geben wird. In letzterer Hinficht bemerken wir noch, daß da« hiesige städtische Feuerwehr- Lommando neu sich bildenden Corps gerne mit der nöthigeu Anleitung und jeder wünschenswerthen Auskunft zur Hand gehen dürfte. Darmstadt, *17. Juli. Das heute erschienene Regierungsblatt 91t. 38 enthält: I. Verordnung, die Einführung der im Großherzogthmn über die evangelischen Kirchenangelegenheiten bestehenden Bestimmungen in den zufolge des Friedensvertrag« mit dem Königreich Preußen vom 3. September 1866 mit dem Großher- zogthum vereinigten Gebietotheile betreffend. II. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Großherzoglichen Hauses und des Aeußern, den zwischen dem deutschen Zoll - und Handelsverein und Spanien abgeschloffe- nen Handel«- und Schifffahrtsvertrag betreffend. III. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums de« In. nern, die Einführung der im Großherzogthmn über die evangelischen Kirchenangelegenheiten bestehenden Bestimmungen in den zufolge de« Fri»de»«vertrag« mit dem Königreich Preußen vom 3 September 1866 mit dem Grvßherzogthum vereinigten Gebietstheilen betreffend. ... IV. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums der Finalen, die Besteuerung des Sier« im Großherzogthmn Baden betreffend, laut welcher im Großherzogthum Baden die nach der diesseitigen Bekanntmachung vom 20. Dezember v. I.. Regierungsblatt Nr. 51, zunächst für die Monate Dezember 1867 und Januar 1868 festgesetzte Erhöhung der Uebergangs- abgabe von Bier auf 1 fl. 50 kr. für die badische Ohm und der Steuerrückvergütung von Bier auf 1 fl. 30 kr. für die badische Ohm auf die Jahre 1868 n»d 1869 ausgedehnt worden ist. V. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Büdingen, die Umlage der Gemeinde Mittel-Gründau für 1868 betreffend. _ VI. Ertheilung eines Erfindungspatentes, ee. Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 8. Juli dem Inhaber der Gandeiib-rrgischen Maschinenfabrik zu Darmstadt, Georg Göbel daselbst, ein Erfindungspatent auf die durch Zeichnung »nd Beschreibung näher erläuterte neue Constrnction einer Datumprefsc für Eisenbahn-Bilsets ic. unter dem Vorbehalte, daß durch diese« Patent Niemand in der Anwendung bereits früher bekannt gewesener Theile der Erfindung gehindert werden soll, während der nächsten fünf Jahre für den Umfang des GroßherzogthumS zu ertheilen. VII. Namen-v er änderunggen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 4. Juli dem Johannes und der Elisabethe Catharina Reinhard zu Leeheim zu gestatten, statt ihres bisherigen Familiennamens Reinhard in Zukunft den Familiennamen Schäfer zu führen. VIII. Charakterertheililngen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 27. Juni dem Bahnwärter und BilletauSgeber auf der Station Bickenbach der Main-Neckar-Eifenbahn, Wilhelm Alt — und dem Bahnwärter und Billetausgeber auf der Station Auerbach dieser Eisenbahn, Conrad Pfannmüller, den Charakter al« Erpeditor zu verleihen. Berlin, 18 Juli. Die „Prov.-Corr." bringt, wie bereits erwähnt, nustmchr einige Mittheilungen über die verheißene „Selbstverwaltung in den Provinzen." Sie erinnert an den Satz in der Thronrede, mit welcher der letzte Landtag geschloffen wurde: „Durch die Bewilligung des Provinzial- fonds für Hannover haben Sie thatsächlich den Boden betreten, auf welchem nach der Absicht Meiner Regierung auch für alle andere Provinzen eine erfolgreiche Selbstverwaltung erwachsen soll." Diese Absicht der Staatsregierung habe in bald darauf versammelten Vertretungen der einzelnen Provinzen A - klang und Widerhall gefunden. Unter den Kundgebungen der selben nehme die bet schlesischen Provinzialstände eine hervorra geube Stelle ein. Dieselben richten die Bitte an den König, daß eine Vereinigung aller ständischen Fond«, Anstalten, Jn. i stitute und Stiftungen in der Provinz Schlesien zu einer gr meinfamen provinzialständischen Verwaltung unter staatlicher Oberaufsicht genehmigt unb unverweilt zur Ausführung gebracht werde. Im gleichen Sinn haben sich die Provinzialstände der Rheinprovinz und Westphalens ausgesprochen, und der Landtag der Provinz Sachsen habe eine besondere Commission niedergesetzt, um die Maßregel» zu berathen, welche zur Errichtung einer einheitlichen ständischen Verwaltung der provinziellen In stitute geeignet erscheinen, unb barüber dem nächsten Proviw ziai-Landtage bestimmte Vorschläge zu machen. Die „Sm.- Corr." ist schließlich mit bet Auffassung sehr einverstanden, daß die Vertretungen der Provinzialverbände, je weniger sie gegenüber der allgemeinen Landesvertretung bas Feld ihrer Thäsig- keit jetzt noch in einem tiefgreifenden Antheile an der Gesetz gebung finden können, um so mehr die Förderung der wirth schaftlichen Jntereffen der Provinzen zum Gegenstände ihrer Wirksamkeit zu machen haben. Berlin, 22. Juli. Der „Staats-Anzeiger" bringt folgende Bekanntmachung der Hauptverwaltung der Staatsschulden in Berlin: „Die ZinSeoupon« der vormals Hannover schen, naffauischen, kurhesfischen, heffen-homburgischen unb schleSwig- holsteinischen Obligationen werden von jetzt ab in gleicher Weise, wie bisher schon die Coupons der preußischen Staatsanleihen durch die Staatsschuldentilgungskaffe in Berlin, die Regie riingshauptkaffen, Hauptsteuer- und Zollämter und die Kreis und Steuerkaffen in den alten und neuen LandeStheilen, die gekündigten Obligationen aber von der Staatsschuldentilgungs kaffe hierselbst, den Regieruilgöhauptkaffen und den Bezirkshaup, kaffen eingelöst werden." — Laut einer Cabinetsordre werden jetzt die' „Douceurgelder" für die in dem Kriege von 1866 eroberten Geschütze unb Fahnen an die betreffenden Regimenter verteilt. Jedes Geschütz wird mit 60, jede Fahne mit 40 Dneaten bezahlt. Im Ganzen beläuft sich die Summe auf 8920 D »raten. Berlin. Norddeutsche« Gewerbegsetz. ra-vom norddeutschen Reichstag beschloffene provisorische Gewerbegesetz, haupsächlich für Preußen und Mecklenburg bestimmt, die einzigen Länder in Deutschland, wo noch keine Gewerbefreiheit besteht, lautet also : §. 1. DaS den Zünften und den kaufmännischen Corporationen zustehende Recht, Andere vom Betriebe eines Gewerbe« auszuschließen, ist aufgehoben. §. 2. Für den Be trieb eines Gewerbes ist ein Befähigungsnachweis 'nicht mehr erforderlich. Diese Bestimmung findet jedoch bis auf Weiteres keine Anwendung auf den Gewerbebetrieb bet Reizte, Apotheker, Hebammen, Advokaten, Notare, Seeschiffer, Seesteuerleute und Lootsen. So weit in Betreff der Schiffer und Lootsen auf Strömen in Folge von Staatsverträgen besondere Anord nuugen getroffen sind, behält e« dabei sein Bewenden. §. 3 Die' Unterscheidung zwischen Stadt unb Laub in Bezug auf ben Gewerbetrieb unb die Ausdehnung desselben hört auf. Die Beschränkung der Handwerker auf den Verkauf ber felbjtverfer tigten Waaren wird aufgehoben. Der gleichzeitige Betrieb verschiedener Gewerbe, sowie desselben Gewerbe« in mehreren Betriebs- oder Verkaufslvealen ist gestattet. §. 4. Jeder Gewerbetreibende darf hinfort Gesellen, Gebülfen, Lehrlinge unb Arbeiter jeber Art in beliebiger Zahl halten. Gesellen und Gehst sen sind in ber Wahl ihrer Meister ober Arbeitgeber unbeschränkt. §. 5. Der Betrieb eine« Gewerbes, zu dessen Beginn nach Maßgabe der bestehenden LandeSgesetze eine polizeiliche Genehmigung nicht erforderlich ist, fanu fortan nut im Wege der Bundesgesetzgebung von einer solchen Genehmi gun'g abhängig gemacht werden. §. 6. DaS gegenwärtige Ge- i setz findet keine Anwendung auf die Bestimmungen der Landesgesetze, 1) über Erfindung-Patente; 2) über das Bergwesen; 3) über die Beschäftigung jugendlicher Arbeitet; 4) über den Verlust ber Vefugniß zum Halten von Lehrlingen al« Folge strafgerichtlichen Erkenntnisses! 5) über die Berechtigung der Apotheker, Gehülfen und Lehrlinge anzunehmen; 6) über ben Betrieb öffentlicher Fähren; 7| über da« Abdeckereiwesen. Königsberg. Micheli«, der preußische Abgeordnete unb I Professor am katholischen Gymnasium zu Braiinsberg, nimmt I e« mit zwei Männern zugleich auf. Er hat den Professor I Vogt zu einer Disputation übet den Materialismus unb ben I Papst Pins IX. zu einer Reformation aufgeforbert. unb eine neue I vermehrte Auflage feiner schon früher gestellten Thesen drucken I lassen. ES werden ohne Zweifel auch diese Thesen wie die frü- I Heren den verbotenen Schriften eingereiht werden. Aber einen Ruck zum Vorwärts wird es doch thun. Nauheim, 20. Juli. Gestern war die hiesige Spielbank I zum letzten Mal Sonntags geöffnet. Da« Bundesgesetzblatt, welches das Gesetz vom 1. d. M. übet Schließung unb Beschränkung bet öffentlichen Spielbanken enthält, wurde am 7. d. M. in Berlin abgegeben. Jedes Gesetz, welches den Termin seiner Wirksamkeit nicht besonder« firert, tritt, laut Bundesverfassung, 14 Tage nach erfolgter Publnatton, hier also mit dem 21. d. M. in Geltung. Kassel, 21. Juli. Von dem deutschen^ Turntage jlt unsere Stadt zum Festort für da« im nächsten Jahre stattfindende allgemeine deutsche Turnfest gewählt worden. Aus Thüringen, 14. Juli. Dem Centralcomitö für da« Schützenfest in Wien ist auch von dem Herzog _ Erich von Coburg durch dessen Cousul eine Ehrengabe, eineprachtige Consoluhr au« Bronee, übermittelt worden. Der „Schutzen-. Herzog" gedenkt also noch seiner Freunde von damals, da er Ehrenpräsident de« be« deutschen Schützenbundes war. Die thüringischen Infanterie - Regimenter tragen auf ihren Helmen jetzt ihrer Doppelstelluug zu Preußen und dem betreffenden Sonderstaate Rechnung. Der Adler mit dem ■Stern wirb in ber Mitte das Landeswappen zeigen »nd auf dem Bande statt „Mit Gott für König" ic. es heißen: „Mrt Gott iir Fürst unb Vaterland" Ans Herrieden wird der Fr. Zig." vom --0. gerichtet. Das europäische Luftmcer ist wieder sehr ruhig. Es herrscht deßhalb, ungeachtet der Luftozean meist nur im mittleren Niveau, selbst noch tiefer steht, in der Regel Morgens heiteres Wetter, welches Nachmittags mehr ober weniger durch Gewitterbildung unterbrochen wird, unb dieser Wckterungscharakter durste sich, da sich die Luftdruckdifferenzen quer von Sudwest nach Nordost durch Europa ziehen, so schnell nicht andern. Indessen hat mit Ausnahme von Italien, wo viel zu viel Re, qen fällt, nirgends genug Niederschlag stattgefnnden. Die Temperatur halt fid) überall über dem Durchschnitt, nament- lich ist e« in Schweden heiß. München, 18. Juli. Nach amtlicher Mitthellung HE Fürst Paul von Thum und Taris, vormals Oberlieutenant und königl. Flügeladjutant (ber mit einer Tänzerin des Actienlhea- ter« in die Schweiz gereist ist) auf feinen bisherigen Adel und Geschlechtsnamen freiwillig verzichtet und den Familiennamen Fels" angenommen. Paul Fels ist sodann vom Könige für seine Person in den Adelsstand mit dem Prädikat „von" erhoben woben. Wien. In dem gewaltigen inneren Kampfe, der gegenwärtig in Oesterreich zwischen Kirche und Staat entbrannt ist, fluche:'« und ebbet'« hin und her, und die Chancen für ben einen ober andern Theil steigen unb fallen. Offenbar waren durch die einmütige Entschiedenheit des Ministerium« und die imposante Haltung des Reichstags Rom und die Freunde de« Coucordats Anfangs betroffen und unschlüssig. Aber man sammelte sich, man sondirte da« Terrain, und bie Bischöfe erachteten e« für angezeigt, mit geharnischten Erklärungen gegen die neue Ordnung der Dinge vorzugehen. Nunmehr mehren sich wieder die Kundgebungen zu Gunsten ber Staatsgesetze. Man wird nie die Hand bieten zu Eingriffen der Staatsgewalt in die Eingriffe der Kirche auf ihrem Gebiet, aber man betrachtet jede Einmischung geistlicher Autoritäten deS In- und Auslandes in die Gesetzgebung als einen mit allen gesetzlichen Mitteln abzuwehrenden Uebergriff. In diesem Sinn wurden Resolutionen und Adressen au da« Ministerium beschlossen in Wi-n, Brünn. Salzburg, Stainz ic., sogar in Bozen. Die Sachen werden sich schließlich dem Anschein nach so stellen: Die Landesbevölkerung vorherrschend für da« Kirchenregiment, oie Bewohnerschaft der Städte für die Staatsgewalt. Bvsth, 17. Juli. Der „Ungarische Lloyd" meldet: Der Präsident de» Honveb-Ceiitralausschnffes, Beniczky, wurde gestern durch einen anonymen Brief eines angeblich sterbenden Honveds, welcher auf ben Feldzug von 1849 bezügliche Dokumente an den Adressaten persönlich aushändigen wolle, nach Ofen gelockt und ist seitdem nirgends aufzufinden. Heute Mittag ging ein anonymer Brief mit dem Poststempel „Ofen" an ben ehemaligen Hvnved Dulovit« ein, worin erklärt wird Beniczkh, weil ber Honvedsache schadend, habe seit gestern zu leben auf geh ort. Die umfangreichsten Nachforschungen erwiesen sich bis jetzt al« vergeblich. Rom. Fund. Bei den Ausgrabungen des Emporium romanum am Ufer der Tiber hat man einen prächtigen Block von carrarischem Marmor entdeckt, ber 585 Kubikmeters hält und mit langen Inschriften bedeckt ist, welche historische Offenbarungen von ber allergrößten Wichtigkeit enthalten, so daß dieser Fund ein wahres Ereigniß für die Archäologen ist. Amerika. Rascher Geschäftsgang. In Californien geht Alles rasch. Kürzlich ward auf dem Wege nach San Juan Nevada der Postwagen um 5 Uhr Morgens um dreitausend Dollars beraubt; nm 7 Uhr ward eine Belohnung auf die Entdeckung ber Thäter gesetzt; um 12 11 br waren bieieiben ermittelt; um 2, Uhr war das ganze Geld wieder zur Stelle geschafft; um 5 Uhr wurden die Räuber erschossen und um 6 Uhr wurden sie begraben. Amerika. Auf dem Erie-See hat sich am 30. Juni wieder eine» der auf den amerikanischen Gewässern nur allzu häufigen Unglücke ereignet. Der Dampfer „Morning Star" stieß auf der Fahrt von Cleveland nach Detroit gegen die Barke „Cortlaud" an, unb beibe Fahrzeuge verschwanden binnen wenigen Minuten unter dem Wasser. Alle Menschen _ an Bord', 83 zusammen, wären rettungslos verloren gewesen, hätte fich nickt in ber Näh- zufällig ein anderer DaniM befunden, dessen Mannschakk 63 der Untersinkenden rettete. Die übrigen 20 sinv verschwunden und ohne allen Zweifel ertrunken. In Europa erregen solche Ereignisse noch Entsetzen. In Ameri'a aber nimmt das Publikum, auch sogar da« reisende, derartige Berichte mit Gleichgültigkeit entgegen. Von Einem Gesichtspunkte au« betrachtet, ist dieser Kaltsinn noch ein Gluck zu nennen; beim sonst müßte ein Bürger ber Vereinigten Staaten fast sein ganzes Leben in nervöser Aufregung babinjittern. Aus einem M usika 1 ien - Ka talog. Nachstehende Lieber fanden sich mit Angabe de» Preise« also annoncirt: „Ich bin ein freier Mann unb finge für 5 Sgr. — Aennchen von Tharan vierhändig. — E« waren einmal zwei Schwester» für gemischten Chor. — Auf, tapfere Brüder, fummelt euch 7'/, Sgr. — Der Feind ist da, die Schlacht beginnt mit Violm- Begleitung. — Fordere Niemand 2 >/2 Sgr. —. Gott erhalte Franz ben Kaiser vierstimmig. — Einsam bin ich doppelchöng. — Was ist de« Deutschen Vaterland? Gemischter Chor. '« Alle« ein«, ob ich Geld hab' ober 5 Sgr. — Blaue Aeug- lein find gefährlich für Streichinstrumente. — Drei muntere Burschen saßen achthändig für zwei PianoforteS eingerichtet — Begränzt mit Laub für vier Männerstimmen. — Was klappert am' Dach mit Guitarre. — Gib, blanker Bruder, gib nm Wein für vollständiger Orchester. — 3m kühlen Keller fitz w | hier Solo mit Viola. Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr- Pietsch) in Gießen.