Samstag den 26. Deeembcr erscheint kein Anzeiger. . Die Expedition. Preis vierteljährlich 36 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 49 fr. Gießener Anzeiger. Erscheint wöchentlich dreimal: Dienstags, Donnerstags und Samstags. — Expedition: Tanzleibcrg eit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen. Ne. 132. Donnerstag den 24. December 1868. Einladung zum Abonnement. Mit dem 1. Januar 1869 beginnt ein neues ^jähriges Abonnement auf den Gießener Anzeiger. Derselbe erscheint nach Form und Inhalt , wie seither wöchentlich dreimal, Dienstags, Donnerstags und Samstags, und kostet in Gießen vierteljährlich 36 Kreuzer frei iws Haus geliefert. — Für auswärtige Abonnenten, welche nur bei der Post oder den Landpostboten abouniren können, betragt der ^jährige Abonmmentövreis LS Kreuzer incl. Postaufschlags. Mir Die auswärtigen Abonnenten machen wir daraus aufmerksam, daß nur dann vollzählige Nummern des Blattes geliesert werden können, wenn sie schon jetzt bei der Post ihr Abonnement erneuern. Den Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, das Blatt auch im I. Quartal 1869 zusenden und den Abonnementbetrag wie seither durch Quittung erheben lassen. Die Expedition des Gießener Anzeigers. Amtliche Bekanntmachungen. Gießen, am 15. December 1868. Betreffend: Das Landgestüt, nunmehr die Untersuchung der als Beschäler zu benutzenden Hengste von Privatpersonen für 1869. Das Großh ermögliche Kreisamt Gieße» an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Allendorf a. d. Lahn, Annerod, Berörod, Beuern, Dorf-Gill, Eberstadt, Ettingshausen, Gießen, Großen-Linden, Hattenrod, Hausen, Holzheim, Lang-Göns, Leihgestern, Lich, Lollar, Rieder-Bessingen, Ober-Hörgern, Oppenrod, Reiskirchen, Rödgen, Ruttershausen, Staufenberg, Trohe, Watzenborn und Wikseck. Wir erinnern Sie an Erledigung der Verfügung vom 23. November 1868 binnen 8 Tagen. Dr. G o l d m a n n. Gießen, am 5. December 1868. Betreffend: Die Revision der Hypothekenbücher in den Gemeinden des Landgerichtsbczirks. Das Groß herzogliche Landgericht Gießen an die Großherzoglichen Drtsgerichte des Bezirks. Bei der diesjährigen Revision der Hypothckenbücher haben wir wahrgenommen, daß bei Vielen von Ihnen die das Hypothekenwesen betreffenden Generalactcn nicht vollständig, daß auch bezüglich des alphabetischen Namcnsregisters zum zweiten Bande der Hypothckenbücher bis jetzt der Vorschrift des §.6 pos. 2 Ihrer Instruction, betreffend das Hypothekenwesen, nicht entsprochen worden. Wir fordern Sie darum auf, dieses Register, sobald Sie solches entbehren können, zur Nachholung des Erforderlichen an uns einzusenden und lassen gleichzeitig nachstehend ein Vcrzeichniß der General-Ausschrciben folgen, die in Ihren Generalactcn nicht fehlen dürfen. Wer von Ihnen diese Ausschreiben noch nicht besitzt, wird sich wenigstens eine Abschrift derselben anschaffen und werden wir bei der nächstjährigen Revision darauf sehen, daß Ihre Generalactcn vollständig. Die oben erwähnten Generalausschreiben sind: 1) Rescript des Großherzoglichen Landgerichts Gießen vom 21. Juli 1861 an die Großherzoglichen Ortsgerichte seines Bezirks, betr.: den §. 4 der Instruction für die Ortsgerichte vom 23. April 1859 über das Hypothckenwesen. 2) Rescript desselben an die Großherzoglichen Ortsgerichte seines Bezirks vom 16. April 1862, die Instruction für die Großherzoglichen Landgerichte, das Hypothekenwesen betreffend. 3) Rescript desselben vom 14. December 1863 an die Großherzoglichen Ortsgerichte seines Bezirks, die Einführung des Gesetzes über das Pfandrecht, hier den Artl7. dieses Gesetzes insbesondere die Frage wegen Zahlung ortsgerichtlicher Gebühren in Folge des Eintrags früher entstandener gesetzlicher Hypotheken betreffend. 4) Rescript desselben vom 28. August 1864 an die Großherzoglichen Ortsgerichte seines Bezirks, die neue Psandgesctzgebung, jetzt insbesondere den für die nachträglichen Einträge in dem Hypothekenbuche zu bestimmenden Raum. 5) Rescript desselben vom 2. Februar 1865 an die Großherzoglichen Ortsgerichte seines Bezirks, die Revision der Hypothckenbücher betreffend. 6) Rescript desselben vom 13. October 1866 mit Anschluß eines Generalausschreibcns Großherzoglichen Hofgcrichts der Provinz Oberhessen vom 27. September 1866, die Einträge in die Register der Hypothckenbücher betreffend. 7) Rescript desselben vom 28. October 1867 an die Großherzoglichen Ortsgcrichte seines Bezirks, die Einführung der neuen Pfandgesetzgebung betreffend. Bötticher. Besondere Bekanntmachung. 9720) Zur Bezahlung der Zinsen, welche von den bei der hiesigen Spar- und Leihkasse angelegten Kapitalien am Ende dieses Jahres fällig werden, sind nachstehende Termine festgesetzt, und zwar: 1) Donnerstag den 24. December, 2) Dienstag „ 29. „ 3) Mittwoch „ 30. „ 4) Donnerstag „ 31. „ Die Interessenten werden daher aufgefordert, die Zahlung an diesen Tagen in Empfang zu nehmen und hierzu durch Vor- zcigung der Schuldscheine sich zu legitimsten. Zugleich wird bemerkt, daß die auf den Donnerstag fallenden Zahltage für die Interessenten der Stadt Gießen, die übrigen Zahltage dagegen für die Auswärtigen bestimmt sind. Die Herren Bürgermeister werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen. Gießen, den 25. November 1868. Der Rechner der Spar- und Leihkasse: Kehr. Freitag den 8. Januar 1869, Vormittags 10 Uhr, im Geschäftslocale der unterzeichneten Di- rection auf dem Bahnhofe zu Cassel anbe- 4000 Stück Stoßschwellen u. 16000 „ Mittelschwcllen, von Eichenholz, im Wege der öffentlichen Submission beschafft werden. Termin hierzu wird auf Versteigerungen. 9733) Für den Bedarf der k« Main-Weser-Bahn im Jahre sMM 1869 sollen räumt, in welchem die eingegangenen Offerten — welche frankirt und versiegelt mit der Aufschrift „Submission auf Schwellenlieferung" einzureichen sind — im Beisein der etwa erschienenen Submittenten werden eröffnet werden. Die Lieferungsbedingungen liegen bei den Materialien-Verwaltungen der Main-Weser- Bahn zu Cassel, Gießen und Frankfurt a.M. zur Einsicht aus und können auch daselbst auf mündliches resp. portofreies Ansuchen unentgeltlich empfangen werden. Cassel, am 17. December 1868. Königliche Directton der Main-Weser-Bahn. billigsten Preisen. 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Dieselben sind mit allen Apparaten versehen und werden unter vollständiger Garantie und zu den billigsten Prei- f en d erlauft Zugleich mache ich auch auf eineHandmaschine eigenen Fabrikats (System Willcox & Gibs) aufmerksam, die gleich großen Maschinen mit verschiedenen Apparaten arbeitet und bei sehr billigem Preise zu Weihnachtsgeschenken vorzüglich geeignet ist. (9722)________________I. Th. Haubach. | Lilionese entfernt in 14 Tagen alle Hautunreinigkeiten, Sommersprossen, Leberflecken, Pockenflecken, Finnen, Flechten, gelbe Röthe der Nase und serophulöse 9783) Montag den 28. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, sollen in dem Pfarrhofe zu Kirchberg nachstehende Gegenstände, als: 1 Pferd, 2 trächtige Kühe, 1 Wagen mit Zugehör, 2 Pflüge, 1 Egge, Heu und Stroh in Abtheilungen versteigert 'werden. Staufenberg, am 22. December 1868. In Auftrag: Vogel, Kirchenrechner. Louis 6*ail, Hutmacber. Gesundheits - Schuhe lir Herren und Damen mit Holzsohlen und mit Filz gefüttert, ind neu angekommen und werden zu Fabrikpreisen äußerst billig Die Justin Gberhardt'scheNdufikalien-Handlung (Mufikalien-Leihanstalt), welche nur gediegene Werke neuerer Com- ponisten, sowie sämmtliche Sonaten, Symphonien rc. von Mozart, Beethoven, Haydn und Clementi, fast alle in mehreren Exemplaren enthält, wird von heute an mit einem Nachlaß von 40 bis 50 pCt. des Ladenpreises ausverkauft. Cataloge werden auf Verlangen gratis verabfolgt. Gießen, den 12. December 1868. ÜZuWeihnachts-Geschenkengteiglltt!! empfehle ich mein jetzt in sehr reichhaltiger Auswahl ausgestattetes Lager meist selbstgefertigter Regenschirme, itr deren Güte ich Garantie leiste. Daniel 31looq, Schlosigasse, offerirt einem geehrten Publikum eine große Auswahl Herren- und Damen-Stiefel, Kinderstiefel u. s. w. — Ferner hält derselbe ein großes Lager in Winterschuhen und Stiefeln zu den Oefen und Herde zu Steinkohlen- und Holzbrand, Feuerungs- und Kücheugeräthschaften, Stein- und Braunkohlen, in ganzen und geih eilten Waggon-Ladungen und im Einzelnen (9719) empfiehlt I- G. D. Bapst. Vergebung von Arbeiten bei der Stadt Gießen. 9791) Die bei der Stadt Gießen nöthigen Arbeiten, als: 1) die Anfuhr von Kies, veranschlagt zu 45 fl-, 2) das Anfahren und Kleinmachen des Holzes für die städtischen Anstalten pro 1869, 3) die im Taglohn auszuführenden Hand- und Fuhrenarbeiten und 4) das Reinigen der Oefen in den Schulen, im Rathhause und auf dem Thurm sollen Montag den 28. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, im Rathhaufe öffentlich vergeben werden. Gießen, den 22. December 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Gummiwaaren-Lao-er o en gros & en detail. •Fo se pli Rri eger in Mainz. 9725) Grosses Lager in Gummischuhen, T uchschuhen und Stiefeletten mit Gummisohlen und Besatz. Gummi-Schläuche für Gas-, Dampf- und Wasserleitungen. Gummi-Platten, Schnüre zum Verdichten bei Dampfmaschinen. Kaout- chouc-Kämme. Federhalter, Falzbeine, Ledertuche. Waschtuche für Möbel und Fussböden. Schweiss-Taffets. Regen-Röcke. Bettunterlagen, wasserdicht. Schuh-Gummizüge, Gürtel, Hosenträger, Strumpfbänder, elastische Litzen, Bänder und Kordel. Sauger auf Milchflaschen, Zahn- inge, Zahnkitt. Trinkbecher. Schwämme. Tabak - und Schwammbeutel , Hosenstege, Schweissblätter in Kleider, Armhalter, Badekappen. Cigarren-Etuis, Portemonnaies, Nece- cessaires. Reise-und Toilettetaschen. Fischbeine. Schuh-Lack. Glanzwichse. Wischgummi uud Radirgummi. Guttapercha in Platten. Schnüre für Drehbänke. Guttapercha - Papier zu Aufschlägen. Schmucksachen von Caoutchouc, als Brochen, Armringe, Uhrketten, Damenketten, Gürtel-Schnallen, Kreuze, Herzen etc. Chirurgische Instrumente, als: Luftkissen, Schnürstrümpfe, Clysierspritzen, Catheter, Suspensorien, Däumlinge uud Brusthütchen etc. etc. Kinderspiehvaaren von Gummi. Ballen, Rasseln, Puppen und Schreithiere. 9750) Ein Garten am Wetzlarer Weg und ein Sandstück sind aus freier Hand zu erkaufen. Das Nähere bei Ehr. Burck- hardt am Asterweg. feuerfeste Caffafchränke mit Drcsor- und Brama-Schlössern, in allen Größen und elegantester pTyrojil Möbclform, für deren Güte garantirt wird, verfertigt zu den billigsten'Preisen Butzbach. Georg Kunz, " "'--‘‘"'>3-' Schlossermeister. 9767) Die Stollwerck'schen Brust- Bonbons habe ich einer näheren Prüfung unterworfen und nachdem ich mich von ihrer vortrefflichen Composition überzeugt, keinen Anstand genommen, sie meinen Patienten zu empfehlen! Ich bescheinige hier« mit öffentlich, daß ich der Caramellen günstige Wirkung bei selbst langwierigen Katarrhen, ganz besonders bei Reizhusten, wahrzunehmen vielfach Gelegenheit hatte. Districtsarzt Dr. Walloth. In versiegelten Packeten mit Gebrauchsanweisung ä 4 Sgr. stets auf Lager in Giessen bei C. W. Dietz, L. Frohn- Häuser u. Hofcond. Ed. Lind; in Aliendorf a. <1. I.da. bei Apoth. C. L. Harb; in Butzbach bei Val. Wiest- ler: in Friedberg bei I. A. Windecker ; in Hungen bei A. Buch; in Flieh bei H. C. Bingmann. 9739) Obergährige Hefe, täglich frisch. E. Pitthan. 9690) Frische Hese _9736) Meinen Bierverkanf über die Straße, die Flasche zu 6 und 7 fr., bringe ich in empfehlende Erinnerung. __E- Pansch, am Asterweg. 9797) Blühende Maiblumen, Tulpen, Azaleen, ferner Gnmmibäume und sonstige schöne Blattpflanzen sind zu haben in der Samenhandlung wie in der Handels- 9737) Vorzüglicher ISGSr Aepfelwcin, der Schoppen zu 3 fr., bei _______________E. P a u sch, am Asterweg. 9735) Ofenschirme, Verdampfschaalcn, eiserne Bettstellen, Blumentische, Fla- schenschrünke, Kinderschlitten, Dampfkocher, Waagen ic. empfiehlt ___Emil Pistor. 9730) Zurückgesetzte Porzellan-Petroleum - Lampen und Kinder-Lämpchen, erstere von 5 fl. an, bei F. Haben i ch t. 9792) Trockenes Buchen - Scheitholz im Stecken, sowie kleingemachtes, per Ctr. 50 kr., ferner Braunkohlen und Steinkohlen erster Qualität empfiehlt L. Klinkel- Harzer Canarienvogel mit ausgezeichneten Hohlrollen-, Koller- und Nachtigallentourcn und eine schtvarzköp- fige Grasmücke werden abgegeben im Hause des Gerbers Herrn Joh. Mignon vor'm Langgasserthore in Wetzlar. (9724) g Herren-Shaivls in schöner Auswahl und billigen Preisen empfiehlt ________Aug. Montanus. 9752) In keiner Haushaltung soll fehlen : Universal-Magen-Liqueur, genannt Victoria, von Franz von Metternich in Mainz. Das einfachste und sicherste Mittel gegen Magenleiden aller Art- Zu haben in ganzen Flaschen ä 1 fl. 24 fr., „ halben „ -» — „ 45 „ „ Viertel- „ » — „ 24 „ | Will), Neuenbäuen 85, empfiehlt eine große Auswahl lackirter Blechwaaren, ordinär und fein, als: Präsentirteller, Flaschenteller, Spielteller, Brodkörbe, Obstkörbe, Messerkörbe, Gläserkörbe, Zuckerdosen, Zuckerstreuer, Tabaksdosen, Toilettenkasten, Gewürzkasten, Briefkasten, Spuckkasten, Botanifirbüchsen, Sparbüchsen, Wandwaschgefäße, Aschenbecher, Wandfeuerzeuge, Schreib- zeuge, Federkästchen, Köcher, Vogelkäfige re. re.__ 9757) Von dem R. Zimmermann'schcn Malzextract, welches genau nach der Hoffschen Methode hergestellt, jedoch bedeutend billiger und nach Ausspruch vieler ärztlichen Autoritäten und hochgestellter Personen besser ist, als das von Hoff productrte, empfehlen die Flasche zu 5 Sgr. incl. Glas I. A. Busch Söhne, in Gießen. NB. Alle Angriffe des tc. Hoff bleiben unerwidert, da, wie schon in einer früheren Nr. dieses Blattes bemerkt, der Gewinn des Zimmermann nicht w groß ist, stch mit Jenem, welcher durch die für seine Fabrikate empfangenen enormen Preise in ver- haltnißmaßig kurzer Zeit ein sehr reicher Mann geworden ist, in einen Zeitungskrleg einlasfen zu können. Das Publikum möge selbst urtheilen. Lahrer Huckende Bote für 1869 CIlufL ca. 3/t Million) ist stets bei allen Buchhändlern und Buchbindern vorräthig. Haupt - Agentur: Bindernagel S> Schimpfs, _______________in Friedberg._______ 9738) Sehr gute eingemachte Salz- und Essiggurken bei E. Pausch, Asterweg. •ciimV ■i 9747) Papisrkragen und Manschetten em pfiehlt billigst L. Kattrein. I Louis Frohnhäuser zeigt hiermit ergebenst an, daß seine Weihnachts-Ausstellung eröffnet ist. 9799) Seidene Regenschirme, Alpaca- Kinderschirme, zu Festgeschenken sich eignend, zu äußerst billigen Preisen und in anerkannt guter Maare, bei Frank. (Hotel zum Prinzen Carl). Lampen-Fabrik von F Haberricht empfiehlt Tisch-, Hänge-, Wand- und Küchenlampen, Porzellan-, Glas- und Broncelampen, Flurlampen, Lüstre, 2-, 3-, 4-, und 6armig. (9751) Z Geschäfts-Kale ndev mit breitem weißem Feld hinter jedem Monat zum Einträgen von Notizen, zwei Sorten, pr. Stück 4 Kreuzer; ComptoirKarenÖer, in 4to.z pr. Stück 3 Kreuzer; Kleine Etuis-Kalender^ in 8to., pr. Stück 2 Kreuzer, bei Wilhelm Klee. Wiederverkäufer erhalten angemessenen Rabatt. 9754) Amerikanische Nähmaschinen für alle häuslichen und gewerblichen Zwecke, versehen mit den neuesten und praktischsten Vorrichtungen, werden unter vollständiger Garantie und gegen erleichterte Zahlungsbedingungen empfohlen bei Alexander Mayer. 9753) Zu den bevorstehenden Festtagen bringe ich hiermit mein Lager billiger Mousseux, Düsseldorfer Punsch - Essenze, Arrac, Portwein, Madeira, Sherry in empfehlende Er- innerung.________________________________ E. Pitthan. 9759) Dem Herrn Ernst Hermes haben wir den Verkauf unserer Theen in Packeten für Gießen und Umgegend übertragen. Bremen, im December 1868. Schulz Lt Upken. Bezugnehmend auf obige Annonce halte ich obige Theen in frischer Waare und ausgezeichneter Qualität in Packeten von i/10 und y4 Pfund geneigter Abnahme bestens empfohlen. Ernst Hermes. 9787) Reujahrs-Gratulations-Karten in ganz neuer Sendung empfiehlt Will). Klee, Mäusburg. | Beachtenswerth! Die von mir längere Zeit mit dem Kräuter-Ltqueur aus der Fabrik des Herrn Franz von Metternich in Mainz angestellten Versuche ergeben, daß derselbe den Appetit wecke, indem er die Magenschleimhaut zur Thätigkeit anregt, die Absonderung eines normalen Magensaftes befördert, den Einfluß der Magenorgane auf die Verarbeitung der Speisen wohlthätig regelt und ein angenehmes Wärmegefühl und Wohlbehagen im ganzen Organismus verbreitet. Ich kann daher den von Metternich'schen Magenliqueur allen Denjenigen, die an Appetitlosigkeit entsprungen aus Verdauungsschwäche, an dem so lästigen Magendrücken verbunden mit Aengstlichkeitsgefühl nach Tisch, an Ausstößen, an Ueblichkeiten, an wäßrigem Erbrechen des Morgens, an Sodbrennen, an Magenkrampf rc. leiden, als ein diätetisches Mittel zum täglichen Gebrauch, nach der jeder Flasche beigegebenen Anweisung mit vollem Bewußtsein auf das Wärmste empfehlen. — Mainz.. Fetiac ConfeM, Dr. phiL, med. et chir. Director der med., gym.- und physikalischen Heilanstalt. Alleinige Niederlage für Gießen und Umgegend bei Herrn Eduard Lind, Hofconditor in Gießen. t* tD O Meinen Vorrath an Filz-, Seide- und Stoss-Hüten verkaufe ich, um damit zu räumen, unter dem Fabrik-Preise. Ebenso bringe ich mein reichhaltiges Lager in Mützen in empfehlende Erinnerung. Georg Ei ff, Wallthorstraße. Zur ges. Beachtung. 9670) Das Mehl aus der K u n st m ü h l e der Herren Franz Peppler 84 Comp. wird bei uns in gleicher Qualität zu denselben Preisen, wie in der Mühle, verkauft. I. A. Busch Sohne. 9671) Ein Rcgcnrock ist zu verkaufen. Zu erfragen bei der Exped. d. Bltts. 9662) Eine neue Sendung schöner Spiel- waare», besonders schöne große Puppen, ist aufgestellt bei Georg Sch mehl, am Brand. Krampf-, Keuch- oder Stickhusten. 9776) Der Gebrauch von einigen Flaschen weißen Vrust-Syrup aus der Fabrik des Herrn G- A. W- Mayer in Breslau, bezogen von Herrn A- Herz hier, welchen ich bei meiner Kinder starkem Keuch - und Krampfhusten angewandt, war von außerordentlich hilfreichem Erfolg, und mit Recht ist dieser angenehme Saft in solchen Fällen zu empfehlen. Schneidemühl, 26. December 1867. Dine. Reumann, Lehrer. Obiger Syrup ist stets zu Fabrikpreisen vorräthig in Gießen bei Friedrich Bieler, am Kreuz. Vermiethnngsn. 9785) Mein Geschäftslokal mit Familienlogis nebst Hofrailhe mit Scheuer und Stallung ist anderweit zu vermiethen und am 1. April k. I. zu beziehen. Fr. I. Möhl Wittwe, Wallthor- 9798) In dem Nebenhause des Herrn Fr. Schwa ab ist ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. 9729) H. M. JugHardt ist gesonnen, das von ihm gekaufte Loos'sche Haus vom 1. Januar 1869 an ganz oder auch getrennt auf längere Zeit zu vermiethen. 9790) In meinem neuerbauten Hause ist ein geräumiges Familienlogis mit Zugehör, den 15. März nächsten Jahres beziehbar, zu vermiethen. P. Plank, in der Wolkengasse. 9718) Ein freundlich möblirtes Zimmer mit Cabinet ist zu vermiethen Wallthor- straße Lit. A. Nr. 227.______________________ 9723) Ein kleines freundliches Familienlogis ist zu vermiethen und sogleich zu be- ziehlW» Zu erfragen bei der Exped. d. Bl. 9728) Zwei komfortable möblirte Zimmer (Wohn- und Schlafzimmer), ebener Erde und nahe vor der Stadt, sogleich beziehbar, find zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 9755) Ein sehr freundliches, möblirtes Zimmer ist zu vermiethen. Georg Plank, _________________________in der Neustadt. 9758) Wegen Ueberzug in sein elterliches Haus sind die bisher von Herrn Hofger.- Advocaten Kraft bewohnten Räume in meinem auf dem Seltersbergc gelegenen Nebenhause (aus 6 Stuben nebst Zubehör bestehend), anderweit zu vermiethen und den 1. Mai k. I. zu beziehen. ____________________ Peppler. 9749) Ein möblirtes Zimmer ist zu ver miethen bei Eduard Ottmaun. 9744) Ein möblirtes Zimmer mit Cabinet ist zu vermiethen bei H. Rübsamen, auf der Mäusburg. 9748) Ein Familienlogis ist zu vermiethen und kann dasselbe sogleich bezogen werden. H. Schäfer, Neustadt. Vermischte Anzeigen. 9768) Auf der Chaussee von Gießen nach Lollar wurde ein Stäbchen Eisen" und eine Peitsche gefunden. Die sich legitinurenden Eigenthümer können genannte Gegenstände gegen Erstattung der Jnseratgebühren bei mir in Empfang nehmen. Aug. Zimmermann, in Lollar. „Heiterkeit." 9745) Bei der am 3. Weihnachtsfeiertage im „Prinzen Carl" stattfin- Tnden Tanzunterhaltung kann sich jeder Theilnehmer an der dabei vorzunehmenden Christbescheerung betheiligen. Die Gegenstände (Betrag: nicht unter 12 kr.) werden am 3. Feiertage von Morgens 9 bis Nachmittags 4 Uhr im 1. Stock (Prinzen Carl) entgegengenommen. Der Vorstand. Zur gefälligen Noch. 9731) Sowohl denjenigen Gicht-, Hä- morrhoidal- und Bleichsucht-Kranen, die ich in Behandlung habe, als auch Denjenigen, die meine Hülfe in Anspruch zu nehmen beabsichtigen, hiermit zur Nachricht, daß ich von Coburg nach Berlin übergesiedelt bin. Dr. Müller, jetzt Berlin, Manerstr. 63, 1 Tr. Kurprospeete: gratis und franco. Miuderbemittelte finden Berücksichtigung. Militär-Vorbildungs-Anstalt zu Cassel, Garde-du-Corps-Platz Nr. 3. 9775) Schnelle und sichere Vorbereitung zum Fähnrichs- und Freiwilligen- Examen. Erfolge nachweisbar sehr günstig. Prospecte gratis. von Hartung, König!. Lieut- a. D- und Dirigent. 9784) Am zweiten Feiertage, Abends von 6 bis 12 Uhr: Tanzmusik im Promenadehause. Th. Lony. 9773) In der Hirs ch - Apoth eke ist vor etwa drei Wochen ein schwarzseidener Regenschirm stehen geblieben. 9774) Ein braver fleißiger Junge, der sich auf feineres Metalldrehen cinüben will, findet bei sofortiger Bezahlung dauernde Stellung. Bei wem ? sagt die Exped. d. Bl. 9742) Es wird zum sofortigen Antritte des Dienstes in Wetzlar eine erfahrene Köchin gesucht, welche auch dem Haushalt vorstehen kann. Näheres bei der Expedition d. Bltts. 9772) Einen geübten Scribcntcn sucht per 1. Januar 1869 L- Labrvisse, Hofger.-Advoeat- 9741) Am zweiten Feiertag: Tanr-Mlifik im Saale des Gasthauses zum Adler. Anfang 4 Uhr- B. Oswald. 9782) Es wird ein ordentliches Lanf- mädchen gesucht. Näheres bei der Exped- d. Bltts. Bürger-Club. 9743) Die auf den 26. December anberaumte Tanzunterhaltung findet im Gasthof jum Einhorn statt._________________________________Der Vorstand. Im großen Saale des Cast Leib. 9788) Am -ritten Weihnachtsfeiertage: Großes Militär-Concert, ausgeführt vom ganzen Musik-Corps des Großh. Hess. II. Jnf.-Reg., unter persönlicher Leitung seines Dirigenten Herrn D. Reifert. Anfang halb 4 Uhr. Entree ä Person 9 kr. 9771) Samstag den 2 6. December: Gute Tanzmusik bei Gastwirih Heinrich Reh in Oppenrod. „Ein alter lieber Freund zovialen Sinnes und kern haft deutschen Herzens" wird der Lahvev Hinkende Bote von der Nationalzeitung genannt. (9779) Gewerbebank. 9778) Genera lverfa mm lnng: Dienstag den 29. d. ZR., Abends 8 Uhr, im LeLb'schen kleinen Saale. Tagesordnung: Vorlage und Verathnng des redivirten Statuts. Die Wtitglieder werden dringend zu recht zahlreicher Betheiligung eingeladen. Giesen, -en 24t. December 1868. Der Ausschuß. § Nb° ..ALLEM AN.\1A Allgemeine Licitationsbank für Seliuldforclerimgen und Werthpapiere = Wilhelm Hafer & Co., Berlin = 99 Friedrichsstrasse 99, ertheilt zuverlässige Auskunft über Personen und Geschäftshäuser auf allen Handelsplätzen des In- und Auslandes, also auch auf allen überseeischen; weist die besten Quellen für den Bezug und die besten Wege für den Absatz beliebiger Handels-Artikel nach; besorgt Incassi auf allen Plätzen des In- und Auslandes und dient als Domieil für Wechsel; vermittelt Streitigkeiten zwischen Käufern und Verkäufern durch Arrangements auf gütlichem Wege; führt Prozesse, besorgt und überwacht die Execution auf allen Plätzen des In- und Auslandes, übernimmt Vertretung der Gläubiger in Concursen, besorgt Schuldnern die Regulirung ihrer Geschäftsbücher und vermittelt einen aussergerichtlichen Aceord mit den Gläubigern; veröffentlicht allmonatlich durch Listen die Namen und Adressen böswilliger oder gewerbsmässiger Schuldenmacher, insbesondere auf den Haupthandelsplätzen des In- und Auslandes. Die Preise und Bedingungen für wir lieh erfolgte Leistungen sind mässig und nur für jede einzelne Leistung zu zahlen. Antragsformulare und Prospecte sind gratis durch uns oder unsere Agenten zu beziehen, in Giessen durch unseren Agenten Wille. Halsen*, woselbst auch jede etwa gewünschte Auskunft gern ertheilt wird. K OSx Zinßer'scher Garten. Sonntag den 3. Weihnachtsfeiertag: Großes Coneert a la Strauß, ausgesührt von 40 Mitgliedern der Capelle des PommerMen Füsilier- Regiments Nr. 34t, unter persönlicher Leitung ihres Dircctors Herrn A. Parlow Prag 1. Abtheilung. 1) Schützen-Marsch von Faust. 2) Ouvertüre zur Oper: „Die Entführung aus dem Serail", von Mozart. 3) Große Arie mit Molin-Solo aus der Oper: „Der Zweikampf", von Herold. 4) An der schönen blauen Donau, Walzer von Strauß. 5) Frühlings-Erwachen, Horn-Solo von Bach. 6) Fantasie über Gounod's Faust von Teschner. 7) Bilse-Polka von Parlow. ramm. 2. Abtheilung. 8) Ouvertüre zur Oper: „Die diebische Elster", von Rossini. 9) GroßmMerchcn, Ländler (für Streich - Quartett) von Langer. 10) Arabella-Quadrille von Parlow. 11) Terzett aus der Oper: „Maria Stuart", von Donizetti. 12) Parole d’amour, Fantasie (Coneert und Piston-Solo) von Zikoff. 13) Musikalische Rundschau, großes Potpouri von Latann. 14) Girandolen-Galopp von Hermann. Entree ä Person 24 Kreuzer, Billetö ä 18fr. sind bei den Herren Philipp Schlatter und Carl Roloff zu haben. r-» Anfang 4t Uhr. „GemüthUchkeit." 9769) Bei der am dritten Weihnachtsfeiertage im Gasthofe zum Einhorn stntt- findcnden Tanzunterhaltung können noch Gaben zur Christbescheerung bis zum ersten Feiertage bei dem Vorstandsmitgliede, Herrn W. Stohr, abgegeben werden. Der Anfang der Tanzunterhaltung ist um 6 Uhr Abends. 9770) Ein braves Mädchen, welches alle Hausarbeiten versteht, wird baldigst in Dienst gesucht. Hans Stix, Photograph. 9786) In ein Material-Waarengeschäft wird ein gut geschulter junger Mann in die Lehre gesucht. Näheres bei der Erped. d. Bltts. 9801) Nr. 37 hat die gestickten Hosenträger gewonnen. Reinig, Polizeidiener. Holzhau b. Frauenstein im Kgr. Sachsen. Herrn R. F. Daubitz, Berlin, Charlottenstraße 19. . Seit vielen Jahren schon quälte ich mich mit Magenbeschwerden, die von Zeit zu Zeit so auftraten, daß ich keine Nacht ruhigen Schlaf hatte. Ich habe gegen dieses so lästige liebel vielfach verordnete Mittel, (die mir schweres Geld kosteten), gebraucht, ohne irgend einen Erfolg gehabt zu haben. Jetzt, wo ich seit einiger Zeit Ihren, mir von vielen Seiten angerathencn Liqucur trinke, (ich entnehme denselben aus Ihrer Niederlage von F. Richter in Frauenstein) befinde ich mich sehr wohl, die Schmerzen haben bedeutend nachgelassen und habe ich auch jetzt wieder einen ruhigen Schlaf. Ich kann daher aus voller Uebcrzcu- gung Allen, diesen außerordentlichen, wohlthuend wirkenden Liquenr, als ein reelles Hausmittel empfehlen und werde ihn auch bei mir nie wieder ausgehen lassen, denn er ist mir in Wahrheit ein BedÜrsniß geworden. Nehmen Sierc. (9777) Carl Zinke. Im Mersaale des Herrn Chr. Lony. 9793) Am dritten Weihnachtsfeiertage: Mreich-Sextett-Loiicert, ausgeführt von Mitgliedern des Musik-Corps unferes früheren Jager-Bataillons. Entree ä Person 6 kr. Anfang des ersten Concertes halb 4 Uhr, Ende 7 Uhr. v „ zweiten „ 8 Uhr, Ende 11 Uhr. AB. Während der drei Weihnachtsfeiertage: Wirth- fchaft im Bicrsaale. ! „Idtma‘% Lebens-, Pensions- und Lcibrenlen-Verstcherungs- Grsellschast in Halle a. d. S. Vorgenannte auf Gegenseitigkeit gegründete Gesellschaft übernimmt gegen Dividenden berechtigte Prämien Versicherungen in den verschiedensten Formen, insbesondere : 1) von Capitalien, zahlbar beim Tode des Versicherten, 2) von sofort beginnenden oder aufgehobenen Leibrenten, 3) von Uebcrlebens-Versicherungen, 4) von Ucberlebungsrenten (Wittweupensionen), 5) von Aussteuerversicherungen, auf Zahlung eines Aussteuer-Capitals bei Erreichung des 14. oder 21. oder 24. Lebensjahres des versicherten Kindes mit Rückvergütung der Prämien bei früherem Tode des versicherten Kindes. Zu jeder weiteren Auskunft, Verabreichung von Prospecten ist stets bereit die Agentur Gießen: L. Labroifse, Hofger.-Advocat. 9770) Samstag den 26. December: Tanzmusik bei Wirth Ludwia Euler in Trohe. Haasenstein & Vogler Zeitung s-Annoncen-Expedition in FRANKFURT AM MAIN. Filialgeschäfte: in Basel, Berlin, Hamburg, Leipzig, Wien. » Will Zinß er scher Garten. 9795) Samstag den 2. Weihnachtsfeiertag: Großes Militär-Concert, ausgefnhrt vom ganzen Musik-Corps des Großh. Hess. II. Infanterie- Regiments, unter persönlicher Leitung seines Musikmeisters Herrn B. Reifert. Anfang 4 Uhr. Entrse ä Person 12 kr. Telegraphischer Schiffsbericht, mitgetheilt von Chr. Wallenfels, Jim. Angckommcn in New-Bork r DaS Bremer Postdampfschiff Rhein, Reisedauer 11 Tage — Stunden, „ „ „ Main, „ 12 „ —— „ „ Hamburger „ Holsatm, „ 9 „ 9 „ „ „ „ Cimbrra, „ 12 „ „ Abgehendr Am 29. December Dampfer Tripoli von „ 30. „ „ Deutschland „ „ 30. „ „ Arago „ „ 30. „ „ W. Penn „ „ 31. „ „ Saxonia „ 9. Januar „ Hammonia „ Liverpool nach New-Aork. Bremen „ „ n fr u Havre „ „ Hamburg „ New-Orleans. „ „ New-Iork. Arago und Hammonia mit ermäßigten Preisen. Wegen Auskünften und Passagen beliebe man sich an Obigen zu wenden- (Hierzu eine Beilage.) Meilage zu Ar. 152 des Hichener Anzeigers. Frischbäcker zu Ließen. Am 1. Weihnachtsfeiertage. Louis Kämmerer auf dem Seltersmeg. Am 2. Weihnachtsfeiertage. Chr. Jughardt in der Wallthorstraße. Heinrich Plank in der Neustadt- Kirchliche Anzeigen. Lvangeüsche Gemeinde zu Hießen. G o t t e s d i e n st. Am I. Weihnachtsfeiertage, den 25. December. Morgens: Pfarrer Landmann. Nachmittags: Mitprediger-Vikar Drescher. Am II. Weihnachtsfeiertage, den 26. December. Morgens: Pfarrer Dr. Seel. Nachmittags: Mitprediger-Vikar Lips. (Collecte für die Stadtarmen.) Am Sonntag nach Weihnachten, den 27. December. Morgens: Pfarrer Dr. Seel. Nachmittags: Mitprediger-Vikar Vigelius. Kopulirte. Den 20. December. Georg Dörr, Bürger und Kaufmann dahier, des hiesigen Bürgers und Schuhmachermeisters, Jakob Dörr, ehelicher Sohn; und Wilhelmine Katharine Münch von hier. Beerdigte. Den 18. December. Sophie Luise Wilhelmine Egly, des Bürgers und städtischen Polizeidieners dahier, Peter Egly, eheliche Tochter, alt 2 M. 10 T., gestorben den 17. December. Den 21. December. Luise Wilhelmine Marie Karoline Wenzel, des Bürgers und städtischen Flurschützen, Adolf Wenzel, eheliche Tochter, alt 9 M- 12 T., gestorben den 19. December. Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woch besorgt Pfarrer Dr. Seel- Börsennachrichten. 22. December 1868. Prioritäten. 5O/o östr. F. St. E. B. 300 Wechsel. Amsterd. k. S.--991/2 Augsb. k. 8. 99s/a Berlin k. S. 105 Bremen k. 8. 963/4 Cöln k. S. 1047/8 Hamburg k. S. 877/8 Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 119 V4 Lyon k. 8. — Paris k. 8. 943/4 Wien k. 8. 99>/8 Disconto 3*/26/o Q. Preuss. 41/2<>/q Obi. 93>/2 Frankf. 31/2% 0dl. 8I3/4 Nass. 4i/.;0/0 Obi. 943/< Kurh. 40/o Obi. 877/g Hess. 4o/o Obi. b. Roths. 901/2 „ 31/26/0 do. do. 86i/4 ; Bayer. 50/0 Obi. 1021/4 „ 41/26/0 1jährige 963/8 , 41/26/0 i/ojährige 96Ve Würtemb. 41/2% Öbl. 9 45/s Baden 41/26/0 Obi. c. E.L. 943/4 Oestr. 56/o b. R. — „ 5% National 52*/a , 50/0 Metall. Obi. — „ M. steuert. 523/8 1 Amer. 60/0 1882r Bds. 793/8 „ 66/0 1885r 781/4 Maxbahn 106 Bayer. Ostbahn 127 Hess. Ludwigsbahn 139 36/o östr. Stsb.-Prior. 541/4 36/o östr. s. Lombard. 443/4 3% Livorneser 313/4 Toscaner 493/8 Frankf. Hypoth.-Bank — Frankf. Vereins-Kasse — 56/o Elisabeth-Prior. 733/4 do. II. Emiss. 73*/4 Geldsorten. Pr. Gass. Sch. 1 4«3/4-45 Div. Cass.-A. — Pr. Friedrdor. 9 57-58 Pistolen . . 9 48-50 „ doppelte 9 49-51 Holl. fl. 10 St. 9 54-56 | Ducaten . . 5 35-37 20 Frankens!. 9 261/2-271/, Engi. Souver. 11 52-56 Ruse. Imper. 9 49-51 Doll, in Gold 2 26i/,-27i^j Anlehenadoose. Kurh. 40 Thlr. Loose 541/2 Nassau fl. 25 b. Roth. 38 Gr. Hess. fl. 50 b. R. 167>/4 Gr. Hess. fl. 25 b. R. 43 4°/o bayr. Präm. Anl. 103 >/2 4% badische Loose 100 Badische fl. 35 Loose 543/8 1858r Prioritätsloose 143 1860r Loose 785/s 1864r , — Aetien. Frankf. Bank 122>/, : Oester. Bank 654 „ Creditaot. 2321/8 j Darmst. Bankact. 2581/2 Frucht- und Mehrpreise in verflossener Woche von nachbenannten Orten und Fruchtmärkten. Fruchtmärkte. Decbr. Waizen. Korn. Gerste. Spelz. Hafer. Erbsen. Linsen. Wicken. Kartoffeln. Roggen mehl. Auf dem Markt Mt-- preis Auf dem Markt Mül preis Auf dem Märkt Mt.- preis Auf dem Markt Mt.7 preis Auf dem Markt MD preis Auf dem Markt Mit.- preis Auf dem Markt preis Auf dem Markt Mt^ preis Auf dem Markt Mt.- preis i 5 § ® verk. fl. kr. a « verk.! fl. kr. 'Ist? e « verk. fl. kr. auf- gef. verk. fl. kr. auf- gef. verk. fl. kr. auf: gef- | verk. fl. kr. § ® perf-j «■ kr. auf- gef- verk. fl. kr. auf. gef- verk. fl. kr. fl. kr. fl. kr. Gießen Alsfeld Grünberg Lauterbach Mainz M. M. M. M- M. M- M. AN. M. M. M. M. M. DJt. M. yjt. M- 19. 19. 12. 20. 2 15 2i 92s 6 442 11 11 11 11 20 24; 20 59; 111 136 7 6 7 57 6 5 7 7 7 7 30 20 30 18 Illi Illi 11 121 11 651 10z 28 5 5 5 5 15 10 rr'i 1 7 3j 9 10 10 40 14 — — — — — 14; 28 8 9 9 33 20 8 1 50 20 — — 41 — — — — — — — — 1 40 — Normalgervicht per Malter: Waizen 200, Korn 180, Gerste 160, Spelz und Hafer 120, Erbsen, Linsen, Wicken 220, Kartoffeln 200, Mehl 140 Pfund. Feuilleton. Unschuldig und doch nicht schuldlos. Criminalnovelle von Julie Düngern- (Fortsetzung.) Ein Gefühl des Neides überflog Flora, als sie die beiden ruhigen Gestalten erblickte, welche olles Erdenlcids überhoben waren. „Wer auch so daliegen könnte," war ihr erster Gedanke, „wer cs wohl sein mag," ihr zweiter. Mechanisch sah sie sich um; auf dem Tische lag eine geöffnete Brieftasche, sie war sicher, um in die Augen zu fallen, hierher gelegt woeden, allein in dem Trvu- bel und Schrecken hatte Niemand daran gedacht. Ein blitzartige Eingebung schoß durch Flora's Gehirn. Das oberste der Papiere war offenbar ein Paß, das steife Papier und. das Wappen bekundeten es als solchen. — „Wie wäre es, wenn wir mit den Todten die Namen wechselten und für die Welt tobt blieben," war ihr Gedanke. Sie hatte ihren beiderseitigen eigenen Paß noch in der Hand, weil sie in dem Moment, wo sie denselben hervorgcsucht, durch den Lärm gestört worden war. Mit raschem Blick sah sie sich um, Niemand beachtete sie. Der Wirth hatte soeben einen Handspiegel an den Mund der Todten gehalten, Alles blickte begierig auf das Resultat. Mit rascher Hand ergriff Flora das Papier und legte das eigene an die Stelle. Die Uebrigen sahen gerade nach der Thüre, wo eben der Arzt sichtbar wurde. Mit brechenden Knieen eilte Flora an ihm vorüber zum Zimmer hinaus in das ihre, wo sie tiefes Dunkel umfing und ein tiefes Grausen sie erfaßte. Tappend näherte sie sich dem Bette; um jeden Preis mußte sie ein Wort von den Lippen ihre« Mannes hören, für welchen sie eigentlich die That gethan, wenn sie nicht vor Schrecken und Angst vergehen sollte! Endlich hatte sie bas Bett erreicht. Ihre zitternden Händen tasteten nach denen ihre« Mannes, leise nannte sie seinen Namen. Welch ein Seligkeitsgefühl überfluthete ihr Herz, als er auch den ihren nannte, bei Besinnung war, und sie fragte, warum sie so im Dunkeln weile. — Offenbar hatte er geschlafen; die kurze Ruhe, — es mochte kaum eine Stunde sein — hatte seine Nerven beruhigt, die wilden Phantasien seines Gehirns beschwichtigt. Jedenfalls mußte sie zuerst in seinen Zügen die Bestätigung seines Befferbefindens lesen, ehe sie ihm Alles sagen durfte. Nahe dem Bette war die Klingel, das Zimmer- mädchen erschien, Flora bat um Licht. DaS Mädchen bat um Verzeihung, die Dame so schlecht bedient zu haben. „Aber wir sind in solcher Bestürzung, Madame; Sie haben sie ja auch gesehen. Arme junge Leute! Der Doktor sagt, sie seien Beide schon vor einer Stunde gestorben!" Flora winkte ihr zu schweigen. Die Dienerin sah jetzt erst, daß der Herr im Beite lag, und fragte, ob sie vielleicht den Arzt schicken solle, er sei noch im Hause und bleibe da, bis die Polizei gekommen sein werde, um seine Aussage abzugeben. „Was soll die Polizei," fuhr der Doktor auf. — Flora dankte dem Mädchen, indem ihr Mann besser sei, und winkte ihr nochmals, das Zimmer zu verlassen. Als dies geschehen war, trat sie an den Tisch und indem sie dem Bette den Rücken wandte, entfaltete sie das Papier, welches sie drüben bei den Todten geholt hatte. Es war ein Paß für Herrn und Frau Derbert, wohnhaft in New-Iork, welche, wie es schien, feit drei Mo- unten auf Reisen waren. Das Signalement paßte so ziemlich. Flora legte das Papier befriedigt bei Seite. Ein tiefes Aufscufzen ihres Gatten rief Flora an dessen Bett; zärtlich umschlang sie sein Haupt mit ihren Armen, er sah sie mit Thränen in den Augen an. „Mein armes kleines Lieb', was für trübe Tage hast Du gleich im Anfänge mit mir zu durchleben. Ich fühle mich zwar besser, aber der Gedanke an die Schande und Qual, welche unserer noch warten könnte», obwohl wir unschuldig sind, macht mich schauern." — Flora zog seine Hand an ihre Lippen. „Bist Du stark genug, eine Entscheidung zu fassen?" sagte sie fest; „Dein Weib hat vielleicht vorschnell gehandelt und es könnte fein, daß in ein Paar Minuten noch Alles zu ändern wäre, darum muß ich Dir jo rasch als möglich beichten." Sie eilte zur Thüre, schob den Riegel vor, um vor Ueberraschung zu sichern, und berichtete nun mit fliegenden Worten, was sie gethan, holte Licht und den Paß herbei, damit ihr Mann einen Blick darauf werfe, und sagte bann: „Jetzt entscheide, Geliebter, ob der Betrug, den ich um Deiner Ruhe Willen verübt, und welcher den Todten da drüben weder schaden noch nützen kann, in Wirksamkeit bleiben soll; ob Dein Name und Andenken mit diesen Unglücklichen begraben werden wird und wir ein neues Leben unter neuem Namen beginnen wollen? Die Welt ist weit, selbst wenn Du später unter einem fremden Himmel«striche wieder als Doktor Dollus auftreten willst, so kann Dir dieser Paß doch dazu dienen, unerkannt und unbeschimpft von übler Nachrede durch Europa zu kommen!" Tiefathmend hielt sie inne, ihr Herz klopfte in heißer Erwartung, wie ihr ihr Gatte den Tausch aufnehmen möge, und ob, wenn er denselben mißbillige, es noch Zeit fein würde, vor dem Gerichte nochmals hinüber in das Zimmer der Todten zu gelangen! — Auch der muthigste, charakterfesteste Mann hat Nerven, welche durch Angst, Sorge und besondere Stimmung bei manchen Gelegenheiten nicht den Schatten des Mannes zeigen, welcher er in in anderen wieder fein würde. Vielleicht hätte der Doktor auch nicht so leicht in die Täuschung eingewilligt, wie er e« that, wenn es sich um ihn allein gehandelt hätte, aber er galt auch Flora's Ruhe, denn natürlich würde auch sie abermals in diese unselige Geschichte hinein- gczogen werden; ihr Mann aber hatte in den letzten Monaten hinlänglich sich überzeugen können, wie leicht es möglich ist, einen unbescholtenen, fleckenlosen Namen und Charakter in den Schmutz einer gerichtlichen Untersuchung gezogen, und wenn auch freigesprochen, doch ferner mit dem Mißtrauen betrachtet zu sehen, welchen solche gerichtliche Proeeduren auf die betheiligten Individuen werfen. Der Doktor also willigte nicht allein in den Tausch, er bewunderte auch sein junges Weib um der Entschlossenheit willen, mit welcher sie für seine fernere Lebensruhe gesorgt hatte. Mit einem Male war durch den mächtigen Eindruck, welchen'das Geschehene auf seine Nerven ausübte, fast jede Spur von Krankheit von ihmMnommen, und außer einem großen Gefühl von Schwäche, — was von dem heftigen Fieberanfall herrührte, — fühlte er Kopf und Herz frei und leicht, wie ein-Mann, welcher langer Haft glücklich entronnen, auf einmal die verfolgenden Feinde wieder auf feinen Versen sieht, zum zweiten Mal gerettet wird und sich nun mit tiefer Befriedigung umsieht und sich Ruhe giebt, weil er sicher fein kann, daß die verfolgenden Häscher seine sichere Zuflucht nicht erreichen werden! Nur Eines war es noch, was dem Doktor Sorge machte. Wie, wenn die nun von der Welt Geschiedenen noch einen Abschiedsbrief an ihre Verwandten hinterlassen, wenn irgend ein anderes Erkennungszeichen noch dageblieben wäre! Ferner, wie stand es mit dem Gelbe? Wenn er auch den Namen annahm, durfte er doch nichts von dem fremden Eigenthum auf feine Verwandten kommen lassen, was offenbar geschehen würde, wenn der Tod des Doktor Dollus ton* statirt würde! ..(Schluß folgt.) Politische Rundschau Der „GauloiS" meldet in Die gouvernementalen Or- Siedaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. wievergeben. Wien, 20. Dec. in einem inneren Zusammenhänge stehen u. f. w. Ein Franzose bezeichnete einst diese Manier sehr richtig, indem er sagte: Herr Oppenheim springt immer wie ein Floh. — Da« Urtheil des Professors Karl Bogt über Herrn Oppenheim ist a. a. O. in einer Note abgedruckt. Wir können Dogt'» Meinung mit Rücksicht auf da« Preßgesetz hier nicht Grafen Beust unterstützen werde. Wien, 21 Dec. Die „N. Fr. Pr." meldet: Rußland hat bei den VcrtragSmächten die Initiative eines Vorschlags zur Einberufung einer Confercnz behufs Regelung de« türkisch-griechischen Conflictes gane suchen heute über den Ausbruch eine« Kriege« zwischen der Türkei und Griechenland zu beruhigen, indem sie den Verlauf desselben als einen nothwendigcrweise sehr raschen darstellen. Die von Omer Pascha commandirie türkische Armee werde aus dem südöstlichen Thessalien durch die Thermo- pylen in Griechenland cinbrechen. Der einst von Leonidas und seinen Kampfgenossen gegen die Perser verthcidigte Engpaß werte von den Türken leicht forcirt werden, da deren gepanzerte Kanonenboote den Angriff von der Seeseite unterstützen könnten. Nach einer einzigen Schlacht würde die türkische Uebermacht Athen besetzen unv Alles wäre zu Ende. Andere Leute sind aber der Meinung, daß die Grie- chen, einer rasch entscheidenden Feldschlacht aus- weichend, sich auf den langwierigen Guerillakampf verlegen werden, der ihnen Chancen genug bietet. Ferner fragt es sich, ob nicht die Montenegriner, Serben, Bulgaren und Rumänen, durch die Aussicht auf russische Intervention ermuthigt, im Norden der Balkanhalbinsel den Kampf gegen die Türken ausnchmen, während die besten Truppen derselben im Süden beschäftigt sind. Um noch mehr zu beruhigen, wird aus dem Preßbureau der Reichskanzlei versichert, daß Hr. v. Lavalette, der französische Minister des Auswärtigen, die orientalische Politik de« Amerika. Die Lage und den ersten Anblick der Mor- monenstadt am Salzsee schildert Hepworth Diron in seinem Neu-Amerika in folgende» Worten: »Ein langes steiles Thal mit einem grünen Saume und einem hindurchfließenden kleinen Bache öffnet den Weg vom Bergthal nach dem Salzseebassin. das wir plötzlich und überrascht vor un« sahen, als wir um eine hervorspringende Bergleiste kamen. Die Scene, welche jetzt vor uns liegt, ist, von welchem Anschauungspunkt- wir sie auch nehmen mögen, eine von dem halben Dutzend reinen und vollkommenen Landschaften, welche die Erde aufzeigen kann. ES ist dehhalb kein Wunder, daß der arm- Auswand-r-r aus einem Keller in Liverpool, au« einer Höhle in Blackwall diese Gegend wie ein irdisches Paradies ansieht, da sein Anschauungsvermögen durch religiöse Gluth und barte Entbehrungen aufgeregt ist. Di- große Ebene zieht sich am Fuße dieser mit Schnee bedeckten Kämme der Wasatsch-Gebirge weit in ungesehene Fernen nach Norden hin; die ganze Breite des Thale« ist mit einem goldenen Nebel von überraschendem Glanze erhellt, di- Wirkung eine« tropischen Sonnenschein«, welcher über Felder, die so dick mit Sonnenblumen bedeckt sind, wie -in englische« Feld mit Butterblumen, und über zahlreiche kleme Seen, Lacke» und Ströme sich verbreitet; zur Linken starrt einc Bergkette, welche die Indianer Quirrh nennen, in die Wolken und windet sich um den großen Salzsee. Vor uns liegt die leuchtend- Stadt, da» neue Jerusalem, in ihren Laubengängen und Bäumen; hinter dieser Stadl fließt der Jordan, der die frischen Waffer Uthas durch die Ebenen nach dem Salzsee führt, der das groß- Thal mit feinen blauen Massen verdunkelt und kühlt. Aus dem See selbst, welcher einhundert M-ilen (engl.) breit und einhundertfünfzig lang ist, erheben sich zwei purpurne und gebirgige Inseln, die Antilvpen-Jnsel sjetzt Kirchen-Insel genannt) und die StanSbury-Jnsel, wäb- rend auf beiden Seiten und über die Gewässer de« See« selbst hinaus Ketten von unregelmäßigen und malerischen Höhen liegen die unfruchtbaren Sierra« von Utah und Nevada. Die Luft ist balsamisch und rein, südländisch in ihrem Wohlgeruche, nordländisch in ihrer Frische. Kühl- Wind- kommen von den Wasatsch-Gipfeln herab, auf denen während der ganzen Sommermonat- Schneewehen und gefrorne Teich- »-legen sind. So klar ist di- Atmosphäre, daß der schwarz- Felsen am Salzsee, welcher 25 Meilen entfernt ist. nur einig- Hundert Yard« vor uns zu liegen scheint, und Kamme, welch- s-chszig Meilen von einander entfernt find, wie die Spitze eine« einzigen Gebirg«- ,uqes erscheinen. Weiter das Thal hinab taucht der goldene Nebel Alle« in sein prachtvolle« Licht. Die Stadt erscheint wie ein weiter Park oder Garten, in welchem man unzählige Maffen dunkelgrüner Bäume und hier und da einen weißen Kiok« eine Kapell« und Gerichtshau« erblickt. Darüber auf einer höher gelegenen Bank ist da« Lager, ein Haufen non weiße» Zelten und Hütten, von dem die Bundesregierung argwöhnisch da« Thun nnd Treibe» der Mensche» in dieser Stadt der Heiligen beobachtet. Aber da« Lager selbst bringt Leben in da« Gemälde, einen Strich Farbe in die gelbe, weiße und grüne Landschaft." sich, wie folgt: Offiziere: 1 getödtet, 12 verwundet; Truppe: 24 getödtet, 114 verwundet. — Die telegraphischen Berichte über den Verlauf der Mu- nicipalwahlcn in Spanien lauten verhältnißmäßig befriedigend. In Madrid selbst liefen die Wahlen in bester Ordnung ab. Konstantinopel, 20. Dec., Abend«. Die Pforte billigte das Verfahren des Admirals Hobbart vor Spra. Die Botschafter England«, Frankreichs und Oesterreichs lehnten Vas Gesuch de« abreisenden griechischen Gesandten Delpanni« ab, die Angelegenheiten der ausgewiesenen Griechen unter ihren Schutz zu nehmen. Konstantinopel, 21. Dec. Wie der „Levante. Hcrald" melcet, hat Bit Pforte eine dreiwöchentliche Frist vor Austreibung der in der Türkei lebenden Griechen zugestanden. Nach demselben Blatte habe Rußland den griechischen Schiffen es gestattet, die russische Flagge zu sichren. Hobbart Pascha blokire den Hafen von Spra mit sieden Schiffen. — Der „Turquic" zufolge trifft Griechenland erhebliche Vor- bereitungen zum Kriege. ergriffen. Paris, 21. Dec. Ueberetnstimmung mit der Madrider „Correspvn- dencia", daß der Prinz von Carignan sich in Person nach Madrid begibt, woraus man ohne Kühnheit den Schluß ziehen darf, daß seine Caadidatur min- desten« von einem Theil der provisorischen Regierung unterstützt wird. — Die Verluste, welche die spanische Armee in dem Kampf von Cadix erlitten, beziffern einstimmig gntgeheiße» un» soll ohne Verzug a» di- Adresse gesandt werde». Butzbach, 17. Dec. Nach dem „W. B." wird Dr. jur. Oppenheim, dermalen i» Berlin wohnend, früherhi» kurze Zeit als Privatdocent in Heidelberg habilitirt und au« Frankfurt gebürtig, von »er nationalliberalen Partei als Can- didat für das durch den Tod de« Herrn Wendel erledigte Reichstagsmandat aufgestellt. Vom Rhein, 15. D-c. Es dürfte vielleicht für manchen Leser von Interesse sein, zu erfahren, daß der französische Professor Regnault durch genaue Beobachtung von 155 Hunden gefunden hat, daß noch «ach 119 Tage» der Ausbruch der Wuthkrankheit statthatte bei Hunden, welche von wüthenden Hunden gebissen waren. Au« dieser Beobachtung geht hervor, daß zur Zeit »-«^Vorkommen« wuthender Hunde eine Hundesperr- »o» weniger al« 120 Tagen gänzlich ihren Zweck verfehlt. München, 17. Dec. Nach einer telegraphischen Meldung des Platzcommando'« Rosenberg an da« Kriegsministerium ist die von einem Münchener Blatt bezüglich Ehvrintky's gebrachte Nachricht von A bi« Z erlogen. Derselbe besindet sich vielmehr, ohne daß ein Fluchtversuch gemacht worden wäre, von zwei Wächtern beobachtet und wohlverwahrt, in seiner Zelle auf Rosenberg. Baden. (Ein moderner Tetzel.) Aus dem Amte Baden hso schreibt ein Karlsruher Korrespondent der „Elberfelder Ztg.") berichtet man, daß dort, ganz nach der Mode der heutigen Anleihen, AntheilSscheine an den Wohlthaten einer ungeheuren Menge von Messen, Vaterunsern, Commnnionen -c. dar Stück für 1 fl. und zum Bortheil eines in Croatien erst zu erbauenden Trappistenklosters verbreitet werden. Soll einverstorbene Person des programmmäßigen Genusses theilhaftig I werden, so sind 2 fl. zu erlegen. Wer unter 1 fl. gibt, wird als „Wohlthstter" angesehen, wer 1 fl. gibt, wird in da« Verzeichnt der Wohlthäter eingetragen, wer mehr und beträchtlich gibt, wird al« Stifter eingetragen. Hat das Kloster keine Noth und Schuldenlast «ehr, so werden auf „weltewige Zeiten" für verstorbene und lebende angesehene und eingetragene Wohlthäter und Stifter täglich 'zwei Messen gelesen. Also 1868 wieder wie zu Luther's Zeiten: Wenn da« Gelb im Kasten klingt, Die Seele au« dem Fegfeuer springt. Di- Geschäfte gehen schwunghaft, das macht: eine deutsche Eminenz, ein Kardinal - Erzbischof hat die begleitenden Traktätchen unterschrieben. Der einzigen Gemeinde Lichtenthal hat der moderne Tetzel circa 300 fl. nach Croatien abgezapft. Italien. Die Befreiung einer Nonne aus der Clansur durch die Beamten der öffentlichen Sicherheit hat sich kürzlich in Ravenna ereignet. Der Bruder dieser Nonne hatte erfahren, daß feine Schwester des Klosterlebens überdrüssig fei; et I begab sich deßhalb zum Erzbischof, um von ihm ihre Entlassung zu erwirken; der Prälat antwortete ihm, man müsse darum ■ beim Papst einkomme», welcher jedoch schwerlich die Erlanb- niß dazu geben werde. In Folge dessen wurde die Hülfe der weltliche» Behörden angerufen, und der Bruder der Nonne begab sich mit den Carabinier« nach dem Kloster, wo sie jedoch das Thor geschlossen und verriegelt fanden. Man drang indeß I mit Gewalt in die Clansur, und die de« Klosterlebens über- I drüsiige Nonne wurde zu ihrer großen Freude der Welt und ihren "Verwandten wieder zurückgegeben. Berlin, 21. Dec. Heute Nachmittag hat eine j Sitzung res Bunde«rathes de« norddeutschen Bun- \ des stattgefunden, in welcher, nach Erledigung eini- 1 ger geschäftlicher Formalien, zunächst der Ausschuß i für da« Landheer und die Festungen seinen Bericht i über die Vorlage d.eS Präsidiums, betreffend die Er- ■ theilung der QualificationS-Zeugniffe für die Bercch- ; tiguna zum einjährigen Militärdienst, erstattete. Der Bericht, so wie die auf denselben folgende Beschlußfassung lauteten zustimmend. Die Ausschüsse für da« Landheer und die Festungen und für dar Rechnungswesen stellten hierauf ihre Anträge zu ter Vorlage de« Präsidiums, betreffend die letzte Volkszählung. Dieselben wurden angenommen. Diese Anträge sind für die Bundesregierungen insofern von großer Bedeutung, al« sich das ganze Rechnungswesen des de« Bundes nach dem Resultate der letzten'Volkszählung zu richten hat; für das Publikum haben diese Rechnungsangelegenheiten jedoch ein geringe« Interesse, weßhalb wir die hierher gehörenden „Detail« übergehen können. E« folgte sodann der münd- liche Bericht des Ausschusses für Eisenbahn- und Telegraphenwesen über die Vorlage de« Präsidium«, betreffend die den Eisenbahn-Unternehmungen im In- resse der BundeS-Telegraphie aufzuerlegenden Der- pflichtungen, und den Schluß der Sitzungen bildete dann die Wahl eines Mitgliedes des BundeSrathe« in den Rechnungshof des norddeutschen Bundes. t Berlin, 22. Dec. Von nationalliberalcr Seite wird ein Herr Dr. jur. Oppenheim in Berlin als Abgeordneter des zweiten hessischen Wahlkreises für den Reichstag des norddeutschen Bundes an die Stelle de« verstorbenen Abg. Wendel in Vorschlag gebracht und warm empfohlen- Wir theilen hier einige biographische Notizen über diese politische und juristische Capacität und ein. Urtheil mit, da« ein ehemaliger Parteigenosse übe? diesen Herrn gefällt hat. — Nach „Hirth's ParlamentS-Almanach" do- cirte der gegenwärtig in Berlin lebende Schriftsteller I Dr. Oppenheim von 1841 bis 1847 die Staats- I Wissenschaften an der Universität Heidelberg, bethei- ligte sich 1848 bis 1849 an der Revolution in Berlin und Baden, zumeist als Redacteur demokratischer Zeitungen, wurde flüchtig und kehrte nach zehnjährigem Aufenthalte im Auslande erst 1860 nach Deutschland zurück, um zu Berlin die „Deutschen Jahrbücher" zu begründen und zu leiten. — ! Nachdem er bereit« mehrmals in preußischen Wahl- bezirken, in denen er als Kandidat für den Reichstag ausgetreten, durchgefallen ist, ttitt er nunmehr in der Wetterau al« Candidat auf. — Die „Stimmen der Zeit" von Kolatscheck (October 1860 S. 39) urtheilen über Herrn Oppenheim aus Veranlassung eines Aufsatzes, den derselbe unter dem Titel : „Unser Ideal und Enttäuschungen in England und Frank- reich" in den „Demokratischen Studien" veröffentlichte, u. fl. folgendermaßen: „Wir sind mit den Fähigkeiten de« Verfassers zu genau bekannt, um auf seine Leistungen neugierig zu sein. Herr Oppenheim genießt bei den Redactionen der liberalen Zeit- schriftcn in Deutschland (und zum Theil auch in Frankreich) den Ruhm, der zudringlichste und zugleich unbrauchbarste Mitarbeiter zu fein, den man sich nur wünschen kann. Es ist wohl noch kein demokratisches Blatt gegründet und fortgesührt worden, bei dem er sich mit seiner hurtigen Feder nicht alsbald eingefunden und wo möglich allen Andern vor- gedrängt hat. Geschwätzig, renomirend, eingebildet, fahrig, anmaßend, reich an eignen und fremden Einfällen, dabei im höchsten Grade indiscrct, vereinigt Herr Oppenheim Alles, was zu dem Typus des radikalen Urfasler« gehört. Wie sollte ein solches Individuum im Stande sein, wirklich Ideal und Enttäuschungen zu haben und seinen Zeitgenossen etwa- Vernünftiges darüber mitzutheilen? „ Wäre dies auch an und für sich denkbar, so würde es doch die Art seines Styles unmöglich machen. Herr Oppenheim schreibt ein Deutsch, wie es in dieser Mischung von philosophischem Jargon und ordinärem Inhalt zum zweiten Mal in Deutschland nicht zu finden ist. Zuerst wird ein effektvolles Schlagwort aufgefunden und an die Spitze eines Capitel« gestellt. Hierauf kommen eine Reihe Redensarten, die weder mit dem Schlagwort, noch unter einander Vermischtes. Gießen. (Sitzung d-« G-meind-rath« vom 10. D-c.) Anwesend: der Großh. Bürgermeister Vogt, die Gemeinderathsmitglieder Felsing, Petri, Mühl, Weidig I., Wei- dig II., Rosenberg, Berg, Hanstei», Heß, Löber, Ricker, Nagel, Gail, Keller und Silbereisen. , ra rT m I« B-trff »er Vorstellung von Setten einer Anzahl Bewohner vor dem Neuenweger Thor beschließt der Gememde- rath, da« rechtsseitige Banquett an der Straße nach dem Zinßer'schen Garten nnd da« Banquett links nach dem Nassauer Hof mit Ki-S vom Trieb decken zu lasse». Auf eine Vermehrung der dortige» Laternen einzugehen, sieht sich der Gememde- rath nicht veranlaßt. . , ... .. In Betreff der Gießener Jahrmärkte wird der Ausschußbe- richt »erlesen und »ach stattgesundencr Discussion werve» d,e Anträa- desselben, uämlich die Vermehrung der Biehmarkte um vier bei Großb. Regierung zu beantragen, genebmigt. Die übrigen Beschlüsse b-tr-ff-n Angelegenheiten person- Gießen. (Sitzung des Gemeinderaths vom 17. D-c.) Anwesend: »er Großh. Bürgermeister Vogt dr-Ge- meinderathsmitgli-der Bücking, Felsing, Hanstern, Loder, Petri, Ricker, Rosenberg, Silb-reis-n, Wallenfels, W-ldig I., Weitz ja II. un» Keller. Der Gemeinderatb genehmigt di- zwischen Großh. Bürgermeister und dem Ingenieur Lippold zu Stande gekommene U-bereinkunst, wonach dieser für den Cubikfuß Nadel-Stamm- bolz 9 fr. an die Stadt bezahlt. . .... ,, . , 3n Betreff der projectirten Lenne-Lahn-Bahn beschließt der Gemeinderath nach Verlesung de« Schreiben« de« Herrn Th. Kückler und genügender Erörterung de« hierin angeregten Gegenstände« sein Mitglied, Herrn Ricker, zu.ersuche» die Interessen der Stadt bei der am 9. Januar 1869 stattfinden- i dc» Versammlung zu vertreten. Di- dem Gemeinderath vorgelegte Vorstellung an die Großh. | Universität, die Herstellung de« Biennium'« betreffend, wurde