Preis vierteljährlich 36 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 49 kr. Gießener Anzeiger. Erscheint wöchentlich dreimal : Dienstags, Donnerstags und Samstags. — Expedition: Canzleibera Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsölatt für den Kreis Kielen. Rr. IO. Donnerstag den 23. Januar 1868. der dem weil daß den An Sie Großheyoglichen Bürgermeistereien ües Kreises Gießen. In neuerer Zeit werden von Ihnen häufig Briese mit Anzeigen zum Einrücken in den Anzeiger abgeschickt, ohne aus Außenseite des Briefes die Bezeichnung „Portofreie Gemeindesache", oder „Dienstsache von der Bürgermeisterei N. N." nebst Namen des Absenders anzugeben. Da hierdurch diese Briefe von der Poft als Privatbriefe behandelt und demzufolge, fie unfrantirt fiud, mit Strafporto belastet uns mit 7 Kreuzer angerechnet werden, so benachrichtigen wir Sie hiermit, wir alle solche Briefe nicht annehmen werden und zurückgehen lassen müssen, da wir einen Ansatz für Porto-Auslagen Gemeindekassen und Großherzoglicher RechnungSkammer gegenüber nicht rechtfertigen können. Gießen, 22. Januar 1868. Die Expedition des Anzeigers. Amtliche Bekanntmachungen. Die bis jetzt erschienenen Nummern des Bundes-Gesetzblattes des Norddeutschen Bundes enthalten nachbezeichnete Gesetze rc welche in der Provinz Oberhessen Gesetzeskraft erlangt haben: ' * " Nr. I. Ausgegeben zu Berlin den 2, August 1867. 1) Publicandum vom 26. Juli 1867, Verfassung des Norddeutschen Rundes ßefr 2l Morfinrfiftpr (v? 14. Juli 1867, betreffend die Ernennung detz Präsidenten des Staatsministeriums und Ministers der auswärtigen Angelegenheüen Grafen von Bismarck-Kckönfi^Ä mm Bundeskanzler des Norddeutschen Bundes. 3) Verordnung, betreffend die Einführung des Bundes-Gesetzblattes für dm Norddeutschen Bund vom 1867 ' 3 ” r. » , n. Ausgegeben zu Berlin den 11. August 1867. 4) Verordnung, betreffend die Einberufung be§Äff'böS&ätÄaufi 1867 5) Bekanntmachung, betreffend die Ernennung der Bevollmächtigten zum Bundesrath des Norddeutschen Bundes, vom 10 Auauft 1867 W Un° S' Dom •*»«- M 3.11, ’&ySÄÄÄÄitSfflSR ”? *** ****** NOU, «MMX» Bad-» «» 0*» di- M. Nr. X. Ausgegeben zu Berlin den 13. November 1867. 21) Verordnung, betreffend die Einfübruna Preußischer Militärnefoiro im „„ 7- November 1867. 22) Gesetz, betreffend die Verpflichtung zum Kriegsdienste, vom 9. November 1867^ ^ preussischer MMtargesetze im ganzen Bundesgebiete, vom Nr» XI. Auvgegcben zu Berlin den 19. Oiovember 1867. 23) Gesetz, betreffend die Organisation der Bundesconfulate fnmip hio gcm< q.. q. ....» ÄM« 2 W „„ 2». 1867S”eb" »**>• “•**"*> *> ***** WW*-.W waltung des Post- und Telegraphenwesens des Norddeutschen Bundes, vom 1. Januar 1868 ab ^^^ryochsler Praswial-Eilaß vom 18. December 1867, betreffend die Ver- DM Besondere Bekanntmachung. Fristablauf. 382) Hur Fürstlichen Rentei Lich können die Rückstände nur noch bis zum 31. Januar ohne Gerichtskosten bezahlt werden. Zahltage: Dienstags, Mittwochs und Donnerstags. Lich, den 17. Januar 1868. Kreutzer, Rentmeister. Versteigerungen. 391) Auf freiwilliges Ansuchen der Erben des Johannes Weil sollen Dienstag den 11. Februar, Nachmittags 2 Uhr, auf dahicsigem Rathhause dessenJmmobilien, bestehend in: Flur Nr. lüKlftr. V67i 9 Hofraithe in der Weidengasse, 53/226bt§23i 362 Acker, Garten am Nahrungsberg, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 20. Januar 1868. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. _________________Ebel. __________ 388) Erbvcrtheilungshalber sollen künftigen Freitag, den 24. d. MtS-, , von Nachmittags 1 Uhr an, bst zu dem Nachlaß der verstorbenen Frau Pfarrer Koch dahier gehörigen Mobilien, insbesondere Weißzeug, Bettzeug und Hausrath aller Art, namentlich Tische, Stühle, Commode, Sopha's, Schränke u. s. w., durch Großherzogliches Ortsgericht in der Behausung des Herrn Maler Bieler auf dem Asterweg öffentlich versteigert werden. Gießen, den 20. Januar 1868. Wolf, Hofgerichts-Advocat- Holzveisteigerung im Gießener Stadtwalde. 389) Montag den 27. und Dienstag den 28. Januar d. I., jedesmal von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Gießener Stadtwalde, District Faulerboden, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: Stecken Wellen 17517 Cubikfuß, Wellen Stecken 258 1508 38 66 118 3936 532 7 117 9 14 7-/2 3Vi 8% 175 33 83% Buchcn-Scheidholz, „ Prügelholz, „ Stockholz, ,, ^Reisholz, Eichen-Scheidholz, Prügelholz, Stockholz, Reisholz, Eichen-Stamme mit Büchen- „ Nadel- Eichen-Stangen Nadel- „ Die Zusammenkunft ist am Lumpenmannsbrunnen auf der Chaussee nach Lich. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. Juni d. I. gestattet- Bemerkt wird, daß am ersten Tage die Stämme und Stangen und am zweiten Tage das Brennholz versteigert wird, und d aß sich unter den Eichen-Stämmen Stücke befinden, welche sich sehr gut als Werkhölzer für Küfer und Glaser eignen. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, den 21. Januar 1868. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 379) Freitag dm 24. und Samstag dm 25. Januar, jedesmal von Morgens 10 Uhr an, Verkauf der Strick- und Häkelgarne (letztere in großer Auswahl) im Gasthof zum Prinz Carl. — Ertra fein weiß zu st. 2. 48 kr. pr, Zollpfund. Gail'sche Wollenspinnerer. Holz Versteigerung. ,s,393) Freitag den 31. Januar wird nn Domanialwalddistrict Rückars nachver- Prügelh. Stockh. Reish. Stecken Stecken Wellen 2 147'/» 4250 7V. 18 500 1 13 750 31 Eichenstämme mit 1565 Cubikf., 70 Nadclstämme mit 2263 Cubikf., 6 Buch cnstämme mit 181 Cubikf., 5 Nadelstangen mit 29 Cubikf. „ Zusammenkunft im Rückars am Schiffen- bergcrFeld: für dieBrcnnholz-Vcrsteigerung Vormittags 10 Uhr, für die Stammholz- und Stangenholz-Versteigerunghalb 12 Uhr. Credit bis 30. Juni d. I. Gießen, am 21. Januar 1868. Großherzogliche Oberförstern Schiffenberg. ___________vr. Draudt.___________ Stammholz - Versteigerung in der Oberförsterei Homberg. 390) Mittwoch den 29. d. Mts. sollen in dein Districte Freicrmann 182 Kicfern- Stämme, und Donnerstag den 30. d. Mts. im Districte großer Katzenberg 115 Kiefcrn- und im Districte Rothebach 93 Fichten- Stämnic von 5‘/2 bis 21V2 Zoll mittlerem Durchmesser und bis zu 100 Fuß Länge versteigert werden. Stecken Buchen 2% Eichen 3 Nadelholz — sodann Die meisten dieser Stämme sind von vorzüglicher Brauchbarkeit?; sie eignen sich nicht nur zu Bauholz, sondern liefern auch sehr schönes Schnittholz. Anfang jedesmal Morgens 9 Uhr: am ersten Tage im Districte Freicrmann, dicht am Wege von Homberg nach Bleidenrod; am zweiten Tage im Districte großer Katzenberg, unmittelbar am Fußwege von Rüd- dingshausen nach Homberg, um 12 Uhr Mittags im Districte Rothebach, in der Nähe des Fußweges von Wermertshausen nach Deckenbach. Homberg a. d. Ohm, den 19. Jan. 1868. Großherzogliche Oberförsterei Homberg. Landmann. Bau- und Werkholz-Versteigerung im Hatienröder Gemeindewalde. 404) Donnerstag den 30. und Freitag den 31. Januar l. I. soll in hiesigem Ge- mcindewalde auf dem abgetriebenen Wald- district Stückwcide nachstehendes Holz meistbietend versteigert werden, als: 385 Fichtcn-Baustämme von 51/. bis 12 Zoll Durchmesser und 30 bis 65 Fuß Länge, 560 Fichten-Stangen von 21/. bis 5 Zoll Durchmesser und 30 bis 60 Fuß Länge, 45 Eichen-Baustämme von 6 bis 10 Zoll Durchmesser und 20 bis 35 Fuß Länge, 124 Eichen - Stangen von 3 bis 5 Zoll Durchmesser und 15 bis 35 Fuß Länge i ' Y l i i t t e r t s , o u r d 2 £ i v u F | - ei ' Feilgebotenes. 398) Mainzer Aeticn-Bier in Vi und Vz Flaschen zu haben bei Baltl,. Lenz, zur „Erholung." Der Anfang ist jedesmal Morgens um 9 Uhr in dem genannten District- Bemerkt wird noch, daß das Holz nicht weit vom Orte liegt und jederzeit gut abgefahren werden kann. Hattenrod, am 21. Jannar 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Hattenrod. Petry. 397) Schwalheimer Ludwigsbrnnnen und | natürliches Friedrichshaller Bitterwasser sind in | frischen Sendungen eingetroffeu. ö 380) Bricfcouverts mit Franco- - ❖ marken a 3'/, kr., dergl. ohne Mar- £ 0 feit, pr. 100 Stück zu 16, 20 und 2o kr., g a kleines und großes Postpapeer, pr. » Buch zu 6, 12 und 15 kr-, bei » 0 A. Balser. « 0 v <> O <>-.<>-O-O -^O <>■■■> 377) BNlKrän^e von 1 fl. an bis zu den feinsten, in reicher Auswahl, bei Wilhelmine Fuhr- 373) Zwei Pfauen (Pärchen) sind zu verkaufen. Wo? sagt die Exped- d. Bltts. B e r m i e t h u n g e n. 383) Durch Ankauf des Hauses der Frau Marguth ist der 2. Stock, bestehend tn 5 Zimmern, 2 Cabineten, Vorraths- und Magdekammer, und der 3. Stock mit 3 Zimmern, 1 Cabinet, beide mit Zugehör, zu ver- miethen. Auch- kann der 2. Stock in 2 Logis vermiethet und am 1. Mai bezogen werden. W. Knoll, Kirchendiener. 384) Ein Familienlogis ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen bei ___________Fr. Fürst, in der Neustadt- 386) Ein freundliches, möblirtcs Zimmer mir Cabinet in einer Gartenwohnung ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen- Nähe- res bei der Exped- d- Bltts-_______________ 387) Ein kleines Familienlogis ist zu vermiethen bei Alexander Mayer- 385) Jin „Russischen Hof" sind Lagerräume zu vermiethen; auch ist daselbst ein Hansen guter Mist zu verkaufen. Vermischte -Anzeigen. 402) Bei der letzten Damengesellschaft im Clubgebüude ist ein goldenes Damen- Medaillon gefunden worden. Die Eigen- thümerin kann dasselbe gegen Erstattung der Jnseratgebühren bei der Exped. d. Bl. in Empfang nehmen.__________________ 394) Zur Pflrge von Kran ken kann von der Erped. d. Bltts. eine sorgfältige und zuverlässige Person nachgewiesen werden. Für Oeconomen. 396) Ein in der Landwirthschaft theoretisch und praktisch ausgebildeter militärfreier junger Oeconom, mit sehr guten Zeugnissen, wünscht Stelle als Verwalter oder Oeco- nomie - Gehülfe. Franco-Offerten unter A. z. Nr. 32 besördert die Exped. d. Bltts- 401) Ich bin beauftragt» anzustellen: Tüchtige Agenten für die Lebens-, Feucr- und Hagelbranchc und nehme hauptsächlich auf solche Bewerber aus dem Handels-, Lehrer-, Beamten oder Landwirth- Stande Rücksicht, deren Bildung und Lebens-Stellung sie zum unbefangenen Verkehr in ihrem Kreise befähigt- Bewerber wollen ihren Anerbietungen Referenzen beifügen, wo man sich Auskunft erholen kann, und sind die Eingaben sofort an den Unterzeichneten zu richten. Die befähigtsten Bewerber erhallen den Vorzug und können auf lohnende Beschäftigung zählen. Carl Gaule, in Darmstadt. 395) Am Dienstag, dem 14. Februar, wurde ein Päckchen, enthaltend 2 Cigarrenetuis, entweder in einem Hause liegen gelassen, oder auf dem Wege vom Kreuz bis in die Neustadt verloren. Der redliche Finder wird gebeten, dasselbe gegen eine gute Belohnung beiHerrn Ph. Schlatter am Kreuz abzugeben. 381) Ein braver Junge kann in die Lehre treten bei Schneidermeister Frech. 392) Es liegen in hiesiger Stadt ISO fl. gegen doppelte Sicherheit zum Ausleihen bereit. Bei wem? sagt die Exped- d-Bltts. «1. A. 6, Joseph Ileiii'ü Witliur, et ■wo Gass und Speisewirthschaft, Hintersasse nächst dcm „Gasthof zum Einhorns________(-W0) Zwei Shakespeare-Vorlesungen. 399) William Luez liest im „Prinz Carl“ Freitag den.24. Januar: ..Was ilir wollt44, und Sonntag den 26. Januar: Köllig Richard III.44 Billots für beide Abende a 1 fl, für einen Abend ä 36 kr. durch den Concertdiener Berg und in den Buchhandlungen der Herren Ricker, Ferber und Heinemann, Studentenbillets ä 18 kr. ebendaselbst. Anfang? Uhr,______ Tliuringia, Versichenmgs - Gesellschaft p Erfurt. Grund-Capital: Thlr. 3,000,000. 378) Die Gesellschaft versichert gegen Feuerschaden: Mobiliar, Maaren, Maschinen, Fabrikgeräthschaftcn, Erndteerzeugniffe, Vieh u. s. w. Ferner schließt die Gesellschaft auch Lebens-, Transport- und Pafsagrer- Verflcherunaen, letztere gegen Beschädigung durch Unglücksfällc jeder Art auf allenReisen. Zum Abschluß von Versicherungen und Ertheilung jeder Auskunft erbietet und empfiehlt sich ergebenst Wilhelm Gosst. Gießen, im Januar 1868.________<________ K n u ft - 9d o t i z 403) Herr William Luez, der weitberühmte Shakespeare-Jnterprete, wird Freitag den 24. und Sonntag den 26. Januar im Prinz Carl: „Was ihr wollt" und .König Richard HI." vorlesen. Die ausgezeichneten Vorträge des berühmten Künstlers sind in Gießen wohl Vielen noch aus dem Jahre 1862 her bekannt. Damals schon erregte Herr Luez Aufsehen durch seine Vorlesungen des „Hamlet" und „Faust." Inzwischen hat der Künstler in allen Hauptstädten Deutschlands sich das ungetheilte Lob und die Anerkennung aller Gebildeten erworben. Aus Darmstadt, wo Herr Luez vor Kurzem las, schreibt man u. A.: „Vorgestern las Herr Luez im Saale der höheren Töchterschule vor einem zahlreichen und internessenehmenden Publikum Shakespeare's „Heinrich TV." Der treffliche Ruf, welcher dem liebenswürdigen Künstler voraus ging, ward glänzend gerechtfertigt- Mit volltönender, klarer, biegsamer, bedeutender Modnlarionen fähiger Stimme, wußte Herr Luez die hervorragendsten Scenen der köstlichen Shakespeare'schcn Dichtung seinen Zuhörern mit einer seltenen Lebendigkeit in allen Nüancen vorzuführen." , Die Vorlesung, der auch Ihre Königliche Hoheit die Prmzesstn Ludwig anzuwohnen geruhten, war sehr zahlreich besucht. Aus Frankfurt, wo der Künstler jetzt liest, schreibt das Jntelligenzblatt: „Die Hamlet-Vorlesung des Herrn William Luez war von einem sehr gewählten Publicum besucht, und Herr Luez hat darin seinem berühmten Namen alle Ehre gemacht. Er darf kühn als der bedeutendste Vorleser der Jetztzeit, sowohl in Bezug auf Geschmack des Vortrags, als gründliche Kenntniß seines Stoffes bezeichnet werden. Wir halten es für Pflicht, auf die weiteren Vorlesungen dieses genialen Mannes besonders aufmerksam zu machen." t , , . _ , ES ist ein wahrer Genuß, Herrn Luez zu Horen und man wird den Salon gewiß nicht unbefriedigt verlassen. Auch wir weisen auf diese interessanten Vorlesungen hm. Biirsennachricliteu. 21. Januar 1868.. Prioritäten. 5% östr. F. St. E. B. 243 Ludwigsh.-Bexbach 1573/4 Maxbahn 1077/s Bayer. Ustbahn 1193/< Hess. Ludwigsbahn 129V2 3% östr. Stsb.-Prior. 52 3% östr. s. Lombard. 42 xj^ 3% Livorneser 28‘/g Toscaner 4(B/, Frankf. Hypoth.-Bank — Frankf. Vereins-Kasse — 5°/q Elisabeth-Prior. 743/4 do. II. Emiss. 72 Weelieel. Amsterd. k. 8. 100’/4 Äugsb. k. 8. 100 Berlin k. 8. 105 Bremen k. 8. 975/g Cöln k. 8. 105 Hamburg k. 8. 881/*. Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 1194/j, Lyon k. 8. — Paris k. 8. 947/s Wien k. 8. 991/! Disconto 3% G. Preuss. 41/2% Obi. 967/g Frankf. 31/2°/o Obi. 823/g Nass. 41/jO/o Obi. 943/4 Kurh. 40/q Obi. 901/s Hess. 40/0 Obi. b. Roths. 89 V2 „ 31/2% do. do. 85 Bayer. 5% Obi. — n 4,/2°/o 1jährige 93% „ 4*/20/q */2.iährige 94>/4 Würtemb. 41/2% Obi. 9 4 // Baden 4r/a% Obi- c. E.L. 93i/z Oestr. 5% b. R. 60*/g „ 50/0 National 533/g „ 5% Metall. Obi. — „ M. steuerf. 483/s Amer. 6% 1881 r Bds. 771/2 „ 6% 1882r 76 Geldeorten. Pr. Can. Sch. 1 447,-45 Wälther 2 fl H. Schirmer 20 fl, Chrflt. Schirm r 20 fl, B. Vogt 2 fl., W. Buff 7 fl-, L- N. Goldmann 5 fl-, für das Officierscorps durch Major Anschütz 30 fl, v^WaffEeben lO^st, 0?sech Psarrkr,' 5 fl,' N N- 5 fl-, Kelnpff 5 st° Frl- Fl- u Fr! v- R- 1 fl-. 30 kr G- Landmann 3 fl- 30 ft., C-Heß 4 fl Dr Simon 5 fl, Sluauft fieft 10 fl N- N- 1 fl. 10 kr, N. N- 1 fl. 45 kr, Ingenieur Nahm 1 fl. 45 kr, Inspektor Gabriel 1 fl. 45 kr, Rady 1 fl., Dr. H. v. Ritgen 3 fl-, „y- Elwert 2 fl, C. Block /fl 45 kr, v Hombergk, Major, 5 fl. 15 kr, Gebhard 1 fl. 45 kr, Jhering 10 fl, Eckstein 1 fl-, N. N. 1 fl. 45 kr, Schuster 5 fl, Wilson 10 st, Klwstem 3 fl. 30 kr-, N- N- 30 kr-, Eleonore Adrian 1 fl- 45 kr, M- v- Haxthausen 30 kr, Frl. v- Rau 2 fl, Minna Holzapfel 4 fl., Dr. Stahl 1 ff, Dr. Tasche 2 fl. 20 kr, Ro,en- berq I. 5 fl-, Dr. Rosenberg H. für das Deservit einer zum allgemeinen Gaudium geführten Rechtssache mit 1 fl. 52 kr. und roeitere 2 fl-30 kr, zusammen 4 fl- 22 fr-,, C. ^aber 10‘ff Seitz 5 ff Bertha Hesse 3 fl. 30 kr, Dr. Schwarz 3 fl. 30 fr., C. Schwan 10 fl, Prof. Dr. Lemcke 10 fl, Clemm 10 fl, I. N- 1 fl, Chr- O- 1 fl, Muller, Oberwll-Jnsp 3 st 30 kn Weber 5 fl, Dr. Buff 5 fl, A Buff 1 fl, Draudt 5 fl, I. v. Grolman 5 fl, v. M. 20 fl, C Lips 2 fl, Dr. Eduard Heyer 2 fl, Friedr. Bücking 10 Pfarrer Kö ter 1 fl 30 fr Präsident Buff 5 fl-, v. Lepel 3 fl. 30 fr, Th- Witte 3 fl. 30 fr-, Heinzerling, Professor, 3 fl, I. G. 30 fr, Dr. Muhl 1 fl- 45 fr, I. H. Busch Ist 30 kr, Friedr. Maurer 10 fl-, A- Bücking 1 fl, Professor Dr. Gaß 7 fl, Chr- Küchler I st. 30 kr-, G- Heyer 3 fl. 30 fr, I. E. Ritter 5 fl. Krug 3 fl. 30 fr, Dr Schmidt 6 ff. Cbr. Leo 1 ff-, Dornseisf 10 ff, Hoffmann 3 fl. 30 fr, Lma Reiber 1 fl. 30 fr, Hememaun c> fl, Gebr. Windecker 10 fl, Adolph Weldig I st, Kacß 2 fl, Gail 1 fl, H Rübstmen 48 fr, Hckubach 30 kr, Schmidt 1 fl, L- Mettenheimer 4 st D. A- Mettenhesiner 3 st 30 fr. Fr. Bieler 1 fl, H- Rudolph I fl. 45 kr, Rumpf 3 fl 30 fr. Fr. Schober 2 fl, M. Heichelheim 1 fl. 45 fr-, H- Hoffmann 1 fl, N. N- 24 fr, I. Zurbuch 10 fl, Friederike Hoffmann 30 kr, Dr- Braubach 5 fl, Th- Lotz Wittwe 3 fl 30 fr Krüll Ifl- 10 fr, 3JI- & S- 1 fl-, N- H. 1 fl, E- Hermes 1 fl, A- Balser 1 fl- 45 fr-, A- Noll 1 fl-, L- Senner 1 fl-, A- Wmdecker 2 fl, Labroisse 3 fl, Meyer Rothenberger 36 kr-,L- Frohnhäuser 30 fr-, F. Berg 1 fl, L- Bersch 1 fl-, C- W- Dietz 1 fl-, I- Wallach 1 fl-, Julius und Ferd- Bapst 5 fl-, Georg Jughardt 1 fl, G Cbr Spruck 2 fl- Pfarrer Engel in Hausen 1 fl, August Oeser 2 fl-, Wilh. Keller 3 fl- 30 fr-, Ricker 5 fl-, Noll 36 fr-, L- C- Burckhardt 36 fr, W- Dietz 36 fr-, Dr. fieiraet 2 fl Carl Voqt 1 fl- I. G- Storck 5 fl, Dr. Reatz 1 fl, P. Hellwig 30 kr, Ph- Möser 18 kr, Kaspar Spies Wittwe 15 fr, Louis Pein II. 30 fr, Louis Kohler- mann I. 30 kr, Emil Steinberger 1 fl, H- Vogt 30 fr-, P. Herbert 30 kr-, Georg Arnold 30 fr, I- G- Appell fl. 10 fr-, Ehr- Jung 30fr, Ph. Becker 30 fr Dr Weigand 1 fl. 45 fr-, M. B- 15 fr-, C- Ac'ünch 1 fl, G- Loos 30 fr, SB. Grünebaum 30 fr, Bepler 30 kr-, Schulze 1 fl-, J- H. Fuhr 1 fl, v. Stein 5 fl, v. Helmolt 5 fl-, August Maner 3 ff 30 fr G- W- Berber 5 fl. St. George 1 fl. 45 kr, Ed. Lind 1 fl. 30 fr-, F- Holberg 1 fl. 30 fr, N- 30 fr, W- Seulmg 1 fl, Th- Geißmar 1 fl, Carl- Hensel Wittwe fl fl- Bi- H- 30kr, Kempfs 3 fl-, Steinberger 35 fr-, L- Flett 30 fr-, Schüler 1. fl. 45 fr-, Enders 30 fr-, Wer 1 fl, Chr. Müller I st, Materlal-Verwalter Adolph Pilger 3 fl. 30 kr, Wallenfels 30 kr, Louis Treff 3 fl. 30 kr, Carl Wallenfels 1 fl-, Wh. Fischer 3 fl-, Johanna Vogel 30 kr, Andreas Werdlg 18 kr, Georg Weidig 1 fl, W- Ebel 2 fl-, A- Klingelhöffer 3 fl. 30 kr-, Rühl 24 kr, Gebr. Müchel 1 fl-, unleserlich M kr, Georg Leib 1 fl, Wittwe Lang 12 kr, M-Kans 12 kn D^ Engelbach 5 fl, S. Bock 10 fl, Koch & Kraatz 10 fl-, Dr. Milbrand 3 fl. 30 fr-, M. Homberger & Lowe 10 st. G- Fulda 5 fl, Volcker fl fL 30 fr, Bulow 2 st, Clebsch 4 fl. durch Hosger.- Rath Kempff von 3)1. 1 fl- Carl Steinberger 1 fl, A- Fröhling 1 fl, N- N. 18 fr-, I- Wehn I st, Wortmann 1 fl, I. M. Schulhof I st, Marx 12 fr, Wusetzky 1 fl. 45 kr-, G- Stieber 30 kr, Carl Wallenfels 30 fr-, K- K- 12 fr, G- PH. Fillmann Wittwe 2^fl ^Keil 1 fl, I- P. 18 fr, L- Anthes 1 st 4o kr, F. Schwaab 1 fl. 4o kr, M- W- 1 fl., A. Z- 1 fl- 45 fr, Steinberger 5 fl- B- Kullmann 30 fr, I. Mann 30 fr, L. Schaffstadt 12 fr, Aug- Montanus Ifl, Auguste Strack 2 fl, Fritz Fürst 4 fl, L- Planf 1 fl. Gg Plank 2 fl, E- S. 20 fr, G- E- 18 fr-, Oppermann 30 fr, Wilh. Schmoll 1 st 30 kr, H- Noll I st. 30 kr, Bramm 1 fl. 30 fr, Thorwart 3 st, Franz Peppler & Comv 20 fl. I. W- K- 1 fl, G- Balser 1 fl, Carl Keck Wittwe 1 fl., Dr. Weber II. 2 fl, Dr. Weber I. 2 fl, Dr. Stein 2 fl, F. Bender 10 fl, v. Bury 10 fl, H. 1 fl, Emil Roth ö st, v. Heimbrachts 2 fl, Emmettus & Scheid 8 fl, C- B- 3 fl. 30 fr W-1 fl Hardenflug 2 fl, F-3 fl-30^, I-Rothenberger 24 kr I. Loth 1 fl F- Barth, Coiaer-Advocat 3 fl- 30 fr, von der Expedition des Gießener Anzeigers gesammelt 10 fl. 28 fr-, von ber eiben 2 fl, G- Weiß 18 kr, H- Seibert 1 fl, Leuckart 7 fl, Dr. w Löhr 3st 30 fr, N- N. (Pfannm.) 5 fl, PH- Leib 1 fl, Professor Gordan 3 fl, N- N. 30 kr, Kanzler Birnbaum 7 st S- Noll 1 stF kr-, Martin, Rendant 3 fl, Wickler I fl-, v- Gremp 2 fl, Gebr. Leng 2 fl, Lyncker 3 fl. 30 kr, Maschinenmeister Daudt 1 fl. 45 kr. Mechamkus Liebrich 2 fl, von 34 Schülerinnen im Institut der -i-räul Schneider 12 fl. 45 fr, Assessor Hellmann 3 fl. 30 fr, Emil Pistor 2 fl, Pfarrer Eigenbrodt m Steinbach pr. Post-Einzahlung 7 fl. 30 fr, Briefträger Keßler 30 fr, in dem postalischen Donnerstags-Kränzchen gesammelt durch Postsekretair Wendeberg 10 fl, von Dr. Buchner durch Superintendent Simon 1 st 45 kr, Ungenannt 30 fr, von den Primanern des Gymnasiums durch Keller und Nies 20 fl, von Adv. Th. Baist als Ertrag zweier von ihm veranstalteten Sammlungen durch Gebr Ebel, D. Ebel, K. Ebel, Felfing, Pfannmüller, Dr. Klein, Oberförster Neunhagen, Herzberger, Baist u. A- 22 fl. 8‘/, kr, Dr Krumm 1 st kr, Frau Geheime-Rathm Dietz 4 fl, durch Decan Landmann ungenannt 1 fl, von den Secundanern des Gymnasiums 10 fl, von 10 Schülerinnen im Institut der Fraul. Schneider 5 fl. 15 fr, Frau Professor Rauh durch Adv. Dr. Rosenberg I. 10 fl. von den Arbeitern der Cigarrenfabrifanten Gebrüder Bücking 5 fl. 30 fr., durch Nachzahlung des Adv. Baist 30 fr, von den Schulern der Knabenlehranstalt des Dr. Landmann 17 fl. 30 fr, von Graveur Bach 1 fl, Fabrifant Hanstein 2 fl, von der Gemeinde Holzheim durch Pfarrer Hofmann daselbst 61 fl. 5 fr, durch Bürgermeister Jäger daselbst 25 fl. 58 fr-, zusammen 87 fl. 3 fr, von Frau Schwan und Söhnchen o fl. 15 fr, Dämel Wirth 4 fl, N. N. 3 fl. 30 fr, N- N. 2 fl, von dem Nenzel'schen Kranken-Unterstützungs-Verem 6 fl, zusammen 1238 fl. 17-/z fr, und sind hiervon untern 17. Januar 10u0 fl. an das Central-Count« des Hulfs- vereins für Ostpreußen in Berlin abgesandt worden. ' Um weitere Gaben an Herrn Louis Bücking, Cassier des Vereins, wird, freundlichst gebeten- Das Co mite. S r i t x ; t c S ( i - f s I l r s i t t i i i < i 1 l i i 1 1 I 1 i I i I ! s t i f i i s l l i l 6 t t < 1 I I s f t s < I I I i < I $ \ X I X t ( S P o l L tische Mund f Darmstadt, 17. Jan. Das heute erschienene Regiernngsdlatt Nr. 3. enthält: I Verordnung, Abänderung des Recrutl- runasaesetzes betreffend. Dieselbe lautet: LUDWIG III. von Gotte- Gnaden Großher- roa von Hessen und b-i Rhein re. re. 3ur Zollziehung der von Uns mit Seiner Mazestat dem König von Preußen am 7. April vorigen Iah- «S abgeschlossenen Militärconvcntion, insbesondere der Artikel 2 und 3, haben Wir verordnet und verordnen hierdurch, in Gemäßheit des Artikels 73 der DerfassungSurkunde, wie folgt: r i. Die vermöge der Militärpflicht dienenden Excapitulanten des.JahreS 1868 werden nach Schluß ihrer Kapitulation nicht beabschiedct, sondern, soweit sich nicht Verwendung als Einstehrr finden, zur Re- serve entlassen und treten, nach Ablauf eines weiteren Dienstjahres in der Reserve, in dir Landwehr. §. 2. Die der Reserve-Angehörigen sind in ihrer bürgerlichen Niederlassung und Verheirathung nicht gehindert und unterliegen nur der vorgeschriebenen militärischen Controle und den, zur Ausübung derselben erforderlichen Anordnungen. §, 3. Einsteher aus den Jahrgängen 1862 bis 1867 einschließlich., welche die übernommene Capi- tulation zurückgelegt haben, können nach Maßgabe des Artikels 13 des RecrutirungSgefetzeS vom 20. Juli 1830 ihre Beabfchiedung verlangen. 4. Diejenigen, welche seiner Zeit auf Grund des Gesetzes vom 14. Juli 1851 im Militärdienst vertreten worden sind, werden für irgend eine mili- tarische Dienstleistung nicht mehr in Anspruch genommen. §. 5. Vom Zeitpunkt der ersten Truppenergan- zung der Jahres" 1868 an ist die Anwendung des Gesetzes vom 14. Juli 1851 über Stellvertretung im Militärdienst insoweit suSpendirt, als von da we- der eine Stellvertretung bereits eingetretener Soldaten noch eine unbeschränkte Vertretung von Militär- und Marschpflichtigen im Militärdienst mehr stattfindet. Letztere können alsdann, >n Gemäßheit des Artikels 3 der Eingangs erwähnten Militärconvention nur noch durch ausgediente Unterofficiere und Spielleute oder durch Tausch mit freigeloosten Pflichtigen ihrer Altersklasse für den Dienst bei der Fahne beziehungsweise in der Reserve Vertretung finden. §. 6. Diejenigen Pflichtigen, welche hiervon Ge- brauch machen wollen, haben, in Folge der Erweiterung der Dienstzeit in der Linie um ein Jahr ein- hundert Gulden weiter, als ihnen nach der seitherigen Vorschrift zu zahlen obgelegcn hätte, zur Ein- standrkasse zu entrichten und die Einsteherein Scchs- theil der bisherigen Einstandsfumme mehr in Anspruch zu nehmen. Den Marschpflichtigen des Jahres 1868, für welche bereits die bisherige Vertretungssumme zur Einstandskasse bezahlt worden ist, bleibt es frei- gestellt, die hiernach für ihre Vertretung erforderliche Nachzahlung in die Einstandskasse beziehungsweise in die Kasse der Versicherungsanstalt für Stellvertretung zu leisten oder ihre Einlagen in die Kassen zurück- zuziehcn und auf Stellvertretung zu verzichten. §. 7. Die als Einsteher sich meldenden Unterosfi- kiere und Spielleute, sowie die zum Loostausch sich erbietenden Mtlitärpflichtigen der zur Aushebung kommenden Altersklasse, deren LooSnummern nicht in das Kontingent fallen, haben sich in den Anmeldungs- Protokollen verbindlich zu machen, 7 Jahre lang im activen Heere zu dienen. Die Qualifikation und Zulassung der zum Loostausch sich erbietenden Militärpflichtigen ist lediglich nach den allgemeinen für die Musterung der Militärpflichtigen geltenden Bestimmungen zu bemessen. §. 8. Die zur gemeinschaftlichen Aufbringung der Vertretungssummen bestimmte StaatSvcrsicherunrSan- stalt für Stellvertretung im Militärdienst hört für die vom Jahre 1868 zur LooSziehung kommenden Militärpflichtigen auf. Die zur Zeit bestehende Jahresgesellschaft für die LooSpflichtigen des Jahres 1867 wird zwar aufrecht erhalten, es wird aber hierbei insbesonvere auf §§. 21 bis 25 der Statu- ten der Assecuranzanstalt vom 16. September 1851 hingewiesen, wonach, je nach Umständen, die Theil- nehmer dieser Anstalt eine bedeutende Erhöhung der Einlage oder selbst die Unthunlichkeit der Vertretung der von ihnen Versicherten zu gewärtigen haben. In Rücksicht hierauf soll jedoch denjenigen Versicherten, welche sogenannte Freiloose gezogen haben, aber bei der nächsten Truppenergänzung freiwillig in den Mi- litärdienst eintreten, der Austritt aus der Versicherungsanstalt für den Fall gestattet sein, daß ihr Eintritt in den Militärdienst nicht etwa in Folge ihres Erbietens zum Loostausche, beziehungsweise ihrer Verwendung als Einsteher erfolgt. §. 9. Wenn sich vor oder bei der nächsten Truppenergänzung ergiebt, daß die Zahl derjenigen, welche sich vertreten lassen wollen, größer wäre, als die Zahl der angenommenen Stellvertreter, so ist denjenigen Dienstpflichtigen, welche demzufolge vertreten werden können zur Präsentirung eine« Stellvertreters nach Maßgabe des Art. 16 des Gesetzes vom 14. Juni 1851 eine Frist von 4 Wochen zu eröffnen. §. 10. Das Recrutirungsgesetz vom 20. Juli 1830 und das Gesetz über Stellvertretung im Militärdienst, nebst zugehörigen Verordnungen, bleiben im Uebngen bis auf Weiteres anwendbar, soweit die obigen Bestimmungen nicht entgegenstehen. §. 11. Unsere Ministerien des Innern und des Kriegs sind mit der Ausführung dieser Verordnung beauftragt. Urkundlich rc. II. Verordnung, die Verwaltung des Kirch e,n.v er möge ns , insbesondere die Beschränkungen der Veräußerung von Kir- chenvermögen in Beziehung auf Erbtet- h.rn und Landsiedeleihen betreffend. III. Verordnung Großh. Ministeriums des Innern, das Vicariat bei evangelischen Geistlichen betreffend. Nach der Allerhöchsten Verordnung vom 6. Sep- tember 1820, das Vicariat bei den in Ruhestand versetzten evangelischen Geistlichen betreffend, ist jeder Psarramts-Candidat verbunden, der an ihm ergehenden Aufforderung zur Uebernahme eines Pfarrvica- riats Folge zu leisten. Weigert sich ein Psarramts- Candidat, dieser Aufforderung zu entsprechen, so verliert er die Ansprüche, welche er aus früherer Prü-, sung auf Anstellung machen könnte, und steht dem jüngeren, gleich würdigen Candidaten nach, welcher der Aufforderung Folge leistet. Da die Erfahrung gezeigt hat, daß der in der gedachten Verordnung angedrohte Nachtheil die Pfarramts - Candidaten nicht abhält, Verbindlichkeiten einzugehen, welche ihnen die Möglichkeit benehmen, der an sie ergehenden Aufforderung zur Uebernahme eines Pfarrvicariats Folge zu leisten, und da hierdurch die Kirchenbehörden wiederholt in die Lage gekommen sind, zu dringend erforderlicher Aushülfe keine Candaten als Pfarrvicare oder Pfarrverwalter verwenden zu können, so haben Seine Königliche Hoheit der Großherzog zu bestimmen geruht, daß, wenn ein Psarramts-Candidat der an ihn ergehenden Aufforderung zur Uebernahme eines Pfarr- vicariais oder einer Pfarrrverwaltnng nicht alsbald Folge leistet, weil er ohne Erlaubniß des Großherzoglichen Ober-Consistoriums anderweite Verpflichtungen übernommen hat, diese Nichtbefolgung der an ihn ergehenden Aufforderung als ein Verzicht auf Verwendung im Dienste der evangelischen Kirche des Großherzogthums angesehen und der Candidat in der Kandidatenliste gestrichen werden soll. IV. Oefsentliche Anerkennung einer edlen That. Am 15. Juli 1867 badete Theodor Wilhelm Schreeb, Sobn des Ortsbürgers Wilhelm Schreeb II. zu Rieder-Ingelheim, im Kreise Bingen, in Gesellschaft mehrerer jungen Leute in dem in da- siger Gemarkung belegenen Rheinarm der sogenannten Sand-Au gegenüber. Hierbei gerieth derselbe, als er nach dem jenseitigen Ufer zu schwimmen versuchte in der Mitte des Rheinarms, der daselbst ungefähr 112 Fuß Breite und 8 Fuß Tiefe hat, in Folge eines Krampfanfalles in Gefahr zu ertrinken. Auf den Hülseruf der Kameraden Schreebs sprang Paul Christian Saalwächter von Nicder-Jngelheim entschlossen in das Wasser, schwamm auf Schreeb zu der ermattet und dem Ertrinken nah bereits einige Mal untergesunken und wieder aufgetaucht war, erfaßte denselben und brachte ihn mit großer Anstren- gung glücklich lebend in die Nähe des Ufer«, wo Beide von Georg Weber von Frei-Weinheim und Karl Esch von Nieder-Ingelheim in einem Nachen ausgenommen und in Sicherheit gebracht wurden. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben dem Paul Christian Saalwächter für diese muthvollc, mit eigener Lebensgefahr verbundene That das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für Rettung von Menschenleben" Allergnädigst zn verleihen geruht. V. Bekanntmachung Großh. Ministeriums der Finanzen, die Organisation der Oberförstereien Christinenhof und Düdelsheim, Forsts Nidda, betreffend. VI. Bekanntmachung Großh. Ministeriums der Finanzen, den Anschluß des HerzogthumS Lauenburg an den Zollverein betreffend. VII. Bekanntmachung Großh. Ober - Rechnungs- Kammer, die Vergütnng für die in 1868 in Geld zu berichtigenden Besoldung-- und Pensions-Naturalien betreffend. Aus den in 1867 vorgekommenen Fruchtverkäufen, welche nach der Verordnung vom 10. December 1857 der vorgenannten Vergütung zur Grundlage dienen, ergeben sich als Durchschnittspreise eines Malters von: a u 93 883/t Malter Walzen . . 15 fl. 14 kr. 4340 i/z „ Korn . . . 11 „ 34 „ 240y2 „ Gerste ... 8 „ 55 „ 1532