nd herunter 3., dem estorben rb, bis zu be- orsttzen- iftführer :imnit cgelesene -alschule für die ;te Zu- jt wer- undenen »me der es Chr. Denn er >gt eineine ge- n dieses strafung in L. & 11 ihren Aelände erlassen, der Ge- te Pfla- ifltoeitai perfön- n theils , theilS ffer der i d, ei» :it meh- unserem idolph c wieder n. Nerkur,, i Tagen ner An- en Leser t große, nb zunl n Folge Lheil ist zu vff- zwischen K gegen en nun, bebenk- jeßt an scalpirt; ßhandelt Truppen mten sie r Krieg ^gs füh- pen mit litt An- nachdem — un- so läßt Bertil- -r Ztg." ms dein ^che die rkt hät- r es geil. Die t hoffen lgSweise meldet, Lanterne zt, was Uarritz) inne an andern geant- großen Solche mfen. bitter- kräftig test mit iblik zu Spanier z wäre, wünscht Kirchen it selber nun an ute Ka- d durch tr einen t. Pracht, die : Kirche it Nom Barce. Pstlichen Die Vergcbuug von Wiesenbau- arbeiten bei der Stadt Gießen. 7657) Freitag den 23. Octobcr 1868, des Morgens 9 Uhr, sollen die Arbeiten zur Herstellung einer Bewässerungsanlage im Wieseckgrund, veranschlagt zu 634 fl. 2 fr., auf hiesigem Rathhause an den Wenigstfordernden vergeben werden. Gießen, den 17. October 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Oderhessische Eisenbahnen. 7654) Angebote auf Herstellung von Bruchstein-, Schicht- und Backstein-Maner- werk für die Hochbauten im Sectionsbezirke Lich werden auf dem Büreau des Unterzeichneten schriftlich oder mündlich entgegen genommen. Lich, den 14. October 1868. Der Sections-Ingenieur: Binger. ---SW- (ststhcntr Anzeiger. Erscheint wöchentlich bxet-- mal. Dienstags, Donnerstags unb Samstags. - Expedition: Canzleiderg Lit. V. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Areis Sieben. Ne. Donnerstag den 22. October 1868. Amtliche Bekanntmachungen. Gießen - sm 15. Dctober 1868. Betreffend: Die Musterung, Abschätzung und Aushebung der bei eintretender Mobilmachung für die Großherzogliche Division erforderlichen Pferde. Das Groß herzogliche K r e i s a m t Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Allendorf a. d. Lda., Dorf-Gill, Eberstadt, Gießen, Grnningen, Heuchelheim, Lollar, Nieder-Bessingen, Ober-Bessingen und Ruttershausen. Wir erinnern Sie an Erledigung der Verfügung vom 29. September 1868 binnen 8 Tagen. Dr. Goldman n. Besondere Bekanntmachungen. Bekanntmachung. B i e h m ä r k t / in D a r m st a d t. Dienstag den 3. November wird der zweite Markt für Zucht-Rindvieh, Arbeitsochsen, Pferde und Schweine stattfinden. Mittwoch den 4. November wird der erste Markt für Fcttvich aller Gattungen auf dem seitherigen Viehmarktsplatze, nahe den Bahnhöfen, (und von diesen aus zugänglich) abgehaltcn werden. „ ... . m e , Für den am 3. November stattfindenden Markt für Milch-, Zucht- und Arbeitsvieh aller Gattungen werden drei von der Bank tur Handel und Industrie und ein vierter, von einem Freunde der Landwirthschaft gestifteter Ehrenpreis vertheilt werden. Für den Fettviehmarkt am 4. November hat die hiesige Metzgerzunft mehrere werthvolle Prämien ausgesetzt. Die Fettviehmärkte werden sich vom 4. November.an regelmäßig jeden Mittwoch wiederholen. ~ ...... , .... ° Das Comite für bte Vieh markte m Darmstadt- Der Präsident Fuchs, Großherzoglicher Bürgermeister. Großerzogliche Bürgermeisterei Offenbach. H i r s ch m a n n- zur ^E"^^^^"^Eüufer und Käufer zu recht zahlreichem Besuche des Marktes einladcn, geben wir denselben die Versicherung, daß ihnen alle nöthige Unterstützung zur Erreichung ihres Zweckes werden wird. Was die Ferkel-Märkte betrifft, so sollen diese alle Freitage in Verbinduna mit dem Wochenmarkt ebenfalls auf dem Neumarkt und der erste Sreitag den 3 0. October d. I. äufer freundlichst ein. Offenbach, den 19. October 1868. Bekanntmachung. Vieh markte in Q s s e n b a ch. Nachdem auf Anstehen des landwirthschaftlichen Localvcreins dahier Großh- Ministerium genehmigt hat, daß jährlich drei Märkte für Fett-, Milch-, Zucht- und Arbeitsvieh aller Gattungen, sowie wöchentlich ein Ferkel-Markt dahier abgehalten werden, bringen wir dies unter dem Anfügen zur allgemeinen Kenntniß, daß der erste Vieh markt - „ u ~ r r Donnerstag den 29. Oktober d. I. . dahier auf dem Neumarkt abgehaltcn werden und Morgens 9 Uhr beginnen wird, daß für Stallungen hinlänglich Sorge getragen ist, das Vieh schon Tags vorher eingestellt werden kann und für diejenigen Verkäufer, welche die an Anzahl und Qualität vorzüglichsten Partieen Fett-, Milch-, Zucht- oder Arbeitsvieh hierherbringen, drei Preise und zwar: ein silberner Pocal vom landwirthschaftlichen Bezirksverein, ein Geldpreis von der Stadt Offenbach und ein desgleichen vom landwirthschaftlichen Localverein Versteigeeurrgen. 7668) Donnerstag den 22. October, Nachmittags um 2 Uhr, soll in der Wohnung des Karl Magnus Balser Noll in der Judengasse der Nachlaß der Elise Hechler, bestehend in Betten, Möbeln und Weißzeug u- s. tu., öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 19. October 1868. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Ebel. Eichenstammholz - Verkauf. 7684) Auf dem Freiherrlich Schenck'- schen Rittergut Loshausen bei Ziegenhain, Provinz Hessen, sollen circa 48,000 Cubik- fuß Eichenstammholz, kurhessischen Maaßes, und zwar von 9 bis 41 Fuß Länge und 10 bis 20 Zoll Durchmesser, — zu Eisenbahnschwellen, Bau- und Werkholz brauchbar, — im Submissionswege abgegeben werden. Reflektanten werden ersucht, ihre Gebote verschlossen und portofrei bis den 5. November I. I. hier einzusenden. . Badenhaus en, Rendant. Feilgebotenes. g Mr Brustleidende empfehle ich bciin Herannahen der auf die Brust schädlich einwirkenden Jahreszeit mein reichhaltiges Lager von Respiratoren in englischen, französischen und deutschen Fabri- caten. I. Schellenberg, Universitäts-Instrumentenmacher. 7686) Drei leere Kisten und ein leeres Zuckersüß sind zu verkaufen. Näheres im Verlage d. Bltts. 7676) Ein neuer zwcithürigcr Küchenschrank mit Glasaussatz ist billig zu verkaufen. 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Nr. 148. 7662) Ein gut möblirtes Zimmer ist zu vermiethen int Hause der Herren __________Flick ee Kröll. 7663) Im Jughardt'schen Hause am Canzlciberg ist ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. Vermischte Anzeige». 7682) Meine Wohnung beendet sich von heute an in un- erm neu erbauten Hause auf der neuen Anlage, und können Bestellungen bezüglich unseres Geschäfts bei meinem Schwager Ph. Schlatter am Kreuz abgegeben werden. Gießen, den 20.Octbr. Z868. A. Petri, Weißbinder und Lackirer. 7689) Verloren 7675) Die Dampf-Choeoladen-, Bonbons-, Dragees-, Marcipan-, Traganth- und Zuckerwaaren-Fabrik von Franz Stollwerck, Hoflieferant in Köln a. Rh., beehrt sich, ihre reiche Auswahl anerkannt feiner und feinster Confitüren angelegentlich zu empfehlen. Die seit mehr als 30 Jahren sich eines stets vermehrten Rufes erfreuenden „Stollwerck'schen Brust-Bonbons" sind das beste bis jetzt bekannte Hausmittel gegen catarrhalische Hals- und Brustleiden. 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Für diejenigen Herren, welche unsere Subscriptions-Liste nicht erreichen konnte, liegt eine Liste nebst den nöthigen Karten in oben angegebenem Locale offen. Programme an der Kasse. (Um vielseitigen Wünschen entgegenzukommen, wird gebeten, in der ersten Ab- theilung nicht zu rauchen.) Haasenstein & Vogler Zeitung s-Annoncen-Expedition in FRANKFURT AM MAIN. Filialgeschäfte: in Basel, Berlin, Hamburg, Leipzig, Wien. Frachtbriefe für die Main-Weser- und Cöln-Mindeuer- Eiftnbahn, sowie sämmtliche z-öllamtlicheu Formulare- sind zn haben bei Wilhelm Klee, Mäusbnrg. 7672) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei I. Hassenteufel's Wittwe, Neustadt. 7652) Ein gut möblirtes Zimmer ist zu vermiethen und sogleich beziehbar bei E- Eichenberg. 7656) Ein Familienlogis ist zu vermiethen und baldigst zu beziehen bei Hermann Schwalb, Ticfenweg. 7645) Ein freundliches Familienlogis ist wegen Wegzugs an eine stille Familie zu vermiethen und sogleich zu beziehen bei Canzlist Br au bürg er. 7646) Ein möblirtes, freundliches Man- sarden-Zimmer ist zu vermiethen. Wo? sagt die Exped. dieses Blattes. 7647) Eine freundliche Familienwohnung und ein Zimmer mit Cabinet sind zu vermiethen bei H. Sauer, Neuenweg Lit. B- Nr- 194. 7648) Ein schön möblirtes Zimmer mit Cabinet ist zu vermiethen bei Gärtner Schaum. 7649) Ein freundlich möblirtes Zimmer mit Cabinet ist zu vermiethen Wallthor- straße Lit. A. Nr. 227. 7659) Zwei große Zimmer, mit oder ohne Möbel, sind zu vermiethen bei Julius Landauer, Kirchenplatz. 7660) Ein möblirtes, freundliches Man- sarden-Zimmer mit Cabinet ist zn vermiethen Kirchenplatz Nr. 250. 7552) Ein möblirtes Zimmer mit Cabinet, sowie ein kleineres möblirtes Zimmer, sind zu vermiethen bei I. Becker Wittwe, Neuenweg. 7678) Ein möblirtes Zimmer ist auf dem Seltersweg zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 7658) Ein freundlich möblirtes Zimmer mit Cabinet ist zu vermiethen. (Neue Anlage.) Näheres bei der Exped. d. Bltts. wurde am 20. l. M. von der Univ.-Straße nach dem Club und Cast- Ebel ein rundes Medaillon von Gold, eine Photographie enthaltend, nebst einem goldenen Uhrschlüssel. Dem Finder wird gegen Rückgabe eine gute Belohnung zugesichert. Näheres bei der Expedition dieses Blattes. 7685) Ein ordentliches Mädchen, welches alle häuslichen Handarbeiten versteht, sucht eine Stelle. Näheres bei Herrn Dachdecker Ruckstuhl auf dem Neuenweg. 7670) Haupt- und Special-Agenten werden für eine deutsche gegenseitige Lebensversicherungs-Gesellschaft unter sehr vortheilhaften Bedingungen angestellt. Bewerbungen, mit guten Referenzen begleitet, beliebe man an die Herren Haa- senftein Vogler in Frankfurt a. M. unter Chiffre F. Y. 924 zu senden. 7665) Für ein Auswanderer-Geschäft, welches für Bremen, Hamburg, Liverpool und Antwerpen concessionirt ist, wird in Gießen ein thätiger Agent gesucht. Wenn gewünscht, wird die gesetzliche Caution geliefert. — Offerten unter B. und H. besorgt die Exped- d. Bltts. -0--0-0-0-00-0 H 7661) Ein einzelner Herr sucht ein * 4 anständiges Logis von 2 bis 3 Zinn 4 H ment in der Nähe des Neuenweger $ $ Thores vom 1. November an zu mie- T 4 then. Gefällige Offerten bittet man 4 4 bei der Exped- d. Bltts. unter Nr. 7563 4 t abzugeben. $ .<$ o o-o-o- o-o-o-o-o-oo-o- o 0-0 0-0 o o oooo£>: 7677) Ein junger Man» aus guter Fa- milie mit den erforderlichen Schulkennt- nissen kann unter günstigen Bedingungen in ein hiesiges Geschäft als Lehrling eintreten. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 7674) Ein Zimmermädchen, welches alsbald eintreten kann, wird in einen hiesigen Gasthof gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 7681) Ein Schuhmachergeselle findet auf geringe Arbeit dauernde Beschäftigung. Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts. Marktbericht über den ersten Viehmarkt in Darmstadt aus der Zeitschrift für landwirthschaftliche Vereine des Großherzogthnms Hessen. Die Ergebnisse desselben waren überaus befriedigend. Es waren im Ganzen 418 Stück Vieh, darunter 282 Kühe, zugetrieben. Käufer hatten sich sehr zahlreich eingefunden, und es wurden in kurzer Zeit viele Geschäfte abgeschlossen. Nach der uns mitgetheilten Aufstellung blieben nur 11 Stück Vieh im Ganzen unverkauft. Nach diesen ersten Resultaten zu urtheilen bietet sich für die Freguenz der künftigen Märkte sehr günstige Aussicht dar. Als den Verkehr auf dem Darmst. Markte sehr begünstigend sind bte zweckmäßigen Anordnungen zu bezeichnen, welche zur Erleichterung des Handelsverkehrs getroffen werden. Die mit der Bahn ankommenden Thiere können direct vom Bahnhof auf den Marktplatz getrieben werden, auf welchem ein bequemer Geschäftssaal, Restauration und ein Bureau zur Proto^lliruug der Verkäufe eingerichtet sind. Mitglieder der Markt- commission sind ständig anwesend, um dem Geschäft suchenden Publikum durch Erthei- lung von Rath und Auskunft behilflich zu sein. Am 13. d. Mts. fand auf dem Markt die öffentliche Verkündigung der zuerkannten Preise statt. Im Ganzen darf man an das erste Resultat des Unternehmens gerechtfertigte Hoffnungen knüpfen, daß die Märkte der Landwirthschaft des Landes sehr ersprießliche Dienste leisten werden. Für die Wasserbeschädigten in der Schweiz sind weiter bei uns eingegangen: Von L. M. 1 fl. Von G- R. 2 fl. Von Frl. Schmidt 3 fl- 48 kr- Von Frl. v. Rau 3 fl. 48 kr. Von Ungenannt 2 fl- Von Fr. v. Rabenau 1 fl. 45 kr- Von Frl. v. Haxthausen 1 fl. 45 kr. Von A. R. 2 fl. Von Anonym 1 fl. Von G- W. 2 fl. Von Hrn. Dr. Hempel 5 fl. Von Ungenannt 1 fl. Börseiinachrichten. 20. October 1868. Prioritäten. M/o östr.F.St. E. B. 268 Ludwigsh.-Bexbaoh 1577/ti Maxbahn 1061/4 Bayer. Ostbahn 1267/g Hess. Ludwigsbahn 134 30/0 östr. Stsb.-Prior. 533/s 30/0 östr. s. Lombard. 433/4 30/0 Livorneser 31 ‘/g Toscaner 47‘/8 Frankf. Hypoth.-Bank — Frankf. "Vereins-Kasse — 5% Elisabeth-Prior. 743/4 do. II. Emiss. 73V4 Wechsel. Amsterd. k. 8. 100‘/8 Augsb. k. 8. 100 Berlin k. 8. 105‘/z Bremen k. S. 97i/2 Göln k. 8. 105 Vs Hamburg k. 8. 877/g Leipzig k. S. 105 London k. 8. 1191/z Lyon k. 8. — Paris k. 8. 94% Wien k. 8. 102% Disconto 3% G. Preuss. 4*/2% Obi. 95‘/a Frankf. 3‘/2% Obi. 81 Nass. 4t/2% Obi. 95Vi Kurh. 4% Obi. 873/4 Hess. 40/0 Obi. b. Koths. 90y2 „ 3V2% do. do. 85i/s Bayer. 5% Obi. 101 Vs „ 4Vz°/o 1jährige 96V« „ 41/2% ‘/2jährige 963/t Wiirtemb. 4‘/z0/g Öbl. 948/4 Baden 4*/a°/o Obi. c. E.L. 94‘/2 Oestr. 5% b. B. 6O‘/t „ 5% National 53‘/4 „ 5% Metall. Obi. — „ M. steuert. 513/< Amer. 60/0 1882r Bds. 785/s „ 6% 1885r 775/g Gelcisorten. Pr. Cass. Sch. 1 44?/8-45V8 Div. Cass.-A. — Pr. Friedrdor. 9 581/2-591/z Pistolen . . 9 49-51 „ doppelte 9 50-52 Holl. fl. 10 St. 9 54-56 Ducaten . . 5 37-39 20 Frankenst. 9 29-30 Engi. Souver. 11 54-58 Russ. Imper. 9 50-52 Doll, in Gold 2 27-28 AnlelienslooBie. Kurh. 40 Thlr. Loose — Nassau fl. 25 b. Roth. 37 Gr. Hess. fl. 50 b. R. 158‘/4 Gr. Hess. fl. 25 b. R. 403/4 40/0 bayr. Präm. Anl. 102‘/2 4% badische Loose 993/4 Badische fl. 35 Loose 523/4 1858r Prioritätsloose 141 ‘/4 1860r Loose 73V4 1864r „ 98‘/4 Actien. Frankf. Bank 123 Oester. Bank 779 „ Creditaot, 218‘/2 Darmst. Bankact. 245 Bei der großen Theilnahme, welche die Berichte über die schrecklichen Verheerungen und Unglücksfälle in den*von der Ueberschwem- mung betroffenen Schweizerkantonen Tessin, St. Gallen, Graubünden, Wallis und Uri allenthalben erwecken, glauben wir im Sinne unserer Mitbürger zu handeln, wenn wir auch in unserer Stadt eine Sammlung für die so schwer Beschädigten veranstalten und eine mäßige Gabe zur Linderung der Roth anfzubringen suchen. Wir wenden uns deßhalb an den so oft bewährten Wohlthätigkeitssinn der Einwohner unserer Stadt und bitten im Namen der Unglücklichen um eine Handreichung der helfenden Bruderliebe, wie sie bei den vielen Ansprüchen in unserer Zeit möglich ist und in jeder Größe mit dankbarem Herzen angenommen wird. Mit der Einsammlung freiwilliger Gaben haben wir den Bürger Heinrich Kloos beauftragt. Außerdem sind wir selbst zur Empfangnahme von Gaben gerne bereit und werden demnächst das Ergebniß der Sammlung und die erfolgte Ablieferung in diesem Blatte veröffentlichen. Gießen, den 19. October 1868. Landmann, Pfarrer. Vogt, Bürgermeister. Th. Baift, Hofger.-Advocat. L. Bücking. Adolph Roll, Fr. Maurer. L. Lange. Dr. A. Rosenberg II. Die Verschwörer von 1799. Roman von de Saint-Felix. (Fortsetzung.) Coraly begann der Rolle und des Namens von Chateanneuf müde zu werden. Sie sah nicht ohne lebhaftes Gefühl von Freude den Hauptmann Reymond ihr ihren wahren Namen zurückgeben und sich auf den Fuß einer feinen Galanterie mit ihr stellen, auf den sie ein Recht hatte. Das rief ihr gewisse Tage der Illusion und thörichten Hoffnung zurück. Der Hauptmann begriff das mit Herz und Verstand. Er glaubte auf dem schönen Antlitz Coraly'S die Spuren eines tiefen und neu über sie gekommenen Schmerzes zu erblicken. Er kannte nicht Vie Einzelnheiten des Gespräches, welches sie unter Verkleidung mit Fräulein de Rencey geführt haben mochte; allein er hielt sich überzeugt, daß das Resultat des Gespräches für Coraly mehr als schmerzlich gewesen sei. Außerdem erinnerte.er sich einiger Worte, welche er hierüber am Schiebfenster der kleinen Parkthür vernommen hatte. Es ist unnöthig, hinzuzufügen, daß der Hauptmann noch keineswegs ahnte, mit wem er am Morgen dies seltsame Gespräch geführt hatte. Seine Täuschung war vollständig; der arme Mann glaubte mit Bestimmtheit, die Hand Fräulein de Rcncey's durch das Schiebsenster geküßt und dieser schönen Hand den wichtigen Brief des Abbo Sieyös anvertraut zu haben. Coraly beeilte sich nicht, ihn zu enttäuschen. Sie genoß im vollsten Umfange die Vortheile ihrer Position; sie konnte, wenn es ihr behagte, nach Her- zenslust den Undankbaren quälen, den sie liebte und dessen wahre Leidenschaft sie kannte. Aber wollte sich Coraly in der That rächen? Trug sich Coraly mit den bösen Gedanken: — Da ich nicht glücklich sein darf, will ich das Glück zweier Liebenden zerstören. Da ich den Hauptmann Reymond nicht zwingen konnte, mich zu lieben, will ich ihn verderben . . . Nein, Coraly war nicht das Weib, welches sich von solchen Gefühlen be- stimmen ließ. Aber wir möchten nicht darauf schwören, daß der Dämon der Eifersucht und der Schmerz ihr nicht an dem Abend, von weichem wir reden, die schlimmsten Gedanken einflüsterten. So viel ist sicher, sie freute sich der großen Bestürzung, in welche sie den Hauptmann versetzen würde, wenn sie ihm mittheile, wem er am heutigen Tage ein so erbauliches Geständniß abgelegt und wem er ein so compromitiirendes Schriftstück anvertraut habe, daß sofort die strengsten Regierungsmaßregeln wachrufen und sogar den Plänen Bvnaparte's sehr gefährlich werden konnte. Wenn sich Coraly mit dem Vorspiel einer möglichen, niemals ausgeführten Rache begnügt, wird sie ein Recht auf unsere Achtung, ja, auf unsere Bewunderung haben. Wenn sie grausamen Trieben, einem satanischen Gefühle folgt, müssen wir sie bitter beklagen. Das Abendessen nahm seinen Fortgang. Der Augenblick zu vertraulichen Bekenntnissen war gekommen. — Wissen Sie, reizende Coraly, nahm der Hauptmann das Wort, daß ich schon vor Empfang Ihres liebenswürdigen Einladungsbillets von Ihnen gehört hatte? Jener tollkühne Besuch, welchem ich mich gestern so sehr widersetzte, ist also ganz so glücklich abgelaufen, wie Sie erwarteten? Sie werden mir die Gerechtigkeit wiederfahren lassen, daß ich Sic weder angemeldet, noch verdächtigt hatte. — Und das ist Ihr Glück, Hauptmann, gab sie zur Antwort. Uebrigens verließ ich mich auf Ihre Ehrlichkeit. — Nun, Coraly, werden Sie mir nichts von diesem Besuche erzählen? — Nichts, mein Herr. Alles lief vortrefflich ob und ganz nach meiner Erwartung. Der alte Wahnsinnige erkannte in mir den Sohn eines Jugend- freundes und stellte mich feiner Tochter als deren Bräutigam vor. — Was! rief der Offizier, und Sie ließen sich diese Rolle gefallen? — Warum nicht? Er war höchst liebenswürdig. Der Marquis und ich haben eine Menge Familienerinnerungen auögetaufcht. Wir haben erschrecklich viel Böses von allen todten, lebenden und noch ungeborenen Vitry'S geschwatzt. Der alte Herr scheint Sie nicht eben sehr zu lieben, Herr Hauptmann, fügte das boshafte Mädchen hinzu. — Das weiß ich, mein Fräulein, antwortete dieser. Es wäre jedoch edel- müthig von Ihnen gewesen ... — Ihr Lob auszuposaunen, mein Herr? fiel ihm Coraly in die Rede. Allein abgesehen davon, daß es einem so halsstarrigen Kauz gegenüber verlorene Mühe gewesen wäre, sind Sie nicht der Nebenbuhler des Herrn Chateauneuf? — Freilich, antwortete der Offizier. Aber wollen Sie mir nichts von der künftigen Gemahlin des Muscadins erzählen, welchen Sie vorstellen, mein schönes Fräulein? — Nein, mein Here, erwiederte Coraly. — Und weßhalb nicht? fragte der Hauptmann. — Weil ich grundsätzlich die Liebeshändel Anderer weder begünstige, noch hindere. — Welch' eine Narrheit der Grundsätze! rief der Offizier aus. Wissen Sie denn übrigens, in was für Beziehungen ich zu dem Fräulein de Rencey stehe? — Vollkommen, antwortete Coraly. Sie beten sie an und Fräulein de Rencey schätzt Sie sehr hoch. — Sie reden, wie es Ihnen gerade einfällt, schöne Coraly. — Sagen Sie mir, daß ich lüge oder mich irre, schöner Hauptmann. Der Offizier leerte, um seine Verlegenheit nicht merken zu lassen, sein Glas, und füllte es von Neuem. — Möchten Sie mir nicht mit Hinweglassung aller Bezugnahme auf meine Persönlichkeit, Fräulein, hob er endlich wieder an, Ihre Meinung über Fräulein de Rencey sagen? E« ist nicht hübsch von Ihnen, so hintcrm Berge zu halten, nachdem ich Ihnen zu diesem sonderbaren Besuche freies Feld ließ. — Meine Meinung, antwortete Coraly, geht dahin, daß Fräulein de Rencey eine vollkommene Schönheit ist, sehr viel Geist, eine strenge Tugend und bei au- scheinender Sanftmuth einen höchst entschlossenen Charakter besitzt. Sind Sie jetzt zufriednn? — Ich danke Ihnen, mein Fräulein, sagte der Offizier, welchen die iro- nische Behandlung geärgert hatte. — Wünschen Sie über sonst noch etwas meine Ansicht, mein Herr? — O, reden Sie, reden Sie nur, Fräulein! — Wohlan, ich werde Sie zur Verzweiflung bringen! Ich glaube, daß mit solch' einem Mädchen ein Mann der heutigen Zeit — Sie verstehen, was ich meine — tief unglücklich werden muß. — Sie ist eifersüchtig bis zum Wahnsinn, dachte der Hauptmann. Liebe Coraly, sagte er, lassen Sie uns, ich bitte darum, von diesem Gegenstände abbrechen ! — Ah, Sie haben Furcht, Herr Hauptmann? antwortete sie. — Nein, gewiß nicht, sagte der Hauptmann. Ueberdies, wissen Sie, ob ich daran denke, Fräulein de Rencey um ihre Hand zu bitten? Bedarf eö nicht der Einwilligung ihres Vaters? Und wenn selbst der Marquis von seinem Wahnsinn genäse, würde er von seiner feindlichen Gesinnung gegen mich zu heilen fein ? Verabscheut er nicht Jeden, der meinen Namen führt? — Hauptmann Reymond, erwiederte Coraly, ich vermag nicht, mir Ihr Benehmen zu erklären. Wenn Sie keine Hoffnung haben, Helene de Rencey zu heirathen, warum machen Sie ihr dann den Hof? — Diese Frage traf ihn wie einen Dolchstich. Sie enthielt eine nicht zu widerlegende Wahrheit. Der Hauptmann füllte, statt jeder Antwort, von Neuem sein Glas und schlürfte den Champagner — eine gute Manier, nicht mit geschlossenem Munde dazusitzen und doch nicht seine Verlegenheit zu verrathen. — Nur zu! fuhr Coraly fort, trinken Sie und betrinken Sie sich, wenn es glückt! Die Verwirrung der Seele laßt sich zuweilen durch die Verwirrung der Trunkenheit ersticken. Wenn ich etwas Böses gethan hätte, würde ich mich vor Allem berauschen, um mir selbst zu entrinnen — mein Vergehen und die Folgen desselben könnte ich ja immer noch gut machen! Sie sehen mich stolz an, Hauptmann, fuhr Coraly fort, deren Schönheit in diesem Augenblick einen im- ponirenden Charakter annahm. Sie wollen mir sagen, daß Sie nichts Böses gethan haben, daß Ihre Begriffe von Ehre Die allerstrengsten find, daß Ihr Ge- wissen Sie für einen ehrlichen Mann und braven Offizier erklärt. Ja, Sic sino unzweifelhaft von all' diesem überzeugt. Aber ich, ich muß Ihnen wieder- holen: wenn Sie keine Hoffnung haben, Fräulein de Rencey zu heirathen, weshalb machen Sie ihr denn den Hof? — Man macht einer Dame wie Fräulein de Rencey nicht den Hof, versetzte der Hauptmann, welcher sich durch stolze Würde am besten aus der Sache zu ziehen hoffte. — Ah! antwortete Coraly, eine vortreffliche Replik! Geben wir zu, diese Dame wäre ein Heiligenbild, was ich gern annehmen will, dann, mein Herr Hauptmann, machen Sie ihr freilich nicht den Hof; Sic machen sich betreffs ihrer einfach des Sakrilegiums schuldig. — Wie so? Herr meines Lebens! rief der Offizier ungeduldig aus. — Indem Sie einer Heiligen Rendezvous geben, ihr leidenschaftliche Geständnisse oblegen, sie um die höchst profane Gunst bitten, ihr die Hand küssen und ihr „ongcbetetes Antlitz" sehen zu dürfen, indem Sic endlich einen Derben, sehr herzlichen und sehr sinnlichen Kuß auf diese schöne Hand drücken, welche man Ihnen durch das Gitter eines Schiebfensters entgegenreichte, — auf diese edle Hand, deren liebliche und entzückende Form Ihnen bekannt ist. — Alle Wetter! rief der Hauptmann erschreckt. Wer hat Ihnen das erzählt? — Ich hab' es gesehen, ich hab' es gehört, mein Herr, antwortete Coraly mit triumphircndem Tone. — Sic haben diesen Morgen ein Gespräch belauscht, Fräulein? fragte Reymond. — Nein, dessen bin ich nicht fähig, mein Herr. Aber man hatte mich bei dem Rendezvous zugelassen! — Das ist unmöglich! murmelte der Offizier. , — Hinter der kleinen Parkthür, fuhr Coraly fort. Nur das Schiebsenster war offen, und an dem Gitter desselben, Herr Hauptmann, haben Sie höchst zärtlich Ihr Liebesbekcnntniß geflüstert. — Fräulein de Rencey hätte Ihnen niemals erlaubt, bei solch' einer Unterredung zugegen zu sein, mein Fräulein! — Und ich ebenso wenig, Herr Hauptmann. In ähnlichen Fällen hätte ich ihr kurz und bündig den Laufpaß ertheilt. Wohlan, mein Herr, gestehen Sie nur, daß die Liede blind ist. Hier ist meine Hand; suchen Sie auf ihr die Spuren des Kusses, welchen Sie für Fräulein de Rencey be|timmt hatten. — Sie treiben Scherz mit mir, Coraly. — Nein, aber ich habe Scherz mit Ihnen getrieben, Hauptmann. — Unmöglich! Sic täuschen mich . . . Sie belügen mich! — Das wird ernsthaft! sagte Coraly. Wohlan, Herr Offizier, ich reise nach Paris, und nach zwei Tagen können Sie in den Zeitungen einen Brief lesen, der für einen gewissen Direktor und für Sie höchst compromittirend ist. Sie haben ihn diesen Morgen selbst von einer Hand in die andere gehen lassen. — Oh! rief der Hauptmann und bedeckte fein Gesicht mit den Händen, ich bin verloren! Auf diesen verzweiflungsvollen Ausruf folgten einige Augenblicke des Schweigens. Coraly nahm zuerst wieder das Wort. — Ich begreife Ihre Angst, Herr Hauptmann, Sic haben der Hand einer Frau einen Brief von Sieyös anvertraut, welcher eine ganze Revolution Hervorrufen kann. SieyoS sagt sich vom Direktorium los und geht zu Bonaparte über; d. h. zu einem Diktator, welcher die Republik in Fesseln legen will. Sic besaßen das Geheimniß dieses Staatsstreiches und Sie haben dies Geheimniß wie einen Raubvogel mit vollem Gefiieder fortfliegen lassen. Der Bogel i|t Ihrer Hand enteilt; er hat seinen Flug zu dem höchsten Sitz der Gewalt gelenkt. Er wird Sic verrathen. O Schwäche des Herzens! O Gefahr der ausschließlichen und bedachtlosen Liebe! Der stärkste Geist widersteht also nicht der Anziehung eines süßen Blickes. Eine weiße und zarte Hand kann den furchtbarsten Entschluß zunichte machen! Jammer, ewiger Jammer des menschlichen Herzens! Man trotzt vielleicht hundert Batterien, welche den Tod aus ihren Schlünden speien, aber man ist kraftlos gegen ein Weib ! Bekennen Sie, Hauptmann, bekennen Sic, der trotzigste Stolz ist ein eitles Ding! (Fortsetzung folgt.) Politische Run-schau Darmstadt, 18. Oct. Hiesigen Blättern liegt eine Erwiederung der hiesigen Advokaten Ohly, der Autors der zu Gunsten der MitpredigerS Mitzenius an den Großherzog gerichteten Adresse auf das kürz» lich erschienene Pamphlet des „evangelisch-lutherischen" Pfarrers Baist zu Ulfa in Oberhessen bei. Das Schriftstück bildet einen angenehm berührenden Gegensatz zu der leidenschaftlichen, ja an vielen Stellen an das Rohe und, wo das Dogma der übernatürlichen Erzeugung Christi berührt wird, an das Unanständige streifenden Ausdrucksweise des lutherischen Eiferers. Wahrhaft vernichtend für die Basis der orthodoxen Deductionen sind die Citate aus Luthers Schriften und Predigten, namentlich diejenigen, welche des Reformators Ansicht über die Lehre von der Erbsünde, seine eigene Haltung in der Abendmahlsfrage, seine derbe Erklärung gegen die Bezeichnung „Lutheraner", „lutherische Kirche" re. enthalten. Es hat wohl Herrn Ohly bei Abfassung seiner Erwiederung die Absicht, Baist und seine Gesinnungsgenossen zu bekehren, nicht geleitet, wie auch die gegen Mitzenius aufgetretenen Eiferer eine derartige Wirkung von ihren Pamphleten nicht erwarten; doch wird das Ohly'sche Schriftstück ohne Zweifel sein redlich Theil dabei beitragen, daß der Ausbreitung des „rechtgläubigen" Wesens, hinter welchem sich die grasseste Unduldsamkeit verbirgt, in unserem Laienstand ein neuer kräftiger Damm entgegengesetzt werde. Darmstadt, 19. Oct. Die Nachricht der „Maiu- Ztg.", es sei den Bewerbern um Richterstellen an maßgebender Stelle erklärt worden, daß die Unterzeichner einer bekannten Adresse aus dem Jahre 1866 auf eine Beförderung nicht zu rechnen hätten, wird in der „Darmst. Ztg." für unwahr erklärt. Wahr sei nur, daß einem Bewerber um eine Vertrauensstelle, nicht um eine Richterstelle, gegenüber die Ansicht geäußert worden, daß es für die Inhaber solcher Stellen nicht passend sein könne, sich an Demonstrationen gegen die Regierung durch Adressen gegen vermeintliche Absichten der Regierung, die nirgends bestanden, zu betheiligen, selbst wenn der Inhalt solcher Schriftstücke einen nicht zu tadelnden Zweck anzeige. Berlin, 17. Oct. Die Nachricht, daß Hr. v. Werther dazu ausersehen ist, den Grafen Goltz in Paris zu ersetzen, erhält sich hier mit großer Bestimmtheit und dürfte sich auch wohl mit nächstem als wahr Herausstellen. Damit würde das hiesige Cabinet einem lang gehegten Wunsche des Wiener Cabinets nachkommen, welches bekanntlich die Anwesenheit des Hrn. v. Werther in Wien nicht sehr gern sieht. Man würde also aus diesem Stellenwechsel auf den Wunsch einer größeren Annäherung an Wien schließen können, umsomehr als es für den Posten am Tuilerien- hofe nicht an Candidaten fehlt, welche dort lieber gesehen werden würden, als Hr. v. Werther, der in Paris ziemlich unbekannt ist. Wer der Nachfolger des Hrn. v. Werther werden soll, darüber circuliren nur sehr unbestimmte Gerüchte; man nennt, aber wohl ohne jeden Grund, die Herren v. Usedom und Savigny; Beide würden in Wien wohl nicht recht sein, Ersterer wegen seiner Betheiligung bei dem Abschluß des preußisch-italienischen Vertrages von 1866, Letzterer wegen seiner Thätigkeit in Frankfurt in jenem Jahre. Prag, 17. Oct. Der „Neuen freien Presse" wird von hier über Sicheitsmaßregcln gemeldet, welche bezüglich zu erwartender Tumulte getroffen sind. Die Bezirkshauptmannschaftcn wurden angewiesen, den Gemeindevorstehern im Wege von Circularen mitzuthei- len, daß überall auf Gemeindekosten Militärexecution Platzgreifen werde, wo die Gcmeinderepräsentanz die Hintanhaltung von Excessen verabsäumt. Den Gym- nastalschülern wurde das Tragen von Abzeichen strengstens verboten. — In den Ortschaften Hochstadt, Ei- senbrod und Starkenbach, Die zu wiederholtenmalen Schauplätze von tumultuösen Volksversammlungen und excessiven Auftritten waren, und wo auch für morgen eine Znsammenkunft angekündigt ist, werden heute größere Abheilungen Infanterie u. Cavallerie einrücken. Paris, 18. Oct. Aus sicherer Quelle kann ich Ihnen mitthellen, daß trotz aller bisher ausgesprochenen Zweifel die Verhandlungen bezüglich der Herstellung engerer Beziehungen zwischen Baden und dem norddeutschen Bunde in lebhaftester Weise ihren Fortgang nehmen. Ueber die Form dieser demnächstigen Beziehungen ergeht man sich allerdings bis jetzt nur in Vermuthungen; charakteristisch für die Auffassung der Verhältnisse ist indeß der Eifer, mit dem man sich während der letzten Woche in gewissen Kreisen nach dem Wortlaute der seiner Zeit zwischen Preußen und dem Großherzogthum Hessen abgeschlossenen Militärconvention umgethan hat. Man erwartet in aller Kürze eine officielle Aufklärung. Paris, 18. Oct. Seit vier Tagen sind 300 spanische Priester und Mönche in Frankreich cinge- troffm. Dieselben werden in den Klöstern von Lyon, Saint Etienne, Toulouse, Limoges und Bourges untergebracht. Wie verlautet, kommen diese Gäste dem Kaiser gerade nicht sehr angenehm; man fügt hinzu, daß die Beziehungen des Kaisers zur Kaiserin in der letzten Zeit nicht die besten sind. Es scheint, daß dem Kaiser endlich die Augen aufge- gangen sind, und er die Uebelstände einsieht, die aus der clerical-reactionären Politik entsprungen sind, welche die Kaiserin so eifrig begünstigt. — Bei Gelegenheit der spanischen Revolution machen die Oppositionsblätter Bekenntnisse, welche einen tiefen Einblick auch in die Stimmung in Frankreich gestatten. So äußert das am weitesten verbreitete Blatt, das Siede, heute ganz unverholen: „Möge unsere traurige Erfahrung die Spanier belehren; mögen sie nichts versäumen, um dem Freiheitsbaume, den sie errichten wollen, ein- starkes Bollwerk zu geben. ... Militarismus, Clericalismus, Cetralisation und Monarchie sind eben so viele Werkzeuge der Reaktion, die zum Despotismus führen werden, wenn das spanische Volk dieselben nicht radikal aus seiner Verfassung herausstreicht." Madrid, 18. Oct. Die Junta nahm gestern folgenden, heute von der „Gaceta" publicirten Beschluß an. Derselbe lautet: „In Betracht, daß die Form der Regierung eine Frage von höchster Wichtigkeit und eine Regierung um so geachteter ist, je- mehr sie als der Ausdruck des nationalen Willens erscheint; in Betracht, daß die Form der Regierung erst einer eingehenden Discussion unterworfen werden soll, da sie andernfalls, wenn die öffentliche Meinung nicht durch die Discussion der Negierungsform aufgeklärt würde, nicht der wirkliche Ausdruck des nationalen Willens wäre; in Betracht ferner, daß Angesichts der, der Revolution vorhergehenden Umstände das Volk nicht im Stande ist, sich ein Urtheil über die geeignete Regierungsform und die an die Spitze des Staates zu stellende Persönlichkeit zu bilden, schlug die Junta der provisorischen Regierung vor, zu erklären, daß, in Uebereinstimmung mit dem Pro- gramm von Cadix, es der constituirenden Versammlung allein zukommt, die zukünftige Form der Regierung zu bestimmen." Madrid, 20. Oct. General Prim hat in einem Schreiben an Girardin erklärt, die constitu- tionelle Monarchie sei für Spanien allein möglich, die Republik aber unmöglich, weil die Spanier nicht republikanisch gesinnt seien. Newyork, 7. Oct. Es verlautet, daß die „loyale Liga" in Missouri eine Schiffsladung Waffen zum Gebrauche der Neger nach Arkansas geschickt habe, daß aber keine Boote zur Fortschaffung der 4000 Stück Waffen, .die bereits in Memphis angelangt waren, gewonnen werden konnten. — In Newyork hat man am 5. ein demokratisches Maffen- meting und ein Fackelzug stattgefunden, bei welch letzterem sich 46,000 Personen betheiligten, darunter viel demokratische, auch deutsche, Clubs - und Gc- wcrbsvereine. Ein großes Feuerwerk beschloß die Demonstration. — General M'Clellau 'spricht in einem offenen Briefe seine Hoffnung aus, daß die demokratische Partei bei den kommenden Wahlen siegen werde, gibt aber gleichzeitig seine Absicht zu erkennen, sich von jeder aktiven Theilnahme bei denselben fernzuhalten. — In NeworleanS fürchtete man, daß der See Pontchartrain aus den Ufern treten werde. — Die Legislatur hat ihren unlängst gefaßten Entschluß, Mitglieder, die mehr als ein Achtel Negerblut in ihren Adern haben, ihrer Sitze verlustig zu erklären und auszustoßcn, durchgesührt. Vermischtes. Aus dem Großherzogthum. Der Ertrag der Hundesteuer im Großherzogthum Hessen belief sich im Jahre 1867 auf 50,852 fl. 32 fr., und die Gesammtzahl der zur Besteuerung angemeldeten Hunde auf 26,385 Stück, von welchen 1534 der geringeren Steuer von 45 fr., die übrigen der höheren Steuer von 2 fl. unterworfen waren. In der Provinz Starkenburg befanden sich 10,732, in Obcrheffen 9384 und in Rheinhessen 6269 Hunde. Berlin. Die preußische Medicin scheint sich von Mutter Natur bedenklich weit entfernt zu haben. Biele Aerzte mit dem Doctorhut kennen weder Eamillen, noch Schirling, weder Bilsenkraut, noch Fingerhut persönlich, sondern nur in der verkümmerten Gestalt in der Apothekerbüchse. Es gibt für diese Thatsache eine sehr hohe Autorität, den Cultusminister. Dieser hat das betreffende Faktum den Universitäts-Curatoren amtlich mitgetheilt mit den Worten: „ES geht vielen Era- minanden jede Spur einer spcciellen Pflanzenkunde ab." — Der große Theologe Schleiermacher in Berlin ist noch nicht vergeffeg, obwohl er unter den Jüngern nicht viele Jünger hat. Sein 100. Geburtstag wird am 21. November in Berlin und andern Städten gefeiert werden, der Herr Cultusminister und Pastor Knak werden nicht unter den Feiernden sein. Schleiermacher war ein seltener Kopf und eine seltene Natur, eminenter Scharfsinn und freieste Kritik verbanden sich in ihm mit tiefinnerlicher Frömmigkeit. Die Religion war ihm im tiefsten Grunde Abhängigkeitsgefühl. In diesem Gefühle bewegte er sich in den Dingen der Welt mit der größten Freiheit und Sicherheit, er war ein achter Ritter vom Geist. Herford, 11. Oct. Der „Köln. Ztg." entnehmen wir Folgendes: Ein tragisches Ereigniß bewegt die Stadt aufs Tiefste. Der hiesige Postsecretär Fleer, ein allgemein geachteter Mann, hatte lange Jahre schon feinem Dienste hier zur vollkommenen Zufriedenheit sowohl seiner Vorgesetzten, als des Publikums vorgestanden. Plötzlich, vor etwa 14 Tagen, war er verschwunden. Man erzählt allgemein die Veranlassung also: Es ging hier eine Postanweisung ein, lautend auf 9 Thaler 3 Sgr. 9 Pf., diese Summe wird hier eingetragen; bei zur Auszahlung findet sich aber auf der Anweisung 9 Thlr. 13 Sgr. 9 Pf.; diese Summe zahlt der genannte Fleer aus, ohne die Differenz augenblicklich zu bemerken. Es stellt sich nachher in der Rechnung ein Deficit von 10 Sgr. heraus. Und nun, geht die Erzählung weiter, macht die vorgesetzte Behörde davon Anzeige bei der Staatsanwaltschaft. Diese weist die Klage zurück wegen der Geringfügigkeit des Objects, da an absichtlichen Betrugs von Seiten eines Mannes nicht zu denken sei, durch dessen Hände viele Tausende von Thalern gegangen. Indeß die Sache geht weiter an das Oberpostamt in Minden. Von diesem läuft ein darauf bezügliches Schreiben ein und geräth in die Hände des Flcer, der gerade den Nachtdienst hat. Am andern Morgen nimmt er feierlich von Frau und Kindern Abschied, und — seit dieser Stunde war er verschwunden. Sowie die ersten Nachforschungen vergeblich waren, verfällt die Frau in Wahnsinn und befindet sich seitdem in der Irrenanstalt. Das Schreiben von Minden fand man zerknickt vor der Stadt. Heute wurde die kaum noch kenntliche Leiche des Unglücklichen in der Werra gefunden. Frankfurt, 18. Oct. Mrs. Lincoln, die Wittwe des ermordeten Präsidenten Abraham Lincoln, kam heute mit ihrem jüngsten Sohne, Taddäus Lincoln, durch unsere Stadt, um sich nach Wiesbaden zu begeben, ihren Sohn in einer deutschen Penfionsanstalt unterzubringen und alsdann Kalsbad, Nizza und Neapel zu besuchen. Prag. Die „Bohemia" erzählt, ein pensionirter österreichischer Hauptmann, ein Pole, habe sich in Folge eines sogenannten amerikanischen Duells erschossen. Die näheren Umstände, unter welchen dieß geschah, find höchst merkwürdig. Der verhängnißvolie Schuß erfolgte Nachts um 3 Uhr. Der Zimmernachbar, ein Wundarzt, wird dadurch geweckt und begegnet, als er sich rasch erhob, um nachznseheu, was es gebe, im Vorzimmer einem Fremden, der ihm mittheilt, der Herr Hauptmann neben habe sich erschossen, worauf er sich entfernte. Der Wundarzt findet den Unglücklichen in Uniform auf einem Sessel vor einem Tischchen sitzend, mit einer tiefen Schußwunde in der Stirn, aber noch bei vollem Bewußtsein. Auf dem Tisch lag der Revolver und in der Schublade eine kleine schwarze Kugel nebst einem Blatt Papier mit den Worten: „Lieber Freund Jäger! Ich habe die schwarze Kugel gezogen, vernimm, wie ein Pole stirbt." — Wer war der Fremde, der bei der schauderhaften That zugegen war? Ist der Unglückliche seiner Wunde bald darauf erlegen? Die „Bohemia" gibt darüber keine Auskunft. In der Schweiz herrscht ein schöner Wetteifer, den Ueberschwemmten zu helfen, am schönsten ist aber, daß sogar die Zuchthäuser in Wallis 500 Francs von ihrer Hände Ar- beit.beigesteuert haben. Italic». Ueber den Fang des Haifisches, welcher in dem Triester Golf einen Badenden so gräßlich verstümmelt hat, entnimmt die „Bohemia" einem Privatschreiben Folgendes: Die Fischer des Küstenortes Lucovo hatten große Netze im Meere auSgespaunt. Am 16. September kam nun der Hai auf seiner Wanderung in die Bucht von Lucovo und ging ins Netz. Alles, was Hände und Füße hatte, betheiligte sich an der Zusammenziehung des schweren Netzes, der Haifisch wurde darin complet eingewickelt und konnte glücklicherweife das Netz nicht zerreißen. Als man ihn mit Mühe an'S Land zog, standen zwei Fischer mit scharfen Hacken bereit, die sogleich auf den Kopf wie Holzhauer loshieben. Er wurde unter den stärksten Anstrengungen stückweise zerhackt und herauSgezogen. Der Kopf war über drei Fuß lang, in dem geöffneten Rachen hatte ein Mensch vollkommen Platz. Das ganze Thier war drei Klafter lang, 18 Centner schwer, die Leber allein wog 2 Centner. In feinem Magen fand man drei Thunfische von circa je 30 Pfund. — Die heute eingetroffene Triester Zeitung meldet, daß der am 1. September d. I. beim Baden im dortigen Hafen von dem Haififche gebissene Militär-Verpflegs-Official, Herr Joseph Glaser, am 10. d. gestorben ist. Florenz. In der italienischen Zeitschrift „Movimento" berichtet Jemand über den Besuch, den er kürzlich Garibaldi auf der Insel Eaprera abgestattet hat: Garibaldi lag im Bette; eS war 8 Uhr Morgens, und er hatte gerade vorher ein iöai genommen. Er war, wie immer, ruhig, freundlich und zuvorkommend. „Ich leide jetzt weniger," sagte er zu seinem Gaste, „allein ich werde alt; was ist da zu machen? Ich bin eine alte Barke, die weit herumgefahren ist. Bald fehlt eine Planke, bald ein Nagel, immer etwas. Allein der gute Wille hilft über allen Schaden weg. Wenn mein Land der letzten Planke dieser Unglücksbarke bedarf, bringe ich ihm willig das Opfer." Seine Familie, namentlich die Gemahlin Me- uotti's, behandelt ihn mit der zärtlichsten Pflege. Menotti selbst ist ein tüchtiger Landwirth und arbeitet jeden Tag mit Pflug oder Hacke im Felde. Die Bewohner von Caprera führen ein wahrhaft patriarchalisches Leben. Es gibt dort ebensowenig Streit, Diebstahl, Todtschlag, als es Polizei, Gensd'armen und Mauthbeamten gibt. Spanische Berichterstatter erzählen eine artige Geschichte von einem Engländer, Namens Routledge, der in der Schlacht bei Alcolea der größte Held gewesen zu sein scheint. Da er zufällig in der Nähe beschäftigt war (er hat eine Anstellung bei der andalusischen Eisenbahn), folgte er dem Geschützfeuer bis in die Mitte bei Schlachtfeldes und brachte auf feinen starken Schultern eine Menge Verwundeter mitten durch den dichtesten Kugelregen zurück in Sicherheit. Dieses Geschäft verrichtete er kaltblütig während der ganzen Action, und an deren Schluß wurde er dafür von Marschall Serrano mit dem Orden Jsabella'S, der Katholischen, beschenkt. Unser John Routledge nahm ihn dankbar an, steckte ihn in die Tasche seines Paletots und kehrte phlegmatisch zu seiner Arbeit zurück. Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. Preis vierteljährlich 36 fr. mit Bringerlobn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 51 fr. Gießemr Anzeiger. Erscheint wöchentlich treu mal. Dienstags, Donner stagS und Samstags. - Expedition: Canzleiberg Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Areis Kielen. Samstag den 24. Octolm Nr. 126 1868. Brodpreife vom 2L. bis 30. October 1868, nach eigener Erklärung der Bäcker: 4 Pfund gemischtes Brod 17 fr. 2 Pfund gemischtes Brod 8V2 kr. 4 Pfund Roggenbrod 141/2 fr. 2 Pfund Roggenbrod 7^ fr. Amtliche B e k anntmachungen. Gießen, am 17. Bctober 1868. Betreffend: Die durch Beitreibung der Communalintraden im III. Quartal 1868 entstandenen Kosten. Käs G r o ßh e r z o g l i ch e K r e i s a m 1 Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Albach, Mendorf a. d. Lahn, Mendorf a. d. Lda., Annerod, Bersrod, Dorf-Gill, Ettingshausen, Garbenteich, Großen-Linden, Hausen, Holzheim, Klein-Linden, Lich, Lollar, Mainzlar, Münster, Ober- Bessingen, Reiskirchen, Rödgen, Staufenberg, Trohe, Watzenborn-Steinberg und Wieseck. Wir erinnern Sie an Einsendung der Kostenverzeichnisse vom III. Quartal 1868 binnen 8 Tagen. Dr. Gold m a n n. Bekanntmachung. Vorträge des Wanderlehrers, Herrn Leisewitz, im Kreise Gießen: Lana-Göns (Schulhaus): Sonntag den 23. October, Nachmittags 3 Uhr, Montag den 26. October, Dienstag den 27. Oktober und Mittwoch den 28. Oktober, jedesmal Abends 6 Uhr- Bekanntmachung. Im Großherzogthmn Hessen werden am 1. November a. er. zu Wörrstadt, Provinz Rheinhessen, Lorsch, Fürth und Michelstadt, Provinz Starkenburg, Telegraphen-Stationen mit beschränktem Tagesdienste in Wirksamkeit treten. Frankfurt a. M., den 17. October 1868. Bundes-Telegraphen-Direction. Schmidt. Bekannt m a ch u n g. Die Reirrigung der Schorn ft eine betreffend. Um entstandene Zweifel zu beseitigen, werden folgende für die Stadt Gießen erlassene Vorschriften wiederholt bekannt gemacht: 1) Die Kamine, wo beständig gefeuert wird, müssen alle Viertel-Jahre wenigstens einmal gefegt werden; wo aber nur Steinkohlen gebrannt werden, sind sie jährlich fünfmale zu reinigen, und zwar dreimale im Winter (October, December und Februar) und zweimale im Sommer (Mai und August). Es versteht sich von selbst, daß die Kamine, welche (Behufs Stnbenheizung re.) nur im Winter benützt werden, im Sommer nicht zu fegen sind. 2) Die Kamine solcher Gewerbsleute aber, welche zum Betrieb ihres Gewerbes starke Feuerung nöthig haben, wie Bäcker, Bierbrauer, Branntweinbrenner, Seifensieder, Häfner, Schlosser, Schmiede, Gastwirthe und Garköche, hinsichtlich ihrer Küchenschornsteine und dergleichen, sollen alle vier ober sechs Wochen gefegt werden, wenn nach der Größe des Gewerbes derselben eine öftere Reinigung der Schornsteine als die gewöhnliche, nöthig ist. 3) Die engen, f. g. Russischen Kamine sind in den für die gewöhnlichen Kamine vorgeschriebenen Terminen von dem darin sich anhäufenden flockigen Ruße mit einer Bürste und Kugel zu reinigen. Der sich darin anhäufende Glanzrutz dagegen kann durch Ausbrennen weggeschafft werden. Dieses geschieht jedes Jahr wenigstens einmal; sogleich nach dem Ausbrennen muß das Kamin mit Bürste und Kugel gereinigt werden. 4) Die Kaminfeger haben folgende Gebühren in Anspruch zu nehmen: ->. für die Reinigung eines einstöckigen Schornsteins 4 fr. 1>. für jedes Stockwerk, durch welches der Schornstein weiter läuft, einen Kreuzer mehr. Bei gebrochenen Dächern wird der bewohnte Theil als Stockwerk, und bei Küchenschornsteinen wird das Stockwerk, in welchem die Küche befindlich ist, als besonderer Stock berechnet. c. für die Reinigung der russischen Schornsteine mittelst Bürste und Kugel werden die oben bemerkten Gebühren, und für das Ausbrennen derselben das Doppelte bezahlt. Besondere Trinkgelder für die Gesellen und Neujahrsgeschenke dürfen nicht gefordert werden. Nach dem oben Bemerkten ist also für die Reinigung zu zahlen: wenn der Schornstein ein Stockwerk hoch ist 4 kr., wenn er zwei Stockwerke hoch ist 5 kr., wenn er drei Stockwerke hoch ist 6 fr. und wenn er vier Stockwerke hoch ist 7 fr. Für das Ausbrennen der russischen Schornsteine das Doppelte dieses Fegerlohns. Benützen die Bewohner mehrerer Stockwerke ein Kamin gemeinschaftlich, so theilen sie sich in d ie hier.berechneten Gebühren. Die so oft wiederkehrenden Streitigkeiten zwischen Kaminfeger und Hausbewohnern müßten fast ganz aushören, wenn letztere das Anzeigeblatt, in welchem diese Vorschriften abaedruckt sind, ausbewahren und wenn sie sich die Tage, an welchen der Kaminfeger gefegt hat, ausschreibcn würden. T Gießen den 22. October 1868. " Großherzogliche Polizei-Verwaltung der Probinzialhauptstadt Gießen. . Nover. SOMe ^""Eigenthümer werden aufgefordert, sich binnen 3 Wochen bei uns zu melden, widrigenfalls diese Gegenstände auf Verlangen an die Finder zurückgegeben oder später zu Gunsten der Armenkasse werden versteigert werden. Zugelaufen: Zwei Hunde. Gießen, den 23. October 1868. Großherzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzialhauptstadt Gießen. Nover. ______ Gefundene Gegenftande: Ein Portemonnaie mit 19 fr. 1 hlr., ein schwarzer Schleier und ein Haararmbändchen mit silbernem Schloß und den Buchstaben S. H. gravirt (wird zum zweiten Besondere Bekanntmachungen. V i e h m ä r k t e i n O f f c n b a ch. Nachdem auf Anstehen des landwirthschaftlichen Localvereins dahier Großh. Ministerium genehmigt hat, daß jährlich drei Märkte für Fett-, Milch-, Zucht- nd Arbeitsvieh aller Gattungen, sowie wöchentlich ein Ferkel-Markt dahier abgehaltcn werden, bringen wir dies unter dem Anfügen zur allgemeinen Kenntmß, atz der erste Viehmarft „ , , . Donncrstag den 29. October d. I. dahier auf dem Nenmarkt abgehalten werden und Morgens 9 Uhr beginnen wird, daß für Stallungen hinlänglich Sorge getragen ist, das Vieh schon Tags vorher emge)tcU? werden kann und für diejenigen Verkäufer, welche die an Anzahl und Qualität vorzüglichsten Partieen Fett-, Milch-, Zucht- oder Arbeitsvieh hierherbringen, urc: Preise und uv ar: f ein silberner Pocal vom landwirthschaftlichen Bezirksverein, ein Geldpreis von der Stadt Offenbach und ein desgleichen vom landwirthschaftlichen Localverein zur Concurrenz ausgesetzt werden. Feilgebotenes. PH. Schlatter 7746) vdt. Bezzenberger. | 47. Jahrgang. ❖ Lilionese Frische Seemuscheln 0 <■ ❖ 7754) Bückinge zum Rohessen, pr. Stück 3 kr-, holländische Vollhäringe zu 4 und 5 kr., feinsten Roll- und Spickaal, Göttinger und Gothaer Cervelatwurst, sowie täglich frisch abgekochter Schinken, bei I. A- Busch Söhne. Versteigerungen. Die Vergebung von Arbeit bei der Stadt Gießen. Mobilien-Verfteiqerunq. 7756) Dienstag den 27-, Donnerstag den 29. und Freitag den 30. d- Mts., Vormittags 8 Uhr anfangend, wird mit der Mobilien-Versteigerung des Hirsch Mayer Sohn dahierfortgefahren. Am 1-Tage kommen vor: Dielen, steinerne! Platten, Krippen und Tröge, Steinkohlen, 2 Rollwagen rc.; an den 2 andern Tagen: grobe Eisen- und Gustwaa- 7759) Thee von S. H. Meidinger, Chocolade und Cacao von der Compagnie Fran- 7748) Eine Grube voll Dünger ist billigI 7745) Ein veckaufen^— Zuckersaß'sind z^uv^kaufen.ENäheres im Großerzogliche Bürgermeisterei Offenbach. Hirsch m a nm_______ Gonsum-Berem. I 7755) Das Detailgeschäft in Stein-! kohlen ist eröffnet und werden dieselben! in I. Qualität zu 32 kr. frei in's Haus geliefert. Bestellungen nimmt der Rechner (Kirchplatz K. Münch) entgegen. werden. ’ Bemerkt wird, daß Zahlungen nur an den vorläufig bestellten Curator Georg Heilmann in ^chweinsbcrg geleistet werden können. r ,oeo Kirchhain, am 21. September 1868. Königlich Preußisches Amtsgericht- Israel. vdt. Bezzenberger. 7761) Die erwartete Sendung Pelzwaaren neuester Fayon, sowie das Neueste in Capuzen, Fichns, Gamalchen le. lst anaekommen und empfehle ich dieselben zu deu billigsten Preisen. Ph. Schlatter. si>nr6hem sick die Ueberschuldunglren, Reif-und Bandeisen, Achsen, meh-s ÄWHWfeÄtt W1' ****"• Eichelnerndte im Gießener Stadtwalde. 7758) In den Waldungen der Stadt Gießen können Eicheln unter folgenden Bedingungen gelesen werden: 1) Jeder Sammler muß einen Erlaub- nißschein auf der hiesigen Bürgermeisterei erwirken und dafür 1 fl. zur Stadtkassc im Voraus entrichten. । 2) Das Sammeln darf nur in den, von den betreffenden Forstwarten bezeichneten Waldorten geschehen. 3) Uebertretungen hiergegen werden mit der, im Gesetz vorgesehenen Strafe geahndet. . Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden um Bekanntmachung dieses Ausschreibens ersucht- Gießen, den 23. October 1868. Grotzherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V. d. B-: Felfing, lr. Beigeordneter. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen I. V- d. B-: Felsing, lr Beigeordneter. ten Schneiders ......, „„„ ergeben hat, auch seine zunächst berufenen Kinder die Erbschaft ausgeschlagen haben, so werden Diejenigen, „welche darauf An- ------------------------- svrüche machen, sowie sammtliche Gläubiger Dienstag den 27. October, , - --------- ----- or—ts.,™ tM-prl Nachmittags 1 Uhr, sollen auf hiesigem Rathhause 6 rohrgeflochtene Stühle, .1 Tisch und 1 Wanduhr gegen gleich baare Zahlung versteigert werden. Gießen, den 23. October 1868. In Auftrag: Weidig, Ortsgerichtsmann. Vormittags 9 Uhr, Contumazirzeit, in das hiesige Gerichtslocal unter dem Rechtsnachtheile vorgeladen, daß die nicht erscheinenden Gläubiger bezüglich eines Nachlaß- und Stundungsvertrages , Z-W - V V C ... X ort m Ptlt Ptl 1 Frisch angekommen!! 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Küchel.____ Vorräthig bei allen Buchhändlern und Buchbindern. -- “ ' ' Hessischer Hausfreund hu» v.uuv.up- , 7764) Buchmwerkholz in allen dem Beschluß der Mehrheit der ersche nen-L~. ■ o() 000' Lalls- ben Gläubiger als beitretenb angefeheii TlMleUslOUtll, sOWU- ~v,uvw kiiu] bohlen, werden preiswürdig abgegebenbei^S^Ka^enstrin^ 7739) Nachdem über das Vermögen der von hier abwesenden, angeblich gegen Endel des vorigen Monats nach Amerika Ausgewanderten Wittwe des George Klessel-I b ach, Elisabeth, geb. Althainz, das vorbereitende Concursverfahren eingelcitet worden ist, hat sich deren Ueberschuldung ergeben. Es werden deßhalb sämmtliche Gläubiger! derselben hierdurch aufgefordert, m dem zur , Abwendung des förmlichen Concurses am bei______ 7765) Aepfelwein, anberaumten Güteversuchs-Termin Behufs süßer und Rauschs, Prima-Qualität, bei ^lbschlusses eines Vergleichs unter einander _____________s- Sch mall, Lmdenplatz^ ihre Forderungen summarisch anzumelden. -zugleich haben die Gläubiger m diesem Termin einen etwaigen Massecurator zu wählen: bemerkt wird, daß Rechtsanwalt Embach von hier vorläufig zum Curator bestellt worden ist. • Die nicht erscheinenden Chrrographar- Gläubiger trifft der Rechtsnachtheil, daß sie hinsichtlich des Güteversuchs als dem Beschluß der Mehrheit der Erscheinenden bei- tretcnd begl. angesehen werden. Kirchhain, am 19. October 1868. ■ Königliches Amtsgericht. Israel. Vorzügliche Cigarren, M ä 1 kr. pr. Stück, empfiehlt L. Fr. Handwerk, (7716)____________________Neustadt.__ g Für Brustleidende empfehle ich beim Herannahen der auf die 'Brust schädlich eimvirkenden Jahreszeit mein reichhaltiges Lager von Respiratoren in englischen, französischen und deutschen Fabrikaten- I- Schellenberg, Universitäts-Instrumentenmacher. Oefen und Herde zu Steinkohlen- und Holzbrand, „ Feueruiigs- und Küchengerathschaften, Stein- und Braunkohlen, in ganzen und getheiltcn Waggon-Ladungen und im Einzelnen (7697) enipfiehlt___________3- G- D- Bapst- 7713) Meine Niederlage Goldschmidt'- schcr Streichriemen zu Originalprelsen bringe ich hiermit in empfehlende Ermne- rung- Z- Schellenberg, Univ ersitäts-Jnstrumentenmacher- 7706) Ein neuer zweithüriger Küchen- schrank mit Glaöaufsatz ist billig zu verkaufen- Näheres bei Christian «ober l-, Neustadt- 7757) Mittwoch den 28-October 1868, s. = |‘HWI tutytycu, |uwn «um» ... ....... ^v.- soll auf dem hiesigen Rathhause das Schla-U^ empfieMt H. Rübsamen- sch"agt"zu 54UfL£ai?Wenigstnehmendm 7769) Winter-Handschuhe und Neber- 7771) Extra große Flanell-Hemden, ------—-------. Gesundheits-Jacken, welche im Waschen 7719) HDÜPtttAö, nicht eingehen, sowie Kragen in allen Sor- Stück 4 kr-, bei Balth- Spruck- v • ji ix u । ei irr en. I '* ~* . unü uvvvrd 7732) Ein gut gehaltener runder Nuß- empfiehlt zu baumtisch, sechs Stühle, em Stemkohlen- ~ - ä Aschen, ein Sparherd, eine Blumenbank und drei Paar Fensterläden werden billig abgegeben. Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts. »»„ m» «.r ,.ch, ««»■ "" ba" * nBWa' " Erreichung ihres Zweckes werden wird-, . Was die Ferkel-Märkte betrifft, so sollen diese alle Freitage in Verbindung mit dem Wochcnmarkt ebenfalls auf dem ^"unarkt^und^der ^istc^ October d. I. abgehalten werden und laden wir auch hierzu Verkäufer und Käufer freundlichst ein. Offenbach, den 19. October 1868. 7723) Meine anerkannt vorzüglichen Liqueure eigener Destillation, die sich durch völlige Entfufelung, Feinheit des Geschmackes und billige Preise au^zeich- nen, bringe ich in empfehlende Erinnerung. ^^Doppel-Kümmel, Magenbitter, Doppel-Pomeranzen, Doppel-Anis ä 32 und 36 kr. pr. Maas, , . ferner den aus frischen magenstärkenden Kräutern und Ingredienzien destillirten und beliebten <^(irtcr= sog. Napoleonbitter, ein Labetrunk auf der Jagd und bei Excur- sionen ä 48 kr. und beste Qualität ä 1 ft. 4 kr- pr. Maas , weiter 5 Jahre alten ächten Nordhäuser Fruchtbrandwein a 48 kr. und 1 fl. 4 kr. pr. Maas, ' „ t . sehr abgelagerten und feinschmeckenden Brandwern a ~-t und ~8 kr- pr. Maas Joh- Balth- Noll, __tm Ritter-____________ c in Madestoffen und Lüster, glatten und gestickten I Weißwaaren, durch neue Sendungen auf's Beste assortirt, empfehle ich und stelle die billigsten Preise. — Schwarze Orleans und Alpacas ,n schöner Maare. 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M. im Gesammt-Betrage von 210,000 Stück Prämicn-Obligationen, jede ä 10 Tlialer Preussisch Courant, eingetheilt in 12,000 Serien von je 20 Stück, Uhr: Monatliche Hauptversammlung im Locale des Herrn K. Heil- Tagesordnung: Bericht des Vorstandes. — Bericht über den 5. Vereinstag. —- Wiederbeginndes Unterrichts. — Besprechung über eine abzuhaltende Abcndunterhaltung. Der Vorstand._ n e g o ci ir t durch die Vereiiisb«iiJi 9 Herren llcitlci' SÖMc 4* billigst gestellt. Hamburg, im October 1868. G arnp r e ise in Zollpsunden: 12 fr. 18 „ 24 „ n 24. . 12 fr. Jeder Zahnschmerz, ohne Unterschied, wird durch mein in allen deutschen Staaten rühmlichst bekanntes Zahn-Mundwasser binnen einer Minute sicher und schmerzlos vertrieben, was unzählige Danksagungen der höchsten Personen bekunden- E. Hückstädt in Berlin, Oranienstraße 57, am Marktplatz. 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ArbeUerbildungs -Verem. 7783) Montag den 26. Oetober, Abends Mit Sanction Seiner Majestät des Kaisers Yon Russland, Grossfürsten von Finnland, hat ensXn befohlenen fürstenlhums Finnland einen Theil der nach Allerhöchster Genelunigiing behufs der Kosten des Y»B Baues einer Eisenbahn von der Station Riihimäki an der Bahn Helsingsfers - Tavaslehns nach St. Te ei sburg: ab eschlosse et 6%igen Anleihe zurückgezogen, und sich laut Vertrag vom 5. September mit den Conlrahen en übet die Bedn„un en e g, unter welchen dieser Theil der Anleihe, welcher in 240,000 Prämien-Obligalionen zu Zehn Tlialer eingetheilt ist, einitnt werden . 7743) Ein möblirtes Zimmer mit Ca- binet ist bei Buchbinder Hoffmann (Sel- tersweg) zu vermiethen.___________________ 7744) Auf der neuen Anlage Lit. E. Nr. 37 sind zwei möblirte Zimmer zu vcr- miethcn-___________________________________ 7775) Im Club geb Lude ist ein möblirtes Zimmer zu vermiethen._______________ 7747) Bei Frau Landger.-Actuar Euler auf dem Brand ist ein möblirtes Zimmer mit Cabinet zu vermiethen. ' 7721) Zu vermiethen ein freundliches, möblirtes Zimmer bei ______________Fr. Bieler, am Kreuz. ; 7717) Eine gut möblirte Stube mit Cabinet ist sofort zu vermiethen in der Eng el- apotheke am Kirchenplatz.______________ 7720) In der Universitätsstraße Lst. E. Nr. 78 ist im -dritten Stocke ein Logis, bestehend aus zwei Zimmern mit zwei Cabi- neten, nach der Straße gelegen, sogleich beziehbar, zu vermiethen. Näheres im Hause eine Stiege hoch. 7704) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei „ ,, I. Hassenteufel's Wittwe, Neustadt. 7708) Ein möblirtes Zimmer ist auf dem Seltersweg zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 7700) Ein möblirtes Zimmer, nach der Straße gehend, ist zu vermiethen. Louis Petri, Neuenweg. 7770) Ein Familienlogis ist zu verinie- then und den 10. Januar 'k. I., auf Verlangen auch sogleich, beziehbar. ________W. Ferber, Sattler. 7696) Ein freundlich möblirtes Zimmer mit Cabinet ist zu vermietheu Wallthor- straße Lit. A- Nr. 227. Vermiethungsn. 7762) Ein Familienlogis ist zu vermiethen und alsbald zu beziehen bei _____________Gg- Busch, am Kreuz. 7750) Ein möblirtes Zimmer mit Cabinet, sowie ein kleineres möblirtes Zimmer, sind zu vermiethen bei I. Becker Wittwe, Neuenweg. Pariser Handschuhsärberei. 7781) Nächste Absendung: Montag den 26. d. Mts. Aufträge nimmt entgegen _____________________L- Kattrein. 7752) Diejenigen, welche noch die am 1. October fällig gewesenen Pacht- und Grasgelder an mich zu bezahlen haben, werden hiermit ersucht, solche innerhalb 8 Tagen zu berichtigen, widrigenfalls das gerichtliche Mahnverfahren gegen sie eingeleitet werden wird. Gießen, den 22. October 1868. Weidig, Ortsgerichtsmann. Clavierstimnmng und Elavier- unterricht. 7742) Zum Stimmen von Clavieren und zur Ertheilung von Unterricht im Clavier- spiel (nach Belieben in den Wohnungen der : Schüler oder seiner eigenen Wohnung) empfiehlt sich M-Heil, Musiker im II. Jnfanterte-Regtment, , wohnhaft bei Herrn Advoc. Co llermann vor dem Wallthor. 7745) Das seither von Herrn Dr. Weift eil bewohnte Logis ist anderweitig zu ver- miethen.________________Carl Gail. 7701) Ein gut möblirtes Zimmer ist zu vermiethen im Hause der Herren _____________________Flick & Kröll. 7774) In den Neuenbäuen B. 81 ist ein möblirtes Zimmer mit Cabinet zu ver- miethen._____________ 7780) Ein freundliches Logis und ein Zimmer sind an stille Personen zu vermietheu bei W. Kohlermann, _________________Neustadt D- 156. 7698) ®ii Familienlogis ist zu vermiethen und baldigst zu beziehen bei Hermann Schwalb, Ticjenweg. 7763) Ein geräumiger Keller ist zu vermiethen bei Balth. Gantz Wittwe, Astcrweg. 7779) Zwei möblirte Zimmer, das eine r mit oder ohne Clavier, sind zu vermiethen bei_____________Frau Advokat Frank. 7772) In Lit. E- Nr. 3 auf dem Seltersberg ist ein möblirtes Zimmer mit Ca- - binet im unteren Stock zu vermiethen. 7705) Im dem früher Heyer'schen Hause in den Neuenbäuen ist ein Familien- logis zu vermiethen._______Dr. Felsing. 7777) Möblirte Zimmer sind zu vermiethen bei A- Volp, Lindengasse. 7778) Bei Frau Advokat Buff sind zwei ineinandergehende möblirte Zimmer zu vermiethen._____________________ 7694) Eine freundliche Familienwohnung und ein Zimmer mit Cabinet sind zu vermiethen bei H. Sauer, ■ Neuenweg Lit. B. Nr. 194. 7695) Ein schön möblirtes Zimmer mit Cabinet ist zu vermiethen bei ____________ Gärtner Schaum- 7731) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei A- Dickore. 7749) Im v. Grolman'schen Hause in den Neuenbäuen sind zwei möbirte Zimmer mit Cabinets, zusammen oder einzeln, zu vermiethen._______________________________ 7692) Ein freundliches Familienlogis . ist wegen Wegzugs an eine stille Familie t zu vermiethen und sogleich zu beziehen bei : Canzlist Brauburgcr- 7693) Ein möblirtes, freundliches Man- sarden-Zimmer ist zu vermiethen. Wo? sagt die Exped. dieses Blattes.___________________ 7699) Ein freundlich möblirtes Zimmer mit Cabinet ist zu vermiethen. (Neue Anlage.) Näheres bei der Exped. d. Bltts. 7725) Eine möblirte Stube mit Cabinet isst zu vermiethen bei _________________Mitprediger Balser. 7718) Bei Frau Advocat Wietzell ist ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. 7703) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen im Hause des Herrn Kürschner Schultheis, in der Marktstraße. 7724) Bon heute an befindet sich meine Wohnung und mein Ge- schästsbüreau in dem neuerbauten Hause der Herren L. und A- Petri in der neuen Anlage. Gießen, den l. October 1868. Wolf, _______________Hofger.-Advokat. 7707) Ein junger Mann aus guter Familie mit den erforderlichen Schulkenntnissen kann unter günstigen Bedingungen in ein hiesiges Geschäft als Lehrling eintreten. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 7702) Haupt- und Special-Agenten werden für eine deutsche gegenseitige Lebensversicheriings-Gesellschaft unter sehr vortheithaften Bedingungen angestellt. Bewerbungen, mit guten Referenzen begleitet, beliebe man an die Herren Haa- scnstcin S» Vogler in Frankfurt a. M. unter Chiffre F. Y. 924 zu senden. Von diesen 240,000 Prämien - Obligationen sind 50,000 Stück für das Inland reservirt. Der Rest von 190,000 Prämien-Obligationen wird hiermit zur öffentlichen Subscription aufgelegt und zwar am 27. October dieses Jahres von Morgens 9 bis 12 Uhr in Hamburg bei der Vereinsbank' und bei den Herren Haller SÖhle H* Co», in Berlin bei den Herren Jlorit# Güterbock 4* C’Oy in Hannover bei Herrn JBT, JT, jp'rensdorff*, in Leipzig bei der Allgemeinen Deutschen Credit-Anstalt, in Copeilliagen bei den Herren D, St, Adler 4* Co», in Stuttgart bei den Herren Gebrüder Benedict, in Breslau bei den Herren Oppenheim 4" Schweitzer, in Frankfurt a. M, bei den Herren ron Erlanger 4' Söhne, in Kiel bei der Kereinsbank. Anmeldungen zu Zeichnungen werden jedoch schon von heute an bei allen Stellen entgegen genommen und sind dieselben mit einer "Caution von 10 % des Betrages in Baarem oder'in Werthpapieren zu begleiten. Uebersteigt die Summe der Anmeldungen die Gesammtsumme der Emission, so findet verhältnissmässige Reduction statt. Die zugetheilten Beträge sind vom 2. bis 6. November bei den Zeichnungsstellen einzuzahlen gegen Interim - Certificate, welche über 5, 10 und 50 Stück ausgestellt werden. Diese Interim-Certificate werden nach Erscheinen der Original-Prämien - Obligationen, welche contractlich innerhalb zwei Monaten zu erwarten ist, spesenfrei bei den Zeichnungssteilen umgetauscht, jedoch werden schon vorher von der Regierung des Grossfürstenthums Finnland Interimsscheine über den Betrag von je Tausend Loose ä 10 Thaler ausgefertigt und können auch diese sofort nach Erscheinen gegen denselben Betrag Interim- Certificate eingetauscht werden. Der Emissionspreis ist auf 8I4 Thaler Preussisch Courant für jede Prämien - Obligation von 40 Thaler festgesetzt. Die Heimzahlung dieser Obligationen erfolgt nach Massgabe des untenstehenden Tilgungsplans. Die Auszahlung erfolgt kostenfrei jedesmal drei Monate nach der vollzogenen Ziehung der Nummern und zwar in Hamburg bei den Herren Datier Sohle 4* Cto. oder in Frankfurt a. M. bei den Herren ron Erlanger 4* Söhne. Die Ziehungen geschehen zu Helsingfors in Gegenwart der Repräsentanten der anleihenden Regierung vor einem beeidigten Notar, und zwar die der Serien jedesmal am 1. Februar und 1. August, die der Nummern jedesmal am 1. Mai und 1. November. Die gezogenen Serien und Nummern werden in Berlin, Hamburg, Frankfurt a. U,, Stuttgart und Helsillgfoi'S sofort bekannt gemacht. Die Contrahenten sind befugt, den Ziehungen persönlich oder auch durch einen oder mehrere Bevollmächtigte beizuwohnen. Verloosongs-Plan des aus 240,000 Prämien - Obligationen zu Zehn Thaler jede, eingetheilt in 12,000 Serien zu 20 Stück bestehenden, fundirten, landständig gafantirten Staats-Anlehens des Grossfürstenthums Finnland. ~ Ziehung« der Serien am 1. der Nummern am 1 a Rthlr 1 » » 1 „ » 3 „ 500 „ 4 „ 150 „ 190 „ 10 „ 200 n von 1869 bis 1893 Ziehungen von IST* bis 1878 Ziehungen von 18?» bis 1883 Februar 1. Mai . 50000 5000 1000 1500 600 1900 60000 der Serien am 1. August der Nummern am 1. Nov. 1 ä Rthlr. 25000 1 „ „ 2500 10 „ 250 „ 2500 12 „ 100 „ 1200 26 „ 50 „ 1300 2750 „ 10 „ 27500 2800 60000 der Serien am 1. Februar der Nummern am 1. Mai 1 ä Rthlr. 40000 1 „ „ 4000 1 „ „ 800 5 „ 300 „ 1500 12 „ 60 „ 720 ! 1180 „ 11 „ 12980 1200 60000 der Serien am 1. August der Nummern am 1. Nov. 1 ä Rthlr. 20000 1 „ „ 2000 7 „ 400 „ 2800 10 „ 120 „ 1200 31 „ 50 „ 1550 2950 „ 11 „ 32450 3000 60000 der Serien am 1. Februar der Nummern am 1. Mai 1 ä Rthlr. 30000 1 „ ,, 3000 2 „ 600 „ 1200 5 „ 300 „ 1500 6 „ 80 „ 480 1985 „ 12 „ 23820 2000 60000 der Serien am 1. August der Nummern am 1. Nov. 1 ä Rthlr. 15000 1 „ „ 1500 3 „ 1000 „ 3000 7 „ 300 „ 2100 53 „ 60 „ 3180 2935 j, 12 „ 35220 3000 60000 Ziehungen von 4884 bis 4885 Ziehungen von 1886 bis 1890 Ziehungen von 4891 bis 1895 der Serien am 1. Februar der Nummern am 1. Mai 1 ä ' Rthlr. 25000 1 „ „ 2500 1 „ ,, 400 2 „ 120 „ 240 40 „ 60 „ 2400 2455 „ 12 „ 29460 2500 60000 der Serien am 1. August der Nummern am 1. Nov. 1 a Rthlr. 10000 1 ,, „ 2400 i 10 „ 200 „ 2000 40 „ " 60 „ 2400 48 „ 50 „ 2400 i 3400 „ 12 „ 40800 3500 60000 : der Serien am 1. Februar der Nummern am 1. Mai 1 ä Rthlr. 15000 1 ,, „ 2000 4 „ 600 „ 2400 6 „ 300 „ 1800 8 „ 80 „ 640 3180 „ 12 „ 38160 3200 60000 der Serien am 1. August ' der Nummern am 1. Nov. 1 ä Rthlr. 10000 1 „ „ 1500 16 „ 200 „ 3200 14 „ 150 „ 2100 18 „ 100 „ 1800 3450 „ 12 „ 41400 3500 60000 der Serien am 1. Februar der Nummern am 1. Mai 1 ä Rthlr. 15000 1 „ . „ 1500 8 „ 300 „ 2400 15 „ 100 „ 1500 25 „ 50 „ 1250 1 2950 „ 13 „ 38350 3000 60000 der Serien am 1. August der Nummern am 1, Nov. 1 ä Rthlr. 10000 1 „ „ 1000 3 „ 300 „ 900 3 „ 120 „ 360 12 „ 100 „ 1200 3580 „ 13 „ 46540 3600 60000 Ziehungen von 1896 bis 1905 Ziehungen von 1906, 1901, 1908 Ziehungen von 1909 . der Serien am 1. Februar der Nummern am 1. Mai 1 ä Rthlr. 10000 1 „ „ 3000 2 „ 500 „ 1000 3 „ 150 „ 450 3 „ 60 „ 180 3190 „ 13 „ 45370 "350Ö” 60000 der Serien am 1. August der Nummern am 1. Nov 1 ä Rthlr. 10000 1 „ „ 1000 8 „ 100 „ 800 40 „ 50 „ 2000 50 „ 40 „ 2000 3400 „ 13 „ 44200 3500 60000 der Serien am 1. Februar der Nummern am 1. Mai 1 ä Rthlr. 15000 1 >, „ 1000 4 „ 200 „ 800 4 „ 120 „ 480 10 „ 100 „ 1000 ; 2980 „ 14 „ _41720 3000 6ÖÖ00 der Serien am 1. August der Nummern am 1. Nov. 1 ä Rthlr. .10000 1 „ „ 2000 24 „ 150 „ 3600 10 „ 60 „ 600 64 „ 50 „ 3200 2900 „ 14 „ 40600 3000 60000 der Serien am 1. Februar der Nummern am 1. Mai 1 ä Rthlr. 20000 1 „ „ 1000 2 „ 300 „ 600 3 „ 200 „ 600 3 „ 150 „ 450 2490 „ 15 „ 37350 2500 60000 der Serien am 1. August der Nummern am 1. Nov. 1 ä Rthlr. 15000 1 ,, „ 1500 12 „ 200 „ 2400 36 „ 100 „ 3600 50 „ 30 „ 1500 2400 „ 15 „ 36000 2500 60000 Ziehungen von 1910 Ziehungen von 1911 Ziehungen von 191® der Serien am 1. Februar der Nummern am 1. Mai 1 ä Rthlr. 20000 1 „ , 1000 8 „ 200 „ 1600 10 „ 150 „ 1500 30 „ 50 „ 1500 2150 „ 16 „ 34400 2200 60000 der Serien am 1. August der Nummern am 1. Nov. 1 a Rthlr. 15000 1 „ „ 2000 8 „ 200 „ 1600 40 „ 80 „ 3200 50 „ 60 „ 3000 2200 „ 16 „ 35200 2300 ”60000 der Serien am 1. Februar der Nummern am 1. Mai 1 a Rthlr. 20000 1 „ » 2000 18 „ 150 „ 2700 10 „ 100 „ 1000 20 „ 50 „ 1000 1850 „ 18 „ 33300 1900 60000 der Serien am 1. August der Nummern am 1. Nov. 1 a Rthlr. 30000 1 „ „ 3000 6 „ 500 „ 3000 \ 12 „ 200 „ 2400 30 „ 150 „ 4500 950 „ 18 „ 17100 . 1000 60000 der Serien am 1. Februar der Nummern am 1. Mai 1 ä Rthlr. 50000 1 „ ,, 5000 2 „ 600 „ 1200 2 „ 400 „ 800 4 „ 300 „ 1200 90 „ 20 „ 1800 100 60000 I Recapitulation. | Total. Stück, j . _____________ 1090 14000 6000 15000 10000 15000 5000 7000 16000 17500 15000 18000 70000 18000 D O O O O O O z> o o o o o o D CM CO O) O O ■O CM CM t-< t-< O cm •asooq r 200 2800 1200 3000 2000 3000 2500 3500 3200 3500 3000 3600 3500 3000 2300 2200 l 2300 1900 1000 100 •uaSunt|ai7 5 5 5 5 5 5 2 2 5 5 5 5 20 6 2 1 1 1 1 1 87 1 •ajqnf 5 5 5 2 5 5 10 3 1 1 1 Vi Von bis 1869 a 73 1874 ä 78 1879 i> 83 1884 a 85 1886 ä 90 1891 ä 95 1896 h 1905 1906 ä 8 1909 1910 1911 191L (Hierzu eine Beilage.)