Preis vierteljährlich 36 kr. mit Bringerlohn Durch die Post bezoqen vierteljährlich 51 h. Meßmer Anzeiger. Erscheint wöchentlich dreimal : Dienstags, Dvnner- und Samstags. — Expeditton: Laiizleiberg Lit. B. Nr. 1. Mzäge- und Amtsölätt für dm Kreis Kietzen. Nr. 23. Samstag den 22. Februar 1868. Amtliche Bekanntmachungen Betreffend: Die Controle- Versammlungen der Landwehr. *-» --- »-«*#***. In Verhinderung des Kreisraths: Kekul 6, Kreis assessor. Von den Controle-Versammlungen im Allgemeinen. der Truppenthette J>eurloubten^uFannf^aften'^u^ontrok^SSer"aOTnluiig'en’^ufamm^eii6entfernf01”tC blC 3Ul' Disposition der Ersatz-Behörden entlassenen und die zur Disposition Zwe«^ b"er"^ntrole-Ver^ammlmigen^fft "hauptsächlich ^^^^^^""^"^'^^sEmlungen -inberufen. ^Juu-e^uheit der in den Listen verzeichneten Mannschaften im Compagnie-Bezirk zu constatiren • bklÄu?^ das militairische Verhältniß von Einfluß sind; Dienstpflichten in Erinnerung zu bringen, insbesondere die wichtigsten Kriegs-Artikel zu verlesen ^ ^gemeinen und die Einzelnen betreffen, ahnen ihre Militair- zu notiren, nm sie vor die Krtts-"und DepartemenEEr^atz^omE zu reo&n1 b^9"am^n^ber Bern6dienstuntauglich melden, schäften bekannt zu machen, die Dienststunden des FeldwebelsjurX“ unb Äbuna^ Ä Clafstsikattons-Geschäft zurückgestellten Mann- aufzunehmen, Nachfrage nach benjenigen Mannschaften zu halten, welche aus der Control/aekomm n siub ^°tokolle zu etwaigen Rehabilitirungs-Vorschlägen ®“-«7» --«md-r,d„ 7" -- *** der Orts- oder Polizeibehörde auf dem Controleplatz zu überreichen ' ' ' 3 Entschuldigung des Ausbleibenden em d,e Hlnderungsgründe bescheinigendes Attest W"H•« d--'--bm Z-i. d,.„ Bezirks- 9 30 14 3733 98 50 500 150 20 28 2500 30 Holzversteigerung. 1058) Donnerstag den 27. d. Mts., Vormittags um 9 Uhr anfangend, allen in dem Allertshäuser Gemeindcwalde, Districte Langenbruch, nachverzeichnete Holz- sortimente zur Versteigerung kommen, als: Prügelholz, Stockholz, Reisholz, Universttäts - Triebviertel. ioÄd Die rückständigen Pachtgelder für 1°b7 können in den nächsten 8 Tagen noch ohne Kosten bezahlt werden. Gießen, am 20. Februar 1868. GroßherzoglichcS Universitäts-Rentamt. Martin. Holzversteigerung. 1062) Montag den 24. b. Mts., von Morgens 9 Uhr an, ollen in bent hiesigen Gemeindewalde, Di- trict Oehlenberg: 4000 Bohnen-Stangen, 5400 Wellen Kiefcrn-Reisholz meistbietenb versteigert werden. Die Zusammenkunft ist zur bestimmten Stunde im Districte selbst, oberhalb der Staatsstraße. Großen-Buseck, am 19. Februar 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Großen-Buseck. Wagner. H o l z v e r st e i g e r u n g. 1063) Im Licher Stadtwalde, Districten Mauerkasperskopf und Rehtränksberg, kommen den 26. und 27. b. Mts. nachverzeich- nete Holzsortimente zur Versteigerung, unb zwar 1049) Mittwoch ben 26. Februar, Nachmittags 1 Uhr, ollen in betn Versteigerungslocal bes hie- igen Hospitalgebäudes gut erhaltene Möbeln, ein Clavier, mehrere Koffer, Herrenkleider, Weiß- und Leinengeräthe, ein Stück Leintuch und sonstige Gegenstände gegen gleich baare Zahlung versteigert werden. Gießen, den 13. Februar 1868. _ In Auftrag: Weidig, Ortsgerichtsmann. 1084) Montag, den 24. Februar 1868, - « <. Nachmittags um 2 Uhr, soll das Klopfen von 12 Cubikklaftern Steine auf hiesiger Bürgermeisterei versteigert werden. Wieseck, den 20. Februar 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Wieseck. Lang. Besondere Bekanntmachungen. 1094) Die Ausloosung der Haupt- und Ergänzungsgeschworenen für das Schwurgericht vom zweiten Quartal 1868 soll Donnerstag den 5. März 1868, Vormittags 11 Uhr, in öffentlicher Sitzung Großherzoglichen Hofgerichts in dem Hofgerichts-Gebäude vorgenommen werden. Gießen, am 20. Februar 1868. Der Präsident Großherzoglichen Hofgerichts der Provinz Oberhessen. Dr. Buff. vdt. Scharmann. Donnerstag den 27. Februar: 300 Stecken Buchen-Scheid- u. Prügelholz, 200 „ Eichen-, Nadel- und Weichholz- Prügelholz, 180 Stecken desgleichen Stockholm 9000 Wellen desgleichen Reisholz. Der jedesmalige Anfang ist Morgens 9 Uhr am Mauerkasperskopf am Hattenröder Vicinalweg. Lich, den 18. Februar 1868. Großherzoglichc Bügermeistcrei Lich. Helm- Mittwoch den 26. Februar: 12 Eichen - Stämme und -Klötze bis zu 34 Zoll Durchmesser und bis zu 46 Fuß Länge, 60 Eichen-Stämme bis zu 14 Zoll Durch - Messer und bis zu 46 Fuß Länge, 20 Birken- und Linden - Stämme bis zu 18 Zoll Durchmesser und bis zu 35 Fuß Länge, Fichten-Stämme bis zu 10 Zoll Durchmesser und 60 Fuß Länge, Fichten- und Kiefern-Stangen bis zu 5 Zoll Durchmesser und 50 Fuß Länge, Eichen- und Buchen-Wagnerstangen, Stecken von 10 Fuß Länge Eichen- Wagner- und Bauholz; 1) im District Buchwald: 72 Stecken Buchcn-Scheidholz, 23 lA m Holzversteigerung. 1036) Mittwoch den 26. b. MtS., des Vormittags von 9 Uhr an, sollen in bent Reiskirchener Gemeinbewalbe, 5)ijtiictcn Suchwald und Norm, nachver- zeichnete Holzsortimente versteigert werben, unb zwar Wellen „ viciuyci^, Stämme Eichen-Bauholz von 5V2 bis 12 Zoll mittlerem Durchmesser unb 15 bis 50 Fuß Länge, 564 Cubikfuß enthaltenb; 2) im District Nonn: Stecken Kieftrn-Scheidholz, » „ Prügelholz, " u Stockholz, Wellen Buchen- unb Kiefern-Reisholz, Stamme Kiesern-Bauholz von 5'/2 bis 3 Zoll mittlerem Durchmesser unb 15 bt£> 30 Fuß Länge, 838 Cubikfuß enthaltenb, 30 Kiefern-Stangen, 135 Cubikfuß enth. . Der Anfang ist zur bestimmten Stunbe im District Buchwald am Hegkopf. Reiskirchen, am 17. Februar 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Reiskirchen. Jünger. Markt zu Herborn. lO/'S) dem Vieh- und Krammarkt am 5. Marz l. I. wird Pfcrdemarkt dahier abgehalten. Herborn, den 20. Februar 1868. Der Bürgermeister: Remy. Vergebung des Düngers und des Kehrichts aus deu Casernen zu Gießen. 1089) Dienstag den 3. März l. I., Vormittags um 10 Uhr, oll die Ueberlassung des Düngers und des Kehrichts in den beiden hiesigen Casernen auf dem Soumisstonswege an den Meist- bietenden in Accord gegeben werden. Die Bedingungen liegen auf dem Büreau der unterzeichneten Verwaltung zur Einsicht offen. Gießen, den 21. Februar 1868. Großherzogliche Garnison-Verwaltung. Zimmer, Quartiermeister. Versteigerungen. Vergebung von Baureparatur-Ar- beiten und sonstigen Casernen- Requisiten. 1890) Donnerstag den 5. März l , „ Vormittags um io Uhr 3 'S/ 'Een die nn Jahr 1868 erforderlich wer- bÄr- - T Baureparatnr-Arbetten an Niittlärgebüu0en, als : -Ummer- oer-u. Pflästererarbeit, sodann ^Schmiede Messerichmied- und Korbmacher-Arb ft und die Lieferung von Eisenwaaren durch Son Mission in Accord gegeben werdem Die Bebingmigen liegen auf dem Bürean der unterzeichneten Verwaltung zur Einsicht offen Gießen, den 21. Februar 1868. Großherzogliche Garnison-Verwaltung. Zimmer, Quartiermeister. 1059) Donnerstag den 27. b. Mts., Nachmittags 1 Uhr, sollen in der Wohnung des Freiherrn von Stein in den Neuenbäuen gut erhaltene Haus-Mobilien, Küchengeräthe, Bettwerk, Weißzeug und sonstige Gegenstände gegen gleich baare Zahlung versteigert werden. Gießen, den 20. Februar 1868. . In Auftrag : Weidig, Ortsgerichtsmann. Brodlieferung. 1060) Die Lieferung des Brodes auf das 2., Vierteljahr 1868 für das 1. Jägerba- taillon soll Montag den 2. März, Vormittags 11 Uhr, auf dem Geschäftszimmer des Proviant- zu Darmstadt, Magdalenenstraße Nr. 17, woselbst, wie auch auf dem Bureau des Zahlmeisters des 1. Jägerbataillons m Gießen, die Bedingungen vorher zur Einsicht offen liegen, durch Soumission vergeben werden. Darmstadt, den 20. Februar 1868. Großherzogliches Proviant-Amt. Becker, Grönrich, _______Hauptmann. Oberquartiermeister. Den Verkauf von 3 eisernen Kisten. 1037) Montag den 24. Februar 1868, des Vormittags 9 Uhr, sollen 3 eiserne Gelbkisten auf bent Rath- hause bahier an ben Meistbietenden versteigert werden. Gießen, den 14. Februar 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 4 Stecken Buchen-Scheidholz, 1086) Sehr guter Meerrctttg ist zu Leu 8it C- Nr. 144 am Tiefenweg. haben Wellen 4 4 9161 empfiehlt Amerikanische 1056) in vorzüglichen Qualitäten zu Fabrikpreisen bei Justin Eberhardt, am Markt, 1067) Eine möblirte Stube mit Cabinet ist zu vermiethen bei Mitprediger Balser. Gärten - Verkauf. 1080) Meinen am Wallthor gelegenen Garten, in der Baulinie gelegen, sowie meinen Garten am Gartfeld, beide 1. Klasse, bin ich Willens zu verkaufen. H. Schm all. 1087) Zwei Wagen voll guter Dünger sind billig zu verkaufen. Carl Herbert, Kufermeffter- 1038) Zwei brave, saubere und fleißige Mädchen vom Lande können als Haus- und Küchemnädchen baldigst in Dienst treten. Wo? sagt die Erped. d. Bltts.___ des Stammholzes. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird bis zum 1. September l. I. Credit gegeben. Allertshausen, den 18. Februar 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Allertshausen. Römer. 1088) Unterzeichneter empfiehlt sich im Färben und Drucken von seidenen, wollenen und halbwollenen Stoffen; auch können Kleider in helleren Farben gefärbt und in den neuesten Mustern gedruckt werden. Die Musterkarten liegen zur Ansicht bereit. H. M. I u g h a r d t. Vermischte Anzeigen. 1095) Ein tüchtiger Küferbuesche wird gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bl. 1071) Einem ganz zuverlässigen Pferdeknecht kann in hiesiger Stadt ein sehr guter Dienst nachgewicsen werden durch die Exped. d. Bltts. Eichen- Aspen- „ Buchen-Prügelholz, Eichen- „ Erlen- „ Buchcn-Stockholz, Eichen- „ Buchen-Reisholz, Eichen- „ Aspen- „ 1078) Litzen, Schnüre, Säbeltroddeln in Wolle und Seide, Silbertressen, sowie waschlederne Handschuhe, empfiehlt äußerst billig Carl Schulze. 1079) Die erwartete« Criuolinen in den neuesten Fa^ons, mit und ohne Ueberzua, erstere von 1 fl. 45 fr., letztere von 42 kr. an, empfiehlt Carl Schulze. 1073) Von einem der ersten Geschäfte Frankfurts, dessen Preise sich durch außergewöhnliche Billigkeit auszeichnen, unterhalte ich stets ein vollständig assortirtes Muster- lager von Kleiderstoffen, Druck- und Bettzeugen, Leinen und Cattnn, und mache darauf aufmerksam, daß von letzteren bereits die „neuesten Muster ächt farbiger französischer Waare" eingetroffen sind ! Karl Otto Freund. Holzversteigerung im Beuerner Gemeindewalde. 1039) Montag den 24. d. Mts., von Vormittags 10 Uhr an, sollen in dem Beuerner Gemeindewalde, Districten Entenpfuhl, Buchwald, Appel- spcck, Burghain und Nassenstrauch, nachverzeichnetes Gehölz versteigert werden, als: 19 Stecken Nadel-Prügelholz, Bleichsüchtigen und Blutarmen kann das gediegene Schriftchen: Dr. Fremont's sichere und bewährte Heilmethode gegen Bleichsucht und Blut- armirth, Preis 21 fr., bestens empfohlen werden. Dasselbe ist durch jede Buchhandlung zu beziehen. Zeugniß: Ich litt seit langen Jahren an Bleichsucht und Blutarmuth, gegen welche Uebel ich bald Dieses, bald Jenes, Alles aber nutzlos gebrauchte. Nachdem ich von einer meiner Freundinnen auf das Dr. Frein ont'sche Schriftchen aufmerksam gemacht worden war, entschloß ich mich, die in demselben enthaltenen Rathschläge zu befolgen, und bekenne jetzt mit Freuden, daß mir diese verschafften, was ich lange Zeit vergeblich suchte, nämlich Gesundheit und Wohlbefinden. Ich empfehle deshalb dieses Buch allen leidenden Damen aus vollster Ueber- zeugung. Adeline v. Brause. (1057) Pferde-Markt zu Femrkfurt u. M am 30., 31. Marz und 1. April 1868. Loose ä fl. 1. 45 fr. sind vorräthig bei Julius Wallach. „ Erlen- „ Eichcn-Stämme von 6 bis 15Vz Zoll Durchmesser und 15 bis 55 Fuß Länge, Eichen-Stangen von 4>/z bis 5 Zoll Durchmesser und 5 bis 20 Fnß Länge, Fichten-Stangen von S'/j bis 4'/2 Zoll Durchmesser und 25 bis 35 Fuß Länge. Die Zusammenkunft ist um die bestimmte Stunde im District Langenbruch bei Nr. 1 1053) Einschlag-Garne^ Prima-Qualität, zu sehr billigen Preisen, bei Friedr. Emil Loos, auf der Mäusburg. „ „ Stockholz, Wellen Buchen-Reisholz, „ Nadel- „ s ■ Stämmchen von 69 Cubikfuß, 4 yLUOll- ) ..‘1 Fichten-Stangen von 5914 Cubikfuß. Der Anfang wird im Entenpfuhl gemacht. Beuern, am 18. Februar 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Beuern. Otto. ! Ausverkauf! 1077) Wegen Aufgabe des Geschäfts Vollständiger Ausverkauf sämmtlicher Waaren bei Gebrüder Heß, Kreuz. 12 1 3 12 375 950 50 50 88 Wer kennt ihn nicht im ganzen Land, Den wackern Berg, der Kopf genannt, Stolz steht er da und strebt hinauf. Und taufend Neben wachsen d'rauf. 18| Hahnheimer E. Pitthan. 3 1 2V. Nähmaschinen in verschiedenen Systemen, als: Singer & Go-, Groll er & Baker, Howe, Wheeler L Wtlson mit Glasfuß und sämmtlichen Apparaten, früher fl. 105 jetzt fl. 90. Handmaschinen mit Kettenstich, Doppelkettenstich und Doppelsteppstich nebst Trittvorrichtungen, unter dreijähriger Garantie, erleichterten Zahlungsbedingungen, freier Instandhaltung und freiem Unterricht. Reparaturen werden billigst besorgt. I. Th. Haubach. Amerikanische Nähmaschinen für häuslichen und gewerblichen Gebrauch empfiehlt,unter Garanti- und macht außer diesen auf Handmaschrnen mit Doppelsteppstich aufmerksam, die sich im eigenen Gebrauch äußerst vortheile hast bewährt haben, PH. Schlatter. Photographische Portraits°^A° aus Porcellan- Pfeifenköpfen, Bierglasdeckeln, Tassen rc. mit goldnen Initialen und Verzierungen liefert in feinster Ausführung das artistisch-photographische Atelier von (1093) Hans Stix. 1096) Phosphorfreie und daher unschädliche, vorzügliche Feuerzeuge, ä 1 Kreuzer pr. Büchse von 100 Stück, verkauft Adolph Noll, in Firma: Joh. Balth. Noll im Ritter. 1054) Einschlag-Garne bei___________Ä. Haubach, Mäusburg- 1032) Eiu Haufen Mist ist zu verkaufen im _________Darmstädter Haus. 1066) Mehrere große, gut gehaltene Stücke Lambris sind zu verkaufen bei Ernst Wallenfels. 1097) Frische Schellfifche treffen heute ein bei I. A. Bnfch Söhne. (Auszug aus einem Briefe.) Herrn JF. W. Bockius in Otterberg. Mainz, den 5- October 1867. . 1055).......... Ich und meine Frau sind Ihnen ebenfalls sehr dankbar für Ihren „weißen Kräuter-Brust-Syrup", denn unser lieber Sohn von l‘/2 ^ahr hatte schon unndestcns achtmal den Grnpp- husten, das heißt: furchtbaren Husten mit Heiserkeit und festgesetzter Vcrschlcimnug, und Ihr „Kräuter-Brust-Syrup" war jederzeit sein Retter. Joseph Loew, Kaufmann. In Flaschen zu 24 kr., 35 kr. und fl. 1. 10 kr. ist dieser von vielen Aerzten empfohlene „Kräuter-Brust-Syrnp" allein zu haben in Gießen bei Ernst Hermes, „ Butzbach bei A. Gimbel, „ Friedberg bei Jean Huber, „ Lich bei F. L. Förster,, „ Grünberg bei Geom. Ritter Wtw. s I 11 0 I) I) U l V werden zum Waschen, Färben und Fa?onniren angenommen und sehr schnell und pünktlich besorgt. _____________Will) clmine Fuhr. 1092) Meinevl lieben Freunde H ..... ch Kl.. s die herzlichsten Glückwünsche zu seinem morgen stattfindenden 21. Wiegenfeste^__D. 1042) Strohhüte werden zum Waschen und Färben angenommen uni) erhalten dieselben die neueste Fa?on. Louise Schneider, Neuenweg B. 130. 1064) Ein gewandter Schneider wünscht Arbeiten anzunehinen; auch können dieselben bei den vcrehrlichcn Bestellern gefertigt werden. Das Nähere bei der Exped. d. Bltts.______________________________________ 1076) Es werden 12 bis 15 gebrauchte, mittelgroße Fenster mit den dazu gehörenden Futtern, sowie auch ohne die Futter, zu kaufen gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bltts. _________________________ 1069) Ein Mädchen, welches kochen kann und in allen Hausarbeiten erfahren ist, rotib gegen guten Lohn in Dienst gesucht. Von wem? sagt die Exped. d- Bltts.___________, Kapital-Gesuch. 1082) 3000 fl. werden gegen gerichtliche, mehr als doppelte Sicherheit, bei reeller Zinszahlung zu 5 pCt. zu leihen gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts- 1091) Meinen an dem Wege nach der Neumühle gelegenen Garten will ich verkaufen oder verpachten. Carl Flett, Wittwe. 1068) Der den Gärth's Erben gehörende Garten hinter den Eichen ist zu verkaufen. Näheres bei Thorschreiber Roloff. 2V» 25 1950 V e r m i e t h nu g en. 1083) Ein kleines möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei A. Schultheis, junior, •_______________Selterswcg Lit- C- Nr. 10. 1081) Ein möblirtes Zimmer ist 51t vermiethen bei E. C- Rühl, in der Wallthorstraße. 1046) Das Familienlogis in meinem Hinterhause ist Anfangs Mai anderweit zu vermiethen.___________Gg. Bur ckl> artd. 1048) Ein Familienlogis, aus 4 Zimmern nebst Zugehör bestehend, Sommerseite, Scl- tersweg, ist zu vermiethen und am 1. Mai zu beziehen- Näheres bei der Exped- d- Bl- 1033) Eine Stube mit Bett ist zu vermiethen bei . A- Velde, Kirchenplatz Nr- 23- 1035) Der dritte Stock meines Hanfes ist zu vermiethen und kann eventuell schon zu Ostern bezogen werden- ____________Professor Dr. Lange- 1031) Mein in der Marktstraße gelegenes elterliches Wohnhaus, Lit- D- Nr- 211, ist im Ganzen zu vermiethen; auch bin ich Willens, wenn sich Liebhaber dazu finden, dasselbe aus freier Hand zu verkaufen. Fritz Möhl, M'.tzger- 1030) Im „Russischen Hoff sind mehrere möblirte Zimmer zu vermiethen. 1028) Zwei möblirte Zimmer sind zu vermiethen bei Wernhard Brück, Flügelsgasse. 1025) Ein freundliches, möblirtes Zimmer mit Cabinet in einer Gartenwohnung ist zu vermietheu und sogleich zu beziehen. Nähe- res bei der Exped. d. Bltts. 1026) Ein freundliches, möblirtes Zimmer ist am Canzleiberg Lit. B, Nr- 67 billig zu vermietheu.__ 1027) Im „Russischen Hof" sind La- gerräume zu vermiethen._________________ 1065) Ein sehr freundliches Logis ist an eine stille Familie zu vermiethen bei W- Ko hl ermann, Küfer, Neustadt D. 156. Feilgebotenes. 1085) Die ersten Sendungen neuester Frühjahrsmäntel sind bei mir eingetroffen und empfehle ich solche zu billigen und festen Preisen. Verschiedene Waaren, worunter einige Partieen Damenkleiderftoffe, verkaufe ich, um damit zu räumen, bis Ende dieses Monats circa 25 Procent unter dem Fabrikpreis e. Moritz Heichelheim, . früher A. Heichelheim, Seltersweg C. 185. ■ 1045) Die erwartete Sendung ächter Levante-Schwämme (feine Waschschwämme), ist eingetrosfcn und empfehlen wir solche zu billigen Preisen. I. A- Busch Söhne. Oefen und Kochherde in allen Artenzund großer Auswahl empfiehlt (1050)________________I. G. T>. Bapst. 1044) Prima Bamberger Zwetschen, pr. Pfd. 9 kr-, bei . Ernst Hermes. Vorträge im Saale des Gefellfchaftshaufes zum Besten -es Frauenvereins. Auf mehrfach geäußerten Wunsch und auf die Bitte des unterzeichneten Vorstandes haben die Herren Professoren: Dr. Gaß dahier, Consistorialrath Dr. Henke und Dr. Mangold zu Marburg zugesagt, drei Vorträge in dem hiesigen Clubsaale zum Besten des Frauenvereins zu halten. Da der Ertrag dem Frauenvereine zu Gut kommen soll, so hat sich der Vorstand des Vereins die Erlaubniß ausgebeten, die Vorträge, die den 28. Februar, den 6. und 13. März, Abends um 7 Uhr, gehalten werden sollen und die Lehre vom Gewissen, das Leben der Jungfrau von Orleans und den Kanzler Thomas Morus behandeln werden, zur Anzeige bringen, zu dürfen, um dabei zugleich nt einem recht zahlreichen Besuche einladen zu können. Wir bitten deßhalb, die gütige Absicht der genannten Herren Professoren durch eine eben so wohlwollende Theilnahme unterstützen zu wollen. Karten zu 24 fr. für eine Vorlesung und zu 1 fl. für die 3 Vorträge sind in der Ricker'schen Buchhandlung und Abends am Eingang zu haben. Der Vorstand des Frauenvereins. Einladung zum Küfer- und Bierdrauer-DaU. 1041) Zu dem am 22. Februar, Abends 8 Uhr, im Saale des „Prinzen 6arP stattfindenden Balle laden wir alle Freunde und Bekannte höflichst ein. Karten hierzu sind bei Herrn Wilhelm Heil oder an der Kasse zu haben. Das Comite. 1051) Eine alte renommirte Feuer - Versicherungs- Gesellschaft sucht einen thatigen Agenten für Gießen und Umgegend. Bewerber belieben ihre Offerten mit Angabe ihres sonstigen Wirkungskreises unter VK. C. poste restante Darmstadt'' franco einzureichen. Bedienung Durch langjährigen Aufenthalt in Amerika bin ich im Stande, jedem Auswanderer die beste Auskunft zu geben. Auswanderer hs nach Amerika befördert wöchentlich vermittelst Dampf- uub Segelschiffen bei reeller nnd billigster^^^^ I. M. Schulhof, am Rathhaus. Arbeiterbildnngs- Verein. 1040) Sonntag den 23. Februar, Abends 7‘/2 Uhr, findet mit Musik, Gesang, declamatorischen Vorträgen u. f. w- das 3. Stiftungsfest im Saale des „Promenadehauses" statt. Ädern Mitglicde ist gestattet, drei Nichtmitglieder einzuführen. Karten für die- selben i 9 fr. werden im Vereinslocale und hei den Herren H. Sonntag und Paul Weitzel, sowie Abends an der Kasse, abgegeben. Die Mitglieder werden ersucht, ihre Vereinskarte mitzubringen. Der Vorstand. i Auswanderer befördert billigst Christian Wallenfels, jun. 1070) Gefucht: Em Vertreter, der tüchtig und leistungs- Mhig ist und beste Referenzen besitzt, für ein Fhrbet-Wollenwaaren-Haus. Gefällige Franko-Offerten zu adresstren H. F. 84, poste restante Greiz i. V. frtfdjßäcäer zu Hießen. Sonntag den 23. Februar. Ernst Wallenfels tn der Wallthorstraße. Carl Stemberger in der Löwengasse. Jakob Ron- stadt in der Marktstraße. Kirchliche Anzeigen. OZvangettsche Hemeinbe zu Hießen. Gottesdienst. Am 23. Februar. Morgens: Pfarrer Dr. Seel. Nachmitags: Pfarrer Landmann. Kopulirte. Den 20. Februar. Philipp Martin Malkomesms, Bürger und Metzger, des Burgers und Metzgermeisters, Georg Mal- komesius, ehelicher Sohn; und Caroline Christine Schmidt, des Bürgers und Metzgermeisters, Konrad Schmidt, eheliche Tochter. G etaufte. Den 15. Februar. Dem Bürger zu Vadenrod und Schaffner auf der Main- Weser-Bahn dahier, Heinrich Hammel, ein Sohn, Albert Valentin, geboren den 10. December 1867. Den 16. Februar. Dem Bürger und Schreiner, Georg Wittich, ein Sohn, Georg Michael Gustav, geboren den 27. Januar. Denselben. Dem Bürger und Maurer, Jakob. Jünger I., eine Tochter, Henriette Christiane, geboren den 17. Januar. Beerdigte. 5)en 16. Februar. Andreas Konrad Vetzberger, Bürger und Fuhrmann, alt 76 I. 11 M. 10 T., gestorben den 14. Februar. D en 18. Februar. Heinrich Schwarz aus Steinperf, alt 16 I., gestorben den 16. Februar. Den 20. Februar. Karl Melchior Gottfried Martin Johann Spruch, Bürger und Kaufmann, alt 35 I. 10 M., gestorben den 18. Februar. Die Pfarrgeschäste in der nächsten Woche besorgt Pfarrer Dr. Seel. Börseunachrichten. 20. Februar 1868. Preuss. 41/2% Obi. — Frankf. 31/2°/o Obi. 82 Nass. 41/jO/o Obi. 94i/4 Kurh. 4O/o Obi. 893/4 Hess. 40/0 Obi. b. Roths. 90 » 3‘/s% do. do. — Bayer. 5% Obi. 101s/s » 4Vz% 1jährige 935/s „ 41/2% Vsjährige 94% Würtemb. 4t/20/0 Öbl. 93’/8 Baden 4i/s% Obi. 0. E.L. 937/8 Oestr. 5% b. R. 65*/s „ 5O/o National 56 „ 5% Metall. Obi. — „ M. steuerf. 51 Amer. 6% 1882r Bds. 76 „ 6% 1885r 74', 8 Actien. Frankf. Bank 1261/) Oester. Bank 717 „ Creditact. 195*/2 Darmst. Bankact. 221 Prioritäten. 5% östr. F. St. E. B. 2641/2 Ludwigsh.-Bexbach 157/8 3°/o Livorneser 27'/s Toscaner 40% Frankf. Hypoth.-Bank — Frankf. Vereins-Kasse — 5O/o Elisabeth-Prior. 751/g do. II. Emiss. 741/g Aniehensloose. Kurh. 40 Thlr. Loose 541/2 Nassau fl. 25 b. Roth. 361/j Gr. Hess. fl. 50 b. R. 144'/2 Gr. Hess. fl. 25 b. R. — 4% bayr. Präm. Anl. 1001/4 4% badische Loose 983/4 Badische fl. 3ö Loose 511/4 1858r Prioritätsloose 133 V4 1860r Loose 713/6 1854r „ 83 Wechsel. Amsterd. k. S. 100% Augsb. k. S. 993/4 Berlin k. 8. 105 Bremen k. 8. 971/S Cöln k. 8. 105 Hamburg k. 8. 881/2 Leipzig k. S. 105 London k. 8. 1195/a Ly'on k. 8. — Paris k. 8. 95 Wien k. 8. 101i/8 Disconto 30/, G. Geldsorten. Pr. Gass. Sch. 1 44’/8-45'/8 Div. Cass.-A. — Pr. Friedrdor. 9 57i/z-58i/z Pistolen . . 9 49-51 „ doppelte 9 50-52 Holl. fl. 10 St. 9 54-56 Ducaten . . 5 37-39 20 Frankens!. 9 30*/2-31i/2 Engi. Souver. 11 54-58 Russ. Imper. 9 50-52 Doll, in Gold 2 27i/2-28i^ rnses Politische Rurr-schou Dcil'Nlfiitldt, 16. Febr. lieber unseren Eisen- bahnfragen waltet, wie es scheint, ein eigener Unstern. Seit Wochen verkünden alle Blätter, daß Obcrbefsen endlich seine lang ersehnten Bahnen bekommen soll und raß der Abschluß wirklich zu Stande gebracht sei. Da soll denn in der zwölften Stunde ein Stein dazwischen geworfen werden durch die neue oder doch wenigstens neu hervorgesuchte Ansicht: der Staat solle selbst bauen, er könne es billiger machen. Wo» rauf sich diese Ansicht basirt, wissen wir nicht. Nationalökonomisch ist sie längst ein überwundener Standpunkt. Darmstadt, 18. Febr. Das heute erschienene Regierungsblatt Nr. 10 enthält: I. Gesetz, betreffend die Einführung mehrerer in den Provinzen Starkenburg und Oberhessen bestehender Gesetze in die diesen Provinzen neu cinverleibten Districte und Orte. II. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern, die Bestätigung von Stiftungen und Vermächtnissen betreffend. III. Uebersicht der im Jahre 1867 durck die Großherzogliche Gendarmerie geschehenen Arrestationen und Denunciationen. Im Laufe des Jahres 1867 sind durch die Groß- herzogliche Gendarmerie 4826 Arrestationen und 13,844 Denunciationen vollzogen worden. Iv. Beckanntmachung Großherzoglichen Ministe- nums des Innern, den Octroitarif der Stadt Darm- stadt, insbesondere die Erhebung der Octroiabgabe betreff nb""^"" ^cn Branntweingroßhändlern \ - Bekanntmachung Großherzoglichen Ministerums der Finanzen, den Anschluß des Herzogthums Lauenburg an den Zollverein betreffend. VI. Verzeichniß rechtskräftig gewordener, in Gemäßheit der Art. 30 des Strafgesetzbuchs im Regierungsblatt bekannt zu machender Straferkenntnisse der Provinz Starkenburg. VII. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großhcrzog haben allergnädigst geruht: am 18. Januar den von dem Herrn Fürsten zu Solms-Hohen-Solms-Lich auf die erste evangelische Knabenschulstelle zu Lich präscntirten Schullehrer an der zweiten «stiftsschule daselbst Walz für diese Stelle zu bestätigen; am 21. Januar dem evangelischen Pfarrer zu Engelstadt Th 0 n die evangelische Pfarrftelle zu Kelsterbach zu übertragen; am 28. Jan. den Saalwärter Wenz zum Kreisdiener zu ernennen; am 1. Februar den evangelischen Schul- lehrer zu Grebenau Hartmann die evangelische Schulstelle zu Wallernhausen zu übertragen — und den von dem Herrn Fürsten zu Isenburg - Birstein auf die erste evangelische Schulstelle zu Wenings präscntirten Schullehrer an der zweiten evangelischen Schule daselbst Michael Müller für diese Stelle zu bestätigen ; am 1. Febr. den zweiten Landgerichtsdiener bei dem Landgerichte Lauterbach Simon zum ersten Landgerichtsdiener daselbst zu ernennen. VIII. Dienstentlassung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 14. Januar den Oberbrückenwärter bei der Rheinbrücke zu Mainz Neuer auf sein Nachsuchen seines Dienstes zu entlassen. IX. Versetzungen in den Ruhestand. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 10. Januar den ordentlichen Professor in der juristischen Facultät der Landesuniversität Dr. Deurer, mit Rücksicht auf seine geschwächte Gesundheit — am 18. Jan. den Schullehrer an der ersten evangelischen Schule zu Hähn- lein Hassclbaum, — am 28. Jan. den Schullehrer Metz an der katholischen Schule zu Ober- Abtsteinach, — und am 1. Febr. den ersten Lanv- gerichtsdiener bei dem Landgerichte Lauterbach Kurz auf sein Nachsuchen in den Ruhestand zu versetzen. X. Gestorben: am 4. Febr. der Kreisarzt Me- dicinalrath Dr. Simeons zu Mainz; am 7. Febr. der pensionirte Registrator bei dem Oberappellations- unv Cassationsgerichte Witte mann zu Darmstadt. Gießen. Nach amtlichen Berichten waren an dem am 18. Februar abgehaltenen Viehmarkt aufgetrieben: 947 Stück Rindvieh und 574 Stück Schweine. Berlin, 17. Febr. Verschiedentlich ist die Nach, richt verbreitet worden, daß das Zollparlament und der Reichstag gleichzeitig tagen würden. Da die Mitglieder des Reichstages auch Mitglieder des Zollparlamentes sind und das Zollparlamcnt doch nicht während seines Zusammenseins jeden Tag Sitzungen halten wird, so hat die Sache scheinbar etwas recht Empfehlcnswerthes, aber auch nur schein- bar, denn ein solcher Versuch müßte bald an der Erschöpfung derjenigen Mitglieder, welche beiden Der- sammlungen angehörten, scheitern. Diese Rücksicht, sowie der Umstand, daß die Vorlagen für den Reichstag sich noch im ersten Stadium der Vorberathung befinden, hat wohl das definitive Aufgeben dieses Planes bewirkt, ja es ist, wie uns bestimmt versi- chert wird, sogar noch sehr zweifelhaft, ob die Par- lamentSsession unmittelbar auf die Session des Zollparlamentes folgen wird; es ist möglich, daß das Parlament erst im Monat September einberufen wird, so daß sich die Sitzungen des preußischen Ab- geördnetenhause« unmittelbar an die Parlaments- Session anschließen würden. Königsberg, 12. Febr. Ein Familiendrama von schauerlicher Tragik hat in den letzten Ta- gen hier, wie die „K. n. Z." meldet, sich abgespielt. In der letzten Nacht hat der Branvdirector Schon- beck (der zum 1. April aus seinem Amte entlassen ist) sich, seine Ehefrau und fünf seiner Kinder (in dem Alter von 5 bis 15 Jahren vergiftet. Heute Morgen fiel dem die Schönbeck'sche Familie bedienenden Feuer- wehrmanne auf, daß in ihrer Wohnung Alles so spät ruhig blieb. Er ging ungerufen hinein und erblickte nun das gräßliche Schauspiel. Die sämmt- lichen Mitglieder der Schönbeck'schen Familie, der Mann, die Frau und fünf Kinder, 3 Mädchen und 2 Knaben im Alter von 5 bis 15 Jahren, lagen tobt in ihren Betten. Nur das jüngste Kind, etwa 5 Monate alt, lag ruhig in seiner Wiege. Es wurden sofort Aerzte uns Polizeibeamte herbeigcrufen und durch Vie ersteren festgestellt, daß die sämmtlichen Tobten burch ein überaus schnell wirkenbeö Gift gestorben seien. Man fanb auch eine Flasche mit dem Reste einer röthlichen Flüssigkeit, die wahrscheinlich Cyancalium enthielt, vor. In der Wohnung selbst war die größte Ordnung; auf einem Tische lagen eine Anzahl versiegelte und an hiesige und auswärtige, mit der Familie bekannte Personen adres- sirtc Briefe. Wie erzählt wird, soll aus diesen her- vorgehcn, daß Schönbeck und seine Frau mit vollem Bewußtsein den Entschluß zum Selbstmorde gefaßt, und daß auch die beiden ältesten Kinder auf ausdrückliches Befragen des Vaters den Wunsch gehabt haben, mit ihren Eltern zu sterben. Dagegen ist den übrigen drei, ohne daß sie es wußten, der Giftstoff beigebracht worden. Daß das jüngste 5 Monate alte Kind am Leben geblieben, verdankt es dem Umstande, daß der Vater in grenzenloser Aufregung es vergessen hatte. Rach den Aufzeichnungen auf einem Stückchen Papier zu schließen, ist Schönbeck der zuletzt lebende gewesen, dieselben enden mit der Stunde 3!/2 Uhr Nachts. Die Schrift vcrräth das Sinken der Kräfte. Der Schreiber bittet in zitternder Schrift um Schonung der Leichen. „Ich sterbe nicht einen Tod", so heißt es an einer Stelle, „Gott möge wir gnädig sein." Entsetzlich ist die Schilderung Schönbeck's von dem Absterben der Seinigen; er sagt in einem Briefe: „die Kinder schliefen sanft und ruhig ein, nur klein Albert (ein Knabe von 7 Jahren) kämpfte lange und grausig mit dem Tode." Sämmtliche Personen lagen wohl ausgekleidet in ihren Betten, Schönbeck mit der Frau in einem Zimmer. Auf dem Bette der drei Mädchen fand man das Bild ihrer verstorbenen Mutter (die jetzige Frau des Schönbeck war ihre Stiefmutter, aber zugleich die Schwester ihrer verstorbenen Mutter) mit einem Kranze umgeben. In diesem fand man auch die Ueberreste des schnell wirkenden Cyancaliums vor; neben den auf einem Tische uwhcrliegenden Geräth- schaften lag ein Zettel, durch den Schönbeck vor denselben warnt, da sie giftig seien. Auch zwei scharf geladene Pistolen mit gezogenen Hähnen lagen da. Den Giftstoff hatte Schönbeck auf einen Giftschcin, angeblich zu technischen Zwecken, aus der Patze'schen Apotheke entnommen, nachdem er am 10. d. M. es vergeblich versucht hatte, solchen in größerer Quantität aus einer hiesigen Drogurnhandlung verabfolgt zu erhalten. Unzweifelhaft war es die äußerste Zerrüttung der Vermögensverhältnisse, welche die Familie zu dieser schauerlichen That trieb, und bereits längere Zeit scheint Schönbeck mit dem Plane umgegangen zu sein, wie aus Aeußerungen desselben gegen einen Verwandten hervorgebt. Bremen, 18. Febr. Das Hamburger Schiff „Leibnitz" ist von den Behörden in New-Bork wegen Verletzung der in Betreff der Passagiere zu beobachtenden Gesetze mit Beschlag belegt worden. München, 18. Febr. Aus Nizza ist heute Abend folgendes Telegramm eingetroffen: Ueber das Befinden des Königs Ludwig lauten die ärztlichen Berichte wieder wenig günstig. Die allgemeinen und örtlichen Erscheinungen haben sich verschlimmert und es wird ein zweiter Einschnitt behufs Verminderung der Spannung nothwendig werden. Der König hat den Beichtvater zu sich berufen. Wien, 16. Februar. Der österreichische Hof wird sich, wie wan der „A. Z." schreibt, aus nächstliegenden Gründen von jeder Betheiligung an der Feier der silbernen Hochzeit des Königs Georg fern halten, so fern, daß sogar das Gesuch um Ueber- lassung der k. k. Redoutensäle für das Festbankett — eine Ueberlassung, welche sonst nur auf geringe Schwierigkeiten stößt — unbedingt abgelehnt ist. Antwerpen, 15. Febr. Heute um 3 Uhr ist ein Schiff mit 200 Tonnen Petroleum in B and gerathen. Zwei andere Schiffe wurden angesteckt, drei geriethen in Gefahr. Der Brand nimmt eine bedenkliche Ausdehnung an. Paris, 17. Febr. Gestern Abend fand, wie die „Köln. Ztg." berichtet, im Odeon die erste Vorstellung von „Kean", dem neuen Stücke Alexander Dumas' statt. Der erste Erfolg war nur ein geringer. Ich würde Ihnen auch gar nicht von dem Stücke sprechen, wenn nicht bei dieser Gelegenheit eine Demonstration, die man gegen das Verbot Betreffs der Aufführung von „Ruy Blas" erwartete, stattgefunden hätte. Kaum war der Vorhang in die Höhe gezogen, als nach der famosen Melodie (sie rührt von 1848 her) „Des Lampions“ ein hundertstimmiges „Cassagnac! Cassagnac!" erklang, womit man anreutcn wollte, daß das jetzige Regime in dieser sonderbaren Persönlichkeit verkörpert sei. Dann erklang plötzlich von allen Seiten der Ruf: „Vive Hugo!“, und dann ertönte ein tausendstim- miger „Ruy Blas !“ das von da an bis zum Schluffe der Vorstellung fast ohne Aufhören wiederholt wurde. Das Stück selbst gab zu mehreren Demonstrationen Anlaß. Kean sagt: „In England ist die Justiz gleich für die Großen, wie für die Kleinen." — „Nicht in Frankreich!" rief eine Stimme dazwischen, und donnernder Beifall von allen Seiten. Ein anderes Mal, als ein Constabler einem Streit anwohnte, ohne zu verhaften, ertönte der Ruf: „Es lebe die englische Polizei!" und fast Jedermann, das Parterre, die Logen und das sogenannte Paradies stimmten mit in den Ruf ein. Zum Schluffe des Stücks wurden Alexander Dumas und Verton herausgerufen und von der Menge acclamirt. Auf dem Place de l'Od^on selbst war der Scandal nach beendigter Vorstellung noch furchtbarer. Fast das ganze Quartier Latin, hatte sich dort Rendez-vous gegeben, und bis lange nach Mitternacht ertönten die Rufe, die man bereits im Theater gehört hatte. Die Polizei war stark vertreten, aber sie wagte nicht cinzuschreiten. Zum wenigsten hört man jetzt nichts von Verhaftungen. Doch könnte cs leicht sein, daß die fernere Aufführung des Stückes verboten wirb. Wichtig ist die Demonstration in so fern, als sie deutlich darthut, wie groß die Aufregung in Paris ist. Locales. Die öffentliche Niederlage in Gießen. Bekanntlich wird neuerdings auch derjenige Theil des Zeughauses, in welchem sich die öffentliche Niederlage befindet, für Militärzwecke beansprucht und ist bemzemäß an die betreffenden Miether die Aufforderung ergangen, die fraglichen Localitäten bis 24. April d. I. zu räumen. Der beteiligte Handelsstand ist hierdurch in Beunruhigung versetzt und ist die Besorgniß bei demselben hervorgerufen worden, daß dem hiesigen Platze wegen Mangels eines geeigneten Locals Vas Nie Verlags recht entzogen werven könne. Derselbe hat Vaher wegen Erbauung eiries neuen Nieverlagelocals auf Kostender Stadt Schritte gcthan und zugleich bei der Zollverwaltung um einstweilige Ueberweisung der herrschaftlichen Z e h n t s ch e u e r n zur Benutzung als öffentliche Niederlage nachgesucht. Dem letzteren Ersuchen ist willfahrt unv damit der p r o v i s o r i s ch e Fortbestand der hiesigen öffentlichen Niederlage ermöglicht worden. Ob auch dem an die Stadl gerichteten Ansinnen wegen Neubaus eines Niederlage- locals durch eine willfährige Entschließung des Stadtvorstandes entsprochen werden wird und ob in Folge dessen das Niederlage-Institut der Stadt Gießen auch für die Folge erhalten bleibt, ist vorläufig noch ungewiß. Mit Rücksicht auf die Bedeutung, welche die Frage für den Handels- und Gewerbsstand hiesiger Stadl hat und das Interesse, weiches vielfach auch in nicht beseitigten Kreisen daran genommen wird, glaubt Einsender den Leser dieses Blattes mit den wichtigeren Bestimmungen wegen Benutzung der öffentlichen Niederlagen bekannt machen und einige weitere Bc- trachlnngen daran knüpfen zu sollen, intern er hofft, zum allgemeineren Verständniß dessen, um was es sich handelt- dadurch beizutragcn. Nach der Verordnung vorn 9. März 1838 im Regierungsblatt Nr. 17 von 1838 sollen die an den wichtigeren Handelsplätzen errichteten öffentlichen Niederlagen als Anstalten zurBeförderung des mittelbaren Durchfuhrhandels und des inneren Verkehrs bienen. Das Recht, unverzollte auSlänbische Maaren auf gewisse Zeit (in der Regel 2 Jahre, mit Genehmigung ter oberen Zollbehörde auch länger) darin niedcrzulcgen, wonach die Verzollung oder Versenkung nach dem Auslanoe stattfindcn muß, heißt das Nie d er l a g Sr echt. Dasselbe steh! nur Gewerbstreibenden (Kaufleuten, Spediteuren, Fabrikanten) zu. Andere Personen müssen sich deren Vermittelung zur Benutzung der Niederlage bedienen. Die Maare hastet dem Staate für die davon zu entrichtenden Abgaben nach demjenigen Tarif, welcher amTage der Verzollung gültig ist. Den Eigenthümern und Disponenten der lagernden Waarcn steht es frei, in der Niederlage unter Aufsicht der Beamten diejenigen Maßregeln zu treffen, welche die Erhaltung der Maaren nöthig macht und letztere zu dem Ente u m- zustürzcn, zu sortiren, anders zu vex- packen oder aufzufüllen. Ebenso darf eine Umpackung behufs der Th eilu n g der Colli, sowie die A u s p a ck u n g und vorübergehende A u s l e g u n g von Maaren zur Besichtigung stattfinden. Die Th eilung Der Colli kann sowohl zum Zwecke der Versendung nach anderen Orten mit NicVerlag Srecht oder in's Ausland, als zum Zwecke der Eingangsverzollung innerhalb bestimmter Grenzen vvrgenommen werben. Die Entnahme von Proben, insofern das Gewicht der Waaren-Colli dadurch nicht bedeutend vermindert wirb, ist zulässig. Das beim Eingang der Colli in das Zollvereinsgebiet ermittelte Gewicht ist das steuerpflichtige, welches Demnächst der Zollbcrechnung zu Grunde gelegt wirb. Eine Verminderung Der Waaren, welche erweislich auf der Niederlage durch zufällige Ereignisse, wie Auslaufen von Flüssigkeiten u. dgl. entstanden ist, begründet indessen einen Z o ll- erlaß. Jngleichen kann ein A b g an g am Gewicht, welcher lc iglich durch den Akt ter Umpackung veranlaßt ist, zollfrei abgeschr;eben und können aus gei ond ert e Unreinigkeiten ober verborbeneWaaren in bas Ausland zurück- g eführt oder unter amtlicher Aufsicht vernichtet werden- Endlich ist es bei einzelnen Waaren- gattungen gestattet, von der Zollerhebung für ein Mindergewicht, welches sich durch Ein- trocknen, Verstäuben, Verdunsten oder gewöhnliche Leckage in der Niederlage ohne Ordnungswivrigkeiten ergeben hat, bis zu 3 resp. 5 und 6 Procent des ursprünglichen Gewichts Umgang zu nehmen. (Forts, folgt.) Das Auswandererschiff Leibnitz. In einer kürzlich abgehaltenen B-rathung der Auswanderungs-Commission in New-Bork statteten die Herren Kapp und Bissinger Berichte über das Er- gebniß ihres Besuches an Bord des „Leibnitz" ab. Bekanntlich lief das genannte Schiff am 2. November mit 544 deutschen Passagieren an Bord von Hamburg aus. 108 Personen starben, ehe der „Leibnitz" New-Nork erreichte. Da« Schiff ging an Madeira vorüber bis zum 20. Breitengrade, tie Hitze erreichte oft 24 0 R.; die meisten Passagiere waren Mecklenburger Arbeiter, etwa 40 Pommern, Posener und einige Thüringer. Herr Friedrich Kaßner, der Jnspectionsbeamte, gab zu Protokoll, als er an Bord gegangen, habe er bas Fahrzeug in einem solchen Zustande der Unreinlichkcit vorgefunden, daß er an der Leiter und an den Seilen kaum einen Fleck getroffen , den man mit ter Hand berühren konnte. Seit fünf Jahren sei ihm etwas Derartiges auf einem Schiffe nicht vorgekommen. Mit Ausnahme der Decklucken und zwei sehr kleiner Ventilatoren gab es keine Vorrichtungen, um dem Schiffsraum frische Luft zuzuführen und während der ganzen Ucbcrfahrt war weder Fenster noch Lucke geöffnet worden. Im Uebrigen sei es nicht schlimmer als andere Auswandererschiffe gewesen. Nur das untere Zwischendeck sei eine fürchterliche Pesthöhle, wo Der gesundeste Mann habe zu Grunde gehen müssen. Das einzige Licht, was in diesen Raum drang, kam vom oberen Deck durch eine Lucke, und obwohl letztere bei der Visitation des Schiffes offen war und trotz der freien Lage desselben in offener See, war es unmöglich, dort unten weiter als zwei oder Drei Fuß etwas zu sehen. Aus angestellte Nachfragen über diesen Punkt wurde erklärt, man habe den Raum während der Passage mit Laternen erleuchtet, solange dieselben nämlich brannten. Wegen Der verdorbenen Luft indessen war schon bald davon nicht mehr Die Rede. Unv vort waren 70 Tage lang 150 Passagiere für den größten Theil ver Zeit bei tropischer Hitze eingepfercht, bei spärlichen Rationen, vollkommen unzureichendem Wasser und Ausdünstungen von allen Seiten, die für sich allein Fieber und Epidemie im Gefolge haben mußten. Da vom Zwischendeck der Zugang auf das Verdeck einigermaßen schwierig war, so versäumten die Passagiere des oberen Zwischendecks es vielfach aus Bequemlichkeit, dort oben ihre Bedürfnisse zu verrichten, wodurch die Luft besonders für die Unglücklichen im unteren Zwischendeck auf eine erschreckliche Weise verpestet wurde. Ein Arzt war nicht an Bord. Die Provisionen waren ausnehmenv schlecht. Zweimal wöchentlich wurven Häringe statt Fleisch gegeben, die Butter war ranzig und Bohnen und Sauerkraut oft so schlecht, daß die Hungrigen sie über Bord warfen. Die Behandlung war herzlos und die Kranken erhielten dieselbe Nahrung wie die Gesunden. Ausnahmen mußten schwer bezahlt werden. Die Aus- wanverungs-Commission schlägt vor, für alle Schiffe mit mehr als fünfz g Passagieren einen Arzt obligatorisch zti machen, das untere Zwischendeck abzuschaffen und Contraventionen mit 5000 Dollars und doppeltem Betrag des Passagepreises als Schadenersatz für den einzelnen Passagier zu bestrafen. — Man sagt, Bismarck als norddeutscher Bundeskanzler werde zum Schutz der Auswanderer eingreifen und Vorsorge treffen, daß solche Gräuel nicht wieder Vorkommen. Für die Abgebrannten in TrendOburg sind bis jetzt an uns abgegeben worden: von Herrn N. N. ans G. . — ft. 24 fr. » „ C. E.....2 „ - „ „ Ungenannt.....1 „ — „ Im Ganzen . 3 fl. 24 fr. Weitere Beitrage nimmt die Exped. d. Bitts. entgegen. Redaction, Druck und Verlag der Brühl'fchen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.