u an- (tagt ihren Pri- mdlich »achte 6 mit Fort. abmig >min) Valge- , und craus. vielen t sind einer ndler, Jahre e alt, Bon- Adv.- ischluß hiesige n Ju- dürfte werteren ilätter aber- Seite. kam Affenal zu >n der bä 11- er ist ibrinS war 8 auf >n der ie Ei- ofe zu »schein schrie- edroht Him- >ichen. deutet er im tdiffe- ieiter- iangte fünfte ierna- rt in (Beenden neipa- Klas- e und schäft, t von cheitS- Form politi- rnent» >eitcn= in der ch im e ans bisher i den htvor- n den sind; ch ein >elcheö t und irFung fünfte ungen mter'« Are- i und ernde« ischen- 0 gell! ehr- ibeben An anden Bil- ibeben imeS" Ver- und r den ungen ua zu große r si» Lch stund eng- halbe Preis vierteljährlich 36 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 51 kr. Gießemr Anzeiger. Erscheint wöchentlich dreimal . Dienstags, Donnerstags und Samstags. — Expedition: Canzleiberg 81t. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kietzen. Nr 111. Samstag den 19. September 1868. Brodpreife vom 19. bis 26. September 1868, nach eigener Erklärung der Bäcker: 4 Pfund gemischtes Brod 17 kr. 2 Pfund gemischtes Brod 8y2 kr. 4 Pfund Roggenbrod 14‘/2 kr. 2 Pfund Roggenbrot» 7‘/4 kr. Amtliche BeksKNirtmachungen. Das Bundes-Gesetzblatt des Norddeutschen Bundes Nr. 30, ausgegeben am 11. September 1868, enthält: (Nr. 163.) Bekanntmachung, betr- die höheren Lehranstalten, welche zur Ausstellung gültiger Zeugnisse über die wissenschaftliche Qualification zum einjährig freiwilligen Militärdienst berechtigt sind- Vom 2. September 1868. (Nr 164.) Bekanntmachung, die Ernennung eines Vice-Consuls des Norddeutschen Bundes zu Westerwick betr. (Nr 165.) Bekanntmachung, die Ernennung eines Consuls des Norddeutschen Bundes zu Sourabaya betr. lNr 166) Bekanntmachung, die Ernennung eines Consuls des Norddeutschen Bundes für die Republik Costa nca betr. lNr 167) Bekanntmachung, die Ernennung von Konsuln des Norddeutschen Bundes zu Baranquilla und Santa Martha betr. (Nr 168 ) Bekanntmachung, die Ertheilung des Exequatur Namens des Norddeutschen Bundes an den Kaiserlich Französischen Generalconsul in Frankfurt a. M. Betr- Kiesten, den 17. September 1868. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Di-. Gold m a n n.____________________________________________________________ Gießen, am 12. September 1868. Betreffend: Die Beitreibung der Communal-Jntraden- Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grofcherpglichen Bürgermeistereien und Gemeinde-Einnehmer des Kreises. Wir sehen innerhalb 14 Tagen der Einsendung der Rückstandsverzeichniffe tPfandbefehle und Mahnbefehle) über sämmtliche vor dem 1. August d. I. fällig gewordene Ausstandsposteu entgegen. Dr. Goldman«. übernehmen wird- Darmstadt, am 29. August 1868. Für das Ausstellungs-Comit«: A- E- Schenck. Landwirthschastliche Ausstellung zu Darmstadt am 24. bis 27. September 1868. Mehrfach an uns gerichteten Wünschen und Anträgen von Landwirthen und Ausstellern landw. Maschinen und Geräthe zu entsprechen, beabsichtigen wir, am Donnerstag den 24, September, Nachmittags 3 Uhr, eine öffentliche Prüfung verschiedener Maschinen und Geräthe für die Bodencultnr - Pflüge, Eggen, Pferdehacken, Untergrundpflüge, Kartoffel-Aushebe- maschin n Säemaschinen w - zu veranstalten, und wird dieselbe auf einem hierfür geeigneten Grundstücke in der Nahe drs Karlshofes bei Darmstadt a tsinden. '^ Wi^ bringen dies hierdurch mit dem Bemerken zur Kenntniß des landw. Publicums, daß der Lehrer der Landwtrthschaft, Herr Leisewttz, die Leitung der Versuche Gefundene Gegen ft an de: Mehrere Zulegmesser, zwei große zusammengebundene Hohlschlüssel, ein schmaler zusammengelegter Maßstab, eine Schürze ein Messer mit 4 Klingen, ein Maßstab mit nnb Rbeinis-bem Maste ein Bückelchen über auf Credit genommene Backerwaaren und eine neue Verzierung von Holz. . r ... ff f^e ©geSümer werÄ mtffioffi, sich binnen 3 Wochen bei uns zu melden, widrigenfalls diese Gegenstände auf Verlangen an die Fmder zuruckgegeben oder spater 3U ®U®e^m 18^^ Großherzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzialhauptstadt Gießen. v 4- U H H 4 m u uy u u y die gesetzlichen Forderungen an Studirende aus dem Sommer-Semester 1868 betreffend. Die in diesem Sommer entstandenen gesetzlichen Forderungen an Studirende müssen bis zum 19. September d. I. mittelst specificirter Rechmmgen zur Anzeige gebracht und längstens bis ^m 14 November d^J. geltend gemacht werden, widrigenfalls dieselben den ihnen durch Art. 136 der Statuten zugewtejenen Vorzug verlieren. Gießen, den 29. August 1868. Großherzoglich^Umversttats - Gericht- (6680) Besondere Bekanntmachungen. Aufforderu n g. 6670) Nachdem zwischen dem Friedrich Löhr, Bäcker und Wirth in Großen-Linden und dessen Ehefrau einerseits und den gerichtsbekannten Gläubigern derselben andererseits ein Nachlaß- und Stundungsvertrag zu Stande gekommen ist, werden etwaige unbekannte Gläubiger der Friedrich Löhr's Eheleute, unter Gestattung der Acteneinsicht, aufgefordert, binnen 3 Wochen ihre Forderungen und Ansprüche dahier anzumelden und etwaige Einwendungen gegen den zu Stande gekommenen Vertrag vorzubringen, widrigenfalls der letztere sofort bestätigt und in Vollzug gesetzt werden wird. Gießen, den 29. August 1868. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Becker, ________Stadtrichter. Stadtger.-Asseffor. 6677) Nachdem bei mißlungenem Güteversuch über den Nachlaß des dahier verstorbenen Schuhmachers Johannes Rufi ertus durch Verfügung von heute der förmliche Concurs erkannt ist, so werden Die betheiligten Gläubiger aufgefordert, ihre Forderungen im Termin den 28. October d. I., Morgens 9 Uhr, Contnmazirzeit, unter Vorlage der deshal- bigen Beweisstücke beim Rechtsnachtheil der Ausschließung von der Masse gegen den bestellten Contradictor Rechtsanwalt Manns dahier anzumelden und zu begründen. Kirchhain, am 16. September 1868. Königlich Preußisches Amtsgericht- Israel- vdt. Bezzenberger. 6681) Die in Nr. 108 des Gießener Anzeigers veröffentlichte neue Einrichtung bezüglich der Erhebung der Octroiabgabe von Brandwein bei den Großhändlern soll nut dem 1. October d. I- ihren Anfang nehmen- Alle hiesigen Brandwein - Großhändler, welche sich den Bestimmungen derselben unterwerfen wollen, und bei der unterzeichneten Stelle ihren Beitritt bis jetzt noch nicht erklärt haben, wollen dies binnen der nächsten 8 Tagen thun. Die zu dieser neuen Einrichtung nothigen Formularien sind auf dem Bürgermeisterei- Büreau zu haben. Gießen, den 16. September 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. 6682) Die auf Dienstag den 22. September anberaumte Arbeitsversteigerung, als : Maurer- und Zimmerarbeit im Schul- und Pfarrhause zu Watzenborn, wird vorerst mcht abgehalten. Gießen, den 17. September 1868. I. A.: Körner, Bezirksbauaufseher. Verweigerungen. 6659) Dienstag den 29. September, Nachmittags 2 Uhr, soll auf hiesigem Rathhause die Hofraithe des Georg Heinrich Braun, als: Flur Nr. □filftr. ‘/tos 26 Hofraithe auf dem Reichensand, Viosa 26 Hofraithe daselbst, Vioo 45 Grab garten das., gibt 13 kr., i/ioo» 46 Grabgarten das., gibt 13 kr-, nochmals öffentlich meistbietend versteigert werden- Gießen, den 12. September 1868. Großherzogliches Ortsgericht Gießen- _________________Ebel-______________ Die Vergebung von Pflasterarbeit bei der Stadt Gießen. 6719) Mittwoch den 23. September 1868, des Morgens 9 Uhr, soll auf dem Rathhause dahier eine zu 79 fl. 21 Vz kr- veranschlagte Pflasterarbeit an den Wenigstnehmenden vergeben werden. Gießen, den 18. September 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen- _______________Vogt-__ 6652) Dienstag den 22. September, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf freiwilliges Ansuchen des Philipp Lampus die demselben zustehenden Grundstücke, als: IDKlftr. 1245 Acker an der Weilburger Grenze, im Katzenfeld, gibt 2 fl. 11 kr., 500 Acker vor dem Steinbrunnen, auf den stumpfen Grasweg, 1836 Acker vor dem Weiher, am Aulweg, gibt 4 fl. 4VZ kr., 310 Acker auf der Warthe, gibt 45% fr-, 760 Acker auf der Rothhohl, gibt 1 fl- 28% fr., m 1854 Acker, auf den Sandkauter Weg und Hegstrauch, gibt 54 kr., 1095 Acker und Wiese am Hegstrauch, bei den Rodenhausen'schen Wielen, gibt 42i/4 fr., 431 Acker auf der Stephansmark, auf 6 Jahresziele öffentkich meistbietend versteigert werden- Gießen, den 14. September 186&^ Arbeitsversteigerung zu Ruttershausen. 6649) Montag den 21. September, Vormittags um 9 Uhr, soll die Reparatur der Gemeinde-Pumpe zu Ruttershausen, veranschl. zu 37 fl- 36 kr., durch öffentliche Versteigerung an den Wenigstnehmenden an Ort und Stelle in Accord gegeben werden. Gießen, den 15. September 1868. I. A-: Körner, Bezirksbauaufseher. zu de allei wozi und hiesig 6663' hierse Durcl Butte vorzu Fleck- Zugl 663 mer is dieses 665: leiberg mieth e 668! then l schäft Bettei jetzigl 667- Läden stehen 663 zu Der leiben 6681 ment, Dcrttw 664 bin et Näher Hamb ich P an Hern lende 664 zwei i mit Q der &; 6664) Berliner Tisch-, Hänge-, Wand- und Küchenlampen werden unter Ga- rantie verkauft bei Carl Frech. Dermiethungen 6697) Ein möblirtes Zimmer ist zu ver- miethen bei Domänen-Pfandmeffter Sehrt. 6700) Mein Geschäftslocal mit Familienlogis, nebst Hofraum, Scheuer unb Stallung, ist anberweit zu vermiethen unb am 1. Januar ober 1. April f. I. zu beziehen. F. I. Möhl's Wittwe, Wallthorstraße. 6726) Bei E- O ttmann in der Schloß- gaffe ist ein gut möblirtes Zimmer zu ver- mietheu. 6699) Canzleiberg Lit- B- Nr- 68 ist im ersten Stock ein sehr schön möblirtes, großes Zimmer zu vermiethen. 6734) Eine Stube mit Cabiuet ohne Möbel ist zu verrniethen. Näheres bei der Expeb. d. Bltts. 6736) Ein Familienlogis ist zu vermiethen unb sogleich beziehbar bei H- Schmoll, Linbenplatz. 6738) Ein möblirtes Zimmer mit Ca- binet ist zu vermiethen bei Wittwe Strauch, vor bem Seltersthor. 6737) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen. Georg Malkomesins, Neustabt- 6698) Vor bem Seltersthor ist ein möblirtes Zimmer mit Cabiuet zu vermiethen. Näheres bei ber Expeb. b. Bltts. 6702) Bei Carl Wallenfels am Asterweg ist eine möblirte Stube zu vermiethen. 6705) Mehrere gut möblirte Zimmer finb zu vermiethen. Bei wem? sagt bie Expeb. b. Bltts. 6645) Ein möblirtes Zimmer für einen Herrn ist zu vermiethen bei PH- Flett. 6706) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei B. Walth er, Schuhmacher- 6711) Ein freunbliches Logis ist zu vermiethen unb alsbalb zu beziehen- Näheres bei ber Expeb- b- Bltts- 6651) Drei sehr freunbliche, ganz neu möblirte Zimmer mit Cabinet sinb zu vermiethen unb sogleich zu beziehen- Näheres bei ber Expeb- b- Bltts- 6686) Im Becker'schen Hause, zunächst ber Turnhalle, ist im mittleren Stock ein Zimmer mit Cabiuet, möblirt, zu vermiethen unb kann Anfangs November bezogen werben- Näheres bei ber Expeb. b. Bltts. 6707) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei Joh- Pitzer. 6715) Eine freunbliche Familienwohnung unb ein Zimmer mit Cabiuet sinb zu vermiethen bei H- Sauer, Neuenweg Lit. B- Nr- 134. 6650) Zwei gut möblirte Zimmer finb zu vermiethen bei C- W- Dietz, am Markt- 6642) Ein möblirtes Zimmer ist im Vor- derhause ber Herren Flick Ct. isten- sich Ge- t ge- ich lten ffen uch belachst k ein rmie- zogen Sltts. nung ver- 134. Vor- l zu tt. ver- heres 6653) Im Brüh l'schen Hause am Canz- leiberg ist ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen. Vermischte Anzeigen. 6713) Die Haupt-Agentur einer alten, deutschen, bestrenommirten Lcbensversiche- rungs-Gesellschast soll einem' thätigen in gutem Ansehen stehenden Manne mit ausgebreiteten Bekanntschaften, unter günstigen Konditionen übertragen werden. Bewerber, welche in der Lebensversicherungs-Branche schon mit Erfolg gearbeitet haben, erhalten den Vorzug. Offerten mit Referenzen begleitet, werden unter G. A. J. 1868 poste restante Frankfurt a. M. erbeten. gegenseitige febens-Versicherungs-Gelellschsst in Halle, übernimmt gegen jährliche dividendenberechtigte Prämienzahlung: 1) Lebensversicherungen auf Auszahlung eines Kapitals beim Ableben des Versicherten: oder beim Ableben des von zwei gemeinsam (alternativ) Versicherten (z. B. Ehegatten) zuerst Versterbenden; oder in verschiedenen anderen Formen. 2) Ausstattungsversicherungen, Kinderversorgungen auf Auszahlung eines Kapitals bei Erreichung des (18., 21., 25.) Lebensjahres des versicherten Kindes. 3) Wittwenpensionen, Rentenversicherungen in den verschiedensten Formen. Prospecte, wie jede nähere Auskunft werden unentgeltlich ertheilt durch die Agentur Gießen: L. Labroisse, Hofg.-Advocat. 6685) Ein Logis, bestehend aus 3 Zimmern, Küche, Keller, Stallung :c-, ist zu vermiethen- Näheres bei der Exped. d. Bl- 6674) Meine neu hergerichteten beiden Läden nebst zugehörigen Räumlichkeiten stehen zu vermiethen. Louis Labroisse- 6689) Möblirte Zimmer sind zu vermiethen bei A. Schultheis, junior, Seltersweg Lit- C- Nr. 10. Anzeige. 6690) Die seither von meiner Mutter, der verstorbenen Frau Grube, betriebene Wascherei und Bleiche habe ich vorläufig übernommen, und verspreche einem geehrten Publikum die prompteste und reellste Bedienung. Wilh. Lind enstruth. 6640) Ein möblirtes Zimmer mit Ca- 6 tu et ist vom 1. October an zu vermiethen. Näheres bei der Exped- d. Bltts. 6641) Am Seltersberg ist für einen oder zwei Herren eine gut möblirte Wohnstube mit Cabinet zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 1 Handelsverein. Generalversammlung Samstag den 19. September, Abends 8 Uhr, int Gasthaus zum Einhorn. Tagesordnung: 1) Eingänge, 2) Beschickung des deutschen Handelstages und Referate über die Gegenstände der Tagesordnung desselben, nämlich Organisation des deutschen Handelstages, Eisenbahnfrachtwesen, Coucurrenzordnung, Zolltariffrage (Zucker, Eisen, Tabak, Reis, Ausgangszoll für Lumpen.) 6725) Ein braves Dienstmädchen, mit guten Zeugnissen versehen, wird zum 1. October für einen kleinen Haushalt gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bl. 6638) Ein kleines Parterre-Zimmer ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen Canz- leiberg Lit. B. Nr. 67. 6639) Ein freundliches Mansarden-Zim- mer ist zu vermiethen. Wo? sagt die Exped. dieses Blattes. 6655) Für zwei Fabrikmädchen wird Logis nebst Kost gesucht. Anmeldungen sub Nr. 6637 an die Exped. d. Bltts. New-Uork, Bavaria New-Uork Teutonia Saeiiilt 14. „ 1. Novbr. 11. „ 1. Decbr. 31. October Hamburg Bremen Hamburg Bremen zu den bekannten festgesetzten Preisen. Wechsel auf alle größeren Plätze Amerikas zum Tagescourse. Chr. Wallenfels, jmi § Schiffsgelegenheit. Außer den regelmäßigen Expeditionen der Dampf- und Segelschiffe von Bremen, Hamburg, Antwerpen, Havre, Liverpool rc. nach New-York und Baltimore expedire ich Passagiere und Güter: am 1. October per Dampfer Saxonia von Hamburg nach New-Orleans, Bremen „ Bremen „ „ 6666) Mit dem Heutigen habe ich neben meinem Dienstmänner-Jnstitute noch ein CommissioNs- und Muehweise-Biieeuu für Stelles it ch ende aller Art errichtet und empfehle ich dasselbe zu geneigter Benutzung. Zugleich empfehle ich mich zur Abhaltung von Privatversteigerungen. Gießen, den 10. September 1868. C. Pietsch I., Kirchenplatz A- 20. Geschäfts - Empfehlung. 6671) Einem geehrten Publikum zeigen wir hiermit ergebenst an, daß wir uns Hierselbst als Dachdecker etablirt haben und dies Geschäft gemeinschaftlich betreiben. Durch dauerhafte Arbeit und reelle Bedienung werden wir das uns geschenkt werdende Zutrauen zu rechtfertigen wissen und bemerken zugleich, daß wir ttn Stande sind, die vorzüglichsten Ziegel und Schiefer zu liefern. Bestellungen können abgegeben werden Wallthorstraße Nr. 148. Gießen, im September 1868. Georg Insel. Christ. Insel. 6692) Sonntag den 20. und Montag den 21. September: Kirchweihfest in Daubringen. Hierzu ladet ergebenst ein: Wirth Andreas Albach. Zur gefälligen Beachtung für Herrenkleidermacher. 6665) Wie ich früher in Brüssel und Cöln Unterricht im Zuschneiden ertheilt habe, so beabsichtige ich auch hier solchen zu ertheilen. Meine Methode ist: ganz nach dem Maaße zu schneiden, ohne jede Berechnung leicht und sehr begreiflich; auch kann der difficilste Körperbau, wenn es erforderlich ist, ohne vorherige Anprobe, eingekleidet werden. Der Curs kostet 3 Thlr. und dauert so lange, bis es die betreffenden Schüler förmlich begriffen haben. G. F. Rupp, ischneidermeister, ___Katharinengasse Nr. 207.__________ Anzeige. 6727) Einem verehrlichen Publikum widme ich die ganz ergebenste Anzeige, daß ich den Gasthof pim Einhorn dahier meinem Sohne, Justüs Müller, mit allen Activen und Passiven zu seinem Eigen- thume abgetreten und überlassen habe. Indem ich mich ganz vom Geschäfte zurückziehe, bitte ich, das meinem Hause seither geschenkte Vertrauen auch seinem jetzigen Inhaber geneigtest bewahren zu wollen. Gießen, den 17. September 1868. Chr. Müller Wittwe. Mit Rücksicht auf obige Anzeige, erlaube ich mir, meinen „Gasthof zum Einhorn" auf's Wärmste zu empfehlen. Ich werde mich eifrigst bemühen, durch neue Herrichtung der Localitäten und des Mobiliars, durch die aufmerksamste und sorgsamste Bedienung, sowie durch Darreichung der besten Speisen und Getränke, das seiner Zeit meinem verstorbenen Vater und Großvater geschenkte Vertrauen im vollsten Maße zu erwerben und dauernd zu erhalten. Gießen, den 17. September 1868.I. Müller. 6691) Sonntag den 20. und Montag den 21. September: Kirchweihfest in Trohe, wozu ergebenst einladet Wirth Ludwig Euler. 6648) Meinen geehrten Kunden hiermit zur Nachricht, daß ich jetzt mein Geschäft in dem Hause des Herrn A. K- Worms, Seltersweg Lit. C. Nr. 184, fortbetreibe und bitte, mich mit dem seither mir geschenkten Vertrauen auch in meiner jetzigen Wohnung beehren zu wollen _ ,,, Hierbei erlaube ich mir, zugleich mein wohlaffortirtes Lager von Frlzhuten für Herren," Damen und Kinder, neuester Facon, zu billigen Preisen m empfehlende Erinnerung zu bringen. Filrhüte für Herren sind von 3 fl. an zu haben. Auch sind die neuesten Modelle für Damcnhüte bei nur eingetroffen. , Das Waschen und Färben der Hüte nach neuester Fa?on wird ebenfalls billigst und prompt besorgt. ™ .. Gießen, den 12. September 1868. Susanne Werst. 1 Geschäfts - Eröffnung. 10 Hiermit die ergebene Anzeige, daß ich das von mir schon angezeigte (Pariser) Fleck- und Neuwascherei-Geschäft bereits errichtet habe, und bitte um geneigten Zuspruch, -tualeich verspreche ich, die mir anvertrauten Sachen ganz m den Staiid zuruckzubrm- gen, wie sie neu gewesen sind. Durch ausgezeichnete Arbeit, prompte und reelle Bedienung werde ich mich bestreben, mir das Vertrauen des geehrten Publikums |tn hiesiger Stadt und der Umgegend zu erwerben und zu erhalten zu suchen. v 1 B G. F. Rupp, Herrenkleidermacher, Katharinengasse Nr. 207. Zwanzigstes Stiftungsfest. 6663) Sonntag den 20. September: Concert und Ball des Gesangverems „Harmonie" im Leib'scheu Saale. Karten mm Ball ä 48 fr., zum Concert ä 12 fr. sind zu haben bei den Herren Th. Schneidfr und A- Kramer am Asterweg. Anfang 7 Uhr- ___Der Borstand. § Auswanderer nach Amerika befördert Wöchentlich vermittelst Dampf- und Segelschiffen bei reeller und billigster Bedienung I. M. Schulhof, am Rathbaus. Durch langjährigen Auftuthalt in Amerika bin ich im Stande, jedem Auswanderer die beste Auskunft zu ertbeilen. 6742) Sonntag den 26. und Montag den 27. September: Kirchweihfest in Krofdorf, wozu ergebenst einladet_____________________Karl Kahlen. Geschäfts - Eröffnung. 6729) Montag den 21. September werde ich meine Wirrhschaft und Spece- reiwaarenhandlung auf dem Brand, vis-a-vis der neuen Kaserne, eröffnen und verspreche einem geehrten Publikum reelle und billige Bedienung. ___________________________________Georg «chrnehl. 6693) Sonntag den 20. und Montag den 21. September: Kirchweihfest in Hausen, wozu ergebenst einladet Wirth Fink. Michaeli-Markt. Tanzmusik im Soole zum Adler. Anfang 4 Uhr Nachmittags. (6744) _____________________________Balser Oswald. s Kirchweihfest zu Gleiberg am 20. und 21. September. Musik, ausgeführt von dem Musik-Corps des 11- Jager-Bataillons aus Marburg. Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. H- Wagner. Bekanntmachungen aller Art in sämmtliche deutsche, französische, englische, russische, dänische, holländische, schwedische etc. Zeitungen, werden prompt zu dem Original-Insertionspreis ohne Anrechnung' von Porti oder sonstigen Spesen besorgt und bei grösseren Aufträgen entsprechender Rabatt gewährt. Annoncen-Bureau von Eugen Fort in Leipzig’. ftr-ar3 Mein neuester Zeitungs - Catalog nebst Insertionstarif steht auf franco Verlangen gratis und franco zu Diensten T "1 ".n: M h l<: It iiit ' •' i j fV «f ’ ’ ü ij 1 bi L । ft Ml i i, |l |yj Z Die Magdeburger Feuerverstcherungs-Gesellschaft mit einem Grundkapitale von Fünf Millionen Thalern Preuß. Court. in 5000 Aktie» a 1000 Thaler, welche vollständig ansgegeüen sind, übernimmt zu billigen, festen Prämien Versicherungen gegen Feuersgefahr sowohl in Städten, als auf dem Lande, auf bewegliche und unbewegliche Gegenstände. _ , , .. , . In der Billigkeit ihrer Prämiensätze steht dicsselbe gegen keine andere solide Anstalt nach, auch gewahrt ste bei Versicherungen auf längere Dauer bedeutende Vortheile. ,, , Bei Gebäude-Versicherungen ist dieselbe bereit, durch Uebercinkuuft mit den Hypothekglaubrgern deren Interesse für den Fall eines Feuerschadens auf'S Vollständigste zu sichern, in welcher Beziehung dieselben belonders vorsorgliche Einrichtungen getroffen hat. Bei landwirthschaftlichen Versicherungen werden den Versicherten sehr erhebliche Begünstigungen gewährt. Beschädigungen durch Gas-Explosiou werden den Feuerschäden gleich erachtet und vergütet- lieber die sehr blühenden Zustände der Gesellschaft giebt der nachfolgende kurze Auszug aus dem diesjährigen Rechnnngs- Abschlusse vollständige Auskunft. Auszug aus dem Abschlüsse der Magdeburger Feuerversicherungs-Gesellschaft für das Rechnungsjahr !867. Grund-Kapital, vermehrt zufolge des Revidirten Statuts von 1857 auf....... 5,000,000 Rthlr. — Sgr. — Pf. 626,022 Rthlr. 13 Sgr. 9 Pf. 6 9 Pf- Sgr- 21 2,170,225,784 5 26 18,928,994 1,685,151 279,813 5,195,458 1,993,692 21 12 I. H. Schmidt in Londorf, Agenten der Magdeburger Feuerversicherungs-Gesellschaft. Reserven: Kapital-Reserve . . Prämien-Reserve. . Brandschaden-Reserve Bezahlte Brandschäden, einschließlich des Vortrages für noch schwebende .... Während des 24jährigen Bestehens wurden bis znm Schluffe des Jahres 1867 an 40,398 Brandbeschädigte Ersatz baar ausgezahlt.................... „ Die Unterzeichneten empfehlen sich zur Annnahme von Versicherungs-Anträgen für genannte Gesellschaft und sind zu zeder weiter über dieselbe gewünscht werdenden Auskunft gerne bereit. Gießen, Lich und Londorf im September 1868. Echternach Sf Haustein in Gießen, PH. Zimmer in Lich, Betrag sämmtlicher baar vorhandenen Reserven Prämien-Reserve der noch zu vereinnahmenden Prämien........... Summe der im Jahre 1867 laufend gewcscnenen Versicherungen....... Prämien-Einnahme: baar...........' 3,727,233 Rthlr. 1 Sgr. — Pf. Vortrag aus dem Jahre 1866 . . . . 1,468,225 „ 20 „ — „ 2,590,986 Rthlr. 19 3,703,715 Die Renten- und Lebensversicherungs-Anstalt zu Darmstadt übernimmt: 50 Jahren: 40 Jahren: 45 Jahren: 35 Jahren: 4 fl. 18 fr. 2 fl. 21 fr. 2 fl. 48 fr. 3 fl. 26 fr. 1) die Versicherung steigender Renten gegen beliebige Kapitaleinlagen. 2) Lebensversicherungen in Beträgen von 100 bis 10,000 fl. auf ein einzelnes Leben gegen feste, zu keiner Nachzahlung verpflichtende Versicherungsbeiträge. Für eine lebenslängliche Versicherung von 100 fl. betragen die jährlichen Versichernngsbeiträge bei einem Alter von 20 Jahren: 25 Jahren: 30 Jahren: QK ,tn . nr, . w . 1 fl. 34 fr. * 1 fl. 45 fr. 2 fl. 1 fr. 3) Leibrenten-Versicherungen. ,, „ „ , , 4) Depositengelder bis zu Beträgen von 25 fl. herab, welche vom 30. Tage nach der Hinterlegung bis zur Zurücknahme mit 3*/2% verzinst und auf Verlangen ganz oder stückweise zurückbezahlt werden- Wegen näherer Auskunft, sowie wegen des unentgeltlichen Bezugs von Prospecten und Statuten der Anstalt, beliebe man sich an deren Herren Bevollmächtigte zu wenden *). Darmstadt. Die Direktion. *) In Gießen an Herrn A. L. Balser, Buchbinder- „ Lich „ „ C. Volp, Gemeindeeinnehmer. „ Butzbach „ „ I. I. Seippel, Kaufmann. AmWT I Für MuswEdever. W »k'*' Von Bremen nach Rew-Uork wird am 31. Oktober d. A. expedirt das unter Norddeutscher Flagge fahrende und für Passagiere auf'S Beste eingerichtete Bremer Dampfschiff „Smidt“, Capt. H. Raschen. Die ermäßigten Passagepreise betragen: für Erste Cajüte........100 Thaler i „ Zweite Cajüte (Stearage) .... 50 „ Pr. Court. „ Zwischendeck........ 15 „ ‘ ä erwachsene Person, Kinder unter 10 Jahren die Hälfte und für einen Säugling unter einem Jahre in allen Räumen 3 Thaler Preuß- Court- Zum Abschlüsse bündiger Ueberfahrtsenntraete empfiehlt sich Gießen, im September 1868. 28. Dietz, Haupt-Agent. (6358) Für Geschlechtsleidende! 6646) Lebenspillen (auch Elixir) gegen geschwächte Mannbarkeit. 2 Thaler. Vz Dosis 1 Thaler. Geschlechtskrankheiten, Pollutionen, Bleichsucht, weißen Fluß heilt rasch und sicher Dr. A. Lohrengel in Leipzig. Wohnungsveränderung. 6585) Von heute an wohne ich bei Herrn Georg Leib, Herrenkleidermacher in der Wallthorstraße Lit- A- Nr- 196. Gießen, den 15. September 1868. Wittwe Währ um, Hebamme. Zur Nachricht! 6740) Herr Kaiffmann Kurz von hier hat wegen einer Forderung an mich von 9 fl. und einigen Kreuzern mein Haus und Garten zur Auction gebracht. — Indem ich diese Handlung des genannten Herrn welche zu allerhand falschen Gerüchten Anlaß gegeben, zur öffentlichen Kenntniß bringe, ngc ieh noch dabei an, daß ich besagte Schuld unterm Heutigen getilgt und dadurch meinen ernstlich bedrohten Besitz gerettet habe- Gießen, den 8. September 1868. Fritz Graf. Philosophenwald. 6710) Heute Abend: Haas im Topf, sowie Dilierisches Mer. 6739) Gelegentlich der israelitischen Feiertage (Laubhüttenfest) findet in meinem Saale am 8. October d. I. Ball, sowie am 9. October Concert statt und lade ich hierzu ergebenst ein. P. Gerhard, im Ritter, zu Steinbach. NB. Bemerkt wird noch, daß auf dem erwähnten Balle die Musik - Capelle von Herrn I- Ostreich von Hergenau (Kreis Lauterbach) spielt. g Michaeli-Markt. Mittwoch den 23. September: Tanzmusik im Promenadehaus. Th. Lony. 6647) CoMMiS, ein angehender, aber mit der Buchführung vollständig vertrauter, wird gesucht. Offerten beliebe man an die Exped. d- Bltts. zu richten. 6687) Sonntag den 27. September: Tam-Musik in Oppenrod, wozu ich ergebenst einlade. Heinrich Reh, Wirth- Agenten - Gesuch. 6607) Zum Absatz eines leicht und überall verkäuflichen Artikels, wozu weder Raum noch kaufmännische Kenntnisse nöthig sind, werden Agenten gegen eine angemessene Provision gesucht- — Reflectanten belieben ihre Adresse unter den Buchstaben SS. 15. fvo„ an die Exped- d- Bltts- franco einzusenden. 6625) Ein Zapfjunge wird gesucht. Näheres bei der Exped- d- Bltts. 6712) 500 fl. Curatelgelder liegen gegen gerichtliche Sicherheit zum Ausleihen bereit bei P. Herbert- Frischbäcker zu gießen. Sonntag den 20. September. Martin Lenz am Marktplatz. Chr- Lampus aus dem Seltersweg. Louis Schneider in den Neuenbäuen. Kirchliche Anzeigen. Lvangettsche Gemeinde zu Hießen. G o 1 t e s d i e n st. Am 20. September- Morgens: Pfarrer Landmann. (Feier des heil. Abendmahls.) Nachmittags: Mitprediger-Vicar Vigelius. Kopulirte. Den 12. September. Wilhelm Franz Georg Karl August Schmidt, Postsecretar dahier, des verstorbenen Postraths zu Eisenach, Eduard Schmidt, ehelicher Sohn; und Georgine Marie Dionysia Bertha Rabenau, des Buchhalters an der Main-Weser- Babn dahier, Georg Wilhelm Rabenau, eheliche Tochter. Den 13. September. Jakob Kreiling II., Ortsbürger in Wieseck und Weißbinder dahier, des verstorbenen Ortsbürgers in Wieseck und Grenzaufsehers, Eberhard Kreiling I., ehelicher Sohn; und Karoline Fey von hier. Denl 5. September. Heinrich Schmidt, evangelischer Lehrer an der höheren Mädchenschule dahier, ein Wittwer; und Wilhelmine Friederike Ottilie Pauly, des verstorbenen Großherzoglichen Försters auf der oberen Carlsburg bei Dodenau, Heinrich Pauly, eheliche Tochter. Getaufte. Den 13. September. Dem Ortsbürger zu Wahlen, Kreis Alsfeld, und Fuhrmann dahier, Georg Muskulus, eine Tochter, Luise Marie Emilie, geb. den 31. Juli. Denselben. Dem Großherzoglichen Stadtgerichts - Actuar, Justus Funk, ein Sohn, Eugen Philipp, geb. den 13. August. Denselben. Dem Bürger und Heizer an der Main-Weser-Bahn, Wilhelm Kalb er - lah, ein Sohn, Karl Christian Theodor Martin, geboren den 15. August. Denselben. Dem Bürger^und Lohndiener, Friedrich Berg, ein Sohn, Karl Alexander, geboren den 1. September. Den 16. September. Dem Bürger und Kaufmann, Ludwig Wilhelm Plank, eine Tochter, Anna Luise Emilie Adolfine, geboren den 19. Juli. Beerdigte. Den 13. September. Friedrich Pflug, des Großherzoglichen Professors, Dr. Georg Pflug, ehelicher Sohn, alt 4 I. 9 M- 9 T-, gestorben den 12. September. Den 16. September. Ein noch ungetanster Sohn des Bürgers und Schlossers an der Cöln-Gießener Bahn, Heinrich Schröter, alt 1 T-, gestorben den 15. September. Denselben- Ein noch ungetaufter Sohn des Bürgers und Kaufmanns, Georg Philipp Schwager, alt 1 T-, gestorben den 15. September. Den 17. September- Elisabethe Juliane Naumann, geborne Bieler, des hiesigen Bürgers und Großherzoglichen Kreisbauaufsehers in Friedberg, Johann Christian Karl Alexander Naumann, Ehefrau, alt 70 I- 2 M- 18 T-, gestorben den 16- Sept. Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Mitprediger Lips- Frachtbriefe für die Main-Weser- und Cöln-Mindener Eisenbahn, sowie fämmtliche zollamtlichen Formulare, sind zu haben bei Wilhelm Klee, Mäusburg. 6009) Unterzeichneter beabsichtigt, Donnerstag den 2 4. September, Nachmittags 2 Uhr, im Gasthofe zum Einhorn dahier verschiedene Mobilien, worunter auch Bettwerk u. s. w., versteigern zu lassen. I. Müller. Börsennachrichten. 16. September 1868. Preuss. 41/2% Obi. — Frankf. 31/2% Obi. 8O5/g Nass. 4stg0/g Obi. 95'/$ Kurh. 4°/o Obi. 88'/g Hess. 40/g Obi. b. Roths. 901/4 „ 3‘/2°/o üo. do. 85 Bayer. 5% Obi. 1023/s „ 4!/ä% 1jährige 96s, „ 4V2% ’/ajährige 96 ’/2 Würtemb. 4*/2% Öbl. 947/8 Baden 41/2% Obi. c. E.L. 943/4 Oestr. 5% b. R. — „ 5°/o National 52*/2 „ 5<>/o Metall. Obi. 49>/4 „ M. steuerf. 51i/8 Amer. 6% 1882r Bds. 75V4 „ 6O/o 1885r 7378 Aetieii. Frankf. Bank 124*/4 Oester. Bank 745 „ Creditact. 215 Darmst. Bankaet. 238 Prioritäten. 5% östr. F. St. E. B. 255st? Ludwigsh.-Bexbach — Maxbahn 107 72 Bayer. Ostbahn 128 Hess. Ludwigsbahn 134 5% östr. Stsb.-Prior. 53i/s 3°/o östr. s. Lombard. 44 3% Livorneser 29 Vj Toscaner 45 i/i Frankf. Hypoth.-Bank — Frankf. Vereins-Kasse — 50/0 Elisabeth-Prior. 74/z Nassau fl. 25 b. Roth. 361/2 Gr. Hess. fl. 50 b. R. 158V4 Gr. Hess. fl. 25 b. R. 40 s z 40/, bayr. Präm. Anl. 1027/ 40/0 badische Loose 1003/g Badische fl. 35 Loose 52 1858r Prioritätsloose 143 1860r Loose 73 Vs 1864r „ 96 Wechsel. Amsterd. k. S. tOO1/! Augsb. k. S. 100 Berlin k. 8. 105 Bremen k. 8. 973/4 Cöln k. 8. 1043/4 Hamburg k. 8. 88yg Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 1197g Lyon k. 8. — Paris k. 8. 95 Wien k. 8. 10278 Disconto 3% G. Geldsorten. Pr. Gass. Sch. 1 4478-451/8 Div. Cass.-A. — Pr. Friedrdor. 9 58-59 Pistolen . . 9 47-49 „ doppelte 9 48-50 Holl. fl. 10 St. 9 54-56 Ducaten . . 5 36-38 20 Frankens!. 9 291/2-301/j Engi. Souver. 11 54-59 Russ. Imper. 9 48-50 Doll, in Gold 2 27-28 (Hierzu eine Beilage.) i 'N hier ich von us und Indem Herrn, ien Anbringe, besagte ;t und i Besitz »raf. wie litischen meinem , sowie ad lade iitter, uf dem lle von (Kreis bet: k >ny. sührung Offer- sitts. zu 6er: unlade. Birth. überall : Raum ng sind, me Proben ihre «. A<>. o einzu- ■ Nähren gegen :n bereit bert. bener mw rq. IM en, n. '8-451/8 >9 19 iO 16 !8 2-30'/: i9 iO !8 Jeiiage zu M. 11J des Hießmer Anzeigers. Feuilleton. W War es kühl und stille, Und mein leichtes Herze fing Nirgends eine Grille. sie lehrten mich den Schnitt, die Halmen fassen, ich schaffte rüstig mit, Gespräch und Spässen, ich meiner Wege ging, Und Und Und Bei Als Gießen. Am 13. fand im Gasthaus zum Landsberg in Frankfurt a. Ni. eine vertrauliche Zu- fammenkunft einer kleineren Anzahl der Mitglieder der hessischen Fortschrittspartei der drei Provinzen unseres Landes statt, in welcher über die Reorgani- sation der Partei und Gründung eines Landesver« eins eine Besprechung stattfand. Wie wir verneh. men, war man über Nothwendigkeit einer solchen Organisation allseitig einverstanden, und wurde der Entwurf eines OrganisationsvorschlagS, der einer demnächst zu berufenden Landesversammlung der Fortschrittspartei vorgelegt werden soll, festgestellt. Berlin, 16. Sept. Außer der an den Rector der Kieler Universität gerichteten „FriedenSredc" wurde dem Könige von Preußen auf dem dortigen Bahnhofe noch Gelegenheit zu mehrfachen Ansprachen an die dort versammelten Spitzen der Behörden. So erwiederte derselbe, wie norddeutsche Blätter melden, dem Grafen Reventlow: „Ich danke Ihnen für Ihre guten Wünsche, für Ihre Versicherungen und Ihre Zuversicht in die Zukunft. Wie viele Wirren haben überstanden werden, wie erschütternde Welt- creignisse haben cintreten müssen, ehe wir in den Hafen eingelaufen sind, ehe Sie mir diese Worte sagen, ehe ich Sie hören konnte! Wir befinden uns in einer Uebergangsperiode und unterliegen den Die Verschwörer von 1799. Roman von de Saint-Felix. (Fortsetzung.) __ Mit den Schmeerbäuchen, Herr Hauptmann, ist es seit dem Ende | bet Monarchie vorbei; die Faulpelze blühen freilich noch unter Barras dem Großen und krakehlen mit den Gemäßigten des metaphysischen Staatsökonomen und höchst aufgeblasenen Abbü Sieyös. Aber gehen wir jetzt zu Ihnen über! Was machen Sie hier? — Ich warte ab, entgegnete der Hauptmann Reymond. — Das ist mir zu unbestimmt. Conspiriren Sie gegen das Direktorium? Ja oder nein ? — Mit wem sollte ich conspiriren, Bürger Chateauneuf? Mit den Fischern ? Das Direktorium conspirirt zur Genüge gegen sich selbst und wird bald mit eigener Hand den Scharfrichter an sich machen. Das ist meine Ueberzeugung. — Und, ich glaube, so ziemlich auch die meinige, antwortete der Musca- bin. Aber kehren wir zu Ihrer Person zurück! Sie haben sich hier versteckt, und man kann sie leicht auffinden, da ich Sie hier richtig vermuthet habe. Die ganze Polizei ist Ihnen auf dem Nacken ... In Paris spricht man nur von Bonaparte's Abreise von Egypten und seiner bevorstehenden Ankunft. Sie müssen betreffs dieser Sache genau unterrichtet sein, aber Sie werden mir nichts darüber sagen. Ganz wohl! Die Direktoren sind in voller Thätigkeit. Sie suchen allenthalben den Schwanz der Verschwörung, während der Kopf sich vor ihnen aufrichtet, um sie zu verschlingen. Man will alle Agenten Bonaparte's verhaften. Sie sind als einer der gefährlichsten bezeichnet. Man glaubt Sie hier oder anderswo ; aber da es heißt, baß Sie ein Schloß in ber Tourraine gekauft haben, sucht man Sie überall auf bem Lanbe. Ich habe gestern zu Tours im Fasanen mit zwei Emissairen von Moulins unb Gohicr, zwei dummen Tölpeln (ich meine die Emissairc), zu Abend gespeist unb dem Einen meinen Teller mit Chokoladen- sauce in's Gesicht spedirt. " Ein anderer unb schlimmerer Emissair speiste mit uns an demselben Tisch; daß er ein solcher war, ist gewiß, aber in wessen Solde weiß ich nicht. Denn Sie wissen ja, Hauptmann, daß jeder der Herren vom Direktorium seine eigene Polizei hat, nicht zu reden von der Polizei Foucher's unb Talleyranb's, bcs Fürsten von Perigord. Die beiden Dummköpfe, welchen ich meinen Teller unb meine Verachtung an ben Kopf warf, sinb nicht zu fürchten. Der geheimnißvolle, schweigsame Mensch mit lebhaftem Blick, etwa« gelblichem Teint und mit einem grauen Rocke bekleidet, scheint mir ge- fährlich. Ich bin überzeugt, daß der Kauz Sie hier aufsuchen unb finden wird. Nun, wa« gedenken Sie zu thun? _ Gedi von H. 3. Der Lurley. Der Mond in der Walpurgisnacht Zog flimmernd über die Wellen, Der König fuhr von heißer Jagd Nach heim mit seinen Gesellen. Und als sie fuhren den Fels vorbei, Wohl von dem blumigen Rande Sang über den Strom die Loreley In nebelweißem Gewände. Der König sprach: „Verflucht sei die Fluth, ■ Und die Felsen, die sie umschließen, Es hat mein Sohn seine junge Gluth Bei den Fischen müssen büßen. Sie hat ihn verzaubert, sie hat ihn verhext, Die alte Hexe da droben; Kein Reis dem alten Stamm erwächst, Mein Erbe, mein Glück ist zerstoben! Wem frech nicht das Gelüste steht Nach dem kalten Tod, ihr Gesellen, Der sprech' in sich ein still Gebet!" — Es schmeicheln und küssen die Wellen. Sie trieben so rasch und beteten fromm, . Und es sang vom Felsen so klagend, — Zwei Arme theilten den wogenden Strom, Ein lockiges Haupt hochtragend. Sie trieben so rasch und zerschellten schier, i Die frommen unachtsamen Leute, Es stiegen zu Lande ihrer vier, Die warten des Fünften noch heute. a N. unvermeiblichen Wirkungen einer solchen! unsere Aufgabe, ein Lanb mit eigengeaueten Institutionen bem größeren Preußen so zua siimUren nb ru aewinnen, baß die bewahrten preußischen Instrtu ,.m w.»l- bas gegenseitig erleichtern, wenn Sie mit mtt Vertrauen entgegenkommen, wenn Sre mir die Keime pflegen helfen, die ich schon gelegt unb der ich auch weiter zu legen gebeuke, bereit Fruchte zu ernten ich aber wohl meinen Nachfolnern werve überlassen mus- fen." — Zu bem Repräsentanten bes geifllicben Gon» sistoriums, vr. Mommsen, sagte ber König: „Ich kann Ihnen nur wiebcrholen, was ich bei gleicher — Vor allem erlauben Sie mir, reizende Coraly, Ihnen die Hanb zu küssen, sagte ber Hauptmann mit zärtlichem Tone. Um mich zu retten, haben Sie diese Reise unternommen ? — Allerdings, versetzte der Bürger Chateauneuf. Küssen Sie mir nur bie Hände, Hauptmann, sie sind ganz rein, und fassen Sie einen Entschluß, wenn Sie mit der Explosion Ihrer Dankbarkeit fertig sind. — Mein Entschluß ist gefaßt, antwortete der Hauptmann. Ich habe meine Gründe, noch acht oder zehn Tage hier zu bleiben. Wenn man mich ju »er< haften sucht, werbe ich meinerseits bem ersten Kauz, ber Hanb an mich legen will, eine Kugel durch den Kopf jagen. Was kann ich Besseres thun, liebes Kind? ..... c- — Meiner Treu', gar nichts, sagte Chateauneuf. Um so schlimmer für die, welche Ihnen aufs Leber zu rücken gebcnken. Also sinb Sie fest entschlossen, die Tage voll Milch unb Honig auf dieser glücklichen Insel noch eine Zeitlang zu genießen? , . — Nichts könnte mich davon abbringen, Bürger. Sie sehen meine Dracht, Sie werden auch meine Beschäftigung sehen, unb mögen danach meine Freuden beurtheilen. , , ,, — Wäre es unzart, wenn ich Sie bäte, mich dieselben mit Ihnen theilen zu lassen? fragte bie schönste aller MuScabinen in ber Tracht eines Muscabms. — Ach, Bürger Chateauneuf! was verlangen Sie ba, bester Freund k antwortete jener. Hier lebt man von Schwarzbrot,, arbeitet auf dem Felde, fetzt sich jeglichem Unwetter unb allen Gefahren bes Stromes aus; denn unser I Stanb ist bie Fischerei, Bürger. — Dann gehen wir auf ben Fischfang, ungehobelter Meerwolf! sagte Coraly. Halten Sie mich denn für furchtsam, linkisch, ober für brustkrank? _ Ich halte Sie für ein Heldenherz in ber Gestalt einer Göttin, char- mantes Kinb, versetzte ber Hauptmann; aber ich weiß nicht, weßhalb ich zittere, Sie hier bei mir zu wissen. Bedenken Sie, ich bin jetzt ein Profcnbirtcr . ■ — Die Welt ist rund, Hauptmann, unb breht sich. An jeden kommt einmal die Reihe. Wird nicht in wenigen Stunden Amerika, das gegenwärtig tn Dunkel gehüllt ist, all' die Sonnenstrahlen empfangen, welche uns gegenwärtig leuchten? — Aber, was mag Franyois wollen? In ber That, Franyois trat in die Küche. Er meldete, daß mehrere Personen in die Fähre gestiegen seien und der Fährmann sich anschlckie, sie nach ber Insel überzusetzen. _ _..f. a .. — Holla! rief der Bürger Chateauneuf. Dann, Freund Fischer, steckt Eure Pistolen ein und sucht in einem Kahn dar Weite! __ Das würbe nicht klug sein, erwiederte ber Hauptmann. Von beiden Ufern der Loire könnten mich Schüsse auf Befchl der Regierung erreichen. In solchem Falle schwinge ich mich ohne Sattel und Bügel aus Sultan, da „Müllerpferd", wie wir ihn getauft haben, unb reite tn aller Gemuihsruhe au; der 3nf tn, Muscabin aus. Das wirb amüsant. Eine förmliche Theaterscene! Also machen Sie sich aus bem Staube! Ich übernehme gleichfalls eine Rolle unb werbe suchen, dieselbe so gut wie möglich zu spielen Drei Minuten später schwang sich ber kühne Hauptmann, mit einem Paar trefflicher Pistolen bewaffnet, auf Sultan, ber statt alle- Geschirres nur einen Zügel^tr 9^^ ^führte seinen Herrn, wie ber Sturm eine Feber. Der Bürger Chateauneuf setzte sich auf eine Bank tn bem kleinen Garten, angesichts ber Bucht, unb zwar so, daß er deutlich von Jedem gesehen werden mußte, welcher sich der Fischerhütte nähern wurde. „ Franyois warb in bie Küche gefanbt, um sich dort nach Behagen zu er frtfdjen.{ „befreite Sklave" hatte die Lage sehr richtig erkannt unb bie Gefahr signalisirt. Mehrere Personen hatten bie Fähre befliegen, um nach ber Insel hinüberzufahren, unb schon konnte man erkennen, daß fit die micy- tunq nach ber Fischerhütte einschlugen. . _ Der Muscabin, welcher auf seiner Bank zwischen zwei Birnbäumen sitzen blieb, zog ein zierliches Lorgnon aus seiner Tasche unb beobachtete bte feindliche Barke. Er unterschieb deutlich lünf Personen, b. h. brei GenSb armen unb zwei Bürger, welche ganz bas Aussehen beS dicken Pferdehändlers von gestern unb bes langen Herrn vom Institut hatten, ber so hübsch mit Chokolabensauce ge- färbt worben^war @^icfung be8 Himmels! dachte ber elegante Chateauneuf : — vorausgesetzt, daß ber Mann im grauen Rocke ihnen nicht folgt . • ■ Eine Viertelstunde nachher erschienen bie bezeichneten Personen an ber Gar- tenhecke unb grüßten den Bürger Chateauneuf, welcher noch immer zwischen seinen Birnbäumen saß. Der Brigabier ergriff zuerst bas Wort. 1 (Fortsetzung folgt.) 4. Der Grillenfänger. Durch die Felder schlich ich bin, Und die Vöglein sangen, Grillen hielten meinen Sinn Aergerlich gefangen. Als ich wollt' in trübem Hang Eilen rasch von binnen, Hort' ich fröhlichen Gesang Schöner Schnitterinnen. Und aus hoher Aehren Pracht Grüßten sie mich munter, Eine winkt, die andre lacht, Jene duckt sich unter. Und ich stand erfreut, und rief: Soll ich zu euch kommen? Und sie lachten, und ich lief, Und ich war willkommen. Und die Erste küßte ich, Koste mit der Zweiten, Und sie sprach, nun müßte ich Garben mit ihr schneiden. Und ich schnitt, und schnitt so schlecht, Daß sie alle lachten; Doch es war mir eben recht, Was sie mit mir machten. ’-V Veranlassung in Hannover und Kassel gesagt: Aus voller Ueberzeugung der Union zugethan, weil ich in ihr die beste Gewähr und Bürgschaft für den Frieden unter den evangelischen Confcssl'oncn erkenne, wie cs mein in Gott ruhender Vater gethan, bin ich doch weit entfernt von dem Gedanken, irgend einen Zwang anwenden zu wollen; ja ich würde sogar eine Ueberredung mißbilligen, wenn sie nicht durch die Sache und die Zwecke der Union selbst herbeigeführt wird. Von Herzen werde ich zu allen Zeilen die Union ebenso lebhaft wünschen, als ich überhaupt de» Frieden ans religiösem Gebicie wünsche, aber ich werde nie etwas anordrien, was wie ein auferlegter Zwang gefühlt oder gedeutet werden könnte." Berlin, 16. Sept. Die „Prov.-Corr." hebt anderweitigen Auslegungen gegenüber hervor, daß die auf 3 Monate binausgeschobene Einberufung der Recruten ein unzweideutiges Anzeichen der Friedens- zuversicht des Königs sei, indem derselbe bei irgendwelcher Kriegsbesorgniß hie militärische Ausbildung eines vollen Drittels des Heeres nicht um 3 Monate binausschiebcn würde. Zur Bekräftigung dieser Ansicht verweist die „Prov.-Corr." auf die gestern in Kiel gesprochenen Worte des Königs. — Der norddeutsche BundeSrath wird Ende September zu- sammentreten. Flensburg, 17. Sept. Die nordfchleswigschen Parteiführer Krüger und Ahlmann versuchten vergeblich, eine Audienz beim König zu erlangen. Leipzig, 16. Sept. Nach einem Beschluß des Polizeiamtes wurde heute der Allgemeine deutsche Arbeiterverein, dessen Präsident Hr. v. Schweitzer in Berlin ist, auf Grund des §. 24 des Vereinsgesetzes aufgelöst. Breslau, 17. Sept. Nach einem Telegramm der „Brest. Ztg." ans Warschau vom 16. Sept, mußten alle Schüler der Gymnasien und Progymnasien ohne Unterschied der Confessio» die üblichen Gebete zum ersten Male in der russischen Kirchensprache abhalten. Essen, 16. Sept. Wie dem „Social-Demokr." gemeldet wird, haben 1100 Bergleute die Arbeit eingestellt und verlangen die Bewilligung folgender Forderungen: 1) Verringerung der erst kürzlich auf 10 Stunden erhöhten Schichtzeit auf 8 Stunden; 2) Erhöhung des neulich herabsetzten 'Lohnes auf seinen früheren Stand; 3) Aufhören der fortwährenden Maßregelungen. Gotha, 16. Sept. Das Schwurgericht hat gestern Nacht den Rechtsanwalt Streit von Coburg wegen ausgezeiehneter Veruntreuung zu vier Jahren Zuchthaus verurtheilt. München, 17. Gemäß des zwölften Artikels des Friedensvertrage« vom Jahr 1866 werden von 3071 Urkunden des Bamberger Archivs, welche zur eommissionellen Verhandlung gekommen sind, 1401 von Baiern an Preußen ausgeliefert werden. Stuttgart, 17. Sept. Die auf Seelsorgs- pfründen decretirten, resp. zu Pfarrern ernannten, Seminarvorstände Most und Höfer haben gegen diese Versetzung ReeurS zum heil. Stuhl genommen und diesen Schritt der Kirchenbehörde angemeldet. Stuttgart, 16. Sept. Der Bischof von Rottenburg unterläßt die angekündigte Veröffentlichung über die Denuneiationen, dagegen publieirt er einen Cireularerlaß an Die Diöeesan ° Geistlichkeit. Der Regens Most und Snbregens Höfer (eie Haupt- fchürer) erhielten die Pfarrstellen Stockheim und Stoedtlen. Baden-Baden, 17. Sept. Der Kaiser von Rußland ist heute um 4 Uhr hier angekommen und im „Englischen Hofe" abgestiegen. Wien, 17. Sept. Die heutige „Neue freie Presse" erfährt aus bester Quelle, daß das Gerücht von einer demnächstigen Zusammenkunft des österreichischen und des russischen Kaisers jeder Begrün- düng entbehre. Paris, 14. Sept. Zu der von dem gestrigen „Etendard" mitgetheilten und von dem heutigen „Con- stitutionnel" reproducirten Ansprache des Kaisers an Die Generäle im Lager von Chalons bemerkt Der „Avenir national" : „Also Die europäische Lage ist eine solche, das Mißtrauen ist ein so allgemeines, Daß Das Staatsoberhaupt nur noch Das Wort ergreifen kann, um anzuzeigen, daß es nichts sagen wolle, Da nach seinem eigenen GestänDnisz alle seine Worte als Kriegszeichen ausgelegt werDen müßten oDer könnten! Man muß gestehen, daß, wenn irgend etwas, dann ein solches Bekenntniß Die allgemeine Besorgniß nur noch vermehren kann. Jedermann wird sich fragen, wenn er die Note Des „EtendarD" liest: Welche Ideen mußte Denn die Rede enthalten, welche das Staatsoberhaupt nicht gesprochen hat, wenn diese Ideen, selbst mit Maß ausgedrückt, anti-friedlich erschienen wären? Was Die Zeitungenbetrifft, von welchen in Der kleinen Ansprache des Kaisers die Rede ist, und die der Armee als etwas Lästiges uuD als Störenfriede Dargestellt zu werden scheinen, so ist es wahr, daß sie unaufhörlich den Frieden und klare Aufschlüsse verlangen, welch' letztereOman ihnen eben so beharrlich verwei- gcrt. Vielleicht mögen sie darum in den höheren Regionen mißfallen, aber eben darum auch sind sie der Ausdruck so glühender Wünsche und so großer Interessen im Lande." London, 12. Sept. Der Ritualismus, D. h. cie Nachahmung der römisch-katholischen Kirche in Ceremoniell, priesterlicher Kleidung u. s. w., macht in der anglikanischen Kirche, d. h. bei der vorzugsweise „hochkirchlichen" Partei, immer auffälligere Fortschritte, und ein nicht unbeträchtlicher Theil der Bischöfe begünstigt diese Neuerung. Sv erzählt die „Times" von einem großen „Ritualistic Revival", einem kirchlichen Herbstfest in Haydock, Lancashirc, dessen Glanzpunkt eine Wallfahrt durch die Felder war mit Kreuzen, fliegenden Fahnen, purpurnen und violetten Gewändern der Priester und singenden Chorknaben, welche Körbe mit Blumen und Früchten trugen. „Die römische Kirche," sagt Die „Times" ironisch, „mag sich in Acht nehmen, Daß sie nicht überboten luirD, denn hier ist der ganze frische No- vizencifer." Newyork, 5. Sept. Das Repräsentantenhaus von Georgia erklärte Die Neger als zu Mitgliedern unwählbar; daraufhin wurden 25 Neger ihrer Sitze für verlustig erachtet. Bewaffnete Negerbanden sollen sich in der Nachbarschaft von Savannah umhertreiben. — Die Newyorker demokratische Staatsconven- iion begünstigt in ihrem (einstimmig angenommenen) Programm allgemeine Ainncstirung aller politischen Verbrecher, sofortige und vollständige Einverleibung der Siikstaaten in Die Union, sowie gleichmäßige Bc-» steuerung, Zahlung Der Staatsschuld in Papier, ausgenommen wo Goldzahlung ausdrücklich vorbedungen ist, unk Schutz Der naturalisirten Bürger und ihrer Rechte im Auslände. Außerdem dankt die Convention Dem Präsidenten für' seine „furchtlose Verthei- digung der Constitution" und heißt das demokratische Parteiprogramm, sowie Die CandiDaten für PräsiDentschaft und Vicepräsidentschaft gut. Vor m i s ch t e s. Gießen. Das Bundesgesetzblatt des Norddeutschen Bundes Nr. 30 enthält: Bekanntmachung vom 2. d. M., betref- teud die höheren Lehranstalten, welche' zur.Ausstellung giltiger Zeugnisse über die wiffeuschaftliche Qualifikation zum einjährig freiwilligen Militärdienst berechtigt sind. (3ii unserem Groß- herzvgthum sind dieß: die Gymnasien zu Darmstadt, Bensheim, Gi.ßen, Büdingen, Mainz und Worms: die technische Schule zu Darmstadt als Realschule erster Ordnung: dte.Real- schulen zu Darmstadt, Offenbach, Gießen, Friedberg, Mainz und Bingen als Realschulen zweiter Ordnung.) Die Realschulen in Alsfeld und Alzey sind darnach hiervon ausgenommen. Darmstadt, 4. Sept. Das heute erschienene Regierungsblatt Nr. 49 enthält: I. Bekanntmachung Grvßherzoglichen Ministeriums der Fi- nanzen, den Anschluß der Großherzogthümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz, der freien und Hansestadt Lübeck, sowie mehrerer preußischer Enklaven und des Lauenburgischen LehngutS Stintenburg au den Zollverein betr. II. Instruction für die Landwehr-Bezirks-Commandeurc hinsichtlich der Vollstreckung von Geldbußen. III. Bekanntmachung des Großherzogl. Kreisamts Mainz, die Communal-Umlagen der Stadt Mainz pro 1868 betr. IV. Ermächtigung zur Annahme fremder Ordens. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben aller- gnädigst geruht: am 27. Juli dem Dr. Schneider zu Worms die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von S. K. H. dem Großherzog von Sachsen-Weimar verliehenen Ritterkreuzes 2. Klaffe des Hausoidens der Wachsamkeit oder vom weißen Falken. — am 31. Juli dem ersten Pfarrer und Decan Keim zu Worms die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. Maj. dem Könige von Preußen verliehenen Kronenordens 3. Klaffe, — des ihm von Sr. Maj. dem Könige von Württemberg verliehenen Ritterkreuzes des Ordens der würtembergischen Krone — und deS ihm von S. K. H. dem Großherzvge von Sachscn-Weiniar verliehenen Ritterkreuzes erster Abtheilung des Ordens der Wachsamkeit oder vom weißen Falken, — am 14. Ang. dem Ober- baurath Dr. Georg Breidert die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. Mas. den, Könige von Preußen verliehenen Kronenordens 3. Klasse, — an demselben Tage dem ersten Beigeordneten der Bürgermeisterei Mainz, Carl Racke, die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. Maj. dem Könige von Preußen verliehenen rothen Adlcrordens 4. Klaffe — und am 16. Aug. dem Bankdirector, Präsidenten und Verwaltungsrath der Hessischen Ludwigs-Eisenbahn-Gesellschaft, Dr. Parcus zu Darmstadt die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. Maj. dem Könige von Preußen verliehenen königlichen Kronenordens 3. Klasse zu ertheilen. V. Ert Heilung von Erfindungspatenten. VI. Gestorben: am 3. Aug. der Ministerial-Registrator, Kanzleirath Achen; — am 16. der pensionirte Lehrer an der technischen Schule zu Darmstadt, Baurath Harres; — am 17. der pensionirte Schullehrer Hasselba um zu Hähnlein; — am 22. der MilitLrpcnsionär Vollmer zu Mainz. Darmstadt. Die in hiesiger Stadt in der MitzetiiuS'- schem Angelegenheit circulirende Adresse an Se. K. Hoh. den Großherzog hat bereits über 2000 Unterschriften gefunden. Da der gegen die kirchliche Freiheit gerichtete Protest ein wirksamerer sein wird, wenn sich allenthalben die Protestanten durch ihre Unterschrift an demselben b-theiltgten, so ist die Vcrbrcitnng der Agitation über das ganze Land mehr als erwünscht, und freut es uns, mittheilen zu können, daß in der alten Lutherstadt Worms die Adresse bereits in Umlauf gesetzt worden ist. Nossau. In Wiesbaden ist der Taglöhner Christ, der zu Pfingsten eine Biertelohm Apfelwein an einer besuchieu Waldstelle auffegte, um sich einen Nebenverdienst zu verschaffen, wegen „unconzcssionirten Wirthschaftsbetriebes" zu einer Geldstrafe von 64 Thalern, zur Nachzahlung von 16 Thaler Gewerbesteuer und Bezahlung der Kosten des Verfahrens verurtheilt worden. Baiern. Kaiser Alexander hat in Kissingen nahezu 100,000 Gulden an Geschenken und Trinkgeldern aller Art zurückgelassen. Im Jahre 1865 floß der kaiserl. Gnadenstrom scheinbar viel, viel spärlicher, aber nur scheinbar. Der Kaiser gab gerade so viel, aber der Geldstrom wurde durch die Taschen hoher und niederer russischer Hofdiener abgeleitet, die wenig durchsickern ließen. Heidelberg, 12. Sept. Unlängst geschah hier eine Fre- velthat, welche die gesummte Einwohnerschaft fast mehr ergriff und empörte, als ein blutiges Verbreche». Einem hiesigen Bürger wurden in einem jungen Weinberg von a/4 Morgen, der im kräftigsten Ertrag stand und die reichste Ernte versprach, sämmtliche Weinstöcke, 1475 an der Zahl, in der Nackt abgeschnitten, und die darin befindlichen Obstbäunie durch Abschälen der Rinde und Abhauen der Wurzeln gctödtet. Blutspuren deuteten an, daß der mnthmaßliche Thätep sich dabei verwundet haben mußte — die bisherige Untersuchung ergab jedoch keinen Beweis. * In Stuttgart wird am 17. October 1. I. die zweite deutsche Frauenconferenz zusammcntreten zur Verathung von vorerst folgenden Fragen: 1) Die Ausfindigmachung der Mittel und Wege, tote jungen Müttern die Anleitung zu geben sei, die physische Erziehung ihrer Kinder mit Verständniß leiten zu können; 2) die Errichtung von kleinen Kindermuseeu für Literatur, Kunst und Industrie; 3) die Anbahnung einer Kleiderreform gegen die Bizarrerien der Mode und Ausstudig- machung der Mittet und Wege, um dieselbe mit Erfolg durch- znsetzen; 4) die Agitation für Umwandlung der Frauenwohlthä- tigkeitsvereine in Frauenerwerbsvereine; 5) über die Errichtung von Mädchebgymnasien und weiblichen Hochschulen. 40 Städte werden vertreten sein. Oesterreich. Der Steyermärker Bischof Zwerg er predigte eine volle Woche hindurch gegen Ronge und andere „Apostel des Unglaubens". Seine Beweisführung gipfelte in den Worten: Man fordere den Ronge und Genossen doch auf, Tvdte zu erwecken, wie solches die Heiligen gethan haben, und inan werde sehen, daß es mit der neuen Religion nichts ist. — Die witzigen Grazer antworteten twcnn auch nicht in der Kirche,, sie hätten auch davon noch nichts gehört, daß Bischof Zwerger einen Berg versetzt habe, wozu es doch in Steiermark an Gelegenheit nicht fehle. Pesth. Das große 6000 Ccntner fassende gemauerte Reservoir der Petroleum-Rafffnerie-Actien-Gesellschaft in Ofen ist am 12. d. in Brand gerathen. An Löschen war nicht zu denken, man bemühte sich, die fünf nebenanliegenden Reservoirs zu schützen, da bereit Entzündung jeden Augenblick zu befürchten war. Der Schaden ist ungeheuer. Drei Menschen sind verunglückt. England. Wie die „South London Preß" mittheilt, lassen mehrere große Londoner Brauer Erperimente mit Strychnin anstcllen, um zu erfahren, in wie weit dasselbe bei der Zubereitung von Bitter - Ale verwendet werden könnte. Es wird nämlich behauptet, daß das Gift, wenn in unendlich kleinen Dosen gebraucht, eine große Ersparnis! an Hopfen bewirkt, und gleichzeitig eine „bewundernswerthe Tonik" abgibt. London. Als Curiomm wurde erwähnt, daß kitt jüngst verstorbener Herr Brown in feinem Testamente die Summe von 30,000 L. zur Errichtung eines Hospitals für Thiere ausgesetzt hat. Der Gedauke, ein Hospital für Thiere zu grün den, ist übrigens nickt neu und wahrscheinlich von Indien her importirt. Dort bestand wenigstens noch, bis vor Kurzem in Surate eine solche Anstalt, deren Einkünfte sich auf 9000 hol ländische Gulden beliefen. In einer Abtheilung befanden sich kranke Kameele uns Ochsen, in einer ander» kranke Pferde, da wurden altersschwache Affen gepflegt, dort Tauben, Hühner Ente» und Kaninchen. Die todtkranken Pferde, Kameele ic. waren in einem besonderen Gemach. Ja sogar Flöhe, Wanzen und.....wurden in einem Zimmer gepflegt; es sollen arme Menschen' eigens dafür bezahlt worden sein, sich von diesen Thieren sangen zu lassen. — Abgesehen von solchen Ertra- vaganze» wäre bei unserer modernen Pferderackerei der Gedanke wenigstens nicht belachet,swerth, für solch' arme alte und abgehetzte Thiere ein Asyl zu gründen. Netvyork. Karl Heinze» in Boston eifert im „Pionier" gegen die Verleihung politischer Rechte an Frauen und hält dabei feigen re Strafpredigt: „Die unbedenkliche, gewissenhafte, sclavische Fügsamkeit, ja der cultuSartige Eifer, womit das weibliche Geschlecht jeder Mode huldigt, und sich auch für die abscheulichste Verunstaltung begeistert, die ihm von Paris aus oder anderswoher dictirt wird, zeugt von einer Gedankenlosigkeit, Unselbstständigkeit und kindischen Gesinnung, die in der That an Kinder oder an Wilde erinnert und wohl im Stande ist, die Frage hervorzurnfcn, wie solche Wesen fähig und berufen sein können, in ernsten Fragen des Staatslebens und öffentlichen Wohles eine Stimme abzugeben. - Wenn nicht bloß die halbkindische Negerin, oder die flitterstolze Stnben- magd, nein, wenn die feine Lady, die auf der „Akademie" Aesthetik und Astronomie studirt und die Classiker gelese» hat, nicht leben kann, ohne sich jeden Fetze» »mzuhängen, de» sie an einer anderen gesehen, und sich durch eitlen auf das holde Gesicht geklebten Deckel und einen auf den Hinterkopf gepflasterten Haarberg für einen Maskenball unter Hottentotten zuzubereiten, so ist man versucht, alles für Traum zu halfen, was man je von weiblicher Anmuth, weiblichem Geschmack gehört hat, und den für wahnsinnig zu halten, der solche Maskenballfiguren in das Staatsleben einführen will. (Wir werden uns hüten, uns unseren schönen Leserinnen gegenüber darüber auszusprechen, ob und wie weit diese derben Auslassungen auch auf unsere Verhältnisse Anwendung finden.) * Karl Vogt, dessen Vorlesungen über die Urgeschichte der Menschheit bekanntlich allenthalben Sensation erregt haben, wird nun auch in Amerika die Resultate seiner wissenschaftlichen Forschungen in Vorlesungen zu verbreiten suchen. Es verlautet allgemein, Vogt werde schon in diesem Winter seine überseeische Reise antreten; dieß ist jedoch nach der „Köln. Ztg." nicht der Fall; man hat zwar seine Bedingungen bereits angenommen, wünscht aber, der Präsidentenwahl wegen, daß er erst im Winter 1869/70 komme. Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.