Preis vierteljährlich 36 fr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 49 fr. Gießener Anzeiger. Erscheint wöchentlich dreimal : Dienstags, Donnerstags und Samstags. — Expedition: Caiizleiberg Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen. Nr. 8 Samstag den 18. Januar 1868. Besondere Bekanntmachung. 297) Im Firmen - Register des unterzeichneten Stadtgerichts ist folgender Eintrag heute vollzogen worden: Die Ehefrau des Baruch Katzenstein, Jenny, geborne Wolf, zu Gießen, betreibt daselbst seit 1. Januar l. I. einen Handel mit Lumpen und Kurzwaaren unter der Firma : „I- Katzenstein" und hat ihrem genannten Ehemanne Procura ertheilt- Gießen, am 7- Januar 1868. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl. Versteigerungen. 324) Dienstag den 3. März, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhause die Immobilien des Wilhelm Schmidt, als: Flnr Nr. □Jttftr. WiaU-iaM 55 Hofraithe am Rodt, «Viz 133 Acker daselbst, «/ua 133 Wiese daselbst, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 15. Januar 1868. Grobherzogliches Ortsgericht Gießen. _________________Ebel.______________ Versteigerung von Steinbeifnhr. 340) Die am 23. v. Mts. über das Brechen und Anfahren von Grauwacken- und Basaltsteinen auf die Straße von Gießen nach Rodheim hat die Genehmigung nicht erhalten und es soll nun Dienstag den 21. d. Mts-, Vormittags 10 Uhr, in dem Bramm'schen WirthSlocale in der Neustadt dahier die Beifuhr der erforderlichen Quantität Steine aus dem Steinbruche am Hangelstein in kleineren Par- tieen versteigert werden. Die resp. Großherzoglichen Bürgermeister werden ersucht, diese Versteigerung im Interesse ihrer Gemeinden besonders bekannt machen zu lassen. Gießen, den 17. Januar 1868. Grobherzogliches Kreisbauamt Gießen. Holzapfel. Schreinerarbeit. 296) Donnerstag den 23. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, wird die Lieferung von 9 Notenpulten, unter den auf dem Verwaltungsburcau offen liegenden Bedingungen und Zeichnungen, auf dem Soumissionswege in Accord gegeben. Gießen, den 16. Januar 1868. Großherzogliches Commando des 1. Jägerbataillons. Anschütz, Major und Bataillons-Commandeur. Versteigerungs - Anzeige. 332) Auf Ansuchen der Erben der Freifrau von Vemmigen sollen die zu deren Nachlaß gehörigen, in Lindheim, 4 Stunden von Hanau und 6 Stunden von Frankfurt gelegenen Immobilien, unter den bei dem unterzeichneten Gericht einzusehenden und im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen, Dienstag, den 21. Januar 1868, Vormittags 10 Uhr, an Ort und Stelle öffentlich meistbietend versteigert werden. Dieselben bestehen aus einem geräumigen Hcrrschaftshause mit Dreibund Gewächshaus, einem Nebenhause mit bewohnbaren Zimmern, Remisen u. s. w., Oeconomie-Gebäuden, einem großen Ziergarten und schönem Parke, von zwei Armen des Nidderflusscs eingeschlossen, Wiesen, Gärten und Aeckern, zusammen 61 bis 62 Hessische Morgen haltend. Das Ganze eignet sich sehr zu emem Herrschaftssitze oder einer Fabrikanlage. Sodann sollen an den folgenden Tagen — jedesmal von Morgens halb 9 Uhr an — die Mobilien versteigert werden, und zwar namentlich: Mittwoch den 22. und Donnerstag den 23. Januar: gewöhnliche Möbel und verschiedener Hausrath, an letzterem Tage auch die Vorräthe von eingemachten und getrockneten Früchten, Kaffee, Zucker u. dgl.; Freitag den 24. Januar: Bücher und Bilder, von ersteren ein Theil einzeln, die übrigen — circa 2500 Bänd e — aber im Ganzen; Montag den 27., Dienstag den 28. und Mittwoch den 29. Januar: Glas, Porzellan, Uhren u. dgl.; Donnerstag den 30. und Freitag den 31. Januar: die besseren Möbel, an ersterem Tage die Möbel mit Schnitzwerk und eingelegter Arbeit; Montag den 3 Februar: Spiegel, eingerahmte Bilder, namentlich auch die Oelbilder, Lustres u. dgl.; Dienstag den 4. und Mittwoch den 5. Februar: Betten, Vorhänge und Weißzeug; Donnerstag den 6. Februar: die Gewächse im Treibhaus; Freitag den 7. Februar: Oeconomie- und Gartengeräthe, Holz, Heu, Grummet und allerlei Hausrath; Montag den 10. Februar: Küchengeräthe und Gesindebetten; Montag den 20. Januar können von Vormittags 10 Uhr an die Gebäulichkeiten und die Mobilien e i n g e s e h e n werden. Altenstadt, am 15. December 1867. Großherzogliches Landgericht Altenstadt. Dr. Stammler- 331) Dienstag den 18. Februar, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Rathhause die Hofraithe des Johann Joseph Langsdorf, als: Flur Nr. □filftr. V47 21 Hofraithe in der Neustadt, gibt Vz fr., Vis 11 Hofraum mit Scheuer das., öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 2. Januar 1868. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Ebel. Lieferung von Schuhen. 307) Dienstag den 21. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, wird die Lieferung von 500 Paar Schuhen nach vorliegenden Bedingungen und Mustern auf unserem Bureau auf dem Soumissionswege in Accord gegeben. Gießen, den 11. Januar 1868. Die Bekleidungs-Commission des 1. Jägerbataillons. Daudistel, Hauptmann und Compagniechef. 322) Dienstag den 2l., Freitag den 24. und Samstag den 25. Januar, jedesmal von Morgens 10 Uhr an, Verkauf der Strick- und Häkelgarne (letztere in großer Auswahl) im Gasthof zum Prinz Carl. — Ertra fein weiß zu st. 2. 48 fr. pr. Zollpfund. Gail'fche Wollenspinuerei. Dermiethungen. 318) Das von Herrn Weinhändler Fr. Kreuder bewohnte Logis in der früheren neuen Post ist vom 1. Mai I. I. ab ander- weit zu vermiethen. Bemerkt wird, daß auf Verlangen große trockene Kellerräume, sowie Stallung und Remise, mitvermiethet werden können. — Nähere Auskunft ertheilt Herr HofgerichtS- Advokat Engelbach II. 314) Ein möblirtes Zimmer mit Cabinet auf dem Brand ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen. Das Nähere bei der Exped- d. Bltts. 315) Ein Familienlogis ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen bei Fr. Fürst, in der Neustadt. 313) Ein freundliches, möblirtes Zimmer mit Cabinet in einer Gartenwohnung ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen. Näheres bei der Exped. d. Bltts- 344) Ein möblirtes Zimmer ist zu ver- micthen bei Polizeidiener Vogel, _________________________Hintergasse.________ 316) Ein freundliches möblirtes Zimmer ist am Canzleiberg Lit. B- Nr- 67 billig zu vermiethen.________________________________ 312) Ein kleines FamilienlogiS ist zu vermiethen bei Alexander Mayer. 327) Vor dem Neuenweger Thor, nahe der Stadt, ist ein Garten zu vermiethen. Lusttragende wollen sich in Lit- B. Nr. 109 melden. Feilgebotenes. 330) Weine, Arrac, Rum und Cognac, sowie Punsch - Essenzc, Li- queüre, Kunsthefe und Essige von anerkannter Güte, eigene Fabrication, zu den billigsten Preisen, empfiehlt Pitth an, im Adler. Oefen und Kochherde in allen Arten und großer Auswahl empfiehlt (329) I. G. D. Bapst. 320) Eine fast noch neue Decimalwaage von 15 Centner Tragkraft ist zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. 335) Neuer Lattig in Hüuptchen ist eingetroffen. I. A- Busch Söhne. Verkauf gebrauchter Wagen, als: Calechen mit Glas-Verdeck, sowie mit Landau-Verdeck, ein- und zweispännige Coupä's bei B. Roth, gr. Eschenheimerstr. 54, (333) in Frankfurt a. M. 337) Krcppel, täglich frisch, bei August Noll. 343) Franco-CouvertS, sowie Couverts in allen verschiedenen Größen, zu den billigsten Preisen bei Wilhelm Klee. 3ii) Malztreber in kleinen und größeren Quantitäten zu haben in der Brauerei von Georg Heß & Comp. Coaks für Zimmerheizung, a 32 fr. pr. Ctr. ab Fabrikhof, ä 34 „ „ „ an's Haus geliefert, bei Entnahme von mindestens 5 Ctrn., ist fortwährend zu haben beim (308) Gießener Gaswerk. 342) Ballorden in großer Auswahl bei Wilhelm Klee. 300) Täglich frische Krcppel bei Robert Sattler, Conditor. 303) Bei Frau Ferber auf dem Seltersberg sind Zuckerkartoffeln zu verkaufen- Auch ist daselbst ein großer gewölbter Keller zu vermiethen und Mitte Mai zu übernehmen. 309) Kreppet, täglich frisch, bei F. Zülch, Seltersweg. 326) Eiuschlaggarn bei F. Holberg, Kirchenplatz. 334) Frische Cabliauen und Schell- fische, sowie gut gewässerter Stockfisch, bei I. A- Busch Söhne- 301) Zwei Pfauen (Pärchen) sind zu verkaufen- Wo? sagt die Exped- d- Bltts. 310) Ein Haus in der Hauptstraße, mit gangbarem Laden, ist aus freier Hand zu verkaufen. — Näheres bei der Erped. d. Blttö. Ha nsv erkauf. 298) Mein neues Wohnhaus mit den dazu gehörigen Räumlichkeiten, an der Straße nach Gießen gelegen, bin ich Willens aus freier Hand zu verkaufen, oder auch getrennt zu vermiethen. Friedrich Deibel, in Wieseck. Vermischte Anzeigen. 341) Die Taxen des versicherten Rindviehes sind von dem Vorstand festgestellt und liegen zur Einsicht der Interessenten 8 Tage bei dem unterzeichneten Präsidenten offen. Reclamationen dagegen können nur in dieser Frist Berücksichtigung finden. Wortmann. Zur Nachricht. 339) Dienstag den 21. d. MtS- schicke ich wieder Gegenstände zum Färben und Drucken an die Bloch'sche Hofschönfär- ßerei in Darmstadt ab. I- Schlund, Schloßgaffe. 279) Ein Capital von 800 fl. wird gegen doppelte gerichtliche Sicherheit zu leihen gesucht. Von wein? sagt die Exped- dieses Blattes. 299) Ein anständig gebildetes Frauenzimmer aus guter Familie, welche hauptsächlich perfekt kochen kann und vollständig einem Haushalte vorzustehen weiß, sucht sich auswärts zu placiren. Näheres bei der Exped- d- Bltts- Local - Veränderung. ,305) Meinen geehrten Kunden, sowie einem geehrten Publikum, hiermit zur Nachricht, daß ich unter dein Heutigen mein Barbier- und Haarschneide-Geschäft in das HauS des Herrn Kaufmann Carl Frech, Parterre, verlegt habe. Zugleich bringe ich mein Lager in Parfümerieen in empfehlende Erinnerung- Christ. Frech, Heilgehülfe. Feuerversicherungsbank für Deutschland in Gotha. 304) Zufolge der Mittheilung der Feuerversicherungsbank für Deutschland zu Gotha wird dieselbe nach vorläufiger Berechnung ihren Theilnehmern für 1867 circa 80 Procent ihrer Prämieneinlagen als Ersparniß zurückgeben. Die genaue Berechnung des Antheils für jeden Theilnehiner der Bank, so wie der vollständige Rechnungsabschluß derselben für 1867 wird am Ende des Monats Mai d- I- erfolgen. Zur Annahme von Verstchernngen für die Feuerversichcrungsbank bin ich jederzeit Bereit. Gießen, den 8. Januar 1868. Agent der Feuerversicherungsbank s. D-: Krauskopf, Hofger.-Advocat. Geschäfts-Eröffnung. 306) Mit dem Heutigen habe ich ein Geschäft in Seife, Stearinkerzen, Parfümerien, Kurz- und Seilerwaaren, Cigarren, Papier und Schreibmaterialien rc. eröffnet und bitte ich, unter Zusicherung reeller und prompter Bedienung, um geneigten Zuspruch. Gießen, den 14. Januar 1868. E. Eichenberg Lindenplatz, A- 242. 1 i ( 1 I i < > i t 2 \ V t 8 e Z Handelsverein. General.Versammlung Montag ben 20. Januar, 8 Uhr Abends, im S i n d e n h o f. 336) Im großen Saale des Cafv Leib. Sonntag den 19. Januar 1 868: Coneert ) Sonntag den is. Januar, avcuvv < «oo M Gunsten der Stothleidenden in Ostpreußen: 4g -fr. 40 15 30 50 23 6 81 30 1 8 12 57 fl. 45 fr. zusammen • ■ Geld*orteiB 1 75% 1864r 9 1 2 3 16 24 61 10 3 10 6 Börsennachrichten. 16. Januar 1868. 9 9 9 9 5 9 57-58 49-51 50-52 54-56 37-39 29-30 54-58 50-52 27-28 44%-45% Pr. Cass. Sch. Div. Caas.-A. Pr. Friedrdor. Pistolen . . „ doppelte Holl. fl. 10 St. Ducaten . . 20 Frankens!. 9 24 53 15 181 W>- z«> M. AtZ. Zi> «z Atz Zty- AtZ W 0^0 W G W Aiilel»en*loo*e. Kurh. 40 Thlr. Loose 535/g Nassau fl. 25 b. Roth. 38 Qr. Hess. fl. 50 b. R. 143 Gr. Hess. fl. 25 b. R. 41% 4% bayr. Pränr. Anl. 99% 4% badische Loose 97 *,'4 Badische fl. 35 Loose 51 */s 1858r Prioritätsloose 125 ’/s 1860r Loose 70 '/4 Actien. Frankf. Bank 126 Oester. Bank 676 „ Creditact. 182 */2 Darmst. Bankact. 205 Wechsel. Amaterd. k. S. 100t/g Augsb. k. S. 100 Berlin k. S. 105 Bremen k. S. 97% Cöln k. S. 105 Hamburg k. 'S. 88% Leipzig k. S. 105 London k. S. 119 Vs Lyon k. 8. — Paris k. S. 94%. Wien k. S. 98% Dis conto 3% ü. Tagesordnung: 1) Eingänge, 2) Eisenbahn - Angelegenheiten, 3) Handelsbericht, 4) Rechnungsablage pro 186/, 5) Vorstandswahl. . - ' Der Vornanv Kirchliche Anzeigen. Evangelische Gemeinde zu Hießen. G o t t e s d i e n st. Am 19. Januar. Morgens: Pfarrer Landmauu. Nachmittags: Pfarrer Dr. Seel. Frischbäcker zu gießen. Sonntag den 19. Januar. Carl Lober mit Lindenplatz. Ludwig Kämmerer auf dem Seltersweg. Ludwig Schneider m der Neustadt. 15 54 51 53 18 16 29 Engi. Souver. 11 Ruis. Imper. 9 Doll, in Gold 2 Gießen • • (Die Kosten der Einiammlung mit 10 fl. hat die Stadtknlse getragen.) Großen-Buseck Grüningen Hattenrod Holzheim......... Leihgestern........ ........... Lollar Mainzlar Münster Ober-Bessingen Ober-Hörgern Oppenrod........ Reiskirchen Rödgen Staufenberg Steinbach........ Trohe ......... Wieseck _ 10 110 361 fl. 57 fr. 57 „ 45 „ Bekannt m a ch n n g. 3„ W « mu,-m » 3nll emgegangen: von Alb ach • • ■ • • Mendorf a. d. Lahn Mendorf a. d. Lda. Alten-Buseck ■ • • Arnsburg • • ■ ■ Bersrod . . • • Burkhardsfelden • Daubringen • • ■ Dorf - Gill . - • Eberstadt ■ • • • einmalige Beiträge ständige . 1 fl. 21 fr. - st. des Turn- und Gesangvereins zu Lollar im Turnvereins-Locale daselbst. Der Vorstand. MOOGOGHGGGOGOOOd^dGOOAI WOGOOGOGOGGOOOdOGGOGEÄ G 32t) Sonntag den ^9. Januar,^Abends Uhr, 8 zu «■ ' “ ' j, " Prioritäten. 5% östr. F. St. E. B. 237'/j Lud wigsh.-Bexbach 157 Maxbahn 107 '/i Bayer. Ostbahn 119% Hess. Ludwigsbahn 127% 3% östr. Stsb.-Prior. 51% 3°/o östr. s. Lombard. 42% 3% Livorneser 27% Toscaner 40 Frankf. Hypoth.-Bank — Frankf. Vereins-Kasse — 5% Elisabeth-Prior. 74% do. II. Emiss. 72% der Gießener Musik-Capelle, unter Mitwirkung mehrere^ Mitglieder des Musikcorps des 8. Jägerbataillons zu Wetzlar. Anfang halb S Uhr. Entree für Herren 9 fr., für Damen 6 fr. Bei diesem Eoncerte wird Franffurter und Baierisches Bier verabreicht. Getaufte. Den 11. Januar. Dem Bürger zu Dortmund und Sattler auf der Colu- Gießener-Bahn dahier, Wilhelm Weidtmann, ein Sohn, Wilhelm, geboren den 19. De- cember 1867. Den 12. Januar. Dem Burger zu Kölschhausen, Kreis Wetzlar, und Bremser auf der Cöln-Gietzeuer-Bahn dahier, Konrad Freitag, ein Sohn, Friedrich Wilhelm Karl Emil, geboren den 19. December 1867. Den 14. Januar. Dem Bürger und Apotheker, Theodor Witte, eine Tochter, Friederike Georgine Auguste Enulie, geboren den 17. December 1867. Beerdigte Den 11. Januar. Johann Jost Lettermann, Bürger in Goßfelden und Weichenwärter auf der Cöln-Gießener-Bahn dahier, alt 33 I. 8 M. 29 T., gestorben den 9. Jan. Den 13. Januar. Em todtgeborner Sohn des Bürgers und Taglöhners, Christian Wagner, geboren den 12. Januar. Den 14. Januar. Friedrich Habemchs, Bürger und Schneidermeister, alt 73 I. ' 10 M- 13 T., gestorben den 12. Januar. : Den 15. Januar. Marie Christine . Stohr, des verstorbenen Bürgers und Tuchmachers, Georg Balthasar Stohr, ehe.ich . ledige Tochter, alt 76 I. 10 M. 8 T-, ge- " storben den 14. Januar. . Den 16. Januar. Margarethe Ärmling, geborne Link, Wittwc des verstorbenen Bürgers und Schreinermeisters, Philipp Krailing, alt 73 I. 1 M- 2 T-, gestorben den 14. Januar- Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Pfarrer Landmann. Gesammtsumme • ■ • -419 fl- 42 fr- welche wir nach Abzug einer Portoauslagc von - » " »--- sonach mit • ■ • 419% 30 fr. an den Vorstand des Vereins zu Darmstadt gesendet haben- in Indem wir dies hiermit?bröffentlichen un ^^^^ins Dank sagen, bemerken unserem Namen und nn Namen .Lmstandes desHME unb beg Vor- werden- „ 20 „ 39 Preuss. 4%o/o Obi. 96% | Frankf. 3%% Obi. 82 % Nass. 4%<% Obi. 94% Kurh. 4o/o Obi. 90% I Hess. 4% Obi. b. Roths. 90 P. „ 3-/2% do. do. 85 Bayer. 5% Obi. 101% „ 41/2% 1jährige 94% „ 4%% 42jährige 94>,j Würtemb. 4%% Öbl. 94 Baden 4'/2% Obi. c. E.L. 93% Oestr. 5% b. R. — 5% National 53% 50/0 Metall. Obi. — | n M. steuerf. 48 I Amer. 6% 1882r Bds. 75% „ 6% 1885r 75%__ 338) Zwei Lehrlinge sucht I. Th- Haubach II-, Nähmaschineuiabrif. 328) Zwei Pferdeknechte werden auf den Hardthof gesucht. __ 317) Alte? Zeitungöpapier in großen mib kleinen Partiem kauft I, Rothenberger, Lmdenplatz. Arbeits - Gesuch. 319) Ein im Rechnen, Buchführen, Beitreibung von Ausständen 2c. erfahrener Schreiber (verheirathet) sucht Beschäftigung. Näheres sagt die Exped- d- Mts. 325) Ein braves und gewandtes Hausmädchen ivird 'gegen guten Lohn gesucht von Adolph Itoll, im Ritter. 302) Eine Wascht,title, 10 bis 12 Laste haltend, kauft Meyer Rothenberger, Neuenwegs Feuilleton. Vetter und Käse. Eine Familiengeschichte. (Fortsetzung.) Was steht zu Befehl ?" fragte der Lakai erstaunt; „was will der Herr hier < "Ich wünsche meinen Oheim, den Commerzienrath zu sprechen - mnn Nam ist Balder," versetzte der Fremde und reichte dem Lakaien eine einfach K mit der Inschrift „Mr. R. Balder.“ Ich dächte doch, raß man mich hier erwartest' Better? Nun ja, ich hörte die gnädige Frau sagen daß Sie noch kommen würden .... Gehen Sie gefälligst dort hin “l tn . Wirthschaftszimmer, wo man Sie weiter bescheiden wird. Wir habe h-er k ne Beit, wie Sie sehen!" Damit ließ der Lakai ihn stehen und eilte den Damen enta'caen, welche 0 eben aus ihren Wagen stiegen. 5 Anfangs blitzte Herrn Balder's Auge zornig au,, dann aber glättete sich keine aerunzüte Stirn und ein satyrisches Lächeln spielte um seine wohlgesormten Livven^ Meiner Treu! ein ganz eigenthümlicher Empfang, welcher dem Vetter aus der Fremde' hier in Oheims Hause zu Theil wird!" murmelte der Frem^ nur trat beiseite, um die Damen vorübergehen zu lassen, die, nachdem sie sich ihrer Mäntel unv Shawls in den vorderen Zimmern des Erdgeschosses entledigt hatten in erwartungsvoller Eile die breiten Treppen hinanstiegen. ’ mJZhw kam der wohlbeleibte Herr Stephan mut seinem au- gedunsenen rolhen Gesicht in weiß.r Halsbinde unv schwarzem Fr . tunde hervor, und sein Blick begegnete dem des Fremden, de f h j 8 3- „Herr Stephan, wenn ich recht vermuthe?' fragte er. . „3u dienen, mein Herr; womit kann ich aufwarten? fragte der ziemlich barsch. „Mein Name ist Balder; ich wünsche meinen Oheim, den Herrn Commer- rienrath zu sprechen, und man hat mich an Sie gewiesen .... Ah " sagte Stephan mit einem scharfen Blick, und warf die Nase etwas" hoch'müthig in die Lust. „Der junge Balder von Wettenelv .... „Wetterfeld? Nun ja, allerdings; Wetterfelv ist die Hetmath meines Sate Jffieiß schon, weiß schon, junger Mann ! weiß Alles," versetzte der HauS- hosmeister süffisant; „bin schon au fait. Können den Herrn ^'nnurzienrath augenblicklich nicht sprechen - spater werden Sie gemeldet werd m Bitte, fo aen Sie mir — werde Ihnen Zimmer anweisen lassen. Kommen Sie . He, Jean, fragen Sie Mamsell Paulinen, wo sie dem Herrn sein Zimmer bereite habe. Sitte, Herr Balder, treten Sie nur einstweilen hier em! hier ,st die Mamsell!, Mamsell Pauline, der neue Vetter, dem Sie aus den Befehl der gna- bicicn ein Riminci* ßcbcu [oücn .... k 3 Vetter Balder aus Wetterfeld?" rief eine frische Madchenstimme au» dem Wirtb'schattszimmer heraus, und im nächsten Augenblick stand eine liebliche freund, stche Gestalt vor dem Fremdlinge und ein Paar holder Augen blickten ihn freund, lick an Willkommen, Herr Vetter! . . . Aber was ist das? Sie . . - - Sie sind ja'nicht Rudolph? Und doch! aber wie Sie sich verändert haben , feit 1 d) Sie nicht mehr gesehen habe! So groß und stattlich, und Cer Cide wtlbe Söatt Fast fcfitt’ ick) Sie nicht wieder erkannt, oder sind sie es wirklich nicht selber? Und ko fremd thnend! kennen Sie mich denn nicht mehr Pauline! reizende Cousine!" sagte Balder und griff nach der runden hübschen 45and, die sie ihm beinahe schüchtern entgegenstreckte. „Wie freue ich midb daß ein solch liebe« herziges Väschen die Erste ist, welche auch hier be> nriiüt ’ Und wie acht es Ihnen, mein liebes Killd ? 8 ” O mir ganz gut!" rief Pauline und ward mit Einem Male etwas schüchtern und beklommen,^als sie den warmen Händedruck des Vetters suhlte. „Und T Theil hung heim ihr 1 stellt Jam Engi einer und nicht Arg Tag nicht heit ein Pot laut rati Sri. die und ist ! nun Dei wer crir beit Res am pro Gr das Ge ruf gec düf sob tre d« wa all Ei vie sei E, kü, w< fei ea S S m G ar fü H la K w w kc E fl1 T b il 2 h 9 ti d r r e l t 1 1 l 1 E23B& der Regierung William IV., also in neuester Zeit, erlassen wurde. Durch diese Akte wurde es für Bürger gesetzlich gemacht, der Polizei in Unterdrückung von Unruhen (wobei die Verlesung der RiotS-Akte nicht nothwendig ist) zu Hülfe zu kommen. Die Erörterung dieser gesetzlichen Details war deßhalb nothwendig, weil offenbar London von den Feniern als Schlachtfeld auserlesen ist und wir hier, wie man allgemein besorgt, ernsten Unruhen entgegen gehen, und daß dieselben einen sehr akuten Charakter haben werden. Der Katholicismus hat mit dem Fenianismus nichts gemein; die Fenier haben ausdrücklich erklärt, daß sie die Priester-Herr- schäft in Irland brechen wollen. Doch kommt die religiöse Seite bet dem Fenianismus so weit in's Spiel, als derselbe Engländer und Irländer als fremde sich gegenseitig feindselig gegenübcrstehende Elemente hinstellt. England dankt cs dem Papst- thum, daß es Irland besitzt, und das Papstthum ist einer der Gründe, weßhalb England und Irland sich entfremdet sind. Die irländische Kirche hing ur- sprünglich, und zwar bis zum 12. Jahrhundert, durchaus nicht vom Papste ab, und die Päpste spra- chen von der irländischen Kirche stets im Sinne eines Schisma; Papst Bernard nannte sie „barbarisch und fast heidnisch". Im Jahr 1155 erließ Papst Adrian eine Bulle an Heinrich II., durch welche er ermächtigt wurde, in Irland einzurücken, es zu erobern und die katholische Kirche daselbst auf eine bessere Grundlage zu bringen. So liefert die kirchliche Seite der Beweggrund jetzt der poetischen Gerechtigkeit einen Anlaß zur tragischen Sühne. Auch in politischer Beziehung zeigt die fenische Bewegung, daß England dort gezüchtigt wird, wo eö gesündigt hat. Man weiß, daß die Engländer während des amerikanischen Bürgerkrieges den Conföde- rirten ihre Sympathien zuwandten, und alle Fenier von Bedeutung sind ehemalige consöderirte Officiere! England hat die. schreckliche Hungersnoth von 1847 und die Auswanderung, welche seit mehreren Decennien in Irland epidemisch geworden ist, nicht verstanden, und dieses Mißverständniß hat den Fenianismus hervorgerufen. Es ist officiell bewiesen, daß die Hungersnoth vom Jahre 1847 eine Million Irländer dahingerafft hat. Es ist ebenso gewiß, daß seit vielen Jahren die Auswanderung von Irland so sehr zugenommen hat, daß schon im Jahre 1852 Amerika um eine Million mehr Irländer zählte als Irland selbst! Diese Thatsachcn sind das Mene Tekel Upharsim, die auf der Wand geschrieben erscheinen und die England nicht versteht! (Südd. Pr.) den Feniern Irlands verbinden würden! Man lese täglich in den Londoner Blättern die Beschreibungen des Elends, das in Poplei, Roterhithe, Bow, Strat- fort), Jsle of Dogs, Dommercial-Docks, Whitechapel, Bermondsey, Bethnal-Green und andern Typhus- Nestern Londons täglich zahlreiche Opfer verschlingt, und man frage sich, welche Situation entstehen würde, wenn eine Coalition dieses Elends mit dem Fenianismus stattfinven sollte. In dieser Besorgniß allein l iegt der Grund, weßhalb die Regierung alle Be- stzenden aufgefordert hat, sich als „Special-Con- kabler" einschwören zu lassen, was jetzt in aller Stille in allen Polizeiämtern Londons geschieht. Als man im Jahre 1848 Furcht vor den Chartisten hatte, wurden 150,000 Bürger Londons, welche den Eid als Constabler zur Erhaltung der Ordnung geleistet hatten, in den verschiedenen Vierteln Londons aufgestellt. Bekanntlich war auch Louis Napoleon damals einer der Special-Constabler Londons. Es ist kein Zweifel, daß ganz London noch viel ärgere Dinge erwartet, als man bisher gesehen hat, und alle Leute, die etwas zu verlieren haben, bewaffnen sich und lassen ihr Eigentdnm durch ihre Privatpolizei bewachen. Der oberste Gerichtshof Englands hat kürzlich die constitutionelle Frage erledigt, daß es in England kein Standrecht gebe, und daß dasselbe daher nie verkündigt werden kann. Unter diesen Umständen ist die Regierung genöthigt, die Polizei so beträchtlich als möglich zu verstärken. Der Con- stitution Englands (dieser unsichtbaren, ungreifbaren, ungeschriebenen Macht zufolge) kann die Armee nur dann zur Unterdrückung eines Aufstandes benützt werden, wenn 1) eine aufrührerische Versammlung statt- finbet, von der gesetzlich nachgewiesen werden kann, daß sie zu Ruhestörungen führen könnte, 2) wenn ein Richter dieser Menge die „Riots-Akte vorliest und 3) eine volle Stunde nach dieser Verlesung verstrichen ist und sich die Menge noch nicht zerstreut hat. Jeder Officier, welcher vor Erfüllung dieser Formalitäten, die übrigens durch kein aus- drückliches Gesetz, sondern wie alles in England blos durch das gemeine Recht (cemmon law) bedingt werden, Feuer commandiren, und jeder Soldat, welcher auf ein solches Commando hin schießen und Jemand tödten würde, unterläge der Möglichkeit einer gesetzlichen Anklage auf Mord. Die Frage, ob die Volonteers zur Unterdrückung eines Aufstandes benützt werden dürfen, ist vor einigen Monaten im Parlament discutirt worden, ohne daß diese schwierige constitutionelle Frage gelöst wäre. Es bleibt also nur mehr das Gesetz übrig, welches unter Sie? Und Onkel Christian ? und die lieben Leutchen insgesammt in Wetterfeld V Sie haben doch Alle ganz gesund verlassen und bringen uns freundliche Grüße mit? Ach, wie ich mich freue, daß Sie nun bei uns bleiben werden! Onkel Gottfried erwartet Sie ungeduldig, und Sie treffen einen Berg von Geschäften an, denn Herr Sömmering, der frühere Buchhalter, ist schon seit zehn Tagen für den Onkel nach Amerika. . . . Aber verzeihen Sic mir, Herr Ru . . . - Herr Balder! wie thöricht, daß ich Sie hier zwischen Thür' und Angel stehen lasse und nicht bedenke, daß Sie von der Reise müde und hungrig sein müssen! Kommen Sie, ich will Sie in das Zimmerchen führen, das Sie einstweilen bewohnen sollen, bis Sie auf der Fabrik einziehen können! So, nur mir nach, wenn's beliebt!" , Nur einen Augenblick Geduld, liebe Cousine!" bat Balder lächelnd. „Hier kommt so eben mein Gepäck. Ich will es erst bei diesem Manne da auslösen!" Er legte den Koffer, den Reisesack, die Hutschachtel und den Pack Teppichshawls auf die Bank im Hintern Flur, und reichte dem Ueberbringer ein Trinkgeld. Mittlerweile hatte Pauline sich schon mit dem Schirmfutteral und dem Teppich beladen, und einem Diener die Weisung gegeben, den Koffer zu besorgen, da kam Herr Stephan wieder herzu und rief: „Halt, Jean! erst den Damen ihre Koffer und Schachteln hinauf! Herr Balder mag warten . . . ." „Warten?" versetzte dieser; „stehen Ihnen nicht mehr Leute zu Gebot? Ich dächte doch, ein Verwandter des Hauses verdiente schon einige Rücksicht!" „Und ich dächte, ich wäre alt genug, um selber zu wissen, was ich zu thuu habe, ohne die neuen Vettern," versetzte der Haushofmeister barsch. „Erst die gebetenen Gäste!•••■" H^n Balder'S Gesicht überlief eine dunkle Röthe und er wollte eine btt-- tere Antwort geben, aber er sah Paulineu's Augen mit einem ängstlichen bitten- den Blicke aus sich haften, und sie flüsterte ihm zu: „Kommen Sie, Vetter! nur einen Augenblick Gedulo, dann sende ich Ihnen die Sache herauf! Oder nehmen Sie lieber einstweilen den Reisesack selber mit!" Ich? ... . Nun ja, Sie haben recht, Väschen! Kommen Sie!" und er folgte ihr die Hintertreppe hinan. Aus dem Mittlern Stockwerk scholl ihnen die Musik einer rauschenden Quadrille entgegen, und jetzt erst fiel Balder auf, daß die hübsche Cousine vor ihm gar nicht ballmäßig gekleidet sei. „Ah, Ihr habt einen großen Festball im Hause, Büschen! Darf ich S>e auch um eine Tour bitten?" „Mich, Herr Vetter?" fragte sie und sah ihn mit einem wchmuthigcn Lächeln forschend an, als ob er sie wohl zum Besten haben wolle; „da müßten wir beide nur drunten im Gartensaale tanzen, denn hier oben haben wir beide nichts verloren." „Wir beide, Büschen? und warum nicht?" ",Ach gehen Sie! der Ball gilt ja nur dem reichen Vetter Robert, der vorhin angekommen ist!" erwiederte sie. „Uns arme Verwandte würde die Frau Commerzienräthiil mit scheelen Augen ansehen, wenn wir auch nur den Gedanken hegten, uns in ihre Zirkel zu drängen. Und Sic werden auch nicht hingehen, Vetter, wenn Sie es nicht von vornherein mit des Onkels Frau verderben wollen! Sie würde Ihnen diese Anmaßung nie verzeihen," setzte sie mit gedämpfter Stimme hinzu. „Aber Sie sagten ja so eben, der Ball werde dem Vetter Robert zu Ehren gegeben? Was hat denn Er . . . ." „Ach, sehen Sie, Rudolph," erwiederte Pauline leise; „er ist reich, und man sagt, er solle Väschen Henrietten heirathen — wenigstens wünscht die Tante diese Verbindung — und so ist es mit diesem eine ganz andere Sache . . . Aber halt! nicht hier herein! noch eine Treppe höher!" „Dem Himmel immer noch näher?" fragte Balder; „das ist ja schon der Speicherboden!" „Allerdings, aber die Gastzimmer unten im zweiten Stockwerk sind schon besetzt; dort wohnen Vetter Robert und die weiblichen Ballgäste aus Veltheim. So, hier ist Ihr Stübchen, mit dem Sie sich auf einige Tage begnügen müssen, bis Sie Ihre Wohnung in der Fabrik beziehen können! Nun machen Sie sich's behaglich; ich werde Ihren Koffer heraufschicken und dann befehlen Sie nur, was Sie speisen wollen, — wenn Sie nicht vorziehen, drunten bei uns zu speisen. Vielleicht soll ich dem Oheim sagen, daß Sie angekommen sind?" „Ei gewiß! und sagen Sie ihm, daß ich mich freuen würde, ihn zu sprechen. Er ist aber wohl auf dem Balle?" „Er? O nein, das ist nichts für ihn," sagte Pauline. „Er verkehrt nicht viel in den Gesellschaftszimmern der Tante. Und gerade heute ist er so gedrückt und unwohl und hat sich in sein Stübchen eingeschlossen. Ader ich werde ihn von Ihrer Ankunft in Kcnntniß setzen, wenn ich ihm sein Adenbrod bringe, und dann verlangt er Sie gewiß noch zu sehen, denn er hängt mit einem treuen Herzen an seinen Blutsfreunden. Also auf Wiedersehen, Herr Vetter!" „Auf Wiedersehen, Cousinchen!" sagte Balder und drückte ihr mit einem freundlichen Blick in ihre klaren Kindesaugen die Hand. Dann eilte sie fort. Balder sah ihr gedankenvoll nach, bis ihr leichter Schritt nicht mehr auf dem Corridor und auf der Treppe hörbar war; dann drehte er sich um und betrachtete sich schweigend das kleine, dürftig möblirte Zimmerchen, worein sie ihn geführt hatte. Es war halb unter dem Dache, schmuck und reinlich, aber so ziemlich allen Comforts bar. „Meiner Treu," murmelte er, „da hält' ich besser gethan, wenn ich im Gasthof geblieben wäre! Entweder ist das Haus über- füllt von Gästen oder es ist eine Freiheit, die sich dieser Beugel von HauShof- meister erlaubt hat. Jenun, ä la guerre comme ä la guerre!“ und er warf Hut und Mantel auf das blendend-weiße Bett, und begann feinen Reisesack auf- zuschließen. „Aber der Geier mag wissen, was für ein Mißverständniß hier herrscht! Wer in aller Welt ist denn der vermeintliche Vetter Robert da brunten und für wen hält man mich, daß mich diese landfremde Cousine so zutraulich empfängt ? Hat denn der Onkel Christian in Wetterfeld einen Sohn von meinem Alter? Ich glaube V.,, obschon ich leider nicht mehr von ihm weiß. . • • • In diesem Augsichlicke hörte er draußen auf dem Corridor schwere Schritte und das Oeffucn und Zuschlägen einiger Thllren. Dann rief eine Männerstimme: „He, Herr Balder! Herr Vetter! wo stecken Sie denn? _ „Hier!" rief Balder und öffnete die Thüre; „ah, tote bringen meine Koffer!" wandte er sich an den Diener. . f« « Tl- „3a," sagte dieser, „aber wer hätte Sic hier gesucht, in Mamsell Pault- nens Stübchen?" ir r , (Forts, folgt.) Der Fenianismus und dre englische Gesetzgebung. Als Catharina ihre bekannte Reise durch jene Theile Rußlands machte, in denen es bloß eine verhungernde Bevölkerung in elenden Dörfern gab, ver- heimlichte Potemkin diesen schauderhaften Anblick vor ihr durch IDecorationen, die auf ihrem Wege aufge- fteüt wurden, und welche dieses Elend und diesen Jammer vor ihr verbargen. Aus dieselbe Weise hat England seit Jahren eine „papierne" Freiheit und einen Wohlstand auf dem Papier vor das Elend und das Unglück Irlands gehalten, damit die Welt nicht die Wahrheit wahrnehmen könne. Das große Argument der englischen Blätter ist noch letzt alle Tage • was will Irland mehr von uns ? besitzt es nicht die besten Gesetze und die unbeschrankteste Frei- beit? — Diese Gesetze und diese Freiheit sind nur ein Stück Papier, eine Theater-Decoration a la Potemkin, und der Fenianismus ist das Elend Ir- lands, das sein scheußliches Haupt hinter der Deco- ration hervorstreckt. Gesetze und Freiheit bestehen in Irland bloS für eine reiche, sehr kleine Minderheit; die Masse des Volkes kennt von dem Leben den Fluch und von der Welt das Leiden. Der Fenianismus ist weder eine politische, noch eine religiöse Erscheinung ; er ist der Anfang einer socialen Revolution. Deutschland wird den Fenianismus besser verstehen, wenn es sich an die Juni-Jnsurrection von 1848 erinnert. Damals herrschte die unbeschränkteste Freiheit in Frankreich, gewissenhafte, aufrichtige, gemäßigte Republikaner, erprobte Freunde des Volkes waren am Ruder. Aber es brach trotzdem eine anonyme, programmlose, blutige Revolution aus, welche an Gräueln und Schrecken ohnegleichen in der Geschichte dasteht. Diese Revolution bekümmerte sich nicht um Gesetze und Freiheit; es war vergebens ihr zuzu- rufen, daß Frankreich alles besitze, was eine wohl- geordnete freie Gesellschaft besitzen könne. Liefe düstere, schweigsame, mysteriöse Revolution, die ebensowenig Leiter hatte, wie der Fenianismus, erhob trotzdem die rothe Fahne, auf der die Worte standen: „Du pain on la mortD Der Juni-Ausstand mar ein schriller Ton, der durch Europa klang und alle Besitzenden erschreckte - er wurde erstickt, und Europa vergaß Vas häßliche Schauspiel, und weiß vielleicht auch jetzt nicht, daß der Fenianismus derselbe Aufschrei ist, der von einem andern Winkel der Erde emporgellt! Ein einziges englisches Blatt war kürzlich so aufrichtig, an die Gefahr zu erinnern, welche für England darin liege, wenn die verzweifelnden, hungernden Männer Englands sich mit Gießen. Mit der Post dürfen von jetzt an auch gebundene Bücher unter Kreuzband verschickt werden. Randstriche, um den Empfänger auf eine Stelle aufmerksam zu machen, sind gestattet. — Ebenso dürfen in Circularen, Namen, Datum, Ort, die Preise und die Namen der Reisenden beigeschrieben werden. Manuscripte dürfen vcnCorrekturbogcn beigelegt werden. Kreuzbänder sind nicht mehr nothwendig und kann die Adresse auf die Drucksachen selbst geschrieben werden. Darmstadt/ 15. Jan. Unter den neuen Vorlagen der großherzoglichen Regierung an die Stände befindet sich auch der Vertrag zwischen der großherzoglich hessischen und der königlich preußischen Regierung, die Ausübung des Telcgraphenwesens im Großherzogthum Hessen, durch die königlich preußische Regierung betreffend. — Der Generalstab unserer hessischen Armeedivision, welchem augenblicklich nur zwei Officiere zugetheilt sind, wird demnächst formet! aufgelöst werden. Berlin. Die Angabe der Wiener „Presse", daß der dortige preußische Gesandte, Freiherr v. Werther, durch einen anderen Diplomaten ersetzt werden solle, wird in Berliner unterrichteten Kreisen als durchaus irrig bezeichnet. An eine Beförderung des Minister- residenten Herrn v. Magnus, zum Gesandten in Wien sei zur Zeit nicht zu denken und wenn derselbe vom Kaiser von Oesterreich mit einem hohen Orden ausgezeichnet worden, so erkläre sich dies aus dem Umstande, daß er sich dem ehemaligen Kaiser Maximilian in mancher Hinsicht dienstbar zu machen gewußt hat. Uebrigens sei Herr von Magnus dabei nach Weisung verfahren, die ihm ausdrücklich vom Berliner Cabinet geworden. Berlin, 12. Jan. Nach den Vorschriften der Ministerial-Instanz soll Betreffs ausländischer Versicherungs-Gesellschaften darauf gehalten werden, daß in jeder für preußische Staatsangehörige auszuferti- genven Police fortan ausgesprochen werde, wie die Gesellschaft bereit sei, wegen aller aus der Police entstehenden Verbindlichkeiten in dem Gerichtsstände des Versicherten, resp. des betreffenden Agenten in Preußen Recht zu nehmen. Dieser Vorbehalt findet auch auf Gesellschaften in norddeutschen Bundesstaaten Anwendung. Der Zusammentritt des Bundesrathes dürste sich nach dem jetzigen Stande der demselben zu unterbreitenden Arbeiten etwa 14 Tage verzögern und also erst zu Anfang Februars erfolgen. Es ist übrigens jetzt Aussicht vorhanden, den Reichstag schon in seiner nächsten Session mit der Civilproceß-Ordnung für den norddeutschen Bund zu befassen. Lan Der Maulwurf. In Nr. 50 d. I. 1867 des Vereins nassauischer Land- und Forstwirlhe liefert Herr C. Schenck eine Abhandlung über den Maulwurf, der wir Folgendes entnehmen: „Das Oberamt zu Tübingen richtete am 4. (September 1866 ein Schreiben an den dortigen Ausschuß des landwirthschaftlichen Bezirksvereins, worin es diesem mittheiltc, daß in den meisten Gemeinden des Bezirks noch die Einrichtung bestehe, wonach von Seiten der Gemeinden Maulwursssänger angestellt seien, welche entweder dem Stück nach belohnt würden, oder einen fixen Gehalt bezögen. Nachdem von Autoritäten im Fache der Land- wirthschast der Nutzen der Maulwürfe höher angeschlagen werde, als die Beschädigungen, welche sie in einzelnen Fällen verursachten, so entstehe die Frage, ob nicht, wenn dieses in manchen Bezirken schon geschehen sei, das Fangen der Maulwürfe auf Gemeindekosten wenigstens da unbedingt zu verbieten sei, wo Gemeindesteuern entrichtet würden, das Wegfangen also auf Kosten der Gesammtheit der Steuerpflichtigen geschehe. Das Oberaml erbat sich hierüber das Gutachten des Bezirksvereins. Darauf er- wieverte am 15. November 1866 der Secretär dieses Vereins. Der Vorstand und einige der anwesenden Ausschußmikglieder hätten sich unbedingt für Ab- schaffung der Maulwurfsfänger ausgesprochen. Es sei auch geltend gemacht worden, daß an einzelnen Orten sch^n seit mehreren Jahren ohne Nachtheil für die Güter keine Maulwürfe mehr gefangen werten seien. Dagegen habe die Mehrheit des Ausschusses behauptet, daß ter Schaden, welchen die Maulwürfe auf Wiesen anrichteten, ungleich größer fei, als der Nutzen, intern nicht nur die Haufen, welche man unmöglich bis zur Heuerndte fortgesetzt ebnen könne, keinen Ertrag lieferten, sondern auch ein Raum ringsum nicht mehr glatt abgemäht teerten könne. Auch dienten die lockeren Maulwurfs- Berlin, 14. Jan. Nach den Angaben verschiedener Blätter sollen mehrere in der Anciennetät gleichstehende Generale in ter Beförterung des Generals von Potbielsky zum Generallieutenant eine Zurücksetzung gefunten und taher Se. Majestät um ihren Abschied gebeten haben. So viel wir indessen hören, sind bis jetzt solche Entlassungsgesuche nicht eingereicht worden und hat auch Herr v. Pod- biclsky nicht das Patent, sondern nur den Charakter eines Generallieutenants erhalten. Es dürste sich diese Rangerhöhung einfach erklären aus der Stellung, die derselbe als Vertreter des KriegsministerS und somit als Bevollmächtigter Preußens im Bun- tesrathe einzunehmen hat. Berlin, 15. Jan. Der „Staatsanzeiger" de- mentirt die Zeitungsnachricht, daß die Commissions- berathung des Bundesrathes über die Civilproceß- ordnung den Entwurf der ehemaligen hannoverschen Proceßordnung zur Grundlage genommen. Der frühere preußische Entwurf fei keineswegs aufgegeben. — Die preußischen Kriegsschiffe „Hertha" und „Blitz" retteten bei Smyrna das gestrandete französische Kriegsschiff „Roland" mit eigener Gefahr und Aufopferung. Karlsruhe, 13. Jan. Die Kammer der Abgeordneten hat heute das Ministerverantwortlichkeits- gesetz wesentlich nach den Anträgen der Commission mit 52 gegen 1 Stimme angenommen. Augsburg, 15. Jan. Aus Wien wird in der „Allg. Zig." osficiös bestätigt, daß Frankreich auf die Verwendung Oesterreichs den bisherigen Handels- vertrag mit Mecklenburg gelöst, resp. letzteres davon entbunden hat; durch die Bemühungen Oesterreichs habe sich Frankreich auch dazu verstanden, weder der Zolleinheit noch der Militäreinheit Norddeutfchlands ferner zu widerstehen. Es fei die Aufgabe des föde- rativ-constitutionellen Oesterreichs, den Frieden zwischen den europäischen Staaten zu erhalten. Wien. Nach den neuesten Dispositionen bezüglich des Leichenbegängnisses des Kaisers Maximilian wird am 16. die „Novara" in der Rhede von Triest entlausen. Um 9% Uhr Vormittags beginnt die Ausschiffung und die Ueberführung der Leiche zum Bahnhofe in Triest, von wo sich um 1 Uhr der Separattrain in Bewegung setzt, der am 17. Abends am Südbahnhofe in Wien eintrifft. Das feierliche Lei- chenbegängniß und die Beisetzung der irdischen Hülle des Kaisers Maximilian in der kaiserlichen Familiengruft in der Kapuzinerkirche findet am 18. um 3 Uhr Nachmittags statt. Wien, 12. Jan. Johannes Ronge ist hier gewesen, um die Gründung einer deutschkatholischen Gemeinde zu ermöglichen. An das neue Ministerium dwirthschaftli Haufen den Maikäfern vor ihrem Einlarven vorzugsweise zum Sammelplatz, in Folge dessen die Engerlinge gerade an den Plätzen, auf welchen die Maulwürfe geschont worden, ungeheure und ungleich größere Verheerung angerichtet hätten, als auf den anderen, wo sie vertilgt worden. Gleichwohl fei die Ansicht allgemein vertreten gewesen, daß die Gemeindemaulwurfsfänger entbehrt, und es den einzelnen Gutsbesitzern überlassen werden könnte, die Maulwürfe wegzufangen. Dieses sei mittelst der blechernen, sehr billigen Maulwurssfallen, welche nur in die Gänge gelegt werden dürften, Jedem sehr leicht gemacht, und es könne den Gemeinden vielleicht anempfohlen werden, statt der theuren Fanggebühren, solche Fallen zum Ausleihen anzuschaffen. Hiernach hat sich also auch dieser land- wirthschaftliche Bezirksverein für das Abschaffen der Gemeindemaulwurfsfänger erklärt. Ich habe nicht erfahren können, wie die vorge- schlagcnen blechernen Fallen beschaffen sind. Dieselben werden aber durch Vermittlung VeS Tübinger Bezirksvereins bezogen werden können, insofern unser Verein es nicht vorziehen sollte, Versuche damit anzustellen und die Erfolge bekannt zu machen, was ich für wunschenswerth halte. Sm Besitzer umfangreicher Gärten dahier erzählte mir, daß, nachdem ihm alle Maulwürfe weggefangen gewesen, die Regenwürmer sich so vermehrt hätten, daß er genölhigt gewesen, sich von einem Nachbar zwei Maulwürfe schenken zu lassen, welche mit ihren Nachkommen die Würmer verfolgt hätten. Mach einer Mittheilung in der Beilage Nr. 12 di'e-es Blattes von 1864 betrug der in 1862 aus den Gemeindekassen in 27 Aemtern des ehemaligen Herzogthums Nassau verausgabte Lohn für das Fangen der Maulwürfe 10,985 fl. 19% fr. Die Stadt Wiesbaden bezahlt allein jährlich 130 fl. an den Maulwurfsfänger aus der Stadtkasse. Wie viele nicht begüterte Steuerpflichtige müssen hier dürfte nun binnen Kurzem die Frage zur Entschei- düng herantreten, ob es gewillt fei, den Deutschka- tholiken oder Neukatholiken die Rechte einer anerkannten Religionsgenossenschaft zuzugestehen. Florenz, 9. Jan. Was die äußere Politik betrifft, so ist die Absicht Menabrea'S folgende: von nun an dem „non possumus“ des Papstes ein „non possumus“ Italiens entgegenzusetzen. Er will einfach, wie der Papst es bereits so lange und mit gutem Erfolge gethan hat, alle Vermitt- lungsvorschläge ablehnen. Er wird hierin durch Vas Benehmen des Papstes bestärkt, das jede Aussicht auf Versöhnung immer mehr abschneidet. Derselbe hat die Vorschläge zur Mäßigung, welche ihm Lord Clarendon gemacht, und dessen Bitten, doch etwas zur Erhaltung des Weltfriedens beizutragen, durch eine gänzliche Zurückweisung beantwortet. Paris, 11. Jan. Die „France" weidet heute: „Unsere Briefe aus Berlin sprechen von einer sehr freundschaftlichen Korrespondenz, welche zwischen dem König von Preußen und dem Kaiser aus Anlaß des neuen Jahres ausgetauscht worden wäre. Die Initiative zu diesem Akte wäre von dem König von Preußen ausgegangen, dessen Brief in Ausdrücken abgefaßt wäre, welche die Verständigung zwischen den beiden Souverainen und zwischen den beiden Ländern über die schwebenden großen Fragen leicht machen können." Da die „France" sich sonst die Hetzerei gegen Preußen zur besonderen Aufgabe macht, so darf man wohl dieser ihrer Nachricht um so eher Glauben schenken. Paris, 15. Jan. Indem die „Patrie" an die von Oesterreich, England nnd Preußen in Belgrad gemachten Vorstellungen erinnert, schließt sie, daß diese Uebereinftimmung die gegen den Frieden gemachten Anschläge zu nichte machen werde. Das Blatt deutet auf die Wahrscheinlichkeit eines guten Einvernehmens zwischen Frankreich, Preußen und Italien hin, um zur Septemberconvention zurückzukehren. Petersburg, 15. Jan. Die „Nordische Post" sagt in ihrer Jahresübersicht: Rußland beabsichtige weder eine Gebiet-vergrößerung im Oriente, noch eine Vermehrung seines Einflusses auf die Bevölkerung des Orients zu erlangen; es fordere aber die Mitwirkung Europa's, um die Wohlfahrt der christlichen Bevölkerung in der Türkei, zur Verhütung einer Katastrophe, zu befördern. New-Aork, 15. Jan. Das Repräsentantenhaus hat das vorn Senate angenommene Gesetz, welches die Steuer auf die Baumwolle aufhebt, verworfen. ch e s. dazu beitragen, um den Gutsbesitzern, vielleicht gegen den Willen vieler derselben und wohl auch zu deren Nachtheil die Maulwürfe wegfangen zu lassen! In den Herbstbezirksversammlungen von 1864 sind schon sehr viele Freunde dieses nützlichen Thieres warm für dessen Schutz eingetreten. In der zu Oberursel sprach man sich für die überwiegende Nützlichkeit des Maulwurfs und gegen dessen stete Verfolgung au«, auch haben damals schon einige Bürgermeister bemerkt, daß das Fangen in verschiedenen Gemeinden, namentlich in Lorch und in Rüdesheim abgefchafft sei, und daß in anderen Gemeinden die Maulwürfe nur dann gefangen würden, wenn eine allzustarke Vermehrung eintrete. Die entgegenstehende Ansicht, wozu sich die Mehrheit bekannte, hatte die Verwüstung der Erndte durch Aufwerfen der Hügel bei trocknen Wiesen und die Verhinderung des Mähens vorzugsweise ins Auge gefaßt. Die von mir mitgetheilten Erfahrungen über den Nutzen der Maulwürfe sind größtentheils der Neuzeit entnommen und werden durch die Forschungen und Aussprüche sachkundiger Männer unterstützt. Auch in anderen Staaten hat man mit Rücksicht hierauf das Fangen der Maulwürfe auf Kosten der Gemeinden entweder verboten oder doch für ungerechtfertigt erklärt. Diese Ueberzeugung wird voraussichtlich auch bei uns immer mehr Boden gewinnen, und es wird dann vielleicht auch unsere Regierung dem Gegenstände ihre Aufmerksamkeit zuteenden. Am Wenigsten gerechtfertigt scheint mir das Wegfangen der Maulwürfe auf Kosten der Gemeinden, in Welchen Steuern zur Gemeindekasse erhoben Werden." (Zeitsch. landw. Vereine.) Redaction, Druck und Verlag der Bruhl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen-