n Ta- -reball. ch den ’7 laut lä den allein Kannt- rbeiten, fl. auf iments- er Ein- len auf Z'laufe- । B-r,.. r moll- absolut reichten g schon iche für ch dein ald ein ;enanut Wolf- t dürste kannten ZU er-' m zwi- r, und h Cor- if 600, Die Te- ri Laufe rechung ihr 14, tzwang- i schon ng mit lbcr an t wird lieber Mittag gte sich i kosten Loudon ansport machte ib man seinem Pariser estorben daß der des be- welcheS in St. uiethet; lvoyen; sm der ■n Ijat: Unister, ’ nigstens Wittwe )0O Fr. hrlichen elligkeit eilen — ch »erst schon ir wur- ) Ellen kleberge he ihre uptstadt mancher en Tag > gränzt vianern mg von v zählt en Jah- (. Doll, lersonen : spani- Schiffe in Ein- 'ellschaf- R eisen Ehina. kapulko, für 17 rde für ngS der ificbahn een daS -richtet: impor- Die so viele sich geilen die ht wor- i scheint - Nach- dald sie ere Zu- stewyork >0 Pcr- liefern 100,000 «Zm Gießener Anzeiger. Erscheint wöchentlich brei- mal. Dienstags, Donnerstage und Samstags. — Expedition: Canzletbero ßit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Areis Kielen. Ne. 123» Samstag dm 17: Oktober 1868 Brodpreife vom 17 bis 2ZL October 1868, nach eigener Erklärung der Bäcker: 4 Pfund gemischtes Brod 17 fr. 2 Pfund gemischtes Brod 8!/2 fr. 4 Pfund Roggenbrod 14i/2 fr. 2 Pfund Roggenbrod 74/4 fr. Amtliche Bekanntmachungen. Gießen, am 10. Detober 1868. Betreffend: Die Gesetzgebung der Nordamerikanischen Staaten über die Erbberechtigung der Ausländer- Das Groß herzogliche K r e i s a m t Gießen an die GroßheyogUchen Bürgermeistereien des Kreises. Das nachstehende Ausschreiben des Großherzoglichen Ministeriums des Innern wollen Sie in geeigneter Weise zur Kenntniß derjenigen Ihrer Gemeindeangehörigen bringen, welche bei Aenderung der Gesetzgebung des Staates Iowa interessirt sein könnten. Dr. Goldmann. Zu Nr- M. d- I. 10,014 und 10,055. Darmstadt, am 21. September 1868. Betreffend: Wie oben. Das Großherzogliche Ministerium des Innern an die Großherzoglichen Kreisämter. Mit Bezug auf unser Ausschreiben vom 24. Mai 1859, Nr. 13 des Amtsblatts, benachrichtigen wir Sie, daß die Legislatur des Staates Iowa am 8. April l. I- ein Gesetz angenommen hat, durch welches alle bisherigen Unterschiede zwischen Fremden und Einheimischen in Bezug auf den Erwerb, den Besitz und die Uebertragung von Grundeigenthum, aufgehoben worden sind. Da durch dieses Gesetz die Schwierigkeiten, welche sich bei Geltendmachung der Ansprüche außerhalb der Vereinigten Staaten wohnhafter Erben auf das zu Verlassen- schaften gehörige Grundeigenthum früher entgegenstellten, nunmehr als beseitigt anzusehcn sind, so dürfte die Kenntniß hiervon für solche Angehörige des Großherzogthums, denen Erbschaften im Staate Iowa anfallen, von Interesse sein, weßhalb wir Ihnen empfehlen, die Angehörigen Ihrer resp. Kreise auf den Inhalt der gegenwärtigen Mittheilung in den Anzeigeblättern aufmerksam zu machen- v- D a l w i g k- Zimmermann- Gießen, am 8 Detober 1868. Betreffend: Die Revision der Hppothekenbücher, hier die Aufbewahrung derselben und der Grundbücher. Das G r o ß h e r z o g l i ch e K r e i s s m t Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Die Grund- und Hypothekenbücher werden nach uns zugegangener Mittheilung der Gerichte noch vielfach vorschriftswidrig, namentlich in gewöhnlichen Actenschränken aufbewahrt, während dieselben sich in einem Behälter von Holz oder starkem Blech befinden müssen, der in verschlossenem Zustande jederzeit leicht weggctragen werden kann, der also nicht so schwer sein darf, wie ein Schrank, und mit Griffen zum Tragen versehen sein muß. Bestehen die Grund- und Hypothekenbücher in so vielen Bänden, daß sie-auf einmal nicht getragen werden können, so müssen mehrere, einzeln leicht transportable Behälter in Form aufeinandersitzender Feuerkisten mit verschließbaren Thüren vorhanden sein. Wir beauftragen Sie, alsbald für Beschaffung solcher Behälter zu sorgen und wie geschehen, erforderlichen Falles unter Vorlage der entstehenden Kostenrechnungen, binnen längstens vier Wochen zu berichten. , , „ , * m Zweckmäßig erscheint es, die Behälter, wenn irgend thunlich, in der Größe unfertigen zu lassen, daß darin auch die zu den Grundbüchern gehörigen Karten Raum finden- Dr. Goldmann. Bekanntmachung. Borträge des Wanderlehrers, Herrn Leisewitz, im Kreise Gießen: Zu Mainzlar (Rathhaus): Sonutag den 18. October, Nachmittags 3 Uhr und Abends 6 Uhr, Dienstag den 20. October und Mittwoch den 21. October, jedesmal Abends 0 Uhr, Zu Allendorf a. d. Lda. (Rathhaus): Montag den 19. October, Abends 6 Uhr, Zu Lang-Göns (Schulhaus): Sonntag den 25. October, Nachmittags 3 Uhr, Montag den 26. October, Dienstag den 27. October und Mrttwoch den 28. October, jedesmal Abends 6 Uhr. Bekanntmachung. Wegen eingetretener Saatzeit sind die Tauben von heute bis zum 10. November bei Vermeidung der im Art. 79 des Feldstrafgesetzes angedrohten Strafe in den Schlägen einzuhalten. Gießen, den 14. October 1868. Großherzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzialhauptstadt Gießen. Nover. Besondere Bekanntmachung. 7530) Nachdem bei mißlungenem Güteversuch über den Nachlaß des dahier verstorbenen Schuhmachers Johannes Ru- pertus durch Verfügung von heute der förmliche Concurs erkannt ist, so werden die betheiligten Gläubiger aufgefordert, ihre Forderungen im Termin den 28. October d. I., Morgens 9 Uhr, Contumazirzeit, unter Vorlage der deshal- bigen Beweisstücke beim Rechtsnachtheil der Ausschließung von der Masse gegen den be-i stellten Contradictor Rechtsanwalt Manns dahier anzumelden und zu begründen. Kirchhain, am 16. September 1868. Königlich Preußisches Amtsgericht. Israel. vdt. Bezzenb erger. V ersteigerungen. 7564) Montag den 19. October 1868, Nachmittags 2 Uhr, werd bei der Stadt Gießen: eine Partie Cementfässer, Baumstützen, abgängige Bäume und altes Gehölz öffentlich versteigert und der Anfang in dem Hofe bei dem Holzmagazin gemacht- Gießen, den 16. October 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen Vogt. Mobilien-Versteigerung. 7538) Dienstag und Mittwoch, sowie Freitag, den 20., 21. und 23. d Mts-, Vormittags um 8 Uhr anfangend, wird mit der Versteigerung der zu der Con- cursmasse des Hirsch Mayer Sohn gehörigen Mobilien fortgefahren und werden an diesen Tagen Eisen- und Gußwaaren, namentlich am letzten Tage 62 Oefen und 1 Ambos, dem Meistgebot ausgesetzt. Butzbach, den 13. October 1868. Großherzogliches Ortsgericht Butzbach. Küchel. Arbeitsversteigerung zu Beuern. 7553) Montag den 19. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, sollen im neuen Schullocale dahier nachfolgende Arbeiten öffentlich an die Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden, als : Schreinerarbeit, bestehend in Anfertigung der Subsellien, veranschlagt zu ... . 244 fl. 48 kr. Spenglerarbeit, vcranschl- zu 43 „ 36 „ Weibbinderarbeit, „ „ 29 „ — „ Beuern, am 13. October 1863. Großhcrzogliche Bürgermeisterei Beuern. I- A.: L- Hahn, Bezirksbauaufseher. 7471) Mittwoch den 21. October l. I-, Vormittags 10 Uhr, wird dahier für 1869 zur Lieferung versteigert : 1) 1000 Stück Weißkraut, 2) 250 „ Wirsing, 3) 60 Centr- Sauerkraut, 4) circa 76 Centr. Ochsenfleisch, 5) „ 18 „ Schweinefleisch, 6) ' 13 „ Kalbfleisch, 7) „ 20 „ Schweineschmalz. Marienschlos;, den 6. October 1866. Großhcrzogliche Landeszuchthaus-Direction- ___________________Knispel.____________________ Versteigerung von gebrauchtem Stroh. 7565) Künftigen Mittwoch, den 21. d. Mts-, Vormittags 11 Uhr, wird das alte Bettstroh aus 390 Strohsäcken 2C. in der hiesigen Caserne partieen- weise gegen baare Zahlung meistbietend versteigert- Gießen, den 16. October 1868. Großherzogliche Garnisonverwaltung. Kalbfleisch, Oberquartiermeister. 7534) Meine anerkannt vorzüglichen Liqueurc eigener Destillation, die sich durch völlige Entfuselung, Feinheit des Geschmackes und billige Preise auszeichnen, bringe ich in empfehlende Erinnerung- Ich erlasse:' Doppel-Kümmel, Magenbitter, Doppel-Pomeranzen, Doppel-Anis ä 32 und 36 kr. pr. Maas, ferner den aus frischen magenstärkenden Kräutern und Ingredienzien destillirten und beliebten Jäger- sog. Napoleonbitter, ein Labetrunk auf der Jagd und bei Excur- sionen ä 48 kr. und beste Qualität ä 1 fl. 4 kr. pr. Maas, weiter 8 Jahre alten ächten Nordhäuser Fruchtbrandwein ä 48 kr. und 1 fl. 4 kr. pr. Maas, sehr abgelagerten und feinschmeckcnden Brandweiu » 24 und 28 kr. pr. Maas. Joh. Balth. Noll, im Ritter. 7569) Das Herrenkleider - Magazin Verkauf. 7519) Montag den 2. November l. I-, Nachmittags 2 Uhr, sollen in gerichtlichem Auftrag auf dem Rath Haus zu Gießen durch das Großherzogliche Ortsgericht die zu der Bierbrauer Loos'- schen Verlassenschaft gehörigen Liegenfchaften, unter den im Lici- tationstermin zu eröffnenden — in der Zwischenzeit von den Unterzeichneten schon zu beziehenden — näheren Bedingungen zur Versteigerung gelangen. Die zum Verkauf ausgesetzten Liegenschaften bestehen, neben einer Anzahl Aecker, Wiesen und Grabgärten — zum größten Theil um die Gebäude gelegen — aus einem Wohnhaus resp. Wirt h- schaftsgebäude in der Stadt mit Brauhaus nebst Einrichtung, Oeconomiegebäulichkeiten, Hofraum, sowie ans der Besitzung, genannt der Felsenkeller. Die Liegenschaften werden zunächst im Ganzen, dann auch im Einzelnen feilgeboten. — Mit der Brauerei kommen die Gefäße zur Auction. Bei Gesammterwerb der Liegenschaften kann die auf solche radi- cirte Hypothek — nähere Vereinbarung mit der Pfandgläubigerin vorbehältlich — mitübernommen werden, und die entsprechende Schuld- Übernahme zu ihrem Theil als Kaufschillingszahlung gelten. Unterzeichnete ertheilen jede etwa gewünscht werdende Auskunft. Gießen, den 26. September 1868. Der provisorische Ausschuß: Dr. Rosenberg II., Andreas Weidig, R. Hirschhorn, Hofg.-Advocat. Gemeinderath. Hofg.-Advocat. ©3° Cigsrren-Versteigeiuug 7559) Mittwoch den 21. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, im Darmstädter Hans. C. Pietsch I. von S. Flörsheim ist für die bevorstehende Winterfaison auf das- Reichhaltigste ausgestattet, und empfiehlt ganz besonders: schwere Double-Paletos von 14 fl. an bis zu 21 fl. „ Eskimo- „ v 20 V V y y 35 ,, „ Ratino- v i, 11'11 V V V y 32 „ Velour- und Ratinö-Derbys „ 9 V V V V 2l , v Joppen „ -äV2 V V y V 7 ,z Schlafröcke „ 7. V y y V 24 „ NAusverkauf!! 7572) Wegen Aufgabe dieses Geschäfts verkaufe ich folgende Artikel zu bedeutend herabgesetzten Preisen, als: Oefen, Herde, Viehkrippen, Kroppen und Deckel, Schmied- und Schlossereisen, Pflugschaaren, Uhrgewichte, Pfannkuchenpfannen, Werkzeuge für Schreiner und Zimmerleute, sowie Schlösser, Beschläae und sonstige kleine Eisenwaaren. Markus Gugel, in den Neuenbänen. 7524) Ausgesuchte Bordeaux-Weine in Flaschen von 36 kr. an, I863r Wickerter, eigenes Wachsthum, sowie die so beliebten Hahnheimer und Oberingelheimer, empfiehlt zu den billigsten Preisen Pitthan. Geschäfts - Empfehlung. 7536) Der Unterzeichnete empfiehlt einem geehrten Publikum hiesiger Stadt und Umgegend sein Lager in Kappen aller Art, Hüten, Hosenträgern, Buckskin- und Militär-Handschuhen, Halsbinden, Reisetaschen, Arbeitsblousen re. Gießen, im October 1868. H. Franck, Hofkappenmacher, wohnhaft bei Herrn Lederhändler Plank, Wettergaste. Feilgebotenes. Oefen und Herde zu Steinkohlen- und Holzbrand, Feuerungs- und Küchengeräthschaftcn, Stein- und Braunkohlen, in ganzen und geteilten Waggon-Ladungen und im Einzelnen (7575) empfiehlt I- G. D- Bapst. | Winterpflanzen, als: Weiß- und Rothkraut-, Wirsing-, Oberkohlraby- und Salat-Pflanzen in vorzüglicher Qualität zum Aussetzen, sowie frifcher Spinat, zu haben bei Th. Rautenstrauch, ________________an der Schoor._____ 7549) Feder weißer bei__________________________C- Pipp. yr 'äi für Frucht und Kartoffeln sind stets vor- räthig bei Georg Grieb, __________________________Schloßgasse. 7573) Mein Lager von englischen Gummischuhen bringe ich hiermit in empfehlende Erinnerung. K. Grünebaum, _____________________Sonnenstraße. | A. W. Buiirich's Universal-Reinigungssalz ist in Gießen allein ächt zu haben bei Herrn Julius Wallach daselbst. Jeder Versuch wird den längst bewährten guten Ruf meines Reinigungssalzes bestätigen- Berlin, im October 1868- A. W. Bullrich, vormals F- C- Stegeman, Hoflieferant. Vorzügliche Cigarren, 4 1 kr. pr. Stück, empfiehlt L. Fr. Handwerk, (7515)______________ Neustadt-________ 7555) Ein zweitheiliger Straßen-Spie- gel ist zu verkaufen Brand Nr. 205. S. Flörsheim (7570) Z a h b w e Id (7533) Mittel 7512) Vorzüglicher Trauben verschwindet augenblicklich durch das berühmte amerikanische Unterzeichneten anmelden. Treis a. d. L-, den 13. October 1868. Amendt, Oberförster. 7521) Amerikanische Nähmaschinen für alle häuslichen und gewerblichen Zwecke, versehen mit den neuesten und praktischsten Vorrichtungen, werden unter vollständiger WJjlU Garantie und gegen erleichterte Zahlung?- bedingungen empfohlen bei Alexander Mayer. Ungarisches FaMolz in allen Dimensionen, en gros et en detail, empfehle zn den billigsten Preisen. Georg BBtttllfl in Mainz. Lagerplatz: im Eisenbahnhof am Holzthor. 7546) Aus dem zwischen Alten-Buseck —----------------------------- und Treis a. d. L. gelegenen Freiherrlich w&iäÄ®8»» ^iZ v. Rabenau'schen Walddistrict Niederseilbach CI IJ können mindestens 20 Malter Eicheln zum Selbstsammeln abgegeben werden. in großer Auswahl empfiehll Lusttragende wollen sich baldigst bei dem „Feytona.“ Einzige Niederlage bei Carl jFrecli. most, pr. Schoppen 12 kr., bei Th. Lony, im Promenadehaus. 7560) Ich habe eine bedeutende Auswahl in billigen Hüten anfertigen lassen, und ist es mir möglich, runde Hüte von 1 fl. 30 kr. an und Capothütr von 3 fl. an zu verkaufen. Wilhelmine Fuhr. 75! 1) Jeden Abend frischer Gänsebraten, sowie jeden Montag Abend Gänsepfeffer, !! Ausverkaus!! 7531) .Die Justin Eberhardt'sche Musikalien- Handlung (Musikalien-Leihaustalt), welche nur gediegene Werke neuerer Componisten, sowie sämmtliche Sonaten, Symphonien rc. von Mozart, Beethoven, Haydn und Clementi, fast alle in mehreren Eremplaren enthält, wird von heute an mit einem Nachlaß von 40 bis 50 pCt. des Ladenpreises ausverkauft. Kataloge werden auf Verlangen gratis verabfolgt. Gießen, den 19. September 1868. bei 7528) Wollene Herrenhemden, Gefundheitsjacken, Unterhosen, --------------—— Leibbinden, Shawls, Cacheneztücher, Hosenträger, Shlips, Cravatten, 7.558\ ? :Wa.n3en' weiße Leinen- und Shirting-Hemden, Chemisetts, Kragen und TZ an# Wuier" Gemifle^Pflauzeu, °a?s°.^ Wirsiu" chetten in Leinen und Papier, sowie Wildleder- und Burkin -Hand- Roth- und Weißkraut (Früh-Gemüse für schuhe in reicher Auswahl, empffehlt zu billigen Preisen 1869), gelbe Salat-Kartoffeln, die Meste ' A, «nrinnla (S Kiff zu 24 kr-, bet L. Hartmann, Schanz. -H« vormals xn Nr. 16. 2 fl. 36 kr. fl- 11 11 ächt amerikanischer Nähmaschinen von der Hauptagentur des Herrn Moritz Weiler in Frankfurt am Main bei ______________ C Eichenberg. Vermischte Anzeigen. Unterricht in der frairMschen und englischen Sprache. 7587) Mein Privatunterricht in diesen Sprachen wird von heute an ohne Unterbrechung fortgesetzt. Anmeldungen für das Winterhalbjahr wolle man baldigst an mich gelangen lassen. Lehrer Mayer, Neustadt. 2 „ 42 Für Fülschund wird gewarnt! Ge^en Dais und UnsterblichKeiisglaube int Licht der Geschichte und der gegenwärtigen Wissenschaft. Akademischer Vortrag, gehalten in Bern vor einem gemischten Auditorium von Dr. A. Immer, Prof, der Theologie. 8°. Elegant brochirt. Preis 21 kr. Vorräthig in der Ferb cr'schen Univ.- Buchhandlung und in allen übrigen Buchhandlungen in Gießen. 24. 3 fl. 12 kr. Francais. 7513) Reprise des cours et des le anständiges Logis von 2 bis 3 Zim- - H mern in der Nähe des Neuenweger * Thores vom 1. November an zu mie- $ 4 then. Gefällige Offerten bittet man 4 bei der Exped. d. Bltts. unter Nr. 7563 4 H abzugcben. | Agentur und Niederlage sämmtlicher Sorten ■2 Pel z w «raren in großer Auswahl und in vorzüglich anerkannter Qualität sind eingetroffen bei S. 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Grau- und braunmelirte: 1 „ 18 ,, Gemischte farbige: 1 „ 36 „ Hochrothe: 2 „ 6 „ Ringelwolle in den verschiedensteir Farben L"18 ff ff 7532) Amerikanische N ä h m aschi ne ii in verschiedenen Systemen, als: Singer & Co., Grober & Baker, Howe, Wh eeler & Wilson mit Glasfuß und sämmtlichen Apparaten, früher fl. 105 jetzt fl. 90. Handmaschinen mit Kettenstich, Doppelkettenstich und Doppelsteppstich nebst Trittvorrichtungen, unter dreijähriger Garantie, erleichterten Zahlungsbedingungen, freier Instandhaltung und freiem Unterricht. Reparaturen werden billigst besorgt- I. Th. Haubach. Markt. 7537) Mittwoch den 21. October: Tum- Musik bei Th. Lonv, DECERHEE a3K\\ TDLLWK6^i) Üwrrcksche Wrust ÄonlnmWE T ; tn Butzbach bet Balcnttn Wtcßler; in Friedberg; bei I. A. Windecker; in Hungen bei A. Buch; tn Euch bet H. C. Brugmann. f'ff 11157 MMwMW fcrüEHTiONgÄlStiOj 7508) Ein braver Junge findet gegen angemessenen Lohn leichte und dauernde Beschäftigung. Näheres bei der Exped. d. Bl- 7542) Neuenweg Lit- B- Nr. 194, eine Stiege hoch, wird feine Wasche zum Bügeln übernommen und werden daselbst auch alle in's Putz fach einschlagende Arbeiten gefertigt 7504) Eine Familienwohming nebst Lagerraum wird zu miethen gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bltts.____________________ 7543) Ein thätiges, gewandtes Mädchen oder eine Frau wird gesucht. Nähere Auskunft wird ertheilt im Hause der Frau Friedr- Plank Wittwe, Neustadt, am Oswald'schen Garten. 7548) Ein Mädchen, welches noch einige teie Stunden hat, sucht eine Stelle als Laufmädchen. Näheres zu erfragen bei Frau Schnecko in der Wolkengasse. Garn preise in Zollpfunden: Tertia Turnverein. Montag den 1.9. October, Abends 8 Uhr: Vereinigung mit Musik in C h r. Lo ny's Bierhalle. Karten für einzuführende Gäste bei Herrn H. Rübsamcn (Mäusburg.) (7586) Der Vorstand- 7527) Von heute an befindet sich meine Wohnung und mein Ge- fchäftsbüreau in dem neuerbauten Haufe der Herren L. und A- Petri in der neuen Anlage. Gießen, den l. October 1868. Wolf, Hofger.-Advokat. 7556) Möblirte Zimmer sind zu ver- miethen bei A. Bolp, Lindengesse. 7507) Im Jughardt'schen Hause am Canzleiberg ist ein möblirtes Zimmer zu vermiethen.______ 7541) wei Zimmer mit Cabinet, Kammer, Küche, Keller u. s. w. sind zu vermiethen. Näheres bet der Exped. d. Bltts. 7562) Zu Vermiethen ein freundliches, möblirtes Zimmer bei _____________Fr. Bieler, am Kreuz. 7545) , Ein freundlich möblirtes Zimmer mit Cabinet ist zu vermiethen Wallthor- straße Lit. A- Nr. 227. 7505) Ein schön möblirtes Zimmer mit Cabinet ist zu vermiethen bei ________________Gärtner Schaum. 7496) Ein freundliches Familienlogis ist wegen Wegzugs an eine stille Familie vermiethen und sogleich zu beziehen bei ______________Canzlist Brauburger. 7502) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei Wittwe Jungel, _______________ in der Lindengasse. , 7500) Ein sehr freundlich möblirtes Zimmer mit Alkoven ist zu vermiethen bei Sophie Plank, Wittwe, Neustadt, am Oswald'schen Garten. 7501) Bei Ober-Postseeretär Henne- mann, im Hause des Herrn F-Windecker aus dem Kreuz, ist ein möblirtes Zimmer sogleich zu beziehen.__________________ 7497) Ein möblirtes, freundliches Man- sarden-Zimmer ist zu vermiethen. Wo? sagt die Exped. dieses Blattes. 7509) Ein gut gehaltener runder Nußbaumtisch, sechs Stühle, ein Steinkohlenöfchen, ein Sparherd, eine Blumenbank und drei Paar Fensterläden werden billig abgegeben. Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts. 7514) 409 □.fi’Iftr. Acker am Krofdorfer und 550 lnKlftr. Acker am Wismarer Weg sind auf längere Jahre zu verpachten. H. M. I u g h a r d t. 7584) In zweiter Auflage erschien: Bermreth ungen. 7580) In der Universitätsstraße Lit. E. Nr. 78 ist im dritten Stock ein Logis, bestehend aus zwei Zimmern mit zwei Cabi- neten, nach der Straße gelegen, sogleich beziehbar, zu vermiethen. Näheres im Hause eine Stiege hoch.___________________________ 7576) Ein freundliches Zimmer ist mit oder ohne Möbel zu vermiethen bei W. Kohlermann, ___Neustadt Lit- D. Nr- 156. 7577) Ein kleines Familienlogis (Neuenweg) ist zu vermiethen und alsbald zu beziehen. Das Nähere bei G- CH- Spruck- 7578) Ein kleines möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei C- Keck Wittwe. 7579) Ein gut möblirtes Zimmer ist zu vermiethen und sogleich beziehbar bei E- Eichenberg. 7529) Im v- Grolman'schen.Hause in den Neuenbäuen sind zwei möblirte Zimmer mit Cabiuefs, zusammen oder einzeln, zu vermiethen. 7499) Eine freundliche Familienwohnung und ein Zimmer mit Cabinet sind zu vermiethen bei H. Sauer, Neuenweg Lit B- Nr. 194. 7468) Ein Logis, 4—5 Zimmer, Küche zc. enthaltend, ist zu vermiethen Lit- A- Nr. 179. 7520) Einem verehelichen Publikum empfehle ich mich in allen vorkomutenden Putzarbeiten und bin bereit, dieselben auch außerhalb meiner Wohnung zu fertigen. Bestellungen bitte ich bet meiner Schwester ©ufanna Weiß, Hutlager, Seltersweg Lit C- Nr. 148 abgeben zu wollen. __E- Weiß. 7585) Ein braves kräftiges Mädchen, welches alle häuslichen Arbeiten versteht, wird in Dienst gesucht Von wem? sagt die Exped. d- Bltts. 7518) Filzhüte zum Färben und Fagon- ntren werden angenommen, sowie alle Ptttz- arbeiten in und außer dem Hause besorgt Louise Schneider, Neuenweg Lit B. Nr. 130. 7498) Ein Schuhmachergesell findet auf geringe Arbeit dauernde Beschäftigung. Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts. 7552) Ein möblirtes Zimmer mit Cabinet, sowie ein kleineres möblirtes Zimmer, sind zu vermiethen bei I. Becker Wittwe, ____________________Neuenweg._____ 7582) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei B. Walther, Schuhmacher. 7583) Ein kleines Familienlogis und zwei möblirte Zimmer mit Cabineten sind zu vermiethen bei G- Sch mehl, ___am Brand- 7517) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei 1 A- Dickor«- 7525) Eine möblirte Stube mit Cabinet ist zu vermiethen bei Mitprediger Balser. 7581) Eine möblirte Stube für einen auch zwei Herren ist zu vermiethen bei __________________Philipp Flett. 7510) Mehrere möblirte Zimmer mit Cabinet sind zu vermiethen bei _______________C- Becker, Reichensand. 7516) Ein gut möblirtes Parterre-Zimmer mit Cabinet ist vor dem Seltersthor zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bl- 7561) Ein gut möblirtes Zimmer ist zu vermiethen im Hause der Herren Flick & Kröll- Die auffallend wohlthätige Wirkung des weißen G. A. W. Mayer’schen Brust-Äyrups welche ich an mir selber erfahren, bescheinige ich hier mit Vergnügen streng der Wahrheit gemäß: „Als mich vor einiger Zeit plötzlich „eine Brustbeklemmung, Asthma, überfiel, „welche einige Tage anhielt und mich „sehr beängstigte, war es dieser vor- „zügliche Syrup allein, welcher mich „wieder davon befreite. — Schon am „3. Tage, nach Gebrauch von nicht ganz „Vs Flasche konnte ich wieder, wie durch „ein Wunder, frei athmen. Auch meiner „Mutter hat dieser Syrup seither wie- „derholt gute Dienste geleistet. — Diese „Thatsache veröffentliche ich nicht, um „Reelame zu machen, sondern einzig und „allein, um meinen Mitmenschen bei „dergleichen Leiden einen wirklich guten „Rath zu erhellen." Merzig, im Februar 1868. Jacob Blick, Gerber. *) Depot bei Fr. Bieler am Kreuz, tn Gießen. (7554) 7566) Austern und Bückinge zum Rohessen (geräucherte Häringe), letztere zu 3 kr- pr. Stück, bei I. A- Busch Söhne. 7574) Ein noch gut erhaltenes Pianino, Pariser Fabrikat, ist wegen Mangels an Raum billig zu verkaufen. Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts. 7550) Wintcrsalat-Pflanzcn sind zu haben bei C. Pipp. 7551) Mb Nachdem die Weinlefe begonnen, so ist wieder neue Sendung von 1868r Traubenmost angekommen bei Joh. Rinn, in Klein-Linden. 7535 in Gesucht 7544) 7506) Den 15. zur Wetzlar. Heinrich Schwalm. tSelelsorten. 1 447/8-45i/8 1864r 971/2 Frucht- und Mehlpreise m verflossener Woche von nachbenaunten Orten und Fruchtmärkten. per Malter: Waizen 200, Korn !20, Kartoffeln 200, Mehl 140 Pfund. 7. 8. 9. 10. 9 9 9 9 5 9 1. 2. 3. 4. 5. 6. BSrseimachrichteu. 15. October 1868. Zi rrß er scher Garten. Sonntag den 18. October: 58i/2-59i/2 49-51 50-52 54-56 37-39 29-30 54-58 50-52 27-28 Pr. Cass. Sch. Div. Cass.-A. Pr. Friedrdor. Pistolen . . „ doppelte Holl. fl. 10 St. Ducaten . . 20 Frankens!. Wechsel. Amsterd. k. S. 100 Augsb. k. 8. 100 Berlin k. S. 105 Bremen k. 8. 97/2 „ 3i/8% do. do. 85 Bayer. 5% Obl. 1013/« „ 4>/2°/o 4jährige 96'/« » 41/2% t/aiährige 96»/« Würtemb. 4t/2"/o Obl. 943/« Baden 4V2% Obl. c. E.L. 94*/2 Oestr. 5°/o b. R. — „ 5% National 52% „ 5% Metall. Obl. — „ M. steuerf. 50*/8 Am er. 6% 1882r Bds. 763/g „ 60/q 1885r 761/«__ Aetien. Frankf. Bank 1233/« Oester. Bank 776 „ Creditact. 2131/2 Darmst. Bankact. 242 Prioritäten. 5% östr. F. St. E. B. 263ft2 Ludwigsh.-Bexbach — Maxbahn 106 Bayer. Ostbahn 125 Hess. Ludwigsbahn 133 ft« 3% östr. Stsb.-Prior. 52% 3% östr. s. Lombard. 431/2 3% Livorneser 30ftg Toscaner 45 Frankf. Hypoth.-Bank — Frankf. Vereins-Kasse — 5% Elisabeth-Prior. 741/2 do. II. Emiss. 731/« Anleleensloose. Kurh. 40 Thlr. Loose 547/8 Nassau fl. 25 b. Roth. 3 6 ft« Gr. Hess. fl. 50 b. R. 158ft« Gr. Hess. fl. 25 b. R. 40ft2 4O/o bayr. Präm. Anl. 1025/g 40/0 badische Loose 100 Badische fl. 35 Loose 53ftg 1858r Prioritätsloose 141 ft« 1860r Loose 73 11. Terzett aus der Oper „Ernani", von Verdy. 12. „Der musikalische Steckbrief", Quodlibet von Zulehner. 7481) Hierdurch erlaube ich mir, die ergebene Anzeige zu machen, daß ich mein neu angelegtes Geschäft eröffnet habe. Ich verkaufe in demselben nicht allein fertige Herrenkleider, sondern auch Stoffe, lasse nach dem Maaß arbeiten und hoffe, meine geehrten Besucher in jeder Beziehung zufrieden zu stellen. 160, Spelz und Haier 120, Erbsen, Linsen, wird ein junger Mann für den Papierboden und zu Ausgängen und Mithülfe an der Schnellpresse in der Buchdruckerei von _____________________Will). Keller. 7588) Mein angezeigter Tanzunterricht kann vorerst nicht stattsinden. Dies zur Nachricht der bereits Augemeldeteu. ______________________L. C. R ü b s a m e n. Sonntag den 18. October: Militär-VaU im Adler. Anfang Nachmittags 3 Uhr- (7590)_________B. Oswald. 7503) 3000 fl. Vormundschaftsgelder sind im Ganzen oder auch getrennt zu verleihen. Näheres bei der Exped. d. Bltts- Fruchtmärkte. Octbr- Waizen. i Korn. Gerste. Spelz. V is Hast' (S Auf Ma rbfeit. Linsen. Wicken. Kartoffeln. Weißmehl. Roggen mehl. Auf dem Markt Mit.- preis Auf dem lMlt-- Markt Ipreis Auf dein Markt Mit.- preis Auf dem M Markt prc Aüstdem Markt Mit.- preis dem rkt Mit.- preis Auf dem Markt Mit.- preis Auf dem Markt Mit.- preis Auf dem Markt Mit-- preis , auf- j lief- ! v erk- I EE I aus: gef. verk.! 7-° 1 ! ! -inv । verk. fl.ikr. auf- gef. verk. auf- 8 cf- verk. st. kr. •US ; -luv | verk. fl. kr. auf- gef. verk. ri.fr. auf- ges- verk. ft.fr. auf. gef. •paa 1 fl.ikr. fl. fr. fl. fr. Gießen Alsfeld Grünberg Lauterbach Mainz 16. M- M- - U _ j _ 1235 M- M. i - M. M- 8 M. M.) ____ ____ i____ i ! — , — !— j 1 M. M. M. M. M. yjt. 1 Di. ! M. 1 — 1 — i M. M- 28^ 210 (Hierzu eine BeiMc.) Jeitage zu Mr. 123 des Hießener Anzeigers. Feuilleton. Die Verschwörer von 1799. Roman von de Saint-Felix. (Fortsetzung.) — Wer sind Sie, mein Herr, wiederholte Helene mit funkelnden Blicken. — Wer ich bin? antwortete Chateauneuf. Einer Ihrer Bewunderer. — Ihr Name? — Wohlan, anbetungswürdiges Kind, vernehmen Sie mein ganzes Unglück. Ich liebe mit rafenver Leidenschaft . . . und Sie rauben mir den Gegenstand meiner Liebe. Ich bin ein armes Geschöpf, das um Ihretwillen geopfert wird. Mein Fräulein, unter dieser Verkleidung und diesem angenommenen Namen erkennen Sie ein Weib, das die Eifersucht fast zum Wahnsinn getrieben, und das sich bei Ihnen cingedrängt hat, um sich ihres Unglücks zu versichern, obschon sie längst den Beweis hatte, daß Sie ihre glückliche und triumphirende Nebenbuhlerin sind. — Sie sind ein Weib! rief Fräulein de Rencey aus und trat drei Schritte zurück. O, welch' ein unwürdiger Betrug! Sie haben gewagt . . . — Ihre Hände, Ihre schonen Hände zittern, mein Fräulein, sagte Herr Chateauneuf. Weßhalb schießen Sie nicht? ... Ich habe Ihnen mein Verbrechen, meine Tollkühnheit, mein Unglück bekannt . . . Feuer! Feuer, Fräulein de Rencey! Ich liebe den Hauptmann Reymond de Vitry. Helene schloß die Hähne ihrer Terzerole, welche sie wirklich gespannt hatte. Sie steckte dieselben wieder ein, verabschiedete sich ohne ein einziges Wort mit einer Bewegung ihrer Hand von dem Muscadin, rief Marguerite und schritt mit dieser langsam dem Schlosse zu. Herr Chateauneuf, welcher allein vor den fruchtbclasteten Spalieren stehen geblieben war, empfand nicht die mindeste Lust, sich mit der Gartenkultur zu beschäftigen. Er sah eine kleine, nach dem Park führende Thür offen stehen, und lenkte nach dieser seine Schritte. Dort sah er große Alleen vor ihm sich hinziehen, und ein frischer angenehmer Waldduft lockte ihn an. Er wagte sich daher in's Gehölz, wie ein Gefangener, der lange den Anblick des Himmels und der freien Natur entbehrt hat, athmete mit vollen Zügen die herrliche Luft und eilte vorwärts, wohin die Laune ihn trieb. Die Beichte am Schiebfenster. Herr Chateauneuf war maschinenmäßig der ersten Allee des Parkes gefolgt, welche sich vor ihm hinstreckte. Er gelangte zu einer Art Kreuzweg, wo sich mehrere Baumgänge durchschnitten und wo ein großer Eichbaum, von einer kreisförmigen Bank umschlossen, in der Mitte stand. Die mit Haselstauden überwachsene Mauer begrenzte den Horizont. In derselben befand sich eine kleine Thür, welche nur durch einen Riegel von innen verschlossen war. Herr Chateauneuf wollte von hier aus's Feld gehen, als er außerhalb der Mauer die Stimme eines Jägers zu vernehmen glaubte. Die Stimme rief einen Hund. Die Thür hatte ein kleines Schiebfcnster, durch welches man, ohne die Thür zu öffnen, erst die Anklopfenden in Augenschein nehmen konnte. Dies Schiebsenster aufmachend, suchte Herr Chateauneuf durch die kleine Oeffnung den Jäger zu erkennen. Derselbe hatte sich der Thür genähert; er (ührte einen Jagdhund am Riemen. Herr Chateauneuf hustete. Der Jäger trat noch einige Schritte näher heran und befand sich jetzt so dicht vor der Thür, daß er ein Paar Worte durch das Schiebsenster flüstern konnte, hinter welchem er wahrscheinlich eine Gestalt bemerkt hatte. Der Muscadin fand durch einen merkwürdigen Zufall Gelegenheit, ohne gesehen und erkannt zu werden, mit dem Jäger zu plaudern, welcher kein Anderer als der Hauptmann Reymond war. —. Er ist es! sagte sich Chauteauneuf. Offenbar kommt er zu einem Stelldichein ! Offenbar hatte er Fräulein de Rencey von einem Besuche in Kenntniß gesetzt, und ich bin die elende Närrin, welche von zwei Verliebten betrogen wird! Da der Jäger sah, daß das Schiebsenster nicht wieder geschlossen ward, begann er folgendes Gespräch: — Sie sind es also, mein Fräulein. Welch' eine schöne Gelegenheit, von Ihnen zu hören, ohne den Bann zu brechen, welchen ich mir auferlegt habe! Ach, ich darf Sie nicht mehr im Park sehen, so lange nichts über mein Loos entschieden ist. Herr Chateauneuf beeilte sich nicht mit der Antwort. Er hielt diese Redensarten für Worte der Vorsicht. — Er bleibt, dachte er. Er sucht zu erfahren, ob Fräulein de Rencey von ihrem Kammermädchen begleitet ist oder nicht. — Sind Sie allein, Fräulein? fragte Reymond. — Allein, antwortete Chateauneuf, indem er die Stimme Helenens nachzuahmen suchte, und ein wenig zur Seite trat, um nicht erkannt zu werden. — Macht Ihr Vater gute Fortschritte in der Genesung? Beruhigen sich in etwas seine Gedanken? — Es geht ihm besser, antwortete der Muscadin. — Ist er noch immer unerbittlich gegen mich? immer noch ein Feind der Vitry'S, und weigert sich, mich zu empfangen? — Immer noch, antwortete die Stimme hinter dem Schiebsenster. — Das ist zum Verzweifeln! sagte der Hauptmann; und ohne die tiefe Achtung, welche ich vor Ihrem Willen hege . . . — Nun? — Würde ich die Thür aufstoßen, mich dem würdigen und unglücklichen Greis zu Füßen werfen, und ihm Alles bekennen. — Was denn? fragte Chateauneuf? — O, können Sie mich danach fragen, Helene! antwortete der Hauptmann. Kennen Sie nicht recht wohl das heilige Gefühl, welches ich ewig für Sie empfinde? — Er wagt nicht, das Wort „Liebe" auszusprechen, dachte der Muscadin Diese Achtung ist ein Beweis, daß er sie anbetet. • ' — Mein Fräulein, fuhr der Jäger fort, ich glaube, daß es Zeit ist, einen Entschluß zu fassen. Die Ereignisse drängen sich. Ich werde vielleicht bald ge- nöthigt sein, meinen Zufluchtsort zu verlassen, um mich zu dem General en Chef zu verfügen ... Ich weiß mit Bestimmtheit, daß derselbe in spätestens vierzehn Tagen in Frankreich landen muß . . . — Aha ! dachte Chateauneuf, da erhalten wir zuverlässige Nachricht! Wenn ich wollte . . . Wissen Sie das sicher? fragte er den Jäger. — Ja wohl. Bonaparte wird noch vor dem 15. Oktober in einem kleinen Hafen der Provence landen. Alles ist vorbereitet. Sie werden begreifen, mein Fräulein, daß ich mich an seiner Seite befinden muß, sobald er den Fuß auf'S Land setzt. — Aber, mein Herr,'fragte die Stimme hinter dem Schiebsenster, wie konnten Sie das in Ihrem Versteck erfahren? — Es wäre zu weitläufig, Ihnen das zu erzählen, antwortete der Jäger. Glauben Sie, mein Fräulein, alle nöthigen Vorsichtsmaßregeln sind getroffen und ich erhalte die besten Nachrichten von Paris, von wo aus man sehr eifrig den Bewegungen Bouaparte's folgt. — Das heißt ein fernsichtiges Auge, versetzte der Muscadin, immer noch bemüht, die Stimme Helenens nachzuahmen. Sie haben also Agenten? — Gott soll mich bewahren! antwortete der Hauptmann. Ich gehöre nicht zur Polizei und andererseits conspirire ich nicht. — Wie ist es sonst möglich? — Das ist leicht zu erklären. Die Feinde des Direktoriums — sie sind zahlreich und mächtig — wissen Alle, daß ich einer der ergebensten Offiziere Bonaparte's bin. Bonaparte wird aber gegenwärtig wie ein Befreier ersehnt und erwartet. Seine Anhänger haben besser als die ganze Polizei der Regierung meinen Aufenthalt zu entdecken gewußt, und sorgen, ohne daß ich mich darum bekümmerte, bestens dafür, mich von allem, was paflirt, zu unterrichten. Erft heute Morgen noch begegnete mir auf der Loire ein Herr, welcher gestern Abend das Postdampfschiff in Orleans bestiegen hatte und von Paris kam. Er traf mich gerade beim Salmfang. — Und er hat Ihnen gesagt . . . ? — Daß Barras den Kopf verliere. Der Hochmuth macht ihn zum Narren; je näher die Gefahr, desto gesicherter wähnt er sich vor dem Einfluß Bonaparte's. Er denkt nur an seine Vergnügungen und führt das Leben eines Rouös zur Zeit der Regentschaft, vielleicht um sich zu betäuben. Aber Sieyös ist klüger. Man versichert mich, daß er gegen den General en Chef keineswegs mehr feind- selig gesinnt sei und daß, wenn der Letztere plötzlich nach Paris käme, SieyöS, sein früherer Gegner, sofort zu seinen Fahnen übergehen werde, und nicht min- der der Direktor Ducos, aus welchem er macht, was ihm gutdünkt. Man geht sogar noch weiter, man behauptet, wenn ein militärischer Staatsstreich das Ministerium stürze, so werde Sieyös, welcher einen Tag vorher nebst seinem Freunde Ducos seine Entlassung eingereicht hätte, am folgenden Tage, an der Spitze der „gemäßigten" Partei, Bonaparte anbieten — was meinen Sie wohl? — Eine Krone? fragte die Stimme hinter dem Schiebsenster. — Nicht viel Geringeres, Fräulein — ein Konsulat. Wir würden drei Consuln an der Stelle von fünf Direktoren erhalten. — Drei Räder am Wagen statt fünf — wird er dabei wohl besser fahren? — Sie sind witzig, mein Fräulein, sagte der Jäger. Wenn aber Bona- parke zur Herrschaft käme, so würde der Wagen — verlassen Sie sich darauf — vortrefflich fahren, wie ungleich auch die Zahl seiner Räder sein möchte. — Was Sie mir von Sieyös berichten, setzt mich in Erstaunen, bemerkte die Stimme hinter der Thür. — Um die Zweifel Fräulein de Rencey's zu widerlegen, antwortete Reymond, genügt es, ihr einen gewissen Brief des Abbö zu zeigen. Ich trage ihn bei mir in der Tasche. Er ist an einen einflußreichen General, einen Freund Bonaparte's adressirt. Der General hat mir denselben geschickt, um ihn dem Besieger Egyptens zu senden oder persönlich zu überreichen. '— Sie conspiriren also doch, fragte die Stimme. — Ich? wahrhaftig nicht! Ich lasse nur die Andern conspiriren. Hier ist der-Brief. Ich vertraue ihn Fräulein de Rencey an, welcher ich all' meine Gedanken, auch die geheimsten, offen bekenne. Ich erbitte mir denselben morgen ein edles Herz. (Fortsetzung folgt.) zurück .... — Das heißt, Sie verlangen ein neues Rendezvous von mir? fragte die Stimme. — Ich ersuche Sie darum, Fräulein. Morgen, hier um dieselbe Stunde. Diese Thür wird verschlossen bleiben, wie jetzt . . . — Es fei, antwortete die Stimme. Und eine weiße Hand ohne Handschuh zeigte sich am Schiebsenster. Sie nahm den Brief mit den Fingerspitzen in Empfang und zog sich sofort wieder zurück. Reymond war glücklich. — Jetzt, versetzte die Stimme, muß ich Ihnen noch erzählen, daß ein Besuch hier gewesen ist . . . — O, ich kann es mir denken, rief der Hauptmann, mein Freund Chateauneuf ! Fräulein, ich hätte Ihnen gern diesen Besuch erspart . . . aber mein Gefühl ließ cs nicht zu. Er hatte mir seine Absicht anvertraut, er hatte von mir verlangt, daß ich völlig darüber schwiege. Durfte ich durch eine Benachrichtigung mich einer Angeberei schuldig machen? — Sie sind rechtschaffen, sagte der Muscadin, frei aufathmend, denn er hatte bis jetzt gefürchtet, zu hören, daß ihn der Hauptmann verrathen habe. — Rechtschaffen? Ich hoffe es, Fräulein, antwortete er. Nun, was denken Sie von Chateauneuf? — Was denken Sie von ihm? — Ich? Sehr viel Gutes, mein Fräulein. Er ist ein Sprudelkopf, aber Politische Rundschau R-daction, Druck und «erlag der Brühl'schm Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. Berlin, 14. Oct. Die „Prov.-Corr." bestätigt den Zusammentritt des Landtags am 4. Nov. und fügt binzu: Die Staatsregierung erwarte in Folge des fast frühesten verfassungsmäßigen Termins des Lesstonsbeginnes, daß der Landtag den Staatshaushalts. Etat, welcher bei der Eröffnung sogleich vor- gclegk werden wird, rechtzeitig feststelle. Hannover, 14. Oct. Dem Provinziallandtag ist ein Gesetzentwurf über Ehe - und Verlöbnißsachcn zugegangen. Bisher stand die Entscheidung in diesen Sachen den Eonsistorien zu. Jetzt soll dieselbe an die großen Senate der Obergerichte übergehen, deren Mitglieder, ohne an BeweiSregcln gebunden zu sein, das Ergebriß der Beweissührung nach freier Ueber,eugung zu würdigen haben. Dem gerichtlichen Prozesse hat der Kronanwalt, bei Vermeidung der Nichtigkeit, beizumobnen. Bevor die gerichtliche Vcr bandlung anhebt, soll ein Sühnevcrsuch vor dem Geistlichen stattfinden. Nichtige Ehen hat der Kronanwalt als Klager argen beide Parteien onzufechten. Für das gerichtliche Verfahren gelten im Allgemeinen die bestehenden Prozeßgesetze. Dresden, 14. Ort. Seit 1 Uhr sind die Dienslmänner der Altstadt in einem Aufruhr begriffen, weil der Handarbeiter-Genossenschaft die Cvn- cession verweigert wurde. Die von der Polizei Verhafteten wurden vom Volke immer wieder befreit. Für^heute Abend wird noch Schlimmeres erwartet. Stuttgart, 11. Oct Die Staatsregierung erhielt, wie der „Augsb. Postztg." aus guter Quelle verlautet, eine Mittheilung von der römischen Kurie, daß sie das Ansinnen, einen Coadjutor in Rottenburg aufzustellen, zurücknehme, aber einer eingchen- den Rechtfertigung des Bischofs und seines Kapitels gegen die in Rom angebrachten Beschwerden und I Anklagen, entgehenfehe. Sicherem Vernehmen nach I ging bereits eine Rechtfertigungsschrift von Rotten- I bürg nach Rom ab. Schließlich sei noch erwähnt, I daß bereits zehn deutsche Kirchenfürsten sich in Schrei- ben an die würtembergische Regierung gegen jeden I Verdacht der Betheiligunq an der bekannten Denun- I ciaticn gegen den Bischof von Rottenburg verwahrt I haben. | I die provisorische Regierung wünsche freundliche Be- Ziehungen mit Frankreich zu unterhalten. Dieselbe I sei nicht voreingenommen für irgend einen Thron- candidaten und werde sich bemühen, daß die Wahl auf einen Prinzen falle, welcher Europa im Allge- meinen, besonders aber Frankreich genehm sei. I Parts, 15. Oct. Der „Moniteur" bringt eine Uebersichr der Einnahmen von indirecten Steuern. Die Vermehrung derselben betrug für die neun ersten Monate res Jahres 1868 : 17,750,000 Fr. gegen dieselbe Zeit im Jahr 1866 und 10,984,000 Fr. liegen die nämliche Zeit des Jahres 1867. Die Vermehrung im dritten Quartal von 1868 beträgt I 8,747,000 Fr. gegen 1866 und eine Verminderung I von 4,595,000 Fr. gegen 1867. I London, 12. Oct. Das vom Continent herübergelangt- Gerücht, daß der Exkönig von Hannover nach England zu gehen gedenke, um als Herzog I von Cumberland seinen Sitz im Oberhause einzuneh- men, hat hier so wenig Eindruck gemacht, daß nicht einmal alle Blätter cs der Mühe werth hielten, I ein Plätzchen unter ihren vermischten Nachrichten I einzuräumen. Die Herzoge von Cumberland waren von den Prinzen des Königshauses diejenigen, welche am wenigsten beliebt waren, und, wären sie es auch I gewesen, wurde das englische Oberhaus der letzte Punkt sein, von dem aus der entthronte König seine Ansprüche gegen Preußen mit Erfolg verthetdigen könnte. Seinen Sitz unter den Lords kann er jederzeit einnehmen, kenn der Besitz und Verlust des Han- növer'schcn Thrones ändert nichts an den Rechten, die er als Herzog von Cumberland besitzt. „Aber, so sagt heute „Daily Telegraph", was will er mit diesem Rechte anfangen? Etwa lange Reken gegen Preußen halten? Seine Ansichten über deutsche | Politik auseinandersctzen? Und tote sollen die übri- I Peers ihn tituliren? Etwa als gnädigster König von der Opvositionsbank?" 13. Oct. Ein Dccret des Justiz- I Ministers vidnet die Aufhebung des Jesuitenordens auf der ganzen Halbinsel und den spanischen Inseln an; erklärt deren Guter für Nationaleigenkhum und bestimmt, daß ihre College und Einrichtungen binnen I drei Tagen geschlossen werden. Madrid, 14. Oct. In einem von des „Ga- I ccta" veröffentlichten bcmcrkenswerthen Vorbericht Fi- guerola's zu dem Decrct, wodurch die Octroi-Abgabcn in Spanien und den umliegenden Inseln abgeschafft werden, ist gesagt, daß, zum Ersatz für diese Steuer, welche dem Schatz nahezu 200 Millionen jährlich eingetragen habe, eine Personalsteuer eingesührt wer- den soll, welche von allen über 14 Jahre alten Bürgern erhoben werden wird. Diese Steuer wird nach Maßgabe der Wichtigkeit des Ortes und der Closft der Familien angesetzt. Arme bezahlen nichts. Washington, 13. Oct. Die Regierung der I Vereinigten Staaten hat die von ihrem Gesandten Hales ausgegangene Anerkennung der jneuen spani- I scheu Regierung bestätigt. I thal verbundener Aequatorialstrom hat die dortige Temperatur wieder erhöht. Im mittleren und westlichen Europa hat sich der Himmel aufgeheiterk, nur im Süden wollen die Wolken nicht weichen, obwohl die Regengüsse aufgehört haben. Auch I die Temperaturunterschiede ssnd wieder weit geringer. Nur »er meist unter dem Mittel befindliche Luftdruck beeinträchtigt de» I Schluß auf die Fortdauer des wieder eingetretenen schonen I Herbstwetters, das überall den sogenannten Alt-Wciber-Sommer hervorlockt. Turin, 5. Oct. Gestern kamen uns der Ueberschwem- mungen halber die Posten aus der Schweiz, aus der Lombardei und aus Deulschland zum Theil gar nicht, zum Theil sehr I verspätet zu. Der Lago maggiore, der Cvmer-See, der Tessin die Sesia sind ausgetreten und haben gräuliche Verwüstungen angericbtet. Der Tessin trat so stark aus, daß er die Eiseu- bahnbrucke unter Wasser setzte, und so den Bahnverkehr zwischen hier und Mailand unmöglich machte. Die Wasser der Sesia verursachten in der Nähe von Valenza auf der Bahn. I lmie von Alessandria nach Pavia so bedeutcud-n Schaden, daß auch diese zweite Verkehrslinie mit Mailand unterbrochen ist Das „Secolo" bringt uns sogar die Nachricht, daß die schöne I ssuS Bogen bestehend- granitene Brücke bei Buffalvra, zwi- I fch-n hier und Mailand, von den tobenden Wellen des Tessins bedeutend beschädigt wurde. Die ganze Ctraßenlänae den See I binauf von Arona bis Baveno steht unter Wasser und ist un- I fsshrbar. Die Post geht über die Berge. Die prachtvollen Hotels zu Stresa, Arona und Belgirate sind nicht wehr zugänglich; die am See liegenden Stadttheile von Jntra und I Pallanza stehen unter Wasser, und der Verkehr in denselben I wird durch Barken vermittelt. Wer die Gegend kennt, wird I sich einen Begriff von der Höhe und der Ausdehnung der Ueberschwemmung machen können, wenn er erfährt, daß di« I herrliche, der Frau Herzogin von Genua gehörige Villa zu I Stresa bis zum ersten Stockwerk unter Wasser steht. Auf I dieser weiten Wasserfläche schwimmen tausenderlei Haus - und Ackergeräthschaflen, Fässer, Bütten, Zuber, Kübel, das ganze Herbstgeräthe, Bau- und Brennholz in Menge; der Schaden ist unberechenbar. Auch der Comer-See ist hoch angefchwollen und überschwemmte bereits di- Gärten mehrerer Villen, und bedrohte auch die jes fehlten gestern noch sechs Zoll,'Villa Eiani, wo Ihre Maj. di- Kaiserin von Rußland ihren Aufenthalt genommen. (Dieselbe hat sich bekanntlich nach Mailand begeben.) Auch aus Miltelitalien kommen wieder Hiobs posten in Menge, besonders aus der Lunigiana, wo dießmal die Magra schreckliche Verheerungen angerichtet hat. Florenz. Es ist den Bemühungen des Generals Escoffier endlich gelungen, einen der gefährlichsten Briganten der Romagna, Luigi Cassadio, unter dem Namen Gaggino" bekannt, unschädlich zu machen. Fünfzehn Carabiniere überraschten denselben, und doch gelang eS Men erst nach heißem Kampfe und nachdem zwei von ihnen -gefallen waren, den Gegner nie- d-rzustrecken. Man hofft setzt auch der beiden Brüder Barisani habhaft zu w.erden. — Der Prozeß, welcher vor den Asfisen von Bologna gegen die „Bande von Pesaro" geführt wird- wirst ein grelles Streiflicht auf di- Unsicherheit der Zustände *n b,n Provinzen. Jene Bande trieb drei Jahre lang, von 1863—65, an der Küste des adriatischen Meeres, zwischen Pesaro und Ravenna, ihr Unwesen. Der Hauplanführer derselben, Ciro Rosst, ist flüchtig; die Zahl der vor den Schranken des Gerichts Anwesenden beträgt 30. Im September 1865 wurden sie gefangen genommen; di- Untersuchung hat also volle drei Jahre gedauert. Die Furcht vor den Ange- klagten ijt fi) groß, daß die Zeugen eö nicht wagen, ru ihren Ungunsten auszusagen; ja, einer derselben, an dem ein Mord- versuch gemacht worden, und sein- Söhne haben nicht den Muth, die Verbrecher zu identificiren, obgleich sic über die Perlon derselben offenbar nicht im Zweifel sind; sie schützen Un sscherheit vor: der Wuchs, die Kleidung der Angeklagten scheint ihnen verändert. Dem Gerichtshöfe gehen zahlreiche anonyme Drohbriefe zuman muß jedoch anerkennen, daß er sich nicht einschüchtern läßt. Da bis jetzt kein Zeuge eine entscheidende Aussage abgegeben hat, so ist es zweifelhaft, ob di- Geschworenen das Schuldig aussprechen werden. TVren, 12. Oct. Die für gestern Vormittag in Zobel's Bierhalle anberaumt gewesene Volksversammlung der „social - demokratischen Partei" ist v.r- boten werten; einige tausend Arbeiter, Mitglieder aller hiesigen demokratischen Vereine, hatten sich zur festgesetzten Stunde am Versammlungsorte eingefunden. Ein an der Saalthüre angeheftetes Placat belehrte sie jedoch über das in Folge eines Polizei- erlusses verhängte Verbot der Versammlung. Der größte Theil der Versammlung verließ sogleich den Versammlungsort, und cs fanden keinerlei Äusschrei- tungen statt. Die Polizei fand den Ausdruck „Bildung der social-demokratischen Partei" ungenügend und unbestimmt. Da« Central-Eomiis der social- demokratischen Partei beräth jetzt über solche Abän- Gerungen der Tagesordnung, welche die beabsichtigte Volksversammlung möglich machen sollen. Wien, 13 Oct. Die Regierung hat sich beeilt, etwaigen Mißdeutungen der Maßregeln, die sie I tn Böhmen zu ergreifen genöihigt war, im Auslande zuvorzukommen, und Hr. v. Beust hat dcßhalb, im Einverständnisse mit seinen cislcithanischen Kollegen, ein Rundschreiben an die Agenten Oesterreichs' im Auslande erlassen, in welchem sowohl die Motive dargelegt werden, als auch auf die VerfassungS- mäüigkeit des Vorgehens hingewiefen wird. I PckriA, 13. Oct. Der spanischen Correspon- I tenj des „Äaulois" zufolge wären die Junten von Barcelona und Valencia wenig geneigt, die proviso- ris^ Regierung anzuerkennen. Man hosst jedoch, sie dazu zu vermögen, ohne daß es zu einem öffent- lieben Confl.ct kommt. — General Prim inspicirt soeben in offener Calcsche und begleitet von Herrn Escalante die von den armirten Bauern besetzten Posten, um ihnen begreiflich zu machen, daß es Zeit ist, zu den gewohnten Arbeiten zurückzukehren und der Armee die öffentliche Sicherheit anzuvcrtrauen. I — Der Gras von Girgenti ist gestern in Paris angekommen und begab sich sofort in das Hotel des Grafen Aquila, wo feine Gemahlin ihn erwartete. — Der Prätendent Don Carlos befindet sich auch hier, wo er das Haus No. 30 Rue du Cardinal Fesch bewohnt. Er hat, wie es heißt, die loyale Absicht, seine Ansprüche auf den spanischen Thron den Cortes vorzulegen, im Uebrigen aber auf alle agitatorischen Schritte zu verzichten. PariS, 13. Oct. (Agence Havas.) „Gaulois" glaubt zu wissen, daß Prim an den Prinzen Napo- I leon einen Brief gerichtet habe, der zur Mittbeilung für den Kaiser bestimmt sei. Prim erkläre darin, I I Spanien. An dem größten Hause in Madrid, an dem I Schlosse der Königin, ist zu lesen: Dieses Haus ist sofort -u I vermiethen! Merkwürdiger Weise find noch keine Mieth-Lieb- I Haber aufgetreten, wenigstens nicht öffentlich. Auf dem Spei- I sh-r desselben Hauses, gleichsam in der Rumpelkammer, fanden I lich Krone und Scepter und andere schätzenswerthe Dinge, die I einstweilen ad acta gelegt worden find. — Die gelungene Revolution wuide in Madrid — ländlich sittlich — nut einem I großartigen Sliergefechte gefeiert. — Um 20,000 hungernden I Menschen Arbeit und Verdienst zu geben, wird das alte Mar- tmskloster eingeriffen und eine freiwillige Anleihe gemacht werden. Auch in andern Städten soll di- Nvth groß sein; denn der bankerotte Absolutismus Hal tabula rasa gemacht. — Da» souveräne Volk von Spanten verkündigt in einem Aihem religiöse Duldsamkeit und Austreibung der Jesuiten. Die guten Jünger Loyolas berührt diese Svmmerlogik sehr unangenehm: denn sie kostet ihnen Haus und Hof und Land. Sie fragen entrüstet, woher das Volk diese Logik habe und vernehmen die Antwort: aus dem Leben der Völker; überall konnte die Toleranz erst, einziehen, wo die Jesuiten ausgezogen waren. Es wandern in Folge dieser spanischen Logik so viele Jesuiten über die Gränze. daß die Nachbarstaaten, die auf ihre Portion verzichten, gut thun werden, ihr Hausthor fest zu schließen. — Napoleon braucht sich keine Mühe zu geben, um die Moral aus der spanischen Revolution zu ziehen: seine Franzosen prä- s-nttren ihm diese Moral auf dem Teller. Wenn man das Haus seines Nachbars brennen sieht, sagen sie, so läßt man aus Vorsicht seinen eigenen Kamin fegen. Den Schornstein- fegcr, den^Frankreich nöthig hat, heißt — Freiheit. — Ich werde mir eine italienische Königin kommen lassen, sagte ein bekannter Bienenzüchter im WirthShans. Nehmen Sie doch die spanische Königin, rieth ein Bekannter, fie ist gerade va- cant. Die letztere Königin weilt noch in Pau, unschlüssig, ob fie sich in den Schoß der geliebten Mutter Christine nach St. Adresse flüchten oder di- Corvette der „unbefleckten Empfänq- niß" besteigen soll, welche ihr der Papst zur Reis- nach Civi- tavecchta geschickt hat. — Marfori, der Leibintendant der Er- königin Isabella, wird das Brod der Verbannung in den besten französischen Rothwein tauchen. Das Haus Rothschild hat für ihn die Besitzung Chateau Lafitte, wo der berühmte Wein wachst, um 4i/a Mill. Fr. gekauft. Vermischtes. 11. Oct. Das heute erschienene Reqie- I rungSblatt Nr. 54 enthält: J . ,1- .V-rordnung, die Erhebung der technischen Schu e zu Darmstadt zu einer polytechnischen Schule betreffend. II. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen, den Anschluß der Großherzogthümer Mecklenburg- Schwerin und Mecklenburg-Streiitz, der freien Stadt Lübeck sowie mehrerer preußischer Enclaven und des Lauenburqischen Lchnguts Stintenburg an den Zollverein betreffend. III. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen, die neue Organisation der Oberförstereicn Roßdorf und Dieburg, Forsts Reinheim, Nieder-Ramstadt, Forsts Jugenheim, und Messel, Forsts Darmstadt, betreffend. “ IV. Dienstnachrichten. Am 16. Sept, wurde dem Pfarrverwalter Johann Kumpf dje katholische Pfarrstelle zu Horchheim übertragen; — am 2. Oct. wurde dem Heinrich Fatum aus Lindenstruth das Patent als Geometer der drit-' ten Klaffe für den Kreis Grünberg — und am 6. Oct. dem Geometer zweiter Klaffe, Adam Mayer aus Nierstein das Patent als Geometer der ersten Klaffe für den Kreis Oppenheim ertheilt. V. Concurrenz für: die evangelische Pfarrstelle zu Dolgesheim mit einem Gehalte von 633 fl. 25 fr.; — die evan- Zu Stumpertenrod mit einem G-Halte von 300 ff. 52 ft.; — die DistrictSeinnehmerei Richen, wofür eine Dienstcaution von 3000 ff. erfordert wird; concurrenzfähiqe Bewerber haben sich binnen 14 Tagen anzumelden. Berlin, 11. Oct. In der hiesigen Staatsdruckerei werden zur Bequemlichkeit für das geschäftstreibende Publikum gegenwärtig Streifbänder angefertigt, welche gleich mit den Werthzeichen zu 4 und 8 Pfennigen und 1 Sgr. ic. versehen und, die im geschäftlichen Verkehr bei der Versendung aller Gegenstände unter Kreuzband, als Berichte, Anzeichen, Preis- courante :c., am häufigsten zur Verwendung kommen. Dieselben werden ebenso, wie die Francocouverts, durch die Postanstalten verkauft werden. -r- 12. Oct. Der kurze Vorwinter im nord- ostlichen Europa ist verschwunden, ein mit einem tiefen Luft- |