Preis vierteljährlich 36 kr. mit Bringerlohn Durch die Post bezogen vierteljäbrlich 51 kr. Gießener Anzeiger. Erscheint wöchentlich dreimal : Dienstags, Donnerstags und Samstags. — Expedition: Canzleiberg Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für dm Kreis Kietzen. Nr. ss. Samstag den 16. Mai 1868. Amtliche Bekanntmachungen. stressend: Die Einführung einer Einkommensteuer. Gießen, am 15. Mai 1868. Das Groß herzogliche Kreisaml Gießen an ’1 Zu Nr. K. G. 2510. die Grostheyoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Än Verhinderung des Kreisraths: __________________ Kekulö, Kreisassessor. " %u§I?£aää(tniffenträ8Cn QUf Zurückstellung Militärpflichtiger in Berücksichtigung Gießen, am 15. Mai 1868. /«? r Das G r o ß h e rio g l i ch e Kreisamt Gießen an " die GrostherMglichen Bürgermeistereien des Kreises. 6 >«»-i- f° .«7, ää "XÄr W8im9 39ra 8-“,,iid)m « ®* ebenfalls wilder 1IWSSiiPS.ÄTT'1 Depot-Protokolle - welche bis spätestens zum Musterungstermine nach Maßgabe der Vorschriften der Militär-Ersatz-Instruction zu veranlassen btc Betheillgten zur Erneuerung ihrer Gesuche nnd deren Begründung Formularien für Protokolle werden wir Ihnen k. H. zusenden. '' Zu Verhinderung des Kreisraths: Kekuls, Kreis-Assessor. chein Gießen, den 5. Mai 1868. Vogt. , . 4- Gewöhnliche Gesellschaften oder größere Geschäfte können wegen Benutzung der lldaage mit dem Gemeinderath besondere Verträge abschließen. In diesem Falle wird von diesen die Waaggcbühr nicht nach §. 2, sondern nach den Bestimmungen der Vertrage erhoben. — Wenn in Folge dieser Verträge nicht die Ausstellung des Waage- 1 rhpniix f attxrr'...L < _ o /ri ’xio • 1 nm v •• v v . 1 < *<- - r -V-.' ßifter erfolgt und trotzdem von dem Fuhrmann ein besonderer Waagesckein verlangt wird, so hat dieser dafür 4 kr. zu entrichten. b. von Heu, Stroh und allen Gegenständen, welche unter -- nicht besonders tarifirt fmd, vom Centncr 1 kr. $■ O- -HN/hüllen, in denen Bezahlung des Wicggeldes stattfindet, wird der Waage- uncntgeldlich ausgestellt. Theile eines Kreuzers werden zu Gunsten der Waag- tasfe angefctzt. Waage-Ordnung. Waagemeister^bedi^?°8DÄ^ -ft011 einem verpflichteten, von der Stadt Gießen besoldeten f-S?^unb?n' den Sommermonaten Morgens von und Nackmitlaas nvi,8 ? AiV U^/ Ä den Wintermonaten Morgens von 8-12 fcSSäJ SÄ“ in d-m "as gewogen wird, trägt der Waagemeister in die ihm gelieferten ReviNa^k?' ^5 «n1' nnssnit den Interessenten das Wieggcld ab und liefert solches, nach Monatlich zur Stadtkasse^a^^8 bUr^ ben Eontroleur, auf erfolgte Zahlungsanweisung deutlich^' ans^liU^^ «Ewogenen Gegenstände wird dem Interessenten ein gedruckter, GegenstheineTnV« unterzeichneter G-wichtsschein ertheilt. Die mnfti« Gcweibliche Gesellschaften, oder größere Geschäfte, welche wcaeu reael' habm8"mblen^däs 1 bem ©emciitberatO besondere Verträge abgeschlossen wird ibnm Ä dm Bestimmungen dieser Verträge. Das Gewicht schäften eingetragen welche ,eder Fuhrmann dieser Gcscll- Contwl-Rcgist?r zu führm b m btefm 58u(^lein verzeichnete Gewicht ist ein fteficns«, % Gewicht der leeren Wagen der in einem Vertragsverhältniß zur Stadt Km ?n®DÄ?f ^rb .^8-stellt, die Wagen mit Stempel und in •" * baS Luncht eines fedcn unter dem ihm gegebenen Nummer . beftimmt 8 f” em8ctra8etL Hernach wird das Nettogewicht der geladenen Wagen j - ^>on nllcn Gegenständen, welche zum Zweck der Berechnung des zu erheben- hnrf. ?Zvv's g-wogen werden müssen, soll keine Waaggebühr erhoben werden, wird je- irtn V bfn ifrr Aw A-Vwiegung neben den Oclroischeinen ein Waagcschein ver- ai g , so zoll für dessen Ausfertigung zu Gunsten der Stadtkasse eine Gebühr von 4 kr. erhoben werden. " a.tt80e84br wird von allen Gegenständen, welche nach §■ 1 von der 5nA?8£ebu^r. befreit sind und deren Verwiegung von dem Eigenthümer gewünscht wild, bei der Verwiegung iiach folgeiiden Sätzen erhoben: a- v°u Kartoffeln, Steinkohlen, Coaks, Braunkohlen, Baumaterialien, altem Glsen, altem Papier, Lumpen, Knochen und Dunggyps vom Eentner 72 kr., qmn w Die ftädtifche Centesimal-Brückenwaage betr. - ä’*’“*1 bci ■* gkbchm zm'EWch5'f°Ig-""'" >m “™"W *** '$utotum8 U"° lass«, naWchend die Waag-.O-dnimg und den Tarif über di- Waag. Gießen, den 12. Mai 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogl. ' Tarif über die Waaggcbühren, welche bei Verwiegungen auf der städtischen Brückenwaage erhoben werden sollen. miiit Ctbnmlbevu?8 “P einem Wagen ist anzuzeigen, damit das neue Ge- tiyvucn. — Wenn in yoige oie,er «ertrage nicyr die Ausstellung des Waagc- der^imI-manA /gestellt werden kann. Wird eine solche Anzeige unterlassen, so hat '^mS, sondern die Eintragung des Gewichts in's Waagebüchlein oder besondere Re- »uyrmann für Wieggcld und Stempel 12 fr. zu entrichten. l’rrnr^ ”"i' »••*>.......... -- ™ " • Waagemeister mst -n Essern besonderen Tarif bestimmt und es darf der demjenigen ent^te» ^n "b^" ?,enta,[® liquidiren, weil er sich das Wieggeld sofort von I gen entiichten lassen Miß, welcher das Wiegen verlangt hat. Stockh. Reish. Scheidh- Prügelh. Siecke > 1 Buchen 8 Durchmesser, 83 Cubikfuß, 46 Wellen 1323/4 103 3000 16 154 9 9'k UV- 1125 12375, Wellen 1350 Stecken 6s- „ Reisholz, Nadel- „ wo? abwesend und soll, was aber urkundlich nicht nachzuwcisen, vor seinem Weggange! von Haus das Kaufgeld in Empfang genommen und aus sein Ersitzrecht in der Hosraithe Verzicht geleistet haben. Donnerstag den 16. Juli l. I-, Vormittags 10 Uhr, in ihren Gemeinden bekannt machen zu lasten. Gießen, den 12. Mai 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen- Vogt- Ansang Morgens 8 Uhr, auf dem Trieb bei Abth.-Nummer 6. Sollte an einem dieser Tage starkes Re- genwctter eintreten, so fällt die an diesem Tage abzuhaltende Versteigerung aus und wird dafür ein anderer Termin anberaumt. Die resp. Großherzoglichen Bürgermeister werden ersucht, diese Versteigerung un Interesse ihrer Gemeinden bekannt machen zu I lassen. . Gießen, am 15. Mai 1868. Großherzogliches Kreisbauamt Gießen. Holzapfel. 75 Dornwellen, 1111 Fichtenstangen mit 1130 Cubiks. und 8 Eschmstangeu mit Lang-Göns, den 15. Mai 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Lang-Göns. Henrich. Hoizversteigerung im Lang Gönser Gemkindewalde. 3482) In dem hiesigen Gemeindewalde,' Districten „Wehrholz, Hardt und Heide", kommen an nachbenannten Tagen die bezeichneten Holzsortimente zur Versteigerung: I. Im District Wehrholz Montag den 18. d. Mts., des Vormittags 8 Uhr: 561/2 Stecken Buchen- u. Eichcn-Scheidh., 71V- h " " " 470 „ „ » „ Stockh, 3000 Wellen Buchen-, Eichen- und Nadel- Grasversteigeruisg. 3483) Die diesjährigen Grasnutzungen von den Gräben und Böschungen nachbenannter Straßen sollen in den dabei be- !merkten Terminen meistbietend versteigert werden, und zwar: 1) Auf der Straße von Gießen gegen Marburg . Montag den 18. Mai, Anfang Morgens 8 Uhr, vor dem Wallthor im Gasthaus zum Pfau. 2) Auf der Straße von Gießen gegen >Butzbach und von Klein-Linden gegen Wetzlar Dienstag den 19. Mai, Anfang Morgens 8 Uhr, auf dem Seltersberg bei Abth.-Nummer 5, Morgens 9 Uhr jenseits Klein-Linden gegen Wetzlar, Morgens 9*/2 Uhr |t)on Klein-Linden gegen Großen-Linden, Erdmann, Dr. Z i m m e r m a n n, Landrichter. Landg.-Asteffor. 375 Dornwellen, r 3 Eichen-Stümme nut 50 Cubikfuß, 365 Nadel-Stangen „ 48 „ Die Zusammenkunft ist am Stembruch. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Stecke» 27 2 15 6 Köln-Gießener Eisenbahn. bringen hierdurch zur Kennt- iUß. daß vom 16. d. Mts. ab alle Retour- biUctc, die zwischen der Köln - Gwsiener und der Nassauischen Bahn ausgegeben und zur Rückreise nicht an dem Tage der Hinreise benutzt werden, vor Antritt der Rückfahrt dem Stations - Einnehmer zur nochmaligen Abstempelung vorgelegt werden müssen. Köln, 11. Mar 1868. Die Direction. Reisholz, Eichen-Stämme 92 Cubikfuß, Radel- „ — 1943 „ „ Ahorn-, Ulmen- und BirkeiHStamme —- 86 Cubikfuß, 2008 Buchen-, Birken-, Eichen- und Nadel- Stangen = 1860 Cubikfuß. Die Zusannnenkunft ist vor der Hardt am Viaduct der Eisenbahn. Gemarkung. ~ 8) Konrad Kehr lli. von Sreis a. d. Ld, VI 36 und 65,3 Mainzlarer Gemarkung. 9) Heinrich Stein HI. von Beuern, V/446 dasigcr Gemarkung. . v luj Philipp Bellos II. m Beuern, X/33/ dasiger Gemarkung. II) Philipp Schäfer II. von Reiskirchen, L31u dafiger Gemarkung. 12) Heinrich Jünger II. von Reiskirchen, XL 41 dasiger Gemarkung. 13) Philipp Pfeiffer IV. von Großen- Buseck, XX/12 dasiger Gemarkung. 14) Katharine Lörsch von Beuern, IV /9 und X 697 dafiger Gemarkung. 151 Ludwig Lenz, resp. dessen Wittwe zu Trohe, 1/24, 1/25, 1,96 dasiger IX/124 und 125 Alten-Busecker, IX/314, XVII/291 Gro- Prügelholz, Stecken Buchen-, Eichen- u. Nadel- Stockholz, Wellen Buchen-, Eichen- u. Nadelgefügt , die unter Ordn.-Nr. 2 und 6 aufgeführten Parcellen dabei auch der Gemeinde Großen-Buseck und resp. Reiskirchen aus den Namen geschrieben werden. UI. Johannes Kinkel III. von Ruttershausen, resp. dessen Erben haben die Hof- raiihe 1/162 dasiger Gemarkungdie ihr Erblasser von seinem Bruder Johannes Klinket sür 400 fl. erworben und in welcher dieser Bruder sich das Ersitzrecht Vorbehalten, verkauft. Dieser Bruder ist unbekanut Buchen- „ „ = 476 „ darunter Stamme bis zu 35 Zoll Oeffrntliche Aufforderung. I. Die nachstehend aufgeführten Gruud- eigenthümer wollen die bei jedem Namen bemerkten Parcellen veräußern, vermögen aber ihr Eigenthum und resp. die Abführung der für solches verabredeten Kaufschil- tinge urkundlich nicht nachzuweisen, nämlich : 1) Jacob Stein II. Wittwe von Beuern, 1Y 97 dasiger Gemarkung. .. 2) Jacob Stein II. von da, 111,349 dasl- ger Gemarkung. ~ 3) Daniel Hofmann und Frau Elisabetha, aeo. Walther, in Daubriugeu, 11,268, 302, Hl 241, IV 204, V/326, IX 174, 11/180, 97 und 230 dasiger und xxii 146 Alten-Busecker Gemarkung. ■ 4) Paul Hahn von Annerod, v 1/209 dösiger Gemarkung. 5) Derselbe, 11,979 dasiger Gemarkung, welche Parcelle übrigens im Grundbuche noch auf den Namen Löb Katz von Steinbach eingetragen ist. 6) Paul Hahn H., Ph. S-, von Annerod, VH,334 Rödger Gemarkung. 7) Johannes Haas II-, Johannes Sohn, zu Steinbach, 11,347, v.4, IX, 198, XI, 150. xiv,178, xv, 148, xvii,41, v11,297 dasiger Eichen-Stangen — 1400 Nadel- „ = 1289 „ , Die Zusammenkunft ist auf dem Vicmal- weg nach Niederkleen am Wald. III. In den Districten Hardt und Heide Freitag den 22. d. Mts-, des Vormittags 8 Uhr: Stecken Buchen-, Eichen- u. Nadel- Reisholz; Dienstag den 19. d. Mts-, des Vormittags 8 Uhr: Eichen-Stämme — 5349 Cubikfnß, 476 3) Äwoi »pti 1H. den Imploranten auf gerichtliche “VÄ-äw«* *>. 1. ^6^Die Gemeinde Reiskirchen die im dor-I °e5‘ Beal^ Textor. tiam Gruudbuche noch auf keinen Namen! ---V...-4------ eingetragenen 284, 6 Klftr- Wege der Flur I. bach . Mittwoch den 27. Mai, Anfang Morgens 8 Uhr, in der Nähe des Posthauses von Lich, Morgens 10Vz Uhr jenseits Eberstadt gegen Ober-Hörgern.„ 8) Aus der Straße von Gießen nach Grun- berg von Abth.-Nummer 6 bis Reiskirchen Mittwoch den 3. Juni, dorf Montag den 25. Mai, s? Elyeniiamme gc ^er Straße von Lich gegen den Nabelstangen (meist^Ficksten)' Mit 3324^Hessenbrückn^Hammer^ Anfang Morgens 8 Uhr, in der Nähe des Friedhofs von Lich. 7) Auf der Straße von Lich gegen Butz- 4 __ 2‘/» —, £ . 3427) Durch Verfügung Großherzoglichen 1.^ und haben beantragt, daß den fraglichen Hofgerichts der Provinz Oberheßen DompOJU - Parcellen der Erwerbtitel „Ersitzung" bei- 21. Januar L I. ist Heinrich Stern von 9 ,.ttS r am-1A d ch wegen verschwenderischen Lebenswandels unter Curatel gestellt worden, was hiermit unter dem Anfügen bekannt gemacht nnrinirnLymuHmc «... wird, daß Rechtsgeschäfte für denselben gul- J^lunasfrist bis 1. October d. J. gestattet. tignurnütdestenCuratorenJacob Stein Großherzoglichen Bürgermeistereien und Heinrich Backhaus von Climbach legenden Orte werden ersucht, dies abgeschlossen werden können. juci uiuutU , , , . , ....x----- Zugleich werden Alle, welche Ansprüche an denselben haben, aufgefordcrt, solche binnen 4 Wochen bei Meidung der Nicht- berücksichtigung bei dem unterzeichneten Gerichte anzumelden. „ . „ Grünberg, den 18- April 1868. «rimhorn npn i». Livric iouo. ,3471) Montag den 18. Mai: rath Martin. Th. Baist. IV. gtamens der Main-Weser-Bahn hat der Großherzogliche Fiscus im Jahr 1849 von dem unbekannt wo ? abwesen, en Johann Georg Zweck von Staufenberg die Parcelle VIH/16,3 dasiger Gemarkung in Anwendung des Expropriationsgesetzes erworben,, ohne daß solche dem Erwerber bis jetzt im Grundbuch zugcschrieben worden sei. V. Endlich haften nach dem General- Währschafts- und Hypothekenbuche von Treis a. d. Lda. auf der dem Adam Schick von da gehörigen und von Johannes Formhals erworbenen Parcelle B,283ba noch 396 schaler und 62 Thaler 3 Slbrgr. 9 Hlr. Kaufgeld, ohne daß aus dem gedachten Buche zu entnehmen wäre, wer als der Berechtigte zu diesen Kaufgeldern zu betrachten. I Setfleiflerunge«. HMÄSh»B-rg-bung«*$*., Sunk...........-Ä„-Ä UM»; tcn.Knufgelder zu bilden vermögen , sowie Weißbinder- und Dchrememrbelten von ber Universitätsmühle gegen Lang-Göns, LLW-W4 hiermit aufgefordert, ihre etwaigen Ansprüche stattung der Stadttirche vorges henen Ar 3) Auf der Strotze von o-egen geg« sogewiß und zwar bezüglich der Parcellen gxitm sollen einer nochmaligen Concunenz Rodheim . 22. gJ?ai sub 1 binnen vier Wochen und bezüglich bei' ,ln Soumissionswege ausgesetzt mevderi. Anfana Dtoraens 8 Uhr anderen Posten binnen drei Monaten bei Anerbietungen zur Uebernahme dieser Ar-1. . ... Lahnbrücke in der Nähe der S-igaS anÄ». a^uns°abz^eben. Später «n- Keßleftschen Zie^efti. ließen gegen und der Eintrags auf dm „neuen Erwerbes gungen können bei uns emgesehen werden. G-eßen gegen^ Lckx Schliche Bürgemieisterei GM KAtzAWL S'Nähe des ___.11__Zörb'schen Hauses, * f 4 । Morgens list- Uhr igctiagencnWege. metoien, Widrigenfalls das ausschließlicheftjch versteigert werden, als: 3) Konrad Meyer HI. von Großen - Bu ben Imploranten auf gerichtliche 1 Stecken Buchen-Scheidholz, XXVII 369 Ueberweisung dieser Erbschaftsquote für fest- 7IV2 „ .. 4) Konrao Arnold von da, xxv 11,^0 angesehen werden soll. 25W „ „ Stockholz, und 372 dasiger Gemarkung. 0 'Marburg am 12. Mai 1868. 3425 Wellen „ Rftsholz lr Qualität, 6V2 Stecken Eichen-Scheidholz, Prügelholz, Stockholz, ä Ungarisches Faßholz in allen Dimensionen, en gros et en detail, empfehle zn den billigsten Preisen- Henry Dauth in Mainz. Lagerplatz: im Eisenbahnhof am Holzthor. 3424) Verschiedene Construclionen von Wasch- und Rrngmaschmen sind vorräthig bei Georg Äenzel. ^-O-O-O-O- O--O--O--O--O -<^-0--0--«S>----<5»-0-0-0 ---O"O- oo-JOt Englisch Patent-Reinigungs- ge- 3412) Eine sehr preiöwürdige und vorzügliche zu 5 Heller das Stück, empfiehlt GOKOGOGOOOOO E GGOGGOKOGOOG I. CH. Retter. in ganz neuer Sendung empfiehlt S. Flörsheim. Stück von 38 fr. an, empfiehlt Kreuz Nr. 1. (3439) Carl Deines. nerei bei fertig aufgestellt. Flick & Kröll. ❖ <> » 4 0 4 feiten, Sommerspros- S fen, Leberflecken, X 1 Gestickte Weißwaaren, als : Blousen, Chemisetten, Kragen und Manschetten, Taschentücher rc., Ausländische Weine, als: ächten Sherry, Madeira, Portwein, Malaga, Bordeaux, sowie alle Sorten feine Liqiienrt*. bei Gebrüder Wenzel. Tabaks- und Cigarren-Handlung, Brennholzlieftrunq. 3450) Mittwoch den 20. Mai l. I. wird die Lieferung von 60 Stecken Buchen- Scheidholz für das Großherzogliche Hofgericht dahier in dem Canzleigebünde daselbst an den Wenigstnehmenden in Aeeord *-■ Emser, Vichy, Carlsbader, Marienbader, Biliner, Kissinger, Homburger Pastillen, von Dr. Otto Schür'in Stettin aus den Salzen der resp. Mineralwasser bereitet und, in Wirkung den frisch gefüllten Mineralwassern gleich, die Schachtel mit 40 Stück 27 fr., Soda- und Magnesia-Pastillen gegen Magensäure re. re. die Schachtel 21 fr-, Malzextract-Pastillcn, die Schachtel 27 fr., in Gießen bei I. A. Busch Söhne. General-DeM für Deutschland bei Louis Glofke in Hessen-Cassel. (3448) geben. Gießen, den 14. Mai 1868. In Auftrag: Böger, Hofgerichts-Proioeollist. 3477) Gestickte weiße Blousen und Unterröcke, erstere von 2 fl. an bis zu den feinsten, bei Wilhelmine Fuhr. 5 Tapeten und Borden in sehr großer und geschmackvoller Auswahl werden zu Fabrikpreisen verkauft bei Carl Frech. 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V e r »n i e t h a n g e n. 3488) Ein vollständiges Familienlogis, bestehend ans 4 Zimmern nebst Zugehör, ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen 3389) Ein freundlich'- möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei Franz Tippel, Lindengasse. Philofophenwald. Sonntag den 17. M a i 1 8 68: 3422) Außer an den Markttagen lasse ich von jetzt an auch jeden Samstag in meiner Wohnung (Seltersweg) von Morgens 8 bis 12 Uhr zu herabgesetzten Preisen verkaufen. Theodor Küchler. Aufforderung. 3440) Meine Frau ist am verflossenen Dienstag entlaufen, und bitte ich, gegen gute Belohnung Auskunft geben zu wollen, wo sich solche zur Zeit befindet. Dieselbe hielt sich öfters im Walde auf und wolle man deshalb Nachforschungen darüber anstellen lassen. Sie hat blonde Haare, blaue Augen und einen etwas dicken Mund. Ge.org Schmelz, zum „Fröhlichen Mann" in Großen-Linden. I Auswanderer nach Amerika befördert wöchentlich vermittelst Dampf- und Segelschiffen bei reeller und billigster^^^^^ Bedienung I. M. Schulhof, am Rathhaus^" Durch langjährigen Aufenthalt in Amerika bin ich im Stande edem Auswanderer die beste Auskunft zu ertheilen. 3451) Mein wohlassortirtes Schuhwaarerr - Lager bringe ich in empfehlende Erinnerung. PH. Löber Wittwe, Neuenweg B. 194. 3481) Von heute an ist das Sicher Lagerbier in Zapf genommen und empfiehlt solches die Flasche zu 6 fr. E. Pansch, am Asterweg. Großes Militär-Coneert der hiesigen Jäger-Musik. Anfang halb 4 Uhr. — Entree ä Perwn 6 fr. Heß'sches Bier in Schoppen. Baierisches Bier in Flaschen. Prospecte und Antragsformulare durch die Haupt-Agentur: Wilh. Balser in Gießen und durch die Agenten: PH. Zimmer in Lich, Rechner Schmidt in Londorf, 2 Henrich in Lang-Göns. Geschäfts-Empfehlung. 3369) Einem verehrlichen Publikum die ergebenste Anzeige, daß ich mich dahier als Küfer etablirt habe. 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Decker. 3469) Dienstmädchen, als: Köchinnen, Haus- und Kindermädchen, auch Gouvernanten, Ladenmädchen erhalten in Frankfutt jederzeit gute Stellen durch das amtlich concesstonirte Geschäfts-Büreau von Simon Reiß in Frankfurt a. 9)1. 3446) Die frühes unter der Firma: „H. Ferber & Comp." errichtete B a d e a n st a l t ist wieder eröffnet und lade ich zur gefälligen Benutzung derselben höflichst ein. _________________ Peppler. 3441) Ein kleines Pinscher - Hündchen (bräunlich), zwei Monate alt, ist am Mittwoch Abend entlaufen. Der jetzige Besitzer wird gebeten, dasselbe gegen eine gute Be- ohuung an die Exped. d. Bltts. abliefern zu wollen.______________________ 3447) Mein Ledergeschäft befindet sich jetzt in dem Iahrei s'schen Hause am Marktplatz dahier._____________D. Keil. 3465) Ein braves Dienstmädchen wird gesucht bei Ed. Silbereisen. Morgen, Sonntag den 17. d. Mts., Abends um 6 Uhr, Harmonie-Musik im Gasthaus zum Adler. (3^86)________________B. Oswald. Zur gef. Beachtung! 8397) Taxationen bei Erbvertheilnugen, Versteigerungen u. bergt, übernehme ich unter Zusicherung pünktlichster und billigster Bedlenung. Zugleich empfehle ich mich zur Beihulfe bet Versteigerungen, sowie zu Aufträgen für Ankauf von Gegenständen jeder Art bei Versteigerungen und mache besonders darauf aufmerksam, daß ich von Zeit zu Zeit dic größeren Auctionen in Frankfurt besuche. Isaac Rothenberger, __Lindenplatz. 3472) Einen Lehrling sucht Ehr- Faber, Spengler, Asterweg. 3494) Eine Stube ohne Möbel ist zu vermiethen im Hcyer'schen Hause.________ 3454) Ein möblirtes Mansardcn-Zimmer ist zu vermiethen bei ______________Louis Busch Wittwe. 3489) Das seither von Frau Dontaineu- rath Melchior bewohnte Logis ist durch deren Wegzug von hier anderweit zu vermiethen. Louis Noll, zur Pulvermühle. 3461) In meinem Hause ist eine Wohnung, bestehend aus 4 ineinandergehenden Zimmern und sonstigem Zugehör, zu vermiethen. P. Ruckstuhl, Dachdeckermeister, ________________Neuenweg.____________ 3452) Zwei ineinandergehende Zimmer, Parterre, in einer Nebenstraße ober einem Hinterhaus, werden zu rniethen gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bltts.___________ 3466) Kirchenplatz Lit. A. Nr. 23 ist im 3. Stock ein möblirtesZimmer zu vermiethen. 3411) Ein schönes unmöblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei Carl Plank, Lederhändler. Aeitage zu Ar. 58 des Aie^ener Anzeigers. Vermischte Anzeigen. Zinßer'scher Garten. 3449) Sonntag den 17. M a i 1 8 6 8: Großes Militsr-Coneert- ansgesiihrt vom ganzen Musikcorps der Wetzlarer Jäger. Anfang 4y2 Uhr. — Entree für Herren 12 fr., für Damen 6 fr. Programm. 1. Theil: 1) General-Marsch von Schinacht- 2) Ouvertüre zu der Oper: „Der Wildschütz" von Lortzing. 3) Duetto aus der Oper: „Andronika" von Mercadante. 4) Cavatine aus der Oper: „Tutti in Maschera" von C. Pedrotti- 5) Theresen-Walzer von Faust. 2. Theil: 6) Großes Finale aus dem 2. Act der Oper: „Semiramis" von Rossini. 7) Der Wanderer, Lied von Schubert- 8) Arie aus der Oper: „Die weiße Dame" von Boieldieu. 9) Presto aus der A-dur-Sinfonie von L. van Beethoven. 10) Jagd-Schottisch von Küchenmeister. Bei ungüustigem Wetler findet das Concert im Saale statt. Zur Beachtung. Beim Herannahen der heißen Jahreszeit hält man sich veranlaßt, die Beobachtung folgender Maßregeln gegen Feuersgefahr zu empfehlen. Niemand versäume, jeden Abend seine Wasserbehälter in der Küche, oder wo sonst, randvoll füllen zu lassen. Die Bewohner eines Hauses, in dem Feuer ausbricht, sollen dieses nicht zu verheimlichen und im Stillen zu löschen suchen. Man allarmire die Nachbarschaft, die für Benachrichtigung der Feuerwehrcommandos sorge; jedoch unterlasse man natürlich nicht bis zur Ankunft der Löschmannschaften unter Zuziehung der Nachbarn Alles anzuwenden, wodurch die Löschung bewirkt, oder doch wenigstens die schnelle Verbreitung des Feuers verhindert werden kann. So lange es im geschlossenen Raume brennt und kein Menschenleben gefährdet ist, muß jeder Luftzug möglichst verhindert werden. Leicht entzündliche Gegenstände sind zuerst vom Feuer zu entfernen, oder, wo dies nicht möglich ist, stark anzunetzen. Während eines Feuers haben die Nachbarn der Brandstätte alle Dachluken nach der Seite des Feuers zu schließen und einen Wasservorrath auf die Bühne zu bringen. Bei starkem Wind sollen auch entfernter Wohnende dies beobachten und ihre Bühnen nicht ohne Aufsicht lassen. Die in der Nähe des Feuers liegenden Häuser, Hofräume, Gärten rc. müssen zum Durchgang, Aufstellung der Löschgeräthschaften und der Mannschaften offengehalten werden. Geschlossene Brunnen sind sofort zu öffnen; Bütten und Züber mit Wasser zu füllen, oder doch jedenfalls zum Gebrauch der Löschmannschaften bereit zu stellen. Die Durch- und Zugänge zur städtischen Wasserleitung sind von den betreffenden Hofraithebesttzern und die Canalmundlöcher auf Straßen und öffentlichen Plätzen von den Anwohnern unverzüglich zu öffnen. Bei einem nächtlichen Brande haben die Hausbewohner der dem Brandplatze nahe gelegenen Straßen und Plätze brennende Laternen auszuhängen, oder brennende Lrchter hinter den geschlossenen Fenstern aufzustellen. Die geöffneten Canallöcher sind mit einer brennenden Laterne zu zeichnen. . „ Unberufene, namentlich die Agenten der Mobiliar-Brandversicherungsgesellschaften, sollen auf dem Brandplatze keine Befehle ertheilen bei Vermeidung sofortiger Abführung. Gießen, Mai 1868. Das Commando der freiro. stabt. Feuerwehr. 3473) Ein Holzschneider für eine Dampfschneidemühle wird gesucht von Jaeob Hagner, Zimmermeister, Wetzlar. 3394) Die Unterzeichnete hat noch einige Tage frei, um außer dem Hause zu bügeln. Minna Petri, Reichensand. 3403) Ein Junge, der das Schuhmachergeschäft erlernen will, kann in die Lehre treten bei Emil Becker, Neustadt. 3467) Ein Junge kann in bi eLehre tre- ten bei H. Brauburger, Lackirer. 3459) Heute Abend: Concert des hiesigen Jäger-Musik«Corps in der Garteiiwirth'chaft der Louis Busch Wittwe. _________Anfang halb 8 Uhr.________ Auf dem Staufenberg. Donrierstag den 21. Mai (Himmelfahrttag): gutbeskhte Harnwniemuflk daselbst. Um recht zahlreichen Besuch bittet (3460) Heinrich Fink. Typographia! — 18. V. — FriscMcker zu Ließen. Sonntag den 17. Mai. Christian Jughardt in der Wallthorstraße. Louis Kämmerer auf dem Seltersweg. Heinrich Plank in der Neustadt Kirchliche Anzeigen. Evangelische Gemeinde zu Gießen. G o t t e s d i c n ft. Am 17. Mai. Morgens: Pfarrer Dr. Seel. Nachmittags: Pfarrer Landmann. Am Fest der Himmelfahrt, den 21. Mai. Morgens in der Stadtkirche: Pfarrer Landmann. Nachmittags in der Friedhofskirche: Pfarrer Dr. Seel. St o p u I i v t e. Den 10. Mai. Konrad Martin Kreiling, Bürger und Fabrikarbeiter dahier, des hiesigen Bürgers und Fabrikarbeiters, Heinrich Kreiling, ehelicher Sohn; und Luise Katharine Johannette Lindenstruth, des verstorbenen hiesigen Bürgers und Schaffners, August Lindenstruht, eheliche Tochter. Denselben. Balthasar Dick, Bürger und Schuhmacher dahier, ein Wittwer; und Anna Luise Katharine Friederike Schmidt aus Laasphe, des dasigen Bürgers und Leinwebers, Johannes Schmidt, eheliche Tochter. Den 13. Mai. Gustav Eduard Leonhard Franke, Bürger und Kaufmann in Düsseldorf, des vormaligen evangelischen Pfarrers zu Meiches, Christoph Wilhelm Gustav Franke, ehelicher Sohn; und Katharine Margarethe Sauerbier, des hiesigen Bürgers und Müllers, Johannes Sauerbier, eheliche Tochter. Den 14. Mai. Christoph Otto Ludwig Bergen, Bürger und Techniker bei der Gas- sabrik dahier, des verstorbenen Ortsbürgers zu Breidenbach und Modellschreiners an der Main-Weser-Bahn dahier, Friedrich Bergen, ehelicher Sohn; und Georgine Magdalene Katharine Schaffstädt, des hiesigen Bürgers und Gürtlermeisters, Heinrich Schaffstädt, eheliche Tochter. Getaufte. Den 10. Mai. Dem Bürger und Küfermeister, Wilhelm Kohlermann, ein Sohn, Emil Ludwig, geboren den 13. April. Denselben. Dem Bürger und Schuhmacher, Wilhelm Müller, ein Sohn, Georg Dieterich Wilhelm Martin, geboren den 31. Denselben. Dem Bürger und Kaufmann, Ernst Hermes, ein Sohn, August Wilhelm Ernst Ludwig Martin, geboren den 19. April. Denselben. Dem Bürger, Aetuariats- Aspiranten und Polizeibüreau - Gehülfen, Heinrich Karl Alexander Wagner, eine Tochter, Johanna Philippine Karoline Christine Jakobine, geboren den 19. April. Denselben. Ein unehelicher Sohn von hier, Heinrich Konrad, geboren ben 30. April. Den 14. M a i. Dem Bürger zu Georgs- Marienhütte Bei Osnabrück unb Kaufmann dahier, Karl Wilhelm Nowack, eine Tochter, Marie Luise, geboren ben 3. April. Beerdigte Den 8. Mai. Sophie Wilhelmine Bleimann, geborne Weißgerber, bes verstorbenen Bürgers unb Sattlers, Johannes Bleimann, hinterlassene Witiwe, alt 79 I. 4 M. 10 T., gestorben ben 6. Mai. Den 11. Mai. Frieberike Furkel, bes hiesigen Bürgers, Friebrich Furkel, eheliche Tochter, alt 3 I. 3 M. 15 T., gestorben ben 10. Mai. Den 14. Mai. Dorothea Schultheis, geborne Pfersborf, bes verstorbenen Bürgers unb Kürschnermeisters, Kaspar Schultheis, hinterlassene Wittwe, alt 75 I. 8 M. 12. T-, gestorben den 12. Mai. Die Psarrgeschäfte in ber nächsten Woche besorgt Pfarrer Dr. Seel. Borsennachrichteu. 14. Mai 1868. Preuss. 4%<% Obi. 95% Frankf. 31/2% Obi. 82 Nass. 4%% Obi. 94% Kurh. 4% Obi. 89 Hess. 4O/o Obi. b. Roths. 89% „ 31/2% do. do. 84% Bayer. 5% Obi. 101% » 4%°/o 1jährige 93% » 41/2% %;ährige 93% Würtemb. 4%<% Obi. 93% Baden 4%% Obi. c. E.L. 94% Oestr. 5% b. R. 61% „ 50/0 National 52%. „ 5O/o Metall. Obi. — „ M. steuert. 50 Amer. 6% 1882r Bds. 76 „ 6% 1885r 75% Aetlen. Frankf. Bank 124% Oester. Bank 716 „ Creditact. 191 Darmst. Bankact. 223% Prioritäten. 5% östr. F. St. E. B. 262% Ludwigsh.-Bexbach 149 Maxbahn 105% Bayer. Ostbahn 123% Hess. Ludwigsbahn 133% 3% östr. Stsb.-Prior. 52% 3% östr. s. Lombard. 42% 3% Livorneser 28 % Toscaner 40% Frankf. Hypoth.-Bank — Frankf. Vereins-Kasse 97% 5% Elisabeth-Prior. 73% do. II. Eniiss. 72% Anleliensloose. Kurh. 10 Thlr. Loose 56 Nassau fl. 25 b. Roth. 35% Gr. Hess. fl. 50 b. R. 144%. Gr. Hess. fl. 25 b. R. 38% 1% bayr. Präm. Anl. 99% 4% badische Loose 97% Badische fl. 35 Loose 51% 1858r Prioritätsloose ■— !860r Loose 70 % 1864r „ 86% Wechsel. Amsterd. k. 8. 100% Augsb. k. S. 100 Berlin k. 8. 104% Bremen k. 8. 98 Cöln k. 8. 105 Hamburg k. 8. 88% Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 119% Lyon k. 8. — Paris k. 8. 94% Wien k. 8. 101% Disconto 3% G. Geldsorten. Pr. Gass. Sch. 1 44%-45% Div. Cass.-A. — Pr. Friedrdor. 9 57%-58% Pistolen . . 9 49-51 „ doppelte 9 50-52 Holl. fl. 10 St. 9 54-56 Ducaten . . 5 38-40 20 Frankens!. 9 29-30 Engi. Souver. 11 55-59 Russ. Imper. 9 50-52 Doll, in Gold. 2 27%-28% Conccrtbericht. Daß in diesen Blättern die Aufführungen des Concertverems noch nie zur Sprache gebracht wurden, möchte wohl sonderbarer erscheinen, als daß jetzt versucht wird, damit einen Anfang zu machen. Natürlich kann von keiner ausführlichen Kritik die Rede sein, schon deßhalb weil die m Werden begriffenen musikalischen Zustände unserer Stadt nur eine relative Beurth'eilung zu- lassen Der einzige Zweck ist: die Werke und die Leistungen kurz zu charakterisiren, um durch Aeußerung zustimmender oder entgegengesetzter Ansichten das Interesse des Publicums wach zu erhalten. 0 t, Die Ouvertüre zu den Na ja den, die schon früher gehört wurde, ist ganz im Mendelssohn scheu Stil geschrieben unb besitzt dessen Borzüge: Klarheit und geschmackvolle Jiistrumen- tatioir. Ohne gerade von reicher Erfindung zu zeugen, gibt sie ein anschauliches Bild, das auch mr Ganzen hübsch ausgeprägt wurde. Frau Peschka-Leutner, der Abgott des Darmstädter PublicumS, entzückte in der Mozart'schen Arie durch den edlen Vortrag des Andante, sowie durch ihre leichten Coleraturen, die nur aus einer tüchtig geschulten Kehle so hervorperlen können. Eme wahrhaft künstlerische Wirkung kann ja nur durch gänzliche Beherrschung der technischen Mit^l erzielt werden. In Bezug aus Letztere hat auch die Clavierspielerin schätzenswerthc Eigenschaften: soliden Anschlag, egale Passagen und beträchtliche Gewandtheit. Am besten spielte sie da« MendelSsohn'sche Capriccio, dessen Wahl uns deßhalb sehr gefiel, weil wir darin das dem Verfasser eigenthümliche Element — in voller Kraft können wir nicht sagen — aber in seimr ganzen Frische finden. Dieser Elfenspuk, dieß neckische Feengegaukel, daS im Sommer- nachtStraum so unübertrefflich wiedergegeben ist, mißlingt dem feinen, zarten, beweglichen Welt- .mde niemals. Auch in der Loreley treffen wir das Geisterhafte wieder, wenn auch in andrer Art. Hier tritt seine dämonische Gewalt zu Tage und Mendelssohn gibt den Beweis von seiner Vielseitigkeit, indem er auch diese dramatischen Sceneu interessant zu gestalten weiß. Jeder Satz voll Leben und das Cvlorit des Orchesters immer treffend. Wie weise ist jedes Instrument verwendet^! Frau Peschka entwickelte hier eine durchdringende Tonfülle und wirkte durch ihren Vortrag wahrhaft ergreifend. Wahrscheinlich ist es auch diesem Umstande zuzuschreiben, daß der Applaus nicht reichlicher ausfiel. Wir können nicht glauben, daß das Publicum nicht im Stande sein sollte, die recht künstlerische Leistung, die gar nicht alltäglicher Art, sondern höchst bedeutend war, in ihrem wahren Werthe zu würdigen. Symphonie wurde ohne Zweifel deßhalb zuletzt gespielt, weil die fremde > untilcrin an demselben Abend noch abreisen wollte. Da gefeierte Sängerinneu, die man gemeßen will, in der Regel diktatorisch gegen die gewöhnliche Ordnung auftreten, so muß man die Umstellung des Programms schon entschuldigen. Denn Vortheilhaft für einen erhebenden Eindruck ist es keineswegs, wenn das Beste zuletzt kommt, nachdem die Sinne bereits ermüdet sind; hier darf jener sonst bewährte Spruch keine Anwendung finden. Man konnte ja sehen, wie selbst jugendlichste Damen so von der Hitze angegriffen waren, daß sie den Beethoven nicht mehr ertragen konnten; obwohl man sie auf der nächsten Clnbpartie ohne allzugroße Aufopferung noch Aergeres erdulden sehen wird. Doch laßt wenigstens uns den Meister nicht vergessen! Wenn sich in seinen Werken der Mensch malt, so kann dieß mit besonderem Recht von der C-moll und ihrem Schöpfer gesagt werden. Man erhält hier in nuce dessen LebenSgeschicht«, sein Leiden, sein Ringen und seinen siegreichen Triumph im Tvnreich. Gleich im Anfänge fühlen wir den gewaltigen Druck des Geschicks, der eisernen Roth; i nd wenn auch der beliebte Ausspruch Beethoven’« über das erste Thema: „Sv klopft das Schicksal an di- Pforte!" ein mehr scherzhafter späterer Augenblicksgedanke ist, so spüren wir doch: Hier haben wir es mit einem grimmen Feind zu lhun. Von diesem Feinde, der Bürde des leidcnsvollen Lebens, sucht sich eine hochstrebeude titanische Natur zu befreien und in höhere Sphären zu erheben, aus denen das zweite Thema des ersten Allegro freundlich herüberklingt. Im Andante hat er sich ganz seinen seligen Träumen hingegeben; da ist ihm wohl; da weilt er befriedigt mit seinem Hörer. Aber im Scherzo schreckt die heillose Wirklichkeit ihn wieder auf, er sucht sich mit Humor darüber hin- wegzusetzen. Wenn dann die nnaufhörlich arbeitenden Viertel im Baß beginnen und aus dem dumpfen Pianissimo heraus mit einem Crescendo der rastlos ringende Held auf seiner ruhmvollen Bahn in die Welt hinausstürmt, da bricht er im Bewußtsein seiner Kraft und seiner Unsterblichkeit in Hellen Siegesjubel aus und, Alles mit sich fvrtreißend, trägt er uns hoch über die irdischen Leiden hinaus und spornt zu gleichem Muth, zu gleichem überwindendem Siege. Das Tempo des Finale schien uns anfangs zu langsam, jedenfalls hätten seine ersten Accorde noch mächtiger cinschlagen können. Sehr wünschcnswerth wäre eine stärkere Besetzung des Streichquartetts, namentlich der Violinen, da fic gegen den Bläserchvr etwas zurücktreten. Vortrefflich war die Oboe vertreten, die einen vollen Klang und durchgebildeten Ton hören ließ. Wir müssen der Concertdirection und vor Allen dem verdienstvollen Dirigenten danken, daß er trotz der großen Schwierigkeiten keine Mühe scheut, dem Publicum die größten Werke unsrer Meister zugänglich zu macken. Die Begeisterung läßt manche kleine Unvollkommenheiten vergessen. In der" Loreley konnten wir durch Vergleichung mit der vorjährigen Auffühning finden, daß die Stimmen nicht mehr einzeln so scharf hervortretcu und sich dem Ganzen mehr anschließen. Wir sehen, daß die hingebende mühevolle Arbeit unsres Mickler schöne Früchte trägt und noch schönere tragen wird, wenn ihm die Jungfrauen und Jünglinge ebenso aufopferung-fähig ent- gegenkommen. H. Mainz, 12. Mai. Für da« am 19. d. hier eintrcffenbe hessische Regiment werden zwei Casernen in Bereitschaft gesetzt. Wie die innere Organisation bereit« vollzogen ist, so wird die Verpflegung der Truppen hier nach preußischen Normen stattfinden. Die hiesige Festung dürfte in Zukunft ständiger Gar- nisonsort für die hessischen Truppen werden, welche abwechselnd am Platzdienst betbeiligt sein werden. Die Zulagen der O'fiziere und Unteroffiziere für die Garnison Mainz betragen nach neuester Verordnung für jährlich 1 Oberst 324 Thlr., 1 Major 234 Thlr., 1 Lieutenant 50 Thlr., 1 Feldwebel 60 Thlr. und für einen Gemeinen täglich 16 Pf.; rechnet man noch die beträchtliche Miethe für Casernen, Exerzierplatz re., so wird ein Regiment Hessen in Mainz gegen ein solche« in Darmstadt beinahe das Doppelte kosten. Berlin, 8. Mai (Zollparlament.) Der Präsivent eröffnet um 11 Uhr 10 Minuten die Sitzung mit den üblichen geschäftlichen Mittheilungcn unv da« Hau« tritt sofort in die Tagesordnung ein, deren erster Gegcnstanv die Berathung über den fol- genren Antrag ves Abg. Stumm und Genossen ist. „Den Vorfitzenden de« Bundesrathe« des deutschen Zollparlamentes aufzufordern, darauf hinzuwirken, daß die Ausfuhrvergiitung, welche Frankreich den Bestimmungen des Art. 6 des deutsch-französischen Handelsvertrages zuwider seiner Eisen-Judustrie durch die mißbräuchliche Handhabung der Rückvergütung ves ZmportzollbetrageS (titres d’acquit-h.-caution) gwährt, baldigst beseitigt werde." Die Referenten, Vie Abgeordneten Dr. Becker (Dortmund) und Dr. Friedenthal haben beantragt, dem vorbezeichne, ten Anträge die Zustimmung zu ertheilen. Bei der folgenden Abstimmung wirv der Antrag Ves Abgeorvncten Stumm mit großer Majorität angenommen, vagegen nur einige Nationalliberale, wie vie Abgeorvncten Twesten unv v. Hennig. Es folgt der zweite Gegenstand der Tagesordnung : Zusammenstellung ves von dem Bunvesrathe ves veutschcn Zollvereins vorgclegten Entwurfs eines Gesetzes wegen Abänverung einzelner Bestimmungen der Zollordnung unv der Zollstrafgesetzgebung mit ven bei der Vorberathung über diesen im Plenum gefaßten Beschlüssen. Der Gesetzentwurf wird nach kurzer DiScusfion nach den Beschlüssen der Vorberathung mit einigen von dem Abg. Krieger (Posen) beantragten Mo- dificationen angenommen. Berlin. Da mit dem Uebertrit der Post- unv Telegraphen-Verwaliung zum norddeuischen Bunde die Ablieferung der Ueberschüssc au« diesen Verwal- tungen an vie preußischen Regierungs-Hauptkassen unv an vie preußische Gencral-StaakSkasse, bezie- hungsweise vie Ucberweisung von Zuschüssen aufge- hört hat, so wirv vem Vernehmen ver „N. Pr. Z." nach für jene Zwecke die Errichtung einer Centralkasse ves norvveutschcn Bunde« in nächster Zeit be- absichtigt. Inzwischen besorgt vie Obcrpostkasse in Berlin vie Geschäfte für die zu errichtende Central- kaffe unv wird auch später eine Abtheilung derselben bilven. Berlin, 13. Mai. Der König hat für Vie Veutsche Norvpol-Expevition, welche am 17. Mai von Bremen abfahren wird, eine Beihülfe von 5000 Thaler bewilligt. — Die „Provinzal-Correspondenz" bezeichnet vie Gerüchte über die Vertagung de« Reichstags vor ver Erledigung des Budgets von 1869 unv über dessen Wieverberufung im September als völlig grundlos. Berlin. 13. Mai. Die „Provinzial-Correspon- Venz" bezeichnet ven AuSgang der Avreßvebatte als der veutfchen Einigung förverlicher al« vie Annahme ves Avreßentwurfs gewesen wäre. Berlin, 13. Mai. In der heutigen Plenar- sitzung ves uorvveutschen Bundesraths wurde der Etat des Bundeshaushalts pro 1869 vorgelegt, welcher mit der Gesammtsumme von 72,734 601 Thlr. abschließt. Die fortvauernden Ausgaben sind mit 68,683,817 Thlr., vie außerorventlichen mit 7,050,000 Thlr. auf- aeführt, wovon auf die Bundesmarine 3,550,000 Thlr. kommen. Von den Ausgaben sind 50,477,743 Thlr. durch eigene Bundeseinnahmen gedeckt, 22,250,858 Thlr. sinv vurch Matricularbeiträge auszubringen. Der Etat wurde Vem Ausschüsse überwiesen. Frankfurt. Wie vaS „Fr. I." vernimmt, verlangt der Handelsminister v. Jtzenplitz, daß von nun an alle Einnahmen der Frankfurtischen Eisenbahnen, incl. der Verbindungsbahn, nicht mehr in das Recheneiamt, sondern an die Provinzial-Haupt- kaffe in Kassel abgeführt werden sollen. Bisher wurde allgemein angenommen, daß diese Einnahmen bis nach erfolgter Lösung der Receßfrage der Stadt verbleiben sollten. München, 14. Mai. Die Commission der Generale hat einstimmig da« Werder'sche Gewehr für die baierische Infanterie, vorbehaltlich anzustellender Massenversuche, empfohlen. Oestreich. Das Abgeordnetenhaus hat am 9. vie Freigebung der Avvocatur angenommen. Bei ver letzien Amnestie in Ungarn wurde auch der berühmte Räuberhauptmann Rosza Sandor begnadigt. Derselbe machte dem ungarischen Minister- präsiventen seine Aufwartung und bat um einen Posten als Sicherheitscommissär in der Gegend von Csongrad, da er jene Gegend sehr genau kenne. Paris. ES ist nicht uninteressant, zu erfahren, was vie katholische Kirche in Frankreich den Staat kostet. Im „Siecle" spricht Hr. Leon Plee über die Ungeheuerlichkeiten de« Budget« für den katholischen Cultu«, welches sich auf eine halbe Milliarde beläuft. Nämlich: das Staats-Budget 43,000,000; die repräsentative Miethe unv die Unterhaltung Ver Ka- thevralen 10,000,000; die der ErzbiSthumer undBis- thümer 5,000,000; die der Seminarien 8,000,000; die der Kirchen, Pfarreien, Presbyterien, Gärten 18,000,000; die Freiplätze der Seminarien i ,500,000; vie Pensionen der Zöglinge in den großen unv kleinen Seminarien 3,000,000; die Einnahme für Stühle, Bänke u. s. w. in 35,000 Kirchen 3,500,000; die Hochzeitsmefsen in 35,000 Kirchen, die Hochzeitsspenden/ die Leichenbegängnisse in 35,000 Kirchen und noch eine Menge anderer Revenuen, welche aufzuzählcn hier zu weit füh- ren würbe. Paris. Die Lage Algeriens wird mit jevem Tage bedrohlicher. Die Ermordung einer französischen Kindes (Heinrich Cligny, Sohn eines Eisenbahnbeamten, der seinen Vater Abends vom Bahn- Hofe abholen und einen Schirm bringen wvlltes, ihn aber verfehlte und auf dem Rückwege ermordet gefunden wurde) vurch Araber hat zu Volksaufläufen unv Demonstrationen geführt, und die Blätter verlangen die Entwaffnung der Eingeborenen und das Verbot, Messer im Gürtel zu tragen. Unter anderen Verhältnissen wurde die Ausführung dieses Verlangens zu einem Kampfe auf's Messer zwischen ven Eingeborenen unv Franzosen geführt haben, jetzt aber sind sie stumm und still, wenigstens hört man noch nichts von Aufstänven, und eine besonnene Beurthei- lung jenes allerdings entsetzlichen Mordes würvc den aufgeregten Kolonisten gesagt haben, daß dieses Ver- brechen nur Einzelfall sei und nur vem Urheber, nicht dem ganzen Volke zur Last gelegt werten dürfte. Es sieht entsetzlich in Algerien aus. Alle Geschäfte stocken, die Häfen liegen voll Getraide, aber die Speculaclon hat sich verrechnet; vie Colo- nisten leiden keinen Mangel an Brod und die Araber haben kein Geld, um Korn zu kaufen In den angebauten Strecken werben Truppen verwendet, um die Araber von den Erndten abzuhalten, diese aber brechen überall durch, wie die hungrigen Wölfe und stehlen, was ihnen in die Hand geräth; denn vie Noth kennt kein Gebot. Die Angriffe auf das Ei- genthum nehmen in erschreck, über Weise zu, auch in ven Städten; vaher vie Erbitterung der Franzosen gegen die Araber und nicht minder gegen die Be- Hörden, denen man vorwirft, sie seien zu lau, sie griffen nicht scharf genug durch. Paris. Die französische Negierung hat mitge- theilt, baß die in Rheims und Umgegend in Garnison liegenden Reste der ehemals hannover'schen Legion von Dort nach Amiens unv Vuitry le Fran- yais verlegt worden seien. Die in Rheims Herr- schente Theuerung einerseits und andererseits ver Wunsch, die Quartiere in jener Gegend für die nach dem Lager von Chalons marschirenden französischen Truppen zu rcserviren, haben diesen Ortswechsel veranlaßt. In Amiens wurden Alles in Allem 134 Mann untergebracht. Der hannoversche Lieutenant Harling hat den Rtzeimser Kaufmann, Hrn. Lyling de Soubeyron, ver sich der armen Verführten so freundlich angenommen, veßhalb gefordert. Sehr vernünftiger Weise ging ober der Associe des Hauses Heidsteck u. Comp. auf Viese Prvvocirung nicht ein. Bei genanntem Herrn haben sich nach einander erst 13, sodann 120 und dann noch einmal 240 Mitglieder der Legion gemelvet, um Reisegeld in die Heimath zu erhalten. Die Leute erhielten solche« anfänglich bis direct nach Hannover; als sich aber herausstellte, daß diese größere Summe bei ihnen nicht immer in guten Händen sei, unv daß Einzelne da« Geld nahmen in der Absicht abzureisen, es aber vorher vergeuveten, gab man ihnen nur noch bas Fahrbillet mit etwas Taschengeld bis Köln, von wo aus sie weiter nach Hannover befördert werde». Vermischtes» Friedberg, 14. Mai. In Folge eines auf Vit Lieferung von Maikäfern gefitzten kleinen Preises sinv bis gestern Abenv 38 Malter eingeliefert und vergraben worden. Man hat sich die Mühe genommen, ein Gescheivt Maikäfer zu zählen und gefunden, daß 750 Stück auf ein solches gehen, so daß gering ge- schätzt bis jetzt hier die enorme Anzahl von 1,824,000 Maikäfern vertilgt wurde. Dabei ist noch durchaus kein besonderer Mangel an denselben zu verspüren. Berlin, 7. Mai. Heute früh, etwa um 91/, Uhr, explodirte in der Kurstraße Nr. 19 im Keller ei» Petroleum-Lager mit solcher Gewalt, daß sämmt- liche über dem Keller gelegene Räume, Palerre und 2 Etagen des Hauses demolirt wurden. Leider sind dabei auch Menschen zum Opfer gefallen; die Zahl der Todten wurde auf 5 bis 8 angegeben, vie Zahl der sonst Verunglückten war nicht bekannt. Ueber die Entstehung der Explosion circuliren verschievene Versionen, es hieß, das Ga« sei im Keller ausgeströmt und habe in dem Augenblick explodirt, in welchem der Raum mit einem brennenden Lichte be- treten wurde; es habe sich dann sofort VaS Petroleum entzündet und auf diese Weise sei das Unglück geschehen. Aus Herrieden schreibt der Witterungsbeobach, ter: Noch herrscht der Passat mit heiterem Wetter, begünstigt durch ven im chvöstlichen Europa befind- lichen Luftberg vor, nur im Westen unv Rorven unseres Erdtheile« macht sich Ver Antipaffat mit feuchtwarmer Witterung geltend. Im Allgemeinen dürfte für unsere Gegenden vie fruchtbare Witterung, Sonnenschein, abwechselnv mit Gewitterregen, fort- dauern München. Es macht hier, wo bekanntlich die von Vem Liebespaar Ebergenyi.Chorinski in Scene gesetzte Katastrophe stattgefunden hatte, eine Skan- valgeschichte neueren Datums große» Aufsehen. Die Gräfin Arco-Balley, ein geborne Gräfin Schönborn aus Wien, eine durch Schönheit unv Vie elegantesten Formen ausgezeichnete Dame, hat sich von einem Hausfreunv, vem Baron von Kinsber, entführen lassen. Die entflohene Gräfin ist Mutter dreier Kinder, die sie ihrem Gatten als Trost zurückgelassen hat. (Ein Seitenstück ver Berliner Entführung.) Telegraphische Schiffs-Berichte, mitgetheilt von Ehr. Wallenfels, jun. Da« Bremer Postvampfschiff Newyork, Cap. Dreyer, von der Linie des norvdeutschen Lloyv, welches am 22. April von Bremen abging, ist nach einer sehr schnellen glücklichen Reise von 11 Tagen wohlbehalten in Newyork angekommen. £ as Hamburger Postvampfschiff Allemannia, Cap. Bardua, von ver Linie der Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt-Aciien-Gesellschaft, welches am 22. April von Hamburg via Southampton abging, ist nach einer schnellen glücklichen Reise von 11 Tagen wohlbehalten in Newyork angekommen. Das Hamburger Postvampfschiff Teutonia, Capi- tän Barends, von der Linie Der Hamburg-Amerika- Nischen Packctfahrt - Actien - Gesellschaft, welches von Newyork am 28. April abging, ist nach einer schnellen glücklichen Reise von 12 Tagen wohlbehalten in Cowes angelangt, unD hat, nachdem es daselbst die für England und Frankreich bestimmten Passagiere und Poften gelandet, unverzüglich die Reise nach Hamburg fortgesetzt. Dasselbe bringt 73 Passagiere, 500 Tons Ladung, 208,000 Dollars Contanten unD 63 Briefsäcke. Das Bremer Postvampfschiff Hermann, Capitän Wenke, von der Linie Des norDveutschen Lloyd, wel- chcs am 30. April Newyork verließ, ist nach einer sehr schnellen glücklichen Reise von 9% Tagen wohl- behalten in Cowes angelangt, und hat, nachdem es daselbst die für England und Frankreich bestimmten Passagiere und Posten gelandet, unverzüglich die Reise nach Bremen fortgesetzt. Dasselbe bringt 302 Passagiere, 500 Tons La- Dung UND 73,000 Dollars Contanten. Newyork, 9. Mai. (Per transatlantischem Telegraph.) Das Postdampfschiff des norvoeutschen Lloyd Deutschland, Capitän H. Wessels, welches am 25. April von Bremen und am 28. April von Southampton abgegangen war, ist heute 10 Uhr Morgens wohlbehalten hier angekommen. Redactiou, Druck und Verlag der Brühl'schm Druckerei (Fr- Chr. Pietsch) in Gießen. Preb mit 2 P°st des besti des ein , Gar im i dem enth beso die @tf r» Mi des Ei od