Preis vierteljährlich 36 ft. mit Bringcrlohn. Durch di- Post bezogen vierteljährlich 51 ft. Gießener Anzeiger. Erscheint wöchentlich orei- mal: Dienstags, Donnerstags und Samstags. — Expedition: Canzleiberg Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Areis Kießen. Ire. TS. Donnerstag den 16. April 18«8. Amtliche Bekanntmachungen. 1. Landwehr-Regiment. 1. M (Gießen.) Gießen, den 11. April 1868. Bekanntmachung. Die Glöcknerstelle zu Bruchenbrücken im Decanate Friedberg, mit welcher ein Gehalt von 41 fl. 30 Er. verbunden ist, soll anderweit besetzt werden. . Diejenigen versorgungsberechtigten Männer, welche sich darum bewerben wollen, haben ihre Gesuche, welche an das Großherzoglrche Knegsmnustermm zu richten und auf einen Stempelbogen zu schreibeu sind, bis zum 18. April hierher einzureichen. u •,1 In Abwesenheit des Landwehr - Bezirks - Kommandos : Euler, Oberlieutenant und Bezirks-Adjutant- V e r st e i g e r u n g e n ♦ 2506) Dienstag den 12. Mai, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhause die Immobilien des Philipp Zörb, als: Flur Nr. DÄlftr. 27/166a 365 Acker am Brennofen, stößt auf die Wiesen, 27/166e 26 Hofraithe daselbst, äs/,a 196 Hofraithe, Ziegelhütte daselbst , auf die Grünberger Chaussee, 29/i2,3 ( 707 Acker auf der Weißerde, U-74 > i 2016 Acker und Wiese unter den se/zbiss alten und neuen Eichen 1(ia i am Steinweg, gibt 2 fl. ' 5'/i kr-, 40/i34 I 365 Acker in der Schwarzlach, u.,35 i gibt 2 fl. 46>/4 kr., unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 28. März 1868. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Ebel. Vergebung von Bauarbeiten. zu 39 48 35 12 48 31 30 Zimmerarbeit, Dachdeckerarbeit, Schreiuerarbeit, Schlosserarbeit, Glaserarbeit, Weißbiuderarbeit, Spenglerarbeit, Pflasterarbeit, 1604 2550 388 2035 1061 468 1077 278 228 2500) Folgende zur Erbauung eines zweiten Pfarrhauses zu Gießen erforderlichen Arbeiten sollen auf dem Sub- missiouswege vergeben werden: ™ '■ 1705 fl. 50 kr. Maurerarbeit, veranschl. Steinhauerarbeit, „ Pläne, Voranschläge und Bedingungen können vom 16. l. Alts- au in unserem Geschäftslokal eingcschen und die Offerten von da an bis zum 18. l. Mts-, Vormittags 10 Uhr, eingereicht werden. Dieselben müssen wohl versiegelt und mit der Aufschrift: „Submission für das zweite Pfarrhaus zu Gießen" unter Bezeichnung der betreffenden Arbeit versehen sein. Zur Eröffnung der Submission ist der Termin auf Samstag den 18. l- Mts-, Vormittags 10 Uhr, in unserem Geschäftslokale anberaumt, welchem die Interessenten beiwohnen können. Spater cinlaufende Offerten finden keine Berücksichtigung- Gießen, den 9. April 1868. Großherzogliches Kreisbauamt Gießen. Holzapfel. 2520) Montag den 20. April d. I., Vormittags 9 Uhr, soll die Fertigung der zu 27 fl. 15 kr. veranschlagten Glaserarbeit im Wachthaus am Wallthor öffentlich versteigert werden. Gießen, den 11. April 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt- 2496) Montag den 20. April 1868, des Vormittags 10 Uhr, soll die Pflasterung eines Trottoirs in dem Hofe der Zeughaus-Casernc auf dem Sou- missionswegc in Accord gegeben werden. Voranschlag und Bedingungen liegen auf dem Büreau der unterzeichneten Verwaltung zu Einsicht offen. Gießen, den 10. April 1868. Großherzogliche Garnison-Verwaltung. Zimmer, Quarticrmeister. Holzversteigerung im Gießener Stadtwaide. 2521) Montag den 20. April 1868, von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Gießener Stadtwalde, District Faulerboden, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: 6 Stecken Buchen-Scheidholz, 4 „ „ Prügelholz, 4 „ „ Stockholz, 375 Wellen „ Reisholz, 2 Stecken Eichen - Scheidholz, 293/4 „ „ Prügelholz, 35V- „ „ Stockholz, 975 Wellen ,, Reisholz, 15 Stecken Nadel-Prügelholz, 69 „ „ Stockholz, 2850 Wellen „ Reisholz, 161 Eichen-Stämme mit 3929 Cubckfuß, 307 Nadel- _ „ „ 13548 75 Eichen-Stangen „ 238 „ 8 Nadel- „ „ 38 Unter den Nadel-Stämmen befinden sich sog. Weißtannen von solchen Dimensionen, daß sie zu Bolm len geschnitten werden können. Die Zusammenkunft ist amLumpenmanus- brunnen auf der Chaussee nach Lich. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. Septb. d. I. gestattet- Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies m ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen- Gießen, den 11- April 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt._____________ A r b e i t s v e r ft e i g e r u n g. 2495) Samstag den 18. April, Vormittags 11 Uhr, wird im Geschäftszimmer des Unterzeichneten Brechen, Anfuhr und Aufsetzen von 33 Cubikklafter Steinen vom Steinbruch im Buchenberg für den Gießen-Stem- berger Vicinalwcg, sowie die Anfertigung von 214 Längeklaster Chaussee daselbst an die Weuigstnehmenden versteigert. Gießen, am 7. April 1868. _ Großhcrzoglichc Oberförsterei Schiffenberg. L)r. ® raubt- Main-Weser-Bahn. 2498) Die im Jahre 1867 aufgefundenen Gegenstände sollen Freitag den 17. April I. I-, Vormittags 9 Uhr, im Wartesaal III. Classe dahier gegen gleich baare Zahlung an den Meistbietenden öffentlich versteigert werden. Gießen, den 8- April 1868. Der Großherzogliche Bahnhofs - Jnspector der Station Gießen: Rah m. Arbeitsversteigerung zu Staufenberg. 2529) Montag den 20. April, Nachmittags um 1 Uhr, sollen auf dem hiesigen Rathhause nach- steheudc Bauarbeiten mittelst öffentlicher Ver- steigerung au die Weuigstnehmenden in Akkord gegeben werden, als: _ Maurerarbeit, veranschl. zu 52 fl. — kr. Weißbinderarbeit, „ „ 26 „ — „ Pflasterarbeit, „ „ 42 „ — „ Chaussirarbeit, „ „ 198 „ — „ Steinbrcchen, Fahren u. Setzen derselben, veranschl. zu ■ ■ 294 „ 4o „ Staufenberg, den 15. April 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Staufenberg. I- A.: Körner, Bezirksbauaufseher. Veräußerungen von Häusern und Liegenschaften. 2505) Rodheim. Auf Klage des Raphael Oppenheimer von Lang-Göns und verschiedener anderer Gläubiger kommen Samstag den 25. April I. I., Morgens 10 Uhr, die Immobilien des Andreas Schmidt IV. zu Rodheim, bestehend in einer Hofraithe mit Garten und 58 Grundstücken, in der Gemarkung Rodheim belegen, auf dem Rathhause zu Rodheim zur öffentlichen Versteigerung. Gladenbach, am 25. März 1868. Königliches Amtsgericht, Abth. II. Heß. Arbeitsversteigerung zu Lollar. Holzversteigerung. 2522) Freitag den 17. d. Mts., Morgens von 8V- Uhr an, sollen in dem hiesigen Gemeindewalde, District Altcstruth, nachverzeichnete Holzsortimente meistbietend versteigert werden, als: 12 Stecken Eichen-Prügelholz, .1 „ Nadel- „ 2 „ Eicheu-Stockholz, 43/4 „ Nadel- „ 5674 Wellen Eichen-Durchforstungsholz, 1392 „ Nadel-Reisholz, 7 Stämme Eichen-Bau- und Werkholz mit 24 Cubikfuß, 14 Stämme Nadel-Bau- und Werkholz mit 177 Cubikfuß, 441 Stangen Eichenholz mit 222 Cubikfuß, 526 „ Fichtenholz „ 950 „ Die Zusammenkunft ist oberhalb des Orts bei der Lehmkautc. Alten-Buscck, am 14. April 1868. Großhcrzogliche Bürgermeisterei Alten'Buseck. 2528) Montag den 20. April, Vormittags um 8 Uhr, sollen auf dem hiesigen Rathhause nachstehende Bauarbeiten durch öffentliche Versteigerung an die Wenigstnehmenden vergeben werden, als: Maurerarbeit, veranschl. zu 146 fl. — kr. Zimmerarbeit, „ „ 6 „ 43 „ Schlosserarbeit, „ „ 8 „ — „ Weißbinderarbeit, „ „ 50 „ 45 „ Pumpenmachcrarbeit, veranschlagt zu . -......46 „ 43 „ Planir - und Chaussirarbeit, veranschlagt zu..... 382 „ 48 „ Steinbrechen, Fahren u. Setzen derselben, veranschlagt zu . 239 „ 6 „ Wiesenbauarbeit, veranschlagt zu..........104 „ 58 „ Lollar, den 14. April 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Lollar. I. A.: Körner, Bezirksbauaufseher. 2504) Die zum Nachlasse des Johann Adam Müller II. von Weidenhausen gehörige Mühle nebst Grundstücken sollen im Termine den 19. Mai L I., Vormittags 9 Uhr, auf dem Bureau des Ortsgerichts Weidenhausen öffentlich meistbietend, unter den im Termine bekannt zu gebenden Bedingungen, verkauft werden, wozu Kaufliebhaber hiermit eingeladen werden. _ Die Mühle hat einen Mahl- und einen Schlaggang, beide unterschlägig, und liegt ganz in der Nähe der von hier nach Herborn hinziehenden Staatsstraße. Gladenbach, am 24. März 1868. Königliches Amtsgericht, Abth. II. Heß. __________Wagenbach.______ Acten-Verkauf. 2518) Montag den 4. Mai I. I., Vormittags 11 Uhr, sollen in dem hiesigen Landgerichts-Local 5 Ctr. 60 Pfd. ausgeschiedeucr Acten, unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen, zum Einstampfen öffentlich meistbietend versteigert werden. Grünberg, am 9. April 1868. Großherzogliches Landgericht Grünberg. Erdman u.__ Stammholzversteigerung in der Großherzoglich Hessischen Oberförsterei Maulbach. 2515) Dienstag den 21. und Mittwoch den 22. April d. I. kommen im Districte Litzel an dem Vicinal- wcge von Maulbach nach Kirtorf zum öffentlichen Ausgebot: 340 Kiefern-Stämme von 10 bis 16 Zoll Durchmesser und bis zu 80 Fuß Länge, sowie 5 Eichen-Stämme von 10 bis 23 Zoll Durchmesser. Die Versteigerung beginnt im Holzschlage Morgens präcis 8V2 Uhr. — Gleichzeitig wird eine große Quantität Brennholz mit: versteigert. Maulbach, den 6. April 1868. Grobherzogliche Oberförsterei Maulbach. Holzversteigerung im Domanial- wald der Oberförsterei Treis an der Lumda. 2509) Moutag dm 20. d. Mts., - von Morgens präcis 9 Uhr an, werden in dem Districte Niederseilbach, ’/i Stunde von Daubringeu entfernt, versteigert: 135 Eichen - Stämme von 13—24 kurhess. Zoll Durchmesser und 12—50 kurhess. Fuß Länge — 4497 Cubikfuß enth. Die Zusammcukunft ist auf dem sogenannten Gießener Weg, wo derselbe von Treis a. d. Lda. aus in den Wald führt. Treis a. d. Lda., den 11. April 1868. Großherzogliche Oberförster ei Treis a. d. Lda- Am end t- Feilg-botenes. Für Schühen-Vereine. 2525) Einige Ladetische und Bänke aus der früheren Schießhalle dahier sind billig abzugeben. Hierauf Reflektirendc belieben sich gcf. an Herrn Zimmermcister P. C. Hildebrand, Hanauerlandjtraße 44 m Frankfurt a. M-, zu wenden._________ 2514) Viehsalz äfl 1. 4 kr. pr. Sack, ä 100 Pfd-, bei Emil Pi stör. __Koch._______________ 2494) Mittwoch den 22. April, Nachmittags 1 Uhr, werden in dem Hause des Schuhmachers Ph- Pfaff in der Kaplansgasse dahier verschiedene Möbel, als: 1 Sopba, 3 Commo- den, 2 vollständige Betten, 1 Bohncnschncid- maschine rc. rc. meistbietend gegen gleich baare Zahlung versteigert. 2516) Täglich frisch abgekochter Schinken bei Adolph Weidig, ___am Kreuz.______ 2313) Einen Glasverfchlag mit Thüre, 16' lang und 10 'hoch, fast noch neu, verkauft billigst Pi Ith an, im Adler. Mischoerkaus. 2527) Täglich liefere ich an die Herren I. A. Busch Söhne frische süße Milch, sowie süßen und sauren Rahm, auch wird daselbst Dickmilch abgegeben. I. Brennemann, auf dem Winneröder Hofe. 2312) Ich bringe hiermit den geehrten Confumenten meine Weine in empfehlende Erinnerung. Preise billigst. _____Pitthun, im Adler 2499) Ein Herd mit Schiff, sowie ein Steinkohlenofcn, beide noch wenig gebraucht, sind zu verkaufen bei ’ ________________F. C- B- Koch. Jeder Zahnschmerz, ohne Unterschied, wirb durch mein in allen deutschen Staaten rühmlichst bekanntes Zahn-Mundwasser binnen einer Minute sicher und schmerzlos vertrieben, was unzählige Danksagungen der höchsten Personen bekunden. E. Hückftädt in Berlin, Oranienstraße 57, am Marktplatz. Zu haben in Flaschen ä 18 und 36 fr. bei (2507)Carl Frech in Gießen. 2542) Kartoffeln sind zu verkaufen bei ____________________________F- Zülch- 2492) Ein noch ungespieltes Pianino von Schmechten (Berlin) ist zum Fabrikpreise zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bltts._______________________________________ 2537) Die Gras-Erndte in meinem Garten, mit der jetzt schon begonnen werden kann, ist zu vergeben. _____________Hoffmann, Posteassier. Versendung der ){arf8öaöer natürlichen Mineralwasser. Die nicht selten an das Wunderbare grenzende Heilkraft des Mineralwassers von Karlsbad ist zu bekannt, als daß cs noch nöthig wäre, selbes anznpreisen. Es ist dies eine durch die Erfahrung mehrerer Jahrhunverte erwiesene Thatsache. Man gebraucht das versendete Karlsbader Wasser auf dieselbe Art zu Hause, wie an der Quelle selbst. Die gewöhnliche Dosis ist an jedem Morgen eine Flasche Mineralwasser, das man in Zwischenräumen von je 20 Minuten entweder kalt oder erwärmt bei Bewegung im Freien, wenn es zulässig, oder zu Hause und nöthigenfalls im Bette genießt. Um die abführende Wirkung des versendeten Karlsbader Wassers zu verstärken, braucht man demselben Hinein en Theelöffel voll Sprudelsalzes zuzusetzen. Alle Bestellungen auf Mineralwasser, Sprudelsalz, Sprudelseife werden pünktlichst effektuirt durch die Depots in jeder größeren Stadt und direkt durch die Brunnen-Versendung sdirektion Heinrich Mattoni in Karlsbad (Böhmen). (2503) Der mieth ungen. 2540) Ein möblirtes Zimmer nach btr L-traße gehend ist zu vermiethen bei ________H. Steinberger, Wallthor. 2541) Eine möblirte Stube für einen oder auch zwei Herren ist bei mir zu ver- miethen und gleich beziehbar. PH. Flett. 2532) .In dem ehemals Ko ch'schen Hause auf dem Seltersberg sind zwei gut möblirte Zimmer, jedes mit Cabinet, zu vermiethen. 2526) Ein gut möblirtes Zimmer mit Cabinet ist zu vermiethen bei I. K. Brühl, ___________________in den Neuenbäuen. 2502) In Lit. A- Nr- 220 sind drei möblirte Zimmer zu vermiethen. 2519) Zwei möblirte, freundliche Zimmer und ein Cabinet sind zu vcr- micthcn. Wo ? sagt die Exped. V. Bl. 2536) Mehrere gut möblirte Zimmer mit Cabineten sind zu vermiethen bei ________________________Wittwe Ai arti n. 2523) Bei Frau Advokat Wießell ist ein möblirtes Zimmer mit Cabinet zu ver- miethen.__ 2488) Im Russischen Hof ist ein großes Familienlogis zu vermiethen.______ 2489) Mehrere gut möblirte Zimmer sind zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bl. 2491) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei Louis Petri II., ______________________Neuenweg. 2317) Ein freundliches möblirtes Zimmer nebst daranstoßendem kleineren ist an einen oder auch an zwei Herren zu vermiethen im Strack'fchen Haufe in der Neustadt. _____ 2535) Eine Werkstätte ist zu vermiethen und eine große Leiter zu verkaufen bei Wittwe Grube. Vermischte Anzeigen. 2497) Ein Lohnschreiber wird gegen bogenweise Remunerirung zu engagiren gesucht. Bewerber wollen sich unter Vorlage ihrer Zeugnisse möglichst bald melden. Gladenbach, am 25. März 1868. Königliches Amtsgericht Gladenbach. ________________Heß-_______ 2510) Die Viehtaxen für das nächste Quartal sind von dem Vorstand festgestellt und liegen bei dem Unterzeichneten 8 Tage, innerhalb welcher Frist Reclamationm dagegen gemacht werden können, zur Einsicht der Interessenten offen. _________________Wortmann. Anfrage 2543) Warum wird die Tagesordnung der Gemeinderathssitzungen nicht mehr, wie früher, am schwarzen Breit in der Rathhaushalle angeschlagen, da doch hierüber, sowie über die Oeffentlichkeit der Gemeinderathssitzungen , ein Geminderathsbeschluß besteht?_________________Ein Bürger. 2524) Ein Laufmädchen wird gesucht zu sofortigem Eintritt. Von wem? sagt die Exped. d. Bltts.____________________________ 2545) Ein ordentlicher Junge kann die Buchbinderei erlernen. Wo? sagt die Exped. d. Bltts.______ 2490) Es werden noch junge kräftige Leute als Dienstmänner zu engagiren gesucht. Nur Solche wollen sich melden, die mit guten Zeugnissen versehen sind. Die Direction des Dicnstmann- ___________Instituts in Gießen.___ 2531) Zwei Glasergesellen finden dauernde Beschäftigung bei V- Herdt, Glaser. 2493) Eine Lehrlings-Stelle ist auf einem hiesigen Comptoir sofort oder innerhalb 3 Monaten zu besetzen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. unter Nr. 2145. 2530) Ein gesitteter Junge, welcher das Glasergeschäft zu erlernen wünscht, kann bei mir in die Lehre treten. V. Herdt, Glaser. Nicht zu übersehen. 2534) Hiermit mache ich die ergebenste Anzeige, daß ich ; die israelitische Restauration mit Logiren auch nach dem Tode meines Mannes fortführe, und bitte ich, das seither meinem verstorbenen Manne geschenkte Vertrauen auch auf mich übertragen zu wollen. Ferner übernehme ich wieder Restaurationen bei Hochzeiten in und außer dem Hause unter ganz billigen Bedingungen. Gießen, den 15. April 1868. Mkoses Rothenbergers Wittwe, Kaplansgasse Lit. C. Nr. 218. Zewerbebank zu Metzen. 2533) Montag den 2 0. April c., Abends 7 Uhr: Generalversammlung im Leib'fchen kleinen Saale. Tagesordnung: 1) Rechnungsablage pro 1867. 2) Bestimmung der Dividende und des Reservefonds. 3) Ergänzungswahl des Ausschusses. 4) Unterstützungsgesuch der Nothleidenden in Ostpreußen. 5) Abänderung der Statuten, betreffend die Gleichstellung des Zinsfußes. Zu recht zahlreicher Betheiligung ladet ein bet Borstand. Knabenlehranstalt von Dr. Landmann. 2539) Das neue Schuljahr beginnt Montag den 27. April. Neu aufzunehmende Schüler können zu jeder Zeit angemeldet werden. I Ger m a n i a , LcbensversichtNlllgs - Aktien - Gesellschaft in Stettin. Grund-Capital: 5,230,000 Gulden Süd. Währ. Mäßige Prämiensätze. Schleunige Ausfertigung der Policen. Darlehne auf Policen. Prompte Auszahlung bei Todesfällen. Im Monat März sind eingegangen: 2516 Anträge über..... st. 2,125,394 Jahres-Einnahme....... „ 2,499,562. Versichertes Capital.........„ 79,511,057. Seit Eröffnung des Geschäftes bis 31. Decem- ber 1866 bezahlte Versicherungssumme. . „ 2,728,603. Prospecte und Antragsformulare durch die Haupt-Agentur: Wilh. Balser in Gießen, und durch die Agenten: PH. Zimmer in Lich, Rechner Schmidt in Londorf, Geometer I. Henrich in Lang-Göns. 2501) Ich zeige hiermit ergebenst an, daß ich das von Schmiedmeister Hellmold Wittwe seither betriebene Schmiedegefchäft in deren Hause in der Löwengasse übernommen habe und halte mich zu geneigten Aufträgen bestens empfohlen. Gießen, März 1868. Theodor Vogt, Schmiedmeister. Kaltwasserheilanstalt NASSAU. 2508) Römische und Kieferbäder. Heilgymnastik, Pneumat. Apparate, Molkenkuren. Pension incl. Cur l'/z bis 2Va Thlr. täglich. — Station bei Ems. — Br. Runge. ^M8SKS&&SKS&5i8Ä8?iS>SSSSS&8SS»S»MSeSSS&&&&&88&888iSÄMS5iS&&&ie P 10 fl. Belohnung | K Demjenigen, der mir den Urheber einer gegen mich in Umlauf | A gesetzten schändlichen Verlänmdung so bezeichnet, daß ich den-Z Hselben gerichtlich belangen kann. Friedrich Heuser. ** 2338) Alle, welche noch Zahlungen an uns zu machen haben, werden hierdurch aufgefordert, dieselben innerhalb der nächsten 14 Tage zu ordnen, indem wir alsdann ohne nochmalige befondere Aufforderung andere Maßregeln ergreifen werden. Unsere Wohnung befindet fich im Strach'- schen Haufe in der Neustadt. Gebrüder He st. Militair-Vorbereitun^^-Aiistalt f. d. Offizier-, Fähnrich-, Seecadetten- und Freiwilligen-Examen. Pensionat. Prospecte in allen renommirtcn Buchhandlungen Deutschlands. eltoClieilS 5 Major z. D., Lehrer am König!. Cadettencorps, Berlin, Holzmarktstr. 6. (2419) Börsennachrichten. 14. April 1868. Preuss. 5>/zO/o Obi. 95% Frankf. 3'/?/o Obi. 803/4 Nass. 4>/2o/o Obi. 94*/8 Kurh. 40/0 Obi. 893/4 Hess. 4<>/o Obi. b. Roths. 89(4 „ 3*/s% üo. do. 84 Bayer. 5% Obi. lOl'/z „ 41/2°/o 1jährige 923/4 „ 41/2% Vejährige 933/a Würtemb. 4*/2% Öbl. — Baden 4l/2% Obi. c. E.L. 93 >,4 Oestr. 50/0 b. R. 62*/4 „ 5% National 52 „ 5% Metall. Obi. — „ M. steuerf. 493/8 Amer. 6% 1882r Bds. 75 i/8 „__60/q 1885r 731/2 Actien. Frankf. Bank 123% Oester. Bank 700 „ Creditact. 1881/2 Darmst. Bankaet. 219 Prioritäten. 50/0 östr. F. St. E. B. 2541/2 Ludwigsh.-Bexbach — Maxbahn — Bayer. Ostbahn 119% Hess. Ludwigsbahn 133 3<>/o östr. Stsb.-Prior. 51 % 3% östr. s. Lombard. 42% 3% Livorneser 277/s Toscaner 42 Frankf. Hypoth.-Bank — Frankf. Vereins-Kasse 97 5O/o Elisabeth-Prior. 733/4 do. II. Emiss. 711/4 Anleliensloose. Kurh. 10 Thlr. Loose 56 Nassau fl. 25 b. Roth. 34 Gr. Hess. fl. 50 b. R. 144i/4 Gr. Hess. fl. 25 b. R. 38 40/0 bayr. Präm. Anl. 983/g 40/0 badische Loose 963/4 Badische fl. 35 Loose 51 1858r Prioritätsloose 131 1860r Loose 70 1864r „ — Wechsel. Amsterd. k. 8. 1003/g Augsb. k. 8. 993/4 Berlin k. 8. 105 Bremen k. 8. 98Vg Cöln k. S. 105 Hamburg k. 8. 881/2 Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 1 lö'/a Lyon k. 8. — Paris k. S. 95 Wien k. 8. 101 (g Dis conto 3% G. Geldsorten. Pr. Gass. Sch. 1 443/4-45 Div. Cass.-A. — Pr. Friedrdor. 9 57-58 Pistolen . . 9 49-51 „ doppelte 9 50-52 Holl. fl. 10 St. 9 54-56 Ducaten . . 5 37-39 20 Frankenst. 9 29*/2-30*/j Engi. Souver. 11 55-59 Russ. Imper. 9 50-52 Doll, in Gold 2 28-29 Schützengesellschaft tu Gießen. Heute Nachmittag um 3 Uhr: Schießübung nach dem neuen Feldscheibenbild. Das Testament des Großonkels. Drittes Kapitel. (Fortsetzung) „Wohlan, so lassen Sie Alle warten, die kommen und nach mir selbst fragen sollten, in höchstens zwei Stunden bin ich wieder da. Schicken Sie mir Welsley!" Der Gehülfe ging und eine Sekunde nachher stand Welsley vor seinem Lehrer. Welsley war ein noch junger Mann, doch von scharfen, ausgeprägten, ja fast geschnittenen Zügen, dessen unstäter, zuckender Blick auf einen vorwärts strebenden ehrgeizigen Geist schließen ließ. „Welsley," so begann Veerenborg, „ich bin früher von Washington zurück, als ich lachte, doch Alles ist gelungen, der große Schlag wird vorbereitet und der Erfolg kann uns nicht fehlen; doch darüber ein anderes Mal. Vor Allem jetzt dieses Plamphlet gegen den ruchlosen H. unter das Publikum, damit wir dem Umsichgreifen seines hochverräiherischen Buches einen Damm entgegensetzen. Ich habe diese Noten in Washington gemacht, sie sind lateinisch, nehmen Sie dieselben und machen Sie sich gleich daran, ich wünsche, daß das ganze Buch lateinisch geschrieben werde, denn Vieles, was Sie in der Muttersprache nicht sagen, nicht einmal andeuten dürfen, weil das Buch Weibern und Kindern in die Hände fallen und ihr SittlichkeitSgesühl verletzen könnte, kann Jnvcnal und Persius austischen. Kann ich bis heute Abend das Manuscript in meiner Privatwohnung haben?" „Auf jeden Fall, Ew. Ehren." — „Sehr wohl, Welsley, schonen Sie die Republikaner nicht, und jetzt machen Sie sich an die Arbeit." Welsley ging und Veerenborg nahm die sämmtlichen noch nicht gelesenen Briese zu sich, und verließ das Bureau, stieg in seinen unten vor der Thür auf ihn wartenden Wagen und befahl seinem Kutscher, sogleich nach dem Grat- man'schen Hause zu fahren. Dieser, der seinen Herrn kannte, war bald, den Broadway und andere gedrängte Straßen vermeidend, auf Nebenstraßen am Washington Square und von da war nicht mehr weit bis zum Ziele. Mad. Gratman zog sich sofort mit Veerenborg in ihr Zimmer zurück. „Er kommt, Veerenborg," begann sie, „er kann schon morgen hier sein." „Weiß Alles, Liebe," erwiederle Veerenborg, „Ranzius hat mir geschrieben. Begreife, daß Ihnen das sehr unangenehm sein muß, können ihm jedoch nicht wehren, sich hier in New-Iork aufzuhalten." „Das weiß ich selbst," erwiederte sie, „doch ich weiß auch, und Sie wissen es noch besser wie ich, daß es viele Mittel gibt, Jemanden, der uns hier überflüssig ist, von hier wieder zu entfernen." „Und doch ist dieß nicht so leicht, werthe Frau, als sie glauben, denn Sie sehen z. B jetzt in diesem Falle, wie er uns trotzt. Er scheint sich dem Urtheil der Menschen aussetzen zu wollen. Gesetzt den Fall, Sie machten Gebrauch von seiner Erklärung." „Er weiß nur zu gut, daß ich von derselben keinen Gebrauch machen kann; denn jedes Kind, Veerenborg, wird wissen, daß sie erzwungen war. Nein, Veerenborg das war kein guter Rath, den Sie mir damals gegeben haben. Er kehrte vor acht Jahren zurück aus dem Süden, er lebte mir hier zum Trotze, und trotzdem New-Iork groß ist und ihm dieses Haus verschlossen war, konnte ich doch nicht vermeiden, ihm hie und da zu begegnen. Meine Ruhe, mein Frieden bedingte seine Entfernung. Wir ließen ihn genau beobachten, und waren von all seinem Thun und Lassen unterrichtet. Was er den Augen der Welt zu verbergen wußte, daß es ihm nämlich nur mit Muse gelang die äußeren dehors aufrecht zu erhalten, daß ihm selbst der Aufenthalt hier zum Ekel gehörten, das wußten wir durch unsere Spione. Wochen und Monate lang hoffte ich, er werde sich an Sie wenden, doch nein, sein auigeblasener Hochmuth erlaubte diesen Schritt nicht, endlich waren wir gezwungen die Initiative zu ergreifen und er ging sofort auf Ihre Anerbieten ein. Als Sie wußten, daß er Alles zur Reise vorbereitet hatte, daß dieser Gedanke nach Europa zu gehen, schon so fest in ihm gewurzelt war, daß er denselben schon als ausgejührt betrachtete, denn wir hatten ihm schon Vorschüsse gemacht, — da endlich knüpften Sie an die Auszahlung der letzten Hauptsumme noch eine kleine Bedingung, und ließen ihn jene Erklärung unterzeichnen, welche, wie Sie mir damals sagten, fein Verbannungsurtheil enthielt, und die er nie in seinem Leben unterzeichnet haben würde, wenn Sie ihm dieselbe gleich zu Anfang vorgelegt hätten. Sie sehen jetzt, welche Früchte Ihr Rath getragen, denn ich kann nicht ein Mal Gebrauch von derselben machen." „Ich glaubte damals in Ihrem Interesse zu handeln und hielt es für unwahrscheinlich , daß er je zurückkehren werte, zumal ich wußte, wie fürchterlich er mit sich zerfallen war. Ich hatte damals seine Dienstmagd bestochen und wußte, daß er starke Opiumdosen nehmen mußte, um sich Schlaf zu verschaffen, denn er schlief oft nicht in drei Tagen und Nächten. Er arbeitete zu Zeiten in einer Fabrik, blos um seinen Körper zu ermüden, um Schlaf zu bekommen, er suchte sich durch starke Getränke zu betäuben, um Schlaf zu bekommen, bis denn endlich nach drei bis vier schaflosen Nächten und Tagen seine Magd ihn ohnmächtig im Sopha fand und sein Arzt, Dr. Ioung, ihm dann belebende Medicinen geben mußte, um ihn wieder aufzurichten. Glauben Sie mir, er har sehr unglücklich, um so unglücklicher, da er Niemanden hatte, dem er sich anvertrauen konnte, und ich dachte mit Gewißheit, er werde, ein Mal im Be- sitz der Mittel, sein Vaterland zu verlassen, nie mehr in dasselbe zurückkehren." „Sie sehen also, werthester Herr, daß Sie sich total geirrt haben, — welchen Ausweg werden Sic mir jetzt in Ihrer Weisheit angeben?" „Wer weiß, weßhalb er zurückgekehrt ist? Kann er einen Wink über die Existenz jenes Testamentes bekommen haben?" „Nie," erwiederte Madame Gratman rasch, „denn um dieses Geheimniß wissen nur Sie und ich." „Wissen Sie sicher, daß Ihre Geheimnisse hier int Hause vor Ihrer nächsten Umgebung bewahrt sind?" „In meinem Hause weiß Niemand Etwas von meinen Angelegenheiten, als ich allein. Daran ist nicht zu denken; er wird vielmehr gekommen sein, um durch seine blose Gegenwart sich neue Erpressungen zu erlauben; jetzt ist daher nur die Frage, wie wir ihn wieder los werden, und zwar auf immer." „Ohne Geldopfer," antwortete Veerenborg bedächtig„und zwar ohne bedeutende Geldopfer sehe ich dazu keine Möglichkeit." „Koste es, was es wolle," unterbrach ihn rasch Mad. Gratman, „ich zahle, wenn er nur Nichts davon bekommt, — ihm keinen Heller." „Außerdem," fuhr Veerenborg gleichsam mit sich selbst redend fort, „muß die Sache so eingeleitet werden, daß wir, besonders ich mich nicht compromittire, denn ich muß meine Stellung berücksichtigen." „Wer zu zahlen, und zu richtiger Zeit zu zahlen weiß," erwiederte Mad. Gratman, „eompromittirt sich nie, doch Sie werden schon ein Mittel gefunden haben, lassen Sie mich also nicht länger in der Erwartung." „Wie gesagt, diese Operation wird viel kosten," fügte Veerenborg ruhig htuzu. „Ich weiß, ich weiß," sagte Mad. Gratman, „wie viel verlangen Sie?" „Ich? Sehr wenig; — aber ich werde Auslagen haben, sehr bedeutende Auslagen. Zuerst bedarf ich eines Detective, um unseren jungen Freund von Morgen bis zum Abend, ja selbst bet Nacht nicht außer Augen zu lassen; denn ich muß jeden Schritt kennen, den er thut; jede Verbindung, die er eingeht; jede Bekanntschaft, die er anknüpft; damit ich im geeigneten Augenblick handelnd angreifen kann. Ich muß mich vollständig auf den Detective verlassen können und —" „Sagen Sie gleich, wie viel Sie brauchen!" unterbrach ihn ungeduldig Mad. Gratman. „Ich werde nur zuerst einer vorläufigen Summe bedürfen--" „Und diese ist?" fragte sie rasch. „Den Detective zu 30 Dollars täglich gerechnet, mit Nebenausgaben sagen wir für einen Monat 2000 Dollars." „2000 Dollars! für einen Monat!" rief Mad. Gratman ans, „Veeren borg, das ist sehr viel!" „Ich weiß, ich weiß!" erwiederte er in mitleidigem Tone, „wenn nur die unangenehme Geschichte mit dem Testament nicht wäre." Mad. Gratman schien den Advokaten mit ihren großen schwarzen Augen durchbohren zu wollen, als Beider Blicke sich jetzt begegneten. „Sie wollen mir drohen, Veerenborg," versetzte sie langsam, jedes Wort betonend, „doch ich weiß, Sie hassen ihn ebenso sehr wie ich, denn Sie werden ihm die Beleidigungen, die er Ihnen im letzten Augenblick seines Zusammensein« mit Ihnen in Gegenwart zweier Zeugen in's Gesicht geschleudert hat, nie vcr- gessen; — trotzdem bewillige ich Ihre Forderung und werde Ihnen sogleich ein Check ausstellen." „Sie haben Recht," erwiederte der Advokat, „ich vergesse diese Beleidi- gungen nie, denn sonst würde ich 5000 Dollars monatlich verlangt haben." Mad. Gratman, welche schon im Begriff war, den Check auszufüllen, sah den Advokaten noch einmal an und antwortete: „Wozu sollen wir uns erzürnen, Veerenborg? Wir kennen uns zu gut, als daß wir nicht wüßten, wie weit wir Einer mit dem Andern gehen dürften. Hier," und sie füllte den Check aus, „hier ist die verlangte Summe, doch jetzt theilen Sie mir mit, welchen Plan Sie haben." „Das hängt von den Umständen ab, liebe Freundin, doch hier haben Sie meine Hand, daß von dem Augenblicke an, wo fein Fuß New-Iork wieder betritt, er sich nicht feinem guten Engel überlassen hat." „Ich verlasse mich auf Sic, und wenn Sie mir die Nachricht bringen," flüsterte sie, „daß ich ihn nicht mehr zu fürchten habe, so rechnen Sie auf meine ganze Erkenntlichkeit." „Zählen Sie auf mich und leben Sic wohl." Er stand auf und einen Augenblick nachher war Mad. Gratman allein. Keine Falte trübte ihre Stirn, kein Gewissensbiß regte sich in ihrem Herzen. Es gibt Charaktere, denen die Allmacht in ihrer ewigen Weisheit zum Heile der Menschheit nur einen beschränkten Wirkungskreis gegeben, die aber, wenn das Schicksal ihnen, wie der Gattin des Augustus, einen Thron verliehen hätte, sich wie einst Caligula wünschen würden, daß das ganze Menschengeschlecht nur einen einzigen Kopf haben möchte, um ihn auf ein Mal abhauen zu können. Viertes Kapitel. Es war am 15. Juni 18—, als nach einer sehr kurzen und glücklichen Reise von ungefähr 10 Tagen der Dampfer „Persia", von Liverpool heimkeh- rend, sich dem Haftn von New-Iork näherte. Von allen den an Bord Befindlichen kann ein Einziger für uns nur von Interesse fein. Er stand ganz vorn an der äußersten Spitze des die Fluthen rasch durchfurchenden Dampfers, die Arme über einander geschlagen, das Auge weder zur Rechten noch zur Linken wendend, stets starr auf New-Iork gerichtet, als wolle er die Häusermassen mit seinen Blicken durchbohren, als wolle der Geist sich loSreißcn vom Körper, um unsichtbar mitten unter denen zu sein, an die er dachte. Er war groß und stark uno von männlichem Aeußeren, die Seereise schien ihm wohlgcihan zu haben, denn Gesundheit sprach aus seinen Zügen; sein Gesicht war eher ausdruckslos zu nennen, doch diese Auedruckslosigkeit wurde in Augenblicken, wie der jetzige, wo ein Gedanke seine ganze Seele mit aller Kraft erfaßt hatte, durch das aus ft neu Augen leuchtende Feuer gehoben und feine hohe Stirn wurde zum Sitz der Gedanken. Blondes Haar und blaue Augen verkündeten die anglofächsifche Abkunft; das bartlose Kinn verjüngte ihn um zcbn Jahre und die ihn nicht kannten, hielten ihn für einen Fünfundzwanzigjährigen. Sein Anzug war einfach, ein Reiftanzug von grauer Farbe, der Jahreszeit angemessen. Das war das Bild desjenigen, der feinen Namen in der Passagierliste als Charles Preston angegeben hatte. Der Dampfer fuhr in den Hafen von New-Iork ein und hatte bald den für ihn bestimmien Pier erreicht. Die Offiziere des Zollhauses kamen an Bord und die Reisenden hatten jetzt jene niedrige Proeedur mit ihren Effecten durch- zumachen, die uns auch hier daran erinnert, daß die Administration nicht des Volkes wegen, sondern das Volk der Administration wegen da ist. Man schien dießmal den Koffern der Neuangekommenen eine ganz besondere Aufmerksamkeit zu widmen, denn selbst Die unschuldige Wasche wurde au« Der Tiefe Der Koffer hervorgeholt, um zu zeigen, Daß sie keine Diamanten und Rubinen enthalte. Charles Preston schien dieses Treiben durchaus gar nicht zu beachten; zwei Kellner hatten ihm feine Koffer auf das Verdeck getragen, und hier faß er auf Einem desselben in tiefes Nachdenken versunken, theilnahmloS an Allem, was um ihn her vorging, bis endlich ein Zollhausbeamter ihn mit den Worten aus feinen Träumen weckte: „Wenn es Ihnen gefällig ist, mein Herr, Ihre Koffer zu öffnen.'" raortf. Mat.)___ Politische Rundschau Gießen. (Sitzung des Gemeinderaths vom 9. April 1868.) In Betreff der Eisenbahnen von Gießen nach Fulda und Gemünden wird von der nach Darmstadt entsendeten Deputation dahin Bericht erstattet, daß die nach Fulda zu bauende Bahn nicht von Lich abzwcige, sondern durch das Busecker Thal geführt werde. Eine betreffende Denkschrift mit einer Karte über beide Bahnen wird S. K. H. dem Großherzog übermacht werden. Zugleich wird der Stadtvorstand ersucht, bei der nächsten Hierher- kunft des Hrn. v. Erlanger und des GeneraldirectorS Vie nöthige Rücksprache zu nehmen. — Ein Beschluß über das Gesuch des Vorstandes der Balser'schen Stiftung um Eröffnung der Straße am Hause der Frau Block wird ausgesetzt. , Der Gemeinderath erklärt, von der Bestimmung des Vertrags, wornach das Lanvwehrcommando die Wohnungsräume in einem der Wachthäuser am Wall- thor wieder in demselben Zustande zurückliefern soll, wie es sie übernommen, abgehen zu wollen, wenn statt 140 fl. 150 fl. Jahresmiethe gezahlt werden. Unter der Voraussetzung, daß Forstwart Hahn für die Stelle im Fernewald bestätigt und dem Verkauf des Ackers daselbst die Genehmigung ertheilt wird, bestätigt der Gemeinderath die abgehaltene Ver-.eigerung. In Betreff des Anstrichs und der Ausschmückung der Stadtkirche geht der Voranschlag nochmals zur Ergänzung an den Sachverständigen zurück. Den Rest der Sitzung nehmen verschiedene Be- schlüffe über rein persönliche Angelegenheiten in Anspruch. Gießen, 14. April. Heute ist dahier die Eintragung der Actiengcsellschaft Erlanger und Compagnie für den Bau und Betrieb der beiden oberhessischen Eisenbahnen in das Firmenregister der Stadt und des Kreises Gießen aus dem Stadtgerichte zu Gießen vollzogen und damit erst die Actiengesellschaft gerichtlich durch Unterschrift der Betheiiigten constituirt worden. Anwesend waren Baron v. Erlanger und Sohn, Prinz von Weimar, Fürst von Isenburg, v. Bethmann, Cornelius u. s. w. Gießen. Hinsichtlich der unlängst von uns ge- brachten näheren Beschreibung einer Taufhanvlung der Baptistengemeinde zu Köln, daß in Folge des TaufacteS ein Mädchen gestorben sein soll, geht uns von dorther Vie Mittheilung zu, daß keines der Gelausten gestorben ist, sondern alle sich des besten Wohlseins erfreuen. Büdingen, 2. April. Das durch dieses Blatt angekündigte öffentliche Examen des hiesigen Handels-Lehr- Jnstituts wurde am 31. März und 1. April d. I. im hiesigen RathhauSsaale abgehalten. Das Eramen wurde durch eine Rede, deren Inhalt mit dem Zweck und Streben des Instituts eines Weitern sich verbreitete, durch den Direktor, Herrn Ottensoser, eröffnet. Mit wahrhafter Bewunderung und mit angenehmer Ueberraschung sah man die Fertigkeit der Zöglinge in allen Disciplinen, namentlich im Französischen und Englischen, in Geschichte, Geographie, Mathematik u. s. w. Nur ein tüchtiges und fleißiges Leh- rerpersonal konnte in so kurzer Zeit so bedeutende Fortschritte erwirken. Man merkte in Allem, namentlich an dem lebendigen und begeisterten Wesen der Zöglinge, daß in dieser Schule eine ausgezeichnete Unterrichtsmethode herrschen muß, welche jeden Unterrichtsgegenstand interessant zu machen weiß. Gestern Nachmittag bot der Actur dem überaus zahlreich versammelten Publikum sehr genußreiche Stunden. Sogar Se. Durchlaucht der Herr Fürst, die Durchlauchtigste Frau Fürstin Mutter bezeichneten durch Höchstihre Gegenwart das Interesse, welches Höchstsie für diese Anstalt haben. Indessen die sämmtlichen Vorträge sowohl in deutscher, als in französischer, wie in englischer Sprache und die Musikproductionen wurden mit einer gewissen Präci- sion und Sicherheit so ausgeführt, wie man es von Kindern solchen Alters gar nicht erwartet. Herr Director Ottensoser, welcher mit größter Umsicht und Energie das Institut begründet und leitet, hat in seiner Schlußrede, welche mit großer Befriedigung ausgenommen wurde, Rechenschaft über seine bisherige Handlungsweise öffentlich abgelegt, und es ist Pflicht eines jeden Schulfreundes, diese Anstalt bestens zu unterstützen. Möge dieselbe zum Nutzen der Stadt und zum Segen der zu bildenden Jugend weiter emporblühen. (B. A.) Darmstadt, 11. April. Das heute erschienene Regierungsblatt Nr. 18 enthält: I. Gesetz, die Höhe der Einzahlungspflicht bei Actien-Gesellschaften, welche den Bau und Betrieb von Eisenbahnen zum Gegenstände haben, betreffend II. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen, die amiliche Benennung der Haupt- laatskaffe betreffend. Zufolge Allerhöchster Bestimmung Seiner Königlichen Hoheit des Großhcrzogs hat die Großherzogliche Hauptstaatskaffe künftighin die amtliche Benennung „Hauptstaatskasse-Direction" zu sichren. III. Zusammenstellung der Ergebnisse der Staats- chulven-TilgungSkasse-Rechnung für 1864. IV—X. Bekanntmachungen Großherzogl. Commission für Post-Angelegenheiten. Die zwischen Alzey und Odcrnheim bestehende Person en post ist mit dem 1. d. Mts. aufgehoben worden, dagegen wird vom gleichen Tage an eine zweispännige viersitzige Personenpost zwischen Alzey und Alsheim über Odernheim unterhalten. Die Personenbeförderung bleibt vorerst auf die Zahl der Plätze des Courswagens beschränkt. Auf der Straßenstrecke zwischen Lauterbach und Schlitz, am Einschnitt des Weges nach dem Hose Sassen, ist vom 26. März an eine Personen- Annahmestelle errichtet worden. In Ober-Gleen, an der Wohnung des Wirths Jacob Ruppert, ist eine Personen-Annahme- stelle errichtet worden, von welcher ab in dem durchpassirenden Lauterbach-Kirchhainer Postwagen oder in den dazu gehörigen Beichaisen, soweit noch Plätze frei sind, Reisende Aufnahme finden können. Auf der Straßenstrecke Brensbach-Groß -Bieberau, an der Mühle bei dem Straßeneinschnitt nach Wersau, ist eine Personen-Annahmestelle für die vorüberfahrenden Postwagen errichtet worden. Zwischen Grünberg und Butzbach ist eine Personenpost eingerichtet worden, für welche an den Postorten Grünberg, Lich, Butzbach unbeschränkte Personen-Annahme stattfindet, an den als Haltestellen bestimmten Orten zu Griedel, Gambach, Ober-Hör- gern, Eberstadt (Straßen-Einschniit nach), Arnsburg, Rieder-Bessingen, Horftenburg und Münster aber Reisende Beförderung nur so weit erhalten können, als noch Plätze in den Post - oder Beiwagen frei sind. Die Personenpostverbindung zwischen Gießen und Lich hat die Ausdehnung bis Nidda erhalten, und ist die Personenannahme bei den Poststellen Gießen, Lich, Hungen, Ntdva unbeschränkt. An Stelle der Personenpostfahrten zwischen Nidda und Ortenberg ist eine tägliche Personenpost. Verbindung zwischen Büdingen, Ortenberg und Nidda hergestellt worvcn. XI. Uebersicht der für das Jahr 1868 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Communalbe- dürfniffe in den Gemeinden des Kreises Grün berg. XII. Uebersicht der für das Jahr 1868 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse der israelitischen Religionsgemeinden des Kreises Schotten. XIII. Uebersicht der für das Jahr 1868 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse der israelitischen Religionsgemeinden des Kreises Nidda. XIV. Uebersicht der für das Jahr 1868 geneh- migten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse in den israelitischen Religionsgemeinden des Kreises Alsfeld. (Schluß folgt.) Darmstadt. Nachdem der hessische Obrist Hartmann, welcher mit einem Handschreiben des Groß- Herzogs nach Berlin gegangen, am Freitag nach Darmstadt zurückgekehrt war, traf am Samstag dort der General-Adjutant des Königs von Preußen, Ge- neral v. Bonin, nebst Gefolge ein. Wie nun die „Hess. Lndsztg." vernimmt, übernimmt Prinz Ludwig das Divisionscvmmanro wieder, Oberst v. Jungenfelv wird Kriegsminister und Prinz Heinrich würde an dessen Stelle die Reiterbrigade führen. Darmstadt, 14. April. Der Director des Kriegsministeriums v. Grolman ist in Folge der stattgefundenen Differenzen als General-Lieutenant in den Pensionsstand getreten. Der preußische General - Adjutant von Bonin bleibt einige Zeit hier. (Fr. I.) Darmstadt, 14. April. Zuverlässiger Mittheilung zufolge ist Vie Aufhebung des Gr. Kriegs- Ministeriums nunmehr beschlossene Sache und soll an dessen Stelle eine Verwaltungsbehörde von sehr vereinfachter Organisation, eine Militärintenrantur unter der Leitung des bereits seit dem Feldzug von 1866 in Vieser Branche thätigen Majors Dornseiff, neben welchem noch zwei Reserenteu Anstellung finden würden, treten. General v. Bonin inspicirte heute Vormittag das 3. Infanterieregiment und eine Fußbatterie, wobei sich ein Eingehen in die minutiösesten Details bemerklich machte. Gegen Mitttag wurden die Kasernen besucht. Die Inspektion der Reiterei, Pionniere und der Trainabtheilung ist für morgen Vormittag in Aussicht genommen. Berlin. Die „Kreuzztg." schreibt: „Die süd- deutschen Staaten haben bekanntlich an die Präsi- dialregierung des norddeutschen Bundes Anträge dahin gerichtet, eine gemeinsame Freizüzigkeit 'ür ganz Deutschland, genau nach den Prin- cipien, welche für das Gebiet des norddeutschen Bun- des zur Geltung gelangt sind, auf dem Wege der Vertragsschließung mit den einzelnen süddeutschen Staaten herzustellen. Die stattgehabten Vorbespre- chungen haben nun zu dem Vorschläge geführt, daß die Verträge mit der ausdrücklichen Klausel abge- schlossen würden, daß etwaige Aenderungen, die sich für den norddeutschen Bund auf dem Gebiete der Freizügigkeitsgesetzgebung während der Vertragspe- riode als nothwendig oder wüuschenswerth heraus- stellen sollten, ohne Weiteres und ohne Rücksicht auf die Verträge mit den süddentschen Staaten sollen getroffen werden können. Ein Abschluß der Ange- legenheit auf dieser Grundlage kann als gesichert betrachtet werden." Berlin. Der „Deutschen „Allg. Ztg." wird aus Thüringen geschrieben: „Obwohl Dementi'S erfolgen werden, kann ich Ihnen doch als zuverlässige Nachricht mittheilen, daß in Kürze zwischen einigen thüringischen Kleinstaaten und Preußen Acces- sionsvertrags-Unterhandlungen beginnen werden. Die finanzielle Lage einiger dieser Kleinstaaten ist derart, daß selbst bei den größten Einschränkungen ein Fort- bestanv in der bisherigen Weise nicht möglich ist. In einigen Monaten werden bestimmte Thatsachen diese Angaben bestätigen." Berlin, Der Postvertrag mit der Schweiz ist am 11. April von den Bevollmächtigten des nord- deutschen Bundes, Baierns, Württembergs, Badens und der Schweiz unterzeichnet worden. Berlin, 13. April. Der Kronprinz und die Kronprinzessin begeben sich morgen früh nach Gotha. Der Kronprinz reist Donnerstag nach Italien; die Kronprinzessin bezieht nach lOtägigem Aufenthalte in Gotha das Palais in Potsdam. Herborn, 2. April. Auf den heutigen hiesi. gen Markt wurden gebracht; 347 Ochsen, 222 Kühe und Rinder, 716 Schweine. Der nächste Markt ist a n 20. April l. I. Hamburg. In Folge eines Conflictes zwischen zwei preußischen Offizieren unserer Garnison und einigen Jägern vom- Bürgcrmilitär bei Gelegenheit eines größeren Brandes in der Altstadt, woselbst die Jäger eine Straße gesperrt hatten und die Offiziere nicht passiren lassen wollten, hat das Bürgermilitärcommandy die Ordre erlassen, Vie Offiziere unserer Garnison bei Bränden rc. überall frei vurchpassiren zu lassen. Nur der energischen Inter- vention des Chefs unserer Polizei, des Dr. Petersen, gelang cs, die beiden Offiziere, gegen welche die umstehende Volksmenge Partei ergriffen hatte, vor Mißhandlungen zu schützen. Hamburg, 5. April. In der deutschen See- mannsschuie ans Steinwärder wurde gestern die von patriotischen Hanauern ausgesetzte Prämie, welche jedesmal am 5. April, als dem Jahrestage von Eckernförde, dem besten Schüler der Anstalt ertheilt werven soll, dem Seemannsschüler Wilhelm Pfeiffer aus Mannheim zuerkannt und demselben von den Directoren der Anstalt in Gegenwart sämmtlicher Zöglinge, wie der Angestellten ein nautisches Werk als Prämiengeschenk überreicht. (H. N.) Paris. In der Osterwoche wirbelten hier die Kriegsgerüchte in der Luft, wie in Deutschland die Schneeflocken. Der dänische Kriegsminister hat sie aufgewirbeit, er zog drei Tage lang von einem Minister zu dem andern und wurde von dem Marschall Niel, dem Kriegsminister, am freundlichsten ausgenommen. Unter den Pariser Zeitungen entbrannte ein heftiger Kampf, ob ein Krieg nahe sei, keine weiß Sicheres zu sagen. Im Vorzimmer des Kaisers traf Prinz Napoleon den Kriegsminister mit vielen Generalen. Meine Herren, sagte er, wozu so viele Soldaten? Deutschland will Frieden! — Niel antwortete: Der Friede, Prinz, wird nicht ewig dauern, und um Krieg zu führen, wird Frankreich niemals einen günstigeren Augenblick finden, als den gegenwärtigen. — Man weiß, daß Niel bei dem Kaiser viel gilt, aber die Wage gibt der Kaiser trotzdem nicht aus der Hand. Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.