Preis vierteljährlich 36 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 51 kr. Gießem Anzeiger. Erscheint «öchenUich Lrei- *ial • Dienstags, Donnerstags nnd Eamstags. — Expedition: Kanzleibera SH. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt siir den Kreis Hießen. Nv. MS. Dienstag den 15. December 1868. Amtliche Bekrrnntmerchungen. Betreffend: Sterblichkeits-Statistik. Laubach, am 10. December 1868. Das Großherzogliche Kreismedicinalamt Laubach an z die Großheyoglichen Bürgermeistereien des MedicinalbesirKs Laubsch. Angabm über^die'SleZliKttsmZlKsftÄs'am Schluffe des Jahres von uns zu erstattenden Jahresberichten genaue Verst°Ln?L"Labe°L £ SÄffiS” ^ständige «•** ber in ^en Gemeinden im Laufe des Jahres 1868 Dr. Kühle r. II «i .......im im i im im irrwwrm-n-.»i— ■----------------- den December, ;e 13 48. — Feilgebotenes Der 9446) 15. - 16. - empfiehlt (9421) Versteigerungen. Lieferungen in das Bezirksgefäng Besondere Bekanntmachungen. Oeffentliche Aufforderung. 9433) Ansprüche jeder Art an die nach- verzeichneien, in den öffentlichen Büchern den bei den einzelnen Parcellen bemerkten Personen zugeschriebenen Immobilien, welche von den Besitzern veräußert werden sollen, bezüglich welcher das Eigenthum aber und resp. die Zahlung der Kaufschillinge urkundlich nicht nachgewiesen werden kann, nämlich: 1) Friedrich Vogel I. von Staufenberg, IX/61 dasiger Gemarkung, 2) Die Gemeinde Annerod, 1/210 dasiger Gemarkung, Die Herren Bürgermeister werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen. - Gießen, den 25. November 1868. Der Rechner der Spar- und Leihkasse: Kebr. Jahres, so haben die Pfleger von ihrem Gelde die Zusendungskosten zu bezahlen. Gießen, den 11. December 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen Großherzogliches Stadtgericht Gießen. M u h l. 9460) Zum Ausschmücken von Christbäumchen empfehle ich eine ganz neue Sendung großer und kleiner Ballons, Sterne rc. ___________ Wilh. Klee. 12) Christoph Wagner von Treis a. d. Lda., H. 5023 dasiger Geinarkung, 13) Otto Zecher und Christoph Wagner von Treis a. d. Lda-, L. 6143<1. dasiger Gemarkung, 14) Konrad Heinrich Becker von Treis, C. 1129 dasiger Gemarkung, NB. Die unter Ordn.-Nr. 10 bis 14 bemerkten Parcellen, die unter Ordn.-Nr. 14 bemerkte jedoch nur zur Hälfte, befinden sich im Besitze des Balthasar Michel 111. von Treis a. d. Lda, dieser hat sic auch wieder veräußert und er hat bescheinigt, sie mittelst Ersitzung erworben zu haben. 15) Balthasar Michel HI. von Treis a. d. Lda., II. 4908 dasiger Gemarkung. 16) Johannes Schäfer von Sichertshausen, 11. 5378 Treiscr Gemarkung, 17) Martin Opper 1. von Treis a. d. Lda. G. 4503 dasiger Gemarkung, 18) Johannes Oest von Treis a. d. Lda., v. 2232 dasiger Gemarkung, NB. Die Parcellen Ordn.-Nr. 16, 17, 18 befinden sich im Besitz des Konrad Opper II. von Treis, dessen Erben haben solche auch wieder veräußert und es ist bescheinigt, daß derselbe diese Parcellen mittelst Ersitzung erworben, 19) Christoph Noll II., Johannes Sohn niß betreffend. 9448) Mittwoch den 23. December I. I., Vormittags 10 Uhr, soll in dem Locale des unterzeichneten Gerichts die Lieferung der für das hiesig! Bezirksgefängniß im Jahr 1869 erforderlichen Bedürfnisse, als: des Holzes, Strohes, Oels, der Besen, Kleidungsstücke, Hemden, Schuhe, Strohsäcke, sowie des warmen Essens für christliche Gefangene rc. öffentlich an den Wenigstnehmenden vergeben werden. Bemerkt wird, daß Nachgebote nicht berücksichtigt werden. Gießen, den 9. December 1868. 3) Donnerstag 4) Samstag 5) Dienstag 6) Mittwoch 7) Donnerstag 8) Dienstag 9) Mittwoch 34) Heinrich Keßler I. von Annerod, IV, 196, V/4, 11, VI 326, 327, 1/75, 11,352, VI/237, 1/651, V/210, IV/444,1/651, lV/396,3 dasiger Gemarkung sind sogewiß binnen sechs Wochen vom er- ten Erscheinen dieses Aufrufs in den öffentlichen Blättern bei dem unterzeichneten Gerichte anzumelden, als sonsten, wo nöthig, die Löschung der Bemerkung „beschränkt" verfügt, den neuen Eigcnthumsurkunden die gerichtliche Bestätigung ertheilt und die Ueberschreibung der einzelnen Parcellen auf den Namen des neuen Erwerbers angeordnet werden wird. Gießen, den 9. November 1868. Großherzogliches Landgericht Gießen. Bötticher. L. Fr. Handwerk, Neustadt. 3) Johannes Horn UI. von Steinbach, 1,378, XVI/389, V/154a., XV, 386, 11/451, 452, 11/232, V,64, XII,309, VI/318, XVIII,37, XIV/690, XV, 1, 6, XII/114, 1/442, XVII/587, VII/196, 111/131, IV/367, 370a., XlV/704a. dasiger Gemarkung, 4) Heinrich Haas IX. von Steinbach, XVI, 463 dasiger Gemarkung, welche Parcelle Johannes Horn HI. von dort mittelst Kaufbriefs vom 11. December 1850 erkauft hat und demselben im Grundbuche zugeschrieben werden soll, 5) Heinrich Arnold, Jacob Sohn von Steinbach, XVII/475 dasiger Gemarkung, welche Parcelle Johannes Horn 111. mittelst Kaufbriefs vom 2. November 1847 erkauft hat und demselben im Grundbuch zugeschrieben werden soll, 6) Katharine Schneider von Lollar, 11/372 dasiger Gemarkung, 7) Balthasar Meyer von Treis a. d. Lda. K. 5517 und 5518 dasiger Gemarkung resp. den Antheil desselben von dieser ihm und dem Johannes Meyer im Kataster zugeschriebenen Parcelle, 8) Kaspar Rühl und Adam Rühl, Kaspars Sohn von Treis a. d. Lda-, D. 2463 dasiger Gemarkung, 9) Kaspar Dörr von Annerod, 1/43, 654 und 677 dasiger Gemarkung, 10) Heinrich Michel, Balzers Sohn, blödsinnig, von Treis a. d. Lda-, E. 3272 dasiger Gemarkung, 11) Jeisel Amschel von Treis a. d. Lda. E. 3213 dasiger Gemarkung, 4. 20 an, 6. — „ An die Pfleger von Waisen in hiesiger Stadt. 9455) Wir bringen die Ausstellung der Quittungen über die Pfleggelder vom zweiten halben Jahre 1868 in Erinnerung. — Erfolgt sie nicht vor dem Schlüsse dieses N)nr Hinkende Bote für IS69 (9liifL ca. 3/i Million) ist stets bei allen Buchhändlern und Buchbindern vorräthig. Haupt - Agentur: Btndernagel S> Schimpfs, in Friedberg. 9415) Rcgcnröckc, sowie Gummischuhe (Prima) empfiehlt Carl Wenzel- 15. 16. 17. 19. 22. 23. 24. 29. 30. 31. Gold. Damen-Uhren von „ Herren- „ „ „ Rcmon- toirs von .... Universal-Magen-Liqueur, genannt Victoria, von Franz von Metternich in Mainz, empfiehlt „ Viertel- (9431) ä ir 45 „ » — » 24 „ Eduard Lind, Conditor in Gießen. Genfer Uhren Lager bei C. Zihmann, Uhrmacher, in Frankfurt a. M.: , in Mendorf a. d. Lda-, XIX/17 dasiger Gemarkung, 20) Anna Marie Weis von Allendor a. d. Lda-, H1/587 dasiger Gemarkung, welche : Christoph Noll von dort mittelst Kaufbriefs 1 vom 4. Juni 1836 erworben und nunmehr ; weiter veräußert hat, ' _ 21) Geißler, Ludwig, G. S- II. von Staufenberg , 11/566 und 377 Daubringer Gemarkung, 22) Heinrich Römer von Trohe, VIII/199 Alten-Busecker Gemarkung, 23) Philipp Kehr's Wittwe von Treis a. d- Lda., VI/333 Mainzlarer Gemarkung, welche Parcelle bescheinigtermaßen Heinrich Jungk II. von Treis a. d. Lda. mittelst Ersitzung erworben haben soll und die solchem noch auf den Namen zu schreiben ist, 24) Heinrich Will IV., Göbel's Eidam, von Treis, VH/542 Mainzlarer Gemarkung, 25) Konrad Kehr, Hosmann's Enkel, von Treis, 0. 7396 Treffer und XXXI 376 und 377 Allendorfer Gemarkung, 26) Christoph Müller und Ehefrau Clara von Alten-Buseck, IV/234,1/1117, 985,11/125, VIII, 462,11/182,1/984,11/224, IV/408, XIII/247, , XVIII/111, XIX/48, XXI/185, XXIII/254, ' XX1V/313, IX/375, XIII/501, XIX/71, XVIII/140 : dasiger Gemarkung, 27) Friedrich Erb von Alten-Buseck, XIX/36 dasiger Gemarkung, ' ' , 28) Christoph Schwalm und Kinder von ! Lollar, 1/478, IX/193 und 194 dasiger Ge- ' mnrkung, 9404) Zur Bezahlung der Zinsen, welche von den bei der hiesigen Spar- und Leih- kasse angelegten Kapitalien am Ende dieses Jahres fällig werden, sind nachstehende Termine festgesetzt, und zwar: 1) Dienstag 2) Mittwoch Anker, „ Steine, von in ganzen Flaschen ä 1 ff. 24 kr-, „ halben Ocfen und Herde zu Steinkohlen- und Holzbrand, Feuerungs- und Küche,igeräthschaften, Stein- und Braunkohlen, in ganzen und getheilten Waggon-Ladungen und im Einzelnen (9402) empfiehlt I. @. D. Bapst. Chlinder, Silber, von Rthlr. „ mit Goldrand, „ „ 10) Donnerstag Die Interessenten werden daher aufgefor- dcrt, die Zahlung an diesen Tagen in Empfang zu nehmen und hierzu durch Vorzeigung der Schuldscheine sich zu legitimiren. Zugleich wird bemerkt, daß die auf den Donnerstag fallenden Zahltage für die Interessenten der Stadt Gießen, die übrigen Zahltage dagegen für die Auswärtigen be- timmt sind. 9430) Jonköprng's , Pstent-SicherheitSMdhöher, ohne Schwefel und Phosphor, empfiehlt__________Julius' Wallach. Feinstes Blüthcnmehl, pr. Pfd. 8 fr., „ Vorschußmchl X., „ „ 7 „ Franco-Bestellungen werden gegen Postnachnahme besorgt. Auf Verlangen werden die Uhren für Rthlr. 1. 5 Sgr. unter Garantie abgezogen. (9405) 9453) Vorzügliches Acpfclkraut, pr Pfund 7 kr., in größeren Quantitäten und im Faß bedeutend billiger, bei Carl Hoffmann. 29) Christoph Schwalb zu Lollar, V/118 Daubringer Gemarkung, wobei bemerkt wird, daß Christoph Schwalb mit Christoph Schwalm ein und dieselbe Person sein soll, 30) Kaspar Nürnberger von Reiskirchen, XII/487 (640) dasiger Gemarkung, 31) Johannes Arnold II. von Reiskirchen, 1/447, 550, 722, 11/103, V/156, V/270, VI/20 VII>283, 450, XXI/254, 258, 307 dasiger Gemarkung, welche Parcellen mittelst Erbgangs auf dessen einzigen Sohn Heinrich Arnold übergegangen und von diesem ersessen worden fein soll, 32) Heinrich Wiegand von Burkhardsfelden, 1/702, 111/163,111/660,1V/46,540, V/430, VI1I/111, 236, 171, 255, VII/789, 11/130 da- iger Gemarkung, 33) Balthasar Formhals in Allendori a. d. Lda., 111/623 und XXIX/219 dasiger Gemarkung, Portefeuille - Waaren in großer Auswahl, zu Festgeschenken geeignet, empfiehlt (9457)_______K. Münch, Kirchenplatz. 9422) Erfurter Bohnen und Linsen, geschälte und ungeschälte Erbsen sind zu haben bei L. Fr. Handwerk, __________________________Neustadt.________ 9458) Goldfische sind zu haben in der Samenhandlung von Earl Deines, am Markt, neben dem Rathhaus. 9418) Steinkohlen und Braunkohlen bester Qualität empfiehlt D. Wirth's Nachfolger _____________________(Th. Geilfus )________ 9461) Buchen - Scheidholz, Prima- Qualität, verkauft __________________Friedr. Schwaab. 9447) Braunes Kalbleder, erste Qualität, ä Pfund 2 ff., sowie Kuhhaare, ä Pfund 2*/2 kr., bei D. Planck, am Tiefenweg. 9470) den Artikel. Ich empfehle zu dem bevorstehenden Feste mein reichhaltiges Lager aller in das Mefferschmiedefach einschlagen- I. Schellenberg, Seltersweg. Z Ausverkauf wegen Geschäftsaufgabe Sein» 53Ä: SSS'Ä Batist- und Bielefelder Taschentücher und Herrenhemden, Cravatten, Sbl p! , achte feidere F^ul r , Bänder, Schleier, Manchetten und Kragen, Glace-Handschuhe, Hutformen, Filzhüte, Hutstoffe m Sammet, Atlas .TaffetMou^lm MO Stickmuster öon 4 und 6 kr. an, Stramin, Seide und Häkelzwirn, LMNWiSNÄ Ä 8 wSglM! SLLttili.'" '«• w,»*«■ Z Will). Drittg, Neuenbäuen 85, Epfiehlt eine große Auswahl lackirter Blechwaaren, ordinär und fein, als: Präsentirteller, Flaschentcller, Spielteller, Brodkörbe, Obstkörbe, Mefferkörbe, Gläserkörbe, Zuckerdosen, Zuckerstreuer, Tabaksdosen, Toilettenkasten, Gewürzkasten, Briefkasten, Spuckkasten, Botanistrbüchsen, Sparbüchsen, Wandwaschgefäße, Aschenbecher, Wandfeuerzeuge, Schreibzeuge, Federkästchcn, Köcher, Vogelkäfige -c. re.________________________ 9443) Prima-Gummischuhe, Glace-, Militär- und Winterhaudschuhe billigst bei __________________________PH. Schlatter. TOeifinadjts=Äus Wung!!! 9442) Die passendsten Geschenke für Damen findet man bei__________________ Wilhelmine Fuhr. Empfehlung 9436) Regenschirme, Spazierstöcke, Cigarrenspitzen, Tabakspfeifen und alle in dieses Fach einschlagende Artikel empfiehlt billigst 9t. Simon, Marktstraste. $ Geschäfts-Kalender mit breitem weißem Feld hinter jedem Monat zum Einträgen von Notizen, zwei Sorten, pr. Stück 4 Kreuzer; (Comptoir=]{afenÖer, in 4to., pr. Stuck 3 Kreuzer; Kleine Eluis-Kalen-er, in 8to., pr. Stück 2 Kreuzer, bei Wilhelm Klee. Wiederverkäufer erhalten angemessenen Rabatt. ZU Weihnachtsgeschenken empfehle ich eine schöne Auswahl feiner Cigarren, in Dosen elegant verpackt. Preise: per Tausend 50, 40, 33 und 25 st. (9439)________________________K. Münch, Kirchenplatz. Als feines Weihnachts- und Nenjahrsgeschenk empfohlen: Photographische Albumkarten- und Medaillon-Por- traits werden in brillant farbig gemalte Elfenbeinminiatüren verwandelt. — Preise billigst. Hugo Perger, (9469) ________________________Schoor Nr. 118. Weihnachts-Ausstellung in Conditoreiwaaren, sowie in ächten Nürnberger Wachsstöcken und Christbaumlichtern in allen Farben, bei (9440) _______________Couditor Sattler, Seltersweq. a«- Arabische Gummikugeln 'M von W. Stuppet in Alpirsbach. 9432) Dieses Universalheilmittel erweist sich nach dem Gutachten der hohen königl. Obermedicinal-Collegien in München, sowie in Stuttgart, bei Husten, Heiserkeit, Brustschmerzen, Verschleimung der Lungen und der Luftröhren als überaus wohlihätig, zumal bei Krampf- und Keuchhusten befördern diese Brust-Bonbons den Auswurf des zähen, stockenden Schleimes, mildern sofort den Reiz im Kehlkopfe und beseitigen in kurzer Zeil den heftigsten Husten. Preis pr. Fuhr. 9444) Nähmaschinen zu Weihnachtsgeschenken em- pfiehlt unter Garantie PH. Schlatter. 9429) Gute Mauer-Steine sind stets zu haben bei Textor & Heinz, auf der Hardt- 9465) Eine Sammlung ausgestopfter exotischer Vögel ist zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 9459) Eine gute Zither ist zu verkaufen bei I- Rothenberger, ___________________ Lindenplatz._______ 9456) Zurückgesetzte Porzellan-Petroleum-Lampen und Kinder-Lämpchen, erstere von 5 st. an, bei F. Habenicht- 9420) Hiermit die ergebenste Anzeige, daß ich mit dem Heutigen Tage Herrn Eduard Spier in Gießen eine Niederlage meiner wegen ihrer Güte bekannten Rvthweine übergeben habe und können solche in jedem Quantum von demselben bezogen werden. Rolandseck, den 10. December 1868. C. Villau, Hoflieferant Sr. Königlichen Hoheit des Großherzogs von Hessen. Bezugnehmend auf obige Annonce empfehle ich hiermit obengenannte Weinsorten zur gefälligen Abnahme und verkaufe die Flasche ausgezeichneten Roth weins (Ahrbleichart) zu 30 kr. ___________________Eduard Spier. Für den Weihnachtstisch! Das Allerneueste ist der Wkttcnmgkl, ein Hygroskop, als untrüglicher Wetterprophet. 9426) Eine auf einem polirten Sockel ruhende Glasglocke bedeckt einen auf Blumen sitzenden (Kolibri, welcher, sich drehend, durch seine Stellung zu der unter ihm angebrachten Scala die Witterung mit Sicherheit auf 2 Tage vorausbestimmen läßt. Der kleine Apparat ist neben seiner Nützlichkeit durch die geschmackvolle Ausstattung eine Zierde des Zimmers. Direct bezogen ist der Preis pro Stück 1 Thaler incl. Verpackung. Zusendung erfolgt sofort nach Auftrag gegen Einsendung des Betrages (per Postanweisung) oder gegen Postvorschuß. Gleichzeitig empfiehlt für Weihnachten: Mikroskops zu IV- und 3 Thlr. das Stück- Botanische Loupen, 1-, 2-, 3fache: 7*/2, 12'A, 17Vr Sgr. Mikroskopische Präparate ä Dutzend l'/r und 2>/r Thlr. Den ausführlichen Preis-Eourant gratis und franco. Das Mikros- kopische Institut von W. Glüer in Berlin, Gipsstraße 4. 9407) Ein Haufen guter Mist ist billig zu verkaufen bei _______Georg Schmehl, am Brand. 9412- Eine Partie Waizen-Spreu, sowie eine Partie Stangen zu Steigleitern sind zu verkaufen bei Jacob Braun. 9411) Ein Occonomie-Wagen und ein Pferdegeschirr sind zu verkaufen. Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts. Vermiethungen. 9463) Ein, auch zwei möblirtc Zimmer sind zu vermiethen. Wo? sagt die Exped. d. Bltts.______________________________________ 9464) Im Hessischen Hof ist, durch Wegzug des Miethers, im Seitenbau ein möblirtes Zimmer für 3 fl. monatlich zu vermiethen und im Januar k. I. zu beziehen. 9424) Ein möblirtes Zimmer mit Ca- binet ist zu vermiethen bei H. Rübsamen, auf der Mäusburg. 9462) Wegen Wegzug des Herrn Dr. Krumm ist das von demselben seither bewohnte Logis anderweit zu vermiethen. __A- Stern. 9449) Ein Zimmer mit Cabinet ist auf Ostern zu vermiethen. Auf Verlangen kann noch eine Stube dazu abgegeben werden. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 9414) Ein freundliches Familienlogis ist zu vermiethen Seltersweg Lit. C- Nr. 101. 9427) Ein kleines Familienlogis ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen bei ____________________Dr. Weber II. 9427) Ein kleines Familienlogis ist zu vermiethen. Bei wem? sagt die Exped. dieses Blattes.________________________________ 9409) Ein kleines freundliches Familienlogis ist zu vermiethen und sogleich zu be- ziehen. Zu erfragen bei der Exped. d. Bl. 9401) Ein freundlich möblirtes Zimmer mit Cabinet ist zu vermiethen Wallthor- straße Lit- A- Nr. 227.______________________ 9410) Mein an der Hardt gelegener Felsenkeller ist vom 1. Januar 1869 an ander- weit zu vermiethen. Louis Busch Wittwe. Vermischte Anzeigen. 9468) Vergangenen Samstag wurde ein schwarzer Pelzboa verloren. Der redliche Finder erhält Belohnung. Wo? sagt die Erped. d. Bltts._____________________________ 9417) Meine Frau kauft alle Gattungen Möbel, Weißzeug, Betten, Kleider rc- Heinemann Hermann. 9467) Ein seidener Regenschirm ist in meinem Laden stehen geblieben. Derselbe kann gegen Erstattung der Jnseratgebührcn von dem Eigenthümer bei mir in Empfang genommen werden. Will). Klee. 9425) Die Senkgrube eines großen Hauses wird unentgeltlich abgegeben, wenn dafür die Grube ein Mal im Jahr und zwar in den Monaten December oder Januar gut gereinigt wird. Das Nähere bei der Exped. d. Bltts-____________________________ 9403) In einen hiesigen Gasthof wird ein Zimmer-Mädchen zu sofortigem Eintritt gesucht- Näheres bei der Exped- d. Bltts. 9451) Heute, Dienstag den 15. Deceinber, von Abends 7 Uhr an, spielt die Troll'sche (Kapelle im Cafv Kuhlmann. 9437) Regenschirme werden fortwährend rcparirt und überzogen von ___________ N- Simon, Marktstraßc. 9466) Dem Fräulein Marie St ... . zu seinem heutigen 23. Wiegenfeste die herzlichsten Glückwünsche. Ehr...... B-- -- 9450) Vorschüsse auf Werthgegenstände besorgt unter Zusicherung strengster Verschwiegenheit und billigst I. Rothenberger, Lindenplatz. Dienstag den 15. Deceinber. Letzte Vorstellung. $ a r i 6 a C b i. Lustspiel in 1 Act von Rosen. Hierauf: Cin bengalischer Tiger, oder: Der weiße Othello. Posse in 1 Act von Hermann. Zum Schluß: Singvögelchen. Operette in 1 Act von Theod. Hauptner- Preise der Plätze: I. Platz 36 fr. Gallerie 12 fr. Anfang 7 Uhr. Cassa-Oeffnung 6 Uhr. Billets für den I. Platz ä 30 fr. sind _______im Cafs Leib zu haben.________ 9452) Morgen, Mittwoch den 16. December, von Abends 7 Uhr an, spielt die Trollsche Capelle in der Chr. Lony'lchen Brauerei. ;9416) Heinemann Hermann hat in Auftrag einige Tausend Gulden zu verleihen. Frankfurter Lebens - Verstcherungs - Gesellschaft. Grund-Kapital: fl. 3,000,000. — kr. Reserven: , 1,877,173. 52 y2, Lebens - Leibrenten - (Versichern), Altersversorgungs- und Aussteuer-Versicherungen, mit und ohne Gewinn-Betheiligung der auf Lebenszeit Versicherten, werden zu den billigsten Prämien und unter den liberalsten Bedingungen abgeschlossen. (9434) I. G. Appel, in Gießen. | Geschäfts-Empfehlung. Einem geehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß ich mich dahier als Schuhmacher etablirt habe. Indem ich das mir zu Theil werdende Zutrauen durch reelle und pünktliche Bedienung zu erhalten suchen werde, bitte ich zugleich um geneigte Aufträge Karl Wcinhardt, Schuhmacker, wohnhaft bei Schuhmacher Weißmüller Wittwe, Löwengasse. Z Wohnungs-Veränderung. Meinen geehrten Kunden die ergebenste Anzeige, daß ich jetzt in dem ehemals Schaffstätt'schen Hause in der Marktstraße wohne und hoffe ich, daß mir das bisher in so reichem Maaße geschenkte Wohlwollen auch hier zu Theil werden möge. Hochachtungsvoll N. Simon, Drechsler und Schirmfabrikant. Noch eilt Urtheil über den Lahrer Hinkenden Boten. Potsdam, 26. Sept. 1868. Auswahl und Ton Ihrer kleinen Geschichten sind wirklich mustergültig und schlagen bei Großen wie bei Kleinen, bei Gebildeten und Ungebildeten an. Dasselbe gilt von den Holzschnitten. (9445) Schulze (Delitzsch'). Die von Dr. H. Hager und Dr. E-Jacobsen in Berlin herausgegebcnen „Jndustrie- blätter" bringen in ihrer Nr. 11 vom 12. März d. I. einen Artikel über die Malzex- tractsgesundheitsbiere von Joh. Hoff und R. Zimmermann, dem wir folgende Stelle entnehmen: Dem Joh. Hoffschen Malzextractgesundheitsbier ist in neuerer Zeit eine Con- currenz entstanden, indem ein gewisser R. Zimmermann (Berlin, Potsdamerstr. 116), welcher 7 Jahre lang in dem Geschäft des Joh. Hoff gewesen sein soll, ein Malzextract- gcsundheitsbier in den Handel bringt, welches aber dem Käufer nur ein halb mal so theuer kommt und dennoch im Geschmack, Geruch, Farbe, Konsistenz dem Hoff'schen Präparate total ähnlich ist, wie ein Ei dem andern. Wer wird es uns verdenken, wenn wir uns durch diesen Umstand verleiten ließen, eine vergleichende eingehende Analyse beider Biere vorzunehmen. Wie bemerkt, sind beide Biere nach ihren äußeren Eigenschaften völlig ähnlich, dennoch ergab die Analyse einen Unterschied, der zu Gunsten des Zimmermann'schen Präparats spricht, indem zur Darstcllunq desselben ein besseres und gehaltreicheres Bier verwendet wird. Das Destillat aus dem Zimmermann'schen Biere hatte überdies einen prononcirten Hopfengeruch, das des Hoff'schen dagegen erfordert große Einbildungskraft, um den Hopfen erkennen zn lassen. Außerdem ließen die Destillate beider Biere einen äußerst schwachen anis- und fenchelartigen Nebengeruch bemerken. (Folgt Analyse.) Nach diesen Resultaten enthält das Zimmermann'sche Bier mehr Malzextract, denn es enthält die Phosphate, stickstoffhaltige Substanz, Malzzucker, Malzgummi, also die Hauptbestandtheile eines reinen Malzextraktes, in größerer Menge, und es zeigt auch durch seinen Alkoholgehalt auf ein besseres, kräftigeres Bier hin. Dagegen enthält das Joh. Hoffsche Bier mehr Rohrzucker (Rübenzucker), ein Zusatz, den sich ein Jeder selbst machen kann. Die Joh. Hoffsche Malzextractgesundheitsbier-Industrie ist, wie dieses Beispiel lehrt, durch die Zimmermann'sche total überflügelt. Ob aber Zimmermann die Joh. Hoffsche Annoncen- und Attest-Industrie überflügeln wird, ist eine andere Frage. Die Klügern unter den Malzextractgesundheitsbier-Bedürftigen dürsten dennoch nicht in die Lage jenes Esels kommen, welcher zwischen zwei Heubündeln verhungerte, weil er nicht schlüssig wurde, auf welcher Seite er zuerst anbeißen sollte, sie werden jedenfalls zum billigeren und dabei besseren Präparate greifen, sie werden ihre Leichtgläubigkeit mit den Annoncen und Attesten aus der Hoff'schen Fabrik nähren, aber aus der Zim- mermann'schen Fabrik ihr Bier holen. Sie transit gloria mundi!________________________ Berichtigung. In der Annonce 9397 der Samstagsnummer dieses Blattes, betreffend „Consum- verein", ist Zeile 4 von oben statt 3>/s pCt. — 31/? Kreuzer zu lesen. Die Red. d. Bltts. Frachtbriefe für die Mam-Weser- und Cöln-Mindener- Eisenbahn, sowie sammtliehe zollamtlichen Formulare, flnd zu haben bei Wilhelm Klee, Mäusburg. Börsennachrichten. 12. December 1868. Prioritäten. 50/0 östr. F. St. E. B. 303 Ludwigsh.-Bexbach 1597/2 Maxbahn 106 Bayer. Ostbahn 127 Hess. Ludwigsbahn 139 3% östr. Stsb.-Prior. 54'/4 3% östr. s. Lombard. 443/4 3% Livorneser 325/s Toscaner 493/8 Frankf. Hypoth.-Bank — Frankf. Vereins-Kasse 95 Vs 5% Elisabeth-Prior. 751/2 do. II. Emiss. 733/4 Wechsel. Amsterd. k. 8. 997/s Augsb. k. S. 995/3 Berlin k. S. 1047/g Bremen k. 8. 963/4 Cöln k. 8. 1047/g Hamburg k. 8. 877/g Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 119l/< Lyon k. 8. — Paris k. 8. 943/4 Wien k. 8. 99 Vz Disconto 3 >/2% G. Preuss. 41/2o/o Obi. 94Vs Frankf. 31/2% Obi. 81 Vs Nass. 41/2% Obi. 943/4 Kurh. 4O/o Obi. 877/8 Hess. 4O/o Obi. b. Roths. 1023/4 „ 3i/2% do. do. 90 Vs Bayer. 5% Obi. 1021/4 » 41/2% 1jährige 963/z „ 4!/2o/o t/jjährige 961/2 Würtemb. 4V2% Öbl. 94»/s Baden 41/2°/o Obi. c. E.L. 943/4 Oestr. 5% b. R. — „ 5% National 52y2 „ 50/0 Metall. Obi. — „ M. steuerf. 523/8 I Amer. 6»/0 1882r Bds. 793/8 ! „ 6% 1885r 781/4 Geldsorten. Pr. Gass. Sch. 1 443/4-45 Div. Cass.-A. — Pr. Friedrdor. 9 57 Vs-58Vs Pistolen . . 9 48-50 „ doppelte 9 49-51 Holl. fl. 10 St. 9 54-56 j Ducaten . . 5 36-38 20 Frankens!. 9 26Vs-271/s Engi. Souver. 11 54-58 Russ. Imper. 9 49-51 Doll, in Gold 2 27-28 Anleheiasloose. Kurh. 40 Thlr. Loose 55 V« Nassau fl. 25 b. Roth. 38 Gr. Hess. fl. 50 b. R. — Gr. Hess. fl. 25 b. R. 43 Vs 4O/o bayr. Präm. Anl. 1031/2 4% badische Loose 100 Badische fl. 35 Loose 543/g 1858r Prioritätsloose 143 1860r Loose 785/s 1864r „ — Actien. Frankf. Bank 124 | Oester. Bank 678 „ Creditact. 2421/2 1 Darmst. Bankact. 263 Wir bitten das geehrte Publikum wiederholt und dringend, die Aufgabe der Anzeigen Montags? aUJSs Mittwochs und Freitags vor 10 Uhr Morgens zu bewerkstelligen, damit die Anzeiger noch rechtzeitig Abends zur Post gelangen können. Es werden also für die Folge nach 10 Uhr Morgens keine Anzeigen mehr angenommen, es sei denn, daß sie Aufnahme in eine spätere Nummer finden sollen. JPie Erped. d. Giess. Anzeigers. Politische Rundschau Darmstadt, 10. Dec. Der Bericht de« Ft. nanzau«lchuffe« über den Gesetzentwurf, betr. die Erhebung der Staatsauflagen in den ersten sechs Monaten des nächsten Jahres, ist erschienen. E« ergibt sich hieraus, daß die Jahresausgabe, ungeachtet der Erhöhung der Einnahmen auf 10 079,113 fl., ein Deficit von 236,851 fl. nachweist. Die -Erhöhung der Einnahmen beziffert sich: aus Domänen auf 120,000 fl., aus direkten Steuern, einschließlich Einkommensteuern, auf 500,811 fl., aus indirekten Auflagen auf 167,609 fl. und aus Einnahmen aus verschiedenen Quellen auf 60,475 fl. Die Ausgaben für die Civilfächcr vermindern sich um den geringen Betrag von 28,298 fl., dagegen sind die Kosten des Militärs höher al« im vorigen Budget um 1,489,632 fl. Da« Deficit findet seine Deckung durch das Mchrergebniß der in diesem Jahre erhobenen Einkommensteuer. Für die nächsten Jahre der Finanzperiodc ist durch die cinzuführende Claffensteucr die Deckung de« Deficit« zu erwarten. Berlin, 10. Dec. Abend«. (Telegramm.) In der heutigen Sitzung der Bcschlagnahmc-Commisfion über das Vermögen des Exkurfürstcn erklärte Mini- sterpräsident Bismarck: Der Kurfürst habe auf die herannahende Kriegsgefahr gerechnet und wiederholte Warnungen unbeachtet gelassen. Die Besorgnisse vor einem Ausbruch de« Kriege« waren vorigen Sommer nicht unbegründet und wurden nur durch ein unser- hoff,es Ereigniß beseitigt. In H etzing bestehe ein preußenfeindliches AgitationScomitö, welches welfische, hessische, dänische und republikanische Mitglieder zähle. Beiläufig bemerkte ter Minister, daß ihm die be- kannte Üsetom'sche Note erst durch die Zeitungen bekannt geworden sei, da sie bei ihrer Sendung nach dem Kriegsschauplatz verloren. — Die Regierungsvorlage wurde schließlich mit 12 gegen 1 Stimme (Virchow) genehmigt, mit dem Amendement, daß die Aufhebung der Beschlagnahme nur durch ein Gesetz zulässig sei. Berlin, 11. Dec. Im Abgeordnetenhause kam der Etat des Cultu-minisieriums zur Diecusston. Gegenüber dem Abgeordneten Richter (SangcrShausen) hält der Cultutminister eine Entgegnungtrcde, worin er erklärt, er sei seiner Richtung stets treu geblieben, indem er gleichzeitig verheißt, für die Synodalver- fafsungeu bestens wirken zu wollen. Für cie neuen Provinzen seien dieselben bereits projectirt, die Han- nover'sche Synode werde bereits nächsten Herbst zu- sammentreten. In Hessen habe die Regierung drei Consistorien vorgefunden, angelehnt an drei Regierungen, mit deren Fortfall war die Errichtung eines Gesammtconsistoriums geboten. Für Marburg sprachen Zweckmäßigkettsgründe. Die Regierung sei sich der Pflicht bewußt, in den neuen Provinzen die freie Entwicklung der evangelischen Kirche zu fördern. Die preußischen Lehranstalten schreiten nicht rückwärts, wenn auch zugegeben werden müsse, daß fortgesetzter Eifer und Fleiß nöthig seien, um Preußen die ihm gebührende Führung Deutschland« auch auf diesem Gebiete zu sichern. — Indem die „Kreuzztg." auf die Mittheilungen verschiedener Blätter über den Vorschlag zurückkommt, den Status quo in Deutschland unter die Garantie der Mächte zu stellen, sagt sie: es steht fest, daß Deutschland keine unberechtigte Einmischung in seine Angelegenheiten dulden wird; die Mächte, welche den Frieden zu erhalten wünschen, thun am besten, den Hetzereien von.gewisser Seite entschieden entgegenzutreten. Wien, 12. Dec. Das Wiener „Tel.-Corr.° Düreau" meldet: Athen, 12. Dec. Ungeachtet der dringendsten Vorstellungen Seitens der Schutzmächte, sowie Oesterreichs und Italien«, verweigere die griechische Regierung bis jetzt noch, auf die Forderungen der Pforte einzugehen; der türkische Gesandte, Photidiades-Bey, rüstet sich zur Abreise au« Athen. Bern, 12. Dec. Die Bundesversammlung wählte zum Bundespräsidenten für 1869 den Vicepräsidenten Welti aus dem Canton Aargau, zum Viceprä- sidenten den Bundesrath Ruffy aus dem Canton Waadt. Paris, 10. Dec. Der „Gaulois" schreibt: „Fast alle Journale Haden berichtet, daß Hr. Olozaga am französischen Hofe nicht als Botschafter, sondern nur als außerordentlicher Gesandter und bevollmächtigter Minister werde empfangen werden. Wir haben jedoch allen Grund, zu glauben, daß Hr. Olozaga gleich nackt der Rückkehr des Kaisers von Compiegne von demselben mit allen einem Botschafter gebührenden Ehren empfangen werden wird. Wir können sogar hinzusügen, daß zwischen der provisorischen Regierung und dem Tutieriencabmet in Bezug auf die Wahl des Throncandidaten das herzlichste Einvernehmen zu bestehen scheint." — Das „Journal de Paris" erinnert daran, daß heute der 20. Jahrestag der Präsidentenwahl de« Prinzen Louis Napoleon Bonaparte ist, und sie fügt hinzu: „Der Kaiser befindet sich feit 20 Jahren an der Spitze der Regierung von Frankreich; Europa kann constatiren, daß wir nicht, tote man tS im Deeember 1848 fürchten konnte, unsere Gränzen von 1809 wieder gewonnen haben." Aber auch die offieiöse „France" kann das historische Dalum des 10. Deeember nicht vorübergehen lassen, ohne nochmals die Ziffern in Parade aufzustellen, durch welche bei der Präsidentenwahl von 1848 das LoosMrankreichS und Louis Napoleons entschieden wurde. In der großen Majorität, welche schon damals dem Napoleoniden nicht nur im Vergleich mit den radicalen Soeialistcn, wie Lebrun Rollin und Raspail, sondern auch mit dem gemäßigten Republikaner Cavaignac zufiel, sieht da« imperialistische Blatt den Beweis, daß schon damals Frankreich die Republik verworfen, und daß somit der 2. Deeember 1851 nur die Ausführung dieses Urtheils vorn 10. Deeember 1848 gewesen sei. Paris, H. Dec. Die „France" sagt, daß Alles hoffen lasse, es werde während des für die Antwort Griechenlands bestimmten Termine« eine befriedigende Lösung erzielt werden. Paris, 12. Dec. Den ministeriellen Blättern zufolge gestaltet sich die Lage der Dinge in Spanien sehr ernst. Die Karlisten bereiten eine Bewegung in Aragonien vor. Konstantinopel, 12. Dec. „La Turquie" schreibt: Im Interesse der Mächte scheint die Aufrechterhaltung der Acte vom Jahre 1856 zu liegen, aber ihre Intervention in die Angelegenheiten des Landes würde als den verborgenen Zweck jener Acte erscheinen lassen, das türkische Reich zu zerstören, denn stets unzeitgemäß und die Autorität des Sultans verletzend, war die Türkei gezwungen, selbst im Moment der Action, Mäßigung zu beobachten. Die Stellung der Türkei gegenüber Griechenland, welche« in flagranter Feindseligkeit begriffen ist, ist unverträglich und hat der ersteren bereit« große Opfer an Menschen und Geld gekostet. Es war Zeit, daß die Pforte durch eine Haltung, zu welcher ihre Ehre und Würde rathen, die Freiheit der Action erlangte. Dieß ist auch vielleicht das einzige Mittel, um einen europäischen Brand zu verhüten und der bisherigen Lage gegenüber Freunden tote Feinden ein Ende zu machen. Vermischtes. Giessen, 12. Dec. Die Leichen deS von un« erw ahnten Brautpaares, Kappenmacher Schunk und Margaretha Hölscher, beide aus Büdingen, wurden heute Mittag, nach gerade achttägigem Verschwnndensein, fest aneinandergebunden in der Lahn an der unteren Mühte gelandet. Giessen, IS. Dec. Wir glauben im ©inne aller Derjenigen, welche gestern Abend der Aufführung der drei mit Geschmack anSgewählten und mit künstlerischer Tüchtigkeit durchgeführten Theaterstückchen beiwobnten, zu reden, wenn wir öffentlich unser Lob darüber aussprechen, und den Besuch der morgigen Vorstellung dem Publikum auf'« Wärmste empfehlen. Berlin, 9. Dec. Wir leben in einer sturmbewegten Zeit. Kaum hat stch ein Gewitter entladen, das ungewohnt als ein Blitz au« heiterem Himmel zwischen >ie Eitze der arme» Na- tionallideralen einschlug und unfern Freund Lasker so schwer traf, daß er bekennen mußte: „Meine Ruh' ist hin, mein Herz ist schwer!" so braust schon wieder ein anderer Sturm über unfern Häuptern daher, der Bäume entwurzelt und Dächer mit sich führt, die schonungslos auf die Straßenwandler herabfallen und deren Leben gefährden. In der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag hatten wir bei 10 Grad Wärme sogar ein regelrechte« Gewitter mit Donner und Blitz, welche« längere Zeit anhielt. — Man hat in Folge der verhängnißvollen Hülfsrichteraffaire die Herren Obertribunalräthe in einigen Blättern die Revue passiren lassen, wonach e« sich herausstellt, daß die 27 Richter durchschnittlich ein Lebensalter von 62 und ein Dienstalter von 41 Jahren haben, weßhalb wohl einige Pensionirung und Besetzung ihrer Stellen durch jüngere Kräfte ganz am Platze wären. — Bismarck ist allen Empfangsfeierlichkeiten durch spätere« Eintreffen au« dem Wege gegangen. Er sieht übrigens recht wohl au« und hat den größte» Thell seiner Geschäfte wieder übernommen. Man spricht aber davon, daß er das Verbleiben in seiner jetzigen Stellung von einer Veränderung im Ministerium abhängig gemacht habe. Eulenburg, dessen Etat jetzt im Abgeordnetenhau« geprüft wird, gibt den Herren von der Kammer, selbst den Linken, vertrauliche Soupers und sucht sich wenigsten« dadurch nützlich zu machen. — Ein hiesiger Kaufmann hat eine günstige Spekulation gemacht, indem er sog. „Rochefort-Cigarren" nach Pari« versendet mit dem Bildniß dieses Manne« nebst seiner Laterne und Ungeheuern Absatz bei den Parisern findet. — In diesen Tagen ist da« erste Asyl für Obdachlose eröffnet worden. Ä« werden sich da Manche wieder finden, die im Sommer bei „Mutter Grün" gemeinsame« Nachtquartier zu nehmen pflegten. — Noch ist zu erwähnen, daß es neulich auf einer Straße und sogar in der Börse blutige Köpfe gegeben hat, daß mehreren Bankhäusern Werthpapiere in großer Anzahl gestohlen und veruntreut worden sind, mit deren Wiederauffindung man sich 300 Thaler verdienen kann, daß man einem verunnüchter- ten Studenten die Börse und goldene Uhr geiaubt, daß man endlich — Berlin wird Weltstadt — in der Walhalla, einem vielbesuchten Concertlocale, beim Auskehren unter einem Tische die Leiche eine« neugebornen Kindes gefunden hat! Alles recht erfreuliche Zustände und Annehmlichkeiten einer großen Stadt. Herrieden, 7, Dec. Ein im norstwestlichen Europa hereingebrochenes ungewöhnlich tiefes Luftthal mit sehr heftiger warmfeuchter Aequatorialluftströrnung bewirkte für Centraleuropa eine solche Temperaturerhöhung, daß heute Morgen 8 Uhr da« Thermometer dahier auf 11,7 Grad R. stieg, um 0,5 Gr. höher al« das Marimum (1823 und 1839) der 58jährigen De- cemberbeobachtungen ergibt. Bei den großen Luftdruckdifferenzen und dem sehr unruhigen Luftmeer wird indessen auch dieses Weiter nicht sehr lange dauern. Die Wärmeunterschiede Europa'« waren vorgestern Morgen« 8 Uhr 27,2 Gr. Augsburg, 10. Dee. Letzten Freitag wollte eine Kellnerin Baumwollengarn auf einett Knäuel wickeln und nahm aus Versehen dazu 52 Stück Banknoten ihres Dienstherrn, der sie aber glücklicherweise bei dieser Wickelei überraschte, ehe die Banknoten noch ganz verschwunden waren. Bei näherer Durchforschung ihres Koffers fanden sich noch allerlei Verwickelungen, und so wurde denn die Wicklerin der Polizei übergeben. Donaueschingen, 6. Dec. Als eine seltene Merkwürdigkeit der Natur verdient erwähnt zu werden, daß ein schwarzes Schwanenpaar im Weiher de« hiesigen fürstlichen Parkes nnnmehr die dritte Brut in diesem Jahr, bestehend au« zwei stattlichen Jungen, aufweisen kann. Dieselbe wurde bei der jüngsten Kälte von 12 Graden ausgebrütet. (Die Aussetzung von sieben Schiffsjungen im N e u -F u n d l ä n d i sch e n Eismeere.) Bor einigen Monaten berichteten amerikanische Blätter einen so unerhörten Act der Brutalität Seitens eine« Capitain« gegen sieben Schiffsjungen, daß sich das menschliche Gefühl dagegen sträubte. Eine vor wenigen Tagen vor dem Justizhofe zu Edinburgh stattgefundene Verhandlung bestätigt leider die Wahrheit jene« Bericht« in seinem ganzen Umfange und fördert wahrbaft grausenerregende Details "darüber an'« Tageslicht. Robert Watt, der Capitän und JameS Kerr, der erste Lieutenant des Schiffes „Arran" standen unter der Anklage des Mordes und der groben Mißhandlung, verübt gegen sieben Schiffsjungen im Alter von elf bis sechszehn Jahren, und zwar unter den nachstehenden Umständen : Während des ganzen Verlaufs der Seereise waren die erwähnten Kinder allen möglichen Arten schlechter Behandlung ausgesetzt, als deren geringste noch die fast gänzliche Entziehung der Nahrung betrachtet werden muß. Von quälendem Hunger verleitet, drangen sie in die Vvrrathscabinete ein, um sich die ihnen verweigerten nothdürftigen Lebensmittel zu verschaffen. Einer von ihnen, bei der That ertappt, wurde vom Catipän zu zwanzig Tauhieben verurlheilt, welche, nach Aussage eines Mairosen an Bord, den Körper des Kindes mit rothen und schwarzen Streifen vollkommen Überzogen. Wegen de« geringfügigsten Vergehens, der kleinsten Nachlässigkeit im . Dienste, wurden sie mit der Sondirleine gepeitscht, die etwa einen halben Zoll stark war ur.b, nie unter zwanzig Hiebe in | Anwendung kam. Außerdem aber waren die hülflosen Kinder fortwährend der schlechten Laune der Matrosen, sowie besonders auch de« Lieutenants ausgesetzt, welche sich in unverdienten Rippenstößen, Faustschlägen und Fußtritten äußerte. Eine« Tage« drohte man ihnen, fie im Eise zurückzulassen, in welchem da« Schiff festsaß. Die Idee dieser Drohung schien so originell, daß man sie alsbald zur Ausführung brachte; die Knaben wurden vom Schiffe sofort auf da« Ei« hinan« getrieben. Ihre flehentlichen Bitten und Thränen vermochten indessen den Lieutenant, sie nach Verlauf zweier Stunden wieder an Bord zu lassen. Dieß verhinderte indessen den Cipitän nicht, sie zwei Tage später herbeizurufen, ihnen die Richtung de« Landes zu zeigen und ihnen von Neuem zu befehlen, das Schiff zu verlassen. Die Kinder jammerten laut, und vergeblich machten sie den Capitän darauf aufmerksam, daß die Stärke der Eisdecke im Abnehmen begriffen und das Meer an vielen Stelle offen fei. Der Capitän blieb taub gegen ihre flehentlichen Vorstellungen und entgegnete ihnen, daß e« für sie immerhin besser sei, den Tod auf dem Eise, al« den viel langsameren Hungertod auf dem Schiffe zu sterben, da er fest entschlossen sei, sie bei Auötheilung der Lebensrnittel gar nicht mehr zu berücksichtigen. Vergebens widerstanden die Kinder; unter Tauhieben und Faustschlägen trieb man sie vom Schiffe. Nur al« sie sich bereits auf dem Eise befanden, warf ihnen der Lieutenant noch je einen Zwieback nach. Mit diesem elenden Mundvorrathe sollten die Knaben mehrere Meilen auf dem Eise zurücklegen; dazu waren zweie unter ihnen barfüßig und konnten nur unter großen Schwierigkeiten auf der unebenen und rauhen Eisfläche vorwärts schreiten. Nachdem sie unter großen Beschwerlichkeiten und Schmerzen zwei oder drei Meilen zurückgelegk und sich dem Lande mehr und mehr genähert hatten, wurde das Eis dünner, und die offenen Stellen wiederholte» sich so häufig, daß fie abwechselnd und wiederhvlentlich irr'« Meer fielen. Der Eine von ihnen, M. Ginneö, im Aller von elf Jahren, welcher barfüßig war, sank zu Tode erschöpft auf« Ei« nieder und versicherte seinen Kameraden unter Thränen, daß er unfähig sei, sich noch weiter fortzuschleppen. Diese versuchten seinen Muth zu beleben, indem sie ihm die Schrecken de« Tode« auSmalten, der hier seiner harre. Der Knabe wie« ihnen weinend seine blutenden und geschwollenen Füße. Eie waren genöthigt, ihn znrückzulaffen. Fast eine Stunde lang noch hörten sie seine verzweifellen Angst- und Hülferufe. Ein ebenfalls elfjähriger Knabe, Namens Evan, fiel dreimal in'« Meer und verschwand nach dem letzten Sturze unter der Eisdecke. Endlich, gegen 7 Uhr Abends, gelangten sie in die Nähe des Landes. Allein fie waren durch einen, etwa eine englische Meile breiten Streifen offenen Wasser« von demselben getrennt. Die Kinder vereinigten ihre Stimmen zu einem anhaltenden, durchdringenden Geschrei, da« nach Verlauf einer halben Stunde von einer Frau am Ufer gehört wurde, auf deren Alarm alsbald zwei Boote herbeikamen und die unglücklichen kleinen Opfer aufnahmen. Später ließ fie der englische Consul nach England zurückbringen. — Capitän und Lieutenant wurden von dem Justizhofe schuldig befunden, der Erstere de« Mordes, der Zweite grober Mißhandlung; in Erwägung ihrer makellosen Antecedentien indeß und der ihrer sonstigen Aufführung günstigen Aussagen der Matrosen, billigte der Gerichtshof ihnen Milderungsgründe zu und verurtheilte den Capitän Robert Watt zu achtzehn, den Lieutenant James Kerr zu vier Monaten Gefängniß. Da« sehr zahlreiche Auditorium verfolgte die Verurtheilten bei ihrer Abführung in's Gefängniß mit lauten Drohungen und Verwünschungen. Frankfurt, lieber die Beschädigungen und Verheerungen, welche der Sturm oder vielmehr Orcan am 7. d. angerichtet, laufen immer betrübendere Nachrichten ein. In Dresden hat der Sturm sieben Dampfschornsteine eingeriffen, wobei vier Menschen da« Leben verloren, andere lebensgefährlich verletzt wurden. Auf dem Bahnhof wurde da« Dach abgedeckt rc. ic. In Leipzig sind ebenfalls mehrere Menschen verletzt worden, Dächer wurden abgehoben, ebenso in Riesa. In Chemnitz wurden gleichfalls Dächer abgedeckt, Dampfschorn- steine umgeworfen und zwei Menschen leicht verletzt. In ähnlicher Weise hat der Orcan in Ger«, Freiberg, Annaberg, Meißen, Pirna und Zwickau gehaust. In Magdeburg hat der Sturm an den beiden Ulrichsthürmen, an der Johanniskirche und heil. Geistkirche argen Schaden verursacht. In Köln wurde auf der Südseite de« Domes ein großer Theil der Dachfläche ihrer Bleibedeckung entkleidet. Am Museum ist eine Eckfiale herabgestürzt, und derselbe Fall hatte sich em Kreuzgange der St. Pekerskirche wiederholt. Von dem neuen Ei- senbahnstativnSgebäude in dem benachbarten Ehrenfeld ist da« ganze Dach abgerissen worden. — In Elberfeld wurde an de» Fabrikschornsteinen, Dächern ic. vieler Schaden angerichtet, auch in Düsseldorf. — Durch den Thurmeinsturz in Fritzlar sind, näherer Nachrichten gemäß, 2 Männer rind 19 Frauen getödtet und etwa 24 Personen mehr oder weniger schwer verletzt worden. Vom Taunus, 8. Dec. Eine Wittwe von Ockstadt, Mutter von 6 Kindern, verkaufte in diesen Tagen dem braven Wirth Walz zu Friedberg ein Schwein. Eie nahm da« Geld in Empfang, während welcher Zeit sich drei Stromer aus der Wirthsstube entfernten. Der Wirth schöpfte Verdacht und sagte zu seinem Burschen: „Nimm den besten Hund und gehe bis nach Ockstadt." Auf dem halben Wege fand er die Fran ermordet; er sah die fliehenden Mörder und es gelang ihm, mit seinem Hund einen derselben zu fangen. Vertraut Napoleon noch auf seinen Stern? Die Leute suchen ihm mit allerhand tiefsinnigen Spielereien vor dem Jahre 1869 Angst zu machen. Z. E.: Da« Kaiserreich wurde 1852 gegründet, der Kaiser wurde 1808 geboren; addirt man die letzteren Ziffern und fügt sie zu 1852, so ergibt sich die Zahl 1869. Kaiserin Eugenie ist 1826 geboren, addirt man diese Ziffern ebenfalls und zählt sie zu 1852, so ergibt sich wiederum die Zahl 1869. Da« kaiserliche Paar wurde 1853 vermählt; diese Ziffern zu 1852 addirt, gibt wiederum 1869. Die Ziffern der Revolution von 1848 geben 21 Jahre, addirt zu 1848 kommt wieder da« Jahr 1869 heran«. — Wa« in allen öffentlichen Reden und Kundgebungen in Pari« am meisten auffällt, ist die schneidende Ironie, mit welcher vom Kaiser und seiner Regierung gesprochen wird, so al« wären alle die Etaatihand- handlungett ein Puppenspiel, da« man eine kurze Zeit erträgt, weil man weiß, der Vorhang wird doch bald fallen. (Civil-Ehe.) Seit einigen Tagen ist auf dem schwarzen Brette de« Gemeindehauses zu Znaim das Aufgebot de« Brautpaare« angeheftet, welche« zuerst von der Wohlthat der Noth Civllehe Gebrauch macht und vor dem Bürgermeister die Trauung schließen wird. Der Bräutigam, früher ein Frater de« KapuzinerklostcrS, hat den protestantischen Glauben ange- I nommen: er ist ein ganz tüchtiger Oeconom und Seifensieder. Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schm Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.