Gichmr AiykiM Preis vierteljährlich 36 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 51 kr. Erscheint wöchentlich dreimal . Dienstags, Donnerstags und Samstags. — Expedition: Canzleiberg Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kietzen. Ne. 122. Donnerstag den 15. October 1868 AMtlrehe Bekernntmsr ch ungen. Landwrhr-Bcstrks-Commando Gießen. Gießen, den 14. getoster 1868. Bekanntmachung. Die Leute der Ersatz-Reserve I. Klasse haben bei der Eontrolversammlung nicht zu erscheinen. Gandenberger, Oberst-Lieutenant und Bezirks-Commandeur. Gießen, am 8. Dctostrr 1868. Betreffend : Die Revision der Hypothekenbücher, hier die Aufbewahrung derselben und der Grundbücher. d s Grvßher?ogliche Kreis amt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Die Grund- und Hypothekenbücher werden nach uns zugegangener Mittheilung der Gerichte noch vielfach vorschriftswidrig, namentlich in gewöhnlichen Actenschränken aufbewahrt, während dieselben sich in einem Behälter von Holz oder starkem Blech befinden müssen, der in verschlossenem Zustande jederzeit leicht weggetragen werden kann, der also nicht so schwer sein darf, wie ein Schrank, und mit Griffen zum Tragen versehen sein muß. Bestehen die Grund- und Hypothekenbücher in so vielen Bänden, daß sie auf einmal nicht getragen werden können, so müssen mehrere, einzeln leicht transportable Behälter in Form aufeinandersitzender Feuerkisten mit verschließbaren Thüren vorhanden sein. Wir beauftragen L>ie, alsbald für Beschaffung solcher Behälter zu sorgen und wie geschehen, erforderlichen Falles unter Vorlage der entstehenden Kostenrechnungen, binnen längstens vier Wochen zu berichten. Zweckmäßig erscheint es, die Behälter, wenn irgend thunlich, in der Größe anfertigen zu lassen, daß darin auch die zu den Grundbüchern gehörigen Karten Raum finden. Dr. Goldmann. Bekanntmachung. Unterricht im Hufbeschlag zu Butzbach im Winter 1868/69 betreffend. Indem ich die nachstehende Bekanntmachung des Herrn Präsidenten des Provinzial-Vereins veröffentliche, bringe ich zugleich zur allgemeinen Kenntniß, daß der land- wirthschaftliche Bezirks-Verein für den Kreis Gießen zur Unterstützung zweier Hufschmiede des Kreises Gießen, welche den Unterricht in Butzbach im Winter IS68/^ besuchen und gute Zeugnisse über ihren Fleiß und die Erfolge des Unterrichts beibringen, den Betrag von 30 fl. (15 fl. für Jeden) bestimmt hat. Diejenigen, welche sich um diese Unterstützung bewerben wollen, haben dies vor Beginn des Unterrichts bei dem Unterzeichneten anzuzeigen, und nach dem Schluß desselben ihre Zeugnisse vorzulegen. Die ersten Anmeldungen genießen den Vorzug. Gießen, den 8. October 1868. Der Director des landw. Bezirks-Vereins für den Kreis Gießen: Dr. G o l d m a n n. Unterricht im Hufbeschlag zu Butzbach 1868/69. Der Unterricht im Hufbeschlag pro 1868/69 wird am Montag den 16. November d. I. zu Butzbach beginnen. Junge Schmiede aus Oberhessen, die an demselben Theil zu nehmen wünschen, haben sich zeitig bei unterzeichnetem Präsidium schriftlich anzumelden und sich über Schulkenntnisse, bestandene Lehrzeit und gutes Betragen sowohl, als auch über die Mittel zu ihrem Unterhalt in Butzbach gehörig auszuweisen. Der Unterricht selbst wird unentgeltlich ertheilt: dagegen haben die Theilnehmer an demselben, insoweit sie die Mittel dazu besitzen, für ihren Unterhalt in Butzbach selbst zu sorgen; es werden aber Einrichtungen getroffen, daß der letztere möglichst billig zu stehen kommt. Unbemittelte müssen sich mit Unterstützungsgesuchcn an den Vorstand des landw. Bezirks-Vereins wenden, da Seitens des Provinzial-Vereins für derartige Unterstützungen keine Mittel verwilligt sind. — Der Unterricht wird ungefähr 2'/2 Monat dauern. Laubach, den 28. September 1868. Der Präsident des landw- Vereins von Oberheffen: Otto, Graf zu Solms-Laubach. Wegen eingetretener Saatzeit sind die Tauben von heute bis zum 10. November bei Vermeidung der im Art. 79 des Feldstrasge- setzes angedrohten Strafe in dm Schlagen einzuhalten. Gießen, den 14. October .1868. Großherzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzialhauptstadt Gießen. . Nover. Gefundene Gegenstände: Ein Kinderstrümpfchen, ein Taschenmesser, ein schwarz-seidenes Kopfnetz, ein Klingel graue Wolle, ein Messer mit 3 Klingen, ein blau- und weißleinenes Taschentuch, ein Hammer, ein blau-seidener Shlips, ein kleiner Palatin und ein Glacehandschuh. Die Eigenthümer werden aufgefordert, sich binnen 3 Wochen bei uns zu melden, widrigenfalls diese Gegenstände auf Verlangen an die Finder zurückgegeben oder später zu Gunsten der Armenkasse werden versteigert werden. Gießen, den 14. October 1868. Großherzogliche Polizei - Verwaltung der Provinzialhauptstadt Gießen. Nover. Besondere Bekanntmachungen. E d i c t a l l a d u n q. 7477) Nachdem die Wittwe des hiesigen Bierbrauers Wilhelm Loos kurz nach ihrer Jnsolvenzanzeige gestorben und die Nachlaßaufgabe ergeben, daß höchstwahrscheinlich eine nicht unbedeutende Ueberschul- dung des Nachlasses, beziehungsweise des Vermögens ihrer beiden minderjährigen Kinder, vorliegt, und nachdem man sich überzeugt, daß unter den vorliegenden Verhältnissen der Abschluß eines Arrangements für sämmt- liche Interessenten nur zweckmäßig sein kann, so werden hiermit alle bekannten und unbekannten Gläubiger, welche Forderungen an den Nachlaß der Wittwe des Bierbrauers Loos, beziehungsweise an das Vermögen der minderjährigen Kinder derselben bilden wollen, öffentlich aufgefordert, sich im Termin Freitag den 6. November l. I., Vormittags 9 Uhr, vor unterzeichnetem Gerichte einzufindem oder durch einen gehörig Bevollmächtigten vertreten zu lassen, indem in diesem Termine eine gütliche Uebereinkunft ernstlichst versucht, und, im Falle ein Arrangement zu Stande kommt, wobei die Minderheit durch die Majorität, je nach der Größe der Forderungen gebunden ist, von den Ausbleibenden oder nicht gehörig Vertretenen angenommen werden soll, sie wären der Majorität beigetreten. Gießen, den 28. September 1868. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Dr. A. v. Grolman, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor. 7479) Nachdem bei mißlungenem Güteversuch über das Vermögen des Wirthes Johannes Keßler dahier durch Verfügung von heute der förmliche Concurs erkannt ist, so werden die Beteiligten Gläubiger aufgefordert, ihre Forderungen im Termin den 25. November d. I-, Morgens 9 Uhr, Contumacirzeit, unter Vorlage der deshal- bigen Beweisstücke beim Rechtsnachtheil der Ausschließung von der Masse gegen den bestellten Contradictor Rechtsanwalt Embach dahier anzumelden und zu begründen- Kirchhain, am 8- October 1868- König!- Preuß- Amtsgericht- Israel. vdt. Bezzenberger. Versteigerungen. 7431) Künftigen Samstag, den 17. d- Mts-, des Nachmittags um 2 Uhr, sollen auf der Großh. Bürgermeisterei Albach 5 Malter Saat-Eicheln versteigert werden- Großherzogliche Bürgermeisterei Albach. Balser. Straßenbau-Verdingung im Kreise Wetzlar. 7472) Die zum Ausbau der 3520 Ruthen langen Strecke der Lahnstraße von Biskirchen bis Wetzlar innerhalb der Gemarkungen Biskirchen, Stockhausen, Leun, Niedernbiel, Obernbiel, Altenberg und Wetzlar erforderlichen Leistungen, bestehend in: 1) Anfertigung des Planums nebst Banketten und Gräben rc-, 2) Brechen und Anfahren der Steine zur Steinbahn, 3) Bearbeitung der Steinbahn-Materialien, 4) Anfertigung der Steinbahn, 5) Bau der Brücken und Durchlässe incl. Materialien-Lieferung, 6) Anlage der Baumpflanzungen und Sicherheits-Anlagen, sowie Beschaffung der nötigen Nummersteine, sollen am 31. October er., Vormittags 11 Uhr, im hiesigen Rathhanssaale öffentlich, im Wege der Submission, verdimgen werden. Pläne, Kostenanschläge und Baubcdingungen liegen auf dem hiesigen Landraths- Amte zur Einsicht offen; außerdem wird auf Verlangen auch der Kreis-Communal- Baumeister Peters nähere Auskunft erteilen- Die gejammten oben aufgeführten Bauarbeiten werden ungetrennt für jede Gemarkung verdungen, es werden jedoch auch Gebote auf mehrere Gemarkungen oder alle 7 Gemarkungen zusammen angenommen. Die Höhe der zu verdingenden Leistungen beträgt: 1) In der Gemarkung Biskirchen 964 Rthlr-, 2) „ „ „ Stockhausen 5823 „ 3) „ „ „ Senn 6311 „ 4) „ „ „ Niedernbiel 6958 „ 5) „ „ „ Obernbiel 4879 „ 6) „ „ „ Altenberg 5770 „ 7) „ „ „ Wetzlar 2756 „ zusammen 33,461 Rthlr. Wetzlar, den 3. October 1868. Der Königliche Landrath gez. von Helldorff. circa 76 Centr. Ochsenfleisch, bei Heinrich Schwalm. 13 daranstoßenden Cabineten ist an eine dieses Blattes. Frucht- und Mehlpreise in verflossener Woche von nachbenannten Orten und Fruchtmärkten. Normalgewicht per Malter: Waizen 200, Korn 180, Gerste 160, Spelz und Hafer 120, Erbsen, Linsen, Wicken 220, Kartoffeln 200, Mehl 140 Pfund. 250 60 2) 3) 1) 5) 6) Schweinefleisch, Kalbfleisch, Schweineschmalz. wird dahier steigert: 1) 1000 Th. Sony, im Promenadehaus. für 1869 zur Lieferung ver- Stück Weihkraut, „ Wirsing, Centr. Sauerkraut, I„la. bei Apoth. C. L. Harb; in Butzbach bei Val. Wießler; in Friedberg bei Wilhelm Fcrtsch; in Hungen bei A. Buch; in Lick bei H. C. Bingmann. _________________________________________________ 7455) Die internationale Jury der letzten Weltausstellung zu Paris ertheilt der Firma Ziranz Stoil'werck in Köln, für ausgezeichnete Qualität ihrer Dampf - Chocoladen., die Preis- A Medaille. Von dm gangbarsten Sorten dieser rühmlichst bekannten Waare befinden sich Lager in Giessen bei I. A. Busch Söhne und Louis Frohnhäuser; in Aliendorf a. d. 7471) Mittwoch den 21. October l. I., Vormittags 10 Uhr, 7480) 3000 fl. Vormundschaftsgclder sind im Ganzen oder auch getrennt zu verleihen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. den zu stellen. Wetzlar. Großh. Provinzial-Director. Eckstein, Fran^ais. 7494) Reprise des cours et des Ie» »?•»«*». 3» »ei inr WUKid-f»rdrru»g in Empfang. Danksagung. =========================================== Mit Bezugnahme auf unsere an die Bewohner der Stadt und des Kreises Gießen 7458) Eine freundliche Mansardm-Woh- im Gießener Anzeiger vom 1- August l-I- Nr. 90s gerichtet!i Bitte^mgen mr hiermrt nuna bestehend aus 6 Vieceu in der Fiauot- Zur öffentlichen Kenntnch, daß bis zetzt 474 fl. 6Vr kr- baares Geld und viele Kiel- straße, ist zu vermiethen ' P dungsstücke an uns abgeliefert mw nach Abzug von o fl- Kosten 469 fl. 6'/2 kr. baar Ein junges Mädchen sucht Stelle in ei- an 7481) Hierdurch erlaube ich mir, die ergebene Anzeige zu machen, daß ich mein neu angelegtes Geschäft eröffnet habe. Ich verkaufe in demselben nicht allein fertige Herrenkleider, sondern auch Stoffe, lasse nach dem Maaß arbeiten und hoffe, meine geehrten Besucher in jeder Beziehung zufrie- ______ Gail'sche Feuerwehr. Englischer PM-nl-RebuMi.gs-CrMall M “* 7456) Dieses allgemein beliebte und zur schnellen, leichten und billigen 1 J au i „ Herstellung einer schönen, glänzenden Wäsche, ohne Nachtheil sur dieselbe, als © tl 111 tl ß & C 11 X. ♦ V- t Ö. vorzüglich anerkannte Waschpulver empfiehlt in Paqueten zu 4 kr. abaebalte«. Der HaUptM «NN. Carl Hoffmann. —2—L---------------——---------------------------- 7489) Ein gut gehaltener runder Nuß- baumtisch, sechs Stühle, ein Steinkohlenöfchen, ein Sparherd, eine Blnmenbank und drei Paar Fensterläden werden billig abgegeben. Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts. 7463) 409 lDKlftr. Acker am Krofdorfer und 550 DKlftr. 2lcker am Wismarer Weg sind auf längere Jahre zu verpachten. H. M. Jug Hardt. ________ Ziuß er scher Garten. 7466) Ungünstige Witterung verhinderte mich, den letzten Gieße- 7486) Sonntag den 18. October: ner Jahrmarkt zu besuchen. Ich zeige dem geehrten Publikum daher ergebenst an, daß ich den nächsten Markt, als den 20. und 21. Oc- (WVltCS ^ VllCCYlf tober, mit meinem Waarenlager, bestehend in: fertigen Herren-Klei- aanren Mustk. Gorvs f42 Mann) des hiesiaen und sonstigen bekannten Artikeln, M Gasthaus zum Ginhorn Reifert in Gießen anzutreffen bin, und lade ich Kaufliebhaber deshalb hier- Entree ä Mrson 12 kr mit höflichst ein. Auch werden alle in mein Fach einschlagende Be- Anfang 4 uyr^ume^^i-n stellunqen angenommen und bestens ausgeführt. S. Wolf, aus Hungen. 7453) Ein möblirtes, freundliches Man- sarden-Zimmer ist zu vermiethen. Wo? sagt die Exped. dieses Blattes. 7452) Ein kleines Parterre-Zimmer ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen Canz- leiberg Lit- B- Nr- 67. 7468) Ein Logis, 4—5 Zimmer, Küche :c. enthaltend, ist zu vermiethen Lit. A- Nr. 179- 7454) Ein Familienlogis, bestehend aus 4 Zimmern:c-, ist zu vermiethen- Nähc- res bei der Exped. d. Bltts.________________ 7487) Im Jughardt'schen Hause am Canzleiberg ist ein möblirtes Zimmer zu vermiethen- das Königl- Landrathsamt zu Biedenkopf übersendet worden sind. Nach der bei uns einzusehenden Liste gingen ein: „„„ „ , » 1) In der Stadt Gießen gesammelt...... 369 fl. 53'/, kr. 2) „ „ Gemeinde Heuchelheim gesammelt von Herrn Pfarrer Briegleb......40 3) „ „ Gemeinde Leihgestern desgl- ... 18 4) „ „ Gemeinde Alten-Buseck mit Trohe desgl. 16 5) Aus der Gemeindekasse zu Eberstadt.....10 6) „ derselben zu Holzheim........ 20_____________ Zusammen also 474 fl. 6'/2 kr- Im Namen der Abgebrannten sagen wir hiermit den edlen Gebern herzlichen und bemerken noch, daß wir auch fernerhin zur Empfangnahme von milden Gaben 7457) Eine freundliche Familienwohnung und ein Zimmer mit Cabinet sind zu ver- Dank ______....._______ miethen bei H. Sauer, bereit sind sindem die Noth noch immerhin groß rst. Neuenweg Lit. B. Nr. 194. Gießen, den 12. October 1868. Dr. Goldman«, Vermieth ungen 7484) Ein schön möblirtes Zimmer mit Cabinet ist zu vermiethen bei _____________ Gärtner Schanm. 7483) Eine Familienwohnung nebst Lagerraum wird zu miethen gesucht. Von wem? sagt die Exped- d- Bltts- 7467) Das seither von Herrn Prof- Dr. Gordan bewohnte Logis ist zu vermiethen; auch könnte hierzu ein Pferdestall abgegeben werden- Emil Roth. 7462) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei G- H- Balser, Seltersweg. 7465) Ein gut möblirtes Zimmer ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen Selters- weg Lit. C. Nr. 181._______________________ 7460) Ein sehr freundlich möblirtes Zimmer mit Alkoven ist zu vermiethen bei Sophie Plank, Wittwe, Neustadt, am Oswald'scheu Garten- 7461) Bei Ober-Postsecretär Henne- mann, int Hanse des Herrn F. Windecker auf dem Kreuz, ist ein möblirtes Zimmer sogleich zu beziehen._________________________ 7490) Ein kleines Logis für einen Herrn ist billig zu vermiethen Sonnenstraße Lit. B- Nr. 103. Tuvnvevein. 7495) Heute Abend 9 Uhr im Darmstädter Haus: G e n er a 1 v e r sa m m l u n g. Tagesordnung: Octoberfeier. Der Vorstand. 7473) Für ein Auswanderer-Geschäft, welches für Bremen, Hamburg, Liverpool und Antwerpen concesfionirt ist, wird in Gießen ein thätiger Agent gesucht. Wenn gewünscht, wird die gesetzliche Kaution geliefert. — Offerten unter B. und H. besorgt die Exped. d. Bltts. 7475) Ein erfahrener Branntweinbrenner findet gegen guten Lohn dauernde Beschäftigung. Bei wem? sagt die Exped. d. Bl. 7478) Heute treffen frische Schellfische ciu.___I- A. Busch Döhnc. 7464) Traubenmost bester Sorte, Nüffc, Quitten, sowie auch die besten Sorten gebrochene Aepfel, sind zu haben bei ______Wirth W agner, in Gleiberg. 7492) Jeden Abend frischer Gänsebraten, fowie jeden Montag Abend Gänsepfeffer, Vermischte Anzeigen. Claimrstimmung und Clavier- unierricht. 7469) Zum Stimmen von Elavieren itnd zur Ertheilung von Unterricht im Clavier- spiel (nach Belieben in den Wohnungen der Schüler oder in seiner eigenen Wohnung) empfiehlt sich M. Heil, Musiker im 11 Jnf.-Regiment, wohnhaft bei Herrn Advokat Eollermann ___________vor dem Wallthor.___________ 7488) Ein braver Junge findet gegen angemessenen Lohn leichte und dauernde Beschäftigung. Näheres bei der Exped. d. Bl. 7470) Ich suche einen geübten Scribersi ten zum alsbaldigen Eintritt. _______Engelbach 11., Hofgef.-Advokat. 7485) Gesucht eine Amme, die bereits mehrere Monate ge- stillt hat. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. Feilgebotenes. 7493) Vorzüglicher Traubenmost, pr. Schoppen 12 kr., bei Th. Sony, im Promenadehaus. 7476) Schweine zum Einlegen sind zu verkaufen. Bierbrauerei a. d. Hardt. Waizen. Korn Gerste. Spelz. Hafer. Erbsen. Linsen. Wicken. Kartoffeln s ♦ Fruchtmärkte. Octbr. ÄuF dem Markt Mit.- preis Auf dein Markt Midi preis Aus dem Markt Misti preis Auf dem Markt Mist- preis Auf dem Markt Mit.- preis Auf dem Markt Mit.- preis Auf deml Markt ! Mist- preis Auf dem Markt Mit.- preis Auf dem Markt Mit-- preis Rog mc auf: ges- verk. fl. kr. auf -| gefi; !>• fc auf- gef- j kr. auf- gef- kr. auf- gef- fl. kr. P0 1 -jnv 1 verk. fl. fr. g a verk. flJfr. -PS -jnv | p kr. auf. gefi verk. fl. kr. fl. kr. fl.fr. Gießen Alsfeld Grünberg Lauterbach Mainz 9. M. _ M. 4 12 40 M. M. — — M. M. -3s 1 55 M. — M. — — M. M. 12 J 5 — M. M. — — M. ~~ tut. — M. M. — — M. M. 21 2 10 — — — — — — — — — — . — — — — — — — — 1 — r Die Verschwörer von 1799. Roman von de Saint-Felix. (Fortsetzung.) Helene hatte das erwartet; allein Herr Chateauneuf wurde grausam dadurch überrascht. Mehrere Male suchte er den Schläfer durch einige laut gesprochene Worte zu wecken. Helene errieth seine Absicht und sprach mit gebieterischem Tone und unvergleichlicher Ironie: — Mein Herr, Sic sind zu gut und liebenswürdig, um meinen Vater einer Ruhe berauben zu wollen, welche ihm so woblthätig ist. — Ich bin bereit, mich zu entfernen, mein Fräulein, antwortete Herr Cha- teauneuf, höchst erfreut über die sich ihm darbietende Fluchtgelegenheit. — Sie wollten uns verlaßen, mein Herr? fragte Helene. O, nein! Sie können meinem armen Vater nicht diesen Kummer verursachen; er wird beim Erwachen nach Ihnen verlangen. Wollen Sie mich zu den Gartenspalieren begleiten ? Marguerite, mein Kammermädchen, wird uns mit zwei Körben folgen; ich muß etwas Obst pflücken. Der Vorschlag lautete kurz und bündig wie ein Befehl. Herr Chateauneuf nahm seinen Hut, seine Handschuhe und seine Reitpeitsche Er folgte Fräulein de Rencey und Margeruite ging hinterdrein. Herr Chateauneuf kannte zu gut die vornehme Welt, um nicht zu wissen, daß er noch kein Recht habe, einer jungen Dame den Arm zu bieten, die, wie Helene in ihrem Garten mit ihm spazieren ging. Er schritt daher neben und sogar ein wenig hinter ihr her. Bei den Spalieren angelangt, begannen die jungen Leute die schönsten Birnen der Jahreszeit zu pflücken. Marguerite ward angewiesen, dieselben je nach ihrer Sorte auszusuchen und in die Körbe zu legen. Auf dem Rasen zwischen ihren Körben Platz nehmend, unterzog sie sich dieser Arbeit, wähnend Fräulein de Rencey mit unserm schönen Muscadin in einer großen Allee auf und ab wandelte. Die Unterhaltung belebte sich; es war ein ernsthafter Moment — Ich halte es für unnöthig, mein Herr, sagte Helene, Sie über den traurigen Zustand meines Vaters aufzuklären. Sie haben schnell genug die Wahrheit erkannt . . . Mein Vater leidet seit mehreren Jahren an einer Geistesstörung, welche um so unheilbarer ist, als sie sich an den vernünftigsten Reflek- tionen nährt, Alle Heilmittel sind versucht worben, bisher ohne Erfolg. Diese Krankheit ist höchst seltsam, sie stört durchaus nicht das Gedächtniß. Sie haben gesehen, daß mein Vater Sie vollständig wiedererkannte, mein Herr, und Sie an zahlreiche Familiendetails erinnerte. __ Ich habe das allerdings gesehen, antwortete Herr Chateauneuf, und ich glaube, dem Kranken nach bestem Vermögen geantwortet zu haben . . . — Wie man es nimmt, mein Herr, versetzte Helene. Ich kann Ihnen nicht verhehlen, daß Sie mir zuweilen etwas verwirrt schienen. — Ihre Offenherzigkeit gefällt mir, mein Fräulein, sagte der Muscadin sehr piquirt. Meine Verwirrung konnte in der Anwesenheit einer Dame ihren Grund haben. — Um's Himmelswillen, mein Herr! Die Complimente sind unter der re- publikanischen Regierung nicht mehr Mode. Ein Kompliment ist eine Lobeserhebung, eine Schmeichelei. Wir schmeicheln in Frankreich Niemandem mehr. Und wollte Gott, man hätte gewissen Personen in diesem unglücklichen Lande niemals geschmeichelt! Wie dem auch sei, mein Herr, Ihre Verwirrung hat mich sehr überrascht. Wenn ich nicht fürchtete, die Offenherzigkeit bis zur Grausamkeit zu treiben, würde ich Ihnen sagen, daß Sie für einen Mann von Ihrem Geiste und Stande unverzeihlich linkisch sind. — O die kleine Tigerin! dachte Herr Chateauneuf. Wie sie doch mit ihren schönen Zähnen um sich beißt! — Sie suchen sich nicht zu rechtfertigen, mein Herr? fuhr Helene fort. Sie haben keine Lust, sich zu revanchirm? . . . Was soll ich denn von Herrn Lhateauneuf denken, der mir als ein Bräutigam vorgestellt ist? — Durch Ihren Herrn Vater vorgestellt, das ist wahr, mein Fräulein, erwiederte lebhaft der Muscadin. — Und wer sollte das anders thun, wenn ick fragen darf, mein Herr? gab sie zur Antwort. Mein Vater leidet hinsichtlich mancher Punkte an Wahnsinn, ich weiß es; aber was die Ehre seiner Familie und das Glück seiner Tochter betrifft, so hat er darüber, kann ich Sie versichern, die klarsten und vernünftigsten Gedanken. Herr Chateauneuf senkte das Haupt und überließ sich den verschiedenartigsten Reflektionen. Er fühlte sich gedemüthigt vor der imponirenden Ruhe des Fräuleins de Rencey. Zwei mächtige Gefühle kämpften in ihm: die Eifersucht und das bis auf'S Blut verletzte Selbstgefühl. Er suchte nach einem Mittel, den gewohnten Vor- theil jener Ueberlegenheit zu gewinnen, welche ihm in den Kämpfen seines Lebens so häufig genützt hatte. Er fand keinS. Plötzlich kam ihm ein Entschluß. Er sprach bei sich selbst: — Wenn der Hauptmann mein Jncognito verrathen und ihr seit gestern ein Billet zugestcllt hat, um mich vor ihren Augen zu demaSkiren, so schwöre ich, den Hauptmann zu verderben, und ich weiß, was ich dazu thun muß. Wenn der Hauptmann mir vertraut und sich jeder verrätherischen Benachrichtigung enthalten hat, so schwöre ich, eben so ebelmüthig, wie er, zu handeln und ihn nach wie vor zu beschützen, selbst in seiner Liebe. Dieser letzte Schwur wurde dem Herzen des Herrn Chateauneuf schwer genug. Aber wir haben schon gesagt, es war eine edle Natur, welche hier kämpfte — eine Natur, welche sich auf Vie Pfade der Leidenschaft verirrt, aber dabei eine große Seele bewahrt hatte. Solche Erscheinungen mögen selten sein,, aber sie kommen vor. — Mein Fräulein, nahm Chateauneuf mit bestimmterem Tone das Wort, Sie haben vollkommen recht. Ich habe mich im höchsten Grade linkisch gezeigt. Ist das in Ihren Augen ein Verbrechen? — Nein, mein Herr; allein ihre Verlegenheit bei der Beantwortung der Fragen meines Vaters könnte mir Zweifel an Ihrer Rechtlichkeit erwecken. — Das heißt, Sie halten mich für einen Abenteurer, der sich einen fremden Titel und Namen angemaßt hat. Helene de Rencey blickte Herrn Chateauneuf fest in die Augen, welcher diesmal ihren Blick, ohne zu erblassen oder zu erröthen, aushielt. — Ein Abenteurer! antwortete Helene. O nein, mein Herr, das glaube ich nicht. In welcher Absicht könnte ein Abenteurer dies Haus betreten? Um uns zu bestehlen? wir sind arm. Meinen Ruf zu kompromittiren? er liefe Gefahr, wie ein ehrloser Räuber den Tod zu finden. — Den Tod, mein Fräulein, und durch wen? fragte der Muscadin, Plötzlich vor ihr stehen bleibend. — Durch mich selbst, antwortete Helene mit der größten Kaltblütigkeit. Sie setzten ihren Spaziergang fort. Herr Chateauneuf betrachtete mit Bewunderung das schöne Profil des jungen, neben ihm herschreitenken Mädchens. — Ich begreife, daß man dies Weib leidenschaftlich lieben kann, sagte er sich mit leidenschaftlicher Bewegung. — Nimmt das Wunder? fügte Fräulein de Rencey hinzu. — Nein, versetzte Chateauneuf, es entzückt mich. Und wie würden Sie es anfangen, einen tollkühnen Abenteurer zu tövten, mein Fräulein? — Sehr einfach, erwiederte das junge Mädchen. Ich würde zwei Terze- role so auf ihn richten, und ich schieße sehr gut. Bei den letzten Worten hatte Fräulein de Rencey hurtig zwei sehr schön gearbeitete Terzerole aus den Taschen ihres Gewandes gezogen, und richtete die beiden Läufe auf die Brust des Muscadins, welcher drei Schritte von ihr entfernt stand. Wir müssen zu seinem Lobe bekennen, Herr Chateauneuf sprang weder zu- rück, noch erbleichte er. — Es ist eine Probe Ihrer Rolle, welche Sie mich sehen lassen, nicht wahr, Fräulein? versetzte er lächelnd. — Ja wohl, mein Herr, antwortete sie. Lassen Sie uns die Scene einmal aufführen. Ich mache £en Anfang: wer sind Sie, mein Herr? Ihr wirklicher Name? — Gut, mein Fräulein, sehr gul! rief Herr Chateauneuf, noch immer im Bereich der beiden Terzerole. Jetzt kommt die Reihe an mich. Ich werde antworten. Aber verstehen Sie mich recht, es ist eine Rolle, welche ich spiele, um Ihnen gefällig zu fein. (Fortsetzung folgt. ) Politis lche W u tt - s eh a u. Berlin, 11. Oct. Der „alte Conservative" "in der „Kreuzztg." (Prof. Heinrich Leo) stimmt eine Jeremiade über den Verfall des altpreußischen Geistes an. > Es sei zwar nach 1866 nothwendig, daß spccifisch preußische Art weniger betont, deutsche Art und deutsches Interesse geneigter hcrvorgehobcn werde. Leo will vicß „nicht zu sehr beklagen"; aber, fährt er fort, Gott behüte uns nur, daß Damit nicht bei uns früher das preußische Gefühl zu sehr geschwächt werde, bevor das Deutsche dis zu einer vorkommenden Falles rettenden Energie erstarkt ist. Alles, was in der Welt Thatkraft beweisen soll, muß in gewissen Grenzen ein bornirtes sein; was ins Allgemeine verschwimmt, ist ohne Charakter, ist ohne Thatkraft. Gott erhalte uns also unsere preußi- sche Bestimmtheit, d. h. Bornirtheit und lasse uns nicht widerstandslos ins Deutsche verschwimmen, bettet dieß Deutsche ein stark Bornirtes geworden ist, so daß man sich auf dessen Charakter stützen kann." Der Conservative beklagt sodann, daß kein kräftiger Haß mehr vorhanden sei. „Seit unseren letzten Siegen", sagt er, „verschwinden nicht nur die Antipathien gegen Oesterreich, verschwinden auch die Antipathien gegen Baiern und Würtembcrg, die aus dem Kriege von 1806 in der Erinnerung der alten Generationen noch so scharf, zum Theil grimmig vor» Händen waren, — sogar die Antipathien gegen Frankreich verdünnen 'sich gewaltig, und die jüngere Generation scheint sehr wenig geerbt zu haben von der Erinnerung satanischen Uebcrmuthes, dm die Franzosen in Deutschland, namentlich in Norddeutschland, vor Allem in Preußen von 1806 dis zu den Freiheitskriegen geübt haben." Dieses Dünnwerden unserer nationalen Bornirtheiten beklagt der Verfasser in tiefster Seele. Berlin, 12. Oct. Die unlängst verfügte Rekrutenmaßregel hat zwar Nachschüsse zu den Matri- kularbeiträgey unnöthig gemacht, aber sie ist, wie uns von unterrichteter Seite mitgethcilt wird, nicht ausreichend gewesen, um eine Menge von Verlegen- heilen älteren Datums zu beseitigen. Die Maßregel hat nur das Anwachsen eines höchst gefährlichen Minus verhindert, indeß Ersparnisse sind durch sic nicht erzielt worden, Ersparnisse, die ausreichend gewesen wären, um frühere Vorschüsse, die sich die Militärverwaltung machen ließ, zurückzuerstatten. Der jährliche Etat ist immer nur ein ungefähres Bild von tyn Ausgaben und Einnahmen, die wirklich Vorkommen. Man sagt, die Errichtung des Bundes- Heeres nach preußischem Muster sei mit Opfern verknüpft gewesen, deren Höhe sich im Voraus nicht übersetzen ließ, und so hoch auch immer die Sachverständigen mit ihren Etatsforderungen gegriffen hätten, so wären ihre Anschläge doch hinter dem wirklichen Bedürsniß zurückgeblieben. Zum Theil ist die Zehn-Millionen-Anleihe für die Marine schon der Armee zu Gute gekommen, denn es werden durch die Anleihe Ausgaben bestritten, die streng genommen der Armee-Etat auf sich nehmen mußte, und hat diese außerordentliche Geldquelle der BundeS- nulitärverwaltung Vortheile gebracht, so sind sie immer nicht so groß gewesen, daß alle Verlegenheiten durch sic beseitigt werden konnten. Es liegt das bloße Sparen in der absoluten Unmöglichkeit; auf das sparsamste wird schon jetzt in allen Brauchen gewirthschaftct. Soll ein vollständiges Gleichgewicht zwischen Ausgabe und Einnahme zum Vorschein kommen, ist eine weitere Armeercduction unerläßlich. Prag, 12. Oct. Gestern Nachmittag hat in der Vorstadt Smichow eine große Volksversammlung stattgefunden, welche erst durch das Einschreiten des Militärs zerstreut werden konnte, wobei mehrere Verwundungen vorkamcn. Abends war die Ruhe wieder hergestellt. Heute erließ der Leiter der Statt- Halterei, General Koller, eine Proklamation, worin er zur Einhaltung der Ruhe und Ordnung auffordert, indem er erklärt: es sei seine Aufgabe, die gesetzliche Ruhe und Ordnung wieder herzustellen, er würde daher auch allen Ausschreitungen nöthigenfalls mit Waffengewalt begegnen. Schließlich spricht er in der Proklamation die Hoffnung aus, daß nach eingetretencr Beruhigung der Gcmüther der Weg der Auflehnung verlassen, dagegen eine Verständigung auf verfassungsmäßigem Boden gesucht und gefunden werden wird. Paris, 10. Oct. Der Kaiser kehrt erst am 17. aus Biarritz zurück, schönen Wetters und guter Gesundheit wegen, wie die osficielle Depesche besagt. — Ritter Nigra verläßt jetzt nach Abschluß des des Tabaksgeschäftes Paris, um seinen Urlaub an- zutrcten. Die Spannung zwischen ihm und Menabrea ist wieder ausgeglichen. — Graf Goltz geht nicht, wie ein hiesiges Blatt gemeldet, nach Südfrankreich, sondern bleibt in Paris. — Der Kurfürst von Hessen hat in diesen Tagen einen Preßagenten in der Person des Herrn Saar hergesandt, der namentlich in der Mirös'fcken Presse Gelegenheit findet, seine legi- timistisch - revolutionären Ablagerungen anzubringen. — Wegen der Annonee der Lanterne hatten die Geranten der betreffenden Blätter das Parquet befragt, das jene Anzeige für unbedenklich erklärt, da die Lanterne als solche noch nicht verboten sei. Paris, 10. Oct. Der „Liberal baponnais" erfährt aus San Sebastian, daß der dortige Club folgenden Beschluß gefaßt hat: „Die Versammlung erklärt, daß das Volk der Guipuzera jeden Gedanken daran zurückweise, Carl VII. auf den Thron zu berufen, und daß es mit den Waffen in der Hand jedem Versuche, dieß zu thun, entgegentreten wird. »Die baskischen Provinzen werden selbst ihre Dertbeidigung organisiren und diese Last nicht auf den Staat fallen lassen." — Die „Liberte" erfährt, daß die Actionspartei in Italien ein Manifest an das spanische Volk vorbereitet, das vollständig in republikanischem Sinne abgefaßt sein und die Spanier an die Bruderbande zwischen beiden Nationen erinnern und zur Betheiligung an dem Umstürze der weltlichen Macht des Papstthums auffordern soll.— Nach einer Mittheilung der „Korrespondenz Havas" aus Rom ist es durchaus nicht gewiß, daß Cer Papst der Königin Isabella den Ouirinal als Wohnung anbietet. Der Papst betet einstweilen für sie und läßt beten; aber, heißt es, man scheine allmählig der Uebelstände sich bewußt zu werden, welche die Versammlung so vieler bourbonischen Ueberrejle bereiten kann. Paris, 12. Oct. Ein Brief von Prim, datirt Madrid den 10. Oct., an den „Gaulois" dankt demselben für seine Sympathie und Mitwirkung bei der spanischen Revolution. Prim erstaunt sich über die Ungeduld eines Theils der französischen Presse, welche findet, daß Spanien nicht rasch genug vorwärts schreitet: „Eine Arbeit von acht Tagen", sagt Prim, „hat uns genügt, eine dreihundertjährige Dynastie zu stürzen und eine provisorische Regierung zu errichten. Wir werden nicht zögern, jetzt unsere Lage im Verein mit einer gesetzgebenden Versamm- lung auf der Basis unseres Programmes, das Sie kennen, zu consolidiren. Alsdann werden wir dahin gelangen, das politische Ideal Spanien zu verlor- pern, nämlich eine wahre constitutionelle Monarchie auf der breitesten liberalen Grundlage, welche diese Regierungsform verträgt." London, 6. Oct. Eine „neue Art Versicherung" ist durch die Wahlen ins Leben gerufen worden, nicht etwa gegen Brandschäden, Hagelschlag, oder Eisenbahnunfälle, sondern gegen die Gutsbesitzer, denen es in den Sinn kommen sollte, Pächtern, die nicht nach ihrem Sinne stimmen, die Pacht zu kündigen. Die Leute von Berkshire haben damit begonnen, indem sie unter sich eine Summe zeichneten, um diejenigen schadlos zu halten, die durch ihre Opposition gegen die resp. Gutsherrn ihre Pacht verlieren sollten. Das Ganze ist fein erdacht, doch gereicht die Rvthwendigkeit, zu solchen Mitteln zu greifen, den englischen Grunvherren wahrlich nicht zur Edre. Vermischtes. Berlin, 5. Oct. Durch Anschlag an der Börse wird bekannt gemacht, daß ein Creditbrief von 50,000 Thaler abhanden gekommen sei. Wie man heute hört, ist dieser Creditbrief einer hier eingetroffenen Engländerin zugleich mit dem Paffe und Portemonnaie auf dem Bahnhofe gestohlen worden. Sie machte Anzeige bei dem wachthabenden Polizeibeamten und dieser erließ sofort telegraphisch Anzeige an alle Revier. bureau's sowohl von dem entwendeten Kreditbriefe wie auch von dem Paffe. Alle Bankiers erhielten unmittelbar Mittheilung von dem Diebstahl. Nach wenigen Stunden präsentirte wirklich ein Unbekannter in einem Bankhause den Creditbrief, zeigte auch aus Erfordern den Paß vor, so daß nicht der mindeste Zweifel über den Thatbestand obwalten konnte. Anstatt aber den Vorzeiger festzuhalten, sagte man ihm, er möge in einer Stunde wieder kommen, da eine so große Summe nicht auf der Stelle ausgezahlt werden könne. Der Mann hat stch aber nicht wieder blicken lasse». Bremen, 7. Oct. Die ,^Deser-Ztg." schreibt: Mit der Norwegischen Post sind wieder Briefe von der Nordpol-Erpe- dition über Hammerfest eingelaufen. Obwohl wir die „Grönland" schon in der nächsten Zeit auf der Weser erwarten und vollständigeren Berichten entgegensehen, wird eS doch von Interesse sein, über den Verlauf der Expedition bis Ende August einen kurzen Bericht zu erhalten. Der erste Offizier, Hildebrandt, schreibt aus Spitzbergen an Dr. Breusiug: „HinloPeustraße, den 26. August 1868. 79 Grad 20 Minuten nürdl. und 20 Grad 52 Min. östlich. Bis Mitte Aug. haben wir Alle« versucht, um die grönländische Küste zu erreichen; wir haben unser kleines Fahrzeug gegen die Eisschollen rennen lassen, wir haben uns hineingebohrt, nm nur zollweise unsere Westlänge zu erreichen. Was half«? Nachdcmj unser Schiff sehr gelitten, waren wir endlich auf 73 Grad 30 Min. nördlich und 18 Grad westlich. Wir sahen die Küste so klar und deutlich vor lins, daß es uns schien, als sollte es nun bald gelingen, hinznkvmmen. Unsere Freude wurde erst recht groß, als wir in freies Wasser kamen. Aber — dahinter erstreckte sich ein unübersehbares Eisfeld, welches fest auf dem Lande lag. Alle Versuche, die Küste zu erreichen, waren fruchtlos. Die Küste von Pendulum Island bis Hudsons „Hold with Hope" vor uns und jede« einzelne Schneefeld zu erkennen und doch nicht hingelangen zu können, es war hart Schon machte es sich fühlbar, daß die Tage kürzer wurden, cs fing bereits an, während einer Nacht zölliges Eis zu frieren, und noch hoffen auf Durchbruch des Eises? Das war unserer Ansicht nach Unsinn. Wir hatten uns tief in das Eis hineingearbeitet und mußten uns eben so schwer wieder herauSarbeiten. Einmal wären wir wieder so vom Eise besetzt, daß uns unsere Lage bedenklich erschien. Aber ein frischer Nordost-Wind, der nachher auf See zum Sturme anwuchs, brachte uns bald aus unfern Gefangenschaft. — Einen Versuch bei Spitzbergen hatten wir schon gemacht, es galt einen zweiten. Wir sind jetzt schon weiter vorgedrungcn als die schwedische Expedition; auch hoffe ich, daß wir noch ein paar Grad östlicher kommen werden. Der gestrige Sturm hat das Eis vor der Hiulopenstraße ein paar Meilen weit aufgebrochen, und so wollen wir morgen versuchen, unfern Kurs weiter fortzusetzen, während wir jetzt in einer Bucht vor Anker liegen, die wir die „Deutsche Bucht" genannt haben, da die Schweden diese große Bucht ganz übersehen und gar nicht auf der Karte vermerkt haben. Außerdem sind noch viele Berichtigungen in dem südöstliche» Theile der Straße nöthig, da Vieles nicht an dem Ort und der Stelle ans der Karte liegt, wo es liegen sollte. Sollte es uns nicht gelingen, Gillisland zrr erreichen, so werden wir versuchen, die Ostküste von Spitzbergen zu umsegeln oder irgend einen anderen Weg einschlagen, als den durch die Hinlopcnstraße zurück. Wir sind aus dieser Reise an Erfahrungen reich geworden, und wie sehr Kvldcwei), Sengstack und ich uns auch danach sehnen, an einer neuen Expedition Theil zu nehmen, mit einem Segelschiffe werde» wir uns alle drei wohl bedanken. — Fürs Museum haben wir auch schon viel geschossen, unter Anderem ein wunderschönes Wallroß, welches Sengstack und ich im Wasser erlegten, ein gefährlich Ding für den, der es nicht versteht. Der Kerl mußte erst sechs Kugeln in den Leib haben, ehe wir ihm eins mit der Lanze anwischen konnten. Die Bärenfelle schickt Ihnen Kapitän Koldewey mit einem englischen Schiffe u. s. w." Die Nordpolfahrt der „Germania" (Grönland) gibt dem Londoner Blatte „Daily Telegraph" zu einem Leitartikel Veranlassung, in welchem der englichen Nation abermals ins Ge- müth gesprochen wird, daß sie den Ruhm, bis an den Nordpol vorzudringen, nicht auch im nächsten Jahre wieder den Deutschen, Schweden oder Franzosen überlasse. Habe die „Germania" dießmai auch nicht soweit, wie Parry im Jahre 1827, gegen Norden Vordringen können, so müsse man doch ihrer tüchtigen Bemannung nachsagen, daß sie ihre Arbeit nett und rasch gethan habe, und daß ihr Mißlingen ihren Sieg bei dem nächsten Versuche in sichere Aussicht stelle. Westphalen. Bei der Stadt Essen sind, wie bereits früher gemeldet, seit einiger Zeit Bodensenkungen und Erdspaltungen hervorgetreten, welche nicht unerhebliche Beschädigungen an Wohngebäuden, Wegen, Gasleitungen und anderen Anlagen auf der Erdoberfläche zur Folge hatten. Wie jetzt der „Staatsanzeiger" mittheilt, haben nun die Bergbehörden diesen Erscheinungen, welche von Seiten der davon betroffenen Grund- und Hauseigenthümer de» Einwirkungen des Bergbaues der in der nächsten Umgebung von Essen im Betriebe stehenden Steinkohlengruben zugeschrieben wurden, ihre volle Aufmerksamkeit zugewendet. Zu diesem Zwecke find mehrere Bergbeamte nach Belgien, England und Frankreich geschickt worden, um sich mit den dort gesammelten Erfahrungen über die Einwirkung des in größerer Tiefe umgehenden Bergbaues auf die Oberstäche und mit den dort bestehenden gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der letzteren näher bekannt zu machen. Weimar, 6. Oct. Das heutige Ministerjubiläum des Hrn. v. Watzdorf wird auf den besonderen Wunsch des Jubilars in stillem Kreise gefeiert. Trotzdem sind gestern schon aus allen Landestheilen Deputationen eingetrosfen. Alle Gemeindevorstände des Landes haben ans je einem Amtsbezirk einen Bürgermeister zum Deputirten gewählt; der Landtag wird durch das Präsidium vertreten; die Bezirksvertretungen haben je zwei Abgeordnete entboten. Außerdem haben noch die Universität Jena, die hohen Gerichtshöfe, die Einzelgerichte und Verwaltungsbehörden ihre Gratulations-Deputationen gewählt. Auch die sämmtlichen jüdischen NeligionSgemeinden haben dem Minister, der alle confessionellen Ausnahmegesetze auch seinerseits beseitigen geholfen, ihre Anerkennung und ihren Dank in einer Adresse ausgesprochen. Die landwirthschaftlichen Vereine haben nicht nur eine Glückwunschdeputation entsendet, sie haben auch noch eine Watzdorf-Stiftung gegründet, die dem landwirthschaftlichen Institut gewidmet ist. Hier sowohl, als in den meisten größeren Städten des Landes sind noch Festessen u. dgl. veranstaltet. Hr. v. Watzdorf ist der populärste Name im Lande, und selbst bei seinen politischen Gegnern in hohem Ansehen. Er ist am 4. Oct. 1804 auf Schloß Berga im Neustädter Kreise geboren und trat nach seinen in Leipzig vollendeten Studien in königl. sächsische Dienste, in welchen er sehr schnell avancirte. 1843 wurde er als Minister der Justiz und des Aeußeren hierher berufen. Die Revolution von 1848 beseitigte seine damaligen Collegeu, blieb aber vor ihm stehen, und so wurde er dirigirender Staatsminister auch des März- ministeriums. In dieser Stellung ist er bis heute geblieben, und ist gegenwärtig der Chef dreier Departements. Vom Thüringer Wald. Wir haben jetzt zu Michaelis ein Stückchen Frühling zu schauen; die Lerchenbäume, deren I Nadeln die Sommerhitze versengt hat, treiben wieder frische Nadel», wie im Frühjahr. Auf Rasen, den die syrische Son- »engluth — sibirische nannte sie ein gelehrter Schulze — braun gebrannt, sproßt jetzt wieder Üppiges Grün, Leontodon Ta- raxacon (Löwenzahn) blüht von Neuem, so auch der Schneeball' Frankfurt a. M. Die Ausfuhr Frankfurts nach den Vereinigten Staaten Nordamerika's hatte im Jahr 1867 (au| eines Berichts des dortigen nordamerikanischen Consuls den Werth von 3,650,814 fl., davon kamen 919,076 fl. aj[ejn auf Hasenfelle, 707,452 fl. auf Wein, Aepselwein und Branntwein, 553,429 fl. auf Leder, 208,093 fl. auf Juwelierarbeiten 175,868 fl. auf Droguenen und Chemikalien, 152,893 fl. auj: Fabrikate aus Leder. Mainz. Nach dem „M. Anz." hat der Zollparlaments- Abgeordnete, Herr Ludw. Bamberger, bei Gelegenheit der Einführung der Einkommenssteuer sein jährliches Einkommen auf 93,000 fl. declarirt. Wien, 2. October. Gestern hat das für die eingelaufenen Lustspiele niedergesetzte Preisrichter-Collegium seine Bera- thnngen geschloffen, und das Ergebniß derselben in einer nioh- virten Eingabe an die Generalintendanz geleitet. AIS absolut preiöwürdig ist dem Vernehmen nach keines der einzereicht^ Stücke erklärt worden; da jedoch die PreiSausschreibung schm dem relativ besten die Prämie zuerkennt, so sind als solche für den ersten und zweiten Preis vvrgeschlagen das „Schach dein König", als dessen Verfasser bald Rudolf Gvttschall, bald ein Polizeicommiffär Schanfert aus der baieiischen Pfalz genannt wird, und das „Heber den Parteien", das aus der Feder Wolfgang Müllers von Königswinter sein soll. Ein Accesfit dürfte außerdem der „Narr des Glücks" von einem noch unbekannten Verfasser — erst die Generalintendanz hat die Namen zu er-' Mitteln — erhalten. Innsbruck. 6. Oct. Seit gestern ist die Bahn zwischen Innsbruck und Brixen wieder vollkommen fahrbar, und verkehren heute alle Züge regelmäßig. Bei Zargenbach Cor- rection, oberhalb Waidbruck, wurde der Bahndamm auf 600, oberhalb Nerwang auf 100 Fuß Länge weggerissen. Die Te- legrapheuleitung zwischen Klausen und Waidbruck wird im Laufe des heutigen Tages wiederhergestellt sein. Die Unterbrechung der Bahn zwischen Klausen und Waidbruck wird ungefähr 14, zwischen Waidbruck und Atzwang 8 Tage dauern. Atzwang- Kluman wird am 8. d. fahrbar fein. Bluman-Bozen schon heute. Die Poststraße ist zwischen Klausen und Atzwang mit Omnibussen zu passiren, zwischen Atzwang und Bozen aber an mehreren Stellen gänzlich weggeschwcmmt. Die Post wird von Klausen über das Gebirge nach Bozen getragen, lieber den Stand der Dinge in Südtyrvl sind bis heute Nachmittag keine weitere Nachrichten eingelaufen. Frankreich. Ein närrischer Engländer erkundigte sich kürzlich auf dem Hauptpostamt in Paris, wie viel es kosten würde, ihn selbst per Post franfirt unter Couvert nach Loudon zu schicken. — Man wog ihn und schätzte seinen Transport per Bri-fpost auf 8648 Franken. Als er jedoch Einst machte und das Briefpoitv für eine Person aufzählte, übergab man ihn der Polizei, welche ihn, als eilten Narren, nach seinem Hotel zurückbrachte. Paris, 9. Oct. Bekannlich haben die meisten Pariser Blätter gesagt, daß Walewsk! als armer Minister gestorben fei. Es ist daher nicht unintereljant, zu erfahren, daß der Mann, den man einen „armen Minister" nennt, Folgendes besaß : 1) drei Häuser tu Paris, von denen er das eine, welches ihm der Kaiser geschenkt, bewohnte; 2) ein Landhaus in St. Germain, welches Thiers für diese» Sommer gemietet; 3) das Landgut Amphion am Genfer See in Ober-Savoyen;. 4) eine Domaine im Landes - Departement, welche ihm bet Kaiser geschenkt und die einen Werth von 2 Millionen hat: 5) Orden im Wertbe von 200,000 Franken. Die Minister,' welche man in Frankreich nicht arm nennt, müssen wenigstens 20 Millionen besitzen, und man begreift daher, daß die Wittwe des Grafen au6 der Staatskasse einen Zuschuß von 20,000 Fr. per Jahr und aus der Privatkasse des Kaisers einen jährlichen Gnadengehalt von 30,000 Fr. erhalten wird. London. Die kalte Jahreszeit rückt mit Schnelligkeit heran und scheint — den jetzigen Anzeichen nach zu urteilen — mit den wärmeliebenden Engländern nicht gar glimpflich verfahren zu wollen. Im Brämargebirge (Schottland) ist schon wieder Schnee gefallen, und in der Nähe des Cap Clear wurden mehrere große Eisberge gesehen, deren einige 400 Ellen lang und 106 Fuß hoch waren. In Gesellschaft der Eisberge hatten, wie gewöhnlich, eine große Anzahl Wallflsche ihre Reise nach dem Süden angetreten. Auch in der Hauptstadt ist es Morgens wie Abends schon recht kalt, und in mancher Stube brennt schon ein hellflackerndes Feuer den ganzen Tag hindurch. Amerika. Der rasche Auffchwnng von Calisornien gränzt an» Wunderbare. Vor 20 Jahren noch eine von Indianern durchzogene Wildniß hat es gegenwärtig feine Vevölkenmz von über eine halbe Million; die Hauptstadt St. Franzisko zählt 120,000 Einwohner. In der ersten Hälfte des laufenden Jahres hat es für 5 Will. Dollars Korn und über 1 Mill. Doll. Wolle ausgeführt. Es sind in derselben Zeit 32,000 Personen eingewandert. Die feinere californische Wolle wird der spanischen gleich geschätzt. Es find in dieser Zeitfrist 1150 Schiffe im Hafen von St. Franzisko eingelaufen und haben an Eingangszöllen allein an 4 Mill. Doll, bezahlt. Drei Gesellschaften verfügen über 40 Dampfboote, welche monatlich 6 Reisen nach Panama machen und eine nach Japan und China. Außerdem eristereu regelmäßige Verbindungen mit Akapulko, Oregon und VancvuverSland. Im Jahr 1867 wurden für 17 Mill. Gold im Lande ausgemünzt; nach Mexiko wurde für 2 Mill. Doll. Quecksilber verkauft, und nimmt neuerdings der Seidenbau einen großen Aufschwung. Wenn die Pacificbahn vollendet ist, wird St. Franzisko in wenigen Jahren daS Newyork des Westen« fein. Amerika. Ans Newyork, Ende August, wird berichtet: Die an« Deutschland nach den Newyorker Parken impor- tirten Sperlinge haben stch bereis ansehnlich vermehrt. Die fünf Parke der Stadt haben jetzt Wohl doppelt so viele Sperlinge als im vorigen Jahre. Diese beschäftigen sich gegenwärtig mit der Vertilgung der MusqmtoS, von denen die Stadt in ungewöhnlich starken Schwärmen heimgesucht worden. Jedes von den 800 Vogelhänschen in den Parken scheint bereits von zwei Sperlingspaaren bewohnt. Die junge Nachkommenschaft findet da keinen Platz mehr und muß, sodald sie flügge geworden, stch Unterkunft im Freien oder andere Zufluchtsstätte suchen. — Eine Papierkragenfabrik, in Newyork mit einem Capital von 500,000 Dollar beschäftigt 450 Personen , welche 350 verschiedene Sorten Papierkragen liefern und davon alle 24 Stunden nicht weniger denn 5,000,000 I Stück fertig stellen. Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Clir. Pietsch) in Gießen. N Preis mit 2 Post brini Z ein ( Grw schasl denei theili ausb kam daß rorh binn 3' r setze Be 75 versr storb per; form die t Fort Con biße Aus