Preis vierteljährlich 36 fr. mit Bringcrlohn Durch die Post bezogen vierteljährlich 51 fr. Gießener Anzeiger. Erscheint wöchentlich dreimal : Dienstags, Donnerstags und Samstags. — Expedition: Canzleibera Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Areis Hießen. Rr. 69. Samstag bcn 13. Jam 1868. Brodpreise: 4 Pfund gemischtes Brod 20 fr. 4 Pfund Roggenbrod 17 fr. Einladung zum Abonnement, Mit dem 1. Juli beginnt ein neues ^jähriges Abonnement auf den GieHener Anzeiger. Derselbe erscheint wöchentlich dreimal, Dienstags, Donnerstags und Samstags, und kostet in Gießen vierteljährlich 36 Kreuzer frei iMs Haus geliefert. — Für auswärtige Abounenten, welche nur bei der Post oder den Landpostboten abonniren können, betragt der ^jährige 9lbonnementspreis 31 Kreuzer incl. Postausschlaqs. Der „Anzeiger" wird auch wie seither, außer den Anzeigen, eine gedrängte Uebersicht der wiffens- werthesten Tagesbegebenheiten bringen, ferner seine besondere Aufmerksamkeit den localen, provinziellen und Landesinteressen widmen und in einem Feuilleton interessante und spannende Novellen, Miscellen und Aufsatze von allgemeinem Interesse seinen Lesern darbieten. Da nur durch eine starke Betheiligung am Abonnement die Möglichkeit gegeben ist, dem Blatte die Ausdehnung zu geben, welche der manchmal vorliegende Stoff nöthig macht, so verbinden wir hiermit die Bitte, sich recht zahlreich beim Abonnement betheiligen zu wollen. W Die auswärtigen Abonnenten machen wir darauf aufmerksam, -aß nur dann vollzählige Nummern -es Blattes geliefert wer-en können, wenn sie fchou jetzt bei -er Poft ihr Abonnement erneuern. Den Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, das Blatt auch im HL Quartal 1868 zusenden und dm Abonnementbetrag wie seither durch Quittung erheben lassen. Die Cxpe-ition -es Gießener Anzeigers. Amtliche Bek. Mts. von uns entgegengenommen. Gießen, den 5. Juni 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Versteigerungen. 4121) Verschiedene entbehrlich gewordene Gegenstände, als: ein leichter Viehwagen, hölzerne Kisten, alte Bettladen und Bettrahmen, Tische, Bänke, eine Vogelhecke, eine Hundshütte, ein Blumengestell, ein Rollseil, eine Waage, drei alte Oefen, altes Eisen, Lumpen u. s. w., sollen Mittwoch den 17. I. Mts., Vormittags 9 Uhr, int hiesigen Bürgerhospital öffentlich versteigert werden. Gießen, am 10. Juni 1868. Der Rechner: ________________________Wittich. Versteigerung von Sand- steinplatten. 4120) Montag den 15. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, soll auf der Baustelle des ersten Pfarrhauses an der Stadtkirche eine Ouantität^beim Abbruch des alten Hauses gewonnener Sandsteinplatten gegen sofortige Zahlung versteigert werden. Gießen, den 10. Juni 1868. Großherzogliches Kreisbauamt Gießen. ______________Holzapfel.__________ Die Vergebung von Maurerarbeit bei der Stadt Gießen. 4172) Montag den 15. Juni 1868, des Vormittags 9 Uhr, soll die Aufführung eines Stücks Kirchhofmauer, veranschlagt zu 920 fl. 24'/2 fr., auf dem Rathhause dahier an den Wenigstfor- dernden vergeben werden. Gießen, den 10. Juni 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen ______________Vogt.____________ 4125) Freitag den 19. Juni l. I-, von Morgens 8 Uhr an, soll das Heugras von den Leihgcsterner Gemeindewiesen versteigert werden. Leihgestern, am 10. Juni 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Leihgestern. Heß. Heugras-Versteigerungen bei dem Großherzoglichen Rentamte Gießen. 4187) Das diesjährige Heugras von den Großherzoglichen Domanialwiesen wird versteigert : 1) Montag den 15. Juni, a. Morgens um 9 Uhr von 22 Morgen in der Gemarkung Alten-Buseck, (bei Wirth Ph. Krämer III. daselbst.) b. Vormittags um 11 Uhr von 25 Morgen der Sorauwiese in der Gemarkung Staufenberg, (bei Wirth Walther zu Daubringen.) c. Nachmittags um 2 Uhr von 5 Morgen der Mühlwicse in der G'cmarkung Treis a. d. Lda., (bei Wirth Benner.) 2) Mittwoch den 17. Juni, a. Morgens um 9 Uhr von 135 Morgen in der Gemarkung Wieseck, (bei Wirth Dorfeld daselbst.) b. Nachmittags um 3 Uhr von 142 Morgen der Weid-, Burg-, Ochsen- und Weidenstrauch-Wiesen in der Gemarkung Gießen, (im Gasthaus zum Pfau bei Gießen.) 3) Donnerstag den 18. Juni, Morgens um 9 Uhr von 96 Morgen in den Gemarkungen Leihgestern, Schiffenberg und Watzenborn, (im Gemeindehause zu Watzenborn.) Gießen, den 26. Mai 1868. Großherzogliches Rentamt Gießen. Lyncker. 4160) Die Gras-Erndtc von den Schneißen im Gießener Stadtwalde soll Samstag den 13. Juni d- I-, Vormittags 10 Uhr, int Rathhaussaale öffentlich versteigert werden. Gießen, den 6. Juni 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen- Vogt. Brod-Lieferung. 4171) Dienstag den 16. Juni c., Vormittags 11 Uhr, wird der Bedarf an Brod für das 1. Jägerbataillon auf das 3. Quartal er. auf dem Soumissionswege in Lieferung vergeben. Die Bedingungen liegen auf dem Bureau des Zahlmeisters zur Einsicht der Interessenten offen. Gießen, den 5. Juni 1868. Großherzogliches Commando des 1. Jägerbataillons. Anschütz, Major- Heugrasversteigerung bei der Stadt Gießen. 4152) Montag den 15. und Dienstag den 16. Juni d. I-, jedesmal von Morgens 9 Uhr an, soll das Heugras von den städtischen Wiesen öffentlich versteigert werden, und zwar: Montag den 15. Juni von den Wiesen vor der Neustadt, am Neilctt- weger Thor, am Fürstenbruitnen, im Wte- seckthale und Hegstrauch; Dienstag den 16. Juni von den Ochscnwiesen, den Wiesen im vorderen und hinteren Stolzenmorgen, am Altentisch und Fernewald. Die Zusammenkunft ist am ersten Tage am Neustädter Thor und am zweiten Tage in den Ochsenwiesen. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, den 8. Juni 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen- Vogt- 4158) Montag den 15. Juni wird bei der Heugrasversteigerung am Philosophenwald das Heugras von den Wiesen des Johann Heinrich Busch mitversteigert. Stockholz, 23 30 20 Amerikanische 4195) 8 6 n 54 9 40 36 54 Salinen - Kochsalz nur 2 % Wassergehalt, 7 fr. incl. Sack V L. Hahn, Bezirksbauaufseher. :$äS Daubttz Hofraithe, Grnbgarten, 51 45 sollen in schönster weißer trockener Waare, mit empfiehlt RieS billiger, empfiehlt (4184) Feilgebotenes. Jnsectenpulver, pr. Paquet 3, 6, 9 und 12 fr., Wanzentinctur, pr. Pfund 24 fr., Fliegcnleim, pr. Topf 3, 6, 9 und 12 fr., Flicgcnpapier, eigenes Fabrikat, wofür garantirt wird, pr. Bogen l*/a fr., im Militär-Handschuhe in guten Qualitäten empfiehlt zu billigen Preisen I. C h. Retter. (4202) veranschlagt zu..... Weißbinderarbeit daselbst, veranschlagt zu . .. . . . . Schreinerarbcit in den Schulgebäuden, veranschlagt zu . Spenglerarbeit daselbst, veranschlagt zu....... Weißbinderarbeit daselbst, ver- Arbeitsversteigerung zu Großen- Buseck. Ernst Hermes, Materialist. 1990 975 250 1057 1446 Heugras - Versteigerung. 4135) Mittwoch den 17. d. Mts., Mittags 12 Uhr, soll das diesjährige Heugras der Wiesccker Pfarrwiesen in dem Locale des Wirth Dorfeld zu Wieseck öffentlich versteigert werden. Dr. Joche m. Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde. 4151) Dienstag den 16. Juni d. I., von Rachmittags 3 Uhr an, wenn die Heugrasversteigerung beendigt ist, soll in dem Gießener Stadtwalde, Schutzbezirk Fernewald, District Strangswiese, nachoerzcichnetes Holz öffentlich versteigert werden, und zwar: 1 Stecken Nadel-Prügelholz, Arabische tiummi-Hiigelii von W. Stuppel in Alpirsbach. 4179) Geprüft und begutachtet von dem Königlichen Obermedicinal-Ausschuß in Stuttgart, approbirt und empfohlen von mehreren ärztlichen Autoritäten, sind diese Brustbonbons ein Mittel, das stets mit dem allerbesten Erfolg angewendet wird. Dieselben sind stets vorräthig in Gießen bei Julius Wallach. Gießen, den 4. Juni 1868. In Auftrag: Weidig, Ortsgerichtsmann. Zur hohen Beachtung für Bruchleidende. 4189) Der berühmte Bruch-Balsam, dessen hoher Werth selbst in Paris anerkannt, und welcher von vielen medicinischen Autoritäten erprobt wurde, welcher auch in vielen tausend Fällen glückliche Euren hervorbrachte, kann jederzeit dircet brieflich vom Unterzeichneten, die Schachtel a 3 Fl. 30 3Er- S. W., bezogen werden. Für einen nicht so alten Schaden ist eine Schachtel hinreichend. I. I. Kr. Eisenhut in Gais, bei St. Gallen (Schweiz). anschlagt zu . . . ' - - Pflasterarbeit an den Ortsstraßen, veranschlagt zu . . Unterhaltung der Wege, bestehend in Fuhr- und Handarbeit, veranschlagt zu . . 229 Reinigung der Steingasse, veranschlagt zu......86 Aufräumung des Reitseegrabens, veranschlagt zu.....27 flanirarbeit am Weg nach Alten-Buscck, veranschlagt zu 123 Chausstrarbeit daselbst, veranschlagt zu.......-555 „ Steinfahren und Aufsetzen derselben daselbst, veranschl. zu 548 „ Maurerarbeit das-, veranschl. zu 180 „ Großen-Buseck, am 10. Juni 1868. Groß.herzogliche Bürgermeisterei Großen-Buseck. Heugras-Versteigerung. 4150) Freitag dcu 19. d. Bits-, des Vormittags uni 10 Uhr, soll das Heugras von den hiesigen Gemeindewiesen versteigert werden. Die Zusammenkunft ist im Ort- Ovpenrod, den 11. Juni 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Oppenrod. Weis- 4170) Das Heu- uud Grummetgras von zwei Morgen Wiesen am Sandkauter Weg, desgl. von drei Morgen im Hegstrauch, ist zu verkaufen bei P. Vogt I. Wittwe- 4198) Mittwoch den 17. Juni, Vormittags 11 Uhr, soll das Heuaras von nachstehenden Wiesen, sogleich nach der Heugras-Versteigerung von den fiskalischen Wiesen, in der Dorfeld'- schen Wirthschaft zu Wieseck versteigert werden, als: □■filftr. Viehsalz ä 100 Pfund 1 fl. | G g Chr. Spruck am Markt. 4168) Montag den 15. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, ollen in der Wohnung des Wirths Geng- nagel nachfolgende Arbeiten mittelst öffentlicher Versteigerung in Akkord gegeben werden: Steindeckerarbeit an der Kirche, Heugras - Versteigerung. 4136) Freitag den 19. Juni l. I-, von Morgens 9 Uhr an, soll das Heugras von den hiesigen Gemeindewiesen an Ort und Stelle meistbietend versteigert werden. Der Anfang ist um die bestimmte Stunde zu Erbach bei der Häuser Mühle. Garbenteich, am 11. Juni 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Garbenterch. Hinterländer, Beigeordneter- 4123) Kommenden Montag, als den 15. I. Mts-, soll das der Gemeinde Trohe zugehörige Heugras öffentlich an Ort und Stelle versteigert werden. Der Anfang ist des Nachmittags um 1 Uhr in der weißen Burg. Trohe, am 11- Juni 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Trohe. S ch war z- Wiese an der Oberbach, beim Kessel, „ am Morgenweg, „ auf der Speck, „ auf die Lochwiese, „ auf die krummen Morgen. Nervöses Zahnweh wird augenblicklich gestillt durch ür. Gräfström’s schwedische Zahntropfen, ä Flacon 6 Sgr., ächt zu haben in Gießen bei Ernst Hermes. (4193) Nähmaschinen in verschiedenen Systemen, als: Singer & Co-, Groll er & Baker, Howe, Wheeler & Wilson mit Glasfuß und sämmtlichen Apparaten, früher fl. 105 jetzt fl. 90. Handmaschinen mit Kettenstich, Doppelkettenstich und Doppelsteppstich nebst Trittvorrichtungen, unter dreijähriger Garantie, erleichterten Zahlungsbedingungen, freier Instandhaltung und freiem Unterricht. Reparaturen werden billigst besorgt- I. Th. Haubach. Steinkohlen-Lieftrung. 4199) Montag den 22. d. Mts-, Vormittags 10 Uhr, soll die Lieferung von 1500 Centnern Steinkohlen, Rührer Fettschrot 1. Qualität, für die Garnison Gießen auf dem Büreau der Garnison-Verwaltung durch Soumission vergeben werden. Die Bedingungen liegen daselbst zur Einsicht offen. Gießen, den 12. Juni 1868. Großherzogliche Garnison-Verwaltung. Zimmer, Quartiermeister. 2 Lilionese, ?T! entfernt in 14 Tagen alle Hautunreinig- " leiten, Sommerspros-Z sen, Leberflecken, Pockenflecken, Finnen, Flechten,I gelbe Haut, Röthe der Nase und» =•© scrophulöse Schärfe. Garantirt, 4^«?" ä. 1 fl. 30 kr. ii. 48 kr. Allein ächt?■ s «■ bei Carl L i ««I, in Gießen. »> 20 fl. - fr. 17 — Dienstag den 16. Juni d. I., Nachmittags 2 Uhr, auf hiesigem Ortsgerichts - Büreau, unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich versteigert werden. Hofraithe besteht aus einem geräumigen Wohnhaus, großem Fabrikbau, Scheuer, und Holzichoppen. ' Wieseck, den 30. Mai 1868. Großherzogliches Ortsgericht Wieseck. Lang. 1 Sack ä 100 Pfund ä 4 fl. 55 1 „ ä 200 v iS., 40 Emser, Vichy, Carlsbader, Marienbader, Biliner, Kissinger, Homburger Pastillen, von Dr. Otto Schür in Stettin aus den Salzen der resp. Mineralwasser bereitet und, in Wirkung den frischgefüllten Mineralwassern gleich, die Schachtel mit 40 Stück 27 fr., Soda- und Magnesia-Pastillen gegen Magensäure rc. rc. die Schachtel 21 fr., Malzextract-Pastillen, die Schachtel 27 fr., in Gießen bei I. A. Busch Sohne. General-Depot für Deutschland bei Louis Glokke in Hessen-Cassel. (4191) 4182) Verschiedene Constructionen von Wasch- und Ringmaschinen sind vorräthig bei Ceorg Xenzel. Garantie für reine Cacao und Zucker. 4194) Lager der vorzüglichen Dampf- Chocoladen aus des Fabrik von Franz Stoll- werck in Köln a. Rh. unterhalten in Gießen Louis Frohnhäuser uud I. A. Busch Söhne; in Mendorf a. d. Lda. Apotheker C. L. Harb; in Hungen A. Buch; in Lich H. C. Bingmann.______________ 4137) 8 bis 10 Malter flute Kartoffeln sind zu verkaufen bei Ender s. Ligueur zur Erzielung und Erhaltung körperlichen Wohlbefindens, fabricirt von Apotheker R. F. Daubitz, Berlin, Charlottenstraße 19, prämiilt durch die Jury der Parifer Welt-Ausstellung im Jahre 1867, ist zu haben in Gießen bei Julius Wallach; in Hungen bei Aron Buch; in Lich bei H. C. Vingmann. (4196) Aliegenpapier, empfiehlt H. Sonntag, Buchbinder, (4201)_______________Kirchenplatz.__ 4149) Täglich frische Ziegenmilch im Russischen Hof. Preisgekrönt in Paris 1867. Husten u. Halsentzündung. 4197) Ich kann Herrn Mayer atte- stiren, daß der von ihm fabrizirte weisse Brusisyrup' gegen Husten, Halsentzündung und Brustbeschwerden schon vielieitig gute Dienste geleistet hat. Guntersblum, am 27. Dezbr. 67. Cour. Reichert, Kaufmann. Zu haben in Gießen bei Fr. Bieler, ani Kreuz. 4175) Dick-Milch und Süß-Milch bei Georg Jughardt, Marktplatz. 4140) Die Klee - Erndte von V2 Morgen ist zu verpachten; auch soll das Heugras von 4 Wiesen bei der städtischen Heugras- Versteigerung mitversteigert werden- Ferner sind auch gute Kartoffeln zu verkaufen. Emil Möhl Wittwe. V e r in i e t h u n g e n. 4147) In Lit. A. Nr. 5, Marktplatz, ist die Mansarde, bestehend aus 4 Zimmern, Küche u. s. w-, an eine stille Familie zu vermiethen._________________________________ 4129) Auf dem Neuenweg, Lit. B. Nr. 196, ist ein möblirtes Zimmer zu vermiethen und sogleich beziehbnr._____________________________ 4183) Ein vollständiges Familienlogis, bestehend aus 4 Zimmern nebst Zugehör, ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen. _________A- K- Worms, Seltcrsweg. 4148) Eine möblirte Stube ist zu ver- miethen bei_________________PH. Flett. 4166) Das von Herrn C- Pietsch (Dieustmaun - Institut) seither bewohnte Logis ist anderweit zu vermiethen und am 11. August zu beziehen.F. F ü r st. 4177) Das von Frau Domäuenrath Melchior seither bewohnte Logis ist durch deren Wegzug von hier anderweit zu-ver- miethen- Louis Noll, Pulvermühle. 4127) Eiu sehr geräumiger Felsenkcller, auch zu einem Petroleum-Lager geeignet, an der Hardt, ist anderweitig zu vermiethen oder auch zu verkaufen- Näheres bei der Erped- d- Bltts. Heugras - Versteigernng. 4143) Das Heugras von der, der Neustädter Schäferei - Gesellschaft gehörenden Wiese, die kleine Weid genannt, 1993 Klftr. haltend, soll Montag den 15. Juni d- I., Abends 8 Uhr, in der Wohnung des Herrn Ludwig Herbert öffentlich versteigert werden. Gießen, den 11. Juni 1868. D er Vorstand. 4185) Die der Firma Busch Söhne, N.eh meyer und Jughardt zu Gießen gehörigen, in der Gemarkung Wieseck gelegenen Immobilien, als: 93 □Älftr- Hofraithe (Fabrikbau), 4200) Eiserne Gartenmöbel, Bettstellen rc., Stühle ä 2 fl. 24 fr. pr. St empfiehlt Emil Pi stör. 4174) Militär-Cravatten, Cravatten für ältere Herren, Herrenwäsche, als: Kragen uud Hemden, habe ich wieder in neuer Sendung erhalten und empfehle solche in großer Auswahl bestens- H- Rübsamen, __ vormals H- Eiff- 4144) Ein Uniforms-Rock, Hut und Degen, ganz neu, ist zu verkaufen bei Georg Vogt, Seltersweg. Grasverfteigeruug. 4122) Mittwoch den 17- d. Mts-, Vormittags 8 Uhr anfangend, soll das diesjährige Heugras von den dem Marienstift Lich znstehenden circa 100 Morgen Wiesen in den Gemarkungen Lich, Ober- und Nieder-Bessingen versteigert werden. Der Anfang ist bei Lich an der Straße nach Butzbach. Lich, den 10. Juni 1868. _________________ Winhei m. 4124) Nächsten Montag, den 15. Juni, Morgens 10 Uhr, soll das Heugras von den hiesigen Psarr- wiesen versteigert werden. Hausen, am 11- Juni 1868. Engel, Pfarrer. 1400 Wellen „ Reisholz, 177 Fichten-Stämme mit 3567 Cubikfuß, 199 „ Stangen „ 1342 „ darunter Weißbinderstangen. Die Zusammenkunft ist an der Strangswiese auf dem Wege von Annerod nach Steinbach. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. October d. I. gestattet- Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, den 8. Juni 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _______________Vogt-____________ 4186) Montag den 15. Juni, Nachmittags 2 Uhr, soll das Heugras von den Wiesen der Frau Block an Ort und Stelle versteigert werden, als: oKlftr. 1223 Wiese an der Gail'schen Wollenspinnerei, 225 Wiese in der Schwarzlach, 793 „ beim Pfau an der Chaussee, 210 „ hinter dem Waldbrunnen, 2233 „ am Leihgesterner Weg. Die Zusammenkunft ist um die bestimmte Stunde am Neustädter Thor. Gießen, am 4. Juni 1868. In Auftrag: Weidig, Ortsgerichtsmann. Die Versteigerung der Kirfchen- Erndte auf dem Exerzierplatz. 4130) Montag den 15. Juni d- I-, Nachmittags 3 Uhr, nach beendigter Grasversteigerung soll die Erndte von den Kirschbäumen auf dem Trieb (Exerzierplatz) am Platze an den Meistbietenden versteigert werden. Gießen, den 11. Juni 1868. Großherzoglichc Bürgermeisterei Gießen. Vogt. 4131) Das von Fräulein Ceßner bewohnte Logis im mittleren Stock meines Hauses, bestehend aus 3 Zimmern rc-, ist zu vermiethen und kann alsbald bezogen werden. Friedr- Emil Loos- 4157) Das seither von Herrn Landrichter Bötticher bewohnte Logis im Welcher'- schen Hause in den Neuenbäuen ist ander- weit zu vermiethen und im October d. I. zu beziehen. Gießen, den 9. Juni 1868. Dr. Eckstein. Vermischte Anzeigen. 4126) Glace-Handschuhe werden auf's Schönste und geruchlos gewaschen und wieder wie neu in verschiedenen Farben gefärbt bei S. Weiß (Hutlager), Agentur der Kunst-Färberei von I. Küchel zu Homburg v. d. Höhe. Arbeilerbildungs-Verein. 4206) Montag den 15. Juni, Abends 8 Uhr, im Locale des Herrn K. Heil: Monatliche Hauptversaminlunq. Tagesordnung: Bericht des Vorstandes. — Ausflug. Der Vorstand. 4i8i) Gesucht wird für ein Mädchen, w-elches sowohl in häuslichen, wie in feineren Näharbeiten, geübt ist, eine Stelle bei einer soliden Herrschaft- Näheres bei der Exped. d. Bltts- „Einigkeit!" 1205) Heute Abend: Generalversammlung pracis 9 Uhr. ___________Der Vorstand. 4180) Ein braves, gesetztes Mädchen, welches kochen kann und alle Hausarbeit versteht, wird gegen guten Lohn auf Johanni oder 25. Juli in Dienst gesucht. Das Nähere bei der Exped. d. Bltts.___________ 4176) Wegen Erweiterung meines Schul- locals kann der Unterricht an meiner Lehranstalt erst Montag den 15. Juni seinen Anfang nehmen.__________C- Franz. I. Bloch'sche Hofschönsttrberei in Darmstadt. 4162) Nächste Absendung: Montag den 15. d. Mts.______________I. Schlund. 4204) Junge Leute von 14—17 Jahren finden Beschäftigung bei _________F. Habenicht, Lampenfabrik. 4167) Ein Knecht, mit Pferden vertraut, wird zu sofortigenr Eintritt in Dienst ge- sucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 4165) Eine Köchin wird gegen guten Lohn gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bltts.______________________________________ 4153) Ein Zapfjungc wird auf den Loos'schen Felsenkeller gesucht. QO 5 Bank für Verbreitung vou falschen IO-fl.--Bankscheinen. Nachdem in den letzten Wochen in der Provinz Oberhessen und den angrenzenden Theilen des Regierungsbezirks Wiesbaden eine Anzahl von falschen Zehn-Gulden-Noten unserer Bank verbreitet worden waren, ist es der Umsicht und Energie der Großherzoglichen Polizeiverwaltung der Provinzialhauptstadt Gießen gelungen, den Verfertiger und die Verbreiter der Falsificate zu ermitteln und zur Verhaftung zu bringen. Obwohl nach den seitherigen Ermittelungen nur noch eine kleine Anzahl von Falsificaten im Umlauf sein wird, sehen wir uns doch verpflichtet, die Kennzeichen der Fälschung zur öffentlichen Kenntniß zu bringen und vor weiterer Verbreitung und Annahme der Falsificate zu warnen. Die ganze Nachahmung, insbesondere die Zeichnung und Ausführnng der auf der Vorderseite der Note befindlichen Figuren ist höchst unsauber und incorrect gearbeitet. Die Zahlen der Folio und Nr. in den oberen kleinen Täfelchen der Vorderseite sind nicht wie bei den ächten Scheinen gedruckt, sondern mit Tusch eingeschrieben, und zwar in höchst ungleichen Ziffern. Die in einem Bogen im Mittelfelde der Vorderseite erscheinenden Worte „Die Bank für Süddeutschland" machen das Falsificat sofort daran erkenntlich, daß die mittleren schwarzen Streifen innerhalb eines jeden Buchstabens mit Tusch eingeschrieben sind, anstatt gedruckt, wie bei den ächten Scheinen- Alle bis jetzt confiöcirten falschen Banknoten tragen in der unteren linken Ecke der Borderseite die gedruckte Ziffer Lit. H. Serie XXIII und ist aller Grund anzunrhmcn, daß andere Falsificate, als solche, welche diese Bezeichnung tragen, nicht exiftiren. Die klein gedruckten Worte über den Namen „von Bechtold" und „Kehrer", nämlich die Worte „Der Regicrungscommissär" und „Der Director" sind fast ganz unleserlich, namentlich der Schluß des Ersteren. Die Farbe der Rückseite ist bei den falschen Scheinen sehr verschieden, bald bräun- lichroth, bald bräunlichgelb, bald gräulich, immer fehlt indessen in dem Unterdrück der vielfache Eindruck der Ziffer „10." Ueberall fehlen die Wasserzeichen, welche erkennbar werden, wenn man die ächte Note gegen das Licht hält. Die Controlunterschrift auf der Rückseite ist derjenigen des Herrn Cassiers Sammet nachgemacht, sie liest sich in den Falsificaten jedoch als „Sammy." Darmstadt, den 5. Juni 1868. '____________Direktion der Bank für Süddeutschland. Feuerversicherungsbank für Deutschland in Gotha. 4461) Nachdem Herr Hofgerichts-Advokat F. Kraus köpf in Gießen die Vertretung unserer Anstalt niedcrgelegt hat, bezwecken wir hierdurch zur ösfcutlicheu Kenntniß zu bringen, daß mir bem Herrn Buchhändler A. Ricker eine Agentur der Bank für die Stadt Gießen und Umgegend übertragen haben- Gotha, den 1. Juni 1868. Die Feuerversichcrungsbank f. D. Mit Bezug auf obige Bckauutmachung empfehle ich mich zur Vermittlung von Versicherungen bei der Feuerversicheruugsbank f. D. in Gotha und zur Ertheilung sonst gewünscht werdender Auskunft. Gießen, den 5. Juni 1868. A. Ricker. Turnverein. 4173) Sonntag den 14. l. Mts., Nachmittags, feiert der Verein sein mit einem Wettturnen verbundenes zehntes Stiftungsfest auf dem Schiffenberg. Abmarsch dahin mit Musik Mittags l*/4 Uhr von der Turnhalle aus. Die Angehörigen unserer Mitglieder sind freundlichst eingeladen, und Alle bestens willkommen, die sich durch Vereinsmitglieder einführen lassen. Karten für die männlichen Theilnehmer zu je 6 fr. bei den Herren H. Rübfamen, Mäusburg, und L. Stohr, Schloßaasse. Gießen, im Juni 1868. ____________Vorstand des Turnvereins Gießen. 4138) Den 5. und 6. Juli l. I. wird zu Lang-Göns 6as sechste Sängerfest -es Land-Sängerbundes gefeiert, was wir hiermit zur öffentlichen Kenntuiß bringen und hierzu Freunde des Gefanges freundlichst einladen. Lang-Göns, den 11. Juni 1868. Das Fest-Comit^. 4139) Ich habe mich dahier als Arzt niedergelassen und wohne: Neue Anlage im Hause des Herrn Prof. Lange, 2. Stock. Bestellungen können auch im Hause meiner Schwiegermutter im Laden der Herren Gebr. Michel in der Wallthorstraße abgegeben werden. Gießen, den 6. Juni 1868. Dr. med. Gustav Brüel, ^prakt. Arzt, Wundarzt und Geburtshelfer. MM" Am 1. Juli 1868 4tste Ziehung' der österr. Crcdit - Loose. Höchster Treffer fl. 250,000, niedrigster fl. 165 östr. Währ. Einlage 3 Tlilr. — fl. 5. 15 süddeutsch pr. Loos. Sieben Loose kosten nur Thlr. 80 — fl. 35 südd. Mit k. k. Stempel versehene Loose empfehlen VOELCKER & O Bankgeschäft in Wien, Kolowratring Nr. 4. NB. Nachnahmen können nicht erhoben werden. (4164) Lebensversicherungsbank sür Deutschland in Gotha. 4169) Nachdem Herr Hofgerichts-Advoküt Friedr. Kraus köpf in Gießen die Verwaltung unserer Agentur daselbst niederlegcn zu wollen erklärt hat und dieselbe von uns Herrn Buchhändler A. Ricker übertragen worden ist, so bringen wir Solches mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntniß, daß die bis Ende des Monat Mai fälligen Prämien gegen Empfangnahme der vorschriftsmäßigen Bankquittungen noch an unseren bisherigen Vertreter, Herrn Hofgerichts-Advokaten Fr- Krauskopf zu entrichten sind- Gotha, den 25. Mai 1868. Das Bureau der Lebensvcrsicherungsbank. , Unter Bezugnahme auf vorstehende Bekanntmachung empfehle ich mich den zur hiesigen Agentur gehörigen Versicherten zur Vermittelung ihrer Angelegenheiten mit der Bank und lade zu weiterer Theilnahme an derselben ein. In Folge ununterbrochen lebendigen Zugangs ist die Versicherungssumme auf 101,500,000 fl., der Bankfonds „ 25,800,000 „ gestiegen. Dividende der Versicherten im Jahre 1868 .... 36 Pro cent, „ „ 1869 .... 39 „ A. Ricker. Mr Auswanderer. 4188) Die Haupt-Agentur von C. W. Dietz am Markt in Gießen expedirt wöchentlich mit den vorzüg-____ lichstcn Dampf- und Segelschiffen Passagiere und Güter nach allen Häfen von Amerika und Australien. Preise billigst. Behandlung anerkannt reell. Im neuerbauten Lony'schen Gartensaale. 4207) Heute Samstag den 13. Juni, Abends 8 Uhr, und morgen Sonntag den IZt. Juni, Nachmittags 4}/2 Uhr: Großes Extra-Goncert, ausgeführt von den Mitgliedern der hiesigen Capelle, verbunden mit einer großen Humoristisch - musikalisch - dramatischen Soiree a la Iievassor, gegeben vom Gesang- und Genre-Komiker Herrn Eugen Hübsch vom Waüner-Theater in Berlin. Entree ä Person 12 kr. Tagesbillete a 9 kr. sind vorher bei den Herren Gebr. Wenzel, Arnold im Löwen und Ehr. Lony zu hoben. Näheres besagen die Placate. Jahresfeier des Gießener Zweigvereins der Gustav-Adolf-Stiftung. Zu unserer Jahresfeier, die künftigen Mittwoch den 17. Juni, Vormittags 10 Uhr, in Mendorf an dir Lumda gehalten werden wird, laden wir im Namen des Vorstandes und im Namen der Gemeinde Allendorf alle Mitglieder des Vereins hiermit freundlichst ein und sprechen den herzlichen Wunsch aus, daß sich recht viele Freunde des Vereins aus den benachbarten Gemeinden und aus Gießen emfiuden möchten. Da sich die Gemeinde Allendorf erboten hat, die kommenden Gäste mit einigen Wagen in Lollar abholen zu lassen, so bitten wir diejenigen, welche von diesem freundlichen Anerbieten Gebrauch machen wollen, sich bis zum Sonntag Abend bei uns zu melden. Gießen, den 12. Juni 1868. Für den Vorstand: Landmann, Dekan. Zimmermann, Hofgerichtsrath. Die Feier der Enthüllung des Luther-Denkmals zu Worms. Auf Ersuchen des Ausschusses wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Feier der Luther-Denkmals-Enthüllung zu Worms am 24., 25. und 26. Juni stattfinden wird. _________________________ 4203) Zwei brave Mädchen können baldigst in Dienst treten. Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts.____________________________ 4156) Auf Becke r's Bauplatz kann immer Schutt abgeladen werden und wird ent- sprecheud hoch bezahlt._______________________ 4463) Ein Lehrling kann eintreten bei Heinr. Brauburger, ____________Lackirer- 4132) Ein braves und sauberes Kindermädchen wird gesucht. Von wem? sagt die Erped. d. Bl. 4155) Ein Hausbursche, welcher sogleich eintreten kann,"wird gesucht von F. Fürst. Kunst - Notiz. 4142) Das sog. rheinische Quartett kMitglieder der Großh. Hofbuhne aus Darmstadt), das vor einigen Jahren hier vielen Beifall erndtete, wird demnächst in unserer Stadt einige Eoncerte veranstalten. Freunde eines schönen vierstimmigen Män- iicrgesauges machtman hiermit auf die wirklich künstlerischen Leistungen diese Quartetts aufmerksam — X. 4141) Mehrere Abonnenten zum Mittag- tisch können noch angenommen werden. L. Textor, Darmstädter Haus. 4154) Ein ordentliches Mädchen wird sogleich oder auf Johanni in Dienst gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bltts. Getauft. Den 21. Mai. Dem Bürger zu Flittard 1 44%-45% 89 1864i- essen Das Das Das 9 9 9 9 5 9 Pr. Cass. Sch. Div. Cass.-A. Pr. Friedrdor. Pistolen . . „ doppelte Holl. fl. 10 St. Ducaten . . 20 Frankenst. 57%-58% 48-50 49-51 54-56 38-40 28%-29% 55-59 49-51 27'/2-28'/2 Börseiinachrichten. 10. Juni 1868. Jrischfräcker zu gießen. Sonntag den 14. Juni. Ernst Wallenfels in der Wallthorstrnße- Carl Steinberger in der Löwengasse. Jacob Ronstadt in der Marktstraße. dahier, ein Sohn, Friedrich August Johann Joseph, geboren den 24. März. Beerdigt. Den 2. Juni- Susanna Ceßner, eheliche, ledige Tochter des verstorbenen Großh. Rechnungsrathes, Johann Mathias Ceßner, alt 68 I. 1 M- 26 T-, gestorben den 31. Mai. Telegraphische Schiffsberichte, mitgetheilt von Chr- Wallenfels jun. Angckommcn in New-York r Bremer Postdampfschiff Weser nach einer lltaglgen Reise- Camburger Postdampfschiff Teutonia nach einer .^tägigen Reise. Hamburger Postdampfschiff Germania nach einer lOtagigen Reise. Engi. Souver. 11 Kuss. Imper. 9 Doll, in Gold 2 Kirchliche Anzeige». Evangelische Gemeinde zu Kietzen. Gottesdienst in der Friedhofskirche. Am 14. Juni. Morgens: Pfarrer Dr. Seel- Nachmittags: Pfarrer Landmann. Kopulirte. Den 7. Juni. Georg Philipp Martin Petri, Bürger und Barbier dahier, des verstorbenen hiesigen Bürgers und Schneidermeisters, Karl Petri, ehelicher Sohn; und Luise Sitzmann aus Niederrad, des verstorbenen dasigen Bürgers und_ Schneidermeisters, Anton Sitzmann, eheliche Tochter. Den 9. Juni. Heinrich Roth, Ortsbürger in Storndorf und Schneider dahier, des verstorbenen Ortsbürgers in Storndorf, Jo- leri zu Reiskirchen; und Marie Christine Stroh, eheliche Tochter des Ortsbürgers 41. Jllu. .............. unb Ackermannes, Johannes Stroh zu Reis- un^ Eisenbahnbediensteter, Johann Schmitz kirchen. „ _ Den 7. Juni. Der Burger zu Deutz und Porzellanmaler dahier, Johann Simon; und Maraine Röhner aus Gießen. Den 11. Juni. Der practische Veten- närarzt, Jakob May zu Nieder-Olm, ehelicher Sohn des Ortsbürgers und Ackermannes , Johannes May II. zu Nieder- Mörlen; und Johannette Katharine Baffer, des Bürgers und Bnchbinders, August Ludwig Balser, eheliche Tochter. Hannes Roth, ehelicher Sohn; und Hennette Wertheim aus Angenrod, des dasigen Orts- bürgers und Handelsmanns, Joseph Wertheim, eheliche Tochter. Den 11. Juni. Jakob May, Burger dahier und praetischer Veterinärarzt in Nie- der-Olm, des Ortsbürgers und Oekonomen in Rieder-Mörlen, Johannes May, ehelicher Sohn; und Johanna Balser, des hiesigen Bürgers und Buchbinders, August Balser, eheliche Tochter. G e t a u f t. Den 9. Juni. DemPostsecretär, August Hill, ein Sohn, Ferdinand, geboren den 20. Mai. Preuss. 4'/2°/o Obi. 95% Frankf. 3'/2% Obi. 82 Nass. 4V2o/o Obi. 95 Kurh. 40/0 Obi. 883/4 Hess. 4o/o Obi. b. Roths. 89% „ S'/jO/o do. do. 84*/4 Bayer. 5% Obi. 102 „ 41/2% 1jährige 95‘/4 „ 41/2% ’/jjübrige 951/2 Würtemb. 41/2% Öbl. 94% Baden 4%% Obi. c. E.L. 94 Oestr. 5O/o b. R. 62% n 50/0 National 541/4 „ 50/0 Metall. Obi. — „ M. steuerf. 51 Amer. 6% 1882r Bds. 77% „ 6°/p 1885r 77________ Actien. Frankf. Bank 124 Oester. Bank 727 „ Creditact. 197 Darmst. Bankact. 228 Prioritäten. 50/0 östr. F. St. E. B. 262 . Ludwigsh.-Bexbach 153*/? • Maxbahn 1063/4 Bayer. Ostbahn 124 Hess. Ludwigsbahn — 30/0 östr. Stsb.-Prior. 52% 30/0 östr. s. Lombard. 42,/g 3% Livorneser 297/s Toscaner 451/4 Frankf. Hypoth.-Bank — Frankf. Vereins-Kasse — 50/0 Elisabeth-Prior. 73% do. II. Emiss. 721/4 Anlelieiisloose. Kurh. 40 Thlr. Loose 5 41/4 Nassau fl. 25 b. Roth. 35i/2 Gr. Hess. fl. 50 b. R. 1461/4 Gr. Hess. fl. 25 b. R. 38% 40/0 bayr. Präm. Anl. 101*/2 4% badische Loose 99 Badische fl. 35 Loose 511/4 1858r Prioritätsloose 136 !860r Loose 73% Beerdigte. Den 8. Juni. Georg Jakob, Maurer aus Wilsbach, alt 40 I., gestorben den 5. Quni. Denselben. Friedrich Wilhelm Alt, des Ortsbürgers in Kinzenbach und Fabrikarbeiters dahier, Friedrich Alt, ehelicher Sohn, alt 8 M-, gestorben den 6. Juni. Den 9. Juni- Eine uneheliche Tochter von hier, Philippine Marie, alt 1 I. 4 M- und 10 T-, gestorben den 6. Juni. Den 10. Juni. Christiane Wilhelmine Spengel, des verstorbenen Bürgers und Buchbinders, Karl Spengel, eheliche Tochter, alt 24 I- 10 M- 3 T-, gestorben den 8. Juni. Den 12. Juni. Heinrich Peter Zimmer, des Ortsbürgers in Guntersblum und Hornisten bei dem 1- Großh- Jäger-Bataillon dahier, Jakob Zimmer, ehelicher Sohn, alt 2. M- 12 T-, gestorben den 10- Juni. Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Pfarrer Dr. Seel- Katholische Gemeinde. K o p u l i r t e. Den 24. Mai- Der Bürger zu Reis- . kirchen und Eisenbahn-Angestellter zu Niers : im Königreiche Belgien, Johann Lazarus Rolleri, ehelicher Sohn des verstorbenen : Ortsbürgers und Musikers, Lazarus Rol-s Wechsel'. Amsterd. k. S. 100*/? Augsb. k. 8. 993/4 Berlin k. S. 104% Bremen k. S. 98% Cöln k. S. 105 Hamburg k. S. 881/2 Leipzig k. S. 105 London k. S. 119% Lyon k. S. — Paris k. S. 94% Wien k. 8. 102% Disc.onto 3% G. Geldsorten. 4128) Es ist ein Papagei entflogen- Sollte derselbe Jemand zngeflogen sein, so wird gebeten, ihn gegen eine angemessene Belohnung an die Exped- d- Bltts- abzu- liefern-_________________________________ 4145) Ein Junge, der düs Schuhmachergeschäft erlernen will, kann in die Lehre treten bei Carl Gutbub, Neustadt. 4134) Geübte Schuhmacher-Gesellen, sowohl für Herren- als auch für Frauenarbeit, können eintreten bei Georg Buch, Hof-Schuhmacher, Bad Salzhausen, bei Nidda. 4133) Sonntag den 14. Juni: Tank-Musik im Promenadehaus. Anfang 6 Uhr- Th- Lony- Gietzeies Bürgermeister. ff« bürste für die iebiae Generation der alteingesessenen Gießener Bürger nicht ohne Interesse sein, zu wissen, welche Personen, deren Familiennamen meist a der ho ders in Kundg gungen von >'e Jahrhi liche, 1544 1553 1563 1572 1574 1579 1609 1616 1621 1625 1632 1635 1644 1651 1661 1669 1681 1682 1689 1690 1694 1695 1699 1703 1705 1707 1711 1714 1715 1721 lle noch in hiesiger Bürgerschaft hen Regierung zur höchsten städtisö dem Archiv hiesiger Stadt keine ebungen während der ganzen früh oder Ergänzungen der Lücken w her bis zum Jahr 1821 ein jähi inderts durch die Schöffen unter von der jetzigen oft abweichende Jost Becker. Cunr. Schwollenberg. Joh. Vogeffer. Joh. Dietwein. Herman Diepell. Verlach Store. M. Ebel. Philippinus. Simon Dietrich. Conr. Wormbser. M. Plock. M. Stohr. B. Wier. R. Wier. I. C. Plock. H. Schiberstein. I. Oswald. I. Stomp. Oßwald. P. Weggell. PH. C. Feuerbach. 3. B. Kempff. Wormser. I. B. Kempff. P. Krecker. I. B. Kempff. Kempff. Verdrieß. Muhm. VerdrieS. vertrete hen St namei eren Ze erden elicher, einanva Schreib» 1722 1729 1730 1731 1732 1736 1738 1741 1743 1744 1746 1747 1748 1749 1750 1751 1752 1757 1758 1761 1762 1763 1764 1765 1766 1767 1768 1769 1770 1717 ti sind, seit den letzten drei Ja eile, dem Bürgermeisteramt, erhob t t liche Erwähnung resp. Untersä it stets gleichlautend im Namen t vir übrigens auf der Expedition g die Wahl aus den Schöffen gej selbst, von einer allgemeinen 9 >eise der Namen haben wir absich Scipio. I. H- Schiesser. I. W. Müller. G- Magnus. 3. M. Schenck. Tasche. Bersch. I. P. Eckstein. PH. H. Börsch I. G. Tasche. Verdrieß. G. M. Löber. Tasche. 3. M- Völcker. PH. H. Börsch. PH. H. Feuerbach. 3. B. Plock. I. P. Eckstein. PH. P. Schieffer. I. B. Kempff. PH. W. Vogt. Chr. F. Rumpf. I. D. Asmus. G- A Tasche. I. F. Steinberger. G. M. Wormser. Wollmershaußen. I. Kohlermann. 3. F. Steinberger. Asmus. L i vchoffen, deren Bildnifs hängt 3. H. Schneider. 3. Chr. Verdrieß. I. M. Schiffer. I. C. Scipio. 3- M. Völtzing. P. Krecker. P. Eckstein. I. Kevelmann (R?). I. G- Voigt. I. 3. Melchior. I. C. Ferber. 3- H Busch. G- Ferber. I. W. Müller. I. Kempff. I. Berdries. I. P. Eckstein. I. H. Schiffer. I. M. Völcker. A. R. Pistor. hrhunde en hat. hrist eil on: , an ent chah fi Lahl 0 tlich be 1772 1773 1774 1775 1776 1777 1778 1779 1780 1781 1782 1783 1784 1785 1786 1787 1788 1789 1790 1791 1792 1793 1794 1795 1796 1796 1797 1798 1799 1800 ft rten überhaupt und wiederholt Vor dem Jahr 1544 haben w> res Bürgermeisters gefunden, inden Bürgermeister und Rath in Gieße gegennehmen. Wie aus der Zus -üher durch den gemeinen Rath ( us der Bürgerschaft war also k behalten. G. A. Tasche. I. PH. Franz. Wormser. Kempf. Rumpf. I. PH. MagnuS. I. F. Steinberger. I. C. Flett. I. Reiber. Wolmershaußen. I. Seipp. 3- C. Flett. 3. PH- Franz. 3- PH- Magnus. I. Seipp. 3. D. Vogt. PH. B. Vetzberger. G. M. Schmidt. 3. B. Roll. I. Tasche. I. B. 'l lock. 3- PH. Busch. I. W. Hast. H. F. Kempf. Flett (stirbt, ihm folgt) I. M. Wormbser. M. Chr. Ferber. 3- Chr. Frech. I. D. Aßmus. Ph. B. Vetzberger. e Locale des Ortsgerichts I. C. Müller. 3. PH. Schenck. PH. H. Feuerbach. 3. D. Wormbser. 3. C. Müller. PH. P. Schieffer. I. B. Tasche. I. B. Kempf. I. F. Steinberger. 3. D. Affmus. G. M. Wormbser. I. I. Kohlermann. 3. B. Wolmershausen. Chr. Fr Rumpff. I. 3- Schieffer. G. A. Tasche. 3. P. Pistor. I. C. Flett. I. PH. Franz. ;as Ve r in al ti alle | n" aui immens ,SechSz 'ine Re 1801 1802 1803 1804 1805 1806 1807 1808 1809 1810 1811 1812 1813 1814 1815 1816 1817 1818 1819 1820 1821 rtrauen ihrer Mitbürger, sowie len auffindbaren Quellen, beson- tädtischen Urkunden und sonstigen kgestcllt sind. Etwaige Bericht!, ellung ersichtlich, war der Wechsel ehner"), feit Anfang des letzten de. Die zu jeder Zeit gebräuch- 3- Tasche. 3- PH. Busch. 3- W. Hast. F. G. Kempf. I. M. Wormbser. Chr. Frech. G. D. ASmuS. I. 3. Schmidt. G. D. Keil. I. A. Juchard. 3. PH. Reiber. I. B. Brück. CH. B. Becker. C. 3- GroSmann. L. M. Herbert. I. M. Schneider. L. Seipp. H. F. Kempf. 3- 3. Schmidt. I. I. Schmidt. I. Ph. Reiber. G. Ph. Gail. M. Schneider. C. Silbereisen. M. Schneider. Chr. Schneider. G. Reiber. H. Ferber. D. Ebel. H. B. Vogt. de 1663 1664 1665 1666 1670 1671 1681 1682 1684 1685 1685 1685 1686 1689 1690 1693 1697 1697 1701 1702 rjenigen Gießener Rai PH. C. Feuerbach. I. M. Gbell. W. Dorn. PH. L. Rupp. I. Rumpf. I. Oswald. I. Oswald (als Bürgermeister). I. M. Plock. G. A. Kröcker. I. A. Clörmondt. 91. Hertzer. C. Schmidt. 3. Wolfendorf. 8. Schmidt. 3. B Kempf. 3. C. Wormbser. H. Kohlermann. 1 3. Moser. | I. Wormbser. I. W. Mumm. Hs- 5 1703 1703 1704 1706 1709 1711 1712 1712 1713 1714 1717 1720 1720 1723 1728 1729 1730 1730 1732 1738 r e tm t find 1742 1744 1745 1749 1750 1750 1751 1756 1757 1759 1760 1760 1760 1761 1761 1762 1762 1765 1768 in hi« 1771 1774 1777 1782 1783 1785 1787 1788 1789 1791 1792 1791 1799 1804 1805 1809 1810 1811 1814 figcm Rathhaus anfge- I. Ph. Magnus. I. Reiber. I. Seipp. 3. D. Vogt. Ph. B. Fetzberger. G. M. Schmit. I. B. Noll. 3. Tasche. I. B. Plock. I. W. Hast. H. F. Kempf. 3 M. Wormbser. Ph. H. Feuerback. A. Jughart. I. PH. Reiber. Chr. B. Becker. C. 3. Grosmann. 8. M. Herbert. I. B. Seipp. (Hierzu eine Beilage.) Jeitagezu Ar. 69 des Kreiener Anzeigers. Feuilleton. Das Testament des Großonkels. (Fortsetzung) „Sie denken also, wie ich, Madame, daß man denselben glauben wird, Venn wenn es Ihnen auch gelungen ist, meinen Vater in die Gruft zu bringen, so ist es Ihnen roch nicht gelungen, und wird Ihnen auch nie gelingen, ihm seinen guten Namen zu nehmen, auch nur einen einzigen Menschen in dieser ganzen großen Stadt dahin zu bringen, an seinem Worte zu zweifeln. Das wissen Sie ebenso gut, wie ich, daß Sie das nicht können und nie können werden- Die Welt weiß, daß er sehr unglücklich gewesen ist, von Ihnen glaubt sie, sie seien gleichfalls unglücklich gewesen; die Welt weiß aber auch und hat die feste, unwiderlegbare Ueberzeugung, daß er ein rechtschaffener Ehrenmann war; an Ihre Rechtschaffenheit glaubt sie nur so lange, als sie noch keine Beweise für das Gegentheil hat, deßhalb Madame, hängt Ihr ganzer Ruf an einem Haar, und der leiseste Hauch kann ihn wie ein Kartenhaus Umstürzen." „Doch ich hatte Mitleid mit Ihnen, weil ich Mitleid mit meinen Schwestern hatte, weil ich den Grundsatz hatte: „Wer sein eigenes Fleisch schlägt, der trifft sich selbst!" deßhalb kam ich mit der Palme der Versöhnung und suchte von Ihnen diese Zusammenkunft zu erlangen. Ich hatte Perry Myers mit in's Vertrauen gezogen, und er hatte es übernommen, Ihnen meinen Brief in die Hände zu spielen, und schon hatte ich ihm denselben übergeben, da, an demselben Abend, an welchem ich nichts ahnend in meine ländliche Einsamkeit zurückkehrte, da, Madame, sannen Sie auf Mord, denn dieses blutige Attentat konnte nur von Ihnen oder von meinem Bruder ausgehen! Antworten Sie mir, haben Sie darum gewußt oder nicht?" „Ich schwöre es Dir beim Allmächtigen, John, daß ich nichts davon wußte, baß ich keine Ahndung davon hatte." „Ich glaube Ihnen Ihrer Ehre wegen, obgleich es mir gleichgültig ist, ob es von Ihnen oder von meinem Bruder ausging, denn Sie stehen mir Beide gleich fern. Es war gegen zehn Uhr Abends, als ich Deliah's Wohnung verließ; kaum war ich in das Gehölz getreten und hatte jene Fenz erreicht, als ich von einer Manneshand jenen furchtbaren Hieb über den Kopf erhielt, und von jenem Augenblick an fehlte mir das Bewußtsein. — Ich fühle mich matt vom Reden, liebe Deliah, willst Du nicht dieser mitfühlenden guten Mutter den weiteren Verlauf mittheilen?" „Es war des Morgens ganz frühe," fuhr Deliah fort, „um die Stunde, zu der ich aufzustehen pflege, die Sonne war noch nicht aufgegangen, ich ging hinaus in den Garten, und die Rosen dufteten so schön, da dachte ich, ich müsse ein Bouquet schneiden und Dir dasselbe schnell auf den Berg bringen und unter bas Fenster legen zum duftigen Gruße, unv als ich meinen Strauß gewunden, machte ich mich rasch ans den Weg, um zurück zu sein, bevor die Mutter auf- gestanden. Doch kaum war ich an die ^eni ,/ieton^e b.-> „..v ... -uvvm war nut Blut getränkt, und fein Haar und der Kopf unv seine Kleiber waren voll Blut, und er lag bleich und starr da wie ein lobten Und ich kniete neben ihm nieder und ergriff seine Hand, um zu sehen, ob noch Leben in ihm fei, und o der Freude, der Puls schlug noch, doch so leise, daß er kaum fühlbar war. Und ich lief schnell zurück nach Hause unb holte unsere beiden Knechte, welche mit mir nach dem Platze eilten, und ihn auf. nahmen unv nach unserem Hause brachten; wir legten ihn in's Bett und ließen einen Arzt holen, welcher seine Wunde untersuchte. Dieselbe war durch einen Schlag mit einem Feldsteine verursacht worben unb glücklicher Weise zu hoch getroffen, war die Schläfe verschont geblieben. Es hätte nur eines Strohhalms ®reite gefehlt unv der Schlag würbe Vie Schläfe zerschmettert haben. Der Arzt nähete die Wunde zu, verbanv dieselbe und vervrbnete kalte Eisumschläge unv gab uns Vie Beruhigung, daß bei guter Behandlung keine Lebensgefahr vorhanden sein werde." wir diese freuvige Gewißheit hatten, begannen wir erst nach den -a-hatern zu forschen, und da wir fanden, daß man ihm weder seine Uhr, Börse und andere Werthsachen abgenommen hatte, vrängte sich uns natürlich die Ueber- zeugung auf, daß der That keine Absicht der Beraubung, sondern die Befriedi- gung persönlicher Rache zu Grunde liegen müsse. Wir kannten die zwischen ihm unv seiner Familie bestehende Spannung und beschlossen deßhalb, um keinen öffent licfeen Eelat herbeizuführen, das strengste Stillschweigen über den ganzen Vorfall zu beobachten. Am Nachmittage desselben Tages kam Perry MyerS, John hatte bas Bewußtsein wiedererlangt, und jetzt würbe der folgende Plan verabredet. Wir packten John's sämmtliche Sachen in ein Bündel, legten auch jenen Brief, den Perry Myers bereits in feinen Händen hatte, wieder bei und Mr. Myers trug das Ganze den Berg hinunter und legte es an das Ufer des Flusses, wo es den Abend gefunden werden mußte. Und so hat der Bries denn endlich seinen Weg an die richtige Adresse gesunden/' „Was jetzt weiter folgt," fuhr John fort, „können Sie in diesem Briefe lesen, Mutter, den Deliah vor einigen Sttinven von Perry Myers erhielt. Lies ihr doch den Brief vor, Deliah!" Deliah begann, wie folgt: „So eben komme ich von John's Mutter, Harri ist unter dem Vorwande von Geschäften außer dem Hause. Ich fand dort den Prediger Drusen, den Advokaten Veerenborg und verschiedene andere Personen, welche Condolenzvisiten machten. John's Mutter hatte den bewußten Brief bereits gelesen, denn sie war eben von Hoboken zurückgekehrt, wo sie die Effekten reclamirt hatte. Sie zeigte den sämmtlichen Anwesenven den Ausdruck der tiefsten, innigsten Trauer und erklärte zu wiederholten Malen, den Allmächtigen als Zeugen anrufend, daß sie die Absicht gehabt habe, sich mit John zu versöhnen, sie sagte mir selbst, daß sie mir habe die Ueberraschung bereiten wollen, ihr ihren Sohn wieder zuzuführen, worüber sie natürlich kie wärmsten Lobeserhebungen des Geistlichen und der übrigen Anwesenden entgegennahm. Endlich richtete sie die Bitte an mich, sie später mit Evelinen nach John's Wohnung zu begleiten, um tote sie sagte, dort eine letzte Erinnerung von den Orten mit sich zu nehmen, die ihr ewig tbeuer sein würden. Da es ihr bei dieser Angelegenheit natürlich um nichts Anderes als um die Erlangung des Manuseripts zu thun ist, denn alles Uebrige ist ja nichts als Maske, als bloßes Schauspiel, so habe ich mir folgenden Plan erdacht, dessen Ausführung von Euch abhängt, und der Euch mit einem Schlage zum Ziele führen kann. Ich werde mit ihr und Evelinen---" „Genug, Deliah," unterbrach sie John, „Mutter wird selbst am Besten zu beurteilen wissen, ob wir den Plan gut ausgeführt haben, oder nicht. Sie haben so lange, lange Jahre mit der Menschheit Komödie gespielt, daß Sie jetzt endlich auch ein Mal die Erfahrung an sieh selbst machen dürfen." Mab. Gratman hatte den beiden Revenden mit gespannter Aufmerksamkeit zu gehört, man konnte es dieser steinernen Natur ansehen, daß sie sich aÜmältg ihre Fassung wieder erzwungen, und als sie jetzt Alles erfahren hatte, was ihr zu wissen nöthig war, richtete sie an ihren Sohn und Deliah die kurze Frage: „Und was verlangt man jetzt von mir ?" „Es wundert mich," antwortete John, „wie Sie noch darnach fragen können. Ich »"lange mein Recht. Ich bin es müde, Madame, noch länger ein Bittender zu fein, ich befehle Ihnen jetzt. Sie haben es ja laut vor Gott und aller Welt geäußert, daß Sie mich wieder in Ihre mütterlichen Arme aufnehmen wollten, Sie werden daher jetzt Ihr Wort nicht brechen wollen Und auch nicht brechen können." „Also Du verlangst, von jetzt an bei mir zu wohnen?" „Davor bewahre mich Gott, Mutter, o nein, dieser anmaßende Wunsch sei fern von mir, ich verlange weiter nichts als mein Recht. Sehen Sie hier die Papiere meines Vaters. Obgleich ich mich derselben nur höchst ungern entäußere, denn sie sind mir ein theures, wenn auch höchst schmerzliches Angedenken, so sollen dieselben doch vernichtet werten, wenn Sie mir dafür das Testament meines Großonkels überliefern wollen. Sie werben natürlich behaupten, der alte Onkel habe kein Testament gemacht. Wohlan, so werde ich tiefe Papiere nicht vernichten , um mich dadurch gegen eine Enterbung Ihrer Seite zu sichern, denn Sie wissen selbst am besten, in wie weit man sich auf Ihre Versprechungen verlassen kann. Wenn Sie mir auch Tausend Mal versprächen, um mich nicht enterben zu wollen, so würden Sie mich nachher doch selbst auslachen, wenn ich thöricht genug wäre, Ihnen die Papiere zu geben. Deßhalb schaffen Sie das Testament, oder ich behalte die Papiere. _____________ (Schluß folgt.) Politische N n n - s ch o u. Darmstadt, 5. Juni. Die heute erschienenen Regierungsblätter Nr. 28 unv 29 enthalten: I. Den zwischen Cem veutschen Zoll - und Han- Velsverein und Oesterreich abgeschlossenen Handels- unb Zollvertrag. II. Gesetz, den Vereinszolltarif vom 1. Juli 1866 betreffend. Dasselbe lautet: Ludwig III. von Gottes Gnaden Großherzog von Hessen und bei Rhein re. re. In Folge übereinstimmenden Beschlusses des Bun- desralhs des Zollvereins und des Zollparlaments haben Wir verordnet und verordnen, wie folgt: §. 1. Die durch den Handels - unv Zollvertrag zwilchen dem norddeutschen Bunde und den zu letzterem nicht gehörenden Mitgliedern des deutschen Zoll- und Handelsvereins einerseits und Oesterreich andererseits vom 9. März d. I. für die Einfuhr au« dem freien Verkehr Oesterreichs in das Gebiet 6(8 Zollvereins vereinbarten Zollbefreiungen und Zoll- rrmaßigungen treten gleichzeitig mit dem Vollzüge tiefes Vertrages für die Einfuhr aus allen Ländern >» Wirksamkeit, jedoch mit der Maßgabe, daß die pollermaßigung für „Wein und Most, auch Eider, m Fässern und Flaschen" — Anlage B des Vertrages Nr. 22 Lit. n — nur auf die Erzeugnisse derjenigen Länder Anwendung findet, welche die Er- zeugnisse des Zollvereins bei der Einfuhr gleich den Erzeugnissen der meistbegünstigten Nation behandeln. §• 2. Die zur Atisführung der vorstehenden Be- stimmung erforderlichen Anordnungen werden vom BundeSrathe des Zollvereins festgestellt. Urkundlich re. III- Uebersicht der für das Jahr 1868 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Communalbedürfnisse in den Gemeinden des Kieises Friedberg. IV. Charakterertheilungen. Seine Kö- nigliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 30. Mai dem ersten coangel. Pfarrer zu Rodheim vor der Höhe, Carl Georg Schmidt, in Rücksicht auf seine fünfzigjährigen treu gelci- steten Dienste, den Charakter als Kirchenrath zu verleihen. V. V er se tz ung en in d e n R uh estand. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnä- digst geruht: am 16. Mai den 1. Buchhalter bei dem Ministerium der Finanzen, Rechnungsrath Bal- zer, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste auf sein Nachsuchen, — an demselben Tage den Forstwart der Forstwartei Weiterstadt, Förster Hoff, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, — und am 23. Mai den Distrietseinneh- mer der Districtseinnehinerei Pfungstadt, Strauß, mit Rücksicht auf seine geschwächte Gesundheit in den Ruhestand zu versetzen. VI. Concurrenz für: die vierte evangelische Schulstelle zu Lich mit einem Gehalte von 536 fl. 42 fr., nebst einer Vergütung von 40 fl. für Heizung des Schullocals; dem Herrn Fürsten zu Solms- Hohensolms-Lich steht das PräfentationSrecht zu dieser Stelle zu; — die Distrietseinnehmerei zu Pfungstadt, für welche eine Kaution von 4000 fl. erfordert wird; concurrenzfähige Bewerber haben sich binnen 14 Tagen anzumelden. Berlin, 6. Juni. Nach dem „Militär-Wo- chenblatte" betrug die Zahl der einjährig Freiwilli- gen in der preußischen Armee am 1. Januar 1862: 1870, 1863: 1577, 1864: 1715, 1865: 1595, 1866: 1885, 1867: 3346. Von den am 1. Januar 1867 vorhandenen 3346 einjährig Freiwilligen dienten bei der Infanterie 2437, bei der Kavallerie 387, bei der Artillerie 366, bei den Pionnieren 109, bei dem Train 47. Außerdem genügten als einjäh- rig Freiwillige ihrer Militärpflicht 107 als Aerzte, 98 als Pharmaceutcn und 6 als Unter-Rvßärzte, zusammen 211. Van den mit der Waffe dienenden einjährig Freiwilligen sind im Jahre 1867 entlassen worden: ohne Qualification zur Beförderung 807, mit der Qualification zum Unteroffizier 404, mit der Qualification zum Landwehr-Offizier 1875. Bor vollendeter einjähriger Lienstzeit wurden im Jahre 1867: 190 Freiwillige entlassen, dagegen verblieben nach Ablauf der Dienstzeit 52 auf Beförderung und 18 als Kapitulanten in Dienst. Berlin, 9. Juni. Reichstag. Die Dorla- gen über die Telegraphenverwaltung in Luxemburg werden in der Schlußberathung angenommen. Darauf folgt Etatsbcrathung, zunächst des Bundeskanzler- amtsetats Kirchmann wünscht Aufklärung über Vie Stellung des KricgSministerS zum Bundeskanzler, auch dränge sich die Frage auf, wie bei dessen Leiden die Vertretung stattfinden würde, da die Verfassung nur eine kurze Behinderung vorsehe. Delbrück erklärt, in Bezug auf Kirchmann's Anfrage, Der Bundeskanzler habe sich über die BerantwortlichkeitSfrage selbst schon geäußert, lieber die Vertretung des Bundeskanzlers gibt er eine ausweichende Erklärung. — Twesten beantragt Unterstützung des deutschen Rechtsschutzvereins in London. Delbrück erkennt die Wirksamkeit dieses Vereins in einzelnen Fällen an, aber seine Organisation biete Der Regierung nur ungenü- genDe Garantien. Lasker bemerkt, Der Verein habe im vorigen Jahre 10,000 Thaler für den Rechts- schütz Deutscher im Ausland verausgabt und verdiene deßhald Unterstützung. Hierauf findet Fortsetzung Der Berathung Des Mats ter Bundesconsulate statt. FrieDenthal will ein Bundesconsulat in Pesth, da Ungarn als GetraiDeland wichtig für Norddeutsch- lano sei. Delbrück sagt die Erledigung der Frage zu. Da Oesterreich seine früheren Bedenken fallen gelassen habe. Die Berathung Des Marine-EtatS ist vertagt, weil Die Regierung Den Etat umarbeitet. — Bei Der Berathung Des Etats Der Zölle uiw Verbrauchssteuern berührt SchlciDen Das L.rhältniß Alto- na's zum Zollverein. Delbrück erklärt, Die Vereinigung beiDer Mecklenburg mit Dem Zollverein fei sehr nahe bevorstehenD, Der Termin jeDoch noch unbestimmt. Der Gesetzentwurf über den Betrieb stehender Gewerbe wird Der Handelscommission überwiesen. Berlin, 9. Juni. Die „Nordd. AUg. Zeitung" ist Der Ansicht, Daß Der ZollbunDeSrath sich ebenso, wie Das Zollparlament, für Die Eompetenz »es Bam- berger'schen Antrags aussprechen werDe. Die Groß' Herzog!. Hessische Regierung werde sich Der Majorität fügen müssen. Berlin, 10 Juni. In der heutigen Sitzung des Reichstags wurden bei Der Discufsion über Die Specialetats, nach längerer Debatte für uitD gegen, die Einschränkungen der Portofreiheit, sowie Die Post- unD Telegraphenetats genehmigt. Der General-Post- Director stellt Die letzthin behauptete Erweiterung Der Portofreiheit in AbreDe. Hierauf folgt Die Bern- thung Des Militäretats. Aus Die Anfrage TwesteuS erroiecert von Roon, das Marine-Mmistcrium fei kein Departement des Kriegsministeriums. Bezüglich der gestrigen Debatte erwähnt er, es gebe keinen BuncesknegS - und keinen Bundes-Marine-Minister. Das BunDesheerwesen stehe unter Den Leitern des preußischen Kriegswesens. — Die „Provinzial-Cor- responDenz" theilt mit: Gras Bismarck begebe sich nut längerem Urlaub auf feine Güter nach Pommern. Der König reift nächste Woche für einige Tage nach Schlesien; weitere Reifepläne sind noch nicht festge- stellt. — Die Herzogthümer SchleSwig-Holstem er- halten nur eine einzige Regierung, deren Sitz in Kiel ist, und welche nach Dem Wunsche des Landtags sogleich organisirt werden soll. Das Oberprä- ftDium bleibt in Kiel. Berlin, 10. Juni. Der Bundesrath nahm in heutiger Sitzung unter dem Vorsitze des sächsischen Ministers des Auswärtigen, v. Friesen, den Gesetzentwurf, betreffend die Schließung und Beschränkung Der Spielbanken, an, unv beschloß, den BundeSkanz- ler zu ersuchen, auf Vic Sicherung des Privateigen- thnms zur See in Kriegszeiten durch Schließung von Verträgen möglichst hinzuwirken, sowie ein Gesetz über das literarische Urheberrecht ausarbeiten zu lassen. Der Bundesrath genehmigt schließlich den Postver- trag des norddeutschen Bundes mit Belgien. — Der „Provinzial-Corr." zufolge, bildet die Begründung von Provinzialfonds tn den übrigen Provinzen nach der Analogie des hannöver'fchen gegenwärtig einen Gegenstand sorgfältiger Prüfung im 2J?int|teriurn. Echternach, 3. Juni. An der vießjährigen Springprocess>on, welche gestern statt hatte, nahmen etwas über 11,000 Personen Theil, von denen jedoch nur 7000 mitfprangen. Voriges Jahr war Die Theilnahme größer. Aus Herrieden, 8. Juni, schreibt der Witte- rungsbeobachter der „Fr. Z." : Wir gehen wahrscheinlich kühleren und gemischteren Tagen entgegen. Die nordwestliche Windrichtung hat sich sehr über Europa verbreitet, während sich Vie Gewitter auf das avriatische Meer zurückgezogen haben. Die Luft- vruckvifferenzen sind im Wachsen begriffen, während die Wärrneunterschiede abnehmen. Hamburg, 7. Juni. Sicherrn Vernehmen nach wird vom 26. bis zum 29. August der deutsche Juristentag und Anfang September der Verein deut-, cher Architekten hier tagen. München, 5. Juni. Die Verhandlungen, welche im vergangenen Herbst zwischen Baiern und Hessen, wegen Der Herstellung verschiedener Eisenbahnverbindungen geführt wurden, haben die Ratification Der Hessischen Regierung nicht erhalten. Es wurden nun neue Verhandlungen eingeleitet, um wo möglich Die Schwierigkeiten zu beseitigen, welche der Ertheilung Der Hessischen Ratification im Wege standen. Miltenberg, 2. Juni. Jin Jahre 1811 blühte bei uns Der Weinstock im Monat Mai, was bisher nie mehr Der Fall war. Die Winzer hoffen daher auch heuer auf einen sehr guten Wein, da der Weinstock seit mehreren Tagen in voller Blüthe steht. Alle Feldfrüchte lassen nichts zu wünschen übrig. Wien, 1. Juni. Wie verlautet, werden die widerlichen Scenen, welche das rohe Gesindel vorgestern bei der Hinrichtung des Raubmörders Ratkay aufführte, einen Antrag im Abgeordnetenhause zur Folge haben, daß künftig Todesurtheile in abgeschlossenen Räumen vollzogen werden. — Julie v. Ebergenyi hat beim Antritt ihrer Strafe Die Aeußerung gethan, die Oberin in Neudorf (diese Strafanstalt steht unter der Leitung und Verwaltung von Nonnen) werde mit ihr zufrieden fein. „Ich will," sagte Die ehemalige Stiftsdame zu ihren Ge- fängnißgenofsinncn, „recht fromm roerDen, ich will jeden Tag fleißig beten, und nach einigen Jahren wird die Oberin einen Begnadigungsanirag stellen können." — E>n militärisches Blatt bringt die Mittheilung, daß am 27. Mai erst 323,000 Stück Hin- terlaDtr fertig waren. Es ist dieß Die Hälfte der in den österreichischen Arsenalen befindlichen Gewehre, Die zur Umarbeitung nach dem Wanzi-System bestimmt waren. Jetzt soll jccoch durch die Vervollkommnung Der Maschinen die Verwandlung von monatlich 60,000 Stück in Hinterlader ermöglicht sein, so daß der ge- fammte Vorrath noch vor Ende des Jahres umgc- .ivb.-iM werden kann. Auch bat Hr, Wänzl ein Patent auf eine neue Verbesserung seines Hinterta- dungsmechanismus genommen, durch welche die Tragweite auf 2000 Schritt und die Schußzahl auf 20 in der Minute erhöht werden soll. Die Fakrikation von ganz neuen Gewehren nach dem WcrnDl'schen System hat im Großen noch gar nicht begonnen, da Die nöthigen Maschinen erst „Demnächst" zur Action fertig weiden sollen. Mit Der Kriegsbereitschaft der österreichischen Armee steht es also noch immer nicht ganz nach Wunsch. Wien, 5. Juni. Der „D. A. Z." schreibt man: „Großes Aussehen machen die Verhandlun- gen, welche mit der kroatischen Deputation wegen Vereinigung ter Königreiche Kroatien und Slavonien geführt werden. Es geht aus denselben hervor, daß uugarischerseits auch die Vereinigung Dalmatiens mit Ungarn gefordert wird. Ungarn will vor Allem in gen Besitz Der Küste des avriatischen Meeres gclan- Den; aus diesem Grunde begehrte es schon so heftig gie Einverleibung Fiume's, und begehrt es nun, an« teblicb auf Grund historischer Rechte, auch Dalma- fien. Das Allzugewagte dieser Rechtsansprüche braucht Daum hervorgehoben zu roerDen. Wie«, 6. Juni. Die -rste bischöfliche Kundge- bung bezüglich Der fanctionirten und publicirten konfessionellen Gesetze liegt jetzt in einer Currente vor, welche der Bischof von St. Pölten an seinen Diö- cesan-Bischof erlassen, und eS nimmt diese Kundge- bung deßhalb noch ein erhöhteres Interesse in An- spruch, weil der Bischof von St. Pölten fein anderer ist, als der frühere vorarlbergische Prälat Feßler, der zu Wiederholtenmalen in Sachen des Concordats Verhandlungen in und mit Rom geführt. Wenn Die Haltung des gefammten Episkopats von Dem Geiste getragen roerDen roürDe, Den Die Kurrende eines feiner bedeutendsten Glieder athmet, so Dürfte Die Gefahr eines Conflicts als nicht vorhanden bezeichnet werden, Denn wenn gleich nicht ermittelt werden kann, Daß Die bischöflichen Kreise Denjenigen Gesetzen, gegen Deren Zustandekommen sie eben noch mit Dem Aufgebot ihrer ganzen Kraft gestritten, jetzt sofort ihre freudige Zustimmung entgegenbringen, so scheinen dieselben Doch, nach dieser ersten Manifestation zu schließen, Mäßigung für angezeigt unD für thun- lich zu erachten. Wien, 9. Juni. Das Unterhaus nahm in fei. ncr heutigen Sitzung Da« Gesetz, betreffend den Ver- kauf der Staatsgüter nach den Anträgen De« Ans- schusses an, und genehmigte sodann den Gesetzentwurf, betreffend einer schwebenden, durch den Verkauf von Staatsgütern bis zu Ende des Jahres 1869 zu tilgenden Schuld von 25 Millionen in dritter Lesung. Ferner genehmigte das Unterhaus den österreichisch- brittischen Schifffahrts-Verlrag und den Gesetzentwurf, betreffend Die Erbfolge bei Bauerngütern. Prinz Napoleon und Der Herzog von Gramont wohnten Der Sitzung bei. Bern, 5. Juni. Das permanente Central- conüte Der internationalen Friedens - und Freiheits- Liga war am Pfingstfeste zu einer Conferenz Behufs Feststellung Des Programms für Die zweite General- Versammlung, Die im September in Bern zusammentreten soll, versammelt. In Dem ausgestellten Programm schlägt Das Central-Comit6 Dem zweiten Congreß folgenDe Fragen zur Besprechung vor: „1} Welches sinD in Beziehung auf Den FrieDen uuD Die Freiheit Die Vortheile Der Aufhebung Der stehenDcn Armeen im Gegensätze zu Den Vortheilen Des nationalen Milizsystems oder einer allgemeinen Entwaffnung? 2) Welches sinD Die Beziehungen Der ökonomischen ober socialen Frage zu Der des FrieDens unD Der Freiheit? 3) Welche« sinD in Bezug auf Den FrieDen unD Die Freiheit Die Vor- theilc Der Trennung Der Kirche von Dem Staate? 4, Wie kann Da« FöDerativ-Princip in den verschiedenen Ländern zur Anwendung kommen? und 5) wie kann Die Verfassung Der vereinigten Staaten von Europa beschaffen sein?" Paris, 9. Juni. Der kaiserliche Hof hat heute Nachmittag 4y2 Uhr Das Tuilerienschlvß verlassen, um nach Fontainebleau überzusiedeln. Eine lange Reihe von Wagen, in Deren ersten man den Kaiser, Die Kaiserin, Die Großfürstin Marie von RußlanD unD Den kaiserlichen Prinzen bemerkte, bewegte sich durch Die Rue De Rivoli über Den Bastilleplatz nach Dem Lyoner Bahnhof; Das Publikum in Diesen Volk- reichen StaDttheilen verhielt sich vollkommen gleichgültig. Paris, 9. Juni. Fast alle hiesigen Blätter bringen Die (schon mehrmals erwähntej Nachricht, Daß in Der Nacht vom 6. auf Den 7. Juni in Der StaDt Luxemburg unD einigen anderen Orten des Großherzogthums Proklamationen angeschlagen worden sind, in welchen Die Annexion an Frankreich verlangt wirD. Die Polizei, welche im Voraus benach- ricyiiyi ipviwu •*-»«. f —«z- <•*-* ' o» c Darunter Den Drucker der „Union" unD De« „Avenir," Jörn. Heintze. Gestern wurden Haussuchungen vor- genommen und Die Wohnung des Hrn. Heintze ver- siegelt. Hiesige Journale thun, als billigten sie diesen Versuch nicht, obgleich sie jedoch eine gewisse Freude darüber nicht unterdrücken können, daß Die Agitation zu Gunsten Frankreichs in Luxemburg fortdauert. Paris, 10. Juni. Betreff« Der vor zwei Tagen in Luxemburg zu Gunsten einer Annektirung an Frankreich vorgesallencn Demonstration sagt Der heutige „Constitutionnel," daß die Verhältnisse Luxemkurg« durch Die Londoner Conferenz geregelt seien. Keine Zweideutigkeit sei möglich. Kein hinzugetretener Zwischenfall ermächtige an dem festen Willen aller Mächte, den bestehenden Zustand zu erhalten, zu zweifeln. Die Agitation in Luxemburg habe keinen anderen Werth, als den eine Zeitungspolemik hervorgerufen zu haben. Paris, 11. Juni. Nach dem „Moniteur" hat der Kaiser Napoleon sich beeilt, Dem Vorschläge Rußlands auf Vcrpönung der explodirenden Geschosse bei den Armeen beizustimmen. London, 2. Juni. Dr. Peter mann au« Gotha, der Unternehmer der deutschen Nordpolar- Expedition, ist, vor seiner Abreise nach dem Conti- nent, am Freitage der Königin vorgestellt worden. Dr. Petcrmann (sehr ibt man Der „K. Z ") hat, reich an Ehren, LonDon roieDer verlassen, um nach Hause zurückzukehrcn, und auf Dem Wege in Ham- bürg, Bremen, Lübeck unD Köln vorzusprechen. Ihm ist hier Die große Genugthuung zu Theil geworDen, manchen englischen Fachgenossen von Der praktischen Ausführung Der Durch ihn angeregten Nordpol-Ex- peDition überzeugt unD Manchen zu seiner Ansicht bekehrt zu haben, Der Den Weg läng« Der grün« länDischen Küste früher al« Den allerunpraktiscbsten betrachtet hatte. Petersburg, 4. Juni. Die „Russische Tele- graphen-Agcntur" melDet aus Mittelasien, General Kaufmann fei mit 36 Infanterie-Compagnien unD 1000 Kosaken nach Samarkand vorgerückt, wo sich da« bucharische Heer in der Stärke von 80,000 Mann concentrire. Redaktion, Druck und Verlag der Brühl'schcn Druckerei (Fr. CHr. Pietsch) in Gießen.