Preis vierteljährlich 36 fr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 51 fr. Gießener Anzeiger. Erscheint wöchentlich dreimal . Dienstags, Donnerstags und Samstags. — Expedition: Canzlkiberg Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Areis Kielen. Nv. 1OS. Samstag den 12. September 1868. Brodpreife: 4 Pfunv gemischtes Brod 17 fr. 2 Pfund gemischtes Brod 8y2 fr. 4 Pfund Roggenbrod 14y2 fr. 2 Pfund Roggenbrod 7y4 fr. Sämmtli che Bäcker. Amtliche Bekanntmsrchungen. B e k a n n t m a ch u n g, den Octroitarif der Stadt Gießen betreffend. Bezüglich der Erhebung der Octroiabgabe von Branntwein bei den Großhändlern und der von solchen zu leistenden Rückvergütungen sollen unter Aufhebung der entgegensteherden Bestimmungen des Reglements vom 21. Juli 1843 mit dem Zeitpunkte des Erscheinens gegenwärtiger Bekanntmachung im Regierungsblatt folgende Vorschriften in Kraft treten: 1) Von Branntwein und Liqueur, welcher von Außen an Großhändler zu Gießen eingeht, ist als Verwaltungskostenersatz beim Eingang zu bezahlen pr. Ohm 6 fr., von Spiritus, ohne Rücksicht auf seine Stärke, 12 fr., und von Rum, Ar- rac, Eoqnac und Punscheffenz in Fässern, welche, ohne mit Zollquittungen belegt zu sein, an Großhändler gelangen, pr. Ohm 9 fr., gleichfalls ohne Rücksicht auf Stärke. Wird Liqueur, Arrac, Rum, Cognac oder Punschessenz in Flaschen ein- gesührt, ohne daß der Sendung Zollquittung beigefügt ist, so ist von jeder Flasche, wenn solche nicht über '/- Maas enthält, 60,000,50,000,45,000,40,000,35,000,8 32,000,30,000,25,000,20,000,18,000, ® •) 16,000, 15,900, 6000, 5000, 4000, F ü 3000, 2000, 1000 u. s. w. I 8 Beginn der Ziehung am 1». <1. Mts. ?ä § Mur <5 Thaler | y kostet ein wirkliches Original- 's J? Staats-IjOOS (nicht von den ver- 3 J; botenen Promessen), und werden solche E gegen frankirte Einsendung des § ® Betrages oder gegen Post- M 2 Vorschuss, selbst nach den ent- F ferntesten Gegenden von mir $ g versandt. ® Es werden nur Gewinne 8 gezogen. ;<$■ ® Gewinngelder und amtliche & i? Ziehungslisten sende nach Ent- H ® Scheidung prompt u. verschwie- * ®gen. 8 ® Unter meiner überall belieb- f» ä ten <*likcli.S-Devise : K g „Gottes Segen bei Cohn !“g ® habe allein meinen Interessenten in ® ® Deutschland die allerhöeh- 8 v Sten Haupttreffer von 3160,000, 8 885,000, 58»,500, 158,500, 3 ® 150,000, 130,000, 185,000, ® H 103,000, 100,000 und jüngst® 8 am 5. August d. .5. schon ® wieder den allergrössten ® S Hauptgewinn ausbezahlt. H 8 SS? Jede Bestellung kann g J. auch ohne Brief einfach ® durch die jetzt üblichen Post- H karten gemacht werden. H ® Laz. Sains. Colin ® in Hamburg, Bank- und Wechselgeschäft. 8 6488) Ein braves Mädchen wird bei Kinder gesucht. Zu erfragen bei der Exped. d. Bltts. _________________________________ 6457) Eia Schneidergesell findet auf Woche dauernde Beschäftigung. Bei wem? sagt idie Exped. d. Bltts. Seither ist es öfter vorgekommen, daß Leute vom Lande oder Knaben durch die Umzäunung des Schießplatzes am Trieb hindurcbgeschlüpst sind, um den Weg abzukürzen. Ar zeigen ^tederbolt blenmt an, day das Betreten des Schießplatzes verboten ist und die Forstwarte und Feldfchutzen angewiesen lmd, jeden derartigen unbefugten Durchbruch der Umzäunung zur Anzeige zu bringen. .... Zugleich machen wir daraus aufmerksam, daß es für Jeden lebensgefayrlich isi, welcher wahrend der Schießübungen den Schießplatz betritt, oder unmittelbar hinter den ^ämmnauern stch herumtrewt. Gießen, im September 1868. Der Vorstand -er Schutzengefellschaft. Lebensverstcherungs- u. CrsparnilDank in Stuttgart. Gegründet auf reine Gegenseitigkeit im Jahre 1854. - Alle Versicherten haben gleiche Rechte und aller Gewinn kommt den Versicherten selbst ungeschmälert wieder zu gut. Die Vertheilung des Gewinns in diesem und in den nächsten 4 Zähren beträgt^r'Durchschnitt der seit dem Bestände der Anstalt vertheilten Dividende (Gewinn) beläuft sich auf 40 Procent der Prämie und ermäßigen sich hiernach die m den Statuten enthaltenen Brutto-Prämiensätze für eine Versicherung von fl- 1001). — im Alter von 25, 30, 35, 40, 45, 50, 55, 60 Jahren aus Gulden 13>/2. 15. 16’/s. 19Vs- 23>/2- 29. 37. 48. — Policen-Gebühren und dergleichen .werden dem Versicherten von der Bant nicht berechnet. — ~ „.. , ... , Auf die Policen der Bank werden entsprechende Vorschüsse bereitwillig,t gewahrt. Ferner bringen wir zur Kenntniß, daß sowohl gegen Depot auf kürzere Zeit als gegen hypothekarische Sicherheit gegen gewöhnliche Verzinsung oder rückzahlbar in jährlichen Renten Gelder zur Ausleihung parat liegen. Statuten, Prospecte :c. unentgeldlich bei den Agenten: Emil Gail in Gießen, G. Rahn, Lehrer in Kirchgöns, I. Faatz in Friedberg, G. Raas in Michelstadt, (6536) Joh. Jac. Wagner in Altenstadt- Bittschrift für die Blumen in der neuen Anlage. Die mit großer Sorgfalt gepflegten schönen Blumen in der neuen Anlage sind bisher zur Freude aller Vorübergehenden ziemlich geschont worden, — nur Weiugx sind es gewesen, die von diesen Blumen brachen und dabei manchmal ganze Stöcke ausriffcn oder zertraten. Bei gewissen Gelegenheiten sind diese zierlichen Blumen ganz besonders in Gefahr, nämlich: beim Kommen und Gehen der Soldaten. Als vor 2 Jahren zur Rachtszeit einige Soldaten hier- hcr zurückkchrieu, da stürzien mehrere junge Bursche — das in ihrem Vereine oft gebraucht werdende Wort „Bildung" ganz vergessend — über ein mit prächtigen Astern bepflanztes Beet her und zerrissen und zertraten cS vollständig, ■— und als am 27. v. M. das Jäger-Bataillon abmarschirte, wurden in der Anlage abermals viele Blumen abgebrochen, auch mehrere Stöcke ganz ausgeriffen. Wur- ven beim Abmarsch des Bataillons 6 bis 800 Sträuße geworfen, so wurden in diesem Verhältniß beim bevorstehenden Einrücken eines Regiments gegen 2000 Sträuße erforderlich sein, es würde also der ganze Vorrath in den An- lagen nicht einmal hinreichen. Ihr Mädchen, besonders ihr Dienstmädchen, habt Erbarmen mit den Blumen in den Anlagen; laßt euch auch sagen, daß sie gar zu theuer sind, wenn ihr beim Brechen derselben erwischt werdet; (ein Bursche- der ohnlängst darüber ertappt wurde, mußte 0 fl. Strafe bezahlen). Wollt ihr Sträuße spenden, so holt auch die Blumen da, wo sie billiger sind, oder wo man sie nehmen darf. In diesem Falle durfte die am Seltersweg dienende Margarethe R. von Wieseck wieder 28 Sträußchen werfen. Frischbäcker zu «gießen. Sonntag den 13. September. Louis Keil in den Neuenbäuen. Emil Noll in der Löwengasse. Daniel Rühl neben dem Rathhaus. Den 9. September. Karl Hermann Stempel, Bürger zu Neustadt in der baie- rischen Pfalz und Oekonom, des Bürgers und practischen Arztes zu Neustadt, Dr. Ludwig Stempel, ehelicher Sohn; und Marie Karoline Anna Fulda, des Bürgers und Rentiers, Georg Fulda, eheliche Tochter- Kirchliche Anzeigen. Lvangettsche Gemeinde zu Hießen. Gottesdienst. Am 13. September- Morgens: Pfarrer Landmann. Nachmittags: Pfarrer Dr. Seel- (Künftigen Sonntag, den 20. September: Feier des heiligen Abendmahls.) Kopulirte. Den 5. September. Johann Jost Wilhelm Krämer, Bürger und Schlosser an der Main-Weserbahn dahier, des verstorbenen Bürgers und Universitäts-Pedellen, Karl Daniel Krämer, ehelicher Sohn; und Franziska Henriette Antonie Johannette Noll, des Bürgers und Armen-Commissions- dieners, Philipp Christian Noll, eheliche Tochter. Getaufte. Den 6. September. Martin Emil Karl, ein unehelicher Sohn von hier, geb. den 22. August. Den 7- September. Dem Großh- Hauptzollamts-Assistenten, Gottfried Süs- beck, eine Tochter, Marie Johanne, geboren den 7. August. Den 10. Sep temb er. Dem Bürger und Gastwirt!) im Zinßer'schen Garten, Adolf Zinßer, ein Sohn, Wilhelm, geboren den 16. Juli. Beerdigt. Den 10. September. Ein todtgebo- rener Sohn des Bürgers und Schuhmachermeisters Friedrich Schmidt, geboren den 8. September. Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Pfarrer Landmann- (Hierzu eine Beilage.)