n dem bracht Das t und füllen ähn- ’U im t dem Publj- i ver- Thea- zerden h ein päpst- Der- raden, nicht i und mgen, >g ins er dit : gute Früh- enheit sichte, r als aufen. erhalt :r da- r Jo- Meh- ch ein rmaiS Er feinen Imäh- Ver- mden) einem allen Aber )t ka- fichte, >t den ffepha m der tzt ist keine chland Velten •rüge, :t da- smar- iillio-- i hat, Tau- iehen, ! wan- dem schrie- großer wurde leben. »om insten sehen, n als ischen 8 der ! eine Hause näßig ie ein laly'S Biele .8 der brach sticher schie- täu- alten e ge- llas), rvor- Auch arius Zeit das erließ rhast :acht, whn- iuger durch füget hart haut t ge- nnt t be- tach- e die tbare utfl1' Gießener Anzeiger. Preis vierteljährlich 38 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 51 kr. Erscheint wöchentlich dreimal . Dienstags, Donnerstags und Samstags. — Expedition: Canzleiberg Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Areis Kießen. Ne. 120. Samstag den 10. October 1868. Brodpreise vom 10. vis 17. Octover 1868, nach eigener Erklärung der Bäcker: 4 Pfund gemischtes Brod 17 kr. 2 Pfund gemischtes Brod 8y2 kr. 4 Pfund Roggenbrot, 14% kr. 2 Pfund Roggenbrod 7% kr. Amtliche Bekanntmachungen. Bekanntmachung, die Vorträge des für die Provinz Oberhessen angestellten Wanderlehrers im Kreise Gießen betr. Außer den vom 4. bis 7. October in Großen-Buseck stattfindenden Vorträgen wird der Wanderlehrer Herr Leisewitz im Kreise Gießen an nachfolgenden Orten und Lich1 tRaihliausjSonntag den 11. Oktober, Nachmittags 4 Uhr, Montag den 12. October, Dienstag den 13. October und Mittwoch den 14. October, jedesmal Abends 6 Uhr, Zu Mainzlar (Rathhaus): Sonntag den 18. October, Nachmittags 3 Uhr und Abends G Uhr, Dienstag den 20. October und Mittwoch den 21. October, jedesmal Abends 6 Uhr, Zu Allendorf a. d. Lda, (Rathhaus): Montag den 19. Oktober, Abends 6 Uhr, _ QU Lana-Göns (Schulhaus): Sonntag den 23. Oktober, Nachmittags 3 Uhr, Montag den 26. Oktober, Dienstag den 27. Oktober und Mittwoch den 28. Oktober, jedesmal Abends 6 Uhr. ' Der Unterzeichnete bringt dies zur öffentlichen Kenntniß, und lädt zu recht zahlreichem Besuch der Vorlesungen ein. Gießen, den 4. October 1868. Der Director des landw. Bezirksvereins für den Kreis Gießen: Dr. Goldmann. Bekanntmachung. Betreffend : Viehmärkte in Dar m st ad t. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß von dem landwirthschaftlichen Vezirksverein des Kreises Darmstadt für diejenigen Viehzüchter und Viehhändler, welche bei dem ersten Markt zu Darmstadt für Milchvieh, Zucht- und Arbeitsvieh, am 13. und 14. d. Mts., die größten und Qualität nach besten Partteen Rindvieh zu Markt bringen, folgende Preise ausgesetzt worden sind: 1) ein silberner Pokal im Werthe von 50 st., 2) zwei Geldpreise im Gesannntbetrag von 100 fl. Darmstadt, den 7. October 1868. Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereins des Kreises Darmstadt: v. W i l l i ch. Besondere Bekanntmachungen. 7293) Die nachverzeichneten am 1. d. Mts. fällig gewesenen städtischen Gelder: 1) die Schulgelder aus den städtischen Schulen und der Realschule pro III. Quartal 1868, 2) das III. Ziel Communal-Steuer, 3) Holzsteiggelder, 4) Heugrasgelder, können in den ersten 8 Tagen an den Zahltagen Dienstag, Donnerstag und Samstag ohne Kosten zur hiesigen Stadt-Kasse bezahlt werden. Sodann dient Denjenigen, welche auf die Aufforderung durch die Schelle mit dem Schulgeld des II. Quartals noch im Rückstände sind, zur weiteren Nachricht, daß dieselben in der oben angegebenen Zeit gleichfalls noch ohne Kosten bezahlen können. Gießen, den 6. October 1868. Der Stadt-Rentmeister: Enders. 7323) Nach erkanntem Concurse über das Vermögen des Johannes Wisstg zu Lang-Göns sollen dessen sämmtliche Immobilien, bestehend aus einer Hofraithe, der Lochmühle (*/< St. von Lang - Göns) und 30 dazu gehörigen Aeckern und Wiesen Mittwoch den 14. d. Mts., Morgens 9‘A Uhr, unter den ortsüblichen Bedingungen (3 unverzinslichen Martinizielen) auf dem Gemeindehause zu Lang-Göns zum vierten Male einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt werden, und wird, wenn der Erlös die vorhandenen Hypotheken deckt, der Zuschlag ohne Rücksicht auf die Taxe erthetlt. Gießen, den 3 October 1868. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Becker, Stadtrichter. Stadtger.-Affessor. Die Besetzung der Thorschreiber- stelle am Seltersthor. 7367) Vorbemerkte Stelle ist erledigt und wird für deren Wiederbesetzung Concurrenz mit dem Bemerken eröffnet, daß mit derselben ein fixer Gehalt von 450 fl. und freie Wohnung verbunden ist. — Meldungen um diese sind bis zum 14. d. Mts- einschließlich bei uns einzureichen. Gießen, den 9. October 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _______________Vogt.____________ 7341) Das Verzeichniß der Cultur-Ver- änderungcn vom 1- August 1867 bis dahin 1868 und das Verzeichniß der seit der letzten Steuerregulirung ganz neu erbauten, sowie der durch Bauveränderungen im Werthe erhöhten oder verminderten und der ganz abgegangenen Wohnhäuser und Gewerbs- Anlagen, liegt vier Wochen lang auf dem Büreau Großherzoglichen Ortsgerichts offen und sind etwaige Reclamationen hiergegen bei uns vorzubringen. Gießen, den 24. September 1868. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Ebel. Borst eigernn gen. Die Vergebung von Wegbauarbeit bei der Stadt Gießen. 7313) Montag den 12. October 1868, des Vormittags 9 Uhr, soll das Verebenen der Schneiße im Wald- district Hochwart und die Herstellung eines Canals in solcher, veranschlagt im Ganzen zu 375 fl., aus dem Rathhause dahier an den Wenigstnehmcndcn vergeben werden. . Das Verebenen wird in 2 Loosen und der Canal besonders versteigert. Letzterer ist zu 36 fl. veranschlagt. Gießen, den 6. Öctober 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt- 7332) Montag den 12. October, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf hiesigem Ortsgerichts-Büreau die den Kindern des Adolph Flett gehörenden Grundstücke, auf deren freiwilliges Ansuchen, an den Meistbietenden versteigert werden, als: Flnt Nr. □Jtlftr. 42/s6 179 Wiese am Schäferbrunnen, ti/7tU.75 172 > Acker über dem Schäfer- 170! brunnen, so/gs 244 Acker am Atzelbusch, t/zg 267 Acker über dem Krofdorfer Weg, o/99 191 Acker am Läufertsröder Weg. Gießen, den 1. October 1868. In Auftrag: Weidig, Ortsgerichtsmann. Die Vergebung von Arbeiten bei der Stadt Gießen. 7304) Montag den 12. Ootober 1868, Morgens 9 Uhr, werden auf dem Rathhause dahier folgende Arbeiten au den Wenigstnehmenden vergeben , als: Schreinerarbeit, veranschl. zu 76 fl. — kr. Maurerarbeit, „ „ 63 „ — „ Schlosserarbeit, „ „ 16 „ — „ Theeranstrich, „ „ 7 „ 29 „ Die Kostenüberschläge liegen bei uns zur Einsicht offen- Gießen, den 5. October 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _______________Vogt.____________ Oberhessische Eisenbahnen. Section Gießen. 7303) Es wird hiermit die Herstellung eines Baureparaturschuppens nebst Magazin ausgeschrieben. — Uebernahmslustige können die Zeichnung und den Anschlag auf dem Sectionsbüreau einsehcn, und werden ersucht, ihre Offerten bis nächsten Dienstag früh einzureichcn. Gießen, den 9. October 1868. Der Sections-Jngenieur: H. Lippold. Wegebau - Verdingung. 7349) Freitag den 16. d. Mts-, um 2 Uhr, soll dahier die Neuanlage eines Vicinalweges von Odenhausen nach Ruttershausen, 156 Ruthen lang, veranschl. zu 1200 Rthlr-, zur Definitiv-Verdingung ausgesetzt werden. Krofdorf, den 6. October 1868. Der Bürgermeister: C 0 l n 0 t- 7322) Donnerstag den 15. October l. I-, Vormittags 10 Uhr, werden dahier für 1869 im Soumissionswege zur Lieferung vergeben: 1) Reiserbesen (sind Muster einzusenden), 2) Papier und sonstige Schreibmaterialien (sind Muster einzusenden), 3) Ungebleichte Leinwand, sog- Futterleinen, 4) Blaues und graues Leinen-Zettelgarn, 5) Gebleichtes Leinengarn, Nr- 20, 6) Boy, 7) Hesscnzwillch, 8) Halstücher, Sacktücher und Baumwollenwatten, 9) Arbeitsutenfiiien für Schuhmacher, Schneider und Näherinnen, 10) Stahl und Eisenwaaren, 11) Leim, 1. Qualität (sind Proben einzusenden), 12) Seilerwaaren, 13) Dielen und Latten, 14) Holzbohlen in verschiedenen Sorten, 15) Bürstenbinderarbeiten, 16) Roßhaare, 17) Einfaches Fensterglas in verschiedenen Dimensionen, 18) Eichenholzdauben zu Kuferwaaren, 19) Spiritus, 20) Ausgeschnittenes Leder zu Fußbekleidungen, Rindleder, samisches Schafleder, rindlederne Weberschürzen und Sohllederabfälle. Schriftliche Offerten sind bis zu dem obigen Termin in den vor dem Directorial- Büreau aufgehängten „Soumissionskasten" einzulegen und die Lieferungsbedingungen bei unterzeichneter Dircction einzusehen. Marienschloßam 1. October 1868. Grobherzogliche Landeszuchthaus-Direction. Knispel. Verkauf. 7361) Montag den 2. November l. 3-, Nachmittags 2 Uhr, sollen in gerichtlichem Auftrag auf dem Rathhaus zu Gießen durch das Großherzogliche Ortsgericht die zu der Bierbrauer Loos'- schen Verlassenschaft gehörigen Liegenschaften, unter den im Lici- tationstermin zu eröffnenden — in der Zwischenzeit von den Unterzeichneten schon zu beziehenden — näheren Bedingungen zur Verstei-^ gerung gelangen. Die zum Verkauf ausgesetzten Liegenschaften bestehen, neben einer Anzahl Aecker, Wiesen und Grabgärten — zum größten Theil um die Gebäude-gelegen — aus einem Wohnhaus resp. Wirth- schaftsgebäude in der Stadt mit Brauhaus nebst Einrichtung, Oeconomiegebäulichkeiten, Hofcaum, sowie aus der Besitzung, genannt der Felsenkeller. Die Liegenschaften werden zunächst im Ganzen, dann auch im Einzelnen feilgeboten. — Mit der Brauerei kommen die Gefäße zur Auction. Bei Gesammterwerb der Liegenschaften kann die auf solche radi- cirte Hypothek — nähere Vereinbarung mit der Pfandgläubigerin vorbehältlich — mitübernommen werden, und die entsprechende Schuld- Übernahme zu ihrem Theil als Kaufschillingszahlung gelten. Unterzeichnete ertheilen jede etwa gewünscht werdende Auskunft. Gießen, den 26. September 1868. Der provisorische Ausschuß: Dr. Rosenberg II., Andreas Weidig, R. Hirschhorn, Hofg.-Advocat. Gemeinderath. Hofg.-Advocat. 7333) Wegzugshalber soll Montag den 12. October, Nachmittags 2 Uhr, auf freiwilliges Ansuchen des Friedr. Graf dessen Besitzung, gelegen auf dem Nahrungsberg, bestehend in Wohnhaus mit schönen Wirthschafts-Räumlichkeiten, mit Einfahrt und Eingang, zunächst am Zinßer'- schen Garten gelegen, öffentlich meistbietend versteigert werden. Steigliebhaber können zu jeder Zeit bei dem Besitzer von den Localitäten Einsicht nehmen. Gießen, den 1. October 1868. In Auftrag: _________Weidig, Ortsgerichtsmann. 7360) Mittwoch den 21. October l. I., Vormittags 10 Uhr, wird dahier für 1869 zur Lieferung versteigert : 1) 1000 Stück Weißkraut, 2) 250 Wirsing, 3) 60 Centr. Sauerkraut, 4) circa 76 Centr. Ochsenfleisch, 5) „ 18 „ Schweinefleisch, 6) „ 13 „ Kalbfleisch, 7) „ 20 „ Schweineschmalz. Marienschloß, den 6. October 1866. Großherzogliche Landeszuchthaus-Direction. _________________Knispel.__________________ 7314) Dienstag den 13. d. Mts., Nachmittags 1 Uhr, sollen in dem Hause der C. Sch affstäd t Wittwe: Bettwerk, Mobilien und sonstige Küchen- und Hausgeräthschaften gegen baare Zahlung versteigert werden. Gießen, den 7. October 1868. In Auftrag: _________Weidig, Ortsgerichtsmann. Arbeitsversteigerung zu Heuchelheim. 7308) Montag den 12. October, Vormittags um 9 Uhr, sollen auf dem Rathhause zu Heuchelheim nachstehende Bauarbeiten durch öffentliche Versteigerung in Accord gegeben werden, als: die Lieferung von 12 Stück Feuereimern, veranschl. zu 60 fl. — kr. Dachdeckerarbeit, „ „ 17 „ — „ Weißbinderarbeit, „ „ 37 „ — „ Schreinerarbeit, „ „ 2 „ 54 „ Pflasterarbeiten, „ „ 195 „ 50 „ Planirarbeit, ' „ „ 60 „ — „ 5 Cubikklftr. klein zerschlagener Unterhaltungssteine aus den Basaltbrüchen zu liefern, veranschlagt zu . . 250 „ — „ Brechen und Zurichten von Pflastersteinen, veranschl. zu 344 „ — „ Sandfahren und Messen, veranschlagt zu ......36 „ — „ Steinfahren, veranschlagt zu 258 „ — „ Steinsetzen, „ „ 17 „ 12 „ Wagnerarbeit, „ ’ „ 24 „ — „ Gießen, den 6. October 1868. I. A.: _________Körner, Bezirksbauaufseber. Holzversteigerung im Anneröder Gem indewalde. 7347) Nächsten Donnerstag, den 15. October, , „ . t Morgens 9 Uhr, soll m dem Anneröder Gemeindewalde, Di- strict Haarkopf, nachverzeichnetes jöolz einer nochmaligen Versteigerung ausgesetzt werden, als: 498 Fichten - Stangen von 2 bis 4 Zoll Durchmesser und 15 bis 25 Fuß Länge, 2>/t Stecken Nadel-Stockholz, 9388 Wellen Fichten-Reisholz. Die Zusammenkunft ist im District Haarkopf auf der Schneiße. Annerod, am 7. October 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Annerod Groß. Holzversteigerung. 7348) Montag den 12. October l. I., des Morgens um 9 Uhr anfangend, soll das in Folge der Betriebsregulirung aufgearbcitete Holz, als: 10Vs Stecken Äuchen-L-cheidholz, 2 „ „ Prügelholz, 3 „ „ Stockholz, 306 Wellen „ Reisholz, 2 Stecken Eichen-Prügelholz, 3 „ „ Stockholz, 311 Wellen „ Reisholz, 6% Stecken Nadel - Prügelholz, HVs „ „ Stockholz, 1433 Wellen „ Reisholz, 35 Lüste allerlei Holz, 43 Eichen-StämMe mit 886 Cubikf. 68 Nadel- „ „ 1093 1 Buchen-Stamm „ 21 „ 7 Eichen-Stangen „ 30 „ 6 Buchen- „ „ 19 „ 338 Nadel- „ „ 776 meistbietend versteigert werden. Bemerkt wird, daß sich das Lagerholz zum Bergbau eignet. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Johannitag 1869. gestattet. Der Anfang ist im District Utersberg. Rödgen, am 7. October 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Rödgen. Jnderthal. F e i l g e b o t e n e s. _7366) Dem geehrten Publikum hiesiger Stadt und Umgegend empfiehlt der Unterzeichnete sein Lager in Uniforms- und Civil-Kappcn aller Art, Hüten, Hosenträgern, Militär-Cravatten, Buckskin- und Militär - Handschuhen, Arbetts- bloustn u. s. w Gießen, im October 1868. Heinrich Frank, Hofkappenmacher, wohnhaft in der Wettergasse bei Herrn Lederhändler Plank. Vok)ügl che Cigarren, ä 1 kr. pr. Stück, empfiehlt L. Fr. Handwerk, (7324)____________________Neustadt. 7375) Feinste geräucherte Makrelen und Bückinge zum Rohessen empfehlen I. A. Busch Söhne. 1 1868t Traubenmost, Prima-Qualität, trifft Samstag den 10. October bei mir ein. Wiest ck. Georg Erb. 7368) Eine Bettlade von Kirschbaumholz, ein guter Kochofen, ein Frühstücks- herdchen und ein Ofen für Holzbrand sind Seltersweg Lit. C. Nr. 101 zu verkaufen. 7386) Nachdem die Weinlese auch in den besseren Lagen begonnen hat, empfingen wir directe Sendung ISGSr Traubenmost, den wir zur geneigten Abnahme empfehlen. Gebrüder Mayer. Stollwerk’sche Brust-Bonbons. F 7385) Gegen Heiserkeit und Hustenreiz E gibt es nichts^Besseres. Aecht zu haben a Packet 14 kr. in Giessen bei C. W. Dietz, Louis Frohnhäuser und Hofcond. E. Lind; in Hungen bei A. Buch; in Isieli bei H. E. Bingmann. Wilh. Schwalm in Cöln a. Rh., Gummiwaarensabrik, empfiehlt ihr reichhaltiges Lager in: Gummi-Schuhen, -Regenröcken und Gummi-Schirmen. Sämmtliche Specialitäten in chirurgischen und technischen Gummiartikeln, Gummi-Matten und -Läufer. Hartgummi-Schmuckwaaren in größter Auswahl. (7363) 7327) Wollene Herrenhemden, Gesundheitsjacken, Unterhosen, Leibbinden, Shawls, Cacheneztücher, Hosenträger, Shlips, Cravatten, weiße Leinen- und Shirting-Hemden, Chemisetts, Kragen und Man- chetten in Leinen und Papier, sowie Wildleder- und Burkin-Handschuhe in reicher Auswahl, empfiehlt zu billigen Preisen H. Rübsamen, vormals H. 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Dividende Rente - . Dividende 417 2 38 410 2,36 36 47 5| 2 2 27 5: 4 4' 9 2,30 3 38 1,47 V. ff."f? 3 49 2 45 4| 9 230 Lich Butzbach VI. ff fr 49 28 45 27 2 41 36 Darmstadt, den 21. September 1868. *) In Gießen bei Herrn A. L. Balser. 8 30 2 49 513 2'45 417 238 4'41 2 36 157 219 4'55 217 150 245 4,38 2,12 5'28 Restauratiou Rech. 7390) Samstag den 10. October: Streich-Sextett, 7329) Unterzeichneter macht hiermit die ergebenste Anzeige, daß Montag den 19. d. Mts. ein neuer Tanzcursus beginnt Diejenigen, welche daran Theif nehmen wollen, werden ersucht, unter sich Gesellschaften von 12—16 Personen zu bilden, damit sie mit Freunden und Bekannten den Unterricht theilen können. — Anmeldungen beliebe man gefälligst bis dahin an Unterzeichneten ergehen zu lassen. Rose, Univ.-Tanz- und Fechtmeister. 7377) Gestrickte und gewebte, sowie Sayet-Jacken, wollene Hemden, Unterhosen, Filzschuhe, Capuzcn in großer Auswahl, sowie überhaupt alle in dieses Fach einschlagende Artifel, billigst bei I. A. Busch Söhne. 4'36 216 1857: Rente'. . Dividende 1860: Rente. . Dividende 1863: Rente. . Dividende 1866: Rente. . Dividende Hiervon sind die Antheile der jüngeren, zum Baarbezug der Dividenden noch nicht berechtigten Altersklasseü, sowie die Antheile der Theil-Einlagen in den älteren Klassen dem Rentencapital zinstragend beigeschrieben worden. Mit dieser Bekanntmachung verbinden wir zugleich die Einladung zu der in der Bildung begriffenen XIII. Jahresgesellschaft, welche seit dem 1. Januar 1867 eröffnet worden ist. 1844: Rente. . Dividende 1845 : Rente. . Dividende 1846: Rente. . Dividende 1847: Rente. . Dividende 1850 : Rente. . Gemeindeeinnehmer Volp. I. I. Seippel. North British und Mercantile Feuer-V ersich rrungs-Gesellschaft in Edinburg und London (gegründet 18 0 9) mit Domicil Darmstadt. 3:36 117 In der Jahresgesellschaft Renten- nnd LebensvcrsichemnB-Anstalt zu Darmstadt. ,7305) Die Rentenversicherten dieser Anstalt werden hierdurch benachrichtigt, daß die Auszahlung der Jahresrenten für das Jahr 1868 in den Monaten November und December d. I. stattfindet und die nachstehend bemerkten, auf eine volle Einlage kommenden Beträge entweder bei unserer Hauptfasse dahier, oder auswärts bei unseren betreffenden Herren Bevollmächtigten *) erhoben werden fönnert. Auswanderer nach Amerika befördert wöchentlich vermittelst Dampf-- und Segelschiffen bei reeller und billigster Bedienung I. M. Schulhof, am Nawbaus. Durch langjährigen Aufenthalt in Amerika bin ich im Stande, jedem Auswanderer die beste Ansknnft zu ertbeilen. 4 54 2,49 132 215 4 7 2,38 4:16 2 2 4'55 4'52 2.49 452 245 4 7 2'38 4'10 236 7315) Eine freundliche Mansarden-Woh- nung, bestehend aus 6 Piecen, in der Hauptstraße, ist zu vermiethen. Ein junges Mädchen suchte Stelle in einem Laden. Ein Grundstück, vor dem Neuenweger Thor gelegen, 3/t bis 1 Morgen haltend, wird zu faufen gesucht- Näheres durch C. Pietsch I. 2 lo 2 23 4 4 2 Geschäfts - Geöffunirg. 7298) Einem geehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß ich an hiesigem Orte ein Hutgeschäft eröffnet habe und halte mein wohlassortirtes Lager eigenen Fabrikats in Filz- und Scidenhüten, sowie allen Filzwaaren, bestens empfohlen. Gießen. Louis Schild, Hutmacher. NB. Jede vorkommende Reparatur wird schnell und billigst besorgt. 4 33 2 7 416 1,59 4 45 2.14 416 2 2 4 55 2 27 5 2 2 27 5, 4 Reservc-Fond Ende 1867 17 Millionen Thaler. Die Gesellschaft schließt Feuerversicherungen jeder Art zu festen und billigen Prämien. — Für Landwirthschaft und Fabriken besonders loyale Bedingungen. — Sicherstellung der Hypothekcn-Gläubiger. — Bei mehrjähriger Versicherung unter Vorausbezahlung bedeutender Rabatt. — Zur Ertheilung jeder wüuscheuswerthen Auskunft, sowie zur Vermittelung von Versicherungs-Anträgen empfihlt sts- Der Agent Theodor Wortmann in Gießen, sowie 7362) Carl Gaul«, Generalagent in Darmstadt. XI. fLIfc Geschäfts-Eröffnung. Hiermit die ergebene Anzeige, daß ich das von mir schon angezeigte (Pariser) Fleck- und Neuwascherei-Geschäft bereits errichtet habe, und bitte um geneigten Zuspruch. Zugleich verspreche ich, die mir anvertrauten Sachen ganz in den Stand zurückzubrin- gen, wie sie neu gewesen sind. Durch ausgezeichnete Arbeit, prompte und reelle Bedienung werde ich mich bestreben, mir das Vertrauen des geehrten Publikums in hiesiger Stadt und der Umgegend zu erwerben und zu erhalten zu suchen. G. F. Rupp,' Herrenkleidermacher, 7321) Ein möblirtes Zimmer mit Cabi-' ist zu vermiethen bei ! ... August Noll, Mäusburg. ausgeführt von Mitgliedern der Musik —7F'—o—;—-7--------- des 2. Infanterie-Regiments. 7294) Em Logis von 4 Simmern, 2 anfana 7V, Uhr. Sabtneten, Küche, Keller und Holzstall ist ______________np . ,2 u n_______,______ N vermiethen und am 1. November, auf 7307) Eine Ladeneinrichtung für ein -verlangen auch früher, zu beziehen bei Spcccrci-Geschäft wird zu kaufen gesucht. Ehr. Reiber, am Kreuz. Von wem? sagt die Exped. d. Bltts. 23 44 3,48 1928 2,45 III. rO fr. 5 38 239 5133 2[35 5'38 2'36 5'33 2,36 5'28 An den Einnahmen des Verwaltungsfonds sind nach Bestreitung sämmtlicher Verwaltungskosten im vorigen-Jahre 21499 fl- 33 fr- erübrigt worden, woraus die diesjährige Dividende erwachsen ist. IX. fllr VII. fL|fr IV. fl.lfr. Vermiethungen 7370) Ein sehr freundliches, möblirtes Zimmer mit Alkoven ist zu vermiethen bei Sophie Plank, Wittwe, Neustadt, am Oswald'schen Garten- 7353) Eine geräumige Stube mit. zwei daranstoßenden Cabineten ist an eine stille Familie oder an eine alleinstehende Person zu vermiethen- Zu erfragen bei der Exped. dieses Blattes.__•_______________ 7369) Ein möblirtes Zimmer mit Ca- binet ist für einen soliden Herrn zu ver- miethcn Seltersweg Lit. C. Nr. 101. 7356) Möblirte Zimmer sind zu ver- miethen bei A. Volp, __in der Lindengasse. 7380) Ein kleines Logis ist zu vermiethen und bat 1. November beziehbar bei _____________ Schmied Unverzagt. 7357) In Lit- C. Nr. 35, neue Anlage, ist der 4. Stock, bestehend aus 4 Zimmern, mehreren Cabinets, Küche, Speisekammer, «erschließbarem Corridor u- s. w. u. s. w-, jedoch nur an eine stille Familie, zu vermiethen und alsbald zu beziehen. 7334) Eine möblirte Stube mit Cabinet ist zu vermiethen bei ____Mitprediger Balser. 7387) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen Seltersweg Lit. C. Nr. 101. 7326) Im v. Grolman'schen Hause in kn Neuendäuen sind zwei möblirte Zimmer mit Cabinets, zusammen oder einzeln, zu «mniethen._________________________________ 7361) Mehrere möblirte Zimmer mit tonet sind zu vermiethen bei _____________C- Becker, Reichensand. 7384) Ein möblirtes Zimmer ist zu ver- miethen bei________________A. Dickorö. 7381) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei Schuhmacher Hanitsch, | ____an ber Stadtkirche- ! i 7301) Zwei ineinandergehende möblirte j zimmer sind zu vermiethen. Wo? sagt die ■ tzped. d. Bltts.! Vermischte Anzeigen. 7359) Es biene hiermit einem gewissen Casinomann, ber ben hiesigen Bürger- Club in Gedanken und Worten zusammen- fallen lassen möchte, zur Nachricht, daß ihm das Vergnügen wohl noch einige Zeit vorenthalten bleiben dürfte, und wird ihm zu seiner Beruhigung mitgetheilt, daß sich jene Gesellschaft eines solch' gesunden Stammes erfreut, daß die Aussagen des obigen Herrn, wie die Folge lehren wird, wohl nur als eine in Makulatur gewickelte leere Behauptung erscheinen dürften. Ein Mitglied des „Bürger-Club." Pfarr - Confereuz ber Geistlichen des Dekanats Gießen Mittwoch den 14. October, Vormittags 10 Uhr. 7388) Verflossene Woche ist aus dem Wege von der Hardt bis in die Stadt ein Ventil von einer Pumpe verloren worden. Der redliche Finder wird gebeten, dasselbe gegen eine entsprechende Belohnung bei der Exped. d. Bltts. abzugeben. Gonsum Verein: 7354) Außerordentliche Generalversammlung Montag den 12. Oct., Abends 8 Uhr, im Darmstädter Hause. (Geschäftliche Mit- theilungen. Abänderung der Statuten.) 7328) Von heute an befindet sich meine Wohnung und mein Ge- schästsbüreau in dem neuerbauten Hause der Herren L. und A. Petri in der neuen Anlage. Gießen, den 1. October 1868. Wolf, Hofger.-Advokat. 7358) Einem vcrehrlichen Publikum empfehle ich mich in allen vorkommenden Putzarbeiten und bin bereit, dieselben auch außerhalb meiner Wohnung zu fertigen. Bestellungen bitte ich bei meiner Schwester Susanna Weiß, Hutlager, Seltersweg Lit- C. Nr. 148 abgeben zu wollen. ________________________E. Weiß. 7300) Violin- und Clavier-Unterricht ertheilt P. König, Hautboist, Lindcuplatz, wohnend bei Hrn. Rothenberger- 7291) Ein Familienlogis, bestehend aus 4 Zimmern re-, ist zu vermiethen- Näheres bei ber Expcb- b. Bltts- 7292) Ein möblirtes Zimmer ist zu ver- miethen bei W- Brück, Flügelsgasse. 7299) Eine freundliche Familienwohnung und ein Zimmer mit Cabinet find zu vermiethen bei H. Sauer, > Neuenweg Lit- B- Nr. 194. 7382) Bei Ober-Postsecretär Hennemann, im Hause des Herrn F. Win deck er auf dem Kreuz, ist ein möblirtes Zimmer sogleich zu beziehen. 7383) Ein kleines möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei Musikus Kluge, ____________________________Reichensand. 7393) Ein gut möblirtes Parterre-Zimmer mit Cabinet ist vor dem Seltersthor zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bl. 7289) Ein kleines Parterre-Zimmer ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen Canz- teiberg Lit. B. Nr. 67. 7290) Ein möblirtes, freundliches Man- sarden-Zimmer ist zu vermiethen. Wo? sagt die Exped. dieses Blattes. 7389) Einige Herren können Kost und Logis erhalten; auch kann für eine einzelne Dame ein Stube abgegeben werden. Das Nähere bei der Exped. d. Bltts. Nettig-Bonbons, von Joh. PH. Wagner & Comp. in Mainz, für Hals- und Brustleiden, empfiehlt (7302) Carl Münch, am Kreuz. 7296) Süßen Aepfelwein, pr. Schoppen 3 fr-, verzapft Georg Schmehl, am Brand. 7355) Brennholz, Stein- und Braunkohlen in bester Qualität bei D- Wirth's Nachfolger ________________(Th. Geilfus.) 7379) Feinste Toiletten-Seifen uno Haaröle, sowie Odeurs^ empfiehlt in großer Auswahl Karl Fuhr, Kirchenplatz. 7310) Ein Haufen Kuhdüngcr ist billig zu verkaufen bei H. Schmall. 7320) 50 (Sentner gutes Heu sind zu verkaufen. Näheres bei I. Rothenber- ger, Lindenplatz.___________________________ 7378) Ein noch in gutem Zustande befindlicher Wagen zum Ein- und Zweispän- nig - Fahren steht billig zu verkaufen int Gasthaus zum Löwen, in Gießen. 7312) Meinen Garten am Wallthor und einen Garten am Sand verkaufe ich unter sehr günstigen Bedingungen. _______________H. Schmall, Lindenplatz. 7374) In der Unterzeichneten ist vorrä- thig, sowie durch die übrigen hiesigen Buchhandlungen zu beziehen. Waldersee, Graf, der Dienst des preuß. Infanterie-Unteroffiziers. 11. Aufl. Preis: 54 fr. „ Leitfaden bei der Instruction des Infanteristen. 68. Aufl. Preis: 18 fr- Witzlebcu, Heerwesenuud Jnfanteriedieust der königl. preuß. Armee. 10. Aufl. Preis: 5 fl. 24 fr. Notizbuch für den preuß. Infanterie- Unteroffizier. Preis: 43 fr. Ferber'sche Univ.-Buchhandlung (W- Ferber) Gießen. 7318) Sonntag den ii. und Montag den iS. October, findet auf der T ert o rMen Hardt/in großes Gänseschießen statt, wozu alle Freunde dieses Vergnügens hiermit höflichst eingeladen werden. Stellvertretung im Militärdienst. 7365) Diejenigen für die nächste Truppenergänzung znm Dienst aufgerufen werdenden Militärpflichtige», welche durch Unteroffiziere oder Spielleute oder auch durch Freigelooste int Militärdienst sich vertreten lassen wollen, sind eingeladen, der Vermittelung des Unterzeichneten sich zu bedienen. Gleichzeitig werden die mit Einstands-Erlaubniß versehenen Unteroffiziere und Spiclleute, sowie die bei der diesjährigen Loosziehnng ein Freiloos gezogen habenden jungen Leute, welche Willens finb, eine Stellvertretung im Militärdienst auf die Dauer von sieben Jahren zu übernehmen, ersucht, ihre deßfallsige Erklärung an den Unterzeichneten gelangen zu lassen. Herr Kraft, bei Großherzoglichem Kreisamt Gießen, hat die Güte, die bezüglichen Anmeldungen anzunehmen und gewünschte Auskunft zu ertheilen. Darmstadt, int October 1868 Dr. Vogel, Hosger.-Advocat. kl aAAAAA-XX.X X X-> cK XXXXXX:^ L7VQ. <5YO VävtytOYC/ tovcykJYO VJYCLV7YC/ s5YC/'d7YC' SYCASyti v£TvC/VjYOkOVv VJYCy V5Y0/ \DYO kOYC/ A/C/'ZTYC | Geschäfts Verlegung. | <: in gleichem Hanse im ersten Stock, Markt Lit A. Nr. 7. g> Giesen, den I. Oktober 1868. Fr. Neit, Uhrmacher. '•/ Herr Hauptmann, was wäre das für eiu Verbrechen I - Diese Ironie war für Reymond entsetzlich. Er bezwang sich, und sagte, indem er Coraly's Hand erfaßte: , . — Sie sind wahrlich eine hinreißende Zauberin! Erlauben Sie mtr, Zynen angesichts der Sterne und des lächelnden Mondscheines die Hand zu küssen, al- ein Mann, der Ihnen zum dritten Male dankbar verpflichtet und für sein ganzes Leben Ihr Freund ist! , .. — Küssen Sie mir nur immer die Hand, Herr Hauptmann, erwrederte Coraly, deren Zorn den Charakter einer erhabenen Geringschätzung annahm. Es ist eine kleine Freude, die ich niemals sonderlich verstand, aber die trotz allem ihr Angenehmes zu haben scheint. Vielleicht ist es auch ein Mtttn für gewisse Leute, sich ans der Verlegenheit zu ziehen. Kehren Sie jetzt um, ich et- laube es. Francois wird am Landungsplätze der Fähre auf mich warten. Ich wiederhole Ihnen noch, daß ich mich morgen unter dem Namen und in der Kleidung des Herrn Chateauneuf nach dem Schlosse de Rencey begebe. 20. Eine Vernünftige zwischen zwei Tollen. Einen Plan fassen und ihn ausführen, war für Herrn Chateauneuf eins I und dasselbe. Bei ihm war der Gedanke das Zeichen zur That, wie der Blitz den unverzüglich nachfolgenden Donnerschlag ankündet. Wenn Herr Chateauneuf hatte General werden können, hatte er durch die Schnelligkeit seiner Entwürfe und die ungestüme Kraft seiner Manöver zwanzig Schlachten gewonnen. , * , „ ,L ©egen zwei Uhr am folgenden Nachmittag lenkte ein Retter, von einem Diener gefolgt, fein Pferd langsam durch die zum Schlosse de Rencey führende Allee. Er stieg im Hofe vor der großen Veranda-Treppe ab und händigte mit I »er ganzen Ungenirtheit eines alten Hausfreundes einem Domestiken seine Karte ein, um ihn zu melden. Aus dieser Karte stand weiter nichts, als der Name Chateauneuf. ,,,. , _ nr , , „. . Der Bediente kam in wenigen Augenblicken mit der Antwort zurück. — Der Bürger Rencey und seine Bürgerin Tochter find bet Tische. Mochte der Bürger Chateauneuf so gut fein, sich in den Salon zu verfügen . . . — Gut, versetzte der Cavalier eintretend, ich kann warten. Herr Chateauneuf nahm auf einem Sessel gegenüber einem alten Bilder- rahmen Platz, dessen ehemaliges Portrait man durch eine Landkarte ersetzt hatte. Eine derartige Vorsicht war zu der Zeit der Freiheit und Gleichheit nichts Un- gewöhnliches. unfer Mtiscadin, man ist in diesem Schlosse wohl auf der Hut. Der „Bürger" steht hier in Ehren und die „Bürgerin" nicht minder. Die Familienbilder haben sich gar in Flüsse und Berge verwandelt. Sehen wir uns noch weiter um. ,,, Aber es trat einer der Hausbewohner m's Gemach. Es war der ehrliche Herr Clement, den wir von früher her kennen. Clement redete den Cavalier mit einer gewissen Vorsicht an, tote Jemand, der ein gefährliches Wasser sondirk, bevor er sich hinein getraut. __ Wenn der Bürger von weither kommt, so wird es ihm nothtg tyun, sich ein wenig zu erfrischen, sagte der Verwalter. Wir haben, so viel ich mich entsinne, noch nie das Vergnügen gehabt, den Bürger bei uns zu sehen • • • — Ihr seid der Haushofmeister des Guts? fragte barsch Herr Chateuneuf. __Ich war es, Bürger; gegenwärtig bin ich der Freund und Verwalter des Hauses. . — Ihr nennt Euch Clement, nicht wahr r — Zu dienen, Bürger, versetzte der erschreckte Verwalter. , — Ich konnte mirls denken. Man hat mir tm Fasanen tn Tours von Euch gesprochen. In Eurem Namen sind Schloß und Besitzung wieder der Nation abgekauft worden, nicht wahr? Aber wo, zum Kukuk, mein bester Cle- ment, habt Ihr so viel Geld gefunden, um dies alles zu bezahlen 4 So lauteten die zerschmetternden Worte des Herrn Chateauneuf. Herr Clement hörte statt aller Antwort nicht auf, dem Besucher Erfrisch»«, gen jecer Art anzubieten. . — Reden wir offen, sagte plötzlich der Cavalter. Ich höre, Ihr habt, um Rencev zurückzukaufen, die Börse eines Offiziers benutzt. Ihr könnt es nicht leugnen, mein Bester, und dieser Offizier war sicherlich ein wahrer Glücksritter. Ihr habt nur Euren Namen zu der Sache hergegeben, folglich ist er selbst der rechtmäßige Besitzer des Schlosses, und ans Zartgefühl überläßt er bte Benutzung desselben noch ben sicheren Gutsherren, ben armen Rencey's, welche die Revo- lution ihrer Habseligkeiten beraubt hat. Das ist höchst ebel von jenem äDfpjter, mein bester Clement! Man könnte jetzt nur noch fragen, wo er selbst das Gelb hergenommen, gefunben oder gewonnen hat. Denn er gilt tn Parts für einen Millionär. O, man spricht von nichts Anderem ... Herr Clement, der vor Angst an allen Gliedern zitterte, wußte sich nicht mehr zu rathen und zu helfen. Er machte eine Verbeugung vor Herrn Chateauneuf und entfernte sich aus dem Zimmer, wie e,n Haase aus dem Walde Retß- aus nimmt, um sich auf offenem Felde vor den Hunden zu retten, welche ihn aufgestobert^haben^ ^rr Chateauneuf, wird zu den Herren des Hauses Die Verschwörer von 1799. Roman von be Saint-Felix. (Fortsetzung.) Das arme Kind war demnach sehr zu beklagen, und die entsetzliche Wahrheit, welche ihr beim Mondlicht im Nachen Rcymonds aufging, mußte sie bitter Chor der Jungfrauen : Traurig sehen wir dich geh'n, Ach, von uns'rer Seite, Mädchen sein ist gar so schön! Du warst unsre Freude! Du warst unsere schönste Zier, Und du willst uns meiden? Run, das Beste ist, daß wir Folgen dir bei Zeiten! Chor der Eheweiber: Von der Zehe bis zum Haupt Laßt sie uns besehen, Ob es ihr auch fei erlaubt, Bei uns einzugehen? Wie es mit dem Zünglein steht, Sonst mit allen Sinnen, Ob das Näschen hoch sie trägt, Sagt, Gevatterinnen? Die Braut: Lächeln dort, und Spötteln hier, Daß sich Gott erbarme! Keine Rettung bleibet mtr, Als des Liebsten Arme. Berlin, 7. Oct. Die „Prov.. Correspondenz" sagt: Die Regierung des norddeutschen Bundes darf der Entwicklung der Dinge in Spanien mit völliger Unbefangenheit und dem Entschlüsse folgen, die selbst- ständigen Entscheidungen des spanischen Volkes über seine nationalen Geschicke ebenso zu achten, wie das deutsche Volk eö beansprucht. Die Regierung darf dieselbe Auffassung und Absicht bei allen übrigen Cabinetten zuversichtlich voraussetzen, daher nicht zu besorgen steht, daß aus den spanischen Verwicklungen eine Störung der allgemeinen europäischen Verhältnisse bervorgehen werde. — Der König von Preußen wird bis zum 18. Oktober, dem Geburtstag des Kronprinzen, in Baden-Baden verweilen und darauf nach Berlin zurückkehren. — Ueber die Rückkehr des Grafen Bismarck, dessen Gesundheitszustand sich entschieden gebessert, hat noch nichts Bestimmtes verlautet. Wien, 6. Oct- Gegen Monsignore Greuter ist staatsanwaltlichcr Seite eine Untersuchung eingeleitet worden. Veranlassung dazu hat eine vor anderthalb Wochen im romantischen Zellerthale abgespielte Capuzinadc gegeben, wobei dem hochwürdigen Pater die Hauptrolle zufiel. Es war ein ultamvn- tancs Meeting, das zwar nicht in der Weise verlief, wie sie zu Pankraz bräuchlich ist, aber doch etwelche recht krältige rhetorische Demonstrationen gegen Verfassung, Ministerium und Abgeordnetenhaus zu Tage förderte. Die Harlekinade war in Scene gesetzt von dem katholischen Filialvereine zu Hippach im Ober- zillerthale. Die Wahl des Orts war keine zufällige, sondern eine Art Hohn auf die Gegner. „Das Zilleitdal gehört zu den liberaleren tyrolischen Bezirken", sagt die , N. fr. Pr.". „Von dort zogen die Schützen haufenweise zumSchützcnfeste nach Wien, wo sie den liberalen Reden jubelnd ihre Zustimmung gaben; dort gibt es auch Gemeindeausscbüsse, von denen man hören kann: Immer noch besser lutherische Schulen, wie sic es nennen, wo unsere Kinder schreiben lernen, als katholische Schulen, wo sie nur beten lernen. Und auf diesen Bezirk, seit Langem schon ein Acrgerniß für die ultramontanen Fanatiker, haben riese Letzteren es nun ganz besonders abgesehen." Hier wurden nun Resolutionen zum Schutze der katholischen Schulen, zum Dank an den heil. Vater für seine Alloculion vom 22. Juni und für die Einbrrufung des allgemeinen Concils u. s. w. angenommen. Der Filialvcrein ist in Folge dessen aufgelöst. Wien, 7. Oct. Wie die „Oesterr. Eorr." meldet, ist die Ernennung res Oberstlandmarschalls von Böhmen, Fürst Adolph v. Auersperg, zum Minister- Präsidenten nahe bevorstehend. Prag, 5. Oct. An dem gestrigen Meeting bei Pankraz nahmen etwa 6000 bis 7000 Menschen Thnl. Das Militär wurde verhöhnt und insultirt. Ein Unteroffizier, der von einem schweren Steine getroffen und verletzt wurde, feuerte, wodurch der Thä- ter verwundet wurde. Ebenso mußten die Husaren, vom Pöbel insultirt, theilweise die Waffe gebrauchen. Es kamen mehrere Verwundungen vor. Nur wenige Tumultuanten konnten verhaftet werden, da der Pöbel die Verhaftungen verhinderte. Husaren zersprengten die Menge, die sich aber immer wieder sammelte und fast alle Arretirungen vereitelte. Die Husaren machten von den blanken Waffen keinen Gebrauch. Erst Abends wurde die Gegend durch verstärkte Truppen gesäubert. Am dcutschen Casino wurden durch einen zurückkchrcndcn Trupp von etwa 200 Buben um 7 Uhr Abends über 40 Fenster mit pfundschweren Steinen zerschlagen. Hierbei wurde ein Casinomitglied getroffen rind der Gaslustre beschädigt. Kein einziger Wachmann war in der ganzen Gaffe zu sehen; erst als die Menge sich verkaufen, erschien Communalpolizei. Vor dem Excesse beim Casino wurden den Jesuiten die Fenster eingcschlagen. Prag, 6. Oct. Telegraphischen Nachrichten ter „N. fr. Pr." zufolge wird hier eine Fortsetzung der tumultuarischen Austritte befürchtet. Die Truppen sind consignirt. Angeblich soll dießmal die Judcn- stadt der Zielpunkt der Exceffe sein. Der Stadtrarh bcräth eine Proklamation, in welcher die Bevölkerung zur Ruhe ermahnt wird und die morgen veröffentlicht werden soll. Statthalter-Stellvertreter Henninger wies die Schuldircctoren an, ihren Schülern rie Theilnahme an Meetings strengstens zu un- tersagen, widrigenfalls energische Regierungsmaßregeln ergriffen werden sollen. Wenn das nächste Sonntags- Meeiing ähnlich dem vorgestrigen stürmisch verläuft, soll der Belagerungszustand proklamirt werden. Die Stellung des Bürgermeisters Dr. Klaudp soll in Folge einer Seitens der Regierukig erhaltenen Rüge erschüttert sein. Dem Vernehmen nach wird bei etwaiger Wiederholung der tschechischen Excesse dem Kaiser Ferdinand angerathen werden, seinen Aufenthalt in Prag gänzlich aufzugeben. — Gestern war eine Bürgerdeputation, in welcher sich auch Tschechen befanden, beim Statthalter-Stellvertreter und bat um energische Maßregeln zur Verhinderung weiterer Excesse. Der Chef der Communal-Polizei erklärte, daß ihm zur Hintanhaltung bedeutender Excesse die Mittel fehlen und daß die Mitwirkung der Staatspolizei wünschenswerth sei, — Die tschechischen Jour- nale wurden wegen des Leitartikels über das Meeting zu Pankraz confiscirt. Paris, 5. Oct. Am Schlosse von Pau, wo sich die vertriebene Exkönigin Isabella ausruht, wurde bereits im Frühjahre tüchtig gearbeitet; es scheint also im Geiste des Kaisers eine Vorahnung der nun eingetretenen Wendung gewaltet zu haben. Es ist das Schloß jenes vierten Heinrich, dessen Politik, wenn sie dem Hose der Bourbons vorgeschwebt hätte, zu ganz anderen Ergebnissen geführt haben würde. Der „Monde" schildert uns heute die Herrlichkeiten dieses Aufenthaltes, der von flandrischen Tapeten und Gobelins strotzt. Auch die Schloßkapelle, in der jetzt Pater Claret Morgens die Messe liest, ist prachtvoll restaurirt. Der „Monde" weiß aber noch von ganz anderen Dingen zu erzählen, nämlich: „Da Die Königin sich ohne Geld befand, so hat sie in San Sebastian die Summe von 15 Millionen Realen oder 3 Mill. 3500 Franken auf Hypotheken- scheine entliehen." Also im letzten Augenblicke neue Anleihen! Zugleich hat die Königin bei dem Präsidenten dir Madrider Junta die Kostbarkeiten und die Bekleidungsgegenstände, die sie im Schlosse gelassen, zurückverlangt. Das Hoflager der Exkönigin in Pau besteht aus 20 Herren; abgesehen von Den Hofdamen und der Dienerschaft. — Dem „Journal De Paris" zufolge geht in hohen Regionen das Gerücht, die französische Regierung würde nicht ungern sehen,' wenn der Prinz Karl von Bourbon, der Enkel von Don Carlos, seine Ansprüche auf den spanischen Thron geltend machte. London, 6. Oct. Das preußische kronprinzliche Paar wird sich einige Zeit in Hastings aufhalten und hat eine Wohnung auf den 20. d. in dem dortigen Victoria-Hotel bestellt. Madrid, 7. Oct. Heute Nachmittag um 2 Uhr ist Prim hier angekommen und wurde von der Bevölkerung mit enthusiastischem Jubel empfangen. Niemals hat man hier eine solche allgemeine Begeisterung erlebt. Er hielt seinen Einzug unter Begleitung der Armee, der Marine, der Cvrporatiouen und zahlloser Volksmassen und brauchte mehr als vier Stunden für seinen Einzug, welcher ein wahrer Triumphzug war. Schweizerische, französische und italienische Deputationen begleiteten ihn; an Musikchören fehlte es ebenfalls nicht. Madrid, 7. Oct. Prim hat vom Balcon des Ministerialgebäudes eine Anrede an das Volk gehalten, worin er sagte: seinerseits intim mit Serrano verbunden, müsse dahin gestrebt werden, alle Liberalen zu einigen und Einigkeit zwischen dem Volk und der Armee zu erhalten, denn man verdanke den Sieg der Revolution der Marine, dem General Serrano und den verbannt gewesenen Generalen. Er schloß mit einer Umarmung Serrano's und dem Ausruf: „Nieder mit den Bourbonen!" unter allgemeinen Beisallsbezeugungen. Die Stadt ist prachtvoll beleuchtet. Topete ist hier angekommen. Newyork, 24. Sept. 700 Indianer überrumpelten Den Obristen Forsyth sammt 50 Mann; Forsyth und drei Offiziere fielen, die Mannschaft wurde gefangen und wahrscheinlich meist scalpirt. Vermischtes. Gießen, 9. Oct. Im Lauft dieser Woche sind vo» dem Schwurgerichtshof der Provinz Oberhcssen folgende Urtheile erlassen worden: £$en 5. Oct. gegen Joh. Balthasar Jungk von Trais an der Lumda, wegen ausgezeichneten Diebstahls, auf Cvrrections- hauS von 1 Jahr, an welcher Straft jedoch 3 Monate unverschuldet erlittener Untersuchungshaft in Abzug zu bringen sind Denselben gegen den vorhinigen Rechner der Großherzog- zoglichen Crimiual- und Polizei-Kasse der Provinz Ob.rhessen, Rechnungsrath Georg Ludwig Friedrich Keim, wegen. Veruntreuung im Dienst, in contumaciam, auf Dirnstentsetzuiig und Zuchthaus von 4 Jahren. Den 6. Oct. gegen den vorhinigen Post-Packetbesteller Jacob Schön zu Butzbach, wegen Veruntreuung im Dienst, auf CorrectionShaus von 2 Jahren. Den 7. Oct. gegen Johannes Schäfer von Fellingshausen, wegen Versuchs eines ausgezeichneten Diebstahls, auf geschärfte Correctionshausstrafe von 6 Monaten, an welcher Strafe jedoch 2 Monate unverschuldet erlittener Untersuchungshaft in Abzug zu bringen sind. Denselben gegen Johann Post von Ober-Ohmen, wegen ausgezeichneten Diebstahls, auf geschärfte Zuchthausstrafe von 2/2 Millionen Einwohnern. Das europäische Spanien ist in 49 Provinzen eingetheilt, die in Größe und Bevölkerung von einander sehr verschieden sind; die größte ist Bajadoz (408 Quadratmeilen); die kleinste Guipuzcoa (34 Quadratmeilen); die zahlreichste Bevölkerung hat Barcelona (726,267 Einwohner auf 140 Ouadratmeilen), die geringste Alaoa (97,934 Einwohner auf 57 Quadratmeilen). Die Zahl der Gemeinden (Ayuntamien- toS) beträgt in Spanien (ohne Colonien) 9370. Don den 49 Provinzial-Hauptstädten haben Madrid, Barcelona, Sevilla und Valencia je über 100,000 Einwohner, Malaga, Eadir, Granada, Saragossa zwischen 50- bis 100,000 Einwohner, sämmtliche übrigen Städte zählen unter 50,000 Einwohner. Die Bevölkerung ist fast ausschließlich katholisch. Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr- Pietsch) in Gießen.