Preis vierteljährlich 36 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 51 kr Gießener Anzeiger. Erscheint wöchentlich dreimal : Dienstags, Donnerstags und Samstags. — Expedition: Canzleiberg Lit. V. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Areis Hießen. Nr. SS. Samstag den 9. Mai iStiS. Amtliche Bekanntmachungen. Bekanntmachung, den Steuerausschlag für die letzten neun Monate des Jahres 1868 betreffend. (Großherzogliches Regierungsblatt Nr. 2 2.) Zur Bestreitung der erhöhten Staatsbedürfnisse, welche durch die veränderten politischen Verhältnisse herbeigeführt worden sind, reichen die im letzten Finanzgesetz bestimmten und bisher erhobenen Steuern im Jahr 1868 nicht aus. In dem wegen Aufbringung der weiter erforderlichen Mittel mit den Ständen vereinbarten, in No. 20 des Großherzoglichen Regierungsblatts erschienenen Nachtragsgesetz vom 11. dieses Monats ist daher in §. 1 festgesetzt worden, daß vom 1. April des laufenden Jahres an ein Zuschlag zu den im §. 2 des Fiuanzgesetzes vom 26. September 1867 bestimmten directen Steuern von monatlich 1 Heller auf den Gulden Normalsteuerkapital, also im Ganzen für neun Monate ein Zuschlag von 2‘/4 fr. auf den Gulden Normalstcuerkapital erhoben' werden soll. In §. 3 des Nachtragsgesetzes ist dann weiter bestimmt, daß, im Falle die Erhebung des im §. 1 erwähnten Steuerzuschlags nicht schon im Laufe des Monats April erfolgen könne, alsdann demnächst die Nacherhebung stattzufindcn habe. In Gemäßheit dieser gesetzlichen Bestimmungen hat jeder zu den directen Steuern Beitragspflichtige für jeden der letzten neun Monate des laufenden Jahres, außer dem bis hierher nach dem Steuerausschlag pro 1868 von ihm zu entrichtenden monatlichen Betrag, weiter einen Heller von jedem Gulden des in seinem diesjährigen Stcuerzcttel enthaltenen Steuerkapitals in der Weise zu entrichten, daß bei der Steuererhebung im Monat Mai die Steuerzuschläge für April und Mai zusammenen mit 2 Heller vom Gulden Steuerkapital zu bezahlen sind, während dagegen in den folgenden Monaten Juni bis December der zu bezahlende Zuschlag jedesmal nur 1 Heller vom Gulden Steuerkapital beträgt. Da die Steuerpflichtigen hiernach in jedem der sieben letzten Monate dieses Jahres als Steuerzuschlag ebenso viele Heller, als ihr Steuerzettel Gulden Steuerkapitals enthält, und nur im Monat Mai das Doppelte hiervon, zu entrichten haben, so sind sie leicht im Stande, den Betrag der Zuschläge selbst zu berechnen. Es werden deßhalb besondere Steuerzettel zur Anforderung des Steuerzuschlags nicht ausgegeben. Im Uebrigen gelten hinsichtlich dessen Zahlung und. Beitreibung dieselben Vorschriften, wie für die gewöhnlichen directen Steuern. Darmstadt, den 20. April 1868. Großherzogliches Ministerium der Finanzen. „ F- v. Schenck. Hahn. Gießen, am 29. April 1868. Betreffend: Die durch Beitreibung der Gemeindegelder im l. Quartal 1868 entstandenen Kosten. Das G r o ß h e r j o g l i ch e K r k i s a m 1 Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Albach, Allendorf a. d. Lahn, Mendorf a. d. Lda., Allen-Buseck, Beuern, Burkhardsfelden, Ettingshausen, Klein-Linden, Lich, Mainzlar, Münster, Nieder-Bessingen, Rödgen und Trohe. Wir erinnen Sie an Einsendung der Kostenverzeichnisse vom I. Quartal 1868 binnen 8 Tagen. In Verhinderung des Kreisraths: Gros, Kreisassessor. Bekanntmachung. Die ordentliche Versammlung des Bezirksraths wird Mittwoch den 13. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, in dem Rathhaussaale dahier stattfinden. Gießen, den 7. Mai 1868, Großherzogliches Kreisamt Gießen. In Verhinderung des Kreisraths: Kekuls, Kreisassessor. Besondere Bekanntmachung. Edictalladung. 3201) Ansprüche jeder Art an das Vermögen des verstorbenen Johannes Grätling von Treis a. d. Lda., über welches der formelle Concurs erkannt ist, sind im Termin Donnerstag den 16. Juli I. I., Vormittags 10 Uhr, bei Vermeidung stillschweigend eintretenden Ausschlusses von der Concursmasse, dahier anzumelden. Hie ausbleibenden oder durch nicht gehörig legitimirte Bevollmächtigte vertretenen Gläubiger werden allen Beschlüssen der Mehrheit der Erschienenen, insbesondere auch bezüglich eines etwaigen Arrangements jur beigetreten erachtet. Gießen, am 17. April 1868. Großherzogliches Landgericht Gießen. Bötticher. Versteigerungen. 3218) Dienstag den 23. Juni, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Rathhause das Grundstück des Martin Hellmold: Nur Nr. oÄlftr. "/e, 178 Acker am Hamm öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 6. Mai 1868. Großhcrzogliches Ortsgericht Gießen. _ _____________Ebel. __________ 3207) Dienstag den 12. Mai, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigcm Rathhause die Hofraithe des Philipp Weller, als: Flur Nr. DÄIftr. Vices 18 Hofraithe in der Wetzsteingasse, nochmals öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 21. April 1868. Grobherzogliches Ortsgericht Gießen. Ebel. Holzversteigemng im Gießener Stadtwalde. 3223) Montag den 11. und Dienstag bdn 12. Mai d. I., jedesmal von Morgens 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwalde, District Neuhege (abgeholzte Schießbahn), nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: 11 Stecken Nadel-Scheidholz, 455 „ „ Prügelholz, 269 „ „ Stockholz, 13743 Wellen „ Reisholz, 1587 Nadel-Stämme mit 13376 Cubikfuß, 2762 „ Stangen „ 9764 „ Die Zusammenkunft ist auf der Straße nach Grünberg an der ersten Schmiße. Gegen Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. September d. I. gestattet. Bemerkt wird, daß am ersten Tage das Brennholz und am zweiten das Bau- und Werkholz versteigert wird. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, den 5. Mai 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V. d. B.: Felsing, lr Beigeordneter. Lieferung eiserner Bettstellen. 3187) Donnerstag den 14. b. Mts., Vormittags 10 Uhr, soll bie Lieferung von 35 Stück eisernen Bettstellen zur Einrichtung eines Garuison- hospitals zu Gießen burch Soumission vergeben werben- Voranschlag und Lieferungsbedingungen, sowie die Muster-Bettstelle, können vom 11. l. Mts. an bei der unterzeichneten Verwaltung eingeseheu werden. Gießen, den 5. Mai 1868. Großherzogliche Garnison-Verwaltung. _________Z smmer, Quartiermeister. 3250) Die diesjährige Grasnutzung von den Böschungen an dem Stadtringgraben, an der Wieseck, sowie von den Wegen, soll Mittwoch den 13. Mai b. I., Nachmittags 2 Uhr, an Ort und Stelle versteigert werden. Die Zusammenkunft ist am Neuenweger Thor. Gießen, den 8. Mai 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _______________Vogt.____________ Ho lz v e r st e l g e r u » g in den Gräflich Solms-Rödelheim'- schen Waldungen. 3197) In dem Revier Einartshausen gelangen zur öffentlichen Versteigerung: 1) Donnerstag den 14. Mai L I. in den Districten Waidhecken, Dickenstrauch, Häsels, Strutwald und Schotterberg: 54 Stecken Bucheu-Schcidholz, 50 „ „ Prügelholz, 2 „ Eichen - 110 „ Buchen-Stockholz, 165 „ „ Astreisholz, 9 „ ' Eichen - „ 100 „ Nadel - Durchforstungs - Reisholz (15 Fuß laug), 26 Stück Buchen-Stämme und Stammabschnitte von 12 bis 40 Fuß Länge und 18 bis 28 Zoll mittl. Durchmesser, — 2260 Cubikfuß. 2) Freitag den 15. Mai l. I. im District Dörnberg: 150 Stecken Buchen - Durchforstungs-Reis- Holz, 20 „ Nadel-Astreisholz. Gegen vorschriftsmäßige Bürgscheine wird Zahlungsfrist bis 11. November l- I. gestattet. Zusammenkunft am ersten Tage Morgen? präcis 9 Uhr im District Waidhccken auf dem vom Ruttertshäuser Jägerhaus nach Einartshausen führenden Fußpfad ohnweit der Kiliansherberge — und am zweiten Tage Morgens präcis 9 Uhr im District Dörnberg. Wickstadt, den 30. April 1868. Schallas, Gräflich Solms-Rödelheim'scher Oberförster. Holzversteigerung im Anneröder Gemeindewalde. 3188) Dienstag den 12. Mai 1868, von Vormittags 8 Uhr an, soll in dem Anneröder Gemeindewalde, Districten Köpfeln, Wolfskaut und Baracken, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: Vz Stecken Eichen-Scheidholz, V» „ „ Stockholz, 1394 Wellen „ Reishmz, l'/z Stecken Erlen-Prügelholz, 400 Wellen „ Reisholz, 11 Stecken Nadel-Prügelholz, 22 „ „ Stockholz, 5315 Wellen „ Reisholz, 25 „ Dornholz, 97 Nadel-Stämme von 6 bis 16 Zoll Durchmesser und bis zu 85 Fuß Länge, mit 2543 Cubikfuß, 70 Nadel-Stangen mit 467 Cubikfuß, 50 Eichen-Reifstaugeu, für Küfer geeignet. Die Zusammenkunft ist an der Grünberger Chaussee am Wege, nach Annerod. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Martini d. I. gestattet. Annerod, den 2. Mai 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Annerod. Groß. Arbeitsversteigerung. 3239) Mittwoch den 13. Mai, Vormittags 11 Uhr, sollen auf dem Rathhause zu Allendorf a. d. Lumda nachfolgende Arbeiten öffentlich an die Wenigstnchmenden in Akkord gegeben werden, als: Wagnerarbeit an den Löschge- räthschaften, veranschlagt zu 20 fl. 40 fr. Schmiedearbeit an denselben, veranschlagt zu.....10 „ — „ Wagnerarbeit an der Wasserleitung am Unterthor, veranschlagt zu......11 „ — „ Maurerarbeit am Rathhause, veranschlagt zu.....24 „ — „ Dachdeckerarbeit daselbst, veranschlagt zu......80 „ 8 „ Weißbinderarbeit im 1. Schulhause, veranschlagt zu . . 20 „ 42 „ Unterhaltung der Ortsstraßen (Steinfahrcn, Steinsetzcn u- Steinschlagen), veranschlagt zu.........103 „ — „ Unterhaltung der Wege außerhalb des Orts (Steinfuhr, Steinsetzen, Steinschlagen u. Grabenarbeit), veranschl. zu 330 „ — „ Ueberschlüge und Bedingungen werden im Termin bekannt gemacht. Allendorf a. d. Lda., am 5. Mai 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Allendorf an der Lumda. ■xl - 41- - L- Hahn, Äezirksbauaufseher. Verkauf eines Brauhauses. 3198) Die Gemeinde Heuchelheim beabsichtigt, das Gemeinde-Brauhaus an der daneben herflicßenden Bieberbach, unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, zum Stehenbleiben, zu verkaufen. Das Gebäude ist 45 Fuß lang, 42Vz Fuß breit, einstöckig mit Kniestock, von Stein erbaut und mit Ziegeln gedeckt. Die Brau- geräthe sind sämmtlich gut. Der Kessel hält 7 Ohm 51 Maas. Die große Maischbütte hält 20 Ohm. Die kleine „ „ 15 „ Die Darre wird mit mariner Luft geheizt. Zur Veräußerung wird Termin auf Montag den 11. Mai, Vormittags um 10 Uhr, auf dem hiesigen Rathhaus anberaumt. Heuchelheim, den 26. April 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Heuchelheim Jung. Feilgebotenes. I Kochsalz in schönster weißer trockenerWaare empfiehlt: 1 Sack ä 100 Psd. a 4 fl. 56 fr. ( incl. ' 1 „ „ 200 „ „ 9 „ 41 „ j Sack. Für die zurückgesandten Säcke werden 14 resp. 21 fr. vergütet. Gg. Chr. Spruck, am Markt. Südfrüchte. 3231) Frische Sendung von Apfelsinen (Messina-Frucht), das Stück von 5 bis zu 10 fr-, das Hundert zu 9 fl., sowie Malaga-Citronen, das Stück zu 4, 5 und 6 fr-, im Hundert billiger, empfehlen I. A. Busch Söhne. Aecht kaukasischer I K Wanzentod! I 'g k Sicherstes Mittel gegen die Wan-» LZ zen; die ganze Brut wird für im-1 « s mer vertilgt! ä Flac. 18 fr. «. 36 f.r. | ä 5 Einzige Niederlage in Gießen bei ö S 8 (3213) Carl Frech. I Corsetten und Crinolinen in neuer Auswahl empfiehlt zu äußerst billigen Preisen I. H.,Fuhr. 3258) Kleine und große Nähmaschinen neuester Construction, Doppelsteppstich, unter Garantie, bei PH. Schlatter. 3190) Gartenmöbel von Guß- und Schmiedeeisen empfiehlt Emil Pi stör. 3183) Uür Wirths. Aepfelwetn, erste Qualität, eigener Fabrik, wird in größeren und kleineren Quantitäten abgegeben und empfiehlt solchenbestens H. Schmall, Lindenplatz. 3266) 100 Centner Heu und 50 Centner Grummet sind zu verkaufen bei Ph. Lampus. 3241) Schwarzen Thibet, Lüstre, Halb- Thibet, Shirting und verschiedene Fnt- terzeuge empfiehlt H. M- Jughardt. 3240) Zwei frischmelkende Ziegen sind zu verkaufen Neuenweg Lit. B- Nr- 183. I Tapeten und Borden in sehr großer und geschmackvoller Auswahl werden zu Fabrikpreisen verkauft bei Carl Frech. 3267) Eine sehr preiswürdige und vorzügliche Cigarre, zu 5 Heller das Stück, empfiehlt Justin Eberhardt, am Markt. i Fertige Herren - Wäsche als: Hemden in Leinen und Shirting, von 1 fl. 48 fr. an pr- Stück, Kragen, Manschetten, Chemisetts, sowie Halsbinden, ShlipS, Cravattey für ältere Herren, Gefundsheits-Jacken, Handschuhe, Hosenträger, Socken rc. rc. empfiehlt in reicher Auswahl und zu billigen Preisen H. Rübsamen, vormals H. Ei ff, Mäusburg Lit. D- Nr. 9. 3210), Außer an den Markttagen lasse ich von jetzt an auch jeden Samstag in meiner Wohnung (Seltersweg) von Morgens 8 bis 12 Uhr zu herabgesetzten Preisen verkaufen. Theodor Küchler. mi11 I"HiMii'M tRdnm6111ll t........... Natürliches Carlsüader Mincralwasier, Sprudelsalz und Sprudelfeife, Adelheids-AueUe von Heilbronn^ sowie alle andere bekannten Sorten natürliche und künstliche Mineralwasser, sind von jetzt an stets in frischen Füllungen vorräthig bei (3238) Julius Wallach. 3199) Mein Fabriklager iti Cigarren bringe ich in empfehlende Erinnerung. _________________________PH. Klaus, in Lich. 3203) Verschiedene Constructionen von Wasch- und Ningmaschmen sind vorräthig bei Georg Wenzel. 1 . Ungarisches Fatzholz in allen Dimensionen, en gros et en detail, empfehle zu den billigsten Preisen. Georg jOttUth in Mainz. Lagerplatz-, im Eisenbahnhof am Holzthor. 3212) Arabische Gummi - Äugeln von W. Stuppel in Alpirsbach, ein Linderungsmittel bei Husten, Lungenkatarrh, Heiserkeit, Engbrüstigkeit und ähnlichen Brustleiden. Dieselben sind stets vorräthig, die V, Schachtel zu 4 Sgr., die ‘/z Schachtel zu 2 Sgr- in Gießen bei Julius Wallach. (3212) Englischer Patent ■ Portland - dement, Fabrikat Robins & Comp. 3202) Aelteste und renommirteste Marke. Seit einem halben Jahrhundert bewährte unbedingte Zuverlässigkeit. Regelmäßiges Eintreffen frischer Sendungen auf meinen sämmtlichen Lagern. — Ferner zu billigerem Preise r IiiiaiKiiseiaer i^ortfiaiid-Cement, Fabrikat Dyckerhofs. Anerkannte, durch Proben constatirte, beste Qualität unter den inländischen (Zementen. Außergewöhnlich hoher Sandzusatz. Ausführung von Asphaltarbeiten. Asphaltartikel. Köln, April 1868. ,Z. Mchäsk-EmjssefMiig. 3216) Einem geehrten Publikum hiermit die ergebene Anzeige, daß ich an hiesigem Platze eine Niedeklage von Franrfurter Bier, pr. Flasche 7 fr., sowie solchem aus der Brauerei von <$♦ Heß Co., pr. Flasche 8 fr., und anderen hiesigen Brauereien, pr. Flasche 6 fr., in Vi und V2 Flaschen errichtet habe. Indem ich für prompre und reelle Bedienung besorgt sein werde, bemerke ich noch, daß solches auch auf Wunsch den geehrten Ab. nehmern frei in's Haus geliefert werden wird. Meine Wohnung befindet sich bei meinem Schwiegervater Herrn Gefellschaftsdiener Krämer, Tiefenweg, und bitte ich um geneigten Zuspruch. F. Fernkorn. Z Aepftüvein vorzüglicher Güte; dieses so liebliche Getränk, ganz besonders zu Maiwein geeignet, wird auch im Kleinen abgegeben und empfiehlt solchen bestens H- Schmall, ____________________________Lindenplatz. I Küfeewtmeen, als: Bütten, große Waschzüber, Ständer, Butterfässer, Züber, Eimer u. s. w. empfehle ich in großer Auswahl und zu billigen Preisen: auch werden alle in dieses Fach einschlagende Reparaturen prompt und reell bei mir besorgt. W- Kohlermann, Neustadt D. 156. 1 Aepfelwein bester Qualität wird faßweise billigst abgegeben bei Reinhard Bepler, in Wetzlar. 3229) Frisch gestochenen Spargel, pr. Pfund 18 fr., bei Gärtner Schaum. 3242) Eine Partie gutes Heu ist zu verkaufen. H. M- Jughardt- HKhilofophenwald. 3255) Morgen, Sonntag den 10-Mai, wird Hcß'sches Vier in Schoppen und baierisches Bier in Flaschen verabreicht- 3259) Sommer- und Glace-Handschuhe bei Ph- Schlatrer. 3253) Ein schöner schwarzer Rock ist billig zu verkaufen- Wo ? sagt die Exped- d-Bl- 3271) Wiener Bier aus dem Staufen, ejg. 3245) Eine große Auswahl in rein Bielefelder, Hausmacher-, Creas- und sächsischem Leinen, sowie Hand-, Tischund Taschentücher bringe ich hiermit in empfehlende Erinnerung- Wilhelm Schmall. 3219) Maiwein-Essenz, das Fläschchen zu 6 und 12 fr-, sowie sehr guten schwarzen und grünen Thee, empfiehlt Conditor Sattler. Eisenbahn-Frachtbriefe, sowie sämmtliche Zollamts-Formulare, sind zu haben in der E. Ottmann'schcn Buchdruckerei. (3233) 3225) Bei heißem Wetter täglich Eis in der Höpfner'schen Conditorci, Neustadt, am Oswald'schen Garteil. F. Appel' Wittwe. MU.....«WWMM i Herrn R. F. Daubitz, Berlin. | Z Czernowitz (Oesterreichisch-Galizien), W Ä 25. Juni 1867. g | Der Vorzug JlMs DaMtz-Z piqueur^*) vor allen son-I Utigen von mir gebrauchten 8 «Mitteln besteht darin, daß erg I nicht drastisch, jedoch tiefgreifend« Hund nachhaltig auf die Reinigung Kund Verbesserung der Blutmaffe »wirkt. Da die Gesundheit dadurch fl gewinnen muß, ist augenfällig, und Iso befinde ich mich auch, Gott sei's g gedankt, bedeutend besser, seitdem Wich Ihren schätzbaren Liqueur gc- H brauche. Hochachtungsvoll ergebenster Johann Kalinczuck, g(3214) K. K- Professor der Theologie. :i:) Zu haben in Gießen bei Julius Wallach; in Hungen bei Aron Buch; in Lich bei H. C. Bingmann. 3226) Ein Haus mit Laden, in bester Geschäftslage, ist zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. Bermiethungen. 3232) Der zweite Stock des Hauses im ISr. Kleirr'- schen Garten ist anderweit zu vermiethen 3265) Ein kleines möblirtes Parterre- Zimmer ist zu vermiethen bei PH. Lampus. 3224) Ein vorzüglicher Lagerkeller, sowie ein geräumiger Stall, sind in Lit. E. Nr. 41 auf dem Seltersberg billig zu vermiethen. 3221) Ein möblirtes Zimmer ist zu ver- miethcn bei I. Zur-Ni cd en Wittwe, Löwengassc C- 162. 3234) Ein unmöblirtes Zimmer ist zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bl. 3192) Ein möblirtes Mansarden-Zimmer ist zu vermiethen bei Louis Busch Wittwe. 3230) In den Neucnbäuen Lit. B. Nr. 73 ist ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. 3228) Ein möblirtes Zimmer mit Cabi- net, sowie ein Stübchen, sind zu vermiethen Hintergasse Lit. A. Nr. 33. 3180) Ein vollständiges Familienlogis, bestehend aus 4 Zimmern nebst Zugehör, ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen bei A. K. Worms, Seltcrsweg. 3182) Im Russischen Hof sind zwei möblirte Zimmer zu vermiethen. 3186) Ein schönes unmöblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei Carl Plank, Lederhändler. 3176) Ein hübsch und freundlich möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei Friedr. Decker. 3178) Möblirte Zimmer mit Cabinet, auf Verlangen mit einem Flügel, sind zu vermiethen bei M- Heß, Lindenplatz. 3179) Ein freundlich möblirtes Zimmer list zu vermiethen bei Franz Tippel, Lindengape. Vermischte Anzeigen. 3261) Ich beehre mich, einem resp. Publikum die ergebene Anzeige zu machen, daß mein seit 32 Jahren bestehendes Detail- Specereiwaaren-Gejchäst von Herrn Carl Lony am heutigen Tage übernommen worden ist und von diesem für seine alleinige Rechnung fortgeführt wird. Indem ich für das mir während dieser Zeit erwiesene Vertrauen meinen aufrichtigen Dank hiermit abstatte, bitte ich zugleich dasselbe auch auf meinen Nachfolger übertragen zu wollen. Gießen, den 1. Mai 1868. I. G, Appel. Auf das Vorstehende höflichst Bezug nehmend, bitte ich, das meinem Herrn Vorgänger seit einer so langen Reihe von Jahren erwiesene gütige Vertrauen auch mir zu Theil werden zu lassen und die Versicherung zu genehmigen, daß ich es mir zur Aufgabe stellen werde, mich desselben in jeder Beziehung würdig zu zeigen. Ich erlaube mir deßhalb, mich bei Bedarf in Specerei-Waaren und den sonst dahin einschlagenden Artikeln einem hochzuverehrenden Publikum bestens zu empfehlen und zeichne mit Hochachtung ______________________________________________VartJLony. D i e Union, allgemeine deutsche Hagel-Versicherungs-Gesellschaft. Grund-Capital 3 Millionen Thaler, wovon .... Thlr. 2,509,500 in Actien emittirt sind. Reserven ult. 1867 ,, 165,726. Thlr. 2,675,226. 3237) Die Gesellschaft versichert Bodenerzeugnisse aller Art gegen Hagelschaden zu festen Prämien ohne Nachschußzahlung. Jede Auskunft über dieselbe wird ertheilt und Versicherungen werden vermittelt durch die unterzeichneten Agenten, welche gleichzeitig Agenten Ser Aachener und Münchener Feuer-Versicherungs-Gesellschaft sind, die mit der Union in engster Verbindung steht. Gießen und Lich, den 1. Mai 1868. Louis Wittich, Kaufmann in Gießen, K. Wolp, Gemeinde-Einnehmer in Lich, Agenten der Gesellschaft. Md Gleisweiler bei Landau in der Rheinpfalz. 3217) Gestützt auf 25jährige Erfahrung, erzielt der Unterzeichnete die günstigsten Curerfolge gegen chronische Krankheiten durch rationelle Anwendung der Kall- iv affer cur, Dampf- und Kieferiiadelbäder, des Electrogalvanismus, der Molkeneur. — Bad Gleisweiler, der reizendste Landaufenthalt am Haardtgebirge, ist auch stets von Nichtkranken besucht- — Prospccte und Näheres durch Dr. med. L. Schneider. 3222) Sonntag -en 17. Mai und die folgenden Sonntage: Scheibenschießen. Es werden außer 5 Hammeln noch mehrere andere Gaben herausgeschossen. Bollenbach bei Grünberg, den 5. Mai 1868. Wilhelm Wagner. Aachener und Münchener Feuer-Verücherunas- Geseüschast. 3236) Der Geschäftsstand der Gesellschaft ergibt sich aus den nachstehenden Resultaten des Rechnungs-Abschlusses für das Jahr 1867: Grund-Capital........fl. 5,250,000. — Prämien- und Zinsen - Einnahme für 1867 (exci. der Prämien für spätere Jahre).....„ 3,228,967. 10 Prämien-Reserven........„ 5,099,699. 22 m fl. 13,578,666. 32 Versicherungen in Kraft am Schluffe des Jahres 1867 „ 1,838,194,827. — Gießen und Lich, den 1. Mai 1868. Louis Wittich, Kaufmann in Gießen, Wilh. Basiert, Steuerpfandmeister in Gießen, K. Volp, Gemeinde-Einnehmer in Lich, Agenten der Gesellschaft. Gasthaus nun Adler. 3195) Einem geehrten Publikum hiermit die ergebene Anzeige, daß ich von jetzt an die Wirthschaft im Adler im Namen des Herrn E. Pitt Han fortführen werde. Mit guten frischen Getränken und vorzüglichen Speisen werde ich den geehrten Gästen stets aufwarten können. B. Oswald. Sperrsitze des Gießener Concert-Vereins. 3268) Die Verloosung der Sperrsitze für das diesmalige Semester findet Samstag den 9. d. Mts., Nachmittags 5 Uhr, tm Vorstandszimmer des Clubgebäudes in üblicher Weise statt, und bitten wir, die Stuhlreihen, welche von einzelnen Gesellschaften gebildet werden, bis um 4 Uhr jenes Tages anzumelden. Die Concertdirection. Zinß er scher Garten. 327N) Sonntag den 10. Mai (bei günstiger Mitterung): Erstes Großes Garten-Concert, ausgeführt vom ganzen Musikcorps unseres Jägerbataillons. Anfang 4 Uhr. — Entree für Herren 9 fr., für Damen 6 fr. Programme an der Casse. .d Auslagen und Jrrthum zn begegnen! 3204) Durch Uebernahme der Agentur eines größeren Hauses bin ich jetzt im Stande, den ver- -schieden Anforderungen besser zu entsprechen und halte ich mich zur Beförderung von Auswanderern, sowie zur Erped'.tion von Gütern nach Amerifa mit den Post-Dampfern über Bremen und Hamburg und mit allen über Bremen abgesandten Segelschiffen angelegentlichst empfohlen. — Wechsel in allen Beträgen auf die größeren Plätze Amerifa's stelle ich aus und besorge Jncasso's und Auszahlungen daselbst. Bedienung reellst und billigst. Christian Wallenfels jun. I Erstes Coneert im Sommer-Abonnement des Gießener Concert-Vereins Dienstag den 12. Mai 1868, Abends präcis 6 Uhr, tm Club - Saale, unter gefälliger Mitwirfung der Frau M. Peschka-Leutner, Großh. Hess, Hofopernsängerin ans Darmstadt, der Frau A. Hempel und des akademischen Gesangvereins. Die Concertdirection. Am 2. Juni 1868 ' Slste Ziehung der österr. Staats - Loose vom Jahre 486 4.- Höchster Treffer fl. 250,000, niedrigster fl. 155 östr. Währ. S Einlage S Thlr. = fl. 3. 30 süddeutsch pr. Loos. 8 Sieben Loose kosten nur Thlr. LS — fl. SL siidd. j Mit k. k. Stempel versehene Loose empfehlen VOELCKER & O Bankgesehäft in Wien, Kolowratring Nr. 4. g NB. Nachnahmen können nicht erhoben werden. (3215) I 3211) Die I. BlochHe Hoffchönflrberei in Darmstadt empfiehlt sich im Färben von Seiden-, Wollen- und gemischten Kleiderstoffen, von Mäntel-, Shawl-, Band- re., von Möbel- und Borhangstoffen aller Art; ferner im Waschen von Seidenstoffen, Band, Cachemir, Crepe de Chine «nd Long-Chäles. Moire antique und Moire fran^aise wird bei Kleiderstoffen wieder brillant hergerichtet. Drnckwaaren werden in allen modernen Mustern und Farben ansgefühit. Die Farben werden in jeder Branche anfis Schönste und Solideste dargestellt und garantirt die Firma für gute und billige Ausführung. Agentur bei I. Schlund, Schloßgaffe, in Gießen. Terrasse des Russischen Hoss. 3232) Sonntag den 10. Mai, Abends, bei günstiger Witterung: Streich-Sextett bei Italienischer Beleuchtung. Bier von Gg. Heß ST Comp. 3251) Eine kinderlose Wiitwe in Gießen erbietet sich, junge Mädchen, weiche nm ihrer Ausbildung willen dorthin gesendet werden, gegen billige Vergütung in Wohnung, Kost und Pflege aufznnehmen. Näheres zu erfragen bei Gymnasiallehrer Dr. Glaser in Gießen. W uh NUNgs-Veränherung. 3208) Von jetzt an wohne ich in meinem erkauften (früher Werw atz'schen) Hause in der Katharincngasse Lit- C- Nr. 209. Seb astian Bach, Schuhmachermeister. 3235) Ein Kinderwägelchen, noch in gutem Zustande befindlich, wird zu kaufen gesucht. Von wem? sagt die Expcd- d. Bltts. 3189) In einem Spezerei-Geschäft ist eine Lehrlingsstelle offen. Näheres bei der Exped- ,b. Bltts. Bekanntmachung. 3200) An alle diejenigen resp. Versicherten, welche Feuer- und Lebensversicherungs-Prämien an mich zu entrichten haben, die ergebene Mittheilung, daß diese Prämiengelder in meiner seitherigen Wohnung forterhoben werden und daß ich die in dieser Beziehung von Herrn Carl Lony unterschriebenen Quittungen ebenso anerkenne, als wenn solche vön mir unterzeichnet wären. Gießen, den 1. Mai 1868. I. G. Appel. Ohne Medicin wird durch ein einfaches naturgemäßes Heilverfahren allen denen schnelle und sichere Hilfe gewährt, die in Folge zu frühen oder zu häufigen Geschlechtsgcnusses oder durch unnatürliche Abschwächung (Onanie) gelitten. — Franco - Briefe mit Angabe des Alters und dem Auftreten des Leidens: Herzklopfen, Beängstigung, unruhiger Schlaf, Schwäche, Hagerkeit, Kurzsichtigkeit, Schmerzen im Hinrerkopf, dem Rückgrat, Pollutionen 2C. werden erbeten sub D. v. K. poste restante Liegnitz. Das Honorar ist gering. Strengste Discretion Ehrensache. (3248) Annonce. 3246) Ein junger Mann, der seither auf dem Comptoir eines größeren Fabrikge- fchäftes thätig war und schon kleinere Reisen besorgte, sucht anderweitig Engagement, am liebsten in Gießen oder in der Nähe. Gefällige Franco-Offerten sub L. 1.03 besorgt die Exped. d. Bltts. 3243) Ein gesitteter Junge kann in die Lehre treten bei W. Kohlermann, Küfer. Consum-Veveirr 3263) Montag den 11. Mai, Abends 8 Uhr: Versammlung im Locale des Herrn 8- Lony (Neustadt.) Nicht-Mitglieder haben Zutritt. Der prov. Ausschuß. Freiburger ® | Staats-Prämien-Anleihe. | K 3181) Der Verkauf' der Prämien- K ® Obligationen ist von allen Regie- ® rungen des In- und Auslandes gestattet. » Die Haupt-Gewinne betragen Francs j; Z 60,000,50,000,45,000,40,000,35,000,® ® 32,000,30,000,25,000,20,000,18,000,« ® 16,000, 15,000, 6000, 5000, 4000, F ® 3000, 2000, 1000 u. s. w. ® § Beginn der Ziehung am 14. d. M. Xur *5 Thaler ® ® kostet ein wirkliches Original- ® § Staats - Loos, (nicht von den ver-g ® botenen Promessen) und werden solche @ ® gegen frankirte Einsendung des ® g Betrages oder gegen Post- g Vorschuss, selbst nach den ent- ® ® ferntesten Gegenden von mir 8 I versandt. I S Es werden nur Gewinne 8 gezogen. I g Gew inngelder und amtliche | § Ziehungslisten sende nach Ent- g 8 Scheidung prompt u. verschwle- g ® gen. I g Unter meiner überall belieb- ' iQiOO-O-O O 0-0-0 0-0 -0-0-0 3220) Bei Maurermeister Schmidt in Heuchelheim können noch mehrere Maurergesellen dauernde Beschäftigung finden. 3247) Am verflossenen Donnerstag ist auf dein Wege von dem Seltersthor bis auf den Lindenplatz und von da durch die Neuenbäuen über die neue Anlage eine goldene Schnalle verloren worden. Der redliche Finder wird gebeten, dieselbe gegen eine gute. Belohnung an Frau Hofgerichts- Advokat Wolf abzugeben. I Turnunterricht. Mein Privat - Turnunterricht hat Mittwoch den 6. Mai begonnen. Anmeldungen hierzu können jedoch noch täglich entgegengenommen werden. 8- C- Rübsamen- 3257) In einem hiesigen Fabrik- geschäfte ist eine Lehrlingsstelle offen. Näheres bei der Erped. d. Bltts. 3191) Ein mit guten Vorkenntnissen versehener junger Mann wird als Lehrling in ein größeres Geschäft gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts.__ 3193) Ein Uhrmacher - Lehrling wird gesucht von__________________Ehr. Leo. 3177) Ein gesitteter Junge kann als Hansbursche eintreten bei _____H. Hochstätter. Z Hugo Perger, Photograph und Portraitmaler, Asterweg 104, zeigt sein Scheiden aus dem Geschäft des Herrn H. St ix ergebenst an und empfiehlt sich dem geehrten Publikum unter Zusicherung vorzüglicher Bedienung. k Concordia. Samstag den 9. Mai, Abends 8 Uhr: Generalversammlung. Tagesordnung: Bericht des Vorstandes. Rechnungsablage. Vorstandswahl. _______________Der Vorstand. Beachtens werth! 3158) Unterzeichneter besitzt ein vortreffliches Mittel gegen nächtliches Bettnässen, sowie gegen Schwächezustände der Harnblase und Geschlechtsorgane. Specialarzt Dr. Kirch H offer, _ in Kappel bei St. Gallen (Schweiz.) 3150) Ein junger Mann, der sich als Scribent ausbilden will, kann auf meinem Büreau eintreten. O. Weidig, ______________Hofger.-Advokat. 3166) Ein kräftiger Jung-Schmied findet dauernde Beschäftigung in der Maschinenfabrik von _________Georg Renzel, in Gießen. 3140) Englischer Unterricht, die Stunde zu 20 fr-, wird ertheilt. Von wem? sagt die Exped. d. Bltts. 3209) Ein braves Mädchen, welches kochen kann und alle Hausarbeit versteht, wird gegen guten Lohn auf Johanni gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 3194) Ein braver Junge kann in die Lehre treten bet' Fr. Berg, Schuhmacher. Tanzunterricht. 3145) Unterzeichneter ist gesonnen, den 11. Mai einen Tanzkursus zu eröffnen. Anmeldungen beliebe man bis dahin an ihn ergehen zu lassen. Rose, Univ.-Tanz- und Fechtlehrer. Schulprüfungen. Die öffentlichen Prüfungen unserer städtischen Schulen werden am 11. d- M. fortgesetzt, und zwar sollen Montag den 11. Mai, Vormittags von 8 bis 12 Uhr, die vierte und dritte Klasse, Nachmittags von 2 bis 5 Uhr die zweite Klasse und Dienstag den 12. Mai, Vormittags von 8 bis 12 Uhr, die erste Klasse der Stadtmädchenschule (Neustadt), Mittwoch den 13. Mai, Vormittags von 9 bis 12 Uhr, die vierte Klasse, und Nachmittags von 3 bis 5 Uhr die dritte Klasse, Donnerstag den 14. Mai, Nachmittags von 2 bis 5 Uhr, die zweite Klasse und Freitag den 15. Mai, Nachmittags von 2 bis 5 Uhr, die erste Klasse der höheren Mädchenschule geprüft werden- Indem wir Vorstehendes zur Anzeige bringen, laden wir Aeltern und Schulfreunde zur Theilnahme an diesen Prüfungen freundlichst ein. Gießen, den 4. Mai 1868. Der evang. Schulvorstand. Dr. Seel. Turnprüfnrrg. Die Prüfung der Schülerinnen der Stadtmädchcnschule soll Sonntag den 10. Mai, Nachmittags 4 Uhr, die der Schüler der Stadtknabenschule Sonntag den 17. Mai, Nachmittags 4 Uhr, und die der Schülerinnen der höheren Mädchenschule Montag den 18. Mai, Nachmittags 5 Uhr, in der Turnhalle vorgenommen werden, wozu Aeltern und Angehörige steundlichst eingeladen werden. Gießen, den 7. Ma! 1868. Der evang. Schulvorstand. Dr. Sccl. Frachtbriefe für die Main-Weser- und Cöln-Mindener- Eisenbahn, sowie sämmtliche zollamtlichen Formulare, sind zu haben bei Wilhelm Klee, Mäusburg. Mschüücker zu gießen. Sonntag den 10. Mai. Carl Löber am Lindenplatz. Friedrich Zülch auf dem L-eltersweg. Georg Balser Wittwe in der Reustadt. Kirchliche Anzeigen. Lvangeüsche Hemeinde zu Hießen. Gottesdienst. Den J 0. M a i. Morgens: Pfarrer Landmann. Nachmittags: Pfarrer Dr. Seel. Getauft. Den 3. Mai. Dem Bürger und Bäcker, Heinrich Klemmrath, ein Sohn, Ludwig Ferdinand Christian Hermann, geboren den 16. April. Beerdigte Den 1. Mai. Engelbert Schellhaas, des Musikmeisters bei dem ersten Großh. Jägcr- bataillon dahier, Heinrich Schellhaas, ehelicher Solm. alt 4 I. 3 M-, gestorben den 29. April. Den 2. M a i. Elisabeth Kuntz, des verstorbenen Bürgers und Gastwirths, Justus Kuntz, eheliche Tochter, alt 2 I. 10.M-, gestorben den 30. April. Den 3. Mai. Marie Karoline Bödicker, des königl. preußischen Oberlieutenants zu Homburg, Wilhelm Heinrich August Bödicker, eheliche Tochter, alt 9 M- 3 T-, gestorben den 1. Mai. Denselben. Johann Karl Philipp Weber, Bürger und Fabrikarbeiter dahier, alt 61 I. 2 M- 7 T., gestorben den 1. Mai. Den 5. Mai. Elisabeth Volz, geborne Krailing, Ehefrau des Bürgers und städtischen Arbeiters, Ludwig Volz, alt 67 I. 1 M- 6 T-, gestorben den 4. Mai. Den 6. Mai. Anna Marie Hamel, Wittwe des verstorbenen Bürgers und Leinewebers, Georg Hamel, geborne Fehling, alt 77 I. 9 M. 13 T-, gestorben den 4. Mai. Denselben. Katharine Becker, geborne Möser, Ehefrau des Bürgers zu Großen- Buseck und Fabrikarbeiters dahier, Kaspar Becker, alt 37 I-, gestorben den 4. Mai. Den 7- Mai. Jeremias Daniel Malko- mesius, Bürger und Metzgermeister dahier, alt 75 I- 8 M-18 T-, gestorben den 5. Mai. Denselben. Eine todtgcborne Tochter des Bürgers und Conditors, Hugo Robert Sattler, geboren den 5. Mai. Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Pfarrer Landmann. Börseiinachrichten: 7. Mai 1868. Preuss. 4’/2o/o Obi. 953/4 Frankf. 31 ;Ag Obi. 813/; Nass. 4V2°/o Obi. 941.; Kurh. 40/0 Obi. 89 Hess. 4°/q Obi. b. Roths. 89> 4 „ 31/2% do. do. 83-s.j Bayer. 5% Obi. 101 */2 » 4VzO/o 1jährige 93% 1 „ 4'/2% Vaiährige 93'/2 Würtemb. 41/3% Öbl. 931 4 Baden 4,/3°/o Obi. c. E.L. 9317 Oestr. 5°/o b. R. 62% r 5% National 53 „ 5% Metall. Obi. 46*,4 „ M. steuert. 50 Arner. 60/g 1882r Bds. 76 „ 6Q/o 1885r 75% Actlen. Frankf. Bank 1241/< Oester. Bank 705 „ Creditact. 190 Darmst. Bankact. 223 >/8 Prioritäten. 5O/o östr. F. SL.E. B. 262i/2 Ludwigsh.-Bexbach l lS'/o Maxbabn 105 - 4 Bayer. Ostbahn 1227/g Hess. Ludwigsbahn 135 30/o östr. Stsb.-Prior. 52 (J 3° u östr. s. Lombard. 421 4 3% Livorneser 28 Toscaner 11 A4 Frankf. Hypoth.-Bank — Frankf. Vereins-Kasse 97 5% Elisabeth-Prior. 73% do. II. Emiss. 71> s Anlehensioose. Kurh. 40 Thir. Loose 56l, 8 Nassau fl. 25 b. Roth. 35t/4 Gr. Hess. fl. 50 b. R. 1443/4 Gr. Hess. fl. 25 b. R. 381/2 4% bayr. Präin. Anl. 993/4 4% badische Loose 97 Badische fl. 35 Loose 511 4 1858r Prioritätsloose 132 1860r Loose 70% 1864r „ 86 Wechsel. Amsterd. k. 8. 100% Augsb. k. 8. 99% Berlin k. 8. 105 Bremen k. 8. 98 Cöln k. 8. 105 Hamburg k. S. 881 2 Leipzig k. S. 105 London k. 8. 1193/& Lyon k. 8. — Paris k. 8. 95 Wien k. 8. 101% Disconto 3% G. Geldwerten. Pr. Gass. Sch. 1 449/t-45 Div. Cass.-A. — Pr. Friedrdor. 9 57%-58% Pistolen . . 9 49-51 „ doppelte 9 50-52 Holl. fl. 10 St. 9 54-56 Ducaten . . 5 38-40 20 Frankenst. 9 29-30 Engi. Souver. 11 55-59 Russ. Imper. 9 50-52 Doll, in Gold 2 28%-29% Schntzengesellschaft in Gießen. 3185) Die Schießübungen werden von jetzt an wieder regelmäßig Sonntags und Donnerstags, Nachmittags von halb 3 Uhr an, bei günstigem Wetter abgehalteu. Zugleich wird hiermit ein für allemal bestimmt, daß Sonntags nur auf 300 Meter und Donnerstags auf 175 Meter Distance nach den vom deutschen Schützenbund bestimmten Scheibenbildern geschossen wird. ______________________________________________________________Der V o r st a n d. (Hierzu eine Beilage.) ! I i : I, ft ; -!■ baß mül den gra stra sie, der eine Ber eine vor Ent bicti blei Oce Hör bas in i feint daß wcl< zu 1 Buc freu gen, zu t berei zu l Ohr dersi Last ettoi Lieb «eß. zu b wuni »ergi der Fede sich hatte groß zen ■ sische hielt chen Ein hob, in d vollk Büst bezai Hanl und sie n ihre schon denke welch fern ( wenn idi w Idol, Harm Mens führt uns t den p lviirde der $ den v Absage zu Mr. 55 des Are^ener Anzeigers. Feuilleton. Das Testament ües Großonkels. Siebentes Kapitel. (Fortsetzung) Folge auch Du mir, mein Leser, suche mit mir die Schatten des Waldes auf, baß nach jenen Bildern, die bisher unserem Geiste vorübergezogen sind, unser Ge- müth sich sonstige, und die Eindrücke verwischt werden, welche die letzten Schilderungen in unserem Herzen zurückgelassen haben. Wandere mit mir über die graue Moosdecke, bis Du mit mir an die sich durch den Wald ziehende Heerstraße kommst, wir gehen weder zur rechten noch zur linken, wir überschreiten sie, um auf's Neue uns im Schatten der Buchen zu befinden, sanft schwillt jetzt der Boden an, allmälig steigen wir höher und höher, wieder kommen wir an eine Lichtung, vor uns liegt eine schmale Hochebene, auf der sich die Spitze des Berges erhebt, welche von dem Waldschloß gekrönt wird, welches am Saume eines weiteren Buchenwaldes sich erhebt. Wir haben in wenigen Minuten die vor uns liegende Ebene überschritten, und ersteigen langsam die steile Höhe. Endlich ist der höchste Punkt erreicht, und die Aussicht, die sich jetzt dem Auge bietet, giebt Ersatz für jede ausgestandene Mühe. Doch nicht auf New-Jork bleibt unser Auge haften, eS-schweift weiter, weit hinüber über den atlantischen Ocean, und wir senden den weißen Segeln unsere Grüße nach, die am fernen Horizonte unfern Blicken entschwinden. Ein Blick über das Meer verkörpert uns bas Bilv des Grenzenlosen der Phantasie, verkörpert uns die Göttlichkeit des in uns wohnenden Geistes. Wie wahr sagt nicht der Dichter: „Auf den Bergen wohnt Freiheit!" Ja! auf den Bergen wohnt Freiheit, denn unser Geist fühlt sich näher seinem Schöpfer, wir schauen hinauf in das unendliche Firmament und wir fühlen, daß der Odem Gottes unsere Wangen fächelt! Das Buch ber Mutter ist es, welches uns sein Dasein verkündet! Wohl dem, der es vermag in dessen Seiten zu lesen und seine göttlich erhabenen Wahrheiten in sich aufzunehmen. Dort oben in der Nähe des Waldschlosses im Schatten einer dichtbelaubten Buche saß John Graiman. Nicht fern davon im Gehölz wohnte in einem freundlichen Bretterhause ein Farmer, dorthin hatte sich unser Held zurückgezogen, um in der Einsamkeit die Ruhe und Stärke zu suchen, deren er bedurfte zu dem Kampfe, welcher ihm bevorstanc. Und doch mochte auch noch ein anderer Grund ihn bewegt haben, gerade hier seinen Aufenthaltsort aufgeschlagen zu haben. Denn als plötzlich das Gebell eines Hundes in der Nähe an sein Ohr schlug, erhob er sich, und eilte rasch über Die Spitze des Hügels, wo sich derselbe wieder neigt und auf der andern Seite die Aussicht auf die anmuthige Landschaft nach Hackensack gewährt. Auf einem, mit Moos bewachsenen Felsblock saß ein junges Mädchen von etwa achtzehn Jahren. Neben ihr saß der Hund, sich an sie schmiegend und die Debkosungen erwiedernd, welche ihm die Hand seiner Herrin zu Theil werden John hielt einen Augenblick an, um das himmlisch schöne Bild vor ihm zu betrachten. Es giebt wohl manches schöne Frauenbild, das der Mann bewundern kann, verzeiht es ihm, wenn er da, wo sich die Natur übertroffen hat, vergöttert. Solche Frauengestalten beweisen uns, daß die klassischen Schöpfungen der Plastik des Alterthums keine künstlerische Phantasiegemälve waren. Die Feder, welche sich an die Bersinnlichung einer solchen Schöpfung wagt, fürchtet sich fast den theuren Gegenstand zu profaniren, — b'rum habt Nachsicht! — Sie wurde des von der Seite Kommenden nicht gewahr, der so Muße hatte, dieses edle griechische Profil von reinstem Ebenmaße zu betrachten. Ein großer runder weißer Strohhut, unter dem der Reichthum des üppigsten schwarzen Haares in dicken Flechten hervorquoll, neigte sich leicht über die hohe klas- fische Stirn, faltenlos und eben, ein Spiegel reiner, erhabener Gedanken. Sie hielt ihr leuchtendes dunkles Auge auf den Boden geheftet, — wehe dem, wel- chen es traf, denn solchem Zauber würden wohl nur Wenige widerstanden haben. Ein etwas dunkler Teint, welcher die Rosen auf ihren Wangen nur um so mehr hob, gab ihr einen orientalischen Anstrich, der tadellose Hals, der gleichsam stolz in dem Gefühl sich hob, einen solchen tadellosen Kopf zu tragen, hätte nicht vollkommener unter dem Meiße eines Phivias hervorgehen können; die fehlerlose -öufte, der schöne, volle Arm, die kleine, bewundernswürdige Hand, die ganze bezaubernde Gestalt zeigte uns ein weibliches Wesen, das vollkommen aus der Hand der Schöpfung hervorgegangen zu sein schien. Das war Deliah Mac Laue, und gewiß wird die Erinnerung an ihren Anblick dem, welchem es vergönnt war, sie nur ein Mal zu sehen, nie aus seinem Gedächtniß entschwinden. Plötzlich sprang der Hund auf und rannte dem Nähcrkommenden entgegen, tyre Blicke, die demselben gefolgt waren, begegneten jetzt den (einigen. Er war ityon an ihrer Seite, setzte sich zu ihr und drückte ihr die Hand. „Habe ich Dich warten lassen?" fragte sie. „Ich weiß es nicht, Deliah " antwortete er, „denn wenn ich an Dich denke, denke ,ch nicht an die Zeit; wenn ich Dich erwarte, denke ich nur an das Glück, bctiorfl^t' D'!H zu sehen, während, wenn ich Dich sehe, sich zu die- K« Glucke der Gedanke mischt, daß Du mich wieder verlassen wirst." „Um Dich am anderen Tage wiederzusehen," sagte sie leise. „Und wenn ich Dich sehe, sehe ich nichts Anderes mehr auf der Welt, knn ,ch an Dich denke, so ist alles Uebrige todt für mich; glaube mir Deliah, '« war nie vorher, nie in meinem Leben so glücklich als jetzt, Du bist mein x' 01' und jedes Gefühl, das ich empfinde, geht in dem Gedanken an Dich auf." „Du bist ein Schwärmer, John." „Wenn auch, Deliah, laß mir ti.fe Schwäche, sie thut keinem Menschen ^arnr Die Schwärmerei für das ästhetisch Schöne veredelt das Herz des fi'A t en" ®er ^dunke an das Schöne, die Vorstellung des sinnlich Schönen iin/ h“n8 Vr i^ben Zeit zu dem Gedanken an das geistig Schöne. Wir denken die schöne Hülle von einem schönen Geiste bewohnt, und wir streben, desselben würdig zu werden." „Jetzt, John, schmeichelst Du mir." toilrh " • Dir schmeicheln, Deliah? Jede Schmeichelei Dir gegenüber b /Nichts zerfließen, denn jede Schmeichelei Dir gegenüber würde hinter den Zurückbleiben. Wenn ich an Dich denke, möchte ich meinen Fein- verzerhen, und wenn ich Dich erblicke, wenn ich Dich ansehe, würde es mir unmöglich sein, einem Menschen, und wenn er mein Todfeind wäre, ein Leid W". Wohin ich in der Welt gereist bin, wohin mich auch immer das Schicksal verschlagen, über Lander und Meere, überall hin hat Dein Bild mich begleitet, Du bist das Leben meines Lebens." i .... bist gut, herzensgut, und Diejenigen, welche Dich verfolgen, ! muffen sehr böse sein." i ä '*one Tage blühen. Als ich vor vier Tagen am späten Abende zum ersten Male dort unten durch's Dorf ging, welches vor acht Jahren noch nicht existirte, °a,xd) Eure Wohnung nicht, doch mein Gefühl leitete mich sicher den gehört h t?'"^ Crfannte Db'ne Stimme, obgleich ich sie seit acht Jahren nicht „Und Du konntest vorübergehen, ohne bei uns einzukehren?" „Es war so spät, und wie konnte ich wissen, ob mein Empfang derselbe sein wurde, wie vor acht Jahren mein Abschied." zi-getra^?" ^C*nen 0^