Preis vierteljährlich 36 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 51 kr. Gießemr Anzeiger Erscheint wöchentlich dreimal: Dienstag«, Donnerstag« und Samstag«. — Expedition: Canzleiberg Lit. SB. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kietzen. Samstag dm 7. März Amtliche Bekanntmachungen. »r. 4 de« Bmd-S.G-feMWS dcS Rorddeutfchen Bundes von 1868, -ns--geb-n ju Berlin den 2Q SMr.m, i°n« «■ |;"SSS; ÄL SÄÄ S SÄ® S aSÄ?’“ ' «m-H'L KääfSSS"*" *mb"” Ä “"“**« Mm'.--- der -°erem,«.,„ Sm.ien Am,« W dem ®tc6en, den 5. März 1868. Großherzogliches Kreisamt Gießen. In Verhinderung des Kreisraths • ___________ Kekule, Kreisassessor. Gießen, am 3. März 1868. Zu Ar. K. G. 1174. ^etretTeni»: Die Verminderung der Gendarmerie zu Pferd und deren Ersatz durch Gendarmen zu Fuß; hier Statronsveränderungen und Dislocation. . Das an xC Me G'°ßh»r°g»chen Bnrg-r>n°iste»i-n Berswd, Beuern, Burkhardsfelden, Grsßen-Buft», Hattenrsd, Oppenrod und Reiskirchen *ä ä«»wäw: * =«■«<«* LL ’Kekulä, Kreisaffcffor. Besondere Bekanntmachungen. Wellen Lieferung von hölzernen Kugel- 259 Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. Buchen-Scheidholz, Kiefern- „ Buchen-Prügelholz, Eichen- „ Kiefern- „ Eichen-Stockholz, Buchen- „ Kiefern- „ Buchcn-Rcisholz, Eichen- „ Gießener Chaussee: 6400 Buchen-, 6150 Eichen-, 2675 Weich- Holz-Wellen an den Meistbietenden versteigert. . Die Zusammenkunft ist auf der Chaussee Lich, den 2. März 1868. m der Liesenbach. c* r' — Friedelhausen, den 2. März 1868. I ojeltn Die Versteigerung von Obstbäurn chen bei der Stadt Gießen. 1345) Dienstag den 10. März 1868, des Morgens 11 Uhr, sollen auf dem Wochcnmarktplatze am Rathhause dahier Sodann nach Beendigung dieser Versteigerung m dem District Kernberg, der sog. Gansenburg gegenüber: 4 Stecken Kiefern-Prügelholz, 4 » „ Stockholz, 475 Wellen „ Reisholz. Die Zusammenkunft ist int Hohenwald an der Staatsstraße, wo auch das int District Kernberg befindliche Brennholz versteigert wird, welches dieserhalb vorher von den Steigliebhabern eingesehen werden kann. Londorf, den 3. März 1868. Der Rentmeister: W. Engel. Holzversteigerung im Häuser Gemeiudewalde. 1355) Montag den 9. März l. I., von Morgens 9 Uhr an, soll im Häuser Gemeindewalde, Districten Holzversteigerung in der Fürstlichen Oberförsterei Lich. 1357) Künftigen Montag, den 9. März r „ Morgens halb 9 Uhr, sollen tm District „Riedwald" auf der Pfaffenschneiße, am Ettingshäuser Feld anfangend, versteigert werden: 87 Stecken Buchen-Scheidholz, 1. Classe, 105 „ „ u. Eichen-Prügelholz, " « Stockholz, 10500 Wellen „ „ Reisholz, 8 Stecken Buchen-Werk-Scheidholz, 84 Eichen-Stämme von 868 Cubikfuß, 87 starke Fichten-Stangen, zu Bau- und Wagnerholz tauglich. Lich, am 2. März 1868. Fürstliche Oberförsterei Lich. __________ Eigenbrodt. Holzverfteigerung. 1350) Mittwoch den 11. d Mts., Vormittags 9 Uhr, werden in der Gemarkung Friedelhausen, Holz Versteigerung. 1343) Dienstag den 10. d. Mts. des Morgens von 9 Uhr an, fmnnten in dem Freiherrlich v. Rabenau'- chen Walddtstrict Hoherwald bei Reiskirchen^ unmittelbar an der Staatsstraße von Gießen nach Grünberg gelegen, zur Versteigerung: 16 Stecken $ie Vertheilung der Zinsen aus en?- Krng'schen Stiftungen. b?sfi4L^ieieni0en Bedürftigen, welche bei ri»??^,'sung der vorbemerkten diesjäh- berücksichtigt werden wollen, 22^l1ni!tn 10 Tagen bei der unter- Meten Stelle zu melden. refe bcn 6- März 1868. Moßherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Oeffentliche Auffoiderung. 1371) Für die verschollene, am 23. August 1773 geborene Anna Elisabeth«, Ehefrau des Johannes Atz buch von Hausen, geborene Jammer, welche vor länger als 30 Jahren sich mit ihrem Ehemann^ und ihren 4 Kindern, a) Helene Henriette, b) Katharina, c) Johannes, d) Anna Maria, nach Amerika begeben hat, wird dahier noch ein Vermögen von 314 fl. curatorisch verwaltet. Auf Antrag der als erbberechtigt aufgetretenen Geschwisterkinder wird dieselbe hiermit aufge- sordert, binnen 3 Monaten sich zur Empfangnahme ihres Vermögens dahier zu melden, widrigenfalls angenommen wird, sie sei mit Zurücklegung des 70. Lebensjahres gestorben. — Zugleich werden alle Diejenigen, welche Erbansprüche an das Vermögen der Verschollenen bilden wollen, insbesondere ihre oben benannten unbekannt wo? abwesenden Kinder und folgende gleichfalls unbekannt wo? abwesende Geschwisterkinder: a) Helene Marie Elisabetha, Ehefrau des Johannes Rinn von Heuchelheim, bj Elisabetha, Ehefrau des Friedrich Beck vou Bellersdorf in Preußen, c) Johann Ludwig Jammer von Hausen, lammtlich Kinder des verstorbenen Johannes Jammer von Hausen, ch Stephan Jammer, Sohn des verstorbenen Konrad Jammer zu Steinbach, hnrmit aufgefordert, ihre Ansprüche binnen m Frist, bei Meidung der Annahme oes Verzichtes auf solche, dahier geltend Zu machen. Güßen, den 2. Januar 1868. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Oppermann, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor. fangkasten. H o l z v e r st e i q e r u n q. 1416) Dienstag dm 10. d. Mts., 1349) Im Sicher Stadt'walde, Districten Vormittags 11 Uhr, Plattenwald und Dörrenseif, kommen den wird die Lieferung einer Anzahl Kugelfang- 11- sind 12. d. Mts. nachverzeichnete Holzkasten auf dem Souinisstonsweg vergeben, sortimente zur Versteigerung: Zeichnungen und Bedingungen liegen auf Mittwoch den 11. März ; dem Bureau des Zahltneisters zur "Einsicht H3 Eichen-Stämme von 7 bis 18 Zoll der Interessenten offen. Durchmesser und bis zu 45 Fuß Länge, Gießen, den 6. März 1868. 2 Fichten-Stämme von 16 und 18 Zoll Grotzherzogliches Commando des 1. Jäger- Durchmesser und 80 Fuß Länge, Bataillons. 767 Eichen-, Buchen- und Nadelholz- An s ch ü tz , Stangen, Major und Bataillons-Commandeur. 15 Eichen zehn Fuß lange Stecken, zu ~ ' Bau- und Werkholz geeignet; Donnerstag den 12. März: Stecken Buchen-, Eichen- u. Nadel- Scheid- und Prügelholz, v, 62 Stecken desgleichen Stockholz, District Burgwald, unmittelbar an der 18225 desgleichen Wellen, ? 4 ‘ 23 desgleichen Haufen. I Der jedesmalige Anfang ist Morgens 9 Uhr am Sicher ^eld auf dem Hattcnröder Vicinalweg. 10 7 4 25 5 4 26 1500 900 6500 „ Kiefern- 23 Stämme Eichen-Bau- und Werkhol, von 8 bis 17 Zoll Durchmesser und 1» bis 4c> Fuß lang = 551 Cbkf. enthaltend, 287 Stämme Kiefern-Bau- und Schnittholz ”°n 6 bis 19 Zoll Durchmesser und 10 bis 60 Fuß lang = 7108 Cbkf. enthaltend. Engel - Stiftung. 1396) Am 24. März sollen die Zinsen der von dem Stadtvorstand zum ehrenden Andenken des Geh. Kirchenraths Or. Engel gemachten Stiftung mit je 10 fl. an 10 arme und würdige Familien aus Gießen vertheilt werden. Diejenigen Familien, welche . ,, m glauben, um dieses Vermächtniß sich bewer- IgO veredelte Aepfel-, bcn zu können, wollen sich bis zum 20. März °6 „ Birn- und bei den Geistlichen, dem Großh. Bürger- < ^0 „ Kirschen-Stämmchen meister, oder einem der übrigen Mitglieder ""?en Meistbietenden gegen Baarzahlung des Kirchenvorstandes melden, versteigert werden. Gießen, den 7. März 1868. Die Herren Bürgermeister werden um Für den Kirchenvorstand: stoetanntmachung dieser Versteigerung ersucht. G. Sandmann, Pfarrer. ^jeßen, den 3. März 1868. ■■ Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 3)PPftPlgePUUgPN. Felsing, 1r. Beigeordneter. Holzversteigerung im Gießener Bauholzversteigerunq. Stadiwalde. 1354) Donnerstag den 12. März 1344) Montag den 9. März d I wt? Im Domamalwalddistrict Schindanger nnn Normittcms q iifir ? ' nachverzelchnetes Holz versteigert: soll in dem Gießener" Stadtwald? District Eichenstämme mit 184 Cubikf., 384 Haingesboden(ab?e?olstc S^ießbahiHrmch- e °mme m t 11498 Cubikf., 324 Ä “'"i;™ ‘S teSj SS'S’ä'eäiSe”!®«?’ »? Sich"i,ft»mme" mi! Wo IJuSItf., 372 Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird toftomm'mit’s'Vutof 1 nix: Zahlungsfrist bis 1. Juli d. I gestattet. am mit 8 EbUrnn^Ä LÄlftnn: Die Großherzoglichcn Bürgermeistereien ®e- f' unb Nadelstangen der umliegenden Orte werden ersucht, dies ?u ammenku, 0 mit- nfi™ Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gießen, am 3. März 1868. -------------------- — IGroßherzogliche Oberförsterei Schiffender«. Dr. ©raubt z??5) Die General - Versammlung der « rd dm E der Provinz Oberhcssen oen Statuten gemäß Samstag den 14. I. Mts., s Nachmittags 2 Uhr, Wen Regierungsgebäude dahier statt- Gießen, «m 7. März 1868. Für den Vorstand: Schuster. fl. 1859r Föntet Canet L8L8L- & vesgl-, 5 für Gesunde so- UWerikanische 1365) Wellen Neuenbäuen 101- (1391) tm 1359) Neue Sendung vorr^ausgezeichnetem 3Vä Wellen Gießen S äng er- Wellen Stecken 48 6 18 24 30 10 7 299 14350 150 1. 1. ti 1. 7? 97 5 145 Wellen Stc Een 71 7) Flasche r> T) r T) 8V« » 19-/4 ,, 3125 Wellen 6‘/4 163/4 604 1 8-/4 113/4 619 4 V» fr-, 1409) Mehrere Zugwagen sind zu verkaufen ; auch können dieselben gegen Vergütung verliehen werden bei Schmied Unverzagt. Pserdeversteigerung. Holzversteigerung in der Freiherr- lich von Zwierlein'schen Försterei Winnerod. ist soeben in Zapf genommen. G. Schm eh l, zum „Russischen Hofr 24 2331/z IV» 2 IIV2 „ Stockholz, „ Reisholz, Eichen-Scheidholz, „ Prügelholz, „ Stockholz, „ Reisholz, Nadel-Prügelholz, „ Stockholz, Feilgebotenes. 1388) Portland - Ccment in frischer Waare, Dung-Gyps, Steinkohlen und Braunkohlen empfiehlt I. G. D. Bapst. Holzversteigerung im Albacher Ge meindewalde. dieses in ihren Gemeinden bekannt machen ^Oberwalgern, am 29. Februar 1868. I. Bepperling, Bürgermeister. 1361) Alle Sirte» baumwollene Ginschlag- und Strick- Garne billigst bei I. A. Busch Söhne. 1410) Waschbütten, Zuber, Bade- büttchen, Eimer, Brenken, sowie alle sonstige Küferwaaren in großer Auswahl, empfiehlt H. Schmall, Lindeuplap. Nervöses Zahnweh wird augenblicklich gestillt durch Dr. tiräfström’s schwedische Zahntropfen, ä Flacon 6 Sgr-, ächt zu haben in bei Ernst Hermes. (1364) Nadel- „ Stockholz, „ Reisholz, 1393) Kaldleder, schwarzes und braunes, preiswürdig, zu haben bei , Daniel Planck, am Twsenweg. Pseede-Markt zu Frankfurt a. M am 30., 31. Marz und 1. April 1868. Loose ä fl. 1. 45 fr. sind vorräthig bei Julins Wallach. Holzverkanf 1375) Mittwoch den 11. März, Morgens 10 Uhr, sollen im Oberwalger Gemeindewalde: 62 Stück Eichen-Bau- und Werkholz- Stämme von 17 bis 45' Länge und 6 bis 26" mittl. Durchmesser, öffentlich meistbietend verkauft werden. Die Herren Bürgermeister werden ersucht, Birken- „ Buchen-Prügelholz, Eichen- „ Nadel- „ Aspen- „ Buchen-Stockholz, Eichen-, Birken- und Nadel- Stockholz, Aspen-Stockholz, Buchen-Reisholz, Eichen- „ Birken- u. Aspen-Reisholz, ___ St. Julien, ISSSr St. Estephe, 1372) Abgabe von rothen Bordeauxweinen über die Straße gegen Baar mit Flasche, welche zu 6 fr. wieder zurückgenommen wird: ISGÄr Cotes bon ordinaire, pr. iS«6r Wegen ihrer wohlthätigen Wirkung sind gute Bordeauxweme , wohl, wie für Leidende, sehr zu empfehlen.wehr. Ebel. 125 „ Buchen- „ 1041 Nadel-Stangen von 1 6t5 Durchmesser und 12 bis 70 Fuß Lange, 1303 Cubiksuß enthaltend. Die Zusammenkunft ist bei dem Wegweiser auf der Sicher Straße vor dem Gießener Stadtwald. Hausen, am 3. Marz 1868. . Großherzogliche Bürgermeisterei Hausen. Dern. U ä h in aschinrn in verschiedenen Systemen, als: Singer & Co., Gro- ver & Baker, Howe, Wheeler & Wilson mit Glasfuß und sämmtlichen Apparaten, früher fl. 105 jetzt fl. 90. Handmaschinen mit Kettenstich, Doppelkettenstich und Doppelsteppstich nebst Trittvorrichtungen, unter dreijähriger Garantie, erleichterten Zahlungsbedingungen, freier Instandhaltung und freiem Unterricht. Reparaturen werden billigst besorgt-I. Th. Haubach. Cbkf-, 60 Buchen-Stangen von 20 Cbkf., 1609 Nadel- „ „ 1036 ,, Die Zusammenkunft ist am 1. Tage tm District Mühlberg und am 2. Tage tm District Kreuzholz. „ Albach, den o. Marz 1868. . Großherzogliche Bürgermetsteret Albach. B a l s e r. „ Stockholz, Eichen-Scheidholz, „ Prügelholz, „ Stockholz, Nadel-Prügelholz, „ Stockholz, Buchen-Reisholz, „ Durchforstungsholz, Eichen- „ 1575 „ Nadel- . ,, Die Zusammenkunft ist sedesmal um die oben bestimmte Stunde auf dem Freiherr- lich von Zwierlein'schen^ Hof zu Winnerod. Winnerod, am 4. März 1868. „ Der Forster: 1385) Montag den 9. und Dienstag den 10. März, jedesmal Morgens 9 Uhr anfangend, sollen in den Districten Mühlberg, Eisernhand, Kreuzholz und Rotherdenheg folgende lwlzsortimente versteigert werden, als: 18 Stecken Buchen-Scheidholz, 2 69'/- 94V2 22 9 313/4 48V4 3 1650 800 200 (Auszug aus einem Briefe.) Herrn JF. W. Bockius in Otterberg. Mainz, den 5. Oetober 1867. 1367).......... Ich und meine Frau sind Ihnen ebenfalls sehr dankbar für Ihren „weißen Kräuter-Brnst-Syrup", denn unser lieber Sohn von IV2 Jahr hatte schon mindestens achtmal den Grupphusten, das heißt: furchtbaren Husten mit Heiserkeit und festgesetzter Verschleimung, und Ihr „Kräuter-Brust-Syrup" war jederzeit sein Retter. Joseph Loew, Kaufmann. In Flaschen zu 24 fr., 35 fr. und ff. 1. 10 fr- ist dieser von vielen Aerzten euipfohlene „Kräutcr-Brust-Syrup" allein zu haben in Gießen bei. Ernst Hermes, „ Butzbach bei A. Gimbel, „ Friedberg Bei Jean Huber, „ Sich bei F. L. Förster, „ Grünberg bei Georn. Ritter Wtw- Vermischte Anzeigen. Vortrsqe im Club-Saale zum Besten des Frsuenvereins. 1398) Sonntag den 8. März, Abends 7 Uhr, Vortrag des Herrn ProfesM Dr. Mangold zu Marburg über das Leben der Juugprau von Orleans. Karten zu 24 fr- für einzelne Personen und zu 1 fl- für Familien m bet Ria schen Buchhandlung und Abends am Eingang. |l Gehörleidenden I | kann mit vollster Ueberzeugung das ge-1 1 biegene Schristchen: W 5 L»i La re y's sichere und brlltge » | Heilung der Schwerhörigkeit, g K Preis 21 fr., || empfohlen werden. Diesem Buche ver- |h danken unzählige Kranke ihre vollstan-1 I dige Hilfe. Z e u g N i ß. | a«r Steuer der Wahrheit, rote zur 1 Hilfe für Leidende, glaube ich Ihnen die | Mittheilung nicht vorenthalten zu dur- I fen: „daß ich durch den Gebrauch L D des in dem Dr. Larey'schenSchritt- U U chen angeratheuen Verfahrens W «von meinen Öhrleiden befreit g | wurde, das seit 3 Jahren allen g k Bemühungen der Aerzte, rote g ß sonstiger Mittel, trotzte. Das« | frühere ganz taube Ohr ist zu frischer W g Lebenskraft erwacht und damit zugleich g I auch das leidige Saufen und die fort- U | währende Dumpfheit des Kopfes ganz- g I lich gewichen. . I I. Beith, tn Carlsruhe. | 975 „ Nadel-Reisholz, 23 Eichen-Ban- und Werkholz-Stamme von 460 Ebki., 15 Nadel-Stämme von 337 Cbkf-, 5 Birken- und Aspen - Stämme von 75 1376) Künftigen Dienstag und Mittwoch, den 10. und 11- März, Morgens 9 Uhr anfangend, soll in den Districten Buchwald, Langenbuchen und Zipfen nachstehendes Holz versteigert werden, als: 195 Stecken Buchen-Scheidholz, Prügelholz, 1403) Mehrere junge Rattenpinscher tnb zu verkaufen in Lit- A- Nr. 77 am Wallthor. ______________________________ 1352) Ein guter Obstgarten mit Häuschen , am Rodberg gelegen, ist unter guten Bedingungen zu verkaufen. Näheres Bei der Exped. d Bltts.______________________ 1363) Der den Gärth's Erben gehörende Garten hinter den Eichen ist zu verkaufen. Näheres bei Thorschreiber Roloff. H 0 l z v e r ft e i g e r u n g. 1386) Dienstag den 10. März l. I-, des Morgens um 9 Uhr anfangend, sollen in den Rödger Gemeindewaldungen, > löouj yceut öcuuuuy Districten Grebstrauch, Udersberg und Berg- I866r Rheinwein, pr. Schoppen 12 fr., wald, nachstehende Holzsortimente ineistbie- - ™ o~-c tend versteigert werden, als : 273/4 Stecken Buchen-Scheidholz, Prügelholz, ! Auvvkrkdns wegen Gclchdsis-Aulgdde! 1401) Da wir unfern Ausverkauf am 15 März zu schueßen beabsichtigen, so werden die noch übrigen Kleiderstoffe, schwarze Lustres, Thibets, Taffete, schwarze Shawls re. zu nochmals bedeutend herabgesetzten Preisen verkauft. Gebrüder Heß, Kreuz. V e r nr i e t b rt n g e n. 1389) Zwei gut möblirte Zimmer sind auf nächstes Semester zu vermiethen in Lit. A. Nr. 195, Asterweg._____________________ 1405) Ein Familienlogis ist. zu vennie- then bei G. Richter, Wolkengasse. 1399) Zwei möblirte Zimmer sind zu vermiethen. Wittwe Martin. 1383) Bei Mechcmikus Jung auf dem Neuenweg ist eine kleine möblirte Stube zu vermiethen._______________________ 1379) Mehrere gut möblirte Zimmer sind für nächstes Semester zu vermiethen. Das Nähere hei der Exped. b- Bltts. 1378) In Lit. E. Nr. 4 auf bem Seltersberg ist ein freundliches Mansarden- Zwtmer mit Cabinet von Ostern an zu vermiethen._______________________________ 1348) Für einen Gymnasiasten kann von Ostern an ein Zimmer abgegeben werden. Näheres Bei der Exped. d. Bltts. Bruch und BeckerSwald, nachverzeichnetes Holz versteigert werden, als: 1 Stecken Buchen-Prügelholz, Titeerselfe, * wirksamstes Mittel gegen alle Hautunreinigkeiten, empfiehlt ä Stück 18 fr. (1368) ________Julius Wallach. 1341) Ccment in frischer Waare bei Emil Pistor. Zoll H 1377) Donnerstag den 12. März I. I., | inge, 5 Vormittags 10 Uhr, » läßt die Unterzeichnete in ihrer Woh- » ■% nung ein zweijähriges Pferd (Wallach) I H freiwillig versteigern. $> --- Forstwart Heinr. Dern Wittwe, in Annerod. | 1407) Ein neues einspänniges Calesch- chen ist zu verkaufen bei _______________Schmied Unverzagt. 1346) Bei Frau Ferber auf dem Sel- tersberg ist Grummet zu verkaufen. 1342) Ein Wagen, noch in gutem Zustande, ist zu verkaufen bei L. Klingelhöffer Wtttwe, in der Neustadt. 1351) Ein möblirtes Zimmer ist zu mm rniethen und sogleich zu beziehen. Näheres bei der Exped. d. Bltts.__ 1362) Eine möblirte Stube mit Cabimi ist zu vermiethen bei ________________Mitprcdiger Balser^ 1337) Mein in der Marktstraße gelegene elterliches Wohnhaus, Lit. D. Nr. 211, s im Ganzen zu vermiethen; auch bin t® Willens, wenn sich Liebhaber dazu finde«, dasselbe aus freier Hand zu verkaufen. ______________Fritz Möhl, Metzger._ 1338) Das Logis iucines Nebenhausti ist anderweit zu vermiethen; demselben föir nen noch zwei große Zimmer im Haupt Hause beigegeben werden. __________Dr. A. Mettenheimer^ 1334) Ein freundliches, möblirtes Zimw' mit Cabinet in einer Gartenwohnung ist 5 vermiethen und sogleich zu beziehen, illa-st res bei der Exped. d. Bltts.______________ 1335) Im „Russischen Hof" ist G kleines Familienlogis zu vermiethen. 1358) Ein Familienlogis ist zu vermi- i then bei Schreiner W- Pfeil, Sandgasse. 1414) Feine rothe und_ weiße Rhein- unb Mosel-Weine, pr. Schoppen 12,15, 18, 20 unb 24 fr-, sowie alten ächten Malaga unb Madeira, empfehlen ____________I. A. Busch Sohne. 1392) Einige Ladentische, Gaslampen, Kisten unb sonstige Gegenstände sind zu verkaufen Lit C. 234. 1415) Frische Seezungen empfingen I. Ä. Busch Söhne. 1390) Ein noch sehr gut erhaltenes Sopha, sowie 6 Stühle, sind zu verkaufen Lit. B. 183. 1413) Rohen und abgekoch ten westphälischen Schinken, sowie rohes und abgekochtes Hamburger Rauchfleisch, Göttinger und Gothaer Cervelat- und Trüffelwurst in frischen Sendungen bei ______I. A. Busch Söhne. 1380) Weiße Frühkartoffeln bei Philipp Hellwig, ______________auf dem Neuenweg. Westphälischer Schinken, Prima-Cervelatwurst ist wieder angekommen bei C. W. Nowack, Künstliche Dünger. 1340) Knochenmehl, Phosphat, Kali, Wiesen- unb Blumendünger, rohen unb aufgeschlossenen Guano empfiehlt _______Emil Pistor. 1339) Wein grüne Stück- unb Fuder- saß verkaufen billig_______Gebr. Ebel. 1400) Außer meinem Bier, die Flasche zu 6 und 7 fr., halte ich von jetzt an auch achtes Wiener Bier, die Flasche zu 8 fr. E- Pausch, am Asterweg. 650 ' Wellen „ Reisholz, 72 Eichen-Starnrne von 51/» bis 30 Zoll Durchmesser unb 10 bis 35 Fuß Lange, 1242 Cubiksuß enthaltend, Eichen-Stangen mit 30o Cubiksuß, Nadel-Stämme „ 109 „ „ Stangen, „ 118 „ 3 Buchen-Stämme „ 87 ,, Der Anfang ist im District Grebstrauch. Rödgen, am 5. März 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Rodgen. Jnderthal.___________ A 11 b o n c e. 1195) Eine Auswahl feine Ballblumen, sowie eine Partie sehr schöne Häubchen, empfehle ich zu billigen Preisen. Strohhüte werden zum Waschen, Farben und Faponniren angenommen und sehr schnell und pünktlich besorgt. Betty Rothenberger, ________________Neuenweg B- 195._____ 1408) Eine zweispännige Chaise mit Glasverdeck, in gutem Zustande, ist billig zu verkaufen bei Schmied Unverzagt. | Ziir Her scher Garten Sonntag den 8. März 1868: GROSSES CONCERT ä la Strauss, ausgeführt vom ganzen Musik-Corps des 8. rhein. Jäger-Bataillons in Wetzlar, Verstärkt durch die besten Kräfte der Emser Kur-Capelle, unter Leitung des Capellmeisters, Herrn Mer sied t. Programm. lt. Theil: 1) Jäger-Marsch von W. Merstedt. 2) Ouvertüre zur Oper: „Oberon4 von C. M. v. Weber. 3) Scene und Arie aus der Oper: „Das Nachtlager in Granada4 von Kreutzer. 4) Bürgerweisen-Walzer von Joh. Strauß. 2 r. Theil: 5) Ouvertüre zu der Oper: „Wilhelm Dell4 von Rossini. 6) Fantasie für Violine aus der Oper: „Linda di Chamouix“ von Alard; vorgetragen von Herrn Herfurth aus Ens. 7) Ständchen von Schubert für Trompete; vorgetragen von Herrn Grosse aus Wetzlar. 8) Glöckchen-Polka von Zikoff. 3 t. Th ei l: 9) Kunstsinn und Liebe, Potpourri von Goldschmidt. 10) Solo für Violoncello von Goldermann; vorgetragen von Herrn Lüstner aus Ems. 11) Divertissement aus der Oper: Orpheus4 von Offenbach. 12) Studenten-Lieder, Potpourri von Schüler. Anfang 3 Uhr. Ende nach 9 Uhr. — Entree ä Perfon IS fr. Billets ä 12 fr. sind bet den Herren Ph. Schlatter und Carl Wenzel bis zum Samstag Abend zu haben. — Programme an der Kaffe. ,4) eit er fieit“ 1387) Sonntag den 15. März, Abends halb 8 Uhr: Musikalisch - deklamatorische Abendunterhaltmm im Saale des „Prinzen Carl." Karten für Herren ä 12 fr und für Damen ä 6 fr. werden bei Herrn A. Keßler (Neustadt) abgegeben. Der Vorstand. Liederkvanz. 1382) Samstag den 14. März feiert her Gesangverein „Liederkranz^ sein 26jährigks Stiftungsfest im Saale des Promenadehauses. Freunde des Vereins können gegen Karten ä 9 fr. durch Vereinsmitglieder eingeführt werden. — Anfang 8 Uhr Abends. Der Vorstand. Für Uhrmacher. 1404) Ein tüchtiger Gehülfe findet bei hohem Salair dauernde Condition. Fran- kirte Offerten sub G. K. Nr. 1404 nimmt die Exped. d. Bltts. entgegen. § Co ufere uz der Geistlichen des Dekanats Gießen und Großen-Linden künftigen Mittwoch, den 11. März, Vormittags 10 Uhr. Koch. Landmann. 1402) Ein in unserem Laden stehen gebliebener Regenschirm kann gegen Zurückerstattung der Jnseratgebühren in Empfang genommen werden. Gebrüder Heß. „Mnigkeit 1406) Heute, Samstag den 7. März, Abends 8-/2 Uhr: Generalversammlung. Tagesordnung: 1) Rechnungsablage. — 2) Neuwahl des Vorstandes. — 3) Aende- rung der Satzungen. Der Vorstand. I Strohhüte werden zum Waschen, Färben und Fagonniren angenommen und sehr schnell und pünktlich besorgt. _____________Wilh elmine Fuhr. 1347) Ein Dienstmädchen mit guten Zeugnissen wird gesucht und kann alsbald eintreten. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 1356) Ein tüchtiger Schweizer wird gesucht. Näheres im _______________Darmstädter Haus. 1381) Nr. 167 hat den Kasten voll ausgebalgter Vögel gewonnen. ______________Schmidt, Polizeidiener. 1330) Der Central-Viehversichcrungs- Verein zu Nordhausen sucht für alle größeren Orte thätige Agenten unter annehmbaren Bedingungen. Frankirte Offerten erbittet sich die Direction. Leipriger Feuer-Versichernngs-AnsialL gegründet 1819, Gesammt-Garantiemittel circa st. 3,000,000. 1373) Der Unterzeichnete beehrt sich hiermit zur Kenntniß zu bringen, daß ihm die Concesston zum Betriebe einer Agentur für obige altrcnommirte Anstalt erthcilt w°rden 'w Derselbe empfiehlt sich zum Wschluß von Bersicherunaen gegen Fcuer- schadett, Blitzschlag rc., aus Mobilien, Maaren, Vieh, Erndteerzcuanrffe zu den buligfteit, feften Prämien. 9 ö H , . ^stz)r^8sformulare, sowie Anleitung zur Aufstellung von Versicherungen, ertheilt Lereitwrlllgst ' ’ ' Gießen, im März 1868. I. H. Fuhr, Agent der Leipziger Feuer - Versicherungs - Anstalt. ❖ 4 ❖ 4 ❖ ❖ ❖ 0 ❖ o 4 ❖ o 4 <0 ❖ 4 ❖ 4 4 *6’ 4 4 ❖ 4 ❖ ❖ 4 0 ❖ 0 * 4 0 4 ■7 0 4 4 4 4 Mnsikschnle zu Feankfurt a. M. r„ .. 1374) Der Sommercursus beginnt Montag den 20. April. Zur Prüfung ur die Ausnahme neuer Schüler ist der 18. April, Morgens 11 Uhs, im Schullokal (Saalbau 2. Stock) festgesetzt. Anfragen und Anmeldungen beliebe man an den d. Z. ersten Vorsteher, Herrn W. Oppcl, neue Rothhofstraße 11, zu richten. c>, -«.Tk e lAnstkschule bezweckt eine möglichst vielseitige theoretische wie praktische Ausbildung, sowohl für solche, welche die Musik als Beruf, wie für solche, welche ste als allgemeines Bildungsnnttel wählen. Der Unterricht wird ertheilt von den Herren: Hauff und Oppel (Theorie), Henkel, Lutz und Meyer (Clavier), Concertmeis er H. Woln, R. Becker (Violine), Sicdentopf (Violoncell) und Frauleiu Zirndorfer (Gesang). J Das jährliche Honorar in vierteljähriger Zahlung beträgt für den Ge- ammtunterrlcht 150 fl. (8->-/g Thlr.); für ein einzelnes Fach 50 st. (28>/- Thlr.); jur zwei 90 fl. (51'/, Thlr.). Allwöchentlich finden für sämmtliche Schüler Uebun- gstz un Partitur- und Ensemblcspiel (Henkel), sowie musikwissenschaftliche Vorträge (Oppel) statt. 1 Auswanderer nach Amerika erhalten mit allen von Bre _______men ab gehend en Dampf- nnd Segel-H fchisten beste und billigste Beförderung durch ____________________ Christian Wallenfels jun. ■ Geschäfts - CmpfehlMttg. 1384) Einem verehrlichen Publikum die ergebenste Anzeige, daß ich mich am hiesigen Platze niedergelassen habe und ein Bürstenmachertzeschäft betreibe. Durch solide und dauerhafte Arbeit werde ich mir das Vertrauen meiner geehrten Kunden zu erwerben suchen und sehe gefälligen Aufträgen entgegen. Meine Wohnung befindet sich ber Herrn Backer Ruhl am Rathhaus. Philipp Spenkuch, Bürstenmacher. Mr Answaudkrer. 1369) Die Haupt-Agentur von C. W. Dietz am ,r, ----Markt in Gießen expedirt wöchentlich mit den vorzüg- kn? Dumpf- und Segelschiffen Passagiere und Güter nach allen Häfen von Amerika und Australien. Preise billigst. Behandlung anerkannt reell. s Auswanderer befördern billigst Gebr. Scheel. Frachtbriefe für die Main-Weser- und Cöln-Mindener- Eisenbahn, sowie sämmtliche zollamtlichen Formulare, sind zu haben bei Wilhelm Klee, Mäusburg. i Auswanderer nach Amerika befördert wöchentlich vermittelst Dampf- und Segelschiffen bei reeller und billigster Bedienung I. M. Schulhof, am Durch langjährigen Aufenthalt in Amerika bin ich im Stande, jedem Auswanderer die beste Auskunft zu ertheilen. Rathhaus. Theater in Gießen. (Im Cafv Leib.) 1412) Sonntag den 8. März 1868: Viel Vergnügen, oder: Eine Luckenwalder Whist-Gesellschast. Große Posse mit Gesang in 6 Bildern von S a l i n g r «. Montag den 9. März 1868: Die Grille, oder: Die Here und der Bauer. Ländliches Charaktergcmälde in 5 Abtheilun- gen von Charlotte Birch-Pfeiffer. W. Kern, Direktor- dtifdjßäcäer zu «gießen. Sonntag den 8. März. CarlWallenfels am Asterweg. Emil Noll in der Löwengasse. Carl Wallenfels an der Wettergasse. Kirchliche Anzeigen. Mangeüfche Gemeinde zu Hießen. G o t t e s d i e n st. Am 8. März. Morgens: Pfarrer Dr. Seel- (Feier des heil- Abendmahls.) Nachmittags: Mitprediger-Vikar Vigclius. Passions-Gottesdienst in der Hospitak- kirche. Mittwoch den 11. März, Nachmittags um 4 Uhr: Mitprediger-Vikar Drescher. Kopulirte. Den 1. März. Friedrich Karl Koch, Bürger und Schreiner dahier, des Ortsbürgers zu Dannenrod und Wagenmcisters bei der Post dahier, Kaspar Koch, ehelicher Sohn; und Anna Katharine Wilhelmine Gottschall, des verstorbenen Ortsbürgers und Bahnwärters zu Klein-Linden, Heinrich Gottschall, eheliche Tochter. Getaufte. Den 1. März. Dem Bürger in Dillenburg und Maschinenbauer zu Biebrich, Philipp Martin Schüßler, ein Sohn, Emil Konrad Philipp, geboren den 26. Januar. Börsenoackrichten. 5. März 1868. Preuss. 41/20/0 Obi. 955/8 Frankf. 37/36/0 Obi. 802/4 Nass. 41/2% Obi. 94 Kurh. 4o/o Obi. 893/4 Hess. 4O/o Obi. b. Roths. 907/8 „ 3Vs% do. do. — Bayer. 5% Obi. 1011/4 „ 41/2O/O 1jährige 93Vs » 41/36/0 i/jjährige 93’/8 Würtemb. 4*/2% Obi. 94 Baden 41/36/0 Obi. c. E.L. 94 Oestr. 5% b. R. 65*/2 „ 50/0 National 55 „ 50/0 Metall. Obi. — „ M. steuerf. 501/4 Amer. 60/g 1882r Bds. 751/4 „ 60/q 1885r 741/3 Aetien. Frankf. Bank 126 t/ö Oester. Bank 718 „ Creditact. 1911/3 Darmst. Bankact. 221 'm PrioFltftteii. 56/o östr. F. St. E. B. 261 Ludwigsh.-Bexbach 156-' 4 Maxbahn 107 Bayer. Ostbahn 1203/4 Hess. Ludwigsbahn 131 t/g 3o/o östr. Stsb.-Prior. 533/8 3% östr. s. Lombard. 431/4 3% Livorneser 28*/8 Toscaner 413/g Frankf. Hypoth.-Bank — Frankf. Vereins-Kasse — 5% Elisabeth-Prior. 761/4 do. II. Emiss. 733/4 Wechsel. Amsterd. k. S. 1005/# Augsb. k. S. 993/4 Berlin k. 8. 105 Bremen k. 8. 977/8 Cöln k. 8. 105 Hamburg k. 8. 881/3 Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 1195/e Lyon k. 8. — Paris k. 8. 953/0 Wien k. 8. IO2V4 Disconto 3% G. (xeldsorten. Anlehensloose. Kurh. 40 Thlr. Loose 54 Nassau fl. 25 b. Roth. 353/0 Gr. Hess. fl. 50 b. R. — Gr. Hess. fl. 25 b. R. 381/3 4O/o bayr. Präm. Anl. 977/8 4% badische Loose 933/3 Badische fl. 35 Loose 50*/8 1858r Prioritätsloose 133 1860r Loose 713/8 1864r „ 811/4 Pr. Gass. Sch. 1 Div. Cass.-A. Pr. Friedrdor. 9 Pistolen . . 9 „ doppelte 9 Holl. fl. 10 St. 9 Ducaten . . 5 20 Frankens!. 9 Engi. Souver. 11 Russ. Imper. 9 Doll, in Gold 2 447/8-45i/8 57I/3-58V, 49-51 50-52 54-56 37-39 31-32 54-58 50-52 271/3-281/3 Denselben. Dem Ortsbürger in Melbach und Weißbinder dahier, Philipp Otto, «ine Tochter, Auguste Elise, geboren den 16. Februar. Denselben. Dem Bürger und Schneidermeister, Wilhelm Kreiling, eine Tochter, Anna Louise Henriette Elisabeth, sgeboren den 9- Decembcr- Denselben. Dem Bürger und Heilge- hülfen, Christian Frutig, eine Tochter, Ka- roline Auguste Sophie Luise Dora Wilhelmine, geboren den 22. Januar. Denselben. Dem Bürger und Küfer, Karl Klemmrath, ein Sohn, Karl Friedrich, geboren den 30. Januar. D ens elben. Dem Bürger und Schreiner, Georg Tränkner II., ein Sohn, Wilhelm Heinrich, geboren den 26. Januar. Denselben. Dem Ortsbürger in Hausen und Arbeiter dahier, Konrad Atzbach, eine Tochter, Elise Philippine Marie, geboren den 3. Februar. Denselben. Dem Ortsbürger zu Mendorf an der Lumda und Fuhrmann dahier, Jost Vogel, ein Sohn, Friedrich Hermann, geboren den 3. Februar. Den 3. März. Dem Bürger und Apo- Di e Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Pfarrer Dr. Seel. theker, Dr. Karl Wilhelm Hempel, ein Sohn, Adolf Ferdinand, geboren den 28. Januar. Denselben. Dem Bürger und Schuhmacher, Georg Schneider, ein Sohn, Julius Heinrich Karl Konrad, geboren den 6. Januar. Den 5. März. Dem Bürger und Gast- mirth, Justus Göbel, eine Tochter, Anna Luise Marie, geboren den 1. Februar. Beerdigte Den 25. Februar. Johann Philipp Seuling, Kaufmann dahier, des verstorbenen Bürgers und Fuhrmanns, Johannes Seuling, ehelicher Sohn, alt 26 I. 10 M 21 T., gestorben den 17. Februar. Den 3. März. Heinrich Mohr aus Wallersdorf, alt 26 I., gestorben den 2 März. D en 4. März. Marie Margarethe Gra- velius, geborne Kannengießer, des Bürgers und Heilgehülfen, Jakob Karl Wilhelm Heinrich Gravelius, Ehefrau, alt 60 I. 9 M 12 T-, gestorben den 2. März. F e n i 1 Vetter und B a se. Eine Familiengeschichte. (Fortsetzung) Am Mittag langte der Holländer Vetter mit dem Schnellzuge an und fand sich sogleich auf der Fabrik ein. Das Wiedersehen der beiden Liebenden war ein ungemein beglückendes für beide Theile. Der Briefwechsel hatte zu einem rückhaltslosen Austausch der innersten Gedanken und Gefühle zwischen beiden geführt und Liebe und Achtung geweckt; und hiezu kam noch Henriettens dankbarste Verehrung für den Retter ihres Vaters. Der äußere Widerschein ihrer Gefühle war für den Retter wahrhaft beseligend, und doch trübte ihm eine gewisse vage Furcht vor der Enthüllung des Mißverständnisses nahezu die Freude des Wiedersehens. Allein eie einfache Toilette und die ganze anspruchslose Er- scheinung Henriettens, vor allem aber der heilige, stille Enthusiasmus der Liebe, welcher ihre Züge vergeistigte und verklärte, ließ den Vetter hoffen, daß Hen- ricttens Neigung nicht seinem vorgeblichen Reichthum, sondern seiner Person und seinem Charakter gälten. Der Commerzienrath empfing den zurückgekehrten Neffen mit der herzlichsten, dankbarsten Zärtlichkeit, drückte ihm unter Thränen die Hand und stammelte: „Robert, guter edler Mensch! ich werde Dir nie vergessen, was Du an mir ge- than hast! Ich kann Dir's nicht lohnen, aber eine Andere soll Dir die Schuld des Vaters abtragen!" fügte er hinzu und führte Henrietten in seine Arme. „O stille, stille, bester Oheim I" bat der vermeintliche Holländer-Neffe; „nur beute nichts von Geschäften! Morgen, morgen wollen wir darüber reden, und dann erst, wenn Sie mehr erfahren haben werden und wenn die Tante hier ist, sei von dem Glück und der Zukunft Ihrer Kinder die Rede!"-- „Aber wie soll dieß noch enden, Vetter!" fragte der echte Rudolph den Buchhalter in der ersten Viertelstunde ihres Beisammenseins, als er nach Tische dem Buchhalter auf dessen Zimmerchen gefolgt war. „Welch eine Lösung wirst Du diesem Qui pro quo noch geben?" „Hoffentlich die befriedigendste für uns alle," erwiederte der Buchhalter lächelnd. „Mich dünkt und mir schwant, die Lösung wird nicht mehr lange aus- bleiben, denn ich fürchte von der Heimkehr der Tante eine Explosion." „Aber was soll alsdann aus mir werden, lieber Vetter ?" „Der Gatte Henriettens und der Direktor der Fabrik, zugleich aber der Bevollmächtigte des echten Robert Balder, wie solches schon in den Verträgen vorgesehen ist," versetzte der Buchhalter fröhlich. „Werden aber Tante und Onkel mir die Täuschung vergeben? „Kleinmüthiger, Du bist ja außer aller Schuld!" rief der Buchhalter. „Die ganze Geschichte ging nur von mir aus, und ich übernehme alle und jede Verantwortlichkeit. Ich habe ein leichtes Spiel, denn der Onkel ist in meiner Hund, und die zürnende Tante magst Du Henrietten überlassen, welche in Dich so sehr verschossen ist, daß sie alle Hindernisse beseitigen wird. Die Hauptsache ist nur, daß Du sie ebenso innig liebst, als sie Dich, denn im Grunde ist sie doch von besserem Zeug, als ich anfangs gedacht habe. Sie hat viel Charakterstärke und klaren Verstand unter den jüngsten Prüfungen bewiesen und ihre hochmüthigen Ideen glücklich überwunden. Liebst Du sie denn wirklich um ihrer selbst willen?" „Wie magst Du fragen, Robert?" rief der Vetter mit leuchtenden Augen. „Lies erst ihre Briefe, dann wirst Du begreifen, daß sie mehr ist als die stolze herzlose Zierpuppe, für welche Du sie hieltest! Kenntest Du sie so genau wie ich, Du würdest mich beneiden und mein Nebenbuhler werden!" Der Buchhalter schüttelte den Kopf und lächelte fein. „Mag sein," sagte er, „aber ein Bißchen Skeptieismus darf Dich nicht beleidigen. Es soll mir schon eine große Beendigung und Genugihuung in dem Bewußtsein liegen, daß ich euer beider Lebensglück gegründet habe. Meinen Neigungen und Ansprüchen würde Henriette vielleicht nicht ganz genügt haben. Ich liebe die Menschen nicht, Die nur im ungetrübten Sonnenschein des Glücks und Wohllebens ausgewachsen sind. Sieh' über nur zu, daß Du die Tante für Dich gewinnst! Kommt sie hjehxr und findet sich so entthront und ausquartiert ohne ihr eigenes Zuthun, so wird sie toben und in ihrer blinden Erbitterung vielleicht auch gegen Dich ungerecht sein! Mich kann sie eigentlich nicht mehr hassen, als sie schon thut, aber ich spotte ihres Grolls. Nur für Dich bangt mir einigermaßen!" „Aber gesteh', lieber Vetter, daß Du es mit der Tante auch beinahe zu weit getrieben hast!" sagte der Verlobte Henriettens. „Du hättest ihr doch wenigstens die Demütigung ersparen können, daß sie die Villa räumen und auf das Bißchen Flitter verzichten mußte." „Mein lieber Freund, ich bin kein Freund von halben Maßregeln," erwiederte der Buchhalter mit einigem Ungestüm. „Sollte der Oheim gerettet wer- l e t o n. den, so mußte er mit der Vergangenheit brechen, die Zügel des Hausregiments wieder in die eigene Hand nehmen und dem eitlen, hohlen Prunk, der Ostenta- Hon, der Verschwendung und Verblendung Einhalt thun. Ich kannte die Tante, dieses vom Glück verwöhnte, schwache, eigenwillige Weib. Ich wußte und war überzeugt, daß an diesem bethönen, herzlosen Wesen Vernunftgründe und Bitten abprallen würden — daß nur Gewaltmaßregeln helfen konnten, welche gleichzeitig auch den schwachen, gutmütigen Oheim in Pflicht nahmen. Auch stand ja im Grund noch mehr auf dem Spiel, als nur der materielle Wohlstand und die bürgerliche Ehre der Familie: das Lebensglück der beiden Töchter, deren eine sie in ihrem unsinnigen Ehrgeiz beinahe schon in'S Verderben gestoßen hatte, sowie zeitliches und ewiges Wohl der jüngeren Kinder. Nein, lieber Vetter! hier durfte ich nicht mit Glacehandschuhen zugreifen — hier galt es eine kecke rasche Eisenfaust ohne falsches Mitleid. Kennst Du den alten Spruch: Aut disce aut discede; manet sors tertia, caedi?*) Daran dachte ich und darnach habe ich gehandelt! Tante Albertine muß sich fügen ober untergehen! Was ist das Leben eines thörichten Weibes gegen das Glück einer Familie, gegen das Wohl von Generationen ?" „Du hast vielleicht Recht, Robert, denn ich sehe Logik und Plan in Deinem Verfahren, aber ich werde daraus nicht eben um vieles klüger. Ich stehe in einer sehr unangenehmen Situation Allen gegenüber, besonders Henrietten. Mein ganzes Wesen sträubt sich längst gegen die Täuschung, worin ich namentlich mein angebetetes Mädchen über meine Person lassen soll, und mein Freimuth erträgt es nicht länger, diesen Betrug auch im mündlichen Verkehr fortzusetzen. Sprich, soll ich nicht wenigstens Henrietten mich offen anvertrauen und ihr Alles gestehen?" „Meinethalben!" benütze den ersten besten Anlaß!" erwiederte der Buchhalter ; „indessen rechne ich mehr auf die 'Wirkung einer plötzlichen Enthüllung, als auf allmähliche vorbereitende Geständnisse, die meinen ganzen Plan durchkreuzen könnten!" „Dann muß ich wohl schweigen." „Wenigstens bis zur Rückkehr der Tante, Vetter!" bat der Buchhalter; „trübe Henrietten nicht die ersten Stunden des Wiedersehens und des Genusses einer längst ersehnten Vertraulichkeit mit diesem Geständnisse; und vor Allem geh' jetzt zu Deinem Mädchen, und laß mich meinen Geschäften nachgehen." Die Ankunft des Holländer Vetters hatte Henrietten veranlaßt, die Droschke mit den beiden Braunen der Fabrik nach Erlau zu schicken, um die Mama und Ida abzuholen. Der Abend war schon eingebrochen und der Familienkreis im Wohnzimmer versammelt, als die Droschke anfuhr und die rückkehrenden Damen brachte. „He, Kutscher! was ist das? warum fahren wir hier an auf der Fabrik?" rief die Commerzienräthin demselben zu, als er vor dem Herrenhause hielt und den Schlag öffnen wollte. „Halten zu Gnaden, Frau Commerzienrath, aber die Herrschaft ist ja hier- hergezogcn! das Landhaus auf dem Morgcnbühl ist seit gestern leer!" versetzte der Kutscher, und mußte diese Versicherung nicht nut wiederholen, sondern noch weiter ausführen, bevor ihm die Dame vom Hause glaubte. Aber ihr Erstaunen wuchs noch und sic hatte sich von demselben noch nicht erholt, al« Henriette und ihr Verlobter herbeieilten, um die Mutter und Schwester zu bewillkommnen. Blaß und bebend trat Frau Balder in das Wohnzimmer und sank in einen Stuhl, ehe sie sich noch ihres Pelzmantels und ihres Shawls entledigt hatte. Ihre wuthfunkelnden Augen liefen von einem der Anwesenden zum andern, von ihrem Gatten auf Paulinen, von dieser auf den Buchhalter. Der Moment der Explosion war da — jedermann fühlte dies. Ida zitterte heftig und blieb scheu an der Thüre stehen. In ihrer Seele kämpften Schamgefühl und Angst, Freude und Staunen, und ihre Blicke hingen mit fieberischem Bangen an den Zügen der Mutter. Alles schwieg. „Schändlich!" rief endlich die Commerzienräthin und stieß unwillig die Hand ihres Galten zurück; „warum bin ich nicht gestorben, ehe cs so weit mit uns. gekommen ist? Ist es recht und billig, daß man mich so behandelt? DaS hat'kein anderer gethan als dieser Dort," sie Deutete auf Den Buchhalter, „der Mephistopheles unsres Hauses!" „Sehr verbunden, Frau Tante, für diesen Titel, aber vollständig erraten! Ich habe den Umzug bewerkstelligt," sagte dieser gelassen. „Die Villa ist anderweitig venuiethet." „Und dicß konntest Du zugeben, Gottfried, und Du, Robert?" rief sie ihrem Gatten und künftigen Schwiegersöhne. Der Commerzienrath zuckte die Achseln und wollte eine Entschuldigung stammeln, aber der ^Buchhalter kam ihm zuvor. (Fortsetzung folgt.) *) Seine ober weiche; es gibt nur eine dritte Wahl: untergehen. (Hierzu eine Beilage.) Berlin, 4 März. Heute überreichten der britische Botschafter Lord Loftus und der dänische Ge- sandte Hr. v. Ouaade dem Könige ihre Beglaube- aunasschreiben beim norddeutschen Bund. — Dem Vernehmen nach wird Prinz Adalbert als Vertreter der preußischen Königsfamilie nach München gehen, um der Leichenfeier des Königs Ludwigs I. beizuwohnen. Berlin, 5. März. Ueber eine kleine Revolution bei' dem preußischen Hofe erfahren wir Nachstehendes auS einem Schreiben der „Weser-Ztg." : Unter den mancherlei Fragen, welche in der letzten Zeit die öffentliche Aufmerksamkeit in Anspruch genommen haben, hat sich eine Episode bisher der Oeffentlich- keit entzogen, welche sich als thatsäcbliche Anerkennung des Präsidiums des Norddeutschen Bundes — am preußischen Hofe charakterisiren läßt. Graf Bismarck hat nämlich, wie es scheint, durch mancherlei Zurücksetzungen gereizt, als Kanzler des Norddeut- i schen Bundes Botschafterrang bei Hofe und somit den Vortritt vor den Mitgliedern der fürstlichen Familien zweiten Ranges in Anspruch genommen und Frankfurt, 3. März. Prinz Napoleon, der gestern Abend bei dem französischen Generalkonsul Rothan soupirte, hat sich heute Vormittags 9 Uhr mit der Main-Weserbahn nach Kassel begeben, wo er dem Vernehmen nach heute zu bleiben, auch Wu- helmShöhe zu besuchen gedenkt, um dann seine Reise nach Hannover und Berlin fortzusetzen. Hamburg, 2. März. Die Seit-Ns des Kauz, leramtes des norddeutschen Bundes abgeordnete Eom- mission zur Prüfung der Einrichtungen für das AuS- wanderungswesen unterzog gestern das große AuS- wandererhaus am Theerhofe einer sorgfältigen Zn- spection und sprach sich in jeder Beziehung besnedlgt über -die Einrichtung dieses Unternehmens aus. Hamburg, 2. März. Das „Fremdenblatt" meldet: Die Antwort des Senats auf den Antrag der Bürgerschaft, die Revision der Hamburger Ver- fassung betreffend, erkennt die Notwendigkeit dieser Revision in Folge ver Umgestaltung der Bundesverfassung und des bevorstehenden Abschlusses der Zoll Verhandlungen an. Der Senat ist zur Niedersetzung einer Prüfungscommission bereit, welche aus Vier Senatoren und vier Mitgliedern der Bürgerschaft be- stehen soll. Er weist die Bestrebungen zur Be elti- guna der Deputationswahlen zurück, indem ausschließ, liche direkte Bürgerschaftswahlen dem Hamburgischen Staatsinteresie nicht entsprächen. .. Camburg, 4 März. Die „Hamb. Nachrich- .m» L a?/Wien vom 3. d. M,: Der Be uch des Prinzen Napoleon ist auch in Wien angemeldet und wird wahrscheinlich nach seinem Besuche tn Ber- Iin®vtba. Nach einer mit dem Präsidium des uordv. Bundes abgeschlossenen Uebereinkunft geht mit fcem 1. Jan. 1868 die Befugniß zur Anstellung von Telegraphenbeamten von der Herzog!, wtaatsregierung ^Sckwarzburg - Rudolstadt. Unser Land war das glückliche, ras keine Steuern ha le. Die neueste Zeit hat auch dieses Fleckchen deutscher Eide aus seinem paradiesischen Zustande gerissen, und durch eine außerordentliche Grundsteuer sind die guten Ru- dolstädter ebenbürtige Söhne des Vaterlandes ge- München, 2. März. König Ludwig II. wurde am Samstag von Katarrh mit Lieber überfallen, - o_____ein ent* verlief unter lebhaftem Fieber. Die vergangene Nach war der Schlaf ununterbrochen. Das Fieber hat sich gemindert. Die Bronchialaffection dauert fort. __ Neueren Nachrichten zufolge soll der König wie- der vollständig hergestellt sein. München, 4. März. Die „Süddeutsche Presse indem su Mt in Abrede Mt, daß Verhandlungen über die Bildung eines süddeutschen Bundes stattge- funven, meldet, die Zusammenkunft der Minister Schlör und Varnbüler in Augsburg sei bloß durch Eisenbahnangelegenheiten veranlaßt worden. — Der König ist von seinem Unwohlsein wieder genesen. München, 2. März. Eine dem kachollschen Casino nicht ferne stehende Deputation soll an den König entsendet werden, um diesen zu bewegen, daß er die Redaction des officiösen Blattes, der „Süddeutschen Presse", Herrn Fröbel, der „fortfahre, das bairische Volk in seiner Mehrheit zu schmähen , ab- nehme und damit einen Journalisten betraue, der mehr im Sinne dieser Mehrheit schreibe. I Stuttgart, 2. März. Anschließend an die E n führung des preußischen Exercierreglements ist auch der G a r n i s o n s - und F e l d v i e n st unserer Truppen nach preußischem Muster eingerichtet worden, un haben die Wachen und Schildwachen seit dem 1- d. M. diese neue Vorschrift zu beobachten. Varis, 1. März Morgen beginnt D sterium der auswärtigen Angelegenheiten l ccr Gaben für das hier zu grundind deu sch spital. Bekanntlich hat sich ™P^riotisch-n an die Sinke dieses wohlthatig onn nnn W.L g*«t.»- L ** M* 'en' ,jn Bedeutendes vermehrt werden. Unter diesen'Gaben befinden sich auch einige Geschenke des *1? F7anz°C'°rresP." schreibt aus Paris- Seit der Rückkehr des Baron Budberg scheint m Betreff der orientalischen Angelegenheit eine gewisse Beruh, Darmstadt, 2. März. Durch Reskripte vom 15 v M. hat Gr. Ministerium der Justiz, im Ein- vernehmen mit Gr. Ministerium des Innern, die I Gerichte angewiesen, zukünftig in allen Fallen von । Brandausbrüchen an Gebäuden sofort einzuschreiten und die nöthige Untersuchung einzuleiten, msbeson- dere für Aufnahme de« objektiven Thatbestande« zu sorgen. Fragliche Einrichtung hatte auch tn früherer 3eit bestanden und wurde deren Wiedereiniuhrung hon der großen Mehrzahl der Gerichte au« dem Grunde befürwortet, weil die spätere Einleitung einer gerichtlichen Untersuchung erfahrung-gemäß häufig keinen Erfolg mehr hatte. Aus Rheinhessen. Da« dahier bekannt ge- wordene Vorhaben des Abgeordneten Wernher von Nierstein, bei dem demnächstigen Wiederzusammentritt der Landstände den Antrag zu stellen, daß die großen und außergewöhnlichen Ausgaben in unserem Kriegs. Departement durch eine Anleihe gedeckt werden mochten, hat bei uns allseitig den größten Beifall ge- fanden. E« wäre in der That nicht national, ökonomisch gehandelt, in dem laufenden Jahr^ welches als ein Jahr der Noth, Theuerung und GcschaftS- losigkeit nickt allein für Oberhessen und Starkenburg, sondern auch für da« fruchtbarere Rheinhessen mit Recht in den Annalen verzeichnet werden wird, den Steuerpflichtigen noch weitere neue drückende Steuern aufzubürden. Die Ständeversammlung ermächtige deßhalb die Großherzogliche Staatsregierung zur alrbaldigkn Aufnahme einer ausreichenden Anleihe und man erhöhe entweder die bereits bestehenden d>- recten Steuern durch einen entsprechenden Zuschlag vom Anfang de« Jahres 1869 an, -der man bringe von diesem Zeitpunkt an das preußische K affen- und Einkommensteuergesetz mit den nothigen Movifieatio- neu und unter Aufhebung der Personalsteuer für das Großherzvgthum Hessen in Anwendung. Berlin, 2. März. Der „Bundesrath des deut- scheu Zollvereins" trat heute Mittag un Bundes- kanzleramte zu einer ersten Sitzung zusammen. Rach, dem Graf Bismarck die Mitglieder desselben bewill- kommnet hatte, wurde zunächst von der Versammlung der Legitimationspunkt erledigt, worauf dieselbe sich auf Vorschlag des Bundeskanzlers damit euiverstan- den erklärte, daß provisorisch ein der Ge chafts. vrdnung des norddeutschen Bunde« nachgeblldete Entwurf angenommen und der Legatlonsrath Buch mit ver Führung de« Protokolls betraut werde. Graf Bismarck theilte sodann als BerathungSgegen- stände mit: Ausdehnung des Zollvereins auf Mecklenburg, Lauenburg und Lübeck; Abgrenzung de« Zv • gebiete« gegen Hamburg; Befestigung und Erweiterung der Vertragsbeziehungen zu Oesterreich: Abänderung der Zollordnung und des Tarifs; gleichmäßige Befleuerung inländischen Tabacks; Anknüpfung von Unterhandlungen wegen Zollverträgen mit Spanien, Portugal und dem Kirchenstaat; ferner Verwaltungsmaßregeln. . Berlin, 3. März. Die Nachricht, daß der preußische General Fließ zum Befehlshaber der wurt- tembergischen Armee designirt sei, wird officiöS ve- me$BcrItn, 4. März. Die preußische Regierung hat sich endlich zu einem entscheidenden Schritt gegenüber den Hietzinger Umtrieben entschlossen, M« Vermögen de« Königs Georg« mit Beschlag be egt, und gegen Graf Platen die Erhebung der Anklage auf Hochverrath beschlossen. Wie die „Nationalztg." wissen will, hat sich das preußische Ministerium bewogen gefunden, wegen er- ibgerung der Zollparlamentswahlen in Hessen und Württemberg die Session des Reichstags vir des Zollparlaments vorangehen zu lassen und den ersteren auf ten 19. März einzuberufen. Prinz Napoleon wird heute in Berlin eintreffen, dort im Hotel Royal wohnen und sich zehn Tage daselbst aushalten. Ueber den Zweck der Reift herrscht, einige müßige Konjunkturen abgerechne, tiefes Schweigen, das einfach daher kommt, weil überhaupt zur Zeit nichts darüber zu sagen ist. Vie - leicht wundert sich der Reisende selbst über das Aufsehen, da« man seinetwegen macht, da er roch nach Ansicht der „Köln. Ztg." keinerlei „Auftrage für Berlin" habe. — In den Kreisen der Berliner Diplomatie findet ebenfalls die Annahme, daß der Prinz mit einer politischen Mission beauftragt fei, vor der Hand wenig Glauben, sondern vorläufig glaubt man dort, daß er sich mehr um Privatzwecke handeln dürfte. Berlin. Vom Auslandk haben wir heute nur Friedliches zu berichten, denn nach der in der gestrigen Sitzung des französischen gesetzgebenden Körpers geäußerten Ansicht des Minister Rouher sind "die Beziehungen Frankreich« zu den auswärtigen Mach- | ten ausgezeichnete; die Wolken, welche sich zu zeigen schienen, und verschiedene beunruhigende Gerüchte verursachten, sind vollständig verschwunden.' Berlin. Der Bundksrath des deutschen Zollvereins erledigte in seiner Sitzung vom 2. d , nach Mittdeilnng der Gegenstände der Berathung, den Legitimationspunkt und erkarte sich auf den Vorschlag des Präsidenten damit einverstanden, daß provisorisch ein der Geschäftsordnung de« norddeutschen Bunkesiaths nachgebildeter Entwurf angenommen und der Legationsrath Bucher mit der Führung des Protokolls betraut werde. I Die zweite Sitzung sand gestern Mittag um 1 Uhr statt und wurden darin folgende Ausschüsse gewahl . 1) für Zoll und Steuerwesen; 2) W Handel und Verkehr; 3) für Rechnungswesen; 4) für EiMsts- ortnung. Die süddeutschen Staaten sind in famnit- lich.n Ausschüssen vertreten. Mehrere Vorlagen de« teWÄ I SÄ M MU 1U erwarten hat, bemerkt die „Rat. Jig- - „V5 5UU. . . J ,,r r. TM» «»rnannene Nackt Leint, daß, um scharfe Couflikte zu vermeiden, nicht ' sofort auf eine durchgreifende Reform des iwb» eingegangen werden soll; dagegen wurde eine um- fassenden Revision der Zollordnung bcvorstehen. Wiesbaden, 2. März. Heute trafen 20 Mann der Großherzoglich Hessischen Division, 1 Feldwebel und 19 Untermiete, zur Erlernung des preußi ch n Munitions-Colounen-Systems hier ein. Dieselben werden voraussichtlich einen Monat in Wiesbaden bleiben und sind für diese Zeit der hiesigen Artillerie »«bi« ->n fflugSatt in zahlreichen Exemplaren verbreitet ckvor- S über welches viel geredet wird. Wie es scheint, hat'dasselbe in der ganzen Provinz Hessen Verbrei- tun« gesunden. Die heutige „Weserztg." bringt Darüber folgenden von hier, 28. Februar, Satir en Artikel: „Man schreibt mir soeben aus Marburg Folgendes: „„Seit gestern ist hier vorzugsweise Ge- aenstand d-r politischen Unterhaltung ein Flugblatt, Elches mit rem Stempel einer Berliner Buchhandlung, natürlicher Weise betrügerisch, versehen, verschiedenen Personen, darunter auch dem Senior eines Studen- tencorps, durch die Post zugeschlckt worden ist, und | in dem die Hessen zu einem Ausstand gegen ras neue Gouvernement aufgesordert werden. Ueber | nia und den Grafen Bismarck werden die ehrenruh rigsten Dinge gesagt, dagegen der Exkur,urst hcraus- aestricken. Er habe Alles geopfert, um nicht den Küßen zu Willen zu sein, die Angebote, die man ihm gemacht, z. B. die Herrschaft über em nicht üäher^ bezeichnetes Land, habe er von sich gewiesen. Dagegen habe Preußen an Frankreich die Rbempio- »iui abzutreten versprochen, aber das Versprechen nicht gehalten. Der Krieg mit dieser Macht sehe Preußen bevor, darum solle man sich bereit halten u. f. w. Die hierher gekommenen Proklamationen sind gewiß nur teilweise an die Staatsproeuratur abgeliefert worden. Auch nach Frankenberg u. A. sollen gleichlautende Schriftstücke versendet und von dort hierher an die Staatsprokuratur übergeben fein. ein Jude, Redaktion, Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr- Chr. Pietsch) in Gießen. nach Brod riefen, schießen lassen; es gab und 17 Verwundete. Der Gouverneur, Methode, Hungernde zu sättigen, etwas fand, dankte ab; alle Hungrigen, sagte er, doch nicht todtschießm lassen. London. Der bekannte Disraeli, vermischtes. Gießen, 5. März. Die Sitzungen des Schwurgerichts vom II. Quartal 1. I., für welche der Großherzogliche Hofgerichtsrath Herr Buff zum Präsidenten und der Großherzogliche Hofgerichtsrath Herr Krug zum Stellvertreter desselben bestimmt worden ist, werden Montag, den 20. April l. I., Vormittags 9 Uhr, ihren Anfang nehmen und es sind deßhalb in der heute stattgehabten öffentlichen Sitzung Großheizog- lichen Hofgerichts der Provinz Oberheffcn die Haupt- unv Ergänzungsgeschwvrenen in folgender Ordnung auSgeloos't worden. I. Ergän zungs-Geschwornc: 1) Theodor Witte, Apotheker, 2) Karl Schwan, Liqueurhändler, 3) August Meyer, Weinhändler, 4) Ludwig Bücking, Cigarrenfabrikant, 5) Georg Heinrich Ebel, Wein- Händler, 6) Eduard Thorwart, HofgerichtS-Advocat, 7) Wilhelm Liebrich, Commissionär, 8) Wilhelm Briel, Hofgerichts-Advocat, 9) Sigmund Bock, Fa- brikant, 10) Karl Jughardt, Zeugfabrikant, 11) Dr. Franz Eckstein, Hofgerichts-Advocat, 12) Karl Em- melius, Cigarrenfabrikant; sämmtlich in Gießen. II. H a u pt - G eschw or ne: 1) Friedrich Ren- ker II., Baumwollenzeugsabrikant zu Lauterbach, 2) Heinrich Weil II., Bürgermeister zu Berstadt, 3) Heinrich Muth IV., Bürgermeister zu Gettenau, 4) Wilhelm Philippi II., Bürgermeister zu Wohnbach, 5) Theodor List, Fabrikant zu Lauterbach, 6) Wilhelm Dechert II., Landwirth zu HebloS, 7) Jo- Hannes Merz, Landwirth zu Gunzenau, 8) Conrad Zimmer, Landwirth zu Villingen, 9) Georg Lahm, ist Ministerpräsident geworden. Ein Paar Lords wollten nicht neben ihm dienen, es fanden sich aber Andere, weil der Israelit nicht zu entbehren ist. Disraeli ist der Enkel eines venetianischen Juden, hält streng an jüdischen Gebräuchen und hat sich durch sein Talent, seine Geschmeidigkeit und Energie zum höchsten Posten aufgeschwungen. Der Segen Jacobs an Juda geht an ihm in Erfüllung: „Deine Hand wird Deinen Feinden auf dem Halse fein"! Athen, 27. Februar. Bei Proskaloii auf Kreta hat ein Scharmützel zwischen den türkischen Truppen und Insurgenten stattgefunden. Auch bei Mirabelle kam es zwischen beiden Theilen zu einem fast einen Tag andauernden Gefechte. Der Angriff erfolgte von Seiten der Kreter. Die Türken versuchten in Heiac- lion einzudringen, wurden aber von den Insurgenten angegriffen. Der türkische Befehlshaber hat sich aus Constantinopel Verstärkungen erbeten. Warschau, 20. Febr. Von Seiten der Behörden wird mit erhöhter Energie im Geiste der Rufficirung gewirkt. Sv macht die Polizei seit einigen Tagen Schwierigkeiten mit der Erlaubniß von Karten mit geschriebenen Wohnungs-Anzeigen, wenn diese polnisch geschrieben sind. Ferner wird den Gymna- sialfchülern in intensiver Weise eingeschärft, unter einander nur russisch zu sprechen, und von einem Schul-Jnspector ist sogar für jedes polnische Wort innerhalb der Schulräume Strafe angedroht. Washington, 2. März. Das Repräsentantenhaus nahm die von der Commission vorgeschla- geuen Anklageartikel - gegen Jonson an. Dieselben lauten auf Verletzung ter AemterbesetzungSacte durch den Befehl der Absetzung StantonS und Ernennung von Thomas zum Kriegsminister ohne Senatscon- fens und auf Verletzung der Armeebill durch den Versuch, den General Emeiy zur Befolgung der Be- fehle, die nicht durch Grant geschickt waren, zu verleiten. I Bürgermeister zu Bingenheim, 10) Gerson Sonne, berg, Fruchthändler zu Vilbel, 11) Conrad Diehl II. . Bürgermeister zu Zeilbach, 12) H. Wilhelm Speng' ler, Branntweinbrenner zu Unter-WidderSheim, 13) Joh. Fr. Schneider, Metzger zu Utphe, 14) Andreas Ströbel, Müller zu Klein-Karben, 15) Karl Ferdinand Schwarz, Kaufmann zu Echzell, 16) Gilbert Diehl II., Weinwirth zu Münzenberg, 17) Wilhelm Heyer, Wirth zu Wölfersheim, 18) Friedrich Vollmüller III., Leinwandhänvler zu Lauterbach, 19) Joh. Jacob Hilß, Brannlweinhändler zu Ortenberg, 20) I. Georg Steinhäuser II., Bierbrauer zu Friedberg, 21) Alexander Rieß, Bürgermeister zu Nauheim, 22) Gustav Trapp II., Hofgerichts-Advocat zu Friedberg , 23) Leonhard Steher, Fuhrmann zu Obcr- RoSbach, 24) Johannes Marlos, Landwirth zu Melbach, 25) Friedrich Fink, Branntweinbändler zu Lauterbach, 26) Johannes Reutzel VIII., Landwirth zu Kefenrod, 27) Ludwig Vogt, Ellenwaarenhändler zu Butzbach, 28) Jacob Hofmann III., Bürgermei- Iler zu Eschenrod, 29) Heinrich Leihmann, Landwirth zu Leusel, 30) Wilhelm Lenz, Oeconom zu Bauernheim. Bom Niederrhein, 2 März. Der Zug der Auswanderer, der in diesem Jahre ein nicht geringer ist, bewegt sich jetzt mehr nach Bremen. Die Schaudernachrichten, welche von den Erlebnissen auf Hamburger.Schiffen durch das Volk gedrungen sind und durch die Erwiderung Slomanns nicht gemildert werden, haben die Wanderlustigen von Hamburg abgeschreckt. Die Agenten für dortige Häuser werden ihre Arbeit haben, bevor sie die laufenden Berichte vergessen machen. Hoffen wir, daß die Regierung des norddeutschen Bundes sich der Auswanderer fürder annehmen und strenge Polizei üben werde, und daß nicht bloß die vereinigten Staaten Umsicht an den Tag legen. Je strenger die Regierung hier verfährt, je größer das Vertrauen zu unserer Rhederei wird, desto zahlreicher wird der Strom der Ueberschiffeuden, desto reicher wird mithin der Gewinn, den unsere Schifffahrt zieht. Witten an der Ruhr, 1. März. Der hiesige Sparcassen-Rendant, ein sehr frommer und konservativer Mann, ist wegen Unterschlagung und Fälschung verhaftet worden. Als derselbe vor einigen Wochen von den städtischen Behörden auf Grund grober Unregelmäßigkeiten vorläufig suspendirt wurde, schrieen feine geistlichen u> d weltlichen Parteigenossen Zelermordio über des Unrecht, das die bösen Liberalen dem würdigen Manne zusügten und boten Alles auf, um feine Wiedereinsetzung zu bewirken. Zu ihrem Unglücke veranlaßte aber die königliche Regierung eine Untersuchung, welche noch viel schlirn- mere Dinge constalirte, als man ursprünglich ver- muthete und die sofortige Verhaftung des Rendan- ten zur Folge hatte. Sogar die von ihm verwaltete Kirchenkaffe hat Defekte. Es ist sonderbar, daß gerade fromme Leute so oft „Unglück" mit Caffenver- waltungen haben, oder wie es im Wupperthal in sochen Fällen heißt: „vom Teufel versucht" werden! (V. V.) Washington, 3. März. Friedrich Gerstäcker spricht sich in seinen Briesen an die „Köln. Ztg." über die Demoralisation in ten Vereinigten Staaten folgendermaßen aus: . . . „Die Demoralisation ist in den Vereinigten Staaten zu einem Grade gediehen, der kaum mehr übertroffen werden kann, und sie wird nur durch die Frechheit überboten, mit der man jede Art von Schurkereien und öffentliche Betrügereien betreibt. Die Ursache ist allbekannt und liegt in dem republikanischen Wechselsystem, das den Beamten und glücklichen Stellenjägern nur vier Jahre Frist ver- stattet, um reiche Leute zu werden — eine fast zu kurze Zeit, wenn man sie nicht unverschämt benutzen will. Aber weßhalb auch nicht? — es hat sich ja Keiner vor dem Andern zu schämen, und so greift man eben einfach zu. Die besser Gesinnten sehen das freilich ein, und schon oft ist der Vorschlag gemacht worden —- ja, Jefferson Davis hatte ihn im Süden selber in Aussicht gestellt — die gewählten Beamten für Lebenszeit einzufetzen und damit ihre Zukunft zu sichern. Dadurch würde der Boden nicht allein den Stellenjägern unter den Füßen weggezogen werden, nein, auch die Beamten selber würden sich, wie das in Monarchien der Fall ist, doch wohl zwei Mal besinnen, ob sic um des Gewinns einiger Tausend durch Bestechung ihre ganze Lebensstellung in Frage stellen wollten. Aber die Maßregel findet zu vielen Widerstand; denn der Reiz, in wenigen Jahren ein reicher Mann zu werden, ist ein zu großer, und es gibt außerdem in Amerika der Hülfsmittel zu viele, „sein Leben zu machen." Schluß der Sitzung abzuwarten. Zu Demonstra- tionen kam es jedoch nicht. Paris, 4. März. Gesetzgebender Körper. Picard drückt seine Verwunderung aus, daß ter Bericht über das Contingentsgesetz 800,000 Mann für nöthig erklärt, um die Sicherheit und die Autonomie Frankreichs aufrecht zu erhalten, und bittet sich Er- Körungen darüber aus. Rouher antwortet, daß keine Beunruhigung für den Frieden vorliege. Die diplo- malischen Beziehungen gäben die Sicherheit, daß der Frieden nicht gestört werden würde. Die noch vor einigen Monaten am politischen Horizont befindlichen Wolken seien vollkommen zerstreut. gung eingetreten zu sein. Wenigstens sind die der Regierung nahestehenden Blätter angewiesen worden, das Problem von den revolutionären Banden in Bulgarien einstweilen unberührt zu lassen und übri- gens sich Rußland gegenüber eines friedlicheren Tones zu befleißigen. Auch die „France" steht sich die ganze Gefahr bereits als geschworen an. In einem Artikel über die auswärtige Lage legt sie dar, daß das so oft angekündigte Bündniß zwischen Rußland und Preußen noch keine Thatsache sei. WaS Preußen betreffe, so hätten die Wahlen für das Zollparlament gezeigt, daß die öffentliche Meinung in Dentsch- land weiteren Annexionen nicht geneigt fei. Italien erkenne, daß Frankreich, obwohl es gewissen Ansprüchen entgegentrete, doch feine einzige tüchtige Stütze sei, und die Beziehungen zwischen beiden Ländern hätten sich seit Mentana eher gebessert als abgeschwächt. Jedenfalls hätten sämmtliche Mächte sich nochmals geeinigt, die Keime jedes drohenden Con- flictes zu ersticken. — Die „France" erklärt ferner die Nachricht von einer nach Petersburg abgegange- neu französischen Note für durchaus unbegründet: es habe überhaupt zwischen den Unterzeichnern des'Pa- rifer Vertrags von 1856 kein weiterer Austausch diplomatischer Mittheilungen als der durch die gewöhnlichen Beziehungen bedingte stattgesunten. Paris, 2. März. Der Zudrang zur heutigen Sitzung tes gesetzgebenden Körpers ist ungeheuer. Alle Zuschauer-Tribünen sind überfüllt. Der „Salle des Pas perdus" ist ebenfalls angefüllt, obgleich es verboten ist, sich dort aufzuhalten. Der Vicepräsirent Dumiral führt den^Vorsitz. Herr Havin verlangt das Wort über das Sitzungsprolokoll. Jerome David der Viceprästdent, welcher am 24. v. M. durch fein Auftreten den gewaltigen Sturm hcrvorrief, steigt von seinem Sitze herunter und nähert sich der Rednertribüne, auf welcher sich Havin befindet. Im Augenblicke, wo Havin das erste Wort sagt, entsteht ein furchtbarer Tumult. Ollivier: Sie haben den Angriff ruhig angehört, Sie müssen auch die Bertheidi- gung ruhig anhören. (Die äußerste Rechte macht nun einen solchen Lärm, daß man Havin nicht versteht. Der Ruf: Schluß der Debatte! wird wahrhaft ge- heult. Es ist eine höchst scandalöse Scene.) Jules Favre steht aufrecht auf seinem Sitze, mit zusammengeschlagenen Händen und wirft höchst verächtliche Blicke auf die Ruhestörer. Der Lärm wird immer furchtbarer; man konnte glauben, man befände sich in einem Volkstheater, wo die Gamins von Paris in einem Aufruhr sind. Es fehlten nur die faulen Aepfel und die Orangenschalen, die dort bei solchen Gelegenheiten auch eine Rolle spielen. Havin und der Präsident wechseln höchst lebhafte Worte; ersterer verläßt die Tribüne. Jules Simon verlangt das Wort im Namen Havin's. Präsident: Aber Herr Havin hat freiwillig die Tribüne verlassen. Havin besteigt von Neuem die Tribüne und bleibt auf derselben mitten im Lärm. Nach vielen fruchtlosen Ver- suchen gelingt es dem Präsidenten, sich verständlich zu machen, und er erklärt von Neuem, daß Herr Havin auf das Wort verzichtet habe, ersucht ihn in- dessen, es wieder zu ergreifen. Bei den ersten Wor- ten Havin's beginnt der Tumult von Neuem und noch furchtbarer, wie vorher. Die ganze Majorität erhebt sich, und verlangt mit wildem Geschrei den Schluß. Es kommt darüber zur Abstimmung, und der Schluß wird angenommen. Havin verlaßt die Rednertribüne. Jul. Simon ergreift das Wort, um über das Reglement zu sprechen; er erinnert an den Zwischenfall vom letzten Montag; er schließt daraus, daß nach demselben die Kammer hätte con- fultirt werten müssen. Herrn Jul. Simon antwortete Jerome David. Derselbe erklärte, daß er seine Pflicht mit der Zustimmung der Kammer erfüllt habe (tie Majorität antwortet mit formidablen „Ja's"), daß er tie Kammer nicht confultht habe, weil nichts mehr auf der Tagesordnung gestanden und er keinen bedauernswerthen Pracedenzfall habe hrrbeisühren wollen. Jules Simon ergreift nun nochmals das Wort, um darzuthun, daß der Präsident gegen das Reglement und ganz willkürlich vorgegangen sei. Wenn dies eine Kammer gestatte, so handle sie gegen ihre Würde. (Sturm.) Jerome David unterbricht den Redner, indem er ausruft, er habe nicht gegen seine Würde gehandelt. Jules Simon erklärt, daß er keine persönlichen Fragen in die Sache ein- führen und den Zwischenfall nicht noch leidenschaftlicher machen wolle. Wenn aber eine Kammer — fügte er hinzu — die Willkür gestatte, so handle sie gegen ihre Würde. Hier geht der Sturm von Neuem los. Die Majorität heult wieder. Von beiden Seiten fallen die schärfsten Worte; der Lärm ist aber so stark, taß man fast nichts versteht. Die Kammer trennte sich in großer Aufregung. Auf den Quais waren über 5000 Personen versammelt, um den Granada. In dem schönen Granada hat der General auf die Hungernden, die in den Straßen 1 Todten der diese sonderbar kann man