Preis vierteljährlich 36 fr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 32 fr. ohne Poftaufschlag. Gießener Anzeiger. Erscheint wöchentlich dreimal: Dienstags, Donnerstags und Samstags. — Expedition: Canzleibcra Lit. B. Nr. 1. f Anzeige- und Amtsblatt für den Areis Kielen. Nr. 3. Dienstag dm 7. Januar 1S6S. '«ÄT Einladung zum Abonnement. "NM Mit dem 1. Januar 1868 hat das Abonnement aus dieses Blatt begonnen. Dasselbe erscheint wöchentlich dreimal, Dienstags, Donnerstags und Samstags, und kostet in Gießen vierteljährlich 36 Kreuzer frei in's Haus geliefert. Auswärts kann bei. der Post oder den. Landpostboten abonnirt werden und kostet vierteljährlich 32 Kreuzer, wozu jedoch noch der Postausschlag hinzutritt. — Die seitherigen Abonnenten werden ersucht, ihre Abonnements rechtzeitig zu erneuern, damit dieselben vollzählige Eremplare bekommen können. Anzeigen beliebe man bis längstens Montags, Mittwochs oder Freitags, Morgens 9 Uhr, bei uns abgeben zu wollen. SMST Diejenigen Bewohner der Nachbar-Orte, welche noch gesonnen sind, auf den Gießener Anzeiger zu abonniren, können dies ruch bei der Expedition dieses Blattes thun, müssen aber den Anzeiger jedesmal Dienstags, Donnerstags und Samstags Morgens durch einen Boten abholen lassen. Der Preis ist alsdann 36 kr. pr. Vierteljahr. Die bereits erschienenen Nmmnern werden nachgeliefert. Die Expedition. Amtliche Bekanntmnchungen. Gießen, am 4. Januar 1866. Betreffend: Die Erhebung der Ende December 1867 fällig gewordenen Holz- und Grummetgras-Gelder. Das Groß herzogliche Rentamt Gießen an die Großherzotztichen Bürgermeistereien des Rentamtsbezirks. Wir erftchen Sie hiermit, in Ihren Gemeinden durch die Schelle bekannt machen zu lassen, daß die obigen Gelder noch innerhalb 8 Tagen an den Zahltagen: Dienstags und Samstags, ohne Mahnung bezahlt werden können. L y n ck e r. Besondere Bekanntmachungen. 85) Im Firnen-Register des unterzeichneten Gerichts snd folgende Einträge vollzogen worden: am 30. December 1867: 1) Friedrich Decker zu Gießen tritt mit dem 1. Jaruar 1868 aus dem unter der Firma: „Decker und Löber" bestehenden Cgarren- und Tabaks-Fabri- cationsgesöäft aus; alle Activen und Passiven gchen mit diesem Tage auf Christian löber in. zu Gießen über, welcher jews Geschäft von da an für seine allenige Rechnung unter der seitherigen Zinna fortbetreibt und dem Friedrich Decker von Gießen vom 1. Januar 1858 an Procura ertheilt. Am 2.Januar 1868: 2) Eduard Sster zu Gießen betreibt daselbst seit 1 Januar 1867 einen Handel mit Branntwein, Victualien und Landesproducten und hat seiner Ehefrau Laura, gebornen Grebenau, Procura ertheilt. Gießen, den 2 Januar 1868. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. ____________Muhl._________ 111) Die Geneindc Reichelsheim in Oberhessen sucht einen Veterinärarzt unter günstigen Bedingmgen anzunehmen. Lusttragcnde finnen das Nähere entweder persönlich oder schriftlich, unter portofreier Zusendung, auf hiesiger Bürgermeisterei erfahren. Reichelsheim mOberhessen, 4. Jan. 1868. Großherpgliche Bürgermeisterei Reichelsheim. Vogt. Versteigerungen. Holzversteigelmg in der Fürstlichen Oberförsterei Lich. HO) Künftigen Dmnerstag, den 9. d. Mts., Morgens 9 Uhr, soll im District „Münchwald", Schweinstallheeg, zunächst Burlhardsfelden am Vicinalweg von Albach mch Hattenrod, folgendes Brennholz versteigert werden: 6 Stecken Taunm-Prüqelholz, 104 „ „ Stockholz, 9025 Wellen Eichen- und Tanncn-Rcisholz. Alsdann wird nichsten Freitag, den 10. d. Mts., Morgens 9 Uhr, Hierselbst folgende* Bau- und Nutzholz versteigert: 635 Fichten - Stämme von 5 bis 12 Zoll Durchmesser und 40 bis 70 Fuß Länge — 14391 Cubikfuß, 412 Fichten-Stangen = 2871 Cubikfuß. Lich, am 2. Januar 1868. Fürstliche Oberförsterei Lich. Eigenbrodt- Universitäts-Wand- und Adreßkalender sindj 8 Kreuzer pr. Stück, zu haben in der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch.) Wiederverkänfer erhalten Rabatt. Geschäftsbücher 98) jeder Art, aus der Fabrik von König und Eb Hardt in Hannover, empfiehl P h. Lüdeki beziehen. Stecken Buchcn-Scheidholz, I. CH. Retter. billig gestellt. Stockholz, (113) 257 A. Balser. bei Wellen Stecken Dan. Wirth, Neue Anlage. C. W. Nowack, Neuenbäuen Nr. 101. )lt ing. 11 3 4% 250 23/4 23/4 200 6 79 27 Gesalzenes Schweinefleisch, pr. Pfund 12 kr., bei 2150 1276 Vermiethungen. 104) Ein Familienlogis ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen bei Fr. Fürst, in der Neustadt. 415) Durch den Wegzug des Herrn Professor Gaß ist der mittlere Stock meines Hauses in der Anlage bis den 1. April zu 87) Nachstehende Gegenstände, als: ein neues Flügel-Fortcpiano, ein neues gepolstertes Tenor-HorN nebst Kasten mit Schloß, eine neue Violine mit Fidelbogen, eine neue Guitarre, sowie eine große Anzahl musikalischer Noteilbücher in allen Sorten, habe ich zu verkaufen. Kath. Jung, in Treis a. d. Lda. 224 Cubikfuß Eichen-Stammholz von 10 bis 12 Zoll Dicke und 20 bis 45 Fuß Länge, 72 Cubikfuß Buchen - Stammholz von 20 bis 25 Fuß Länge. Wieseck, den 2. Januar 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Wieseck. Lang. 119) Junge Metzgcrhuude sind zu vcr- kaufen bei B a l t h. M a l k o m e s i u s, am Wallthor. Feilgebotenes. Brennholz.Verkauf. 85) Aus dem Holzhof in Laubach kann vom Heutigen an Buchen-Scheidholz aus deiil Hiebe vorigen Jahres, pr. Stecken zu 5 fl. 30 kr., in größeren Partieen auch billiger, gegen gleich baare Zahlung, oder gegen Bürgschein mit Zahlungsfrist bis Johanni d. I., abgegeben werden. Laubach, am 1. Januar 1868. Gräfliche Rentkammcr. Weber. Holzversteigeriiiig im Wiesecker Ge- meiiidewalde. 106) Freitag den 10. d. Mts. sollen in dem Wiesecker Gemeindewalde, Districten Haide und Dörrloch, nachverzeichnete Holzsortimente versteigert werden, als: Vermischte Anzeigen. 107) Ich suche Lager-Räume für Tabak Anerbietungen bitte an meinem Comptoir zu machen. Gg. Ph. Gail. Weiße Blouseu. 121) Eine am Weihnachtsabend noch eingetroffene neue Sendung empfehle ich zur geneigten Ansicht. Die Preise sind äußerst „ Prügelholz, „ Stockholz, „ Reisholz, Eichen-Scheidholz, 96) Ein freundliches, möblirtes Zimmer mit Cabinct in einer Gartenwohnimg ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen. Nähe- res bei der Exped. d. Bltts.________________ 103) Eine Familiemvohmmg, bestehend aus 3 Zimmern nebst Zubehör, ist zu vcr- miethen und am 1. Februar zu beziehen. Jean Leierzapf. 99) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bltts 102) Ein möblirtes Zimmer mit Cabinet auf dem Brand ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen. Das Nähere bei der Exped. d. Bltts. 95) Ein kleiiles Familienlogis ist zu vermiethen bei Alexander Mayer. 109) Ein hiesiges Fabrikgeschäft sucht einen jungen Mann in die Lehre. Näheres bei der Exped. d. Bltts. ; 105) Für ein Spirituosen- und Weingeschäft wird ein durchaus solider junger Mann als Reisender gesucht- Von wem? sagt die Exped. b- Bltts. ________________ 122) Weiße und farbige Glac^-Hand- schuhc mit 1 und 2 Knüpfen, empfiehlt _____________I. CH. Netter. 92) Briefcouverts mit Franco-Maröen Wellen „ Reisholz", Stecken Kiefern-Scheidholz, „ „ Prügelholz, „ „ Stockholz, Wellen „ Reisholz, Cubikfuß Kiefern-Stammholz von 5'/2 bis 10 Zoll Dicke und 10 bis 45 Fuß Länge, Cubikfuß Kiefern-Stangenholz von 15 bis 30 Fuß Länge, 56 Cubikfuß Fichten-Stammholz von 7 bis 9 Zoll Dicke und 30 bis 45 Fuß Länge, Lurnm'k'tm. 91) Donnerstag den 9. Januar, Abends 8 Uhr, im Promenadehaus: Generalversammlung. Tagesordnung: Beschwerde und Wahlanfechtung. — Ball. _________________Der Vorstan d. 94) Es wird ein braves Mädchen in einen Laufdienst gesucht. Näheres bei der Expcd. d. Bltts. Wohrrrrrrgs - Vekändernng. 108) Von jetzt an wohne ich im Hause der Fran P. Vogt Wittwe am Wallthor. } 1 Georg Eiff, Kappenmacher. 89) Hiermit die Anzeige, daß von jetzt ab nur an den Tagen: Dienstag und Donnerstag in der städtischen Sandgrube am Schiffenberger Weg Sand geladen werden kann und daß Alle, welche an anderen als den obengenannten Tagen dort Sand holen, der gesetzlichen Strafe verfallen. — Sollte Jemand Sand außer den genannten Tagen holen wollen, so wird gebeten, die Meldung Tags zuvor bei Katharine Schäfer in der Fabrik von den Herren Gebr- Homberg er und Söhne machen zu wollen, und die Tagesstunde anzugeben. Christian Schäfer, in Hausen. Zugelaufen. 88) Ein kleiner Hofhund von brauner Farbe und weißer Stirne ist dem Unterzeichneten zugelaufen und kann derselbe von dem Eigenthümer gegen Erstattung des Futtergeldes und der Jnseratgebühren in Empfang genommen werden. Forstwart Alb ach, in Hattenrod. 112) Webe r's Weltgeschichte, neuere Ausgabe, und George's Lexikon werden zu kaufen gesucht. Offerten bei der Exped. d- Bltts- abzugeben. 101) Eine ordentliche Frau wird für einige Stunden des Tages als Aufwärterin gesucht. Zu erfragen bei der Exped. d- Bltts. 97) Altes Zeitunaspapier in großen und kleinen Partieen rauft I. Rothenberger, Lindenplatz. 116) Einem geehrten Publikum mache ich die ergebenste Anzeige, daß ich mich als Hebamme dahier niedergelassen- habe. Genügende Zeugnisse über meine Befähigung in diesem Fache lassen mich hoffen, das Vertrauen eines geehrten Publikums.zu erhalten, das ich in jeder Beziehung zu rechtfertigen bemüht sein werde. Emma Löwcnthal, wohnhaft bei Joseph Beyfuß- 93) Im Flöten-, Zither- und Violin- spielen crtheilt gründlichen Unterricht G. Richter, Wolkengasse. Stenographen-Verein. 120) Morgen (Mittwoch)-Abend 8 Uhr: Monatsitzung im Lindcnhof — zweiten Stock — wozu einladet Der Vorstand. 118) Eingetretener Hindernisse wegen findet die Abhör der Rechnung des Consum- Vereins au einem später auberaumt werdenden Tage statt. 100) Ein Zapfjunge wird gesucht im Darmstädter Haus. 117) Nr. 30 hat den Teppich und Nr. 135 die Reisetasche gewonnen. Rühl, Polizeidiener. Charles van Diemen Camp., Spediteure. Altona. Hamburg. Harburg. Bremen. Directe Verladung nach allen überseeischen Plätzen. 114) Wir bringen hierdurch zur Anzeige, daß wir vom 2. Januar 1868 ab einen Zollverschlußwagcn zwischen Harburg und Altona et vice versa fahren lassen, welcher Eil- und Stückgüter ohne Aufenthalt von einem Bahnhof zum andern expedirt und eine täglich regelmäßige Verbindung mit Schleswig-Holstein herstellt. Die Fracht incl. aller Spesen beträgt 5 Sgr. pr. 100 Pfund, Partieen billiger- Die Güter bitten wir an unsere Firma in Harburg oder Altona zu stellen. Börseiinachrichlen. 4. Januar 1868. Preuss. 4*/2o/q Obi. — Frankf. 3%°/o Obi. 81% Nass. 41/2O/o Obi. 95% Kurh. 4o/o Obi. 90 Hess. 4O/o Obi. b. Roths. 86% P. „ 31/3% do. do. — Bayer. 5% Obi. lOl’/g „ 4'/2"/o 1jährige 93% „ 4i/2% Vsjährige 94»/4 Würtemb. 4%% Öbl. 933/g Baden 4l/2% Obi. c. E.L. 937/s Oestr. 5% b. R. 60% „ 5% National 53>/4 „ 50/0 Metall. Obi. — „ M. steuert. 47% Amer. 6% 1882r Bds. 77% „ 6% 1885r 76% Actien. Frankf. Bank 125% Oester. Bank 678 „ Creditact. 179% Darmst. Bankact. 202 Geldsorten, 1 4478-45i/8 1864r 73% 9 9 9 9 5 9 Engi. Soiver. 11 Russ. Imjer. 9 Doll, in (Sold 2 Pr. Gass. Sch. Div. Casi.-A. Pr. Fried-dor. Pistolen . . „ dojpelte Holl. fl. 1) St. Ducaten . . 20 Franlenst. Anleliensloose. Kurh. 40 Thlr. Loose 53% Nassau fl. 25 b. Roth. — Gr. Hess. fl. 50 b. R. 145 Gr. Hess. fl. 25 b. R. 41 40/o bayr. Präm. Anl. 99% 4% badische Loose 957? Badische fl. 35 Loose 507g 1858r Prioritätsloose — 1860r Loose 69% S7%-58% 48-50 49-51 53-55 37-39 29i/2-30i/2 54-58 49-51 27-28 Prioritäten. 5% östr. F. St. E. B. 236 Lud wigsh.-Bexbach 156% Maxbahn 107 7« Bayer. Ostbahn 118% Hess. Ludwigsbahn 128. 3% östr. Stsb.-Prior. 51 % 3% östr. s. Lombard. 42 3O/o Livorneser —■ Toscaner — Frankf. Hypoth.-Bank — Frankf. Vereins-Kasse —: 5% Elisabeth-Prior. 74'/4 do. II. Emiss. 72% Wechsel. Amsterd. k. S. 100% Augsb. k. S. 100 Berlin k. 8. 105 Bremen k. 8. 97% Cöln k. 8. 105 Hamburg k. 8. 88% Leipzig k. S. 105 London k. S. 119% Lyon k. 8. — Paris k. 8. 947s Wien k. 8. 97% Disconto 3% G. Berzeichniß der im Decanate Gießen im Jahre 1867 erhobenen Collecten. »5 Namen Für die Landes-Waisen- Für die Für den Schul- Für die Für die s c, Für den Verein der (Shiftatite- form.- I Feste. I Beiträge. fl- fr. fl. fr. ! f1- fr. fl. fr. fl- fr. fl. fr. fl- fr. fl. fr fl. fr. fl. fr. fl. fr. fl. fr. fl. fr. 1 Allendorf a. d- Lda. 2 38 2 55 10 56 1 10 1 34 2 — 1 331 — — 15 — 4 45 11 — 53 401 2 Gießen 23 7z 21 50 186 12 9 17 16 58 — 16 10 38 7| — — — — 36 9 598 51 946 42 Festfollecte für te Stadtarmen 76 fl. 3 Heuchelheim 1 50j 1 30 7 12i 1 16z — 33 — — 4 61 2 17 — — 5 52z 2 3 6 30 33 11 11 Vs fr- 4 Kirchberg 2 — 1 45 12 45 — 2 — — — 2 30 1 45 — — — — 2 45 23 30 49 5 Wieseck 2 13 2 36 1 6 411 — — 2 341 — — — 56z 1 56 5 — 5 — 1 27 i) 23 51 24 Summe 31|4«| 30|36 1223146 Mil 434 23|39£ - 25142 J 45 39z 5 — 25|52,| 47| 9>62|51 1133|57 J Gießen, den 2. Januar 1868. Das Großherzogliche evangelisch Dekanat. Landmann. Feuilleton. Vetter und Base. Eine Familiengeschichte. (Fortsetzung.) Um's Himmels willen, erlaß mir Deinen Romankram, Ida!" rief Henriette lebhaft „Dieses ewige Romanlesen vom Morgen bis zum Abend ist ja unerträglich, und muß Dich noch ganz krank machen. Wenn Du Dir jedoch durchaus die Augen mit dem Lesen verderben willst und wenn es Dir gleichgültig ist, ob Deine Kleider passen oder nicht, so liegt mir auch nichts daran. Du wirst wieder einmal zu spät fertig werden, wie gewöhnlich, denn Du bist in Allem die letzte. Ich aber werde heute eine besondere Sorgfalt auf meine Toilette verwenden, denn es liegt mir daran, auf Vetter Robert einen günstigen Eindruck zu machen. Und bedenke nur, mit wem wir es zu thun haben, Iva's Wenn er Dich jetzt hier sähe, in dem Schlafrocke und mit den Papilloiten im Nacken und den zerzausten Locken, was sollte er da von Dir denken? Er, der alle große Hauptstädte Europa's gesehen und mit den besten Gesellschaften verkehrt hat und jetzt eben aus Italien kommt, das Auge und den Geist noch ganz voll von südlicher Schönheit!? — Mama weiß recht gut, warum sie unserem heutigen Fest diesen großartigen Zuschnitt gibt; sie will ihm zeigen, daß unsere Soiröen die elegantesten, feinsten und fashionabelsten in ganz Stock» heim sind!...." »Das er gar nicht wieder erkennen wird," fiel ihr Ida in's Wort; „Du liebe Zeit, wie sich die Stadt in diesen zwölf Jahren verändert hat, seit er von hier fort ist. Und nicht wahr, Jettchen, früher hatte Robert eine besondere Vorliebe für Julie Fink!" — „Oja, und noch mehr für ihre ältere Schwester Charlotte," erwiderte Henriette. „Aber Charlotte ist ja verheirathet und die Neigung zu Julien, die damals noch ein Kind war, soll nicht wieder aufleben, denn offen gestanden, Jdchen, Mama und ich haben uns vorgenommen, Robert, der vielleicht nur auf die Brautschau hieher kommt, soll keine andere Frau wählen, als aus unserer Familie, und der Plan muß gelingen, wenn wir es nur Halbwegs geschickt an- greiffn, Robert ist eine vortreffliche Parthie: hübsch, talentvoll, umsichtig und von einem bedeutenden Vermögen. Und ich verlasse mich auf Mama, die ihn schon emzusangen wissen wird, und auch alle Anordnungen schon getroffen hat, um Robert mit diesem heutigen Fest aus das angenehmste zu überraschen. Papa war freilich dagegen und sträubte sich mit Händen und Füßen gegen die Kosten eines solchen Festes in dieser kritischen Zeit; aber er klagt ja immer, als ob ihm das Geld ausgehen wollte, und Mama setzt doch am Ende ihren Willen durch, wie immer. Und wie hab' ich mich seitdem auf das Fest gefreut, und wie ärgerlich daher, daß mir die Freude verdorben wird durch das verpfuschte Kleid, das ich gar nicht mehr ansehen mag!" „Gib Dich doch zufrieden, Henriette, und laß Paulinen rufen, daß sie den Leib ausläßt! Sie hat eine merkwürdige Geschicklichkeit in solchen Dingen," sagte Zda. „Wo sie es nur gelernt haben mag, da sie dost immer nur auf dem Lande war? — „Hm, ich bitte Paulinen nicht gern um etwas," sagt Henriette stolz; „ich kann die armen Verwandten nicht leiden, die uns der Vaer immer in die Familie hineinschmuggelt. Aber freilich heute muß ich ihr lhon gute Worte geben, wenn ich nicht haben will, daß mir die Fuchs den Leib noch einmal verdirbt. Bitte, Ira! laß Paulinen doch rufen!" Eine Minute später erschien diese schon und fragte freindlich nach dem Anliegen der Cousinen. Die Eile, womit sie die Treppe hinaugceilt war, hatte ihr frisches Antlitz noch mehr geröthet, und ihr braunes Auge lachte ordentlich über die Freude, baß die stolzen Cousinen einmal ihr entgcgenamen. Sie war eine allerliebste Erscheinung, ein „Prachtmädchen," wie veralte Gärtner sie richtig bezeichnet hatte. Nicht klein und nicht groß, nicht chlank und nicht korpulent, aber mit einer reizenden Taille und einem hübschen löpfchen, das beweglich wie das eines Finken aus dem frischen Halse saß; ihr öcsicht nicht eben schön noch gar streng regelmäßig, aber pikant und mit dem ojensten herzlichsten Ausdruck; die klugen lebhaften Augen voll Schelmerei, die Stirne frei und klar, mit einem Ausdruck von seltener Intelligenz, die Nase fein unv schmal und leicht gewölbt, das Kinn spitz und mit einem Grübchen, der Mund frisch und schalkhaft, die Wangen gesund geröthet und von einem Neichen Flaum bekleidet, wie die Sonnenseite eines reifen Pfirsichs. Dazu dmkle Brauen und lange seidene Wimpern und ein reiches dunkelbraunes Haar, das über der Stirn sich von Natur in hübsche krause Wellenlinien legte uiv das Obertheil des reizenden Köpfchens wie mit einem hübschen dunklen Rahnen einfaßte. „Was steht zu Befehl, meine lieben Väschen?" rief Pmline mit glockenreiner Altstimme. „Womit kann ich dienen?" „Zunächst, Pauline, möcht' ich Sie bitten, mir dieses Libchen an meinem Ballkleide abzuändern, welches mir zu eng gefertigt worden if," sagte Henriette mit einer gewissen förmlichen Herablassung, und bequemte sich dazu, Paulinen'S Dienste als Kammerjungfer anzunehmen, um das verfehlte Kunststück ihrer Schneiderin noch einmal anzulegen und Paulinen die Mißstände zu zeigen, welche diese sogleich begriff. — „Und dann noch eines," setzte sie zögernd hinzu, als Pauline mit ihrer herzlichen dienstfertigen Weise sich um alle diese Einzelheiten bekümmert und Abhülfe versprach. „Nun, was denn, Väschen?" fragte Pauline. „Es wäre mir sehr angenehm, Pauline," erwicderte Henriette, „wenn Sie sich endlich merken wollten, daß es mir sehr unangenehm und ärgerlich klingt, daß Sie uns immer als Väschen behandeln. Weit entfernt leugnen zu wollen, daß Sie eine entfernte Verwandte von Papa's erster Frau sind, haben Ida und ich uns doch noch nicht zu überzeugen vermocht, daß wir mit Ihnen irgendwie in Blutsverwandtschaft stehen. Und so sehr wir daher Ihnen auch ein Asyl in unferm Elternhause gönnen, meine Liebe," fuhr sie mit erzwungener gesteigerter Artigkeit fort, „so müßte es uns doch befremden, wenn Sie noch immer geflissentlich fortfahren wollten, uns als Cousinen zu behandeln, geschweige denn als Väschen, welcher Ausdruck eigentlich von einer choquanten Trivalität ist. Sie werden mich daher sehr verbinden, meine Liebe, wenn wir für Sie künftighin nicht mehr nnd nicht weniger sind, als die Fräulein Henriette und Adelheid Balder, die Ihnen übrigens ganz wohl wollen, wie Sie wissen! — Und nun nehmen Sie mein Kleid und sehen Sie, was sich daraus machen läßt, aber geben Sie Acht, daß Sie mir den Atlas nicht zerknittern und die Spitzen nicht zerreißen!" Pauline Hain raffte das Atlaskleid auf ihren Arm zusammen, und schaute Henriette mit ihren großen ausdrucksvollen Augen an, in welchen sich die verschiedensten Gemüthsbewegungen aussprachen. Endlich blinkte eine Thräne in ihren Wimpern und sie wandte sich zum Gehen; auf der Schwelle aber kehrte sie sich noch einmal um, blickte Henrietten fest und mit einem eigcnthümlichen Ausdruck in's Gesicht und sagte mit tiefer bewegter Stimme: „Schon gut, Fräulein Henriette! sein Sie versichert, daß ich Sie nie wieder Väschen nennen oder irgendwie mir auf eine Verwandtschaft etwas zu gute thun werde, die Sie vor Anderen crröthen machen könnte. Verzeihen Sie mir überhaupt, baß ich mich seither noch einer Verwandtschaft erinnerte, welche Sie durch Ihre Handlungsweise stets ignorirt haben, ja schon von der ersten Stunde an, wo ich als elternlose Waise eine Heimath in Ihres gütigen Herrn Vaters Hause fand. Ich werde künftighin meinen Standpunkt kennen!" Damit schritt sie rasch aus der Thür. Ida war beschämt, Henriette starrte ihr wortlos mach. „Welche Unverschämtheit!" sagte diese endlich mit einem geringschätzigen Lächeln; „was brauchte sie mir überhaupt hierauf zu antworten, nachdem ich sie so höflich auf ihre Fehler aufmerksam machte? Was bildet sich denn bas Lärvchen ein, das betteln müßte, wenn ihr der Papa nicht ein Unterkommen ge- währte?" „Aber liebes Jettchen, ich begreife nicht, weßhalb Du Paulinen nicht ungeschoren lassen kannst!" sagte Ida. „Du weißst sie doch immer für Dich zu gebrauchen, denn sie hat beständig für Dich zu sticken oder zu nähen. Und ich sollte meinen, Henriette, baß ihr eigentlich Niemand mit Recht den Vorwurf der Zudringlichkeit machen kann. Ich wenigstens sehe sie selten genug hier oben in unseren Zimmern." „Das wollt' ich mir auch verbeten haben," sagte Henriette kalt und richtete mit einem gewissen Selbstgefühl ihre kurze dicke Figur auf; „ich glaube mit einigem Recht verlangen zu können, daß ich mir wenigstens mein Zimmer rein erhalte von Personen, die mir nicht behagen, und ich kann nun einmal Gießen. Vor mehreren Tagen hatte sich das Gerücht verbreitet, daß die neu hergerichtete Tele- graphenleitung in Schlitz von der dortigen Landbevölkerung als ein Werk des Teufels, zerstört worden sei und daß in Folge davon preußische Truppen von Fulda aus in Schl tz eingerückt seien. Eingezogener Erkundigungen zufolge ist auch nicht ein Wort Wahres an der ganzen Sache und das Gerücht wahrscheinlich nur daher entstanden, daß der preußische Ingenieur-Lieutenant, welcher die Anlage des Telegraphen leitet, 20 Mann Militärarbeiter aus Fulba requirirt bat. Darmstadt, 31. December. Das heute erschienene Re- gierungsblalt enthält: I. Bekanntmachung, das Reglement zu dem Gesetze über das Postwesen des Norddeutschen Bundes betreffend. Das genannte Reglement wird — unter Bezugnahme auf Artikel 3 des PostvcrtragS mit Preußen vom 19. Juli, sowie auf die Bekanntmachung vom 25. Novbr. 1867, die Einführung der Pvstgesctze des norddeutschen Bundes in den zu diesem Bunde nicht gehörigen GebietStbeilen des Groß- herzogthumS betreffend — von Grvßherzoglichem Ministerium des Großherzoglichen Hauses und des Aeußern mit dem Anfü- . gen zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß dasselbe für das gesammte Gebiet deS Großherzogthums am 1. Januar 1868 in Wirksamkeit tritt, und daß alle bisher bestandenen, mit dem Reglement nicht übereinstimmenden Vorschriften als aufgehoben zu "betrachten sind. II. Dienstnachrichten. S. K. H. der Grvßherzog haben allergnädigst geruht: am 25. Aug. den seither im Engagement gestandenen Kapellmeister Nesvadba zum Hofkapellmeister zu ernennen; . — am 23. Novbr. den früheren Kurfürstl. Hess. Amtsphpsicns Dr. Bode zum Kreisarzt des KreiömedicinalamtS Nauheim, — den Kreisbauauf- seher-Aspiranten Schaum aus Klein-Linden zum Hausverwalter nnd Rechner bei der LandeS-Jrren-Anstalt, — am 30. Novbr. den praktischen Veterinärarzt Gebb zu Nieder-Wöllstadt zum Kreisveterinärarzt deS KreisveterinäramteS Grünberg, — an demselben Tage den Bataillvnstambour im 3. Inf. - Regiment Allendorf von Heppenbeim, — den Corpora! im 1. Jnf.- Reg. Schröder von Ober-Lais, — den Feldwebel im 1. Jnf.-Reg. GambS von Lengfeld, — den Feldwebel im 1. Jäger-Bataillon Kronenberger von Hackenheim, — den Musketier im 4. Jnf.-Reg, Weber von Schlitz zu Bremsern bei der Main-Weser-Eisenbahn — und am 3. Decbr. den Bauacccssisten Otto von Lauterbach zum Babnhofs - Jn- spectionS - Assistenten bei der Station Gießen der Main - Weser - Eisenbahn zu ernennen; •— am 6. Decbr. den Ober- Domänen - Calculatoren erster Claffc bei der Obersorst - und Domänen-Direction Bitsch und H iS gen die Stellen von Registratoren bei dieser Behörde, Ersterem mit dem Amtstitel als Ober-Domänen-Registrator und Letzterem mit dem AnnS- titel als Ober-Forst-Registrator zu übertragen; — am 13. Deebr. dem Salinenrentmeister bei der Saline Theodorshalle, Salineninspector Ziegler, gleichzeitig die Stelle eines Rendanten bei dem, mit dem 1. Jan. 1868 in Wirksamkeit tretenden Salzsteueramte auf der genannten Saline — und dem - Finanz-Accessisten Frhrn. Gedult vvn Jungenseld aus Darmstadt die Stelle eines Einnehmers bei dem mit demselben Zeitpunkte in Wirksamkeit tretenden Salzsteueramte Wimpfen mit dem Amtstitel „Salzsteueramts-Rendant" zu übertragen. III. Concurrenzerösfnung für die Districts-Einnehmerei Groß-Umstadt, wofür eine Dienstcaution vvn 3000 st. erfordert wird: cvncurrenzfähigc Bewerber haben sich binnen 14 Tagen anzumelden. IV. Gestvrben: am 28. Februar der pensionirte Schullehrer Rühl zu Köddingen; — am 25. Oct. der Schullehrer an der evangelischen Schule zu Mümling- Grumbach Wolf; — am 29. Oct. der pensionirte Ministerial- Kanzlist bei dem Ministerium der Finanzen, Kanzlei - Secretär Gernert. Darmstadt, 3. Jan. Wie die „Hess. Ldsztg." aus sicherer Quelle vernimmt, hat Vas Ministerium am 31. December v. I. beschlossen, bezüglich der Ovenwaldbahn veu Ständen eine Proposition vvrzn- legen, welche Die Richtung der Bahn von hier nach Traisa, Ober-Ramstadt, Reinheim, Groß-Umstadt und Höchst — mit Stationen an ven genannten Orten—■ und einer Station bei Beffungen bestimmt. Darmstadt, 4. Jan. Seine Großherzogliche Hoheit der Prinz Heinrich von Hessen sind am Donnerstag Nachmittag nach Berlin zurückgekehrt. Darmstadt, 4. Jan. Der Grvßherzogliche Obersteuerrath Ewald hat sich heute zu Verhanvlun- gen wegen Anschlusses der nicht zu dem norddeutschen Bunde gehörigen Gebietstheile des Großherzogthums an bas System der indirekten Steuern ves norddeutschen Bundes nach Berlin begeben. Mainz, 2. Jan. Die Missionen der Jesuiten und Mönche geben wieder zu Aergernissen Anlaß. Von den verschiedensten Seiten hört man die Art und Weise, wie namentlich die Capuziner in ihren Missionspredigten das Capitel von der Züchtigkeit vor dem aus beiden Geschlechtern in Den verschiedensten Altersklassen bestehenden Kirchenpublikum behandeln , gerave nicht von sehr großer Erbauung zeugende Urtheile. Da die Mönche selbst sagen, daß nur „gute Orte" (in ultramontanem Sinne) mit diesen Missionsstreifereien beglückt würden, so scheint die Besserung der Sünder ziemlich Nebensache zu sein. Hattenheim im Rheingan, 31. Dec. Der „Mtttelrh. Ztg." meldet man von hier folgende Ex- cesse: Nachvem vor acht Tagen mehrere öffentliche Brunnen auf die roheste Art verunreinigt und viele Zettel mit den gemeinsten Schimpfereien gegen die Ortsobrigkeit und andere Einwohner, so wie mit Drohungen, daß der Ort noch vor Jahresfrist nieder- gebrannt werde, gefunden worden waren, drangen gestern zwei Kerle in den Hof ves Bäckers Fetzer und schienen dort Feuer anlegen zu wollen; denn sie hatten Stroh und Streichhölzer bei sich. Der Sohn Fetzer's ging, durch das Bellen des Hundes aufmerksam gemacht, in den Hof und sah dort die beiden Kerle, stach auch den einen mit der Mistgabel, wogegen ein Schuß auf ihn abgefeuert wurde, der ihn am Halse gestreift. Die beiden Kerle entsprangen. Berlin, 2. Jan. Bei Dem gestrigen Neujahrsempfang begrüßte Feldmarschall Wrangel den König als Bundesseleherrn. Der König sprach darauf sein Vertrauen in die Tüchtigkeit der Armee aus unv seine feste Zuversicht in die friedliche Weiterentwickelung.— Die „Prov.-Corresp." hebt in einem längeren Artikel über die Entwicklung Deutschlands im, Jahre 1867 gegenüber den Besorgnissen wegen Der Eroberungslust des verjüngten Deutschlands hervor, daß ter Geist ves Volkes und der feste Wille der Regierung die Sicherung der Segnungen des Friedens verbürge. i Berlin, 2. Jan. (Die friedlichen Versicherungen des Kaisers Napoleon haben hier nicht den Eindruck gemacht, welchen er selbst vielleicht davon erwartet hat; gegenüber den Verhandlungen im gesetzgebenden Körper und besonders gegenüber den scharfen Worten RonherS darf das nicht Wunder nehmen. Ebensowenig hat die Note der „Norddeutschen Zeitung" in Betreff des Mobilmachungs- planes vazu beigetragen, die Besorgnisse vor einem Kriege zu beseitigen; im Gegentheil, man konnte vielfach in Beziehung auf jene Note die Bemerkung hören, daß sie eine wunderbare Ähnlichkeit habe mit einer Note in demselben Blatte im Frühjahr 1866, als hier die Ausschreibung von Controlversammlun- gen der Landwehr einiges Aufsehen erregte. Das sollte damals auch nur eine Probe sein, um zu sehen, wie der Mechanismus ineinandergreife und wenige Monate später wurde aus der Probe Ernst, wurde die Landwehr einberufen zum blutigen Krisgsspiel. Wird diesmal auch der Ernst sobald folgen? Wer weiß es? Sicher ist nur, daß nach dem Mobilmachungsplane Norddeutschland binnen 11 Tagen eine Armee von 6 — 700,000 Mann auf die Beine bringen kann, und die Eisenbahnen haben die Entfernungen so bedeutend abgekürzt, daß eine Vereinigung dieser Armee an Den Gränzen auch nicht eine allzulange Zeit erfordern wird. — Von Interesse ist eine Nachricht, welche heute die „Post" bringt, nämlich die Kunde von der Entschädigungsforverung eines preußischen Untertanen wegen eines Schadens, den ihm die „Alabama" zugefügt hat. Graf Bismarck wird voraussichtlich Schritte in dieser Angelegenheit thun; vielleicht dient dieselbe dazu, die Beziehungen zu Nordamerika,. welche ja feit einiger Zeit sehr freundschaftlich sind, zu festigen, ein Umstand, der bei einem etwaigem Kriege nicht ohne Bedeutung sein würde, denn Preußen braucht einen Verbündeten, Dessen Seemacht einigen Respekt einflößt. — Die Nachricht, daß der preußische Gesandte am Florentiner Hofe dort Unterhandlungen wegen einer Vermählung des Fürsten Carl von Rumänien angeknüpft habe, zeigt, vaß man hier keineswegs gewillt ist, denselben bei einer etwaigen Lösung der orientalischen Frage fallen zu lassen, und es liegt die Vermuthung nahe, daß dieserhalb ein bestimmtes Uebereinfommen mit Rußland getroffen worden ist. — Contre- Admiral Jachmann, der noch immer als künftiger Maril neminister genannt wirb, soll zum Vice-Admira- ernannt sein oder doch in den nächsten Tagen ernannt werden. Der Posten selbst steht feit dem 1. Januar d. I. auf Dem Etat. (Fr. I.) Berlin, 2. Jan. Die Rückkehr des dänischen Bevollmächtigten v- Quaade wird in den nächsten Tagen stattfinden und werden alsdann die Verhandlungen wegen Nordschleswigs wieder aufgenommen werden. Paulinen nicht ausstehen. Abgesehen davon, daß mir alle armen Verwandten, welche sich immer wie Kletten an uns anhängen, seit sie Des Vaters allzu große Gutmüthigkcit in diesem Stücke kennen, zuwider ftnD, bin ich Paulinen schon deßwegen gram, weil ihr Gesichtchen sogleich Aller Augen auf sich zieht. Mögen wir Herren »Der Damen in unserem Salon sehen, so darf sie nur eintreten, um zu ferbiren, und sogleich ist von nichts andrem mehr die Rede, als von diesen 'frischen Wangen', diesem 'reizenden naiven Gesichtchen', dieser 'heitern kindlichen Physiognomie', und wie die tausenderlei gewürzten Lobeserhebungen alle heißen, die wir dann zu hören bekommen, und die uns gewissermaßen überzeugen, daß wir eigenteich nur die Folie für dieses — Bauernmädchen bilden!" „Henriette, Du gehst doch wahrlich zu weit!" versetzte Iva mit schmachtender Empfindsamkeit; „Pauline ist eine arme, heimathlose, verlassene Waise. Ihr Bißchen Jugendfrische und heitere Laune sind' ihr einziges Vermögen und Glück. Du solltest fix Darum nicht zur Aschenbrödel machen wollen! Wer weiß, ob nicht noch Zeite» kommen, wo sie auf uns herahsehen kann?" „Viel Glück dazu!" meinte Henriette mit einem geringschätzigen Achselzucken. „Ich werde vas Gänschen wahrlich nicht um diejenigen Parthicen beneiden, welche sic mit ihrem glatten Lärvchen machen kann. Das Märchen von der Aschenbrödel ist in unseren Tagen außer Kurs, mein romantisches Schwesterchen, und Deine letzte Aeußerung schmeckt sehr darnach, als ob Deiner humanen Freundlichkeit und Deiner philantropischen Milde gegen Paulinen eine starke Dosis Berechnung beigemischt wäre!" „Henriette! . . . ." sagte Ida halb empfindlich; „Du kannst so hart, so bitter sein! Du legst es darauf an, härter zu erscheinen als Du bist, denn ich bin überzeugt, Du würdest Dich doch selber freuen, wenn Pauline eine gute Parthie machte!" (Forts, folgt.) Der Beherzigung auch unserer Leser empfehlen wir folgendc dem Allg. Jntelligenzblatt für Alsfeld entnommene Petition der Spatzen. Wir die gehorsamst unterfertigten Spatzen, Finken, Meisen, Ammern u. s. w. ersuchen hiermit sämmtliche Natur-, Thier- und Menschenfreunde. insbesondere die des landwirthschaftlichen Standes und die Kinder und Großen der Stadt, anjetzt, nach hereingebrvchener grausamer Winterszeit, bei Schnee und Kälte, uns für einstweilen als genügsame Kostgänger annehmen zu wollen, nnd an geeigneten Orten von Zeit zu Zeit ein Paar Hände voll Samen, Korn, Brosamen nnd andere Abfälle hinzustreuen. Wir versprechen auf unsere Ehre, solche mildthätige Handlung damit zu bezahlen, daß wir Frühlings- und Sommerszeit alles vorhandene Ungeziefer beflissentlich wegfreffen und schon anjetzt auf die vorhandenen Raupennester, Larven und Eier dieses Geschmeißes emsig vigiliren werden. — Namens der hungrigen Hauptversammlung: Der Centralausschuß. F V b. k c. Temperatur in Gießen, December 1867: + wurde. Der König reist nZHD« ^efttz über das Posttaxwesen vom 4 November . J _ . ,. , . 1 en. cvx ..... . .....kau. «i. ♦ S.» a (cA AßP IIII- Redaction/Druck und' Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr- Chr- Pietsch) in Gießen. t v u F e: 0,34 „ 7,0 „ 1,89 Par. Zoll. 1,53 „ „ r 2 Brüssel, 3. Jan. V „ Woche nach Wien ab, um den Leichenfeiemchkeiten bei der Ankunft der Leiche Marimilians beizuwohnen. 2 Sgr. oder 7 fr. , Bei unfrankirten Briefen tritt em Zuschlag- Porto von 1 Sgr., ohne Unterschied des Gewichts des Briefes, hinzu. . . Bel UNKUVeichend ftßnfitten Stiefen $tTuz I neben dem Ergänzungs-Porto, ebenfalls das Zuschlag-Porto von 1 Sgr. in Ansatz gebracht. Portopflichtige Dienstbriefe werden mit Zuschlag-Porto alsdann nicht belegt, wenn die Eigenschaft derselben als Dienstsache durch den Vermerk Portopflichtige Dienstsache" auf dem Couvert vor der Postaufgabe erkennbar gemacht worden ist. Dieser Vermerk must in die Augen fallen; es empstehlt sich dast derselbe oben links in die Ecke der Avreß- seite des portoflichtigen Dienstbriefes von dem Absender niedergeschrieben wird. Das Porto für die den reglemrntsmatzigen Bestimmungen entsprechenden Drucksachen und Waarenproben (Waarenmuster) beträgt ohne Unterschied der Entfernung für je 2V2 Loth V3 ®gr-, bei den in der Guldenwährung rechnenden Post-An- | stalten 1 fr. I Für gedruckte Mittheilungen aller Art, welche mit- I seist offener Karten expedirt werden, wwd pro Stück Vs Sgr., beziehungsweise 1 kr. erhoben. Die Gebühr für Zahlung mittelst Post-Anwei- u n g beträgt: bei einer Zahlung unter und bis zu 25 Thlr. (433/. fl.) einschließlich: 2 Sgr. oder 7 fr., bei einer Zahlung über 25 Thlr. (43% fl.) bis zu 50 Thaler (87i/2 fl ) einschließlich: 4 Sgr. oder 14 fr. ohne Unterschied der Entfernung; für jede Gebühr können die Post-Anweisungen aus dem Coupon mit brieflichen Notizen, unter Wegfall der bisherigen Beschränkungen, versehen werden. Im Stadtpost-Verkehr wird für Post-Anweisungen, welche auf Beträge bis zu 50 Thlr. (87% fl-) lauten können, der gleichmäßige Satz von 2 Sgr. bürg nicht vermittelt. „ In Betreff der Porto- rc. Satze für Pallete ohne Werths-Declaration und für Sendungen Mit deela- rirtem Wcrthe — im Verkehr der Postanstalten des Norddeutschen Bundesgebiets unter sich — wird auf bas in Nr. 48 des Gr. Regierungsblatts abgedruckte Bezug genommen; die betreffenden, Sätze finden auch auf den gesammten Austausch mit den vor- Paris, 31. Dec. Das große Ercigniß des Tages ist der Empfang des Grafen v. d. Goltz als Gesandten für den Norddeutschen Bund beim Kaiser. Hier und dort hatte man sich Hoffnung gemacht, der Kaiser werde einige Reserven machen, um Die in diesem Akt involvirte Anerkennung des Norddeutschen Bundes nicht unbedingt auszusprechen. Allein Na- poleon hat nicht die mindeste Reserve gemacht und sich im Gegentheil auf's Freundlichste mit dem norddeutschen Gesandten unterhalten. Paris, 2. Jan. lieber den Neujahrs-Ern- pfang werden noch einige Details gemeldet. Mit Ausnahme des Baron Budberg war das diplomatische Corps vollständig erschienen, also auch Ritter Nigra, welchen die klerikalen Blätter aus Furcht vor einem unliebsamen Neujahrsgruß auf llrlaub gegangen sein ließen. Der Kaiser schien erregter und weicher als in früheren Jahren. Er richtete wieder einige Worte an jeden einzelnen Botschafter. Dem päpstlichen Nuntius sagte er, daß er sich in diesem Jahre ganz besonders freue, den Glückwunsch aus dem Munde des Vertreters "des heiligen Vaters zu erhalten. Dem Grasen Goltz, welcher heute, um sich einer ärztlichen Operation zu unterziehen, uach Ber- ! lin geht, trug Der Kaiser besondere Grüße an König Wilhelm auf; es scheint, daß er mit diesem persön- ljchen Compliment an den König von Preußen eine Lücke ergänzen wollte, welche man in seiner gestrigen Ansprache an den Botschafter des norddeutschen Bundes entdeckte. Dem Fürsten Metternich sagte er, daß feine kürzlichen Begegnungen mit dem Kaiser Franz Joseph einen tiefen Eindruck aus ihn zurückgelaffen hätten und was der internationalen Artigkeiten mehr sind. Was Der AbenD- „Moniteur" verschweigt, das ist, Daß Der Kaiser in seiner Antwort an den Prä- ficenten des gesetzgebenden Körpers, Herrn Schneider, wörtlich sagte: „Äon der Annahme des Armeege- setzes hängt Das Heil Des Kaiserreichs unD Das Frankreichs ab," eine Aeußerung, welche heute an der Börse mit Den üblichen Uebertreibungen kolpoxtix.t Anwendung. m „ Die Einführung des Post-Anweisungs- und Post- Vorschuß-Verkehrs im Austausch mit dem Kaiser- thum Oesterreich ist einem späteren Termine Vorbehalten ; Postvorschuß-Sendungen werden Durch die Staatsposten Des Großherzogthnms Luxem- oDer 7 fr. Anwendung finden. Für Postvorschuß-Beträge wird außer dem Porto für die Sendung an Postvorschuß-Gebuhr er- für jeden Thaler oder Theil eines Thalers: Vr Sgr., im Minimum aber 1 Sgr.; für jeden Gulden oder Theil eines Guldens: 1 kr. im Minimum aber 3 kr. Vorstehende Sätze gelten auch bei Deu Post-An- stalten in demjenigen Theil des Großherzog- thums Hessen, welcher Dem NorDDeutschen BunDe stehend sub a und b bezeichneten Staaten Anwendung ; die Staatsposten im Großherzogthum Luxem-, bürg unterhalten keinen Austausch von Packereien und von declarirten Werthbriefen. . Der Verkauf Norddeutscher Post-Frei- marken für die verschiedenen Nennwerthe des Stempels, sowie Norddeutscher Franco- Couverts mit dem Werthstempel von 1 Sgr. und zwar — inet der Herstellungskosten, Der Couverts — für Den Absatzpreis von 1 Sgr. 1 Spf. hat mit dem 31. December v. I. be- 9 Die bisher im Gebiete des Norddeutschen Bun- des und in den zu diesem Bunde nicht gehörenden Gebietstheilen des Großherzogthums Hessen gang, baren Freimarken und Franco-Couverts, welche vom Beginn des Jahres 1868 außer Anwendung gekommen, können innerhalb des ersten Quartals dieses Jahres bei Den Postanstalten gegen Norddeutsche Post-Freimarken beziehungsweise Franco- couverts (Den Verkaufswerth der neuen Francocouverts zu 13 Silberpfennigen gerechnet) umgetauscht oder gegen baare Bezahlung zurückgegeben werden. Der Umtausch beziehungsweise die Einlösung kann jedoch, je nach der Währung, auf weiche Die Werthzeichen Der zurückzuliefernDen Marken unD Couverts lauten, nur bei den Postanstalten desjenigen Gebiets statt- finden, in welchem Die Ausgabe Der Marken v. s. w. mit Den SüDdeutschen Staaten: Bayern, Württemberg nnD BaDen, sowie — abgesehen von Post-Anweisungen und Postvorschüssen — mit Dem Kaiserthum Oesterreich und — außer den Postvorschüssen — mit dem Großherzogthum Luxemburg verkehr Bundes a. c t t — 15,0’ R. - 0,81 „ nicht angehört. , Diese Sätze finden ferner, in Folge der vom 1. Januar l. I. ab in Kraft getretenen Postver- träge vom 23. November v. I. auch für den Post- zwischen, dem Gebiete des Norddeutschen Berlin, 3. Jan. Heute ist hier die Commission I für Die Ausarbeitung Der Civilprozeß - OrDnung des Nordbundes zusammengetreten. Dresden, 3. Jan. Die officiöse Wiener Cor- refpondenz des „Dresdner Journals" fagt:. Für Oesterreich wäre Krieg ein unermeßliches Unglück unD formte nur durch nothgedrungene Abwehr einer Bedrohung oder Gefährdung feiner Existenz gerechtser- tigt werden. Die Ausführung Der Mission Der sla- vischen Propaganda, die sogenannte Befreiung des europäischen Orients würde die SeDingungen seiner Existenz gefährden, nicht aber Die Vollendung der Einheit Deutschlands oder Italiens. — Dieselbe Correspondenz schreibt, die Verzögerung der Regelung des handelspolitischen Verhältnisses zum Zollverein verschuldete weder Oesterreich noch Preußen. Preußen habe gethan, was es vermochte, aber Frankreich habe neue Forderungen ausgestellt, aus denen es hoffentlich , nicht bestehen werde. Wie«, 3. Jan. Die österreichische Correspon- denz melDet: Baron Wexther überreichte dem Kaiser am Neujahrstage sein Beglaubigungsschreiben als Gesandter des Norddeutschen Bunves. Wien, 3. Jan. Nach einer Kundmachung des Reichsfinanzministers von Becke hat das Reichs- fiuanzministerium am 1. Januar seine AmtSthätigkeit angetreten. - Die „N. fr. Pr." meldet: Anläßlich der von Seiten Montenegro's an die Pforte gestellten Forderung eines Seehafens wurden von Oesterreich Vermittlungsschritte unternommen. Der Statthalter von Dalmatien, Baron Philippovich, reiste nach Cettinje, wo er eindringliche und beruhigende Vorstellungen machte. Seitens des französischen Ca- binets sind durch Den französischen Consul in Sara- jewo Die gleiche» Mahnungen an Den Fürsten Nico- laus gelangt Wien, 4. Jan. Die „Debatte" meldet: Der türkische Botschfter am hiesigen Hofe, Hajdar-Effendi, hat von seiner Regierung in Constantinopel die Wei- fung erhallen, sich unverzüglich nach London zu begeben und wird wahrscheinlich heute noch abreisen. Die ihm für London aufgetragene Mission wird mit Den russisch - türkischen Beziehungen in Verbindung gebracht Florenz, 2. Jan. Die Lösung der Cabinets- krisis ist auch heute noch nicht erfolgt. Die Posten sind wegen starken Schneefalles ausgeblieben. Florenz, 3. Jan. Ein Brief Garibaldi's spricht die Hoffnung aus, Italien werde bald wieder zur Erkenntniß gelangen, daß nur Beharrlichkeit unD AusDaner zum Siege führen können. niederste......... mittlere......... Mittel früherer Jahre .... höchste......... Niederschlag: an 17 Tagen. . . „ Mittel früherer Jahre an 17 Tagen . . Vermischtes. Darmstadt, 4. Januar. Wir geben nachstehend in amtlichem Auszüge die im Brief- und Fahrpostverkehr von Dem Publikum zunächst zu beobachtenden Bestimmungen der mit Dem 1. D. in Wirksamkeit getretenen Gesetze unD Reglements über das Postwesen im norddeutschen Bunde und in Den nicht zu demselben gehörigen Gebietstheilen des Großherzogthums : „ Vom 1. Januar 1868 ab sind für den Austausch zwischen Den Post-Anstalten des NorDDeutschen BunDeSgedietS folgenDe Porto-Bestimmungen eingetreten: Das Porto für Den franfirten bis 1 Loth schweren Bries beträgt ohne Unterschieb der Ent- fernung 1 , bet tocti in bet ®ulbentt)äbtunß rechnenden Post-Anstalten 3 kr.; für einen Brief von mehr als 1 Loth tm Gewicht Von Anfang dieses Jahres ab sind neue Post- anweisungs-Formulare eingeführt worden, welche zunächst bestimmt sind: für den Postanweisungs-Verkehr innerhalb des Norddeutschen Postbezirks, einschließlich der nicht zum Norddeutschen Bunde gehörigen Gebiets- theile des Großherzogthums Hessen, und für den Austausch mit Bayern, Württemberg und Baden, sowie mit dem Großherzogthum Luxemburg; außerdem sind dieselben für baare Einzahlungen nach Dänemark und nach den Vereinigten Staaten von Nord-Amerika verwendbar. Die Formulare werden von Den Post-Anstalten unentgeltlich verabfolgt. Die Ausgabe derselben hat am 1. Januar D. Js. begonnen. Die Correspon- Deuten ftnD ersucht, Die in ihren Händen befindlichen alten Formulare bei Empfangnahme neuer zurückzu- I liefern. Unter Benutzung Der alten Formulare können im Laufe Des Monats Januar 1868 nur noch Zahlungen nach solchen Orten geleistet werden, wohin die Absendung von Post-Anweisungen vermittelst der alten Formulare bisher schon bestand. Hingegen können Die alten Formulare vom 1. Januar D. I. ab nicht benutzt wer- Den, fonbern sinb neue Formulare zu »er- roenben, wenn es fich um Post Anweisungen nach Dem Königreich Sachsen, Den Großher- zogthümern Mecklenburg-Schwerin unb Strelitz unb ölbenburg, bem Herzogthum Braunschweig, der Hansestadt Lübeck, den Königreichen Bayern und Württemberg und Den Großh erzo gthümern Baden unb Luxemburg handelt. Markt-Berichte. Gieße«, 4. Jan. Der gestrige Fruchtmarkt war nur mit 11 Mitr. Hafer befahren. Derselbe wurde a 5 fl. verkauft. Auf deni heutigen Wvchenmarkte war der Durchschnittspreis der Butter 27—28 kr., der Eier 2 14 ff. 15 kr.. — Mltr. Erbsen 10 fl. 45 fr. 2 Mltr. Wicken 9 ff. - kr. - Mltr. Kartoffel« zu 3 fl 25 ft ' Butzbach, 4. Jan. Walzen 16 ff. 30 kr. Korn 12 ff. 30 kr. Gerste 9 fl. 20 kr. Hafer 5 fl. 20 kr. Erbsen Hfl. _ kr. Kartoffeln 3 fl. 10 kr. Butter pr. Pfd. 26 kr. KaS 12 und 13 kr. pr. Pfd. Eier 1 Stück 2 kr. Mainz, 3. Jan. Bei schwachem Umsätze war Getreide im Lause der Woche wenig verändert, die Stimmung ziemlich fest. Wir notiren: Waizen fl. 17 ä >/g , Korn fl. 14 a /«, Kerlte fl HU,—2/,, Hafer fl. 5%—6, m Rubvl wenig Ver- R rohes fl. 21V g-r-inigtes fl 22'/» ohne Faß, Kohlsamen fl 16V« Leinöl fl. 24, Mohnöl fl. 35, Bohnen fl. 14 /-, Erbsen fl. 11 h. 12, Linsen fl. 11 5 18 fl., Wicken fl. 9, Klee- samen ruhig und unverändert, Repskuchen fl. 80 84, Eßbutter L Pfd. 29-30, in Partie-n 23-24 kr., Kornstroh pr 100 G-bund 21 fl., Eier pr. 25 Stück 50-52 kr. Kartoffeln pr Mltr. 3 fl. 30 kr., Heu pr. Ctr. 2 fl., Branntwein 50 pEt. 37 fl. pr. Ohm o. O.