Preis vierteljährlich 36 kr. mit Bring-nlohn. Durch die Pest bezogen vicrteljäbrlick 51 fr. ießmer Anzeiger Erscheint wöchentlich vrei- ma!: Dienstags, Donnerstags und Samstags. — Expedition: Canzleiberg ßit. SB. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Areis Kießen. Nr. K6 Samstag dm 6. Juni 1868. »»111-1 'I M.I 1>JI.M wuinuui l n I ll II Brodpreiser 4 Pfund gemischtes Brod 21 kr. 4 Pfund Roggenbrod 18 kr. Amtliche Bekanntmachungen. Nr. 15 des Bundes-Gesetzblattes des Norddeutschen Bundes, ausgegeben zu Berlin am 27. Mai 1868, enthält: (Nr. 102.) Gesetz wegen Abänderung einzelner Bestimmungen der Zollordnung und der Zollstrafgesetzgebung. Vom 18. Mai 1868. (Nr- 103.) Vertrag zwischen dem Norddeutschen Bunde und den Vereinigten Staaten von Amerika, betreffend die Staatsangehörigkeit derjenigen Personen, welche aus dem Gebiete des einen Theils in dasjenige des andern Theils einwandern. Vom 22. Februar 1868. (Nr- 104.) Bekanntmachung, die Ernennung eines Confuls des Norddeutschen Bundes zu Paramaribo. Nr. 16 des Bundes-Gesetzblattes des Norddeutschen Bundes, ausgegeben den 31. Mai 1868, enthält: (Nr. 105.) Gesetz, betr- die Aufhebung der Schuldhaft. Vom 29. Mai 1868. Gießen, den 4. Juni 1868. Großherzogliches Kreisamt Gießen. In Verhinderung des Kreisraths: KekulL, Kreisassessor. Zu Nr. K. G. 2737. Gießen, am 2, Juni 1868. Betreffend: Die Militär-Ersatz-Jnstruction für den Norddeutschen Bund vom 26. März 1868. Das Groß herzogliche Kreisamt Gießen an die Größtmöglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir machen darauf aufmerksam, daß Eremplare der Militär-Ersatz-Jnstruction für den Norddeutschen Bund vom 26. März 1868 in Quartformat von der Buchhandlung des Großherzoglichen Staatsverlags in Darmstadt zu 36 kr. das Stück bezogen werden können. Dr. G o l d m a n n. Gefundene Gegenstände: Ein kleines rothes Taschentuch, eine seidene Mütze, ein Kinderhütchen, ein Geldbeutel mit Schlüssel und unbedeutendem Inhalt, ein rothseidenes Halstüchelchen, eine Brille mit Futteral, eine messingene Uhrkette, mehrere kleine und große Schlüssel, eine kleine.Scheere, eine Radkapsel, ein langer eiserner Nagel, ein silbernes Ringelchen mit goldenem Plättchen (gez. B. St.), ein ledernes Schnürstiefelchen, ein Schmiedehammer, eine Tuchkappe, ein Stückchen Futterzeug, ein Cigarrenspitzchen, ein Maßstab, ein Portemonnaie mit 36 kr. Geld, eine schwarze seidene Kappe, eine Häkelnadel, ein immerwährender Kalender zum Anhängen an eine Uhrkette, ein Sonnenschirrnchen, ein Portemonnaie mit einigen Kreuzern Geld. Die Eigenthümer werden aufgefordert, sich binnen 3 Wochen bei uns zu melden, widrigenfalls diese Gegenstände auf Verlangen an die Finder zurückgegeben oder später zu Gunsten der Armenkasse werden versteigert werden- Gießen, den 5. Juni 1868. Großherzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzialhauptstadt Gießen. Nover. Besondere Bekanntmachungen. Gläubiger-Aufforderung. 3980) Alle Diejenigen, welche Forderungen an den Nachlaß der ledigen Christine Loos dahier zu bildeu vermeinen, werden hiermit aufgefordert, solche innerhalb 8 Tagen sogewiß bei hiesigem Gerichte anzumelden, als sie sonst bei Vertheilung der Erbmasse nicht berücksichtigt werden. Gießen, den 4. Juni 1868. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, v. Rotsmaun, Stadtrichter. Stadtgerichts-Assessor. 3942) Im städtischen Holzmagazin werden Bohnenstangen, pr. 100 zu 2 fl., und Kiefern-Prügelholz (*/i Stecken zu 4 fl., ‘/2 Stecken zu 2 fl., y4 Stecken zu 1 fl. und Vs Stecken zu 30 kr.) ausgegeben. Gießen, den 28. Mai 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Bogt. Berfteigerurrgen. 3987) Die der Firma Busch Söhne, Nehmeyer und Jughardt zu Gießen gehörige, in der Gemarkung Wieseck gelegenen Immobilien, als: 93 LUKlstr. Hofraithe (Fabrikbau), 51 „ Hofraithe, 45 „ Grabgarten, sollen Dienstag den 16. Juni b. I., Nachmittags 2 Uhr, auf hiesigem Ortsgerichts - Büreau, unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich versteigert werden. Die Hofraithe besteht aus einem geräumigen Wohnhaus, großem Fabrikbau, Scheuer, und Holzschoppen. Wieseck, den 30. Mai 1868. Großherzogliches Ortsgericht Wieseck. Lang. Brod-Lieferung. 3993) Dienstag den 16. Juni c., Vormittags 11 Uhr, wird der Bedarf an Brod für das 1. Jägerbataillon auf das 3. Quartal er. auf dem Soumissionswege in Lieferung vergeben. Die Bedingungen liegen auf dem Bureau des Zahlmeisters zur Einsicht der Interessenten offen. Gießen, den 5. Juni 1868. Großherzogliches Commando des 1. Jägerbataillons. ____________Anschütz, Major._____________ 3949) Dienstag den 23. Juni, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Rathhause das Grundstück des Martin Hellmold: Flur Nr. oKlftr. 1T/69 178 Acker nm Hamm öffentlich meistbietend versteigert werden- Gießen, den 6. Mai 1868- Großherzogliches Ortsgericht Gießen- _________________Ebel-______________ 3998) Montag den 15- Juni, Morgens 8 Uhr, soll das Heugras von den Wiesen der Frau Block an Ort und Stelle versteigert werden, als: □Älftr. 1223 Wiese an der Gail'schen Wollenspinnerei, 225 Wiese in der Schwarzlach, 793 „ beim Pfan an der Chaussee, 210 „ hinter dem Waldbrunnen, 2233 „ am Leihgesterner Weg. Die Zusammenkunft ist um die bestimmte Stunde am Neustädter Thor- Gießen, am 4. Juni 1868. In Auftrag: Weidig, Ortsgerichtsmanu- Holzversteigerung im Gießener Stadtwnlde. 3934) Montag den 8- und Dienstag den 9. Juni d. I-, jedesmal von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Gießener Stadtwalde, Distriet Trieb, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: 153 Stecken Nadel-Prügelholz, worunter zu Heckenpfählen zubereitete Prügel, 371 Stecken Nadel-Stockholz, 24338 Wellen „ Reisholz, 474 Wachholder-Wellen, 594 Nadel-Stämme mit 5150 Cubikfuß, 15659 „ Stangen „ 32111 „ Die.Zusammenkunft ist auf dem Trieb. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. Oetober d. I. gestattet- Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu taffen- Gießen, den 3. Juni 1868- Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen- _______________Vogt-____________ 3999) Mittwoch den 17. Juni, Vormittags 11 Uhr, soll das Heugras vou nachstehenden Wiesen, sogleich nach der Heugras-Versteigerung von den fiskalischen Wiesen, in der Dorfeld'- schen Wirthschaft zu Wieseck versteigert werden, als: L)Klstr. 1990 Wiese an der Oberbach, beim Kessel, 975 „ am Morgeuiveg, 250 „ auf der Speck, 1057 „ auf die Lochwiese, 1446 „ auf die krummen Morgen. Gießen, den 4. Juni 1868. In Auftrag: _________Weidig, Ortsgerichtsmanu. Hellgrasverstelgeriuig der Fürstlich Solin fischen Rentei Lich am 12., 15. und 17. Juni l. I. Gemarkung Lich. Freitag den 12. Juni Vormittags präeis 8 Uhr, Wiesen der Peinmühle gegenüber, den Wie- sengrund herab bis zum Bräuerberg, zusammen 70 Morgen. Zusammenkunft an der Saubrücke, nächst der Peinutühle. Gemarkungen Mühlsachsen, Ober- und Nieder-Bessingen. Montag den 15. Juni, Vormittags präeis 8 Uhr, Hainwiese, Riedchen, Seewiese, Sautenkor, im Ganzen 130 Morgen. Zusammenkunft zu Mühlsachsen. Gemarkung Burkh ardsseid en. Mittwoch den 17. Juni, Vormittags präeis 9 Uhr, Mönchwiese und Strauchwaldwiese, im Ganzen 67 Morgen. Zusammenkunft in der Mönchwiese. Die Ausgebote geschehen in Abtheilungen von ein bis zwei Morgen. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Martini l. I. gestattet. Lich, den 4. Juni 1868. Fürstlich Solmsische Rentei daselbst. (3981)Kreutzer. Arbeitsversteigerung. 74 fl. 6 kr. 140 18 94 36 15 11 30 ,. 22 beit ausgesetzt werden: Planirarbeit am Wege nach Großen-Bnseck, verauschl. zu Chaussirarbeit daß, „ „ Steinfahren, Steinfetzen und Sanddecken, verauschl. zu . . Unterhaltungsarbeiten an den Ortsstraßen, bestehend in Steinlieferung und Steinklopfen, verauschl. zu... - Unterhaltuugsarbeiten an den Wegen, verauschl. zu .... 3979) Montag den 8. d. Mts, Vormittags 9 Uhr, sollen auf dem Bürgermeisterei - Büreau zu Trohe uachverzeichnete Arbeiten einer öffentlichen Versteigerung an die Weuigstnehmen- Trohe, am 4. Juni 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Trohe. I. A.: L. Hahn, Bezirksbauaufseher. Feilgebotenes. 3972) Carlsbador Mühl-Schloß-und Sprudel-, Salzhäriscr, Rakoczy, Selters-, forme alle übrigen Sorten natürliche Mineralwasser, sind frisch auf Lager- Julius Wallach. Aepfelweiu, (Borsdorfer Auslese), selbst gekeltert, verzapfe ich von jetzt an auch in meinem Hansgarten und lade hiermit alle Verehrer dieses Saftes ergebenst ein- (3945) H. Schwall, Lindenplatz. 3960) Fruchtmähemaschinen nach neuestem System we bei mir angefertigt; die definitive Abnahme erfolgt erst nach der Zufriedenheit des Bestellers ausgeführten Probe. Mafchinen-Fabrikant Georg Stenzel in Gießen. 3961) Außer an den Markttagen lasse ich von jetzt an auch jeden Samstag in meiner Wohnung (Seltersweg) von Morgens 8 bis 12 Uhr zu herabgesetzten Preisen verkaufen. Theodor Küchler. 3958) Arabische Gummi-Kugeln von W. Stuppel in Alpirsbach, ein Linderungsmittel bei Husten, Lungenkatarrh, Heiserkeit, Engbrüstigkeit und ähnlichen Brustleiden. Dieselben sind stets vorräthig, die */t Schachtel zu 4 Sgr., die % Schachtel zu 2 Sgr. in Gietzen bei Julius Wallach. 3962) Verschiedene Constructionen von Wasch- und Ringmaschinen sind vorräthig bei Ceorg Bienzel, Jnsectenpulvcr, pr. Paquet 3, 6, 9 und 12 fr., Wanzentincinr, pr. Pfund 24 fr., Fliegenleim, pr. Topf 3, 6, 9 und 12 fr., Fliegenpapter, eigenes Fabrikat, wofür garantirt wird, pr. Bogen 1% fr-, im Ries billiger, empfiehlt Ernst Hermes, (3985)____________________Materialist. 3982) Schöne große Dickwurzel-Pftan- zcn, sowie verschiedene andere Gemüse- Pflanzen, sind zu haben bei ________G g. S ch a r m anu, Schützenhof. 3937) Aepfelwei», pr. Btaas 12 fr. ,__H. Schnell, am Piarft. 3992) Schone Gemüsepflanzen , im Freien gezogen, sowie Salatpflanzen zum Aussetzen, Dickwurzelpflanzen, ächte Dberndvr- ser, sind zu haben bei Th. Aautenstrauch, ______an der Schoor. 3974) Carlsbader Sprudelsalz empfiehlt Julius Wallach. Aecht kaukasischer ji Wauzentod! ■g - Sicherstes Mittel gegen die Wan- LL zen; die ganze Brut wird für im- Z- c mer vertilgt! ä Flae. 18 fr. u. 36 fr. L S Einzige Niederlage in Gießen bei N 5 (3950) Oarl Frech. 3988) Ein Wägelchen nebst zwei guten Ziehhunden und vollständigem Geschirr steht preiswürdig zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bltts.____________________________ ,3997) Dickwurzel-Pflanzen bei __L. Becker, Asterweg. 3973) Selters- und Sodawasser, aus der hiesigen Mineralwasser-Fabrik, empfiehlt zu Fabrikpreisen Julius Wallach. 3990) Bei Ph. Euler sind zwei Schä- ferhunde zu verkaufen. 4013) Starke Dickwurzel - Pflanzen, das Tausend zu 20 fr., sind zu verkaufen. Wo? sagt die Exved. d. Bltts. 3956) Ein fast noch neuer Reisekoffer steht zu verkaufen bei I. Rothenberger, Lindenplatz. I Aerztliches Gutachten. I 3952) Den von dem Apotheker Herrn [ R. F. Daubitz in Berlin angefertigten Liqueur, welcher unter dem Namen Daubitz-Liqucur*) in den Handel gekommen, habe ich Gelegenheit gehabt, einer Prüfung zu unterwerfen, und darnach die Ueberzeugung gewonnen, daß das gedachte Fabrikat in keiner Weise der Gesundheit nachtheilige Ingredienzien enthält, von angenehmem Geruch und Geschmack ist, als ein wirklich ma- genftärkendeS und belebendes, die Verdauung förderndes Getränk, besonders älteren Personen, täglich mäßig genossen, dringend empfohlen werden kann. — Los lau, den 19. October 1867. Dr. Stark, König!. Stabsarzt a. D-, Medico- Chirurg und Geburtshelfer. *) Zu haben in Gießen bei Julius Wallach; in Hungen bei Aron Buch; in Lich bei H. C. Bingmann. 3935) . T ie Heu- und Grummet - Erndtc von zwei Morgen in den Ocksienwiesen, mit Futter für Rindvieh, beabsichtige ich aus der Hand abzugeben, und wollen sich dafür Juteressirende mit mir benehmen. Louis Labroisse. 4002) Dickwurzel-Pflanzen bei __Theodor Wortma n n. 3991) Die Heu- und Grummet-Erndte von einer Wiese ist billig zu verkaufen bei Römer, wohnhaft inLit. A- Nr. 258. 3964) Das Heu- und Grummetgras von zwei Morgen Wiesen am Sandkauter Weg, desgl- von drei Morgen im Hegstrauch, ist zu verkaufen bei F. Vogt 1. Wittwe. 3965) Das Gras in meinem Garten auf dem Seltersberg ist zu verkaufen- Philipp Oppermann. Bermiethuugen. Die Bermielhung einer Wohnung. 4009) Das von der Stadt Gießen wohnlich eingerichtete linksseitige Wachlhaus am Wallthor wird vermiethet und kann alsbald bezogen werden. Näheres ist auf der Bürgermeisterei zu erfahren. Gießen, den 23. Mai 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen _____ V o g t. 4005) Ein möblirtes Zimmer ist zu ver- miethen bei___Ed. Ott in nun. 4006) Eine Stube für einen Gehülsen oder Lehrling ist zu vermiethen. Zu erfras gen bei der Exped. d. Bltts. 3969) Im dritten Stock des Henscl'- schen Hauses (Wallthorstraße) ist ein Zimmer zu vermiethen. 3966) Ein Familienlogis, bestehend aus 4 Zimmern nebst Zugehör, ist zu vermie- then bei Louis Bers ch. 4011) Eine möblirte Stube^mit Cabinet ift zu vermiethen bei P h. Schlat Ur. 3986) Das von Herrn Dr. Schmidt seither bewohnte Logis in dem Bott'scheu Hause auf dem Selrersweg ist vom 1. Oc- rober d. I. an anderweit zu vermiethen. 3970) Ein vollständiges Familienlogis, bestehend aus 4 Zimmern nebst Zugehör, ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen. __A. K. Worms, SelterSweg. 3944) Lit. A- Nr. 5, Marktplatz, ist die Mansarde, bestehend aus 4 Zimmern, Küche u. s. w., an eine stille Familie zu vermiethen- 3963) Ein schönes unmöblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei _____Earl Plank, Lederhändler. 3932) Ein Familienlogis von 5 Zimmern, Küche, Keller, Holzstall re. ist zu vermiethen und den 12. August zu beziehen. __________Philipp Zorb, Ziegelhüttc. 3938) Das von Herrn E- Pietsch (Dienstmann - Institut) seither bewohnte Logis ist anderweit zu vermiethen uns mn 11. August zu beziehen- F- Fürst. Bermischte Anzeigen. W. Spindler's Färberei in Berlin. 3984) Nächste Absendung: Mittwoch den 10. Juni. Kath- Münch, Kirchenplatz. 3940) Zwei Glaser- oder Schreinerge- sellen können dauernde Beschäftigung gegen hohen Lohn erhalten. ____Chr. Dan. Fillmann. 3987) Tüchtige Schlosser, sowie auch ein Kesselschmied, finden dauernde Beschäftigung in der Blech- und Metallwaaren - Fabrik von Völckuer & Comp.____________ 3959) Gesucht wird für ein Mädchen, welches sowohl in häuslichen,. wie in feineren Näharbeiten, geübt ist, eine Stelle bei einer soliden Herr- schaft. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 3953) Ein braves, gesetztes Mädchen, welches kochen kann und alle Hausarbeit versteht, wird gegen guten Lohn auf Johanni oder 25. Juli in Dienst gesucht. Das Nähere bei der Exped. d. Bltts. u. ErspiMttljbiMk in Stuttgart. 4001) Die Vortheile dieser ebensowohl absolute Garantie als b i l l i g st e Prämien gewährenden Bank finden beim Publikum eine fortwährend wachsende Anerkennung. Zu den am 31. December 1867 versicherten 10,994 Personen mit ft. 21,876,467 Vers. - Summe sind im laufenden Jahr aufs neue 957 Anträge „ „ 1,830,147 „ eingelaufen. Durch die aus dem Jahre 1862 stammende und derzeit vertheilt werdende Dividende von 38 Procent ermäßigt sich die jährliche Prämie einer Versicherung von fl. 1000 z. B. für den 25-, 30-, 35-, 40°, 45°, 50-, 55-, 60 jährigen auf fl. 13%. fl. 15V4. fl- «Vs- fl- 19%. fl. 23. fl. 28. fl. 35%. fl. 43%. ' Zu weiterer Betheiligung bei dieser alle Ueberschüsse den Versicherten selbst wieder zuwendenden Gegenseitigkeits-Anstalt laden wir mit dem Bemerken ein, daß diejenigen, welche noch bis ult. Juni d. I. aufgenommcn werden, an der dieß- jährigen Dividende, welche abermals günstig zu werden verspricht, noch Theil nehmen. Statuten, Prospecte rc. unentgcldlich bei den Agenten: Emil Gail in Gießen, G. Rahn in Kirch-Göns, G. Raas in Michelstadt, ________________________________________________I. Faatz in Friedberg.____________ 3946) Meinen geehrten Kunden und Geschäftsfreunden hiermit die ergebene Anzeige, daß ich seit dem 27. d. Mts. in das von mir erkaufte früher H e ß'sche Haus am Kreuz, Eck der Kaplansgasse, übergezogen bin und meinen neuen, mit Uhren aller Gattungen, sowie mit Gold- und Silberwaaren, auf das Reichhaltigste affortirten Laden dortselbs! eröffnet habe. Indem ich prompte und reelle Behandlung zusichere, bitte ich um geneigten Zuspruch. Christian Scharmann, Uhrmacher und Gold- und Silberwaarenhändler. Auswanderer nach Amerika ^^beförbert wöchentlich vermittelst Dampf- und Segelschiffen bei reeller und billigster Bedienung I. Mt. Schulhof, am Rath Haus. Durch langjährigen Aufenthalt in Amerika hin ich im Stande, jedem Auswanderer die beste Auskunft zu ertheilen. Zi uß er scher Garte». 4000) Sonntag den 7. Juni: Großes Militär-Concert, ausgeführt vom ganzen Mnsikcorps unserer Jager. Anfang 4‘/2 Uhr. Entree für Herren 9 Er., für Damen 6 fr. ____________________________Programme an der Casse.___________________________ Großes Preiskegeln S0njiitag den 7. Inni 1868 im schwarzen Adler zu Großen Linden, wozu ergebenst einladet (397l)__________H. Velten. 3995) Sonntag den 7. Juni 1868: Großes Militär-Concert int Schützengarten zu Wetzlar, ausgeführt vom ganzen Muflk-Corps des Rhein. Jäger-Bataillons Nr. 8. Anfang 3 y2 Uhr Nachmittags. Hierzu ladet ganz ergebenst ein H. Kuhn. Lebensversicherungsbank für Deutschland in Gvtha. 3943) Nachdem Herr Hofgerichts-Advokat Fricdr. Krauskopf in Gießen die Verwaltung unserer Agentur daselbst nieberlcgen zu wollen erklärt hat und dieselbe von uns Herrn Buchhändler A. Ricker übertragen worden ist, so bringen wir Solches mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntniß, daß die bis Ende des Atonal Mai fällige» Prämien gegen Empfangnahme der vorschriftsmäßigen Baukquittungen noch an unseren bisherigen Vertreter, Herrn Hofgerichts-Advokaten Fr. Kraus köpf zu entrichten sind. Gotha, den 25. Mai 1868. Das Bureau der Lebensperflcherungsbank. Unter Bezugnahme auf vorstehende Bekanntmachung empfehle ich mich den zur hiesigen Agentur gehörigen Versicherten zur Vermittelung ihrer Angelegenheiten mit der Bank und lade zu weiterer Theilnahme an derselben ein. In Folge ununterbrochen lebendigen Zugangs ist die Versicherungssumme auf 101,300,000 fl., der Bankfonds „ 23,900,000 „ gestiegen. Dividende der Versicherten im Jahre 1868 .... 36 Procent, „ „ 1869 .... 39 „ A. Ricker. Terrasse -es Russischen Hoss. 3996) Sonntag den 7. Juni, Abends von 7 Uhr an: Musikalische Äbendunterchulturrg bei Italienischer Beleuchtung. Bier von G. Heß Si Comp. ~3936) Ein junger Mensch, welcher das Schreincrgeschäft zu erlernen wünscht, fnnu in die Lehre treten bei ______Schreinermeister Z i m m erm a n n- 3930) In einem hiesigen Material- und Farbwaaren-Geschäft ist für einen befähigten jungen Mann eine Lehrlingsstelle offen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 3967) Ein Mann von mittleren Jahren, welcher schön schreibt, sucht Beschäftigung mit Abschriften in oder außer dem Hause. Nähere Auskunft ertheilt die Expedition dieses Blattes._____________________________ , 3957) Ein Lehrling für ein Eisengeschäft wird gesucht- Näheres bei der Expedition dieses Plattes. w ik An laut Quittung Nr- 2287 200 ngen 23. April Dimer Kloos rc- . an n g $ Gesucht 3968) nde, fr. .68 den, 8. 1 447/a-45i/8 1864r 84-/4 100 31 2899 292 n die von mit ligen seren sind. zur : der ich en 9 9 9 9 5 S chäst ition Pr. Cass. Sch. Div. Cass.-A. Pr. Friedrdor. Pistolen . . „ doppelte Holl. a. 10 St. Ducaten . . 20 Frankenst. An- > am Gat- aden e ich .ler. )ren, ;ung ause. ition elbst die- >ieß> heil Die Einnahme betrug „ Ausgabe „ (rerinaiiia, Lebens - Lersicherungs • Actien - Gesellschaft in Stettin. Der von der Verwaltung dieser Anstalt ausgegebene Bericht über das Geschäft des Jahres 1867 spricht sich über alle Verhältnisse der Gesellschaft mit großer Ausführlichkeit und Offenheit aus und constatirt, daß die Geschäftsergebnisse des verflossenen Jahres trotz den nicht günstigen allgemeinen Verhältnissen sehr befriedigend waren. Es liefen im Jahre 1867 bei der Direction ein 33,211 neue Anträge auf Thlr. 15,574,170 Pr. Crt. Capital und Thlr- 18,713 jährliche Rente. Zum Abschluß kamen davon 23,709 Versicherungen auf Thlr. 10,055,240 Capital und Thlr. 14,515 jährliche Rente, so daß Ende 1867 in Kraft waren 96,285 Versicherungen von 94,714 Personen auf Thlr. 44,685,300 Capital und Thlr. 21,788 jährliche Reute. Nach der den Rechnungen der Gesellschaft zu Grunde gelegten Sterblichkeitstafel konnte während des vorigen Jahres unter den Versicherten der Lebensversicherungs- Abtheilung das Absterben von 752 Personen mit Thlr. 472,014 erwartet werden; es starben im Jahre 1867 in Wirklichkeit 502 Personen, durch deren Tod 474,841 Thlr. Capital fällig wurden, so daß die Gesellschaft Thlr. 1826 für Todesfälle in dieser Abthei- lung ihres Geschäftes mehr zu zahlen hatte, als die Rechnung erwarten ließ. Die Zahl der in dieser Abtheilung des Geschäfts seit dem zehnjährigen Bestehen der Gesellschaft überhaupt gestorbenen Versicherten beläuft sich auf 2970 Personen, welche Thlr. 1,880,765 Versicherungseapital von der Germania an die Hinterbliebenen ausgezahlt wurden. In die finanzielle Lage der Germania gewährt das mit dem Rechenschaftsbericht veröffentlichte Gewinn- und Verlust-Conto, sowie die Bilanz einen vollständigen und klaren Einblick. Die gesammte Prämien-Einnahme pro 1867 betrug Thlr. 1,398,308- 19 Sgr. 3 Pf. und übersteigt die Prämien-Einnahme in 1866 um Thlr. 217,309. 5 Sgr. 10 Pf. An Zins en wurden vereinnahmt Thlr. 111,130. 28 Sgr. 11 Pf. und zwar Thlr. 11,169. 29 Sgr. 8 Pf. mehr als im Jahre 1866. Auf Effeeten wurden durch Steigerung der Course Thlr. 2709. 17 Sgr. 9 Pf. gewonnen. Die Prämicn- Reserve beträgt Ende 1867 Thlr. 2,454,619. 7 Sgr. 9 Pf. und ist gegen das Vorjahr um Thlr. 535,119. 17 Sgr. 6 Pf. gewachsen, die Capital-Reserve stellt sich auf Thlr. 30,871. 29 Sgr. 6 Pf. Die im Besitze der Gesellschaft befindlichen Hypotheken erreichten Ende 1867 die Höhe von Thlr. 2,012,506. 28 Sgr. 11 Pf. und gewähren sämmtlich 5u/o Zinsen. Die Germania bewirkt ihre Geldanlagen fast ausschließlich in pupillarisch sicheren Hypotheken, ausgehend von dem Prineip, daß es mit der Solidität einer Lebensver- sicherungs - Gesellschaft unverträglich sein würde, mit dem Vermögen der Gesellschaft Speeulationsgeschäste zu betreiben. Nachdem alle Ausgaben und Verpflichtungen der Gesellschaft vollständige Deckung gefunden haben, und nachdem alle erforderlichen Abschreibungen bewirkt worden sind, gelangen aus dem im Jahre 1867 erzielten Ueberschusse 82 der auf die Aetien geleisteten Einzahlung als Dividende zur Vertheilung unter die Aetionäre, und es wird daneben der Rest des Jahres-Ueberschusses mit Thlr. 10,720. 26 Sgr. 5 Pf. zu einem, für etwaige unvorhergesehene Ausgaben künftiger Jahre jederzeit disponiblen Fonds zurückgestellr. Die vorstehend mitgetheilten Hauptmoinente aus dem Berichte und dem Abschlüsse der „Germania" für 1867 beweisen, daß die Gesellschaft bereits 1867 die abnormen Verluste des durch Krieg und Cholera für alle deutschen Lebensversicherungs - Gesellschaften so gefährlichen Jahres 1866 vollständig wieder überwunden hat. Trotz den ungünstigen allgemeinen Verhältnissen des Jahres 1867, und obgleich sie eine, wenn auch geringfügige Ueberschreitung der normalen Sterblichkeit zu decken hatte, hat die „Germania" im vorigen Jahre einen sehr befriedigenden Ueberschuß erzielt. Es ist dadurch der Beweis geliefert, daß der ausgedehnte Versicherungsbestand, welchen die „Ger- ntania" als die zweitgrößeste deutsche Lebensversicherungs-Gesellschaft besitzt, die bedeutende Jahreseinnahme von circa l'/g Million Thalern, über welche sie verfügt, und die von ihr bereits angesaminelten Reserven von circa 2>/2 Million Thalern, sie in den Stand setzen, selbst ungünstige Jahre ohne Gefährdung zu ertragen, und daß die Lage des Geschäftes eine in^sich bereits so befestigte und gesunde ist, daß selbst in Jahren, welche durch günstige Sterblichkeit und andere günstige Verhältnisse nicht bevorzugt sind, nicht nur die Ansprüche der Versicherten zweifellos sichergestellt sind, sondern auch noch änanzielle Ueberschüsse in Aussicht stehen. Jrifdjöüdier zu Hießen. Sonntag den 7. Juni. Martin Lenz am Marktplatz. August Noll auf der Mäus- burg. Christian Stoll Wittwe in der Neustadt. Engi. Souver. 11 Russ. Imper. 9 Doll, in Gold 2 Zur Beachtung. 4012) Heute Abend wird zum Zweck der Prüfung eines Ertinc- teurs jenseits der Lahn, rechts der Brücke, ein Holzstoß angezündet. Man macht dies bekannt, damit fich Niemand des Feuers und der Feuerstgnale wegen ängstige. Das Commando der freiw. städt. Feuerwehr. mim ung. Zahr livi- von Zur Feier des Allerhöchsten Geburtsfestes Sr. Köuigl. Hoheit des Grofi- herzogs findet Dienstag den 9. Juni israelitischer Gottesdienst statt. ^Kirchliche Mnzeigeu. Lvangeüsche Gemeinde zu Hießen. Gottesdienst Am Sonntag Trinitatis, den 7. Juni. Morgens: Konfirmation der Mädchen, Pfarrer Landmann. (Feier des heil. Abendmahls.) Nachmittags: Mitprediger-Viear Vigelius. (Colleete für die Stadtarmen.) Dienstag den 9. Juni, Morgens 9 Uhr: Geburtstagsfeier Sr. Köuigl. Hoheit oeS Großherzogs. G etaufte. Den 31. M a i. Dem Bürger und Kaufmann, Ludwig Frohnhäuser, ein Sohn, Ludwig Philipp, geboren den 9. Mai. Denselben. Dem Bürger und Bäckermeister, Emil Noll, eine Tochter, Emma Karoline Johannette, geboren den 6. Mai. Denselben. Dem Bürger zu Oberirsen in Preußen und provisorischen Schaffner auf der Cöln-Gießener Bahn dahier, Paul Horn, ein Sohn, Christian Ludwig Bernhard Wilhelm, geboren den 9. Mai. Den 1. Juni. Dem Bürger zu Braun- ftls und Instrumentenmacher dahier, Jakob L>chellenberg, eine Tochter, Anna Karoline Wilhelmine Auguste, geboren den 27. April. Denselben. Wilhelm Johann Ernst, ein unehelicher Sohn von auswärts, geboren den 6. April. Denselben. Dem Bürger und Schuh- machermestter, Phllipp Mootz, ein Sohn, Georg Emil Gustav August Johann Martin, geboren den 10. Mai. Denselben. Dem Bürger und Fuhrmann, Maximilian Henkel, eine Tochter, Sophie /Henriette, geboren den 2. Mai. Denselben. Dem Bürger zu Trohe und Maurer dahier, Anton Mühlig, ein Sohn, Adolf Martin Ludwig, geboren den 4. April. Den 2. Juni. Dem Bürger und Taglöhner, Heinrich Euler, eine Tochter, Elise Auguste, geboren den 4. April. Denselben. Dem Bürger zu Blofeld unb Tapezierer dahier, Heinrich Böck, ein -Lohn, Johann Ludwig Eduard Franz, geboren den 17. April. .Beerdigt e. Den 27. Mai. Johannes Ochs, Bürger und Ackersmann zu Dudenhofen, alt 44 I., gestorben den 26. Mai. Den 29. Mai MartinLöber, des Bürgers und Privatseribenten, August Löber, ehelicher Sohn, alt 4 I. 13 T., gestorben den 28. Mai. Den 2. Juni. Jakob Christian Eimer, Bürger und Thorschreiber dahier, alt 65 I. 23 T., gestorben den 31. Mai. Denselben. Eleonore Elisabeth Georgine Henriette Rühl, des Bürgers zu Grün- berg und Spenglers dahier, Gustav Rühl, eheliche Tochter, alt 1 I. 1 M. 16 T., gestorben den 31. Mai. Denselben. Johann Emil Christian Blumehr, des Bürgers und Schreiners, Friedrich Blninehr, ehelicher Sohn, alt 2 M. 24 T-, gestorben den 1. Juni. Die Pfarrgeschäste in der nächsten Woche besorgt Pfarrer Landmann. Z Freilmrger l Slaats-Prämien-Anleiiiec 48 3941; Der Verkauf der Prämien- % 56i;2-57V2 49-51 50-52 54-56 38-40 281/2-29i/2 55-59 50-52 271/2-28-/2 ergibt eine Mehrausgabe des Rechners von 1 fl. 27 fr. Gteßen, den 26. Mat 1868. 0efunbeu- Der Kassier des Hülfs - Comitös für Müller, Oberzollinspeetor. o Dstpreußen: Arnold Müller. Ludwlg BllcktNg. Seit der letzten Veröffentlichung sind noch eingegangen: von Herrn Dr. Baur dahier 3 fl., — durch Herrn Lehrer Boßler von der zweiten Schule in Heuchelheim 2 fl. 6 fr., tm Ganzen 5 fl. 6 fr., die in vorstehender Abrechnung enthalten sind. Zugleich bringen wir noch zur Kenntniß der gütigen Geber, daß gegenwärtige Rechnung nebst zugehörigen Belegen acht Tage lang auf Großh. Bürgermeisterei-Bureau zu Jedermanns Einsicht offen liegt. Das Comitö. Beachtenswert!*! 3951) Unterzeichneter besitzt ein vortreffliches Mittel gegen nächtliches Bettnässen, sowie gegen Schwächezustände der Harnblase und Geschlechtsorgane. Specialarzt Mr. Kirchhoffer, in Kappel bei St. Gallen (Schweiz). 4010) Ein Schneiderlehrling wird gesucht. Von wem / sagt die Exped. d. Bltts. und reelle Behandlung zu empfehlen suchen. ; Karl Plank, in der Wolkengasse. 3994) Einem verehrten Publikum die „ r ergebenste Anzeige, daß ich mich dahier als A- i) 1? £ Ct) 11 U 11 <1 bittend wew^,ck^;mch"durch'Mtt WEe übec bie Einnahmen und Ausgaben des Hülfs-Comitö's für Ostpreußen. 3977) Ein Mädchen aus guter Familie, das sich der Hausarbeit unterzieht, sehr geübt im Weißzeugnähen und sonstiger Handarbeit ist, sucht alsbald eine Stelle bei einer Herrschaft unter bescheidenen Ansprüchen. — Näheres bei der Exped- d. Bltts. 3931) In der Kirchenkasse zu Rödgen liegen 700 fl. gegen genügende Sicherheit zu 5 pCt- Zinsen, theilweise, zum Ausleihen bereit- Rödgen, am 30- Mai 1868. Der Kirchenrechner: Bellos. Prioritäten. 5O/o östr. F. St. E. B. 258 Ludwigsh.-Bexbach 1523/8 Maxbahn 106 */4 Bayer. Ustbahn 124-/4 Hess. Ludwigsbahn 130*/4 3% östr. Stsb.-Prior. 52-/2 3% östr. s. Lombard. 43*/8 3% Livorneser 29"/8 Toscaner 45- 4 Frankf. Hypoth.-Bank — Frankf. Vereins-Kasse — 5<>/o Elisabeth-Prior. 73 (2 do. II. Emiss. 72 Anlehensloose. Kurh. 40 Thlr. Loose 55"/s Nassau fl. 25 b. Roth. 353/g Gr. Hess. fl. 50 b. R. 145>/2 Gr. Hess. fl. 25 b. R. 38- 2 4O/o bayr. Präm. Anl. 101 4% badische Loose 99 Badische fl. 35 Loose 51*/4 1858r Prioritätsloose 134 !860r Loose 71 -I wird _ auf Johanni ein anständiger Dienst für ein Mädchen, welches bürgerlich kochen kann und mit allen Hausarbeiten vertraut ist. Näheres bei der Exped. d. Bltts- 3983) In eine hiesige Wirthschaft wird ein braver Junge vom Lande gesucht- Das Nähere bei der Exped- d- Bltts.___________ 4007) Gesucht wird für ein Hammerwerk ein angehender Commis, der hauptsächlich auf dem Comptoir, auch aushülfsweise im Magazin, beschäftigt werden würde. Näheres bei F. W. v- Gehren, Reichensand C. 121. __________________________________ 4004) Ein tüchtiger Schreiner und Wagner finden dauernde Beschäftigung bei _________Georg N enzel, in Gießen. 4008) Am 2. Pfingstfeiertage wurde im Zinßer'schen Garten ein schwarz-seidener Regenschirm vertauscht und ersuche ich um gefällige Rückgabe desselben. Cullmann, bei I. B- Noll. 1. E i n u a h m e : Ausweislich der geführten Listen betrug die Einnahme vom 9. Januar bis 21. April........... 1642 fl. 24 fr. 2. Ausgabe: den Hülfsverein für Ostpreußen in Berlin wurde abgesandt: laut Quittung Nr. ^ 99 vom 22. Januar a. c. 600 Rthlr- n“" 6. Februar 24. 3939) Ein Knecht, mit Pferden vertraut, wird zu sofortigem Eintritt in Dienst ge; sucht- Näheres bei der Exped. d- Bltts- 3975) Es wird ein gesetztes Mädchen, welches perfect kochen kann, gegen hohen Lohn sogleich oder auf Johanni zu mie- then gesucht- Von wem? sagt die Exped. d. Bltts.___________________________ 3978) In eine hiesige Cigarren- fabrik kann ein mit guten Schulzeugnissen versehener junger Mann als Lehrling eintreten. Näheres bei der Exped. d. Bltts._____________________ 4003) Für einen gesitteten Jungen von 14 Jahren wird bei einer ordentlichen Familie Schlafstelle gesucht. Näheres bei der Exped- d. Bltts. 931 Rthlr. 1629 fl. 15 fr- ■ • • 14 „ 36 „ 1643 fl. 51 fr. • 1642 fl. 24 fr. . 1643 „ 51 „ 3 Vergleicht: Unfenn Freunde Heinrich H ..... dt in der Sandgasse ein dreifach donnerndes Hoch zu seinem Montag den 8. Juni statt- stndenden 23. Wiegenseste!___________(3978) 3933) In meiner Färb- und Matcrial- waaren-Handlung fann ein junger Mensch sofort in die Lehre treten. Ern st Hermes, Mäusburg. Börseunachrichteu. 3. Juni 1868. Preuss. 4,/2°/o Obi. 95% Frankf. 3V2% Obi. 82 Nass. 41/2% Obi. 94’/s Kurh. 4O/o Obi. 891/2 Hess. 40/0 Obi. b. Roths. 893/4 „ 31/2% do. do. 841/j Bayer. 5% Obi. 101-/2 n 41/20/0 1jährige 9 5 Vs „ 41/2% Vsjährige 95-,/z Würtemb. 4-/2--/0 Öbl. 94-/4 Baden 4 ’/2°/o Obi. c. E.L. 94 Oestr. 5% b. R. 615 8 „ 5% National 53i/4 „ 5% Metall. Obi. — „ M. steuerf. 503/1 Amer. 6% 1882r Bds. 773/8 „ 60/p 1885r 76-/2 Aetien. Frankf. Bank 124 Oester. Bank 720 „ Creditact. 192-,2 Darmst. Bankact. 221 g Obligationen ist von allen Regie- L g rungen des In- und Auslandes gestattet. » 46 Die Haupt-Gewinne betragen Francs % ® 60,000,50,000,45,000,40,000,35,000,E ® 32,000,30,000,25,000,20,000,18,000, » 55 16,000, 15,000, 6000, 5000, 4000, v ® 3000, 2000, 1000 u. s. w. g 8 Beginn derZiehungam 15. Junid. J. £ 0 Äur « Tiialer I kostet ein wirkliches Original- ® Staats — I.OOS, (nicht von den vor- ® botenen Promessen) und werden solche A g gegen frankirte Einsendung des JS g Betrages oder gegen Post- 46 0 Vorschuss, selbst nach den ent- § ® ferntesten Gegenden von mir £ g versandt. 0 SS Ks werden nur Gewinne ® gezogen. I ® Gewinnseider und amtliche » ® Ziehungslisten sende nach Ent- & ® Scheidung prompt u. verseh wie- -j S Ken- L Unter meiner überall belieb- £ ® ten Cllüeks-Devisc : g „Gottes Segen bei Cohn !“ | ® habe allein meinen Interessenten in ist § Deutschland die allerhoch- » 0 Sten Haupttreffer von 300,000, • « »SS,000, 187,500, 158,500 « ® 150,000, 130,000, 185,000 ® tz 103,000, 100,000 und jüngst S ® am 14. Mai schon wieder ® ® den allergrössten Haupt- ® y gewinn ausbezahlt. g Laz. Sams. Colm S U in Hamburg, ® ® Bank- und Wechselgeschäft. R Wechsel. Amsterd. k. S. 100:i/e Augsb. k. 8. 993/4 Berlin k. 8. 105 Bremen k. 8. 98 Vs Cöln k. 8. 105 Hamburg k. 8. 883/s Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 1193/g Lyon k. 8. — Paris k. 8. 95 Wien k. 8. 101 Vg Diseonto 3% G. Geldsorten. 3947) Verloren wurde am zweiten Pfingstfeiertage ein Manschettenknopf ^Amethyst mit Silberfassung. Der redliche Finder wird gebeten, ihn gegen eine gute Belohnung bei der Exped. d. Bl. abzugeben.__________________________ 3955) Einen Lehrling sucht ________________L. Frohnhäuser. 3954) Bei uns können noch circa 20 Jungen und Mädchen, im Alter von 14 bis 18 Jahren, gegen guten Lohn dauernde Beschäftigung erhallen. Gail'sche Wollenspinnerei. Politis ch e Rundschau Gießen, 2. Juni. Vorigen Freitag ist Der Lithograph Nicolaus Hillerich von Hadamar, welcher sich fälschlich für einen Schreinergesellen ausgegeben hatte, von der hiesigen Polizei verhaftet unv gestern nach Limburg transportirt worden. Nachdem er im August 1862 wegen Verfertigung falscher Gr. Hess. 5. Gulden - Rentenscheine mit 5jährigen, Zuchthaus bestraft worden war, und diese Strafe kaum verbüßt halte, hat er die 10 - Gulden-Schrine der Bank für Süddeukschlanv nachgemacht. — Wegen Fertigung und Verbreitung dieser falschen Banknoten sind bereits 14 Personen aus verschiedenen nassauischen Or- tcn verhaftet. Der Verfertiger der Presse befindet sich auch dabei. Es wird noch auf mehrere Personen gefahndet, und wenn deren Verhaftung gelingt, wird man demnächst eine aus 15—20 Personen bestehende Fälsch-rbande auf der Anklagebank sehen. Gießen. Am 18. August d. I. wird eine totale Sonnenfinsterniß stattfinden, welche durch das Zusammentreffen glücklicher Umstände die bedeutendste sein wird, die in historischen Zeiten vorgekommen ist; cs werden vielleicht Jahr tau- sende vergehen, ehe eine gleich große oder eine wenig größere sich ereignen kann. Denn eine Dauer von über 7 Millionen ist überhaupt nicht zu erwarten. Die bevorstehende Finsterniß wird aber an den günstigst gelegenen Orten (Südasien, von Aden bis Neu-Guinea) 6 Minuten 46 See. dauern. Von Frankreich, England, Amerika, Rußland und Oesterreich sind bereits umfassende Vorkehrungen für Stationen zu wissenschaftlichen Beobachtungen an einem j jener oben genannten Orte getroffen, selbst von dem Kirchenstaat, dessen Leiter bekanntlich sonst den Naturwissenschaften nickt sehr hold sind. Auf bezügliche Eingaben an een Reichstag hat nun Graf Bismarck feine Geneigtheit erklärt, auch der deutschen Wis- senschaft in würdiger Weise die Mittel dazu an die Hand zu geben. Bis jetzt ist von deutscher Seite zur Beobachtung des seltenen Phänomens eine Anhöhe in der Nähe von Madras in Ostindien in Aus- sicht genommen. Wir behalten uns vor, auf diesen Gegenstand zur betreffenden Zeit zurückzukommen. Darmstadt, 31. Mai. Dem Vernehmen nach rückt das 3. Jufanlerie-Regiment alsbald nach dem Pfingstfeste, zur Ablösung des 4. Jnfanterie-Nrgi- ments, nach den CautonnementS in Eberstadt und Pfungstaet ab, und scheint somit von einer Gar- nisonirung eines Infanterie-Regiments unserer Division in der Festung Mainz abstrahirl worden zu fein. Die unbenutzten Casernenräume zu Mainz reichen — äußerem Vernehmen nach — nur zur Aufnahme von drei Compagnien aus, und hätten deßhalb fünf Compagnien in den Baracken untergebracht werden müssen, vie, in ihrer cermaligen Beschaffenheit, zur Bequar- I tierung von Truppen zur Winterszeit nicht geeignet sind. Darmstadt, 3. Juni. Nach dem preußlfchen „Militär-Wochenblatt" sind der preußische Generalmajor und Commanveur der 5 Infanterie-Brigade, v. Wittich, als Brigade-Commandeur, der Oberstlieutenant und Commanveur des Hess. Jäger-Bataillons Nr. 11, »- Frankenberg-LuowigSdorff, als Regiments-Commandeur, und der Major vom Hann. Füsilier-Regiment Nr. 73, Schultz, als Bataillons- Commanveur — vom 1. d. ab der Großherzoglichen Division zur Dienstleistung überwiesen. Die genann- | tcn Herren sind am Sonntag Abend hier emgetrop fen. — Prinz Ludwig geht kurze Zeit nach Pfingsten auf zwei Monate nach England, und wird während Vieser Zeit v. Wittich, wie verlautet, das Divisions-Commando übernehmen. Mainz, 31. Mai. An der Verstärkung der hiesizen Festungswerke wird, wie das „M. I." berichtet, fortwährend, wenn auch mit wenig Ostenta- tion, gearbeitet. Die Carponidre in der Nähe des neuen Winterhafens, wo bisher die Arbeiten ruhten, wird gegenwärtig ausgebaut, und ist eine ziemliche Anzahl von Maurern bei den Bauarbeiten daselbst beschäftigt. „ . Berlin, 30. Mai. In der gestrigen Bundes- rathsitzung war Graf Bismarck nicht anwesend. Das Gesetz über Aufhebung der Schuldhaft wurde in der Fassung des Reichstags angenommen und die Resolution wegen Nichtbeschlagnahme der Arbeitslöhne vem betreffenden Ausschüsse überwiesen. Soweit die Bevollmächtigten instruirt waren, erklärten sie sich bereit, die Expeditionskosten zur Beobachtung der Sonneufinsterniß (16,000 Thaler) matrikelmäßig einzuschüßen. Berlin, 31. Mai. In dem Bundesetat pro 1869 hat auch der Etat der Consulate eine Steigerung sowohl der Einnahmen wie der Ausgaben erfahren. Die Ausgaben nämlich erhöhen sich um 123,650 Redaetion, D' Thaler und erreichen den Betrag von 275,650 Thaler, ! und zwar steigen die fortlaufenden Ausgaben auf i 210,550 Thaler mit einem Plus von 133,650 Thaler gegen das laufende Jahr. Diese Ausgabenvermehrung ist wesentlich dadurch bedingt, daß im Etat von 1868 nur 9 Consulatsstellen angesetzt waren. Der Etat von 1869 enthält aber die Position für 6 Generalconsulate in Alexandria, Bukarest, Chili, Newyork, in den La Plata-Staaten und in Vene- juela; 3 Vice-Consulate in Alexandria, Bukarest und Newyork; 13 Consulate in Beiruth, Belgrad, Bosnien, Canton, Constantinopel, Galatz, Japan, Jerusalem, Moskau, Schangai, Smyrna, Tientsing und Trapezunt mit einem Viceconsulat in Constantinopel. Endlich noch zwei Viceconsulate in Cairo und Jassy. Königsberg, 29. Mai. lieber die telegraphisch | gemeldete Ermordung des interimistischen Staatsanwalts, Kreisrichter Labes zu Memel, wird folgendes Nähere berichtet. Das Verbrechen ist aus Rache oder in einem leidenschaftlichen Affect verübt worden. Der Staatsanwalt hatte eine Frau verhaften lassen. Der Gatte derselben verlangte ihre Freilassung und, als dieß verweigert wurde, versetzte er Hrn- Labes zwei Stiche in Brust und Unterleib. Nur mit großer Anstrengung gelang es, den Mörder zu überwältigen und in Fesseln zu legen. Der Verwundete verstarb unter großen Schmerzen noch in Der nächsten Nacht. Stuttgart, 2. Juni. Prinz Napoleon ist kurz nach 1 Uhr hier eingetroffen unv int „Hotel Mar- quard" abgestiegen. Ein officieller Empfang fand nicht statt, jedoch erwarteten der französische und der österreichische Gesandte den Prinzen am Bahnhofe. Derselbe reist incognito. Sein hiesiger Aufenthalt hat, wie in „gutunterrichteten Kreisen" versichert wird, keinerlei politischen Zweck. Dresden, 29. Mai. Das „Dresdn. Journ." I veröffentlicht Die den Kammern von dem Finanzminister gegebene Darlegung über DenjStanD der I Staatsschuld. Hiernach beträgt die Staatsschuld Sachsens, außer den 55 Millionen, welche auf Eisenbahnbauten verwandt sind, nur 10 Millionen Thaler. In diesen 10 Millionen sind auch die an Preuspn gezahlten 9 Millionen Kriegsentschädigung einbegriffen. Der Ertrag der Eisenbahnen verzinst nicht nur Die EisenbahnschulD, sondern reicht noch hin zur Tilgung und Verzinsung Der übrigen 10 Millionen. Freiburg, 30. Mai. Das „Mainzer Journ." bestätigt Die regierungsseitliche Zurückw.isung Der CanDivatenliste des Domkapitels zur Wiederbesetzung ves erzbischösiichen Stuhles. Hiernach erschien am Abend des 19. d. Ministerialrath Nokl aus Karlsruhe bei den Domherren mit der Erklärung, daß sämmtliche Canvivaten bis auf einen (Domcapitular Orbin) gestrichen seien, und man möge deßhalb für „Ergänzung" der Liste Sorge tragen. Wie», 28. Mai. Der „Köln. Ztg." wird geschrieben : Bon guter Seite höre ich soeben, daß der | hiesige päpstliche NunciuS, Monsignor Faleinelli, heute ! feen Protest Der römischen Curie gegen Die Gültigkeit Der soeben in Rechtskraft getretenen Drei confcf- ftoneßen Gesetze Dem Reichskanzler greiherrn v. Beust überreicht hat. ES war dieser Protest längst vor- auSgesehen; aber eine praktische Wirkung hat m n dieser Aeußerung des päpstlichen Stuhles ebensowenig beigemessen, wie zahlreichen früheren, ähnlichen Inhalts. Es handelt sich bei Der Curie eben nur Darum, das Princip zu wahren, nicht aber, dem Einsprüche irgend welche weitere Solgeju geben ; eben Carum wird man auch hier das Schriftstück höflich entgegen nehmen, und schweigend bei Seite legen. Wien, 29. Mai. Die heutige Presse meldet: Ein gestern unter Dem Vorsitze Des Kaisers ftattge- habter Ministerrath hat Den Beschluß gefaßt, Die Vermögenssteuer fallen zu lassen, um Dem Anträge Der Minorität auf eine zwanzigprozentige Coupon- (teuer zuzustimmen. Den Antrag Der Majorität, auf eine Zinsreduction von 25 Prozent gehenD, erklärt Die Regierung Dem Kais r nicht zur Sanction vorlegen zu können. Wien, 31. Mai. Nach dem von der Staats- schulden-Control-Commission veröffentlichten Ausweis betrug die Hauptsumme der Staatsschuld im Jahr 1867 : 3,025,315,896 Gulden mit einem jährlichen Zinsenerforderniß von 127,718,147 Gulden. Von dieser Summe belief sich Die consoliDirte Staats- schuld auf 2,585,398,724 Gulden, die schwebende Staatsschuld auf 425,213,443 Gulden. Die Vermehrung der Staatsschuld betrug von Ende 1866 bis 1867 : 105,598,206 Gulden. Wien, 3. Juni. Sitzung des Reichsrath es. Auf der Tagesordnung steht die Debatte über die Finanzvorlagen. Die Berichterstatter der uck und Verlag dir Brühl'schen Druckerei (Fr. CHr- Pi Majorität, Skene, und der Minorität, Banhaus, erläutern zunächst ihre bezüglichen (bereits bekannten) Anträge; sodann beginnt vie Debatte. Es sind 16 Redner gegen die Anträge Der Majorität und für dieselbe 3 Redner eingeschrieben. Wien, 3. Juni. Die „N. fr. Presse" veröffent- licht den zwischen Den betDen Ministerien vereinbarten Wehrgesetzentwurf. Derselbe orDnet die allgemeine Wehrpflirbt an. Die HeereSDienstpflicht beginnt mit rem 20. Lebensjahr; Die Dienstpflicht Dauert im Heere unD in Der Marine drei Jahre, in der Reserve sieben, nach vollstreckter Dienstpflicht in Der LanDwehr zwei, und bet unmittelbarer Einreihung in Die Landwehr zwölf Jahre. Nach vollendetem Kriegs- marinevienst entfällt die Lanvwehrpflicht und Lanv- sturmwchrpflicht vom 18. bis 40. Lebensjahre. Die Stärke des Kriegsheeres ist für die nächsten zehn Jahre auf 800,000 Mann und 200,000 Mann Landwehr festgesetzt. Florenz. Die zweite Kammer beschäftigt sich noch immer mit dem Gesetzentwurf über die Pensio- nirung der Mönche, deren Orden aufgehoben wurden, und welche ihr Gelübde nicht erst nach dem Erlaß Der AufhebungS-Decrete abgelegt haben. Den Patres werden 250 Lire, den Laienbrüdern 144 Lire jährlich ausbezahlt werden, falls sie das 50. Alters- jahr erreicht hätten; andere erhalten eine fünfjährige Abfertigung. Jene Mönche, welche römischen und überhaupt fremden Klöstern angehörten, und erst nach dem 18. Januar 1864 in italienische Klöster eintraten, haben fein Recht auf den Pensionsbezug. Die Abgeordneten von der Insel Sardinien beantragen, daß eine Enquete-Commission entsendet werde, um die düsteren wirthschaftlichen Verhältnisse der Insel zu untersuchen und Vorschläge zur Abhülfe zu machen. Paris, 2. Juni. Der „Constitutionnel" ist ermächtigt, die Nachricht, daß in Rouen Drei JnDi- viduen wegen beabsichtigten Attentats auf Den Kaiser verhaftet worDen seien, auf'S Förmlichste zu Demen« tiren. — Der Kaiser unD Die kaiserliche Familie werden Paris am 8. Juni verlassen, um nach Fon- tainebleau zu gehen, wo sie 3—4 Wochen residiren werden. Paris, 2. Juni. Die „Libertä" veröffentlicht den Protest des Syndikats Der Wechselagenten von Paris an Den österreichischen Finanzminister, in welchem dasselbe die Erklärung abgibt, daß im Falle Die Besteuerung Der Coupons österreichischer Staats- Papiere gesetzliche Genehmigung erhält, alle Werihe ves österreichischen Staates von Der Pariser Börse ausgeschlossen werden. Paris, 2. Juni. Gesetzgebender Körper. Der Reformvorschlag, welcher den Preis einer einfachen telegraphischen Depesche, die aus einem Departement nach dem anderen geht, auf 1 Franc, und den Preis einer Depesche, die innerhalb eines Departements zwischen zwei Orten versandt wird, auf 50 Centimes festsetzt, wird angenommen. Loudon, 2. Juni. Die große Jury verwarf cie Anklage gegen Eyre, den Exgouverneur von Jamaika. Nordamerika. In Newyork hat der Verein „Deutscher Liederkranz" den Offizieren des deutschen Kriegsschiffs „Niobe," von dessen Masten zum ersten- mal im Hafen von Newyork die norddeutsche Bun« Desflagge flatterte, ein glänzendes Fest gegeben. In den Reden wurde Gras Bismarck als der Mann, welcher Deutschland zu einer Großmacht ersten Ranges erhoben habe, gefeiert. Der nordamerikanische General Butterfieid brachte ein Hoch auf den fünf« tigen Kaiser des einigen Deutschland aus. Newyork, 19. Mai. Mit 88 gegen 13 Stimmen hat das Repräsentantenhaus auf Den Antrag I des Hrn. Bingham (einer der Leiter der Anklage) beschlossen, eine Untersuchung anzustellcn, ob bei der Abstimmung des Senats über den Präsidentenprozeß Bestechung im Spiele gewesen fei. Die Leiter der Anklage wurden mit der Untersuchung beauftragt, und stellten in Folge dessen am 18. mehrere Zeu- genverhöre an. Das Haus ernannte ferner einen Sonderausschuß zur Erörterung der Frage, ob die Delegirten von Missouri in ungerechtfertigter Weise versucht hätten, das Votum des Senators Henderson zu beeinflussen. Außerdem wurde eine Resolution passirt behufs officieller Veröffentlichung der Protokolle Der Gerichtsverhandlungen am Freitag unD Samstag. Eine andere Resolution dagegen, dem Anklagecomitä zwei unparteiische Mitglieder beizugeben, da bisher | alle Mitglieder desselben anerkannte Feinde des Präsidenten seien, wurde abgewiesen. — In vielen Städten feuerten Die Demokraten zur Feier Der Freisprechung Johnson'« Freudensalven ab. itsch) in Gießen.