Preis vierteljährlich 36 fr. mit Brmgerlohn. Durch die Post bezogen vierteljäkrlich 5! fr Gießtmr Anzeiger. Erscheint wöchentlich dreimal . Dienstags, Donnerstags und Samstags. - Expedition: Canzleibero Ltt. B. Nr. 1 Anzeige- und Amtsölatt für den Freis Kielen. Nv. 131. Donnerstag den 5. November 1868. Besondere Bekanntmachungen. Bekanntmachung. Die diesjährige Herbstversammlung des landmirthschaftlichen Bezirks-Vereins für den Kreis Gießen soll . Mittwoch den 11. November d. I., Vormittags 10 Uhr, in dem Schulhause zu Lana-Göns abgehalten werden. Ich beehre mich, alle Mitglieder des Vereins und alle Freunde der Landwirthschaft dazu einzuladen. Gegenstand der Besprechung wird sein: 1) Bei welchem Grade der Reife des Getreides sollte mit der Erndte desselben begonnen werden? 2) Welche Mittel dürften sich empfehlen, um deni in hiesiger Gegend allgemein üblichen Blättern der Runkelrüben, wodurch ein so bedeutender Ausfall an den Wurzeln selbst herbeigefuhrt wird, entgegen zu arbeiten? 1 3) Dürfte es bei dem Mangel an Arbeitskräften für die Landwirthschaft nicht angezeigt sein, dahin zu wirken, daß das Klopfen der Chausseesteine, welches so viele Hande in Anspruch nimmt, nur in den Wintermonaten vorgenommen werde? 1 4) Wie kann der landwirthschaftliche Verein für Förderung der Fortbildungsschulen thätig sein? 5) Ueber die Vortheile des Tiefpflügens. Sollten einzelne Mitglieder noch andere Gegenstände zur Berathung ausgesetzt wünschen, so wird gebeten, dies vor Beginn der Versammlung dem Unterzeichneten mitzutbcilen. Die Herren Bürgermeister werden gebeten, von dieser Einladung den in ihren Gemeinden wohnenden Mitgliedern des Vereins speciell Kenntniß zu geben. Gießen, den 27. October 1868. Der Director des landw. Bezirks-Vereins für den Kreis Gießen: Dr. Goldmann. Bekanntmachung. Vom 9. November d. I. an werden täglich von 9 bis 10 Uhr Vormittags die zur großh. Veterinäranstalt gebrach, ten kranken Thiere nnentgeldlich untersucht und behandelt. Ferner wird innerhalb der Stadt Gießen von dem Unterzeichneten im Interesse der Veterinäranstalt unentgeldlich thierärztliche Praris ausgeübt und werden alle Thierbesitzer hiermit eingeladen, sich bei Krankheitsfällen ihrer Hausthiere an den Professor Dr. Pflug wenden zu wollen. Gießen, den 89. October 1868. (8132) Der Director der großh. Veterinäranstalt: Dr. Pflug. Versteigerungen. 8159) Dienstag den 22. Dccember, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Rathhause das ideelle Dritttheil des Grundstücks, zum Nachlaß des Friedrich Heusler gehörend, als: Flur Nr. oKlstr. 26/2i 276 Acker am untersten Riegelpfad, auf die Wiesen, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 4. November 1868. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. __. Ebel.__ Holzversieigerung im Gießener Stadtwalde. 8156) Montag den 9. November 1868, von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Gießener Stadtwaldc, Distric- ten Unterhag, Katharinenhütte, Waldshute 2C-, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: 195 Stecken Nadel-Prügelholz, 106 „ Stockholz, 5308 Wellen „ Reisholz, 110 Nadel-Stämme mit 1313 Cubikfuß, 758 „ Stangen „ 2537 „ Die Zusammenkunft ist auf der Licher Chaussee an der 2. Schneiße. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. März 1869 gestattet. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, den 3. November 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. __Vogt._____ 8158) Dienstag den 22. December, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Rathhause die Hofraithe des Mayer Heß, als: Flur Nr. oKlstr. View 20 Hofraithe in der Wallthor- straße, gibt 7 fr. abgelöste Grundrente, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 4. November 1868. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. _____________ Ebel._____________ Hofraithe-'Verfteiqerunq. 8140) Die zur Concursmasse des Hirsch Mayer Sohn gehörige Hofraithe, 84 UsKlftr. haltend, soll Dienstag den 10. November, Vormittags 11 Uhr, einer dritten Versteigerung auf dem Bürgermeisterei-Büreau dahier ausgesetzt werden. Es wird hierbei bemerkt, daß das dreistöckige Wohnhaus mit vollständiger Laden- j Englischer Patent-Reinigurrgs-Crystall zum Waschen von Leinwand, Shirting, Mousselin, Shawls, Merinos, gefärbten Baumwollenzeugen, Teppichen, Bürsten u. s. w., das Paquet 3‘/2 fr. Alleinige Niederlage für Gießen und Umgegend bei (8137) Ernst Hermes, Materialist. einrichtung. nnd Magazinen versehen ist, außerdem ein Nebengebäude und die Scheuer zu solchen hergerichtet sind und sich hinter letzterer ein Gärtchen befindet- Die Hofraithe liegt an der Hauptstraße unweit des Bahnhofs und eignet sich zum Betrieb jeden offenen Geschäftes. Bei übersteigender oder erreichter Taxation wird der Zuschlag dem Meistbietenden ertheilt werden. Butzbach, den 28. October 1868. Großherzogliches Ortsgericht Butzbach. Küchel. M o d ilien-Versteigerung - 8160) Montag den 9. November, Nachmittags 2 Uhr, lasse ich in Auftrag der Interessenten die zum Nachlasse des Bäckers Georg Balser gehörigen Mobilien, bestehend in Weißzeug, Oeconomiegeräthe und Hausrath, in der Wohnung der Wittwe Balser in der Neustadt dahier gegen baare Zahlung meistbietend versteigern. Gießen, den 3. November 1868. Th. Batst, Hofger.-Advocat. 8118) Dienstag den 10. November, Nachmittags 1 Uhr, lasse ich in meinem Hause in der Lindengasse noch wenig gebrauchte und gut erhaltene Möbeln, als: Schränke, Commoden, Bettladen, Sopha's, L-tühle, Tische, Waschtischchen, Büchergestelle, sowie eine Anzahl graue Teppiche und sonstige Gegenstände, gegen Baarzahlung versteigern und können die Sachen vorher bei mir eingesehen werden. Gießen, den 30. October 1868. Andreas Volp, Schreinermeister. Feilgebotsnes St einkohlen und Braunkohlen in Wag- gonladungen und im Einzelnen, alle Sorten Oefen und Herde zu Steinkohlen- und Holzbrand, sowie verzinnte u. emaillirte Geschirre, Haus- yaltungsgcräthschaften, (8128) empfiehlt Emil Pistor. Jeder Zahnschmerz, ohne Unterschied, wird durch mein in allen deutschen Staaten rühmlichst bekanntes Zahn-Mundwasser Linnen einer Minute scher und schmerzlos vertrieben, was unzählige Danksagungen der höchsten Personen bekunden- E. Hückftädt in Berlin, Oranienstraße 57, am Marktplatz. Zu haben in Flaschen L 18 und 36 fr. bei (8139) Carl Frech in Gießen- Anzeige. 8136) Die zur Debitmasse der Cigarrenfabrik Busch Söhne, Nehmeyer und IngHard gehörigen, in Wieseck gelegenen Fabriklocalitäten sind neuerdings dem Hypothekargläubiger, Banguier I- L- Fink zu Frankfurt a. M-, gerichtlich zugeschlagen iporden. Dieser ist gesonnen, die Immobilien sofort weiter zu veräußern und läßt daher etwaige Kaufliebhaber ersuchen, sich in Sclbstperson mit mir als seinem Anwälte in Benehmen zu setzen. Gießen, den 27. October 1868. __________Dr, Muhl, Hofger.-Advokat. für Damen, Mädchen O und Knaben zu 1 fl. 24 kr., sowie die neuesten Hutformcn zu 20 kr-, empfiehlt M. Heß, (8154)__Lit. A. Nr- 64. 8141) Consumenten und Kenner einer reinen Chocolade geben dem Fabrikate des Hoflieferanten Franz Stollwcrck in Köln wegen sorgfältiger Verarbeitung und vorzüglicher Qualität den unbedingten Vorzug. Ich empfehle mein Lager der beliebtesten Koch- und Eß-Chocoladen dieser bestrenom- mirten Fabrik zu Originalpreisen, und zwar Gewürz- von 11 Sgr., Gesundheits- von 12 Sgr. und Vanille-Chocoladen von 15 Sgr. pr. Zollpfund an. _______Louis Frohn Häuser, in Gießen. 8127) Jonköpiug's Patent-Sicher- heits-Zündhölzer bei Emil Pistor. Oefen und Herde zu Steinkohlen- und Holzbrand, Aeuerungs- und Küchengeräthschaften, Stein- und Braunkohlen, in ganzen und getheilten Waggon-Ladungen und im Einzelnen (8109) empfiehlt____________I. G. D. Bapst. 8110) Ein Päärchen austral. Nymphen (Papageien) nebst Käfig zu verkaufen. — Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts. 8145) Der Lahrcr hinkende Voten- Kalcndcr pro 1869 mit Stempel vor- räthig bei ________________A. Balser. 8129) Cement, Viehsalz bei ________________________Emil Pistor. 8117) 409QlKlafter Acker am Krofdorfer und 550 IHKlafter Acker am Wismarer Weg sind auf längere Jahre zu verpachten. H. M- Jughardt. Corsetten, Auswahl ; Crinoliuen, ?b(rTfe"" Gestelle von 48 kr. an, empfiehlt_________I. CH. Retter. (8146) 8119) Ein schöner schwarzer Pudel ist zu verkaufen. Das Nähere bei der Exped. d. Bltts. Vor mieth ungen. 8144) Ein möblirtes Zimmer ist zu ver- miethen in Lit. A. Nr. 179._______________ 8161) Der untere Stock meines Hauses, bestehend aus drei Stuben, Cabinet, Küche u. s. w., ist zu vermiethen und alsbald be- ffehbar.________Karl Zimmermann. 8120) Ein sehr freundliches, möblirtes Zimmer ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen. Georg Plank, ______________in der Neustadt. 8115) Ein geräumiges Zimmer, mit oder ohne Möbel, ist zu vermiethen bei _________________ Briefträger Buseck. 8116) Eine möblirte Stube und eine andere mit Cabinet sind in der Engelapotheke am Kirchenplatz zu vermiethen. 8148) Ein gut möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei L. Becker, ________________ Asterweg Lit. A. Nr. 125. 8143) Zwei geräumige Keller sind zu vermiethen bei__________Fr. Schwaab. 8113) In dem ncuerbauten Hause der Herren Petri (neue Anlage) ist im oberen Stock ein schön möblirtes Zimmer mit Ca- binet zu vermiethen._______________________ 8150) Ein möblirtes Zimmer mit Cabi- nct ist bei Buchbinder Hoffmann (Sel- tersweg) zu vermiethen. _______________ 8134) Eine große Familienwohnung in dem früher Reiber'schen Hause auf dem Reichensand ist zu vermiethen. Näheres bei Louis Lotz- 8155) Ein möblirtes Zimmer mit Cabinet ist zu vermiethen bei ________M. Binzer Wittwe, Wallthor. 8107) Ein schön möblirtes Zimmer mit Cabinet ist zu vermiethen bei Gärtner Sch-rum. 8124) Ein möblirtes Zimmer ist zu ver- miethen bei l>r. Salzer, im Einhorn. 8126) Ein möblirteS Zimmer ist zu ver- miethcn bei H. Vogt, Neuenweg. 8111) Im Clubgebäude ist ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. 8112) Zwei möblirte Zimmer sind zu vermiethen bet P. Herbert, Neuenweg. 8123) Zwei in einandergehende meublirte Zimmer, neue Anlage, dritter Stock, sind zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. BI. 8108) Ein freundlich möblirtes Zimmer mit Cabinet ist zu vermiethen Wallthor- straße Lit. A. Nr. 227. 8106) Eine freundliche Familienwohnung und ein Zimmer mit Cabinet sind zu vermiethen bet HsSauer, ________________Neuenweg Lit. B- Nr. 194. 8105) Ein möblirtes, freundliches Man- sarden-Zimmer ist zu vermiethen. Wo? sagt die. Exped. dieses Blattes. Vermischte Anzeige». 8153) Von heute an wohne ich in dem Hause der Friedrich Vogt's Erben, Wallthorstraße Lit. A- Nr- 135, vis - ä - vis der Brandgasse. Gießen, den 1. November 1868. __Julius Roth. 8152) Die Mitglieder des CvNsUM- Vereins, welche Steinkohlen eentner- roeife (zu 32 fr. frei in's Haus geliefert) beziehen wollen, werden ersucht, ihre Bestellttngen jedesmal einige Tage voraus zu machen.___________________________ 8147) Ein Geldbeutelchen mit einem Gulden siebenzehn Kreuzer Inhalt ist auf dem Wege vom Wallthor bis nach Wieseck verloren worden- Der redliche Finder wird gebeten, dafselbe an den Arbeiter Krei lin g in der Schirmer'schen Fabrik gefälligst abgeben zu wollen. 8157) Morqen Abend: ÜGAGAKI! bei einem guten Glas Bier. Wohnungsveränderung. 8121) Bon heute an wohne ich bei Herrn Kaufmann I. G D. Bapst an dem Marktplatz, 3. Stock. Gießen, den 1. November 1868. Dr. med. G. Lrüel, pract. Arzt, Wundarzt und Ge- -_____________burtshelfer.____________ 8133) Eine Köchin, die aber dabei etwas Hausarbeit zu versehen hat, wird nach Biedenkopf in einen kleinen Haushalt gegen an- gemesfenen Lohn zu miethen gesucht. Näheres zu erfahren bei der Exped. d. Bltts. 8149) Ein junges Mädchen vom Lande sucht Dienst. Näheres bei der Expedition dieses Blattes- Freiburger | l Staats-Pniniicii-Anleihe. | g 8125) Der Verkauf der Prämien- s <•, Obligationen ist vun allen Regie- ® rungen des In- und Auslandes gestattet. ® T Die Haupt-Gewinne betragen Francs $ L 60,000,50,000,45,000,40,000,35,000,® * 32,000,30,000,25,000,20,000,18,000, | ; 16,000, 15,900, 6000, 5000, 4000, § 8 3000, 2000, 1000, 350,000 ä 250,125, ® » 75, 5Q, 30, 20 Francs. ® Die Verloosung geschieht unter Staats- 8- Aufsicht. 8 'S Beginn der Ziehung am 13. jVovem- ß 6er d. J. • 's lur S Tlialer ® '"'kostet ein wirkliches Original- Staats -I.OOS (nicht von den ver- 5. ‘3 botenen Promessen), und werden solche £ ■* gegen frankirte Einsendung des ® H Betrages oder gegen Post- & Vorschuss, selbst nach den ent- j ferntesten Gegenden von mir « , versandt. 4 S Es werden nur Gewinne. gezogen. 1 J Gewinngelder und amtliche J Ziehungslisten sende meinen In- - teressenten nach Entscheidung prompt- und verschwiegen. Durch meine von hesonde- 4, '< rem Glück begünstigten i ® Eoose habe meinen Interessenten be- $ reits allein in Deutschland^, s die allerhöchsten Haupt- i- treffer von 300,000,883,000/ x 187,300, 138,300, 130,000, J .« 130,000 , mehrmals 183,000, « ® mehrmals 100,000 und erst vor « ?’4 Wochen schon wieder). >: das grosse Loos von 187,000 ® auf Nr. 2823 ausbezahlt. E JES' Jede Bestellung auf meine Original-Staats- / Loose kann man der Bequemlich-1> keit halber auch ohne Brief, £ einfach durch die jetzt übli- eben Postkarten, machen.» Liu. Saims. Colin in Hamburg, Bank- und Wechselgeschäft. > 68t® e ag sie meinen, mir nützt die Lebensversicherung nicht, da das Kapital erst nach munem Tove fällig wird, neine Erben aber mögen sehen, wie sie zurecht kommen, — obwohl es auch für ie eine Vcrsicherungsarl gibt, mittelst deren sie den Zweck, das Kapital bei Lebzeiten in die Hande zu erhalten, erreichekl kbnn.n, wenden wir uns vielmehr zu dem berechnenden Geschäftsmann. Er schlußfolgert in der Regel: „W..S hilft nir die Lebensversicherung? Ich brauche mein Geld im Geschäft und erziele amit die höchsten Prozente. Dadurch wächst es zuin Kapital. >Ich will zuge- en, daß für einen Beamten, der seine Ersparnisse nicht besser unterzubringen weiß, die Lebensversich-rung vortrefflich ist, für mich aber wäre Cer Beitritt zu einer solchen eine Thorheit, weil ich dadurch meinem Geschäft Geld entzöge, das mir 10, 20 pCt. und mehr einbringt, während die Lebensversicherung damit .wchstens 5 vorn Hundert gewinnt." Diese Anschauungsweise ist eine der weitverbreitetsten, obgleich sie eine so arg irrige, daß deren Widerlegung auf leichte Weise zu beroirLn ist. Wenn man zunächst in’s Auge faßt, daß die geringen Beiträge, welche eine Lebensversicherung in Anspruch nimmt, für ein nur irgend lewinnendeS Geschäft kaum in Anschlag kommen können, so muß dieser geringe Aufwand als ganz unwesentlich verschwinden, sobald man erwägt, daß schon nach der erstmaligen Prämienzahlung ein namhaftes Kapital gesichert erscheint, gleichviel wann durch den Tod des Versicherten die weitere Zahlung von Beiträgen an die Anstalt wegfällig wird. Was würden die wenigen Thaler für hohe Zinsen getragen Haden, wenn sie im Geschäft geblieben wären? Härte der Kaufmann die Gewißheit, daß er ein hohes Alter erreichen würde, dann würde sein Rai- onnement begründet sein; da er diese Gewißheit aber nicht hat, so wird er b,i plötzlichen Todesfällen, bei austretenden epidemischen Krankheiten sich mit Schrecken bewußt werden, wie doch so sehr unsicher sein Sparsystem ist. Sieht er ja Leute Dem Tod in die Arme sinken, die er für gleich gesund als sich selbst ansah, die dies in der That auch waren, aber doch so früh aus dem Kreise ihrer Lieben ibgerufen wurden, daß sic n cht vermochten, die Eristenz der Ihrigen sicher zu stellen, so daß diese nun nehm dem Schmerz um den Verblichenen noch das Elend bisher nicht gefühlten Mangels über sich hereinbrechen sehen. Darum wohl dem Manne, der bei Zeiten die Seinen vor solchen Gefahren sicher zu stellen weiß, ndem er bei guter Gesundheit eine Lebensversicherung abschließt, anstatt in übel angebrachter Sparsamkeit die Ausführung solchen Beschlusses zu verzögern, bis es ;u spät ist, bis keine Anstalt den kränkelnden Mann mehr annimmt. Ist ja da« ruhige Bewußtsein, seinen Pflichten genügt, für seine Familie gesorgt zu haben, so daß man allen Wechselfällen des Lebens zuversichtlich entgegenschauen kann, o unendlich viel Werth. Wie auch der Würfel falle — der Versicherte ist gerüstet. Gerade dieses Bewußtsein wird dem Kranken die für seinen Leidenszustand, ür seine Genesung ost so hochwichtige Ruhe verleihen, deren Mangel nicht selten oas Dasein verkürzt und den schwachglimmenden Lebensfunken erstickt, der bei minder sorgenvollem Gemüthe noch einmal hätte angefacht werden können. (Fortsetzung folgt.) Temperatur in Gießen, Oktober 1868 : niederste.................— 2,0° R. mittlere.................-J- 6,92 „ Mittel früherer Jahre............+ 7.52 „ höchste.................4- 14,5 „ Niederschlag: an 19 Tagen...... 3,32 Par. Zoll. „ im Mittel früherer Jahre: an 14 Tagen . . 1,71 „ „ Borsennachrlchten. 4. November 1868. Prioritäten. 5O/o östr. F. St. E. B. 269 V? Ludwigsh.-Bexbach 15 9 */4 Wechsel. Amsterd. k. 8. 99% Augsb. k. S. 993/4 ' Berlin k. 8. 105 Vs Bremen k. S. 97 l/t Cöln k. 8. 1051/s Hamburg k. 8. 88!/g Leipzig k. 8. 105 London k. S. 1191 /8 Lyon k. 8. — Paris k. 8. 943/z Wien k. 8. 102-/, Disconto 3% G. Preuss. 4/z Hess. 40/o Obi. b. Roths. 90 >/8- „ 31/2% do. do. 855/s Bayer. 5% Obi. 102 „ 4*/2°/o 1jährige 96% „ 4'/ä% Vaü&rig6 963/4 Wiirtemb. Öbl. 943/4 Baden 4'/2% Obi. c. E.L. 94flz Oestr. 5% b. R. 60 „ 5% National 534/4 „ 5% Metall. Obi. — „ M. steuerf. 52>/z iAmer. 6% 1882r Bds. 79i/8 „ 60/0 1885r 795/s Maxbahn 1063/j Bayer. Ostbahn 1263/4 Hess. Ludwigsbahn 1353/z 30/0 östr. Stsb.-Prior. 53 V4 30/0 östr. s. Lombard. 437/g 3% Liyorneser 31 Toscaner 47*/s Frankf. Hypoth.-Bank — Frankf. Vereins-Kasse — 50/0 Elisabeth-Prior. 73% do. II. Emiss. — Geldwerten. Pr. Cass. Sch. 1 447/a-45t/e Div. Cass.-A. — Pr. Friedrdor. 9 58Vz-59Vz Pistolen . . 9 49-51 „ doppelte 9 50-52 Holl. fl. 10 St. 9 54-56 Ducaten . . 5 37-39 20 Frankens!. 9 291/g-301/2 Engi. Souver. 11 54-58 Russ. Imper. 9 50-52 Doll, in Gold 2 27-28 Anlehensloose. Kurh. 40 Thlr. Loose 57 */2 Nassau fl. 25 b. Roth. 37>/b Gr. Hess. fl. 50 b. R. 158‘/z Gr. Hess. fl. 25 b. R. 413/t 4O/o bayr. Präm. Anl. 102