Preis vierteljährlich 36 fr. mit Bringcrlohn Durch die Post bezogen vierteljäbrlick 51 fr. Gießener Anzeiger. Erscheint wöchentlich crct- mal: Dienstags, Donnerstags und Samstags. - Expedition; Canzleiberg Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Areis Kietzen. Nr. 41. Samstag den 4 April 1868. Amtliche Bekanntmachungen. Bekanntmachung, die gesetzlichen Forderungen an Studirende aus dem Winter'Semester 1867/g8 betreffend. Die in diesem Semester entstandenen gesetzlichen Forderungen an Studirende müssen bis den 4. April d. I. mittelst specificirter Rechnungen zur Anzeige gebracht und längstens bis den 16. Mai d. I. geltend gemacht werden, widrigenfalls dieselben den ihnen-durch Art. 136 der Disciplinar-Statuten zugewiesenen Vorzug verlieren. Gießen, den 13. März 1868. Großherzogliches Universitäts-Gericht. Haberkorn. (2237) Bettwerk re., an den Meistbietenden gegen baare Zahlung versteigert werden. Gießen, den 2. April 1868. In Auftrag: Weidig, Ortsgerichtsmann. Versteigerungen. 2241) Dienstag den 21. April, Nachmittags 2 Uhr, soll die Hofraithe des Johann Joseph Langsdorf auf dahiesigem Rathhause, als: Flur Nr. lDKlftr. ,. i Hofraithe mit Scheuer "7 und Hofraum in der u.«s 11 \ Neustadt, gibt V- kr., nochmals öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 2. April 1868. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. _______________Ebel.____________ Die Vergebung von Maler-, Kunst-, Weißbinder- und Schreiuerarbeiten bei der Stadt Gießen. 2200) Montag den 6. April 1868, des Vormittags 10 Uhr, sollen die zur neuen Ausstattung der Stadtkirche erforderlichen Arbeiten, nämlich: Maler-, Kunst-, WMbinder- und Schreinerarbeiten, im Soumissionswege vergeben werden. Anerbietungen sind vor diesem Tage verschlossen und mit der Aufschrift: „Soumission auf Arbeit in der Stadtkirchc" bei uns einzureichen. Der Voranschlag und Plan über diese Arbeiten können auf der Geschäftsstube der -Bürgermeisterei täglich eingesehen werden. Gießen, den 26. März 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _______________Vogt.____________ 2224) Dienstag den 7. April, Nachmittags 2 Uhr, soll auf hiesigem Rathhause die Hofraithe des Philipp Weller, als: Flur Nr. DÄlftr. V1065 18 Hofraithe in der Wetzsteingasse, nochmals, unter günstigen Bedingungen, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 18. März 1868. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. ________________Ebel._____________ Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde. 2206) Montag den 6. April d. I., von Morgens 9 Uhr an, soll in dem Gießener Stadtwalde, District Heingesboden (abgeholzte Schießbahn), nach- vcrzeichnetes Holz versteigert werden, als: 3 Stecken Kiefern-Schcidholz, 260 „ „ Prügelholz, 180 „ „ Stockholz, 7700 Wellen „ Reisholz, 221/4 Stecken Kiefern - Prügel, welche auf die Länge von Heckenpfählen zugerichtet sind, 1041 Nadel-Stämme mit 9654 Cnbikfuß, 1516 „ Stangen „ 6254 „ worunter sich 116 Hopfenstangen b efind en. Die Zusammenkunft ist auf der Grünberger Chaussee an der 2. Schncißc rechts. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. August d. I. gestattet. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, den 1. April 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. __Vogt.____________ 2240) Montag den 6 April, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dem hiesigen Rathhause mehrere gepfändete Gegenstände, worunter eine Hobelbank, ein Stück Werkholz, ein Sopha, sechs Stühle, zwei Commoden, ein Tisch, 2257) Der Bedarf des Brennholzes pro 1868 für das hiesige Provinzial-Arresthaus und das Großherzogliche Bezirksstrafgericht soll im Termin Montag den 6. April l. I., Morgens 11 Uhr, irrt Vorhaus des Arresthauses öffentlich an den Wenigstnehmenden vergeben werden. Steigliebhaber werden hierzu mit dem Anfügen eingeladen, daß bei annehmbaren Geboten alsbald der Zuschlag ertheilt wird. Gießen, den 31. März 1868. Großherzogliches Stadtgericht Gießen- v. Rotsmann, _______________Stadtger.-Assessor.__________ 2239) Donnerstag den 9. April, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dem hiesigen Rathhause die den Erben des Schneidermeisters Carl Brück gehörende □ glur Nr. LiKlstr. i/ioQg 9 Hofraithe in der Flügelsgasse, w/220,3 187 Grabgarten im Gartfeld, Grabstück auf dem Sand, erbvertheilungshalber, an den Meistbietenden versteigert werden. Gießen, den 2. April 1868. In Auftrag: Weidig, Ortsgerichtsmann. 2209) Mittwoch den 15. April I. I., Vormittags 10 Uhr, wird dahier die Lieferung von 14 Ctr. frischer Butter, in Ausgebotcn von 1 Ctr., öffentlich versteigert. Marienschloß, den 31. März 1868. Großherzogliche Landeszuchthaus-Direetion. Knispel- Steinbruch - Verpachtung. 2259) Mittwoch den 8. April, des Nachmittags 1 Uhr, soll der der hiesigen Gemeinde gehörige Steinbruch in den Mauern, an der Staatsstraße gelegen, anderweit, unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdendem Bedingungen, auf dahiesiger Bürgermeisterei verpachtet werden. Steinbach, am 3. April 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Steinbach. ____________Horn._____________ Holzversteigerung. 2197) Montag den 6. u. Dienstag den 7.April, jedesmal von Morgens 9 Uhr an, toll in dem Reiskirchener Gemeindewalde, Districten Schlieberg, Reitzberg und Beuercr- bcrg, nachverzeichnetes Holz versteigert werden, als: 1) Im District Schlieberg: 2150 Wellen Buchen-Reisholz (Dnrchfor- stungsholz), 100 Wellen Eichcn-Reisholz, 25 „ Nadel- „ 2) Im District Reitzberg: 3900 Wellen Nadel-Reisholz. 3) Im District Beuererberg: 30% Stecken Buchen-Scheidholz, 1 „ Nadel- „ 4 „ Buchen-Prügelholz, 8% „ Eichen- „ 16 „ Nadel- „ 10% „ Buchen-Stockholz, 7 „ Nadel- „ 700 Wellen Buchen-Reisholz, 3000 „ Nadel- ,, 3 Eichen-Stämme, 12 Cnbikfuß enth., 24 Nadel-Stämme von 5% bis 15% Zoll mittlerem Durchmesser und 20 bis 69 Fuß Länge, 497 Cubikfuß enthaltend, 3 Eichen-Stangen, 21 1 1 21 136 2 Nadel- Buch en- Bemerkt wird, daß am ersten Tage in den Districten Schlieberg, Reitzberg und Beuererberg das Buchen-Brennholz zur Versteigerung kommt, am zweiten Tage die Versteigerung bei dem Buchen - Brennholz fortgesetzt und das Bau- und Stangenholz an demselben Tage versteigert werden wird. 251 2 Buchen-Stamm, 40 Cubikfuß enth., Birken- Die Zusammenkunft am ersten Tage ist im District Schlieberg zunächst der Staatsstraße und am zweiten Tage auf der Warte. Reiskirchen, am 31. März 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Reiskirchen. I ü n g c r. H 0 l z v e r st e i g e r u n g. 2203) Dienstag den 7. April d. I., des Vormittags um 9 Uhr anfangend, kommen in dem Freiherrlich v. Rabenau'- schen Schloßgarten zu Großen-Buseck von dem, wegen dessen neuen Anlage gefällten und aufgearbeiteten Holz zur Versteigerung: 6 Stecken gemischtes Scheid holz, 15 „ „ Prügelholz, 32 „ „ Stockholz, 1500 Wellen „ Reisholz, 23 Weiden-Stämme von 10 bis 22 Zoll Durchmesser und 10 bis 20 Fuß lang --- 728 Cubikfuß enthaltend, 40 Pappel- Stämme von 8 bis 30 Zoll Durchmesser und 20 bis 65 Fuß lang = 2835 Cubikfuß enthaltend, 5 Nadel-Stämme von 8 bis 9 Zoll Durchmesser und 20 bis 60 Fuß lang --- 109 Cubikfuß enthaltend, 2 Akazien-Stämme von 8 Zoll Durchmesser und 10 Fuß lang, 10 Kirschen- u. andere Obstbaum-Stämme von 8 bis 16 Zoll Durchmesser und 5 bis 35 Fuß' lang = 97 Cubikfuß enthaltend. Sämmtliches Stammholz ist zu Schnittholz geeignet. Die 'Zusammenkunft ist im Schloßgarten zu Großen-Buseck. Rabenau, am 27. März 1868. Der Rentmeister: W. Engel. Feilgebotenes. Kleesaamen D. J 2215) Eine Partie große Packkiften, sowie eine Mufziehmaschine mit Rollen und Seil, zu verkaufen bei Wilh. Balser, Neustadt, im D. Wirth'schen Hause. Glace-Handschuhe. 2261)) Nene Sendung in allen Farben und Größen, sowie auch Militair-Hand- schuhe von 30 kr. an, empfiehlt _________________L. Kohlermann. t Nervöses Zahnweh ; wird augenblicklich gestillt durch Dr. Gräfström’s schwedische A Zahntropfen, v a Flacon 6 Sgr., ächt zu haben in Gießen bei Ernst Hermes. (2226) HDD 2205) Wein, Branntwein, besten Essig in vorzüglicher Güte bei Joseph Stein's Wittwe, _____Hintergasse.___________ 2199) Alle Sorten Klee- und Grassa- mcn in frischer keimfähiger-Waare zu haben in der Samenhandlung von _______Carl Deines, Wallthorstraße. 2201) Frische Sendung Portland-Cemcnt zu ermäßigtem Preise empfiehlt ___________________I. 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Ständige Kunden erhalten sie in's Haus geliefert. I. Brennemann, auf dem Winneröder Hofe. <1. J. Amerikanische 2236) ^*S6 Egly, Polizeidiener. gewonnen. Bankgeschäft in Wien, Kolowrarring Nr. 4. (2242) in Hamburg, Bank- und Wechselgeschäft. 2207) Ein 1/4 Morgen haltendes Grundstück ist zu verkaufen oder zu verpachten. — Das Nähere ist bei der Exped- des Anzei- gers zu erfragen. 'N nach Amerika erhalten mit allen von Bre £ men abgehenden Dampf- nud Segel schiffen beste und billigste Betördeiung durch Christian Wallenfels jun. 2264) Einem verehelichen Publikum die ergebenste Anzeige, daß ich bei meinem Schuh- und Stiefel-Lager auch alle Sorten Her- ren- und Damenschäftchen führe. Durch gute Quellen bin ich in den Stand gesetzt, dieselben billiger, als jedes andere Geschäft zu liefern. ' K. Grünebaum, Sonnenstraße. 2260) Gute Kartoffeln sind mestenweise zu verkaufen bei Schneider Frech. von H. Hochftatter, Eck von Brand und Schloßgasse, ist mit den neuesten Mustern aus den ersten Fabriken für dieses Jahr ganz besonders reichhaltig assortirt. Tapeten mit 2 Druck und auf gutes Papier (kein Strohpapier) von 8 Kreuzer an per Stück- . , . Eine sehr große Partie Tapeten-Reste wird, wie in früheren Jahren, bedeutend unter dem Fabrikpreise abgegeben. Musterkarten werden auch nach auswärts versandt-(-^Q) Hoch, Hoch, Hoch!!! 2254) Meinem lieben einjährigen Vetter Otto die herzlichsten Glückwünsche zu seinem 20. Wiegenfeste von Bücherbiuder. dige Hilfe. Z e u g N i ß> Zur Steuer der Wahrheit, tme zur Hilfe für Leidende, glaube ich Ihnen die Mittheilung nicht vorenthalten zu dürfen: „daß ich durch den Gebrauch des in dem De. Larey'schenSchrift- chen angerathenen Verfahrens von meinen Ohrleiden befreit wurde, das seit 3 Jahren allen Bemühungen der Aerzte, wie sonstiger Mittel, trotzte. Das frühere ganz taube Ohr ist zu frischer Lebenskraft erwacht und damit zugleich auch das leidige Sausen und die fortwährende Dumpfheit des Kopfes gänzlich gewichen. I. Veith, in Carlsruhe. Militär-Vorlüldungs-Anstalt w Calftl. Garde - du - Corps - Platz Jr. 3. 2231) Vorbereitung zum Offizier-, Fähnrich- und Freiwilligen-Examen. Gute Pension. Erfolge nachweisbar sehr günstig. Eleven aus allen Theilcn Deutschlands. Die vornehmsten Familien haben ihre Söhne mit Vertrauen der Anstalt überwiesen. Täglich 6 Unterrichts- und 2 beaufsichtigte Arbeitsstunden in kleinen Abteilungen von 4 bis 6 Schülern. An der Anstalt sind 8 tüchtige Lehrer, darunter 2 Offiziere, fest angestellt. Honorar pr. Jahr 500, pr. halbes Jahr 250 Thlr- Knaben vom 14. Jahre an finden Aufnahme. Bon Hartung, König!- Lieutenant a. D. und Dirigent. i Auswanderer nach Amerika befördern mit allen- von Bremen abgehenden Dampf und Segel-Schiffen Gebrüder Scheel I Glücks-Offerte, | H 2214) Das Spiel der l'reiburger Staats-Präinien-Öbligatio- K> 4 SICH ist von der Grossherzog- 8- H lieh Hessischen Regierung -G gestattet. | „Gottes Segen bei Cohn!“ | a Frische Schellfische treffe» nächsten Mittwoch ein. I. A. Busch Söhne. Gehörleidendm kann mit vollster Ueberzeugung das ge-1 diegene Schriftchen: | Br. Larc h's sichere und billige * Heilung der Schwerhörigkeit, Preis 21 fr., empfohlen werden. Diesem Buche verdanken unzählige Kranke ihre vollstän- -A I.OOS von 50,000 Thaler ausbe- K H zahlt. fr 11 ä Ij m d r d) inen in verschiedenen Systemen, als: Singer & Co., Gro- ver & Baker, Howe, Wheeler & Wilson mit Glassuß und snmmtlichen Apparaten, früher fl. 105 jetzt fl. 90. Handmaschinen mit Kettenstich, Doppelkettenstich und Doppelsteppstich nebst Trittvorrichtungen, unter dreijähriger Garantie, erleichterten Zahlungsbedingungen, freier Instandhaltung und freiem Unterricht- Reparaturen werden billigst besorgt. I. Th. Haubach. (Auszug aus einem-Briefe.) Herrn F. W. Hockius in Otterberg. Main;, den 5- October 1867. 2235).......... Ich und meine Frau sind Ihnen ebenfalls sehr dankbar für Ihren „weihen Kräuter-Brust-Syrup", Denn unser lieber Sohn von l'/2 Jahr hatte schon mindestens achtmal den Grupphusten. das heißt: furchtbaren Husten mit Heiserkeit und festgesetzter Berjchleimung, und Ihr „Kränter-Brust-Syrup" war jederzeit sein Retter. Joseph Loew, Kaufmami. In Flaschen zu 24 fr., 35 fr. und fl. 1. 10 fr. ist dieser von vielen Aerzten empfohlene „Kräuter-Brust-Syriip" allein zu haben in Gießen bei Ernst Hermes, „ Butzbach bei A. Gimbel, „ Friedberg bei Jean Huber, „ Lich bei F. L. Förster, „ Grünberg bei Geom- Ritter Wtw. Sams. Cnlm K s Tills-, oder i Tlilr. | W Wla Vermischte Anzeigen. Militär-BorhereiLunsts-Anstall f. d. Offizier-Fähnrich-Seecadetten- und Freiwilligen-Examen (23. März). Standesgemäße Pension- Ausführl. Prospecte sind durch die unterzeichneten Dirigenten und in allen renommirtcn Buchhandlungen Deutschlands zu beziehen. (2210) Jochens, Major z. D., W. Meyer, Lehrer am Cadettencorps, Berlin, Berlin, Blumenstr. 4. Niederwallstr. 21. 2Os4e Ziehung der «sterr. Staats - Loose vom Jahre 18®4. Höchster Treffeitel 220,000, niedrigster fl. 150 östr. Währ. Einlage T Tlflr. — K. 3. 3® siiddcutsch pr. Loos. Sieben Loose kosten nur Tlilr. 18 — fl. Al siedel. Mit k. k. Stempel versehene Loose empfehlen VOELCKER & (>• 2280) Ein kleines Familienlogis ist zu vermiethcn. Das Nähere bei der Exped. d. Bltts. __________ 2275) In dem Hause des Aug. Noll im Stern ist in dem von Hch. Frech bewohnten Stock ein möblirtes Zimmer, nach der Straße gehend, zu vermiethcn. 2221) Ein Zimmer mit Cabinet, Parterre, an der Hauptstraße gelegen und für ein Geschäft oder Comptoir sich eignend, ist zu vermiethcn. Zn erfragen bei der Exped. d. Bltts- 2233) Auf den 9. April wird ein ordentliches Mädchen für einen kleinen Haushalt gegen hohen Lohn gesucht. Zu erfragen bei der Exped. d. Bltts. 2217) Ein sich zum Schreinergeschäft aualificirender Junge kann sofort in die Lehre treten. Bei wem? ist bei der Exped. d. Bltts. zu erfragen. 2216) In einen hiesigen Gasthof wird ein Kellner-Lehrling gesucht; Eintritt am 1. Mai. Zu erfragen bei der Exped. d. Bl. 2211)' Ein Mädchen, welches kochen kann und alle häuslichen Arbeiten versteht, wird zum sofortigen Eintritt gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. ß Auswanderer 2255) Vorzügliche Frühkartoffeln verkauft Wittwe Burck h ardt, wohnhaft bei Herrn Schreiner Zimmermann in den Neuenbäuen. Kaltslüssistes Vaumwachs in bekannter Güte, die 1-Pfund-Büchse ... 30 kr., „ V«- „ „ ... 18 „ Vermiethungen. 2276) In einer sehr frequenten Lage der Siadt ist ein Laden zu vermiethcn. Näheres bei der Exped. d. Bltts.____________________ 2266) Ein gut möblirtes Ziminer, vorn heraus, ist zu vermiethcn bei ____________________E. Eichenberg. 2232) Ein Logis mit Geschäftslocal ist zu vermiethcn und alsbald zu beziehen bei Wilh. Schmall. 1 Bürger. Club Genera lv ersammlunfl Samstag den 4. April d. I., Abends 8 Uhr, im Vereinslocale. Tagesordnung : 1) Wahl des Vorstandes. 2) Budget-Vorlage. 3) Rechnungs-Ablage. ______D er Vorstand. 2219) Unterzeichneter empfiehlt sich zur Uebernahme von Zimmerarbeit und versichert reelle und billige Bedienung. Gg. Ruckstuhl, Zimmermeister, wohnhaft an der Neustädter Schoor, der Hartmann'schen Schanze gegenüber. 2246) Eine arme Wittwe verlor am Donnerstag Abend auf dein Wege von der Neustadt nach dem Rathhausc den Vordcr- theil eines Hemdes mit eingesetztem Brust- theil, in blaues Papier cingcschlagen. Der redliche Finder wird dringend gebeten, denselben an die Exped. d. BlttS. abzugeben, als ihn , sonst die Frau ersetzen muß.___________ 2196) Eine Lehrlings-Stelle ist auf einem hiesigen Comptoir sofort oder innerhalb 3 Monaten zu besetzen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. unter Nr. 2145. 2223) Nr. 10 hat die silberne Uhr mit 8 Steinen und Nr. 297 die mit 4 Steinen 2267) Kleesaamen in allen Sorten vor- räfhig bei_____________Flick & Kröll. 2281) Ein neuer Confirmanden-Anzug ist billig zu verkaufen bei Meyer Rothenberger, Neuenweg. 2270) Früh- und Spätkartoffeln öcr; kauft Schlosser Krailing, Neuenweg. 2274) Unseren am Rodbcrg gelegenen Garten, mit guten Obstbäumen, sind wir Willens auf 3 oder 5 Jahre zu verpachten. Lusttragende wollen sich mit uns benehmen. ____________ I- A. Busch Söhne. 2273) 6 Nacht Neuenweger Pferch, welcher Mitte April und Mitte Mai fällt, und 6 Nacht Wallpförter Pferch, welcher Ende April fällt, wünsche ich zu vertauschen oder zu verkaufen. Wort mann. „ Vt- „ H ■ ■ • 12, II empfiehlt E. Hermes, Matertallst. 2265) Durch günstigen Gelegenheitskauf kann ich Portefeuillcwaaren, namentlich Cigarren -, Näh- und Häkeletuis , Tabaksdosen, Necessaires, Flacons, Brieftaschen und Mappen, Portemonnaies re., auffallend billig verkaufen und wird sowohl die Solidität der Arbeiten, als auch die Auswahl Jeden zufrieden stellen._______E- Eichenberg. 2268) Aechten Hanauer Dungghps empfehlen__________ Flick & Kröll. 2213) In Folge Ablebens meines Mannes beabsichtige ich, einige Centrifugal- und Stand-Uhren billigst zu verkaufen. ___________________Th. Heerz Wittwe. 2269) Feinstes Vorschußmehl, a 9 kr. pr. Pfd., empfiehlt ____________C- W. Dietz, am Markt- 2258) Bei mir ist eine gute Ziege zu verkaufen.Schneider Frech. 2222) Einige möblirte Zimmer, an der Hauptstraße, sind zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bltts.__ 2218) Ein schönes Zimmer im ersten Stock ist zu vermiethen Canzleibcrg B. 68. 2220) Ein Familienlogis, sowie ein möblirtes Zimmer mit Cabinet, ist zu vermiethen Neuenweg Lit. B. Nr. 134._______________ 2252) Ein möblirtes Zimmer mit Cabinet ist zu vermiethen bei _________________A- Noll, im Stern. 2208) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen. __Cantor Schwabe. 2245) Mehrere gut möblirte Zimmer mit Cabiucten sind zu vermiethen bei Wittwe Martin. 2193) Ein Laden mit Logis ist zu vermiethen. Bei wem? fsagt die Exped. d. Bltts. 2251) Ein möblirtes Zimmer ist zu ver- miethen bei___________Wittwe Grube. 2247) Zwei Familienwohnungen sind zu veriniethen bei >_______Jacob Dörr. 2244) Ein kleines Logis ist zu vermiethen bei Georg Becker, ______________Marktstraße Lit. D. dir. 29. 2198) Mehrere gut möblirte Zimmer sind zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bl. 2248) Ein schönes unmöblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei ___________Carl Plank, Lederhändler. 2194) Im Russischen Hof ist ein großes Familienlogis zu vermiethen. CO QD Oi or PROSPECTUS. Bberhessische Eisenbahn-Gesellschaft K,*»8,600 Thaler — *8,400,080 Gulden, eingetheilt in 81,143 Actien ä 200 Thaler — 350 Gulden; von der Grossherzoglich. Hessischen Staats-Regierung unter Zustimmung der Stände des Grossherzogthums mit der Garantie eines Rein-Ertrags von 3*/2 % Pro ann0 auf die Dauer von 99 Jahren versehen. Fulda iP'einm- Eisenbahn-Gesellschaft ertheilte Concession umfasst die Linien von Giessen nach Gelnhausen und von Giessen nach Durch die beabsichtigte Fortlihrun^^^T1'- r; Meile"-. ßeide ß!nien bi‘den eine Fortsetzung der Gilll - Mindener Eisenbahnstrecke Deutz-Giessen, kann Unil£•1 S deJ. L1™® «.eSsen-Gelniiausen bis zum Anschlüsse an die Bayerischen Bahnen bei Gemünden oder Partenstein «teilen An==e Inn +1+ ^bssisc len Eisenbahnen die kürzeste Verbindung der Rheinischen Eisenbahnen mit dem Bayerischen Eisenbahnnetze her- (lie^en.c Hnhansnn i, A n .0'", ,A nschURS, d7 Bergisch-Märkischen Eisenbahn an die Mahl-Weserbahn und somit an beide Strecken , Giessen - Fulda und i. , ’ ... , sSlc 1 ’ w°duich der Strecke Giessen-Flllda ein grosser Theil des Verkehrs zwischen dem Osten und Westen Deutschlands zugewenaeu weruen ciurtte. auf Thlr. 3,000,000. T> Leipzig n 500,000. und Herren Meyer & Co. 77 Es bleibt für jede Zeichnungsstelle bei bei bei bei bei und bei 77 77 77 n n T) ’n 77 r> n Herren Bamberger & Co. Herrn Jos. Jaques Herren Gebrüder Benedict Herren H. L. Hohenemser & Söhne Herren G. Müller & Cons. Herrn Ed. Kölle Herrn H. C. Plaut Mainz Berlin Stuttgart Mannheim Carlsruhe und Herren von Erlanger di? Söhne bei Herrn Moritz Wolfskehl ,, Darmstadt »» 500,000. 500,000. 4,000,000. 500,000. 500,000. 500,000. Ahl f t 8 k Zeichnungssteile vor behalten, dass, sobald der derselben zur Auflegung überwiesene Betrag vollgezeichnet ist auch vor .ap-. v' • uumten Tust keine weitere Zeichnung von der betreffenden Stelle angenommen wird. Eine verhältnissmässige Repartition findet nui ui lejemgen Beträge statt, durch deren gleichzeitige Zeichnung die bei der betreffenden Stelle aufgelegte Summe erschöpft wird. - j1 Missionspreis ist auf 73 °/p des Nominalbetrags festgesetzt; bei der Unterzeichnung sind 10 % des gezeichneten Betrages in Werth- papiei n or ei )aai als Caution zu deponiren. Am 15. April d. J. sind auf die den Zeichnern zugetheilten Beträge (gegen Rückerstattung der ge- « i Z°l i .ominalbetrages haar einzuzahlen, wogegen dieselben provisorische Quittungen erhalten, welche demnächst gegen In- - e Uncaie der Oberhessischen Eisenbahn - Gesellschaft, auf den Inhaber lautend und in Abschnitte von 1, 5. 25 und 50 Stücken eingetheilt. a usgetausent werden. o i Von dem Actien-Capital wird die Summe von Thlr. 10,000.000 hiermit zur Subscription aufgelegt. > ■ pqpt,v'G Subscription findet statt vom 6. bis 9. April incl. und zwar in den Vormittagsstunden von 9 bis 11 Uhr bei folgenden Stellen auf die beigesetzten Antheilsummen: m Frankfurt a. M. bei Herren Gebrüder- Bethmanil mit 3% o/„ verzinst. ,, , jb viel eien Einzahlungen sind, nach Aufforderung des Verwaltungsrathes, gemäss den Statuten zu leisten: indessen werden Vollzahlungen R0V ° 1 Jt1,... 01 ut hei Jung an den Zeichner, als in jedem vom Verwaltungsrathe ausgeschriebenen Einzahlungstermine angenommen. airend dei Bauzeit werden alle Theileinzahlungen von dem Tage an, wo sie geleistet worden sind, die voll bezahlten Actien dagegen nach ihrem ganzen Nominalbeträge, mit M/2 o/o verzinst. 86 Die Zinsen und Dividenden sind zahlbar in Frankfurt a. M. bei Herren Gebrüder Bethmaun Abdrücke der Statuten und Frankfurt a. M., in Berlin der Concessions-Bedingungen im April 1868. und Herren von Erlanger /3 % des in jenen Unternehmungen anzulegenden und im Maximal-Betrage auf 28,400,050 Gulden süddeutscher Mähfolgenden näheren Bedingungen dergesta b dass unter keinen Umständen eine Vermehrung des vom Staate garantirten Zinsenbetrags von 994,0013/t fl. stattfinden darf, und unter 1. Sobald die Bau-Rechnungen für die neuen Bahnen abgeschlossen sind, wird das Capital, welches sich a) für den Bau der Bahnen nebst allem Zubehör, b) für die Anschaffung der Transportmittel, c) für die Verzinsung mit 3>/2 u/o während der Bauzeit, d. h. bis zum ersten des auf die Betriebs-Eröffnung folgenden Monats (cf. sub 2.), fv zur Deckung etwaiger Cours-Verluste bei Begebung der Actien a s nothwendig ergiebt, unter Mitwirkung eines Commissärs der Grossherzoglichen Regierung definitiv festgesetzt. bun die Gesellschaft für die Gegenstände unter a, b und d einen Contrakt mit einem Unternehmer schliesst, durch welchen der Letztere sich verpflichtet, jene Gegenstände insgesammt zu beschaffen und zu liefern und seine Vergütung dafür in Actien nach deren Nominal-Betrage zu nehmen, und wenn dieser Vertrag nach loigangiger Iiüfung die Genehmigung der Regierung erhalten hat, so ist derselbe für die bezeichneten drei Posten massgebend, falls der darin vereinbarte Gesammt- preis die summe von 26,000,050 Gulden in Actien nach deren Nominal Betrage nicht übersteigt und folgeweise von dem veranschlagten Actien-Capitale für die Verzinsung wahrend der Bauzeit 2,400,000 Gulden zur Verfügung bleiben. Ebenmässig kann über die Bauzinsen (e) die Gesellschaft mit einem Unternehmer contrahiren, jedoch dürfen immerhin dieselben die Summe von 2,400,000 fl. in Actien al pari nicht übersteigen. Vt ürde aus irgend einem unvorhergesehenen Grunde die Ausführung der Bahnen ins Stocken gerathen, so soll die Grossherzogliche Regierung berechtigt sem, auf Kosten und zu Lasten der Gesellschaft den Bau weiter zu führen und zu vollenden. Sollte in diesem Falle das Actien-Capital unter Zurechnung der ge- (,.e ®n ,,au*l0,n ~F jedoch abzüglich des für die Verzinsung während der Bauzeit erforderlichen Betrages, zur Ausführung der Bahnen nicht ausreichen, so ist die Gesellschaft verpflichtet, auf Verlangen der Regierung das zur vollständigen Deckung des Bedarfs erforderliche Geld durch Aufnahme einer Prioritäts-Anleihe aufzubringen, wobei die für deren Verzinsung und allmälige Tilgung erforderlichen Beträge von dem Brutto-Ertrage der fraglichen Bahnen vorabzuziehen und nicht zu dem Reinerträge derselben zu rechnen sind. Die Garantie tritt mit dem ersten des auf die Betriebs-Eröffnung der Bahnen, und, falls eine streckenweise Betriebs - Eröffnung erfolgen sollte, hinsichtlich der den Kosten der betriebenen Strecken entsprechenden Theile des Gesammt-Capitales vom ersten des auf den Eintritt solcher streckenweisen Betriebs-Eröffnung folgenden Monats angerechnet, in Wirksamkeit. So oft in einem Betriebsjahre der Rein-Ertrag der betriebenen Bahnen oder Bahnstrecken, welcher sich nach Abzug der Verwaltungs-, Unterhaltungs- und Betriebs- Kosten, sowie der nach den Statuten den Reserve- und Erneuerungs-Fonds zufliessenden Beträge von dem Brutto-Ertrage ergiebt, die Höhe von 3'/2 o 0 des An läge - Capitals oder des betreffenden Theiles -desselben nicht erreicht, wird die Grossherzogliche Staats - Regierung die zu einer Verzinsung in dieser Höhe erforderlichen Zuschüsse aus Staatsmitteln leisten lassen. Der Verwaltungsrath hat in einem jeden solchen Falle hiervon, sowie von dem Betrage des erforderlichen Zuschusses der Grossherzoglichen Staats-Regierung am Jahresschlüsse Anzeige zu machen und derselben die Richtigkeit der Anforderung aus den Betriebs - Rechnungen und den zugehörigen Belegen nachzuweisen. Auf Grund dieses Nachweises und soweit derselbe erbracht ist, wird die Grossherzogliche Staats-Regierung der Gesellschaft den erforderlichen Zuschuss in Darmstadt bei der Haupt-Staats-Kasse vor dem 15. Mai des darauf folgenden Jahres provisorisch und vorbehaltlich definitiver Abrechnung zur Verfügung stellen. Uebersteigt in einem Betriebsjahre der Rein - Ertrag die Höhe von 4 0/0 des Anlage-Capitals, so findet eine successive Rückzahlung der von dem Staate vor dem erstgedachten Jahre etwa geleisteten Zuschüsse dergestalt statt, dass der Staat bis zur völligen Tilgung seiner Zuschüsse alle denßetrag von 4 % des Anlage-Capitals übersteigenden Theile der jeweiligen Rein-Erträge unverkürzt zu empfangen hat. Nach Rückerstattung der von dem Staate etwa geleisteten Zuschüsse werden die Ueberschüsse, welche sich aus den Rcin-Erträgen über den Betrag von 5 #/0 des Anlage- Cap1 tals ergeben, unter die Gesellschaft und den Staat in der Weise vertheilt, dass hiervon die Erstere % und der Letztere Vs jeweilig empfängt. 18. Die Dauer der Concession wird auf Neun und Neunzig Jahre festgesetzt. k v v&" r*e ^ross*Frzogliche Staats-Regierung jedoch für angemessen halten, die Bahnen für Staatsbahnen zu erklären und sie auf Staatskosten verwalten zu lassen, so , any* ’?$ Ereissig Jahren vom Tage der Betriebs - Eröffnung an jederzeit gegen Erstattung des zwanzigfachen Betrages des durchschnittlichen Rein-Ertrags der 3i ,Z Con Un x(.e'.rle , .rc un,l unter Eintritt in alle Rechte und Verbindlichkeiten der Gesellschaft geschehen, wobei die von der Grossherzoglichen Staats-Regierung garantirten der /z Uhr: Generalversammlung. _________Der Vorstand. 2253) Den 2. Ostcrfciertag findet ßut besetzte Tanz-Mitsik statt, wozu ergebenst einladet Heinrich Reh, in Oppenrod. Anfrage. 2272) Werden die Gewinner ausgesprel- ter Gegenstände, wenn die Gewinnziehung unter polizeilicher Aussicht stattfindet, auch durch die Polizeibeamten, welche der Gewmn- ziehung beigewohnt haben, von ihren resp. Gewinnen in Kenntniß gefetzt? Ist es Nicht der Fall, dann wäre die Anordnung, daß die Gewinner, wenn sie -bekannt sind, polt- reilich von den resp. Gewinnen denachnch- rigt werden sollen, gewiß sehr an ihrem Platze und sicherlich nicht von Nachtheü für oie benachrichtigenden Beamten.____________ i Theater in Gießen. (Zm Cafe Leib.) Letzte Vorstellung. Samstag den 4. April 1868: Der Pariser Taugenichts. Lustspiel in 4 Akten, von Töpfer- Hierauf: Ein Stündchen aus dem Comptoir. Posse mit Gesang in 1 Akt, von Haber- Zum Schluß: Abschied von Gießen. W. Kern, Director. 2279) Mehrere junge Männer finden dauernde Beschäftigung bei . F. Habenicht, Lampensabrik- 2050) Einem geehrten Publikum bringe ich meine Buchbinderei in empfehlende Erinnerung. „ „ r I. C- Clar, Sonnenstratze- Wechsel. Amsterd. k. S. 1003/g Augsb. k. S. 993/4 Berlin k. S. 105 Bremen k. S. 981/g Cöln k. S. 105 Hamburg k. 8. 883/b Leipzig k. S. 105 London k. S. 119'/g Lyon k. S. — Paris k. S. 94’/8 Wien k. S. 103 Disconto 30/g G. Geldsorten. Börsennachrichten. 2. April 1868. Preuss. 4*/2% Obi. 95'/2 Frankf. 3i/2% Obi. 8II/4 Nass. 41/2% Obi. 941/2 Kurh. 40/0 Obi. 89 */2 Hess. 4<>/o Obi. b. Roths. 89’/s „ 31/zv/o do. do. 84 Bayer. 5% Obi. — „ 41/2% 1jährige 931/8 _ 41/2% Vzjährige 93 Vs Würtemb. 4i/2°/o Öbl. 93 chülerinnen höherer Töchterschulen im Alter von 14 Jahren nicht mit Recht erwarten können, daß sic in engen Straßen, wie z. B- in der Weidgasse, die Straßensperrung, welche sie dadurch verursachen , daß zwei von ihnen über die ganze Breite der L>traße ein etl schwingen, von selbst beseitigen, wenn man die Straße passiren will oder bedürfen sie erst der Belehrung, daß man wenig Anstand und Bildung bei denen voraussetzen muß, welche sich nur auf vorgängige Aufforderung dazu verstehen, die straßen-Passage frei zu machen 'i_________________________________ 2212) Zum baldigen Eintritt suche ich einen gewandten Wirrhschasts-Jungen- ________ Louis Busch Wittme. r Strohhüte werden zum Wascheu, Farben und Fa?onniren angenommen und sehr schnell und pünktlich besorgt. Wilh elmine Fuhr. Feuilleton. vokal, „wenn auch Ihrem Aeltesten auf diese Weise ein schönes Erbtheil entgangen ist. Es ist gut, daß er nichts von allen dem weiß, da braucht er sich keinen Kummer zu machen." Er weiß freilich nichts davon," erwiederte Madame Gratman, „doch ge- setzt den Fall, der alte Onkel hatte wirklich in aller Form Rechtens so testirt, vürde ein solches Testament je Gültigkeit habend Könnte mein Onkel zu Gunsten Eines meiner Kinder testiren und mich übergehen? Muß der Nachlaß nicht zu- erst mir zusallen, bevor er meinen Kindern zufallen kann?" „Verzeihen Sie, nicht, wenn der Testator nur über einen Theil und nicht über das Ganze testirt. Ein solches Testament, wie dieses, wenn es existirte, würde immer die vollste Rechtsgültigkeit haben." Mein Sohn würde also gerichtlich gegen mich auftretcn können? "Gewiß, wenn er ein solches Testament besäße, doch Sie sagten mir ja, daß kein Original existire." , „Nein, es existirt keins; ich habe mich aber entschlossen, ein Testament zu machen. Ich werde es eigenhändig schreiben und cs versiegelt in Ihre Hände niederlegen. Morgen werde ich Ihnen eine Liste aller Legate, die ich zu machen gedenke, zusenden, und Sie werden diese Legate in einem Codicille meinem Te- stamente hinzufügen." , , r _ £ „„ Sie wollen also außer den Legaten noch besonders testiren?' ''(Sein Sie unbesorgt," sagte sie mit einer gewissen Treuherzigkeit, »ich werde so testiren, daß meine Kinder mit mir zufrieden sein werden/' und legte auf das Wort meine eine besondere Emphase. „Doch," fuhr sie fort, „um gleich Alles auf ein Mal zu Ende zu bringen, lassen'Sie mich Ihnen noch mittheilen, daß ich heute Briefe aus London bc- kommen, welche mir die Ankunft meines Aeltesten hier in einem der nächsten Dampfer melden. Sie begreifen, daß mir das sehr unlieb sein muß. Deßhalb ist es mein Wunsch, daß Veerenborg Herrn Brown von der geheimen Polizei in Sold nehme. Ich wünsche eine halbe Stunde später zu wissen, wann er hier angekommen ist, sowie jeden Morgen und Abend einen genauen Bericht über sein Thun und Lassen zu haben; Sie dürfen liberal zu Werke gehen, denn ich will in diesem Punkte freigebig sein." . „Wie schade ist es, daß er es nicht verdient, daß Sie sich so für ihn m- teressiren," sagte Ranzius seufzend. Endlich thun Sie mir den Gefallen," fuhr sie fort, ohne auf die Unter- brechung zu achten, „und lassen Sie morgen mit dem frühesten nach Washington an Veerenborg telegraphiren, daß ich ihn sofort zu sehen wünsche, er solle unverzüglich herbcikommcn, denn ich muß in dieser Testamentsangelegenheit mit ihm reden." „Es soll Alles geschehen, wie Sie es wünschen, geehrte Freundin, haben Sie noch sonst einen Wunsch auf dem Herzen?" Das, dächte ich, wäre für heute genug, — erfüllen Sie mir alle diese Wünsche, und Sie werden mich sehr verpflichten; und somit Ihre ergebenste Dienerin, werther Freund." Sie war aufgestanden, reichte dem Advokaten ihre Hand und ließ sich von ihm an den Wagen geleiten, worauf sie Abschied von ihm nahm. (Fortsetzung folgt.) Das Testament des Großonkels. Erstes Capitel. (Fortsetzung) „Und wie ist er denn dazu gekommen, testiren zu wollen," fragte Der Ad- vokal, „da doch jedes Vermächtniß seinerseits zu Gunsten eines Dritten eine Bcnachtheiligung Ihrer gewesen wäre." Das waren so seine Launen," erwiederte sie, .„und eben weil ich wußte, daß es Launen waren, ließ ich ihn gewähren. Er sprach gar oft von seinem Testamente, besonders in den letzten Jahren, als er alt geworden und halb erblindet war; ich ging scherzend auf den Gegenstand ein, und bot ihm sogar an, es selvst nieder zu schreiben, wenn er mir dictiren wolle, och habe auch sogar manche seiner Bemerkungen mcdergeschrieben, und einmal selbst em Testament ganz nach seiner Ansicht verfaßt, dem nichts fehlt, als seine Unterschrift. Hier ifl cd ** , Unb bei diesen Worten zog sie eine von ihrer Hand geschriebene Abschrift aus der Tasche und reichte sie dem Advokaten. „Ranzius entfaltete dieselbe und begann zu lesen. Sehr klar und genau," sagte er, „zuerst die Auszahlung des Grund- eigenthums, dann die Kapitalien, und dann Verfügungen zu Gunsten treuer L^tcncr —w Bon denen ich Niemanden entlassen habe," unterbrach ihn Mrs. Gratman, , alle diese Legate will ich verdoppeln und in meinem Instrumente ausgenommen haben. Ich will meine Diener bis an ihr Ende versorgt wissen." Dann ein Legat," fuhr der Advokat fort, „zu Gunsten seines Sohnes — ,"Seines unehelichen Sohnes," unterbrach ihn Madame Gratman, „dem ich übrigens einen sehr anständigen Jahresgehalt auszahlen lasse." „Es hat mich immer gewundert," vesetzte der Advokat, „daß der alte Herr nicht schon zu seinen Lebzeiten die Existenz dieses jungen Mannes begründet haü Er ist darüber hingestorben, werther Freund," erwiederte sie, „und deßhalb mache" ich gut, was er versäumt hat. So werde ich auch seines Sohnes tn meinem Testamente angemessen gedenken." - Sie sind die Wohlthätigkeit selbst, liebe Freundin," antwortete der Advokat," „doch sehe ich noch nicht, was Ihr Onkel für Ihren Aeltesten hat thun Sie nur weiter, lesen Sie weiter," versetzte Madame Gratman, „es kommt am Schluß." , „Richtig, hier ist es," sagte Ranzius lesend: Und ich verordne, daß meinem Großneffen, John William Gratman, die Hälfte der sämmtlichen im Paragraph 2 und 3 aufgeführten Hinterlassenschaft sehe»" unterbrach ihn Madame Gratman, „der alte war schon halb kindisch, als er solche Verfügungen machen wollte. Als ob es nicht dasselbe wäre, ob mein Sohn den vierten Theil meines oder die Halste seines Vermögens erbte I Denn wenn er wirklich ein solches Testament gemacht hatte, können Sie sich doch wohl denken, daß ich meine beiden anderen Kinder für eine solche Ungerechtigkeit entschävigt haben würde. Doch glücklicher Weise ist es beim guten Willen geblieben und Alles ist mir zugefallen." „Und könnte wohl nirgendwo besser aufgehoben sein," antwortete der Ad- Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. CHr- Pietsch) in Gießen.