Preis vierteljährlich 36 kr. mit Brtngerlühn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 51 kr. Gießener Anzeiger. Erscheint wöchentlich dreimal . Dienstags, Donnerstags und Samstags. — Expedition: Eanzleiberg Ltt. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hießen. Ne. 104. Donnerstag den 3. September 1808. Brodpreife: 4 Pfund gemischtes Brod 17 kr. 2 Pfund gemischtes Brod 8^ kr- 4 Pfund Roggenbrod 14i/2 kr. 2 Pfund Roggenbrot 7y4 kr. to ä m m t li cb e Bäcker. AmtLLche Bekttnntmachungen. Das Bundes-Gesetzblatt des Norddeutschen Bundes Nr. 28, ausgegeben den 17. August 1868, enthält: (Nr. 156.) Maaß- und Gewichtsordnung für den Norddeutschen Bund. Vom 17. August 1868. (Nr 157) Bekanntmachung, betr. die Ernennung von Consuln des Norddeutschen Bundes zu Kurrachne, Bombach, Penang, Calcutta, Bassein, Rangoon, Singapore, Point de Galle, Capstadt, St. Helena, St. Johns, (Neu-Braunschweig), Belize (Honduras), Kingston (Jamaika), Port of Spain (Trinidad), Wellington (Neu-Seeland) und bie Ernennung von Vice-Consuln des Skorddeutschen Bundes zu Kairo, Chartum, Port Said und Suez. (Nr. 159.) Desgleichen, betr. die Ertheilung des Exequatur Namens des Norddeutschen Bundes an den Königlich Schwedisch-Norwegischen Consul zu Kiel. (Nr. 160.) Desgleichen, betr. die Ernennung eines Consuls des Norddeutschen Bundes zu Gibraltar. . . (Nr. 161.) Desgleichen, betr. die Ertheilung des Exequatur Namens des Norddeutschen Bundes an den Königlich Belgischen Consul zu Rendsburg. Das Bundes-Gesetzblatt des Norddeutschen Bundes Nr. 29, ausgeaeben am 29. August 1868, enthält: Nr 162) Postvertrag zwischen dem Norddeutschen Bunde, Baiern, Württemberg und Baden einerseits und der Schweiz andererseits. Vom 11. April 1868. Gießen, den 1. September 1868. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. In Verhinderung des Krersratys: Kekul6, Kreisassessor. Besondere Bekanntmachungen. 6183) Nach den Bestimmungen des Octroireglements der Stadt Gießen vom 21. Juli 1843 muß von jeder in die Stadt gebracht werdenden Quantität Mehl, geschältem Hafer, Grütze, Hirse und geschälter Gerste unter 18 Pfund am Eingangsthore eine Abgabe von 2 kr. entrichtet werden. Hiergegen wird aber von den Elnbringern solcher Gegenstände häufig aus Unkenntniß gefehlt und die Abgabe nicht entrichtet. Im Interesse der Stadt sowohl als auch der hiesigen Einwohner finden wir uns daher veranlaßt, auf diese Bestimmungen des Oc- troireglements nochmals aufmerksam zu machen und bemerken, daß des Aufsichtspeisonal angewiesen ist, alle Zuwiderhandlungen, welche Mit dem Iljfachen Betrage der nicht entrichteten Abgabe bestraft werden, zur Anzeige zu bringen. Gießen, den 27. August 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. 41 u f f o r b e r n u q. 6201) Ansprüche jeder Art an den Nachlaß des Georg Strauch dahier sind bei Meldung der Nichtberücksichtigung bei Re- gulirung des Nachlasses binnen 14 Tagen bei Großherzoglichem Stadtgericht specifi- cirt anzumelden. Gießen, den 28. August 1868. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Biuhl, Dr. v. Schmalkalder, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor. Versteigerungen. 6219) Dienstag den 15. September, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhause die Immobilien, zum Nachlaß der Christian Grube Wittwe gehörend, als: Flur Nr. süKlftr- it/,4,3 30 Hofraithe am Hamm, vor dem Neustädter Thor, i7/24,5 235 Grabgarten daselbst, 17/,« 156 Grabgarten daselbst, 17/, 88 Hofraithe daselbst, 17/, 90 Wiese daselbst, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 2. September 1868. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. _________________Ebel.______________ 6218) Donnerstag den 10. September, Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Wohnung des Bauaufsehcrs Straub die zum Nachlaß der Wilh. Loos Wittwe gehörenden Mobilien, bestehend in Weißzeug, Bettung, Hnusgerathe u. s. w-, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 2. September 1868. Großherzogliches Ortsgcricht Gießen. _________________Ebel. _________ 6204) Do.s Gemeinde-Obst wird versteigert werden: am 7- d. Mts. zu Lauspach um 2 Uhr, „ 8. „ „ „ Krofdorf-Gleiberg um 2 Uhr, „ 9. „ „ „ Wismar um 2 „ „ 10. „ „ „ Atzbach „ 8 „ Dorlar „ 2 „ „ 11. „ „ „ Dutenhofen „ 9 „ Garbenheim „ 1 „ „ 12. „ „ „ Kinzenbach „ 1 „ Krofdorf, den 1- September 1868. Der Bürgermeister: Co lnot- 6192) Das leihfällig werdende Hospital- gut soll Dienstag den 8. September 1868, Vormittags 9 Uhr, auf hiesigem Rathhause auf 9 Jahre, von 1869 bis incl. 1877, v erpachtet w erd en, nämlich: G arten: Flur Nr. oKlktr. 2/i13 136 in den Schießgärten, 26/116 442 am obersten Riegelpfad, 26/244 739 am untersten Riegelpfad; A e ck er: 3/23 415 am Wismarerweg, 3/94 527 links dem Krofdorferweg, s/149 254 am Gleiberger Pfad, 4/t 514 über dem Krofdorferweg, Via 604 am Haddersgraben, 5/32g 435 am Wismarerweg, 5/249 458 in der Neustädterau, 5/356 266 daselbst, 5/442 511 an dem Läufertsröderweg, 7/,™ 175 auf der Weide, s/aa 389 auf dem Pfuhl, 8/64 864 daselbst, s/,9 135 auf der großen Weide, 8/CiU.82 271 daselbst, 9/45 440 zwischen den Gärten, s/6g 573 an der großen Weide, 9/9-U-92 1020 daselbst, «/sog 100 am Grasweg, »/3O7u.308 294 auf der Hardt, über den Gärten, 15/447 706 am Rosenkranz, is/gg 571 auf der Hohleiche, 16115U.116 201 daselbst, ,c/i96Ui9s 688 daselbst, i8/6 401 am Mittelweg, 18/39 636 hinter dem Steg, zwischen der Landstraße und den: Mittelweg, is/8 466 im Günswinkel, <9/143 403 beim Weiher, 20/97' 735 in der Au, 22/93 718 hinten im Centbann, 23/85 1912 am Schlangcnzahl, im Wasserfall genannt, wobei ein halbes Viertel Pferch, 23/129 696 vorn am Schlangenzahl, 24/14. 1240 in den Schwarzäckern, 24/89 871 im Centbaun, über dem stumpfen Weg, ri/,29 619 in den Schwarzäckern, 24/160 1798 am Haseuköppel, wobei ein halbes Vierte! Selterswcger Pferch, 21/,™ 679 in den Schwarzäckern, 24474 341 dafelbst, Flur Nr. O.filftr. 24/194 355 ohnweit des stumpfen Graswegs, 21/201 1642 am Kreuzweg, 24/330 .330 über den Barresgräben, 25/91 319 auf dem Selterswartfeld, 25/ioz 419 daselbst, 25.220 5 85 am Leihgesternerweg, 26/232 49 am untersten Riegelpfad, 27/149 397 in der Stephansmark, 28/150 783 am Sandkauterweg, 28/163 2588 am Erdkauterweg, die 7 Betten genannt, wobei ein halbes Viertel Neuenweger Pferch, 29/is 264 auf der weißen Erde, 29/92 1186 daselbst, die 3 Beete genannt, 29/83 902 am Ohlenberg, 29/114 1466 daselbst, 29/1,2 965 am Holzgut, 20/21 708 in den Rödern, 20/90 660 an dem Atzelbuschweg, 84/101 2183 am Grüninger Fußpfad, wobei ein halbes Viertel Neuenweger Pferch, 3,/i47 776 am Erdkauterweg, 92/15 538 am Sandkauterweg, 82/154 932 am Altenfeld, stößt auf den Bruch, 92/19 446 am Sandkauterweg, 33/is 106 im Altenfeld, 33/102 618 daselbst, 40/i0711-1079 684 in der Schwarzlach, 44/210» 198 in der Lichtenau; Wiesen: ’/i52«-i53 577 am Gleibergcrweg, 27/227 301 am Lumpengäßchen, 28/87 243 am Entenpfuhl, 49/17 276 in den Ochsenwiesen, 2,/37U-4s 901 auf der Au, Wiesecker Gemarkung, 22/47 524 daselbst, Wiesecker Gemark., -5/71 384 daselbst, -6/152 2287 daselbst, „ 26/54 210 am Morgemveg, Wiesecker Gemarkung, 27/16 1319 im Stolzcnmorgen, Wiesecker Gemarkung, 4/39 1319 in der Au an der Schieß- Hecke, Alten-Bnsecker Gemarkung. Gießen, am 26. August 1868. Der Rechner: Wittich. Arbeitsversteigerung zu Lollar. 6202) Freitag den 4. September, Vormittags 9 Uhr, sollen auf dem Rathhause dahier die nachstehenden, unterm 19. August bereits versteigerten, aber nicht genehmigten, Bauarbeiten und Lieferungen nochmals ausgeboten und an den Wenigstnehmenden vergeben werden, als: Erdarbeiten am Lahndamm, veranschlagt zu....... 480 ft. Pflasterarbeit das., veranschl. zu 120 „ Steinfahren das., „ „ 176 „ Planirarbeit am Wege nach dem Rußland, veranschlagt zu . . 108 „ Lollar, den 31. August 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Lollar. _______________Geißler.___________ Obstversteigerunq. 6203) Das Gemeinde-Obst zu Ruttershausen, bestehend in einer großen Quantität Aepfeln und Zwetschen, soll Freitag den 4. September, Morgens 9 Uhr anfangend, an Ort und Stelle öffentlich versteigert werden. Ruttershausen, den 1. September 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Ruttershausen. Klinket. Grummetgras- und Obft- Verfteiqerung. 6205) Dienstag den 8. September d. I. werden in den Freiherrlich v. Rabenau'schen Wiesen und Gärten zu Alten-Buseck in Ab- theilungen an Ort und Stelle versteigert: 1) das Grummetgras des Vormittags, um 10 Uhr anfangend, und 2) das Obst, bestehend m Aepfe N' Birnen und Zwetschen, des Mittags um 12 Uhr anfangend. Steigliebhabcr, welche vor der Verstei- m-runa Auskunft wünschen, wollen sich an den Wi-s-nwürter Müller in Alten-Buseck ^Rabenau, am 31. August 1868. Der Rentmeister: W. Engel. Feilgk'botenes. 6220) Süsien Aepfelwetn, den Schoppen zu 3 kr., verkauft Friedr. Führer. 6187) Nachdem die zum Tafelgebrauch besonders geeigneten Weintrauben in Folge der günstigen Witterung vollständig gereift sind, treffen für die diesjährige Saison wieder regelmässige Sendungen Dürkheimer Tafelt rauhen bei uns ein, die wir zur geneigten Abnahme bestens empfehlen. Giessen, Ende August 1868. ___________________Gebrüder Mayer. 2 Wechsel auf lew-York zum Tagescourse sind stets zu haben bei JTIayer Mayer^ in Frankfurt a. M. 6176) Durch größere Einkäufe wurde cs mir möglich: Dorschußmehl, pr. Pfd. zu 7 u- 8 fr., Blüthenmehl, pr. „ „ 8>/r kr- zu verkaufen Markus Engel, _________________in den Neuen - Bauen. 6207) Gute Aepfel zum Kochen werden verkauft bei Konrad Simon, _______________________Mühlgasse.________ 6208) Mein aussortirtes Lager von Schuhen und Stiefeln in allen Größen bringe ich hiermit in empfehlende Erinnerung. K. Grünebaum, _______________________Sounenstraße. | Zwelschen-Kuchen, täglich frisch, bei Fr. Zülch, ___________________auf dem SclterSweg. 6175) Ein wohlerhaltcner Flügel ist aus wanderungshalber wohlfeil abzugeben. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 6184) Gut gebrannte Backsteine verkauft____________________________H. Keck. 6190) Alle Tage frische Trauben auf der Liebigshöhe.___________________ Zur gefälligen Beachtung. 6223) Von heute an sind bei mir alle Sorten Gemüse, Salate re. zu haben. Mein eifrigstes Bestreben wird stets dahin gerichtet sein, durch reelle und billige Bedienung mir das Zutrauen des Publikums zu erwerben. Größere Bestellungen beliebe man voraus zu machen. Karl Ludwig, Asterweg. 6174) Eine neue Uniform ist wohlfeil abzugeben. Bei wem? sagt die Expedition dieses Blattes.________________________________ 6226) Gute Kochäpfel, die Meste 20 kr., und Tafel-Pflaumen, das Hundert 3 kr., verkauft Emil Loos, Flügelsgasse. 6172) Ein noch gut erhaltener Flügel steht wegen Wegzugs zum Verkauf. Wo? sagt die Exped. d. Bltts.____________________ 6222) Vorzüglichen Weinessig, pr. Schoppen zu 3 kr., verkauft __________Karl Ludwig, Asterweg. 6195) Bei Chr. Winter in Frankfurt a. M. ist erschienen und in allen Buchhandlungen für 2 Sgr. zu haben: das Gasbüchlein des Herrn Jahn, beleuchtet von I. Brünner, eine Warnung für Gasronsumentkn. 6209) Meinen 3/4 Morgen haltenden, mit vorzüglichen Obsthäumcn bepflanzten Garten im Altenfeld bin ich Willens unter sehr günstigen Bedingungen aus freier Hand zu verkaufen. Margarethe Schnecko. 6232) Ein auf dem Nahrungsberg gelegener Garten ist zu verkaufen. Zu erfragen bei der Exped. d. Bltts. Ver mieth uugeu. 6228) Eine Stube mit Cabinet für eine einzelne Dame ist zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bltts._____________________ 6210), Ein kleines möblirtes Zimmer ist zu vermiethen und den 15. September beziehbar Neuenweg Lit. B- Nr. 194. 6179) Ein Familienlogis, bestehend aus 5 Zimmern und den nöthigen Bequemlichkeiten , ist zu vermiethen und den 1. October zu beziehen bei Georg Malkomesius, ________________ Marktstraße.________ 6214) Zwei möblirte Zimmer und ein Cabinet, zusammen oder auch getrennt, sind an eine Person zu vermiethen. (Neue Anlage.) Näheres bei der Exped. d. Bltts. 6188) Vor dem Seltersthor ist ein möblirtes Zimmer mit Cabinet zu vermietheu. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 6229) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bltts- 6177) Ein freundliches Mansarden-Zim- mer ist zu vermiethen- Wo ? sagt die Exped. dieses Blattes-______________________________ 6211) Eine Werkstättc ebener Erde, mit oder ohne Wohnung, ist zu vermiethen. Bei wem? sagt die Exped. d- Bltts. 6173) Zwei große möblirte Zimmer, das eine mit Cabinet, sowie ein kleineres, sind zu vermiethen und am 1. September zu beziehen Canzleiberg Lit. B- Nr. 67. 6182) Ein Familienlogis, bestehend aus 3 Zimmern und den nöthigen Bequemlichkeiten, ist zu vermiethen bei C- Schultheis III., Marktstraße. 6171) In Becker's neuem Hause auf der Anlage sind noch Logis mit allen Bequemlichkeiten, Bleichplatz und Waschküche zu vermiethen und den 1. Oetober beziehbar; auf Verlangen kann auch Stallung dazu abgegeben werden._____________ 6180) Ein möblirtes Zimmer mit Cabinet ist zu vermiethen bei Wittwe Strauch, _________________vor dem Seltersthor. 6181) Zwei möblirte Zimmer mit Cabinet sind zu vermiethen bei Hofger- - Advokat Krauskopf. vermischte Anzeigen. 6213) Ein ruhige Familie sucht ein Logis von 3 Zimmern und den nöthigen Räumlichkeiten. Näheres bei der Erped. d. Bltts.____________________________ 6185) Ein Kellner-Lehrling und ein Zimmermädchen werden in einen hiesigen Gasthof gesucht. Zu erfragen bei der Erped. d. Bltts. Miensverftcherungsbank f. D. in Gotha. 6199) Verflcherungsstand . .......... 101,500000 ff. Eflectiver Capitalfonds......... 25,900000 „ Verflcherungen werden vermittelt durch A. Ricker, _____________________________________________________ Buchhändler in Gießen. 622-1) Sonntag den 6. September, als am Kirchweihfest, findet Concert in meiner Gartenwirthfchaft statt, wozu ich ergebenst! einlade. I o h. R inn, in Klein-Linden. Egly, Polizeidiener. rten. 1 447/h-45>/8 9 Pistolen . 9 doppelte 9 9 5 9 Holl. fl. 10 St. Ducaten . . 20 Frankens!. Pr. Cass. Seh. Div. Cass.-A. Pr. Friedrdor. 58i/2-59i/3 47-49 48-50 51-56 36-38 291/2-30 i/g 54-58 48-50 27-28 Kaltwasserheilanstalt NASSAU. 6198) Römische und Kieferbader. Heilgymnastik, Pneumat. Apparate, Molkenkuren. Pension inel. Cur l'/3 bis 2ys Thlr. täglich. — Station bei Ems. — Dr. Runge. Engi. Souver. 11 Russ. Imper. 9 Doll, in Gold 2 6225) Sonntag den 6. und Montag den' 7. September: Kirchweihfest in Klein-Linden, wozu ergebenst einladet Philipp Rinn, Wirth aus der Burg. Prioritäten. 5% östr. F. St. E. B. 256 Ludwigsh.-Bexbach 159 Maxbahn 108’/$ Bayer. Ustbahn 1281/z Hess. Ludwigsbahn — 5% östr. Stsb.-Prior. 533/4 3% östr. s. Lombard. 3O5/b 3% Livorneser 303/s Toscaner 47 Frankf. Hypoth.-Bank — Frankf. V ereins-Kasse — 50/0 Elisabeth-Prior. 74*/g do. II. Emiss. 73*/4 Anlehensloose. Kurh. 40 Thlr. Loose 551/4 Nassau fl. 25 b. Roth. 3612 Gr. Hess. fl. 50 b. R. 1591/2 Gr. Hess. fl. 25 b. R. 40 */< 4% bayr. Präm. Anl. 103 40/0 badische Loose 1003/4 Badische fl. 35 Loose — 1858r Prioritätsloose 1411-/. !860r Loose 733/4 1864r „ — 6191) Ein angehender Commis, der mit allen Comptoir-Arbeiten vertraut und gute Zeugnisse besitzt, sucht Stelle. Franco-Offerten besorgt die Exped. d. Bltts. 6195) Für ein Auswanderer-Gesch äst, welches für Bremen, Hamburg, Liverpool und Antwerpen concessionirt ist, wird in Gießen ein thätiger Agent gesucht. Wenn gewünscht, wird die gesetzliche Caution geliefert. — Offerten unter B. und H. besorgt die Exped. d. Bltts. 6193) Weißbindergesellen und Handlanger finden gegen guten Lohn dauernde Beschäftigung bei ______Wilhelm Nie 0 lay, Weißbinder. 6212) Nr. 150 hat den Teppich gewon- Weelisel. Amsterd. k. S. 100 Augsb. k. 8. 100 Berlin k. 8. 104’/8 Bremen k. 8. 973/4 Cöln k. 8. 1043/4 Hamburg k. 8. 88t/s Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 1193/4 Lyon k. 8. — Paris k. 8. 943/4 Wien k. 8. 1035/g Dis conto 3% G. Geldsorten. Für Auswmidrrrr. 6200) Außer den wöchentlich von Bremen nach Ncw-Nork und Baltimore abfahrenden Bremer und Amerikaner Post-Dampfern expedire ich auch durch Bremer Post-Dampfer am 14. Oeto- ber und 11. November, nach New-Orleans, Southampton und Havanna anlaufend. Die Passage-Preise nach New-Orleans und Havanna sind gleich und betragen für I. Cajüte.....Rhlr. 200. Preuß. Cour., v n. " ..... „ 150. „ „ „ Zwischendeck .... „ 55. Kinder unter 10 Jahren zahlen die Hälfte. C. W. Dietz, Haupt-Agent. Börsennachriditeu. 1. September 1868. Preuss. 41/2% Obi. 95’/8 Frankf. 3V2% Obi. 80’/a Nass. 41/2% Obi. 95r>/8 Kurh. 40/0 Obi. 88 Hess. 4"/g Obi. b. Roths. 89*/2 » 3*A% do. do. 84 Bayer. 5% Obi. 102 » 41/2% 1jährige 96VS » 4*/2% ‘/gjährige 96% Wiirtemb. 4*/?°/0 öbl. 95 Baden 4t/,o/o Obi. 0. E.L. 941/4 Oestr. 5% b. R. — n 50/0 National 53>/z „ 5% Metall. Obi. 49% „ M. steuerf. 52 Amer. 6% 1882r Bds. 75jjc. SN. । M. । M. M. 162 147 4 30 — — - 280] 97s! 70 4135 440 - * 7) 914 6fl 6 8;30 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 i i LI l l — 11s 1 55 — Zi— 1 19 5139 — 1 — — — — | — _i_ — — 2 30 — Nach EM schon ihn i diesei Aber rtwm Man 3hr Eure der Ü als S sehen lich i um j lich i zweis wird einen Ihr alten Kenn polij wicht bcroe> streift selbe Wor ist bi schich ranv und Gare benvk seine in dl entsch T Prin bene) eintn Haux der i i Meck eine beide berle »ereil fizier inner klein! den die , Die Verschwörer von 1799. Roman von de Saint-Felix. (Fortsetzung) — Nicht so ganz, erwiederte Gohier. Es handelt sich um eine wichtige Nachricht, die uns eben zugekommen ist. Bonaparte ist seit vierzehn Tagen von Egypten abgereist — — — Wieder nach Syrien? fragte der unbewegliche Mann. — Bewahre, nein! er kehrt nach Frankreich zurück. Er ist vielleicht setzt schon in einem unserer Hafen gelandet. Herr de Talleyranv blieb ebenso regungslos wie eine Hermannsstatue, die ihn unverwandt mit ihren marmornen Augen anblickte — Nun, Bürger Talleyranv, nahm Gohier wieder das Wort, was ist bei Viesen mißlichen Umstänven Euer Rath ? Welche Rolle bleibt uns zu spielen? Aber beiläufig, Ihr, der Minister der auswärtigen Angelegenheiten, müßt doch etwas hieeüber wissen. Habt Ihr Depeichen erhalten? — Ihr fragt mich nach zwei Dingen auf einmal, versetzte der kaltblütige Mann; nach den Depeschen und nach meinem Rath. Welche Frage wünscht Ihr zuerst beantwortet? — O. wahrhaftig, wie's Euch gefällt! Die Zeit drängt, Bürger Minister! Eure Ansicht ist vermuthlich, daß wir das Direktorium versammeln, den Rath der Alten und die Versammlung Der Fünfhundert benachrichtigen und Bonaparte als VaterlanvSoerräther außer vem Gesetz stehenD erklären. — Uno die Eurige? fragte Herr de Talleyrand. — Lieber Himmel, das ist auch die meinige. Weder Moulins noch ich sehen etwas Besseres, das sich thun ließe. — Nun, wenn dies das Beste ist, sagte Talleyrand, findet Ihr doch schwerlich etwas noch Besseres. — Falls wir es nicht vorziehen sollten, zu schweigen und ruhig zu warten, um je nach den Umständen zu handeln. — So? versetzte Talleyrand. Also dies gefällt Euch noch besser? — Wahrhaftig, ich weiß nicht. — Wie soll ich es dann wissen, Bürger Direktor? fragte Talleyrand, endlich die Prise nehmend, welche er bis jetzt zwischen den Fingern gehalten. — Bürger Talleyrand, brummte Gohier ungeduldig, Ihr seid zum Verzweifeln ! — Sagt ihm, daß er mit Bonaparte conspirire, flüsterte Moulins. Das wird ihn ein wenig aufbringen. — Bürger Minister, fragte Gohier, würdet Ihr vielleicht Bonaparte zu einem Staatsstreiche behülflich sein? — Wenn das der Fall wäre, antwortete Herr de Talleyranv, so werdet Ihr begreifen, daß ich es Euch nicht erzählen würde. — Hol' ihn der Teufel! fluchte Gohier, indem er Moulins ansah. — Der Teufel wird sich hüten, gab vieser zurück; er wäre schön geleimt! — Also, Bürger Minister, nahm Gohier Vas Wort, invem er auf seinen alten Posten trat, also setzten Eure viplomatischen Agenten Euch von nichts in Kenntniß? — Ei nun, erwieverte der Fürst, sie Pflegen sich meist bei Eurer Fremden- polizei zu erkundigen. — Ihr seht aber doch jetzt, daß ich wirklich etwas weiß. Hier ist ein wichtiges Billek. Seht es Euch an! Herr de Talleyranv streckte, ohne den Kopf umzudrehen oder sich sonst zu bewegen, seine Hand über die Schulter und nahm so den kleinen Pergamentstreifen in Empfang. Das Billet vor seine Augen haltend, betrachtete er dasselbe einen Augenblick und reichte es dann über seine Schulter zurück, ohne ein Wort zu reven. — Nun? fragte Gohier. Ihr seht, die Sache verhält sich so. — Sie steht hier geschrieben, meint Ihr, antwortete Talleyranv. Und wie ist dieser anonyme Wisch in Eure Hände gekommen? — Hier im Saal, mittelst der Bombe — — Ich verstehe das nicht, versetzte ver phlegmatische aller Staatsmänner. Gohier näherte sich vem Ohr des Fürsten unv erzählte ihm leise die Geschichte des merkwürdigen Billets. Statt aller Antwort brach Herr de Talley- ranv in ein lautes Gelächter aus. Die beiden Direktoren zogen sich enttäuscht und wüthenv in den Garten unter Vie Linden zurück. M ttlerweile fand Drinnen ein herrlicher Wettkampf zwischen den Liedern GaratS unv den Klängen der Harfe statt. Das berauschte, vor Entzücken bebende Auditorium überließ sich dem begeistertsten Beifallsklatschen. Barras streckte seine Beine lang vor sich hin, verschränkte die Arme über der Brust und schwelgte in den Tönen. Moulins und Gohier traten in diesem Augenblick wieder in den Saal, entschlossen, den Präsidenten aus seiner Ekstase zu wecken. Sic hatten ihre Zeit zu einer wichtigen Mittheilung schlecht gewählt. Gohier näherte sich zuerst und flüsterte Barra« einige Worte zu, welche vieser nicht vernahm. Moulins kam von der anderen Seite und wiederholte die Worte Gohiers. Taub auf dem rechten und taub auf dem linken Ohr, hörte Barras nur die Stimmen der Peris und Aimeen in einer unbekannten Welt. Man zündete Vie Kronleuchter und die Kandelaber im Saale an. Herr ve Talleyrand saß noch immer am Fenster und sah nach den Sternen, oder folgte vielmehr seinen Gedanken inmitten Ver Sterne. — Wißt Ihr, wem sie Beide ähnlich sehen? wandte sich Moulins an Gohier — Nein — wen meint Ihr? — Zwei Banditen, welche sich begeistert , von Entzücken berauscht stellen, um Die Leute sicher zu machen, bevor sie einen tödlichen Streich führen. — Soll ich Euch sagen, was ich denke? Ich denke, wir suchen Die Ansicht von SieyeS und Roger Dueos in Erfahrung zu bringen. — Ihr sucht stets Eure Ansicht in Den Taschen ver Andern, versetzte Moulins. Aber sei es Drum, gehen wir fort und lassen wir Vie ganze Gesellschaft hier bei Circe in Schlaf fallen; sie könnten leicht mit vier Pfoten und mit Köpfen aufwachen, die nur zum Einpökeln gut sind. Nach diesen Worten entfernten sich eiligst Die beiDcn wackeren Direktoren. Sie stiegen in denselben Wagen, um sich nach Dem Palais Luxembourg zu begeben. Allein zuvor befahlen sie einem Polizei - Agenten, welcher sich im Vorzimmer befand, Den Bürger De Foy im Palais National — früher Palais Royal — einzulaDen, sich sofort auf das Sekretariat des Direktoriums zu verfügen, wo man ihn erwartete. Der Bürger de Foy war Der Anfertiger oder vermeintliche Anfertiger Der überzuckerten Bombe; folglich konnte er wahrscheinlich einige Aufklärungen über den Pergamentstreifen geben, welcher sich in Der Erdbeeren- und Eitronenkugel befunDen hatte. Es wäre übrigens einfacher gewesen, hiermit anzusangen. Wir gedenken nicht, Den beiden bestürzten Direktoren nach dem Palais Luxembourg zu folgen. Wir werden ebenso wenig in den glänzenden Saal Coxaly's zurückkehren, wo wir vermuthlich nur vortreffliche Musik, aber nichts Wichtiges über die Nachricht erfahren würden, welche das Billet in der Bombe enthalten hatte. Fügen wir hinzu, daß diese Neuigkeit Der unvermuthetrn Rückkehr Des Generals en Chef Der egypt.schen Armee in diesem Augenblick von Allen geahnt wurde und das Direktorium weit mehr in Schrecken, als in Verwunderung setzte. Als Der ehrenwerthe Bürger De Foy in Begleitung seines ersten lieber» zuckererS sich auf Dem Sekretariat im Palais Luxembourg einfanD, mürbe er wegen des anonymen Billets befragt. Statt aller Antwort beschränkte er sich Darauf, sehr ausführlich und speciell das Reeept zu Der überzuckerten Bombe zu geben. Was den kleinen Pergamentstreifen betraf, so erklärten Der Bürger Eigenthümer des Caio De Foy und sein Begleiter, daß ein solches JngreDienz Den Zuthaien zu einer Erdbeeren- und Citronenbomde so fremd sei, wie eben diese Zuthaten vermuthlich Der Anfertigung Des Pergaments. So wenig Das Direktorium hiervon erbau’ war, glaubte es doch Die Nach» forschungen nicht weiter ausvehnen zu Dürfen. Herr De Foy unD sein Zucker- meister kehrten Darauf nach ihrem Hause zurück. 14. Die Unterrichtsstunde eines Abbe in der Reitkunst. Am folgenden Nachmittage, zwischen Drei unD vier Uhr, sattelte unD zäumte in dem einsamen Gebäude Der Orangerie Des Palastes Klein - Luxembourg ein Dragoner Der Republik ein Reitpferd, das er Durch Die Allee hierher geführt hatte, welche westlich von Der Straße De VaugirarD ihren Anfang nimmt. Er war allein und hatte Die Thür sorgfältig wieDer geschlossen. Alle Bäume unD StauDen ve« Gewächshauses waren in schönster Ordnung im Garten ausgestellt, so Vaß sich das große Gebäuve jetzt völlig leer befand. Der Grund war aufgehackt und mit einer Schicht feinen Sandes bedeckt worden. So stellte jetzt Vie große Orangerie einen vortrefflich bedeckten Reitsaal Dar, gänzlich sicher vor allen inDiscreten Blicken. Der Dragoner hieß Franyois TrancharD und war einer der beiden Kaval» lerijlen, welche Den Hauptmann Reymonv von Egypten bis nach Pari« begleitet hatten. Tranchard und fein Kamerad Pistole waren beiläufig feit Dem Verschwin- den ihres in Den Augen Des Direktoriums so schwer verdächtigen Hauptmanns von Der Polizei häufig ernst inquirirt worden. Sogar Die Direktoren selbst hatten es nicht verschmäht, bei dieser Gelegenheit in Person die beiden wackeren SolDaten nach ihrem Offizier und selbst nach manchen höheren Offizieren der ExpeDittons - Armee zu befragen. (Fortsetzung folgt.) ■MMMtawwi—m ui ii ■im im ii ii Politische Rundschau Darmstadt, 31. Ang. Der älteste Sohn des Prinzen Alexander, welcher ohnlängst bas 14. Lebensjahr zurückgelegt, wird in die englische Marine Eintreten. — Zu Schluß dieser Woche wird hier die Hauptrevue unserer Division stattfinden, welcher auch der Kaiser von Rußland beiwohnen wird. Berlin, 28. Ang. Nach dem Muster der mit Mecklenburg abgeschlossenen Militär-Convention soll eine solche auch mit Sachfen und Braunschweig (Den beiden Staaten, welche, wie Mecklenburg, Die gesonderte Verwaltung ihrer Kontingente behalten haben) vereinbart werden, besonders weil auch dort die Offiziere sehr wenig erbaut sind von der Aussicht, statt innerhalb Der großen norddeutschen Armee, in ihrem kleinen Kontingent zu avanciren. Ob man in Dresden geneigt fein wird, zu Gunsten dieser Stimmung die „Souveränetät" noch mehr in Frage zu stellen, mag noch einigermaßen zweifelhaft erscheinen, während Braunschweig wohl ohne Weiteres zu der betreffenden Konvention bereit sein wird. — Die „Hess. Volks-Ztg." meldet folgende Personal-Veränderungen: Dem Vernehmen nach ist Seminallehrer Gabriel aus Schlüchtern, dessen Rede bei der Geburtsfeier des Königs Anstoß erregte, nach Frankfurt a. d. Over, und Seminallehrer Marschall von Frankfurt a. d. O. nach Schlüchtern versetzt. Der letztere ist jevenfalls einer von Den „Strammen". Hamburg, 31. Aug. Der Prinz Napoleon ist gestern im strengsten Jncognitv auf Der Damps- jacht „Jerome Napoleon" hier angekommen, besuchte Altona unD fuhr Nachmittags nach Lübeck, von wo er beute hierher zurückkehrt, um seine Reise nach Der Weser fortzufetzen. Lübeck, 31. Aug. Der König von Preußen hat die fettens Der Stadt an ihn gerichtete Einla- Dung zum Besuche Derselben angenommen und wird von Schwerin aus, wo Die Truppenvesi.btigungen nach dem 10. September beginnen, Herkommen. Auch Hamburg Dürfte auf dieser Reise Den Besuch des Königs empfangen. , 30. August. Die Kaiserin von Oesterreich wirb in Den erssn Tagen nächster. Woche Garatshausen wieder verlassen und nach Wien zn- rückkehren. Ihre Majestät wird sohin der Vermäh- lungsfeier Der Herzogin Sophie, Die am 14. September stattfindet, nicht beiwobnen. Der König und Die Königin von Sachsen roerDen, von Ischl kommend, morgen Mittags in Passau eintreffen unD per Ostbahn Die Reise über Regensburg nach Dresden forti'etzen. Baden, 31. Aug. Wie verlautet, werden Der König und der Kronprinz von Preußen sich binnen Kurzem hier einfinden, um, wie im Vorjahre, ras GeburtSfcst des Letzteren im Familienkreise zu feiern. Daß aus Anlaß dieser Besuche eine Revue über die gegenwärtig zu Manövcrn zusammengezogenc badische Division abgehalten wird, dürste nicht unwahrscheinlich sein. Paris, 29. Ang. In der „Tribüne" antwortet Pelletan den osficiösen Blättern, welche gegen die innere (Koalition aus Anlaß der Wahl Grevy'S po- lemisirten: „Ihr b.klagt euch über die Coalition der alten Parteien; wer aber hat kiese Coalition geschaffen? eben die, welche heute über sie seufzen; und wißt ihr, wann? an jenem Tage, da sie die Führer der verschi-kenen Parkeimeinungen in Zellen- wagcn einsperrten und in bunter Mischung tn dieselben Festungen warfen. Damals haben eure Herren und Meister die Einen den Ankeren genähert, die Einen mit den Anderen soUkari-ch gemacht und sie in der gemeüischastlichen Schule der Verbannung gelehrt, daß über ihren verschiedenen Ansprüchen und Meinungsstieikigkeiten ein gemeinsames Interesse, ein gemeinsam s Prineip stand, das Prineip der Freiheit und der Uno rietzlichkeit der Behausung. Enthält aber diese rein defensive und als solche berechtigte Coalition den Verzicht auf unser Glaubensbekennt- niß unk ein Opfer unserer Wurde? Verlangen wir von einander und geben wir ein ndcr irgend ein n Theil unserer lleberzeugungen als Geißel? Legen wir, wie Könige auf Besuch, welche als Act der Höflichkeit ihre Uniformen auslauschen, etwa auö Rücksicht für den Nachbar eine entlehnte Gesinnung an? Wir glauben, für unsere Person, auf eine solche Frage nicht erst antworten zu sollen; aber wenn unsere Gegner den geheimen Vertrag dieser sog. Coalition kennen zu lernen wünschen, so können wir ihnen Im Voraus versprechen, ihre Neugier reichlich zu befriedigen." — Der „Constilutionnel" weist heute die Journale zurück, welche seit einiger Zeit ihr Erstaunen darüber kund geben, daß tue Kaiserin den Ministersitzungen beiwohnt. Er erinnert daran, raß durch das Senatscousult vom 17 Juli 1856 die Kaiserin eventuell zur Regentin während dir Min- derjährigkelt ihres Sohnes ernannt ist, wie hieß auch vollständig dem alten französischen Recht entspricht.... „Um uns, um die Sicherheit unserer Zukunft handelt es sich, wenn die Lebensgefährtin des Kaisers durch eine ununterbrochene Lehrzeit sich ausbiltet. Das Land begreift kicß unk fühlt sich verletzt, wenn man irgend ein M -kel hinteriistiger Weise auf eine so einfache, nolhwendig aus der Eonftitu- tion (?) unk der Natur ter Dinge sich ergebende Sache werfen will. Die gerechte Popularität, in der die Kaiserin steht, die theilnedmendcn Gefühle aller Derjenigen, welche in ihr die Mildthätigkeit sehen, die auf dein Throne sitzt, oder vielmehr, die von dem Throne hcrniederst.igt, um überall das Elend zu lindern, die achtungsvolle Bewunderung, die ihr Frankreich so oft bezeugt, alles dieß beweist besser, als unsere Bemerkungen, welches Schicksal jene bösartigen Insinuationen haben, die hinlänglich vcrnr- theilt sind, sowie man weiß, von welcher Partei sie Herkommen unk an wen sie sich richten." Paris, 30 Aug. In dem Generalrath von Toulouse hielt der Kriegsrnin stcr Marschall Niel, indem er von teilt Präsidium Besitz nahm, eine Ansprache, von welcher die vfsiciellcn und osficiösen Blatter auffallender Weise feine Notiz genommen haben, und von der wir nur in einem Toulouser Blatte, dem „Prog ös libeial", eine kurze Analyse finden. Darnach Härte der Marschall int Wesentlichen gesagt, daß „die Armee vom besten Geiste befreit fei, daß unsere Arsenale voll seien, unsere Ausrüstung vor trefflich, unsere finanziellen Hülftquellen fast unerschöpflich, und daß man unter solchen Umständen, wenn man Frankreich mit den andern europäischen Mächten vergleiche, nicht ohne einen gerechten Stolz sagen dürfe, daß Frankreich allein gegenwärtig nach seinem Belieben Krieg oder Frieden machen könne." Die „Epoque,,, der „Siöcle" und das „Journal des Debats" bitten dringend um Aufklärung über di-sc Rede einer so hochgestellten und einflußreichen Persönlichkeit. London, 27J2Irg. Die Rückkehr der Königin wirk am 11. September erwarte!. Am Morgen dieses Tages wird die königliche Jacht „Victoria und Albert" ihre Ankunft in Cherbourg erwarten. Die Königin begibt sich t irect nach Wind or unk wird von dort gegen Den 25. September noch Balmoral abreisen. -— Lord Napier von Magdala ist zum Besuche des Premiers nach Hugbrnden-Manor gereift, wo er vom Mayor und den Stadtverordneten und einer Ehr-ngarre von 50 Personen empfangen und nach dem festlich geschmückten Wohnsitze Disracli's geleitet wurde. Vermischtes. Giessen, 1. Sept. Die Sitzungen des Schwurgerichts vom IV. Quartal 1668 werden Montag den 5. Oktober 1. I., Vormittags 9 Uhr, unter dem Vorsitze des zum Präsidenten ernannten Großherzog lrchen HofgerichtsrakhS Herrn von Lepcl beziehungsweise de» zu dessen Stellvertreter bestimmten Großherzoglichen Hofge- richtSraths Herrn Dr. Müller eröffnet werden, und es sind demzufolge in der heute stattgehabten öffentlichen Sitzung Großherzoglichen Hofgerichts der Provinz Oderheffen die Haupt- und ErgänzungS-Geschwornen in folgender Reihenfolge ausgelooSt worden: I ErgänzungS-Gefchworne: 1) Andreas Weidig III., Bierbrauer, 2) Friedrich Bender, Eigarrenfabrikant, 3) August Maner, Weinhändler, 4) Friedrich Barth, Hofgerichts-Advoeat, 5) Eduard T Horwatt. HofgerichtS- Advoeat, 6) Ottmar Weidig, HofgerichtS-Abvocat, 7) Adolph Zinßer, Weinhändler, 8) Georg Heinrich Ebel, Weinhändler, 9) Siegmund Bock, Fabrikant, IX)) Karl EmmeliuS, Cigarrenfabrikant, 11 > vr. Adolph Mettenheimer, Apotheker, 12) Do- minrkuS Hofmann, Post-Kassier; fämmtlich von Gießen. II. Haupt-Gefchworue. 1) Dr. Hermann Weber, praktischer Arzt in Gießen, 2) Heinrich Jacob Bruckmann, Kaufmann in Bermuthshain, 3) Heinrich Otterbein I., Landwirth in Fraurombach, 4) Friedrich Christian Jochem, Oecvnom in Laubach, 5) Heinrich Frank, Gräflicher Oberförster daselbst, 6) Christoph Hifferich, Müller in Altendorf a. d. Lumda, 7) Heinrich Reitz V., Ziegelwaa- renbändler in Echzell, 8) Georg Puth. Oeconom in Okarben, 9) Adam Wei», Landwirth in Oberwiddersheim, 10) Conrad Sifl. Fabrikant in Lauterbach, 1t) Ernst Zimmer, Müller in Lauter, 12) Jacob Arnold, Wirth in Grüningen, 13) Georg LaupuS I., Müller in Nieder Eschbach, 14) Ludwig Guth, Oeconom in Harheim, 15) Julius Georg Daniel Bapst, Kaufmann in Gießen, 16) Martin Schüßler, Oeconom in Ober- Seibertenrod, 17) Dr. Hermann Baur, Privatdocent in Gießen, 18) Johannes Lang II., Eisenhändler in Stockhausen, Kreis Lauterbach, 19) Heinrich Geiß III., Müller in Nidda, 20) Conrad Nuppel II., Gastwirth daselbst, 21) Wilhelm Braun II., Müller daselbst, 22) Johannes Schäfer I, Oeconom in Altenstadt, 23) Karl Oehl, Müller in Grünberg, 24) Johannes Möbs III, Bürgermeister in Nieder-Mörlen, 25) Dr. Friedrich HeinzerUng, Professor in Gießen, 26) Heinrich Doll V., Landwirth in Ulfa, 27) Thomas Hofmann II., Landwirth in Wetters, ld. 28) Wilhelm Kleberger, Landwirth in Södel, 29) Georg Hartmann, Landwirth in Reinhardshain, 30) Heinrich Decher, Landwirth in Hutzdorf. Giessen, 1. Sept. Dem den hiesigen GaScousumenten von dem Gießener Gaswerk" zugesandten Circular zufolge ist ein Abschlag von 5 fl. 10 Er. per 1000 C.-F. auf 4 fl. 20 Er. erfolgt. Indem wir diese Berücksichtigung der öffentlichen Wünsche mit Anerkennung begrüßen, glauben wir, da dteß eine so viele Einwohner betreffende Geldfrage ist, das Publikum berechtigt, sich Aufklärung darüber auszubitten, ob, da auf dem betreffenden Circular unseres Wissens zum ersten Mal der Ausdruck „Cub.-Fuß englisch" gebrauch! ist, auch seither nach englischem, oder, wie wohl allgemein vorausgesetzt wurde, nach hessischem Fußmaaß der Preis für 1000 Cub. - Fuß angesetzt worden ist, da in den seitherigen Quittungen kurzweg nur von Cub.-Fuß ohne weitere Bezeichnung die Rede war. Giessen, 2. Sept. Wir können dem Publikum die erfreuliche Thatsache mittheilen, daß seit gestern, den 1. Sept., die Arbeiten an dem Bau unserer neuen Oberhessischen Eisenbahnen in der Gemarkung Hausen begonnen haben. Darmstadt, 21. August. Das heute erschienene Regierungsblatt Nr. 47 enthält: I Gesetz, die Aufhebung der Schuldhaft betreffend. Ludwig III. von Gottes Gnaden Großherzog von Hessen und bei Rhein rc. !k. Nachdem das in Betreff der Aufhebung der Schuldhaft im Gesetzblatt de» Norddeutschen Bundes (Nr. 16) verkündigte Bundesgesetz am 31. Mai laufenden Jahres in den zum Norddeutschen Bunde gehörigen Gebietstheilen des Großherzogthumö in Kraft getreten ist/ haben Wir für die nicht dem Norddeutschen Bunde angehörigen Thcile deS GroßherzogthumS mit Zustimmung Unserer getreuen Stände verordnet und verordnen hiermit, wie folgt: Art. 1 Der Personalarrest ist als ErecutivnSmittel in bürgerlichen Rechtssachen insoweit nicht mehr statthaft, als dadurch die Zahlung einer Geldsumme oder die Leistung einer Quantität vertretbarer Sachen oder Werthpapiere erzwungen werden soll. Art. 2. Die gesetzlichen Vorschriften, welche den Personalarrest gestatten, um die Einleitung oder Fortsetzung des Prozeßverfahrens, oder die gefährdete Erecution in das Vermögen des Schuldner« zu sichern (Sicherungsarrest) bleiben unberührt. Art. 3. Die Bestimmung de« Art. 1 findet auch auf die vor Erlassung dieses Gesetzes entstandenen Verbindlichkeiten Anwendung, selbst, wenn auf Personalarrest rechtskräftig erkannt oder mit dessen Vollstreckung begonnen ist. Art. 4. Alle diesem Gesetze entgegenstehenden Vorschriften treten außer Kraft. Art. 5. Da« Gesetz tritt in Kraft an dem Tage, an welchem e» im Regierungsblatt verkündet wird. Urkundlich ;c. II. Gesetz, die Abkürzung der Fristen für Vorladungen und für Ergreifung von Rechtsmitteln in der Provinz Rheinhessen betreffend. III Summarische Ueberficht der Rechnung der Großhcrzog- lichen LandcS-Waisen-Anstalt zu Darmstadt für 1867. IV. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 1. August dem Prarramts-Caudidateu Georg August Emil Luft aus Hering, im Kreise Dieburg, die zweite evangelische Knaben-Schulstelle zu Butzbach, im Kreise Friedberg, zu übertragen; — an demselben Tage den Domänenpfandmeister bei dem Rentamte Grün- berq, Johann Georg Rausch — und den Rentamtsdiener bei demselben Rentamte, Johann Heinrich Gröninger in gleicher Tiensteigenscbaft an das Rentamt Homburg zu versetzen; — am 4 August den GerichtS-Accesfisten Wilhelm Bechtold von Nierstein zum Notar mit dem Amtssitze zu Alzey, — am 8. August den bisherigen Gesandtschafts-Kanzlisten in Pension, Eberhard Ihm, zum Ministerial-Protocollisten bei dem Groß- herzoglichen Ministerium de» Großherzvglichen Hauses und des Aeußern — und am 19. August dem Präsidenten de« Ober- ConsistoriumS, Carl Ernst AugustRinckFreiherrn von Starck, in Aneikennunq feiner fünfzigjährigen treuen und ausgezeichneten Dienstführung, zum wirklichen Geheimenrath mit dem Prädikate „Ercellenz" zu ernennen. V. Charakterertheilung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst gencht: am 1. August dem Lehrer an der zweiten evangelischen Knabenschule zu Butzbach im Kreise Friedberg, Georg August Emil Luft, den Charakter al» Mitprediger zu verleihen. VI. Versetzungen in den Ruhestand: Se. Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 1. August den evangelischen Schullehrer zu Mainz, Johann Philipp Weihrauch, auf sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner langjährigen und treuen Dienste — Unb am 4. August den Lehrer an der technischen Schule zu Darmstadt, Baurach Balthasar Harre« auf se n Nachsuchen, mit Rücksicht auf seine geschwächte Gesundheit, in den Ruhestand zu versetzen. Worms, 29. Slug. Wie wir vernehmen, sind die „G e- benfblätter z ur Erinnerung an die Enthüllung «.- feier des Luther-ü enkmals", mit deren Herausgabe Hr. Dr. Eich vom Vereins-Ausschuffe beaiistragt wurde, schon so weil vorgerückt, daß das Erscheinen derselben Ende September erwartet werden darf. Da dies- Schrift bedeutend umfangreicher wird, al» man anfangs glaubte, so war eine mäßige Preiserhöhung uothweudig. Da« Buch, auf welches bereits an vielen Orlen Subscriplivnelisten in Umlauf gesetzt sind, wird 25—26 Bogen stark und ist der Preis nunmehr auf 25 Sgr. oder 1 fl. 30 fr. festgesetzt. Köln. Dieser Tage find höchst wahrscheinlich zwei jener englischen Schwindler, welche seit einiger Zeit in 2 anquier- und Geschäftshäusern des Continentes' ihr Unwesen trieben, hier unschädlich gemacht worden. Es präsentirlen nämlich kürzlich zwei Engländer im A. Schaffhausen'schen Bankverein einen Check lWechsel), auf 200 L.-Sterling lautend, und entkernten sich nach der Empfangnahme der Summe. Der Dolmetscher des Bankvereins erklärte sofort dem Director, Herrn Wendel- stadt, daß ihm da» Benehmen der Engländer sonderbar vorge- kommen sei, worauf sich das Papier als ein gefälschte» her- ausstellte. Sofort angestellte Recherchen waren von Erfolg; es gelang, der sauberen Herren habhaft zu werden. Marburg, 28. Aug. In dem Archiv des hiesigen Kreisgerichts ist ein sehr interessanter literarischer Fund gemacht worden; nämlich verschiedene seither unbekannte Briefe luther'S und Götz'» von Berlichingen, sowie auch einige Ablaßbriefe von 1517. Bern, 26. Aug. Auch diese» Jahr ist die Schweiz reich an Unglucksfällen unter den Reisenden. Letzten Samstag allein ereigneten sich vier traurige Katastrophen. Bei Cliamnoimir stürzte ein junger Mann, welcher einer der berühmtesten Familien Frankreichs angehört, Graf Cambcicbres, vor den Augen seiner erst vor einem Monate angetrauten jungen Frau in der Nähe der „Grotte de Balme" in einen tiefen Abgrund, in welchem sein Leichnam erst am anderen Tage aufgefunden werden konnte. Und bei Vevey schlug ein Windstoß eine Barke mit einer aus aci>t Personen bestehenden englischen Familie nm. Ohne die Geistesgegenwart und den Muth des einen Sohnes, eines jungen 18jährigen Mannes, wären die Unglücklichen rettungslos verloren gewesen. Als gutem Schwimmer gelang es demselben, sämmtlrche Verunglückte an das Steuerruder der Barke zu bringen, wo sie sich mit den Händen festhielten. Leider dauerte es 25 Minuten, bis ein Reitungsboot herannahte. Dieß war zn viel für die Kräfte der Mutter. Ihre Hände ließen das Steuerruder los, und sie versank mit ihrem jüngsten vierjährigen Kinde, das sie umschlungen hielt, in den Fluthen des See's. Dieser Vorfall hat ganz Vevey in Trauer versetzt. London. Ein eingeborner Arzt in Bombay, Dr. Bhan Daji, welcher die Behandlung des Aussatzes zu seinem Spezialstudium gemacht hatte, hat vor Kurzem in seiner Vaterstadt ein Hospital ausschließlich für Aussätzige errichtet, in welchem sich gegenwärtig etwa siebenzig Kranke befinden. Es heißt, daß derselbe schon viele schnelle und vollständige Kuren erzielt habe, zu denen er, je nach dem Grade der Krankheit, dem Alter de« Patienten rc. nur bis höchstens acht Monate in Anspruch nimmt, während die Kunst europäischer und eingeborener Aerzte sich bekanntlich bisher gegen diese Krankheit als völlig wirkungslos erwiesen hat. Florrnz. Die italienische Kriegsmarine hat Stoff zu einem zweiten Seandalproceß geliefert/ Im Mai d. I. wurde Contre-Admiral AnguiSciola, ein Neapolitaner, und als solcher s. Z. der Erste, der sein Schiff an Garibaldi auSlieferte, mit dem Kriegsdampfer „Cavour" und 480 Mann zur Ablösung des Cvntre-Admirals Ricasoli nach Montevideo geschickt. Ungefähr 200 Seemeilen von dieser Stadt lief der Dampfer auf eine Sandbank, worüber der tapfere Contre-Admiral so in Schrecken gerieft), daß er trotz aller Vorstellungen und Bitten des wackeren Schiffseommandanten Sivvri das sauve qui peut au«tief und mit dem größten Theil der Bemannung auf Booten das Schiff verließ. Sivori, empört über diese Feigheit seine« Obern, erklärte, solange eine Planke seines Schiffe« halte, werde et dasselbe nicht verlassen, und es gelang ihm auch mit einigen Offizieren und circa 40 Wackern der Beman- mung, nach riesigen Anstrengungen das Schiff wieder flott zu machen. Nachdem alle Gefahr vorüber war, kehrte der Admiral mit einem Theil der Mannschaft an Bord zurück, der Rest hatte sich »erlaufe». In Montevideo angekommen, wollte der Contre-Admiral ganz ungenirt das Commando des Geschwaders übernehmen; die Offiziere desselben protestirten jedoch dagegen und er wurde nach Europa zurückgeschickt. Dieser Tage trat nun, vom Marineminister berufen, der AdmiralitäfS- ratl) in Florenz zusammen und beschloß, daß Contre-Admiral AnguiSciola wegen deS Verbrechens der Feigheit vor da« Militärgericht gestellt werden solle. So ist denn auch geschehen, und ein neuer Scaudalprozeß steht bevor, dessen Ergebniß jedenfalls den Beweis liefern wird, daß mit solchen Elemente» in der italienischen Kriegsmarine sich Niemand über den Verlust der Schlacht von Liffa wundern darf, und daß Perfano bloß den Sündenbock für viele allgemeine Sünden abgab. Amerika. Ein kürzlich verstorbener reicher Eigenlhümer in Kentucky hat ein eigenthümlicheS Testament hinterlassen. Dasselbe fetzt ein Legat von 200,000 Dollar» zur Errichtung eine» Pferde-Hospitals aus. Selbst Besitzer einiger Pferde, bestimmt der Erblasser ausdrücklich, daß tiefe bi« zu ihrem Tode in dem zu begründenden Hospitale verpflegt weiden. Da« Etablissement soll ungefähr fünfzig au« altersschwachen und dienstunfähigen Pferden bestehende Pensionäre umfassen. Um sich übrigens die Ausführung feine« letzten Willens zu sichern, hat der Testatat einen besonderen Fond« errichtet, aus dem auf Verlangen seines Besitzers siir'das autrangirfe Pferd dieselbe Summe gezahlt wir», die der Abdecker dafür entrichtet. Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Giehen.