ne- zu m, sm fen he, ale tzeS ine Ire« im« hm lieb um lern den zu icht im- en, vhl an be- mit :abt zu unb in sge- jen. faj Jäter» her, der eien jetzt der fern jten echt :aut ung ob über neb« das ung men zum hrer nde« die und ielt, säl- mge ha- erte safc be- An- ders 848 and) and, iffeä lebte Der obre des und mts- aicht kreuz chall ; die Än- ilant des t de .000 Fr.; mit« letal iene« eury von tald, c. k. len." Ent- t so- Leib Lr adelt beuS -rzte lNut- noch znete nien. r 63 und ffiaf« jalbe das iliche der ichtet Gitßmtr Aujmtr Erscheint wöchentlich dreimal . Dienstags, Donnerstags und Samstags. — Expedition; Canzlcivern Sit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Areis Kichen. Nv. 116 Donnerstag den 1. Octotier 1868. Illi MM«M»[IMinMiri^"5SSiaäaiSBM^^ --- is^r Einladung MM Abonnement, Mit dem 1. October beginnt ein neues ^stähriges Abonnenlent auf den Gietzener Anzeiger. Derselbe erscheint wöchentlich dreimal, Dienstags. Donnerstags und Samstags, und kostet in Gießen vierteljährlich 86 Kreuzer frei nsss Haus geliefert. - Für auswärtige Abonnenten, welche nur bei der Post oder den Landpostboten abonniren können, beträgt der ^jährige Slbonnementsvreis 31 Kreuzer incl Postaufschlags., DW° Die auswärtigen Abonnenten machen wir darauf aufmerksam, daß nur dann vollzählige Nummern des Blattes geliefert werden können, wenn fre fchon jetzt bei der Boft ihr Abonnement erneuern. Den Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, das Blatt auch im IV. Quartal 1868 zusenden und den Abonnementbetrag wie seither durch Quittung er- heben lassen. Die Expedition des Gießener Anzeigers. Amtliche Bekanntmachungen. Betreffend: Mehmarkt in Darmstadt. ' Eießen, sm 29. September 1868. Das Groß herzogliche Kreisamt Gießen SN die Groscherzoglichen Bürgermeistereieil des Kreises. Von der Großherzoglichen Bürgermeisterei zu Darmstadt ist uns eine Anzahl Bekanntmachungen, betr. den dortigen Viehmarkt, mit der Bitte mitgetheilt worden, diese Bekanntmachungen den Bürgermeistereien unseres Kreises zur weiteren Verbreitung zugehen zu lassen. Wir werden .Ihnen Eremplare dieser Bekanntmachung in den ersten Tagen durch die Post zusenden und beauftragen Sie, dieselben theils sofort, theils nach Ablauf von höchstens 8 Tagen an einer geeigneten Stelle öffentlich anheften zu lassen. Dr. G o l d m a n n. Bekanntmachung, die Vorträge des für die Provinz Oberhessen angeftellten Wanderlehrers im Kreise Gießen betr. ersterem'Ortb(Groß^n-Buftck)^ werden^dieselben^"^ ®ie6m im m°nat OctnDer in bm Orten Großen-Bus-ck, Lich, Mainzlar und Lang-Göns halten. In Sonntag den 4. October, Nachmittags 3 Uhr, ~ s Montag den 3. Octobcr, Dienstag den 6. Oktober, Mittwoch den 7. October, jedesmal Nachmittags 4 Uhr, in dem Saale des Gastwtrths Gengnagel stattftnden. Ueber die an den andern Orten abzuhaltenden Vorlesungen wird weitere Beknnnrmachung erfolgen. -^udem der Unterzeichncte dies zur Kenntmß der Landwirthe des Kreises bringt, lädt er zu recht zahlreiclicm Besuch der Vorlesungen ein, damit der durck Anstellung des Wanderlehrers beabstchtlgte Zweck, Verbreitung nützlicher Kenntnisse, erreicht wird, und das von dem Provinzialverein und dem Bczirksverein gebrachte Opfer gute Früchte träm Die Herren Bürgermeister werden dringend gebeten, dieser Bekanntmachung die größte Verbreitung zu geben. H ? PT gme ^rucyie rragr. Gießen, den 26. October 1868. Der Dircctor des landwirthschaftlichen Bezirksvereins für den Kreis Gießen. Dr. Goldman n. Betreffend: Die Erhebung der Domanialgefälle bei Großh. Rentamte Gießen vom Jahre 1868. Gießen, am 28. September 1868. Das Groß herzogliche Rentamt Gießen an s sämmtliche Groscherwgliche Bürgermeillerrien -es Rentamtbestrks Gießen. Sie wollen in Ihren Gemeinden alsbald durch die Schelle bekannt machen lassen, daß die Bezahlung der mit Ende September l. Z. fällig werdenden Steigholz, und Heugrasgelder iunerhalb 14 Tagen zu geschehen hat, widrigenfalls den aesetzlichen Bestimmungen gemäß das Zwangsverfahren eintritt. L y n ck e r. Betreffend: Die Erhebung der Feldstrafen bei Großh. Rentamte Gießen von der IV. Periode 1868. Gießen, am 28. September 1868. Das Groß herzogliche Rentamt Gießen SN sämmtliche Grostherfogliche Bürgermeistereien -es RentamlsbefstKs Gießen. Sie wollen in Ihren Gemeinden alsbald durch die Schelle bekannt machen lassen, daß die Bezahlung der Feldstrafen von der IV. Periode 1868 bis zum 15. Ortober l. I. zu geschehen hat, widrigenfalls den gesstzlichrn Bsteimmnngen gemäß das Zwangsver- fahren eintritt. L y n ck e r. Bekanntmachung. Auf Ersuchen des Vereins zur Unterstützung der Invaliden bringe ich nachstehende Einladung zur Kenntniß der im Kreise Gießen wohnenden Mitglieder des Vereins. Gießen, den 29. September 1868. Dr. Goldman n. CO si I wi m zr C 31 Stimmen, n 81 mit 11 Dr. Go Id mann. n V d u r lade, ein größeres tannenes sttnocrocn weitaus oenmetnen? und zwei Lkenstertritte sind zn verkaufen- anwcisimg nebst weiteren Zeugnissen xr»r . Zu erfragen bei der Exped- d. Bltts- I Reichhaltiges Lager in Bruchbändern. I b ( d 29 27 26 26 22 21 20 18 17 15 14 11 11 11 II II II II 11 1! tl te 1)0 1)0 00 4 ri o st d sammlung gerichtet werden. Darmstadt, den 3. September 1868. C st Z 8i' E VI. Der Vorsitzende theilt sodann mit, daß Herr Hofgerichtsadvocat Diery beantragt habe, die Frage über unsere ländlichen Creditverhält- nisse zur Sprache zu bringen. Es bemerkt hierauf: Herr Hofgerichtsadvocat Diery: An dem vorliegenden üblen Zustand unserer ländlichen Creditverhältnisse trügen hauptsächlich die Ortsgerichte die Schuld, welchen die Exemtion überlassen sei; es vertrage sich überhaupt nicht mit der Stellung der Ortsgerichtsvorsteher, daß dieselben zugleich Pfandmeister seien. Auch gehe man bei der Taxation der Unterpfaudsobjecte von falschen Gesichtspunkten aus. Zur richtigen Schätzung von Gebäuden seien die Ortsgerichte überhaupt nicht befähigt und bei der Taxation sonstiger Grundstücke dürfe nicht der Verkaufswerth, sondern müsse der Reinertrag zu Grunde gelegt werden. 1 Herr Hofgerichtsrath Kraft findet die Klagen über das Exemtionsver- I fahren ^unbegründet; dasselbe sei bei uns rascher und weit weniger kostspielig, als z. B. in Norddeutschland; die Ortsgerichte müßten die Versteigerungen innerhalb 6 Wochen erledigen. . Die Abhaltung der Zwangsversteigerungen sei ! gewiß keine angenehme Aufgabe für die Ortsgerichtsvorsteher, allein sie seien 1 am besten in der Lage, die Verhältnisse der Schuldner zu beurtheilen und etwaige Härten zu mildern. Die Hauptsache sei, daß auf Hypotheken leicht Geld zu bekommen sei, und diesem Zweck genüge unser Hypothekenwesen vollkommen. Was die Taxation von Gebäuden betreffe, so stehe nichts im Wege, daß diese auf Verlangen des Darleihers durch Baugeschworne erfolge, es sei dies aus- drücklich vorgesehen. Nur mißbräuchliche Anwenduug der besteheuden Bestimmungen, nicht aber diese selbst, könnten zu Klagen Veranlassung geben. In ähnlichem Sinne äußert sich Herr Lehrer Schlapp von Rödgen. Nach dem Reinertrag zu taxiren verstehe der Landmann gar nicht, es würde dies also nur zum Nachtheil für den Credit führen. Herr Hofgerichtsadvocat Diery: Er habe nur fragen wollen, ob das Bedürfniß vorhanden sei, Creditkassen zu gründen oder nicht, und verkenne nicht, daß bei kräftiger Handhabung der bestehenden Bestimmungen dies unnöthig sei. Er sei auch weit entfernt, den Ortsgerichten selbst einen Vorwurf machen zu wollen, es sei aber offenbar ein Mißstand, wenn man es loben müsse, daß den Ortsgcrichtsvorstehern bei den Executionen Spielraum zum Nachtheil des Gläubigers gelassen sei; es sei unrecht, den Schuldner auf Kosten des Gläubigers zu schonen. Die Frankfurter Hypothekenbank habe seiner Zeit alle ihre Capitalien in Oberhessen gekündigt, weil die Execution zu mangelhaft gewesen sei. Redner findet es zweckmäßig die außer Gebrauch gekommene ältere Verordnung wieder zur Anwenduug zu bringen, durch welche bestimmt sei, daß wenn auf ein Exe- cutionsgrundstück bei der Versteigerung nicht geboten werde, die Gemeinde, in deren Gemarkung solches liege, gehalten sei, dasselbe in Verwaltung zu nehmen Herr Hofgerichtsrath Kraft: Er habe nicht der Nachlässigkeit das Wort reden, sondern nur hervorheben wollen, wie die Sache ihre zwei Seiten habe. Das Beispiel der Frankfurter Hppothekenbank beweise nichts; solche Gesellschaften suchten immer zunächst ihren eignen Vortheil. Herr Regierungsrath Haberkorn: Er sei seit 31 Jahren Rechner einer Stiftung und habe als solcher jährlich circa 15 — 20 Schuldner einzuklagen; er habe aber noch niemals Veranlassung zu Beschwerden über mangelhafte Execution oder Verluste zu beklagen gehabt. Hiernach schlägt der Vorsitzende vor, die weitere Besprechung dieser, heute nicht genügend vorbereiteten Frage einer späteren Generalversammlung vorzubehalten und schließt wegen vorgerückter Tageszeit die Sitzung. Besondere Bekanntmachungen. Edictalladunq. 7076) Nachdem die Wittwe des hiesigen Bierbrauers Wilhelm Loos kurz nach ihrer Jnsolvenzanzeige gestorben und die Nachlaßaufgabe ergeben, daß höchstwahrscheinlich eine nicht unbedeutende Ueberschul- dung des Nachlasses, beziehungsweise des Vermögens ihrer beiden minderjährigen Kinder, vorliegt, und nachdem man sich überzeugt, daß Muter den vorliegenden Verhältnissen der Abschluß eines Arrangements für sämmt- liche Interessenten nur zweckmäßig sein kann, so werden hiermit alle bekannten und unbekannten-Gläubiger, welche Forderungen an den Nachlaß der Wittwe des Bierbrauers Loos, beziehungsweise an das Vermögen der minderjährigen Kinder derselben bilden wollen, öffentlich aufgefordert, sich im Termin Freitag den 6. November l. I-, Vormittags "9 Uhr, 7046) Eine zweischläfrige tannene Bettlade, ein größeres tannenes Kinderbett Obige Salbe ist sowohl dircct vom Erfinder Gottlieb Sturzenegger in Herisau, Kanton Appenzell (Schweiz) zu beziehen, als auch durch Hrn- G. Bleicher, Großh. Hessischem Hofbandagist in Mainz, u- Hrn. Apoth- J. B. Lindt in Frankfurt a. M., Schnurgasse 58, Preis pr- Topf Fl. 3 — gegen Einsendung des Betrags. Heilung,'ohne Entzündung, m weitaus den meisten Fällen sicher. Gebrauchs- Arbeitsversteigerung zu Grüningen. 7052) Montag den 5. October 1868, Vormittags um 11 Uhr, sollen auf dem Rathhause zu Grüningen nachstehende Bauarbeiten durch öffentliche Versteigerung in Accord gegeben werden, als: 8' l Der Vorstand des Vereins, gez. Hahn. A. Weber. Oberhessische Eisenbahnen. Section Gießen. 7047) Die Herstellung von fünfzig Stück zweirädrigen Schnappkarren soll vergeben werden. Uebernahmslusttge können die Bedingungen auf dem Seetions-Büreau erfahren. Gießen, den 25. September 1868. _ Der Sections-Jugenieur. H. Lippold. Fräulein Julie Taschö von hier bilden wollen, haben solche innerhalb 14 Tagen bei unterzeichnetem Gerichte anzumelden, indem dieselben sonst bei der Vertheilung des Nachlasses keine Berücksichtigung finden. In gleicher Frist haben auch Diejenigen, welche etwa an den Nachlaß der Verstorbenen noch Etwas verschulden, dieses an den Großherzoglichen Reallehrer Dr. Theodor Taschö zu berichtigen, wenn sie sich nicht gerichtlicher Einklagung gewärtigen wollen. Gießen, den 22. September 1868. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Dr. A. v. Grolman, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor- Steinfahren, Setzen und Zerschlagen der Steine, veranschlagt zu 170 fl. Weißbinderarbeit, „ „ 25 „ Gießen, den 27. September 1868. I. U.: Körner, Bezirksbauaufseher. l t X V l t 1 ( I 7063) Unterleibs- Brmebsalbe betr. Aerztliches Zeugniß. Euer Wohlgeboren ersuche ich hiermit er- gebenst, mir für Patienten wiederholt 7 Töpfchen Ihrer höchst vorzüglichen Bruchsalbe zu senden, und zwar von der schwächeren Sorte 2 Töpfe, von der starkem 5 Töpfe. Die bis jetzt von Ihnen erhaltenen Portionen haben den nie geahnten günstigen Erfolg gehabt, und ist mithin durch Sie der leidenden Menschheit ein Mittel geworden, welches nicht nur allen Theorien spottet, sondern auch die bruchkranken Mitmenschen Ihnen mit nicht zu beschreibenden Worten dankend segnend verpflichtet sind. Stmdnih.Siegmdors, Kreis Haynau, Preuß. Schlesien, den 31. Juli 1867. Dr. Kraudt. Das nach Schluß der Sitzung ermittelte Ergebuiß der heutigen Vorstands-, bezw. Ausschußwahl, zu welcher während der Sitzung Stimmzettel ausgegeben worden sind, ist folgendes: Die Zahl der zurückgelieferten Stimmzettel ist 37. Gewählt sind: a. znm ersten Director: Provinzialdirector Dr. Goldmann zu Gießen mit über die Verbandlmmen ber am 25. August 1868 zu Eichen stattgefunbenen Generalversammlung bcs laiib- wirlhschaftlichen Bezirksvereins Gießen. 36 Stimmen. b. zum zweiten Director: Herr Hofgerichtsrath Kraft das. mit 15 Stimmen. c. zu Ausschußmitgliedern die Herren: 1) Lehrer Schlapp zu Rödgen mit..... 2) Bürgermeister Geißler zu Lollar mit ... 3) „ Lang zu Wieseck „ ... 4) n Weigel zu Klein - Linden mit 5) Secretär Gros zu Arnsburg mit..... 6) Dr. Gros zu Colnhausen mit...... 7) Poststallmeister Kempff zu Gießen mit . . • 8) Verwalter Krebs zn Neuhof mit..... 9) Beigeordneter PH. Möhl zu Gießen mit . ■ 10) Freiherr A- v. Rabenau zu Friedelhausen mit 11) Regierungsrath Haberkorn zu Gießen mit . . 12) Bürgermeister Vogt zu Gießen und 1 „ Henrich zu Lang-Göns Bei der zwischen den beiden Letzteren in deren Abwesenheit vorgenommenen Ausloosung entschied das Loos für, Bürgermeister Vogt. Zur Beglaubigung: V e r st e i g er u n g e n. Die Vergebung von Arbeit bei der Stadt Gießen. 7050) Samstag den 3. October 1868, des Vormittags 9 Uhr, soll auf hiesigem Rathhaufe Pflasterarbeit, veranschlagt zu 79 fl. 21>/2 fr., an den Wenigstfordernden vergeben werden. Gießen, den 26. September 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt- Abschrift Die Mitglieder »,8 'Beteilig jur Uut-rstüUuug von JuVaUden und Hint-rblirbr»-» Befallener Hessischer Soldaten Vom Feldzug des Jahres 1866. werden hierdurch zur Theilnahme an der m 9 nu. Samstag den 3. October d. 3-, Nachmittags 3 Uhr, im oberen Saale des hiesigen Rathhauseß stattfindenden ordentlichen General-Versammlung für das Jahr 1868 ergebens! emgeladen. l^De^von'^dem Vorstand über die Vereinsthätigkeit in den Zähren 1866 und 1867, unter Vorlage der gestellten Rechnung über „ emM-r chM 1$. II der —) an die G-n-'-I.B». (Schluß.) und dem Hypothekargläubiger 3 pCt. des darauf haftenden Kapitals jährlich 7044) Salzgurken, vorzüglich eingemachte, pr. Stück 1 fr., empfiehlt L. Fr. Handwerk, Neustadt. 7055) Ligroine-Lampen und Ligroine- Ocl empfiehlt Carl Frech. vor unterzeichnetem Gerichte einzufinden, oder durch einen gehörig Bevollmächtigten vertreten zu lassen, indem in diesem Termine eine gütliche Uebereinfunft ernstlichst versucht, und, im Falle ein Arrangement zu Stande kommt, wobei die Minderheit durch die Majorität, je nach der Größe der Forderungen gebunden ist, von den Aus- bteibenben ober nicht gehörig Vertretenen angenommen werben soll, sie wären ber Majorität beigetreten. Gießen, ben 28. September 1868. Großherzogliches Stabtgericht Gießen. Muhl, Dr. A. v. Grolman, Stabtrichter. Stabtger.-Assessor. Oeffentliche Aufforderung. 7049) Alle Diejenigen, welche noch Forderungen an den Nachlaß ber verstorbenen Feilgebotenes. 7045) Eine moberne Chaise unb ein Oeconomiewagcn finb zn verkaufen. H. M- Jngharbt. 7048) Steinkohlen unb Braunkohlen, in ganzen und geteilten Waggonladungen, sowie in kleineren Partieen in das Haus geliefert, empfiehlt Emil Pi stör. 7072) Schweine zum Einlegen sind zu verkaufen. Bierbrauerei a. d. Hardt- 7078) Ausgezeichnete neue Häringe und Sardellen empfiehlt Gg- Schmehl, am Brand. g Papier- und Mooskränze von 18 fr. an, sowie alle Größen in Bouquets und Blnmenkorbchen, sind wieder vorräthig. Wilhelmine Fuhr. | Wechsel auf ^ew-Tork zum Tagescourse sind stets zu haben bei Mayei* JflutfCi'y in Frankfurt a. M. Vermischte Anzeigen. 7051) Es wird auf gleich oder Weihnachten ein tüchtiger Schweizer gesucht. Lohn 100 fl. und Trinkgeld. Von wem? sagt die Exped. d. Bltts. so- Ueues Werk von Frih Reuter. 7064) Soeben erschien und ist in der Unterzeichneten vorräthig, wie durch die andern hiesigen Buchhandlungen zu beziehen: ' De Meckelnbörgschen Montecchi UN Capuletti, oder: De Reif nah Constantinopel von Fritz Reuter. Sämmtliche Werke: Bd. XIII.; Olle Kamellen: Bd. VII. Preis in elegantem, den frühern Bänden gleichmäßigem Einband: 2 fl. 24 kr. Die früher erschienenen Werke, Bd. I. bis XII., sind ebenfalls vorräthig in der ♦ Ferber'schen Univ.-Buchhandlung (W. Ferber) in Gießen. 7069) Zwei amerikanische Revolver sind billig zu verkaufen. Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts. Derrniethungen. 7071) Im Hessischen Hof ist im Seitenbau ein möblirtes Zimmer für 3 fl. monatlich zu vermiethcn. 7085) Ein kleines möblirtes Zimmer ist zu vermiethcn bei Georg Vogt, ____________________ Kupferschmied. 7042) Zwei ineinandergehende möblirte Zimmer, dritter Stock, neue Anlage, beziehbar 8. October. Zu erfragen bei der Exped. d. Bltts.____________________________ 7053) Ein Logis von 4 Zimmern, 2 Cabineten, Küche, Keller und Holzstall ist zu vermiethcn und am 1. November, auf Verlangen auch früher, zu beziehen bei Ehr. Reiber, am Kreuz. 7066) Im zweiten Stock des H ochst ät- t er'schen Hauses am Brand ist ein möblirtes Zimmer zu vermiethcn. 7174) Ein gut möblirtes Zimmer mit Cabinet und eine kleine Familienwohnung sind zu vcrmiethen bei L. Becker, Asterweg. 7039) Ein Familienlogis, bestehend aus 4 Zimmern rc., ist zu vcrmiethen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 7040) Eine Familienwohnung ist zu ver- miethen bei Heinrich Sauer, Neuenweg 134. 7041) Ein kleines möblirtes Zimmer ist zu vcrmiethen Reichensand Lii. C. Nr. 148. 7968) Ein Zimmer mit Cabinet, mit oder ohne Möbel, ist zu vermietheu und sofort zu beziehen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. -__ 7077) Ein möblirtes Zimmer ist zu ver- miethen bei W- Brück, Flügelsgasse. 7037) Ein möblirtes, freundliches Man- sarden-Zimmer ist zu vcrmiethen. Wo ? sagt die Exped. dieses Blattes. 7038) Ein möblirtes Zimmer mit Cabinet ist vom 1. October an zu vermietheu. (Neue Anlage.) Näheres bei der Exped. d. Bltts. 7036) Ein kleines Parterre-Zimmer ist zu vcrmiethen und sogleich zu beziehen Canz- leiberg Lit. B. Nr. 67. 7054) Zwei Familienlogis sind zu ver- miethen bei Werner Otto, Wallthorstraße. Liederkranr. 7082) Bei dem Samstag den 3. Oc- tobcr L I. im Zinßer'schen Garten stattfindenden Balle ist der Eintritt nur gegen Vorzeigung der Einlaß-Karten gestattet. Der Vorstand. 7073) Donnerstag den 1., Freitag den 2. und Samstag den 3. October bleibt mein Geschäft geschlossen, Moritz Heichelheim. .o:©8 ® Freiburger J | Staats-Prämien-Anleihe. | ® 7065; Der Verkauf der Prämien- & Obligationen ist von allen Regie- ® rungen des In- und Xuslandes gestattet, ft «S Die Slaupt-Gewinne betragen Francs gr » 60,000,50,000,45,000,40,000,35,000,® 132,000,30,000,25,000,20,000,18,000, % ® 16,000, 15,900, 6000, 5000, 4000, P ® 3000, 2000, 1000 u. s. w. | 8 Beginn der Ziehung am L5. Oeto- 8 A her d. J. | Sur ‘3 Turnier ® H kostet ein wirkliches Original- g Staats - ILoös (nicht von den ver- <■'. boten en Promessen), und werden solche ® gegen frnnkirte Einsendung des ft 8 Betrages oder gegen Post- $ ® Vorschuss, selbst nach den ent- ® ® ferntesten (.egenden von mir J A versandt. ® Es werden nur Gewinne ® Hgezogen. ® H Gewinngelder und amtlielie H ® Zielt« ngslisten sende meinen In- g; E teressenten nach Entscheidung prompt® E und verschwiegen. ® Unter meiner überall belieb- ®ten Glücks-Devise: ® I „Gottes Segen bei Cohn !“ ® Durch meiste von besonde- A 8 rem Giüek begünstigten & ® IjOOS® habe meinen Interessenten be- ® ® reits allein in Deutschland 56 die allerhöchsten Haupt- Streifer von 300,000,335,000,® ® 18?,500, 153,500, 150,000, ® Z 130,000 , mehrmals 135,000, | ® mehrmals 100,000 und erst ver ® ® 14 Tagen schon wieder das ® $ w irkliche grosse Itoos von K S13? 000 auf Nr. 2823 aushe-® ® zahlt. J H äSS??' Jede Bestellung auf g ■» meine Original-Staats. ® ® luOSSSe kann man auch ohne ® g Brief, einfach durch dieg ® jetzt üblichen Post-Karten, ® ® machen. ® ® Sams. Colin ® & in Hamburg, © R Bank- und Wechselgeschäft. ®®®@®®S® ® © Ö, 7075) Hiermit mache ich die ergebene Anzeige, daß ich die seither von mir geführte Wirthschaft unterm Heutigen au meinen Sohn Louis Möser abgetreten habe. — Indem ich meinen geehrten Gästen für das mir bisher geschenkte Wohlwollen höflichst danke, bitte ich zugleich, dasselbe auch meinem Sohne fernerhin bewahren zu wollen. Ph. Möser. Bezugnehmend auf obige Anzeige, bemerke ich, daß ich die seither von meinem Vater geführte Wirthschaft von heute an übernommen und solche für meine alleinige Rechnung fortführen werde Mein Bestreben wird stets dahin gerichtet fein, meine werthen Gäste jederzeit reell zu behandeln und pünktlich zu bedienen. Gießen, den 1. October 1868. Louis Möser. | Mtthsihasts - Veränderung '• Von heute an beginnt meine Wirthschaft wieder im Winterlocale große Mühlgasse Nr. 73. — Sonntags ist auch die Wirthschaft im Biersaal geöffnet. Gießen, den 1. October 1868. Chr. Lony. JtfL Für Auswanderer. M 7061) Außer den wöchentlich von Bremen nadj New - Aork und Baltimore absahrenden Bremer und Amerikaner.Post-Danipfern expedire ich auch durch Bremer Post-Dampfer am 14. October und 11." November, nach New-Orleans, Southampton und Havanna anlaufend. Die Passage-Preise nach New-Orleans und Havanna sind gleich und betragen für I. Cajüte.....Rhlr. 200. Preuß. Cour., „ ll' „ „ 150. „ „ „ Zwischendeck .... „ 55. „ „ Kinder unter 10 Jahren zahlen die Hälfte. C. W. Dietz, Haupt-Agent. 7062) D i e Vaterländische Feuer - Versicherung - Attien- Gesellschast;u Elberfeld, gegründet im Jahre 1823, (Garantie-Capital: 3,500,000 fl.), übernimmt Versicherungen gegen Feuersgefahr auf Mobilien, Früchte, Vieh rc. zu billigen und festen Prämien. Die unterzeichneten Agenten ertheilen gern nähere Auskunft und nehmen Versicherungen entgegen. Gießen: F. Hoffmann. Firma: Carl Hoffmann. Steinbach: Nicolaus, Kreisbote. [er für das Gym- An epileptischen Krämpfen vorbereitet werden, (Fallsucht), Kopf-, Brust- und Magenkrampf Leidende werden sicher und dauernd zeit von dem Unterzeichneten cntgegenge: n o mm en.C- Franz. hergestellt. Beweis mehrere Hundert Dank- sagungsschrcibeu aus allen Staaten Europas. Näheres unter genauer Angabe der Adresse durch Frau Ww. I. Plaumann, Ncander-Str. Nr. 18, Berlin. (7059) 7079) Der Unterricht ( Anstalt, in welcher Schüler , nasium und dieRealschule vorbereitet werden, beginnt wieder Donnerstag den 8. October und werden Anmeldungen bis dahin jeder- 7086) Eine Pferdedecke ist gefunden worden, und kann solche gegen die Jnsertions- kosten wieder in Empfang genommen werden. Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts. 7070) Vom 1. October an wohne ich bei Herrn Hofger.-Rath Krug in dem Bott'- schen Hause auf dem Seltersweg. Ludw ig Lauer, _________Hofgerichts - Advocat. 7067) Ein Hausbursche wird gegen guten Lohn gesucht. Das Nähere bei der Exped. d. Bltts.______________________________________ 7083) Schneidergesellen gesucht. G- F- Rupp, Katharinengasse. 7080) Ein Frauenzimmer gesetzten Alters sucht Stelle zur Stütze der Hausfrau oder zur selbstständigen Führung eines Haushalts. Näheres wird nachgewiesen durch die Exped. d. Bltts. 7060) Ein erfahrener Branntweinbrenner findet gegen guten Lohn dauernde Beschäftigung. Bei wem? sagt die Exped. d. Bl. 7057) Für ein Auswanderer - Geschäft, welches für Bremen, Hamburg, Liverpool und Antwerpen conccssionirt ist, wird in Gießen ein thätiger Agent gesucht. Wenn gewünscht, wird die gesetzliche (Kaution geliefert- — Offerten unter B. und H. besorgt die Exped. d. Bltts- 7043) Ein Mitleser zu der in Berlin erscheinenden Zukunft wird gesucht. Näheres Bei der Exped. d. Bltts- 7081) 500 fl. Curatelgelder liegen gegen gerichtliche Sicherheit zum Ausleihen bereit bei P. Herbert- BörseuBachrichteii. 29. September 1868. Preuss. 4%% Obi. 95% Frankf. 3%% Obi. 80% Nass. 4%<% Obi. 94% , Kurh. 4% Obi. 88 ' Hess. 40/o Obi. b. Roths. 90% „ 3%% äo. do. 85% Bayer. 5% Obi. 101% „ 4%°/o 1jährige 96% „ 41/2% Vzjährige 96% Würtemb. 4%% Öbl. 94% Baden 4%% Obi. c. E.L. 94% Oestr. 5% b. R. — „ 5% National 52 „ 5% Metall. Obi. — „ M. steuerf. 50% Amer. 6<>/0 1882r Bds. 76 „ 6% 1885r 74% Actien. Frankf. Bank 124% Oester. Bank 727 „ Creditact. 210 Darmst. Bankaot. 237% Prioritäten. 5% östr. F. St. E. B. 260 Ludwigsh.-Bexbach 158 Maxbahn 106% Bayer. Ostbahn 128 Hess. Ludwigsbahn 133 5% östr. Stsb.-Prior. 52% 3% östr. s. Lombard. — ZO/o Livorneser 29% Toscaner 45% Frankf. Hypoth.-Bank — Frankf. Vereins-Kasse — 50/0 Elisabeth-Prior. 74% do. II. Emiss. 73% Anlehensloose. Kurh. 40 Thlr. Loose 54% Nassau fl. 25 b. Roth. 35 % Gr. Hess. fl. 50 b. R. 158 Gr. Hess. fl. 25 b. R. 40% 4% bayr. Präm. Anl. 101% 4% badische Loose 100% Badische fl. 35 Loose 52% 1858r Prioritätsloose 141% 1860r Loose 71% 1864r „ 94% Wechsel. Amsterd. k. 8. 100% Augsb. k. S. 100 Berlin k. 8. 105 Bremen k. 8. 97% Cöln k. 8. 104% Hamburg k. 8. 87% Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 119% Lyon k. 8. — Paris k. 8. 94% Wien k. 8. 102% Disconto 3% G. Geldsorten. Pr. Gass. Sch. 1 44%-45 % Div. Cass.-A. — Pr. Friedrdor. 9 58%-59% Pistolen . . 9 49— „ doppelte 9 50— Holl. fl. 10 St. <9 54-56 Ducaten . . 5 36-38 20 Frankens!. 9 29%-.30% Engi. Souver. 11 54-58 Russ. Imper. 9 50—- Doll, in Gold 2 27-28 P 0 l Darmstadt, 27. Sept. Von den Ministerien des Innern und des Krieges ist ein Reglement erlassen worden, wonach, conform mit den Einrichtun- gen in Preußen, für den Fall der Mobilmachung die Gestellung des erforderlichen Pferdebedarfs innerhalb fünf Tagen erfolgen kann, nachdem die Mo- bilmachungsordre erlassen. Die Grosih. Kreisämter, beziehungsweise Bürgermeistereien, haben sofort die nöthigen Vorbereitungen und Aufstellungen der Listen sämmtlicher diensttauglichen Pferde vorzunehmen und dem Ministerium hierüber Bericht einzurcichen. i t i f ch e M r; n v f ch Darmstadt, 28. Sept. Prinz Alexander ist mit seinem ältesten Sohne, der in die englische Marine eintritt, nach London abgereist. — Bei der heutigen Ankunft des russischen Kaisers fanden auch dießmal die größten Sicherheitsrnaßregeln statt; der Bahnhof war für das Publikum total abgesperrt. Potsdam, 27. Sept. Der russische Kaiser ist nach 9 Uhr sammt dem Kanzler, Fürst Gortschakoff, hier eingetroffen. Zum Empfange auf dem Bahnhof waren der König, der Kronprinz und die Prinzen Karl, Friedrich Karl, Albrecht und Adalbert in a ü.. russischer Uniform erschienen; ferner die russische Ge- sandtschaft, Feldmarschall v. Wrangel u. s. w. Die Majestäten fuhren in einem, der Kronprinz und der Herzog von Leuchtenbcrg in einem zweiten Wagen nach dem Lustgarten, wo die Leibcompagnie para- dirte. Dann war der Empfang bei den Prinzessinnen im Marmorsaale. Am Bahnhofe und im Lustgarten bewegte sich eine große Menschenmenge. Wien, 28. Sept. Das „Fremdenblatt" mel- det, der Statthalter von Galizien, Graf GoluchowSki, habe bereits die verlangte Demission erhalten. — Das Kriegsministerium fordert für das gemeinsame Budget ein Orvinarium von 78 Millionen. Das Extraordinarium ist auf 6 Millionen herabgesetzt. Wien, 28. Sept. Aus zuverlässiger Quelle verlautet, daß der Feldmarschall-Licutenant Fürst von Turn und Taxis im Auftrage dcS Kaisers zur Begrüßung des Czaaren nach Warschau gehen werde. — Die „N. Fr. Pr." erfährt, daß sämmtliche Ministerien bei den Berathungen dcS Budget für 1869 mit geringem Forderungen als int Vorjahr hervor- gctretcn sind. Paris, 28. Sept. Der „Moniteur" enthält heute die Nachricht, daß Graf Walewski, Mitglied des Geheimen Rathes, ehemaliger Minister des Aeußern, ehemaliger Präsident des gesetzgebenden Körpers, gestern Abend in Strasburg einem Schlaganfall erlegen ist. Graf Walewski kam von Eviaxo in der Schweiz, und der Tod ereilte ihn im „Hotel de Paris" zu Straßburg ganz plötzlich, eben als er Jm Begriffe war, sich zur Table dliote zu begeben. Der Kaiser hat auf die Nachricht von diesem Txaucr- fall sogleich ein eigenhändiges Beileidsschreiben an die Gräfin Walewski gerichtet. Paris, 29. Sept. Der „Moniteur" meldet, daß Granada sein Promniciamento gemacht und die königlichen Truppen sich zurückgezogen hätten. Deß- gleichen hätten sich dieselben in Carthagena bei der Annäherung von drei Fregatten zurückgezogen. Eine Begegnung zwischen Serrano und Novaliches hat noch nicht stattgesunden. Dieses Zusammentreffen dürfte nicht ohne wichtige Folgen bleiben. London, 25. Sept. Wie vor Kurzem über die österreichischen Manöver in Bruck, läßt die „Times" sich jetzt über die preußischen in den Rheinlanden Bericht erstatten. Er findet sie in jeder Beziehung überaus praktiseh und hebt besonders den Ernst hervor, mit dem Offiziere und Mannschaften an die Arbeit gehen und nicht minder das freundliche Zusammenwirken der Artillerie, Infanterie und Cavallerie bei der Ausführung der ihnen gestellten Aufgabe. Die Tüchtigkeit der preußischen Soldaten liegt, abgesehen von dem vortrefflichen Material, nach dem Dafürhalten des Berichterstatters in dem Umstande, daß die preußische Armee zum größten Theile aus jungen Leuten bestehe, denen das Interesse am Dienste und der Eifer für denselben noch nicht abhanden gekommen sei, wie dieses in der Siegel bei den alten Soldaten aller Armeen beobachtet werden könne. Sonst ist aus seinen Beobachtungen noch hervorzuheben, daß die preußische Armee vorerst noch nicht mit dem amerikanischen Systeme der freien Feldverschanzungen und der französischen Mi- trailleuse experimcntire, sondern sich auf ihr bisheriges System beschränke, welches sie seit Einführung der Zündnadel angenommen und im letzten Kriege so wirksam gefunden hat. Sehr lobenswerth findet er außerdem die praktische Schulung der Offiziere im Gebrauche der Generalstabskarten und empfiehlt seinen Landsleuten in diesen und allen andern Beziehungen das preußische Manövrirsystem. London, 26. Sept. In Betreff der Ereignisse in Spanien schließt sich aueh die „Times" in einer Besprechung der verschiedenen Möglichkeiten, welche die nächste Zukunft in ihrem Schooße birgt, den Ideen unserer übrigen Blätter an, und verwirft die Candidatur des Carlistischen Zweiges der Bourbonen, sowie das Projekt einer Republik ohne Weiteres. Gegen die andere Linie führt sie deren ka- tholische Tendenzen als Einwurf an, während der Republik die Grundlage in den Sympathien des Volkes abgesprochen wird. Dagegen ist das leitende Blatt der Wahl des Herzogs von Montpenster nicht abgeneigt, indem Spanien durch dieselbe einmal seinen vor 35 Jahren verfochtenen Grundsätzen nicht zuwiderhandle und dann auch an den tüchtigen geschäftlichen Eigenschaften des Herzogs eine gute Erwerbung mache. Dabei würde allerdings der Nachtheil entstehen, daß in den Kindern der Königin Isabella eine neue Schaar von Prätendenten erwüchse, und es wird daher für den Fall der Abdankung der Königin eine Regentschaft während der Minderjährigkeit des Thronerben empfohlen und hierbei Ser- rano. als einstweilen der beste Candidat in Vorschlag gebracht. Madrid, 26. Sept. Herzog Torre steht mit 10,000 Mann nahe bei Cordova. Novaliches weicht zurück und erwartet Verstärkung. — In Andalusien werden 25,000 Mann Nationalgarde organisirt. — In Bejar haben die Bürger aus K^rchenglockcn Kanonen gegossen. — Die Insurgenten in Anteguera erschossen acht ihrer Genossen, die sich der Haus- Plünderung Zchulvtg gemacht hatten. Madrid, 27. Sept. Bei Der Wiedereinnahme von Santander durch die Regierungstruppen betrug die Zahl der Sotten und Verwundeten 600. — Calonge marschirt mit Verstärkung nach Redaetion, Dn Santona. Falls dasselbe Widerstand leistet, beabsichtigt er, cs in Brand zu stecken. — Die nach Den canarischen Inseln verbannten Generale sind in Ca- Dix. Marschall Serrano leitet Die aufständische Bewegung. — Eine Begegnung mit der Armee von Novaliches wird jeden Augenblick erwartet. — Prim war in CaDix, wurDe aber durch die Generäle Der liberalen Union schlecht empfangen, da er ein Manifest publicirt hatte, das radikaler war, als das der Generäle. — In Rioja und einem Theil von Navarra wurden wenig zahlreiche Banden durch die Gensd'armerie zerstreut. — In Carthagena, Cata- lonicii, Aragon und Valencia herrscht Ruhe. Madrid, 27. Sept. Die Insurgenten von Ferrol haben ein Schiff nach Portugal gesandt, Das Daselbst Gewehre ankaufen soll. — Die provisorische Regierung von Sevilla erklärte Cadix für einen Freihafen. — Die Jnfurgentenschaareii im Innern mehren sich. — Der Hauptmann Ceballos, welcher Dem Corps von Novaliches angehört, ließ einen früheren Präfekten von Der Partei Der liberalen Union ohne Prozeß erschießen. Diese That erregte die lebhafteste Entrüstung. — Die Streitkräfte Der Negierung an Den Ufern des Quadalquivir fahren fort, sich zu concentrircn. — Der Jnsurgentenhauptmann Baldrich landete in Catalonien bei Vinaroz mit Truppen. In Catalonien herrscht eine große Aufregung. — Eine am 10. b. M. in Cadix veröffentlichte, von Serrano, Prim (?), Dulee, Bedoija, Topete und anderen Generalen unterzeichnete Proklamation erklärt feierlich, der zu Madrid bestehenden Regierung Den Gehorsam zu verweigern, unD Die Waffen nicht eher niederzulegen, bis die Nation ihre Souvenenität wieder erlangt und ihren Willen ausgesührt hat. „Wir wollen" — heißt es — „daß eine provisorische Regierung, welche alle Kräfte des Landes repräsentirt, die Ordnung sichere, daß Das allgemeine Stimmrecht Die Basis unserer socialen und politischen Regeneration werde. Eilt Alle zu den Waffen!" Vermischtes. Darmstadt, 22. Sept. Das heute erschienene Regierungsblatt Nr. 52 enthält: I. Verordnung, die Einführung der im Großherzogthum in Bezug auf das Schulwesen bestehenden Bestimmungen in den zufolge des Friedensvertrags mit dem Königreich Preußen vom 3. Sept. 1866 mit dem Großherzogthum vereinigten Gebiets- theiien betreffend. II. Dienst Nachricht. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 8. Sept, den Oberförster der Oberförsterei Roßdorf, Ludwig Erdmann, in gleicher Diensteigcnschaft in die Oberförsterei Lanbach zu versetzen. III. Milit ärdienstnachri ch t e n. IV. Charakterertheilungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 12. Sept, dem Gymnasiallehrer Dr. Ludwig Adolph Hnffel, — dem dem Gymnasiallehrer Heinrich Wagner, — dem Gymnasiallehrer Dr. Ferdinand Victor Lucius zu Darmstadt, — dem Gymnasiallehrer Carl Glaser, — dem Gymnasiallehrer Dr. Johannes Heinrich Hainebach, — dem Gymnasiallehrer Dr. Ferdinand Anton Beck zu Gießen, — dem Gymnasiallehrer Dr. Michael Vogel zu Mainz — und dem Gymnasiallehrer Johann Baptist Seipp zu Worms den Charakter als „Professor" — und an demselben Tage dem Erpe- ditionögehülfen bei der Gütcrerpcdition Darmstadt der Main- Neckar-Eisenbahn, Jacob Wilhelm Gerbeaur, — dem Er- peditionsgehülfen bei der Bahnverwaltung Darmstadt dieser Eisenbahn, Wilhelm Funk — und dem ErpeditionSgehülfen auf der Station Benshein, dieser Eisenbahn, Theodor Gimpel, den Charakter als „Erpeditoren" zu verleihen. Darmstadt, 26. Sept. Das heute erschienene Regierungsblatt Nr. 53 enthält: I Reglement, die Musterung, Abschätzung und Aushebung der bei eintretender Mobilmachung für die Großherzogliche Division erforderlichen Pferde betreffend. II. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern, die Organisation der Kreisämter betr. III. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Mainz, die Umlagen für die Stadt Mainz pro 1868 betr. IV. Ermächtigung zur Annahme fremder Orden. Seine Königliche Hoheit der Großhcrzog haben dem außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister am Königlich Preußischen Hofe, Geheimen Legationsrath Hofmann, das ihm von Seiner Hoheit dem Herzoge von Sach- sewMeiningen verliehene Großkreuz des Herzoglich Sächsischen Ernestinischen Hausordenö, sowie nachbenannten Herrn die beigesetzten Orden Sr. Mas. des Kaisers von Rußland anzunehmen und zu tragen erlaubt: dem Cabinets-Director Menges den St. Annen-Orden 2. Claffe, dem Dr. phil. Hager, Erzieher Ihrer Durchlauchten der Prinzen von Battenberg, den St. Annen-Orden 3. Klaffe, dem Geheimcnrath und Cabinets- Director Zimniermann den St. Stanislaus-Orden 2. Klaffe mit "dem Stern — und dem Geheimen Baurath Licht Hammer den St. Annen-Orden 2. Klasse. V. Diestnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 9. Sept, den von dem Herrn Grafen zu Stolberg-Wernigerode und Gedern auf die evangelische Schulstelle zu Ranstadt präseniirten Schulamts- Aspiranten Nürnberger für diese Stelle zu bestätigen — und am 12. Sept, dem evangel. Schullehrer zu Hopfgarten, Mo mb er, die evangel. Schulstelle zu Münster zu übertragen. V. Versetzung in den Ruhestand. Se. Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 12. Sept, den Schullehrer an der evangel. Schule zu Ober- Hörgen, Repp, unter Anerkennung seiner vieljährigen treu geleisteten Dienste, in den Ruhestand zu versetzen. VI. Concurrenz für: die erste evangel. Schulstelle zu Steinbach mit einem Gehalte von 373 ff. 44 fr., nebst einer ! und Verlag der Brühl'schm Druckerei (Fr. Chr. Pie Vergütung von 24 st. für Heizung des SchullocalS; dem Herrn Grafen zu Erbach-Fürstenau steht das Präsentations- rccht zu dieser Stelle zu; — die katholische Schulstelle zu Ober-Abtsteiuach mit einem Gehalte von 484 st. 34 fr., wovon jedoch vorerst jährlich 184 st. abzugcben sind, nebst einer Vergütung von 30 st. für Heizung des SchullocalS; dem ka- iholischen Pfarrer und dem Gcmeinderathc zu Obec-Abtsteinach steht das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu. VIII- Gestorben: am 25. August der Schullehrer Schmitt zu Gonsenheim. Preußen. Kreisfeldwebel Riegler in Cölleda war iur Kriege 1866 Zahlmeister gewesen; kurz nach dem Kriege verschwand er plötzlich und erklärte brieflich, es fehlten ihm in seiner Kasse über 1000 Thaler, er sei völlig unschuldig an dem Deficit und könne es sich nicht erklären, er kenne aber auch die Schande, die ihn erwarte, und habe sich deßhalb entfernt. Riegler war ein peinlich gewissenhafter, in jeder Beziehung achtenSwerther Mann und Beamter, hinterließ eine Familie in Jammer und deßhalb war das Bedauern groß. In Califor- nien ging es ihm schlecht, er fristete als Kärner sein Leben. Jetzt ist er zurückgekehrt; denn bei der amtlichen Revision hat sich die vollste Richtigkeit der Rechnung herauSgestellt, das Deficit beruhte auf einem Rechnungs-Jrrthum. Die Freude ist groß; als Deserteur muß er der Gnade des Königs empfohlen werden. Schleswig. Eine Inschrift. In Apenrade lautete eine zur Feier des königlichen Besuchs angebrachte Inschrift eines patriotischen Schleswig-Holsteiners: „lieb' immer Treu' und Redlichkeit Bis an Dein kühles Grab Und trete keinen Finger breit Von Schleswig-Holstein ab!" Aus Hexricdcn, 27. Sept., schreibt man der „Fr. Ztg.": Während in Nordeuropa bei hohem Barometerstand das Thermometer Morgens 7 Uhr noch unter dem Gefrierpunkt steht und dort fast täglich Nordlichter zu sehen sind, bringen vom Hafen von Gascogne kommende Lustthäler für den Westen Regen, und bei uns sehr gemischte Witterung, ohne das heitere Wetter auf die Dauer zu unterbrechen. München, 28. Sept. Zu Ehre» der Kaiserin von Rußland haben glänzende Festlichkeiten auf Schloß Berg stattgefunden. Heute Morgen um 9 Uhr verließ die Kaiserin Starnberg, um ihre Reise nach Como fortzusetzen, und passirte den Münchener Bahnhof um 9 Uhr 37 Minuten. Der König von Baiern begleitet die Kaiserin bis Innsbruck. Nach vollendeter Kur beabsichtigt die Kaiserin auf einige Tage nach München zu kommen. — Die Vermählung der Herzogin Sophie in Baiern mit dem Herzog von Alencon wurde heute um 11 Uhr in Possenhofen durch Abt Hanneberg vollzogen. Es wohnten derselben bei: Die gesummte herzogliche Familie, Graf und Gräfin Trani, Erbprinzessin Helene von Taris, Prinz und Prinzessin Adalbert und Prinz Karl von Baiern, Herzog von Nemours mit seinen zwei Töchtern, der Graf von Paris, Prinz von Joinville mit Gemahlin und Tochter, Fürst Hohenlohe, Minister Pfretzschner. Prinz Adalbert und Minister Pfretzschner waren bei dem Trauungsacte als königl. Com- miffäre anwesend. Die Kaiserin -von Rußland und der König von Baiern haben die herzogliche Familie und ihre Gäste gestern in Possenhofen besucht. Bern. Eine drollige Geschichte ist hier Tagesgespräch. Eine Kuh hat nämlich kürzlich Vormittag den Bären im Bärengraben eine Visite abgestattet. Auf dem Viehmarkte in seiner Nähe zum Verkauf ausgestellt, muß dieselbe von irgend etwas unangenehm berührt worden sein, kurz, sie fand es für- gut, die Flucht zu ergreifen und mit einem wahren „HarraS- sprung" in besagten Graben sich dem Gewühle des Marktes zu entziehen. Diese Kühnheit hat dem Bärenpaare offenbar imponirt. Frau Braun zog sich vor dem frechen Eindringling in ihre Hofburg sofort höchst bestürzt in das Innere ihrer Gemächer zurück, nur Herr Braun, der wegen seiner wilden Grausamkeit gegenüber dem armen dänischen Capitän Lork in ganz Europa übel berüchtigte „Mani", wagte einen schwachen Versuch, das Hausrecht zu behaupten, wich aber vor den spitzen Hörnern, mit welchen die heldenmüthige Milchspenderin ihm entgegentrat, bald ebenfalls brummend in das Innere feiner Behausung zurück, deren Thore muthmaßlich auf seinen Befehl jetzt geschlossen wurden. Leider hatte die als Siegerin auf dem Platze bleibende Knh ihrer Lorbeeren sich nicht lange zu freuen. Für schnödes Gold an einen Mstzger verkauft, war ihr Leben wenig Stunden darauf dem Beile verfallen. Frankreich. Welche Gerüchte, um das Volk aufzuregen, in Paris umgefetzt werden, davon gibt uns ein vom „Rhein. Courier" erwähnter Pariser Privatbrief bezeichnende Aufklärung. So soll u. A. der Kaiser bei einem Offiziersbankett im Lager von Chalons das Wohl der Armee in Rheinwein ansgebracht und nach Leerung seines Glases hinzugefügt haben: „Meine Herren, der Wei» ist gut; an Ihnen ist es, das Land, wo er wächst, zu erobern." Amerika. In New-Jersey macht eine Erfindung eigen-- thümlicher Art großes Aufsehen. Ein Deutscher, Vester/hat einen „Sicherheitssarg" erfunden, welcher ermöglicht, daß Personen, welche schcintodt begraben werden, sich selbst ans dem Grabe befreien, oder doch vermöge einer Klingel die Tvd- tengräber herbeirufen können. Der Sicherheitssarg ist dieser- halb mit einem kleinen Proviantmagazin und einem weiten Kamin ausgestattet, durch welch letzteren der Begrabene vermittelst einer Leiter ins Freie gelangen kann. Der Erfinder, von dem Grundsätze ausgehend, daß „Thatsachen beweisen", läßt sich vor den Augen einer zahlreichen Zuschauermasse, welche ein anständiges Eintrittsgeld erlegt, buchstäblich begraben. Die Scene geht in einem Biergarten vor sich, und zu den Klängen eines wehmüthigen Trauermarsches bringt das Publikum dem Seelentröster Garnbrimis reichliche Opfer — wie ginge das auch anders, da Herr Bester über zwei Stunden im Grabe bleibt und der wehmüthige Eindruck der Trauer- musik doch auf irgend eine Weise verwischt werden muß — bis zum großen Ergötzen der anfgeheiterten Menge der Anf- erstandenc an’d Tageslicht kriecht und sich von seinen Bekannten pflichtschnldigst umarmen läßt. Amerika. Folgendes steht wörtlich in der Newyorker Handelszeitung: „Die Gegensätze berühre» sich: John Allen, Wirth eines der gemeinsten Tanzhäuser in Newyork, hat gegen Mitternacht letzten Sonnabend seine Spelunke geschloffen und dieselbe Sonntag Morgen als ein Bethaus eröffnet, in welchem er selber als „Prediger" fungitf. Umgeben von Pfaffen und ohne Zweifel von den „Frommen" gut bezahlt, wird John Allen jetzt feine frühere Kundschaft zu bekehren suchen und bei diesem Geschäfte voraussichtlich eine bessere Rechnung finden, als bei seiner früheren Bordellwirthschast. ch) in (Steffen.