angeblich MTHli. rüstig,» k;tler ^iir: iS Uberhf ben dlnj “•‘Ne,?* tobt. V nt HWr £; UM 77°7°L QUf ter König um *"9 des Bundes. Bibliothek der „Stadtbiblivthkk historisches Wtr »«den °!z °St« Bibliothek ein- md Gesetzsammlung b^ser Vollständigken 6 nur dankend er> -bei die Empfehlung estherin der Bundes, ton Gesetzblätter jc. - kehrcrversaminlunz Wirten, üßiemon iätI, lein Bedenken W"i und dch er rnnoder zur weitern setzt habe. Sonach sten Male in Preu- Züchte. ,> c. TtreSe ""der, b'N dan! bann ?/1? ute, «nt« 11 Bt>t n ganz Sachsen die et rieb gegen eine n abgetreten hat. uer so stark aufge- und zwar in nicht fünf, am 16. vier den. Im Cholera, on 29 Kranken, tammern einen ®t- vorgelegt, wonach ( persönlich zu ge> tretuna, bas Loosen -,r Eintritt in bas Lebensjahr. Dee ilitärcanzleien un endienst ist zuloss'S‘ irt, die Präs-nO- *<*.*£ fit jährl"t‘ 5" W'f *5 ,iin f<«6*£ S*S*i 'S,*"*" a Kraft- Anzeige- ®latt für die Prvvinziallranptstadt Gießen. (flintsöfatt (les .«reifes fließen.) 1867 Mittwoch den 27. Februar M 17 TB .«..»ich ,»■ - ... «,M(. - W. Mäßigen Postau-schlngs 1 fl. 42 fr. - Auswärts abonn.rt man sich b« allen sposiamMn^- .m G.etzen ------------------------------- Abonnement« auf diese« Blatt werden noch for,wahrend, nnttr Nachlieferung der bi« jetzt erschiene»-» Nummern, zu folgenden Bedingungen angenommen: 1) für die Stadt Gieren: (Bestellungen bei der Erpeditiorr dieses Blattes abzugeben) sür's ganze Jahr (frei.in's Haus geliefert) 1 fl. ^2 kr., „ halbe „ „ „ n .. — " " 2) für Auswärts im flanjen Bereich- des"GroKherzogthumS Reffen: (Bestellungen nehmen jede Posterpedition, sowie die Landpostboten entgegen) für's ganze Jahr 1 fl. £2 kr., einschließlich der Lieferung ms Haus. Amtlicher T h e i l. Nr K G. 1033. liessen, am 23. Februar 1867. " Del re st end : Das Lanvgestüt, hier den Abgang der Landgestütsbeschäler auf die Landgestütsstationen. Das GrostIicriagliche Kreisamt Giesten 7 an die Grostherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir beauftragen Sie, in Ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen, daß die Landgestütsbeschaler für dre Station Giunberg am 21. d. Mts. dahin abgegangen sind. Bn>fnberunfl M Kreisraths - Pietsch, Regierungs - Rath. -------------------------------------- ' ~ — Gießen, am 25. Februar 1867. Betreffend: Die Musterung der Militärpflichtigen des Jahres 1867. Das die Grvßheriogiichen Bürgermeistereien Allendors I d. Ld°., Annn°d, Dnubringen, G-rb-nteich, Gießen Großm-Linde», Klein-Linden, Rieder-Bessingen, Oppennod, ReeSlirchen und Treis a. d. Lda. Wir „innen Si- an Erledigung d„ B-rsugung -°m 11. d. ch»<» s Tugen. (S,,h- An,„--b,-,i ». -°» ■) In Verhinderung des Kreisraths. Pietsch, Regierungs-Rath. Gießen, am 26. Februar 1867. Betreffend: Die Erhebung der Forststrafen vom I. Quartal 1867. Däb G r o st II e r r o g l i ch e Rentamt Giesten * an hie Grokstenoalichen Bürgermeistereien des Rentamtsbesirks. Sßir ersuchen Sie hiermit, in Ihren Gemeinden durch die Schelle bekannt machen zu lassen, daß die obigen Gelder noch bi« „”15 *! ® rttf Di--»--- und S-m,Mahnung b..ahU ,°nu-n. 8 L y n a e r. Gerichtliche und Privat Bekanntmachungen. Ediclatladung. 688) Großherzogliches Hofgericht der Provinz Oberheffen hat über das Vermögen des Friedrich Furkel zu Gießen den förmlichen Concursprozeß erkannt. Es werden demgemäß alle Diejenigen, welche Ansprüche an Friedrich Furkel ober dessen Vermögen zu bilden haben, aufgefordert, diese im Termin Montag den 1. April d. I., Vormittags 9 Uhr, dahier bei Meidung des stillschweigenden Ausschlusses von der Masse geltend zu machen unb etwaige Vorzugsrechte bei Meidung Verzichts auf dieselben anzumelden. Gleichzeitig soll in diesem Termin die Güte versucht, ein Massecurator und Gläubigerausschuß erwählt und deren Befugnisse fest- gestellt werden. Die nicht persönlich erschei- nenden und die nicht durch gehörig Bevollmächtigte vertretenen Gläubiger werden den Beschlüssen der Mehrheit der erscheinenden Gläubiger beitretend angesehen. Gießen, den 21. Februar 1867. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Dr. v. Schmalkaldcr, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor. besondere Manntmadjungen. Die Bestellung eines Ersatzmannes bei der Nachtwache. 666) Für vorbemerkte Stelle werden wir Anmeldungen bis zum 6. März l. I. entgegennehmen. Gießen, den 22. Februar 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. 687) Die Spar- unb Lcihkasse zu Lich ist jederzeit bereit zum Ankauf von Guts- kaufschillingen, zu Darlehen auf Obligationen und zur Uebernahme von Obligationen durch Cession. Es wirb dies mit dem An- fügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß unmittelbare Anbietungen die angenehmsten sind. Lich, im Februar 1867. Die Verwaltung. Versteigerungen. Versteigerung von Obstbäumchen bei der Stadt Gießen. 704) Samstag den 2. März d. I., Vormittags 11 Uhr, sollen auf dem Marktplatze vor dem Rath- Hause 400 Stück veredelte Obstbäumchen, bestehend in Aepfel-, Birn-, Kirschen-, Mi- rabellen- und Zwetschen- Bäumchen, öffent- lich versteigert werden. Gießen, den 25. Februar 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ______________Vogt. Holzversteigerung im Gießener Stadt- Walde. 705) Montag den 4. März b. I., von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Gießener Stadtwalde, Distrikt Oberhag, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: 61/, Stecken Eichen-Scheirholz, 447« ,, „ Prügelbolz, 567, » „ Stockholz, 1422 Wellen „ Reisholz, 2 Stecken Nadel-Scheibholz, 374 „ „ Prügelholz, 7'4 „ „ Stockholz, 325 Wellen „ Reisholz, 400 „ Wachholder- „ 389 Eichen-Stämme mit 6017 Cubikfuß, 22 Nadel- „ „ 1451 117 Eichen-Stangen „ 447 „ Die Zusammenkunft ist auf dem Schiffen- berger Weg am Forstgarten, unterhalb Schiffenberg. Gegen Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. September d. I. gestattet. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in den dortigen Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, den 25. Februar 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. H o l z v e r st e i g e r u n g e n. 1) Dienstag den 5. März 1867, Vormittags 9 Uhr, sollen in der Oberförsterei Rabenau, Distrikten Kahleberg, Holzapfeltrusch und Steinberg: 33 Cubikfuß Eichen-Stammholz, 162 „ Birken- „ 4939 Nadel- an den Meistbietenden öffentlich versteigert werden. Der Zusammenkunftsort ist der Distrikt Kahleberg. 2) Mittwoch den 6. März l. I., Vormittags 10 Uhr, kommen in dem Distrikt Eibschenhain: 2 Stecken Kiefern-Scheidholz, 63 „ „ Prügelholz, 14 „ „ Stockholz, 2825 Wellen Buchen-Reisholz, 1535 „ Kiefern- „ 375 „ Sahlen- „ 166 Cubikfuß Nadel«Stammholz, 1775 „ „ Stangenholz (zu Gerüststangen tauglich), zur öffentlichen Versteigerung. Die Zusammenkunft ist am Hainer Hof halb 10 Uhr Morgens. 3) Donnerstag den 7. März, Vormittags 9 Uhr, werden im Distrikt Eichwald: 334 Stecken Buchen-Scheidholz, 83 „ „ Prügelholz, 95 „ „ Stockholz, 7600 Wellen „ Reisholz, 1041 Cubikfuß Eichen- u. Buchen-Stammh., öffentlich meistbietend versteigert. Die Zusammenkunft ist im Eichwalb, am Wiesengrund. Kesselbach, am 21. Februar 1867. Der Oberförster: (682) Hopp 6. Lohrinden-Verkauf. 616) Freitag den 1. März cr„ Morgens 11 Uhr, soll die Eichenlohrinbe in dem Schlage Rückspiel bei Kernbach von 40 Morgen, 20 bis 25jährigem Bestand: a) ca. 15 Klafter Heisterlohe, b) 60 bis 70 Schock Glanzlohe, öffentlich meistbietend verkauft werden. Der Walb liegt 2 Stunden von Mar- bürg entfernt, an der Straße von Marburg nach Biedenkopf. Kernbach, den 18. Februar 1867. Slammholz - Versteigerung in den Domanialwaldungen der Oberförsterei Maulbach. 683) Donnerstag den 7., Freitag den 8. und Samstag den 9. März sollen in den Distrikten Unterstraßwalb, Sckutz- bezirks Dannenrod, Lichterwald, Schutzbezirks Maulbach, und Eisenkauten, Schutzbezirks Ehringshausen, versteigert werden: 75 Eichen-Stämme, zu Bauholz und Bahnschwellen geeignet, 280 Kiefern- und Buchen - Stämme, zu Bauholz, theilweise auch zu Schnittholz brauchbar. Die Zusammenkunft am Donnerstag ist im Distrikte Unterstraßwalb bei Dannenrod, am Freitag im Distrikte Lichterwald bei Appenrod und am Samstag im Distrikte Eisenkauten bet der Abspann, jedesmal Vormittags 9 Uhr. Das Eichen-Stammholz kommt mit noch 120 Kiefern-Stämmen am Donnerstage zur Versteigerung, während Freitags die Buchen- Stämme, in Verbindung mit einer Anzahl Kiefern - Stämmen, zum Ausgebot gebracht werden. Samstags kommen nur Kiefern-Stämme zum Verstrich. Unter den Buchen-Stämmen befinden sich vorzügliche Streckhölzer. Die Abfuhr aus allen Distrikten ist leicht. Das Buchen- und größtetnheilö auch da« Kiefern-Stammholz lagert an gut chaussi» ten Vicinalwegen.' Die unterzeichnete Oberförsterei ist auf ganz srankirte briefliche Anfragen zu jeder weiteren Auskunft gerne bereit. Maulbach, am 19. Februar 1867. Großherzogliche Oberförsterei Maulbach. Koch. Holzversteigerung im Anneröder Gemeindewalde. 597) Donnerstag den 28. Februar und Freitag den 1. März 1867 soll im Anne- röter Gcmeindewalde, Distrikten Altenfeld, Köpfe!, Haarkopf und Altenberg, nachver- leichnetcs Gehölz öffentlich versteigert werden. Donnerstag den 2 8. Februarl867: 267 Eichen - Stämme 105 Nadel- „ 37 Eichen-Stangen 29 Nabel- „ 115 Eichen - Stämme 3 Nadel- „ 100 „ Stangen mit 3085 Cbkf. „ 2080 „ h 150 „ „ 57 „ „ 2915 „ 31 „ „ 203 , Freitag den 1. März 1867: 3 Stecken Buchen-Scheidholz, 7, „ „ Prügelholz, 2 „ „ Stockholz, 75 Wellen „ Reisholz, 157, Stcckerz Eichen - Prügelholz, 14% „ » Stockholz, 750 Wellen „ Reisholz, 46 Stecken Nadel-Prügelholz, 33 „ „ Stockholz, 3859 Wellen „ Reisholz. Die Zusammenkunft ist am ersten Tage des Morgens um 9 Uhr im Altenfeld und am zweiten Tage des Morgens um 9 Uhr am Müllcrweg. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. Juli 1867 gestattet. Annerod, am 17. Februar 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Annerod. Seipp. Holzversteigerung in der Fürstlichen Oberförsterei Lich. 689) Donnerstag den 7. unv Freitag den 8. März, jedesmal Morgens präcis 9 Uhr, soll im Distrikt „Höler" am Garbenteicher Weg folgendes Brennholz versteigert werden: 93 Stecken Buchen-, Eichen- u. Tannen- Scheivholz, 403 Stecken Buchen-, Eichen- u. Tannen- Prügelholz, 586 Stecken Buchen-, Eichen- u. Tannen- Stockbolz, 33600 Wellen Buchen-, Eichen- u. Tannen- Reisholz. Lich, am 26. Februar 1867. Fürstliche Oberförstern Lich. Eigenbrodt._______ Holzversteigerung. 690) Mittwoch den 6. und Donnerstag den 7. März l. I., jedesmal Morgens 8 Uhr anfangend, soll im hiesigen Gemcindewalde, District Hard, nachvcrzeichnetes Holz versteigert werden: 1) Mittwoch den 6. März: 216 Eichen-Bau- und Werkholz-Stämme von 6 bis 38 Zoll Durchmesser und und 20 bis 60 Fuß Länge, 38 Eichcn-Stangen von 20 bis 35 Fuß Länge; 2) Donnerstag den 7. März: 144 Stecken Buchen-Schcidholz, 117 „ „ Prügelholz, 26 „ Eichen- 88 „ Buchen-Stockholz, 22 „ Eichen- „ 268 „ Buchen-Reisholz, 58 „ Eichen- „ Die Zusammenkunft ist jedesmal bei der Horstenburg und wird bemerkt, daß das Holz ganz nahe an der Chaussee von Lich nach Grünberg liegt. Ober-Bessingen, den 21. Februar 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Bessingen. ____________ Serth._________ Holzversteigerung. 686) Montag den 4. März, Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen in dem Allertshäuser Gemeinbewalde, Distrikten Langenbruch, Köpfel und Buchkopf, nachverzcichnete Holzsortimente, als: 107 Eichen-Stämme von 6 bis 20 Zoll mittlerem Durchmesser und 10 bis 45 Fuß Länge, 47 Birken-Stämme von 5'/, bis 13 Zoll mittlerem Durchmesser und 15 bis 45 Fuß Länge, 1 Aspen-Stamm von 10 Zoll mittlerem Durchmesser und 18 Fuß Länge, 21 Nadcl-Stämme von 5'/, bis 8 Zoll milterem Durchmesser und 15 bis 45 Fuß Länge, 13 Nadel-Stangen von 2 bis 3 Zoll mittlerem Durchmesser und 20 bis 22 Fuß Länge, versteigert werden. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird bis zum 1. September l. I. Kredit gegeben. Die Zusammenkunft ist vor dem District Buchkopf, am Wege von Gießen nach Oden- hauftn. Allertshausen, den 23. Februar 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Allertshausen. Römer. "Holzversteigerung. 684) Im Lichcr Stadtwalde, District Großehäuserberg, kommen den 4. und 5. März d. I. nachverzeichncte Holzsortimente zur Versteigerung: 1) Montag den 4. März: 76 Eichen-Bau- und Werkholz-Stämme von 6 bis 29 Zoll Durchmesser und und 10 bis 40 Fuß Länge, 36 Fichten Stämme von 6 bis 12 Zoll Durchmesser und bis zu 70 Fuß Länge, 3 Kirschen-Stämme von 11 bis 14 Zoll Durchmesser und bis zu 45 Fuß Länge, 11 Hainbuchen-Werkholz-Stämme, 500 Eichen-, Buchen- und Fichten-Stan- gen, darunter 200 Langwiden; 2) Dienstag den 5. März: 220 Stecken Buchen- und Eichen-Scheid- und Prügelholz, 100 Stecken desgl. Stockholz, 9200 desgl. Wellen. Der jedesmalige Anfang ist Morgens 9 Uhr am Häuser-Gericht. Lich, den 21. Februar 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. Helm. Stammholz - Versteigerung in den Waldungen der Gemeinde Rüddings- hausen. 685) Montag den 4. März l. I. werden in den Distrikten Bergereichen und Schneid: 190 Kiefern- und Fichten-Stämme von 6 bis 13 Zoll mittlerem Durchmesser und bis zu 55 Fuß Länge, 40 Fichten-Stangen von 3'/, bis 5 Zoll Durchmesser und bis zu 60 Fuß Länge (zu Rüststangcn und Leiterbäumen geeignet), meistbietend versteigert werden. Der Anfang und di« Zusammenkunft ist im District Bergercichen, am Wege von Rüddingshausen nach Deckenbach, Morgens 8 Uhr. Rüddingshausen, am 23. Februar 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Rüddingshausen. Loth Holzversteigerung. 703) Montag den 4. März l. I., von Vormittags 9 Uhr an, sollen in dem Reiskircher Gemeindewalde, District Buchwalv, nachverzeichncte Holzsortimente versteigert werden, als: 42 Stecken Buchen-Schndholz, 4 „ Eichen- „ 44'/, „ Buchen Prügelholz, 12 „ Eichen- „ 2 „ Kiefern- „ 21 „ Buchen-Stockholz, 11 „ Eichen- „ 2275 Wellen Buchen-Reisholz, 575 ,, Eichen- 200 „ Kiefern- „ 44 Eichen Baustämme von 6 bis 20 Zoll mittlerem Durchmesser und 10 bis 38 Fuß Länge, 1218 Cubikfuß ent- haltend, 2 Nadel-Baustämme von 9 bis 14 Zoll mittlerem Durchmesser und 13 bis 28 Fuß Länge, 51 Cubikfuß cnt- baltend, 4 Buchen-Werkholzstämme von 9 bis 18 Zoll mittlerem Durchmesser und 5 bis 22 Fuß Länge, 106 Cubikfuß enthaltend, 16 Eichen-Stangen von 3'/, bis 5 Zoll Durchmesser, 41 Cubikfuß enthaltend, 148 Buchcn-Stangen, 67 Cubikfuß enthaltend, 9 Nadel - Stangen, 17 Cubikfuß enthaltend. Die Zusammenkunft ist im Heegkopf. Reiskirchen, am 25. Februar 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Reiskirchen. Jünger. Holzversteigerung in der Königlichen Oberförsterei Krofdorf. 699) Freitag den 8. März, um 9 Uhr Vormittags, werden zu Krofdorf in der Krone aus dem Königlichen Forstschutzbezirk Wismar, Di- strikten 75a und b, nachstehend bezeichnete Hölzer öffentlich meistbietend versteigert, wozu Kauflustige eingcladcn werden. I. Distrikt 7 5a, Lindenschied: 3 Eichen - Stämme, I. Klasse, mit 310 Cubikfuß (anbrüchig), '/, Klafter Eichen-Nutzholz, 4 „ „ Kloben, 24 „ „ Anbruch, 22'/, „ Buchen-Kloben, 6'/, „ „ Anbruch, 5 „ „ Knüppel, II. Klasse, 13'4 „ Eichen-Stockholz, 15’4 „ Buchen- „ 13 „ Eichen - Reiser, II. Klasse, 42 „ Buchen- „ „ „ II. Distrikt 75b, Lindenschied: 5 Buchen-Stämme mit 15 Cubikfuß, 2Klafter Buchen Nutzholz, 199 „ „ Kloben, 25 „ „ Anbruch, 10'/, « " Astholz, II. Klasse,. 79 „ „ Stockholz, 259 „ „ Reiser, II. Klasse. Krofdorf, den 23. Februar 1867. Der Königliche Oberförster: gez. v. Meibom. Eichenholz-Versteigerung. 539) Donnerstag den 28. Februar d. I., Vormittags 9 Uhr, sollen im District Jlsdorfer Wald, begin- nend am Klein-Eicher Feld: 157 Stück Eichen-Bau- und Werkholz. Stämme von 30 bis 60 Fuß Länge unv 10 bis 18 Zoll Durchmesser, im Ganzen 11647 Cubikfuß, unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich meistbietend ver- steigert werden. Das Holz liegt sehr bequem zur Abfuhr, '4 Stunde von Flensungen, dem Knotenpunkte der von Alsfeld nach Grünberg und Laubach führenden Staatsstraßen. Laubach, am 11. Februar 1867. Gräfliche For stverwaltung. feiCgcGotcnes- s WeWickereien, als: Rock- und Hosen-Einsätze, Moll-Ein- sähe, Leinen- und Jaconnet-Streifen, Blousen in neuer Sendung und schöner Auswahl, Kragen, Manschetten rc., sowie eine neue Sendung echter Valencienner Spitzen und Cinsätze, em- pfichlt I- CH. Retter. 643) Eine große Quantität Kartoffeln und schönes Erbsenstroh ist zu verkaufen Schulgasse Lit. B. Nr. 18. 450) Als ein sehr wichtiges Hausmittel bewährt sich Vas von dem Erfinder des in aflen Orten rühmlichst bekannten Liqueur „Daubil)" (N. F. Daubltz in Berlin, Eharldttenstr. 19) bereitete R. Danbitz'sche Brust Gel^o (ii Flasche 36 fr.). Dasselbe ist, roie wir von allen Seiten Horen, rin vorzügliches Hausmittel bei Vmißeii-, Maaen-, Stick-, Keuch-Husten, starker Verschleimn >q, katarrhalischen Asfectionen ic., ebenso sehr probcwiir- dia bei Personen, von denen man befürchtet, dost sie znr Schwiudsuchl geneigt seien. — Die vielen Tausende von Personen, die durch den Genuß des 1*1= qnenr „Daubiß" Hilfe und Erleichterung gefunden haben, übernehmen gewiß gern die Bürgschaft dafür, daß man dem R. F. Danbih'schen Brust-Gelee dasselbe Bertraueu schenken dürfe, welches dem i'iqncnr „Daubitz" so reichlich zu Theil geworden ist. D. S. I.MIHill III —W 9L ft. Daubitz'scht'6 Brust-Wel^c, allein nur sabricirl von dem Apotheker K. I. Jaubih in Jerlin, empfiehlt -l Fl. 36 fr. Die alleinige Nieverlage von L. Jahreis, in ließen. NB. „Das f. 3- erlassene Verkaufs-Verbot des Krauter-LiqueurS ist Dureh Urtheil Ülroßherzoglichcu Hofgerichts in Gjeßen aufgehoben uno davureb evnstatirt, daß derselbe nicht zu den gesundheitSgefährlichcn Mitteln gehört." Zur ßrfdUipcn 702) Die erwartete Sendung Seefische von der Nordsee. Fischerei in Bremen, bestehend in Seezungen, Schollen, 6a bl i au und Schellfischen, ist angekommen und erhalte ich wöchentlich zweimal Zusendung, welche ich zur geneigten Abnahme hiermit bestens empfehle. 6- W. Dieß, am Markt. Weihe Glace - Handschuhe für Damen von 24 fr. an das Paar, „ Herren „ 30 „ „ „ (695) empfiehlt I. 6 h. Netter. 606) Alle Sorten Mineralwasser aus hiesiger Fabrik, sowie vorzügliches Flaschenbier, ii Flasche 6 und 7 fr., empfiehlt Julin« Noth, Neustadt. 645) Ein gebrauchtes 6anap6, sowie ein starker eichener Tisch, sind billig zu verkaufen. Näheres bei der Erped. d. Bltts. 709) Sehr gute trockene ipefe ist in Pfunden und Dothen stet« friseh zu haben bei Ehr. Lainpus, Seltersweg. 691) Ein Mistbeetfenster und eine Hundshütie find zu verkaufen. Bei wem? sagt die Erped. d. Bltts. Arlsverknllf. 706) Um mit meinen Leinen nnd Gebilden, Frucht- und Mehlsäcken, Bett-, Pferde- und Fuß-Teppichen zn räumen, erlasse ich dieselben zum kostenden Preise. L tl d w s g I a h i e i ö, am Marktplatz. 713) Ein Garten im Riegelpfad ist zu verkaufen oder zu verleihe». Nähere« Flügelagasse Nr. 90. Hauoverkaus 714) Wegen Abgabe meiner Lehranstalt wünsche ich in der nächsten Zeit mein HauS, welche« sieh durch seine Räumlichkeiten ebensowohl zu einer bequemen Wohnung wie zu einem GeschästShause eignet, zu verkaufen. Dr. K rum in. V e r m i e 11) u n g c n. 712) Der dritte Stock meines Hauses ist zu vermiethen. Emil Pistor. 536) Im Brüh l'schen Hause am 6anz- leiberg ist ein freundliches Familien - Logis, bestehend aus 2 bis 3 Zimmern und 3 6a- bineten, Nüche, Holzplaß und Keller, zu vermiethen und bis Ostern beziehbar. 612) Eine kleine Familienwohnung ist zu vermiethen bei Jean Leierzapf, vor dem Neustadter Thor. 707) Ein mvblirtes Zimmer mit 6a- binet ist für nächstes Semester zu vermiethen. W. Fra n k. 711) Ein Familienlogis ist zu vermiethen bei Emil Rödel. 651) Der dritte Stock meines Hauses ist anderweit zu vermiethen und am 1 Mai zu beziehen______________________H. K a e st. 430) Ein neues Logis von 5 Zimmern mit allem Zubehör ist zu vermiethen. Bei wem? ist zu erfragen bei der Expedition dieses Blattes. 697) Ein vollständiges Familienlogis von 2 dis 3 Stuben und Cabinet, wobei auf Verlangen auch ein Stück Hintergarten abgegeben werden kann, ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen in Vit. C. Nr. 131 auf dem Reichensanv. Ihriiüfdjte Anzeigen. S A. SeiM, Tapezier, wohnhaft im Schlosser Nagel'schen Hin- terhanse, Brandgaste Eit. A. Nr. 221, bittet seine Kunden, sowie diejenigen Personen, welche denselben mit etwaigen in fein Fach einschlagenden Arbeiten zu beehren gedenken, ihre Adresse gefälligst bei Herrn Engel abgeben zu wollen. 701) Hausbursche gesucht. Bei der Exped. d. Bltts. zu erfragen. 69**) Fräulein L. L . . z Vie herzlich- sten Glückwünsche zu ihrem morgen stattfindenden 17. Wiegenfeste. ______________6. St........r. 710) Gebrauchte Ehainpagner-Flaschen werden zu kaufen gesucht von L. Nern. 6‘7) Strohhitte werden zum Waschen, Färben und Fa^on- niren angenommen und sehr schnell und schön besorgt. Wilhelmine Fuhr. 693) Gesucht wird, für eine filtere Dame, eine freundliche stille Wohnung von 3 bis 4 Zimmern, mit Küche und Zubehör. Aussicht womöglich in's Freie. Garten wäre erwünscht. Offerten unter A. I- Gießen birect durch die Poss__________________________________ 692) Junge kräftige Leute, im Alter von 16 bis 18 Jahren, finden dauernde Beschäftigung. Nähere Auskunft ertheilt die Exped. d. Bltts. § Viertes Concert im Winter - Abonnement des Gießener Concert-Vereins Donnerstag den 2S. d. Mts., Abends 6 Uhr, im <^lub Saale, unter gefälliger Mitrnirkung des Teuoristen Herrn A. Ruff aus Cöln. Pferde -Mnrkt und Pferde -Nerloosung zil Frankfurt am Main. 647) Laut Programm des landwirthschaftl. Vereins findet am Schluffe des Pserde-Markts am 10. April d. I. mit Genehmigung k. pr. Regierung große Verloofung statt Die Gewinne bestehen demgemäß aus: (»1 der schönsten Reit-, Wagen- und Arbeitspferde, 10 Wagen nebst cornpleten Geschirren, wobei eine Ggnipage mit l schönen Pferden und conipleter Schirrung. Außerdem vollständige Geschirre, Sattelzeuge, Fahr- und Reit-Requisiten ie. Bestellungen auf Loose n 1 Rthlr. (1 fl 45 fr.) sind alsbald bei mir einzu- reichen, wenn mit Sicherheit auf Zutheilung gerechnet werden soll. Nach Ziehung sende ich Liste franco. cert stattfinden kann, so bin ich leider gezwungen, dasselbe ausfallen zu lassen; das nächste Abonnements-Concert findet Dienstag den 5. März statt. Sonntag kein Concert. Adolph Hecker, Capellmeister. Fastnacht-Dienstag. 721) Im Locale der Frau Sannchen Busch: „Das Fest der Handwerker." Posse mit Gesang in 5 Acten. Programm: 1. Act: Empfang der geehrten Mttmaaster. 2. „ Loftschlösser.^ 3. „ Bauhewe. 4. „ Ball, — daß die Mädercher aach was hawe. 5. „ D's Loftschloß fällt zesamme. Anfang präcis 7 Uhr. Plätze für Preise sind keine da. 708) Eine stille Familie sucht ein Logis, bestehend aus Stube und Cabinet oder 2 Stuben nebst Zugehör, zu miethen. Wer? ist bei der Exped. d. Bltts. zu erfragen. 633) Es werden noch junge kräftige Leute als Dienstmänner für Gießen zu engagiren gesucht. Nur Solche wollen sich melden, die mit guten Zeugnissen versehen sind. Anmeldungen sind auf dem Bureau des Dienstmänner-Instituts zu machen. iS K DHK 8> TG<§> L>^ © 8> 8>WT >VZ>G GGÄ> D iJ 717) Der Fräulein Elisabethe ® JK ..... r die herzlichsten Glückwünsche g| ® zu ihrem am 1. März stattfinvenden ©t © 18. Wiegenfeste. G . .. V. A rLDAGG'SÄAJG ©GÄ 630) Ein Junge, der das Schreinere geschäft erlernen will, kann in die Lehrtreten bei Ferdinand Krailing, Sandgasse. x 716) Dem Absender des am 25. H d. Mts. geschriebenen anonymen Brieses «meinen herzlichen Dank, bitte densel- x den aber um nähere Auskunft des darin Besagten, da es für mich und meine « Zukunft von großem Interesse ist. Die größte Verschwiegenheit wird zugesichert. Der Empfänger auf der « . v _ Mäusburg. Aufforderung! 694) Leute, welche sich mit der Colpor- tagc von Lieferungswerken und Zeitschriften befassen, auch solche, welche Kunst- und Bilderhandel betreiben, resp. betreiben wollen, werden in ihrem Interesse ersucht, ihre Adresse schleunigst an die Buch- und Kunst- Handlung von Friedrich Scherl, Tau- nusstraße 9 in Frankfurt a. M., franco einzusenden. Für Lehrer Söhne. 652) Mit Beginn des Sommersemesters, 29. April, können Söhne von Lehrern auf meiner Lehranstalt für Handel und Gewerbe, welche auch für den einjährigen Frciwilligen- dienst ausbildet, unter besonders günstigen Verhältnissen Aufnahme finden. Prospekte und jede weitere Auskunft durch den Vorsteher. Eberstadt bei Darmstadt. A. Schmuck. 669) Ein Küchen- und ein Hausmädchen werden in Dienst gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bltts.__________________ 718) Theater in Ziehen. Mittwoch den 27. Februar: Monsieur Hercules. Lustspiel in 1 Akt, von G. Belly. Zum ersten Male: Der Zigeuner. Genrebild in 1 Akt, von A. Berta. Mustk von Conradi. Zum ersten Male: Eine Berliner Grisette. Vaudeville in 1 Akt, von Stotz. Musik von A. Lv rtzing. Freitag den 1. März. Zum ersten Male: Namenlos, oder: Der Hontroleur und seine Tochter. Posse mit Gesang in 3 Abtheilungen, von Kalisch und Pohl. Musik von Conradi. Wilhelm Richter. Rundschau. Der erwartete Gegenbesuch des Königs von Preußen am sächsischen Hose hat nunmehr stattgefunden. Der König traf am Dienstage in Begleitung des Kronprinzen in Dresden ein, woselbst sie vom Könige Johann, der dem Könige Wilhelm bis Priestewitz entgegen geeilt war, sowie sämmtlichen destinguirlen Personen seierlichst empfangen wurden. Die Rückreise hat am vergangenen Mittwoch stattgefunden. — Die Wahlen zum norddeutschen Reichstag und deren Ergebnisse beschäftigen die Ge- müther noch allenthalben mit großer Lebhaftigkeit: Unterdessen wurde am verflossenen Sonntag den 24. Februar der Reichstag in Berlin eröffnet. Die Einzelheiten bei der Eröffnung des Reichstags sollen in Folgendem bestehen : Morgens J/212 Uhr Gottesdienst, für die evangelischen Mitglieder in der Kapelle des fön. Schlosses, für die katholischen in der nicht weit vom Schlosse gelegenen St. Hedwigskirche. Nach dem Gottesdienste begeben sich die Abgeordneten in den Weißen Saal des Schlosses. Sobald die Versammlung geordnet, macht dem Könige der Vorsitzende des Staatsministeriums davon Meldung. Der König be- gibt sich unter Vortritt ter Kammerherrn, der Hof-, der Ober- Hof- und der Obersten Hofchargen und gefolgt von den General- und den Flügel-Adjutanten nach dem Weißen Saale, unter Vortragung der Retchs-Insignien, nämlich : 1) des entblößten Reichsschwerts, 2) des Reichsapfels auf einem Kissen von drap d’ar- gent, 3) des Scepters, auf einem Kissen von drap d’or 4) der Krone, auf einem Kissen von drap d’or, 5) des Reichspaniers. Die Insignien werden von 2 Officieren der Garde du Corps es- kortirt. Dem Könige folgen der Kronprinz und die Prinzen des kgl. Hauses, die General- und Flügel-Adjutanten, der Minister des königlichen Hauses und der Geh. Cabinetsrath des Königs, sowie die Hofstaaten des Kronprinzen und der Prinzen des kgl. Hauses. Der König nimmt auf dem Throne Platz. Die Prin- zen des kgl. Hauses treten zur Rechten des Thrones, der Kron- prinz auf die mittlere Stufe desselben u. s. w. Alsdann erfolgt die Eröffnung des Reichstags des norddeutschen Bundes durch S. M. Cem König von Preußen. Derselbe verliest folgende Thronreve : Erlauchte, edle und geehrte Herren vom Reichs- tage des norcceutschen Bundes! Es ist ein erhebender Augenblick, in welchem Ich in Ihn Mitte trete: mächtige Ereignisse haben ihn yerbeigeführt, große Hoffnungen knüpfen sich an denselben. Daß es mir vergönnt ist, in Gemeinschaft mit einer Versammlung, wie sie seit Jahrhunderten keinen deutschen Fürsten umgeben Hal, diesen Hoffnungen Ausdruck zu geben, dafür danke ich der göttlichen Vorsehung, welche Deutschland dem von seinem Volke ersehnten Ziele aus Wegen zuführt, die wir nicht wählen oder voraussehen. Im Ver- trauen auf diese Führung werden wir jenes Ziel um so früher erreichen, je klarer wir die Ursachen, welche uns und unsere Vorfahren von demselben entfernt haben, im Rückblick auf die Geschichte Deutschlands erkennen. Einst mächtig, groß und geehrt, weil einig und von starken Händen geleitet, sank das deutsche Reich nicht ohne Mitschuld von Haupt und Gliedern in Zerrissenheit und Ohnmacht. Des Gewichtes im Rathe Europas, des Einflusses auf die eigenen Ge- schicke beraubt, ward Deutschland zur Wahlstatt der Kampfe fremder Mächte, für welche es das Blut seiner Kinder, die Schlachtfelder und Die Kampfpreise hergab. Niemals aber hat Die Sehnsucht des deutschen Volkes nach seinen verlorenen Gütern aufgehört, und die Geschichte unserer Zeit ist erfüllt von den Bestrebungen, Deutschland und Dem Deutschen Volke Die Größe seiner Vergangenheit wieder zu erringen. Wenn diese Bestrebungen bisher nicht zum Ziele geführt, wenn sie die Zerrissenheit, anstatt sie zu heilen, nur gesteigert haben, weil man sich durch Hoffnungen oder Erinnerungen über den Werth der Gegenwart, durch Ideale über die Bedeutung der Thatsachen täuschen ließ, so erkennen wir daraus Die Nothwendigkeit, Die Einigung des Deutschen Volkes an Der Hand der Thatsachen zu suchen, und nicht wieder Das Er- reichbare Dem Wünschenswerthen zu opfern. In Diesem Sinn haben Die verbündeten Regierungen tm Anschlüsse an gewohnte frühere Verhältnisse, sich über eine Anzahl bestimmter und begrenzter, aber praktisch bedeutsamer Einrichtungen verständigt, welche ebenso im Bereiche ver unmittelbaren Möglichkeit, wie des zweifellosen Bedürfnisses liegen. Der Ihnen vorzulegende Verfassungs-Entwurf muthet der Selbstständigkeit Der Einzelstaaten zu Gunsten Der Gesammlheit nur Diejenigen Opfer zu, welche unentbehrlich sinD, um Den Frieden zu schützen, die Sicherheit Des BunDesgebieles unD die Ent- Wickelung Der Wohlfahrt seiner Bewohner zu gewährleisten. Meinen hohen Verbündeten habe ich für Die Bereitwilligkeit zu danken, mit welcher sie den Bedürfnissen des gemeinsamen Vaterlandes cntgegengefommen sind. Ich spreche diesen -Uanf in dem Bewußtsein aus, daß ich zu derselben Hingebung für das Gesammtwohl Deutschlands auch dann bereit gewesen sein würde, wenn die Vorsehung Mich nicht an die Spitze Des mächtigsten und aus diesem Grunde zur Leitung des Gemeinwesens berufenen Bundesstaates gestellt hätte. Als Erbe der preußischen Krone aber fühle ich Mich stark in dem Bewußtsein, daß alle Erfolge Preußens zugleich Stufen zur Wiederherstellung und Erhöhung der deutschen Macht und Ehre geworden sind. Ungeachtet des allgemeinen Entgegenkommens und obschon die gewaltigen Ereignisse des letzten Jahres die Unentbehrlichkeit einer Neubildung Der Deutschen Verfassung zu allseitiger Ueber- zeugung gebracht unD Die Gemüther für Die Annahme derselben empfänglicher gemacht hatten, als sie früher waren und später vielleicht wiederum sein würden, haben wir doch in den Verhandlungen von Neuem Die Schwere Der Aufgabe empfunDen, eine volle Uebereinstimmung zwischen so vielen unabhängigen Regie- rungen zu erzielen, welche bei ihren ZugestänDnissen obenein Die Stimmungen ihrer LanDstande zu beachten Habben. Je mehr Sie, Meine Herren, sich diese Schwierigkeiten ver- gegenwärtigen, um so vorsichtiger werden Sie, davon bin ich überzeugt, bei Prüfung Des Verfassungs - Entwurfes Die schwer wtegenDe Verantwortung für Die Gefahren im Auge behalten, welche für Die friedliche und gesetzmäßige Durchführung des begonnenen Werkes entstehen könnten, wenn Das für Die jetzige Vorlage hergestellte EinverstänDniß Der Regierungen für Die vom Reichstage begehrten AenDerungen nicht roieber gewonnen würde. Heute kommt es vor Allem Darauf an, Den günstigen Moment zur Errichtung des Gebäudes nicht zu versäumen; der vollen- b'cn Thatsachen.) Die Rcdaction. Vetere Ausbau desselben kann alsdann getrost Dem ferneren vereinten Wirken Der Deutschen Fürsten unD Lolksstämme überlassen bleiben. Die OrDnung Der nationalen Beziehungen Des norddeutschen BunDes zu unfern LanDSleuten im SüDen Des Main ist Durch Die FrieDensschlüsse Des vergangenen Jahres Dem freien Uebereinkom- meti beider Theile anheimgestellt. Zur Herbeiführung dieses Ein- Verständnisses wird unsere Hand den süddeutschen Brüdern osten und entgegenkommend vargereicht werven, sobalv Der norddeutsche Bund in Feststellung seiner Veriaffung weck genug vorgeschritten sein wird, um. zur Abschließung von Verträgen befähigt zu sein. Die Erhaltung des Zollvereins, die gemeinsame Pflege der Volkswirthschaft, Die gemeinsame Verbürgung für Die Sicherheit des deutschen Gebietes werden Grundbedingungen der Verständigung bilden, welche voraussichtlich von beiden Theilen angestrebt werden. Wie die Richtung des deutschen Geistes im Allgemeinen Dem FrieDen unD seinen Arbeiten zugewanDt ist, so wird Die LunDeS- genoffenschast der deutschen Staaten wesentlich einen Defensiven Eharakter tragen. Keine feindliche Tendenz gegen unsere Nachbarn, kein Streben nach Eroberung hat Die deutsche Be- wegung der letzten Jahrzehnte getragen, sonDern lediglich Das BeDürfniß, Den weiten Gebieten von den Alpen bis zum Meere die GrunDbevingungen des staatlichen Gedeihens zu gewähren, welche ihnen Der Entwickelungsgang früherer IahrhunDerte ver- kümmert hat. Nur zur Abwehr, nicht zum Angriff einigen sich Die deutschen Stämme, und daß ihre Verbrüderung auch von ihren Nachbarvölkern in diesem Sinne aufgefaßt wird,^beweist die wohlwollende Haltung der mächtigsten europäischen Staaten, welche ohne Besorgniß und ohne Mißgunst von denselben Vor« theilen eines großen staatlichen Gemeinwesens Besitz ergreifen sehen, deren sie sich ihrerseits bereits seit Jahrhunderten erfreuen. Nur von uns, von unserer Einigkeit, von unserer Vaterlandsliebe hängt es daher in diesem Augenblicke ab, dem gejammten Deutsch- land die Bürgschaften einer Zukunft zu sichern, in welcher es, frei von Der Gefahr, wieder in Zerrissenheit und Ohnmacht zu verfallen, nach eigener Selbstbestimmung feine verfassungsmäßige Entwickelung und seine Wohlfahrt pflegen und in dem Rathe Der Völker seinen frieDliebenDen Beruf zu erfüllen verman. Ich hege Das Vertrauen zu Gott, Daß Die Nachwelt im Rückblick auf unsere gemeinsamen Arbeiten nicht sagen werde, Die Erfahrungen Der früheren mißlungenen Versuche seien ohne Nutzen für das deutsche Volk geblieben, daß vielmehr unsere Kinder mit Dank auf diesen Reichstag als den Begründer der deutschen Ein- heit, Freiheit und Macht zurückblicken werden. Meine Herren! Ganz Deutschland, auch über die Grenzen nuseres Bundes hinaus, harrt der Entscheidungen, Die hier getroffen werDen sollen. Möge durch unser gemeinsames Werk Der Traum von Jahr- hunDerten, das Sehnen und Ringen der jüngsten Geschlechter der Erfüllung entgegengeführt werden. Im Namen aller verbündeten Regierungen, im Namen Deutschlands fordere Ich Sie vertrauensvoll auf : helfen Sie uns die große nationale Arbeit rasch und sicher durchführen. Der Segen Gottes aber, an welchem Alles gelegen ist, begleite unD fördere das vaterländische Werk! (In den übrigen europäischen Ländern hat sich im Laufe der vorigen Woche die Lage der Dinge so wenig geändert, daß wir in unterer nächsten Rundschau das Wichtigste Nachträgen werden. Wir Haden natürlich das zuerst vollständig gebracht, was unserem Herzen am nächsten steht, nämlich die Neugestaltung unseres deutschen Vaterlandes und der damit zusammenhängen- Geld-Cours vom 21. Februar 1867. Preuß. Kassen - Scheine " Preuß. Friedrichöd'or . . ' Pistolen.......• „ Doppelte ....••..... Holl. st. 10 Stücke........... Rand - Dueaten..... ....... 20 Sngl. Sovereigns Ruff. Imperials Dollars in Gold i st- 1- 45-1 „ 9. 5b;— 5 71 „ 9. 43-45 „ 9. 44-46 „ 9. 50-52 „ 5. 33-35 „ 9 271-28; „ 11. 49-53 „ 9. 44-46 „ 2. 27-28 Redaktion, Druck und Verlag Der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) m Gießen.