7*fc h! ^ßger L,. ®Si lfößen >u $>_ •i I. rtfrga mii ktnntn,6 S-br-cht Data E Cr/^affen en ö*fkn Mtim tem 51m, toaltunj Nsuhkm, mt dm OrWchm Rer Lumda der E alj- beim der Saljtnagt nan^n. Harr ubejirke betretend. 4. 3nli 1854 wird bm- M*@ntfdili«$ung bmi ßimmung mit der gf(n Eintheiimg der« Iftkmber 1866 emarie- ieletheile ju Saubejirto ; i mit den Lck-H-D lebutf Su t,m $a”bei ; it den Ortschaft'" * det vormals Äur^fl’W adt get-g-n-D-m"" ,arf jwM-Gnmda"' ;S’.*ö rirdderg" b(, Dfl Lmda dem -e« tCrfr SW* tim uiianj« Hah"^ jV«*“1*" *5»Wf** iend^ ,________‘ »ulicn' AnMc-Wsll für die Provinzialhauptftadt Gießen. (flmtsöffltt des Preises fließen.) Erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwvcbs und Samstags. — Preis des Jahrgangs für Einheimische 1 fl. 42 ft., für Auswärtige incl. des vorschriftsmäßigen Postau'schlagS 1 fl. 42 fr. — Auswärts abonnirt man sich bei allen Postämtern. — In Gießen bei der Erpedition sEanzletbetg Lit. B. Nr. 1). Samstag den 26. Januar M S. 1867. Amtlicher T h e i l Zu Nr. K. G. 487. Gießen, am 24. Januar 1867. Betreffend: Die Wahlen zum Reichstag des Norddeutschen Bundes in den nördlich des Mains gelegenen GebietStheilen des Großherzogthums. B fl s Großherzogliche Kreisaml Gießen an die Großher^oglichen Bürgermeistereien des Kreises. Großherzogliches Ministerium des Innern hat auf Grund des Art. 14 der Allerhöchsten Verordnung vom 18. December v. I. und des §? 7 der Bekanntmachung vom nämlichen Tage (Nr. 56 des Regierungs-Blatts) festgesetzt, daß die Abgeordnetenwahlen für den Reichstag des Norddeutschen Bundes in den nördlich des Mains gelegenen GebietStheilen des Großherzogthums am 12. Februar l. I. vorgenommen werden sollen, Indem wir Sie hiervon in Kenntniß setzen, beauftragen wir Sic zugleich, dafür zu sorgen, daß die Wahlcommissionen der. einzelnen Wahlbezirke, gemäß §. 8 der erwähnten Bekanntmachung, Tag, Ort und Stunde der Wahl mindestens drei Tage vorher, also spätestens am 8. Februar l. I. in ortsüblicher Weise öffentlich bekannt machen, und daß die in den §§. 9 bis einschließlich 15 der Bekanntmachung enthaltenen Vorschriften gehörig befolgt werden. Sofort nach Beendigung der Wahl haben Sie die Acten an den Wahlrirektor, Großherzoglichen Provinzial-Direktor Dr. Goldmann dahier einzusenden, und daß dies geschehen, unfehlbar bis zum 15. Februar uns anzuzeigen. Die erforderlichen Stimmzettel werden wir Ihnen in den ersten Tagen zugehen lassen. In Verhinderung des Kreisraths : Pietsch, __________________Regierungs-Rath.______________________ Zu Ur. K. G. 488. Gießen, am 24. Januar 1867. Betreffend: Die Wahlen für den Reichstag des Norddeutschen Bundes in den nördlich des Mains gelegenen GebietStheilen des Großherzogthums. Das Groß herzogliche K r e i s a m t Gießen an die Grostherjoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Nach Verfügung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 22. l. Mts. zu Nr. M. d. I. 980 sind die Regierungen der zum Norddeutschen Bunde vereinigten Staaten dahin übereingekommen, daß der Reichstag des Norddeutschen Bundes am 24. Februar l. I. eröffnet werden soll. Wir beauftragen Sie, dieß in Ihren Gemeinden öffentlich bekannt zu machen. In Verhinderung des Kreisraths: Pietsch, Regierungs - Ratff________________ polizeiliche MKmmtmachimgen. Die Trichinen betreffend. Ein geschlachtetes Schwein, in welchem der Fleischbeschauer Trichinen gefunden, ist unter polizeilicher Aufsicht auf den Schindanger gebracht, in eine tiefe Grube geworfen, mit ungelöschtem Kalk bestreut und alsdann verscharrt worden. Dies wird zur Beruhigung des Publikums hiermit bekannt gemacht. Gießen, den 23 Januar 1867. Großherzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzialhauptstadt Gießen. Nover. Gefu ndene Gegenstände: Ein Schiebkarren mit Lehnen, ein Halstuch, ein Taschenmesser, zwei große Schlüssel, ein Portemonnaie, eine SchnupftabackS- dose, ein Schuhmachermaaß, ein Fäßchen, ein gestrickter Pulswärmer und ein Halsriemen mit Schellen. Zugelaufen: dem Zimmermeistcr Otto dahier ein schwarzes Hündchen mit weißen Flecken auf der Brust. Die Eigenthümer werden aufgefordert, sich binnen 3 Wochen bei uns zu melden, widrigenfalls diese Gegenstände auf Verlangen an die Finder zurückgegeben oder später zu Gunsten der Armenkasse werden versteigert werden. Gießen, den 25. Januar 1867. Großherzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzialhauptstadt Gießen. Nover. Gerichtliche und Privat-Bekanntmachungen. Resonstei e Jfrfianntmadjiiiigeii. Die abgeschlossene Rechnung des Armen-Vcreins dahier vom Jahre 1865 liegt zur öffentlichen Einsicht auf dem hiesigen Bürgermeisterei-Büreau offen. Indem wir das summarische Ergebniß derselben nachstehend zur Kenntniß der Einwohner Gießens bringen, verbinden wir damit die Bitte, dem Vereine auch ferner das seither bewiesene Wohlwollen angebeihen zu lassen und richten noch insbesondere an die unterdessen neueingezogenen Einwohner das Ersuchen, dem Vereine beitreten zu wollen. Einnahme. Cassivorrath aus vorderen Jahren..........361 fl. 32 kr. An Geschenken und Vermächtnissen..........50 „ n Beiträge der Mitglieder..... 1116 „ 34 „ Zinsen von Capitalien........... 60 ,. Summe 1588 fl. Ausgabe. Unterstützungen: a) an 3700 Handwerksbursche........ 375 fl. n 6 kr. b) an Bezirksarme .......... 605 „ 980 fl. — kr. Für Mobilien (Blechschilde) ...........11 „ Verwaltungskosten.............15 „ 40 „ 36 „ Uneinbringliche Beiträge............12 „ 12 „ ' Summe 1161 fl. Abschluß. 28 kr. Die Einnahme beträgt............ 1588 fl. 6 kr. Die Ausgabe ............. __1161 „ Mithin Ueberschuß 426 fl. 28 „ 38 fr. Gießen, am 23. Januar 1867. , Der Vorstand des Armen-Vercins. In Vcrh. des Vorsitzenden: Vogt, Bürgermeister. 276) Zur Berichtigung der Bekanntmachung vom 4. d. Mts. in Nr. 2 des Regierungsblatts, betreffend die Gerichtsbarkeit in den durch den Friedensvertrag mit der Krone Preußen vom 3. September v. I. erworbenen Gebietstheilen, wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die vormals kurhessische Enklave Trais an der Lumda, nicht erst seit dem 20. d. Mts., sondern schon seit dem 5. d. Mts. zu dem Landgerichtsbezirk Gießen gehört. Gießen, am 22. Januar 1867. Großherzogliches Hofgericht der Provinz Oberhcssen. In Verhinderung des Präsidenten: Weber. vdt. Elwert. 281) Im Firmen - Register des unter« zeichneten Gerichts sind folgende Einträge vollzogen worden: 1) August Müller von Weinsberg und Louis Kauffmann von Ruith, beide jetzt in Gießen wohnhaft, betreiben seit dem 15. d. MtS. dahier unter der Firma „Müller und Kauffmann" ein Engros - Geschäft in Lampen. Jeder der beiden Inhaber ist befugt, die Firma zu vertreten und zu zeichnen. 2) Friedrich Habenicht II. von Gießen betreibt daselbst seit dem 15. d. Mts. unter der Firma „F. Habenicht" ein Blechwaaren FabrikationS-Geschäft mit Handel en gros. 3) Nathan Rosenthal zu Gießen hat am 1. d. Mts. den Moses Rosen- thal von da als Theilhaber seiner daselbst unter ter Firma „N. Rosenthal betrieb ne Landes - Producten- Handlung ausgenommen und Beide setzen dieselbe von dort an, unter Uebernahme aller Aktiven und Passiven, unter der Firma „R. & M. Rosenthal" fort. Jeder der beiden Theilhaber ist befugt, die Gesellschaft zu vertreten und tie Firma zu ze chnen. Die Firma „N. Rosenthal" ist erloschen. Gießen, den 23. Januar 1867. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. _________Mubl.__________ Den Nachnvachedinist bet bei eLladl Gießen. 305) Die Stelle eines Ersatzmannes bei der Nachtwache ist frei. Wer dieselbe übernehmen will, hat dieses binnen 8 Tagen bei uns anzuzeigen. Gießen, den 25. Januar 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ________________Vogt.____________ 249) Die am 2., 3. und 4. Januar l. I. abgehaltenen Holzversteigerungen im hiesigen Gemeindewalde sind genehmigt, was den Steigerern hiermit eröffnet wird. Hattenrod, am 17. Januar 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Hattenrod. Petry. 278) Es diene hierdurch zur Nachricht, daß bei der am 17. v. Mts. abgehaltenen Holzversteigerung das Brennholz genehmigt, das Bau- und Werkholz dagegen aber nicht genehmigt worden ist, und soll daher letzteres einer nochmaligen Versteigerung ausgesetzt werden. Annerod, am 21. Januar 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Annerod. ___________Seipp. ________ Versteigern ng en. 4517) Dienstag den 12. Feoruar, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf bahiesigem Rathhause die Grundstücke des Georg Weil von Wismar, als: ,\lur Nr. Q.Rlftr. 44/156,e 210 Wiese in der Lichtenau, 46/8o 212 Acker, links am Badenbur- gcr Pfad und Fluthgraben, gibt 1 fl. 11% fr., 46/94 67 Acker daselbst, gibt 13% kr„ 4%s 155 Acker daselbst, gibt 29% kr., unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 22. December 1866. Großherzogliches OrtSgericht Gießen. _______________Ebel.____________ 199) Montag den 28. Januar, Nachmittags 2 Uhr, soll die Besitzung des Herrn Baron v. Lesch, wegen dessen Wegzug von hier, in dem rüst. ®i-h '"• Mn "9'"/ Verbinde '»Sbcsonde n wir re an 0 fl. - fr. ! " 40 „ 3 ,, 36 „ il P. 28 fr. 8 fl 6 fr. 1 , 28 „ 6 38 h. ßtttin«. toi: durch zur Nachricht, Mls. abgehaltknm Brennholz gemh« bcrkhvlz dagegeii -en iss mid soll dahkt igen Versteigerung Mar 1867. rnmstmi Annerod. _____ riingen- 2. Februar, 2 Uhr, ihhause die Grund« jcn Wismr, aU: 5--42 n ttr Lichttnau, infe am Badenbur« 1C und Fiathgr"»'"' rrmbrr L>rfsger«tt B bei,_____- 8. Januar, 2 Uhr, a.sch errn fS van h'ttr in Hause selbst versteigert werden. Dieselbe besteht in Wohnhaus mit Anbau und Nebenhaus , mit Hofraum und Grabgarten, zwischen der Grünberger und Licher Straße gelegen. Steigliebhaber können dieselbe auch schon vor der Versteigerung einsehen. Sollten sich zu obiger Besitzung keine annehmbaren Käufer finden, so soll dieselbe auf mehrere Jahre verpachtet werden. Gießen, den 11. Januar 1867. In Auftrag: Weidig, Ortsgerichlsmann. 285) Montag den 4. Februar, Nachmittags 1 Uhr, sollen im Hause des Buchhändlers Ernst Heinemann auf dem Seltersweg die zum Nachlaß des verstorbenen Hofger. Advocaten Kaufmann gehörenden Mobilien, bestehend in : Bettwerk, Weißzeug, Schränken, Com- moden, Bettladen, SophaS, Spiegeln, Por- traits, Küchengeräthschaften u. s. w-, gegen gleich baare Zahlung versteigert werden. Gießen, den 24. Januar 1867. In Auftrag: Weidig, Ortsgerichlsmann. Bau- und W^rkholz Versteigerung im Steinbacher Geineindewalde. 294) Freitag den 1. Februar l. I., von Morgens 9 Uhr an, sollen in dem Steinbacher Gemeindewalde, Districten Hecgheck und Ameisenkopf, nachfolgende Holzsortimente versteigert werden, nämlich: 339 Kiesern-Stämme von 30 bis 65 Fuß Länge und 6 bis 12 Zoll Durchmesser , 5635 Cubikfuß enthaltend, 51 Fichten-Stämme von 40 bis 70 Fuß Länge und 6 bis 12 Zoll Durchmesser , 984 Cubikfuß enthaltend, 1259 Kiefern-Stangen von 40 Fuß Länge und 3 bis 5 Zoll Durchmesser, 3699 Cubikfuß enthaltend, 289 Fichten-Stangen von 40 Fuß Länge und 4 bis 5 Zoll Durchmesser, 1103 Cubikfuß enthaltend, 1 Eichen Stamm, 152 Cubikf. enth. Steinbach, am 24. Januar 1867. Großhcrzogliche Bürgermeisterei Steinbach. Horn. 255) Dienstag den 29. Januar, Vormittags 10 Uhr, lassen die Melchior Schwan's Erben erb- vettheilungshalber: 2 Pferde von 8 Jahren, 3 trächtige Kühe, 1 trächtiges Rind, 4 Stiere, zweijährig, 2 Kälber, 11 Stück Schafe, 4 Wagen, 2 Pflüge und Eggen, so- wie sonstige Oeconomie - Geräth- schaften, öffentlich versteigern. Gießen, den 21. Januar 1867. __________In Auftrag: Fr. Müller. 288) Samstag den 2. Februar, Morgens 9 Uhr, laßt Unterzeichneier mehrere Zimmer- und Schreiner-Handwerkszeuge, worunter auch 9 Pumpcnbohrer, ein Hobel, eine Drehbank u. s. w. sich befinden, versteigern. Krofdorf, den 23. Januar 1867. Jacob Gilbert. Main-Weser-Bahn. 2 Zoll stark, ' 11 Zoll stark, auf Großherzoglichen Maschu des dem 248) Für das Magazin der Main - Weser - Bahn soll die Lieferung von 200 Stecken Buchen - Scheivholz, 1. Classe: breit, ff Zoll breit,! breit, , Die Lieferungsbedingungen können auf dem _. _ _ . nenmeisters dahier eingesehen werden und sind die Gebote, welche versiegelt und mit der Aufschrift „Holzlieferung betreffend" versehen sein müssen, bis längstens den 1. Februar, des Nachmittags 3 Uhr, an welchem Zeitpunkte deren Eröffnung erfolgt, bei Groß- herzoglicher Magazins-Commission dahier einzureichen. Gießen, den 17. Januar 1867. Großherzogliche Magazins - Commission. E i ck e m e y e r. 36 Stück Kiefern - Dielen, 21 Fuß lang, 14 Zoll 24 ff ff 17'/. „ 12 60 ff ff ff 10'/, „ ff 14 ff 500 ff If ff 10 „ ff 11 -12 30 ff 21 „ ff 13 Zoll 50 ff 10'/, „ ff 13 50 ff ff 10'/, „ ff 10 ff 100 ff ff 87, „ ff 10 ft 50 ff ff ff 8'/, „ ff 13 ff Submissionswege vergeben werden. 284) Kommenden Montag, den 28. v. Mts., uno die folgenden Tage, jedesmal Mittags halb 2 Uhr, sollen weiter in der Wohnung des Herrn W. Simon am Bahnhofe dahier: Betten, Tische, Stühle, Sophas, Nachttische, Wasch- tische, Vorhänge, Rouleaux, Küchenschränke, Gartenbänke, Porzellan, Wein- und Biergläser und sonstiges Haus- und Küchenge- räthe öffentlich an den Meistbietenden ver- steigert werden. Wetzlar, den 22. Januar 1867. C. I. Bepler. tfeifgeöotenßs. 226) Samenkuchen empfiehlt I. G. D. Bapst. 295) Große und kleine Kisten von Doppeldielen verkauft Gg. Röber, am Kreuz. 283) Große englische geräucherte Bückinge zum Roheffen, in fri- scher Sendung, empfingen I. A. Busch Söhne. Gürtelschnallen und Rosetten, schwarze Brochen, Ohrringe u. dergl. er- hielt ich soeben in neuer Sendung und schönster Auswahl und empfehle solche billigst.I H. Fuhr. (301) 292) Zwei Fuder gut geerndtetes Erbsenstroh und zwei Fuder Kornstroh sind zu verkaufen. Bei wem? sagt Vie Exped. d. Bl. § I. P. Mert, Vergolder, empfiehlt sich im Anfertigen von Spiegeln, als: Pfeiler-, ovale und Sopha-^vpregel mit feinem französischen Crystall- glas und ^weißen Gläsern. Console mit weißen und dunklen Marmorplatten. Bilderrahmen in Baroque mit Verzierungen werden nach Maßangabe gefertigt , ebenso , . , Gallerieen in ächter und unächter Vergoldung, sowie in allen Holzfarben und Verzierungen. _ Photographie- Rahmen in Gold und Schwarz. Visitenkarten-Rähmchen in verschiedenen Mustern. Das Einrahmcn von Bildern in Goldleisie» wird auf's Schönste ausgefuhrt. Die Preise sind äußerst billig gestellt und garantire ich für schöne und geschmackvolle Arbeiten. bef. daß —“""" Per >/, Fl. 20' Lgr., per >/2 Fl- 10 Sgr. Bau de Cologne phllocome (Köiuischrs H-arw-ss.r), . ,,, ; u. d. N. Moras' haarstärkeudes Mittel, bat u. a. auch die Wirkung, es die so lästigen Schuppen oder Schinnen in drei Tugen vollständig Stempel, Petschafte, typographische Hravüren, Schablonen re- x. werben schon und billig ausgechhrt bei L. Kurz, Graveur, (208) Frankfurt a. M., Liebsrauenstraße 6. befEU,Söl« a. Rhein A. MoraS K» Comp., Hoflieferanten Sr. Konigl. Hoheit des Fürsten zu Hohe nzollern-Sigmaringen. Aecht zu haben in Gießen bei der Exped. dieses Blattes, in Wetzlar bei Wilhelm Brauneck. Per >/, Fl. 20 Sgr. per V2 Fll 10 Sgr. 1302) Dicker Wasserkalk und reinsten Fettkalk habe ich stets frisch gebrannt zu billigsten Preisen vorräthig. Ziegelhütte bei Herborn. ____________________Th. W urmbach. 289) Der Unterzeichnete will seine noch in ganz gutem Zustande sich befindliche zwei- stockige Scheuer, 29 Fuß lang und 30 Fuß tief, auf den Abbruch verkaufen. Johannes Jammer, zu Londorf. 31) Ein Wohnhaus, in schöner Lage der Stadt, ist zu verlausen. Näheres bei der Erped. d. Bltts. 309) Eine eichene polirte und mehrere tannene Bettladen, ein Kindcrbettlädchen, eine Wiege, mehrere Sessel, einige Spiegel, ein verschließbarer Schreibpult, ein eichener runder und ein ovaler Tisch, noch in sehr gutem Zustande, sind zu verkaufen bei Meyer Rothenberger, Neuenweg. 297) Kartoffeln verkauft Georg Vogt, Seltersweg. 264) Gewirkte und gestrickte Kinder- Gamaschen, eine größere Auswahl Buckskin-Handschuhe und gestrickte Jacken, sind noch vorräthig und werden zu billigen Preisen abgegeben bei Theodor Küchler, im Löwen. Oefen und Kochherde zu Steinkohlen- und Holzfeuerung, Steinkohlenkasten und Feuerungs-Re- qnistten empfiehlt (225)I. G. D. Bapst. 271) Zwei Fuder Erbsenstroh sind zu verkaufen. Das Nähere bei der Exped d. Bltts. Mt. Friesländer in Augsburg empfiehlt (279) Geprägte Siegel-Oblaten. 1000 «tück mit Firma und Ortsbezeich. ziung 2 Fl. oder 1 Thlr. 5 Sgr.; bei Abnahme größerer Quantitäten bedeutend billiger. — Muster gratis. — Korrespondenz franco. — Handlungsreisende, welche diesen wirklich leicht verkäustichen Artikel übernehmen wollen, sowie Wie- dervcrkäufer erhalten angemessenen Rabatt. (280) weis. n Wittwe, Lich bei F. L. Förster, Butzbach bei A. Gimbel, Wetzlar bei Wittwe Jung. Herr Bockills in Otterberg! Seien Sie so gut und schicken Sie mir doch gleich bei Empfang dieses Briefes eine halbe Flasche Ihres Brust- Syrups nebst Gebrauchs - Anweisung gegen Postnachnahme, denn ich habe den neulich von Ihnen erhaltenen Brust- Syrup weggcliehen. Ich befinde mich sehr wohl darauf und hoffe bald ganz genesen zu fein. Wolfstein, 31. October 1864. PH. Metzger, Postbote. Dieser Brust-Syrup ist nur allein ächt zu haben: in Gießen bei Ernst Hermes, „ G r ü n b e r g bei Geomeier Nitter Geehrtester Herr Bockius! Bitte um weitere Zusendung einer ganzen Flasche Ihres Brust-Syrups, ich hoffe durch den weitern Gebrauch dieses ausgezeichneten Hausmittels bald von meinem Husten befreit zu sein. Jettenbach bei Wolfstein, 21. Januar 1864. G. Lind, Pfarrer. Die aufjerordenUtch günstigen (Frfnlne die durch den Gebrauch * 0 * des k W. Bockius’fdjeti weißen Kriiuter-Brust-Syrups erzielt werden, finden in nachstehenden zwei neuen Anerkennungen den sichersten Be- Aerztliches Zengniß. 4154) Die von dem Hof-Lieferanten Herrn Franz Stollwerck in Cöln verfertigten Brust-Bonbons habe ich einer sorgfältigen Prüfung unterzogen. Diese angenehm schmeckenden, sich leicht im Munde lösenden Brustzeltcben bestehen aus gut gewählten Pflanzenstoffen und Zucker ohne sonstige fremdartige Beimischung. Die Wirkung dieser Zeltchen ist reizmil- dcrnv, nach Umständen krampslindernd, vor- züglich aber gelinde auflösend und beruhigend; daher vie Anwendung derselben mit gutem Erfolge in allen katarrhalischen Hals- und Brustbeschwerden und daherrührender Heiserkeit, nicht als arzneiliches, sondern als a versiegel rosa-rothe Düte 18 kr. ä St. 11 kr., 4 St. in einem Packet 36 kr. zur Erhaltung, Stärkung und Verschönerung der Haupt- und Bart-Haare, sowie zur Verhütung der so lästigen Schuppen- und Flechtenbildung; ä Originalflasche 27 kr. Gebr. Leder s Balsam. Erdinchöl-Seise als ein höchst mildes, verschönerndes und er- frischendes Waschmittel rühmlichst anerkannt. JC" Dr. Mringuier arom.-med. Kronenljkist (Quintessenz (TEan de Cologne) durch seine hervorragende Qualität für das Hauswesen nützlich, bei Reisen hülfr eich und für die Toilette angenehm; ä Originalflasche 45 fr. Prof. Dr. Alber s Rheinische Brust-Caramellen als ausgezeichnetes Hausmittel bei Gesunden und Kranken seit Jahren beliebt. 3XS* Alleiniges Depot für Gießen bei der Expedition dieses Blattes. "MS (2250) g| diätetisches Mittel mit Grund empfohlen werden kann. München, 28. Januar 1866. Dr. Kopp König!. Kreis-StadtgerichtS- und Polizei-Arzt. Obige rühmlichst bekannten Stollwerck'- schen Brust - Bonbons sind ächt zu haben ä 14 fr. pr. Packet in GieSSCll bei C W. Dietz und bei Louis Frohn- Häuser; sowie in Berstadt bei Ehr. Eichelnrann Sohu; in Butzbach bei Bat. Wießter; in Friedberg bei Z. A Windecker; in Billig»» bei A Buch; in Idcll bei H C Bingmann. Uermietfjungen. 286) Der zweite Stock meines Hauses, mit der Aussicht auf die neue Anlage, ist zu vermiethen und am 1. April, auf Verlangen auch früher, zu beziehen. A. K. Worms, Seltersweg Lit C. Nr. 184. 307) Das von Herrn B. W. Fill- mann Wittwe bewohnte Logis in meinem Hinterhause, bestehend aus 5 Zimmern, Küche, Keller ic., ist durch deren Wegzug von hier anderweit zu vermiethen und sogleich zu beziehen. Earl IugHardt, am Kanzleiberg. 222) Das seither vcn Herrn Revisor Stock im B rühl'schen Hause am Canzlei- berg bewohnte Logis ist anderweit zu vermiethen und zu Ostern beziehbar. 4504) Ein möbtirte« Zimmer ist zu vermiethen bei Heinrich Eiff Wittwe. 291) In Lit. C. Nr. 92 in der Wol- kengaffe ist eine kleine Familienwohnung zu vermiethen und alsbald beziehbar. 250) Das von Herrn I. Bramm seither bewohnte Logis ist zu vermiethen und alsbald zu beziehen. __________ Aug. Montauus. 254) Das von Herrn Bürgermeister Reiber seither bewohnte Logis ist ander- weit zu vermiethen und am 1. April beziehbar. Louis Bramm. 121) Ein Familienlogis ist zu vermiethen bei G. Richter, Wolfengasse. 28) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen und sogleich beziehbar bei Friedr. Emil LooS. 300) ® j bis 5 o ii jvWJüi "3990) y s, lüNl skiff H-Msc, ai'b {•tbTUOt lo "IST pu uft W ff ter mW 513) 6 harten« M ivoblirtks Z zensaiff^ff 218) D siither bewo hoanse aus Msthyl Ml --- : i^s) Z Jrm vormal Irre Etnze. Ven 298) nieder mein Mntn un lüft für R 308) A fee erster pilte Sidjt toOO st. l Alts. 304) ton einen dgkn fron 25 ( «ii gelber t ""Belohn K . 293) @ »rben und M rett ist, dienst gc Mitt«. 582) Ei fj N Xl'6N«re [ 273)7; Ehr _ fielt ‘ *8runt Düte '8 kr. a 'ets muor 186ß. ■f?nntfn Stollwerck'. ’lnc' 4*( zu w liessen bd bf| Louis Froh», “rstadt beikhr. : ,n Butzbach tn Friedberg ?t "> w Hniigan Lieh btt H. C jungen. ctod meint« hmst«, die neue Mage, ß 1. April, aus Btt> i beziehen. K. Worms, !tz iit. 6. Nr. 184. Nr. 92 in Wt ®»>’ gamiltenroo6nung i« rn I. Bram« feil' ß^rSgernie£ Lolis^ -T^iuuW”’’11 *'6 WolM^l, w'* *6.» !•"' penn B. W. Fill> nie Logis in meinem > aus 5 Zimmer«, durch deren Wegzug vermielhen und fohl, am KanDtrg. ■ gen Herrn Recht tn Hause am Kanzlei' iß anderweit zu W t beziehbar. tj Zimmer iß j“ w' ,ick k'sf M^ Beilage zu Nr. 8 des Anzeigeblattes. Vermiethungeu 300) Ein neu eingerichtetes Logis von 4 bis 5 Zimmern, 2 Kabinetten, verschließbarem Korridor und allem Zubehör iß zu vermieihen.H. Rudolph. 3990) Das von Herrn Hosger.-Atvocat 8 r a n f seither bewohnte Logis tn meinem Hause, aus 4 schönen Zimmern, Küche k. bestehend, ist zu vermiethen und von Mitte Februar 1867 ab zu beziehen. W. Ferber, Buchhändler. 296) Im Reallehrer Dickorc'schen Hause ist eine möblirte Stube mit Kabinet zu vermiethen. 213) Ein vollständiges Familienlogis, wozu auf Verlangen auch ein Theil des Gartens abgegeben werden kann, und ein möblirtes Zimmer sind zu vermiethen Reichensand Lit. K. 131. 218) Das von Fräulein v. Me11ingh seither bewohnte Logis in unserem neuen Hause auf der Anlage ist anderweit zu ver- imethen und den 1. April d. I. zu beziehen. L. und A. Petri. m»9) 3ii Vermiethen: Im vormals Möd l'schen Garten die mittlere Etage. Auskunft ertheilt Herr Elias Meyer. Vermischte Anzeigen. 298) Mit dem 1. Februar beginnt wieder mein täglicher Privatunterricht im Rechnen und Schreiben, sowie die Nachhülfe für Realschüler und Gymnasiasten. ____K. Rahn. 308) Auf ein hiesiges Anwesen wird als erster Zusatz gegen gerichtliche doppelte Sicherheit ein Kapital von circa 600 0 st. gesucht. Näheres bei der Expev. d. Bltts.___________________________________ 304) Im Russischen H o f trinkt man einen ausgezeichneten, sehr preiswür- bigen französischen Rothwein. __________Mehrere Wein kenner. 287) Entlaufen ein gelber Hund (Dogge). Dem Finder eine Belohnung. K a tz e n st e i n & Eichenberg. --- 293) Eine ältere Person, welche im Wochen und allen häuslichen Arbeiten erfahren ist, wird gegen guten Lohn sofort in Dienst gesucht. Näheres bei der Exped. b. Bltts. Nicht zu übersehen! 282) Es diene hiermit zur Nachricht, baß auf dem Metzger-Balle nicht die Wie- fetfer Kapelle, sondern das Musik-Korps bes Wetzlarer 8. Jäger-Bataillons spielt. ,___Der Vorstand. 273) Tüchtige Vtechanifer sucht Ehr. Schröder <$» C o m p., polytechnisch-mechanische Anstalt. Frankfurt a. M Meisengasse 1. Jeuerverstchennrgsbank für Peutschl'and in Holha. 290) Zufolge der Mittheilung der Feuerversicherungsbank für Deutschland zu Gotha wird dieselbe nach vorläufiger Berechnung ihren Theilnehmern für 1866 circa 70 Procent ihrer Prämieneinlagen als Ersparniß zurückgeben. Die genaue Berechnung des Antheils für jeden Theilnehmer der Bank, sowie der vollständige Rechnungsabschluß derselben für 1866 wird am Ende des Monats Mai tu Z. erfolgen. Zur Annahme von Versicherungen für die Feuerversicherungsbank bin ich jederzeit bereit. Gießen, den 8. Januar 1867. Krauskopf, Hofger.-Advocat, ________________________________________________Agent der Feuerversicherungsbank f. D. Im Leib scheu Saale. 311) Sonntag den 27 Januar 1 8 6 7. Großes Nachmittags-Conccrt der Kiesiener Musik-Kapelle. Anfang halb 5 Uhr. Entree für Herren 12 fr, für Damen 9 fr. Familien-Billets, 5 Stück zusammen für 30 fr., sind bei Herrn C. Roloff zu haben. Programme an der Kasse ä 1 fr. Es isi durchaus nicht gestattet, Hunde mitzubringen. ____________________________Die Direction: Adolph Hecker. § Auswanderern halte ich meine regelmäßigen Schisss-Gelegen- heiten vermittelst der rühmlichst bekannten, schnellen Bremer Pofidampfer und schöner, schnellsegelnder dreimastiger Bremer Segelschiffe nach New-Pork, Baltimore, Philadelphia, Charleston S. C., New-Qrleans, Galveston, Quebec (in Kanada), sowie nach San Francisco (in Kalifornien), den Australischen Häsen und denen des la Plata (Montevideo und Buenos Ayres) bestens empfohlen. Prompte Beförderung, gute und reichliche Beköstigung, sowie billige Passage- preisc, werden zugesichert und ersuche ich Passagiere, wegen näherer Auskunft, sich persönlich oder brieflich, an meine bekannten Herren Agenten in Gießen Herrn C. W. Tietz, Haupt-Agent, sowie dessen Special-Agenten in Darmstadt Herrn H. C. Störger, „ Grün berg „ Hch. Fischer, „ Greifenhein „ Jost Kaiser, „ Lauterbach „ H. F. Köhler, „ Schlitz „ iZohs. Fischer, „ Hungen „ A. Funk, „Wolzhausen „ F. Thomä, zu wenden. Bremen, irn Januar 1867. @ttl( §of). KÜNgenberg, obrigkeitlich angestellter und beeidigter Schiffs- ____________________________________________________Makler und Schiffseppedient. Im Leib scheu Saale. 312) Dienstag den 29. Januar 1867. Bei aufgehobenem Abonnement: M o ) d r t - JE oncert zur Feier von Mozart s Geburtstag, von der Hietzener Musik-Kapelle. Anfang halb 8 Uhr. Entree für Nicht-Abonnenten an der Casse 18 fr. Für Abonnenten sind bei Herrn C. Roloff gegen Vorzeigung der Abonnements-Karte Billete ä 12 fr. zu haben. Es werden nur so viel Billete ausgegeben, als der Raum bequem gestattet. Das nächste Coneert im Abonnement findet Sonntag den 31. Januar statt. Adolph Hecker. auf 313) Exped. d. Bltts. als das Die hä Remi Mm 30. < (Reziermg rerschiedeiu Dam Di 2) 3m Wmch Md 2400 ta« 310) Auf dem Gute Neuhof bei Lang- Göns ist eine gelbe Dogge mit gestutzten Ohren und langer Ruthe zugelaufen und kann dieselbe gegen Entrichtung der Jnserat- gebühren daselbst in Empfang genommen werden. Auszuleihen. 266) Im Kirchenkasten zu Oppenrod liegen »50 fl. Capital zu 4'/, pCk. Zinsen gegen gerichtliche Sicherheit zum Ausleihen bereit. Oppenrod, am 21. Januar 1867. Seibert, Kirchenrechner. 277) Ein braves Dienstmädchen wird auf Ostern d. I. gesucht. Wo? sagt die Frischbäckei zu Ließen. S-onntag den 2 7. Januar. Jacab Ranstadt in der Neustadt. Carl Wallenfels I. am Asterweg. Friedrich Zulch auf dem Seltersweg. Im Promeuadehaus Sonnlag den 2 7. Januar 186 7. Abends halb 8 Uhr: Kirchliche Anzeigen. Evangelische Gemeinde zu Hießen. G o t t e s d i e n st Am 2 7. Januar. Morgens: Pfarrer Dr. Seel. Nachmittag« : Pfarramtskandidat Dr. Wciffenbach Kopulirte Den 2 4. Januar. Friedrich Wilhelm Lim- barth aus Hambach in Nassau und Lahnkutscher in Wiesbaden, drs verstarbenen Bürgers und Viehhändlers zu Hambach, Philipp Christian Limbarth, ehelicher Sahn; uitd Elisabeth Maria Karvline Geor- gette Kreiling, des Bürgers und WagnermeisterS, Moritz Kreiling, eheliche Tächter. Getauft. Den 20. Januar. Dem Ortsbürger in Alten- Buseck und Arbeiter in der mechanischen Werkstätte der Main-Weser-Bahn dahier, Philipp Harn, ein Sahn, Philipp Karl, gebaren den 26. December v.J. Beerdigte. III. tl ftntag b BeiiShki Seim 1) am bai tm 2) M mit 3) an nn' m 4) am Sfit, 5) am Sta Mei Mit 6) «n d least üanb 7) am j ierz heim Frau Naal 8) an b, 91ktl“ «m «ner Seine, 1) «m 2 W bl k . bi. Unterhaltungs - Mnsik^ ausgeführt von den Mitgliedern der Hießener Musik-Kapesse. Entree ä Person 9 fr. Th. Lony. Den 19. Januar. Magdalene Oertel. gebarne Rupp, des verstarbenen Bürgers und^Seilermeisterj zu Kirchheimbalanden in Baiern, Jakab Oertel, Wittwe, alt 77 3;, gestärkten den 16. Januar. Den 2 0. Januar. Johannes Todt, Ortsbur- qer in Graßen-Buseck und Postillon dahier, alt 61 3. 4 M. 24 T., gestorben den 17. Januar. Den 22. Januar. Johannes Martin Hoß, Bürger und Schreinermeister, alt 59 I. 11 M, 15 T., gestorben den 20. Januar. Die Psarrgeschäste in ter nächsten Woche besorgt Pfarrer Dr. Seel. Geschäfts - Empfehlung. 232) Ich bringe hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß ich mich dahier Schuhmacher etablirt habe. Durch solide Arbeit und reelle Bedienung werde ich Vertrauen meiner geehrten Kunden zu rechtfertigen suchen. Meine Wohnung befindet sich bei Herrn Dachdecker Herrnan^i schwalb dem Tiefenweg. Hintergebäude. _____________________(S) e p r g e» d) n e i P e r. I. Ediä xliD^ 1830 «eüB gut Er ,i-rh>>"d' 1866 («"i* sttku"d 19 Darm! (L. 8.) II. ®f Iaht l867., f)tii des "i stchen M 1) 91a bet durch 1 gehabten B rang ' »etsei 258) Meine Wohnung, sowie mein , Bord- und Kohlenlager, befindet sich von heute an im Russi scheu Hof. Gießen, den 23. Januar 1867. S. Katzenstein. 99) Bericht 1 bis 6 und 8 der Ober- hessischen Gesellschaft sucht zu kaufen Dr. O. Buchner. 303) % Braunschweiger Lotterie-Loose sind gefunden worden. Von wem? sagt Ausg. v. Bltts._ MM- Grsälllqst m beachten! ! Wir"nnpfe^n unser auf di- soll este Basis gegründele Institut dem msenrenden Pub tkum | zur Uebertragung von Insertions-Aufträgen ,eden Umfanges und fuhren nachstehend ■ die hierdurch erwachsenden Vortheile zur gefälligen Berücksichtigung an. 1 3n Folge einer directen Geschäfts-Verbindung mit sammtlrchen Jertungs- » Erveditionensind wir durch die uns von denselben günstigst geftclltcnsionditionen V m d^n Stand gesetzt, die uns tiberwiesenen Aufträge unter folgenden billigen JBedingun- | «ÄS» ?*“'»*■ äää» SS" I 6 Sämmtliche eingehenden Aufträge werden stets noch am Tage des Erntoessensl nach li M hin pvtiphirf 7. Itcberfefcunaen in allen Sprachen werden ro)tcnfrci I ausqeführt 8 Bei Sllmoncen unter einer beliebigen Chiffre werden die uns zugehenden Cffeiten ohnelede Provisions-Anrechnung an die.esp Aust aggeber punktl.chft übermittel . 9^Strcngste Gcschäfts-DiScretion bewahren wir tn allen Fallen. 10 Ko,ten- Anichläae werden bei umfangreichen Insertionen von uns bereitwilllgst auf Wunsch» vorerft aufge*ltfl 11. Eorrespondenz franco gegen franco. 1 i- Unser neue,ter und correctefter Snsertions-Aalender, Verzeickniß sämmtlicher Zeitungen und Zeitschriften mit genauer Angabe der Auflagen und sonstigen « für die Inserenten wichtigen Notizen, steht gratis zu Diensten. Sachse Ä Co. g Zeitungs-Annoncen- Expedition, g Leipzig- ______| Der Fräulein Susanna K .. . ck die herzlichsten Glückwünsche zu ihrem (am 28. Januar) 17. Wiegenfeste. A. 306) Ein junger, dunkelbrauner Hund mit weißer Brust und weißen Pfoten, auf den Namen „Leo" hörend, hat sich verlaufen. Dem Ueberbringer eine gute Belohnung bei Zimmermeister Gg. Herbert. Vfarrnmtliche Bekanntmachung Da wir glauben müssen, daß die gesetzlichen Bestimmungen über d>e ^Anzeigen,der ^urttn^u^d ^^^^""cgiUer/ Un6 Anberaumung der Begräbn.ßzeit Vielen nnbekannt Ü' und da es uns Nicht ^'^ ^^rhäuften Amtsgeschästen die Verstorbenem Die statistischen Verzeichnisse in der vorgeschriebenen Weise zu fuhr n und bei un rn o| ) t un< zu jeder Stunde, namentlich an Sonntagen, zum Grabe zu begleiten, wenn J« '' genöthigt, die nachfolgenden Vorschriften mit der Bitte um eine genaue Beachtung £r b^s Vaters? des Vor- und Zunamen» B 1) die Geburten sind mit Angabe des Berufs, des Vor- und Zunamens und des A ers des Ba rs o lb°3 g. „ und des Alters der Mutter, sowie der Anzahl der Kinder und des Tags »nd der S und der Ge art tnnerv von den Hebammen oder von den Angehörigen bet dem ®et(lhd)en, Cer tu bi'er Geistlichen, g-- 2) die Beerdigungen dürfen nicht ohne vorgängige Anzeige, und Erlaubntß des C st Verstorbenen, bei Verheiratheie» schehen. Die Anzeige soll unverzüglich gewacht und dabei das Alter un> bu: «ran^e t der Bustord'NM,^ ^istlich« auch die Zahl ihrer Kinder angegeben werden. Die Zeit der Beerdigung ) . .. . Bestimmung von der festgesetzt werden. In Fällen, in denen die Begleitung der Geistlicheni nicht‘ iß Beibringung des Todesscheines ab, in den Fallen dagegen, >n welchen d> 3 - fDnbern auch zu befragen, i» derselbe nicht blos alsbald bet der Anzeige des Sterbfalls davon m Kenntntß zu sitzen, s ) welcher Stunde die Beerdigung geschehen könne. . Gießen, den 24. Januar 1867. Landmann. Dr. Seel. »"Iche Smfefh? (»t —1 ?eih $Fole ^h! °ttnb, J ?' «u! Wt eine ”"' "dtr Q). =9ult & —^HErben Mu. ’h« 47 Smiw Sicherheit ? r?Elt jun Üiu, Januar 1887. rt| K'ichemkchner. 3°nuar. • rib®f*8 !■ am Jfe dm Selters«^ emde zu Hi^en. dienst. Sanuat ®«d. itefanbitatDr. SßtifjtitM litte. Fmtrich Wilhelm Ai, afiau irnb kohukitscher h m Bürgers mb MHHü»d> Sbriüiati iimdarth, ehe- tti) Man» fiawtai Ges» :jtrt unb WaWnmchH Tochter. a u f t. Dem Ortsdürger in Ma der mechaniichen Wirkst babitr, Philipp Hm, ® buten ben 26. Detembttij. digte. Magdalene Oertel. gebe» LürqerS unb Seilermeiile! , Baiern, Jakob Cetii orten den 16- Sannat. Johannes Todt, Or» nb Postillon dch-r, alt« ben ren 17. Zamar. . Zohamies Marten H mster, alt 59 3- 11 I. Januar. 5er nächst» W-ch -ret Dr. M ®,w,*sy >cE 5 SfcÄ1 ! auch iu Ertra-Beilage zu Nr. 8 des Anzeigeblattes. Darmstadt. Das Regierungsblatt Nr. 4 enthält : I. Edict, die Ergänzung der Feldtruppen im Jahr 1867 betreffend. LUDWIG III. von Gattes Gnaden Großherzog von Hessen und bei Rhein k. ec. In Gemäßheit der Artikel 2 und 3 des Recrutirungsgejetzes vom 20. Juli 1830 verordnen Wir hierdurch wie folgt : Einziger Artikel. Zur Ergänzung der Feldtruppen im Jahr 1867 und Zweitausendvierhundert Mann erforderlich, welche aus den Aufrufsfähigen des Jahres 1866 (einschließlich der Relativtauglichen) ausgehoben werden sollen. Urkundlich Unserer eigenhändigen Unterschrift und beigedrückten Großherzoglichen Siegels. Darmstadt, den 8. Januar 1867. (L. S.) LUDWIG. v. Gro lm an. II. Bekanntmachung, die Bertheilung des Recrutenbedürsniffes für das Jahr 1867 auf die Provinzen betreffend. Zum Vollzug des Allerhöchsten Edicts vom 8. d. Mts. und in Gemäßheit des Artikels 36 des Reerutirungsgesetzes wird Nachstehendes zur öffentlichen Kenntniß gebracht. 1) Nach den von den Recrutirungsräthen e »gesendeten und auf Grund der durch den Friedensver^rag mit Preußen vom 3. September v. I. stattgehabten Veränderungen berichtigten Tabellen über das Ergebniß der Musterung von 1866 sind an tauglichen Militärpflichtigen, einschließlich der in das Depot versetzten, vorhanden : in der Provinz Starkenburg. . . . 2463 Mann „ „ „ Oberheffeu .... 1738 „ „ „ „ Rheinhessen.... 1489 „ 5690 Mann. 2) Im Verhältniß der Gesammtzahl aller tauglichen Dienstpflichtigen, wonach nach Artikel 36 des Reerutirungsgesetzes der edietmäßige Bedarf von 2400 Recruten auf die Provinzen zu vertheilen ist, hat demnach zu stellen : die Provinz Starkenburg . . . 1039 „ „ Oberheffeu .... 733 „ „x Rheinhessen . . . 628 2400 Recruten. Die Provinzial-Directionen werden nunmehr nach Artikel 37, 39 und 40 deS Reerutirungsgesetzes, nach §. 100 bis einschließlich 107 der Verordnung vom 30. April 1831 und nach der Bekanntmachung vom 1. November 1855 (Regierungsblatt Nr. 37) die also bestimmten Provinzialcontingente auf die verschiedenen Bezirke vertheilen und das Weitere besorgen. Darmstadt, den 10. Januar 1867. Die Großherzoglichen Ministerien des Innern und des Kriegs. v. Dalwigk. v. Grolmann. Schenck. III. Uebersicht der für das Jahr 1866 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse der israelitischen Religionsgemeinden des Kreises Bensheim. IV. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht : 1) am 28. December 1866 dem evangelischen Schullehrer zu Kirch-Brombach, im Kreise Neustadt, Leonhard Fleck die erste evangelische Kna- ben-Schulstelle zu Groß-Gerau, im Kreise Groß-Gerau, — und 2) am 31. December 1866 dem Hofsecretär Michael Dember die Administration der Hofmeierei und des Hofes Gehaborn zu übertragen; 3) an demselben Tage den Hofkoch Carl Fleck zum Haushofmeister — und den Hofküchencontroleur Carl Rolshausen zum Hoffvurier zu ernennen; 4) am 2. Januar den Ministerialrath bei dem Ministerium der Finanzen August S chleiermacher zum Präsidenten des Landesgewerbvereins, — 5) am 3. Januar den Hofgerichtsrath bei dem Hofgericht der Provinz Starkenburg Dr. Friedrich Theodor Kleinschmidt — und den Ober- Medicinalrath bei der Ober-Medicinal Direction Dr. Ernst V ir zu Mitgliedern der Centralstelle für die Landes-Statistik zu ernennen; 6) an demselben Tage dem Finanz-Accessisten Gustav Ludwig August Valentin Dittmar aus Darmstadt die Hospitalrentmeisterstelle an dem Landeshospital zu übertragen; 7) am 8. Januar den seitherigen Landrichter bei dem Landgerichte Battenberg Wilhelm, Ulrich zum Landrichter bei dem Landgerichte Nauheim — und den seitherigen Actuar bei dem Landgerichte Battenberg Franz Ignatz Groß zum Landgerichts-Actuar bei dem Landgerichte Nauhejm, — 8) an demselben Tage den Kammerjunker Heinrich Freiherrn von Lin- delos zu Straßhof bei Wien zum Kammerherrn — und 9) am 10. Januar den Oberlieutenant in dem ersten Reiterregiment Joseph Freiherrn von Stein zu Lausnitz zum Kammerjunker zu ernennen. V. Versetzungen in den Ruhestand. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht : 1) am 2. Januar den Bereinigen Kreisrath des Kreises Vöhl Regienmgs- rath Carl Fuhr — und 2) an demselben Tage den- vorhinigen Kreisrath des Kreises Biedenkopf Dr. Ludwig Carl Dieffenbach temporär in den Ruhestand zu »ersetze». VI. Concurrenzeröffnung. Erledigt ist : die zweite, durch einen Theologen zu besetzende Lehrerstelle an der evangelischen Garnisonsschule zu Darmstadt — womit zugleich die Verpflichtung zu einer bestimmten Anzahl von Predigten und zu sonstiger Hülfeleistung an der Garnilonskirche verbunden ist; mit dieser Stelle ist ein jährlicher Gehalt von Fünfhundert Gulden aus der Kriegskaffe, freie Wohnung oder statt derselben weitere Einhundert Gulden in Geld und der Bezug von 15 Stecken Buchenjcheitholz mit der Verpflichtung zur Heizung eines Schulzimmers oder 11 Stecken ohne diese Verpflichtung, verbunden; Gesuche um Uebertra- gung dieser Stelle müssen binnen 14 Tagen eingereicht werden. Gießen. In der am 20. Januar vom Central-Wahl- Comito in'S (Safe Leib dahier berufenen Hauptversammlung der ' Wähler des Wahlkreises Gießen-Grünberg.Nidda, zur Feststellung eines Abgeordneten in den norddeutschen Reichstag, wurde zunächst durch den Vorsitzenden, Herrn Carl Gail, die nationale Bedeutung der an bas deutsche Volk berangetretencn Aufgabe in eindringlichen Worten entwickelt und unter Hinweis auf die nachfolgend abgedruckte „Stimme aus der Fremde", die Wähler er- mahnt, nach allen Kräften dahin zu wirken, daß Jeder bei der bevorstehenden Wahl eines Abgeordneten seiner Pflicht als Staatsbürger nachkomme und nicht gleichgültig die Wahl, ohne ge- wählt zu haben, an sich vorübergehen lasse. Das Ausland und namentlich Frankreich sieht mit Bangigkeit auf die Vorkommnisse in Deutschland und gibt darüber das nachfolgende Schreiben des Herrn L. Bamberger in Paris ein beredtes Zeugniß ab. Möge Jeder dieses Schreiben recht beherzigen ! Cure Stimme aus der Fremde. „Singen haben sie und sehen nicht, Ohren haben sie und hören nicht." Nein, die Nachwelt wird es nicht glauben, denn schon die Mitwelt glaubt es nicht. Geht doch hin und sagt einem Franzosen, Engländer. Italiener : Die Deutschen sollen jetzt ein Parlament haben, aber sie wollen nicht recht d'ran; dem Einen ist's nicht groß genug, dem Andern ist's nicht hoch genug; Der fürchtet, es habe nicht genug zu sagen, Jener, cs könnte zu viel Gewalt bekommen; der Eine meint, die Fürsten werden es unterdrücken— Und aus lauter Furcht zu ertrinken, springen sie in's Wasser! O hättet Ihr doch Etwas von dem Geist, dem Schwung, der Einsicht, welche Euch das Ausland jetzt borgt! Könnten doch der Neid, die Furcht, das Staunen, die ringsum an Euren Grenzen auflodern, Euch Lebensfeuer in die Adern blasen! Könntet Ihr Euch mit fremden Augen sehen! Das ist das Ge- heimniß, aus dem erklärlich, warum von den draußen lebenden Deutschen die meisten so ungeduldig rufen : Greifet zu, greifet zu! — Ja, Ihr habt es nicht erlebt, wie wir, daß ein Fremder die Karte an Eurer Wand anschaute mit den sechsunbdreißig abenteuerlich verschlungenen Farbcnklecksen, und, mitleidsvoll den Finger darauflegend, fragte : „Ja das ein Vaterland?" Ihr gabt nicht, mehr als einmal, die Augen niederschlagend, leise zur Antwort: „Das wird es werden einstmals!" innerlich aber würgten Schaam und Zweifel. — Und jetzt erlebt Ihr es nicht, daß ringsum alle Stimmen rufen : „Heil Euch Deutschen; jetzt geht es in Erfüllung; Eurer Land ersteht aus der Asche!" Ihr erlebt es nicht, daß aller Augen auf Euch blicken, daß alle Hände hinwärts deuten und weit im Kreise die ganze gesittete Welt laut ausruft : „Dort kommt ein Volk zur Welt!" So geht Ihr hin und seht es nicht, was Freund und Feind ringsum mit Staunen betrachten. Schon raubt der Anblick Eurer werdenden Nation Frankreich den Schlaf, Ihr aber besinnt Euch, ob ihr aufwachen sollt? Meint Einer, in dem großen, eitlen, rauschenden Paris höre man jetzt von der Ausstellung reden, oder von neuen Straßen und Baulichkeiten, oder von Mexiko, oder von der nahenden Eröffnung der Kammern? — Nichts von alledem! Deutschland heißt die Parole. Mit Deutschland steht man auf, mit Deutschland geht man wieder. „Die Deutschen machen ein Parlament, ein Volk, ein Reich, sie haben gegessen vom Baum der Erkenntniß, den ihnen der Eigennutz ihrer Fürsten, die Eifersicht ihrer Nachbarn so lange verwehrt. Das wird fein : Schrecken und Herrlichkeit!" — So ruft es von allen Seiten. Kein Blatt, kein Buch, kein Zwiegespräch, oder es hallet daraus wieder: Deutschland. Der eine sagt's mit Neid : Frankreichs Weltherrschaft geht zu Ende, kommt erst dies Volk von L. Bamberger. Parlament auf jeden oder Tod! Paris, Januar 1867. felnve Schläfer, so wird es weniger von Unglück und Beschämung. Denn : kommen wird das Thut aber nicht voraus Jever seine Schuldigkeit, setzt er nicht alle Kraft daran, basz es aus freien Männern zusammentrete, dann werden, die Feinde des freien Bürgers ihre Äreackuren bineinseken, und die Kreaturen werven Eure Rechte im Stiche lassen und mit Füßen treten helfen. Die fremden Volker aber werden denken : Solches sei Euer Wille gewesen. Denn nimmer werden sie glauben : Ihr seiet aufgerufen worden, aus freier Wahl einen Reichstag zu, entsenden, und Ihr hattet Euch schwach- müthig Eures Rechts begeben; Ihr hättet der Stlmmxn gespo - tet, die Euch zuriefen : Erwählet Männpr des Rechts, der Fr ei beit, der Zukunft. Sie werden für wahp halten, daß die Kreaturen der Finsterniß, und Gewalt die Vertreter deutschen Geister und deutschen Willens seien und werden zum Schluß kommen: . . , , ... , Deutschland wollte mcht einig noch frei lein! So würden sie urtheilen und sie würden Recht haben. Roch aber ist es nicht zu spät! Roch ist die Stunde nicht verronnen, die für eine unermeßbare Zukunft bas nchichal Deutschlands besiegeln soll! Roch seit Ihr Herren, das wahr zu machen, was ringsum die Welt Euch zuruft, was die Zeichen ver Geschichte mit Flammenschrift auf Euren Weg schreiben. Gehet hin und wählet! Wählet freie Männer! Lasset sie geloben, sich fest zu klammern an das große Gut, das ihren Händen anvertraut wirv, an die Zukunft Deutschlands. Dies ist der Wendepunkt seiner Geschichte. Dies ist : Leben Hierauf wurde ver Vorschlag des Central-Wahl-Comitus : den Abgeordneten Diäten und Reisekosten zu vergüten", als eine gemeinsame Angelegenheit des ganzen Hessischen Gebietes nörvlich ves Mains hingeftellt und auch von der Bersamm ung gutgeheißen, wenn nicht unterdessen eine gesetzliche Regelung dieser Angelegenheit durch unsere Lanvstände erfolge. — Herr Hofgerichtsrath Völcker schlug alsdann, Namens des Central-Wahl-Comitäs, den Herrn Adalbert von Rabenau zu Fricdelhausen als Abgeordneten in den norddeutschen Reichstag für den Wahlkreis Gieszen-Grünberg-Nivva vor und bemerkte, daß derselbe |td) bereit erklärt habe, eine auf ihn fallende Wahl anzunehmen. Herr v. Rabenau sei ein liberaler und entschiedener Mann und stehe auf dem Boden ves vom Central-Wahl-Eomito unterm 15 December v. I. veröffentlichten Programms (siehe Anzeigeblatt Nr. 102 v. 1866), man könne ihm sonach getrost die Angelegenheiten unserer Provinz zur Vertretung im Reichstag in die Hände legen. Herr Völcker entwickelte noch in längerer Rede und unter Hinweis auf Die langjährigen Bestrebungen der Deutschen, daß es eine Nothwendigkeit sei,, jetzt sein Wahlrecht auszuüben unv ermahnte nochmals die Wähler in ihren Kreisen va- hin zu wirken, daß Vie Wahl eine allfeittge werde, da durch- aus keine Gründe vorhanden seien, sich der Wahl zu enthalten, denn nur dadurch, daß der Wille des Volks nach Einigung sich überall laut kundgebe, könne auch aus dem jetzt zusammentretenden Reichstag ein. großes deutsches Vaterland an der Hand Preußens hervorgehen. Die Schamröthe müsse jedem Deutschen in s Gesicht steigen, wenn wir Urtheile hörten, wie sie in der "S"mme an der Fremde" ausgesprochen seien und um so unbegreiflicher wäre Das Zaudern ver Deutschen, das ihnen aus der Hanv Preußens dargebotene anzunehmen. — Hierauf ergriff Herr v. Rabenau das Wort und entwickelte in folgender Reve seine Zündsätze . Der deutsche Bund hat während der fünfzig Jahre: Jemeö Bestehens, - vom 5. Novbr. 1816 bis 14. Ium 1866 - für Die zeitgemäße politische Wiedergeburt der deutschen Nation ° -u. L !ich,- glih-»! - B-i S,Sff,mg °--i tuns am 5. Novbr. 1816 zu Frankfurt a. M. bezeichnete ver K K. Präsidialgesandte, — Graf von Buol-Schauenstein, Die Aufgab derselben dahin : „daß Deutschland tn dem Bund als ein Ganzes, - als eine politische Einheit, - Meder als ' Macht in der Reihe der Völker erscheinen solle." Ich acceptire heute noch diese Worte als mein politisches Programm, aber ich will nicht, baß sie Worte bleiben, — sondern ich will, daß Arbeitern unv Denkern hinter das Geheimniß seiner Kraft. Der andere verkündet'S mit Freude : Deutschlands Auferstehung ist der Freiheit Morgenroth, denn nur die Freiheit wirv uns Vie Stärke geben, mit ihm zu wetteifern! Also tosen Furcht und Hoffnung an Eurer Grenze. Nur , Ihr allein wollt nichts gewahr werven. Denn das ist ves Unglücks letzter Fluch, daß es stumpf wird gegen leinen eigenen Stachel. Hundertjähriges Elend hatte uns dahin gebracht, daß wir nicht fühlten, wie elend wir waren, hat uns taub gemacht, daß unverstanden ver Ruf an's Ohr schlägt : Tretet heraus aus eUr%kienigen, welche das Maß verloren für ihr eigenes Ge- schick, sollten sich mahnen lassen von dem Urtheil älterer Ratio- nen, deren Blick geschärft worden durch Erlebnisse eigener Große und eigenen Falls! Niemand in ganz Frankreich, der nicht die Dinge bei uns zu Haus für die größten ver neuen. Zelt "klarte. Selbü ver Sturz des Papstthums hat dieses katholische Land un- ^Uch Wender aufgeregt , als der Sturz Oesterre chs und der drei deutschen Fürsten. Sie betrachten Alles als so ferttg fo überwunden, sie sehen so als unmöglich an, daß w,r Vas^W er unvollendet sinken lassen - was sag ich? — daß Wir^ s^m ß trauisck selbst zerstören, daß sie bereits fragen : Was wiid nun das einige Deutschland'zunächst beginnen? - und sie antworten sofort : Deutschland wird von uns Vas El,aß zuruckkordern. Vergeblich erwievert man ihnen : „Friede, Freiheit, Eintracht. Sie neben weit genug zu glauben : Deutschland, geeinigt unter Einem Parlament, könne sich rasch zu solcher Herrlichkeit entwickeln, daß die seit zweihundert Jahren Frankreich elnverleibten und mit ganzer Seele ihm anhangenden Deutschen Provinzen sich möchten zum Muttervolk hingezogen fühlen. Wie könnten wir ihnen Vie Wahrheit gestehen , wie wollten - wir? Wer würde sie uns glauben? Geht doch hin unv erzählt einem Franzosen : „Dies Deutschland, das Ihr so groß und dräuenv fertig seht, hat erst noch seine besten Freunde zu Hause zu gewinnen, ehe es dran denkt, über seine Grenzen zu gehen. E- d°, °ich> Seit °°ch SM für d.» As-tz-. D-r ner, der Hesse, ver Schwab, ver macht ihm noch das Leben sauer. Der Fremde erkennt uns an, in bem er gegen uns rüstet; zu Hause verkennen hunderttausenv Landsleute noch ihre eigene Bestimmung, invem sie nicht einmal die Hand aufheben zur Wahl So sitzen wir draußen in der Fremde, und alle die Glückwünsche, alle die Eifersucht, alle die Befürchtungen, die unseren Herzen zujubeln, werden zu ebensoviel bitteren Psetten, wenn eine Botschaft aus der Heimath kommt. Sie wollen nicht wählen, Vas Parlament ist ibnen nicht gut genug! So höret einmal, mit des Fremden Urtheil, auch einen seiner Weisheitssprüche : »So viel >der Mann werth ist, so viel auch feine Sache . laut vaut Fkomme, tant vaut la chose! Gebt einem Stümper Vas beste Instrument, er wirv ihm keinen Ton entlocken; gebt einem Künstler nur eine gespannte Saite, er wird sie beleben. Stellt einen Schwachkopf an die Spitze des glücklichsten Unternehmens, er wird es zu Grunde richten; leiht einem Mann von Genie Vie nothdürftigste Anstalt, 'er wird sie zum Geveihen^bringen. So viel der Mann werth ist, so viel Die Sache, nett Ihr selbst was werth, so wird Euer Parlament was werth fein, »tet sogar, unermeßlich viel. Seid Ihr aber faule, an euch selbst verzwei- *- ■- - - sein als nichts, ein Quell T,/Die letzten Gründe, durch welche es möglich wurde, Deutschland mit diesen Worten fünfzig Jahre lang in seiner Entwickelung hinzuhalten, liegen einfach dann, daß tn »>« 8“« desversamtnlung nur die Fürsten, — und nicht die Volker v r treten waren, sowie in dem Widerstreit Ver Interessen, - na mentlich von Oesterreich und Preußen- Run hat der altt-deutsch Bund von 1816 aufgehört zu existiren, — ^5 .^ordd utsche Bund von 1866 ist an seine Stelle getreten. — Art. 4 iti Vertrags zwischen Preußen und Oesterreich vom 23. Aug. 1866 besagt h-eru^r fcnd 'N de« Bl>" iejt - wieder al» L- 34 «* i:4. «itrbti Deutsch ,n inW^n- £ BSlk» »«' cht Ll - na- 3‘Ä*1* jjöf.«* L ^ohne Bethciligung des Oesterreichischen Kaiserstaates. Ebenso verspricht Se. Mcjestät das engere Bunvesverhältniß „anzuerkennen, welches Se. Majestät der König von Preu- „ßen nördlich von der Linie des Mains begründen wird, — „unb erklärt sich damit einverstanden, baß die südlich von „dieser Linie gelegenen deutschen Staaten in einen Verein „zusammentretcn, dessen nationale Verbindung mit dem nord- „veutschen Bunde der näheren Verständigung zwischen beiden „Vorbehalten bleibt, und der eine internationale unabhängige „Existenz haben wird." „In dem Friebensvertrag zwischen Preußen und Hessen vom 3. Sepkbr. 1866 ist Se. K. H. der Großherzog von Hessen mit seinen nördlich des Mains gelegenen Besitzungen in den Norddeutschen Bund eingetreten. (Art. 14 letzter Absatz.) „Unterm 17. Septbr. v. I. hat nun Se. K. H., unser allergnädigstcr Großherzog, — von Worms aus einen Aufruf : „An mein treues Volk!" — erlassen, — worin es heißt : „Mein eifrigster Wunsch war, den Bund, welcher der- „malen den Norden Deutschlands umfaßt, auf das ganze, „große Vaterland ausgedehnt zu sehen. — Rücksichten, — „deren Beseitigung nicht in Meiner Macht liegt, standen bis „jetzt der Erfüllung Meines Wunsches entgegen." „Welche Rücksichten es waren, die Preußen zur damaligen Zeit bestimmen mußten, dem Wunsche des Großherzogs, — unseres allergnävigsten Fürsten und Herrn, — entgegen, dem Eintritt des ganzen Großherzogthums in den Norddeutschen Bund die Gewährung zu versagen, will ich hier nicht weiter erörtern, — sondern nur meine Ansicht dahin aussprechen, daß in Zukunft, — nachdem der Norddeutsche Bund fest organisirt sein wirb, — die letzten maßgebenden Rücksichten in solchen rein inneren deutschen Fragen nur die deutsch nationalen Interessen sein dürfen, — können — und werden. „Das Verderben des deutschen Reiches, — der Zerfall der Staats- und Neichshoheit war, daß ihre Theile Polypenhaft zur Selbstständigkeit erwuchsen. — Jetzt gilt es, dieses Reich wieder zu errichten, und die alten Fehler zu vermeiden. — Der ganze Inhalt der politischen Existenz der Kleinstaaten war ein negativer geworden, — ein Zustand, der auf die Dauer völlig unhaltbar war, und ist. Ersatz und Rettung wird ihnen nur dann kom- mcn, wenn sie aus der Negative heraus wieder in's Leben eintreten, und die sich unaufhaltsam vollziehende Wandelung in den deutschen öffentlichen Nechtszuständen anerkennen. „Ich denke, — wir Oberhessen wollen dem großen deutschen Aaterlande mit Freuden geben, was ihm gebührt, aber auch das Recht, und die Eigenart unserer einzelnen Stämme entschlossen verthcidigen, soweit sie mit den berechtigten Anforderungen des großen Ganzen nicht im Widerspruch stehen. „Nach den von Preußen unterm 10. Juni v. I. für den neuen deutschen Bund formulirten Grundzügen ist die Umgestaltung des Bundestags unter den Bundesregierungen mit dem zu berufenden Reichstag zu vereinbaren. (Art. III. der Grundzüge.) Dieser Vorschlag unterscheidet sich von dem 1848 von der Nationalversammlung betretenen Wege dadurch, daß nicht von der Nationalvertretung einzig und allein die deutsche Verfassung bestimmt werden soll. — Ebensowenig soll aber auch, wie nach dem Oesterreichischen Reformprojeet von 1863, eine Fürstenversamm- lung für sich darüber endgültig entscheiden. „Deutschland ist jetzt an einem entscheidenden Wendepunkt seiner Geschichte angelangt, und hat vielleicht nie vor einem ver- hängnißvolleren Moment gestanden, als dem gegenwärtigen. Eine schnelle, — liberale, — und feste Organisation des Norddeutschen Bundes in all' seinen politischen, militärischen und socialen Einrichtungen ist der sicherste Weg zur Beseitigung aller inneren und äußeren Schwierigketten, — auch der Mainlinie re. -—■ Diese Organisation mitherzustellen, ist Aufgabe des Reichstages, welcher in den Staaten des Norddeutschen Bundes am 12. Febr. gewählt, und bald darauf in Berlin zusammentreten wird. — Die Aufgabe dieses Reichstages im Großen und Ganzen, resp. der Oberhessischen Abgeordneten in demselben, ist nach meiner Auffassung bi« Folgende : 1. der Reichstag soll das Eisen schmieden, so lange es warm und biegsam ist; 2. der Reichstag soll wenig sprechen, aber entschieden und praetisch handeln mit der einzigen letzten Rücksicht auf die Ehre, das Wohl und die Größe des deutschen Volkes; 3. der Reichstag soll nicht dulden, daß ein wiükührlichcr Strich auf der Landkarte Deutschland tanernd trennt; 4 fein politisches Heil für Hessen, außer im engsten, ungeheuchelten Anschluß an den Norddeutschen Bund. Zum Schluß will ich hier noch einen Satz aus dem Brief des Grafen Bismarck, als derselbe preußischer Gesandter am russischen Hofe war, d. d. Petersburg den 12. Mai 1859 an den Preuß. Minister von Schleinitz ohne Commentar mittheilen, weil er für sich selbst spricht und geeignet ist, vielfache Zweifel zu beseitigen. Er lautet : „Wenn wir mit unseren Vaterlands- „genoffen auf eine engere und praktischere Weise verbunden sein „werden, dann erst werde ich gerne auf unserm Banner das Wort: „d eutsch" statt „preußisch" lesen; — jenes Wort verliert „aber seinen Zauber, wenn es fälschlicherweise angewendet wird, „— auf den gegenwärtigen Bund." Die Versammlung schritt hierauf zur Abstimmung und nahm einstimmig den Herrn v. Rabenau als Candidaten an. Schließlich wurde noch hervorgehoben, daß in allen Wahlorten des Wahlbezirks Gießen-Grünberg-Nidda die Verhandlungen dieser Versammlung veröffentlicht werden sollen und daß der dazu geeignetste Weg die Presse sei. Gießen. In einem dieser Tage von einem hiesigen Metzger geschlachteten Schweine hat unser thätiger Fleischbeschauer, Herr Ph. Möhl, Trichinen gefunden und ist dasselbe, wie aus einer polizeilichen Bekanntmachung hervorgeht, mit aller Vorsicht auf den Schindanger verscharrt worden. Das Unheil, welches hierdurch verhütet worden ist, haben wir doch nur der Umsicht und dem unermüdlichen Eifer unseres Mitbürgers, Herrn Möhl, zn verdanken und gebührt daher demselben der wärmste Dank alle hiesigen Einwohner. Beschlüsse , des Gemeinderaths der Stadt Gießen aus der Sitzung vom 24. Januar 1867. 1) Dem Julius Hahn von Schlitz, Geschäftsreisender bei der Firma G. H. Schirmer wurde zum Zweck seiner bürgerlichen Niederlassung und Verehelichung das Bürgerrecht ertheilt. 2) Die Feldschützen von Gießen hatten bei dem Gemeinderath nachgesucht, daß ihnen statt der jetzt fälligen Dienst-Röcke, Paletots bewilligt werden. Diesem Gesuche wurde in Rückflcht der geringen Kostendifferenz und der Zweckmäßigkeit der Aenderung vom Gemeinderath willfahrt. 3) Heinrich Euler, Handarbeiter, hatte beim Gemeinderath um Bewilligung der Mittel zur Auswanderung nach Nordamerika gebeten, und zur Begründung dieses Gesuchs angeführt, daß er wegen Mangels an Arbeit nicht mehr im Stande sei, sich hier zu ernähren. Dieses Gesuch wurde ahgewiesen, da Bittsteller ein gesunder und kräftiger junger Mann ist, und tüchtige Arbeiter hier stets ausreichenden Verdienst finden. 4) Der Gemeinderath erklärte wegen der beabstchtigten Verehelichung des Heinrich Wagner, Schreiner von hier, daß derselben in Beziehung der Ernäh- ruugsfähigkeit des Bittstellers nichts entgegen stehe. 5) Dem Daniel Schneider, der Caroline Bartholomay und der Lisette Weißmüller von hier wurde Befreiung vom Schulgeld für ihre Kinder bewilligt. 6) Den Gebrüdern August und Adolf Michel von Biedenkopf wurde das Bürgerrecht ertheilt. 7) Ein Gesuch der Burschenschaft „Germania" das städtische Turnlokal für ihre Fechtübungen benutzen zu dürfen, wurde dem städtischen Turnlehrer C. Rübsamen zur Aeußerung überwiesen. 8) Ein Gesuch des Soldaten Wilhelm Alexander Mergott von Botten- Horn um Ertheilung des Bürgerrechts in Gießen wurde abgelehnt. 9) Die Kastwirthe Müller, Ruff und Viring haben während d-s letzten Kriegs mehr Einquartirung getragen, als sie nach ihrem Normalsteuercapitale verpflichtet waren, und dafür Vergütung beansprucht. Diese wurde auf Grunds der gesetzlichen Normen festgestellt und soll dieselbe den Reclamanten, vorbe hältlich des Ersatzes aus dem allgemeinen Ausgleichungsfonds aus der Stadt caffe einstweilen bezahlt werden. u r t h e i l e des Großh. Bezirksstrafgerichts Gießen, in öffentlicher Sitzung gefällt. I. Am 17. Januar d. I. wurden verurtheilt: 1. Mariane, Wittwe des Heinrich Rausch von Friedberg, wegen Ver- läumdung, in eine Gefängnißstrafe von 6 Wochen. 2. Kaspar Wagner von Nieder-Mörlen, wegen Diebstahls, in eine deSgl. von 14 Tagen. 3. Emil Becker, Taglöhner von Gießen, wegen desgl. im H. Rücksalle in eine geschärfte CorrectionshauSstrafe von 4 Monaten. 4. Johann Müller von Battenfeld, wegen Diebstahls und Unterschlagung im V. Rückfalle in eine geschärfte CorrectionshauSstrafe von 4 Monaten. II. Am 23. Januar d. I. wurde 1. Ludwig Balser, Joh. Balser 4. Sohn, von Rödgen, von der Anklage der Körperverletzung freigesprochen. 2. Die Untersuchungen gegen a) Wilhelm Bath II. und 14 Cousorten zu Rieder-Eschbach, wegen Verletzung der Amts- und Dienstehre, b) Katharina Elisabeth« Ackermann von Wabern, dermalen dahier und Consorteu, wegen Diebstahls und Diebstahlsbegünstigung wurden vertagt. __________________ Verzeichn iß der bei Großh. Bezirksstrafgericht Gießen zur Ab- urtheilung kommenden Untersuchungen. I. Am 30. Januar d. I.: 1. Gegen Georg Ludwig Krämer von Ober-Roßbach und Consorten, wegen Gewaltthätigkeit. 2. Gegen Heinrich Dörr von Flensungen, wegen Diebstahls. 3. Gegen Katharina Hofmann von Stangenrod, wegen deSg). 4. Gegen Hermann Wagner von Oberrosphe, wegen desgl. Lebensversicherung. Welche wachsende Benutzung die Lebensversicherung im deutschen Volke findet, zeigen die neuesten statistischen Ausweise. Nach denselben bestehen jetzt in Deutschland nicht weniger als 34 Lebensversicherungsanstalten, welche zusammen eine Summe von 277 Millionen Thaler aus das Leben von 280000 Personen versichert haben. Diese bedeutenden Erbschaften werden also binnen einem Menschenalter beim Tode der versicherten Personen zur Auszahlung kommen, die pünktliche Fortsetzung der Versicherungen vorausgesetzt. Solche Capitalbil- dungen aus verhältnißmäßig kleinen Beisteuern tragen nicht wenig zur Beförderung des Familienwohlstandes und dadurch auch unseres Nationalwohlstanoes bei. Zur Begrünoung jener Erbschaften sind im Jahre 1865 103/4 Millionen Thaler an Beiträgen eingezahlt worden; anszugebcn waren in diesem Jahre nur 41/; Million Thaler für 4550 Gestorbene. Die Fonds jener Anstalten an Prämienrescrve, Ueberschüssen und dergleichen belaufen sich, abgesehen von den Actiencapitalien, auf 38undheitsbieres bei einer schon 7 Jahre andauernden Bleigicht von Seiten des Arztes angerathen worden ist, und sei hiermit dasselbe im Interesse ähnlich Leidender der Oeffent- lichkeit übergeben. Es lautet : „Berlin, 15. September 1866. Vor 7 Jahren habe ich mir durch meine Beschäftigung eine Bleigicht an den Armen und Beinen zugezogen, welche sich so verschlimmert hat, daß es mir seit 3 Monaten nicht möglich ist, meinem Geschäft vorzustehen re. I. Flath, Anstreicher, Admiralsstraße 11" (Beifügung des Arztes;) „Dem kranken Anstreicher Flath wird das Malzextr ac t - G esund h e it s bier gewiß zuträglich sein. Dr. Koch. Mit dem Verkauf der ächten Johann Hoff'schen Malzpräparate ist Herr I. Wallach in G i e ß e n betraut. (299) Zur laudwirthschastlichen Unterrichtsfrage. (Aus der landwirthschaftl. Zeitschrift.) Die laudwirthschastlichen Vereine von Starkenburg und Oberhessen haben neuerdings in vollkommen richtiger Erkenntniß des dringendsten Bedürfnisses unseres Bauernstandes die Gründung besonderer Ackerbau- und landwirthschaftlicher Fort- bildnugsschulen in Anregung gebracht und zur Förderung der Sache namhafte Prämien ausgesetzt, ohne daß dieselbe bei den Betheiligtcn selbst noch den rechten Anklang gefunden hätte. Es ist dies zu bedauern, und verdient die Thatsache in ernsteste Erwägung gezogen zu werden. Einsender dieser Zeilen hat dem Gegenstände schon seit dreißig Jahren die regste Theilnahme ge- schenkt, in Wort und Schrift auf die Nothwenbigkeit besonderer landwirthschaftlicher Fortbildungsschulen hingewiesen, solche auch an verschiedenen Orten seines Wirkens in Ausführung zu bringen gesucht. Dabei hat sich bei ihm die Ueberzeugung festgestcllt, daß es vornehmlich zwei Hindernisse sind, welche der größeren Verbreitung und dem wünschenswertben Besuche der landwirth. schastlichen Fortbildungsschulen entgegenstehen : einmal, daß die größere Masse des kleineren Landwirthes in dem unglückseligen Wahne befangen ist, daß er einer besonderen beruflichen Bildnug gar nicht bedürfe, daß er, so riel er brauche, in der Elementarschule lerne. Ein zweites Hinderniß aber ist das, daß die bisherige Vorbildung der Lehrer, die sie in den Seminarien erhielten, eine in fraglicher Beziehung höchst mangelhafte, eine durchaus genügende zu nennen ist. Um nun das erste Hinberniß zu beseitigen, um also den kleineren Landwirth zu überzeugen, daß er seine Wirthschaft rationell betreiben müsse, um mit den größeren Oekonomen und anderen Gegenden eoncurriren zu können, also der besonderen beruflichen Bildung, die die gewöhnliche Elementarschule nicht geben könne, bedürfe, trafen die genannten Vereine die einzig richtige und ganz probate Veranstaltung : wir meinen das Wanderlehrer-Institut. Es hat sich gerade in dieser Beziehung in Württemberg, Rheinpreußen und Rhein- Hessen bereits trefflich bewährt und wird auch von den besten Erfolgen in Oberhessen und namentlich auch in Starkenburg durch die glückliche Wahl in der Person des Herrn Dr. Funk begleitet fein. Dessen Vorträge sind, obgleich wissenschaftlich gehalten, doch so populäre, stets die Praxis berücksichtigend, daß sie de» Zuhörer in hohem Grade befriedigen, in ihm aber auch zugleich das Gefühl lebendig rufen, daß ohne Kenntniß der Naturgesetze, die Bestandtheile des Bodens, der Ernährung dcr Pflanzen, der Eigenschaften des Düngers u. s. w. auch die kleinste Wirthschaft rationell, also mit Erfolg nicht betrieben werden könne, und daß darum die Heranwachsende männliche Jugend sich diese Kenntnisse in der Fortbildungsschule aneignen müsse. Sollen die Fortbil- dungsschulen aber die nothwendigen naturkundlichen und land- wirthschaftlichen Kenntnisse vermitteln, dann müssen die Lehrer hierzu besonders befähigt werden, und dies kann und wird am einfachsten dadurch geschehen, daß man bei uns, wie in Württemberg und anderwärts, für solche Lehrer, welche sich für die Sache besonders interessiren, landwirthschastlicheLehr- curse einrichtet. Der Besuch kann dadurch leicht ermöglicht werden, daß man diese Curse in die Erndtevacanz verlegt und, wie bei dem bereits stattgehabten Turncursus, jedem Besucher aus Staats- oder andern Mitteln zur Bestreitung der Kosten Tagegelder verabreicht. Die Dauer des Kursus könnte sich auf etwa 6 Wochen erstrecken. In unseren Herren Dr. Funk, Dr. Thiel und Dr. Hallwachs haben wir die vortrefflichsten Lehrkräfte. Wir empfehlen darum unfern Vorschlag der hoheu landwirthschastlichen Centralbehörde, den landwirthschaftlichen Provinzialvereinen re. angelegentlichst. H. Sch. Geld-Cours vom 24. Januar 1867. Preuß. Eaffen-Scheinc ......... st. 1. 44^-45$ Preuß. Friedrichsd'or . ;........ „ 9. 56-57 Pistolen.............. „ 9. 42-44 „ Doppelte........... „ 9. 43-45 Holl. st. 10 Stücke........... „ 9. 48-50 Rand - Ducaten............ „ 5. 32-34 20 Frankenstucke............ „ 9. 25;-26J Enql. Sovereigns........... „ 11. 48-52 Ruff. Imperials............ „ 9. 43-45 Dollars in (Mui*’ ... ....... „ 2. 26-27 Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Buch- und Steindruckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.