Nuttge. kt, l-6ape(Ie. 'ob.) H. ecker. ' jrdoch ohli! daß rßndung ge^inbtrt a«g be» Gr»ßh». '"digß gemhi:. ianbenen äHufittr Baben^aufen Earl Vwß.-Umßadi für r Dr. 8/enwkr mifdjen WM« nErarMch, im he Schulßellt ju plitationi-Secretär >bn-3»ll-3ch«ct»r «unbenen OrlSck i-digß g-roh!'.. außer, im Kreiß > au» dem Schul ute Oßhust", wii «m GelM »°» iunj bei Schm- lischen Deka" "ud ionirecht zu dieser irte erste P'-ft-"' 1 Friedrich fa9n 1. 44|-«| 9. 56j-57i ü, 44-46 9. 45-4? 9. 51-58 5 34-36 i it. 51;’5 9 44-46 2. 27j-28« AnMgtW»>l für die Provinzialhauptstadt Gießen. GRmtsöffltt Öes Greifes fließen.) Erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwochs unb Samstags. — Preis bes Jahrgangs für Einheimische 1 st. 42 ft., für Auswärtige incl. beS vorschriftsmäßigen PostauischlagS 1 st. 42 ft. — Auswärts abvnnirt man steb bei allen Postämtern. In Gießen bei bet Erpebition lCanzleibetg Lit. B. 91t. 1). J» 33. Mittwoch den 24L April 1SG7. Amtlicher T h e i l Zu Ur. K. G. 2039. Gießen, am 18. April 1867. Betreffend: Die Verminderung der Singvögel und die Verordnung über Maßregeln gegen das Wegfangen der Infecten vertilgenden Vögel und wegen Vertilgung der der Landwirlhfchafl schädlichen Vögel. Das Groffl) krjogliche K r e i s a m l G i c ff e n an die GroßherzogUchen Bürgermeistereien. Die Bestimmungen in Art. 213 des Polizeistrafgesetzes und der Verordnung vom 7. April 1837 über das Wegfangen der nützlichen, Infeclen vertilgenden Vögel, sowie der Singvögel, werden nicht überall mit der erforderlichen Strenge gehandhabt, viel- mehr haben in neuerer Zeit die Zuwiderhandlungen dagegen vielfach überhandgenommen. In Auftrag Grvßbcrzoglichen Ministeriums des Innern sehen wir uns daher veranlaßt, unser Ausschreiben vom 26. April v. I. zu Nr. K. G. 2337 in Nr. 35 des Anzeigcblattcs in Ihre Erinnerung zu bringen und die Uebcrwachung des strengen Voll- zugs der darin aufgeführten Anordnungen Ihnen anzuempfehlen. Die Polizeidiener und Feldschützcn sind hiernach crnstgeniesienst anzuweisen._____________________________________________Dr. G o l d m a n n. Gerichtliche und Privat-Bekanntmachungen. Jkfonherc Rekannlmachungeu. Die Gründung einer Anstalt für blödsinnige Kinder. 1451) Die Ansprache, welche von dem, in dieser Angelegenheit zusammengetretenen (Semite an die Geistlichen und Bürgermeister des Kreises Gießen erlassen worden ist, bringen wir nachfolgend zur Kenntniß der hiesigen Einwohnerschaft und verbinden damit die Bitte, die gezeichnet werdenden einmaligen Beiträge den, mit rem Herumtragen der Listen beauftragten Personen gefälligst gleich zu behändigen. Bei der Wohlthätigkeit des Unternehmens und dem bekannten Mildthätigkeitssinn der Stadtbewohner Gießens, dürfen wir wohl auf zahlreiche Betheiligung an diesem Werk der Menschenliebe hoffen. Gießen, den 16. April 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. An die Herren Geistlichen und Bürgermeister des Kreises. Aus öffentlichen Blättern ist Ihnen bekannt, daß unter dem Protektorate Ihrer Königlichen Hoheit der Prinzessin Ludwig eine Anstalt für blödsinnige Kinder im Großherzogthum Hessen gegründet werden soll, und daß zu diesem Behufe ein Comite zusammen getreten ist. Die Unterzeichneten, zur Unterstützung des Unternehmens aufgefcrdcrt, haben im verflossenen Jahre An- stand genommen, sich an die damals so stark in Anspruch genommene Mildthätigkeit ihrer Mitbürger zu wenden; jetzt indessen halten sie es für ihre Pflicht, ihrerseits zur Förderung des ekeln Werks Etwas beizutragen, welches den unglücklichsten der menschlichen Geschöpfe ihre so oft entsetzlich traurige Lage erleichtern, ihnen die ihrem Zustand entsprechende Pflege gewähren, und den nach Umständin möglichen Unterricht ertheilen soll. Die Unterzeichneten wenden sich deshalb an die Herren Get,Ilichen und Bürgermeister mit der herzlichen Bitte, ihnen ihre einflußreiche Unterstützung zu gewähren und die anliegenden Einzeichnungslistcn in den Gemeinden circuliren zu lassen. Die gezeichneten einmaligen Beiträge bitten wir, alsbald zu erheben und mit den Liften an einen der Unterzeichneten zu schicken; über die Art und Weise der Erhebung der jährlichen Beiträge behalten wir uns weitere öffentliche Bekanntmachung vor. Gießen, den 6. März 1867. gerb er, Ir Beigeordneter. Dr. Goldmann , Provinzial-Director. Dr. Seel, Stadtpfarrer. Dr. Seitz, Professor. Vogt, Bürgermeister. Bekanntmachung Ig uirX““* "" ’’ Versteigerungen. 1536) Die Stammholz - Versteigerung Alte'n-Buseck , am 23. April 1867 1528) Montag den 29. d. Mts., vom 10 v. Mts. in Ober-Seilbach ist ge- Großherzogliche Ober'örsterei Treis a. d. Lda. von Morgens 9 Uhr an, nehmigt. Die Ueberweisung des Holzes Klump. werden in der Wohnung des pens. Lehrers Holzversteigerung. 1472) Donnerstag den 25. d. MtS. werden in nachstehenden Freiherrl. v. Rabenau'- schen Walddistricten versteigert: a. Distrikt Mönchwald, Gemarkung Großen-Buseck, des Morgens um 9 Uhr anfangend: 1725 Wellen Buchen-Reisholz, 325 „ Nadel- „ 319 Fichten-Stangcn, 197 Cubikfuß enthaltend ; 59 Stecken ff ff 2350 Wellen Westen U Nadel- u. Weichholz, 3000 100 fl. Mei! 14 '.(38) ent- Ge- natur! 130 — kr 55 fl. 40 18 10 15 u 61 ff 30 82 ff 93, 30 kr. 10 fl. 14 ff 20 ff ff 154 n Hascngartcn: 3» ho ff ff 30 15 L. Hahn, Bezirksbauaufseher. Stecken Wellen Stämme Eichen-Bauholz, 4938 Cubik> , erste Sorte, 1550) Steinkohlen fuß enthaltend, 2 Stämme Buchen-Werkholz, 136Kubik- trockenes Buchenholz, in Stecken und L. Klinket. kleingemachtes, bei fuß enthaltend. 3 11 9 200 25 300 ff ff 165 89 30 11 37 3Z 400 35 38 28 71 1. 1. II. I. II. II. ff ff ff 15 (labiu Prügelholz, Srockholz, Rcisholz, Klasse, II 15 143'/4 , 40'/, >, 3800 Wellen Stecken ff 3* ebne Unl jh teu :u Zah Minute eh unji Montn den, als : Unterhaltung der Gemeinde- guter, veranschl. zu .... Dachdeckerarbeit an den Schulgebäuden, veranschl. zu . . Steinfahren, Steinsetzen,Stein- klopfen und Grabenarbcit zur Unterhaltung der Wege, vcr- Buchen-Kloben, „ Anbruch, Eichen-Knüppel, I. Krofdorf, den 17. April 1867. Der Königliche Oberförster: gcz. v. Meib o m. den, als : Wagner- und Schmieden» beit an der Feuerspritze, veranschl. zu...... • Steinhaucrarbeit am Leier- brunnen, veranschl. zu . . Schlosserarbeit daselbst, veranschl. zu. ........ Dachdeckerarbeit an den ge- meinheitlichen Gebäuden, veranschl. zu....... Stcinfahren, Aufsetzen und 1526' laufen 3 '154? denroc bti itt "libS aud) y toüroij Erpkd den, als : Weißbinderarbeit an der Kirche, veranschl. zu . . . Weißbinderarbeit an den Schulhäusern, veranschl. zu Unterhaltungsarbeiten an den Ortsstraßen, veranschl. zu DeSgl. an den Wegen, veranschl. zu......... 18 35 9'4 30'4 21 beziehen « Slucb iinznge Arbeilsversteigerung. 1532) Montag den 29. o. M., Vormittags 10 Uhr, sollen auf hiesigem Rathhause nachfolgende Arbeiten öffentlich in Accorv gegeben wer- V2 1 650 „ Eichen- „ 51 Eichen-Stämme, 3408 Cubikfuß enthaltend ; o. Distrikt Kohl st rauch, Gemarkung Bersrod, Nachmittags um 3 Uhr anfangend: 85 Wellen Buchen-Reisholz, 1'4 Stecken Kiefern-Prügelholz, i/ Stockdolr. 25 Wellen Kiefern-Reisholz, 3 Kiefern-Stämme, 50 kubikiuß Staufenberg. I. A. : L. Hahn, Bczirksbauaufseher. Zerschlagen zur Unterhaltung der Wege, veranschl. zu Staufenberg, am 17. April 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei haltend. Das Kiefernholz ist im Hohenwalv, markung Reiskirchen, befindlich. Rabenau, am 16. April 1867. Der Rentmeister: W. Engel. Herstellung eines Dammes im Sandfeld, veranschl. zu 182 Maurerarbeit am Wiesenweg, veranschl. zu ... - 37 Wellen „ Reisholz, Eichen-Stämme mit 446 Cubikfuß, ___Nadel-Stangen „ 36 „ Zusammenkunft am Steinbruch. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, diese Versteigerung bekannt machen zu lassen. Gießen, den 24. April 1867. Großherzogliche Bürgermeistern Gießen. Vogt. Holzsortimente versteigert werden, als: ~ Buchcn-Scheidholz, Chaussirarbcit, Steinbrcchen, Steinfahren, Steinsetzen, Sandfuhr daselbst und am Badenburgcr Weg, veranschl. zu.........672 Lollar, den 17. April 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Lollar. I. A. : b. Distrikt Struth, Gemarkung Beuern, des Morgens um 10 Uhr anfangenv, Buchen-Scheidholz, Rabenau zu Steinbach eine junge trächtige Fahrkuh, Oeconomiegeräthe, Heu, Stroh und Erdgewächse versteigert. Holzversteigecung im Gießener Stadt- walde. 1542) Montag den 29. April d. I., von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Gießener Stadtwalde, Distrikt Hangelstein, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: 4 Stecken Buchen - Scheivholz, Eichen-Scheirholz, „ Prügelholz, Stockholz, anschl. zu Annerod, am 22. April 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Annerod. 'st, «li 1 ® Mi« 5° sei,1 W* Vt. W L«i JtoiHW tarn ii «iirfi nlmst tu ruft Mm 1 Versend a Karls; n Wr, teil, iiö Buchen- „ Weichholz- „ Eichen- „ Weichholz-Reiscr, Eichen- „ Buchen- „ E chen- Buchen-Prügelholz, Eichen- H Buchen-stockbolz, Eichen- „ Buchen-Reisholz, 2) _ . 69 Klftr. Eichen-Reiser, II. Classe, 145 „ Buchen- „ II. „ 9 „ Weichholz- „ II. „ Versteigerung eines Fohlens. 1535) Donnerstag den 9. Mai l. I., Vormittags 10 Uhr, wird in der Gendarmerie - Caserne dahier ein achtwöchiges Hengstfohlen gegen baare Zahlung öffentlich versteigert. Gießen, den 23. April 1867. Großherzogliches Gendarmerie - Divisions- Kommando Oberhessen. v. Hombergk, Rittmeister. A r b e i t s v e r st e i g e r u n g. 1531) Montag den 29. d. M., Nachmittags 2 Uhr, sollen im Gemeindelocal nachverzeichnete Arbeiten öffentlich in Accorv gegeben wer- niacb' **■ Markt I KestenW Eichen- „ „ Prügelholz, Buchen-Ttockholz, Eichen- „ „ Reisholz, tfeifgeüotenes. 1389) Percussions-Flinten von 28 fl. an, E,e fauchenx von 48 fl. an, empfiehlt mit Garantie W. Burk, in Butzbach. 1476) Frisch abgekochtcr Schinken täglich bei Adolph Weidig, Kreuz. 1516) Ein noch fast neuer bonfir- mandenrvck ist billig zu verkaufen. DaS Nähere bei der Exped. d. BltlS. 3. A. : L. Hahn, Bczirksbauaufseher. Holzversteigerung in der Königlichen Oberförsterei Krofdorf. 1514) Freitag den 3. Mai er., um 10'4 Uhr Vormittags, werden zu Salzböden im Gasthofe des Herrn Weißbrod aus dem Königlichen Forste Salzböden, Districtcn Hardt und Hasengar. garten, nachstehend bezeichnete Hölzer öffentlich meistbietend versteigert, wozu Kauflustige cingeladen werben. 1) Hardt: 1 Stamm Birken mit 5 Cubikfuß, 60 Stück Weichholz-Stangen, II. und III. Classe, */4 Klftr. Buchcn-Nutzholz, >4 „ EichenAnbrucb, Der Anfang und die Zusammenkunft ist im Diftrict Nickenmark bei Nr. 1 des BuchenScheirbolzeS. Gegen vorschriftsmäßige Bürzlchaft wird Zahlungsfrist bis zum 1. August d. I. gestattet. Frankenbach, am 16. April 1867. Der Bürgermeister: _____________________I. Kraft. Arbeitsversteigerung. 1533) Dienstag den 30. d. M, Morgens 9 Uhr, sollen nachfolgende Arbeiten im Gemeinde- Hause öffentlich in Accorv gegeben wer- Versteigerungs-Anzeige. 1537) 'Am 1. Mai, Vormittags 9 Uhr anfangenv, kommen im Garten ves Unterzeichneten überzählige Inventar-Stücke, als: Lager- und Transport-Fässer, GefchäftS-Utensilien, so- wie 2 braune 6jährige Pferde (diese um 11 Uhr) zur Versteigerung. Auch werden diese Gegenstände aus der Hand abgegeben. Wilhelm Gossi. H o l z v e r st e i g e r u n g. 1471) Freitag den 26. April d. I., von Morgens 8 Uhr an, sollen im Frankenbacher Gemcindewalde, Districtcn Nickenmark und Struth, folgende ?>» 1 m teirt) W b 3 1867. 1 ®Mnbe- W tetT, 100 n 14 „ • 130 „ 867. t£i Aimnob. wsseher. Königlichen botf. er., "ags, Gasthofe bei iglichen ssorste mb Hasenzar- Hölzer öfsent- zu Kauflustige WO, itn, II. unb 1), ", ich, >el, I. Gasse, i. H IL „ er, I. „ II „ II. „ en: I. Ach, I. „ 11. „ 1867. Oberförster: eibom. nes- Flinten Iix von 48 (!• in oer!a"i^' Blttfc______ in ®t£tW r g. Klinkt' 1547) Unterzeichnete erlaubt sich, auf ihr für Die diesjährige Saison be- sonders reich und geschmackvoll ausgestattetes Lager in : Strohhüten, Blumen, federn, Bändern, <5rst Donnerstag den 4. April Abends in Gicß>n entlaufen. Der jetzige Besitzer wiid ersucht, tenjelben gegen eine gute Belohnung bei ter Exped. d. Bltts- abgeben zu wollen.________________________ 1522) Em junger Mann wird auf sogleich als HauSburjche in eine Wirthscdaft gesucht. Zu erfragen bei der Exped. d. Bl. 1517) Nr. 23 hat den Fußleppich und Nr. 202 das Eckbrett gewonnen. Egly, Polizeidiener. Die „Od. Ztg." enthält folgende Ansprache: An die französischen Handwerker und Arbeiter. Französische Brüder! Eure Landsleute, die pariser Studenten, haben an die stu- dirende Jugend Deutschlands eine echt menschliche und männliche Adresse erlassen, die in allen deutschen Volksklassen lauten und freudigen Anklang findet. Sie weisen darin auf das Ungewitter hin, welches sich im Westen des europäischen Horizonts erhebt und die Völker mit Schrecken für die nahe Zukunft erfüllt. „Krieg" ist das verabscheuungswürkige Wort, welches wieder in den Familien Frankreichs und Deutschlands Entsetzen erregt. Von Wem aber muß dieses Wort wohl mehr gehaßt werden, als von uns Arbeitern? Die Zeit, wo die Arbeit als ein Fluch der Sünde angesehen wurde, ist vorüber; wir wissen, daß gerade die Arbeit das beste Mittel gegen die Sünde, daß sie der schönste Segen Gottes ist. Nun giebt es aber für die geordnete und heilsame Arbeit keinen schlimmeren Zerstörer, als den Krieg; folglich paßt der Krieg gar nicht mehr in unsere Zeit; er ist von allen Uebcrbleibfeln der rohen Vorzeit das ungeheuerlichste und abscheulichste — aber auch das zäheste! Im Dienste des Despotismus, den er — wie Eure studirenven Landsleute sehr richtig sagen — immer von neuem „erzeugt", ruft er für die Völker Gefahren hervor, wo noch gar keine vorhanden sind. Blickt auf die Blüthe unserer gemeinsamen Arbeit, blickt auf Eure Industrie-Ausstellung, blickt auf das Stocken aller bürgerlichen Geschäfte, und Ihr seht das allgemeine Verderben, welches schon der bloße Namen des Kriegs hervorgerufen hat! — Was aber können wir gemeinschaftlich gegen das Ungeheuer, welches wieder tausende von Familien zu zerreißen und Millionen Menschen in'S Elend zu stürzen drohet, thun? Wir wollen zunächst unsere Besonnenheit nicht verlieren; wir wollen uns nicht von Redensarten berauschen und die Dinge anders vorspiegeln lassen, als sie sind; wir wollen eingedenk bleiben, daß ter Krieg gerade uns Arbeiter — dort wie hier — am empfindlichsten trifft; wir wollen gemeinsam unsere Stimme erheben und laut darauf Hinweisen, daß für keinen Gegenstand ein übermäßiger Preis auf Kosten des Volks gezahlt werden darf! Tausend- stiminig wollen mir jegliches Duell, mag es von Einzelnen oder von großen Heeresmasscn ausgeführt werden, laut verdaut- men, weil es kein rechtes Mittel ist, die Wahrheit an den Tag und das Recht zur Geltung zu bringen. Die Völker müssen mit vereinten Kräften Institutionen zu schaffen suchen, in welchen ihre Erwählten auf vernünftigem Wege nationale Streitfragen zur Erledigung bringen. Alle Volksklassen müssen ernstlich dahin streben daß die Religion nicht in Ecremonien und Redensarten bestehe, sondern mit dem Leben in Ein klag gebracht werde; das : wahre Ehristenthum — Vernunft und Liebe — muß endlich in | die Politik eingesührt werden! — In solcher Weise, französische I Brüder, lasset uns gemeinsam für unser Heiligthum — die A r- b e 11 — und gegen den schlimmsten Feind — den Krieg — laut protestiren und thatkrästig wirken! Bergen a. R. Ein Handwerker. Literarisches. Tie neuesten Hefte der „Jllustrirten Welt", das dritte und riene (Stuttgart, Eduard Haliberger), staben außer ihrem reichen deiehrenden und unterhairenden Inhalt, der dieser Zeitschrift von jeher einen der ersten Plätze in unserer belletristischen Zeitschriftenliteratur angewiesen, besonders auch der ereignißvollen Gegenwart gebührend Reel'nung getragen. Bon den hierauf bezüglichen Aufsätzen nennen wir : „Bier Wochen im Böhmerland" von br. Spangenberg und „Die preußische Feldarmee" von Schmidt-Weißen fels. Eine recht hübsche und anziehende Novelle hat Adolf Muller unter dem Titel „In Feindesland" gespendet, sie spielt unmittelbar nach der Schlacht von Königsgrätz in Berlin; von 3. D. H. Jemine lesen wir den Schluß einer pikanlen Erzählung „Alter Samen und ftisches Reis"; feiner Fortsetzung und Schluß des lebensvollen, durch treffliche Ehenaktenstik sich auszeichnenden Romans „Die Tochter des Juwelenhändlers" ron I. W. Smith, eine prächtige Jagdgejchiestte „Der Fuchsbau- von Friedr. Gerstäcker und den Anfang eines englischen Romans „Die heimliche Ehe" von I. F. Smith. Die „Memoiren eines italienischen Polizeibeamten" von I. Ristori werfen i sehr interessante Schlaglichter auf die Zhätigkeit der modernen Polizei in politisch erregter Zeit. „Das Rathhaus zu Nürnberg", „Die heilige Elija^lh", I „Die Holzfäller in den Vogesen", „Eine Fürstenstadt" (Dresden) von Rich. Andree. „Neue londoner Skizzen" ron Jul. Rodenberg, „Die ehemalige Wahl- und Krönungsstadt Deutschlands", „Elfen und Zwerge" von Her- ! mann Lingg, „Eine Burg im Rheinthal" (Godesberg) ron Karl Seid- I litz, „Der Tabellion ron Bellinzona", Lskar Pietschs „Allerlei Schnik- Schnak", „Tie Eentralkirche der katholischen Ehristenheit", „Die Weltausstellung in Paris" von Dr. E. Hansen, „Das Fest der zugendlichen Arm- । brustschützen in Thun" von Paul Bo Ilmar, „Tie Mühle rou Sanssouci" von Schmidt-WeißenfelS, „Tie Svpbienkirche in Konstantinopel", „Deuticher Balladenschatz" ron Dr. G. Wendt, und „Fliegende Blätter" — dieser bunte, mannigfaltige Inhalt, größlentheils ron den betufenlten ; Federn gespendet, bürgt gewiß für die rücksichtsvolle Auswahl und tue wohlerwogene Umsicht, mit welester die Redaktion bei ter Ausstattung der „Jllu- strirteu Welt" zu Werke geht. Tie Reichhaltigkeit der literarischen Beiträge entsprechen die vielen und schönen Illustrationen, deren die letzten Hefte der „Jllustrirten Welt" nicht weniger als 32 zählen, darunter von Girardst, Puschkin, Theuerkauf, Schuler, Hose mann u. A. m. Rösselsprung, sinnige Bilderräthsel u. i. w. schließen jedes Heft. Ten Abonnenten des ganzen Jahrgangs hat bekanntlich die Berlagshandlung die danteuswerihe Vergünstigung eingeräumt, die neueste Eotta'schc Schiller Originalaus- gabc um einen außerordentlich billigen Preis von ihr jil beziehen; ron derselben (12 Hestej find bereits vier Lieferungen in den Händen der Abonnenten. Möge d>r Geist des großen deutschen Tenkers und Dichters seinen Segen immer weiter ausbreiten an dem häuslichen Herde unseres Volkes! Redaktion, Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.