ur Aburiheiluiii Deutlicher eilt; !erlä,,mb""9. in J in ,itt ’®«ya T-bns t„ ‘ *ft>- in Ufbetfjjtej. ' ©efnnft.it '» «ine Sonn im 2. W innnltn. Nli, h eine hrfjl. ttt ’tm «nbemnirt”’ Annoncen, welche in dem nächsten Samstag- Blatt Aufnahme finden sollen, müssen spätestens bis zum Donnerstag Mittag 12 Uhr eingesandt wedden. Die Erpedition. AnMt-WiüI für die Provinzialhauptstadt Gießen. (flmtsßfatt öes Greifes fließen.) Erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwoch« und Samstags. — Preis des Jahrgangs für Einheimische 1 fl. 42 ft., für Auswärtige incl. des vorschriftsmäßigen PvstauifchlagS 1 ff- 42 fr. — Auswärts abvnnirt man sich bei allen Postämtern. — In Gießen bei der Erpedition sEanzleibcrg Lit. B- Nr. 1). Jß 31. Mittwoch den 17. April 1867 in UniujchlagMg tut ‘äen Wich« M Körpnnerlehnng. n Dikbßahis. > $ erlang der 8M-- s. ljn btn leqttn lNlddfchm Gnßsiasi- ®wmni« ju Stettin nng eines jogmnnten innia jum 3te«f Hel. Hesellschchen WdnS Bedingungen genehei, erßchernngen" leid; sim h«i. A kckint, lei größeren gairifn, e nach EchchtLch tfaniftil und prdnM Las miiieliar ia auf einige €Mn sich totgtu ih'n l-- eilen Preises F » Gnriensrennd. Zier, und Limo- Md als Tsdfg'lvi^i i bcmfclb<«$(*; Zj Fr. Rett, eis 15 Egd) 11111 867. fl. Amtlicher T h e i l Zu Nr. K. G. 1638. Glkßrn, am 29. Mär) 1867. Betreffend: Die Unterstützung von Invaliden und von Hinterbliebenen gefallener Hessischer Soldaten vom Feldzuge 1866. Das G r o I; herzogliche K r e i s a m l Gießen an die Grostherzoglichen Bürgermeistercien und die Kirchenvorstände des Kreises. Großherzogliches Ministerium des Innern hat dem Vereine zur Unterstützung von Invaliden und von Hinterbliebenen gefalle», ncr Hessischer Soldaten aus dem Feldzuge res vorigen Jahres, der sich im Oktober v. I. unter dem Allerhöchsten Proteclorate Sr. Königlichen Hoheit des Großherzogs gebildet hat, in Betracht seines wohlthätigen und patriotischen Zweckes, die Veranstaltung einer Collcktc im ganzen Umfange res Großherzogthums gestattet. Indem wir Sie hiervon in Kenntniß setzen, empfehlen wir Ihnen, dieser Sammlung, sowie überhaupt der ganzen Thatigkeit des Vereins jede thunltche Förderung und Unterstützung zu Theil werden zu lassen. Wir geben Ihnen zugleich anheim, darauf dinzuwirken, daß von den vermögenderen Gemeinden und Kirchenfonds Beitrage zu der Sammlung bewilligt werden. Dr. G o l d m a n n. Zu Ur. K. G. 1797. . Gießen, am 11. April 1867. Betreffend: Die Wahl der unständigen Mitglieder der Kirchenvorstände. Das Kroß herzogliche Kreissmt Gießen an die evangelischen Kirchenvorstände. Wir fordern Sie auf, uns binnen 8 Tagen ein Namensverzcichniß der unständigen Kirchenvorstandsmitglieder mit Angabe deren Dienstzeit einzusenden. Dr. G o l d m a n n. Bekanntmachung. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß der praktische Veterinärarzt Dr. Leonhardt zum interimistischen Ver- Walter der Krcisveterinärarzt-Stelle dahier ernannt worden ist und seinen Dienst heute angetrcten hat. Gießen, den 15. April 1867. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Goldmann. Bekanntmachung. In Gemäßheit der §§. stalten Entlassenen im Großh das Rathhaus in Gießen 22 und 23 der Statuten des Vereins zur Unterstützung und Beaufsichtigung der aus den Strafan» erzogthum Hessen werden die Mitglieder des Vereins zur vierzehnten Generalversammlung auf Mittwoch den 2 4. April d. I., Nachmittags 2 Uhr, hierdurch eingeladen. Darmstadt, den 2. April 1867. Großherzogliche Centralbehörde des Vereins. Gerichtliche nnd Privat-Bekanntmachungen. Ändere ReKannlmachungen. Die Gründung einer AnÜnit für dlüdfinnige Kinder. 1451) Die Ansvrache, welche von dem, in dieser Angelegenheit zusammengetretenen Comite an die Geistlichen und Bürger- meister des Kreises Gießen erlassen worden ist, bringen wir nachfolgend zur Kenntniß der hiesigen Einwohnerschaft und verbinden damit die Bitte, die gezeichnet werdenden einmaligen Beiträge den, mit dem Herumtragen der Listen beauftragten Personen ge,all>gst gl^'ch Bei^tt^Wohlthätigkeit des Unternehmens und dem bekannten MilvthätigkeitSsinn der Stadtbewohner Gießens, dürfen wir wohl auf zahlreiche Betheiligung an diesem Werk der Menschenliebe hoffen. . Gießen, den 16. April 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei G.eßen. " y o g t. An die Herren Geistlichen und Bürgermeister des Kreises Aus öffentlichen Blättern ist Ihnen bekannt, daß unter dem Protektorate Ihrer Königlichen Hoheit der Prinzessin Ludwig eine Anstalt für blödsinnige Kinder im Großherzogthum Hessen gegründet werden oll, und daß zu diesem Behme ein Eom'to zusammen getreten ist. Die Unterzeichneten, zur Unterstützung des Unternehmen« aufgesordett, haben ,m verflossenen Jahre An- stand genommen, sich an die damals so stark in Anspruch genommene Mildthätigke.t ihrer Mitbürger zu wenden; ,etzt indessen balten sie es für ihre Pflicht, ihrerseits zur Förderung des edeln Werks Etwas beizutragen, welches den unglücklichsten der menschlichen Geschöpfe ihre so oft entsetzlich traurige Lage erleichtern, ihnen die ihrem Zustand entsprechende Pflege gewahren, und den nach Umständen möglichen Unterricht ertheilen soll. _____ . Die Unterzeichneten wenden sich deshalb an die Herren Geistlichen und Bürgermeister mit der herzlichen Bitte, ihnen ihre einflukreiche Unterstützung zu gewähren und die anliegenden Einzeichnungslisten in den Gemeinden circulircn zu lassen. Die aereickntten einmaligen Beiträge bitten wir, alsbald zu erheben und mit den Listen an einen der Unterzeichneten zu schicken; über die Art und Weise der Erhebung der jährlichen Beiträge behalten wir uns weitere öffentliche Bekanntmachung vor. Gießen, den 6. März 1867. Ferber, lr Beigeordneter. Dr. Goldmann, Provinzial-Direetor. Dr. Seel, Stadtpfarrer. Dr. Seitz, Professor. Bogt, Bürgermeister Schutzpockeu - Impfungen. 1433) Auf Veranlassung des Großherzoglichen Kreisarztes Medieinalraths Dr. Stammler hier bringen wir zur Kennt- niß der Stadtangehörigen, daß derselbe in den Perioden vom 1. Mai bis 15. Juni und vom 1. September bis 15. Oetober d. I. alle Kinder, deren Eltern es wünschen, und welche den 3. Lebensmonat überschritten haben, jeden Mittwoch und Samstag, von Nachmittags 2 Uhr au, in seiner Wohnung unentgeltlich impfen wird. Gießen, den 13. April 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Uerlleigeriingen. Vergebung von Arbeiten bei der Stadt Gießen. 1440) Donnerstag den 25. April 1867, des Morgens 9 Uhr, sollen nachfolgende Arbeiten auf dem Rathhause hier an den Wenigstsordernden ver- steigert werden, al« : Zimmerarbeit, veranschl. zu 49 fl. — fr. Maurerarbeit, „ „ 2 „ 48 „ Schlosserarbeit, „ „ 4 „ 36 „ Gießen, den 15. April 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. H o l z v e r st e i g e r u n g. 1436) Mittwoch den 24. April 1867, Vormittags halb 9 Uhr, sollen in der Oberförsterei Rabenau, Di- stritt Ampel: 6 Stecken Buchen-Prügelholz, 1 „ Eichen- „ 2 „ Buchen-Stockholz, 3'/4 „ Eichen- „ 23125 Wellen Buchen-ReiSholz, 756 „ Eichen- „ 350 „ Aspen- „ s 50 „ Kiefern- „ an",den Meistbietenden öffentlich versteigert werden. Die Zusammenkunft ist am Eingang in den Dii'trict Ampel, auf dem Wege von Rüddingshausen nach Deckenbach. Kesselbach, den 14. April 1867. Der Oberförster: Hopp 6. Vergebung von Arbeiten bei der Stadt Gießen. 1402) Donnerstag den 18. April 1867, des Vormittags 9 Uhr, sollen auf dem Rathhause dahier folgende Arbeiten an den Wenigstsordernden vergeben werden, als: die Anfuhr und das Ser- ebenen von Steinschutt und Sand, veranschlagt zu . . 152 fl. 45 fr. Pflasterarbeit, veranschl. zu 255 „ 40 „ Steinhauerarbeit, „ „ 13 „ 48 „ Maurerarbeit, „ „ 2 „ — „ Gießen, den 12. April 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. H o l z v e r st e i g e r u n g. 1438) Donnerstag den 2 5. April werden in der Domanialwaldabtheilung Altgehegt 382 Eichcnstämme mit 7247 (Subif- fuß, 3 Nadelstämme mit 85 Cubiksuß und 9 Schichten Eichcnwerfscheidholz versteigert. Zusammenkunft Morgens 10 Uhr bei Nr. 8 des Stammholzes. Freitag Den 2 6. April werden ferner daselbst und in Abtheilung Rehhecke versteigert: Scheidh. Sltefen Buchen 1 Eichen 61 Nadelholz 3 Erlen — Zusammenkunft Prügelh. Stockh. Reish. Skcftn ©krfen ®r(kn 1 2 2375 107* 1 2 3 * s/4 2067. 5225 2 6 100 2 2 7. — Morgens 10 Uhr in der Rehhecke am Leihgesterncr Gränzweg. Eredit für beide Versteigerungen bis 30. September d. I. Gießen, am 15. April 1867. Großherzogliche Oberförsterei Schissenberg. Dr. Draubt. Main - Weser - Bahn. 1439) Die im Jahre 1866 aufgefundenen Gegenstände sollen Mittwoch den 24. April 1. I., ' Vormittags 9 Uhr, im Wartesaal 111. Elasse dahier gegen gleich baarc Zahlung an den Meistbietenden öffentlich versteigert werden. Gießen, am 15. April 1867. Der Großherzogliche Bahnhofs - Jnspettor : Nahm. Holzversteigerung. 1424) Freitag ben 26. d. MtS. sollen in dem Fürstlichen Walddistritt Thiergarten bei Hungen: 338 Stück Fichten-, Aspen- und Birken- Nutzholz-Stangen, zusammen 3769 Eu- bikfuß enthaltend, sowie 4 Stecken Buchen- Scheibnutzholz, 227. Stecken Scheitholz, 135 Stecken Prügelholz, 337. Stecken Stockholz, 218 Stecken Wellen und 14 Schichten Reiser; sodann Dienstag den 30. d. MtS. in Dem Fürstlichen Walddistritt Klaflerschlag bei Langsdorf: 36 Stämme Eichen-, Birken- u. Aspen- Nutzholz, 5l4Eubikfuß enth., 156 Stecken gemischtes Prügelholz, 20'/, Stecken Stockholz und 231 Schichten Reiserholz, öffentlich versteigert werden. Der Anfang ist Morgens 10 Uhr. Hungen, am 13. April 1867. Fürstliches Rentamt. Demme. Holzversteigerung. 1441) Dienstag den 23. April d. I. sollen in dem Fürstlichen Walde „Pfaffen- mark" folgende Holzsorten auf das Meistgebot versteigert werden: 100 Stecken Buchen-Scheidholz I. Elasse, 97, „ Eichen- „ 28 „ Buchen-Prügelholz, 8'/, 11 Eichen- 128 „ Buchen-Stockholz, 38 „ Eichen- „ 15 i 5 bis \ «ängf 4200 .»> 48 6* Die fiotj'” y * W 142i) T au ta Gcme 91 Suf 161 . 60 Eich 38 „ 9% Kl 14 , 7 , 100 firofior' j 1390) Org« phllgen lenb hecc 1430) 1445) trocken kohlen H) nsche, zw L-bhatif [träfe, j Emmode hufen bei die vttkau 1455 Po in neu schuhe (1449 '' ^rfen toit Bl? ^'bilden Müudwjg E'n Gomiie n Iah« L S..W inbefftn lEchstm der ,E9E gewähren, *li ihnen ihre 1 H«. Die en zn Wen: ’S twr. 8ahn. 866 aufgefun. dahier gegen en Meißbieien- ren. 167. ss. Jchectvr: : r u n g. 26. d. Mts. lddiftrict Thier» en- und Birien» men 3769 Cu- Stecken Buchen- cken Scheidholj, 33% Stecken Wellen und 14 l. t. 9)116. IN ,t KKfterschlag den- u. Aspen- Ih, 156 Stecken /2 Stecken Stock- Reis-rhoh, 10 Uhr. 1867. ,e« Rentamt e m mk. ? r u n 9' UM „E "(Ml* i*l. 1 «* zklhdlj/ khch 5800 Stück Buchen- und Eichen-Astwellen, 4200 „ „ „ « Stamm- wellen, 48 Stämme Eichen-Bau- und Wagner- Holz von 15 bis 24 Zoll Durchmesser, 15 bis 45 Fuß Länge und 2932 Cubikfuß Inhalt, 5 Stämme Buchen-Werkholz von 16 bis 19 Zoll Dicke und bis 40 Fuß Länge, mit 496 Cubikfuß, 3 Stämme Erlen-Nutzholz mit 45 Cubikfuß. Die Zusammenkunft und der Anfang «st Morgens halb 10 Uhr auf dem sog. Hirschkopf. Hohensolms, den 15. April 1867. Der Oberförster: Münch. Holzverkauf. 1426) Dienstag den 23. d. Mts., von 9 Uhr ab, Verden auf dem Rathhause zu Atzbach aus dem Gemeindewalde daselbst versteigert : 97 Kiefern-Stämme — 1095 Cubikfuß, 167 „ Stangen, 3 bis 6zollig, 60 Eichen - Stämme — 1568 Cubikfuß, 38 „ Stangen, 3 bis 6zollig, 9% Klstr. Eichen- u. Buchen-Scheidholz, 14 „ bergt Knüppel, 7 „ Kiefern-Stöcke, 100 „ verschiedene Reiser. Krofdorf, den 14. April 1867. Der Bürgermeister: Colnot. tfeiCgeöotenes. 1390) J caconats und Organdines aus der vorjährigen Saison verkaufe zu beben- lend herabgesetzten Preisen. ______ S. Hirsch Sohn. 1430) Buxbaum ist zu haben bei L. C. Burckhardt. Avis. 1461) Bei herannahcnder Sommcrsaison verfehle ick nicht, ein geehrtes Publikum auf mein reichhaltiges Lager in Seiden-, Filz-, Stoff- und Strohbüten aufmerksam zu machen. Filzhüte werden zu jeder Zeit zum Färben, Waschen und Fa^onniren angenommen. Gleichzeitig empfehle ich mein Lager von Mützen in den neuesten FaxonS, als: Buckskin-, Seiden-, Walk- und Strohmützcn. Georg Eiff, Lindenplatz. Gestickte Weiluihiaifu, als: Kragen und Stulpen, Taschentücher, Negligö-Hauben, Rockborden, Cinsätze rc. rc.; Gürtel, Gürtelbünder, Schnallen und Rosetten, Brochen und Ohrringe; ßhignon-Kämme und pfeife, Reifkämme und Haarreife; Sommerhsndschnhe für Herren, Damen und Kinder; in schönster Auswahl empfiehlt zu billigsten Preisen ______I. H. Fuhr. 1419) Holländische Vollhäringe und Sardellen, sowie besten Limburger Käse, empfiehlt in frischer eenbung billigst_______________________ P Herbert, Nenemveg. Z tzorsetien und Krinotinen, Sommer- und Glacehandschuhe von 24 fr. an, sowie Weißwaaren, empfiehlt tn neuer Sendung________________________________________darl Wenzel,___ 1456) Mein Lager in großer Auswahl Visiten-Photographie-Rähm- chen, ovalen Rahmen und Photographie-Bildern empfehle ich zu biüt- gen Preisen. , , „ . Das Einrahmen von Bildern in Goldleisten wird bestens ausgefuhrt. H. Sonntag, ______________Sonnenstraße Lit. B. Nr. 59. 1464) Fertige Herrenhemden, Kragen, Chemisetts, Einsätze in Seinen und ^t)ir- ting, Herrenbinden, Taschentücher, Socken, Hosenträger, Unterhosen und Jacken tn großer Auswahl bei_______________________Earl Wenzel.----- 1445) GypS, Steinkohlen, I. Sorte, trockenes Buchenholz und Braunkohlen bei___________Dan. Wirth. 1397) Zwei Glasschränke, vier Nachttische, zwei Consolschränkchen, ein ovalrunder Sophatisch von Nußbaumholz, zwei Kleiderschränke, sowie mehrere Bettladen und Wasch- Commoden von Tannenholz, stehen zu verlausen bei W. Kratzenberger, Lit. C. Nr. 129, Reichensand. die Flasche *1 Kreuzer, „ Vr „ SV? ,, Ä verkauft in und auper dem Haus E. Pausch, Asterweg. nps 1455) Wcin und Branntwcin bei Joseph Stein Wittwe, Hintergasse._________ Pariser Chignon - Kämme in neuester Fa<^on, Haarpfeile, Glacehandschuhe in allen Farben, Hosenträger, sowie Parfümerieen zu den billigsten Preisen, (1449) empfiehlt L. Kohlermann. § Heu, ungefähr 150 Gentner, recht gut, sind aus der Pfarrscheuer zu Reiskirchen zu verkaufen. 1420) Feiuftes Schwungmehl billigst bei M P. Herbert, Neuenweg. 1450) Durch einen Gelegenheits-Kauf kann ich eine große Partie ^9 Gold- und Silberarbeiter. 1408) Bei herannahender Sommer-Saison erlaube ich mir, einem geehrten Publikum mein reich assortirtes Lager Shlips, Cravatten, Shawls, weißen Herrenhemden, Kragen rc. in der geschmackvollsten Auswahl zu den billig- sten Preisen bestens zu empfehlen. u n ~ Gleichzeitig bringe ich mein Lager von Mutzen tn den neuesten Fa?ons, als. Walk., S-idcn., Buckskin- und S„°hmütz.- in 1452) Frische Schellfische, Laberdan, gewässert und ungewäs- sert, Trüfielwurst und feinsten Blasenschinken, Hamburger Rauchfleisch, neuer Blumenkohl und Kopfsalat in Häuptern, in frischen Sendungen, empfehlen I. A. Busch Söhne. 1398) Trockene Hefe, erste Sorte, in Pfunden und Lothen, stets frisch bei Ch r. Larnpus, Seltersweg. 1443) Ast-, Noson-Schoeren und sonstige Gartonwcrkzeuge, von Gebr. Dittmar in Heilbronn, empfiehlt Emil Pistor. 1444) Eine Kaute Mist ist zu ver- kaufen Neuenweg Lit. B. Nr. 194._______ 1404) Saat-Erbsen bei Eduard Spier, Neustadt. 1427) Eine doppelte Scheune, 34 Fuß lang und 24 Fuß breit, ist aus freier Hand zum Abbruch zu verkaufen. Näheres bei der Expedition dieses Blattes. 1453) 1865t Niersteiner und Nackenheimer, pr. Schoppen 18 fr., bei _____I. A. Busch Söhne. 130) Um meinen Rest von circa 30 vorjährigen 7r und 8r Böden zu räumen, verkaufe ich solche unter dem Kostpreis; zugleich empfehle ich mein reich afsortirtes Lager frisch angekommener Böden zu den billigsten Preisen. Käufer wollen fich melden ^.cha- fergaffe 15 bei Lejeune, ___________Frankfurt a. M. 1406) Rothen, meisten, Luzerner Kleesamen, Grassamen empfiehlt__Emil Pistor. 1389) Percussions - Flinten von 28 fl. an, JLe fauclieux von 48 fl. an, empfiehlt mit Garantie W. Burk, in Butzbach. 1425) ErbvertheilungShalber soll ein Eisenwaaren-Lager verkauft werden. Auskunft gibt auf frankirte Briefe Administrator Zeiß in Marburg. 1442) Einem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum mache ich hiermit die ergebene Anzeige, daß bei mir stets frische Hefe von bester Qualität zu haben ist. _____________________L. Klinkel. 1460) Für Briefmarkensammler liegen Briefmarken aus allen Welttheilen zur Ansicht und zum Verkauf in großer Auswahl bereit bei A. Balser. 1447) Die diesjährige Gras - Erndte aus meinem Garten, mit der jetzt schon begonnen werden kann, ist zu verpachten. Hoffmann, Postcassier. 1458) Ein Wohnhaus mit Hofraum, Hinterhaus und Hintcrgarten, gut gelegen, auch zur Ladeneinrichtung geeignet, ist preiswürdig zu verkaufen. Das Nähere bei der Exped. d. Bltts. Hauö- und Geschäfts- Verkauf. 1370) Ich beabsichtige mein Jjjauö und Geschäft zu verkaufen. Liebhaber wollen sich alsbald melden. Die Verkaufs • Bedingungen sind sehr vortheilhaft gestellt; auch hat der Käufer freien Willen, betreffs ”1465) Ein moblirtes Zimmer ist zu vermicthen; auch kann aus Verlangen Kost dazu gegeben werden. Das Nähere bei der Erpev. d. Bltts._______________ 1074) Das von Herrn Advocat K o h- lermann seither bewohnte FamilienlogiS, bestehend aus 4 Zimmern, Küche, Cabinet, Mitgebrauch der Waschküche ic., ist zu ver- miethen. Pitthan, im Adler. 1457) Ein FamilienlogiS ist zu ver- miethen. Zu erfragen Sonnenstraße Lit. B. Nr. 59. _______ 1223) Mehrere moblirte Zimmer mit Cabinet, auf die Straße gehend, sind zu vermiethen im Darmstädter Haus. 1446) Ein kleines Logis vor dem Thor, mit oder ohne häusliche Einrichtung, für Herr oder Dame, ist in Lit. A. Nr. 185 zu vermiethen.__________ 1268) Ein FamilienlogiS, bestehend aus 4 Zimmern, Küche und sonstigem Zubehör, ist zu vermiethen und vom 1. Iult an beziehbar._______________I- Eberhardt. 1345) Einige moblirte Zimmer, mit uud ohne Flügel, sind zu vermiethen ber M. Heß, Lindenplatz Nr. 64. 1394) Ein moblirtes Zimmer mit Ca- binet ist zu vermiethen bet Fischer, Landger.-Diener. 1163) Eine Scheuer ist zu vermiethen bei Peter Vogt I. Wittwe. 1075) Eine Scheuer mit Stall, welche sich ohne große Kosten zu einer Wohnung nebst Werkstätte Herrichten läßt, ist zu vermiethen oder auch zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. Vermifdjte Anzeigen. 1432) Ein in Großherzoglicher Hofgerichts - Registratur dahier stehen gebliebener Regenschirm kann dasMbst in Empfang ge- nommen werden._______________________ 1412) Ein braver Junge wird in Dienst gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bl. Anzeige. 1437) Ich wohne bei Kaufmann N o loff, Lindenplatz. l)r. Leonkardt, ________Velerinararzt. 1416) Es werden 100 fl. Kapital gegen hypothekarische Sicherheit alsbald zu leihen gesucht. Von wem? sagt die Expedition dieses Blattes._________________ 1417) „Ein Mädchen" für Hausarbeit wird von einer Familie in Butzbach gegen guten Lohn gesucht. Näheres bei ver Exped. d. Bltts. 142b) Ein Fraucnhemd wurde gefunden und ist solches gegen Ersatz der Jnseratgebüh- ren in Lit. B. Nr. 85 in Empfang zu nehmen. Stellen-Gesuch. 1448) Ein junges tüchtiges Mädchen, welches mehrere Jahre in einem Lpecerei- und Manufaeturwaaren - Geschäft contitic- nirte, sucht unter bescheidenen Ansprüchen anderweitige Stelle in gleicher Branche. Näheres bei ter Erped. d. Bltts. 1459) Ein Zapfjunge wird gesucht im Prom enadehauS. 1434) Wer noch eine Forderung an mich zu machen hat, melde sich bei mir binnen 3 Tagen. Karl Scheible. Eapital-Gesuch. 1435) Es wird ein Capital von 3000 bis 4000 fl. zu 5 pCt. gegen gerichtlich bestätigte Obligation und gegen einen mehr als dreifachen Einsatz gesucht. Auskunft bei der Exped. d. Bltts. Eine zweikstillende Anime sucht Stelle. Zu erfragen bei der Exped. dieses Blattes. (4467 j 1371) Für ein Fabrikgeschäft wird aus Pfingsten ein braver Junge aus hiesiger Stadt, mit den nbtbigen Vorkenntuifsen versehen , in die Lehre gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bl. ______ 1431) Nr. 29 hat die Stramin-Pan- toffeln gewonnen. Rühl, Polizeidiener. 1469) Anmeldungen zur Aufnahme in tie hiesige Großherzogliche Realschule für das nut dem 6. Mai beginnende neue Schuljahr können von dem 29. d. M. an täglich vormittags bei der unterzeichneten Direction gemacht werden. Die Prüfung der aufzunehmenden Schüler findet Freitag den 3. Mai, vormittags um 9 Uhr, in dem Realschulgebäude statt. Gießen, am 15. April 1867. Großherzogliche Direction der Realschule zu Gießen. Dr. Weigand. der Ueberiiahme oder Nichtuberuahme des Waareulagers. Auswärtigen wird auf Franco- Anfragen spezielle Auskunft ertheilt. Ludwig Zahreis. 1334) Von jetzt an kann bei mir Wasche gebleicht und getrocknet werden. , Th. Rautenstrauch, in dem Ebel'schen Garten an der Schoor, vis —ä —vis der Benne r'schcn Schanze. V c r m i e t fj u n g e n 1429) Das von Frau Dr. Diebin seither bewohnte Logis ist durch deren erfolgenden Wegzug von hier anderweit zu vermiethen. Friedrich Schwanb. 1466) Ein FamilienlogiS, welches auch getheilt werden kann, ist zu vermiethen und sogleich beziehbar bei Euler & Köhler. 1376) Durch Ankauf einer Fournierschneidmaschine sind wir in den Stand gesetzt, Journiere, Hhaisentafeln x. in allen Holzarten und Dicken zu schneiden und erlauben wir uns einem hiesigen, sowie auswärtigen Publikum bei reeller, prompter Bedienung, unter billigster Preisberechnung, bestens zu empfehlen. Gießen, den 9. April 1867. Euler & Köhler, Dampfschneidmühlc und Cigarrenkistchenfabrik. onhar-t, >chen" einet SamUit in Ml Näh,re; 9 e. kl Sa«f»wn L**iw 7l0J» lrihi« tle ®fpebiti0ll ' to“rte 9=iunctn Jnsttaigchüh. nehmen esuch. d)ti(j£8 fititm epecerii. ^schäft conditio- ^enen Acheüche« leichtt Branche. Lltts. toixt) zeucht im enadehans. e Forderung an lde sich bei mit rl Scheible. esuch. ' Kapital von 3000 gegen gerichtlich gegen einen mch j. Auskunft bei de Ämme i bei der Erpct. (1467) igeschaft mrd aut nge aus hicsis« Zorkenntnissen »er- cht Nahnes bei ,te Straniin-Pan> ,, Pcheidicner. ; Grotzherzozlich- können von de°> aernachl tpevfce«. ( oorinittags a® ile zu ®ifÜfn' School/ Beilage zu Nr. 31 des AuzeigeblatteS. Vermifcfjte Anzeigen. 1355) Um verschiedenen Anfragen zu entsprechen und Jrrthümern vorzubeugen, diene hiermit einem verehrlichcn Publikum zur Nachricht, daß ich noch bei Herrn Richter in der Wolkengasse wohne und auf meiner Nähmaschine nach wie vor alle Arbeiten sowohl in als auch außer dem Hause auf das Pünktlichste bei billigen Preisen ausgcführt werden. Carl Petri Wittwe, wohnhaft Lit. C. Nr. 64, Wolkcngasse. 1288) Einem geehrten Publikum empfehle ich mich im Reinigen und Putzen von Betten und Bcttfcdcrn. Helene Zinßer, wohnhaft in der Löwengasse Nr. 117. _ 1392) Ein braver Junge, welcher daS Schuhmacherhantwerk erlernen will, kann bei mir in die Lehre treten. ।__I. Z ur- Nieden. 1168) Ein Schriftsetzer-Lehrling wird gesucht in der Brühl'schcn Univ.-Druckerei. 1224) Ein Hausburschc, im Alter von 16 bis 20 Jahren, wird gesucht im ______________Darmstädtcr HauS. 1468) Am 3. Ostersciertage findet gut besetzte T a n) - M u l'i k auf der Batenburg statt, wozu ergcbenst einlaket Duill Wittwe. 1051) Ein Kindcrwägelchen (Korö- wägclchen) wird zu kaufen gesucht. DaS Näheres bei der Exped. d. BlttS. Neueste Eisenbahn- Frachtbriefe für die Main- Weser -Bahn, Cöln-Mindener Eisenbahn-Frachtbriefe, Zollamts-Declarationen in zweierlei Größen, ebenso alle übrigen zollamtlichen Formulare sind zn haben bei Wilhelm Klee, Müusburg. ■L"Ll ! 1 ' ■■ ■ ————■ ■ ■ ■ ■■■ I —II ■! Der Friedberger Anzeiger für Oberhessen enthält folgende recht schön geschriebene Abhandlung „Zur Luxemburger Frage", welche wir nicht versäumen wollen, hiermit unfern Lesern ebenfalls zur Belehrung mitzutheilen : Zur Luxemburger Frage. Es ist für die Entwickelung der europäischen Völkerverhältnisse eine recht betrübende Erscheinung, daß zwei Völker, gleich groß, gleich stark, gleich tüchtig und von der Vorsehung dazu bestimmt, in Wissenschaft und Kunst, in Handel und Wandel treu vereint in erster Reihe zu den Höhen menschlicher Kultur cmporzuklimmen, es bis jetzt noch nicht zu rechtem gegenseitigen Vertrauen und zu dauernd intimen Beziehungen zu einander haben bringen können. Wir meinen die Deutschen und die Franzosen. Selbst die letzten Jahrzehnte, in welchen durch Dampfschiffe, Eisenbahnen und Telegraphen die Völker sich näher ge- rückt sind, manche Scheidewand gefallen und manches nationale Vorurthcil geschwunden ist, die uns einen segenverheißenden Handelsvertrag zwischen Frankreich und Deutschland gebracht und so viele Verbindungen zwischen Hüben und Drüben geschaffen haben, — das rechte nachbarlich freundliche, neidlose und auf gegen- fettiges Vertrauen gegründete Verhältniß haben sie trotzdem noch nicht zu Stande gebracht. Die Ursache dieser Erscheinung kennen wir Alle nur zu gut, es sind die nie aufhörenden Nörgeleien wegen der Grenze. Wir erinnern nur an die Aufregung unserer Nachbaren zu Anfang der 40r Jahre, an ihr damaliges Feldgeschrei : Jusqu’au rinn! und an die deutsche Antwort darauf: „Sie sollen ihn nicht haben", an die vorjährigen Compensations- ansprüche und — an die kürzlich aufgetauchte Luxemburger Frage. — Tragen wir Deutschen die Schuld davon? Hat sich das deutsche Volk je eroberungssüchtig gezeigt, sieht es mit Mißgunst und Neid auf des Nachbars Größe, steht es kampsgerüstet und die Freiheit und Selbstständigkeit des Nachbars bedrohend an dessen Grenzen? Nichts von dem Allein^ Deutschland hat von Frankreich viel Bitteres im Laufe der Jahrhunderte erfahren. Zeiten trauriger Zerrüttung im deutschen Reich hat man von den Machthabern in Paris in perfider Weise benützt, um ein Stück deutsches Land nach dem andern wegzureißen. Lothringen und den Elsaß hat man sich so angeeignet, Straßburg, die Krone der deutschen Städte, wurde gegen alles Völkerrecht mitten im Frieden weggenommen. Im Anfang dieses Jahrhunderts überfluthe- ten Napoleons Heerschaaren Deutschlands Gefilde, und als endlich das deutsche Volk mit dem Muthe der Verzweiflung wie Ein Mann aufstand und das fremde Joch abschüttelte, da zog man wohl nach Frankreich, um den Peiniger zu vernichten, aber groß- mütbig ließ man Frankreich mit seinen von der Natur sorge« zeichneten Grenzen bestehen, ja — ein gewiß beispiellos in der Geschichte dastehender Edelrnuth — seinen Raub ließ man ihm auch, Straßburg, Elsaß und Lothringen wurden nicht zurückge- fordert. — Und denkt jetzt nach einem weiteren halben Jahrhundert noch Jemand an Rückforderungen? Nein und abermals Nein! Das deutsche Volk ist groß genug, es hat andere höhere Ziele, als Eroberungskriege zu beginnen. Krieg ist ihm überhaupt ein Gräuel; es trachtet im brüderlichen Verein mit seinen Nachbarvölkern nach den Werken des Friedens. Daß es aber endlich fach Jahrhunderte langen bitteren Erfahrungen das anstrebt, was alle Völker rings um eS herum besitzen und was Italien mit Frankreichs Hülfe kürzlich errungen hat, Einheit und Selbst- ständigkeit, — wer kann ihm das verübeln oder darin eine Gefahr für sich erblicken? Nur einer unseligen Verkettung der Umstände ist es zuzuschreiben, daß man in dem sicheren Gefühl des UebergewichtS über das feit den Zeiten des 30jährigen Krieges ohnmächtige deutsche Reich, und in vornehmer Nichtachtung des deutschen Vol- kes, das man noch in tiefer Barbarei versunken wähnte, während man in Frankreich schon die Blüthezeit der Nationalliteratur feierte und Paris der Glanzpunkt aller Bildung und seiner Sitte (?) war, daß man, sagen wir, seit Ludwigs XIV. Regierung dem schwachen Nachbar gegenüber sich allmählig daran gewöhnte, die Grenze bis an den Rhein hinauszurücken und alles Land jenseits desselben als französisches Eigenthum zu betrachten. Denn auf frühere Verhältnisse, wie sie z. B. zu den Zeiten der Karolinger bestanden, kann man sich doch im Ernst nicht berufen. Dort tarn eine Dreiteilung vor in Deutschland mit Strecken jenseits des Rhein, in das eigentliche Frankreich und in Lothringen. Letzteres konnte seine Selbstständigkeit nicht bewahren; aber während die Franken jenseits der Ardennen in Vermischung mit Gelten und Römern sich als ein besonderes Volk mit besonderer Sprache losgelöst hatten, waren die Lothringer Deutsche geblieben und gehörten somit zum deutschen Volk. Es hilft nicht, das wir das Alles unfern Nachbarw ent- gegenhalten und ihnen sagen, daß ein Flußthal hinsichtlich seines Klima's, seiner Bodenbeschaffcnheit, der Sprache und Sitte seiner Bewohner stets ein untrennbares Ganze ausmacht, daß ein Fluß ebenso wenig Völker scheidet, wie die Straße einer Stadt die Bewohner rechts und links von einander trennt; es ist vergeblich, daß wir ihnen sagen, daß wenn eine Grenzberichtigung vor- genommen werden sollte, gerade wir Deutsche der fordernde Theil sein und dann nothwendig der Elsaß und Lothringen zur Sprache gebracht werden müßten, daß die Sprach- und Völkcrgrenze über die Vogesen und Ardennen ziehe : dieselben Franzosen, die in der physikalischen Geographie sonst sehr wohl bewandert sind und die das Nationalitätsprineip so hoch halten, sind in diesem Punkt auffallend schwer von Begriff. Wir wissen zwar, daß die enra- guten Dränger auf die merkwürdiger Weise sogenannte „natürliche Grenze" hauptsächlich nur einer gewissen Partei angehören, die in einem zu entzündenden Krieg der kaiserlichen Dynastie eine Schlinge legen, oder sich wenigstens als die Wächter der nationalen Ehre geberben und sich dadurch beim Volk im Gedächtniß erhalten möchte; wir anerkennen und würdigen die Vorurtheils- losigkeit und weise Mäßigung des Kaisers der Franzosen, der nach seiner bisherigen Politik der Größe und den wahren Ruhm feiner Nation wo anders sucht, als auf dem Feld kriegerischer Eroberungen — und er hat gewiß viele Einsichtige und Vernünftige seines Volkes auf seiner Seite. Aber wir kennen auch die Empfindlicheeit und die leichte Entzündbarkeit des französischen Charakters bezüglich dessen, worin man einmal die nationale Ehre zu suchen gewohnt ist, und die vorjährigen Forderungen und die jetzige Luxemburger Frage sind uns ein Beleg dafür, wie selbst der Kaiser jenem Drängen und dieser nationalen Empfindlichkeit, wenn auch behutsam und ohne großen Rumor, eini- grrmahen Rechnung tragen möchte. — Wie sollen wir Deutsche uns dagegen verhalten? Sollen wir, wenn man mit den ob- schwebenden Verhandlungen -S ernst meinen sollte, cs ruhig ge- chehen lassen, daß über 200,000 mit Ausnahme weniger Wal- Ionen durchaus deutsche Bewohner an Frankreich abgetreten Allerdings, Deutschland ist auch ohne Luxemburg noch groß aenuq, ein Krieg würve mehr als so viel Menschen verschlingen, abgesehen von dem sonstigen Elend, das er brächte. Wenn Einem dabei nur nicht dar französische Sprüchworl entfiele : L appötit vient en mangeant! Zumal wenn im voraus so starker Ap- vetit vorhanden ist. Und überdies : E.n Volk, das es ruhig hinnimmt, wenn man von seinem Leibe ein Stuck lostrennt, ver- dient keine nationale Selbstständigkeit, ist wert», daß es dem stärkeren Nachbar zur Beute anheimfalle. Zwar kann man uns sagen : Der deutsch- Bund, zu welchem Luxemburg gehörte, eristirt nicht mehr, und somit gehört es ausschließlich dem Könige von Holland, seinem souveränen Herrn, der sich auch seiner sou- veränetät-rechte begeben kann. Aber wir sind um eine Antwor dem gegenüber nicht verlegen. Einmal ist der Menschenhanve überhaupt mit dem Fortschreiten der Zeit etwas ,n Mißkredit gerathen und dann hauptsächlich : Luxemburg gehörte nicht bloS dem 1815 geschaffenen deutschen Bunde an, so daß mit dem Aufhören dieses Bundes sede Verbindung mit Deutschland vol- kerrechtlich gelöst wäre, sondern die Luxemburger gehören als Deutsche zum deutschen Volk und das Ländchen hat zum deut- scheu Reich gehört, ehe man vom deutschen Bund mit seiner monstruösen Zusammensetzung gewußt. Ein Blick in die Ge- schichte wird dies bestätigen. Um Früheres unerwähnt zu lassen, sei nur darauf hingewiesen, daß Graf Heinrich III. von Luxem- bürg im Jahr 1308 als Heinrich VII. zum deutschen Kaiser gewählt wurde. Kaiser Karl IV. (ebenfalls ein Luxemburger wie Wenzel und Sigismund) erhob es zu einem Herzogthum, und nur vorübergehend (von 1443—1477) gericth es an Burgund, kam aber mit ver Vermahlung der Marie von Burgund mit Maximilian aus dem Hause Habsburg an letzteres und wurde 1512 ein Bestandtheil des burgundischen Kreises, bei welchem es verblieb bis zum Frieden von Cainpo-Formio 1797. Der Wiener Kongreß theilte es als deutschen Bundesstaat dem König der Niederlande zu als Entschädigung für den Verlust seiner nassauischen Erblande; die Festung Luxemburg wurde zur BundcSfestung gemacht. Diese Festung, Lucelinburg oder Lutzelburg ehedem genannt und an der Stelle erbaut, wo schon die Römer unter dem Kaiser Gallienu« ein Kastell errichtet hatten, soll namentlich wegen deS Felsbodens, ver dem Feinde das Unierminircn außerordentlich erschwert, zu den festesten Plätzen zählen. Sie ist somit ein wichtiger Vorposten ver FestungSlinic Mainz, Koblenz und Köln und für den D-rtheivigungskrieg von großer Wichtigkeit. Sie Deutschland abnehmen zu wollen im Augenblick, wo Ver norv- veutsche Bund sich constituirt, ist für diesen eben kein sonderliches Compliment. Was er dazu sagen wird? Die Antwort Bis- marck's auf die Interpellation im norddeutschen Parlament ist, das läßt sich ihr nicht abstreiten, ein Meisterstück politischer Klugheit. Kein herausfordernder Ton gegen Frankreich, aber auch keine Concessionen an dasselbe und dann ein Wink an das Par- lamcnt und das deutsche Volk : „Regt Euch!" Das sollten sich namentlich die Süddeutschen gesagt sein lassen. Auf ihr Deut- schen Alle, gebt Euren Willen kund, und zeigt, daß, wenn man Deutschland angreift, sei es an welchem Punkt -S wolle, man das deutsche Volk einig und auf den Beinen findet! (Anzeiger für Oberhessen.) 31 am 19. Mari dem GeneralstautSprocurator in Pension Geheimerath Dr. Seitz, dermalen zu Aschaffenburg, die Erlaubnis zur Annahme und rum Tragen des ihm von Seiner Majestät dem König von Lachsen verliehenen ComthurkreuzeS erster Klaffe deS Königlich -Lächmchen AlbrechtS-OrdenS zu ertheilen. X. Dien st nachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzoz haben allergnädigst geruht : 1) am 19. Februar den Substituten des Ober-StaatSanwaltS bei dem Hofgericht der Provinz Oberheffen Dr. Ernst Georg Klein zum Staatsanwalt bei dem BezirkSstrafgericht Gießen, — 21 am 8. März den seitherigen La.irzerichtSdiener bei dem Landgerichte ' gz^hi Johann Heinrich Seng zum LandgerichtSdiener bei dem -and- aeilchte B-erselden, — den seitherigen zweiten LandgerichtSdiener bei dem Landgerichte Ortenberg Friedrich Bechtold zum zweiten Land- aerichlSdiener bei dem Landgericht« Friedberg, — d-o zweiten Laud- aerichtSdicner bei dem Landgerichte Darmstadt Georg PhildiuS zum ersten LandgerichtSdiener bei diesem Landgerichte, — den dritten -and- gerichtSdiener bei dem Landgerichte Darmstadt Peter Frohnbauser zum zweiten LandgerichtSdiener bei diesem Landgerichte — und den seitherigen LandgerichtSdiener bei dem Landgerichte Biedenkopf Friedrich De iß zum dritten LandgerichtSdiener bei dem Landgerichte Darmstadt 31 am "EMärz den LandgerichtS-Affeffor bei dem Landgerichte AlSiclb Morin Hempel in gleicher Eigenschaft an das Landgericht schlitz .uruckzuversetzen, - den StadtgerichtS-Affeff-r bei dem Stadtgerichte Gi-ßen Karl Hoffmann zurn LandgerichtS-Affeffor bei dem Landgerichte Alsfeld und zugleich zum Richter bei dem Bezirksstrafgerichte Alsfeld — den LandzerichtS-Atleffor bei dem Landgerichte .lltenstadt Hermann Oppermann zum Stadtgerichts-Assessor be, dem Stadtgerichte Gießen zu ernennen — und den LandgerichtS-Affeffor bei dem Landgerichte Schlitz Karl SuppeS in gleicher Eigenschart an da- Landgericht Nauheim zu versetzen; 41 am 18. März den zweiten Präsidenten des Oberappellation» - und ' CgffationSgerichtS Dr. Andreas Wilhelm von Hesse zum Pr-.siventen dieses Gerichtshofs, sowie zum wirklichen Geheimerath mit dem Prädikate Ereelleuz zu ernennen; 51 am 20. März die GerichtS-Accessiste» Karl Weber aus Alzey, Friedrich Falk er aus Kastel - und Karl Krämer aus Mainz unter die Zahl der Anwälte bei den Gerichten zu Mainz aufzunehmen. XI. Militärdienstuachrichten. XII. Versetzung in den Ruhestand. Seine Königliche Hoheit der Großherzoz haben allergnädigst geruht : am 18. Marz den ersten Präsidenten des OberappellatiouS- und l^aya- tionSgerichtS, wirklichen Geheimerath Dr. Friedrich Hahn, unter Bezeugung der Allerhöchsten Zufriedenheit mit seiner langjährigen treuen und ausgezeichneten Dicnstfühcung auf sein Nachsuchen in den Ruhestand zu verletzen. XIII. Sterbfä lle. Gestorben find : , . 11 am 13. März 1866 der pcusionirte Oberst Neid Hard zu Darmstadt; 2) am 1. April 1866 der pensionirte Rittmeister Schmidt zu Mainz; 3) am 12. April 1866 der pensionirte Oberst Fenner zu Darmstadt; 4/ am 13. Juli 1866 im Gefecht bei Frohnhofen, beziehungsweise an den dort erhaltenen Wunden : Major Kröll vom Gcneralguartier- meisterstab, — Hauptmann Kolb vom 2. Infanterieregiment, — Hauptmann Königen, — Oberlieutenant Dieffenbacki. — Lieutenant Stammler — und Hebberling vom 3. Infanterieregiment, — Oberst Schenck, — ogaupimann von Wachter^ — Hauptminu Becker, — Hauotmann Drescher — und Oberlieute- uaiu Stockhausen vom 4. Infanterieregiment; 5) am 9. November 1866 der Major Brodrück vom Generalquartiermeisterstabe zu Darmstadt; 6) am 15. November 1866 der Generalmajor a la suite Graf zu 3)|en- burg-PhilippSeich zu Heppenheim; 7) am 9. December 1866 der Generalmajor und Conzmandeur der Jnfanteriebriqade von Stockhausen zu Darmstadt. 1) am 5. März der pensionirte Schullehrer Schneider zu Helpershain; 2) am 8. März der pensionirte Rentamtmann Domänenrath Ludwig Heinrich Siebert zu Darmstadt; 3) am 19. März der pensionirte FriedenSgerichtS-Actuar Friedrich Bernhard G o e h I er zu Pfeddersheim; 4) am 26. Mär; der Hofgerichts-Kanzlei-Juspeetor Heinrich Schmitz zu Darmstadt; 5) an demselben Tage der Forstmeister Theodor Dietz zu Schotten. Geld-Cours vom 15. April 1867. Was giebt es Neues? Darmstadt. Das Regierungsblatt Nr. 15 enthält: (Schluß.) IX. Ermächtigungen zur Annahme fremder Orden. Seine Königliche Hoheit der Großherzoz haben allergnädigst geruht : 1) am 10. Februar dec Freifrau Kathariua van der Capellen, geb. van Byukershoek van Hnogstraten, zu Darmstadt die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen deS ihr von Seiner Majestät dem Kaiser von Oesterreich verliehenen VerdieustkreuzeS mit der goldenen Krone, 2) am 15. März dem Advokat-Auwalt Dr. K. Jung zu Main, die Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen deS ihm von Seiner Ma. j jestät dem Kaiser von Oesterreich verliehenen Ritterkreuzes deS Franz- | Joseph-Ordens — und Preuß. Eaffeu - Scheine ......... ff- Preuß. FriedrichSd'or.......... « Pistolen...............- „ Doppelte........... -- Holl. st. 10 Stücke. " Rand - Duraten............ -- 20 Frankeustücke............ » Engl. Sovereigns........... » Ruff. Imperials............ Dollars in Gold........... -- Redaktion, Druck und Verlag ter Brühl'fchen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. 1. 44,-45} 9. 56J-57J 9. 44-46 9. 45-47 9. 51-58 5. 34-36 9. 26}-27} 11. 51-55 9. 44-46 2. 27}-28}