AnMeUsll Samstag den 16. November 1867 Gießen, am 9. Uoocmbrr 1867. an Namen. Wohnort. Frühere Entscheidung. Entscheidung des Rekrutirungsraths. . 5» S ä Zu «r. K. G. 5353. ----------------- SMrrflcnö: Den im Jahr 1867 abzuhaltenden Recrutirungsrath für die Provinz Oberhessen. 9 ' _ _ Das gebracht SmaTn, ÄffÄfSW des Kreises Gießen vor- unter dem Auftrage mit, die Interessenten darnach^ bedeuten ^"lcn wir Ihnen nachstehend zur Nachricht lassenen ReftMcn z^r^Behänd7g^g"Ün dieselbe^ mltgttheift""""^ tlC unterfertigten Entlassungsscheine der von den Regimentern ent- Dr. G o l d m a n n. ___Kreis Gießen. für die Provinzialliaiiptstadt Gießen (flml.sOliill hfs .liicifrs fließen.) JVs. 92 ~ A. Rekru t e n : 1 Ludwig Georg Heinrich Schlatter Gießen am 26. October 1867 wurde rc. Schlatter von den Mili- tarärztcn in Friedberg untersucht und für untauglich be- 3 Johannes Balser i Oppenrod funden temporär untauglich beim tauglich. 6 9 Friedrich G ö r l a ch Martin Reinhold Po sein er Eberstadt Gießen Eintreffen im Dienst 1867 desgleichen untauglich beim Eintreffen untauglich, untauglich. 12 14 21 27 Georg Philipp Rollhaus Johannes Peter Heß Philipp Stecker Johannes Philipp Georg Schäfer Lich Leihgestern Daubringen Watzenborn im Dienst 1867 desgleichen desgleichen desgleichen temporär untauglich beim untauglich, untauglich, untauglich, untauglich. 57 August Müller Wieseck Eintreffen im Dienst 1867 desgleichen untauglich, tauglich. B. Eonscriptionspflichtige de 1 86 7: 2 4 5 7 8 10 11 Heinrich Mohr Johannes Bellof Johannes Fink Johannes Buß Wilhelm Löbrich Karl Hahn Heinrich Friedrich Brunner Burkhardsfelden Rötgen Oppenrod Eberstadt daselbst Heuchelheim Gießen zweifelhaft untauglich tauglich tauglich relativ tauglich relativ tauglich tauglich zweifelhaft untauglich bei der untauglich, untauglich/ untauglich. untauglich, relativ tauglich, untauglich. 13 Karl Walz Lich Nachvisitation erkannt tauglich untauglich, untauglich. D. Auf Ladung erschienen nicht Conscriptionspflichtigc: '15# Namen. Wohnort. Frühere Entscheidung. Entscheidung beS RekrulirungsrathS. 15 16 17 18 19 20 22 23 24 25 26 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 Nr. R.R 6 8 )ustus Konrad Karl Bast er t Friedrich Martin Roloff Theophil Marlin Karl LooS Karl Georg Loos Georg Heinrich U brich Heinrich Karl Theodor KlooS Karl Christian re. Leib Johannes Binz Joh. Wilhelm Arnold Heinrich Schmidt Friedrich Philipp Meyer Johannes Gilbert Wilhelm Heinrich Seibert Heinrich August Emil rc. Hilgardt Joh. Balthasar Reitschmidt Joh. Philipp Lang Jacob Schmidt Jacob Leicht Ernst Ludwig rc. Deich ert Heinrich Reu hl Adolf Hetz Reinhard Glaser Heinrich Ludwig Haas Heinrich Fischer Joh. Heinrich Ledermann Joh. Konrad Velten Johannes Reuhl Balthasar Brücke! Otto Renner Joh. Georg Laux, Joh. Gg. IV. Sohn Emil Friedrich Hautz Wilhelm Jung Jacob Römer, Ludwig Sohn Heinrich Töpfer Johannes Schlapp Karl Pausch Heinrich Neitschmitt Philipp Döring er Philipp Eck Hardt Joh. Georg Laux, Joh. Georg III. Sohn Kaspar Hirz Philipp Stein, A. Marg. Todt's Sohn Joh. Konrad Hofmeister Gictzen daselbst daselbst daselbst daselbst daselbst daselbst Leihgestern Gietzcn Leihgestern Lich Watzenborn Gietzcn daselbst Watzenborn Grotzen-Linden Rodgen Garbcnteich Gröningen Holzheim Gietzcn daselbst daselbst Grotzen-Linden Lich Lang-Göns Holzheim Watzenborn Gietzcn Holzheim Gictzen Holzheim Heuchelheim Daubringcn Mainzlar Wieseck Hausen Wicseck daselbst Holzheim Steinberg Beuern Ober-Bessingen relativ tauglich * relativ tauglich relativ tauglich relativ tauglich tauglich relativ tauglich tauglich tauglich tauglich tauglich tauglich tauglich relativ tauglich tauglich tauglich relativ tauglich tauglich tauglich tauglich tauglich relativ tauglich relativ tauglich zweifelhaft untauglich temporär untauglich bei der Nachvisitation erkannt zweifelhaft untauglich tauglich tauglich tauglich tauglich tauglich tauglich tauglich tauglich zweifelhaft untauglich tauglich zweifelhaft untauglich tauglich zweifelhaft untauglich tauglich tauglich Johannes Hirz brachte beim Re- knilirungsraih für seinen Sohn Kaspar Depotanspruch vor. dem Gesetz ausgewichcn. dem Gesetz auSgewichen. relativ tauglich. relativ tauglich, relativ tauglich, relativ tauglich, tauglich. untauglich, untauglich, untauglich, tauglich. untauglich, untauglich, tauglich. relativ tauglich. tauglich. temporär untauglich, untauglich. relativ tauglich, temporär untauglich, tauglich. untauglich, untauglich, untauglich, untauglich. temporär untauglich, temporär untauglich, tauglich. untauglich. tauglich. relativ tauglich. tauglich, untauglich. relativ tauglich. tauglich. relativ tauglich. untauglich. temporär untauglich, untauglich. untauglich, tauglich. untauglich. 3n’« Depot nach Art. 17 Nr. 1. ®t#in erscheint wegen seines Ausbleibens bei der Musterung al« entschuldigt, e« behält aber, weit er bei dem RekrutiningSrath Nch nicht führt bat, bei der (Snlschct. düng der RekrutirunaS-Commisfion, wornach er zum ttrstmarschiren bestimmt ist, sein Bewenden. Da der von Hofmeister vorgebrachte KntschuIdigungSgrund, wegen feine« Ausbleiben« bei der Musterung, nicht genügend erscheint,' so behalt e» bei der Entscheidung der Re- krutirung««Eominisston, wornach tt zum Erstmarschiren bestimmt ist, sein Bewenden. C. Auf Ladung erschienen nicht Rekruten: — Gietzcn, den 2. November 1867. Der Großherzogliche Rekrutirungsrath für die Provinz Obcrhessen. unterz. Dr. Goldmann. Karlsruhe 6. Nov. In der Abgeordnetenkammer wurde heute der Antrag des Abgeordneten Eckardt auf Einführung der obligatorischen Civilehe mit allen gegen 3 Stimmen angenommen. Tie Negierung ist mit dem Antrag vrinci- plell einverstanden. . 2ßie_n, 3. Nov. Abermals ist ein wichtiger Schritt zur Außerkraftsetzung des Concordats geschehen. Nachdem nämlich unter dem Ministerium Belcredi dem Wiener Gcmeinderathe unter Hinweisung auf das Concordat nicht gestattet worden, eine Lehrcrfortbildungsaustalt ohne confessioneUen Charakter zu gründen, und nachdem das gegenwärtige Ministerium mit der Stadtvertretung in der P ä d a g o g i u m s f r a g e lange verhandelt hatte, so daß diese beireits den Beschluß gefaßt hatte, zu dem Ausweg zu greifen, die Candidatcn an auswärtige Bil- duugsanstaltcn zu senden — ist nunmehr durch Erlaß des Un- Kassel, 11. Nov. Die Generalversammlung des Nativ nalVereins hat den Rest der Flottengelder an die Bun- desmatlne überwiesen. Summen von 2000, 1000 und 500 Sljlr. wurden an die Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, die deutsche Seemannsschule und den Londoner deutschen Rcchts- schutzverein überwiesen. Sodann wurde die Auflösung des Berenis beschloffen. Einem Ausschuß von 12 Mitgliedern wer- teii die noch verfügbaren Vereinsmittel überwiesen. cam^ur^' 6' ^0D- 3» der heutigen Sitzung der Bürgerschaft wurde mit 82 gegen 71 Stimmen beschloffen, einen Antrag, an den Senat zur Auflösung des Bürgermilitärs zu richte«. Bei einem früheren Votum stimmten 72 dafür und 71 dagegen. Vrestigc in Italien, an welchem das italienische Volk zu rütteln begonnen hatte, auf dem Pariser Boulevards keine Stimmen laut geworden; daß man dort von einem Siege Garibaldis zu hören hoffte, sagt sie „und es ist keine gewagte Annahme, daß selbst eine Schlappe der auf päpstlichem Gebiete befindlichen französischen Truppen die Reizbarkeit der Franzosen nicht gegen Italien, sondern nach ganz anderer Richtung her- vorgenifen hätte. So gründlich habeir sich die Zustände in Frankreich verändert. Mair ist der abenteuernden Interventions-Politik müde, welche den schwindsüchtigen Staatssäckel noch mehr erschöpft, die Söhne des Landes deeimirt und doch nicht mehr auf die Befreiung der Völker, sondern auf das Gegenthsil gerichtet ist, und daher den Ruhm Frankreichs nicht vermehren, sondern nur schmälern kann". . . . Das zweite Kaiserreich hat nicht mehr den festen Boden im französischen Volke wie früher, das Volk verlangt nicht mehr nach äußerem Glanze, und das Flittergold, mit dem man es durck Lustra zu blenden wußte, hat fick in seinen Händen in schnöden, werthlose» Schein verwandelt. Das Kaiserreich kann nur in dem Falle fein ver- lorcneS Terrain wiedergewinnen, wenn es in freiheitliche Bahnen eiiilcnft, dem Selfgovernment die Schranken öffnet, nach wel- chem die Nation um so sehnsücktiger verlangt, je weniger die Politik der Tuilerien den allseitigen Interessen des Landes zu genügen weiß. Bis jetzt sind leider keine Anzeichen einer sol- ^e*’ ®ant(ung vorhanden; im Gegentheile. Die Mißstimmung j tn Paris wird sicherlich durch die Nachricht, daß auch franzö- ® filcbe Waffen in das Blut der bei Meutaiia uiedergemetzelten Garibaldiauer getauckt wurden, und durck die kindische Wuth, mit welcher die Hoforgane gegen die Feinde der weltlichen Papstherrschaft eintreten, noch gesteigert werden. --- 7- Nov. Der Kaiser ist heute Nachmittags 4% Uhr von Paris kommend wieder hier eingetroffeu. Am Bahn- * Hofe wurde er von den höchsten Civil- und Militär-Autoritäten, von Deputationen beider Häuser des Reichsraths, vom Bürger- ' meister und Gemeinderathe Wiens feierlick empfangen. Der glingen bewilligt worden. Die nun zu schaffende Anstalt wird em konfessionsloses, also für die Lehrer aller Bekenntnisse zugängliches 'Institut sein, was mit einem der Grundprincipien des Concordats im entschiedensten Widerspruch steht. (Dr. I.) 6- Nov. Das Herrenhaus hat heute das Sraals- grundgesetz, betreffend die richterliche Gewalt, mit der Abände- ruug angenommen, daß der Wirkungskreis der Militärgerichte einem besonderen Gesetze Vorbehalten bleiben soll. — Die „Wiener Korrespondenz" schreibt : Wie wir von guter Seite vernehmen, ist Frhr. v. Hübner von seinem Posten in Rom ab= berufen worden. Die Wahl seines Nachfolgers scheint bereits entschieden, aber noch nicht vollzogen zu sein. ; Nachdem die „Wiener Presse" constatirt, daß in er» ., (Sttsanz. f. SB.) Florenz. 11. Nov. Garibaldi ist zur Disposition der Gerichtsbehörde gestellt. Tas demnächst zusammentretende Parlament soll über die Zulässigkeit dieser Procedur entscheiden. ~ ~ £ie italtenijdH Regierung hat jetzt in ihrem ofsiciellcn Journale eine Note veröffentlickt, worin sie die Beweggründe augibt, welcke sie veranlaßt haben, ihre Truppen aus dem päpstlichen Gebiete zurückzuberufen. Diese Note lautet: Florenz, 5. November. Garibaldi bat, unge- adjtet des ihm durch die königliche Proclamation gegebenen Raihes, sich mit seinen Freiwilligen hinter die Linie der'Armee zurückzuziehen, seine Angriffe gegen den päpstlichen Staat fort- ictzen wollen. Seine Colonnen sind, wälwend er sie auf Tivoli tirigirt, angegriffen und geschlagen worden und Garibaldi hat sich genöthigt gesehen, nach Paffo-Correse zu flüchten. Von dort fuhr er mit einem Cxtrazuge nack Livorno um sich nach Caprcra zu bcgcbcn. Die Regierung hat jedock, entfckloffen die Sh.fentat des Gesetzes aufrecht zu halten und jeden Anlaß zur Storung der öffentlichen Ordnung zu beseitigen, es für «“bSe^baiWau V" ?a‘Ltr Idn»crcr Ansprache, worin er betonte, daß die Worte, die der Kaiser in Paris gesprochen ln ßa,,J Oesterreich gesunden hätten' Xenn nur duick inneren und äußeren Frieden unter dem Schicke frechnn'ger und volksthümlicker Gesetze sei das Glück Oesterreichs gesichert. A,er Bürgermeister gibt den Gefühlen über des Kaisers in Paris und die glück iche Rückkehr des die Volksrechte anerkennenden und schützenden Ä bte*n*ah9en Hoch Ausdruck. Ter Malier er nterte. Ich danke sehr für den Herzlicken Empfang welcken die Bewohner^der Residenzstadt mir bereitet. T.e Svmpathwen Frankreich überall gefunden, beruhen hauptsächlich ans der Ueberzeugung, daß Oesterreich, durch feine Einigung "",2""»» gestärkt wieder jene Stellung e..!nehn.en wird welche ihm gebührt, daß es daher die Kräftigung Oesterreicks ist, welche wir im Frieden erstreben muffen. Diese SBabr- mchmungen können Mich nur bestärken, auf der eingefcklagcnen 2'™'^ bortoartö zu schreiten. Ick rechne dabei auf die Unterflujfung aller Patrioten Oesterreichs." Die Erwideruna des Kaisers wurde jubelnd aufgenommen. Der Kaiser fuhr darauf in offenem Wagen durch die festlich geschmückten, dickt gedrängten Straßen unter ununterbrochenen begeisterten Lockrufen tn die Hofburg. ” c. . . .10- Nov. Arthur Görgep, der durck 18Jalwe als Intern,tter m D.ktrmg (bei Klagenfurt) lebte, wo er sick, ®ar^n Skkauft, ,st nach Ungarn zurückgekehrt, wo - j tcr Wgeuwartigen Regierung ein Unterkommen, terrichtsministers v. Hye das'PädagSum Vhn7'7lle'Bcdck- 3X?EVeTÄS V' auiinen bphufitA* rtx;.......t 1 /, 7,11 v-uüöennon auf, die ihm seither der Staat ausbezahlt hat. Er erschien am 5. Nov. in der Sitzung des Abgeordnetenhauses zu Pesth als Zuhörer. Als man ihn er buche, trat zuerst im Saale eine tiefe Stille ein. Ein dnm- pfes Gemurmel durchzog sodann die Reihen der Linken; plötzlich mürben Ruse laut: „Görgey ist hier! Was sucht er zwischen uns. Welche Frechheit! Hinaus mit dem Verräther! Will er uns auch der Reaction überliefern, wie feine Kameraden?" 1- n\ Erlich brach der Sturm los. Es war nur Ein der, Wuth und Entrüstung. Görgey ging. Der Etendard" sagt Die Meinung aller europäischen Staaten hat sich dem Project einer Conferen, 6""st'g 60Z0lgt. Die Regierung hat sich mit einer zweiten Note England, Preußen, Rußland, Oesterreich, Sachsen, Bayern, Württemberg, Baden, Hessen, Schweden, Dänemark, Belgien Holland, Spanien, Portugal und die Schweiz. Bis 'jetzt konnte noch keine Antwort eingetroffen fein. p ~ “ Die bevorstehende nur durch die Friedensarbeiten leihe, von der man jetzt allgemein spricht, soll Millionen betragen. In dieser Summe werden vor Allem die Ausgaben für die Rüstungen während des Luxemburgischen Handels und tie Gelder für die zweite römische Intervention stgurlreu. Den letzteren Posten scheint man thunlickst niaskireu ju wollen. Die Regierung behauptet, die römische Expedition sei sie auf nicht mehr als 3 Millionen zu stehen gekommen und man verdanke dies den großen Fortschritten, die man in tcr Beförderung großer Trnppenmassen gemacht habe. Aus ziemlich sicherer Quelle wissen wir aber, daß die officielle Jiffer von 3 Millionen beiläufig mit 7 zu multipliciren wäre. nöthig erachtet, Garibaldi zurückzuhalten und chn zu Langnano bewachen zu lassen. Während der letzten Ereignisse haben viele £rte des heiligen Stuhles Velksabstimmnngen gehalten nnd für ihren Anschluß an das Königreich Italien gestimmt- Du Regierung des Königs hat diese Knndgebnngen nicht nur nicht veranlaßt, sondern hat offen davon abgeralhen. of Maa^-Bitter. bekannt unter der Devise : „Occidit, qui”n servat “ " ' D X- cn (4186) Julius Mallach. Hoflieferant Sr. Sr. Majestät des Königs Maximilian II. 2 k- 80 If n 8- Hartmann, in der Schanz. €'«/*v "Schrot! G £ tembcrg. 3- M. Kohler. = s 3992) Die so sehr beliebte achte Schreib- Nähmaschinen a 9 L CO CO CO or co co a ‘3 S Raineelautcn-, blaue Eierzwctschen-, gewöhnliche Zwctschcn-, Aepfel- und Birn-Bäumchen I c .£ ät Sr. König!. 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Da ich ohne dies GesundhcitSbier jetzt gar nicht mehr bestehen kann, so bitte ich um weitere Zusendungen. Mit Vergnügen schließe ich mich den Tausenden an, die Ihnen für tje Heilerfolge Ihrer Malzfabrikate Dank zollen. Rrau Ober-Steuer-Inspektor Schleich. Johann .tzoff's Filiale in Cöln, Comodienstrasse 26. Niederlage bei Herrn JuliuS Wallach, am Markt, in Gießen. 4109) Feinste Toilettenseifen, als : weiße und braune CocoSnussseife, Crdnussölfeife, Mandel-, Clpce rinc- u. Trausparentseife, Kräuterseife re.; Brönner's A Fleckenwasser, .~'«ä namentlich zum Waschen .<•' der Glace-Handschuhe, in s Gläsern h 20 und 8 fr., und in Weinflaschen bl fl. 45 fr., ächt bei I. H. Fuhr. 4066) Treber verkauft T h. Lotz Wittwe. 3991) i)icd)HUIlßCll für Geschäftsleute in */ii 7. und 7b Bogen, vorräthig bei Wilh. 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Es kau» sich jeder wohl selbst denke», daß »»r Wenige ihre Güter verkaufen konnten, einmal weil es an Geld fehlt, dann aber, weil die wenige» Kauflustige» cs vorziehen zu warten, bis lene Güter in die Hände des Staates übergegangen sind, die besicre Bedingungen stellen kann. Es sind auch Falle vorgekommen, wo solche Grnndbesitzer — sich einen russischen Schwiegersohn schaffte» »»d ans diese» ihr Gut übertrugen, damit es nur üi der Familie bleibe. Nichtsdestoweniger sind über 650 Guter verzeichnet, für welche im Dezember die zwangsweise Entäußerung stattznfinden hat, darunter auch sehr bedeutende mit Jahrcsrevenüen von 40—60,000 R- Der Ministerrath hat sich bereits mit der Frage beschäftigt, was der Staat mit die ser neuen Beschcernng anfangen soll, die um so sonderbarer dasteht, als sie dem Staate Lasten aufcrlegt, da man den Besitzern sofort Renten geben muß und als sie grade in eine» Augenblick fällt, wo der Finanzmlnister sich angesichts des an- Deficits zn dem Vorschläge genöthigt sieht, einen Theil der Staatsfabrike», Bergwerken u. s. w., weil sie auch schlecht aus- gcbentet werden, zu verkaufen oder zu verpachten. Der Do- mänciuninister soll cs aber vor Allem sein, der ans sofortige Ansführnng der im Dekret vom Jahre 1865 vorgesehene» Konfiskatio» dringt. Seinem Departement, das voriges Jahr schon nahe daran war, unterdrückt zu werde», erwächst dadurch eine neue Wichtigkeit und der hohe Herr soll auch um Käufer nicht verlegen sein, d. h. um Leute, die da wissen, wie gedul- j big der Staat unter manchen Verhältnissen als Gläubiger ist. Vv» der polnischen Grenze, 24. Oct. Es treffen wieder zahlreiche russische Truppen in Polen ein, die hier, dem Vernehmen nach, Winterlager beziehen sollen, deren eins bereits in der Nähe von Kalisch abgesteckt wird. Die russische Regierung ist offenbar der Ansicht, baß die orientalische Frage ihrer Lösung entgegengehe und daß es im nächsten Frühling zu einem großen Kriege kommen könne; sie will daher den drohenden Ereigniffe» gegenüber nicht unvorbereitet sein, und sammelt sowohl an den türkischen als a» den österreichischen Gränzen zahlreiche Streitmassen. Wenn nicht solche Besorgnisse vorhanden wären, würde die Regierung sicher nicht in diesem Jahre, wo Noth .und Theuerung in Polen so enorm sind, Truppen zum Ueberwintern dahin verlegen. Auch die Polen glauben, daß es im Frühjahre zu einem Kriege mit der ottomanischcn Pforte kommen werde, und ziehen ziemlich zahlreich durch Galizien nach der Türkei, nm in die Kriegsdienste des Sultans zu treten, mit dessen Hülfe sie dann Polen wieder herzustellen hoffe». (D. A. Z.) Konstantinopel, 8. Nov. Gestern soll der österreichische Botschafter, Frhr. v. Prokesch-Osten, der Pforte eine besondere Note des Wiener Cabinets überreicht haben, welche Rathschläge in der Angelegenheit Kreta's ertheilt. (Fr.J) — - 10. Nov. In Diplomatenkreisen verlautet, Rußland habe neuestens an seine Agenten im Ausland eine Cir- cnlard epesch c erlasse», die besage, daß es »icht isolirt inter- veniren werde, »tn die Christen in der Türkei zu unterstützen, obwohl es gerechte Klagen zu haben glaube. Rußland sei bereit, sich mit den Mächten, welche interveniren wollten, ins Einvernehmen zn setzen. (Fr. I.) — — Die Antwort der Psorte ans die letzte Declaration der vier Mächte soll, wie aus Wien geschrieben wird, nicht crflosscn, wohl aber soll, wie in diplomatischen Kreisen verlaute, Fuad Pascha schon bei der Ueberreichung ter Declaration Anlaß genommen haben, den Vertretern Rußlands und Frankrcicks gegenüber sich mündlich über den Inhalt der Col- lectivnote auszusprechen, und seine Aeußerungen sollen sehr pikanter Natur gewesen sein. Wie man nämlich erzählt, bemerkte Fuad u. a.: vergeblich sinne er nach, was die Mächte darunter verstehen, wenn sie erwähnen der Pforte „moralischen Beistand" und „materielle Unterstützung" geleistet zu haben, und beides fortan versagen zu müssen. Was speciell die kritische Angelegenheit anbelange, so habe wahrlich die Psorte von Seiten der Mächte weder moralischen noch materiellen Beistand erfahren. Mit weit größerem Recht könnte man davon sprechen, daß die Mächte zu Gunsten der Aufständischen und ihrer Helfershelfer eingeschrittcn seien. Wenn also der Pforte mif Entziehung der Unterstützung gedroht werde, so könne sie sich hierüber beruhigen; sie fordere von den Mächten nicht mehr, als was sie jetzt in Aussicht stellen: gänzliche Enthaltung jeder Ein- mischung. Angesichts solcher Enthalrung werde sie sicherlich sehr gern die Verantwortlichkeit für ihr Verfahren ans sich nehmen, welche man ihr jetzt zuweise. — — 6. Nov. Ei» Schreiben aus Santa vom 3. d. M. meldet: Mehrere Distrikte, welche die ersten Schrille des Groß- vezirs kalt Hinnahmen, haben sich jetzt entschlossen, Dclcgirte an ihn abzusenden. Die Pacificirung der Insel schreitet rasch vorwärts. Seit Ankunft des Großvezirs thale» die kaiserlichen Truppen keinen Schuß mehr. Die vou Frankreich, Italien und Preußen an die Pforte überreichte Role scheint eine Nachgiebigkeit gegen Rußland. Die Form derselben ist den Griechen günstig, erweist sich aber, für die Türkei vortheilhaft. Nelvyork, 30. Ocibr. Das Ucberwachungscomite i» Richmond wies mehrere weiße Bürger ans der Stadl. Die Süd-Presse prophezeit einen allgemeinen Aufstand im Süden iiud verlangt vou Johnson eine Vermehrung der Militärmacht, um die Neger einzuschüchtern. --Die „Änglo-Ämerikanischc Correspondeuz" meldet: In Havti ist eine allgemeine Revolution bevorstehend; die Regierung befindet sich ohne Geldmitteln. — — Ein Sturm (wahrscheinlich derselbe, der auf St. Thomas so furchtbar wüthete) richtete schreckliche Verwüstungen in Clarksville, Bagdad und Brownsville an nnd legte sie wie mehrere andere texanische Städte theilweise in Trümmer; viele Menschen kamen dabei um. (Es scheint also, daß der Orkan über die kleinen und großen Antillen nach Texas hinbraustc, und dann wäre» noch schlinime Unglücksposte» zu erwarten.) — — Die Akkreditive des Admirals Tegethoff, die vor Auslieferung der kaiserlichen Leiche Maximilians von der mexikanischen Regierung verlangt wurde», sind angenommen. Es ist hiernach Hoffnung vorhanden, daß nun endlich die Auslieferung der Leiche erfolgt. Vermischte Nachrichten. Gießen. Auf die im hiesigen Anzeigeblatt veröffentlichte dringende Bitte des Kgl. sächs. General-Consuls in Frankfurt sind schon von hiesigen mildthäligen Bewohnern ziemlich bedentende Gaben an Geld und Kleidungsstücken für die Abgebrannten in Johann-Georgenstadt bei der Erpedition eingegangen. Möchle doch Jeder, der ein Herz für fremde Roth hat, schnell geben, denn dies ist doppelt gegeben; die Noth ist entsetzlich. Darmstadt, 6. November. D er Verein für Bau von Arbeiter Wohnungen hielt gestern unter Leitung seines Vorsitzenden, des^Herrn Hofmarfchall v. Westcrwellcr, seine statutenmäßige Generalversammlung.' Aus dem Rechenschaftsbericht, der durch Herrn Otto Wolfskehl erstattet wurde, ergab sich, daß nunmehr 16 Wohnungen im Preise von 80 und 60 st. das Jahr erbaut sind und mehr Anfragen nach solchen erfolgen, als der Verein befriedigen kann. Die Dividende, die statutenmäßig vier Procent nicht übersteigen darf, wurde auf drei Procent festgesetzt. Das Ergebniß ist in Betracht, daß cs das erste Bctricbsjahr war, ein sehr zufricdensteUendcs. Auf Antrag des Vorsitzenden wurde beschlossen, den Bau weiterer Wohnungen für das 1 Frühjahr in Aussicht zn nehmen. Derselbe theilte gicichzeitig mit, daß der । Bau eines Arbeiterhauses nach englischer Art, der von Ihren GK. HH. dem Prinzen und der Prinzessin Ludwig projectirt sei, gleichfalls nächstes Früh- ■ fahr in Angriff genommen werden soll Es wird darauf das intcressante j Problem zur Lösung kommen, wie weit cs möglich ist, in dieser Art zu bauen, I so daß noch ein niedriger Miethpreis zur Verzinsung des Baucapitals hin- \ reicht. Die Versammlung drückte schließlich dem Vorstand für dessen eifrige ; und uneigennützige Thätigkeit ihren Dank aus. An unseren Mitbürgern ist es nunmehr, durch zahlreiche Zeichnung weiterer Acticn dem Vereine die Mittel zu gewähren, die zu voller Entfaltung seiner gedeihlichen Wirksamkeit noch nöthig sind. sMain.Ztg.) — — 14. Nov. Das hiesige Officierscorvs hatte gestern, aus Anlaß des am 16. d. erfolgenden Abzugs des Garde-Jägerbataillons nach ; seiner neuen Garnison Gießen, in den Räumen des Militär - Casinos einen : glänzenden Ball veranstaltet. Seine Königliche Hoheit der Großherzog, j II. GG. HH. die Prinzen Carl, Alexander, Ludwig und Wilhelm, sowie ! II. KK. HH. die Prinzessinnen Carl und Ludwig wohnten demselben an, und geruhte ein Theil der hohen Herrschaften bis zu dem um 11 Uhr stattfindenden Soupö zu verweilen. Der Ball zählte über 200 Thcilnehmer. Das diplomatische Corps war zahlreich vertreten. — —, 13. Nvv. Wir glauben die Landwirthe auf einen vortrefflichen Auffatz des Hrn Dr. W. Hallwachs über „die Desinfection der Aborte mit Eisenvitriol" in Nr. 44 der Zeitschrift für die laudwirthschaftlichen Vereine aufmerksam machen zu müssen. Es wird in demselben, gestützt auf zahlreiche vorliegende praktische Erfahrungen und wissenschaftliche Thatsachen der schlagende Beweis geführt, daß durchaus kein Grund vorliegt zu der Be- sorgniß. der Dünger werde durch Desinfection mit Eisenvitriol irgendwie ent- werthet oder schädlich wirkend. Gelsenkirchen, 30. Oktober. Auf dem in der Nähe telegenen Walzwerke ereignete sich gestern Morgen gegen 8' 2 Uhr ein fürchterliches Unglück. Ein junger Arbeiter von 18 Jahren, Heinrich Brommel aus Werl, war mit einer kleinen Arbeit an einer Walze beschäftigt. Plötzlich wird er von der i Verbindungs-Koppel an seiner wollenen Jacke erfaßt, mit aller Kraft mit dem ! Kopfe gegen einen am Boden angebrachten, scharfkantigen Eisenblock geschlagen und dann durch die Walzen gezogen. Der Tod trat sofort ein. Fremde i Schuld ist nicht konstatirt. Main,. Vor einig»» Tagen verhaftete man in Wiesbaden einen Franzvfen, der dort «ine große Anzahl wohlbefchnittener Friedrick'Sd or« aue- gegeben halte. tfr gab an, dieselben von einem hiesigen Schneidermeister, ebensall« Ara»»ose, erhallen nu haben, dem wegen de« guten Schnitte« seiner Holen ein wohlverdienter INuf zur Seite steht. Daß er auch nebenbei im Zuschneiden von Goidstücken «xerllire, war nicht bekannt, aber »« unterliegt nach den (Entdeckungen, weiche die hiesige Polizei in seiner Wohnung machte, keinem Zweifel mehr. Große Summen von ihm zugeschniltener Fr iedrichdd or« sollen sick bereit« im Verkehr befinden, und man fand für gut, den geschickten Schneider durch sofortige Verhastung dem stillen Kreil« feiner THLtigkeit zu entziehen. jßmiail. 311 Bezug aus den von unserem Handel« und Gewerbsverein ausgrwrochencn Wunsch, beir. Visenbahnbaue«, ist in diesen Tagen eine Ant wort Seilen« der Hand«l«minister an den Vereinbau-schuji gelangt, ioelche in unserer Stadt allseitig mit grosser Befriedigung angenommen weroen dürste. Der Minister erklärt darin zunächst, dass die von dem Ausschuß ausgestellten Wünsche in Betreff der Vermehrung der Verkel>r«inittkl vollständig die einigen seien. 3» Bezug auf die Herstellung einer festen llebcrbrückung de« Main« bet unserer Stadt, sowie der Bahnverbindung mti Offenbach seien die Per handliingen mit der grosiherz. hessijchen Regierung im Gange, auch sei aus eine Anfrage ivegen tjrtbeilung der voncession zur Erbauung der Vinte Wefien- Partenstein, dem Wunsche de« Ausschusses enisprechend, al« erste Bedingung die Zulassung einer Schienenverbindung von Hanau nach Nieder Wällstadt (Friedberg) ausgestellt und sestgestellt worden. Scittiinlk'iilveit, 3. Nvv. (tm grässliche- Unglück hat sich am I. d. M. in bn ffäh« de- > • . Stunden von hier entfernten Dorfe- Struth zu getragen. Der Kähler Marcu« Menz von da, welcher an (äpilepsie litt, be- sano sich an dem genannten Tage in seiner Kühlerhüite neben dem Kohlenmeiler. VU« sich sein Begleiter aus kurze Zeit entfernte, um in dem nahen Dorfe Schnellbach zu Mittag zu essen, wurde >e. Menz von einem epiiepti schen Anfall überrascht, fiel aus da« in der Hütte bestndliche Kohlenfeuer und gerieth In Brand. Da« Feuer Iheilte sich der au« dürrem Fichtenholz bestehenden Hütte mit und in Kurzem stand diese in vollen Flammen. Al« da« Feuer bemerkt und Menz nach mehrfach vergeblichen Versuchen au« der brennenden Hütte hervorgezogen wurde, waren seine Kleider vollständig an ihm verbrannt und der ganze Körper mit Brandwunden bedeckt. Trotzdem lebte der llnglückliche noch, gelangte auch wieder 'n vollem Bewußtsein, starb jedoch schon nach tvenlge» Stunden, (h hinterläßt eine Witlwe mit vier zum Theil noch unerzogenen Tächtern. Au« ('■i'blciq, >. Nou. wird berichtet: (Sin Wannerstütkchen, wie solche überhaupt in letzter Zeit nicht gar selten sind, ward gestern in unserer Stadt verübt. Win Fuhrmann au« Hachenburg stellte am Morgen zwei Pferde in die Stallung eint« hiesigen Wirthe«. Am Nachmittag erscheint ein junger Mein eh, einem Fuhrknechte ähnlich, daselbst unter dem Vorgeben, er fei von dem Vigenthümer der Psnde beauftragt, «ine- derselben zur Schmied« zu führen. Der Wirth, nicht« Bäseö ahnend, überläßt ihm solche«, und, al« eine halb« Stunde später der Fuhrmann erscheint, Mn seine Pferde zur Heim- sahrt anzuschirren, stellte sich die Sache al« ein« Schwindelei herau«. Alle Versuelie, de« Schwindlers habbaft zu werden, waren vergeben«-, — Noß und Netter sali fein Auge weiter. AI bin. Prof Karl Bogt hält gegenwärtig am Nbein Vorlesungen über die „Urgeschichte der Menschheit." 3n Aachen, wohin er demnäel-st kommt, herrscht darüber unter den Ultramontanen große Aufregung, Wo wird überall gewühlt und gewettert. um die Vorlesungen zu hintertreiben. Cie nltramontanen Blätter drohen mit einem Ausstand, rufe» die Hulse der Polizei gegen den Mann an, der da behaupte, die Menschen stammen von den Affen ab. Tie gebildete Bevölkerung drängt sich dagegen massenhaft znr Unterz.-ichnung auf die Vorlesungen. Bt nnnsditpi ig. Der Kirchenvorstand der Ulrielklrche macht bekannt, daß er sirt> geeinigt habe, wegen der in den Kirchen herrschenden Kälte wäh rend de>r Gottr-ödlenste« den Hut auf dem Kopfe zu behalten-, er fordert die OVmeiiiN' auf, da« Gleiche zu ihn». 3n den Hansestädten herrscht die Silke längst. Soliitgeii. 3ll einer Dampfschleiferel hat sirl> In der DämmeningSpit ein Ungliirr zngetragen. Win Arbeiter wollte ein Nad stillsehen und stieß zu diesem zlweeke mit dem Fuße gegen den Riemen. Dabei wurde der Fuß von dem Treibriemen umschlungen, so daß der Mann hinschlrig und mehrere Male von dem Rad« umgeschleudert wurde. Alo man ibn.ausnahm, war er so surchtbar verlegt, daß er nach einer halben Stunde verschied. (Sv hinke, läßt eine WIttwe und sechs Kinder. Dcffiiu, 4. Nov. Man schreibt der „N. Pr. Z." : Interessant dürfte He Nachricht seht fein, da gegen AbVsfinIen durch die Engländer ein Krieg vorbereitet wird, daß au« Anstalt im -Fahre IH I7 ein Müller, Namen« Z ander, nach Nbstfsinleu audwanderte, der nach feiner brieflichen Mitthei • ii ii ll vvm Fall re 18. >6 e« bi« zu der hervorragenden Steilung eine« Krieg-« Minister« de« Kaiser« Theodor gebracht hatte. Seit jener Zelt fehlen die Nachrichten über diesen Mann, der aus Empfehlung eine« 1 »r. Schlmper nach Abpssinien gereist war und sich, wie aste Fremden, bei seiner Linwan derung verpflichten mußte, da« Vaud nicht wieder zu verlassen, da wohl jeder Fremde hinein, nicht aber wieder berau-gelassen werde. Vrrlin. Ans der legten Konferenz de« nordd. Eisenbahn Verbände« sind einig« wichtige Neuerungen bestimmt worden. W« ward nämlich beschlossen, die Personenwagen mit Eintritt diese« Winter« heizbar zu machen, und zwar nicht nur die Wagen erster und zweiter, sondern auch die dritter und vierter Klasse. Der Heizapparat Ist so eingerichtet, daß die Veilungen leicht durch aste Wagen de- Zuge« sortgesüstrt werden linnen und zugleich wird e« hitrcit die in einzelnen Waggon- angebrachten Kupferrähven möglich sein, die Wärme zu erhöben oder zu vermindern. (Gleichzeitig wird, dieß indeß nur veriuch«wels«, die Ginrichtung getroff-n werden, daß die Pevfonenzüge de« norddeutschen Verbände« eine Restauration und .(liefet« mitführen. Vrrine». Die „Deutsche Zeitung" fleht fiel' zu folgender Warnung veranlaßt: „Wir haben Ursache zu glauben, daß in Deutschland für Au«« ' Wanderung nach einer gewissen Kolonie Marienthal im Gran wstctco, Provinz j öta. Fe in Südamerika, agltlrt wird. Wir müssen ans da« Nachdrücklichste ’ abraisten, sich für diese- Project gewinnen zu lassen, denn der Ort, wo die । (ü'li'nie angelegt werden soll, eignet sich in keiner Welse für deutsch« An- ! siedler, und wurden dieselben einem sicheren KI end« entgegengesten." Stoc-bolm, 26. Oft lieber di« HungerSnoth In Norreland enthielt bi« offizielle „Post och Jurik« Tidende" folgend« Mittheilung: Für di« N»tstleidend«n in Norreland fließen noch fortwährend reich« Gaben ein und ba die für die jetzige Jahreszeit so ungewästnlich milde Temveratur di« Schifffahrt sehr begünstigt, wird e« miglich, die Tausende von üolll« mit Korn, welche sowohl land« al« seewärts in der Hauptstadt anlangen, den Hungernden zuzufbhren. für iHufiklirbbdbrr. Bei einem Besuche in Bern statten wir kürzlich Gelegenheit, da« wabr haft großartige Vager von Spieldosen und Wufifu>erfen de« Herrn 3- v Heller daselbst zu bewundern. Der Absatz diese« Fabrikanten, der in seinem Fach« da« Ausgezeichnetste leistet, soll ein fabelhaft großer fein und sich di« in die entferntesten Welt gegenden erstrecken. Bei den Wntugniffen t,,ln Fabrik werden sowohl in musikalischer al« dekorativer Hinsicht alle Fortschritte der Neuzeit sorgfältig berücksichtigt, e« sollten demnach die Heller scheu Musikwerke in keinem Salon, in keiner Familie mehr fehlen. Dies« Werke eignen sich auch ganz besonder« zu Weihnachtsgeschenken. ((S i n g t f a n b t.) *2diuh den itliblidirn, iinriitbchrlidirn äinlzon, Tod den unnützen, entbcbrlidirii Hunden! Dieser Ausspruch wird den Hundeliebhabern, vulgo Hitndenarren, gleich» sam ein Dolchstoß mitten in« Herz sein, aber er ist durchaus gerechtfertigt. Wenn die vielen Katzen nicht wären, so würde man sich, besonder« in den Städten, vor Mäusen und Ratten nicht zu retten wissen, sie würden einen, so zu jagen, auffresien. Aber nicht nur werden die armen, furchtsamen aber artigen und nützlichen Thiere, die Katzen, von den sterumlungernden, unver schämten Bummlern und Tagedieben, den Hunden, fiel« aus« heftigste angefeindet und verfolgt, sondern auch von den rohen und boshaften Menschen, alt und jung, und namentlich letzt auch von den sogenannten Fagdläusern, die sie unbarmherzig nlederschlepen, wenn sie sie im Felde erblicken unter dem Vorwande, daß sie den jungen Hasen und Vägein nachgingen, während e» doch setzt weder junge Hasen noch lunge Vögel mehr gibt, aber um (o mehr Feldmäuse! Da« Todtschießen geschieht also mehr au« Schieß- oder Mord lüft 1 Sollten die fo nützlichen Katzen zu seiner Zeit auch mitunter ein Häschen oder Vögelchen erwischen, so steht e« dock wohl dagegen fest, daß Ihre Jag« im Felde hauptsächlich auf die fo schädlichen, unzähligen Feldmäuse gerichtet, also jedenfalls nützlicher ist al« die der Hunde, die meistens nur für den Jäger von Profession und für den Bewohner isolirter Gebäude einen wirklichen Nutzen, für den Iagdlänser ober VkrgnügungSjäger jedoch nur einen imaginären Borthell haben. Und während die Katzen die ungefährlich ften, ruhigsten und unschädlichsten Thiere sind, die e« gibt da« blSchen Naschen abgerechnet; die Hunde naschen aber auch, ja stehlen sogar, wenn sie dazu Gelegenheit haben — sind die Hunde die lärmendsten, störendsien, kostspieligsten und in zweierlei Hinsicht die gefährlichsten-, in der einen mim lieh der Bissigkeit, In der andern de« Tollwerden« ivegen! Und ivährend endlich die genügsamen, verachteten Katzen gewöhnlich mit dem kärglichsten Futter vorlieb nehmen und sich die« oft ausschließlich selbst suchen müssen, werden die geehrien Herren Hunde meist gut gewährt, stlbst von Unbemittelten, zum Nachtheil derer Familien. W« bewährt sich leider hier auch da« Sprüchwort: „Da« Pferd, welche« den Hafer verdient, erhält ihn nicht." (ffingefonbt). *rr> Zur Erhebung der obrigkeitlich genehmigten Molkfte für daü Mathilden LandkrankenhauS in Darmstadt ist gegenwärtig rin Beauftragter dieser Anstalt in unserer Stadt. In dem Mathilden Landkrankruhause finden Kranke ohne Unter schieb der Konfession Anfiiahme, ärztliche Behandlung und l'kil- same Pflege, wesihalb die Unterftühung dieser Anstalt jedem Menschenfreunde empfohlen zu werden verdient. Ein Freund der Anstalt. Gcld-CourS vom 14. November 1--0.7 Preuß. Waffen, Scheine ......... st. 1. 44J-45J Preuß. FriedrichSb or.......... „ 9. 58-59 Pistolen.............. „ 9. 48 „ Doppelt«........... „ 9. 49 „ 9. 53 Rand Dneaten............ „ 5. 37-39 20 Frankenttuck«............ . 9. 30-31 Wngi. Sovereign«........... „ 11. 53-57 Ruff. Imperial«............ „ 9. 49 Dollar« in Gold........ . . „ 2. 27J-28J * Temperatur In Gießen, Dctober 1867 niederste............. — 1,5* R. mittler«........... . + 6,24 . Mittel früherer Jahr« ........ + 7,52 . höchste.............. + 13.0 . , Niederschlag: an 17 Tagen....... . 2,33 Par. Zoll. „ Mittel früherer Fabre: an 14 Tagen 1.71 , . Redarlion, Druck und Verlag der Brübl'scben Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in (Sieben. 4204) Ein braunes Pferd (Stute) ist billig zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 4173) Eine Wiese, ein Acker im Altcn- felv ftno auf 3 bis 6 Jahre zu verpachten und 8 bis 10 Zwetfchenstämmchcn billig ab- zugcben. Bei wem? ist bei der Exped. d. BlttS. zu erfragen. Uermiettiunge n. 4184) Ein kleines möblirtes Zimmer ist billig zu vermiethen. Näheres bei der Exped. o. VlttS. 4181) Ein kleines Stübchen ist zu »er» miethen bei B. Walter, ________________________Schuhmacher. 4171) Das seither von Herrn Bersch bewohnte Logis, bcstebend aus 4 bis 5 Zimmern nebst Zubehör, ist wegen dessen Weg» zug anderweit zu vermiethen. G g. Strauch, Zimmerermeister. 3749) Ein großes und schön möblirtes Zimmer und ein Lagerkeller am Canzleiberg sind alsbald zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 3577) Mehrere freundliche Zimmer, mit oder ohne Möbel, stnd zu vermiethen. Das Nähere bei der Erped. d. Bltts. 3804) Ein schön möblirtes Zimmer ist zu vermiethen und kann auf Verlangen Küche und Kammer dazu gegeben werden Kreuz Lit. D. Nr. 6. 3777) Der untere Stock meines Hauses in der Marktstraße, mit Laden, ist zu vermiethen und alsbald zu beziehen. Louis M ö h l. 4057) Ein sehr schön möblirtes Zimmer ist zu vermiethen Neuenweg Lit. B. Nr. 134._________________________________ 4096) Ein kleines Familienlogis ist zu vermiethen bei Alexander Mayer. 4065) Ein kleines Familienlogis ist zu vermiethen und sogleich beziehbar. Das Nähere bei Kaufmann Kohlcrmann Wittwe in der Neustadt. 4211) Ein Logis mit drei Zimmern, Küche nebst Zugehör ist zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 4212) Ein gut möblirtes Zimmer mit Eabinet ist zu vermiethen Lit. A. Nr. 125, Asterweg.___________________________________ 4133) Ein freundliches, möblirtes Zimmer in einer Gartenwohnung ist zu vermiethen und sogleich zn beziehen. Näheres bet der Exped. d. Bltts. 4156) Zwei möblixtc Zimmer und ein Cabinet sind zu vermiethen. Neue Anlage. Näheres bei ter Exped. d. Bltts. 4210) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei H. Ei ff Wittwe, Mäusburg. 4187) Bei Frau Hofger.-Seeretär Stürz im Club ist ein möblirtes Zimmer mit Cabinet zu vermiethen. 2664) Mehrere möblirte Zimmer mit Cabinet sind zu vermiethen im Darmstädter Haus. 4209) In der Nähe der Jägercaferne ist ein Parterre-Zimmer mit Sopha zu ver- miethen und sogleich beziehbar. Näheres bei der Exped. t. Bltts. 4071) Das von Herrn Dr. Felsing bewohnte Logis ist zu vermiethen und Ende December beziehbar. Gg. Burckhardt. 4006) Ein sehr freundliches, möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei Georg Plank. vermischte Anzeigen. 4183) Der Herr, welcher am verstossenen Sonntag in ter Wirthschast von Herrn Kublman» einen schwarzen Filzhut vertauschte, wirk ersucht, denselben gegen Rückgabe des (einigen in obengenanntem Hause abzugebcn. 4182) Ein braves Mädchen, mit gute» Zeugnissen versehen, sucht auf Weihnachten einen Dienst. Näheres bei der Exped. d. Bl. In der Altersklasse In der Die Direction Darmstadt, den 18. September 1867. An den Einnahmen des Verwaltungsfonds sind nach Bestreitung sämmtlicher Verwaltungskosten im vorigen Jahre 19783 st. 23 fr. erübrigt worden, woraus die diesjährige Dividende erwachsen ist. — Hiervon sind die Antheile der jüngeren, zum Baarbezug der Dividenden noch nicht berechtigten Altersklassen, sowie die Antheile der Theil» einlügen in den älteren Klaffen, dem Rcntenkapital zinstragend beigeschrieben worden. Mit dieser Bekanntmachung verbinden wir zugleich die Einladung zu der in der Bildung begriffenen XIII. Jahresgesellschaft, welche seit dem 1. Januar 1867 eröffnet worden ist. Renten- und Lebensversicherungs-Anstalt zu Darmstadt. 3680) Die Rentenversichcrten dieser Anstalt werden hierdurch benachrichtigt, daß die Auszahlung der Jahresrenten für das Jabr 1867 in den Monaten November und December d. I. stattfindet und die nachstehend bemerkten, auf eine volle Einlage kommenden Beträge entweder bei unserer Hauptkasse dahier, oder auswärts bei unseren betreffenden Herren Bevollmächtigten erhoben werden können. In (Ziesten bei A. Valser. JahreSgrsellschasi I fr. II III IV V VI VII VIII IX x XI si. si. fr. si. fr. JLl fr. si. fr. si. fr. si.skr si. fr. si.skr. si. fr. ü. fr. 1844: Rente . . 5 55 5 50 5 36 i 55 4 28 4 47 4*48 7 3 8 6 7 3 16 57 Dividende — — 2 32 2 12 2 2 2 38 238 2 38 2 38 2 38 3 7 1845: Rente . . 5 52 5 43 5 33 4 55 4 16 4!27 446 5 2 5 19 10 — 10 — Dividende — — — — 2 30 2 13 1 55 2 35 2 35 2 35 235 2 35 2 35 1846: Rente . . 5 38 526 5 33 4 48 4 45 4 7 4 7 4 17 4 17 23 27 23 27 Dividende — — — 2 29 2 11 2 10 2 30 230 2 30 2 30 3 54 3 54 1847: Rente . . 5 24 5,26 5 28 4 38 4 16 4 16 410 4 10 241 4 41 —— Dividende — — -- — 2 9 1 57 1 57 2128 2 28 228 2 28 — — 1850: Rente . . 5 14 519 5 14 5 14 4 55 4 55 — Dividende — — 2 15 2 15 — 1852: Rente . . 5 — 5 7 5 — 5 2 5 2 — — 4 2 4 2 — — — — —. Dividende 1 50 1 50 1854: Rente . . 4 55 4 57 4 55 4 57 4 57 — — — - - — — — — — -- Dividende 1855: Rente . . 4 48 4 48 4 48 4 52 4 52 Dividende — — — 1857 : Rente . . 4 43 436 4 33 4 33 4 36 4 36 3 38 3 38 3 55 3 55 — — Dividende 1 43 1 43 2 12 2 12 — — 1860: Rente . . 4 16 4 14 4 16 4 16 4 14 4 14 — — — — -- — — Dividende 1863: Rente . . 3 52 3 52 3 52 3 52 3 52 Dividende 1 — Geschäfts-Eröffnung 4180) Hierdurch mache ich einem geehrten Publikum die ergebenste Anzeige, daß in dem neuen Hause meiner Mutter in der Neustadt am Jahrmarktsplatz (Oswald'schcr Garten) das früher von Herrn Höpfner-Dannenberg geführte Conditorei-Gefchäft von jetzt an unter der Firma , Höpfner'fche Conditorei", verbunden mit allen Sorten Butter- und Hefenbackwerk, iortgeführt wirk. Letzteres ist schon jeden Morgen früh, zum Genüsse bei Kassie und Thee sich eignend, frisch zu haben. Der Laden ist mit allen Confectüren auf das Reichhaltigste auSgestattet und wird jeden Besucher ausiS Beste befriedigen. Bestellungen werden gut, schön und pünktlich ausgeführt und bitte ich daher um gütige Aufträge und zahlreichen Besuch. Gießen, den 15. November 1867. Friederike Appel, Wittwe, geb. Plank. Gail'sche Feuerwehr. 4208) Das Stiflunffsfest wird Samstag den 30. November d. 3-, Abends 7 Uhr, im Saale des Promenadehauses abgehalten. Der Vorstand. Bauer scher Gesangverein. 4164) Drr auf Samstag den 16. November t. I. anberaumte Ball kann, weil das Musikcorps des I. Jägerbataillons an diesem Abend militärischer ScitS requirirt worden ist, nicht stattsinten und wird daher Samstag den 23. November, Abends 8 Uhr, im Prinzen Carl, unter Mitwirkung des g a nzen Musikcorps des I. Jägerbataillons abgehalten. Dies zur Kenntniß der verehrlichen Abonnenten. Der Vorstand. Geschäfts - Empfehlung. 4165) Wir empfehlen einem geehrten Publikum unsere neu eingerichtete und vcr- besserte D a IN p fr e i It i g u II g s - M a sch i n e, geeignet für Bcttfcdern, Roßhaare, Seegras und Wolle. Dieselbe entspricht dem Zwecke sicherer Befreiung von Motten und aller ansteckenden Krankheiten, unter Garantie der Acrzte. Besagte Maschine ist täglich mit unserer Bedienung bei Herrschaften in ihren Häusern in Benutzung zu nehmen; auf Verlangen kann die Arbeit auch in unserer Werkstätte vorgenommen werden. Bestellungen werden in unserer Wohnung, Wolkengasse Nr. 91 , sowie auch zu jeder Zeit im Laden des Kaufmann Herrn Karl Wenzel und ter Frau Sartorius am SelterSwcg, entgegengenommen. Für reelle und solide Bedienung garantiren Gießen, im November 1867. I. A. Horn St Comp. (vormals Henriette Tippel.) ß Turnverein. Generalversammlung Dienstag ^en 19. d. Mt« , Abends 8 Uhr, im Saale res Promenadchauses. Tages«Ordnung: 1) Bericht. 2) Wahl des Vorstands und des Turn- wartS. 3) Weihnachtsfeier. Das Riegenturnen wird ter Versanimlung wegen auf Montag den 18. Septbr. verlegt. Gießen, den 15. November 1867. Der Vorstand. 4145) Der Unterzeichnete erklärt hiermit, daß er nicht Mitwisser der Anzeige, datirt vom 4. November 1867, seinen Sohn Heinrich Ebner, stuck, weck., betreffend, gewesen ist, sondern daß be- treffende Anzeige von unbefugter Hand veranlaßt wurde. — Unterzeichneter, der Vater tcS Heinrich Ebner, stuck, mcd., erklärt vielmehr, daß er für alle Schulden, die sein Sohn Heinrich Ebner, stuck, med., in Gießen contrahirt, haftet. Horchheim, den 8. November 1867. Johann Ebner, Lehrer drr I. Schule. 4178) Ein Mädchen, das kochen kann und in allen häuslichen Arbeiten erfahren ist, wird auf Weihnachten in Dienst gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltis. 4160) Gründlichen Unterricht int Cla- 4177) Sonntag beii 17. November 186 7. Bei Empfang unserer Garnison: Erstes grustes Fest-Concert im Leib scheu Saale, ausgefuhrt vom ganzen Musik-Corps des Großh. Hess. 1. Garde-Jäger- Bataillons, unter Leitung ihres Musikmeisters Schellhaas. P r o g r a m m. I. Abtheilung: 1) Marsch: „Die flotten Bursche" von Suppck. 2) Divertissement aus der „Zigeunerin" von Balfe. 3) Feld-Signale, Walzer von Staßny. 4) Cavatine aus der „Nachtwandlerin" von Bellini. II. Abtheilung: 5) Ouvertüre zur Oper: „Nebucadnczar" von Verdy. 6) Potpourri aus der Oper: „Die Stumme" von Auber. 7) Jagd-Quadrillc von Strauß. 8) Arie aus „Lucie di Lammermvor" von Donizetti. 111. Abtheilung: 9) Ouvertüre zur Oper: „Stradella" von v. Flotow. 10) La Rose Blanche, Mazurka v. Hayer. 11) Potpourri: „Die alten Zeiten" von Kühner. 12) GesellschaftS-Polka von Bublick. Emröe für Herren 12 fr., für Damen 6 fr. Anfang V/2 Uhr. vier- und Violinspiel, sowie in der franzö- sischen und deutschen Sprache und Elcmcn» tarlchrgcgcnstäntcn, crtheilen Adolph Hecker und Frau im Russischen Hof. 4151) Ein Zapfjunge, welcher zugleich die Stelle eines Hausknechts versieht, wird gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. UL Spindlers Färberei in Berlin. 4189) Nächste Absendung: Mittwoch den 20. November. Kath. Münch. 4185) Sonntag den 17. November: Bali zu Wirlrdi, wozu ergebcnst einladet Wirth Georg Erb. 4179) Gesucht wird auf Weihnachten ein braves Mädchen. Näheres bei der Exped. d. Bltts.____________________________________ 4216) Am verflossenen Samstag ist ein schwarzes Hündchen mit weißer Brust (Männchen), auf den Namen „Ali" hörend, entlaufen. Dem Wicderbringer eine Belohnung bei der Exped. d. Bltts. 4190) Auf Weihnachten wird bei Wittwe (Hierzu eine Beilage.) Auswandlllmgs - Agenten gesucht. Weneral /^b'rwtbum Hessen Vertretung durch einen würde JL.*«# fen; e"\er 1*°“ bestehenden General - Agentur wnrvt der Vorzug gegeben werden. B Aeferenro.^?.'.'//" Adresse unter Beifügung von von (* 2d, nH 29° an die Annoncen - Expedition von . Schlotte in Bremen einzusenden. Küchler ein braves Dienstmädchen gesucht, das alle Hausarbeit versteht. 4118) Ein Matchen, welches ini Klei- dermachen gründlich erfahren ist, nimmt Aufträge in und außer dem Hause entgegen. Näheres bei ter Exped. d. Bltts. Tic Lungenschwindsucht wird naturgemäß, ohne innerliche Me- dicin, geheilt. Arreste: Dr. II Roltmaiin in Mannheim. (Franeatur gegenseitig.) Beilage zu Nr. 93 des Anzeigeblattes. Dringende Bitte! Der Fabriksort Johann.Georgenstatt in ter ärmsten und ödesten (Regent Sachsens (dem sogenannten sächsischen Sibirien) wurde vor einigen Monaten vollständig von den Flammen Dcrjcbrt. lieber 326 Gebäude brannten bei der damaligen Trockenheit mit Hab und Gut total nieder, und auch nicht das Geringste war versichert. Gin unübersehbares Glend ist über tiefe unglückliche Statt hereingebrochen, viele Menschen sind verbrannt unt verkohlt aus dem Schutte bcrausgezogen worden, und jammt- lichcs Bich i|l zu ßlrunte gegangen, lieber zwei Dritttheil der Bewobncr sind an den Bettelstab gebracht, unt nagen im vollsten S)nnc des Wortes an dem Hungertuch e. Obgleich die allgemeine Mildtbäiigkeit schon Vieles getban bat, so inen nach den neuesten offiziellen Berichten bei der jetzigen kalten rauhen Jahreszeit (der Schnee liegt dort schon beinahe Fuß bock) noch über 2000 Ob« bachlose in den Brandruinen umber, wahre Jammergestalten, von Frost nnd Kälte turchschüitelt, kaum das Nothwentigste habend, ihre Blöße zu bedecken, ohne Hülse und ohne Nahrung. Da die Noth dort auf'o Höchste gestiegen ist, so wagt der ganj ergebens! Unterzeichnete an die Herzensgütc und den Wohl» thätigkeitssinn ctelmülhiger Menschen zu appelliren, unt bittet tringent um milte Beiträge sowobl an Gelt, als an alten KleitungS» stücken, Stiefeln, Schuhen, Bettgcräthe re. re. Die Gxpedition des Gießener Anzeigeblattes hat sich gütigst bereit erklärt, Gaben aller Art in Empfang zu nehmen, unt ta bie allerletzten Berichte von Johann-Gcorgenstadt das Glend als über alle Begriffe schildern, so ist schnelle Hülfe doppelte Hülse. Frankfurt a/M., den 1. November 1867. (tjetfon, _________________________________________Königlich Sächsischer Gencraleonsul. jCcffentlicbe Sönrininq u«d Bitte! Obwohl ich schon hin und wieder mündlich gewarnt habe, Bettlern unt nament» Ilch turchreisenlen vornehmen Bettlern, tic ihr Portemonnaie verloren haben u. tcrgl. unt tie sich auf meine Gmpfehlung berufen, Glauben zu schenken, so muß ich toch ju meinem großen Bedauern immer wieder hören, daß sich einzelne wohlthätige Leute durch diese vorgeblichen Gmpfehlungen täuschen lassen und ich sehe mich deshalb genöthigt, diese Warnung öffentlich auözusprechen und zu bitten, daß man sich vor solchen, ge- wohnlich sehr gewandten und zudringlichen Menschen doppelt hüten wolle. Gießen, den 13. November 1867. G. 8antmann, ' Piarree. Frischbäcker 511 gießen. Sonntag den 17. November. Ernst Wallenfels in der Wallthorstraße. Friedrich Zillch auf dem Setterswcg. Heinrich Noll in der Neustadt Ätrdblidje Auzeigett oLvangelifche Hemcinde zu Hießen. Gottesdienst. Am 17. Novemder. Bei Uilterzeichlietein ist erschieneil: Schreib- X Geschäfts-Kalender für 18« 8, in engl. Leinen geb. 1 fl., citri. 36 fr. 56. Iahrqa n Inhalt 1) Kalender und Notizen - Blätter für all- Tage, des Jahres. 2) Kalender der Juden. 3) Caffa-Tagebnch. 4) Interessen- Rechnung nach dem 52>/2 fl. Fuß zu 3, 3/z und 5 Procent auf ein Jahr, 1 Monat, 1 Tag. 5) NesolvirungS-Tabelle der Preußischen Thalcr in Gulden süddeutscher Währung. 6) Rcduction der Süddeutschen Währung im 52 */2 fl. Fuß in Oestreichische Währung im 45 ff. Fuß. 7) ResolvirungS-Tabelle des deutschen Geldes nach dem 52*/2 fl. Fuß in Franken und Centimen. (5. W. Leske 8)^ResolvirungS - Tabelle der Franken und Centimen in deutsches Geld nach dem 52’/2 fl. Fuß. 9) BerloosungS-Kalcnder für 1868. 10) Außer Cours gesetzte (werthlose) Kassenanweisungen. 11) Berzeichniß der zu Darnrstadt ankommenden und abgehenden Boten. Fuhrleute u. s. w. 12) Uebersscht der Eintheilung der Verwaltungsbezirke deö ii>woßherzogthums Hessen. 14) Genealogie der fürstlichen hohen Häuser europäischer Abkunft in und außer Europa. i n Darmstadt. 3975) Seit kurzer Zeit im Besitze einer Nähmaschine, empfehle ick mich unt meine Tochter einem geehrten Publikum im Anfertigen aller Damenkleiter, ferner im Weißzeugnähen, sowohl in als außer dem Hause (für Letzteres wird tie Maschine nür billig berechnet), mit ter Versicherung prompter Bedienung, unt bitte ich um geneigten Zuspruch. Stadtger.-Diener Schneiter Wittwe, wohnhaft bei Herrn Herm. Schwalb, _________________Tiefenweg. 4200) Heute, Samstag Abend: Haas tut Topf unt Morgen, Sonntag : Gänse- ttttb Entenbraten in ter Wirthschaft am Philosophenwald. 4221) Kräftige Burschen finden bei gutem Lohn dauernde Beschäftigung in ter Kunstmühle von Franz Peppler & Comp. 4143) Die auf den 1. Dctober fällig gewesenen Packt-, Heu- und Grummetgras- Gelder, welche an mich zu bezahlen sind, werten hiermit zur baldigen Gntrichtung in Erinnerung gebracht. Gießen, den 10. November 1867. ____________________C. Weidig. 3744) Ein tüchtiger Knecht, ter einer kleinen Oeeonomie selbststäntig vorstehen kann unt von dem man ein gutes Betragen voraussetzen darf, wirt gegen hohen Lohn auf Weihnachten in Dienst gesucht. Nur Solche, die gute Zeugnisse aufweisen können, wollen I sich bei ter Expet. t. Bltts. nulten. 4217) Sonntag ten 17. November, von Nachmittags 5 Uhr an: Harintmicmustk im Saale des Promenatehauses. Entrse 6 fr. Morgen« : Pfarrer Dr. Seel. Nachmittags: Pfarrer Landmann. St o p n l i r t c. Den 10. November. Johann Emil Dörr, Bürger und Schriftsetzer dahier, des hicssgen Bürgers und Schuhmachermeisters, Johann Jakob Dörr, ehelicher Sohn ; und Katharine Elisabeth- Johannette Orth, des verstorbenen hiestgen Bürgers und Schreiner- meisters, Johann Peter Orth, eheliche Tochter. Den 11. November. Franz Theodor Braun, Bürger dahier und Portfeuille-Arbeiter in Offenbach, des hiestgen Bürgers und Schneidermeisters Ludwig Braun, ehelicher Sohn : und Katharine Karoline Sauer aus Wächtersbach, des verstorbenen dasiqen Bürgers und Sattlermeisters, Jakob Sauer, eheliche Tochter. Getaufte. Den 10. November. Dem Ortsbürgcr in Kinzenbach und Fabrikarbeiter dahier, Adam Stroh, eine Tochter, Emilie Karoline, geboren den 15. Oktober. Denselben. Dem Bürger nnd Schneidermeister, Adam Weirich, ein Sohn, Wilhelm Hermann, geboren den 3. Oktober. Denselben. Dem Bürger nnd Kreisamts-Ge- hülfen, Julius Hartmann, ein Sohn, Karl Emil, geboren den 24. September. Denselben. Dem Bürger und Lederhändler,. Karl Plank, eine Tochter, Johanne Christiane, Franziska Susanne Sophie, geboren den 30. September. Denselben. Dem Bürger und Kaufmann, Christian Löber, eine Tochter, Wilhelmine Johan- netke Antonie, geb ren den 8. Oktober. Denselben. Ein unehelicher Sohn von hier, Christian, geboren den 17. Oktober. Den 14. November. Dem Bürger und Maurer , Christian Burkhardt, eine Tochter, Karoline Ernestine, geboren den 29. Oktober. Denselben. Dem Großherzoglichen Stadtgerichts-Assessor , Dr. Adolf von Grolman, eine Tochter, Emilie Charlotte Luise Elfriede, geboren den 13. September. Beerdigt. Den 8. November. Wilhelm Birkenbeul, des Bürgers zu Breitscheid und Heizers bei der Cöln- Gießener Bahn dahier, Daniel Birkenbeul, ehelicher Sohn, alt 1 I. 3 M., gestorben den 7. November. Die Pfarrgesckäfte in ter nächsten Woche besorgt Pfarrer Dr. Seel. Rundschau. Berlin, 7. Nov. Betreffs Einführung der Jnsera- ■ teusteue r an Stelle der Stempelsteuer werden am 18. Nov. Ministerialberathungen stattstnden, zu welchen hiesige Rcdact?ure . als Sachverständige eingeladen sind. ~ | --8. November. Der preußische „StaatSanz." meldet, daß gestern im Bundeskanzleramte die Auswechselung der Ratificationen des Vertrags vom 8. Juli zwischen dem । Norddeutschen Bunde und Bayern, Württemberg, Baden und Heffen über die Fortdauer des Zollvereins staltgefun- I den hat. — — Gras Bismarck beabsichtigt das Zollparlament statt im Februar schon im Januar hier zusammentreten zu lassen, ; um dem Ausland gegenüber die Vereinigung des Nordens mit dem Süden neben der militärischen wenigstens auch in handelspolitischer Hinsicht als vollendete Thatsache darzustellen. --Außer dem Salze waren bisher noch S P i c l k a r- ten und Kalender, wegen des ihnen anferlegten landesherrlichen Stempels, vom freien Verkehr im deutschen Zollverein ausgeschlossen, beziehungsweise besonderen Beschränknngen unter- ! worfen. Die Kölner Handelskammer hat in ihrem letzten Jahresbericht auch auf diesen Uebclstand aufmerksam gemacht, und es sollen von dem Bundeskanzleramte gegenwärtig Erörterungen angestellt werden, in wie weit bei den verschiedenen ZollvereinSregicrungen eine Geneigtheit besteht, den stempel von diesen beiden Gegenständen gleichmäßig fcstzusetzcn und den 1 ungehinderten Vertrieb derselben im Zollverein zu ermöglichen. — — Die Prov. Corr, äußert sich über die Erfolge in Süddcutschland folgendermaßen: Die jüngsten Schwankungen in den süddeutschen Staaten sind glücklich überwunden, und ganz Dcntschland kann auf dieselben jetzt mit zwiefacher Befriedigung zurückblicken: durch die allseitige Annahme der Verträge, um die es sich handelte, hat die nationale Entwickelung Deutschlands neue gewichtige Bürgschaften erhalten, — »och bedeutsamer aber, als die Thatsache der Annahme selbst, ist die dabei hervorgctrctne Stimmung von Süddentschland. Die Annahme der Verträge, die Sicherung der wirth- schaftlichen Gemeinschaft und des Bündnisses zu nationaler Vcrthcidigung werden bei uns ebenso, wie im Süden als ein großer Segen empfnnden; denn so sehr auch Norddeutschland wirthschaftlich, wie militairisch auf eigenen Füßen stehen und eine gedeihliche Entwickelung für sich allein erringen könnte, so sind doch die großen Vorzüge der Erhaltung des Zollverbandes mit dem Süden und der festen militairischen Einigung ganz Deutschlands auch bei uns niemals verkannt worden. Es wird keinen Staatsmann, keine Partei geben, die nicht Dcntschland Glück wünschen sollte zu dem errungenen Ergebniß. Und doch hätte der augenblickliche Erfolg bei Weitem nicht den Werth und die Bedeutung, die man demselben mit Recht beilegt, wenn er etwa nur als ein Sieg Preußens und Nord- dentschlands über den Süden aufzufassen wäre, wenn man an- nehmen müßte, daß die süddeutsche Bevölkerung sich widerwillig blos in eine unerwünschte Nothwendigkeit gefügt hätte. Das Erfreulichste und Hoffnungsreiche in dem Verlauf der letzten Wochen nnd Tage ist gerade der Umstand, daß Süddcutschland sich mit klarem Bewußtsein und mit offener Hingebung für die nationale Gemeinschaft mit dem deutschen Norden entschieden hat, und daß man überall zli der Erkenntniß gekommen ist, wie nur in dieser Gemeinschaft äußerer Vortheil nicht blos, sondern, auch eine würdige politische Stellung für die süddeutschen Staaten zu finden ist. Es ist offenbar geworden, daß man sich über die Macht und Bedeutung der Parteien und Stimmungen in Süddcutschland vielfach in Täuschungen bewegt hatte. Die Widersacher Preußens in Süddcutschland stützten sich mit großer Zuversicht auf alte Uebcrliefcrungcn der dortigen Volksmeinung gegen die nordische Großmacht, so wie auf die Nachwirkungen des Gegensatzes, welcher im vorigen Jahre dort [ zu so großer Schärfe und Bitterkeit gelangt war. Es war nicht zu verwundern, wenn man weithin der Versicherung Glau- Ben schenkte, daß jene Parteien in Wahrheit die Stimmung j des württembcrgischcn, des bayerischen Volkes ausdrückten. Täglich eiferten sie gegen die Zumuthung einer Verbindung mit Preußen und scheuten fidi nicht, den Anschluß an das Ausland eher noch als den an Norddcutscbland für möglich nnd dem Sinne des Volkes entsprechend zu erklären. Die Zuversicht dieses Auftretens drängte lange Zeit die besseren nationalen Regungen zurück und ließ die Bevölkerung selbst zu einer richtigen Schätzung der öffentlichen Stimmung nicht gelangen. Es bedurfte eines so tief greifenden Anlasses, wie die Gefährdung des Zollvereins, die Gefährdung des deutschen Volkes in seiner wirthschafllichen Wohlfahrt und Entwickelung, um die wirkliche Stimmung des Volkes zum Ausdrucke gelangen zu lassen. Der unwillkührliche Durchbruch des öffentlichen Geistes hat die bedeutsame Wendung der Dinge in Bauern und Württemberg hcrbeigeführt: nicht ein Sieg Preußens, sondern ein Sieg des eigenen Geistes in der Bevölkerung hat den Widerspruch des Reichsrathes in Bayern, den Widerspruch der sogenannten „Volkspartci" in Württemberg überwunden. Und daü Erwachen dieses unbefangencren Geistes hat nicht blos die jüngst drohenden Gefabren beseitigt, sondern läßt uns auch mit Hoffnung auf die weitere Gestaltung der Beziehungen zu Süddeutschland blicken. Man darf jetzt hoffen, daß der Volksgeist in Süddeutschland sich nicht mehr kalt und fremd oder gar feindlich gegen Preußen verhalten, sonder» daß statt des alten Sonbergeistes sich immer tiefer ins Volk hinein ein ächter deutscher Volksgeist entwickeln werde, der in Preußen und Norddeutschland die Genossen gleicher nationaler Gefühle und Hoffnungen begrüßt. Ebenso wie der baversche Minister bei dem vorjährigen Friedensschlüsse dem Grafen Bismarck in tiefster Erregung sagte: „jetzt weiß ich, daß in Jbrer Brust ein ächt deutsches Herz schlägt", — so wird ganz Süddeutschland immer ernster und tiefer empsiuden, daß in Preußen und in Nord- deutschland vor Allein deutsche Herzen schlagen. Also nicht um Sieg oder Niederlage zwischen Norden und Süden handelt es sich bei den hocherfreulichen Ereignissen der letzten Woche, sondern um den Triumph deutschen Geistes über böse Täuschung und Verirrung. Deshalb besonders darf man in diesen Vorgängen Zeichen froher Bedentung für die weitere deutsche Entwickelung erblicken. --11. Nov. Eine etwaige Einladung Frankreichs zu einer Conferenz wegen Roms werden, nach der „Köln. Z", mehrere Regierungen voraussichtlich dahin beantworten, sie seien zwar principiell nicht abgeneigt, müßten aber kraft Puiikt IV. der Aachener Declaration vom 15. Nov. 1818 abwarten, daß die direct betheiligtc Regierung sich bereit erkläre, sich an der europäischen Berathung zu betheiligen. Die betheiligtc Regierung ist der Papst, der schwerlich darauf eingehen wird. --11. Nov. Das Crimiualgcricht (siebente Deputation , Vorsitzender Graf Bredow) verurtheilte Twesten wegen seiner Rede im Abgeordnetenhaus!! am 20. Mai 1*65 gemäß dem Anträge des Staatsanwaltes zu zweijähriger Gefäuguiß- strafe. --12. November. Der „Südd. Presse" wird aus Wien geschrieben, daß ein Ausgleich zwischen Preußen und Dänemark bevorstehe, denn es verlaute, die preußische Negierung sei nicht abgeneigt in der nordschleswig'schen Angelegenheit auf das folgende Compromiß (das Auskunftsmittel scheint französischen Ursprungs zu sein) einzugehen, vorausgesetzt, daß die Frage von den Garantieen und von der Staatsschuld den preußischen Forderungen gemäß erledigt werde. Dänemark erhält das Sundewitt und die Halbinsel Alsen, Preußen behält dagegen die Festung Düppel-Sonderburg mit dem nöthigen Festungsrayon. — — 13. Nov. ’ Die Arbeiten der Commission des norddeutschen Bundes für eine allgemeine deutsche Proceß - ordnung werden, sobald sie in ein weiteres Stadium gerückt sind, den süddeutschen Staaten zur Betheiligung vorgelegt werden. Der gleiche modus procedendi soll bei den übrigen Arbeite» für eine gleiche Gesetzgebung im Bunde in Betreff der Betheiligung der Staaten jenseits des Mains eingebalten werden. — — Der Zusammentritt des Z o l l p a r l a m e u t e s soll gleich nach Beendigung der Arbeiten des preußischen Landtags stattfinden. Es wird hierbei doch darauf ankommen, ob die süddeutschen Negierunge» die betreffenden Wahlgesetze zur gehörigen Zeit fertig stellen. Man knüpft im Bundeskanzleramt an den Einstnß oes Zollparlaments große Hoffnungen für die Befestignng der Verbindung von Nord- und Süddentschland, und rechnet darauf, daß es dem Bedürfniß, die gemeinsamen Einrichtungen, zunächst auf'dem Gebiete der materiellen Interessen und in der Gerichtsverfassung zu erweitern, kräftig Ausdruck zu geben verstehen werde.