Ie^™ HtM, * SmS* 1 und Äy* ^r-Norkadt w ■"^“UabriiX '*"«•« ..t* Un9tn ß» >as er ? n,eiM{ ' tE|,"t, ßch ES, SSleintibi und >, w ö^eMcher heilt: MnjeßitSbeleidizung, , in eine Gesängmß- (tjeilt: IroßeN'Eichm, wegen hm, in eint geschürfte »egen DiebßahlS nnd lagen. n Unterschlagung und 8 Tagen. iegen der Anklage der Lasten frelgespwchen. ^ber-Raßach, wegen eich erledigt. ie&en jur Öligen. Cochrten, W»®* gutzbach, wegen Moje- :au »oit Kl-in^-rten, mstehre. -rr- setzen -Aiiidgr Hkill für die Provinzialhauptfta-t Gießen. (flmtsfiCatt Des Greifes fließen.) ««.m, nrnta« ,»-- »m» !" «*«*•1 «■ “ 1■' V«’S*T mäßigen Vostau.schlogS 1 fl. 42 ft. — AuswättS nbunnirf man sich bei allen Pvstämletn. — Gießen bn der Erpe , tun ( a j g - - - )■ M S. MittwocK »en 1«. Januar 1867. Amtlicher T h e i l II,. 6. 132. ’ «'S"1- am 10- l867- Detrestend: Die Ablieferung von im Großherzogthum zurückgebliebenen Bayerischen Militäreffecten. Das G r o K h e r j n 01 i dj c Kreissmt Gießen an die Großherzoglichrn Bürgermeistereien. In Folgx Verfügung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 31. December v. I., zu Nr. M. d. I. 13 132, beauftragen wir Sie, falls Bayerische Militärcffecten in Ihren resp. Gemeinden vorgefundcn werden sollten, solche an uns abzultefern, um dieselben alsdann an das Haupt-Montur- und Rüstungs - Depot in Nürnberg gelangen zu lassen. Heber das Resultat der dieserhalb anzustcllenden Nachforschungen wollen Sie innerhalb 8 Tagen Bericht erstatten. In Verhinderung des Kreisraths: Pietsch, Regierungs-Rath.________________________________ Steckbrief wider den 59 Jahre alten Johann Jacob Brämer von Fronhausen, welcher sich einer wegen Diebstahls wider ihn anhängigen Untersuchung durch heimliche Entfernung von seinem Wohnorte entzogen hat. Fronhauscn, am 9. Januar 1867. Königliches Justizamt. Kornmann. Gerichtliche nnd Privat-Bekanntmachungen. besondere Manntinadjung. Die Besetzung von zwei Spritzen- meisterstellen bei der Stadt Gießen. 176) Leute, die sich um obige Stellen bewerben wollen, haben dieses binnen 8 Tagen bei uns anzuzeigen. Mit der Stelle eines Spritzenmeisters ist eine jährliche fixe Vergütung von 8 fl. verbunden. Gießen, den 14. Januar 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Versteigerungen. Oeffentliche Bekanntmachung. 10) Die der oberhessischen Aktien-Ge- ellschaft für Bergbau und Hüttenbetrieb zu Gießen, in der Gemarkung Fellingshausen, ungefähr zwei Stunden von Gießen, nahe an der Chaussee von da nach Gladenbach zustehcnden Erzgruben „Elisabeth" und „Nassau" mit der Berechtigung auf Eisenstein, Braunstein, Alaunschiefer und Schwe- felkies, nebst Grubeneinrichtung und Zube- hör, sollen im Termin Montag den 11. Februar 1867, Vormittags 10 Uhr, im Ortsgerichtslocol zu Fellingshausen, unter den vor Beginn der Versteigerung zu eröffnenden Bedingungen, an den Meistbietenden versteigert werden. Das Ortsgericht Fellingshausen ist angewiesen, die beiden Gruben, nebst Grubenfeld , Grubeneinrichtung rc. vorzuzeigen und jede sonst gewünschte Auskunft zu crtheilen. Gladenbach, am 24. December 1866. Das Landgericht Gladenbach. Sehrt, Eckstorm, Landrichter. Landger.-Assessor. Main - Weser - Bahn. 103) Zur Uniformirung der Wärter und Portiers soll die Lieferung von 81 Hosen, 88 Mützen, 48 Röcken und 8 Paletots , veranschlagt zu 1478 fl. 35 fr., auf dem Submissionswege vergeben werden. Die Lieferungsbedingungen können auf dem Bureau des Großherzoglichen Maschinenmeisters dahier eingesehen werden und sind die Gebote bis längstens 22. d. Mts, Nachmittags 3 Uhr, versiegelt und mit der Ausschrift „Uniformirung betreffend", einzureichen. Gießen, den 9. Januar 1867. Großherzogliche Magazins - Commission. E i ck e m e y e r. Versteigerung von Straßenarbetten. 174) Die zur Unterhaltung der Straßen in dem Baubezirk Gießen für das Jahr 1867 erforderlichen Arbeiten, bestehend in dem Brechen, der Beifuhr, dem Aufsetzen und Zerschlagen der Steine, sowie in der Anlieferung zerschlagener Steine, sollen an nachbenannten Tagen und Orten an die Wenigstnehmenden versteigert werden, und zwar: I. Freitag den 18. Januar, Vormittags 10 Uhr, zu Lollar in dem Gasthaus zur Krone, für die Straße von Gießen gegen Marburg. II. Samstag den 19. Januar, Vormittags 9 '/, Uhr, in dem Gemeindehaus zu Lang-Gons, für die Straße von Klein-Linden gegen Butzbach. III. Montag den 21. Januar, Vormittags 10 Uhr, zu Klein-Linden in dem Hause des Wirth Rinn, für die Straße von Gießen über Klein-Linden gegen Wetzlar, von Gießen gegen Rodheim, von Gießen bis Abihei- lungsnummer 10 gegen Reiskirchen und von Gießen bis Abtheilungsnummer 29 gegen Steinbach. IV. Dienstag den 22. Januar, Vormittags 10 Uhr, auf der Gansenburg, für die Straße von Gießen gegen Grünberg von Abtheilungsnummer 10 bis 52. V. Donnerstag den 24. Januar, Vormittags 9 ‘/2 Uhr, zu Lich in dem Gasthaus zum Engel, für die Straße von Gießen über Lich gegen Langsdorf von Abtheilungsnummer 29 bis 63,5 und für die Straße vom Heffenbrücker Hammer über Lich bis zum Kiosterwald. VI. Freitag den 25. Januar, Vormittags 9'/2 Uhr, zu Eberstavt in dem Hause des Wirth Görlach, für die Straße von Lich gegen Butzbach von Abtheilungsnummer 226 bis 233. Die resp. Großhcrzoglichen Bürgermeister werden ersucht, diese Versteigerungen im Interesse ihrer Gemeinden besonders bekannt machen zu lassen. Gießen, den 14. Januar 1867. Großherzogliches Kreisbauamt Gießen. _________ Holzapfel. 184) Montag den 21. v. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen in dem Hmtcrhause des Herrn Karl Jugharvt, die zum Nachlaß des Balth. Wilh. Fillmann gehörigen Mobilien, bestehend in Bettung, Weißzeug, Möbeln, Haus- und Küchengeräthen, gegen baare Zahlung versteigert werden. Gießen, den 14. Januar 1867. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. _________________Ebel._________ Holzversteigerung. 177) Mittwoch den 23. Januar wird in der Domanialwald-Abtheilung Tempel nachverzeichnetes Nadelholz versteigert : 1 Stecken Scheidholz, 285 Stecken Prügelholz, 84'/2 Stecken Stockholz, 3825 Wellen Reisholz, 1 Stamm mit 17 Cubiksuß, 581 Stangen mit 2181 Cu- bikfuß. Zusammenkunft Morgens 10 Uhr auf der Steinberger Straße an der Sandkaut- schneiße. Freitag den 2 5. Januar wird ferner in den Domanialwald - Abtheilungen Tempel unv Buchenberg nachverzeichnetes Holz versteigert: Scheidh. Prügelh. Stockh. Rcish. Socken Sietfen Stecken toellen Buchen 82% 49 67'/. 1950 Eichen 19*4 12 21 350 Nadelh. re. 6 89 26*/2 2175 sodann 24 Eichen-Stämmc mit 2010 Cubikfuß und 2 Nadel-Stämme mit 114 Cubiksuß. Zusammenkunft Morgens 10 Uhr auf der Steinberger Straße an dem Steinberger Fußpfad. Credlk für beide Versteigerungen bis zum 30. Juni d. I. Gießen, am 14. Januar 1867. Großherzogliche Oberförsterei Schiffenberg. Dr. Draubt. Holzversteigernng im Gießener Stadtwalde. 175) Montag den 21. Januar d. I., . von Vornittags 9 Uhr an, > soll in dem Gießener Stavtwalde, District Wanne, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: 3'/2 Stecken Buchen-Scheivholz, 774 „ „ Prügelholz, 6 „ „ Stockholz, 551 Wellen Buchen-Reisholz, 173/4 Stecken Eichen-Scheidholz, 35 7. „ ■ „ Prügelholz, 53'4 „ Stockholz, 1725 Wellen Eichen Reisholz, 5 Stecken Nadel-Prügelholz, 4'/, „ „ Stockholz, 546 Wellen „ Reisholz, 253 Eichen - Stämme mit 6672 Cubikf., 100 „ Stangen ,, 251 „ 50 Hainbuchen-Stangen mit 89 „ 784 Nadel-Stangen „ 369 „ Die Zusammenkunft ist auf dem alten Anneröder Weg an der 6. Schneiße. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. Juni d. I. gestattet. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in den dortigen Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, den 15. Januar 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _______ Vogt.____________ Holzversteigerung in der Königlichen Oberförftere! Krofdorf. 167) Dienstag den 22. Januar er., um 9'/2 Uhr Vormittags, werden zu Krofdorf in der Krone aus dem Königlichen Forste Dreispitze, District 40abc, des Schutzbezirks Krofdorf, nachstehend bezeichnete Hölzer öffentlich meistbietend versteigert, wozu Kauflustige eingeladen werden: 21 Stück Eichen-Stämme, III. und IV. Klasse, mit 235 Cubikfuß, 1 Stück Buchen - Stamm, II. Klasse, mit 64 Cubikfuß, 402 Stück Nadelholz - Stämme, II. bis IV. Klasse, mit 6815 Cubikfuß, (darunter sind Stämme bis 56 Fuß lang und bis 15'4 300 Durchmesser), 6 Stück Nadelholz-Stangen, I. Klasse, 5 bis 6 Zoll stark, mit 30 Cubikfuß, 2 Klafter Eichen- I 41 „ Buchen- Kloben, 1'4 „ Kiefern- s 27 Nrn'!H- Klasse, 36% „ 8«d>cn.|@ d , 1*4 „ Kiefern l ' 8 11 „ Eichen- , 169 „ Buchen- Reiser, II. Klasse. 181 „ Nadelholz-i Krofdorf, den'12. Januar 1867. Der Königliche Oberförster: v. Meibom. Oeffentlicher Lohrinden-Verkauf. 169) Montag den 11. Februar d. I., des Morgens 10 Uhr, sollen in dem Geschäftslocale der unterzeichneten Behörde die nachverzeichneten, in den Forstrevieren der Forstmspection Marburg für das Forstwirihschaftsjahr 1866/67 iu erwartenden Eichen-Lohrinden - Erträge auf das Meistgebot verwerthet werden, als: 1) im Forstrevier Caldern: a. im 12 Cassl. Acker großen Schlage Große Lummersbach, Abtheilung a, 30 Klafter (ä Klftr. 150 Stamm- gehalt) Heisterlohe von 101jährigen Stämmen, b. im 22 Cassl. Acker großen Schlage daselbst, Abtheilung b, 33 Schock (Vas Schock zu 60 Gebunden, a 6 Fuß lang, 2 Fuß Umfang) Glanzlohe von 2ljährigen Stangen, c) im 40 Acker großen Schlage Kleine Lummersdach, Abtheilung a, t0 Klftr. Heisterlohe von 57jährigen Stangen; 2) im Forstrevier Lohra: im 16 Acker großen Schlage Brächter- strauch, 4 Klafter Heister- unv 4 Schock Glanzlohe von 90 ^bezüglich 28jährigen Stämmen unv Stangen; 3) im Forstrevier Marburg I: im 26 Acker großen Schlage HepperS- berg, Abtheilung b, 24 Klftr. Rauhlohe von 126jährigen und 18 „ Heisterlohe von 76jährigen Stäm- . men, sowie 3 Schock Glanzlohe von 24jährigcn Stangen; 4) im Forstrevier Marburg II: im 20 Acker 'großen Schlage Schneiße, Abtheilung b, *4 Klftr. Rauh- unv 30 Klftr. Heisterlohe von 86jähngen Stämmen und 60 Schock Glanzlohe von 21jährigen Stangen. Die Derkaufsbedingungcn werden vor Beginn des Termins bekannt gemacht und können dieselben auch bei den Königlichen Revierförstern zu Ellnhausen, Lohra unv Marburg eingesehen werven. Letztere werben auch ven Kauflicbhabern auf veshalbiges Anmelden vorher Vie betreffenden Schläge vorzeigcn. Zum Mitbieten können nur solche Personen zugelassen werven, welche dem ausbietenden Beamten über den Kaufpreis unv die Kosten der Gewinnung der zu erstehenden Lohrinden einen von einem inlänvifchen Bürgen ausgestellten Bürgschein vorgelegt haben, welcher von demjenigen Königlichen Rentmeister, in dessen Bezirk der Bürge seinen Wohnsitz hat, für genügend erklärt worden ist. Marburg, am 8. Januar 1867. Königliche Forstinspection. Dehner t.________ Holzversieigerung im Anneröder Gemeindewnlde. 72) Donnerstag den 17. Januar 1867, von Morgens 9 Uhr an, soll in dem Anneröder Gemeindcwalve, District Köpfel, an der Grünberger Straße, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: 34 Stecken Eichcn-Prügelholz. 28 „ „ Stockholz, 958 Wellen „ Reishvlz, Hfltb '■ Uhr, ' *8S *'fe ««>„ r. Ra ”■ '«Ä 0' o3 Schock 2, *** 'Schlage kleine NajOfiiitr. WlR Stangen; -chlage Brächt«. Heister- und 4 M 90 bezüglich n und Stanzen; arg I: Schlage Hebers. 128jährigen und l'öjähngen Stirn-- von 24 jährigen bürg II; rchlage Schneiste, 50 Klftr. Heister- n Stämmen und son 21jährigen in werden vor Be< int gemacht und i den Königlichen i, Lohra und Mar- Letztere werden auj deshaldigei treffenden Schläge i nur solche Per- .reiche dem au6. en Kachel w a der zu erstehe»' einem inländische» „Mein Vorgelege enigen zlöni^en Bez-rl d-r B ' 9c*nC ii Nrrstichecle»^ a Annttöder salde- ,86l 7 Januar i- ä: igelholz^ ockdolz- irhoiz- 9 Stecken Nadel-Stockholz, 450 Wellen Kiefern-Reisholz, 248 Eichen-Stämme von 6 bis 13 Zoll Dicke und 20 bis 40 Fuß Länge, 3085 Cubikfuß enthaltend, 104 Fichten- und Kiefern - Stämme mit 2047 Cubikfuß, 66 Eichen- und Fichten - Stangen mit 214 Cubikfuß, Die Zusammenkunft ist im Altenfeld beim Holzschlag. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis den i. Juli 1867 gestattet. Annerod, ain 6. Januar 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Annerod. Seipp. Holzversteigerung im Daubciuger Gemeindewalde. 172) Dienstag den 22. d. Mts., von Vormittags 10 Uhr an, soll im Daubringer Gemeindewalde, Distrikten Hahn und Pitzelach, nachverzeichne, tes Holz öffentlich versteigert werden, als : 32 Eichen-Stämme mit 969 Cubikfuß, 6 Buchen- „ „ 20 „ 86 Nadel-Stämme „ 2231 „ 151 „ Stangen „ 347 „ Die Zusammenkunft ist im District Pitzelach. Daubringen, am 14. Januar 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Daubringen. Hämmerle. JßifgeöoteiißS. 135> Arepp el, täglich frisch, bei August Noll, im Stern. 178) Wasserhelles pennsylvanisches Petroleum, beste Sorte ä 40 kr., zweite Sorte ä 36 kr. pr. Maas, auch bei L. Iah reis, ___________________am Marktplatz. 183) Ein Flug Tauben (sog. Kröper- Taubcn), mehrere junge Hühner, sowie ein Wägelchen nebst zwei guten Ziehhunden, werden preiswüröig zu verkaufen gewünscht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 181) Täglich frische Fastenbretzeln und Kreppet bei E. Noll. jrc) zwXzVe):Vb .Ob jOb Ob.Ob) Ob :'E H Haushallungs-Maschinen. § 191) Ich erlaube mir hierdurch die ergebene Anzeige zu machen, daß lt> B> ' ich zur Ansickt: Fle ischh a ck- M as chin en in 5 Dimensionen, Ciweipschlag-Maschinen in 4 Dimensionen, neu construirte Kaffeemühlen in 3 Dimensionen, Wnrstfüll-Maschinen, Messerputzmaschinen und Aepselschäl-Maschinen aufgestellt habe. Diese Maschinen, nach den neuesten Systemen gebaut, sind neben großer Leistungsfähigkeit so billig, daß jede Familie Vie eine oder Vie anvere anzuschaffen im Stanve ist. Besonvers mache ich Vie Herren Metzger auf Vic Fleischhack- unv Wurstfüll - Maschinen unv Vie Herren Conditor und Hotel- besitzer auf vie Eiweißschlag- unv Aepfelschäl-Maschinen aufmerksam. Die Maschinen können jeverzeit Proben unterworfen wcrven. Georg Nenzel. 190) Der nervenstärkende Blumengeist der Klosterfrau Maria Giovani Francini ist kein Heilmittel, doch ist derselbe allen an Nerven- und Maqenschwäcke, Fall- unv Bleichsucht und Migraine Leidenden als ein besonderes Stärkungsmittel zu empfehlen. — Als Parfüm übertrifft derselbe das Bau de Cologne, Vinaigre rc. rc. an Aroma, Feinheit und Frische und fehlt deßhalb jetzt selten mehr in einer Toilette. . Derselbe ist zu beziehen in Gießen bei Herrn Carl Ech, „ Warburg,, „ Jul. Diesenberg und durch den alleinigen Verfertiger E. S. Debenheuer in Cöln. 188) 9k ein es Blut stärkt den Körper unv schützt ihn vor den meisten Krankheiten, wie dies in der medi- cinischen Wissenschaft längst feststeht. Es muß also der Mensch ganz besonders darauf bedacht sein, das Blut ohne jede Beimischung von ungehörigen Substanzen zu erhalten ober diese letzteren daraus zu entfernen, wenn sie darin vorhanden sind. Als die ge- eiqnetsten Mittel hierzu sind die Johann Hoff'schen Malzheilfabrikate, das Malzextract- Gesundheitsbier, Vie Malz-Chokolade, das Chokoladen-Pulver, der Brust-Malzzucker und vie Bonbons, aus der Dampfbrauerei unv Cbokolavenfabrik des königlichen Commissions- rathes und Hoflieferanten Herrn Johann Hoff zu Berlin, Neue Wilhelmsstraße Nr. 1 (dessen Filiale in Köln, Komödienstraße 26), durch viele tausend Proben ihrer Wirksamkeit schon seit längerer Zeit anerkannt unv es bedarf nur noch im Interesse des Publikums eines fernem Aufmerksammachens, weshalb hier noch weitere Anerkennungs- schreiben von Privatpersonen folgen mögen: . r r . 9 Wirsttz, 10. September 1866. Ew. Wohlgeboxey ersuche ich, mir sofort 2 Psv. Malz-Chokoladen-Pulver zum Gebrauch für ein Kind von 4 Wochen übersenden zu wollen. Ich habe von diesem Pulver so viel Gutes gehört, daß ich dasselbe bet einem etwas schwächlichen Kinde sofort anwenven will rc. Der Lanvrath Frey mark. —• Birkenhainchen, 13. September 1866. Mit vielem Danke mache ich Ihnen die freudige Mittheilung, daß nach dem Gebrauch Ihres Malzextract-Gesundheitsbiers meine wankend gewordene Gesundheit mir völlig wiedergegeben ist, und werde ich nicht verfehlen, ähnlich Leidende auf die wohlthätige Wirkung Ihres Fabrikats aufmerksam zu machen. Siebert, Post-Expediteur. Depot bei Herrn Julius Wallach am Markt, m Gießen. 180) Alle Sorten Frucht- und Mehlsäcke, Sack-, Rahmen-, Schürzen- und Packleinen empfiehlt L. Jahr eis. 14) Soeben beginnt oder vielmehr hat schon begonnen: Dcg Lahrer hinkenden Boten Jlluftrirte Dorfzeitung. Jahrgang 1867. Monatlich in Heften von 4—5 Bogen zu dem billigen Preise von 3'/, Sgr. — 12 fr. Die Dorfzeitung kann zu gleichem Preise auch in Wochennummern bezogen werden. Alle Abnehnier erhalten eine Prämie in Farbendruck. Bestellungen auf dieses so beliebte Journal nehmen an: Wilh. Klee, Mäusburg, sowie alle hiesigen Buchhandlungen. 179) Mein Lager in wolleneu B e t t-, B ii gel- und Pferdedecken bringe ich hiermit in empfehlende Erinnerung. L. Iah reis. I ...... ■■■■■■■im— . Ußrmißttjungßn. 182) Eine Familienwohnung ist zu vermiethen unv alsbald zu beziehen bei L. Schwan, Messerschmied. 189) In einem Hause auf dem Brand ist ein Familienlogis, bestehend aus 3 Zimmern, 3 Kabinetten und Küche re., zu vermiethen und bis Ostern beziehbar. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 4401) Das feitber von Herrn Dr. Witt- mann bewohnte Logis ist zu vermiethen und sogleich beziehbar. Flick & Kröll. 122) Ein oder auch zwei ineinander- gehende möblirte Zimmer sind sogleich beziehbar Lit. B. Nr. 60. 4504) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei Heinrich Ei ff Wittwe. Vßrmischiß Lnzßigßn. Bekanntmachung. 173) Hiermit die ergebene Anzeige, daß ich von heute an am Cöln-Gicßener Bahn- Hose, dem Güterschoppen gegenüber, wohne und können Kohlenbestellungen bei Gebx. Wenzel am Kreuz im Bestellungskasten unv münvlich gemacht werden. Der Kasten wirv Mittags und Abends abgeholt. Gießen, den 3. Januar 1867. St. Hillenbrand. iiijrylrwi üfitjiwy h nt ParlamentsWahl. 196) Nachdem die Vorbereitungen für die Wahlen zum norddeutschen Parlament so weit von uns getroffen sind, daß nunmehr die Candidaten aufgestellt werden können, laden wir die Wähler des Wahlkreises Gießen-Grunberg- Ntdda zu einer Versammlung auf künftigen Sonntag, den 20. d. Mts., Mittags 1 Uhr, in den Saal des Cafe Leib dahier ein, um sich über die Wahl eines Abgeordneten zu verständigen. * Wahlberechtigt ist jeder unbescholtene steuerzahlcnde Inländer, der das 25. Lebensjahr zuruckgelegt hat. Gießen, den 14. Januar 1867.Das Centralwahlcounte. 194) Die Ziehungsliste der gezogenen Großh. Hessischen 50-fl.- Loose liegt bei mir zur" Einsicht auf; auch werden die gezogenen Loose jetzt schon unter günstigen Bedingungen bei mir ausbezahlt. Marcus Heinrich Budge. 195) Zum Besten der Invaliden - Stiftung Sonntag den 20. Januar d. I., Abends 7 Uhr: C a n c e r t des Turn- und Gesang-Vereins zu Lollar im Vereinslokale daselbst. Der Borstand. Amerikanische Patent-Wasch- und Wring-Maschine. Um dieser Maschine auch hier am Platze mehr Eingang zu verschaffen, und die Vorurthcile, welche bei Waschmaschinen überhaupt bestehen, zu beseitigen, wird dieselbe von mir gegen billige Vergütung auf Tage oder Stunden ausgeliehen, damit sich jeder von dem außerordentlichen Nutzen dieser Maschine überzeugen kann. (198) C. W. srowack, ______________ Neuenbäuen 101.________ Im Leib scheu Saale. 192) Freitag den 18. Januar 1 86 7. 4. Concert im 2. Winterabonnement der Hießener Musik-Kapelle. Anfang halb 8 Uhr. — Entrse für Nicht-Abonnenten an der Kaste und bei Herrn C- Roloff ä Person 12 kr. Programme an der Kaffe ä 1 fr. Es wird gebeten, keine Hunde mitzubringen und während der ersten Abtheilung nicht zu rauchen. Der Saal wirv vor 7 Uhr nicht geöffnet. Die Abonnemcntsliste liegt an der Kasse auf, und werden Familien, sowie einzelne Herren, welche beim Umgang der Liste entweder nicht anzu treffen, oder etwa aus Versehen übergangen sein sollten, gebeten, sich hier einzuzeichnen. Die Dlrectiou: Adolph Hecker. Nicht zu übersehen! 171) Da sich in hiesiger Stadt das Gerücht verbreitet hat, als seien die Steine im Hangelsteiner Bruch aufgescklagen, so erkläre ich, daß dieses Gerücht unwahr und die Steine auf ihrem früheren Preise geblieben sind. Philipp Braun, Steinbrecher. Geschaftskaufe und Verkäufe, Capitalien-Nachweise und vorihcilhafte Placirungen werden für Abonnenten des (bei Wallerstein in Dresden erscheinenden) „Jllustrirten Wochenblatts nebst Beiblatt Der Agent" kostenfrei ver- mittclt. Abonnements müssen mit 12 Sgr. vierteljährlich sogleich bei hiesiger Postanstalt oder einer Buchhandlung gemacht werden. (101) Stu«!! 187) Unserem ehrenwerthen, lieben Freunde B ....... . W ..... zu seinem heutigen 50. Wiegenfeste ein dreifach donnerndes Hoch!!! 186) Ein Rasiermesser ist gefunden worden und kann dasselbe gegen Entrichtung der Jnseratgebühren in Empfang genommen werten. Näheres bei der Expev. d. Bltts. 185) Ein zuverlässiges Mädchen, welches waschen, bügeln und etwas kochen kann, wird gegen guten Lohn zugleich in Dienst gesucht. Näheres bei der Exped. d. BlttS. 168) Allen meinen Schuldnern diene zur Nachricht, vaß ich die Ausstände binnen 8 Tagen einem Advocaten zur Beitreibung übergebe. L. Keßler. Commis, Reisende, Correspondenten, Förster, Gärtner, Oeconomen und sonstige Stellcnsuchende mögen nicht versäumen, rechtzeitig bei hie- siger Post oder einer Buchhandlung auf das (bei Wallerstein in Dresden erscheinende) „Jllustrirte Wochenblatt nebst Beiblatt ^>er Agent" mit 12 Sgr. /.jährlich zu abomnren. Stellensuchende Abonnenten erhalten von der Ervcdition stets kostenfreie Auskunft gegen Beifügung einer Postmarke für frankirte Rück- antwort. _____________________(100) 115) Chaisen- unv sonstige Fahrten werden billigst besorgt durch H. M. Jughardt, Lit. D. Nr. 219. 146) Für ein Samengefchäft sucht man thätige Agenten. Frankirte Anerbieten unter O. W. 4 befördert die Annoncen- Expedition der Herren S a ch f e und Comp. in Leipzig.________ Gesucht wird eine Familienwohnung von 3 — 4 Zimmern in oder in der Nähe der Wall- thorstraße. Adressen beliebe man bei der Exped. v. Bltts. abzugcbcn. (145) 170) Nr. 35 hat den Zuckerkasten ge- Wonnen. Rühl, Polizeidiener. Fruchtpreise von nachbenannten Städten und Fruchtmärkten. W a i z c n. Korn. G e r st e. Hafer. Ä a r t o f f e l n. O r t und Datum. Verkauft Mittelpreis vom Malter. Verkauft Mittelpreis vom Malter. Verkauft Mittelpreis vorn Malter. Verkauft MtttelpreiS vom Malter. Verkauft vom Malter. Mltr? Pfund ff- kr- Mitt? Pmnd ff. kr. Mltr. Pfund ff. kr. Mltr. Pfund ff. kr. Mltr. Psnno n. rr. Gießen, ©ränbftg, Main,, 11. 12. Januar . . 3 143j 200 200 200 15 15 —— 5 1 113 180 180 180 10 10 40 40 - 741 160 160 160 8 35 10 128z 120 120 120 5 4 5 43 24 200 200 200 4 11 1 «u eiltet !! ui., ft. 4 rTrH’lLL-- grr- »-"U „st! sfei- f gefunden ton Entriß mjLfQnä genoninien ' Ekped. d. Bitt-. 8 Mädchen, welches llw kochen kann, zugleich in Dienst ' Eched. d. Sitte, duldnern diene zur Ausstande binnen en zur Beitreibung L Keßler. ! 200 711200 12001, NS, n, Köcher, Gärt- tige Stellensuchende rechtzeitig bei hie- Handlung auf das esden erscheinende) nebst Beiblatt J)et hrlich zu abonntren. :en erhalten von der eie Auskunft gegen > für frankirte M* 000). sonstige Fahrten itä) st. Jughardt, D. Nr. 219. ramengescihäft ae Agenten. Pten unter C. >ie Annoncen erteil sachte cht o 4 Sm« Wn«' Itebe mn *•* en. v Beilage zu Nr. 5 des Anzeigeblattes. Aie Kunst und der 'Yoriljeit des cheschäftsanzeigens. t (Aus dem Oberheff. Anzeiger.) । Seit bic Buchdruckerci erfunden und so unendlich vcrvoll- ( kommnet ist, gibt eS gar fe ne zweckmäßigere und vortheilbrin- z gendere Art, sich in der Welt bemerklich zu machen mehr, als 1 auf dem Wege, den die Buchdruckcrei eben vermittelt. Was tich i immer der Welt empfehlen will, laßt drucken; der Gelehrte, der Professor verlaßt ein Buch und laßt es drucken, damit er einen Rus gewinnt, der Künstler, dem die Macht der Töne zu Gebote steht, compcuirt und laßt drucken, ja was wollen wir sagen, jede Regierung laßt jetzt ihre Gedanken uud Absichten durch den Druck verbreiten, weit eingehender und oft geschäftsmäßiger als sich mancher nur träumen laßt. Namentlich bei den Finanz- speculationen, bei dem Anbeingen von Anleihen spielt die Buch- druck.rci und im Besonderen die Ziiiungspresse eine gar bedeutende Rolle. Manchen hat der Gott sei bei nns hinien am Bündel, wenn er die Zeitung liest, und er merkt's gar nicht. Die Amerikaner wie die Oesterreicher geben gar viel Geld für die Buchdruckerei aus und die Italiener und Russen sparen s auch nicht. Selbst der Rothschild weiß eine Empfehlung gar wohl zu würdigen und die Preußen in Berlin sind auch nicht mehr ganz dumm. Ja, das „Jnserircn" hat große Borlheile, der Gvldber- gir mit seinen RheumatiSmuskeiten weiß auch gar wohl davon zu erzählen; und selbst die solidesten Firmen, wie der Johann Hoff, der das wirklich gute Malzbier liefert, weiß, daß zu dem vorbandenen mächtigen Vertrieb seines Erzeugnisses die Zeitungs- Presse AußcroidentlicheS liefert. Nun, damit wäre der Erfahrungsbeweis geliefert; es liegt aber auch in der Natur der Sache, daß das Anzeigen von Waarenverläufern, sci es nun Geld oder Gold, Papier oder Leder Staatspapicr oder Wechsel, Festes oder Flüssiges, Ideelles oder Reelles, in der Tagespresse, seine großen Bonhcile hat. . Alle Welt liest jetzt Zeitungen, oder sollte sie wenigstens lesen; es ist h.ut zu Tage ein unabkömmliches Geschcutsbcdurf- niß, daß ein Haushalt fein Blättchen oder Blatt im Hause hat, das ihm anzeigt, wo es seine Bedürfnisse am schnclllten befriedigt; je nach der Größe des Haushaltes müssen auch mehrere Blätter da sein. Ein großes Geschäft, das mit der ganzen Welt in Verbindung steht, muß ein Weltblatt haben, ein kleines ®e= schält begnügt sich mit dem Lokalblatt, welches dem großen Ge- fdäfte nur für seine kleinen specicllen Haushaltungsbedürsn>sse dient. Ein Blick der Hausfrau, des Morgens in die Anzeigeseite gcthan, zeigt ihr oft überraschend passend, wo sie dieses und jenes sindet und mancher verlegene Artikel findet durch die Anzeige schließlich seinen Mann, angenehm für den Verkäufer. Ein Ortsanzcigeblatt ist die geeignetste Vermittlung von Angebot und Nachfrage. Darum ift’s" an allen großen Orten auch ganz aus mit dem Vorurtheil, daß es durch die Zeitungen gleichsam ma kt- schreierisch angezeigt, nur den halben Werth habe; in den großen Städten London, Paris, Berlin, Wien, Ncw-Iork, Dresden, Leipz g, Baltimore, namentlich aber in England und Amerika geht man nur und lediglich nach den gedruckten Anzeigen. Warum? nun einfach, weil man nicht gern 1 Tagereise antritt, um sich ein Kästchen Streichhölzer zu kaufen. Also da liegt der Vortheil der gedruckten Anzeigen. Der Anzeigende benutzt die Sucht der lieben Menschen nach Welt-, Tages- und Ortsncuig- feiten, um ihnen auf die einfachste, am wenigsten Zeit- und Geld- raubcnde Weise der Welt seine Waare anzupreisen, und der Leser seines Blattes benutzt eine Frühstückspause, um sich zu orientieren, was die Geschäftswelt ihm heute vielleicht Neues oder gerade sehr Gewünschtes und wo sie es ihm bietet. Nun aber „die Kunst des Jnserirens". Eine besteht in dem inassenweifen Anzeigen, sie erfordert hauptsächlich einen bedeutenden Kapitalaufwand, ist aber ihres Erfolges unbedingt sicher; auch hier berührt sich wieder die Ueberwucht des Kapitals über die kleinen Mittel. Aber Kap tal besteht nicht blos in Geld, auch Verstand, Mutterwitz ist ein Kapital, das oft die Macht des Geldes unterliegen läßt; wenigstens kaufen sich die Geldmächtigen regelmäßig auch Geistesmächtige. Uni) eine Anzeige mit Ver- stand, Mutterwitz gemacht, so daß sie bet rnöglchst wenig Kosten möglichst viel auffällt, thut auch ihre großen Dienste. Diel kommt dabei auf die richtige Wahl der Zeit und des Blattes an, je nachdem die Waare, t r anzupretsende Gegenstand ist. Abgesehen vom Lokalabsatz ist der eine Gegenstand besser in einem großem Blatte, der andere besser in einem kleinen Blatte angezeigt. Nehmen wir eine Zeit ter Steuerung an. Kleinere Orte werden gewöhnlich mehr von ihr gediückt; da richtet der Land- mann die Anzeige seiner Früchte am besten nach diesen; seine Kapaunen, Gänse, Hühner, Tauben wird er dagegen besser an größeren Orten verwerthen (nämlich auch der Landwiith muß sich an das Jns.riren gewöhnen, er verkauft gerade so gut als der Kaufmann). Wer an einem kleinen Orte mit wohlfeilen Arbeitskräften Waare erzeugt, muß sie an größeren Orten anbictcn, wo dieselbe Waare um viel tljeurcr fertig gemacht werden kann. So arbeiten z-chlreicbe Buche ruckcr an kleinern Orten für größere, selbst für Leipzig, Berlin u. s. w. Wieder wenden sich in großen Städten Erzeuger und Verbreiter gewisser Waaren, die nur in großartigen Anstalten fertig gemacht weiden können, mit der Anzeige ihrer Artikel an kleinere Blätter, z. B. bemerkt man dies ft art bei den Lotterien, bei Staatspapierhandlungen und dahin sctlagcnden Eommiisionsgeschästen. Und nun die Zeit des jn» fenren«. Jede Woche hat ihre Tage, jeder Monat seine Wochen, jedes Jahr seine Monate, jeder Abschnitt feine Fest- und Arbeitstage, je nachdem die anzuzeigende Waare für Festtagsgenuß ober saurer Arbeit Erzeugnis) bestimmt ist, hat auch die Zeit des Anzeigens ihre bestimmten Erfordernisse, und bv 6 wollen unsere Leser nicht etwa als ganz selbstverständlich und unnöthig unsrerseits zu bemerken, belächeln, man zeigt natürlich nicht Fastnachts- fp eie am großen Buß- und Bettage an. —-f Die Zeit der Jn- feration wiid von vielen Inserenten mit äußerster Berechnung abgepaßt, und es ist dies ein so seines Geschäft, daß es zu weit führen würde, hier in Einzelnes einzugehen. Ein dritter Punkt ist bei der Kunst des Anzeigens das Aeußere der Anzeigen. Was die Buchd urferfunft selbst dabei liefern kann, durch schöne Buchstaben, geschmackvolle Randverzierungen, beigedruckte Bildnisse und Abbildungen der angezeigten Gegenstände, setzen wir als»bekannt voraus. Ein Hauptvortheil liegt darin, daß man in den wenigsten Worten das möglichst viele anzeigt, schon um der raschen Auffassung Seitens des Lesenden willen; er muß mit raschem Blick die Sache erfassen. Das ist bei Dingen angewandt, deren Nutzbarkeit auch leicht einleuchtend gemacht ist. Das Gegentheil findet statt bei Dingen, deren Nutzbarkeit schwerer begreiflich zu machen ist; da muß mit Gründen gewirkt werden; auch mit Zeugnissen, Empfehlungen, diese dürfen dann längere Zeit und Raum in Anspruch nehmen, immer aber muß der Hauptpunkt, auf den es anfommt, hervorstcchen. Viele Jnferirende wählen der Form zu Gefallen jetzt Paradoxen, Gedichte, landläufige Redensarten, welche auffallen, es wird kein Mittel unversucht ge« Aus der anderen Seite hat sich aber auch herausgestellt, daß fein Zeitungsblatt je recht auf die Beine kommen wollte, welches cs verschmähte, dem Tages- und Hausbedürsniß seiner Leser entgegen zu kommen. Es ist das gerade so, als wenn Jemand es für zu niedrig halten wollte, für feine notbwendigsten Lebensbedürfnisse zu sorgen. Es kann doch kein Mensch den höchsten Dingen nachstreben, der nicht zunächst körperlich lebt, für s.ine Nahrung und Nvthdurft sorgt, sich gegen Kälte, Nassen.sw. schützt und wie alle Menschen unter Dach und Fach wohnt. Ebenso kann auch kein Politiker den Staotsidealen nachstreben, ohne zunächst seinen bürgerlichen Bestand zu sichern, wie andere Bürger, ebenso auch kein Zeitungeblatt blos politische Wahrheiten predigen, ohne vorerst neue geschäftliche Grundlage gewonnen zu haben. Es muß für eben dieselben Leute, für deren Interesse eS in Politik macht, Geschäftsbetrieb Mitarbeiten und von demselben leben. Und damit erfüllt es auch eine wesentlich politische ■ Aufgabe, denn fein Bürger im Staate lebt Von der Lust und guten , Gedanken allein; sie müssen alle nach Erwerb ringen und streben ! und am Ende ist des Politikers erste und letzte Aufgabe, auch i die, seiner Mitbürger leibliches Wohl so viel zu fördern, tote ihr , geistiges. Der Staat hat ja wesentlich die Aufgabe, das durch t die ®efammtfraft der in seinen Grenzen nach Wohlfahrt Stre- t benCcn zu leisten, was das Einzelne für sich allein nicht vermag. So lebt denn auch ein Zeitungsblatt, das für das Interesse der Gesammtheit arbeitet, wesentlich mit von der Förderung des Interesses des Einzelnen — und dies letztere zwar durch die Anzeigen. Sie gehen auf die Verantwortlichkeit dessen, der sie einrückt in die Welt und liegen speciell in seinem Bortheil, während für den allgemeinen politischen Theil ein verantwortlicher Redakteur eintritt. So macht auch dieses Blatt kein Hehl daraus, daß ein vorzüglicher Theil seiner Aufgabe ist, der Ausgleichung von Angebot und Nachfrage im Geschäftsverkehr zu dienen und darauf so zu sagen, seinen körperlichen Bestand zu gründen und in hierdurch gewonnener Lebenskraft auch für die höheren politischen Interessen der Gesammtheit, welche natürlich nicht immer mit dem Interesse des Einzelnen zusammenfallen, zu arbeiten. Daß diese Interessen nicht immer zusammenfallen, ergiebt sich schon daraus, daß z. B. in einem Kriege, den der Staat zur Rettung seines Bestandes unternimmt, der Einzelne als Soldat sein Leben opfern muß. Der Staat verlangt ebenso Steuern, welche der Einzelne oft mit großem Widerstreben bezahlt; so kann auch ein Zeitungsblatt in seinem allgemeinen Theile nicht jedes Privatmanns Eigen-Jnteresse gerecht werden, dafür bleibt ihm der In- seratentheil für sein Geld stets geöffnet. Und hiermit empfiehlt sich der Oberhess. Anzeiger auch ferner dem Wohlwollen seiner Leser sowohl im Geschäft wie in der Politik. Darmstadt. Das Regierungsblatt Nr. 2 enthält 1) die Ernennung bet außerordentlichen Mitglieder des Staatsraths für 1867, 2) Bekanntmachung Abänderungen an den Statuten der Bank für Handel und Industrie in Darmstadt 3) Bekanntmachung, die Statuten der Aktiengesellschaft „Blaufarbwerk Marienberg" 4) Bekanntmachung, die Gerichtsbarkeit in den durch den Frie- bensvertraq mit der Krone Preußen vom 3. September v. I. erworbenen Gebietstherlen : Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben zur Ausführung des rubricirten Frieoensvertrags unterm 25. November v. I. zu be- schließeu^geruh^ da^^ Fri^xrisvertrag erworbene, auf dem linken Mainufer ' ndeqene vormals kurhesstsche Gebiethstheil mit dem Orte Rumpen- jLm bem Lanbgerichtsbezirke Offenbach, II folgende in Gemäßheit dieses Feiedensvertrags der Provinz Oberheffen einverleibte Gebietstheile, nämlich : iz bas vormals naffamsche Amt Reichelsheim — die Ortschaften Rei- ’ Holzheim und Dorn-Assenheim umfaffend, — dem Landgerichts- bezirke Friedberg, 2) die vormals kurhessische Enelave Trais an bet Lumda, — bem Lanbgerichtsbezirke Gießen, 31 der vormals kurhessische D'str ct Katzenberg mit ben Ortschaften : Ohmes, Vockenrode, Ruhlkirchen und Seibelsdorf, — dem Land- aerichisbez irke Alsfeld, 4) ^r vormals kurhessische, z oischen den Ortschaften Altenstadt und Bönstadt gelegene Domanialwalddistrict — dem Landgerichtsbezirke Altenstadt, 5) der vormals kurhessische, etwa 1700 Morgen umfassende Gebiets- theil des Ortsbezirks Mittel-Gründau — dem Landgerichtsbezirke Büdingen, 61 die vormals frankfurtischen Ortsbezirke Dortelweil und Rieder- Erlenbach, ferner der vormals kurhessische Ortsbezirk Maffenheim — ingleichen der vormals nassauische Ortsbezirk Haarheim — dem Landgerichtsbezirke Vilbel, angehören sollen; sodann ttt für das vormals kurhessische, durch obigen Fnedensvertrag erworbene Amt Nauheim, — bie Ortschaften Dorheim, Nauheim Schwalheim und Rödgen umfaffend, — das dortige Justizamt vorläufig fortbe- Dieft Allerhöchste Entschließung wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß 9ebri1’tbic?ctbefOii?7nTen9l"ben untet I. und unter II. Ziffer 3-6 bezeichneten Bezirken und Orten sofort zur Ausführung gebracht worden; und soll in den unter II. Ziffer 1 und 2 gedachten Amtsbezirken Reichelsheim und Trais am 20. l. MtS., bis wohin die dortigen Justizämter fort- tunairen zur Ausführung konimen; ferner , 2, die seither dem Landgerichte Gießen zugetheilten Orte Leihgestern, Watzenborn mit Steinberg, Hausen und Garbent ich sollen von dem gedachten Tage an zu dem Stadtgerichtsbezirk Gießen gehören; 31 das Jnstizamt Nauheim (oben III), welches wegen e,«getretener Va- canz interimistisch von dem Großherzoglichen Landgerichte Friedberg vertreten wird, tritt am 20. l Mts. als „Großherzogliches Landgericht Nauheim" wieder in Function, und dieser neueLand- aerichtsbezirk, mit welchem die jetzt dem Großherzoglichen Landgerichts- bezirk Friedberg angehörigen Orte Ober-Mörlen, Rieder-Morten und Wisselsheim von eben jenem Tage an verbunden sein sollen, wird m den Sprengel des Großherzogiichen Bezirksstrafgerichts Gießen ausgenommen. Darmstadt, den 4. Januar 1867. Großherzogliches Ministerium der Justiz. v. Lindelof. v Bechtold. 5) Veröffentlichung eines Auszugs aus der Administrationsrechnung der Schulunterstützungs-Stiftung des Regierungsraths May von 1865, 6) Dienstnachrichten : Seine Königliche Hoheit der Großhcrzog haben allergnädig st geruht : 1) am 18. December 1866 dem evangeliichen Pfarrer zu Leihgestern Wilhelm Wüst die evangelische Pfarrstelle zu Bobenhausen, im Dekanate Schotten, — und 2) am 21. December 1666 dem Schulamts-Aspiranten Joseph Schuster aus Bensheiin die zweite katholische Schulstelle zu Ilbenstadt, im Kreise Friedberg, zu übertragen; 3) am 22. December 1866 den Geheimen Staatsrath Friedrich Georg von Bechtold, unter Entbindung desselben von den Functionen eines Regiernngs-Commiffärs bet der Bank für Süddeutschland, zum Regierungs-Commiffar bei der Bank für Handel und Industrie — 4) am 29. December 1866 den Geheimen Legationsrath Arnold von Biegeleben zum ständigen Mitglied des Staaisraths, unter Verleihung des Charakters als Staatsrath, zu ernennen. 7) Charakterertheilungen : Seine Königliche Hoheit der Großhcrzog haben allergnädigst geruht : 1) am 29 December 1866 dem Bereiter Friedrich Namendorf den Charakter als Oberbereiter — und 2) am 1. Januar dem Fabrikanten Jacob Mönch in Offenbach den Charakter als Commerzienrath zu verleihen. Sterbfälle: Gestorben sind : 1) am 22. Dcccmbee 1866 der Landgerichts-Actuar Schmucker zu Groß-Gerau; 2) am 30. December 1866 der Hofgerichts-Advokat Kaufmann zu Gießen. Landw. Berichte aus den Provinzen. (Aus der landwirthfchaftlichen Zeitschrift.) Aus Oberhessen. (Nördlicher Theil.) Bei u ;feren Landwirthen stellte sich in dem verflossenen Herbste wieder ein mitunter sehr fühlbarer Mangel an Arbeitern ein. ES mögen dieser Erscheinung, da man auch aus anderen Gegenden dieselbe Klage vernimmt, wohl im Allgemeinen liefere Ursachen zu Grunde liegen. In hiesiger Gegend find dieselben jedoch zum Theil darin zu suchen, daß viele Familien, die früher auf Taglohn arbeiteten, ihre eigene Wirthschaft gegründet haben Außerdem trägt unzweifelhaft auch die Auswanderung vieler Arbeiter, welche gerade im letzten Herbste wieder zugenommen hat, wesentlich zu diesem Arbeitermangel bei (!). An unsere Landwirthe tritt aber jetzt mehr als je die Nothwendigkeit, ernstlich über die Frage nnchziidenken, auf welche Weise dem Mangel an Arbeitskräften und dem damit verbundenen fortwährenden Steigen der Arbeitslöhne zu begegnen sei. Die richtige Antwort hierauf wird etwa lauten : „Suche bei den verschiedenen landw. Arbeiten Zeit und Kraft zu sparen, resp. letztere in dec Anwendung von 'Maschinen zu gewinnen." ES streben hier auch bereits viele Landwirthe dahin, die fehlenden Arbeitskräfte durch Benutzung von Maschinen zu ersesen. So arbeiten z. B. die Dreschmaschinen an vielen Orten recht wacker. Bis jetzt wurden diese freilich nur von größeren Gutsbesitzern benutzt, denn cS befinden sich die genannten Maschinen fast ohne Ausnahme in dcn Händen von Privaten, in deren Bortheil es nicht liegt, wenn bei dem bei kleineren Arbeiten sich oft wiederholenden Transport die Zeit nutzlos verschwendet wird; auch ist der Preis, den man von dieser Seite stellt, noch ziemlich hoch. Soll der Bortheil, welcher der Landwirth- schaft durch die Einführung der Dreschmaschine geboten wird, auch dem kleineren Gutsbesitzer zu gut kommen, so werden sich die Gemeinden (bezw. Genossenschaften! endlich dazu erschließen müssen, solche mit gemeinschaftlichen Mitteln anzuschaffen. Selbst kleinere Nachbarsorte können sich zu diesem Zwecke vereinigen. Auch der Ban der Feldwege liegt noch in vielen Gemeinden im Argen. Es ist dies für eine Gegend, in welcher das Material zum Straßenbau fast nichts herbeizwchaffen kostet, eine betrübende Ersch inung. Die Zeit und die Kraft, die man nur zu oft auf elenden Feldwegen verschwendet, repräsentiren nicht selten ein Kapital, das nichl nur hinreichte, die Anlaqekosten besserer Wege in kurzer Zeit zu decken, sondern auch eie Mittel zur Unterhaltung derselben zu beschaffen. Viel ist schon in landw. Blättern über derartige Mißstände geschrieben worden; nichts aber wirkt kräftiger, anregender, überzeugender und nachhaltiger, als das frische, lebendige Wort. Der intelligentere Theil unserer Landwirthe hat deßhalb die Einrichtung des landw. Wanderunterrichts mit lebhafter Freude begrüßt. Soll aber die Tbätigkeit der Wanderlehrer, worüber diese Zeitschrift jüngst erfreuliche Berichte brachte, wahrhaft segenbringend werden, so muß dreselbe eine größere Ausdehnung gewinnen, und müssen hierbei besonders solche Gegenden berücksichtigt werden, welche, wie die hiesige, von den großen Verkehrsstraßen entfernt liegen *). *) Wir hoffen, daß es gelinge, diese berechtigten Wünsche in nicht ferner Zeit in Erfüllung zu bringen. A. d. R. Geld-Cours vom 14. Januar 1867. Preuß. (Lassen-Scheine Prcuß. Friedrichöd'or Pistole» „ Doppelte . ......... Holl. fl. 10 Stücke Rand - Ducateu 20 Frankenstücke Enal. Sovereigns Ruff. Imperials............ Dollars in Gold fl. 1. 44M5j „ 9. 5657J „ 9. 41-43 „ 9. 42-44 „ 9. 48-50 „ 5. 33-35 „ 9. 25-26 „ 11. 48-52 „ 9. 42-44 „ 2. 26-27 Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Buch- und Steindruckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.