AnWtMlt • für die Provinz,alhauptftadt Gießen. (flmlsßfalt Öes Rreises gieren.) (Steint »öchrntlich zwei Mal: Mittwochs und Samstag«. - Preis be« Jahrgang« für Einheimisch« 1 fl. 42 fr., für Au-wLttig« incl. M rorschrtft«- oiathgen Postau,schlag« 1 ff. 42 fr. — AnSwart« abonnirt man sich bei allen Postämtern. — In Gießen bei der Srpedition (Eansteiberg 8U. B. Nr. 1). «4» 91«• Mittwoch den 13. November 1SG7^ Amtlicher T h e i l Vclrrsscnd: G Die Feststellung und Erhaltung der inneren Grenzen. Gicsten, am 2. November 1867. Das r o D lj e r i n g 1 i dj c Krcisam 1 Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Mit Bezug auf unser Ausschrcibm vom 12. August d. I. (Nr. 9 des Amtsblatts) fordern wir Sie auf, die GrcnzbeaehunaS- Protokolle der Feldgcfchwornen an uns einzusenden. __________________________ Dr. Goldmann. Loeal - Reglement, die Reinhaltung und Wegsamkeit der Straßen in der Provinzial-Hauptstadt Gießen betreffend. Auf den Antrag des Stadtvorstandes und der Polizeiverwaltung der Provinzial-Hauptstadt Gießen, und mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 26. October l. I. zu Nr. M. d. I. 11790 wird auf Grund des Art. 114 dkS Polizei-Straf-Gesetzes Folgendes verfügt: Xue Bestimmung B, b, II des Local - Reglements vom 8. Oktober 1856 wird dahin abgeändert, raß die Reinigung an den dort genannten Tagen und in den nachfolgenden Stunden: in den Monaten März bis October einfchließllch zwischen 4 und 6 Uhr Nachmittags, in den Monaten November bis Februar einschließlich zwischen 2 und 4 Uhr Nachmittags erfolgen muß. Gießen, den 2. November 1867. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. G o l d m a n n. Gerichtliche niib Privat - Bekanntmachungen. 33efonÖere Bekanntmachungen. An Vie Bewohner Gießens. 4147) Um den Gefühlen der Freude über den Wiedereinzug einer Hessischen Garnison in Gießen that- sächlichen Ausdruck zu verleihen, hat der Gemeinderath beschlossen, dem am 16. d. Mts. Mittags hier einrücken- den 1. Zagerbataillon einen festlichen Empfang zu bereiten. Er wild dasselbe zu diesem Zwecke beim Eintritt in die Stadt in seierlicher Weise bewillkommnen, zu der Caserne geleiten und der Mannschaft des Bataillons auf Kosten der Stadt eine Erfrischung verabreichen. Sodann wird an diesem Tage dem Offiziercorps zu Ehren ein Essen im Einhorn stattfinden und diefts als Gast der Stadt dazu eingeladen werden. Für dieses Essen, welches um halb 8 Uhr des Abeuds seinen Anfang nimmt, und für welches der Preis ^.des Couverts einschließlich eines Schoppen Weins auf 2 fl. bestimmt ist, circulirt eine schriftliche Einladung. — Wir konnten dieselbe erst spät in Circulation setzen, da der Termin des Eintreffens nicht bekannt war. — Zndem das unterzeichnete Conutö nun den Wunsch ausspricht, daß dieselbe recht zahlreiche Unterschriften finden möge, bemerkt es zugleich, daß, wenn wegen der Kürze der Zeit Einzelnen die Liste nicht zukommen sollte, auch Einlaßkarten zu dem Essen auf dem Ralhhaufe gegen Einzahlung von 2 fl. bis Donnerstag Abend in Empfang genommen werden können. Schließlich macht das Comitö noch darauf aufmerksam, daß der günstige Eindruck des Empfangs des Bataillons dadurch noch würde gehoben werden, wenn die hiesigen Einwohner sich veranlaßt fänden, für den Tag des Einzugs des Bataillons die Häuser mit Fahnen auszuschmücken. Gießen, den 12. November 1867. Für den Stadtvorstand: Das Cmpfangs-Comite: Vogt, Ferber, Rosenberg. Berlin, ten 4. November 1867. Das Scharen zu haften. von Philivsborn. Wer düng, rer Bekanntmachung- ..... x„u „„.fcrnnrn, t-i rine Sill< Mi, «»-lllilb'l.Pri,wttoc -b», «njsb, M ü"Ä «" Ä* ■»'«"' :««’*s,“,e Verletzungen erlitten Haden und außerdem ein erheblicher edjacen an suchen enr,tanken i_ ^eT e^u 9 ;n xoiat ttffen wiekerholt und dringend darauf aufmerksam, » äsä ä ».M.. 4124) Bei der König!. Post-Expedition in Lollar sind die Dienststunden für den Verkehr mit dem Publikum für alle Iah. reszeiten auf 9 Uhr bis 12 Uhr Mittags, „ 3 „ „ 7 „ Nachmittags festgesetzt worden. . ' An den Sonntagen fällt vorerst die Dienststunde von 3 bis 4 Uhr Nachmittags aus. Dieses wird hiermit zur allgemeinen Kennt- niß gebracht. Darmstadt, den 9. November 1867. Der Königlich Preußische Ober-Post-Director. Vahl. 4142) Die Pächter der Hospital-, Kirchen- und Pfarreigüter werden an den mit dem 11. d. MtS. eingetretenen ZahlungS- Termin mit dem Bemerken erinnert, daß gegen die Säumigen demnächst das gerichtliche Mahnverfahren eingeleitet wird. Gießen, am 12. November 1867. Der Rechner: Wittich. Versteigerungen. Vergebung von Arbeiten bei der Stadt Gießen. 4136) Nachfolgende, bei der Stadt Weißbinderarbeit, veranschl. zu 50 fl. — fr. Gußtieferung, „ „12 „ 4a „ Schreinerarbeit, „ „ H ,, 27 „ Schlosserarbeit, „ „ H „ 24 „ Gießen, den 8. November 1867. Großhcrzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V. v. B.: Ferber, lr Beigeordneter. 4129) Dienstag den 31. December, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Rathhause die Hofraithe ces Philipp Zörb, als: Flur Nr. O.Rlfit. ’7/i66C 26 Hofraithe am Brennofen, stößt auf die Wiesen, 2%-a 196 Hofraithe mit Zügelhütte, an der Chaussee, unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 11. November 1867. Großherzogltches Ortsgericht Gießen. Ebel. Verkauf eines Dampfsagewerks. 4125) Das Katzenstein.Eichender g'sche Dampfsägewerk zu Gießen, mit einem Areal von etwa 9 Hess Normal- morgen Garten- und Wiesenland, einem massiven Maschinenbau aus Backsteinen, zwei Wohnbäutem mit Nebenbau, fämmiliehen Maschinen, unmittelbar an der ctatt Gießen gelegen, wird auf Anordnung Großherzog, lichen Stadtgerichts Gießen Momag den 30. Dec-mber, Vormittags 11 Uhr, an Ort und Stelle anderweit versteigert. Die Bedingungen sind von dem Unter- zeichneten zu erfahren. Gießen, am 6. November 1867. Td. SB11ft, HofgerichtS Advocat. 4128) Dienstag den 26. November, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathbause die Im- mobilien, zum Nachlasse des Heinrich Daniel Noll gehörend, als: Flur Nr. C-Rlftt. m . ’/45 1 40 Wiese in den Weiden, y**a 286 Acker daselbst, s/48 571 Wiese daselbst, "/r.u.,,,, 129 Acker am Hamm, •’/ 306 Acker bei dem Iughard«. brunnen, nochmals öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, am 11. November 1867. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Ebel. nöthige Arbeiten, als: das Brechen von 8'/, Cub.- Klaftern Steine, veran- schlagt zu........111 fl. lr. das Anfahren derselben, ver- anschlagt zu...... 339 „ „ das Klopfen derselben, ver- anschlagt zu...... 486 „ 15 „ die Anfuhr von 21,7 Cub.- Klaftern Sand, veran- schlagt zu........ 243 „ 36 „ das Fördern und Planircn von Grund, veranschl. zu 1476 „ „ sollen Montag den 18. November d. I., Vormittags 9 Uhr, im Rathhause versteigert werken. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenken Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, den 11. November 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt.___________ Die Vergebung von Arbeiten bei der Stadt Gießen. 4102) Donnerstag ten 14. November 1867, des Vormittags 9 Uhr, sollen nachstehende Arbeiten und Lieferungen an den Wenigstsordernden vergeben werden, nämlich:* 4092) Mit dec Versteigerung auf dem Hofe des Herrn Bramm in der Neustadl wird wie folgt fortgefahren: Samstag den 16. November, Morgens 9 Uhr, Dienstag M 19. „ , 10 „ und zwar an diesen berdeu Tagen gestrickte Jacken, Stauchen, Pulswärmer, Socke», Kinder- und Frauenstrümpfe; Samstag den 23. und Dienstag den 26. November, jedesmal Morgens 10 Uhr: Filzschuhe, Tücher, Capuzen, Frauenjacken, Shawls, gehakelte und Buckskin-Handschuhe. an t n Die feineren Artikel kommen die darauf folgende Woche im Löwen zur Versteigerung Theodor Klüchler. ,f eirgeftotenes. Abzugeben! 4137) Im Steinbacher Gemeinkewalde können von Donnerstag dem 14. d. MtS. an circa 1000 Stück grüne Fichten-Wellen, welche sich zu Deckreisern eignen, pr. Hun- dkrl zu 4 fr., aus der Hank abgegeben werden. Die Wellen stehen in der Nähe »en Steinbach unk werden die Abfuhr- scheine auf hiesiger Bürgermeisterei abgegeben. Steinbach, am 11. November 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Steinbach. Horn. 4100) Unterzeichneter empfiehlt in großer Auswahl Ligroin e-Lämpchcn, Feuerzeuge mit Ligroine- Lämpchen, sowie auch Ligroine- 43 e L Carl Faber II., Seltersweg. 4130) Vorzüglicher Trauben most bei "E Pivv- 4141) Beste Göttinger Cervelatwurst bei H ch. Ferber. 4066) Treber verkauft Th. Lotz Wittwe. Die aromatischen Malz - und Kräuterseifen für Bäder und Toilette, sowie deren Heilwirkung. 3962) Die Transformation des weltberühmten aromatischen Johann Hoff'schen Bädermalzes in wohlriechende Malz. Kräuter-Toilettenseife und Malz-Kräutcrseife war nach der Meinung erfahrener Badeärzte ein höchst glücklicher Gedanke, weil jetzt für diele Bäderbekürftige Kuren vollbracht werden können, deren Möglichkeit man früher, durch die vielen Mühseligkeiten, die bei dem Gebrauch des Hoffschen BäkermalzcS obwalteten, oft in Zweifel stellte. Jetzt kann man das Bad so zu sagen m der Tasche tragen, jederzeit die vorzüglichste Toilette bereiten, deren Malzduft dem Körper die Wohlthat voraus ankündigt, die sie ihm zuführt: Stärkung der Knochen, des Nervensystems, der Muskeln, also des ganzen Körpers, Schönheit und Verfeinerung ter Haut; das stärkende Malzprinzip dringt in die Hautporen und befestigt die Lebenskraft. Frau von Knobelsdorf in Potsdam, deren Arzt ihr die Malzbäderseife verordnete, ließ bei der wiederholten Bestellung ihre äußerste Befriedigung über die ausnehmende Heilkraft der Hoff'schen Malzbäderseife zu erkennen geben; das Waschen mit derselben wäh- rend des Badens habe ihr außerordentlich wohlgethan. Solche Belobungen, wie sie den Hoff'schen Malzfabrikaten zu Theil werden, stehen einzig in ihrer Art da. Wir registrircn einige hohe Bestellungen aus dem gegenwärtigen Quartale, die meistens von dem Ausdruck höchster Befriedigung begleitet waren: Frau Gräsin v. d. Schulenburg, geb. v. d. Gablenz in Nordstcineke; Frau Agnes, Baronin v. Kleist, geb. v. Haugwitz in Mittel-Ochel; Herr von Rosen, Prem.-Lieutenant in Potsdam; Frau Gräsin Dun- kelmann, geb. Gräsin Moltke, Gr. Pcterwitz: Frau Majorin v. Thiele-Winkler in Min- chowitz; Herr Graf Henkel von Donnersmark auf Stein; Frau Gräfin Seherr in Bad Lankeck; Herr Baron von der Hagen auf Stöllen ic. So schreibt z. B. Frau Gräfin zur Lippe in Saßleben: „Ihr ausgezeichnetes Bier bekommt meinem Manne vortrefflich. Herr Baron von der Hagen auf Stölln: „Ich kann ohne Ihr Malzcrtrakt-Gesundheits- bier nd)t mehr fein!" „Frau G. Meire, Klostcrgasse Nr. 101 in Berlin: „Ihrer Malz-Gesundheits-Chokolade verdanke ich mein Leben und meine Gesundheit." Depots werden auf frankirte Anfragen an solide Häuser vergeben. Johann Host'S Filiale in Cöln, Comödienstrasie 26. Depot bei Herrn Julius Wallach am Markt, in Gießen. 4148) Aecht Liebig'schen Fleisch-Extract aus der Fabrik Fray Bentos (Südamerika) empfiehlt: in */i Pfund-Dosen zu 6 fl. 42 fr. „ Vi „ „ „ 3 „ 23 „ „ V4 „ ,, „ 1 „ 45 „ 11 Vs II II n II 56 ,, Ernst Hermes, Materialist. Jeder Zahnschmerz, ohne Unterschied, wird durch mein in allen deutschen Staaten rühmlichst bekanntes Zahn- Mundwaffor binnen einer Minute sicher und schmerzlos vertrieben, was unzählige Danksagungendcr höchsten Personen bekunden. E .Hückstädt in Berlin, Oranienstraße 57, am Marktplatz. Zu haben in Flaschen a 18 und 36 fr. bei Carl Frech, (3408) in Gießen. Frisch angekommen: neue Kastanien, sowie Citronen, bei (4044) Ernst Hermes. 4135) Sächsische Kanarienvögel mit ausgezeichnetem Hohlrollen- und Nachtigallenschläge werden billig abgegeben im Hause des Gcrbcrmcisters Herrn Johannes Mignon vor'm Langgässer» thore in Wetzlar.___________________________ Fäsfer-Verkauf! 4131) Eine große Partie Brandwcin-, Liqueur- und Essig-Fässer: '/8 Ohm 1 fl. 15 fr., */4 Ohm 1 fl. 36 fr., % Ohm 2 fl. 6 fr., '/. Ohm 2 fl. 36 fr., sind einzeln, in Partieen billiger, abzugeben. — Lagerfaß in sehr starkem Holz und von guter Arbeit von circa 8 Obm 34 fl., von 11 Ohm 40 fl. Stückfaß rc. verhältniß- mäßig. Wilhelm Gossi. 4157) Ein Haufen Mist ist zu verkaufen im Russischen Hof. 4027) Homburger Bier, abgelagert in Flaschen, ä \\ ;u 7 fr. und y2 zu 4 fr., ist fortwährend zu haben bet E. Pansch, am Asterweg. 4149) Grosigerauer Weisikraut, Zwiebeln, pr. Meste 34 fr., Kartoffeln, pr. Malter 2 fl. 50 fr., sind fommcnden Freitag aus dem Main- Weser-Bahnhof zu haben. Jac. Weber. 4150) Süsier Aepfelwein, pr. Schoppen 3 fr., im Darmstädter Haus. 4140) Mehrere Pfund Schurwolle sind zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 4146) Ein fast noch neuer großer K o ch- ofen ist zu verkaufen bei L. Becker, Asterweg. 4132) Ein vollständiges zweispänniges, sich noch in gutem Zustande befindliches Chai- sengeschirr ist zu verkaufen. Näheres bei der Erped. d. Bltts. V e r m i e t C) u n g c n. 3804) Ein schön möblirteS Zimmer ist zu eermietben und kann auf Verlangen Küche und Kammer dazu gegeben werden Kreuz Lit. D. Nr. 6.______________________ 3577) Mehrere freundliche Zimmer, mit oder ohne Möbel, sind zu vermiethcn. Das Nähere bei ter Erped. d. BlttS. _*4127) Im N o l l'schen Hause in der Sandgasse ist ein kleines Familienlogis zu vermiethcn. 3749) Ein großes und schön möblirteS Zimmer und ein Lagerkeller am Canzlciberg sind alsbald zu vermiethen. Näheres bei der Erped. d. Bltts. 4133) Ein freundliches, möblirteS Zimmer in einer Gartenwohnung ist zu vermiethen und sogleich zn beziehen. Näheres bei der Erped. d. Bltts. 4156) Zwei möblirte Zimmer und ein Cabinet sind zu vermiethen. Neue Anlage. Näheres bei ter Erped. d. Bltts. 4057) Ein sehr schön möblirteS Zimmer ist zu vermiethen Neuenweg Lit. B. Nr. 134._________________________________ 3777) Der untere Stock meines Hauses in der Marktstraße, mit Laden, ist zu vermiethen und alsbald zu beziehen. LouiS M ö h l. 4158) Bei Frau Hofger.-Secretär Stürz im Club ist ein möblirteS Zimmer mit Cabinet zu vermiethen._________________________ 3973) Ein möblirteS Mansarden-Zimmer ist zu vermiethen Canzleiberg Lit. B. Nr. 67. 4024) Ein schönes Zimmer ohne Möbel ist zu vermiethen. Bei wem? sagt die Erped. d. Bltts. 4139) DaS seither von Herrn Lohnkutscher Pitzer in meinem Nebenhause bewohnte Logis, aus 2 Stuben, Kammer, Küche und Keller bestehend, ist anderweit zu vermiethen. M. Heß. 4065) Ein kleines FamilienlogiS ist zu vermiethen und sogleich beziehbar. Da« Nähere bei Kaufmann Kohlermann Wittwe in der Neustadt. 4096) Ein kleines FamilienlogiS ist zu vermiethen bei Alexander Mayer. 4126) Meine sämmtlichen Immobilien, bestehend aus Wohnhaus nebst Bäckerei, Scheuern und Stallungen, sowie meine sämmtlichen Güterstücke, beabsichtige ich, unter sehr vortheilhaften Bedingungen, zu ! Jahreszahl 1867, verloren worden. Der verkaufen. redliche Finder wird ersucht, dasselbe gegen Gießen, den 10. November 1867. eine gute Belohnung an die Erped. d. Bl. C. Jughardt III. abgeben zu wollen. Bäuerischer Gesangverein. 4164) Der auf Samstag den 16. November d. I. anberaumte Ball kann, weil das Musikeorps de« I. Jägerbataillons an diesem Abend militärischer Seit« requtrirt worden ist, nicht stattfinden und wird daher Samstag den 23. November, Abends 8 Uhr, im Prinzen Carl, unter Mitwirkung des g anzen Musikeorps des l. Jägerbataillon« abgchalten. Die« zur Kenntniß der verehrlichen Abonnenten. Der Vorstand. Vermischte Anzeigen. 4138) Am Montag, dem 4. Novem- der, Morgens früh, ist auf dem Wege von Lollar nach Gießen ein Gesangbuch mit den Namen Philipp Rohrbach u. s. w., Moguntia, derstcherungs - HeseWast in Mainz. 4163) Die Gesellschaft versichert gegen Feuerschaden: Maaren, Mobilien, Fabrikutensilien, Ackcrgcräthe, Vieh, Getreide und Futtervorrälhe zu festen, billigst gestellten Prämien. v ® Zur Aufnahme von Versicherungen empfehlen sich die Agenten der Moguntia: 28. Balser, in Gießen. I. Kämmerer, in Sich. 3« töcnrtd), Geometer in Lang-GönS. H. S9?pU, in Allendorf a. d. Lumda. Auswandcrunsts - Agenten gesucht. s $ur Beförderung von Passagieren mit Dampf- 9^0cpiffeit concessionirteS Bremer Answanderunqs- Ge- schaft sucht tm Grofiherzogthum Hessen Vertretung durch einen tveneral- 2lgeuten; einer schon bestehenden General-Agentur wurde der Vorzug gegeben werden. Rcflectantcn belieben ihre Adresse unter Beifügung von Neferenzeu unter Lit. B. Nr. 200 an die Annoncen-Expedition von (r. Schlotte in Bremen einzusenden. Lebensverstcherungsbank für Deutschland in Hotlja. Versicherungsbestaiid nm 1. Octobcr 1867 .... 55,557200 Thlr Estcctlvcr Fonds nm 1. Lctobcr 1867 14,390000 Zahrcscinnahme pr. 1866 2 468107 " Tividcndc der Versicherten im Jahre 1867 . . . ' 36 Pro;. •rü67<2 'Dic^c 91n|tnlt gewährt durch den großen Umfang und die solide hypo thekarische Belegung der vorhandenen Fonds eben so nachballige Sicherheit, wi durch die unverkürzte Vertheilung der Ueberschüffe an die Versicherten möglichste Billigkeit der Versicherungskosten. 4143) Die auf den 1. Oetober fällig gewesenen Pacht-, Heu- und Grummetgras« Gelder, welche an mich zu bezahlen sind, werden hiermit zur baldigen Entrichtung in Erinnerung gebracht ®icjjen, den 10. November 1867. _____C. Weidig. Ortfriitlidjr Bitte! 4162) Großherzogliche Polizei - Verwaltung Gießen wird hiermit höflichst ersucht, eine Preisberechnung des Brotes, ähnlich wie in früheren Jahren, nach den laufenden Fruchtpreisen zu veröffentlichen, um rem Publikum tarzuthun, daß die jetzigen Brokpreise der Bäcker im Verhält- nisse zu den Fruchtpreisen stehen und nicht auf Prellerei beruhen. Ein Brodlieferant. 4155) Ein braves Lausmädchen wird für Ende November gesucht. Näheres bei Frau Eanzlist Brauburger, Eanz- leiberg. (Babelsberger 5tnuiqrapl)niucrrin. 4161) Heute Aband 8 Uhr: Monat- sitzung im Gasthaus zum Lindenhof (zweiten Stock), zu deren zahlreichem Be- suche alle Mitglieder des Vereins dringend einladet ter Vorstand. 4134) Bei einem hiesigen Anwalt wird ein geübter Scribent gegen gutes Salair gesucht. Wo? sagt die Exped. d. BlttS. Versicherungen werden vermittelt durch Friede. KrauSkopf in Gießen, 3« E. Bücking, Fr. S., in Alsfeld, Hofger.-Advocat Trapp II. in Friedberg, Dökar Ehrhardt in Marburg, David Hinckel in Wetzlar. Geschäfts-Empfehlung. . 4165) Wir empfehlen einem geehrten Publikum unsere neu eingerichtete und »er« r ... Dampfreiieiguiigs-Maschiue, geeignet für Bettfedern, Roßhaare, Seegras und Wolle. Dieselbe entspricht dem Zwecke sicherer Befreiung von Motten und aller ansteckenden Krankheiten, unter Garantie ter Aerzte. . .. r Maschine ist täglich mit unserer Bedienung bei Herrschaften in ihren sm UrR-Vn ®fnil$11"8 nehmen; auf Verlangen kann die Arbeit auch in unserer Werkstatte vcrgenommen werden. . 1 Bestellungen werden in unserer Wohnung, Wolkengasse Nr. 91, sowie auch zu ledcr Zeit im laden des Kaufmann Herrn Karl Wenzel und der Frau S a r t o r i u s am SelterSweg, entgegengenommen. Für reelle und solide Bedienung garantiren ®ießen, im November 1867. I. A. Horn Sf Eomp. _ _ (vormals Henriette Tippel.) 4145) Der Unterzeichnete erklärt hier« mit, daß er nicht Mitwiffer der Anzeige, datirt vom 4. November 1867, feinen Sohn Heinrich Ebner, sind, metl., betreffend, gewesen ist, sontern daß betreffende Anzeige von unbefugter Hand veranlaßt wurde. — Unterzeichneter, der hinter des Heinrich Ebner, stud. med., erklärt vielmehr, daß er für alle Schulden, lie fein Lohn Heinrich Ebner, stud. med., in Gießen contrahirt, haftet. Horchheim, den 8. November 1867. Johann Ebner, Lehrer der I. Schule. art15!5 6in Dienstmädchen kann auf! Weihnachten in Dienst treten. Wo? sagt btc Exped. d. Bltts. 4144) In ein Material« und Färb« waarengefchäft wird ein junger Mann als Tetailleux gesucht, der womöglich in gleicher Brauche gelernt und mit guten Zeugnissen versehen ist. Näheres bei der Exped. t. Bl. 4160) Gründlichen Unterricht im Cla- feier« und Biolinspiel, sowie in ter französischen und deutschen Sprache und Elemen« tarlehrgegenstänken, erthcilen Adolph Hecker und Frau im Russischen Hof. i Tie Lungenschwindsucht wird naturgemäß, ohne innerliche Me« dicin, geheilt. Adresse: Dr. 1|. Roltmann in Mannheim. (Franeatur gegenseitig.) Zur Nachricht. 4152) Samstag ten 16. November schicke ich wieder einen Transport Gegenstände zum Färben und Drucken an die B l o ch'sche Hofschönfärberei in Darmstatt ab. 3- Schlund, Schloßgaffe. 4159) Ein schneeweißer Pudel mit langem Behang, 1'/, Jahre alt, sehr geleh« rig und gut dressirt, ist zu verkaufen. Zu erfragen Sonnenstraße Lit. B. Nr. 103? 4151) Ein Zapfjunge, welcher zugleich die Stelle eines Hausknechts versieht, wird gesucht. Wo? sag» die Exped. d. Bltts. 4153 Privatstunde im Zytherspiel wird ertheilt. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 4119) Der Unterzeichnete beabsichtigt, für tie Schüler des Gymnasiums einen Kursus in der französischen Sprache einzurichten, in welchem denselben Gelegenheit gegeben werden soll, durch müntliche Üebun- gen in stufenweiser Ordnung zur Fertigkeit im Gebrauch ter französischen Umgangssprache zu gelangen. Dem zu Grunde gelegten Plane gemäß wäre es zu wünschen, daß zunächst Schüler der Quarta sich am CursuS beteiligten, um dann durch fortge- setzten Besuch desselben durch die folgenden Klassen das vorgesteckte Ziel zu erreichen. Anmeldungen beliebe man alsbald abzu- geben bei Dupetit, B. 98. 3744) Ein tüchtiger Knecht, der einer kleinen Oeeonomie selbstständig vorstehen kann, und von dem man ein gutes Betragen vorausfetzen darf, wird gegen hohen Lohn auf Weihnachten in Dienst gesucht. Nur Solche, tie gute Zeugnisse ausweifen können, wollen sich bei der Exped. d. Bltts. melden. Beilage zu Nr. 91 des Anzeigeblattes. Fruchtpreise von nachbenannlen Stadien und F Rundschau. Darmstadt. Es ist jctzr fest bestimmt, daß das erste Jägerbataillon am 16. ökovember in Gießen einrücken wird. Dasselbe wird mittelst Extrazngs von Darmstadt nach Gießen befördert. --Das von dem Reichstage des norddeutschen Bundes angenommene Postgcsetz wird jedenfalls anch für das ganze Großherzogthum Hessen zur Einführung kommen. Der rn demselben bisher gütige billigere Portosatz von 2 fr. fällt dann weg und jeder frankirte Brief kostet dann drei, der un- frankirte sogar sechs Kreuzer. Die Bricfcouverte, die man seither von der Post gratis bezog, müssen bezahlt werden. Nur die 1 Kr.-Taxe bei Stadtbriefen hofft man zu retten. --In Hamburg, woselbst man, wie hier, sich derBc- sorgniß hingab, daß mit Einführung des gleichmäßigen Ein- gröschen-Portos mich die Localbricfe diesem Portosatze unterworfen würden, ist, nach der „K. Z.", zuverlässig die Versicherung gegeben worden, daß das bisherige wohlfeile Bestellgeld für die Localbriefe fortbauern werde. Da den Hamburgern sicherlich nicht eine exceptionelle Stellung eingeräumt werden soll, so können anch wir wohl auf Beibehaltung des Einkreuzersatzes für Localbriefe rechnen. (D- Z.) --Die „H. V-" bringen folgende Mittheilung. In Gemäßheit der von den Ständen bewilligten Aufbesserung der Besoldungsvcrhältuisse der Justizbeamten erhalten bemalen 71 Stadt- und Landgerichts - Assessoren eine Besoldungserhöhung von je 200 st. vom 1. Januar 1867 an. Die Decrete sollen eben in der Ausfertigung begriffen sein. --Major Kerz wurde zum Oberstlieutenant und Commandeur, Rittmeister Supp provisorisch zum Comman- deur der Division Starkenburg und Oberlieutenant Barthel zum Rittmeister und Adjutant im Großh. Gensd'armeriecorps ernannt. --Wie Darmstädter Blätter berichten, würde den Ständen demnächst der Entwurf einer vom 1. Jan. 1868 an zu erhebenden Einkommensteuer zugehen. Ein Einkommen unter 800 st. soll unversteuert bleiben, 2% sollen nicht überschritten werden. . .^tr Fabriksort I o h a n n. G e o r g e n st a t t in ter ärmsten und ctcften (Scgent Sachsens (tcm sogenannten sächsischen Si. biricnj tourte vor einigen Monaten vollstäntig von ten Flammen verzebrk. Uiber 326 Gebaute brannten bei ter tamaliaen Trochnheit mit Hab und Gut total nictcr, und auch nicht tas Geringste war versichert. Ein unübersehbares Elent ist über tief* unglückliche tttatt hereingebrochen, viele Menschen sind verbrannt unt verkohlt aus tcm Schutte herausgezogen Worten, und sämmt- ltches Vieh i|t zu Grünte gegangen. Ucber zwei Dritttheil ter Bewohner sind an den Bettelstab gebracht, und nagen im vollsten -mne des Wortes an dem Hungertuche. Obgleich tie allgemeine Mütthätigkeil schon Vieles gethan hat, so irren nach ten neuesten offiziellen Berichten bei der jetzigen falten rauhen Jahreszeit (der Schnee liegt dort schon beinahe Fuß hoch) noch über 2000 Cb- bad?lüfe in ten Brantruinen umher, wahre Jammergestalten, von Frost nnv Kälte durchschüttelt, kaum das Nothwendiaste babent ihre Blöße zu bedecken, ohne Hülfe und ohne Nahrung. ' ... . 2?a tie Noch tort aus'o Höchste gestiegen ist, so wagt ter ganz ergeben)! Unterzeichnete an tie Herzensgüte und den Wohl- thatigkeitssinn edelmüthiger Mcn)chen zu appelliren, und bittet dringend um müde Beiträge sowohl an Gelt, als an alten Kleidunas. stucken, Stiefeln, Schuhen, Bettgeräthe ic. re. ° Die Expedition tes Gießener Anzeigeblattes hat sich gütigst bereit erklärt, Gaben aller Art in Empfang zu nehmen und da die allerletzten Berichte von Jobann-Gevrgen)tadt tas Elend als über alle Begriffe schildern, so ist schnelle Hülfe doppelte Hülfe. Frankfurt a/M., den 1. November 1867. Gerson, ... königlich Sächsischer Generalconsul. Frachtbriefe für die Main-Weser- und Cöln-Mindener-Eisenbahn, sowie sämmtliche roü- amtlichen Formulare, und zu habeu bei Wilhelm Klee, Mausburg --Die von verschiedenen Blättern gebrachte Nachricht, daß den Herren N e e ß e und B r e b e ck die Frist zur Bildung einer Actiengescllschast zum Ausbau der obcrhessischen Bahnen von Gießen nach Fulda und Gießen nach Partenstein bis zum Jahrcsschluß crstr.ckt worden sei, wird durch das „Fr. I." aus „guter" Quelle in Abrede gestellt und bemerkt, "daß das Grotzh. Mmlsterilim, ungeachtet selbst persönlichen Nachsuchcns, es abgelehut habe, die im Mai d. I. ertheilte Zlisage: keiner anderen Gesellschaft eine Conccssiou zu crtheilen, länger aufrecht zu erhalten; eine Mitbewerbung sei demzufolge jetzo nicht ausgeschlossen. Die „M.-Ztg.", welche oben erwähnte Nach- rickt zuerst brachte, erklärt indessen die Berickstigung des „Fr. I." für falsch und versichert, seine Nachricht beruhe auf dirccten Erklärungen, welche vom Ministerium an Bewohner Oberhesscns gegeben worden seien. --Von Neujahr an soll, wie cs heißt, die Post an Sonn- und Feiertagen von 8—11 Vorm. und von 3—5 Uhr Nachmittags geschlossen bleiben. Außerdem an dem Geburts- uud Namenstag Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs, sowie an dem Geburtstag des Königs, der Königin, des Kronprinzen und der Kronprinzessin, sowie der Königin Wittwe. Die Postillione müssen an diesen Festtagen Fedcrbüsche an ihre Hüte aufstecken. _ ---So viel die „H. L." bis jetzt aus zuverlässigen B.uellcn erfahren konnte, werden den noch im Laufe dieses Monats zusammcntretenden Landständcn folgende Vorlagen gemacht: 1J ein Einkommensteuergesetz; 2) ein Kriegskostenaus- gleichungsgesctz; 3) der mit der preußischen Regierung abgeschlossene Telegraphenvertrag über die in Hessen anzulegcnden Telegraphenlinicn, die sich über das ganze Großherzogthum erstrecken; 4) der mit der bayerischen Regierung abgeschlossene Vertrag über die Anschlüsse der rheinhcssischcn Eisenbahnen nach der Pfalz hin; ferner höchst wahrscheinlich 5) ein Gesetz über Einführung von Stempelmarken statt des Stcmpelpapiers, um damit dem schon so oft geäußerten Wunsche der Stände nachzukommen; 6) ein Gesetz über Einschaltung einiger Gewerks in den Gewerbesteuertarif. Endlich werden, wenn die betrestenden Verhandlungen bis dahin zum Abschluß gekommen sind, den Kammern Vorlagen über den Bau, resp. über die Ort und Datum. Watzen. K o r 11. G e r st e. Hafe r. K arto fiel ii. «erkauft MUr. MUtelpre vom Malter Pfund | fl. iS kr. «erkauft Mltr? Mittelpreis vom IDialter. Pfund | fl. | kr. «erkauft MUr. 'Mittelpreis vom Malter. Pfund fl. 1 fr. «erkauft Mlir? Mlttelpreis vom lNalter. Pfund 1 fl. 1 kr. «erkauft MUr. Mittelpr, vom Malter Pfund fl. is "kr? Gießen, 8. November . Grünberg, 9. Mainz, 8. " 36 198, 235 200 200 200 17 16 16 2 25 58 1 147 96 180 180 180 12 12 12 20 23 6 7 205 3 160 160 160 9 9 8 10 3 23 36j 422 46 120 120 120 5 5 6 25 18 7 8 17; 200 200 200 1 3 25 28 35 Concessionirung der von ihnen in ihrer letzten L-efflon befürworteten Eisenbahnlinien gemacht werden. Sind diese Borlagen durchberathen und erledigt, so dürften die Landstande wieder auf einige Zeit vertagt oder ganz beschlossen werden bis -um Beginn der Berathungen des Budgets für die folgende Finanz- periode 1869/71 im nächsten Herbste. , , __Die Zulagsdecrete für Kreisa,,enorcn sind kürzlich ausgegeben worden. 17 Kreisassessoren erhalten eine Gehaltsaufbesserung von je 200 fl. . __ _ Nach einer Bekanntmachung der Direction der Em - standskaffe haben die Loospflichtigen des Jahres 1866, welche bei der Staatsversicherungsanftalt für Stellvertretung eine Einlage von 275 fl. bereits gemacht haben, noch eine Nachzahlung von 180 fl. zu leisten. Für diejenigen, deren Versicherte nur 5 Jahre zu dienen haben würden, reducirt sich der Betrag auf 150 fl. Die Nachzahlung muß bis längstens den 15. Dez. l I. geleistet werden. — _ Sicherem Vernehmen nach hat sich der Großherzog für die Odenwald bahn in der Richtung Darmstadt-Reinheim (nach Vorschlag der Ludwigsbahn-Gesellschaft) entschieden. Friedberg. Am 2. November wurde der 50. Jahrestag der Gründung des hiesigen Lehrerseminars im Kreise der Lehrer, Schüler und eines kleineren besonders geladenen Publikums in einfacher, aber entsprechender und würdiger Weise gefeiert. Nach einem Chorgesang der Seminaristen hielt Herr Prof. Dr. Köhler eine treffliche, an vielen Stellen wahrhaft ergreifende Festrede, worauf Herr Seminardirector Steinberger in einem längeren Vortrag die Entstehungsgeschichte des Semi- nares gab, ans welcher die Zuhörer entnehmen konnten, mit welchen langjährigen außerordentlichen Schwierigkeiten die Gründung der Anstalt zu kämpfen hatte. Hoffentlich wird dieser interessante Vortrag, in welchem mit dankenswerthem Fleiße ans Bergen von Akten alle einschlagcnden Verhältnisse und Thatsachcn zusammcngcstellt sind, durch den Truck auch einem größeren Publikum zugänglich gemacht werden. Ein Choral der Seminaristen endete die, einen vorwiegend religiösen Charakter tragende Feier. Am Nachmittag vereinigten sich Lehrer und Schüler zu einem gemeinsamen Spaziergang auf das Tcichhaus bei Nauheim. Bekanntlich sollte das fünfzigjährige Seminarjubiläum schon im September d. I. durch ein ausgedehnteres Fest begangen werden, worauf fub~ die Lehrer des ganzen Landes schon gerüstet hatten; — in Folge der Krank- heitsvcrhältniffc in diesem Sommer wurdn jedoch die bereits nn Gang befindlichen Vorbereitungen abgebrochen und fand sich dann die oberste Schulbehörde veranlaßt, die Feier auf den heutigen einfachen Akt zu beschränken. (Wett. Bte.) Offenbach, 4. Nov. Von hier aus wird die am 11. d. M. in Kassel stattfindendc siebente Generalversammlung des Nationalvereins durch einen eignen Delegirtcn beschickt werden, der vorläufig dahin instruirt ist, für Auflösung des Nationalvereins, und für Ueberweisung der noch verfügbaren (etwa 100,000 fl.) Flottengeldcr an die deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger zu stimmen. Daß jener Fond für national-maritime Zwecke verwandt werden muß, ist eine unabweisbare Verpflichtung gegen die Geber; rind hierzu möchte sich in erster Linie eben die genannte deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger empfehlen, welche nicht nur ein hnmanes, sondern insofern auch ein im besten Sinne nationales Institut genannt werden darf, als es eine wahre Pflanzschule zur Heranbildung unerschrockener und wetterfester Seeleute zu werden verspricht. (Fr. I.) t m „ (Hießen, 30. Oft. Heute wurde Dr. Stov, Prosenor ter Pädagogik an der Universität Heidelberg, von hiesiger theologischer Fakultät zum Ehrendoctor der Theologie promovirt. Professor Stov gebt mit Genehmigung des badischen Ministeriums auf die nächsten Monate nach Bieliz, um das erste evangelische Lehrerseminar Oesterreichs in's Leben zu rufen- Mehrere seiner pädagogischen Schüler sind bereits dort, mehrere folgen ihm jetzt. Man erkennt in dieser Berufung das Aufstreben der österreichischen Regierung für die ihm mehr als je nothwendige, wenn auch früher stiefmütterlich behandelte Volksbildung. Hoffentlich wird dies erste protestantische Seminar, sowie das in Wien durch tüchtige Männer orzanifirte protestantische Schulwesen ein Beispiel zur Nacheiferung für die anderen Unterrichtsanstaltcn, wenigstens in Deutsch-Oesterreich werden. --Nach den Zollvereinsstatuten soll bekanntlich alle drei Jahre, und zwar am 3. Dezember, eine allgemeine Volkszählung stattfinden. Es soll nun die diesjährige Volkszählung auf das ganze norddeutsche Bundesgebiet ausgedehnt werden. Darmstadt. Da« Regierungsblatt Nr. 43 enthält: (Schluß s XI. Beisetzungen in den Ruhestand. Seine Königliche Hoheit der Großderzog haben allergnädigst geruht . 1) am 12. Juli den Posterpeditor bei der Postcrpeditiou i7stbo'-n Horn auf sein Nachsuchen, — den Posterpeditor bei der Posterpedition Wefl- hosen Hartmann, — den Posterpeditor bei der Posterpedition Lich Henzel aus sein Nachsuchen, — den Posterpeditor bei der Posterpe dition Nauheim Kran, aus sein Nachsuchen, — 2) am 26. September den KreisaN-ilor bei dem Kr-iSamte Gienenteg>e rungSrath Pietsch, unter Anerkennung seiner langjährigen und treuen Dienste, — 3) am 7. Oktober den ersten Buchhalter bei dem Ministerium der ginanzell Jaide, unter Anerkennung seiner mebr als füns»igjährigeu, mit Eifer und Treue geleisteten guten Dienste, auf sein Nachsuchen — und 4) am 11. Oktober den Posterpeditor bei der Posterpedition Schlitz Hauß auf sein Nachsuchen in den Ruhestand zu versetzen. XII. Eoncurrenzerössnungen. Erledigt sind: n , 1) die fünfte evangelische Schulstelle zu «ich mit einem G-balt, von 420 fl und einer jährlichen Vergütung von 40 st. für Heizung de« Echui- 2) die sechste evangelische Schulstelle in Sich mit einem jährlichen Gehalte von 330 fi. und einer jährlichen Vergütung von 40 fl. für Heizung des Schullolal«; — _ , 3) di- zweite evangelische Schulstelle zu Münzenberg mit einem Gehaltvoll 300 fl. und dem Bezug von vier Stecken Hol, zur Heizung de» Schullocals ; dem Herrn Grasen zu SvlmS-Laubach steht diesmal da« PräsentationSrecht zu dieser Stelle zu; — 4) di- evangelische Psarrstelle zu Bischofsheim mit einem jährlichen Gehalte von 1300 fl., ncbst freier Wohnung und Aecidenzien, letztere un An schlag von 50 fl. jährlich; — , ,, 5) die mit einem katholischen Lehrer zu besetzende GemeindeSchul,teile zu Schimsheim mit einem Gebalte von 300 fl. und einer Vergütung von 30 fl. für Heizung des Schullocals; — 6) di- St-lle eines HauptlehrerS an der provisorisch zu errichtenden höheren Bürgerschule zu Reichelsheim mit einem Gehalte von 600 fl.; Bewerber haben sich inuerhalb 14 Tagen bei Großherzogiicher Ober- studien-Direction zu melden; — 7) die DistrictSeinnehmerei Wörrstadt II., wofür eine Dienstcaution von 3000 fl. erforderlich wird; konkurrenzfähige Bewerber haben sich binnen 14 Tagen anzumelden. XIII. Sterbfälle. Gestorben sind: , , , 1) am 22. September der Schullehrer an der dritten katholizchen «Mui stelle zu Darmstadt Heyder; — 2) am 28. September der Schullehrer nn der evangeli,chen Schule zu Wald-Uelversheim Barth; — 3) am 30. September der Schullehrer an der evangeli,chcn Schul« zu Bürstadt Groß; — 4) am 6. Oktober der Rentamtsdiener Scheuermann zu Homberg; 5) am 7. Oktober der Kreisarzt des KreiSmedicinalamteS Main, I. Mcdi- cinalrath Dr. Wagner; — . 6) am 14. Oktober der Registrator an der Großherzoglichcn Ober, ,jorfl- unb Domänen-Direction Ober-Forst-secretär Zeitz. Geld-Cours vom 11. November 1867. Prenß. Raffen-Scheine ......... fl. 1. 44j-45| Preuß. FriedrichSd'or.......... „ 9. 5H-59 „ 9. 47-49 „ 9. 4H-50 „ 9. 51-53 „ 5. 37-39 , 9. 291-30; „ 11. 53-57 „ 9. 48 „ 2. 27J-28; 41(56) Des Lahrer hinkenden Boten Jllnstrirter Fauntien-Kalender in Hessen sur 1S6S ist erschienen und zu haben bei Will). Klee, ManSburq. Rcdaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.