S6 ist ibittstheilm bei Gioßherzm bet im Jahre 1864 jljftje1 50 Einwahaer habe», tret i Buntes gewählt in drei Wahlkreise «theilt. ■gen, Grünberg unb Ribba.' ffiebbetg, Bilde! und SBubii-* je Mselb, Laaierbach m» tbneter gernähll, Wii, Mr, Gewerbe ut raermeisterei, bezichMöm. ■t Mains gelegenen Gew ten bet znm Norddeutsch tigten, 25 Jahre alle»" ‘Rten. re; v5l>™ "" *» »□ te«»A »*. b*-. ,fn ?5,1 te Ser An n(Iöre(1 • Viele New-Orl!^/ ^«1 "ne" m ' J * M auf L" herab f "°°> ** f*;2 '.^"Plätzen die •*■ * *•, “f s..i«; ‘ ■ > ei<» 6D" Statlcn, obsch«; Ktem civiiiftrtcn $jtll !™cn suchten, mit ®(, ur Jer Aufseher um (Schluß folgt.) bunene SRegierangiblatt at ™« »■ 3, bck. bie Wahl, ben «ich bei Mains gt a°ch die Orte Safi un8 unterliegen. Edens» K ■t Bekannlmachnng trat 1| I des ^Norddeutschen Bank »jen Inhalte nach anch «r rnb Kostheim Anwenbnng I bei §. 5 der gedachten >L >nrch nachstehende Bestimmirj tii M- w« ®iltt. 10 48 200 200 200 | in W' oer 1866 L 4 0-K. ' ' ' + 2,22 . 1 ' ' - 0,34, ‘ +10,0 « „, • • ' . z,48*)P-r^ ; 'n Sag« 1|53 ’ 3n.triijr Wall für die Provinzialhauptstadt Gießen. (UinfsliliiK Oes .KmTcs fließen.) Erscheint rröchentlich zwei Mal: Mittwochs und Samstags. — Preis des Jahrgangs für Einheimische 1 fl. 42 ft., für Auswärtige incl. des vorschriftsmäßigen Postauchchlags 1 ff. 42 ft. — Auswärts abonnirt man sich bei allen Postämtern. — In Gießen bei der Erpedition (Canzleiberg Lit. B. Nr. 1). JÜ. 4t. t Samstag den 12. Januar IS(»7. A m t l i ch e r T h e i l Betreffend: Das Anwerben und Mitnehmen von Kindern zum Musiciren und zum Hausiren im Auslande. Die nachstehende Bekanntmachung ter Königlich Preußischen Regierung zu Wiesbaden bringen wir in Gemäßheit einer Verfügung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 4. d. Mls. hiermit zur öffentlichen Kenntniß. Gießen, den 18. Deeember 1866. Großherzogliches Kreisamt Gießen. In Verhinderung des Kreisraths : Pietsch, Regierungs - Rath. Abschrift. B e § « u 11 i m a n it $, das Anwerben und Mitnehnien von Kindern zum Musiciren und zum Hausirhandel im Auslande betr. Um dem der seitherigen Maßnahme ungeachtet noch nicht völlig ausgerotteten schimpflichen und verderblichen Anwerben von Kindern unter 18 Jahren und von Mädchen zu den durch Vorgeben anderweiter Beschäftigungen verkleideten Zwecken des Bettels und der Prostitution, insbesondere allen Contraventionen gegen die Bestimmungen in §. 9 des Nassauischen Gesetzes über den Hausirhandel vom 25. September 1862, wonach Kinder unter 18 Jahren ohne amtliche Erlaubniß zum Hausirhandel, zu Schaustellungen, zum Musiciren :c. nicht angeworben und verwendet werden dürfen, nach Möglichkeit zu steuern, wird Jedem, welcher einen derartigen Fall zur Entdeckung bringt, wenn hiernächst Feststellung des Thaibestands und Bestrafung der Schuldigen Statt findet, eine aus den Polizeifonds der Königlichen Acmter des diesseitigen Verwaltungsbezirks auszuzahlende Prämie von 100 Gulden zugesichert. Wiesbaden, den 22. November 1866. Königlich Preußische Regierung. Das G roßherjogliche K r e i a Ruhestörung Übertretung der Feierabendstunde Störung der Sonntagsfeier Völlerei . meist Fremde. ein Fremder. größtentheils Ausländer. Landstreicherei und verbotene Rückkehr . Bettelns 15 meist Fremde. 1 Fremde. 1 Ausländer, in die Heimath geschubt und dort bestraft. Die auf Requisition der Gerich Gießen, 2. Januar 1867. Thierquälerei . unrichtigen Maases und Gewichts zu leicht und schlecht gebackenen Brod Fälschung der Lebensmittel . unterlaßener Fleischbeschau und Hetzen 311 theils Fremde. 241 meist Fremde. 1 Ausländer. 1035 ohngefähr 8—9 Proeent von. Gießen; — 91—92 Procent Fremde. Bon letzteren wurden mehrere ihrer Heimathsbehörde zngeschubt um von diesen bestraft zu werden. 218 meist Fremde. Betrugs, Unterschlagung und Fälschung Beschädigung fremden Eigenthums und unbefugten Löschens der Straßen-Laternen . 315 zur größeren Hälfte Fremde. Einige mit CorrectionShaus, die meisten Andern mit Gefängniß, Carcer mW Geld bestraft. Ein Theil begnadigt. 1936 Fremde; meist an ihre Behörde abgeliefert, theils blos auSgewiesen. 4118 2—3 Procent aus Gießen; 97—98 Procent Fremde. Etwa 8—10 Prvcent blos verwarnt, 90—92 Procent mit Gefängniß bestraft. Jährlich kamen 8—12 Gewvhnheitsbettler auf längere Zeit in's Cor- rectionshaus. 6105 etwa 90 Procent mit Geld und 10 Procent mit Gefängniß bestraft. 8229 nur mit Geldstrafen belegt. Desertion Widersetzung und Verletzung der Amts- und Dienstchre Meineids . Faschmünzerei Brandstiftung - Raubmords und Tödtung Nothzucht und widernatürlicher Unzucht Kindesaussetzung und Abtreibung der Leibes- frucht hiUfloser Geburt Blutschande . . . • • • Kuppelei, gewerbsmäßiger Unzucht und Con- eubinats Körperverletzung Straßenraubs Diebstahls Die Großherzogliche Polizei-Verwaltung. Rover. 31.- „ Schlachtviehes unterlaßener Verwahrung bissiger Hunde le. . Verunreinigung und Versperrung der Straßen, wegen unterlassener Straßenreinigung, schnellen Fahrens, Werfens re Vergehen gegen die Feuerordnung und verbotenen Schießens Uebertretung der Bauordnung unerlaubter Beherbergung von Fremden (Ar- beitern, Dienstboten re.) • unerlaubten Gewerbsbetriebs und Uebertretung der Wochenmarkt-Ordnung . Oetroidefranvation verschiedener anderer Polizei-Vergehen (unterlaßene Impfung, Hazardspiel, Gaukelei re.) . 19. 20. polizeiliche Rekaunlmachuiigen. Die in der Stadt Gießen angezeigtne Verbrechen und Vergehen betreffend. 343 meist Fremde. 1 2 Fremde; mit 8 und 3 Jahre Zuchthaus bestraft. 10 meist Fremde; theils an auswärtige Behörden überliefert. 8 darunter einige flüchtige Ausländer, die an ihre Behörde abgeliefert wurden. 13 theils Fremde; darunter einer (G. Wachtmann von Techenkrugi, wel, eher das Verbrechen an seiner leiblichen 73jährigen Mutter mit tödt lichem Erfolg verübt hatte und der von hier nach Könitz geschub- ward, wo ihn der Assisenhof in eine 20jährige Eisenstcafe verurtheiltet Nachstehende U eb er sicht wird hiermit veröffentlicht. Die Lokal-Polizei der Stadt Gießen hat angezeigt, beziehungsweise verhaftet und ermittelt : 1. wegen Majestätsbeleidigung . Landesverraths 182 Geldstrafen. £3ß theils blos über Nacht, brs zur eingetretenen Nüchternheit, in's Gefängniß gesperrt, theils bestraft. 19 meist fremde Dienstkn chte. 74a onen. 7 Per 1 1 2 2,102 31,238 Personen. | Gefundene Gegen st ände: Ein gehäkeltes Krägelchen, ein kleiner Hohlschlüssel, ein Beutelchen mit einigen Kreuzern Geld, ein Stola, ein Kinderhand- schuh, zwei Manchettenknöpfchen, eine Pelzmütze, ein Paar Strümpfe, ein Haarnetz, ein Dienstalterszeichen, ein weißes Taschentuch, ein Paar alte Strümpfe, ein Schlittschuh, ein goldener Ring (in Heuchelheim), ein braunes Halstuch, ein Portemonnaie mit Kupfermünzen und eine Schnupftabaksdose. Gießen, den 11. Januar 1867. Großherzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzialhauptstadt Gießen. Nover. liefert. We «ViN M. " mit Ms g°sch«b- tmitcate verurA^et 92 Prmnt Fremde. Wrte jiigefdmti Ä ior.8t)«u8, die meinen mst. Eia Thal te- । bl»s au6gemie[tn. ■ernte. Eiwa 8-10 GesaazH bepaft. ragere Zeit in'i Eor- t Glsängaif Waft. achterabeit, in’« „ ,161W* altung- Gerichtliche nnd Privat Bekanntmachungen. $e|onÖere -)kliinm(marl)umj(’ii. 43) Die Schulgelder aus den Stadtschulen nnd der Realschule vom IV. Quartal 1866 können in den ersten 8 Tagen ohne Kosten zur hiesigen Stadtkaffe bezahlt werden. Gießen, am 4. Januar 1867. Der Stadtrentmeister: Enders. 93) Im Firmen-Register des unterzeichneten Gerichts sind heute folgende Einträge vollzogen worden: 1) Siegmund Bock und Arnold Müller zu Gießen haben das unter der Firma „S. Bock und Müller" daselbst seither betriebene Cigarren- und Tabaks- Fabrikationsgeschäft seit dem 1. d. M. aufgelöst und Activen nebst Passiven unter sich getheilt. Die Firma ist erloschen. 2) Arnold Müller zu Gießen betreibt daselbst seit dem 1. d. M. ein Cigarren- und Tabaks-Fabrikationsgeschäft mit Handel en gros unter der Firma „Arnold Müller." 3) Siegmund Bock und dessen Mutter Amalie, geborne Homberger, Wittwe des Löb Bock, beide zu Gießen, betreiben daselbst seit dem 1. d. M. ein Cigarren- und Tabaks-Fabrikationsgeschäft mit Handel en gros unter der Firma „S. Bock & Comp. Jeder der beiden Inhaber ist befugt, die Firma zu vertreten und zu zeichnen. Gießen, den 9. Januar 1867. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. ____________Muhl.___ Oeffentliche Bekanntmachung. 107) Durch Verfügung Großherzoglichen Hofgerichts der Provinz Oberhessen, vom 16. October v. I., ist Sattlermeister Heinrich Rühl IV. von Grünberg wegen Verschwendung unter Curatel gestellt worden. Es wird dieses mit dem Bemerken bekannt gemacht, daß Rechtsgeschäfte nur mit den bestellten Kuratoren, Christoph Bock und Kaspar Richard II. von hier, gültig abgeschlossen werden können. Grünberg, den 4. Januar 1867. Großherzogliches Landgericht Grünberg. Erdmann, Eckstein, Landrichter. Landger.-Affessor. (Eöictan'nbung. Bctr.: Die Legalisirung des Grund- buchs der Gemarkung Reiskirchen, hier: Die Prüfung und Aufnahme der Erwerbtitel. 4472) Eigenthums- oder andere An- sprüche irgend welcher Art an die in Nr. 340 der Darmstädter Zeitung vom 8. v. Mts. speziell verzeichneten Parzellen der nachstehend genannten Grundbesitzer: 1. Heinrich Jünger IV. 2. Ludwig Nürnberger III. 3. Louise Nürnberger. 4. Heinrich Balser II. 5. Johannes Peter III. 6. Johannes Hofmann's Wittwe. 7. Johannes Balser III. 8. Konrad Arnold. 9. Karl Peter. 10. Heinrich Damm VI. 11. Philipp Damm V. 12. Ludwig Schomber's Wittwe. 13. Ludwig Peter I. 14. Philipp Morgel. 15. Philipp Lepper I. 16. Philipp Damm VI. Erben. 17. Kaspar Balser III. 18. Ludwig Launspach VII. 19. Philipp Balser I. 20. Heinrich Jünger II. 21. Ludwig Launspach VI. 22. Philipp Stumpf IV. 23. Ludwig Stumpf. 24. Johannes Becker. 25. Pcter Petri. 26. Johannes Schäfer III. 27. Kaspar Envers. 28. Johann Philipp Stumpf III. 29. Johannes Menget. 30. Johannes Damm V. 31. Gemeinde Reiskirchen. 32. Johannes Peter V. 33. Die Pfarrei Reiskirchen. 34. Die Schule in Reiskirchen. 35. Wilhelm Launspach II. 36. Kaspar Launspach III. 37. Ludwig Damm V. 38. Heinrich Schneider II. 39. Johannes Damm III. 40. Melchior Damm II. 41. Ludwig Peter II. 42. Tobias Petri. 43. Johannes Strack's Wittwe. 44. Johannes Launspach IX. 45. Philipp Schäfer I. 46'. Freiherr v. Rabenau. 47. Balser Schneider. 48. Ludwig Wagner. 49. Johannes Launspach XII. 50. Johannes Launspach X. 51. Kaspar Debus. 52. Moses Löwenberg. 53. Johannes Stroh. 54. Heinrich Peter IV. 55. Heinrich Henkel. 56. Johannes Damm II. 57. Löb Edelmuth. 58. Heinrich Jünger III. 59. Jakob Edelmuth. 60. Philipp Becker VI. . 61. Johannes Deines. 62. Andreas Feuerstein. 63. Konrad Schepp. 64. Friedrich Schieferstein. 65. Philipp Deines. 66. Anton Huber. 67. Friedrich Garth. 68. Heinrich Kempf's Erben. 69. Heinrich Becker. 70. Ludwig Müller. 71. Christine Launspach. 72. Heinrich Schäfer. 73. Philippine Launspach. 74. Wilhelm Peter II. Wittwe. 75. Kaspar Launspach IV. 76. Kaspar Nürnberger. 77. Philipp Zimmer. 78. Kaspar Peter II. Wittwe. 79. Ludwig Nürnberger IV. 80. Heinrich Schön II. 81. Ludwig Nürnberger II. Wittwel 82. Heinrich Spaar. bezüglich deren das Eigenthum oder die Bezahlung der Kaufschillinge urkundlich nicht oder nicht genügend dargethan werden konnte, sind binnen sechs Wochen, vom 8. d. Mts. an, bei dem unterzeichneten Gerichte geltend zu machen, widrigenfalls die beantragte Beischreibung der betreffenden Erwerbtitel in rubricirtem Grundbuch verfügt werden wirk. Gießen, den 19. Deeember 1866. Großherzogliches Landgericht Gießen. I. B. d. L.: B r a m m, Landger. • Assessor. Versteigerungen. 82) Dienstag den 22. Januar, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Rathhause die Hofraithe des Justin Eberhardt, als: Flur Nr. oKlstr. 7148 9 Hofraithe in der Wolkengasse, 715° 11 Hofraum, Scheuer und Miststätte das., jetzt Hinterhaus, nochmals, unter den alsdann bekannt gegebenen Bedingungen, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 5. Januar 1867. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Ebel. imx rriMWWWWWWWWWWWWWWWWMWWWWW 4517)] Dienflag den 12. Februar, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhause dir Grundstücke des Georg Weil von Wismar, als: Flur Nr. ■ Rlftr. 44/i56,g 210 Wiese in der Lichtenau, 4%o 212 Acker, links am Ladenvur- gcr Pfad und Fluthgraben, gibt 1 fl. 11% fr-, 46/ 67 Acker daselbst, gibt 13 '/4 fr., 4%s 155 Acker daselbst, gibt 29 % kr., unter den alsoann bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 22. Deccmber 1866. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. _______________Ebel.___________ Holzversteigerung im Gießener Stadlwalde. 81) Montag den 14. d. Mts., des Bormittags von 9 Uhr an, sollen im Gießener Stadtwaldc, Districten Faulerboden und Oberwald, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: 449 Eichen - Stämme mit 12390 Cubikf., 4 Buchen- „ „ 243 „ 9 Hainbuchen-Stämme mit 68 „ 2 Eichen-Stangen ,, 9 „ Die Zusammenkunft ist am Lumpenrnanns- brunnen. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. Juni d. I. gestattet. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien bet umliegenden Orte werden ersucht, dies in den dortigen Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, den 8. Januar 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Bogt. “ Main - Weser - Bahn. 103) Zur Uniformirung der Wärter und Portiers soll die Lieferung von 81 Hosen, 88 Mützen, 48 Röcken und 8 Pa- letots, veranschlagt zu 1478 fl. 35 fr., auf dem Submissionswege vergeben werden. Die Lieferungsbedingungen können auf dem Bnreau des Großherzoglichen Maschinenmeisters dahier eingesehen werden und sind die Gebote bis längstens 22. d. Mts., Nachmittags 3 Uhr, versiegelt und mit der Ausschrift „Uniformirung betreffend", einzureichen. Gießen, den 9. Januar 1867. Großherzogliche Magazins - Commission. E i ck e in e y e r. __ Vergebung der Fuhren und Tag- löhnerarbeitcn bei der Stadt Gießen. 79) Montag den 14. Januar 1867, des Vormittags 9 Uhr, sollen obige Leistungen auf dem Rathhause dahier an den Wenigstfotdernden vergeben werden. Gießen, den 8. Januar 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. 68) Dienstag den 15. Januar 1867, Vormittags 10 Uhr, werden 5 (Str. frische Butter zur Lieferung dahier versteigert; 2 (Str. sind alsbald und 3 (Str. Ende März zu liefern. Marienschloß, den 7. Januar 1867. Großherzogliche Landeszuchlhaus-Direetion. Trumpler. Versteigerung von Obst- und Akazienbäumen. 78) Samstag den 12. Januar 1867, des Nachmittags 2 Uhr, sollen die auf Dem angekauften Theile des Stallmeister Gebharo'schen Gartens befindlichen Obst- und Akazienbäume an den Meistbietenden an Ort und Stelle versteigert werden. Gießen, den 8. Januar 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ________Vogt.____________ Holzversteigerung im Villingec Gemeindewalde. 95) Mittwoch den 16. Januar 1867 sollen in dem Villing r Gemeindewalde, Distriet BuchwalD, versteigert werden: 352 Stämme Nadelholz von 10 bis 85 Fuß Länge und 5 bis 13 Zoll Durchmesser, 8714 Cubikfuß enthaltend, 13 Stecken Nadel-Prügelholz, 18 „ „ Stockholz, 52 „ „ Astreiser. Der Anfang ist des Morgens 10 Uhr am Fußpfad nach Hungen. Villingen, den 8. Januar 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Villingen. Zimmer. Holzversteigerung im Anneröder Gemeindewalde. 72) Donnerstag den 17. Januar 1867, von Morgens 9 Uhr an, soll in dem Anneröder Gemeindewalde, Distriet Köpft!, an der Grünberger Straße, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: 34 Stecken Eichen-Prügelholz, 28 „ „ Stockholz, 958 Wellen „ Reishvlz, 9 Stecken Nadel-Stockholz, 450 Wellen Kiesern-Reisholz, 248 Eichen-Stämme von 6 bis 13 Zoll Dicke und 20 bis 40 Fuß Länge, 3085 Cubikfuß enthaltens, 104 Fichten- und Kiefern-Stämme mit 2047 Cubikfuß, 66 Eichen- und Fichten - Stangen mit 214 Cubikfuß, Die Zusammenkunft ist im Altenfeld beim Holzschlag. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis den 1. Juli 1867 ge- stattet. Annerod, am 6. Januar 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Annerod. Seipp. 94) Montag den 4. Februar L Z., Morgens 9 Uhr anfangend/ läßt der Unterzeichnete, wegen Abzug, in nachstehender Reihenfolge versteigern: 8 Oeeonomiepferbe, meist 6- und 8- jährig, 1 Reitpferd, 5jährig, 14 Zugochsen, meist 4jährig, 1 Zuchtbullen, 3jährig, Berner Raee, 16 Kühe, meist Berner Rare, 5 davon mit Kälber, 12 Rinder, Berner und reine Vogelsberger Rare, 9 Stiere, derselben Race, 3 fette und 7 Läufer-Schweine, 160 Vogelsberger Hämmel, 4breitig; sodann sämmtliche Oeeonomiegeräthe, als: Brennapparat, 10 Wagen, Pflüge, Eggen, Pferde- und Ochsengeschirre, Ketten u. s. w. Hof Wäldershausen bei Homberg a. d. Ohm, den 6. Januar 1867. Friedrich Schlabach. 44) Wir wollen unsere Hofraikhe am Neuenweg und unfern Garten hinter den Eichen Montag den 14. Januar, Nachmittags 2 Uhr, öffentlich meistbietend versteigern. Etwaige Kaufliebhaber wollen sich um Auskunft an Herrn Hofgerichtsadvokaten Batst wenden. Gießen, den 3. Januar 1867. Heinrich Lehrmund. Karl Lehrmund. tfeUgeßotenes. 110) Feine Wachsperlen, Ball-Bouguets, Rosenknospen, einzelne Blumen und Blätter, Ballkränze von 36 kr. bis 2 fl.; auch können gebrauchte Kränze zu billigem Preise wieder neu aufgebunden werden. Georg Röder, am Kreuz. 88) Kreppel täglich frisch bei F. Zülch, am Seltersweg. 42) Mein wohlaffortirtes Filzschuhlager erlaube mir, zu herab- gesetzten Preisen in einvfehlende Erinnerung zu bringen. P. Herbert. 1302) Bicker Wasserkalk und reinsten Fettkalk habe ich stets frisch gebrannt zu billigsten Preisen vorräthig. Ziegelhütte bei Herborn- Th. Wurmbach. |s Neuer Beweis I für die sichere und schnelle Wirksamkeit z des weißen Kräuter-Brust-Syrups | des Herrn P. W. Bockius in Otterberg. | Hierdurch bezeuge ich im Jnte-esse | von Brustleidenden, daß ich Jahre lang I an einem trocknen Husten mit theilwei- | fern Blutspeien litt und dieses liebe! | durch Anwendung des Kruuler-Brust- Syrups des Herrn F. W. Bockius | in Otterberg gänzlich beseitigt habe. — | Hierbei bemerke ich noch, daß ich vor- ä her verschiedene ärztlicke Hilft in An- | spruch nahm, die jedoch nie was fruch- | tete. Neuberg, 2. Februar 1865. Iac. Kurz, Förster. | Niederlagen dieses weltberühmten g Kräuter-Brust-Syrups b.finden sich : I in Gießen bei Ernst Hermes, H „ Grünberg bei Geometer Ritter Witlwe, g „ Lich bei F. L. Förster, y „ Butzbach bei A. Gimbel, ■ „ Wetzlar bei Wittwe Jung. C 9 al»; 0Netf' r 1867 8 'b- >5**^ en hinter ben ^dtiuiY Uhr, «igetn. ^llen U u ^nchtsabvok^en 1867. Mtmunb. iimitnb. ’nes. •' dall-BouquetS, "itn unb «Blätter, 2 1 auch tbn- 1 lnlliM Preise »erben. rg Röder, im Kreuz. Ti m Seltersweg. Micks Filj- mir, zu herab, ^fehlende Er- Herber!. asserlalk und abi ich sirts frisch eisen vmWg. o- Wurmbacb. nvtis ,eve SEirfinmMt Imst-' Shlllbs us in Otterberg, h im Inte, esse ! ich Jahre lang :n mit theilwei- nt dieses liebel Äiiilter-'Brllst- r A. BockutS beseitigt habe. — cb, daß ich w fce Hilst m ” * nie was ftB' bruar ^’3„ tut;, Hw‘ 7eltberügw i h,finden «• •I’ H'L ll>k, Förster, Gimber, Hirne 127) 4 Pfund gemischtes Weißbrod.....18 fr. 4 , Kornbrod . . . 16 u bei sämmtlichen Bäckern mit Ausnahme des Heinrich Plank. ich zur 6; Fleischhack-Maschinen in 5 Dimensionen, Eiweistfchlag-Maschinen in 4 Dimensionen, neu construirte Kaffeemühlen in 3 Dimensionen, Wnrstsnll-Maschinen, Mefferputzmaschinen und Aepfelschäl-Maschinen aufgestellt habe. Diese Maschinen, nach den neuesten Systemen gebaut, sind neben großer Leistungsfähigkeit so billig, daß jede Familie Vie eine oder die andere anzuschaffen im Stanke ist. Besonders mache ich die Herren Metzger auf die Fleischhack- und Wurstfüll - M rschinen unv die Herren Conditor und Hotel- besitzer auf die Eiweißschlag- unv Aepfelschäl-Maschinen aufmerksam. Die Maschinen können jederzeit Proben unterworfen werden. Georg Renzel. 7- Haushaltungs-Maschinen. D 123) Ich erlaube mir hierdurch die ergebene Anzeige zu machen, daß ich zur Ansicht: 50) Gestrickte, wollene Jacken sind noch fortwährend in verschiedenen Größen zum Preis von 2 fl. 9 fr. bis 2 st. 30 fr. zu verfaufen bet Theodor Küchler, im Löwen. Per Vi Fl. 20 Sgr., per Vz Fl- 10 Sgr. | Eau de Cologne plailoeome (Kölnisches Haarwasscr), bet u. d. R. Morus' haarstärkondeS Mittel, bat u. a. auch die Wirkung, daß es die so lästigen Schuppen oder Schinnen in drei Tagen vollständig beseitigt. Köln a. Rhein. A. Morus Si Comp, Hoflieferanten Sr. Königl. Hoheit des Fürsten zu Hodenzollern-Sigmaringen. Aecht zu haben in Gießen bei der Exped. dieses Blattes, in Wetzlar bei Wilhelm Brauneck. Per t/t Fl. 20 Sgr., per y2 Fl. 10 Sgr. 85) Den Herren Oekonomen zur Nachricht, daß Aufträge für die 1867r. Erndte auf Heuwende - Maschinen, Gras- und Getreide-Mäh-Maschinen, Kartoffelausheb- und Säe-Maschinen bis spätestens Enve April eingereicht werven muffen. Zur Erkunvigung auf die Leistungsfähigkeit meiner voriges Jahr gelieferten land- wirthschastlichen Maschinen werde ich auf Se,langen Adressen mittheilen. Sämmtliche Maschinen werden unter Garantie preiswürdig abgegeben. Georg Renzel. Bor Fälschungen wird gewarnt Kais und Brustloidcn Mit königl. kais. Ministertal-Approbation l Per Paun c i -i js OtoUiomksrbt Arnsl Ilion bims?- 3979) Lindern sofort alle eatarrhalischen Hals- und Brust - Affectionen, als: Verschleimung, Heiserkeit, Husten u. s. w. Die unter Mitwirkung berühmter ärztlicher Capaeitäten wohlgelungene Vereinigung von Säften der zweckmäßigsten Kräuter und Wurzeln haben den Stollwerck'schen Brust-Bonbons einen Weltruf erworben. — Niederlagen befinden sich, 14 fr. pr. Paquet, in Giessen bei C. W. Dietz und bei Louis Frobnhäuser; sowie in Berstadt bei Chr. Eichelmann Sohn; in Butzbach bei Val. Wießler; in Friedberg bei I. A. Windecker; in Hungen bei A. Buch ; in Fiel» bei H. C. Bingmann. 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Andere Gemüse, als: neue Bohnen, Zuckererbsen, Gurken, Kartoffeln, Spargeln rc. lassen wir, wenn solche einige Tage vorher bestellt werden, beipacken. I. A. Busck Söhne. 3*7) Ein Garten, 1. Klaffe Land, vor dem Wallthor in der Baulinie gelegen, ist aus freier Hand zu verfaufen. Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts. 31) Ein Wohnhaus, in schöner Lage der Stadt, ist zu verkaufen. Näheres bei der Erped. d. Bltts. Pfarr- Konferenz in Gemeinschaft mit den Geistlichen des Dekanats Groszen - Linden Mittwoch den 16. Januar, Vormittags 10 Ubr. ’ Lanvmann, Dekan. 129) Mrickle Mossemaaren, als: Seelenwärmer, Kragen, Fichus, Jacken, Röckchen, Capuzen, Aermel, Pulswärmer, Echarpes, Manchetten, Cachnez, Handschuhe für Damen, Herren und Kinder, sowie 30 Wintermäntel und Paletots, um damit zu räumen, empfehle ,ch ^zu bedeutend ermäßigten Preisen. _____________________________M. Heß, am Lmdenplatz. H 132) Bonbons. | Einem hiesigen, sowie auswärtigen Publikum die ergebene Anzeige, daß in meinem Geschäfte Rettig-Bonbons, Lakritzen-Bonbons, Baierlsche Malz- ZZ stangen, Drops, Fische, Himbeeren, Malz-Banbons, sowie e.ngewtckelte D Bonbons mit und ohne Devisen, stets frisch und trocken zu haben sind, und a sichere Wiederverkäufern einen annehmbaren Rabatt. j». ' Robert Sattler, eP Conditorei und Bonbonsfabrik, |p- Neuenweg SX 133) Häckselschneid- und Grünmalzquetsch-Maschlnen, «chrol- müblen für Brennereien und Brauereien, Dtckwurz- und Kartoffel- u,üblen verschiedener Construetion, sowie Heugabeln, Schautet« und Berte von ächtem englischen Gußstahl, Schraubenhämmer 'N 4 Dimensionen, empfiehlt unter Garantie zu billigen Preisen___________________________Georg Renzel. Ein nützliches Buch. 134) Bei G. G. Lange in Darmstadt ist soeben erschienen und in der F e r- ber'schen Univ.-Buchhandlung in Gießen zu haben: Supp, Gemüs und Fleisch. Ein Kochbuch für bürgerliche Haushaltungen, oder leicht verständliche Anweisung alle Arten von Speisen und Backwerk billig und gut zuzubereiten. — Nebst einem Anhang vom Einmachen der Früchte. 14te unveränderte Auslage, mit 1 Stahlstich. 8°. geh. 54 fr. Dasselbe fein geb. in englische Leinwand 1 fl. 12 fr. Der Verkauf von 66,000 Exemplaren feit kurzer Zeit ist wohl der beste Beweis seiner anerkannten Brauchbarkeit. 14) Soeben beginnt oder vielmehr hat schon begonnen: Des Lahrcr hinkenden Dolen Jllnstrirte Dorfzeitrmg Jahrgang 1867. Monatlich in Heften von 4—5 Bogen zu dem billigen Preise von 3% Sgr. — 12 fr. Die Dorfzeitung fann zu gleichem Preise auch in Wochennummern bezogen werden. Alle Abnehmer erhallen eine Prämie in Farbendruck. Bestellungen auf dieses so beliebte Journal nehmen an: Will). Klee, Mäusburg, sowie alle hiesigen Buchhandlungen. 4401) Das seither von Herrn Dr. 8B i t t- mann bewohnte Logis ist zu vermicthen und sogleich beziehbar. Flick & Kröll. 121) Ein Familienlogis ist zu vermie- then bei G- Richter, Wolkengasse. 46) Ein freundliches Familienlogis sogleich beziehbar bei Gg- Burckhardt. 32) Der zweite Stock meines Hauses, mit der Aussicht auf die neue Anlage, ist zu vermietheu und am 1. April, auf Verlangen auch früher, zu beziehen. A. K. Worms, Seltersweg Lit. C. Nr. 184. 28) Ein möblirteS Zimmer ist zu ver- miethen und sogleich beziehbar bei Fried r. Emil LooS. 4459) Zu vermietheu: Im vormals Mohl'schen Garten die mittlere Etage. Auskunft ertheilt Herr Elias Meyer. 3990) Das von Herrn Hofger.-Advoeat Frank seither bewohnte Logis in meinem Hause, aus 4 schönen Zimmern, Küche re. bestehend, ist zu vermiethen und von Mitte Februar 1867 ab zu beziehen. W- Ferber, Buchhändler. ITermifcfjte Anzeigen. 115) Chaisen- und sonstige Fahrten werden billigst besorgt durch H. M- Jughardt, Lit. D. Nr. 219. 126) Ein guter Schuhmachergesell rann in Arbeit treten bei Th. Schneider. 113) Mein Comptoir befindet sich von jetzt an am Lindenplatz, im Roloff'- schen Hause, Parterre. „ , , _. „ Bei dieser Gelegenheit bringe ich einem geehrten Publikum meine ergebenen Dienste im An- und Verkauf von Staatspapieren, wechseln und Geldsorten, in empfehlende (Erinnerung, unter Zusicherung reellster Bedienung; ferner können Besitzer von Loosen nur teren Serien und Nummern aufgeben, und werden solche bei allen stattfindenden Ziehungen von mir unentgeltlich nachgesehen. . v y _______Marcus Heinrich Budge. (Eingesandt.) . Ium Koncerte des Kenn Wustkdirectors M Ire t ck le r. 119) Es wird schon die bloße Ankündigung, dieses Concertes, schon das Wort „Schöpfung" genügen, um das Jnteiesse aller Musikfreunde auf's Höchste in Anspruch zu nehmen. Einsender will jedoch nicht unterlassen, noch ganz besonders darauf hinzuweiscn, daß der Herr Cyncertgeber keine Bemühungen und Opfer gescheut hat, die Soli s in so ausgezeichneter Weise zu besetzen, wie dies nur auf größeren Musikfesten der Fall zu sein pstegt. Die Sopranpartei wird kaum der Individualität irgend einer Sängerin mehr entsprechen, als derjenigen der Hofsängerin Frau _$> esch k a-Leu tner, deren alockenreine sympathische Stimme im Vereine mit tiefem Verständnisse und brillanter Colo- ratur überall die größten Erfolge erzielt. Den Bassisten Herrn Hill haben wir bereits hinlänglich als einen-Meister des Oratoriengesanges kennen gelernt. Tenorpartie wurde neuerdings von Herrn Rnff aus Cöln übernommen, welcher lugendl,ehe Sanger in kurzer Zeit ein Liebling des Publikums in den rheinischen Städten geworden ist. Die Chöre sind, wie die neuliche Probe gezeigt hat, vortrefflich einstudirt, ^d das Orchester erhält durch Zuziehung auswarttger Musiker aus den verschiedensten Städten eine namhafte Verstärkung, so daß wir in jeder Richtung Vorzügliches erwarten tonnen. 122) Ein oder auch zwei ineinander- gehende möblirte Zimmer sind sogleich be- ziehbar Lit. B. Nr. 60. VeiniietrjungeiL 104) Das seither von Herrn Pfarrer Dauth bewohnte Logis ist anderweit zu vermiethen und im April beziehbar. L. Keil, Neuenbäuen. 4504) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei Heinrich Eiff Wittwe. W W g) G O G G G GG G G G O O O G O V M M M M © 114) Einem hiesigen wie auswärtigen K'blikum mache ich die ergebenste Anreiae daß ich das „Gasthaus zur Rose", vormals Bramm sche Wirkhschaft, käuflich übernommen habe und in demselben Wirthschaft fortbetreibe. Ich werde bemüht sein, für gute Speisen und Getränke, sowie für reelle Be- dienung zu sorgen und bitte deßhalb um geneigten Zuspruch- As Gießen, den 9. Januar 1867. He-nr'ck) Schnell. jbeti: SS"?““* tut J)Etj Mer.^S0C9t 0816 *n meinem Nchk 1C W »on Ritte hen. ^uMäntler. Ipril c- ist L.'* «er- L!^M84 äkigkil. fonftige galten ch 3ug^orbt, D. U 219. machnzesell mtin Schneider, toüj Ge-stlichen des i Mittwoch den 10 Udr. nann, Dekm. im Roloff'- ergebenen Dienste t empschlmde Er« r von Loosen mit stattstndenden Zie- i Budge. .Uiäl-l. I schon ras Wort Hit in Anspruch zu arouf hinzuweiscn, at, die Soli's in (feilen der N i« v einer Sängerin .Leutuet, deren nt hristanter Colo- haben mrbmsts Die Tenorpartie j tröattenj^i SfSV® die Wtbt* $ Bro"""f O ast st'^ ' K für r--lle -ob schnell. 4539) CONCERT des akademischen Musikdirectors W. Mi ekler. Dienstag den 15. Januar 1867 in der Stadtkirche: Die Schöpfung, Oratorium für Solostimmen, Chor und grosses Orchester componirt von •Joseph Jlaydn unter gefälliger Mitwirkung des Akademischen Gesangvereins. Die Soli werden vorgetragen von Frau Minna Peschka-Leu t n er, Hofsängerin aus Darmstadt, und der Herren August Ruff aus Cöln und Carl Hill aus Frankfurt. Das Orchester wird durch Hinzuziehung auswärtiger Kräfte verstärkt. Anfang 5 Uhr. Ende halb 8 Uhr. Eintrittskarten für einen Platz (nummerirt) im unteren Raum der Kirche oder auf der ersten Gallerie 1 11. — kr. für die obere Gallerie . , ” 36 ” sowie Texte des Oratoriums ä 3 kr., sind in den Buchhandlungen der Herren Ricker und Ferber, dem Haupt-Eingange der Kirche gegenüber , zu haben. ( Die Kirche ist geheizt.) W« MicMer» 17) Die S c h ft pffun im Clavierauszuge mit Text, vorrälhig hei _ __ H- Rudolph---- ObcrhcUchc Gesellschaft für RMr- und Heilkunde. 75) Generalversammlung Samstag den 12. Januar, Abends 6 Uhr, in -er kleinen Mnla Tagesordnung: Nechnungsablage, Bearnlemvahl, Lorlrag. Nach der Sitzung gemeinsames Abendessen im Rappen. WirthlchMs-Eröffnmlg. 86) Einem geehrten hiesigen, wie auswärtigen Publikum zur Nachricht, daß ich in dem neuerbauten Größer'fchen Hause an der Chaussee nach Klein-Linden eine Wirthschaft unter den Firma: „3um Chuusseehuus" eröffnet habe. Indem für gute Speisen und Getränke stets bestens gesorgt ist, bittet um geneigten Zuspruch Gießen, den 8. Januar 1867. Adolph Bramm. Berlinische Lebens-Versicherungs-Geselllchast. 111) Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß die Dividende pro 1862 für die mit Anspruch auf Gewinn-Antheil abgeschloffenen Versicherungen, welche jenem oder einem der früheren Jabre angehören, flttf IT1/? Procent der für das Jahr 1862 gezahlten Prämie festgestellt ist und statutenmäßig bei den Prämienzahlungen im Jahre 1867 in Abzug kommen wird. Berlin, den 28. Dccember 1866. Direction der Berlinischen Lebens Versicherung-Gesellschaft. G. Baudouin, Brose, v. Bülow, v. Magnus, Director. Director. Director. Buye, General-Agent. in Grünberg. Für Schreiner! 98) Drei Kirschbaum-Stämme, circa 100 Cubikfuß enthaltend, sind zu verkaufen bei Georg Kaspar Jockel, 109) Herr Moritz Mendelsohn, Handlungscommis aus Lich, welcher zuletzt in Mainz conditionirte, wird hiermit aufgefordert, mir seinen dermaligen Aufenthaltsort anzuzeigen. Frankfurt a. M., den 9. Januar 1867. H. Hellborn. 108) Ich erlaube mir, die ergebene Anzeige zu machen, daß ich das seither von meinem seligen Manne betriebene Weißbin- dergeschäst nunmehr unter Leitung meines ältesten Sohnes fortführcn werde und bitte, das meinem Manne in so hohem Maße geschenkte Zutrauen fernerhin auch mir be- wahren zu wollen. H. Dcmuth Wittwe. „Iduna“ gebens-, 'Denftons- und Leibrenten-Wrstcherungs- Heselllchnst in Kable a. d. S 112) Vorgenannte Gesellschaft steht unter Oberaufsicht des Staats und ist auf G egeuseitigkeit gegründet, so daß alle Ueberschüsse den Versicherten durch die Dividende wieder zufüessen. Die Verficherungsbrcnchen der „Iduna" sind nach 15 Tarifen auf die allerver- schiedcnartigsten Lebensverhältnisse berechnet. Die Gesellschaft schliesst Versicherungen. 1. von Kapitalien, zahlbar beim Tode oder bei Lebzcit des Versicherten: 2. von sofort beginnenden oder aufgeschobenen Leibrenten. 3. von Ueberlebungsvcrsicherungen durch Kapital. 4. von Ueberlcbungsrcnten (Wittwenpcnsion). 5. Aussteuerversicherungcn, bei denen das Kapital nach vollendetem 14., 18., 21. oder 24. Lebensjahre des versicherten Kindes gezahlt wird. Die letzten Versicherungen werden auch mit Rückgewähr der Prämien bei vorzeitigem Tode des Kindes geschloffen. 6. Sterbegelr-Versichcrungen über Summen von 50 bis 100 Thaler, bei denen das versicherte Kapital sofort nach dem Tote oder auch in einem bestimmten Lebensalter gezahlt wird. Bei fortlaufenden Prämienzahlungen können die Prämien in monatlichen, vierteljährlichen, halbjährlichen und jährlichen Terminen gezahlt werden. Die Dirkction : Dr. Herrmann. Dr. Wiegand. Bezugnehmend auf Vorstehendes hält sich zur Ertheilung jedweder näheren Auskunft, Verabreichung von Prvspecten und Annahme von Versicherungen empfohlen Die Agentur Giessen : L. Labroiffe, Hofaer.-Aovokat. Im Lei b scheu Saale. 138) Svnntag ben 13. Januar 1 8 6 7. Großes Nachmittags-Concert der Hietzener Musik-Kapelle. Anfang halb 5 Uhr. Entree für Herren 12 kr, für Damen 9 fr. Familien-Billets, 5 Sluck zusammen für 30 kr., sind bei Herrn-C. Roloff zu haben. Programme an der Kaffe ä 1 kr. Unter Andcrm kommt zur Aufführung: Recitativ und Duett für Horn und Klarinette von Verdi (neu), vorgctragen von den Herren Schwan und Fraund; Concert-Polka von Peplow für obligate Trompete, vvrgetragcn von Herrn Umlauf; wurde im vorigen Jahre mit vielem Beifall ausgenommen; auf Verlangen: Plaudereien aus der musikalischen Welt, grosses Potpourri von Michaelis re. re. Es ist durchaus nicht gestattet, Hunde mitzubringen. ____________________ Die Dnecnoit: Adolph Hecker. 52) Um Jrrthum zu vermeiden bringe ich zur öffentlichen Kcnnt- niß, daß mein Geschäftslocal sich nach wie vor in dem Hause des Hofgerichtsrath Dr. Kraft befindet und daß ich dort täglich von 9 bis 12 Uhr Vormittags und von 2 bis 6 Uhr Nachmittags, sonst aber in meiner Privatwohnnng bei Herrn Verwalter Peppler auf dem Seltersberge zu sprechen bin. Friedrich Kraft, Hofger. - Advokat. Im Promeuadehaus 139) (Sonntag den 13. Januar 1 867, Abend halb 8 Uhr: Concert - M n I i k von den Mitgliedern der Gießener Musik-Capelle. Entree ä Person 9 kr. Für säubern Weg vom Thore ab ist bestens gesorgt.________Th. Lony. 144) Ein schwarzer, junger Neufounv- länder, auf den Namen „Pluto" hörend, hat sich verlausen. Dem Ueberbringcr eine gute Belohnung in der Pulvermühle. 143) Eine brave Frau, oder ein Mädchen gesetzten Alters, wird bei gutem Lohn unv Kost sofort in Lausdienst gesucht. Wo? sagt d. Expcv. d. Bltts. (Hierzu eine Beilage.) Geschäftskärrfe und Verkäufe, Capitalicn - Nachweise und vorlheilhafte Placirungcn werden werden für Abonnenten des (bei Wallcrstein in Dresden erscheinenden) „Jllustrirten Wochenblatts nebst Beiblatt Ter Agent" kostenfrei vermittTt. Abonnements müssen mit 12 Sgr. vierteljährlich sogleich bei. hiesiger Postanstalt oder einer Buchhandlung gemacht werden. (101) guswäM 97) Eine gestickte Brieftasche mit zwei einzelnen Guldenscheinen, sowie einem Schein über 650 fl, ist vor einiger Zeit auf der Schoor nach dem Neuenweger Thor verloren worden. Dem Finder eine gute Be- lohnung. Das Nähere bei der Annvncen- Expebition von C. L. Pietsch II. 142) Ein Hühnerhund (Hündin), grau mit braunen Flecken und braun behangen, ist gestern entlaufen, und ersuche ich een jetzigen Besitzer, den Hund abzuliefcrn an I. Schmidt, Barbier. Arbeilertnldungs-Verein. 137) Montag den 15. Januar, Abends 8 Uhr: Monatliche Hanptversammlnng im Vereinslocale. Tagesordnung: Bericht des Vorstandes , Vortrag über die Kunst in den Gewerben. Der Vorstand. 141) Ansprüche jeder Art an den verstorbenen Grossh- Hofger.-Aovokaten Kaufmann wollen man innerhalb 8 Tagen bei dem Grossh. Hofgcr.-Advokatcn Dr. Rosende r g II. dahier anmelden, ansonsten solche bei der bevorstehenden Nachlassregulirung keine Berücksichtigung finden können. Giessen, den 12. Januar 1867._______ 61) Eine zweitstillende Amme mit den besten Zeugnissen sucht sofort einen Dienst. Näheres bei der Exped. d. B. 99) Bericht 1 bis 6 und 8 der Ober- hessischen Gesellschaft sucht zu kaufen Dr O. Buchner. 146) Für ein Samengeschäft sucht man thätige Agenten. Frankirte Anerbieten unter O. 1<\ 4 befördert die Annoncen- Expedition der Herren Sachse und Comp. in Leipzig. 70) Ein Knecht wird zum sofortigen Eintritt zu miethen gesucht. Guter Lohn. Von wem? sagt die Exped. d. BlttS. 140) Ein weisserHühnerhund, gelb geliegert und gelb behangen, mit einem großen gelben Flecken in der Seite, ist dem Eigen- thümer seit etwa 3 Wochen entkommen. Wer zu dessen Wibererlangung verhilft, erhält eine Belohnung von 2 pr. Thlr. Nachrichten über solchen bittet man der Red. d. Bltts. zukommen zu lassen. Gesucht wird eine Familienwohnung von 3 — 4 Zimmern in oder in ter Nähe der Wall- thorstraße. Arresten beliebe man bei der Expev. d. Bltts. abzugebcn. (145) 105) Viehes 1. Quarr" gemäß $ Mclaumu wth äer' Reisende, iter, Deco1 Mögen nic siger M shei Wal Agent" n Stellen st (fryttitio Beifügung antwort. Abu scheu, wr Me ans Arbeiter, sale erles wachen l und liini lung, ohi mb, srw Etüirn ihrer lle gelangei D wenoen die Aebe gewesen, nmatlirl und er - wollte, i solche A! N er s De, hat keine wirklich i Wie Cs Rouge, s l'chen T, ittlnnist '«allen । Jen hsj, W£)tl 11 den i toinnte: ßtlt ;el Ä, "eiter ti ^ehnnti l»h die Tarife Let Aqem. scheid L'°'"»L $ 9Cn,fl^ h)et= ’Motoiel^W einiget 9e; ®d,ei” 2^ Th°?^! |'?!r>n«n. d^'etfd; ii. 0 °k»un be^uoen “nt e^uche id;9;- )u^ ^liefern ün Schmidt, barbier. ~ ^Rs-Vmin. 1 ^n 15. Sunuar, PtvechMma tiloctllt. ! Bericht des Bor- lfr tie Knust in dm Der Vorstand. itct Art an den der. er.-Atdvkaten Kauf, merhalb 8 Tagen bei MietenDr. Rosem Iden, ansonsten sotchi n Nachla^egutirunj finden tonnen, anuar 1867. M Ater W gjj. d.BM Killende Amme ssen sucht sofort einen ter Wed. d. 18. ! 6 und 8 der Ober- sucht zu taufen Dr O. Buchner.^ &untn<}tfd)N itige Agenten, ircten unter t. die Annoncen Herren Sachsa ieiWg. ! if W M' 5&1 -n§7 erlangung $Ir. äenCti-2an ttr lld)t g_4 ohnunS 7 $afl- rer belieb- m«» j45) jebtn- Beilage zu Nr. 4 des Anzeigeblattes. Wirtlffchafls - Eröffnung. 66) Hiermit die ergebene Anzeige, daß ich von heute an eine Wirth- fchaft dahier eröffnet habe, und halte mich einem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum zu geneigtem Besuch bestens empfohlen. Wieseck, den 31. December 1866. Gerhard Schneider 105) Die Taren des versicherten Viehes sind von dem Vorstand für das 1. Quartal festgestellt und liegen statutengemäß 8 Tage, innerhalb welcher Frist Reelamationen dagegen gemacht werden können, bei dem Unterzeichneten offen. Der Präsident: W o r t m a n n. Commis, Reisende, Korrespondenten, Förster, Gärtner, Oeeonomen und sonstige Stellensuchende mögen nicht versäumen, rechtzeitig bet hiesiger Post oder einer Buchhandlung auf das (bei Wallerstein in Dresden erscheinende) „Jllustrirte Wochenblatt nebst Beiblatt Der Agent" mit 12 Sgr. /.jährlich zu abonniren. Stellensuchende Abonnenten erhalten von der Expedition stets kostenfreie Auskunft gegen Beifügung einer Pvftmarke für srankirte Rückantwort. (100) Die Kleinkinderschule haben weiter beschenkt : 26) Herr Lehrer Jung, 27) Professor Dr. Köllner, 28) „ Dr. Weber L, 29) „ Georg Reiber, 30j „ Kaufmann Echternach. A u s z u l e i h e n. 96) 200 ff. liegen zum Ausleihen bereit. Näheres bei der Exhed. d. Bltts. f rifdjöäcftei- zu Hießen. Sonntag den 13. Januar. Heinrch Plank in der Neustadt. Wilhelm Löber au der Brandgafse. August Noll auf der Mäusburg. Kirchliche Anzeigen. Evangelische Gemeinde zu Hießen. Gottesdienst. Am 13. Januar. Morgens: Pfarrer Dr. Seel. Nachmittags: Pfarrer Landmann. Getaufte. Den 3. Januar. Dem Bürger und Schreinermeister, Andreas Bärrn, ein Sohn, Alerander Wilhelm, geboren den 22. December. Den 6. Januar. D m Bürger und Schriftsetzer, Theodor Loos, ein Sohn, Emil Eckhard, geboren den 11. December. Denselben. Dem Großherzoglichen Reallehrer, Dr. Theodor Ludwig Taschs, eine Tochter, Antonie Georgine, geboren den 26. November. Beerdigte. Den 3. Januar. Johann Georg Philipp Han- stein, des Bürgers zu Friedberg und Postbediensteten dahier, Franz Haustein, ehelicher Sohn, alt 3 M. 12 T., gestorben den 2. Januar. Den 4. Januar. Wilhelm Karl Martin Albert Henkel, Schuhmacher, des verstorbenen Bürgers und Schuhmachermeisters, Georg Henkel, ehelicher Sohn, alt 26 I. 5 M. 5 T., gestorben den 2. Januar. Denselben. Luise Wilhelmine Emma Lieblich, des Bürgers und Mechanikus, Christian Lieblich, eheliche Tochter, alt 3 I. 9 M., gestorben den Januar. Den 6. Januar. Der Bürger uild Weißbindermeister, Johannes Peter Heinrich Demuth, alt 53 I. 11 M. 27 T., gestorben den 4. Januar. Den 8. Januar. Johannes Philipp Krguter, Bürger und Maurer, alt 66 I. 10 M. 23 T., gestorben den 6. Januar. Den 10. Januar. Johannes Junker aus Beuern, alt 40 I., gestorben den 8 Januar. Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Pfarrer Dr. Seel. Deutsche Zieger. (Schluß.) Aber sobald die Hitze eintrat, die es hier unten dem Deutschen, namentlich jedem Ankömmlinge, unmöglich macht, auf freiem Felde anstrengend zu arbeiten, da trat das Elend ein, und die Arbeiter, die sonst mit Lust und Liebe vorangingen, sollten Schicksale erleben, wovon im Norden Niemand /ich eine Vorstellung machen kann. Das Fieber warf fast Alle nieder, Väter, Mütter und Kinder. Fern von allen Verbindungen, unter roher Behandlung, ohne Aerzte und nur von Schweinefleisch und Mehl existi- rend, suchten diese Hülflosen nun ihr Heil in den nächstliegenden Städten am Missisippi, um von dort entweder durch die Hülfe ihrer Landsleute nach dem Norden oder nach New-Orleans zu gelangen, oder sonstige Arbeit zu finden. Die Pflanzer widersetzen sich fast stets dem Fortgehen und wenden Alles auf, nur nicht Güte und gute Behandlung, um die Arbeiter zu halten. An Bezahlung ist gar nicht zu denken gewesen. Nachdem der Deutsche nach vielleicht sechs- bis sieben- monatlichem Schaffen sah, daß ein gewisser Tod ihm bevorstehe, unC er — vom Fieber gerüttelt — hin zu seinen Landsleuten wollte, wurde ihm sein Lohn verweigert oder es wurden ihm solche Abzüge gemacht für regnerische Tage und sonstige Sachen, daß er fast nie einen Pfennig erhielt. Der Schreiber dieser Zeilen wünscht nicht zu übertreiben, hat keinen Grund, die Sachen schwärzer darzustellen, als sie wirklich sind, und hat nur das Wohl seiner Landsleute im Auge. Wie Skelete kamen diese Menschen nach New-Orleans, Baton Rouge, Vicksburg und Memphis, welche Plätze sie unter fürchterlichen Strapazen zu Fuße erreichen mußten. Ausgehungert und zerlumpt lagen sie am Fluß, bleich wie der Tod und das Fieber in allen Gliedern. An manchen Plätzen benahmen sich die Deutschen hülfreich und suchten diese Armen nach St. Louis oder New-Orleans zu spediren; Viele aber ereilte der Tod entweder in den Spitälern oder in den sumpfigen Gegenden, ehe sie die genannten Plätze erreichten. Wer diesen Sommer in einem dieser Orte gelebt hat, wird meinen Worten Glauben schenken. Man lasse die Pflanzer erst einsehen, daß der deutsche Arbeiter ein anderes Leben gewohnt ist, als der Neger, daß gute Behandlung nothwendig ist, um ihn zu fesseln, und daß namentlich die Geringschätzung, womit der Pflanzer auf den Arbeiter sieht, die Deutschen stets abhalten wird, für ihn zu arbeiten. Allerdings findet man ehrenvolle Ausnahmen, jedoch sehr selten. So wie die Sachen jetzt stehen, rufe ich allen Landsleuten zu : Haltet Euch von den Agenten fern, die Euch für die Staaten Nord- und Süd-Carolina, Florida, Georgia, Alabama, Missisippi, Arkansas, Louisiana anwerben wollen. Mag es Euch in Europa oder im Norden schlecht gehen — haltet aus, es kommt wohl noch besser; jedoch nirgends könnt Ihr so fürchterlichen Leiden ausgesetzt sein, wie Ihr sie in den genannten Staaten auszustehen haben werdet. Seht mit Verachtung aus die ausgesandten Agenten. Die arbeiten nur für Geld! — Glaubt Ihr mir nicht und folgt doch, trotz "meinem wohlgemeinten Warnungsrufe, den Verlockungen dieser Leute, so werden Euch die ersten Wochen in Eurer neuen Heimath überzeugen, wie Recht ich gehabt habe." Die Redaction des New-Uorker Blattes bemerkt zu diesem Artikel : „Den in dieser Nummer veröffentlichten Bries aus New- Orleans empfehlen wir der aufmerksamen Beachtung diesseits sowohl wie jenseits des Oceans. Der von uns in Betreff der Anwerbung für den Süden feit der Beendigung des Krieges eingenommene Standpunkt wird durch den Inhalt dieses Schreibens auf wahrhaft tragische Weise bestätigt. Mißhandlung, Betrug, Elend aller Art, ein SclavenlovS in vollster Bedeutung des Wortes, und in sehr vielen Fällen der Hungertod — solches ist das Loos Derer, welche in das Netz der südlichen Seelenfänger gehen. „Deutsche Neger" — das ist der bezeichnende Ehrentitel, welchen die deutschen Arbeiter bei den Plantagenbesitzern und ihren Helfershelfern führen, und dadurch ist zugleich ihre Behandlung angedeutet. Ja, der „deutsche Neger" hat es noch schlechter, als der Schwarze es einst hatte, da dieser Eigenthum war und die Con- servirung seines Lebens im Interesse des Besitzers lag, während man weiß, daß der Deutsche doch nicht lange aushält, und man also in der kurzen Zeit so viel Nutzen wie möglich aus ihm herauszupressen sucht. Wir soidcrn die deutsche Presse in der Heimath auf, dieser Sache eine sorgfältigere Beachtung zu schenken, als bisher geschehen ist; es scheint uns Vies eine heilige Pflicht zu sein. Im Staate Houston (Texas) ist jetzt ein Gesetzentwurf ein- gebracht und wahrscheinlich schon zum Beschluß erhoben, dessen Tendenz und Inhalt es für jeden Arbeiter zu einer Handlung verbrecherischer Tollheit machen, nach Texas zu gehen. Es wird darin bestimmt, daß jeder gewöhnliche Arbeiter und jede gewöhnliche Arbeiterin dort verpflichtet ist, einen Contract auf mindestens ein Jahr abzuschließen, d. h. sich für die Dauer dieser Zeit zu verdingen und auf die pe-sönliche Freiheit zu verzichten. Das muß in jedem Jahre vor dem 10. Januar geschehen; nach diesem Tage hört für den Arbeiter die Garantirung des ihm Ver- prochenen durch das Gesetz auf. Das Tragen von Waffen, ein Recht jedes amerikanischen Burgers, ist dem „gewöhnlichen Arbeiter" untersagt. Strafe ist auf die Verleitung eines Arbeiters rum Contractbruch und auf die Beherbergung eines Solchen gesetzt der sich ohne Erlaubniß von seinem ,,H-rrn' entfernt hat. Endlich werden Alle, welche nach dem 10. Januar keine Arbeit haben, als Vagabunden betrachtet und gezwungen, dem Staate uncniciclbltd) in Dienen. „ Es wird behauptet, daß dies infame Gesetz nur für Neger bestimmt sei; aber aus dem Wortlaut desselben geht dies nicht hervor, und nichts kann seine Anwendung auch auf Weiße hindern Die Arbeiter werden dadurch zu einer Paria-Classe herabgewürdigt und buchstäblich zur Leibeigenschaft verdammt. Und selbst die etwaigen vorthcilhaften Seiten des Systems sind für Ln Arbeiter illusorisch, denn die Erfahrung lehrt, daß es dem- selben im Süden an allen Mitteln fehlt, seine Ansprüche gegen die Treulosigkeit des Arbeitgebers durchzuführen. Den 'N New-Iork wohnenden Skandinaviern gebührt alle Anerkennung dafür, daß sie auf die Kunde von der Anwerbung von mehreren Hunderten ihrer Landsleute auf Rechnung südlicher Pflanzer sofort die nöthigen Schritte ergriffen, um dieselben bei ihrer Ankunft zu warnen, von dem Abhäng'gkeitsverhaltmsse, in welches sie sich begeben, ohne über die Sachlage unterrichtet zu sein zu befreien und ihnen ein anderweitiges Unterkommen zu schaffen. Ihre Bemühungen sind erfolgreich gewesen, und damit ist größerem Unglück vorgebeugt worden. Was den wenigen Skandinaviern gelang, Ware von den vielen Deutschen viel besser, zu bewerkstelligen. Dennoch werden fortwährend ganze Schiffsladungen solcher Arbeiter von New- Aork nach dem Süden befördert, welche dort alsdann das trau- Zigste Loos finden. Ein Verein, der sich zur Verhinderung dieses Unfugs bildete, würde unendlich viel Nutzen stiften. Am wirksamsten aber würbe dem Treiben durch eine gesetzliche Bestimmung gesteuert, welche jeden in Europa abgeschlossenen Arbeitsvertrag für in Amerika nicht bindend erklärte. Es kann in dieser Beziehung nicht genug, geschweige denn zu viel, geschehen. Der Sache wäre aber an und für sich schon die Spitze abgebrochen, wenn die Betreffenden wüßten, daß hier aller Orten Ueberwachungs- Commissionen existiren, welche bereit sind, ihnen den Menschenraub wieder abzujagen." . , , Ein gleichzeitig von dort uns zugegangener Brief bemerkt . Es ist bekannt, aber man muß einmal selber gesehen haben, wre die armen Ankömmlinge, wenn sie kaum in Newyork eingetreten sind von Bummlern und Gaunern jeder Art mit Freude begrüßt und in Empfang genommen werden. Eine persönliche Warnung ist theils unmöglich, theils wird sie auch gar nicht beachtet, weil die Neuangekommenen in einem feingekleideten Herrn meistens den seinen Betrüger vermuthen, deren es allerdings hier sehr viele «ibt Nicht viel würden daher auch die Bemühungen Einzelner wirken, wenn sie dem geschulten Raffinement der Werber für Südamerika entgegentreten wollten. Als Deutsche kennen dieselben ihre Opfer, wissen ihr Vertrauen zu gewinnen und sie zu umstricken, ehe sie zur Besinnung kommen. Auch das neuerdings in Amerika zum Schutze der Einwanderer erlassene Gesetz dürfte auf diese Art von.Agitation keinen nachhaltig hindernden Einfluß üben. Der Presse und den Behörden, so wie den mannigfachen Vereinen im Vaterlande liegt aber die Pflicht ob, durch Schrift und Wort, durch eindringliche Belehrung und Abmahnung auf ihre Landsleute zu wirken. In allen Fabriken und Wirthshäusern, an allen Orten wo Arbeiter verkehren, müßten, wie wir schon einmal angedeutet haben, Warnungstafeln mit der Inschrift zu finden sein : „Geht nicht auf Die Pflanzungen von Südamerika, wenn Ihr nicht in Sclaverei versinken, nicht in Hunger, Krankheit und Mißhandlung zu Grunde gehen wollt!" Wer dann trotz solcher rechtzeitigen Warnungen sich niemals halten ließe, hätte das sichere Verderben, in das er rennt, sich dann selber zuzuschreiben. Scfjmurgeridjt bei* Provinz Oberhessen. I. Quartal 1867. Urtheile: Den 7. Januar wurde Adam Lang aus Düdelsheim, wegen ausgezeichneten Diebstahls, in eine geschärfte Correctionshausstrafe von 1 Jahr und 6 Monaten condemnirt. Denselben wurde Ernst Pauli aus Nieder-Eschbach, wegen ausgezeichneten Diebstahls, in eine Correctionshausstrafe von 1 Jahr verurtheilt. Den 8. Januar wurde Samuel Behrenz aus Nieder-Florstadt, wegen Meineids, in eine Correctionshausstrase von 4 Monaten verfällt, dabei jedoch verordnet, daß 2 Monate unverschuldet erlittene Untersuchungshaft an derselben in Abzug zu bringen seien. Den 9. Januar wurden verurtheilt: 1. Heinrich Hedderich aus Brauerschwend, wegen Wilderei und Versuchs der Tödtung, in eine Zuchthausstrafe von 1 Jahren und 4 Monaten, von welcher 4 Jahre angemessen zu schärfen seien. 2. Conrad Hedderich von da, wegen Anstiftung zu letzterem Verbrechen, in eine Zuchthausstrafe von 2 Jahren. Anklage: Montag den 14. Januar, Vormittags 9 Uhr, gegen Elias Ehrmann von Friedberg, wegen betrügerischen und einfachen Bankerotts, Meineids und Schriftfälschung; Verth.: Großh. Hofg.-Adv. Welcker. Urtheile des Großh. Bezirksstrafgerichts Gießen, in öffentlicher Sitzung gefällt. I. Am 3. Januar d. I. wurden verurtheilt: 1. Friedrich Becker, Forstwart zu Ermenrod, wegen Majestätsbeleidigung, in eine Correctionshausstrafe vou 5 Monaten. 2. Friedrich Graf von Gießen, wegen desgleichen, in eiue Gesangmß- strafe von 3 Wochen. II. Am 9. Januar d. I. wurden verurtheilt: 1. Anna Marie, Konrad Paul II Wittwe von Großen-Eichen, wegen Diebstahls, in eine Gefängnißstrafe von 4 Wochen. , . , 2 Christoph Ruhl von Grebenhain, wegen desgleichen, in eine geschärfte Correctionshausstrafe von 5 Monaten. . ,, . 3. Marie Katharina Marr von Arnoldshain, wegen Diebstahls und Unterschlagung, in eine desgleichen von 4 Monaten 8 Tagen. 4. Magdalena Beck von Burg-Gräsenrode, wegen Unterschlagung und Confinationsbruchs, in eine desgleichen von 3 Monaten 8 Tagen. Johannes Sprunkel von Ober-Wollstadt, wurde wegen der Anklage der Körperverletzung und Gewaltthätigkeit von Strafe und Kosten freigefprochen. Die Untersuchung gegen Ludwig Glanchet von Ober-Roßbach, wegen öffentlicher thätlicher Ehrenkränkung wurde durch Vergleich erledigt. Verzeichn iß der bei Großh. Bezirksstrafgericht Gießen zur Ab- urtheilung kommenden Untersuchungen. I. Am 16. Januar d. 3.: 1 . Gegen Ludwig Krämer von Ober-Roßboch und Consorten, wegen Ge- 2 ." liegen Johannes KrauS, Schreinermeister von Butzbach, wegen Maje- statsbelel^gung.d $ 3atob Dietrich und dessen Ehefrau von Klein Karben, wegen Widersetzung und Verletzung der Amts- und Dienstehre. II. Am 17. Januar d. I.: 1 Gegen Kaspar Wagner von Nieder-Mörlen, wegen Diebstahls. 2 . Gegen die Wittwe des Heinrich Rausch von Friedberg, wegen Vcr- läumdung. Geld-Cours vom 10. Januar 1867. Preuß. Caffen - Scheine Preuß. Friedrichsd'or Pistolen .... „ Doppelte Holl. st. 10 Stücke. Rand - Ducaten . • 20 Frankenstücke . . tstngl. Sovereign» . Ruff. Imperials . . Dollars in Gold st. 1 45-j „ 9. 56J-57« „ 9. 41-43 „ 9. 42-44 „ 9. 48-50 „ 5. 33-35 „ 9. 25-26 „ 11. 48-52 „ 9. 42-44 „ 2. 26-27 Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Buch- und Steindruckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.