AnM.Wsll für Vie Provinzialhauptstadt Gießen. (llndsüraft Öfs Greifes fließen.) 31 73. Mittwoch den II. September 1SG7» 2ÄF* Man bittet das geehrte Publikum, die Jnserat-Beiräge sogleich bei der Aufgabe einer Anzeige zu berichtigen und Quittung darüber zu verlangen, da die nachträgliche Erhebung mit allzu großen Kosten und Schwierigkeiten verbunden ist. Die Erpedition d. Bltts. Amtlicher T h e i l. von den Jahren kr. 2000 an a. aus Starkenburg 1179 39 1131 42 an Obcrhlssen Rheinhessen 1179 60 165 101 1131 58 42 15 fr. 34 57 8 163 98 39 45 17 47 4) 5) 6) 7) 8) kr. 4 42 56 kr. 58 1) 2) 3) Geschenken und besonderen Gaben . Ausständen aus vorderen Jahren . fl- 552 224 402 1863 fl- 1863 fl- 526 216 388 16- 36 bewilligt gewesenen, jedoch wieder eingczogenen Unterstützungen . Capitalzinsen......... zurückbczahlten Kapitalien 1862 fl. 398 ! 2000 - Dreizehnter Hauptrechenschaftsbericht der Großherzoglichen Centralbehörde des Vereins zur Unterstützung ui d Beaufsichtigung der aus den Großherzöglichen Landes- und Provinzial-Strafanstalten Entlassenen, für die Jahre 1862 und 1863. A. Die Einnahme : an Kasscvorrath von 1861 b. c. an Zuschuß aus den im §. 3 der Statuten bezeichneten milden Fonds Beiträgen von Bereinsmitgliedern: 186.? Unserer Obliegenheit entsprechend schreiten wir zur Erstattung des dreizehnten Rechenschaftsberichtes über die Thätiakeit des BereinS in den Jahren 1862 unv 1863, nachdem die hierzu erforderlichen Materialien eingcgangen sind und befolgen auch hierbei die frühere Ordnung, indem wir die geprüften und vom Bereinsausschvsse abgeschlossenen Vcreinscasserechnungen ' 1862 und 1863 (Anlage 1 und 2) nebst Urkunden verlegen, welche folgendes Ergebuiß nachweisen: I. Es betrugen in den Jahren Zusammen . . ' 3901 B. Die Ausgabe : 1) die Unterstützung an Vereinspfleglinge 2141 2) an Verwaltungskosten: a. Bureaukosten b. für die Verwaltung der Vereinskasse, einschließlich ter Hebgebühren . 116 3) uneinbringliche Beiträge durch Sterbfälle der Mitglieder oder Verweigerung: 1862 1863 fl. kr. fl. kr. a. in Starkenburg 15 19 45 b. „ Oberhessen .’ 1 30 2 15 c. „ Rheinhessen 22 — 7 36 „ 38 30 29 36 38 4) an ausgeliehcnen Kapitalien 5) „ verschiedenen Ausgaben 3 14} 3457 1 35 1746 38 51 649 58 21 114 53 30 29 36 36 94 47 Es berechnet sich mithin in riesen zwei Jahren: A. die Einnahme zusammen auf B. „ Ausgabe „ „ Zusammen . . 3040 53 2635 52 fl. kr. 7358 15} 5676 45 30' .. . . und bleibt Kassevorrath . . 1681 301 Eine Vergleichung der Ergebnisse dieser Rechnungen mit demjenigen des Jahres 1861 ergibt folgende Resultate - Zu A. 3. Die Beiträge ter VerOnsmitglieter betrugen im Jahre 1861 614 fl. 30 kr., sind sonach im Jabr 1862 „m 565 fl. 9 kr. und im Jahre 1863 um 517 fl. 12 fr. gestiegen. lb62 um Zu A. 4. Die Geschenke und besonderen Gaben haben sich von 41 fl. 30 fr. auf 60 fl. 45 kr., resv 58 fl 15 fr hatten sich sonach in 1862 um 19 fl. 15 fr. und 1863 um 16 fl. 45 fr. erhöht ' mmf6rt' Zu A. 6. Die wieder einzezogenen Unterstützungen betrugen im Jahr 1862 98 fl. 16} fr. und im Jahr 1863 100 fl. 17 fr. mehr als 1861. Zu B. 1. Während die aus die VereinSvsteglinge verwendeten Unterstützungen im Jahr 1861 2020 fl. 45 fr. betrugen, wurden an solchen verausgabt im Jahr 1862 2141 fl. 35 fr., sonach 120 fl. 50 fr. mehr — und im Jahr 1863 1746 fl 38 fr. oder 274 fl. 7 fr. weniger wie 1861. Zu B. 2. An Bureaufosten wurden im Jahr 1861 646 fl. 55 fr., im Jahr 1862 und 1863 649 fl. 51 fr., resp. 649 fl. 58 fr., mithin 2 fl. 56 fr., resp. 3 fl. 3 fr. mehr verausgabt, jetoch in den beiten Jahren die in ten Voranschlägen dafür vorgesehenen Summen eingehalten. Zu B. 3. Im Jahr 1861 wurden 20 fl. an uneinbringlichen Beiträgen in Ausgabe tecretirt, in den Jabren 1862 und 1863 38 fl. 30 fr. und 29 fl. 36 fr., somit 18 fl. 30 fr., resp. 9 fl. 36 fr. mehr wie in 1861. II. Nach Der Anlage 3 fine aus Den vier Strafanstalten Des Grotzberzogthums im Jahr 1862 748 JnDiviDuen entlassen worden, von welchen 361 Jnlänter oder beinahe die Hälfte, im Jahr 1863 dagegen von den 723 laut Anlage 4 Entlassenen nur 280 Inländer oder nahezu ein Drittel die Hülfe Des Vereins in Anspruch genommen haben Es gehören an, von den Verein-pfleglingen von 1862 u. 1863, darunter weibliche a. der Provinz Starkenburg........ 141 118 69 b. „ „ Oberhessen....... 172 117 62 c. „ „ Rheinhessen....... 48 45 18 “ 361 280 149 a. der Provinz Starkenburg ... • e e . 141 118 b. „ „ Oberhessen • • 172 117 c. „ „ Rheinhessen • 48 45 361 280“ Die Zahl der männlichen zu Der Der weiblichen Sträflinge stellt sich hiernach wie 3 zu 1 Hiervon sinD Pfleglinge im Alter: 1862 1863 zusammen unter 20 Jahren . . 38 27 65 von 20—30 Jahren . - . 104 113 217 „ 30-40 „ . 87 56 143 „ 40-50 „ . . . . 65 34 99 „ 50-60 „ . 40 30 70 über 60 Jahren . • __27 20 __47 361 280“ 64P III. Im Jahre 1862 standen unter Aufsich und in Pflege des Vereins entlassene inländische Sträflinge: aus Dem Jahre 1860 .... . 299 n ff ff 1861 .... . 314 ff ff ft 1862 . ,. . 361 zusammen . 974 Hinzukamen im Jahre 1863 .... . 280 Totalsumme EnDe 1863 . 1254 Diese sind, nach den von Den Bezirksvereinscommissionen gelieferten Materialien in den unter Ziffer 5—16 beigelegenen Uebersichtstabellen in nachstehender Weise zu qualificiren: 1860 1861 1862 1863 Total 1) als gebessert und Der Aufsicht enthoben . 106 126 — — 232 2) als gut........ . 39 37 183 146 405 3) als schlecht....... . 47 41 111 92 291 4) als unverbesserlich ausgestoßen .... 42 43 — — 85 5) als freiwillig ausgetreten..... ‘ .... 3 4 4 1 12 6) als abwesend, flüchtig oder auSgcwandert . . 33 34 42 31 140 7) als gestorben....... . 29 29 21 10 89 Summe . . 299 314 361 28(7 1254 wovon die Pfleglinge aus 1860 und 1861 drei Jahre, diejenigen aus 1862 zwei Jahre und solche aus 1863 ein Jahr unter Aufsicht und in Pflege des Vereins waren. IV. Während der beiden Jahre 1862 u. 1863 wurden auf Unterstützung der Vercinspfleglingc 2141 fl 35 fr. u. 1746 fl. 38 fr., zusammen 3888 fl. 13 kr. verwendet, welche sich vertheilen auf Vereinspfleglinge: 1862 ‘ 1863 Total aus dem „ ff ft #/ ft tf tf ff tf tf tf tt tt tf tr tf tt tt ♦ Die im Jahre 1862 aus 1863 bewilligten 763 fl. kr. fl. fr. fl. fr. Jahre 1854 .......— — 10 — 10 — „ 1855 ....... 10 — — _ 10 — „ 1856 ....... 27 — 5 — 32 — „ 1857 7 — 15 - 22 - „ 1858 ....... 112 — 63 — 175 — „ 1859 88 — 26 — 114 — „ 1860 ....... 88 30 88 — 176 30 „ 1861 518 7 175 — 693 7 „ 1862 ....... 1290 58 601 10 1892 8 „ 1863 .......— — 763 28 763 28 Summe . . 2141 35 1746 38 3888 13 an Vercinspfleglingk aus 1862 bewilligten 1290 fl. 58 fr. und die im Jahre 1863 an Vereinspfleglinge fl 28 fr. vertheilen sich auf Die einzelnen Bezirke, wie folgt: Pfleglinge. Unterstützungen. 1862 1863 1862 1863 A. Starkenburg. fl. kr. fl. kr. 8 1 Bezirk Bensheim 87 — 10 — 6 8 „ Darmstatt 70 — 108 — 2 5 „ Dieburg 27 — 60 —' 3 1 „ Erbach 33 8 12 — 1 — „ Groß-Gerau 20 — — — 5 2 „ Heppenheim 81 — 27 — 5 5 „ Lindenfels 50 — 77 — 3 5 „ Neustadt 31 — 77 — 4 3 „ Offenbach 48 — 48 — — — „ Wimpfen — — — — 37 30 448 8 419 — 'feiffleßotenes. 3290) Hierdurch mache ich die ergebenste Anzeige, daß ich den be- voruehenden Gießener Jahrmarkt mit meinen bereits bekannten Artikeln beziehen und solche in dem neuen Hause der Witlwe Plank zum Brr- kaufe niederlegen werde, mit dem Bemerken, daß schon jetzt Herbst- und Winter-Waaren in reichhaltigster Auswahl bei mir zu haben sind. Auch nehme ich schon Bestellungen auf Pelz-Maaren au. 3310) Verschiedene Serien Birnen ßnv in tem vormals Bart h'schcn, jetzt R o (h’fd)tn Garten am Schiffenbcrger Wege V1 haben. 3209) Blütheumehl in vorzüglicy schöner Oualität empfiehlt _______________________I. G. Appel. 3273) Zncarnatklee - Saamen empfiehlt I. G. D. Bapst. S. Wolf. 3296) Gebrochene Aepfel (Kaiser- krönen), die Meße zu 24 fr., sind zu verkaufen bei Georg Reiber. 3208) Die Cigarri-nvorräthc aus der Fabrik der Herren „Busch Söhne, Nehmeyer und Iughardt" beabsichtige ich in größeren Partiten unter sehr günstigen Bedingungen aus freier Hand zu verlaufen. Proben 3256) Ausgezeichneter Rheinwein, pr. Schoppen 12 fr., Sachsenhäuser Aepfelwein, pr. Schoppen 4 fr , im __Russischen Hof. 3306) Ich bin Willens, mein in der klei- nen Löwengasse gelegenes Wohnhaus nebst Stallung und Hosraum, ferner sämmtliche Mobilien, die Kartoffeln und etwas Gemüse von einem Licrtel, die Erbsen von einem Viertel und das Grummetgras von einer Wiese, sowie ein Ziegenlamm, zu verfaufcn. C. KrauSkopf, Löwcngaffe Nr. 161. werden in meiner Wohnung und bei Herren „I. A. Busch Söhne" abgegeben. Gießen, den 3. September 1867. M. Pilger, Marktplatz. 3265) Ein noch ganz gut erhaltenes Sopha ist zu verkaufen bei __H. Sauer, Neuenweg. 3226) Zwei schöne schwarze Hengstesel mit vollständigem Geschirr sind zu verkaufen. Das Nähere bei der Erped. d. Bltts. 3240) In Lit. B. Nr. 89 sind drei eiserne Oeien mittlerer Größe und nenester Fa^on zu verkaufen. 3191) Ein fast noch neuer großer Kochofen mit zwei Löchern ist billig zu verkaufen bei L u d w i g W c b e r, Scklosscrmeister. 3212) Ausgezeichneten Wein-Essig, zum Einniachcn von Früchten sich eignend, verkauft G. Sckmchl, ___ im Russischen Hof. Wintersalat Pflanzen (3311)C. Pipp. 3312) Guter Aepselwein ist zu haben im Darmstadter Haus. 3284) Sehr schöne frisch gebrochene Aepfel sind zu verkaufen bei _____________________Gebr. Lony. 3196) Sehr gute W ei n fa sser, circa 6 Obm haltend, werden wegen Mangels an Platz billig abgegeben. Wo? zu erfragen bei der Exped. d. Bltts. 3271) Jagdgewehre aller Art, Lefau- cheux - Patronen, Pfropfen , Zündhütchen, Cramer'sches und anderes Pulver, Patent- Schrot u. s. w. empfiehlt ___I. G. D. Bapst. 3313) Ein vorzügliches Lip p'schcs Ela> vier ist Umzugs halber unter günstigen Bedingungen zu verkaufen bei Hofg.-Rath Weber Wittwe, Mühlgasse. 3308) Gebrochene Frühäpfel — Kaiserkronen — die Meste zu 30 fr., sind zu verkaufen bei Körber. 3237) Eine Camera obscura, 2 Küchen- > schränke, ein Naebtlifch, ein Küchentisch, ein - Stehpultchen zum Schreiben und verschiedene Fenster und Fensterrahmen sind zu veikaufcn. Wo? sagt die Exped. d. Bllts. 3297) Zeugnis;. Behufs chemischer Analyse rcsp. Begutachtung erhielt ich eine Flasche Schönheitswasser, genannt Lilionese, von dem alleinigen Erfinder und Fabrikanten derselben, den Chemiker und Apothekenbesitzer Herrn Adolph Conrad in Castel a. Rhein bezogen, verfiegelt übersandt. 3n Folge dessen habe ich die Lilionese in meinem chemischen Laboratorium einer genauen sowohl qualitativen wie quantitativen Analyse persönlich unterworfen und gefunden, daß dieselbe aus durchaus unschädlichen Ingredienzien theils organischen theils unorganischen Ursprungs in kunstgerechter Weise zusammengesetzt ist. Bezüglich der Qualität der einzelnen Bestand- tbeile ist nichts zu wünschen übrig, so daß die Lilionese des Chemikers und Apothekenbefitzers Herrn Adolph Conrad in Castel a. Rhein allen gerechten Anforderungen entspricht, welche man an ein gutes unschädliches Hnutreinigungömittcl stellen kann. Breslau, August 1867. Dr. Werner, Director des polytechnischen Bureaus und chemischen Laboratoriums. Dieses vorzügliche Mittel gegen Flechten, Leberflecken, Bocken flecken, Scropheln! und Finnen ist in Gießen allein ächt zu be- Eziehen durch Earl Frech. 17 e r in i e 10 u n g e n. 3314) Ein freundliches Farnilienlogis von 2 bis 3 Stuben, Cabinel und allem Zugehör ist zu vermiekhen und Anfangs November zu beziehen. Näheres bei ter Erped. d. BlttS. 3215) Zwei rnöblirte Zimmer sind zu verrniethen im Russischen Hof. 3303) Eine Familienwohnung ist zu vermietben bei Jakob Bogt, Bäcker. 3054) Ein Familienlogis ist zu oer- miethen im Gasthaus zum Adler. 3291) Eine Familienwohnung mit allem Zubehör ist zu verrniethen bei Tbeodor Detzbcrger, Müblgaffe 3287) Vier schöne rnöblirte Zimmer, je zwei (für OffizierSwohnung sich eignend), sind Bel Etage, Eck am Lindenplatz, zu vermiethen.__Roloff. 2530) In dem E. S t r a ck'schen Hause in der Neustadt ist ein Farnilienlogis zu vermiethen. 3210) 3n vermiethen ein Haus zum Alleinbewohnen für eine Fa- milie; auf Verlangen mit einem Theil des Gartens Katzeustein & E i cb c n b e r g. 3305) Zwei rnöblirte Zimmer und ein Cabinet sind zusammen oder einzeln zu »er- miethen. Näheres bei der Exped. d. BlttS. 3304) Ein Logis ist zu vermiethen bei Conrad Simon, Mühlgasse. 3309) Eine kleine freundliche Familienwohnung ist zu vermiethen bei Emil LooS, Flügelsgasse. 3214) Im Russischen Hof sBor- cerhaus) ist ein großes freundliches Fami- lienlogis zu vermiethen. 3301) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen und kann sogleich bezogen werden bei__ Bäcker Steinberger. 2963) In Nr. 202 in der Brandgasse ist der mittlere Stock zu vermiuhen und alsbald zu beziehen. 3272) Eine Familienwohnung ist zu vermiethen bei I. G. D. Bapst. Vermischte Llnzeigeii. Gläubiger - Aufforderung. 3282) Wer Forderungen an den Nachlaß ter Jacob Haus Eheleute in Bieber zu bilden hat, wird hiermit aufgeforbert, dieselben binnen 4 Wochen bei Herrn Assessor Klingelhöffer in Gladenbach geltend zu -machen. Bieber, den 7. September 1867. __Andreas Haus, Vormund. Agenten-Gesuch. 3227) Zum Absatz eines leicht und überall verkäuflichen Artikels, wozu weder Raum noch kaufmännische Kenntnisse nöthig sind, werken Agenten gegen eine angemessene Provision gesucht. — Refleclanten belieben ihre Adresse unter den Buchstaben B. B. J¥o. ®O an die Exped. b. Bltts. franco einzusenden. 1 Lchachclub. Heute Abend 8 Uhr im Caf6 Ebel: Generalversammlung. D e r Vorstand. 3199) Eine renemmirte Feuer- und Lebensversicherungs-Gefellfchaft sucht für hier und Umgegend unter günstigen Bedingungen einen Agenten. Franco- Offerten besorgt die Exped. d. BlttS. 3295) Auf dem Wege von Gießen nach Lollar ist am verflossenen Sonntage eine goldene Broche verloren gegangen. Der redliche Finder wird gebeten, dieselbe gegen eine Belohnung an die Exped. d. Bltts. abzugeben. 3302) Ein Märchen, das kochen kann und in allen übrigen Hausarbeiten erfahren ist, wird gegen hoben Lohn in Dienst gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bi. 3292) Unserem lieben L ... - $!■■■■ zu seinem gestern stattgebabten 22. Wiegenfeste ein dreifach vonnerndes Hoch! Turnverein. 3317) Nächsten Sonntag, den 15. l. M-, Vormittags: Turnfahrt des Bezirks Hessen nach Arnsburg. Wettturncn im Voiksturnen. Recht zahlreicher Theilnahme Segens der Vereinsmitglieeer siebt entgegen _____________der Vorstand. 3299) Sämmilichc Reparaturen an Schirmen sind fertig und bitte ich, die Schirme abholen zu lassen. W. Frank. 3285) Es sucht Jemanv während einiger Stunden res Tags Beschäftigung bei einem Advocaten. Wer? sagt die Exped. d. Bltts. 3225) 3500 st. werten gegen Sicher- hcit zu leihen gesucht. Das Nähere bei der Exped. d. Bltts. 3300) Ein rechtliches Mädchen, welches mit Kindern umzustehen weiß, und in der Küche nicht ganz unerfahren ist, wirt für Frankfurt gegen guten Lohn in Dienst gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. Auf der Nech'schcn Terrasse. 3286) Donnerstag den 12. September 1867 : Unterhaltungsmusik, ausgcführt von den Mttgliercrn der Hichener Kapelle. Anfang 6 Uhr. — Entre a Person 6 fr. Ad Hecker. Geschäfts-Anzeige. 3277) Der Unterzeichnete bringt hiermit zur Nachricht, daß Herr N. örftcr als Theilhaber in sein seither geführtes Hcrrenkleitermachcr - Geschäft eingetreten ist und daß er solches für die Folge auf gemeinschaftliche Rechnung mit ihm fortbe- treiben wird. Chr. Schmidt, Neuenweg Lit. B. Nr. 127. 3289) Gesucht wird gegen hohen Lohn ein Mädchen, welches mit Kindern gut umzugchen weiß unk womöglich schon bei Kintern gedient hat. Näheres bei ter Exper. d. Bltis. ß Tie Lungenschwindsucht wirk naturgemäß, ohne innerliche Mc- decin, geheilt. Acressr: Dr. II. Kotlmann in Mannheim. (Francatur gegenseitig.) 3238) Ein gesittetes Mädchen, von ge- setztem Alter unv mit guten Zeugnissen ver- sehen, das alle Hausarbeiten versteht, auch >n der Küche nicht ganz fremd ist, wird auf Michaelis für eine kleine stelle Familie zu miethen gesucht. Näheres bei ter Expcv. k. Bltts. 3266) Ein Schreiner zum Kistenanfertigen wird auf einige Tage en's Haus gesucht. Wo? sagt die Expev. d. BlttS._______ 3288) Eine Köchin wird gegen hohen Lohn gesucht. Eintritt sogleich oder zu Michaeli. Näheres bei der Exped. d. Bl. 3128) Ein Bursche von 16—18 Jahren wird als Hausknecht gesucht in's D a r m st ä v t e r H a u S. 3316) Einem verehrlichen Publikum die ergebene Anzeige, daß ich icten Montag von Gießen nach Grünberg fahre und Fracht zur Besorgung mitnehme. Bestellungen bitte ich im Gasthaus zum Löwen abgeben zu wollen. Heinrich Leußler, _________in Grünberg. 3258) Es wird ein junger Mann zu Hausarbeit in eine Wirtschaft gesucht. Zu erfragen bei der Exped. d. BlttS. 3315) Zum sofortigen Eintritt wird ein Laufbursche im Alter von 15 bis 18 Jahren gesucht. Bei wem? sagt die Exped. d. BlttS. 3193) Em Mädchen von angenehmem Aeußeren jucht eine Stelle in'S Buffet, oder als Kellnerin. Näheres bei der Exped. d. Bl. Hark. u. f» lO iS « Bank- und Wechselgeschäft, g - ------- LSSSSS--.. S SL», r.vs» Beginn der Ziehung am 1®. <1. ^1. " Mur ** Thaler Laz. Sams. Colin ' in Hamburg, kostet ein Orisinal-Staats- 1.OOM keine Promesse) aus meinem Debit, und werden solche gegen > frankirte Einsendung des 11« - . y IragCS oder gegen leost- vorschuss, selbst nach den eilt- 3298) Ich ersuede alle Diejenigen, welche Schirme von mir geliehen, solche sofort zu rtiournircn. W. Frank. Z 3133) Das Spiel der Äeiieil > * Mailänder Staats-Prä-g mien-Oblisat ioneii ist von > “ der GrossherzosL Messi- o sehen llrgirruiiK gestattet.« - „Gottes Segen bei Cohn!“ g Grosse Capitalien - Ver- « loosnng von über 2 Millionen <00 000 t ° ferntesten Gegenden von mir , > versandt. X * Es werden nur Gewinne gezogen. J Die Haupt-Gewinne betragen g * Mark225,000 -125,000-100,000 '' i - 50,000 - 30,000 - 20,000,1 «2a 15,000, 2 a 12,000, 2 a 10.000, g ; 2 a 8000, 3 ä 6000, 3 ä oOOO, Z 14 ä 4000, 12 ä 3000, 72 ä 2000, 5 »4 ä 1500, 4 ä 1200, 106 a 1000, § 0 106 ü 500, 6 L 300, 100 ä 200,» 7816 ä 100 Mark u. s. w. •> Gewinnsehler und anit- llclie Ziehungslisten sende £ nach Entscheidung prompt und S verschwiegen. 2 E Meinen Interessenten habe allein g in Deutschland die aller- A höchsten Haupttreffer V. 300,000, > 225,000,187,500,152,500,150,000, Z v 130,000, 125,000,103,000,100,000, Z W u. s. w. ausbezahlt. Wenn in gesundheitlicher Beziehung ein Mittel verdient, die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, so ist cS in der That die Bruchsalbc des Herrn Gottlieb Sturzenegger in Herisau, Kt. Appenzell in der Schweiz, — gegen Unter- lcibsbrüche. Sie verdient dies aus zwei Gründen, — einmal, weil dieselbe in weitaus den meisten Fällen diejenigen Brüche, die ohne Operation zu heilen nur möglich sind, ohne jede Entzündung u. rergl. vollkomm-n heilt; zweiten« weil unser« Wissens Cit ganze mericinischc Wissenschaft zur stunde noch kein Mittel gegen Unterleibsbrüche zu Tage gefördert. - Es ist deshalb erfreulich, daß schon eine bcveutenre Anzahl ter Herren Aerzte die Praxis über die Theorie hinwegsetzen und in Anerkennung ter wirklich vorzüglichen Eigenschaft der S t u r zen e g g er'schen Bruchsalbe dieselbe bei UnterleibSbrüchen verschreiben und empfehlen. l32J4) Fruchtpresse von nachbeuanuteu Städten und Fruchtmärkten. Ort und Datum. Walzen. Korn. G c r st e. Hafer. Kartoffeln. m Mittelprei« Uuft Maller. iBer.- kauft MittelpreiS vom Malter. B erkauft Mittelpreis vom Malter. Mittelprei« vom fauft Malter. Verkauft SUltrT »Vhttelpteia vom Malter. öwE Pfund fl. kr. Mltr. Pfund fl- fr. Mltr. Pfund fl. fr. vfunb N tr. o/tiir. Dfuno n ir. Gießen, — September . _ 200 ! — !-*• — i 160 — — — 120 — 10 4 — 200 1— 200 200 — — Gnmberg, Maine. 7. 7. 152 185 200 | 15 200 15 8 23 125 59 180 180 10 10 15 56 15} 160 6 1 160 30 43 63 52 120 120 5 2 48 Schichenych'Waft in Gielien. Morgen, Donnerstag den 12. September, von Nacbmitta^s 5 Ubr on. Schießübung. Distance: 125 Schritte saufgelegt), ^eranöschießen der v. W re benschen Gabe^von^Uhr^nn 1) Anhörung des Rechenschaftsberichts der Eentral-Behörte über die Wirksamkeit des Berlins in dem abgewichencn Jahr; 2) EinsichtSnahme der abgeschlossenen DereinS-Kasse-Rechnung von dem verflossenen Jahr; 3) Begutachtung des vom Ausschuss berathenen Budgets für das nächstfolgende Jahr: 4) Bestimmung der Remuneration des Vereins.Rechners; 5) Borträge einzelner Mitglieder über, den Verein berührende, Gegenstände; 6) von dem Ausschuß begutachteten, im Interesse des Vereins gestellten Anträge; 7) Benachrichtigung von den neu aufgenommenen VcreinSmitgliedern; 8) Vornahme der Wahl der erledigten Stellen in dem VcrcinS-AuSschuffe oder zu dessen periodischer Erneuerung; 9) Begutachtung allenfallstger Abänderung der Statuten und Zusätze zu denselben. Insbesondere dürfte cS wünschenSwerth erscheinen, daß auch Beamte der Strafanstalten sich an unseren Generalversammlungen betheiligcn, da in diesen häufig Fragen »ur Sprache kommen, zu deren zweckmäßigen Erledigung die Erfahrungen und Anschauungen der Gesängnissbeamten wesentlich beitragen würden. IX. In den Anlagen 17 und 18 sind die Büreaukosten für die Jahre 1864 und 1865 veranschlagt. Ungeachtet vermehrter Büreauarbeiten und Auslagen für Druck- und Schreibmaterialien bemühen wir uns diese Voranschläge einzuhaltcn. Für das Wohlwollen und die Fürsorge, welche Großh. Ministerium des Innern unserem Vereine zuwcndct, fühlen wir uns zu innigstem Danke verpflichtet und erfüllen nur eine angenehme Pflicht, wenn wir diesem Dankgcfühle hiermit Ausdruck verleihen. Mit den in unserem früheren Rechenschaftsberichte benannten auswärtigen Vereinen gleicher Tendenz ist die zur Erreichung der Vereinszwecke so wohlthätige Verbindung auch in den beiden Berichtsjahren sortunterhaltcn worden. — Wir sagen allen diesen Vereinen, welche uns durch ihre eben so eingehenden als beachtenswerthcn Mittheilungen der von ihnen bezüglich der Pflege entlassener Sträflinge gemachten Erfahrungen erfreut haben, öffentlichen Dank. Die Frage, ob eine engere Verbindung dieser gleichartigen Vereine unter sich und mit dem in der Bildung begriffenen Vereine deutscher Strafanstaltsbcamten der Vereinssache förderlich sei? hat noch nicht die nöthige allseitige Prüfung bestanden und dürfte erst später eine genügende Beantwortung möglich sein. Gleichen Dank statten wir endlich den Verwaltungen der Strafanstalten, den Bezirks-Vereins-Commissionen, sowie den bestellten Aufsehern für die Bereitwilligkeit ab, mit der sie unsere Bemühungen zur Erreichung des Vereinszwecks unterstützen. Die uns so zu Theil werdende Unterstützung und Beihülfe crmuthigt uns, ungeachtet der beschwerlichen und zum Theil erfolglosen Thätigkeit zum Bchuse der Besserung entlassener Sträflinge, unsere Bemühungen unverdrossen fortzusetzcn, um den Zweck unseres Vereins zu erreichen. Unsere Ueberzeugung von der Nothwendigkeit desselben, sowie von der Größe dieser Roth gibt uns die Kraft die Erreichung des gesteckten Ziels unverdrossen anzustrcben, wobei wir auf die forttauerde thatkräftige Mitwirkung aller Menschenfreunde rechnen, welche gewiß eine hohe Befriedigung darin finden, wenn auch ihre Beihülfe eine nicht geringe Anzahl der dem Elende und der Vcrderbniß Heimgcfallcncn auf den Weg zum Guten geleitet und der menschlichen Gesellschaft wiedcrgcwonnen wird. Darmstadt, den 24. November 1866 Zu Ur. K. ®. 4211. Giessen, am 4. September 1867. Betessrnd: Die Vertilgung der Feldmäuse. Das Gross herzogliche K r e i s a m t Giessen an die Großherzoglichrn Bürgermeistereien des Kreises. Nach mehrfachen Mittheilungen sollen die Feldmäuse in vielen Gemeinden des Landes in Besorgniß erregender Weise überhand genommen haben. Wir sind dadurcb veranlaßt, überall da, wo dies erforderlich sein sollte, die zur Ausrottung dieser schädlichen Thicre geeigneten Anordnungen alsbald zu treffen. Sie wollen daher den Gegenstand mit dem Gemeinderath in Bcrathung nehmen und in aller Kürze berichten, ob und welche Maßregeln in den einzelnen Gemeinden in Ausführung gebracht werden sollen. In dieser Beziehung verweisen wir Sie auf unser AuSschreibcn vom 24. Juli 1861 zu Nr. K. G. 4109 im Anzeigeblatt und machen Sie dabei noch besonders darauf ausmrrksam. daß die unter III dieses Ausschieibens vorgeschlagene Anordnung am meisten zu empfehlen sein dürfte, weil angenommen werden kann, daß bei Anwendung dieser Maßregel jeder Grundbesitzer zunächst seine eigenen Felder von dem Ungeziefer zu säubern suchen und das Uebcl also gleichmäßig von allen Seiten angegriffen werde. Dr. Goldmann. Zu Nr. K. G- 4240. Giessen, am 5. September 1867. öetreffrnd: Hauscollecte für die Erbauung einer evangelischen Kirche zu Nieder - Ohmen. Das Gross Herzog licht Kreisaml Giessen an die Grostherzogiichcn Bürgermeistereien des Kreises. Zur Bestreitung dir Kosten des Neubaues der rubricirten Kirche hat Großherzogliches Ministerium des Innern durch Verfügung vom 13. Juli l. I. zu Nr. M. d. I. 7006 eine HauScollccte im ganzen Umfang des Großherzogthums gestattet. Wir empfehlen Ihnen die möglichste Beihülfe zur Förderung dieser Angelegenheit. In Verhinderung des KreiSraths : Pietsch, RegierungS- Rath. Giessen, am 3. September 1867. betreffend: Die Einsendung der Waisenbüchsengelder für 1866/67. Das Gross herzogliche Kreis amt Gießen an bie Großberzoglichen Bürgermeistereien mit Ausnahme derjenigen zu Albach, Mendorf a. d. Katyn, Eberstadt und Großen - Buseck. Wir erinnern Sie an Einsendung der Waisenbüchsengelder binnen 3 Tagen. Dr. G o l d m a n n. Giessen, am 3. Srptrmbcr 1867. jBftrrffcnb: Das Lanbgestüt, insbesondere die Einführung uuc Erhebung eines Kohlengeldes. Oäs Grohherzoglichk Krti6amt Gießen an bie Großherzoglichen Bürgermeistereien Ettingshausen, Glirhenleich, Ruttershausen und -Steinbach. Wir erinnern Sie wiederholt an Erledigung der Verfügung vom 24. Kebr. 1865 bnnen 8 Tagen. Dr. G o l b m a n n. Giessen, am 29. Aunuft 1867. Betreffend: Einsendung der Handbuch-auezüge der Gemeinde- Einnehmer für 1867. Das G r o fi I) f r j o o l t d) t Kreissm 1 Giessen a n die Großherzoglichen Bürgermeistereien Albach, Allendorf a. d. Lahn, Allendorf a. d. Lda., Alten- Buseck, Annerod, Beuern, Ettingshansen, Garbenteich, Großen-Linden, Haltenrod, Hausen, Heuchelheim, Klein-Linden, Lollar, Mainzlar, Münster, Nieder-Bessingen, Ober-Bessingen, Trohe, Watzenborn und Wieseck. Wir erinnern Sie an Einsendung der obigen Auszüge binnen 8 Tagen. Di-. G o l d m a n n. _____ Bekanntmachung, die gesetzlichen Forderungen an Studirende aus dem Sommer-Semester 1867 betreffend. Die in diesem Sommer entstandenen gesetzlichen Forderungen an Studirende müssen bis zum 21. d. Mir. mittelst spccificirtcr Rechnungen zur Anzeige gebracht und längstens bis zum 16. November d. I. geltend gemacht werden, widrigenfalls dieselben den ihnen durch Art. 136'der Statuten zugcwiesenen Vorzug verlieren. Gießen, den 6. September 1867. Großherzoglichts Universitäts-Gcricht. Haberkorn. (3293) Gerichtliche und Privat - Bekanntmachungen. ^pfonhfrp-BeRnnntmü(f)iuioen. 3281) Das V.rzeichniß der Kultur- Veränderungen, welche seit dem 1. August 1866 bis Ende Juli 1867 vorgcnommen worden sind, liegt vier Wochen auf unscrm Büreau offen; etwaige Reklamationen sind binnen Vieser Zeit dahier vorzubringen. Gießen, den 7. September 1867. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. ____—______Ebel.__________ 3283) Das Berzcichniß der im Laufe des Jahres 1867 ganz neu erbauten, sowie der durch Bauveränderungcn im Werthe erhöhten oder verminderten, und der ganz abgegangcncn Wohnhäuser unk Gewerbs- anlagen, liegt 4 Wochen auf unserm Büreau offen. Etwaige Rcclamationen können binnen dieser Frist bei uns vorgebracht werden. Gießen, den 7. September 1867. Großherzogliches OrtSgcricht Gießen. Ebel. Versteigerungen Die Vergebung von Fuhrenarbeil bei der Stadt Gießen. 3280) Montag den 16. September 1867, des Vormittags 11 Uhr, fofl die Bcifuhr von ca. 10 Cubik-Klaftern Füllgrund, veranschlagt zu 70 st., auf hiesigem Rathhausc an den Wenigstfordernden vergeben werden. Gießen, den 6. September 1867. Großhcrzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. O b st v e r ft e i g e r n n g. 3307) Montag den 16 September 1. I., Morgens 9 Ubr, soll das hiesige Gcmcinkeobst, bestehend in Aepfeln, Birnen und Zwetschcn, versteigert ! werden. Eberstadt, am 9. September 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Eberstadt. G ör l a ch. Die Vergebung der Holzhauer- und Culturarbeiten im Gießener Stadlwalde für das Jahr 1868. 3254) Das Fällen und Aufarbcitcn des Holzes in dem Gießener Stadtwalde, sowie die nöthigcn Kulturarbeiten für das Jahr 1868, sollen Samstag den 14. September d. I., Vormittags 10 Uhr, im Rathhaussaale öffentlich vergeben werden. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, den 6. September 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. .Holzversteigerung im Gießener Sladtwalde. 3230) Montag den 16. September d. I., von Vormittage 9 Uhr an, soll das in dem Gießener Stadtwalbe, Di- strikten Oberwalk, Heingesbodcn, Hochwarte, Bruch, Brutcrwinter, StrangSwicse ic., auf- gearbeitete Holz im hiesigen Rath- haussaale öffentlich versteigert werden, und zwar: 1) in den Distrikten Heingesboden, Hochwarte, Oberwald ic.: 2 Stecken Buchen-Sckeitbolz, 3'/, „ „ Prügelholz, 4 „ „ Stockholz, 130 Wellen „ Re-sholz, 5 Stecken Eichen - Prügelholz, 4'/, „ „ stockholz, 115 Wellen „ Reisholz, 8 Stecken Nadel-Prügel- u. Stockholz, 380 Wellen „ Reisbolz, 9 Eichcn-Stämme mit 173 Kubikfuß 16 Nadel- „ „ 259 „ 91 „ Stangen „ 267 „ 50 Laste Dornreiser; 2) in den Distrikten Bruch, Bruderwinter, Strangswiese: 4 Stecken Eichen-Prügelholz, 74 Wellen „ Reisholz, 6'4 Stecken Nadel-Prügel- u. Stockholz, 512 Wellen „ Reisholz, 21 Nabel-Stämme mit 356 Kubikfuß, 45 „ Stangen „ 164 „ Gegen Bürgschaft wirk das Holz bis 1. December d. I verborgt. Da kas zu versteigernke Holz eint kleine Quantität ist unk in den oben bezeichneten Distrikten zerstreut liegt, so wird basselbk im hiesigen Rathhaussaale ausgeboten unb die Forstwarte sind deshalb angewiesen, solches vor kcr Versteigerung vorzuzeigen, zu welchem Zwecke sich dieselben Mittwoch d e n 1 1. d. Mts , und zwar Forst- wart Schlag des Morgens um 9 Uhr auf der Licher Khaussec an der 6. Schnciße, und Forstwart Dcrn tcs Vormittags um 11 Uhr auf der Licher Chaussee, am Weg, welcher von Annerod nach Hausen führt, einsinten werben. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenken Orte werben ersucht, dies in ihren Gemeinten bekannt machen zu lassen. Gießen, den 3. September 1867. Großhcrzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Pfleglinge. 1862 1863 Unterst 1862 fl. fr. ützungen. 1863 fl. fr. B. Ob er Hessen. 1 2 Bezirk Alsfeld 15 — 20 — —— 1 // Biedenkopf - - 8 — 9 3 •1 Büdingen 152 — 21 — — 2 H Friedberg — 22 — 9 2 H Gießen 89 — 13 — 3 4 n Grünberg 45 — 53 — 21 3 u Lauterback * 288 — 35 — 3 — n Nidda 43 — __ ___ 4 — H Schotten 55 — _ _ — — II Vilbel _ _ _ __ — — II Vöhl — —— — — 50 17 687 — 172 — C. Rheinhessen. — 4 Bezirk Alzey — — 37 2 3 3 II Bingen 50 — 26 _ 4 7 II Mainz 53 34 71 26 3 — II Oppenheim 29 16 — _ 2 3 II Worms 23 — 38 — 12 17 155 50 172 28 Wiederholung. 37 30 A. Starkenburg 50 17 B. Oberhessen 12__17 C. Rheinhessen 448 687 155 8 50 419 — 172 — 172 28 99__64 im Ganzen 1290 58 763 28 Die Verwendung dieser Unterstützungen fand in folgender Weise statt 1) Jur Ermöglichung des Betriebs eines Handwerks oder sonstiger Handarbeiten, durch Anschaffung von Arbeitskleidern, Werkzeugen, Rohmaterial, Entrichtung von Lehrgeld oder der Kosten um Meister zu werden, ferner durch Entrichtung des Hauszinses, durch Vermittelung des Lohndienstcs......... 2) zur Ermöglichung des Betriebs eines Kleinhandels 3) zur Anschaffung von HauSgeräthc und Bettwcrk 4) zur Einlösung verpfändeter Gegenstände .... 5) zur Bestreitung der Erziehungskosten..... Stärkend. Oberhcsscn Rheinhessen 1862 1863 1862 1863 1862 1863 25 13 34 13 10 13 5 8 ,4 — - 2 7 8 12 4 1 2 1 — — 1 — Total 1862 1863 69 39 9 *10 20 14 1 1 woraus entnommen werden kann, wie die aus der Vereinskasse verabreichten Unterstützungen nur dazu bewilligt werden, um den •Pfc .M. 7"e,"e' loweit möglich, zu erreichen und ohne die Heimathgemeinden ihrer Pflicht zur Armenpflege zu entledigen, welche thncn bezüglich U)rer arbeitsunfähigen Angehörigen gesetzlich obliegt. b ' „ , 1)611 §■ 2 Dcr Statuten sind Gesuche um Unterstützung zur Auswanderung bisher von uns zwar in der ^egcl nicht berucknchtigt worden, wir beschäftigen uns jedoch mit Erwägung der auch schon anderwärts aufgeworfenen Frage: ob und unter welchen Bedingungen es dem Vereinsintercsse entsprechen würde, die Auswanderung für gewisse Kategorien von Verbrechern zu begünstigen und hierzu materielle Unterstützungen aus der Vereinskasse zu bewilligen. . ..Aber die Beschäftigung dcr in den Jahren 1862 und 1863 aufgenommenen Pfleglinge während des Jahres 1863 sind nun Vie nothigcn Kachwe.se von den Bezirks-Vereinscommissionen geliefert worden und wir sehen uns daher im Stande, zum Erstcnmale hierüber nachfolgende Ucbersicht zu geben: ' 8 1 Bon den in den Jahren 1862 u. 1863 Total aufgcnommcnen 361 280 641 Pfleglinge sind arbeitsunfähig oder gestorben ... 24 20 44 337 260 597 ferner gehen ab die abwesenden, ausgewandcrten, ausge- tretenen, rückfälligen oder solche, deren Beschäftigung«- Weise unbekannt ist, zusammen mit . 92 69 161 Von den verbleibenden..... 245 1U1 436 waren beschäftigt: 1) als Handwerker, Meister, Gesellen, Lehrlinge, Fabrik- • arbciter re........ 98 98 196 2) als Taglöhner, Knechte, Mägde, Hirten re. 122 73 195 3) als Kramer, Händler, Makler ic..... 4) als Strickerinnen, Rätberinnen oder mit sonstigen häus- 12 9 21 lichcn Arbeiten beschäftigt .... 7 10 17 5) im Militärdienste standen..... 6 1 7 Zusammen wie oben 245 191 436 V. Es waren von den in den Jahren 1862 und 1863 neu hinzugekommenen Pfleglingen bestraft worden: wegen Aufruhr. Hochverrat!' und Tumult „ Abtreibung ter Leibesfrucht . „ Aussetzung von Kindern „ Verletzung der Amts- und Dienstehre „ Bettelei und Landstreicherei . „ Betrug und Fälschung „ Blutschande . '. „ Brandstiftung .... 1862 1863 Total. 2 — 2 . . . . — 2 2 3 2 5 3 3 6 72 56 128 10 12 22 1 3 4 1 — 1 Zu übertragen 92 78 170 Uebetrag 1254 Inländer 1863 zusammen M 7« 241 so Kctrks Wü 12 140 89 iit Groß Eltivgi n'ncr A»Z mit chu oa6igin zu berücksichtigen, wonach der Erfolg der Thätigkeit des Vereins in den Jahren 1862 und 1863 zu beurthcilen sicht. Von kiesen 1013 sink nach ten von ken Bezirksvcreinscommissionen eingegangencn Berichten und ter hiernach in ken Anlagen 5—16 vorgenomwenen Classification 232, oker mehr wie 1/5 als gebessert zu betrachten, welche rer Bcaufsichtigung durch i en Verein gänzlich entlassen wurken; — weitere 405 oder 2/$ geben Hoffnung aus vollständige Rückkehr zum Guten, da kiese als gut bezeichnet sind und somit günsiige Resultate bei mehr als 3/s der in den Jahren 1862 und 1863 von dem Vereine unterstützten Sträflinge erzielt worden sind oder in sicherer Aussicht sichen. Man ist oft in Kreisen, welchen Zweck und Wirksamkeit kerartigcr Vereine fremd sink, aus ken verschiekenartigsten Motiven geneigt, allen derartigen Vereinen ken Antheil zu verringern oder ganz abzusprcchen, welcher ibncn an den günstigen Erfolgen der Unterstützung und Beaufsichtigung entlassener Sträflinge nach erstandener Strafe gebührt. — Wir glauben jedoch die Irrigkeit unk das Ungerechte einer derartigen Bcurtheilung ter VereinSthätigkeit in unserem letzten Rechenschaftsberichte so überzeugend dargetban zu haükn, daß wir lediglich hierauf P§zug zu nehmen brauchen, um nachzuwcisen, daß das Gute, welches durch die DcrcinSthäiig- kcit gcsörvert wird, nicht hoch genug angeschlagen werken kann, abgesehen davon, daß durch dieselbe manches Böse verhindert oder im Keime erstickt wird, was mit Zahlen nachzuweisen eine Unmöglichkeit ist. Wir hoffen, daß durch die in Aussicht stehende Umwandlung der Strafanstalten kes GroßherzogkhumS in Zellengefängniffc (Jsolirhaft) eine bessere Wirkung der Strafhast als Bcsserungsmittel unsere Bemühungen unterstützen und noch günstigere Resultate derselben erreichen lassen wirk. Daß der Verein nicht allem Uebel vorbeugen oder sämmtlichc Sträflinge, welche seine Hülfe nachsuchcn, in gute Menschen umwandcln kann, ist eben so natürlich, als cs ungerecht wäre, ihm einen Vorwurf daraus zu machen, daß von ken in den Zähren 1862 und 1863 aufgenommcnen Pfleglingen 85 oder i/i2 als unvcrbcsscrlich ausgestoßen und 291 oker kaum */i als schlecht bezeichnet werden mußten, denn der Verein kann in ter Regel seine Thätigkeit zur Besserung entlassener Sträflinge erst dann beginnen, wenn das Verderben schon tiefe Wurzel geschlagen und das Herz kcr Gesunkenen bereits verhärtet bat. Von den als „schlecht" Bezeichneten wird indessen noch Mancher ten Weg zur Rückkehr in's bürgerliche Leben und damit den Pfad zum Guten finken unk wenn wir uns auch hierin gegen Erwarten tauschen sollten, so kann koch kie Wirksamkeit des Vereins auch in den beiden Berichts-Jahren nur als eine sehr günstige unk wohlkhätige bezeichnet werken; günstig, weil kie größere Mehrzahl der in Pflege befindlich gewesenen Sträflinge gebessert oder Aussicht hierzu gegeben ist; — wohlthatig aber aus dem Grunde, weil es doch unleugbar als eine Wohlthat betrachtet werken muß, wenn eine größere Anzahl entlassener Sträflinge der bürgerlichen Gesellschaft wieder gewonnen wird. Die oben zu IV gelieferte statistische Uebersicht weist nach, daß die größere Hälfte der in den Jabren 1862 unk 1863 aui- genommenen Pfleglinge sich wieder bürgerlicher Beschäftigung zugcwcndet bat und somit durch eigene Thätigkeit ihren Unterhalt zu gewinnen sucht. Erleichtert würde die Unterbringung entlassener Sträflinge, wenn es gelingt, eine zweckmäßige Beschäftigung ker- selben in den Strafanstalten durchzuführcn, was zedoch, namentlich bei geringerer Strafzeit, mit Schwierigkeit verbuntcn ist. VII. Wie wir bereits im vorigen Rechenschaftsberichte bemerkten, ist die Zahl der Mitglieder und ihrer Beiträge gegen früher bedeutend gestiegen und wir hoffen, daß je mehr die Wirksamkeit und Wvhlthätigkeit des Vereins erkannt wird, eine immer größere Theilnabme an feinen menschenfreundlichen Bestrebungen sich ihm zuwenten werde. VIII. Die unter VIII kes vorigen Rechenschaftsberichts aufgefübrten, in der Generalversammlung zu Mainz am 3. Juli 1861 gestellten Anträge: * a. der Verein möge dafür Sorge tragen, daß auch in den B ez irks gesängniffen den Sträflingen die Möglichkeit zur Arbeit gegeben werde; b. dahin zu wirken, daß alle Beschäftigungsarten aus ten CorreetionShausern und kein Zuchtbause verbannt würden, welche den Geist tötten, und daß diese durch untere, ten Fähigkeiten ter Gefangenen entsprechende, das Interesse derselben anregende und rege baltende, sowie die Gesundheit stärkende Arbeit, namentlich auch Arbeit im Freien, ersetzt würden ; sowie c. dafür thätig zu sein, daß eine bessere Beaufsichtigung unk angemessene Beschäftigung der jugendlichen strällinge in rem CvrrcctionShause durch Anstellung eines eigenen Lebrers und Trennung jener von den übrigen Sträflingen eintrete; sowie der weitere Antrag: d. das im §. 5 pos. b der Statuten auf 30 fr. bestimmte Minimum keS jährlichen Beitrags eines Vereinsmitglieks auszuheben oder herabzusetzen — sind zwar vom Vereins-Ausschuß begutachtet worden, können aber erst der nächsten Generalversammlung zur Prüfung und Beschlußfassung unterbreitet werten, weil die auf dcn 25. Febr. 1863 zu Darmstadt anberaumte Generalversammlung zu unserem Bedauern nicht zn Stande kam. Wir rechnen um so mebr auf eine recht zahlreiche Beiheiligung an den nächsten Generalversammlungen, als hier der geeignete Crt zum persönlichen Austausch der auf das Wohl und die Besserung einer zahlreichen Classe unglücklicher Mitmenschen gerichtete Ansichten und Bestrebungen ist und der §. 23 ter Statuten den Generalversammlungen die wichtigsten Vereinsangelegenhciten vor- behält, indem tiefen hiernach folgende Angelegenheiten zugewiesen sind: summa VI. Wie bereits oben zu III nachgewiesen, waren in den Jahren 1862 und in der Vereinspflege. Zieht man hiervon ab: die ausgetretenen........ die abwesenden, flüchtigen oder ausgewanderten sowie kie verstorbenen....... bleiben nur noch 1013 Pfleglinge Et 2188) gmcht der L M. iib Ludwig tintr Ihber t(n förmlit Sille, welchi Mfn, aufs W Sßorjug Mittwvi inMeidunj Achs Jh btt M ein 5) ßuraioi ii Hit, uni ofoientnei bigkr» anq Aussen jU ter anwis "ettiktknen ©itjjtti ©roji 1862 1863 Total. 92 78 170 1 2 3 192 131 323 20 15 35 4 5 9 6 1 7 — 2 2 4 3 7 21 22 43 5 4 9 — 1 1 3 2 5 10 12 22 2 3 5 361 280 641 wegen Desertion.......... H Diebstahl und dessen Begünstigung..... M Drohung, Gewaltthätigkeit und Mißhandlung // Eigenthumsbcschädigung....... II Meineid.......... U Nothzucht.......... w Tödtung.......... u Unterschlagung und Receß....... U Unzucht und Kuppelei........ ff Verläumkung......... ft Vervortheilung der Gläubiger....... II Widersetzung......... u Wilderei......... I